Anton Piakónski: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anton Piakónski''' (sagr. ''António de Piacón'') (*1698, †1770) war ein polnischer Adliger, Thronprätendent sowie Ehemann von Königin [[Maria II. Franziska]], der letzten Königin aus dem [[Haus Santori]]. Nach Streitigkeiten mit den sagradischen Generalständen wurde er 1756 von allen Regierungsgeschäften ausgeschlossen und ins Exil geschickt.  
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'''Anton Piakónski''' (sagr. ''António de Piacón'') (*1698, †1770) war ein polnischer Adliger, Thronprätendent sowie Ehemann der sagradischen Königin [[Maria II. Franziska]], der letzten Königin aus dem [[Haus Santori]]. Nach Streitigkeiten mit den sagradischen Generalständen wurde er 1756 von allen Regierungsgeschäften ausgeschlossen und ins Exil geschickt.  
  
 
=== Jugend, Ehe und Aufstieg zum Thronfolger ===
 
=== Jugend, Ehe und Aufstieg zum Thronfolger ===

Version vom 23:48, 2. Dez 2025

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Anton Piakónski (sagr. António de Piacón) (*1698, †1770) war ein polnischer Adliger, Thronprätendent sowie Ehemann der sagradischen Königin Maria II. Franziska, der letzten Königin aus dem Haus Santori. Nach Streitigkeiten mit den sagradischen Generalständen wurde er 1756 von allen Regierungsgeschäften ausgeschlossen und ins Exil geschickt.

Jugend, Ehe und Aufstieg zum Thronfolger

Anton Piakónski wurde 1698 als Sohn von Franciszek Piakónski und dessen Ehefrau Prinzessin Maria von Mikolinien in Warschau geboren. Sein Vater stammte aus dem polnischen Adelsgeschlecht der Piakónski und war im Jahr 1697 zum König von Polen gewählt worden, wo er bis zu seinem Tod 1704 als Franciszek I. herrschte. Nach dem Thronverlust Franciszeks musste die Familie ins Exil gehen und Anton wuchs danach zusammen mit seinem Bruder Philipp Piakónski bei seiner Mutter am Hof seines Onkels, König Georg I. von Mikolinien auf. Im Sagradischen Bürgerkrieg engagierten sich die beiden Piakónski-Brüder auf Seiten der Koalition gegen den sagradischen König Danadier II..

Nach dem Krieg gehörten die Piakónski zum Hof um den Prinzregenten Johann III., der 1730 gemeinsam mit seiner Frau Maria I. den Thron bestieg. Als das Königspaar einen zukünftigen Gemahl für ihre junge, noch unverheiratete Tochter suchte, bot sich bald ein Bündnis mit dem verwitweten Königssohn Anton Piakónski an. Anton heiratete 1742 die erst 16-jährige Prinzessin María Francisca. Die Ehe blieb jedoch unglücklich. Der viel ältere Anton ging auch weiterhin seinen Liebschaften nach, während seine Frau zunehmend vereinsamte.

Nach dem Tod Königin Marias I. im Jahr 1748 geriet Sagradien in eine schwere politische Krise, da er nur einen minderjährigen Sohn, Marias Halbbruder David II. hinterlassen hatte, der zudem 1753 im Alter von nur acht Jahren starb. Entsprechend der Thronfolgeregelung wurde nun Antons Frau als Maria II. Franziska zur sagradischen Königin ausgerufen. Anton hatte Ambitionen, an der Seite seiner Frau als Mitregent zu herrschen. Nach ihrer Ankunft in Sagradien im Frühjahr 1754 bestieg Maria Franziska den Thron. Die Position Antons blieb aber zunächst strittig.

Königtum und Absetzung

Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann schnell die Regierungsgeschäfte und bezeichnete sich als König. Seine Herrschaft war jedoch von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Pole sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss.

Anton und Maria verbündeten sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Mikolinien gegen Frankreich und Österreich, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Frankreich-freundlichen Partei in den Generalständen führte. Dort wurden ihm wiederholt absolutistische Ambitionen vorgeworfen. Zudem musste Anton mit den Thronansprüchen eines Vetters von Maria, Herzog David Alexander von Sessin kämpfen, der als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori selbst nach der Krone griff und einen Propagandakrieg gegen das Königspaar initiierte. Als Anton ohne Zustimmung der Stände einen Bündnisvertrag mit Mikolinien schloss, kam es schließlich zum Bruch mit den Generalständen, die den Gemahl der Königin schließlich anklagten. Dabei vertrat eine Mehrheit er Stände die Position, Anton sei als Gemahl der Königin zwar berechtigt, als König angesprochen zu werden, er besitze aber keinerlei Anspruch, an den Regierungsgeschäften teilzuhaben. Auf Druck der Stände hin erklärte Königin Maria II. schließlich die De-facto-Absetzung ihres Manns als Mitregenten und schickte ihn ins Exil nach Mikolinien. Seine Versuche, sich mithilfe Mikoliniens und Englands gewaltsam gegen die Absetzung zu wehren, scheiterten bereits in Ansätzen.

1757 dankte Königin Maria II. schließlich selbst zugunsten ihres Vetters Philipp IX. ab. Sie folgte zwar ihrem Mann nicht ins Exil, die Ehe wurde aber formell nie geschieden. Bis zu seinem Tod 1770 lebte Anton in Mikolinien