Heinrich von Sacâu: Unterschied zwischen den Versionen

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Mit Luisa von Nalcaz hatte Heinrich drei Söhne. Der [[Don Joán de Sacâu|älteste mit dem Namen Johann]] (*1121) erhielt das [[Herzogtum Sessin]], der Zweitgeborene [[Gabriel Juvans|Gabriel, genannt ''Juvans'']] (*1125), wurde [[Graf von Sacâu]] und der jüngste Bruder [[Hugo von Liez|Hugo]] (*1128) erhielt den Titel eines [[Graf von Liez|Grafen von Liez]] und begründete das [[Haus Liez]], das bis 1234 bestand hatte. Das Verhältnis zwischen Heinrich und seinem ältesten Sohn Johann war äußerst spannungsgeladen, da dieser immer stärker eine Beteiligung an der Macht und die Ernennung zum Mitkönig seines Vaters forderte, was Heinrich jedoch aus Rücksicht gegenüber den anderen Söhnen und Misstrauen in die Fähigkeiten Johanns zurückwies. Einen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen im Vorfeld des Zweiten Kreuzzuges, an dem Heinrich teilnahm, in seiner Abwesenheit aber nicht wie erwartet seinen 24-jährigen Sohn als Regenten einsetzte, sondern seine Schwester Marita und ihren Mann [[Guillén de Laval]]. In seiner Abwesenheit kam es zum Aufstand Johanns, der sich selbst zum König erklärte, von seiner Tante jedoch festgesetzt und nach der Rückkehr Heinrichs von diesem verstoßen wurde.
 
Mit Luisa von Nalcaz hatte Heinrich drei Söhne. Der [[Don Joán de Sacâu|älteste mit dem Namen Johann]] (*1121) erhielt das [[Herzogtum Sessin]], der Zweitgeborene [[Gabriel Juvans|Gabriel, genannt ''Juvans'']] (*1125), wurde [[Graf von Sacâu]] und der jüngste Bruder [[Hugo von Liez|Hugo]] (*1128) erhielt den Titel eines [[Graf von Liez|Grafen von Liez]] und begründete das [[Haus Liez]], das bis 1234 bestand hatte. Das Verhältnis zwischen Heinrich und seinem ältesten Sohn Johann war äußerst spannungsgeladen, da dieser immer stärker eine Beteiligung an der Macht und die Ernennung zum Mitkönig seines Vaters forderte, was Heinrich jedoch aus Rücksicht gegenüber den anderen Söhnen und Misstrauen in die Fähigkeiten Johanns zurückwies. Einen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen im Vorfeld des Zweiten Kreuzzuges, an dem Heinrich teilnahm, in seiner Abwesenheit aber nicht wie erwartet seinen 24-jährigen Sohn als Regenten einsetzte, sondern seine Schwester Marita und ihren Mann [[Guillén de Laval]]. In seiner Abwesenheit kam es zum Aufstand Johanns, der sich selbst zum König erklärte, von seiner Tante jedoch festgesetzt und nach der Rückkehr Heinrichs von diesem verstoßen wurde.
  
Zu einer Versöhnung zwischen Vater und Sohn kam es nicht mehr. Stattdessen führten König und Prinz mehrere Schlachten gegeneinander, ehe Johann von Sessin 1150 starb, sodass Heinrichs zweiter Sohn Gabriel Juvans zum Thronfolger aufstieg. Dieser heiratete [[Marka von Guillard]], deren Vater [[Bernat II. von Guillard]] um sagradische Unterstützung gegen seine Konkurrenten in Golen bat. Heinrich unterstützte einen ersten Feldzug und führte nach dem Tod Bernats 1158 einen erneuten Feldzug nach Golen, auf dem er einige Schlachten für sich entscheiden konnte, ehe er 1159 bei [[Santa Rocca]] fiel. Sein Sohn und Nachfolger Gabriel Juvans konnte den Krieg danach zu einem erfolgreichen Ende führen.  
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Zu einer Versöhnung zwischen Vater und Sohn kam es nicht mehr. Stattdessen führten König und Prinz mehrere Schlachten gegeneinander, ehe Johann von Sessin 1150 starb, sodass Heinrichs zweiter Sohn [[Gabriel Juvans|Gabriel]] zum Thronfolger aufstieg. Dieser heiratete [[Marka von Guillard]], deren Vater [[Bernat II. von Guillard]] um sagradische Unterstützung gegen seine Konkurrenten in Golen bat. Heinrich unterstützte einen ersten Feldzug und führte nach dem Tod Bernats 1158 einen erneuten Feldzug nach Golen, auf dem er einige Schlachten für sich entscheiden konnte, ehe er 1159 bei [[Santa Rocca]] fiel. Sein Sohn und Nachfolger [[Gabriel I.]] konnte den Krieg danach zu einem erfolgreichen Ende führen.  
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]

Version vom 23:50, 15. Nov 2025

Heinrich von Sacâu (*1096, †1159), genannt Heinrich der Kühne (Enrico le Bravo), war König von Sagradien (1132-1159) aus dem Geschlecht der Dianniden.

Herkunft und Jugend

Heinrich wurde 1096 als Sohn des Prinzen Philipp von Sacâu, des zweiten Sohnes König Hugo Dianus von Cliêce, und dessen zweiter Frau Adela von Lemez in Valier geboren. Er war damit ein Neffe König Johanns des Löwen und Vetter Johanns II. aus männlicher Linie. Nach dem Tod seines Vaters Philipp im Jahr 1104 folgte er diesem als Graf von Sacâu nach, stand aber bis 1114 unter der Vormundschaft seines Onkels, König Johann I., der ihn gemeinsam mit seinem eigenen Sohn Johann an seinem Hof erzog. Nach dem Tod ihres Mannes heiratete Adela von Lemez im Jahr 1107 den Grafen Hugo von Bosa, der als Parteigänger der Lusoniden galt, wodurch sie am Hof Johanns I. in Ungnade fiel. Da König Johann zuvor seine erste Frau Elisa von Nonthí, die Mutter des Thronfolgers, mit der Begründung der ehelichen Untreue verstoßen hatte, bestritt Adela die Legitimität Johanns, da dieser offenkundig Sohn einer Ehebrecherin sei. Ziel war es, ihren eigenen Sohn Heinrich als legitimen Thronfolger zu etablieren.

Da Adela sich nicht die Unterstützung der einflussreichen Magnaten sichern konnte, scheiterte ihr Versuch. Johann I. ließ sie und ihren Mann ächten und erklärte Hugo von Bosa seiner Lehen für verlustig und übertrug sie seinem Parteigänger Frido. Heinrich, der nun zur potenziellen Gefahr des Königs geworden war, musste vom Hof fliehen und kam bei seiner Tante Maria von Elvar unter. Erst im Jahr 1112 - nach dem Tod Adelas - erreichte Marcellus von Elchestré, ein enger Vertrauter des Königs, die Rehabilitierung Heinrichs, der nun wieder an den Hof des Königs zurückkehren konnte. Kurze Zeit später trat Heinrich selbst die Regierung seiner Grafschaft mit dem Zentrum in Sacâu del Mar an, die zu dieser Zeit größere Gebiete in der östlichen Escada umfasste. Als Graf von Sacâu und Herr von Valier und Marval musste Heinrich des öfteren Angriffe der benachbarten Golen abwehren.

Zeit als Vasall Johanns II.

1118 heiratete Heinrich auf Vermittlung seines Onkels hin Luísa von Nalcaz. Als 1121 - nach dem Tod seines Onkels König Johann I. - sein Vetter Johann II. in Noyar den sagradischen Thron bestieg, musste ihm Heinrich huldigen und erhielt im Gegenzug das Herzogtum Sessin zum Lehen. Damit wurde Heinrich von Sacâu nun zu einem der mächtigsten Fürsten des Landes. Seit 1125 unterstützte Heinrich seinen Vetter König Johann II. in dessen Bretagnefeldzug, der schließlich mit der Eroberung Cavallas endete, das Ziel der Eroberung der ganzen Bretagne aber verfehlte.

Als Johann II. im Jahr 1128 in einen neuerlichen Feldzug gegen Herzog Conan III. von Bretagne zog, ernannte er seinen Vetter Heinrich zu seinem Vertreter und für den Fall seines eigenen Todes zum Vormund seines noch unmündigen Sohnes Prinz Hugo. In der Abwesenheit Johanns ließ Heinrich den Knaben jedoch entgegen der Anweisungen des Königs vom Hof entfernen und versuchte sich selbst augenscheinlich als Thronfolger zu etablieren. Erst als Johann wenig später zurückkehrte, gab Heinrich den Prinzen gegen ein hohes Lösegeld wieder frei. Als Prinz Hugo im Jahr 1130 starb, kamen Gerüchte auf, Heinrich habe den Jungen vergiften lassen. Die Gerüchte konnten nie aus der Welt geschafft werden. Dennoch designierte Johann nach dem Tod seines einzigen Sohnes seinen Rivalen Heinrich als Nachfolger und gab ihm - Laura von Nalcaz war bereits tot - seine erst 15-jährige Tochter Anna zur Frau, womit Heinrich seinen Anspruch auf die Krone zu untermauern versuchte.

Königtum

Zwei Monate nach der Hochzeit starb der König im Herbst 1132 und Heinrich folgte als Enkel Hugo Dianus' und Berecas von Sagradien und als nächster noch lebender männlicher Verwandter sowie Schwiegersohn des verstorbenen Johann II. auf den Thron. Um neuerliche Erbansprüche der Lusoniden abzuwehren, schloss Heinrich der Kühne 1136 ein Konkordat mit dem Papst (Vertrag von Martinez), in dem er als König bestätigt wurde und erst daraufhin in Noyar gekrönt wurde. Seine Herrschaft musste Heinrich in Auseinandersetzungen mit dem mächtigen Herzog Luso II. von Scantia verteidigen, der zugleich auch König von Perucía war. 1147-1149 nahm er darüber hinaus am erfolglosen Zweiten Kreuzzug teil.

Mit Luisa von Nalcaz hatte Heinrich drei Söhne. Der älteste mit dem Namen Johann (*1121) erhielt das Herzogtum Sessin, der Zweitgeborene Gabriel, genannt Juvans (*1125), wurde Graf von Sacâu und der jüngste Bruder Hugo (*1128) erhielt den Titel eines Grafen von Liez und begründete das Haus Liez, das bis 1234 bestand hatte. Das Verhältnis zwischen Heinrich und seinem ältesten Sohn Johann war äußerst spannungsgeladen, da dieser immer stärker eine Beteiligung an der Macht und die Ernennung zum Mitkönig seines Vaters forderte, was Heinrich jedoch aus Rücksicht gegenüber den anderen Söhnen und Misstrauen in die Fähigkeiten Johanns zurückwies. Einen Höhepunkt erreichten die Auseinandersetzungen im Vorfeld des Zweiten Kreuzzuges, an dem Heinrich teilnahm, in seiner Abwesenheit aber nicht wie erwartet seinen 24-jährigen Sohn als Regenten einsetzte, sondern seine Schwester Marita und ihren Mann Guillén de Laval. In seiner Abwesenheit kam es zum Aufstand Johanns, der sich selbst zum König erklärte, von seiner Tante jedoch festgesetzt und nach der Rückkehr Heinrichs von diesem verstoßen wurde.

Zu einer Versöhnung zwischen Vater und Sohn kam es nicht mehr. Stattdessen führten König und Prinz mehrere Schlachten gegeneinander, ehe Johann von Sessin 1150 starb, sodass Heinrichs zweiter Sohn Gabriel zum Thronfolger aufstieg. Dieser heiratete Marka von Guillard, deren Vater Bernat II. von Guillard um sagradische Unterstützung gegen seine Konkurrenten in Golen bat. Heinrich unterstützte einen ersten Feldzug und führte nach dem Tod Bernats 1158 einen erneuten Feldzug nach Golen, auf dem er einige Schlachten für sich entscheiden konnte, ehe er 1159 bei Santa Rocca fiel. Sein Sohn und Nachfolger Gabriel I. konnte den Krieg danach zu einem erfolgreichen Ende führen.