Volksfront: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Volksfront der linken Kräfte''' ([[sagradisch]] '''Frente Popular de Forças de Sinistra''') war eine Koalition mehrerer Linksparteien bei der sagradischen [[Parlamentswahl 1936]]. Die Volksfront wurde Anfang 1936 nach dem Vorbild der französischen ''Front populaire'' begründet und umfasste die sagradische [[Sozialistische Partei]], die linksliberale [[Partíu Radical|Radikal-Republikanische Partei]], die [[Sagradische Kommunistische Partei]] sowie die kleine [[Unión Radical-Socialista|Radikal-Sozialistische Union]].  
 
Die '''Volksfront der linken Kräfte''' ([[sagradisch]] '''Frente Popular de Forças de Sinistra''') war eine Koalition mehrerer Linksparteien bei der sagradischen [[Parlamentswahl 1936]]. Die Volksfront wurde Anfang 1936 nach dem Vorbild der französischen ''Front populaire'' begründet und umfasste die sagradische [[Sozialistische Partei]], die linksliberale [[Partíu Radical|Radikal-Republikanische Partei]], die [[Sagradische Kommunistische Partei]] sowie die kleine [[Unión Radical-Socialista|Radikal-Sozialistische Union]].  
  
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Ausgangspunkt war die [[Herbstkrise 1934]], in der es in [[Sagradien]] zu gewaltsamen Ausschreitungen rechtsextremer Kräfte und zur Ermordung des [[PCS|kommunistischen]] Generalsekretärs [[Lorenzo Sabal]] gekommen war. In der Folge setzten sich innerhalb der bis dahin verfeindeten Linksparteien [[PCS]] und [[PS]] jene Kräfte durch, die sich für eine Aktionseinheit gegen die faschistische Bedrohung und für ein republikanisches Verteidigungsbündnis mit bürgerlichen Kräften einsetzten.   
  
 
Die Volksfront wurde schließlich im Vorfeld der [[Parlamentswahl 1936]] gebildet. Es handelte sich um kein formelles Wahlbündnis. Vielmehr beruhte die Allianz auf einem System von Absprachen der Sozialistischen Partei unter der Führung von [[Santiago Laval]] mit dem [[PCS]] unter [[Narcís Colom]] einerseits und mit dem [[Partíu Radical]] unter der Führung von [[Angel Colón]] andererseits. Innerhalb der Radikalen Partei führte die Zusammenarbeit mit den Kommunisten jedoch zu einer Parteispaltung, in der sich der Anti-Volksfront-Flügel der Partei als [[Partíu Radical Independiente]] konstituierte.
 
Die Volksfront wurde schließlich im Vorfeld der [[Parlamentswahl 1936]] gebildet. Es handelte sich um kein formelles Wahlbündnis. Vielmehr beruhte die Allianz auf einem System von Absprachen der Sozialistischen Partei unter der Führung von [[Santiago Laval]] mit dem [[PCS]] unter [[Narcís Colom]] einerseits und mit dem [[Partíu Radical]] unter der Führung von [[Angel Colón]] andererseits. Innerhalb der Radikalen Partei führte die Zusammenarbeit mit den Kommunisten jedoch zu einer Parteispaltung, in der sich der Anti-Volksfront-Flügel der Partei als [[Partíu Radical Independiente]] konstituierte.
  
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Bei der [[Parlamentswahl 1936|Parlamentswahl im April 1936]] konnten sich die Volksfrontparteien schließlich gegen den regierenden [[Bloco Nacional]] durchsetzen und errang eine deutliche Mehrheit im Parlament. Da sich Staatspräsident [[Estefán Gaeta]] weigerte, eine linke Regierung zu ernennen, kam es zu einer kurzzeitgen Verfassungskrise, die durch die [[Präsidentschaftswahl 1936]] aufgelöst wurde. [[Santiago Laval]] wurde schließlich zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Sozialist [[José Saviola]] führte in der Folge als [[Ministerpräsident]] eine Linksregierung der Volksfrontparteien an, in der PS, URS und PRR vertreten waren. Die Kommunisten stellten keine eigenen Minister, unterstützten das Kabinett aber.
 
Bei der [[Parlamentswahl 1936|Parlamentswahl im April 1936]] konnten sich die Volksfrontparteien schließlich gegen den regierenden [[Bloco Nacional]] durchsetzen und errang eine deutliche Mehrheit im Parlament. Da sich Staatspräsident [[Estefán Gaeta]] weigerte, eine linke Regierung zu ernennen, kam es zu einer kurzzeitgen Verfassungskrise, die durch die [[Präsidentschaftswahl 1936]] aufgelöst wurde. [[Santiago Laval]] wurde schließlich zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Sozialist [[José Saviola]] führte in der Folge als [[Ministerpräsident]] eine Linksregierung der Volksfrontparteien an, in der PS, URS und PRR vertreten waren. Die Kommunisten stellten keine eigenen Minister, unterstützten das Kabinett aber.
  
 
Die Volksfrontregierung unter Saviola führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten "Arbeitslosenhilfefonds" erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.
 
Die Volksfrontregierung unter Saviola führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten "Arbeitslosenhilfefonds" erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.
  
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Außenpolitisch wiederum hatte die Volksfront von Beginn an mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Sowohl in der [[Golenkrise]] als auch im Zusammenhang mit dem Spanischen Bürgerkrieg verfolgte die Regierung keine einheitliche Strategie, sondern musste einige Kompromisse schließen, die schließlich auch zum Zerfall des Bündnisses beitrugen.  
 
Außenpolitisch wiederum hatte die Volksfront von Beginn an mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Sowohl in der [[Golenkrise]] als auch im Zusammenhang mit dem Spanischen Bürgerkrieg verfolgte die Regierung keine einheitliche Strategie, sondern musste einige Kompromisse schließen, die schließlich auch zum Zerfall des Bündnisses beitrugen.  
  

Version vom 16:49, 31. Jan 2020

Die Volksfront der linken Kräfte (sagradisch Frente Popular de Forças de Sinistra) war eine Koalition mehrerer Linksparteien bei der sagradischen Parlamentswahl 1936. Die Volksfront wurde Anfang 1936 nach dem Vorbild der französischen Front populaire begründet und umfasste die sagradische Sozialistische Partei, die linksliberale Radikal-Republikanische Partei, die Sagradische Kommunistische Partei sowie die kleine Radikal-Sozialistische Union.

Entstehung

Ausgangspunkt war die Herbstkrise 1934, in der es in Sagradien zu gewaltsamen Ausschreitungen rechtsextremer Kräfte und zur Ermordung des kommunistischen Generalsekretärs Lorenzo Sabal gekommen war. In der Folge setzten sich innerhalb der bis dahin verfeindeten Linksparteien PCS und PS jene Kräfte durch, die sich für eine Aktionseinheit gegen die faschistische Bedrohung und für ein republikanisches Verteidigungsbündnis mit bürgerlichen Kräften einsetzten.

Die Volksfront wurde schließlich im Vorfeld der Parlamentswahl 1936 gebildet. Es handelte sich um kein formelles Wahlbündnis. Vielmehr beruhte die Allianz auf einem System von Absprachen der Sozialistischen Partei unter der Führung von Santiago Laval mit dem PCS unter Narcís Colom einerseits und mit dem Partíu Radical unter der Führung von Angel Colón andererseits. Innerhalb der Radikalen Partei führte die Zusammenarbeit mit den Kommunisten jedoch zu einer Parteispaltung, in der sich der Anti-Volksfront-Flügel der Partei als Partíu Radical Independiente konstituierte.

Wahlsieg und Regierung

Bei der Parlamentswahl im April 1936 konnten sich die Volksfrontparteien schließlich gegen den regierenden Bloco Nacional durchsetzen und errang eine deutliche Mehrheit im Parlament. Da sich Staatspräsident Estefán Gaeta weigerte, eine linke Regierung zu ernennen, kam es zu einer kurzzeitgen Verfassungskrise, die durch die Präsidentschaftswahl 1936 aufgelöst wurde. Santiago Laval wurde schließlich zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Sozialist José Saviola führte in der Folge als Ministerpräsident eine Linksregierung der Volksfrontparteien an, in der PS, URS und PRR vertreten waren. Die Kommunisten stellten keine eigenen Minister, unterstützten das Kabinett aber.

Die Volksfrontregierung unter Saviola führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten "Arbeitslosenhilfefonds" erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung.

Krisen und Zerfall

Außenpolitisch wiederum hatte die Volksfront von Beginn an mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Sowohl in der Golenkrise als auch im Zusammenhang mit dem Spanischen Bürgerkrieg verfolgte die Regierung keine einheitliche Strategie, sondern musste einige Kompromisse schließen, die schließlich auch zum Zerfall des Bündnisses beitrugen.

Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer Regierung der Rechten und die Auflösung der Nationalversammlung. Laval suchte aber vergeblich nach neuen Mehrheiten und betraute nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Als Folge löste der Präsident schließlich die Kammern auf und setzte Neuwahlen zum Parlament an. Die Regierung Colón blieb vorerst geschäftsführend im Amt.

Die Entscheidung Lavals führte zu heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima des Wahlkampfs wurde Laval schließlich am Abend des 21. Februar auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen División Negra überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete. Als Interimspräsident wurde der liberale Senatspräsident Luciano Capón vereidigt.