Estefán Gaeta d'Alejandro: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | Als Staatsoberhaupt versuchte Gaeta, eine starke Rolle unabhängig vom Parlament zu spielen und strebte eine Präsidentialisierung des sagradischen Regierungssystems an. Darin wurde er von Kritikern des parlamentarischen Regierungssystems der Republik und von Vertretern eines stärker autoritär geprägten Kurses unterstützt. Er ernannte nacheinander mehrere Regierungen seines Vertrauens und nahm erheblichen Einfluss auf die Zusammensetzung der jeweiligen Regierungen. Sein Vorhaben einer umfassenden Verfassungsreform zugunsten einer noch stärkeren Präsidentschaft und einer Direktwahl des Staatsoberhauptes konnte er aber nicht durchsetzen. | |
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Version vom 01:03, 27. Feb 2020
Estefán Gaeta d'Alejandro (*1874, †1956) war ein sagradischer Politiker und Staatsmann der Zweiten Republik. Als Parteiführer der katholisch-konservativen Volksunion war er von Juni bis Dezember 1925 Präsident des sagradischen Ministerrats sowie sagradischer Finanzminister. Anschließend fungierte er von 1925 bis 1932 als Präsident der Sagradischen Republik.
Gaetas Präsidentschaft war vom Versuch geprägt, als Staatsoberhaupt die Regierungsgeschäfte mitzuleiten und das Amt des Staatspräsidenten mit stärkerem Gewicht zu versehen als seine Vorgänger. Die von ihm angestrebte Verfassungsreform in Richtung eines präsidentiellen Systems konnte er aber nicht durchsetzen. Die zweite Hälfte seiner Präsidentschaft war von der Weltwirtschaftskrise und von zunehmenden sozialen und innenpolitischen Spannungen geprägt. Nach Ablauf seines ersten Septennats verzichtete Gaeta auf eine erneute Kandidatur um das Präsidentenamt.
Karriere
Nach dem Sieg des Bloco Nacional bei der Parlamentswahl 1925 wurde Gaeta zum sagradischen Finanzminister und Ministerpräsidenten berufen, seine Regierungszeit war aber von Konflikten mit dem linksliberalen Präsidenten Cristoval Sánchez geprägt. Dieser entließ schließlich im Dezember 1925 die Regierung Gaeta und setzte eine Regierung unter Esker Zurruzabal ein, die aber nach nur einem Tag gestürzt wurde. Bei der anschließenden Präsidentschaftswahl im Dezember 1925 wurde Gaeta als Kandidat der parlamentarischen Mehrheit zum neuen Staatsoberhaupt gewählt. Als solcher war er der erste Konservative seit Joán Cardinal.
Als Staatsoberhaupt versuchte Gaeta, eine starke Rolle unabhängig vom Parlament zu spielen und strebte eine Präsidentialisierung des sagradischen Regierungssystems an. Darin wurde er von Kritikern des parlamentarischen Regierungssystems der Republik und von Vertretern eines stärker autoritär geprägten Kurses unterstützt. Er ernannte nacheinander mehrere Regierungen seines Vertrauens und nahm erheblichen Einfluss auf die Zusammensetzung der jeweiligen Regierungen. Sein Vorhaben einer umfassenden Verfassungsreform zugunsten einer noch stärkeren Präsidentschaft und einer Direktwahl des Staatsoberhauptes konnte er aber nicht durchsetzen.
Die zweite Hälfte seiner Präsidentschaft waren geprägt von wirtschaftlichen und politischen Krisen. So setzte Gaeta in der Weltwirtschaftskrise auf einen Austeritätskurs zur Eindämmung der Schuldenkrise, konnte damit aber keine Erfolge erzielen.
Nachdem Gaeta die Abgeordnetenkammer aufgelöst hatte, ging aus der vorgezogenen Parlamentswahl 1932 die Volksunion als Sieger hervor. Gaeta ernannte seinen Parteifreund Manuel Sants-Igualde, der sich aber von Beginn an als starke unabhängige Persönlichkeit profilieren konnte. Nachdem Sants-Igualde klargemacht hatte, dass seine Partei bei der Präsidentschaftswahl 1932 keine Wiederwahl Gaetas unterstützen, sondern stattdessen Senatspräsident Domênco Scalfín vorschlagen werde, verzichtete Gaeta auf ein zweites Septennat.