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| − | Das '''Cientro Cristiano Democrático''' (kurz '''CCD''', deutsch ''Christlich-Demokratisches Zentrum'') ist eine im Dezember 2003 gegründete christdemokratische Zentrumspartei in [[Sagradien]]. Gründer und langjähriger Vorsitzender war der katholische Gewerkschafter [[Francisco Valderrano]]. Das CCD gehörte 2006-2008 der Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident [[Miguel Ánibal Luisanto]] an, seither steht die Partei in Opposition zu dessen [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]] und bildet zusammen mit der sozialliberalen [[UDC]] das Zentrumsbündnis [[Cientro Uníu]].
| + | {| class="wikitable" style="float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;" |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | colspan=3 style="width: 10em" align="center"| <span style="font-size:120%">'''Cientro Tescano-Valonês'''</span> |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | colspan=3 style="width: 10em" align="center"| [[Bild:Logo-CTV.jpg|130px]] |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Ehrenvorsitzender''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| [[Joaquín Barreno-Soléi]] |
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| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Parteivorsitzender''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| [[Francès d'Oliver]] |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Gründung''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| 2003 |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Nationale Zugehörigkeit''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| [[CCD]] <small>(2004-2010)</small><br>[[CU]] <small>(2010-2018)</small> |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Jugendorganisation''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| [[Juventú Tescano-Valonês]] |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Ausrichtung''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| Zentrismus<br>Regionalismus<br>Christdemokratie |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Position''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| Mitte/Mitte-Rechts |
| | + | |-bgcolor=EEEEEE |
| | + | | style="width: 5em" valign="top"| '''Farbe''' |
| | + | | style="width: 12em" colspan=2| orange-blau |
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| − | == Geschichte ==
| + | Das '''Cientro Tescano-Valonês''' (kurz '''CTV''') ist eine Ende 2003 gegründete [[sagradische]] Regionalpartei im [[Tescano-Valoní]]. Sie gehörte von 2008 bis 2016 der Regionalregierung von [[Tescano-Valoní]] an und stellte mit [[Joaquín Barreno-Soléi]] zugleich den Regierungspräsidenten der Region. Seitdem führt sie die Opposition im Regionalrat an. |
| − | === Ursprünge ===
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| − | Die Ursprünge des CCD liegen im christlich-sozialen Arbeitnehmerflügel der katholisch-konservativen [[PPC|Volkspartei]] (PPC) sowie in der traditionell ihr nahestehenden katholischen Gewerkschaft [[CSLC]]. Nachdem die konservative PPC 1998 in die Opposition zur rot-grünen Regierung [[Julio De la Costa|De la Costa]] gegangen war, hatte es innerhalb der Partei Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Parteiflügeln gegeben, in dessen Verlauf der linke Arbeitnehmerflügel immer stärker an den Rand der öffentlichen Debatten gedrängt worden war. Da die Gewerkschaft CSLC dem von der Regierung De la Costa eingeführten "Nationalen Rat der Arbeit" positiv gegenüberstand, hatte sie sich in der PPC zunehmend isoliert. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] kam es mit der Wahl [[Miguel Ánibal Luisanto]]s zum neuen Parteivorsitzenden im Herbst 2002 zu einem Umbruch in der Partei, der sich in einer Hinwendung zu einer dezidiert neoliberalen Wirtschaftspolitik äußerte.
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| − | Nach der Niederlage des langjährigen Arbeitsminister [[Umberto Salas]] gegen Luisanto und dessen Rückzug aus der nationalen Politik waren die Christlich-Sozialen in der Partei auf einen Schlag heimatlos geworden. Hinzu kam der Vorwurf führender Parteilinker, die christlich-sozialen Kandidaten seien systematisch majorisiert worden und in der Partei unerwünscht. In der Folge zogen sich zahlreiche Mitglieder des christdemokratischen Flügels aus der Parteipolitik zurück und gingen in die parteiinterne Opposition.
| + | Von 2004 bis 2010 bildete das CTV den regionalen Ableger der nationalen zentristischen Partei [[Cientro Cívico Democrático]], die ebenfalls von Barreno-Soléi angeführt wurde und schließlich in der Partei [[Cientro Uníu]] aufging. Das CTV bestand seither als eigenständige Regionalpartei weiter, trat bei überregionalen Wahlen aber als Teil der CU-Listen an. Nach der Auflösung der nationalen Zentrumspartei im Jahr 2018 besteht das CTV als unabhängige Regionalpartei weiter. |
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| − | === Parteigründung 2003 === | + | ==== Gründung 2003 ==== |
| − | Die Veröffentlich eines wirtschaftspolitischen Thesenpapiers durch den Parteivorstand der Volkspartei im Frühjahr 2003, in der weitgehende Sozialeinschnitte gefordert wurden, führte schließlich dazu, dass das Tischtuch zwischen Luisanto und den Christlich-Sozialen endgültig zerschnitten war. Der Durchbruch des neoliberalen Kurses der PPC auf dem Parteikongress im Herbst 2003 veranlasste eine Gruppe um den christlichen Gewerkschafter [[Francisco Valderrano]] schließlich, die Partei zu verlassen. Nachdem er sich bereits zuvor mehrmals negativ gegenüber Luisantos Führungsstil geäußert hatte, erklärte Valderrano seinen Austritt aus der Partei und kündigte wenig später die Gründung einer neuen christlich-sozialen Partei der Mitte an. Im Dezember 2003 gründete Valderrano mit Gleichgesinnten das [[Cientro Cristiano Democrático]] (CCD). Dem Aufruf folgten u.a. 13 Abgeordnete und Senatoren der Volkspartei. Binnen weniger Wochen traten im ganzen Land Regional- und Kommunalpolitiker des linken Volkspartei-Flügels dem CCD bei. In der Region [[Tescano-Valoní]] wechselte mit dem amtierenden Regionalpräsidenten [[Joaquín Barreno Solei]] eine Mehrheit der Regionalratsgruppe die Partei. Zahlreiche Mitglieder des CCD stammte aus der [[CSLC]], einige auch aus den katholischen Sozialverbänden.
| + | Das Cientro Tescano-Valonês wurde Ende 2003 durch [[Joaquín Barreno-Soléi]], den damaligen Regionalpräsidenten von [[Tescano-Valoní]] und einigen Mitstreitern aus der Regionalpartei der christdemokratischen [[Volkspartei]] gegründet, die den neoliberal geprägten Kurs der nationalen Partei unter dem Vorsitzenden [[Miquel Ánibal Luisanto]] und die Öffnung hin zur Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]] ablehnten. |
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| − | Parteivorsitzender des neuen CCD wurde - zunächst kommissarisch - [[Francisco Valderrano]]. Der erste Parteitag im Februar 2004 wählte ihn sodann offiziell zum Vorsitzenden, [[Carles Vídrio]] wurde zum Nationalen Koordinator ernannt und übernahm zudem die Führung der kleinen Gruppe von CCD-Abgeordneten in der [[Abgeordnetenkammer]].
| + | Mit Barreno-Soléi verließ eine Mehrheit der PPC-Fraktion im Regionalrat von [[Tescano-Valoní]] die Partei und erklärte sich für unabhängig von der Semestiner Zentrale. Auf dem Sonderparteitag der PPC-Regionalpartei sprach sich eine knappe Mehrheit gegen Barreno-Soléi aus und leitete gegen diesen und seine Anhänger ein Parteiausschlussverfahren ein, woraufhin dieser mit dem CTV eine eigene Regionalpartei gründete. |
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| − | === Konsolidierung bei den Wahlen 2004 und 2005 === | + | ==== Rückkehr in die Regierung ==== |
| − | Bei den [[Europawahlen 2004]] trat das CCD erstmals eigenständig an und erreichte mit 3,1 Prozent der Stimmen den Einzug mit zwei Mandataren ins Europaparlament. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Kommunalwahlen 2004|Kommunalwahlen]] drang das CCD in einigen Regionen empfindlich ins Wählerreservoir der Konservativen ein und erreichte vor allem in Oberskanten große Zustimmungswerte. | + | Bei der folgenden [[Regionalwahl 2004]] belegte das CTV den zweiten Platz hinter dem [[PPC]] und konnte sich als regionale Kraft behaupten. Bei der [[Regionalwahl 2008]] wurde das CTV schließlich stärkste Kraft und bildete eine Minderheitsregierung mit der Partei [[Iniciativa per Tescano-Valoní]], die auf wechselnde Mehrheiten angewiesen war. Barreno Soléi wurde wieder zum Regierungschef der Region gewählt. In diesem Amt wurde er auch nach der [[Regionalwahl 2012]] bestätigt. Zu dieser Wahl trat das CTV im Bündnis mit der neuen Zentrumspartei [[Cientro Uníu]] an und bildete anschließend eine Koalitionsregierung mit [[IxTV]] und den [[Grüne]]n. |
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| − | Bei den [[Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] zogen christdemokratische Abgeordnete in neun Regionalräte ein, in Oberskanten erreichte das CCD 22 Prozent der Stimmen und 23 Regionalratssitze. Für Aufsehen sorgte die Wahl in der [[Region Semesce]] im Herbst 2005, als das dortige CCD mit vier Sitzen in den Regionalrat einzog und in der Folge eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Konservativen unter Einschluss der Rechtspopulisten einging. Die Entscheidung sicherte dem CCD einen Posten in der Regionalregierung und beendete vorerst Spekulationen über eine Hinwendung des CCD zur politischen Linken.
| + | ==== Nach Barreno-Soléi ==== |
| | + | Nachdem [[Joaquín Barreno-Soléi]] 2015 seinen baldigen Rückzug aus der Spitzenpolitik bekannt gegeben hatte, wurde im Januar 2016 [[Francès d'Oliver]] zum Parteivorsitzenden und zum Spitzenkandidaten des CTV zur [[Regionalwahl in Tescano-Valoní 2016]] gewählt. Bei der Regionalwahl verlor das Cientro stark an Stimmen und landete nur auf dem zweiten Platz hinter dem Wahlbündnis aus [[PPC]] und regionalen Bürgerlisten. Der bisherige Bündnispartner [[Iniciativa per Tescano-Valoní]] stürzte noch stärker ab und verpasste den Wiedereinzug in den Regionalrat. Das CTV führte daraufhin Verhandlungen über eine neue Koalitionsregierung mit dem PPC unter Führung von PPC-Kandidat [[Dián Albirretxe]]. Einige Regionalräte des CTV verließen daraufhin die Partei und gründeten die oppositionelle Fraktion [[Tescano-Valoní nel Côr]] (TVC). Nachdem die Koalition mit der Volkspartei nicht zustande gekommen war, näherten sich die beiden Gruppen wieder an, sodass sich das TVC im März 2017 wieder mit dem CTV zusammenschloss. |
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| − | In den folgenden Monaten kam es zu einer Annäherung des CCD an die Konservativen, die sich darum bemühten, vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen im Herbst 2006]] eine allgemeine Wechselstimmung zu erzielen und die bürgerlichen Oppositionsparteien zu einen. Angebote an das CCD, eine Wahlallianz zu bilden, lehnte Valderrano aber ab. Bei den Parlamentswahlen 2006 erreichte das CCD schließlich 3,5 Prozent der Stimmen und zog mit 15 Abgeordneten ins sagradische Unterhaus ein.
| + | ==== Jüngste Vergangenheit ==== |
| − | | + | Im Vorfeld der [[Regionalwahl in Tescano-Valoní 2020]] gründete sich, auch aus Teilen der CTV-Abspaltung TVC, mit der Partei [[Pel Tescano]] eine neue Konkurrenzformation im regionalistischen Lager, die mit einem populistischen Profil antrat. Das CTV verlor gegenüber 2016 mehr als zehn Prozentpunkte und fiel mit 13,8 Prozent der Stimmen auf den dritten Rang zurück. [[Francès d'Oliver]] gab daraufhin die Führung der Partei an [[María Demarcone]] ab, kehrte zur [[Regionalwahl in Tescano-Valoní 2024|Regionalwahl 2024]] aber wieder an die Parteispitze zurück. Mit 6,5 Prozent der Stimmen fiel die Partei weiter ab und blieb auch danach in der Opposition. |
| − | === Mitglied der Mitte-Rechts-Koalition und der Regierung Luisanto === | |
| − | Trotz der Differenzen mit dem PPC und der Distanz gegenüber De la Pênias PSP trat das CCD nach der Wahl ins neue Mitte-Rechts-[[Kabinett Luisanto I]] ein und gehörte zu dessen Minderheitskoalition, welche die [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Minderheitsregierung unter [[Julio De la Costa]] ablöste. Valderrano wurde im Kabinett [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeitsminister]], [[Joán Scavell]] [[Ministerium für Familie, Jugend und Sport|Minister für Familie, Jugend und Sport]] und [[Andrea Cantena]] [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus|Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus]].
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| − | In der Regierungsarbeit kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Zentristen und Rechten. In Umfragen rutschte das CCD deutlich unter drei Prozent ab und übersprang die Marke fortan nicht mehr, zudem mehrte sich die parteiinterne Kritik an der Regierungsbeteiligung. Parteiintern bildeten sich immer deutlicher zwei Fraktionen heraus, die bereits zuvor in Widerstreit gestanden hatten: Die eher rechte Strömung, zu denen etwa die konservativen ''Renunionitas'' um [[Clemente Arzano]] gehörten, arbeiteten auf eine Mitte-Rechts-Politik hin und verfolgten teilweise auch das mittel- bis langfristige Ziel einer Wiedervereinigung mit der Volkspartei. Dagegen strebte die Gruppe der''Centristas'' die Etablierung des CCD als unabhängige Kraft im Zentrum der Parteienlandschaft an und verfolgte das Ziel einer Politik jenseits der Kategorien links und rechts.
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| − | Eine Gruppe von Zentristen um [[Armanda Colesán]] verließ die Partei im Sommer 2007 und schloss sich der neu gegründeten oppositionellen [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC) von Ex-Agrarminister [[Traiano Atániez]] an, doch blieben die Zentristen nur vorübergehend geschwächt.
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| − | === Wahlen 2008 und Zentrumsunion ===
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| − | Die Auseinandersetzungen zwischen den europafreundlichen Kräften der Koalition, zu denen auch das CCD zählte, und der sie im Parlament unterstützenden PSP um den EU-Reformvertrag führte im Frühjahr 2008 schließlich zum Ende der Koalition. Nachdem die PSP ihre Ablehnung des Lissabon-Vertrages erklärt hatte, drängte die CCD auf Neuwahlen, um ein stabiles Mandat für eine europafreundliche Politik zu erhalten. Als die Bündnispartner sich trotz der Europapolitik für eine grundsätzliche Fortführung der Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten aussprachen, traten die CCD-Minister im März 2008 aus der Regierung aus, woraufhin Luisanto Präsident [[António Grande Illega]] um Neuwahlen bat.
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| − | Nach dem Austritt aus dem Kabinett Luisanto und der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen im Frühjahr 2008 kam es zu einer parteiinternen Auseinandersetzung um den künftigen Weg der Zentrumspartei, die bei Neuwahlen kaum Chancen auf einen Einzug in die Kammer aus eigener Kraft hatte. Das Angebot Miguel Ánibal Luisantos an das CCD, wieder zur Mutterpartei zurückzukehren, und die gleichzeitigen Verhandlungen der Parteiführung um Valderrano und Carles Vídrio um ein zentristisches Bündnis mit den oppositionellen Zentrumsdemokraten Traiano Atániez’ (UDC) führten schließlich zur Parteispaltung. Valderrano kündigte an, bei den vorgezogenen Kammerwahlen in einem gemeinsamen Zentrumsbündnis mit der UDC anzutreten. Dagegen wandt sich die konservative Gruppe um [[Clemente Arzano]], die sich als [[Reunión de la Convergência]] (RC) vom CCD abspaltete und in der Koalition Luisantos verblieb. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen im Sommer 2008]] kandidierten Arzano und die RCSD auf der offenen Liste des PPC und kehrten danach in die PPC zurück. Das neue Zentrumsbündnis aus CCD und UDC erhielt zusammen 4,5 Prozent der Stimmen und blieb nach den Wahlen in der Opposition zur [[Kabinett Luisanto III|neuen Minderheitsregierung Luisanto]].
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| − | Nach den Kammerwahlen und der Wahl Valderranos zum Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer kam es in der Partei zu einem Wechsel in der Parteispitze. Valderrano bleibt zwar weiterhin Parteipräsident, gab die Füherschaft der Partei aber an den neuen Parteisekretär Carles Vídrio ab. Die Spaltung der Partei und die Rückkehr der Konservativen in die Volkspartei änderte die Machtverhältnisse im CCD und stärkte vor allem die Progressiven in der Partei sowie jene Kräfte, die eine von der Linken und Rechten unabhängige Partei der Mitte bilden wollen und eine Politik des Ausgleichs anstreben. Damit rückte die Partei auch inhaltlich enger an die UDC von Traiano Atániez. Persönlichkeiten beider Parteien sprachen von einer dauerhaften Zusammenarbeit der Kräfte des Zentrums und beschrieben die Perspektive einer gemeinsamen Zentrumspartei.
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| − | === Entwicklung nach 2008 ===
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| − | Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regional-]], [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Europawahlen 2009|Europawahlen]] des Jahres 2009 wiederholten CCD und UDC die Zusammenarbeit und kooperierten weitestgehend. Dabei konzentrierte sich das UDC vor allem auf die traditionell liberalen Hochburgen im Süden Sagradiens, während die Christdemokraten erneut in Oberskanten erfolgreich waren und dort mit 29 Sitzen sogar zur stärksten Kraft aufstiegen. Durch die Kooperation mit den Zentrumsdemokraten konnte das CCD in neun von zwölf zu Regionen ins Parlament einziehen. In Oberskaten führen die Christdemokraten eine Koalition mit den Konservativen an, in [[Sur Pinia]] und [[Liez-Corar]] regieren sie als deren Junior-Partner. In der [[Region Semesce]] wurde die Zentrumsunion mit sechs Regionalratsabgeordneten zum Zünglein an der Waage zwischen den beiden politischen Blöcken. Da sie sich weder dazu bereit fanden, eine Koalition mit den Kommunisten, noch eine unter Einschluss der PSP zu unterstützen, führten sie eine Koalitionskrise bei und erzwangen Neuwahlen, die im Sommer 2010 jedoch zu einer Schwächung des Zentrums und zu einem Sieg der Linken führte.
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| − | Bei den Europawahlen entfielen auf die gemeinsame Liste ''Cientro Uníu per l'Europa'' 6,2 Prozent der Stimmen. Während sich die beiden Abgeordneten der UDC der liberalen ALDE-Fraktion anschlossen, blieben die Abgeordneten des CCD der Fraktion der Europäischen Volkspartei treu.
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| − | Francisco Valderrano kandidierte als gemeinsamer Kandidat von CCD und UDC bei den Präsidentschaftswahlen 2009 und erhielt eine Zustimmung von 13 Prozent der Wähler. Damit landete auf Platz 3 und kam nicht in die Stichwahl. Dennoch wurde seine Kandidatur als großer Erfolg der Zentrumsparteien gewertet.
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| − | == Regionalverbände ==
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| − | Stimmenstärkster Regionalverband des CCD ist das ''Cientro Tescano-Valonês'' (CTV) in der Region [[Tescano-Valoní]], das im Januar 2004 aus dem Kern des dortigen Regionalverbands der [[Volkspartei]] unter Regionalpräsident [[Joaquín Barreno Soléi]] hervorging, der heute als einziges CCD-Mitglied an der Spitze einer Regionalregierung steht. Das von der CTV angeführte Bündnis [[Cientro Uníu|Cientro Uníu Tescano-Valonês]] (CUTV) stellt seit 2008 die größte Fraktion im teskanisch-valonischen Regionalrat.
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| − | Die kleine christdemokratische Regionalpartei [[Convergência Centrista d'Aziz]] (CCA) auf den [[Aziz|Inseln von Aziz]] assoziierte sich 2004 mit der CCD und bildet heute als CCD Aziz den Regionalverband der Partei in der Autonomen Region [[Aziz]].
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| − | == Vorfeldorganisationen ==
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| − | Das CCD ist wie die [[PPC]] Mitglied der Europäischen Volkspartei und der Christdemokratischen Internationale (CDI). Seine Mitglieder sind eng mit den katholischen Gewerkschaften ([[CSLC]]) verbunden. Seit 2004 besteht als parteinahe Jugendorganisation die [[Juventú Cristiana Democrática]] (JCD), die auf Hochschulebene v.a. mit der [[Federación de Estudiantes Cristianoes]] (FEC) zusammenarbeitet.
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| − | == Parteiführung ==
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| − | Führer der Partei war nach ihrer Gründung 2003 der Parteivorsitzende [[Francisco Valderrano]], [[Carles Vídrio]] kümmerte sich als Nationaler Koordinator um die organisatorische Arbeit des Parteiaufbaus. Nach der Kammerwahl 2008 übernahm er das neu geschaffene Amt des Nationalen Sekretärs, während Valderrano als Präsident nurmehr repräsentative Aufgaben übernahm und den Posten 2009 an [[Joaquín Barreno Solei]] abgab.
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| − | * Parteipräsident: [[Francisco Valderrano]] (2003-2009), [[Joaquín Barreno Solei]] (seit 2009)
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| − | * Vizepräsident: [[Joaquín Barreno Solei]] (2008-2009)
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| − | * Nationaler Sekretär: [[Carles Vídrio]] (seit 2008)
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| − | * Nationaler Koordinator: [[Carles Vídrio]] (2004-2006), [[Armanda Colesán]] (2006), [[Clemente Arzano]] (2007-2008)
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| − | * Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer: [[Carles Vídrio]] (2006-2008, seit 2008 neben [[UDC]]-Chef [[Traiano Atániez]])
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| | [[Kategorie: Sagradische Partei]] | | [[Kategorie: Sagradische Partei]] |
| | + | [[Kategorie: Regionalpartei in Sagradien]] |
Das Cientro Tescano-Valonês (kurz CTV) ist eine Ende 2003 gegründete sagradische Regionalpartei im Tescano-Valoní. Sie gehörte von 2008 bis 2016 der Regionalregierung von Tescano-Valoní an und stellte mit Joaquín Barreno-Soléi zugleich den Regierungspräsidenten der Region. Seitdem führt sie die Opposition im Regionalrat an.
Von 2004 bis 2010 bildete das CTV den regionalen Ableger der nationalen zentristischen Partei Cientro Cívico Democrático, die ebenfalls von Barreno-Soléi angeführt wurde und schließlich in der Partei Cientro Uníu aufging. Das CTV bestand seither als eigenständige Regionalpartei weiter, trat bei überregionalen Wahlen aber als Teil der CU-Listen an. Nach der Auflösung der nationalen Zentrumspartei im Jahr 2018 besteht das CTV als unabhängige Regionalpartei weiter.
Das Cientro Tescano-Valonês wurde Ende 2003 durch Joaquín Barreno-Soléi, den damaligen Regionalpräsidenten von Tescano-Valoní und einigen Mitstreitern aus der Regionalpartei der christdemokratischen Volkspartei gegründet, die den neoliberal geprägten Kurs der nationalen Partei unter dem Vorsitzenden Miquel Ánibal Luisanto und die Öffnung hin zur Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP ablehnten.
Mit Barreno-Soléi verließ eine Mehrheit der PPC-Fraktion im Regionalrat von Tescano-Valoní die Partei und erklärte sich für unabhängig von der Semestiner Zentrale. Auf dem Sonderparteitag der PPC-Regionalpartei sprach sich eine knappe Mehrheit gegen Barreno-Soléi aus und leitete gegen diesen und seine Anhänger ein Parteiausschlussverfahren ein, woraufhin dieser mit dem CTV eine eigene Regionalpartei gründete.
Rückkehr in die Regierung[bearbeiten]
Bei der folgenden Regionalwahl 2004 belegte das CTV den zweiten Platz hinter dem PPC und konnte sich als regionale Kraft behaupten. Bei der Regionalwahl 2008 wurde das CTV schließlich stärkste Kraft und bildete eine Minderheitsregierung mit der Partei Iniciativa per Tescano-Valoní, die auf wechselnde Mehrheiten angewiesen war. Barreno Soléi wurde wieder zum Regierungschef der Region gewählt. In diesem Amt wurde er auch nach der Regionalwahl 2012 bestätigt. Zu dieser Wahl trat das CTV im Bündnis mit der neuen Zentrumspartei Cientro Uníu an und bildete anschließend eine Koalitionsregierung mit IxTV und den Grünen.
Nachdem Joaquín Barreno-Soléi 2015 seinen baldigen Rückzug aus der Spitzenpolitik bekannt gegeben hatte, wurde im Januar 2016 Francès d'Oliver zum Parteivorsitzenden und zum Spitzenkandidaten des CTV zur Regionalwahl in Tescano-Valoní 2016 gewählt. Bei der Regionalwahl verlor das Cientro stark an Stimmen und landete nur auf dem zweiten Platz hinter dem Wahlbündnis aus PPC und regionalen Bürgerlisten. Der bisherige Bündnispartner Iniciativa per Tescano-Valoní stürzte noch stärker ab und verpasste den Wiedereinzug in den Regionalrat. Das CTV führte daraufhin Verhandlungen über eine neue Koalitionsregierung mit dem PPC unter Führung von PPC-Kandidat Dián Albirretxe. Einige Regionalräte des CTV verließen daraufhin die Partei und gründeten die oppositionelle Fraktion Tescano-Valoní nel Côr (TVC). Nachdem die Koalition mit der Volkspartei nicht zustande gekommen war, näherten sich die beiden Gruppen wieder an, sodass sich das TVC im März 2017 wieder mit dem CTV zusammenschloss.
Jüngste Vergangenheit[bearbeiten]
Im Vorfeld der Regionalwahl in Tescano-Valoní 2020 gründete sich, auch aus Teilen der CTV-Abspaltung TVC, mit der Partei Pel Tescano eine neue Konkurrenzformation im regionalistischen Lager, die mit einem populistischen Profil antrat. Das CTV verlor gegenüber 2016 mehr als zehn Prozentpunkte und fiel mit 13,8 Prozent der Stimmen auf den dritten Rang zurück. Francès d'Oliver gab daraufhin die Führung der Partei an María Demarcone ab, kehrte zur Regionalwahl 2024 aber wieder an die Parteispitze zurück. Mit 6,5 Prozent der Stimmen fiel die Partei weiter ab und blieb auch danach in der Opposition.