Thorsten Holzhauser: Unterschied zwischen den Versionen

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Holzhauser studierte [[Geschichte]], [[Germanistik]] und [[Politikwissenschaft]] an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]] und war dort von 2013 bis 2020 als [[wissenschaftlicher Mitarbeiter]] tätig. 2018 wurde er mit einer Arbeit zur Integrationsgeschichte der [[Partei des demokratischen Sozialismus|Partei des demokratischen Sozialismus (PDS)]] im vereinten Deutschland zum [[Doktor|Dr. phil.]] promoviert.<ref>{{Internetquelle |url=https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/personen/thorsten-holzhauser/ |titel=Dr. Thorsten Holzhauser {{!}} Neueste Geschichte |abruf=2021-10-21}}</ref> Die Arbeit mit dem Titel ''Die „Nachfolgepartei“'' wurde mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz ausgezeichnet und sowohl in der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] als auch im [[Neues Deutschland|Neuen Deutschland]] positiv besprochen.<ref>{{Literatur |Autor=Mechthild Küpper |Titel=PDS: Angekommen |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/1.6714635 |Abruf=2021-01-22}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=André Brie |url=https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134149.pds-nachfolge-und-vorgaengerpartei.html |titel=Nachfolge- und Vorgängerpartei (neues deutschland) |sprache=de |abruf=2021-01-22}}</ref>  Das Buch gilt als Standardwerk zur Geschichte der [[PDS]].<ref>{{Literatur |Autor=Benjamin Höhne |Titel=Die PDS: Standardwerk mit zeithistorischem und politikwissenschaftlichem Zugriff |Sammelwerk=Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl) |Band=52 |Nummer=3 |Datum=2021 |Seiten=715-717}}</ref>
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Holzhauser studierte [[Geschichte]], [[Germanistik]] und [[Politikwissenschaft]] an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]] und war dort von 2013 bis 2020 als [[wissenschaftlicher Mitarbeiter]] tätig. 2018 wurde er mit einer Arbeit zur Integrationsgeschichte der [[Partei des demokratischen Sozialismus|Partei des demokratischen Sozialismus (PDS)]] im vereinten Deutschland zum [[Doktor|Dr. phil.]] promoviert.<ref>{{Internetquelle |url=https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/personen/thorsten-holzhauser/ |titel=Dr. Thorsten Holzhauser {{!}} Neueste Geschichte |abruf=2021-10-21}}</ref> Die Arbeit mit dem Titel ''Die „Nachfolgepartei“'' wurde mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz ausgezeichnet und gilt als Standardwerk zur Geschichte der [[PDS]].<ref>{{Literatur |Autor=Benjamin Höhne |Titel=Die PDS: Standardwerk mit zeithistorischem und politikwissenschaftlichem Zugriff |Sammelwerk=Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl) |Band=52 |Nummer=3 |Datum=2021 |Seiten=715-717}}</ref>
  
 
Nach einer Gastdozentur an der [[University of Glasgow]] im Jahr 2017 bearbeitete Holzhauser von 2017 bis 2020 als [[Post Doc]] ein Forschungsprojekt zur Auseinandersetzung mit [[Nationalsozialismus|NS-Belastung]] und [[Kollaboration]] in [[Westdeutschland]], [[Österreich]] und [[Frankreich]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], das von der [[Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien|Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien]] gefördert wurde. Die Ergebnisse der Studie wurden 2022 publiziert.<ref>{{Internetquelle |url=https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/personen/thorsten-holzhauser/ |titel=Dr. Thorsten Holzhauser {{!}} Neueste Geschichte |abruf=2021-10-21}}</ref>
 
Nach einer Gastdozentur an der [[University of Glasgow]] im Jahr 2017 bearbeitete Holzhauser von 2017 bis 2020 als [[Post Doc]] ein Forschungsprojekt zur Auseinandersetzung mit [[Nationalsozialismus|NS-Belastung]] und [[Kollaboration]] in [[Westdeutschland]], [[Österreich]] und [[Frankreich]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], das von der [[Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien|Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien]] gefördert wurde. Die Ergebnisse der Studie wurden 2022 publiziert.<ref>{{Internetquelle |url=https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/personen/thorsten-holzhauser/ |titel=Dr. Thorsten Holzhauser {{!}} Neueste Geschichte |abruf=2021-10-21}}</ref>

Version vom 13:33, 13. Jun 2022

Thorsten Holzhauser (*1985 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Historiker und Politikwissenschaftler.

Leben

Holzhauser studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war dort von 2013 bis 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2018 wurde er mit einer Arbeit zur Integrationsgeschichte der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) im vereinten Deutschland zum Dr. phil. promoviert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Die Arbeit mit dem Titel Die „Nachfolgepartei“ wurde mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz ausgezeichnet und gilt als Standardwerk zur Geschichte der PDS.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Nach einer Gastdozentur an der University of Glasgow im Jahr 2017 bearbeitete Holzhauser von 2017 bis 2020 als Post Doc ein Forschungsprojekt zur Auseinandersetzung mit NS-Belastung und Kollaboration in Westdeutschland, Österreich und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wurde. Die Ergebnisse der Studie wurden 2022 publiziert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Seit Januar 2021 ist Holzhauser wissenschaftlicher Mitarbeiter der parteiunabhängigen Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Demokratie, der politischen Parteien sowie politisch-sozialer Transformationen. Er veröffentlicht in Fachzeitschriften wie Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Geschichte und Gesellschaft und Zeitschrift für Parlamentsfragen, in Printmedien wie Frankfurter Allgemeine Zeitung<ref>Vorlage:Literatur</ref> und Tageszeitung (taz)<ref>Vorlage:Literatur</ref> sowie in Onlinemagazinen wie Geschichte der Gegenwart.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Für deutsche und internationale Medien nimmt er zudem häufiger Stellung zur Parteien- und Koalitionspolitik sowie zur Transformations- und Demokratieentwicklung in Ostdeutschland.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Er gilt insbesondere als Experte für die Geschichte der Partei Die Linke.

Publikationen (Auswahl)

Bücher

  • Demokratie, Nation, Belastung. Kollaboration und NS-Belastung als Nachkriegsdiskus in Frankreich, Österreich und Westdeutschland (= Historische Zeitschrift, Beihefte (Neue Folge), Bd. 80). De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2022, ISBN 978-3-11-069501-4.
  • (Hrsg. zusammen mit Felix Lieb) Parteien in der "Krise". Wandel der Parteiendemokratie in den 1980er- und 1990er-Jahren (= Zeitgeschichte im Gespräch, Bd. 33). Metropol Verlag, Berlin 2021, ISBN: 978-3-86331-620-4.
  • Die "Nachfolgepartei". Die Integration der PDS in das politische System der Bundesrepublik Deutschland (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, Bd. 122). De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2019, ISBN 9783110633429 (Paperback-Ausgabe 2021, ISBN 9783110763416).

Aufsätze und Essays

  • Linien und Spannungsfelder linker Sicherheitspolitik. In: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 75 (2021), H. 865, S. 73-81.
  • Was ist links und für wen? Die Linke im Ringen um ihre Identität (frz. Quelle gauche en Allemagne ? Le parti Die Linke en pleine crise identitaire), Notes du Cerfa, Nr. 161, Mai 2021.
  • Identitätspolitik: Ohne geht es auch nicht. In: Geschichte der Gegenwart, 7. April 2021, https://geschichtedergegenwart.ch/identitaetspolitik-ohne-geht-es-auch-nicht/
  • Erosion der Abgrenzung? Das Verhältnis der CDU zur Linkspartei in historischer Perspektive. In: Zeitschrift für Parlamentsfragen 50 (2019), H. 1, S. 130-148.
  • Neoliberalismus und Nostalgie. Politische Re-Formationen und die Entstehung der Linkspartei im vereinten Deutschland. In: Geschichte und Gesellschaft 44 (2018), H. 4, S. 586-618.
  • (zusammen mit Antony Kalashnikov) Communist Successors and Narratives of the Past: Party Factions in the German PDS and the Russian CPRF, 1990-2005. In: Agnieszka Mrozik/Stanislav Holubec (eds.), Historical Memory of Central and East European Communism. Routledge, Abingdon 2018, pp. 41-73.
  • „Niemals mit der PDS“? Zum Umgang der SPD mit der SED-Nachfolgepartei zwischen Ausgrenzungs- und Integrationsstrategie (1990-1998). In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 62 (2014), H. 2, S. 285-308.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Personendaten