Sagradische Fußballnationalmannschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 15:49, 2. Sep 2024

Sagradien
Sagradia
FSF.png
Spitzname l'Azûr, la Selección
Verband Federación Sagradêsa de Fútbol (FSF)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Trainer Luis Gracia
Kapitän Lionel Eskerro
Rekordspieler Alberto Ferrera (145)
Rekordtorschütze Diego Rosário (53)
Heimstadion Wechselnd
FIFA-Code SAG
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 12
Beste Ergebnisse Weltmeister 2010
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 9
Beste Ergebnisse Europameister 1976, 2008
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 3
Beste Ergebnisse Dritter 2003, 2009, 2013
Olympische Spiele
Teilnahmen 4
Beste Ergebnisse Silbermedaille (1924)
TrikotSG2024.png

Die Sagradische Fußballnationalmannschaft der Männer, auch als Selección oder aufgrund der blauen Trikots als l'Azûr bekannt, ist eine der weltweit erfolgreichsten Nationalmannschaften im Fußball.

Sagradien gewann bisher einen Welt- (2010) und zwei Europameistertitel (1976, 2008). Zudem stand die Mannschaft in einem weiteren Weltmeisterschaftsfinale (1958), wurde einmal WM-Dritter (1998) und zweimal Vize-Europameister (2000 und 2012). Beim olympischen Fußballturnier in Servette 1928 gewann die Mannschaft die Silbermedaille. Zudem siegte sie in der Copa Atlántica 1931 und 1957.

Ihre erfolgreichsten Zeiten erlebte die "Azûr" in den Fünfziger, in den Siebziger und in den Neunziger Jahren, ehe sie in den Jahren 2008-2012 zusammen mit Konkurrent Spanien die Weltspitze dominierte. Als erste große Auswahl gilt das Team um Iacinto Defilipis, Amadêu Rovira und Oscar Román Gardo, das bei den olympischen Sommerspielen 1928 in Servette die Silbermedaille und drei Jahre später die Copa Atlántica gewann. Eine zweite große Spielergeneration um die beiden Spanien-Legionäre Sebastián Santêsa und Carles Barjuán sowie den gebürtigen Argentinier Luis Perotti stand bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 im eigenen Land im Finale, musste sich dort aber Brasilien geschlagen geben. Nach einer längeren Durststrecke wurde die Generation von 1958 von einer neuen Gruppe um die Weltstars Carles Notero und Luis Etxeberría beerbt, die mit dem Finalsieg bei der Fußball-Europameisterschaft 1976 in Mikolinien den ersten großen Titel gewinnen konnte. In den 1990er Jahren erreichte die sogenannte "Goldene Generation" um Daniel Pessué, Mário Selsia und Eduardo Sabrada einen Dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 sowie einen Zweiten Platz bei der EURO 2000, verpasste aber einen Titelerfolg. Die bisher erfolgreichsten Jahre gestaltete die Mannschaft um José María Del Piey, David Pedrosa und Diego Rosário, die nacheinander bei drei großen Turnieren jeweils im Finale stand, zusammen mit Spanien die Weltspitze dominierte und dabei Europa- und erstmals überhaupt in der Geschichte des Verbands Weltmeister wurde.

Aktueller Trainer der A-Nationalmannschaft ist der frühere Nationalspieler Daniel Pessué, der die Mannschaft seit August 2018 betreut.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Ära Desanctis und die Vizeweltmeisterschaft 1958

Aufstellungen im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1958, SAG-BRA 2:5

Nach der verpassten WM-Qualifikation 1954 übernahm 1955 António Desanctis als Auswahltrainer die "Azûr" und prägte etwa ein Jahrzehnt die Geschicke des Teams. Unter seiner Regie nahm Sagradien an den Weltmeisterschaften 1958 im eigenen Land sowie 1962 in Chile teil. Starspieler der Fünfziger Jahren waren Sebastián Santesa, Martín Nacesta sowie der gebürtige Argentinier Luis Perotti, die als "drei Könige" des sagradischen Fußballs bezeichnet wurden und im Nationaltrikot ein erfolgreiches Offensivgespann bildeten.

Bei der Heim-Weltmeisterschaft 1958 erreichte das FSF-Team den bis dahin größten Erfolg in der Verbandsgeschichte. Legendär wurde der Sturm dieses Teams mit der Flügelzange vom FC Duerez Martín Nacesta und Fernando Volêu, dem Spielmacherduo von Tulisium Luis Perotti und Anatol Guigou sowie Sturmspitze Sebastián Santesa, der zum überragenden Spieler der Weltmeisterschaft wurde und in sechs Spielen 13 Tore erzielte. Das Team von Kapitän Martín Nacesta erreichte vor heimischer Kulisse das Finale in Semest, verlor dort aber mit 2:5 gegen den Favoriten aus Brasilien mit dem Starsturm Garrincha, Didi, Vavá, Mário Zagallo und dem jungen Pelé.

Bei der ersten Fußball-Europameisterschaft 1960 war Sagradien genauso wenig vertreten wie beim Endturnier 1964. Dafür qualifizierte sich der amtierende Vize-Weltmeister für die Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile, die für Sagradien aber unglücklich verlief. Torjäger Sebastian Santesa war vor dem Turnier verletzt und wurde daher in den ersten beiden Gruppenspielen durch Piero Combín von Inter Mailand ersetzt. Obwohl Combín gut spielte, wurde er im letzten Vorrundenspiel durch Santesa ersetzt, die kein Tor erzielen konnte. Zudem kam es nach dem ersten Gruppenspiel zum Streit zwischen Trainer Desanctis und Spielmacher Luis Perotti, der daraufhin nicht mehr berücksichtigt wurde. Nach drei mäßigen Spielen musste Sagradien schließlich nach der Vorrunde den Heimweg antreten.

Die Ära Escarret: Europameister 1976 und WM-Vierter 1978

Aufstellungen im Finale der EURO 1976, SAG-GER 5:3 n.E.

Nach dem frühen Ausscheiden 1962 verpasste Sagradien in den Folgejahren sämtliche großen Turniere und nahm weder an den Weltmeisterschaften 1966, 1970 und 1974 noch an den EM-Endrunden 1964, 1968 und 1972 teil. Erst die Erfolge sagradischer Mannschaft in den europäischen Wettbewerben Mitte der 1970er Jahre kamen auch der Nationalmannschaft zugute. Der FC Bosa erreichte zwischen 1971 und 1976 drei europäische Finalspiele (und gewann davon zwei) und der AC Gerón gewann den Pokalsiegerwettbewerb 1975, ehe Tulisium 1979 und 1980 zweimal infolge den Europapokal der Landesmeister gewann.

Bei der Europameisterschaft 1976 in Mikolinien setzte Nationaltrainer Manuel Escarret auf drei starke Blocks und nominierte je fünf Spieler des FC Bosa, des FC Semesta und des FC Tulisium. Zu den Leistungsträgern gehörte der Bosaner Libero Ivan Andrés Munitis, der Semestaner Rechtsverteidiger Luis Piero Naçano und der Artirer Linksaußen Sebastián Elano. Unumstrittene Stars und Anführer der Mannschaft waren aber der Bosaner Rechtsaußen Luis Etxeberría, Zweiter bei der Wahl zum Ballon d'Or 1975, sowie der Tulisium-Kapitän Carles Notero, der als defensiver Spielmacher mit taktischer Klugheit, technischer Finesse und spielerischer Kreativität die Anweisungen im Mittelfeld gab. Gemeinsam führten Notero und Exteberría die Mannschaft ins EM-Finale, wo sich die "Azûr" in einem spannenden Elfmeterschießen gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland durchsetzen konnte und bei der ersten EM-Endrundenteilnahme überhaupt den ersten Europameistertitel in der Verbandsgeschichte erringen konnte.

In den Folgejahren gehörte das sagradische Team zu den stärksten Mannschaften Europas und erreichte bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien schließlich nach starken Leistungen in der Vorrunde sowie in der Zwischenrunde, u.a. gegen Italien und die Bundesrepublik Deutschland, das Spiel um Platz 3, wo das Team erst gegen die Rekordweltmeister Brasilien den Kürzeren zog.

Umbrüche der Achtziger Jahre und Ära Martínez

Nachdem Erfolgstrainer Manuel Escarret 1978 zurückgetreten war, zogen sich unter seinem Nachfolger Santiago Arrántxez auch Schlüsselspieler wie Luis Etxeberría und Carles Notero aus dem Team zurück, das schließlich bei der Europameisterschaft 1980 in einer starken Vorrunde gegen Deutschland, Niederlande und die Tschechoslowakei enttäuschte und statt seinen Titel zu verteidigen bereits nach der Vorrunde nach Hause fahren musste. In der Folge kehrten Trainer Escarret und sein Führungsspieler Carles Notero noch einmal ins Team zurück, das bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien schließlich zum dritten Mal in Folge die 2. Finalrunde erreichte, dort aber gegen Frankreich den Kürzeren zog.

Nachdem das Team unter Manuel Escarret - nun abermals ohne Notero, der nach 88 A-Länderspielen endgültig aus der Nationalmannschaft ausgeschieden war - die Qualifikation für die Europameisterschaft 1984 in Frankreich verpasst hatte, wurde unter Escarrets Nachfolger Luca Martínez ein Umbruch im Team vollzogen. Um international erfolgreiche Führungsspieler wie Sergio Kappa und Sergio Guerín, Torwartlegende Nestor Veba sowie dem Stürmer Luca Morientes, absoluter Star des Teams, wurde eine neue Mannschaft geformt, die sich schließlich für die Weltmeitschaft 1986 qualifizierte und dort bis ins Viertelfinale vordringen konnte, wo allerdings gegen den späteren Weltmeister Argentinien Schluss war. Bei der Euro 1988 enttäuschte die Mannschaft und verpasste die Qualifikation für das Halbfinale.

Zwar musste Stürmerstar Morientes in der Folge seine internationale Karriere aus Verletzungsgründen beenden, doch verfügte Sagradien Ende der Achtziger Jahre mit Diego Juván von Inter Mailand und José António Hernandes vom FC Barcelona über einen zwei absolute Superstars, die gemeinsam einen vermeintlichen Traumsturm bildeten. Dazu kamen mehrere Spieler wie Mittelfeldregisseur Francisco Irruabi oder das Abwehrduo Roger Javier Paranda und Cristiano Munquez von Meister Tulisium, die zuvor zweimal in Folge das Europapokalfinale erreicht hatten. Insgesamt gehörte das Team, das bei Sagradien der Weltmeisterschaft 1990 vertreten sollte, zu den Geheimfavoriten des Turniers. Jedoch konnte die Mannschaft von Kapitän Roberto Santís und Trainer Martínez die hohen Erwartungen nicht erfüllen und lieferte eine enttäuschende Leistung ab. Nach schwachen Auftritten und Niederlagen gegen Gastgeber Italien sowie die Tschechoslowakei reichte ein Sieg gegen die USA im letzten Gruppen spiel nicht aus, um das schmachvolle Ausscheiden nach der Vorrunde abzuwenden. Damit hatte Sagradien erstmals seit 1974 nicht die zweite WM-Runde erreicht.

Krisen der frühen 1990er und Ära Notero

Nach der WM folgten auf Trainer Martínez mit Gustavo Detânia der bisherige U-21-Trainer des Landes. Unter Detânia qualifizierte sich das Team für die Fußball-Europameisterschaft 1992 in Schweden, doch kam die Mannschaft in einer starken Gruppe mit Weltmeister Deutschland, Europameister Niederlande und dem Team der GUS nicht über die Vorrunde hinaus. Damit war die "Azûr" wie bereits beim WM-Turnier zwei Jahre zuvor nach der ersten Runde ausgeschieden.

Detânia trat nach dem Turnier als Trainer zurück und wurde durch Joán Barxet ersetzt, der das Team aber ebenfalls nicht zurück in die Erfolgsspur bringen konnte. Vielmehr erlebte die Selección unter Barxet einen absoluten Tiefpunkt, als das Team nach schwachen Leistungen in den Gruppenspielen die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten verpasste. Damit fand erstmals seit 1974 wieder eine WM-Endrunde ohne die Mannschaft Sagradiens statt.

Nach der Enttäuschung übernahm mit Carles Notero die gefeierte Legende der Vergangenheit und zudem einer der erfolgreichsten Klubtrainer der letzten Jahre das Ruder als Nationaltrainer der "Azûr". Unter Notero, der einen maßvollen Umbruch im Team einleitete und das Team ganz auf seine Starspieler Daniel Pessué, Enrico Torc und Mário Selsia zuschnitt, qualifizierte sich Sagradien für Euro 1996 in England. Dort konnte Sagradien zwar auf den zurückgekehrten José António Hernandes setzen, während Topstürmer Diego Juván verletzungsbedingt fehlte. Star der Mannschaft wurde jedoch ein anderer, nämlich der erst 21-jährige Andrés Geroscânia von Vizemeister SC Mistrech 1895, der bei diesem Turnier seinen Durchbruch erlebte. Nach zwei Vorrundensiegen gegen die Türkei und gegen Dänemark bei einer deutlich Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Portugal erreichte Sagradien nur als Gruppenzweiter das Viertelfinale, wo schließlich gegen den späteren Europameister Deutschland Endstation war.

In der Folge mehrte sich die Kritik an Trainer Notero, der mit mehreren Niederlagen und Unentschieden in die folgende WM-Qualifikation startete und zunehmend Schwierigkeiten hatte, die Mannschaft richtig auf- und einzustellen. Wiederholt lieferte sich Notero Duelle mit der kritischen Presse, die ihm das starre Festhalten an leistungsschwachen Spielern und Fehler bei der taktischen Einstellung des Teams vorwarf. Im November 1997, unmittelbar nach der geglückten Qualifikation für die WM-Enrunde in Frankreich, trat Notero von seinem Amt als Nationaltrainer zurück. Nachfolger wurde sein früherer Nationalmannschaftskollege Selle Ebrulla, ebenfalls Europameister von 1976, der zuvor mit den sagradischen Jugendnationalteams Erfolge hatte feiern können.

Erfolge unter Selle Ebrulla 1997-2000

Aufstellungen im Finale der EURO 2000, SAG-FRA 1:2 n.V.

Unter Trainer Selle Ebrulla qualifizierte sich Sagradien schließlich doch für die Weltmeisterschaft in Frankreich, wo das Team in der Vorrunde auf Kolumbien, England und Tunesien traf. Trainer Ebrulla stellte für das Turnier eine ausgewogene Mannschaft aus erfahrenen Altstars wie Kapitän Paulo Sabatier, Abwehr-Routinier Cristiano Munquez und Stürmerstar Diego Juván sowie jungen Talenten wie David Rinchestro, Luca Sarabanda und dem aus Oguana stammenden Marcelo Anderson Lukinga zusammen, das von Mittelfeldregisseur Daniel Pessué überragend dirigiert wurde. In der Vorrunde schlug man Kolumbien und England und zog damit trotz eiens Unentschiedens gegen Tunesien als Gruppenerster ins Achtelfinale ein. Dort traf Sagradien auf Kroatien. Mit 2:0 besiegte die „Azûr“ das Ausnahmeteam um Davor Suker und qualifizierte sich anschließend mit einem 3:0-Erfolg gegen Deutschland eindrucksvoll für das Halbfinale, wo schließlich gegen Gastgeber Frankreich Schluss war. Im Spiel um Platz Drei machte Sagradien mit einem 2:1-Sieg gegen die Niederlande den größten WM-Erfolg seit der Vizeweltmeisterschaft 1958 perfekt. Shootingstar im sagradischen Team war Eduardo Sabrada vom AC Gerón, der mit sechs Treffern Torschützenkönig des Turniers wurde.

Nach dem WM-Erfolg beendeten zahlreiche Spieler wie Munquez, Juván oder Emanuel Kappa ihre Nationalmannschaftskarrieren, sodass nun einige jüngere Spieler wie Mikel Andrêu in Schlüsselpositionen kamen. Das WM-Team blieb im Kern aber bestehen und bestritt auch die Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden, wo sich Sagradien nach einem Unentschieden gegen Deutschland und einer Niederlage gegen Portugal in den ersten beiden Spielen durch einen 3:2-Sieg im letzten Gruppenspiel in der Todesgruppe doch noch durchsetzen konnte und das Viertelfinale erreichte. Ein 2:1-Erfolg gegen Italien und ein anschließender Sieg gegen die Niederlande im Elfmeterschießen sicherten Sagradien schließlich die erste EM-Finalteilnahme seit 1976. Mit einem überragenden Mário Selsia im Tor, einem stark aufspielenden Paulo Sabatier als Abwehrchef und Libero sowie seinem weltklasse-Strategen Daniel Pessué im zentralen Mittelfeld besaß Sagradien bei diesem Turnier eine stabile Mittelachse, die das Gerüst der Mannschaft bildete. Dennoch verlor Sagradien das Finalspiel gegen Weltmeister Frankreich in der Verlängerung durch ein Golden Goal von David Trezeguet und wurde nur Vizeeuropameister. Für Paulo Sabatier war das Finale das 130. und letzte Länderspiel. Mit 37 Jahren beendete der Rekordnationalspieler danach seine aktive Spielerkarriere.

Enttäuschungen bei der WM 2002 und der EURO 2004

Trotz seiner Leistungen und Erfolge trat Selle Ebrulla nach dem Turnier als Trainer der Nationalelf zurück, nachdem Verhandlungen über eine Vertragsverlängrung mit dem Verband gescheitert waren. Ebrullas Nachfolge trat sein bisheriger Assistent Francisco Nélez Clemente an, der die WM-Qualifikation 2002 sicher schaffte und das Team anschließend bei der Endrunde in Japan und Korea betreute. Er ließ die Mannschaft im Kern zusammen und setzte auf ein eingespieltes Team, dem nach seinem zwischenzeitigen Rückzug aus der "Azûr" auch der zurückgekehrte Pessué wieder angehörte. In einer mittelschweren Vorrunden-Gruppe mit Gastgeber Japan, Tunesien und Russland erreichte Sagradien nach einem Unentschieden gegen Japan und zwei Siege gegen Tunesien und Russland nur den zweiten Platz hinter Japan und traf damit im Achtelfinale auf den späteren Turniersieger Brasilien, gegen den man mit 1:2 unterlag und aus dem Turnier ausschied.

Unter Nélez Clemente nahm Sagradien als Vizeeuropameister beim Confederations Cup 2003 in Frankreich teil und wurde Dritter. Bei der EURO 2004 schließlich gehörte Sagradien mit den Spielern des frisch gebackenen Championsleague-Siegers Tulisium zu den Mitfavoriten auf einen Titel. In einer stark besetzten Vorrunde traf das Team um seinen müden und angeschlagenen Superstar José María Del Piey auf die Mannschaften aus Frankreich, England und der Schweiz. Bereits im ersten Spiel gegen die Schweiz verletzte sich Abwehrchef António López schwer und musste danach das Turnier beenden, im Training folgte zudem eine Verletzung von Marcelo Anderson, der ebenfalls nicht mehr für Sagradien auflaufen konnte. Trotz des Verletzungspechs trat das sagradische Team ohne den nach der WM 2002 zurückgetretenen Daniel Pessué enttäuschend auf und schied schließlich nach einem mageren 0:0 gegen die Schweiz, einem 2:2 gegen Frankreich und einer 2:4-Niederlage gegen England nach der Vorrunde aus. Trainer Nélez Clemente musste nach dem Turnier seinen Stuhl räumen. Ihm war vor allem eine falsche Nominierungspraxis vorgeworfen worden, da Nélez auf formstarke Stürmer verzichtet und stattdessen die in der Krise befindlichen Eduardo Sabrada und Andrés Geroscânia gesetzt hatte.

Die Ära Verrano und die Europameisterschaft 2008

Aufstellungen im Finale der EURO 2008, SAG-ESP 2:1

Die Nachfolge Nélez Clementes als Chef der "Azûr" trat Eduardo Verrano an, der zuvor als Klubtrainer Erfolge in Mistrech und Gerón hatte feiern können, jedoch selbst auf keine erfolgreiche Nationalmannschaftskarriere als Spieler verweisen konnte. Verrano stand für eine konsequente Jugendarbeit und führte zahlreiche Reformen im Team ein. Aufgrund seines als respektlos bezeichneten Umgangs mit verdienten Altstars zog er damit zunächst zahlreiche Kritik auf sich. Da er die Torwartlegende Mário Selsia 2005 als Nummer 1 im Tor absetzte, zog dieser sich aus der Mannschaft zurück, Nachfolger wurde schließlich Raúl António Penza. Auch sonst bezog Verrano mit David Pedrosa, Rafael Ceres, Rafael Velozo und Juliano Valpieta jüngere Spieler ins Team ein, die in den Jugendnationalteams bereits Erfolge hatten feiern können, und verzichtete dafür auf etablierte Spieler wie die Vize-Europameister Mikel Andrêu, Anderson Lukinga, José López oder Andrés Geroscânia. Bei der WM 2006 konnte sich Sagradien in einer Gruppe mit Spanien, Saudi-Arabien und Tunesien als Gruppenzweiter durchsetzen und erreichte danach nach einem Sieg gegen die Schweiz das Viertelfinale, wo gegen den späteren Weltmeister Italien Schluss war.

Eigentliches Ziel Verranos bildete stattdessen auch nicht die WM, sondern die Euro 2008 im eigenen Land. Für die Euro stellte Verrano ein ausgewogenes und spielstarkes Team zusammen. Angeführt von Kapitän David Rinchestro, Abwehrroutinier Eduardo Costane und Superstar José María Del Piey überzeugte Sagradien nach einer enttäuschenden Auftaktniederlage gegen Portugal wie bereits 2006 mit beherztem Offensivfußball, gewann aber die wichtigen Spiele und zog schließlich nach Vorrundensiegen gegen die Schweiz und Tschechien und anschließenden knappen Siegen gegen Kroatien und Deutschland ins Finale ein, wo Sagradien auf Spanien traf. Vor heimischer Kulisse im Semestiner Olympiastadion siegte Sagradien mit 2:1 und machte damit den zweiten EM-Titel nach 1976 perfekt. Überragender Spieler der Euro war José María Del Piey, der zum Spieler des Turniers gewählt wurde und damit endgültig aus dem Schatten von Legenden wie Carles Notero oder Dani Pessué heraustreten konnte.

Internationale Dominanz und Weltmeisterschaft 2010

Aufstellungen im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, SAG-ESP 1:0 n.V.

Der Sieg Sagradiens über Spanien im Europameisterschaftsfinale wurde zum Auftakt eines mehrjährigen spannenden Dauerduells der beiden stärksten Nationalmannschaften der Welt, die auch bei der Weltmeisterschaft 2010 und der Europameisterschaft 2012 jeweils im Finale aufeinandertrafen. Trotz seines großen Erfolges trat Nationaltrainer Eduardo Verrano nach dem Gewinn der Europameisterschaft von seinem Amt zurück und verzichtete auf eine ihm angebotene Vertragsverlängerung, um wieder als Klubtrainer zu arbeiten. Nachfolger wurde nach kurzer Suche sein Vor-Vorgänger Selle Ebrulla, der bereits zuvor immer wieder gehandelt worden war und nach seinem ersten Engagement als Nationaltrainer mit dem FC Bosa zwei Meisterschaften gewonnen hatte. Ebrulla setzte den Kurs seines Vorgängers im Grunde fort und ergänzte das erfolgreiche Team nur sehr behutsam um neue Spieler. Obwohl mit David Rinchestro und Diego Rosário wichtige Spieler der Vergangenheit ihre Karriere nach der Euro beendet hatten (Rosário kehrte nachher jedoch wieder zurück), spielte das Team in der Folge unverändert auf höchstem Niveau und dominierte in der Folge das internationale Geschehen. Besonders die Offensiv- und Kreativabteilung um David Pedrosa, José María Del Piey, Chahid Belazal und Fernando Borrard gehörte in der Folge zur absoluten Weltspitze, ergänzt durch eine stabile Defensivabteilung um Alberto Ferrera und Joaquín Nabarro. Spieler wie Alberto, Pedrosa oder Nabarro, die in der Folge zu den europäischen Spitzenklubs Manchester United, FC Barcelona und Real Madrid wechselten, gehörten nun bei ihren Vereinen zu den absoluten Stars und Schlüsselspielern.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika erlebte dieses herausragende Team schließlich die große Krönung. Als Europameister angereist, wurde die Mannschaft ihrem Favoritenstatus gerecht und überzeugte in fast allen Partien mit energischem Offensivfußball, perfektem Teamwork und einer taktischen Meisterleistung. Nach einem Unentschieden im ersten Vorrundenspiel gegen die Niederlande und danach zwei Siegen gegen Kamerun und Japan zog das Team um Kapitän José María Del Piey ungeschlagen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein, wo ein deutliches 4:1 gegen das Nachbarland Micolinien den Weg ins Finale eröffnete. Die knappen Siege gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien (1:1 und 4:2 n.E.) und den einmaligen Weltmeister Uruguay (3:2) in Viertel- und Halbfinale brachten das Team von Trainer Ebrulla schließlich ins Finale des Turniers, wo die "Azûr" nach 2008 erneut auf die spanische Auswahl traf, die zu dieser Zeit neben dem sagradischen zur absoluten Weltspitze gehörte und mit ihrem überragenden Tiki-Taka-Stil für Aufsehen sorgte. Nach einem umkämpften Spiel, in dem sich beiden spielerisch stärksten Mannschaften des Turniers gegenseitig lange neutralisierten, musste Sagradien in die Verlängerung, wo ein Tor von David Pedrosa, einem der stärksten Spieler des Turniers, schließlich zum Sieg führte und Sagradien zum ersten Mal überhaupt einen Weltmeistertitel einbrachte.

EURO 2012: Niederlage gegen Spanien

Aufstellungen im Finale der EURO 2012, SAG-ESP 1:3 n.V.

Ohne seinen verletzten Mittelfeldregisseur Rafael Velozo und mit einem angeschlagenen Abwehrchef Alberto Ferrera reiste die "Azûr" 2012 zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine, wo es galt, den im eigenen Land gewonnenen Europameistertitel gegen den Dauerrivalen Spanien sowie die erstarkte Mannschaft Deutschlands zu verteidigen. In einer nominell starken Vorrundengruppe mit Gastgeber Ukraine, England sowie Frankreich erwischte die Mannschaft um Kapitän José María Del Piey einen durchwachsenen Start mit einem Unentschieden gegen die Ukraine, konnte sich schließlich aber dank Siegen gegen England und Frankreich souverän als Gruppensieger durchsetzen. Jedoch gelang es erst im dritten Vorrundenspiel gegen äußerst schwache Franzosen, an die alte Spielstärke anzuknüpfen und mit einem überzeugenden 3:0 die bekannte Dominanz auf dem Platz auszustrahlen. Bereits im Viertelfinale wurde dem Spiel der Azûr bereits wieder heftiger Widerstand von Seiten eines groß aufspielenden Italien entgegengebracht, das schließlich die Entscheidung im Elfmeterschießen erzwang. Dank sicherer Schützen zog die "Selección" ins Halbfinale ein, wo zwei schnelle Tore in der ersten Halbzeit gegen das nominell sehr starke Teams Deutschlands die dritte Finaleteilnahme bei einem großen Turnier in Folge sicherte, ein Erfolg, der in Sagradien bereits überschwänglich gefeiert wurde, und zuvor nur dem Team Deutschlands zwischen 1972 und 1976 gelungen war.

Beim Endspiel in Kiew kam es zum erneuten Duell mit dem spanischen Star-Ensemble um Cesc Fabregas, Andrés Iniesta und Xavi Hernandez, die bis dahin aber ebenfalls nicht restlos überzeugt hatten. In der Neuauflage des Europameisterschaftsendspiels 2008 und des Weltmeisterschaftsfinales 2010 gelang es nach einem spannenden Spiel und der Entscheidung zum 3:1 in der Verlängerung schließlich im dritten Anlauf erstmals der spanischen "Roja", die sagradische "Azûr" zu besiegen und den zweiten Europameisterschaftstitel zu gewinnen. Der Traum von Titelverteidigung und "Triple" war damit aus Sicht des FSF-Teams geplatzt. Die Mannschaft hatte aber abermals bestätigt, dass sie auch weiterhin zur absoluten Weltspitze gehört.

Vorrundenaus bei der WM 2014 und Ende der Ära Ebrulla

Obwohl von kritischen Beobachtern gefordert, blieb auch in der Folge der Finalniederlage ein größerer Umbruch im Team aus. Kapitän und Star José María Del Piey blieb der einzige, der nach dem Turnier seinen Rückritt aus der Nationalmannschaft erklärte und sich auch nicht von Trainer, Fans und Öffentlichkeit zu einem Comeback überreden ließ. Davon unabhängig setzte Trainer Selle Ebrulla auch weiterhin auf sein bewährtes Starensemble, zu dem nach seiner Verletzung auch Rafael Velozo wieder hinzustieß. Beim folgenden Confederations Cup 2013, bei dem Sagradien als amtierender Weltmeister gesetzt war, traf eine im Kern unveränderte Mannschaft nach Vorrundenspielen gegen Mexiko, Japan und Brasilien im Halbfinale erneut auf den Dauerrivalen Spanien und musste dabei erneut in die Verlängerung. Nach 120 Minuten entschied das Elfmeterschießen das Duell zugunsten des Europameisters. Im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay setzte sich Sagradien schließlich mit 3:0 klar durch.

In die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ging das Team schließlich mit widersprüchlichen Signalen. Einerseits gehörte das Team erneut zu den absoluten Favoriten, nachdem seit 2008 jedes Turnier mindestens mit Platz 3 geendet hatte. Auf der anderen Seite fehlten im Vergleich zur Euro 2012 mit Juliano Valpieta, José María Del Piey und dem verletzten Kapitän Alberto Ferrera drei wichtige Stützen des Teams und auch andere Leistungsträger wie Diego Cesar, David Pedrosa oder Chahid Belazal gingen nicht in Topform in das Turnier. Mit der Berufung junger Nachwuchskräfte wie Paul Ibareki und Tiago Soler Amavisca versuchte Ebrulla zwar neue Akzente zu setzen, hielt im Großen und Ganzen aber am Kern der Weltmeistermannschaft von 2010 fest. Mit fast 1000 Länderspielen handelte es sich zudem um die erfahrenste Mannschaft, die Sagradien jemals in ein Turnier geschickt hatte.

Im ersten Spiel gegen Kolumbien musste Sagradien eine deutliche 0:3-Niederlage verkraften und stand damit bereits nach einem Spiel mit dem Rücken zur Wand. Nach einem 3:1-Sieg gegen Japan im zweiten Spiel traf Sagradien im letzten Gruppenspiel auf die Fußballnationalmannschaft von Belhami, das vom früheren Nationaltrainer Eduardo Verrano betreut wurde und mit Sagradien um das Weiterkommen ins Achtelfinale konkurrierte. Am Ende reichte Sagradien ein hart umkämpftes 2:2-Unentschieden nicht aus, um in die Runde der letzten 16 vorzudringen. Wie bereits Frankreich 2002 oder Italien 2010 musste damit der amtierende Weltmeister bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Trainer Selle Ebrulla wurde danach vor allem dafür kritisiert, zu lange am Stamm der Erfolgsmannschaft von 2008 und 2010 festgehalten und den notwendigen Umbruch verpasst zu haben. Im Anschluss an das vorzeitige Ausscheiden aus dem Turnier erklärten langjährige Leistungsträger wie Dani und Rafael Velozo schließlich ebenso ihren Rücktritt aus dem Nationalteam wie Nationaltrainer Selle Ebrulla, der die Leitung der "Azûr" an den früheren Nationalspieler Francisco Irruabi übergab.

Neuaufbau und Krise unter Francisco Irruabi

Mit Francisco Irruabi, der zuvor mit wechselndem Erfolg Vereinsmannschaften in Sagradien und Russland trainiert hatte, kamen neue Impulse ins Team. Zwar überredete Irruabi entgegen öffentlicher Erwartungen den verletzten Kapitän Alberto Ferrera, nach seiner Genesung wieder in die Mannschaft zurückzukehren. Auch holte er Chahid Belazal zurück ins Team und erklärte ihn zu einer wichtigen Stütze. Er verzichtete aber zunächst auf eine Wiederberufung Fernando Borrards, der bei der Weltmeisterschaft als Unruheherd gegolten hatte, und band stattdessen jüngere Spieler in die Mannschaft ein.

Bei der EURO 2016 lief Sagradien mit einem Team auf, dessen Kern noch immer aus früheren Weltmeistern bestand, das aber durch jüngere Spieler ergänzt wurde. Dazu gehörten vielversprechende Talente wie Helguer Asturiz, Kevin Mawinga, Daúd Chaboul und Lwarquín Jardel. Mit David Aranjuez, Damián Prieto und Fran Celades wurden zudem erfahrenere Spieler nominiert, die zuvor nicht zum Kader der "Azûr" gehört hatten. Dafür verzichtete Irruabi auf eine Nominierung der beiden Stürmerstars Fernando Borrard und David López sowie auf Abwehrroutinier Juliano Valpieta. Mit diesem Team konnte Sagradien die Vorrunde nach Siegen über Wales und Russland und einem Unentschieden gegen England gewinnen und ins Achtelfinale einziehen. Dort traf Sagradien auf die Auswahl des Nachbarn Mikolinien, die sich überraschend deutlich mit 3:1 durchsetzen konnte und anschließend das Turnier gewann.

Weltmeisterschaft 2018 unter Joán Restávio

Nachdem öffentlich über eine Entlassung Irruabis spekuliert worden war, entschied sich der Verband dafür, an dem Trainer festhalten zu wollen, da "die Entwicklung in die richtige Richtung" gehe. Unter Irruabi musste Sagradien aber einige Rückschläge in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 verkraften. Nach vier Qualifikationsspielen wurde Irruabi entlassen. Als Nachfolger wurde der frühere Erfolgstrainer Joán Restávio berufen, der 2014 bereits Mexiko zur WM geführt hatte. Unter Restávio konnte sich Sagradien als Tabellenzweiter für die Playoff-Runde qualifizieren und erreichte schließlich die Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland.

Restávios WM-Kader gehörten mit Lionel Eskerro, Diego Cesar, Domênco Casseto, David Albet, Joaquín Nabarro und David Pedrosa noch immer sechs Weltmeister von 2010 an, die zusammen mit den Vize-Europameistern von 2012 Loic Mariba und Cristiano Vieira auch den Kern der Mannschaft bildeten. Diesem Team gelang ein 2:0-Auftakterfolg gegen Peru, allerdings endeten die beiden restlichen Vorrundenspiele jeweils in einem Unentschieden, sodass Sagradien als Tabellenzweiter ins Achtelfinale einzog. Hier war gegen die starke Mannschaft Kroatiens Schluss, die Sagradien mit 3:2 im Elfmeterschießen besiegte. Nach dem Turnier erklärten David Pedrosa und Domênco Casseto ebenso ihren Rücktritt aus dem Nationalteam wie Chahid Belazal, der das Turnier verletzt verpasst hatte. Auch Trainer Restávio kündigte an, für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung zu stehen.

Neuaufbau unter Daniel Pessué und Luis Gracia

Aufstellungen im Spiel um Platz 3 der UEFA Nations League 2023, NED–SAG 2:3

Mit Daniel Pessué gelang es dem Verband, einen absoluten Erfolgscoach als Nachfolger Restávios zu verpflichten, der aus einer zweijährigen Auszeit auf die Trainerbank zurückkehrte. Pessué leitete einen umfangreichen Umbruch im Team ein. Nachdem Pedrosa, Casseto und Belazal ihre Karriere beendet hatten, spielten auch Joaquín Nabarro und David Albet nur noch Nebenrollen. Stattdessen rückten die beiden Starspieler Lwarquín Jardel und Wilián Caella in der Teamhierarchie auf und bildeten zusammen mit den Routiniers Lionel Eskerro, Diego Cesar und Loic Mariba den Kern der Mannschaft, die bei der EURO 2020 das Viertelfinale erreichte.

Nach dem Turnier im Sommer 2021 kehrte Pessué in den Vereinsfußball zu Tulisium zurück und wurde durch den langjährigen Semesta-Coach Luis Gracia ersetzt. Gracia hielt am Kurs seines Vorgängers fest und baute nach und nach neue Talente ins Team ein. Mit fünf U-21-Spielern erreichte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 das Achtelfinale und schied dort unglücklich gegen den späteren Weltmeister Argentinien aus. Luis Gracia blieb im Amt und führte Sagradien kurz darauf zum dritten Platz in den UEFA Nations League Finals 2023. Mit Sonny Lukinga, Youri Caballós, Lwarquín Jardel, Yulen Gomera und Wilián Caella hatte sich eine neue Achse etabliert, die das Team auch bei der EURO 2024 anführte.

Personen

Rekordspieler

Rekordspieler nach Einsätzen (Stand: 10. August 2024)
Platz Spieler Zeitraum Spiele
1 Lionel Eskerro 2008 – aktiv 162
2 Alberto Ferrera 2000 – 2016 145
3 Diego Cesar 2006 – 2024 142
4 David Pedrosa 2004 – 2018 130
5 Mário Selsia 1992 – 2006 129
6 Paulo Sabatier 1985 – 2000 118
7 José María Del Piey 2000 – 2012 114
8 Eduardo Costane 1996 – 2010 112
9 Joaquín Nabarro 2006 – 2020 110
10 Diego Rosário 1998 – 2010 105
11 David Albet 2010 – aktiv 100
12 Juliano Valpieta 2005 – 2016 98
13 Rafael Velozo 2004 – 2014 97
14 David Rinchestro 1997 – 2008 96
15 Loïc Mariba 2011 – aktiv 95
16 Chahid Belazal 2006 – 2017 93
17 Daniel Pessué 1990 – 2002 92
18 Carles Notero 1971 – 1982 88
19 Dani 2003 – 2014 84
20 Javier Paranda 1983 – 1994 83
21 Mikel Andrêu 1998 – 2010 80
22 Gerardo Demonça 2007 – 2017 79
23 Cristiano Munquez 1987 – 1998 78
24 Luis Etxeberría 1967 – 1978 77
25 Cristiano Vieira 2011 – aktiv 74
Fernando Borrard 2007 – aktiv 74
Rekordtorschützen (Stand: 10. August 2024)
Platz Spieler Zeitraum Tore Spiele
1 Diego Rosário 1999 – 2010 53 105
2 Wilián Caella 2016 – aktiv 47 70
3 Sebastian Santesa 1953 – 1962 44 47
4 Fernando Borrard 2007 – 2015 36 74
5 Eduardo Sabrada 1997 – 2006 35 70
6 Chahid Belazal 2006 – 2017 34 93
David Pedrosa 2004 – 2018 34 130
8 Cristiano 2011 – aktiv 32 74
9 José María Del Piey 2000 – 2012 31 114
10 Luis Etxeberría 1967 – 1978 29 77
11 Luca Morientes 1981 – 1988 28 49
Daniel Pessué 1990 – 2002 28 92
13 José Hernandes 1985 – 1996 27 52
14 Diego Juván 1985-1998 24 62
Francisco Simonés 1963-1971 24 43
16 Iacinto Defilipis 1925-1936 22 31
17 Andrés Geroscânia 1996-2005 21 57
18 David López 2011 – 2017 20 45
19 Luis Perotti 1954 – 1966 19 25
20 Alex Bruguera 1975 – 1981 18 42
Tiago Soler 2012 – aktiv 18 63
22 Selle Ebrulla 1973 – 1980 16 35
23 José Delgado 2002 – 2007 15 34
24 Damián Prieto 2015 – aktiv 14 35
Marco Tinita 1991 – 1998 14 32

Spielführer der sagradischen Nationalmannschaft

Stammtorhüter der sagradischen Nationalmannschaft

Cheftrainer der Sagradischen Fußballnationalmannschaft

Amtsbeginn Amtsende Cheftrainer Assistent Erfolge
1952 1954 Flagge-HUN.jpg Istvan Grósz
1954 1955 Iacinto Defilipis
1955 interim Flagge-HUN.jpg Istvan Grósz (2 Spiele)
1955 1961 António Desanctis WM 1958: 2.
1961 interim Iacinto Defilipis (1 Spiel)
1961 Jul 1966 António Desanctis Manuel Escarret WM 1962: Vorrunde
Okt 1966 Nov 1967 Carles Sabadell
Nov 1967 interim Corrado de María / Manuel Escarret (1 Spiel)
Feb 1968 Jul 1968 António Desanctis Manuel Escarret
Jul 1968 Okt 1969 Joán Fernando Rivaldis
Nov 1969 Feb 1970 Lorenzo Vermello (2 Spiele)
Mär 1970 Jul 1974 Santiago Flores Manuel Escarret
Jul 1974 Jul 1978 Manuel Escarret Santiago Mirréu EM 1976: 1.; WM 1978: 4.
Jul 1978 Jul 1980 Santiago Arrántxez Fernando Castro Ruí EM 1980: Vorrunde
Jul 1980 Okt 1983 Manuel Escarret Santiago Mirréu WM 1982: 2. Finalrunde
Okt 1983 interim Sebastian Santesa (1 Spiel)
Jan 1984 Aug 1990 Luca Martínez Ivan Andrés Munitis WM 1986: Achtelfinale; EM 1988: Halbfinale; WM 1990: Vorrunde
Aug 1990 Aug 1992 Gustavo Detânia Rafael Sánchez EM 1992: Vorrunde
Aug 1992 Okt 1993 Joán Barxet David Joán Serrano
Dez 1993 Nov 1997 Carles Notero Sergio Guerín EM 1996: Viertelfinale
Dez 1997 Jul 2000 Selle Ebrulla Francisco Nélez Clemente WM 1998: 3.; EM 2000: 2.
Aug 2000 Aug 2004 Francisco Nélez Clemente Ariel Sóprez WM 2002: Achtelfinale; EM 2004: Vorrunde
Aug 2004 Jul 2008 Eduardo Verrano Sabino Selés, Joán Correra WM 2006: Viertelfinale; EM 2008: 1.
Aug 2008 Jul 2014 Selle Ebrulla Diego Juván, Emanuel Kappa WM 2010: 1.; EM 2012: 2.; WM 2014: Vorrunde
Aug 2014 Nov 2016 Francisco Irruabi David Ourel, Fernando Nessuno EM 2016: Achtelfinale
Nov 2016 interim Cristiano Munquez (1 Spiel)
Mär 2017 Jul 2018 Joán Restávio Mikel Andrêu WM 2018: Achtelfinale
Jul 2018 Jul 2021 Daniel Pessué Ivan Sandres, Francès Seigüer EM 2021: Viertelfinale
Aug 2021 Luis Gracia WM 2022: Achtelfinale

Führungsstab (2008-2014)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Cheftrainer (Seleccionador) Selle Ebrulla Sagradien
Assistent (Entrenador) Diego Juván Sagradien
Assistent (Entrenador) Emanuel Kappa Sagradien
Torwarttrainer (Entrenador-Porterœs) José Luis Amâncio Sagradien
Teammanagerin (General-Executiva) María Dolores Amador Sagradien

Führungsstab (2014-2016)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Cheftrainer (Seleccionador) Francisco Irruabi Sagradien
Assistent (Entrenador) Fernando Nessuno Sagradien
Assistent (Entrenador) David Ourel Sagradien
Torwarttrainer (Entrenador-Porterœs) Manuel Perrín Sagradien
Teammanagerin (General-Executiva) María Dolores Amador Sagradien

Führungsstab (2017-2018)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Cheftrainer (Seleccionador) Joán Restávio Sagradien
Assistent (Entrenador) Mikel Andrêu Sagradien
Torwarttrainer (Entrenador-Porterœs) Claudio Sirascón Sagradien
Teammanagerin (General-Executiva) María Dolores Amador Sagradien

Führungsstab (2018–2021)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Cheftrainer (Seleccionador) Daniel Pessué Sagradien
Assistent (Entrenador) Ivan Sandres Sagradien
Assistent (Entrenador) Francès Seigüer Sagradien
Assistent (Entrenador) Mikel Andrêu (bis 12/19) Sagradien
Assistent (Entrenador) Diego Rosário (ab 3/21) Sagradien
Torwarttrainer (Entrenador-Porterœs) Manu Teixa Sagradien
Teammanagerin (General-Executiva) María Dolores Amador Sagradien


Führungsstab (seit 2021)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Cheftrainer (Seleccionador) Luis Gracia Sagradien
Assistent (Entrenador) David Crospazón Sagradien
Assistent (Entrenador) James McInally Schottland
Assistent (Entrenador) Sagradien
Torwarttrainer (Entrenador-Porterœs) Sagradien
Teammanagerin (General-Executiva) Sagradien

Große Turniere

Sagradien bei Weltmeisterschaften

Jahr Gastgeberland Platzierung
1930 in Uruguay nicht teilgenommen
1934 in Italien Viertelfinale
1938 in Frankreich nicht qualifiziert
1950 in Brasilien nicht teilgenommen
1954 in der Schweiz nicht qualifiziert
1958 in Sagradien Vizeweltmeister
1962 in Chile nicht qualifiziert
1966 in England Vorrunde
1970 in Mexiko nicht qualifiziert
1974 in Deutschland nicht qualifiziert
1978 in Argentinien Vierter
1982 in Spanien Zwischenrunde
1986 in Mexiko Achtelfinale
1990 in Italien Vorrunde
1994 in den Vereinigten Staaten nicht qualifiziert
1998 in Frankreich Dritter
2002 in Japan und Südkorea Achtelfinale
2006 in Deutschland Viertelfinale
2010 in Südafrika Weltmeister
2014 in Brasilien Vorrunde
2018 in Russland Achtelfinale
2022 in Katar Achtelfinale

Sagradien bei Europameisterschaften

Jahr Gastgeberland Platzierung
1960 in Frankreich nicht teilgenommen
1964 in Spanien nicht qualifiziert
1968 in Italien nicht qualifiziert
1972 in Belgien nicht qualifiziert
1976 in Mikolinien Europameister
1980 in Italien Vorrunde
1984 in Frankreich nicht qualifiziert
1988 in BR Deutschland Halbfinale
1992 in Schweden Vorrunde
1996 in England Viertelfinale
2000 in Belgien und Niederlande Vize-Europameister
2004 in Portugal Vorrunde
2008 in Sagradien Europameister
2012 in Polen und Ukraine Vize-Europameister
2016 in Frankreich Achtelfinale
2021 in Europa Viertelfinale
2024 in Deutschland Halbfinale

Sagradien beim Konföderationen-Pokal

Jahr Gastgeberland Platzierung
1997 in Saudi-Arabien nicht qualifiziert
1999 in Mexiko nicht qualifiziert
2001 in Korea und Japan nicht qualifiziert
2003 in Frankreich 3. Platz
2005 in Deutschland nicht qualifiziert
2009 in Südafrika 3. Platz
2013 in Brasilien 3. Platz
2017 in Russland nicht qualifiziert

Sagradien bei den UEFA Nations League Finals

Jahr Gastgeberland Platzierung
2018-19 in Portugal nicht qualifiziert
2020-21 in Italien nicht qualifiziert
2022-23 in den Niederlanden 3. Platz

Sagradien bei den Olympischen Fußballturnieren für A-Nationalmannschaften

Jahr Gastgeberland Platzierung
1908 in London nicht teilgenommen
1912 in Stockholm nicht teilgenommen
1920 in Antwerpen Achtelfinale
1924 in Paris 4. Platz
1928 in Servette Silbermedaille
1936 in Berlin nicht teilgenommen
1948 in London Viertelfinale

Symbole und Spielbekleidung

Trikots-Sagradien-historisch.png

Jugendmannschaften

U-21-Fußballnationalmannschaft

Sagradien bei U-21-Fußball-Europameisterschaften

1. Platz
2. Platz
3. Platz

U-20-Fußballnationalmannschaft

Sagradien bei U-20-Fußballweltmeisterschaften

1. Platz
2. Platz
3. Platz

U-19-Fußballnationalmannschaft

Sagradien bei U-19-Fußball-Europameisterschaften

1. Platz
2. Platz

U-17-Fußballnationalmannschaft

Sagradien bei U-17-Fußball-Weltmeisterschaften

1. Platz
2. Platz

Sagradien bei U-17-Fußball-Europameisterschaften

1. Platz