Comunión Nacional: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Comunión Nacional''' war der Name einer rechtsgerichteten politischen Bewegung der späten [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] in [[Sagradien]], die im Jahr 1940 durch Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] ausgerufen wurde. Hintergrund war die Bedrohung Sagradiens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, angesichts derer Álamo für eine strikte Neutralität Sagradiens eintrat. Ziel der Kommunion war die Sammlung der nationalen Kräfte hinter seiner Regierung und ihrem Regierungsprogramm unter Umgehung der Parteistrukturen und der in den Vorjahren komplizierten Mehrheitsverhältnisse im Parlament.  
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'''Comunión Nacional''' bezieht sich auf das politische Programm der 1939 ins Amt gelangten sagradischen Regierung unter Ministerpräsident [[Manuel Sants-Igualde]] zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Das Programm wurde im Januar 1940 durch Sants im Rahmen einer Regierungserklärung vorgestellt und sollte die politischen Eliten des Landes und die Bevölkerung hinter den nationalen Abwehrmaßnahmen der Regierung sammeln. Wesentliches Ziel war die Vermeidung eines Kriegseintritts bei gleichzeitiger innenpolitischer Abwehrbereitschaft.  
  
Das Programm der Kommunion wurde von Álamo bereits im Dezember 1939 entwickelt und im Januar 1940 vorgestellt. Der Begriff ist von Álamo jedoch bereits für die Kampagne in den [[Aprilwahlen 1938]] nachzuweisen, in der er für eine Regierung der nationalen Kommunion eintrat. Nach der schnellen Niederlage Frankreichs im Jahr 1940 bestätigte Álamo seine Linie der strikten Neutralität und rief die Sagradier dazu auf, sich in patriotischer Einheit hinter der Regierung zu sammeln. Ende Juni 1930 übertrug die Nationalversammlung der Regierung außerordentliche Sondervollmachten, die unter anderem eine Einschränkung der Bürgerrechte und Gesetzgebungskompetenzen für die Regierung umfassten. Im August folgte mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen]] eine umfassende Verfassungsrevision, die die Exekutive zusätzlich gegenüber dem Parlament stärkte und zudem korporatistische Elemente einbaute.
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Im Angesicht der Bedrohung Sagradiens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg trat Sants für eine strikte Neutralität Sagradiens ein. Hierzu versuchte er, die  
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nationalen Kräfte hinter seiner Regierung und ihrem Regierungsprogramm zu versammeln.  
  
In der Öffentlichkeit inszenierte sich Álamo fortan zunehmend als Führer der nationalen Kommunion und lehnte sich an faschistische Ikonographie an. Als organisatorisches Gerüst wurden ''Círculoes Nacionales'' als kommunale Sektionen eingerichtet. An der Spitze wurde zudem ein ''Zentralausschuss für die Comunión Nacional'' gebildet, der als parteiähnliches Gremium wirkte und dem sich die katholisch-konservative [[Volksunion]] und einige kleinere Parteien anschlossen. Als Jugendverband wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, das [[Comité Social]] sollte Teile der politischen Linken integrieren. Nach Vorbild der rechtsextremen [[Divisionisten|Divisionen]], aber auch linker Kampfverbände sowie der [[Volksunion]]-nahen [[Juntas Accionistas]] wurde die paramilitärische [[Miliça Nacional]] gebildet, die vor allem gegen kommunistische Kämpfer eingesetzt wurde.
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Das Programm der Kommunion wurde von Sants bereits im Dezember 1939 entwickelt und im Januar 1940 vorgestellt. Der Begriff ist von Sants jedoch bereits für die Kampagne in den [[Aprilwahlen 1939]] nachzuweisen, in der er für eine Regierung der nationalen Kommunion eintrat. Nach der schnellen Niederlage Frankreichs im Jahr 1940 bestätigte Sants seine Linie der strikten Neutralität und rief die Sagradier dazu auf, sich in patriotischer Einheit hinter der Regierung zu sammeln. Ende Juni 1940 übertrug die Nationalversammlung der Regierung außerordentliche Sondervollmachten, die unter anderem eine Einschränkung der Bürgerrechte und Gesetzgebungskompetenzen für die Regierung umfassten. Im August folgte mit den [[Augustgesetze 1940|Augustgesetzen]] eine Verfassungsrevision, die die Exekutive zusätzlich gegenüber dem Parlament stärkte und zudem korporatistische Elemente einbaute. In der Öffentlichkeit inszenierte sich Sants-Igualde fortan als starker nationaler Führer über den Parteien. Damit versuchte er zugleich, auf den Siegeszug faschistischer Parteien und autoritärer Regime in anderen europäischen Ländern zu reagieren, indem er ihnen seine Version eines "demokratischen Führers" entgegensetzte.  
  
Nach den Augustgesetzen 1940 stellte die Comunión Nacional eine Art Quasi-Staatspartei im zunehmend autoritär regierten Sagradien dar. Die Doktrin der strikten Neutralität wurde in der Bevölkerung aber mehr und mehr unpopulär. Mit dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg im April 1940 verlor daher auch die Comunión rasch an Einfluss. Der Entlassung [[Manuel Álamo]]s als Regierungschef im Juni 1940 folgte schließlich seine Absetzung als Führer der Comunión durch das Zentralkomitee. Nachfolger in beiden Ämtern wurde [[Amentino Xavier-Castrell]], der jedoch auf eine öffentliche Inszenierung weitgehend verzichtete und das Regierungsamt bereits im November 1942 wieder an den parteilosen [[Sergio Rafael Dini]] abgab.  
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Als organisatorisches Gerüst der politischen Bewegung wurden ''Círculoes Nacionales'' als kommunale Sektionen eingerichtet. An der Spitze wurde zudem ein ''Zentralausschuss für die Comunión Nacional'' gebildet, der als parteiähnliches Gremium wirkte und dem sich die katholisch-konservative [[Volksunion]] und einige kleinere Parteien sowie zahlreiche gesellschaftliche Kräfte anschlossen. Als Jugendverband wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, das [[Comité Social]] sollte Teile der politischen Linken integrieren.  
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Trotz des propagandistischen Aufwands der Regierung wurde die Doktrin der strikten Neutralität in der Bevölkerung mehr und mehr unpopulär. Nach der Entlassung Sants-Igualdes als Regierungschef im Dezember 1941 verlor die Comunión rasch an Einfluss. Sants Versuche, das Exekutivkomitee als Machtbasis gegen Präsident Capón zu benutzen, scheiterten. Mit dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg und der Übertragung der Exekutive an eine Regierung der nationalen Verteidigung unter dem parteilosen [[Sergio Rafael Dini]] zerfiel die Comunión-Bewegung endültig. Auch das Exekutivkomitee wurde faktisch aufgelöst und trat nicht mehr in Erscheinung.
  
 
[[Kategorie: Sagradische Partei]]
 
[[Kategorie: Sagradische Partei]]

Aktuelle Version vom 11. September 2024, 16:53 Uhr

Comunión Nacional bezieht sich auf das politische Programm der 1939 ins Amt gelangten sagradischen Regierung unter Ministerpräsident Manuel Sants-Igualde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Das Programm wurde im Januar 1940 durch Sants im Rahmen einer Regierungserklärung vorgestellt und sollte die politischen Eliten des Landes und die Bevölkerung hinter den nationalen Abwehrmaßnahmen der Regierung sammeln. Wesentliches Ziel war die Vermeidung eines Kriegseintritts bei gleichzeitiger innenpolitischer Abwehrbereitschaft.

Im Angesicht der Bedrohung Sagradiens durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg trat Sants für eine strikte Neutralität Sagradiens ein. Hierzu versuchte er, die nationalen Kräfte hinter seiner Regierung und ihrem Regierungsprogramm zu versammeln.

Das Programm der Kommunion wurde von Sants bereits im Dezember 1939 entwickelt und im Januar 1940 vorgestellt. Der Begriff ist von Sants jedoch bereits für die Kampagne in den Aprilwahlen 1939 nachzuweisen, in der er für eine Regierung der nationalen Kommunion eintrat. Nach der schnellen Niederlage Frankreichs im Jahr 1940 bestätigte Sants seine Linie der strikten Neutralität und rief die Sagradier dazu auf, sich in patriotischer Einheit hinter der Regierung zu sammeln. Ende Juni 1940 übertrug die Nationalversammlung der Regierung außerordentliche Sondervollmachten, die unter anderem eine Einschränkung der Bürgerrechte und Gesetzgebungskompetenzen für die Regierung umfassten. Im August folgte mit den Augustgesetzen eine Verfassungsrevision, die die Exekutive zusätzlich gegenüber dem Parlament stärkte und zudem korporatistische Elemente einbaute. In der Öffentlichkeit inszenierte sich Sants-Igualde fortan als starker nationaler Führer über den Parteien. Damit versuchte er zugleich, auf den Siegeszug faschistischer Parteien und autoritärer Regime in anderen europäischen Ländern zu reagieren, indem er ihnen seine Version eines "demokratischen Führers" entgegensetzte.

Als organisatorisches Gerüst der politischen Bewegung wurden Círculoes Nacionales als kommunale Sektionen eingerichtet. An der Spitze wurde zudem ein Zentralausschuss für die Comunión Nacional gebildet, der als parteiähnliches Gremium wirkte und dem sich die katholisch-konservative Volksunion und einige kleinere Parteien sowie zahlreiche gesellschaftliche Kräfte anschlossen. Als Jugendverband wurde die Juventú Nacional gegründet, das Comité Social sollte Teile der politischen Linken integrieren.

Trotz des propagandistischen Aufwands der Regierung wurde die Doktrin der strikten Neutralität in der Bevölkerung mehr und mehr unpopulär. Nach der Entlassung Sants-Igualdes als Regierungschef im Dezember 1941 verlor die Comunión rasch an Einfluss. Sants Versuche, das Exekutivkomitee als Machtbasis gegen Präsident Capón zu benutzen, scheiterten. Mit dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg und der Übertragung der Exekutive an eine Regierung der nationalen Verteidigung unter dem parteilosen Sergio Rafael Dini zerfiel die Comunión-Bewegung endültig. Auch das Exekutivkomitee wurde faktisch aufgelöst und trat nicht mehr in Erscheinung.