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| − | Hauptstadt | + | Renonya ist Mitglied der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM), der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS), der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS), der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC). |
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| + | Die Insel liegt zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, etwa 140 Kilometer nordöstlich der Küste Venezuelas und südlich von Grenada. | ||
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| + | Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und weisen fruchtbare Böden auf. Das Innere der Insel Renonya ist sehr bergig. In den Bergen entspringen zahlreiche kleine Flüsse. Das Klima ist tropisch: heiß und feucht in der Regenzeit und etwas kühler in der Trockenzeit. | ||
=== Geschichte === | === Geschichte === | ||
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| − | Traditionelle Amtssprache | + | Traditionelle Amtssprache Renonyas ist [[Sagradisch]]. Daneben wurde die auf Renonya gesprochene Kreolsprache im Jahr 2003 zur zweiten gleichberechtigten Amtssprache erhoben. Daneben ist das im französischen Patois wurzelnde Antillen-Kreolisch noch bei einer Minderheit der Bevölkerung gebräuchlich. |
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Aktuelle Version vom 17. Juni 2020, 14:55 Uhr
| Renonya Renônya (Sagradisch) Renòuya (Renonya-Kreol) Flagge Wappen | |||||||
| Amtssprache | Sagradisch, Renonya-Kreol | ||||||
| Hauptstadt | Porto David | ||||||
| Staatsform | Parlamentarische Republik | ||||||
| Staatsoberhaupt | Präsident | ||||||
| Regierungschef | Erster Minister | ||||||
| Fläche | 807.891 km² | ||||||
| Einwohnerzahl | 297.436 (Stand: Dezember 2015) | ||||||
Bruttoinlandsprodukt
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2013 | ||||||
| Human Development Index | |||||||
| Währung | Renonya-Dollar | ||||||
| Nationalhymne | |||||||
| Nationalfeiertag | |||||||
| Zeitzone | |||||||
| Kfz-Kennzeichen | RNY | ||||||
| ISO 3166 | RY, RNY | ||||||
| Internet-TLD | .ry | ||||||
| Telefonvorwahl | |||||||
Renonya (sagradisch Renônya, kreolisch Renòuya) ist eine Insel der Kleinen Antillen und ein unabhängiger Inselstaat in der Karibik. Hauptstadt Renonyas ist Porto David.
Renonya ist Mitglied der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM), der Organisation Ostkaribischer Staaten (OECS), der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS), der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC).
Geographie[bearbeiten]
Die Insel liegt zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, etwa 140 Kilometer nordöstlich der Küste Venezuelas und südlich von Grenada.
Der Staat besteht aus mehreren Inseln im Archipel der kleinen Antillen, von denen die Insel Renonya selbst die größte ist. Der Großteil der Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Renonya, wo auch die Hauptstadt Porto David liegt.
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und weisen fruchtbare Böden auf. Das Innere der Insel Renonya ist sehr bergig. In den Bergen entspringen zahlreiche kleine Flüsse. Das Klima ist tropisch: heiß und feucht in der Regenzeit und etwas kühler in der Trockenzeit.
Geschichte[bearbeiten]
Renonya wurde 1498 von Kolumbus entdeckt und Reunión getauft. Die Spanier besiedelten die Insel, welche von kriegerischen Kariben besiedelt war, jedoch nicht. Später versuchten die Engländer vergeblich, die Insel zu besiedeln.
1645 schließlich wurde Renonya durch die Sagradische Westindien-Kompanie (Companía de Indias Occidentales Sagradés) kolonialisiert.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bildete Renonya gemeinsam mit Sabina i Sélena und Sant-Elisêu die Kolonie Sagradisch-Westindien (Indias Occidentales Sagradés). Im Jahr 1949 erhielt Sagradisch-Westindien den Status einer autonomen Konföderation (Konföderation der Sagradischen Antillen) mit der Hauptstadt Porto David. 1971 erklärte sich die Insel Renonya schließlich zur unabhängigen Republik und trat aus dem Staatsverbund aus, womit faktisch auch das westindische Überseegebiet zerfiel.
Sprache[bearbeiten]
Traditionelle Amtssprache Renonyas ist Sagradisch. Daneben wurde die auf Renonya gesprochene Kreolsprache im Jahr 2003 zur zweiten gleichberechtigten Amtssprache erhoben. Daneben ist das im französischen Patois wurzelnde Antillen-Kreolisch noch bei einer Minderheit der Bevölkerung gebräuchlich.