Martin Posthumus: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Martin III. von Perucía''', genannt ''Martin Posthumus'' (*1242, †1249) war der posthum geborene Sohn König [[Martin II. von Perucía|Martins II. von Perucía]], genannt ''der Zänker'', und von seiner Geburt bis zu seinem Tod [[König von Perucía]]. Er war zugleich der letzte peruzinische Monarch aus der skantisch-peruzinischen Dynastie der [[Lusoniden]]. | + | '''Martin III. von Perucía''', genannt ''Martin Posthumus'' (*1242, †1249) war der posthum geborene Sohn König [[Martin II. von Perucía|Martins II. von Perucía]], genannt ''der Zänker'', und von seiner Geburt bis zu seinem Tod [[König von Perucía]]. Er war zugleich der letzte peruzinische Monarch aus legitimer Linie der skantisch-peruzinischen Dynastie der [[Lusoniden]]. |
| − | Als Martin Posthumus 1242 geboren wurde, war sein Vater König Martin der Zänker bereits seit wenigen Wochen tot. Da Martin der Zänker bei der Zeugung bereits 56 Jahre alt gewesen sein musste, kam es zu Zweifeln an der Vaterschaft des Königs und an der Legitimität des Neugeborenen. Dennoch wurde Martin von Geburt an als König betrachtet und unmittelbar nach seiner Geburt und Taufe gekrönt. Die Regentschaft für den Säugling übernahm nominell seine Mutter Fabricia Garrol, de facto jedoch ein aus dem einheimischen Adel gebildeter Regentschaftsrat, der von seinem Großvater [[Goffré von Garrol]] dominiert wurde. Seit 1244/45 gewann zunehmend der micolinische König [[ | + | Als Martin Posthumus 1242 geboren wurde, war sein Vater König Martin der Zänker bereits seit wenigen Wochen tot. Da Martin der Zänker bei der Zeugung bereits 56 Jahre alt gewesen sein musste, kam es zu Zweifeln an der Vaterschaft des Königs und an der Legitimität des Neugeborenen. Dennoch wurde Martin von Geburt an als König betrachtet und unmittelbar nach seiner Geburt und Taufe gekrönt. Die Regentschaft für den Säugling übernahm nominell seine Mutter Fabricia Garrol, de facto jedoch ein aus dem einheimischen Adel gebildeter Regentschaftsrat, der von seinem Großvater [[Goffré von Garrol]] dominiert wurde. Seit 1244/45 gewann zunehmend der micolinische König [[Ruchard I. von Mikolinien|Ruchard I.]] als Großonkel und Taufpate des Königs Einfluss auf den Rat, sodass die Familie Garrol nach dem Tod Fabricias 1245 aus dem Regentschaftsrat gedrängt wurde. Ein Aufstand der Garrols gegen den Regentschaftsrat schlug danach fehl. Als Unterstützer der pro-micolinischen Partei trat zu dieser Zeit auch [[Renart von Soria]] auf, der ein unehelicher Halbbruder des jungen Königs war. |
| − | + | Ruchard I. konnte schließlich durchsetzen, dass Martin Posthumus an seinem sechsten Geburtstag im Jahr 1248 mit seiner Enkelin Francise von Micolinien verlobt wurde. Ehe die Ehe jedoch auch formell geschlossen werden konnte, starb Martin bereits 1249 im Alter von sieben Jahren, sodass das Geschlecht der Lusoniden ausstarb und der peruzinische Thron verwaist war. In der Folge kam es Erbfolgekrieg zwischen Martins Halbbruder Renart von Soria, der von Micolinien unterstützt wurde, und dem von [[Philipp IV. Hermes]] von Sagradien unterstützten [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]], Herzog von Scantia, der sich schließlich durchsetzen konnte und die Herrschaft des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] auf dem peruzinischen Thron begründete. | |
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Aktuelle Version vom 12. November 2025, 22:59 Uhr
Martin III. von Perucía, genannt Martin Posthumus (*1242, †1249) war der posthum geborene Sohn König Martins II. von Perucía, genannt der Zänker, und von seiner Geburt bis zu seinem Tod König von Perucía. Er war zugleich der letzte peruzinische Monarch aus legitimer Linie der skantisch-peruzinischen Dynastie der Lusoniden.
Als Martin Posthumus 1242 geboren wurde, war sein Vater König Martin der Zänker bereits seit wenigen Wochen tot. Da Martin der Zänker bei der Zeugung bereits 56 Jahre alt gewesen sein musste, kam es zu Zweifeln an der Vaterschaft des Königs und an der Legitimität des Neugeborenen. Dennoch wurde Martin von Geburt an als König betrachtet und unmittelbar nach seiner Geburt und Taufe gekrönt. Die Regentschaft für den Säugling übernahm nominell seine Mutter Fabricia Garrol, de facto jedoch ein aus dem einheimischen Adel gebildeter Regentschaftsrat, der von seinem Großvater Goffré von Garrol dominiert wurde. Seit 1244/45 gewann zunehmend der micolinische König Ruchard I. als Großonkel und Taufpate des Königs Einfluss auf den Rat, sodass die Familie Garrol nach dem Tod Fabricias 1245 aus dem Regentschaftsrat gedrängt wurde. Ein Aufstand der Garrols gegen den Regentschaftsrat schlug danach fehl. Als Unterstützer der pro-micolinischen Partei trat zu dieser Zeit auch Renart von Soria auf, der ein unehelicher Halbbruder des jungen Königs war.
Ruchard I. konnte schließlich durchsetzen, dass Martin Posthumus an seinem sechsten Geburtstag im Jahr 1248 mit seiner Enkelin Francise von Micolinien verlobt wurde. Ehe die Ehe jedoch auch formell geschlossen werden konnte, starb Martin bereits 1249 im Alter von sieben Jahren, sodass das Geschlecht der Lusoniden ausstarb und der peruzinische Thron verwaist war. In der Folge kam es Erbfolgekrieg zwischen Martins Halbbruder Renart von Soria, der von Micolinien unterstützt wurde, und dem von Philipp IV. Hermes von Sagradien unterstützten Philipp von Redanior, Herzog von Scantia, der sich schließlich durchsetzen konnte und die Herrschaft des Hauses Redanior auf dem peruzinischen Thron begründete.