Sergio Rafael Dini: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 18: Zeile 18:
 
Obwohl ihm die Parteien der Mitte eine neuerliche Kandidatur antrugen, verzichtete Dini bei den Präsidentschaftswahlen 1949 auf eine Teilnahme und schied 1949 im Alter von 80 Jahren aus dem Amt. Nachfolger wurde der in der Wahl siegreiche Radikaldemokrat [[David Pizarro Cordês]]. Dini ist der bis heute einzige Präsident der Dritten Republik, der nicht direkt durch das sagradische Volk gewählt wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt wurde Dini von seinem Nachfolger Pizarro Cordês zum [[Senator auf Lebenszeit]] ernannt. Dini starb schließlich im Jahr 1955 im Alter von 86 Jahren an Herzschwäche.
 
Obwohl ihm die Parteien der Mitte eine neuerliche Kandidatur antrugen, verzichtete Dini bei den Präsidentschaftswahlen 1949 auf eine Teilnahme und schied 1949 im Alter von 80 Jahren aus dem Amt. Nachfolger wurde der in der Wahl siegreiche Radikaldemokrat [[David Pizarro Cordês]]. Dini ist der bis heute einzige Präsident der Dritten Republik, der nicht direkt durch das sagradische Volk gewählt wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt wurde Dini von seinem Nachfolger Pizarro Cordês zum [[Senator auf Lebenszeit]] ernannt. Dini starb schließlich im Jahr 1955 im Alter von 86 Jahren an Herzschwäche.
  
[[Kategorie: Regierungschef Sagradiens|Sergio Rafael Dini]]
+
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Sergio Rafael Dini]]
 
[[Kategorie: Präsident der Republik|Sergio Rafael Dini]]
 
[[Kategorie: Präsident der Republik|Sergio Rafael Dini]]
 
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]
 
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]

Version vom 20:24, 18. Dez 2011

Sergio Rafael Dini (*1869 in Servara de Sagonte, †1955) war ein sagradischer Finanzwissenschaftler, parteiloser Politiker und Staatsmann. Er war Präsident der Banca de Sagradia, zweimal Regierugnschef sowie erster Präsident der Dritten Sagradischen Republik.

Karriere bis 1934

Sergio Rafael Dini wurde im sagontinischen Servara geboren und studierte Jura und Wirtschaftswissenschaften. Er schlug eine universitäre Karriere ein und wurde Professor für Finanzwissenschaften an den Universitäten von Vierna, Semess und Óstino, ehe er 1922 Geschäftsführender Präsident der staatseigenen Sagradischen Bodenkreditanstalt wurde. 1925 wurde Dini als parteiloser Finanzminister ins Kabinett La Ponte I berufen, wo er eine eher konservative Finanzpolitik betrieb. 1926 wurde Dini Präsident der sagradischen Notenbank Banca de Sagradia. In dieser Funktion blieb er acht Jahre lang.

Erste Regierung (1934-1935)

Inmitten des Herbstkrise 1934 wurde Dini im Dezember 1934 überraschend von Präsident Luciano Capón zum sagradischen Ministerpräsidenten und in Personalunion Finanzminister berufen. Er führte ein überparteiliches Expertenkabinett, das die landesweiten Kämpfe zwischen Linken und Rechten unter Kontrolle bringen und gleichzeitig die Währung stabilisieren und für einen Wirtschaftsaufschwung sorgen sollte. Während es Dini nicht gelang, die verfeindeten kommunistischen und rechten Paramilitärs zu bändigen, konnte er die Wirtschaftskrise eindämmen. Vergebens protestierte Dini gegen die Besetzung Golens durch das faschistische Micolinien (Golenkrise 1934/35), schließlich musste er dem vom Völkerbund sanktionierten Marrel-Moratorium zustimmen, das eine einjährige Schutz-Besatzung verordnete. Nach dem Sieg der linken Volksfront bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935 demissionierte Dini als Regierungschef und wurde durch Sozialistenführer Santiago Laval ersetzt. Er wurde danach u.a. Aufsichtsratsmitglied der Banca De Sique.

Zweite Regierung (1944-1945)

Nach dem Staatsstreich vom 23. Mai 1943 wurde Dini von der neuen regierenden Militärjunta unter General Oscar Taglle Rodríguez mit der kommissarischen Leitung der Finanzbehörden im Rang eines Staatssekretärs beauftragt. Er wurde schnell zum wichtigsten Wirtschaftsberater der neuen Militärregierung. Nach längeren Verhandlungen der Junta mit dem oppositionellen Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa kam es im September 1944, wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs, zur Bildung einer zivilen Provisorischen Regierung, zu deren Präsident der parteilose Dini ernannt wurde, der als Kompromisskandidat galt. Dini führte eine Regierung der so genannten "Demokratischen Koalition" an, die aus Christdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und Radikalliberalen bestand. Größte Aufgabe der Regierung waren die Umstellung der Wirtschaft auf den zivilen Wiederaufbau, die Wiederherstellung der demokratischen Institutionen und die Durchführung von Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Nationalversammlung, die im August 1945 stattfand.

Präsidentschaft (1945-1949)

Wenige Wochen nach der Wahl trat die Nationalversammlung erstmals zusammen und wählte den Sozialisten José Saviola zum neuen Präsidenten der Provisorischen Regierung. Dini wurde von der Versammlung zum provisorischen Staatsoberhaupt gewählt und trat damit die Nachfolge der Militärjunta an, die nun aufgelöst wurde. Als Präsident oblag ihm die völkerrechtliche Repräsentation der entstehenden Republik. Nach Verabschiedung der Verfassung der Dritten Republik und Annahme durch Volksentscheid unterschrieb und verkündete Dini schließlich als provisorisches Staatsoberhaupt die neue Verfassung der Sagradischen Republik, die am 20. Juli 1946 in Kraft trat. Dini wurde in der Folge durch die Nationalversammlung auch offiziell zum ersten Präsidenten der Dritten Republik gewählt. Seine Präsidentschaft sollte bis zum Jahr 1949 terminiert sein, in dem gemeinsam mit den zweiten Teilwahlen zum Senat auch die erste Direktwahl des sagradischen Staatsoberhaupts stattfinden sollte.

In seiner Präsidentschaft koordinierte Dini als parteiunabhängige Figur an der Staatsspitze den demokratischen Wiederaufbau und musste mehrere Regierungskrisen meistern, da die Demokratische Koalition im Zuge des Kalten Krieges 1947 zerfiel. In dieser vierjährigen Amtszeit ernannte er fünf verschiedene konstitutionelle Regierungschefs, doch gelang es ihm, eine ernste Vertrauenskrise in die junge Demokratie zu verhindern.

Nach der Präsidentschaft

Obwohl ihm die Parteien der Mitte eine neuerliche Kandidatur antrugen, verzichtete Dini bei den Präsidentschaftswahlen 1949 auf eine Teilnahme und schied 1949 im Alter von 80 Jahren aus dem Amt. Nachfolger wurde der in der Wahl siegreiche Radikaldemokrat David Pizarro Cordês. Dini ist der bis heute einzige Präsident der Dritten Republik, der nicht direkt durch das sagradische Volk gewählt wurde. Nach seinem Ausscheiden aus dem höchsten Staatsamt wurde Dini von seinem Nachfolger Pizarro Cordês zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Dini starb schließlich im Jahr 1955 im Alter von 86 Jahren an Herzschwäche.