Partíu Comunista d'Aziz: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Partíu Comunista d'Aziz''', kurz '''PCdA''' oder '''PCA''' (deutsch ''Kommunistische Partei von Aziz'') ist eine politische Partei, die ausschließlich in der [[sagradischen]] Region [[Illas d'Aziz]] antritt. Sie bezeichnet sich selbst als kommunistisch und bezieht sich auf die Traditionen des Marxismus, Sozialismus und Eurokommunismus. Auf nationaler Ebene ist die PCdA Teil des Linksbündnisses [[SDU]]. | Der '''Partíu Comunista d'Aziz''', kurz '''PCdA''' oder '''PCA''' (deutsch ''Kommunistische Partei von Aziz'') ist eine politische Partei, die ausschließlich in der [[sagradischen]] Region [[Illas d'Aziz]] antritt. Sie bezeichnet sich selbst als kommunistisch und bezieht sich auf die Traditionen des Marxismus, Sozialismus und Eurokommunismus. Auf nationaler Ebene ist die PCdA Teil des Linksbündnisses [[SDU]]. | ||
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Die Kommunistische Partei von Aziz war jahrzehntelang eine der bedeutendsten Parteien auf der Inselgruppe und eine der elektoral erfolgreichsten kommunistischen Parteien des Landes. Sie erreichte regelmäßig rund 20 Prozent der Stimmen und fungierte im Parteiensystem der Inselgruppe als wichtigster Gegenspieler der christdemokratischen [[CDA]]. Im Gegensatz zu den Christdemokraten setzten sich die Kommunisten für die Unabhängigkeit der Inseln von Sagradien ein. Die Partei war vollständig unabhängig von der sagradischen [[KPS]], begriff diese aber als Bruderpartei. Bei Wahlen erreichte sie regelmäßig über zwanzig Prozent der Stimmen, war aber bis in die Neunziger Jahre hinein an keiner Regierung beteiligt. | Die Kommunistische Partei von Aziz war jahrzehntelang eine der bedeutendsten Parteien auf der Inselgruppe und eine der elektoral erfolgreichsten kommunistischen Parteien des Landes. Sie erreichte regelmäßig rund 20 Prozent der Stimmen und fungierte im Parteiensystem der Inselgruppe als wichtigster Gegenspieler der christdemokratischen [[CDA]]. Im Gegensatz zu den Christdemokraten setzten sich die Kommunisten für die Unabhängigkeit der Inseln von Sagradien ein. Die Partei war vollständig unabhängig von der sagradischen [[KPS]], begriff diese aber als Bruderpartei. Bei Wahlen erreichte sie regelmäßig über zwanzig Prozent der Stimmen, war aber bis in die Neunziger Jahre hinein an keiner Regierung beteiligt. | ||
Aktuelle Version vom 3. Mai 2025, 14:38 Uhr
| Partíu Comunista d'Aziz | ||
| Generalsekretär | ||
| Gründung | ||
| Jugendorganisation | ||
| Zeitung | ||
| Ausrichtung | Kommunismus Marxismus Sozialismus Regionalismus | |
| Position | Links | |
| National | SDU | |
| Farbe | rot | |
Der Partíu Comunista d'Aziz, kurz PCdA oder PCA (deutsch Kommunistische Partei von Aziz) ist eine politische Partei, die ausschließlich in der sagradischen Region Illas d'Aziz antritt. Sie bezeichnet sich selbst als kommunistisch und bezieht sich auf die Traditionen des Marxismus, Sozialismus und Eurokommunismus. Auf nationaler Ebene ist die PCdA Teil des Linksbündnisses SDU.
Geschichte[bearbeiten]
Die Kommunistische Partei von Aziz war jahrzehntelang eine der bedeutendsten Parteien auf der Inselgruppe und eine der elektoral erfolgreichsten kommunistischen Parteien des Landes. Sie erreichte regelmäßig rund 20 Prozent der Stimmen und fungierte im Parteiensystem der Inselgruppe als wichtigster Gegenspieler der christdemokratischen CDA. Im Gegensatz zu den Christdemokraten setzten sich die Kommunisten für die Unabhängigkeit der Inseln von Sagradien ein. Die Partei war vollständig unabhängig von der sagradischen KPS, begriff diese aber als Bruderpartei. Bei Wahlen erreichte sie regelmäßig über zwanzig Prozent der Stimmen, war aber bis in die Neunziger Jahre hinein an keiner Regierung beteiligt.
Im Zuge der Umbrüche in Osteuropa erlebte die PCdA in den 1980er Jahren eine Reihe von Spaltungen. Bereits 1986 spaltete sich eine radikal geprägte Gruppe ab und schloss sich dem regionalistischen Polo Aziz Libre an, der in der Folge einige Wahlerfolge feiern konnte. Die PCdA ging aus der Spaltung geschwächt und innerlich zerstritten heraus. Eine Gruppe ökologisch beeinflusster Reformkommunisten verließ die Partei im Jahr 1989 und bildete Sinistra Democrática d'Aziz (SDA) mit dem Ziel, den Kommunismus hinter sich zu lassen. Bei der Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1992 trat die SDA im linksregionalistischen Bündnis Entesa gegen die PCdA an, was beiden Parteien schadete. Mit einem Wähleranteil von weniger als fünf Prozent fiel die Partei auf den siebten Rang zurück und stellte nur noch drei Abgeordnete in der Regionalversammlung.
Im Gegensatz zur Sagradischen Kommunistischen Partei, die sich 1990 vom Kommunismus lossagte und sich als Vereinigte Linksaprtei neu konstituierte, setzten sich im PCdA die traditionalistischen Kräfte durch, die eine Bewahrung der kommunistischen Identität vorzogen. Stattdessen erlebte die Partei in den 1990er Jahren eine graduelle Reform und öffnete sich nur sehr allmählich neuen Themen und demokratischen Organisationsstrukturen. Dies machte sich erstmals bei der Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1999 bezahlt, bei der die Kommunisten auf knapp sieben Prozent der Stimmen zulegen konnten. Im Jahr 2006 gehörte der PCdA zu den Gründungsparteien des Wahlbündnisses SDU und schloss sich dem regionalen Verband Sinistra Democrática per l'Aziz an, der aber nominell unabhängig bleibt. Parteimitglieder sind nicht automatisch auch Mitglieder der SDU. Von 2007 bis 2012 gehörte die PCdA zur parlamentarischen Linkskoalition von Francisco Copado Ferres.