Julian von Tesqué: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 23:02, 11. Nov 2025

Julian II. (*1261, †1320, Julen II) aus dem Haus Redanior, auch bekannt als Julen von Tesqué oder Julen der Bischof, war König von Sagradien (1301-1320). Davor war er Erzbischof von Tesqué und Regent für seinen minderjährigen Neffen Julen I. Sein Tod 1320 führte zu einem Thronfolgestreit zwischen Heinrich von Viça und Martin dem Guten von Peruzien und Mikolinien, der schließlich in der Union von Alagua endete.

Herkunft

Julen von Redanior wurde 1261 als dritter Sohn des peruzinischen Königs Philipp dem Schweigsamen und der sagradischen Prinzessin Eleonore geboren. Als Julen drei Jahre alt war, bestieg seine Mutter den sagradischen Thron und sein ältester Bruder Martin Felix wurde Thronfolger. Sein zweitältester Bruder Robert erhielt als Lehen das Herzogtum Scantia, Julen als dritter Sohn sollte eine geistliche Laufbahn einschlagen und wurde im Kloster Meném erzogen.

Regentschaft für Julen I.

Mit bereits 25 Jahren wurde der Königssohn Julen Bischof und später Erzbischof von Tesqué. Nach dem Tod Martin Felix' im Jahr 1289 übernahm Robert den sagradischen Thron. Da dieser jedoch zwei Söhne und eine Tochter hatte, schien die Nachfolge auch noch gesichert, als dieser bereits 1292 starb. Für seinen erst zwölfjährigen Sohn und Nachfolger Julen I. übernahm Roberts Witwe Maria von Scola die Regentschaft, während ihr Bruder Joseph von Scola in Peruzien Krieg gegen den aufständischen Adel und den Thronprätendenten Philipp von Álbero führte. Der als Julen von Tesqué bekannte Onkel des Königs wurde in Sagradien Mitregent. Bereits zu dieser Zeit fiel er durch eine besonders harte Politik gegenüber Juden und Andersgläubigen auf.

Auch nach der Übernahme der Regierung durch König Julen I. selbst blieb Julen von Tesqué in einer zentralen Machtstellung, da der junge König seit 1299 in Peruzien weilte, um Aufstände der peruzinischen Stände gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. In seiner Abwesenheit fungierte Bischof Julen als Verweser des Königs im sagradischen Reichsteil.

Griff nach der Krone

Der Tod Julens II. in der Schlacht bei Cresq 1301 stürzte das Land schließlich in eine Nachfolgekrise. Da der König ohne männlichen Erben geblieben war, folgte ihm sein neunzehnjähriger Bruder Martin V. auf dem Thron nach. Dieser litt jedoch seit seiner Kindheit an Depressionen und war als Prícipe Fol bekannt. Zudem galt sein Verhältnis zu seinem mächtigen Onkel als mehr als gespannt. Julen entschloss sich daher zu einer Intrige, nachdem klar war, dass Martin sich nicht seiner Regentschaft beugen würde. Nach nur wenigen Wochen auf dem Thron ließ Julen den 19-jährigen König gefangen nehmen, für wahnsinnig erklären und zwang ihn so zur Abdankung. Als Julen II. bestieg der Erzbischof von Tesqué nun selbst den sagradischen Thron. Zudem ließ er seine vierjährige Großnichte Margaid von Bretagne, eine Tochter Yolande von Sagradiens und Konkurrentin um den Thron, gefangen nehmen und einkerkern.

Während dieser Schachzug in Sagradien erfolgreich war, wurde Julens Thronbesteigung in Peruzien nicht anerkannt. Stattdessen riss dort Julens jüngerer Bruder Johann von Gerón den Thron an sich. Er wurde von Teilen des peruzinischen Adels sowie vom mikolinischen König Rodique I. unterstützt. Julen II. bereitete daher wie bereits sein Neffe zuvor einen großen Zug nach Peruzien vor, um seine Herrschaft gegen Johann von Gerón zu verteidigen und sich von den Ständen als König anerkennen zu lassen. Ein geplanter Heereszug über die Konsetten scheiterte jedoch mehrmals, sodass Julen seine Ansprüche auf Peruzien nie durchsetzen konnte. Stattdessen folgte nach Johanns Tod in Peruzien dessen Sohn Philipp von Gerón als König nach.

1310 wurde Julens Neffe Philipp durch Heirat König von Mikolinien, was die Spannungen zwischen den beiden Linien auf einen Höhepunkt brachte. Nach dem Tod von Philipps Frau Karoline von Mikolinien kam es 1313 zum Sturz Philipps und zum Interregnum in Mikolinien, ehe Julens jüngerer Neffe Martin 1315 mit dem mikolinischen Thron betraut wurde. Entgegen der bisherigen Frontstellung kam es nun zum Bündnis zwischen Julen und seinem Neffen Martin gegen den mikolinischen Thronprätendenten Heinrich von Kont. Es gelang den Heeren Julens und Martins schließlich, die mikolinische Krone zu erobern, womit der Grundstein für die spätere sagradisch-mikolinische Union gelegt wurde.

Erbe

Nach seinem Thronantritt hatte Julen das geistliche Leben in Ehelosigkeit aufgeben und 1303 Isabella von Avon geheiratet, in der Hoffnung, einen eigenen Nachfolger zu zeugen. 1309 ging aus der Ehe ein Sohn namens Filipe hervor, der jedoch bereits mit sechs Jahren starb. Julen selbst starb 1320, ein Jahr nach dem Tod seines Sohnes Filipe, im skantischen Castel Montero. Nach seinem Tod kam es in Sagradien zu einem neuerlichen Thronfolgestreit zwischen Martin von Mikolinien und Julens Stiefsohn Heinrich von Viça, der Margaid von Bretagne zur Frau genommen hatte. Nachdem der Visaner den Thron in Martins Abwesenheit an sich gerissen hatte, unterlag er diesem im Jahr 1321, sodass Sagradien, Peruzien und Mikolinien schließlich in der so genannten Union von Alagua vereinigt wurden.