Comunión Nacional: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Comunión Nacional''' war der Name einer rechtsgerichteten politischen Bewegung der späten [[Zweite Sagradischen Republik|Zweiten Republik]] in [[Sagradien]], die im 1938 errichteten [[Estado Sagradês]] schließlich nach faschistischem Vorbild als Einheitspartei des [[Álamo-Regime]]s diente.  
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'''Comunión Nacional''' bezieht sich auf das politische Programm der 1939 ins Amt gelangten sagradischen Regierung unter Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde]] zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Das Programm wurde im Januar 1940 durch Sants im Rahmen einer Regierungserklärung vorgestellt und sollte die politischen Eliten des Landes und die Bevölkerung hinter den nationalen Abwehrmaßnahmen der Regierung sammeln. Wesentliches Ziel war die Vermeidung eines Kriegseintritts bei gleichzeitiger innenpolitischer Abwehrbereitschaft.  
  
== Liga de la Comunión Nacional ==
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Im Angesicht der Bedrohung Sagradiens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg trat Sants für eine strikte Neutralität Sagradiens ein. Hierzu versuchte er, die  
Die Kommunion hat ihren Ursprung in der radikalen Rechtsopposition zur 1935 ins Amt gekommenen [[Volksfront]]regierung der sagradischen Linksparteien ([[PS]], [[PCS]], [[PRR]], [[URS]]). Nach der Wahlniederlage der bis 1934 regierenden rechtskatholischen [[Volksunion]] und ihrer in der [[Frente Nacional]] zusammengefassten nationalistischen und radikalen Verbündeten sowie dem Verbot der paramilitärischen [[Truppismus|Truppistenbewegung]] durch die neue Regierung kam es zu einer umfassenden Neustrukturierung der politischen Rechten in Sagradien. Aus den verschiedenen Strömungen der Truppistenbewegung entstanden zahlreiche neue paramilitärische Vereinigungen und antiparlamentarische Bewegungen. Die bedeutendsten wurden bald die 1935 gegründete und offen faschistische [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]] des Ex-Truppistenführers [[León Francês]] sowie die gemäßigteren [[Juntas Accionistas]], die sich im Vorfeld der Volksunion und der [[Círculoes de la Juventú]] sammelten. Mit Hilfe der Juntas und der Círculoes übernahm im Herbst 1935 der am rechten Rand der Partei stehende [[Manuel Álamo]] die Führung der Volksunion und baute sie zu einer radikalen Führerpartei mit dem Ziel eines katholisch-nationalistischen Ständestaats um. Daneben entstanden zahlreiche kleinere paramilitärische und terroristische Gruppen, die Anschläge auf Regierungsmitglieder verübten und Aufstände gegen die Linksregierung anführten.  
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nationalen Kräfte hinter seiner Regierung und ihrem Regierungsprogramm zu versammeln.  
  
Am 3. März 1937 kam es schließlich in [[Selva de Croel]] zur Gründung der ''Liga de la Comunión Nacional'' als antikommunistisches und antirepublikanisches Kampfbündnis der Volksunion, der Division sowie der relativ unbedeutenden monarchistischen [[Frente Integral]] (FI). Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. Die Liga organisierte in der Folge zahlreiche Demonstrationen gegen die Regierung und war in Aufstände und Attentate verwickelt. Divisionisten und Juntas lieferten sich vor allem seit Herbst 1937 immer wieder Kämpfe mit linken [[Rotgardisten]] und [[Republikanische Garden|Republikanischen Garden]]. Der von der Liga angeführte [[Januaraufstand 1938]] hatte schließlich den Sturz der Regierung zum Ziel.  
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Das Programm der Kommunion wurde von Sants bereits im Dezember 1939 entwickelt und im Januar 1940 vorgestellt. Der Begriff ist von Sants jedoch bereits für die Kampagne in den [[Aprilwahlen 1939]] nachzuweisen, in der er für eine Regierung der nationalen Kommunion eintrat. Nach der schnellen Niederlage Frankreichs im Jahr 1940 bestätigte Sants seine Linie der strikten Neutralität und rief die Sagradier dazu auf, sich in patriotischer Einheit hinter der Regierung zu sammeln. Ende Juni 1940 übertrug die Nationalversammlung der Regierung außerordentliche Sondervollmachten, die unter anderem eine Einschränkung der Bürgerrechte und Gesetzgebungskompetenzen für die Regierung umfassten. Im August folgte mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen]] eine Verfassungsrevision, die die Exekutive zusätzlich gegenüber dem Parlament stärkte und zudem korporatistische Elemente einbaute. In der Öffentlichkeit inszenierte sich Sants-Igualde fortan als starker nationaler Führer über den Parteien. Damit versuchte er zugleich, auf den Siegeszug faschistischer Parteien und autoritärer Regime in anderen europäischen Ländern zu reagieren, indem er ihnen seine Version eines "demokratischen Führers" entgegensetzte.  
  
== Februarputsch und Aprilwahlen 1938 ==
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Als organisatorisches Gerüst der politischen Bewegung wurden ''Círculoes Nacionales'' als kommunale Sektionen eingerichtet. An der Spitze wurde zudem ein ''Zentralausschuss für die Comunión Nacional'' gebildet, der als parteiähnliches Gremium wirkte und dem sich die katholisch-konservative [[Volksunion]] und einige kleinere Parteien sowie zahlreiche gesellschaftliche Kräfte anschlossen. Als Jugendverband wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, das [[Comité Social]] sollte Teile der politischen Linken integrieren.  
Der am 21. Februar verübte Staatsstreich des rechtsgerichteten Generals [[Oscar Romero Castro]] fand unter Mitwissen und Unterstützung der beiden Führer der Liga statt. Unmittelbar nach dem geglückten Umsturz kamen Anhänger der Liga, vor allem Divisionisten und Álamo-Anhänger auf dem Plazarenya und anderen Plätzen zusammen, feierten die nationale Erhebung und forderten von der neuen [[Junta Presidencial]] die Ernennung einer [[Regierung der nationalen Kommunion]]. Obwohl er im Bündnis mit Francês stand, erreichte nun Manuel Álamo eine Einigung mit Romero Castro, der ihn schließlich zum Ministerpräsidenten ernannte. Álamo bildete eine Regierung, die sich als ''Governo de la Comunión Nacional'' verstand und neben Volksunionisten und Divisionisten auch gemäßigte Politiker der Rechten und der Mitte umfasste. Programm der neuen Regierung war die ''nationale Erneuerung'' durch eine ''autoritäre Regierung'' und eine ''ständisch organisierte Volksgemeinschaft''. Für die [[Aprilwahlen 1938]] erließ die Regierung ein neues Wahlgesetz, das der siegreichen Koalition automatisch eine Zweidrittelmehrheit im Parlament sicherte. Die Gemeinschaftslisten der Nationalen Kommunion sicherten sich auf diese Weise eine verfassungsändernde Mehrheit.  
 
  
== Gründung der Comunión Nacional als Staatspartei ==
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Trotz des propagandistischen Aufwands der Regierung wurde die Doktrin der strikten Neutralität in der Bevölkerung mehr und mehr unpopulär. Nach der Entlassung Sants-Igualdes als Regierungschef im Dezember 1941 verlor die Comunión rasch an Einfluss. Sants Versuche, das Exekutivkomitee als Machtbasis gegen Präsident Capón zu benutzen, scheiterten. Mit dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg und der Übertragung der Exekutive an eine Regierung der nationalen Verteidigung unter dem parteilosen [[Sergio Rafael Dini]] zerfiel die Comunión-Bewegung endültig. Auch das Exekutivkomitee wurde faktisch aufgelöst und trat nicht mehr in Erscheinung.
Kurz nach der Wahl wurden die Parteien der Linken und der Mitte verboten, sodass nur noch Parteien und Organisationen bestanden, die der Regierung gegenüber loyal waren. Am 27. Juli 1938 wurde die ''Comunión Nacional'' offiziell als Organisation des öffentlichen Rechts gegründet. Alle politische Willensbildung und Aktivität sollte unter dem Dach der Kommunion stattfinden, die sich als politischer Integrationsverband aller sagradischen Staatsangehörigen verstand. Die Regierungsparteien blieben zwar bestehene, wurden aber nach und nach in die Comunión integriert und auf diese Weise gleichgeschaltet. Am 1. August 1938 trat die [[Augustverfassung|Verfassung des sagradischen Staates]] in Kraft, durch die der autoritär-faschistische [[Estado Sagradês]] entstand. In der Verfassung wurde die Nationale Kommunion als "umfassende politische Sammlung und Träger des gesamten Staatsgedankens" festgeschrieben und wurde so faktisch zur Monopolpartei des Estado, wenn die Organisation offiziell auch keine Partei war. Obwohl die Kommunion offiziell keinen Führer hatte und die Mitglieder des so genannten "[[Triumvirat]]s" Álamo, Francês und Romero Castro als Führungspersönlichkeiten feierte, etablierte sich Manuel Álamo als faktischer Chef der Organisation und setzte in der Folge auch seinen Führungsanspruch gegen Francês durch, der im Zuge des [[Divisionistenaufstand]]s im Juli 1939 entmachtet wurde. Erst nun wurde Álamo auch offiziell als einziger "Chefe" und später als "Grande Chefe" der Nationalen Kommunion bezeichnet.
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[[Kategorie: Sagradische Partei]]

Aktuelle Version vom 11. September 2024, 16:53 Uhr

Comunión Nacional bezieht sich auf das politische Programm der 1939 ins Amt gelangten sagradischen Regierung unter Ministerpräsident Manuel Sants-Igualde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Das Programm wurde im Januar 1940 durch Sants im Rahmen einer Regierungserklärung vorgestellt und sollte die politischen Eliten des Landes und die Bevölkerung hinter den nationalen Abwehrmaßnahmen der Regierung sammeln. Wesentliches Ziel war die Vermeidung eines Kriegseintritts bei gleichzeitiger innenpolitischer Abwehrbereitschaft.

Im Angesicht der Bedrohung Sagradiens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg trat Sants für eine strikte Neutralität Sagradiens ein. Hierzu versuchte er, die nationalen Kräfte hinter seiner Regierung und ihrem Regierungsprogramm zu versammeln.

Das Programm der Kommunion wurde von Sants bereits im Dezember 1939 entwickelt und im Januar 1940 vorgestellt. Der Begriff ist von Sants jedoch bereits für die Kampagne in den Aprilwahlen 1939 nachzuweisen, in der er für eine Regierung der nationalen Kommunion eintrat. Nach der schnellen Niederlage Frankreichs im Jahr 1940 bestätigte Sants seine Linie der strikten Neutralität und rief die Sagradier dazu auf, sich in patriotischer Einheit hinter der Regierung zu sammeln. Ende Juni 1940 übertrug die Nationalversammlung der Regierung außerordentliche Sondervollmachten, die unter anderem eine Einschränkung der Bürgerrechte und Gesetzgebungskompetenzen für die Regierung umfassten. Im August folgte mit den Augustgesetzen eine Verfassungsrevision, die die Exekutive zusätzlich gegenüber dem Parlament stärkte und zudem korporatistische Elemente einbaute. In der Öffentlichkeit inszenierte sich Sants-Igualde fortan als starker nationaler Führer über den Parteien. Damit versuchte er zugleich, auf den Siegeszug faschistischer Parteien und autoritärer Regime in anderen europäischen Ländern zu reagieren, indem er ihnen seine Version eines "demokratischen Führers" entgegensetzte.

Als organisatorisches Gerüst der politischen Bewegung wurden Círculoes Nacionales als kommunale Sektionen eingerichtet. An der Spitze wurde zudem ein Zentralausschuss für die Comunión Nacional gebildet, der als parteiähnliches Gremium wirkte und dem sich die katholisch-konservative Volksunion und einige kleinere Parteien sowie zahlreiche gesellschaftliche Kräfte anschlossen. Als Jugendverband wurde die Juventú Nacional gegründet, das Comité Social sollte Teile der politischen Linken integrieren.

Trotz des propagandistischen Aufwands der Regierung wurde die Doktrin der strikten Neutralität in der Bevölkerung mehr und mehr unpopulär. Nach der Entlassung Sants-Igualdes als Regierungschef im Dezember 1941 verlor die Comunión rasch an Einfluss. Sants Versuche, das Exekutivkomitee als Machtbasis gegen Präsident Capón zu benutzen, scheiterten. Mit dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg und der Übertragung der Exekutive an eine Regierung der nationalen Verteidigung unter dem parteilosen Sergio Rafael Dini zerfiel die Comunión-Bewegung endültig. Auch das Exekutivkomitee wurde faktisch aufgelöst und trat nicht mehr in Erscheinung.