Partíu Conservador: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Partíu Conservador''' war eine katholisch-konservative Gruppierung im [[Sagradien]] des 19. Jahrhunderts. Sie war neben dem [[Partíu Liberal]] eine der beiden großen politischen Strömungen im [[Königreich Sagradien]].  
 
Der '''Partíu Conservador''' war eine katholisch-konservative Gruppierung im [[Sagradien]] des 19. Jahrhunderts. Sie war neben dem [[Partíu Liberal]] eine der beiden großen politischen Strömungen im [[Königreich Sagradien]].  
  
Der Partíu Conservador positionierte sich gegen die liberalen Strömungen des 19. Jahrhunderts und die Vereinnahmung der Kirche durch den Staat und trat für katholisch-kirchliche Interessen und ein katholisch-konservatives Gesellschafts- und Wirtschaftsbild ein.
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Der Partíu Conservador positionierte sich gegen die liberalen Strömungen des 19. Jahrhunderts, gegen Freihandel, Wirtschaftsliberalismus und Demokratisierung sowie gegen die Vereinnahmung der Kirche durch den Staat. Stattdessen trat sie für katholisch-kirchliche Interessen und ein katholisch-konservatives Gesellschafts- und Wirtschaftsbild ein.
  
 
Eine feste Organisation hatte die Partei während ihres gesamten Bestehens nicht. Sie einte in der [[Abgeordnetenkammer]] im Wesentlichen die gemeinsame katholisch-konservative Gesinnung und die Gegnerschaft zum liberalen Ministerium unter [[Jacquel de Montevil]]. Der Partíu Conservador war anfänglich eine reine Honoratiorenpartei, die anstatt einer Parteiorganisation einen breiten Unterbau in den zahlreichen katholischen Vereinen und Verbänden nutzen konnte. Auf lokaler Ebene übernahmen katholische Geistliche, Adelige oder Honoratioren die Koordination, Parlamentskandidaten wurden zum größten Teil bekannte Funktionäre der katholischen Vereine und Verbände, die oft entweder dem Klerus oder dem Adel entstammten. Auch im Oberhaus des sagradischen Parlaments hatten die Konservativen eine beträchtliche Zahl an Sympathisanten.
 
Eine feste Organisation hatte die Partei während ihres gesamten Bestehens nicht. Sie einte in der [[Abgeordnetenkammer]] im Wesentlichen die gemeinsame katholisch-konservative Gesinnung und die Gegnerschaft zum liberalen Ministerium unter [[Jacquel de Montevil]]. Der Partíu Conservador war anfänglich eine reine Honoratiorenpartei, die anstatt einer Parteiorganisation einen breiten Unterbau in den zahlreichen katholischen Vereinen und Verbänden nutzen konnte. Auf lokaler Ebene übernahmen katholische Geistliche, Adelige oder Honoratioren die Koordination, Parlamentskandidaten wurden zum größten Teil bekannte Funktionäre der katholischen Vereine und Verbände, die oft entweder dem Klerus oder dem Adel entstammten. Auch im Oberhaus des sagradischen Parlaments hatten die Konservativen eine beträchtliche Zahl an Sympathisanten.

Version vom 15:56, 24. Jan 2020

Der Partíu Conservador war eine katholisch-konservative Gruppierung im Sagradien des 19. Jahrhunderts. Sie war neben dem Partíu Liberal eine der beiden großen politischen Strömungen im Königreich Sagradien.

Der Partíu Conservador positionierte sich gegen die liberalen Strömungen des 19. Jahrhunderts, gegen Freihandel, Wirtschaftsliberalismus und Demokratisierung sowie gegen die Vereinnahmung der Kirche durch den Staat. Stattdessen trat sie für katholisch-kirchliche Interessen und ein katholisch-konservatives Gesellschafts- und Wirtschaftsbild ein.

Eine feste Organisation hatte die Partei während ihres gesamten Bestehens nicht. Sie einte in der Abgeordnetenkammer im Wesentlichen die gemeinsame katholisch-konservative Gesinnung und die Gegnerschaft zum liberalen Ministerium unter Jacquel de Montevil. Der Partíu Conservador war anfänglich eine reine Honoratiorenpartei, die anstatt einer Parteiorganisation einen breiten Unterbau in den zahlreichen katholischen Vereinen und Verbänden nutzen konnte. Auf lokaler Ebene übernahmen katholische Geistliche, Adelige oder Honoratioren die Koordination, Parlamentskandidaten wurden zum größten Teil bekannte Funktionäre der katholischen Vereine und Verbände, die oft entweder dem Klerus oder dem Adel entstammten. Auch im Oberhaus des sagradischen Parlaments hatten die Konservativen eine beträchtliche Zahl an Sympathisanten.

Ihre soziale Basis hatte die Partei vor allem in der bäuerlichen Landbevölkerung, dem konservativen Kleinbürgertum der Handwerker, Gewerbetreibenden und Beamten sowie im Klerus und im Adel.