Mário González Bahamonte: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 21:32, 31. Dez 2011
Mário González Bahamonte (*1930 in Liscez/Alconía) ist ein früherer sagradischer Politiker (UDS). Er war Außenhandelsminister (1977-1979), Fraktionssprecher (1982-1995) und Parteivorsitzender der bürgerlich-liberalen UDS. Von 1995 bis 1999 amtierte er als EU-Wettbewerbskommissar in der Kommission Santer. Zuletzt war er Vorsitzender der liberalen Fundación Aliureto Fernandez (FAF).
Der Nationalökonom Mário Bahamonte begann seine politische Karriere als Ratsmitglied der UDS in Liscez in der Kommunalpolitik. Im Jahr 1962 bewarb er sich erstmals um ein Mandat in der sagradischen Abgeordnetenkammer, schaffte aber erst im Folgejahr 1963 den Sprung ins Parlament, wo er zu den jüngsten Abgeordneten gehörte. Danach gehörte er bis 1995 insgesamt 32 Jahre in Folge der sagradischen Abgeordnetenkammer an. Nachdem er sich zunächst einen Namen als Haushaltsexperte gemacht hatte, wurde der 40-Jährige 1970 zum Parlamentarischen Sekretär seiner Fraktion gewählt. Diese Funktion übte er bis zu seinem Eintritt ins sozialistisch-liberale Kabinett Caval IV im Frühjahr 1977 aus, wo er zum Außenhandelsminister ernannt wurde. Zusammen mit den anderen UDS-Ministern trat er im Januar 1979 aus der Regierung aus, nach der folgenden vorgezogenen Parlamentswahl gehörte er zu den Führungsmitgliedern der oppositionellen UDS-Fraktion und übernahm erneut die Funktion eines Parlamentarischen Sekretärs, ehe er nach dem Wahlerfolg der Parteien der rechten Mitte bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982 als Sprecher die Führung der UDS-Fraktion in der Abgeordnetenkammer übernahm.
Nach dem Rücktritt des seit 1989 als Parteivorsitzender fungierenden Wirtschaftsministers Angel Ribero von allen Ämtern im Frühjahr 1992 übernahm Bahamonte die Führung der Partei, blieb aber zugleich Fraktionschef. Als "Notlösung" angesehen, verzichtete er nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 auf einen Posten als Vizepremierminister und wenig später auch auf eine Wiederwahl als Parteivorsitzender. Nachfolger als Parteichef wurde 1995 Außenminister Vítor António Anghés, als Fraktionschef löste ihn nach 13 Jahren Angel Ribero ab. Stattdessen wurde Mário Bahamonte von Premierminister Josep Otero neben dem Sozialisten Simón Lorenzo Celano als sagradischer Vertreter in der neuen EU-Kommission des Luxemburgers Jacques Santer nominiert. Dort übernahm er schließlich das einflussreiche Amt eines Wettbewerbskommissars. Nach dem kollektiven Rücktritt der Kommission im März 1999 übte er sein Amt zunächst weiterhin in der Übergangskommission Marín aus und schied schließlich im September 1999 aus der europäischen Kommission aus. Nachfolger als Vertreter der bürgerlichen Rechten wurde der Konservative Angel Colorado.