Demokratische Koalition: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Demokratische Koalition''' wird ein Regierungsbündnis in der Entstehungsphase der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Sagradischen Republik]] bezeichnet, das von den ehemaligen Volksfront-Parteien [[PS]], [[PCS]] und [[PRR]] sowie der christdemokratischen [[PCC]] gebildet wurde. Führende Vertreter all dieser Parteien hatten sich führend am [[Resistença|sagradischen Widerstand]] beteiligt und bereits im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]] (CNRS) zusammengearbeitet, das nach dem Sturz des [[Álamo-Regimes]] 1943 zum Hauptverhandlungspartner der regierenden [[Mai-Junta]] wurde.  
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Als '''Demokratische Koalition''' ([[sagradisch]] '''Coalición Democrática''') wird die Nachkriegskoalition in Sagradien bezeichnet, die in der Entstehungsphase der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Sagradischen Republik]] von den ehemaligen Volksfront-Parteien [[PS]], [[PCS]] und [[PRR]] sowie der christdemokratischen [[PPC]] gebildet wurde. Führende Vertreter all dieser Parteien hatten sich führend am [[Resistença|sagradischen Widerstand]] beteiligt und die Kriegskoalition unter [[Sergio Dini]] unterstützt.  
  
Nach der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944]] bildeten die vier Parteien eine informelle Koalition, welche die Führungsrolle in der Versammlung übernahm und die [[Provisorische Regierung Dini]], später die [[Provisorische Regierung Saviola]] stützte. Ziel des Bündnisses war es, einen demokratischen Wiederaufbau des Landes, eine Säuberung des faschistisch besetzten Beamtenapparats sowie die (Wieder)-Errichtung des sagradischen Wohlfahrtsstaats zu erreichen. Außerdem sollte eine neue Verfassung ausgearbeitet werden.  
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Nach der [[Parlamentswahl 1945]] bildeten die vier Parteien eine Koalition unter der Führung von [[José Saviola]] ([[Kabinett Saviola III]]). Im Oktober 1946 wurde die Regierung durch das [[Kabinett Ilpa I]] abgelöst, das ebenfalls durch eine "Demokratische Koalition" getragen wurde. Ziel des Bündnisses war es, den Wiederaufbau des Landes zu ermöglichen, den Wohlfahrtsstaat auszubauen und eine neue Verfassung auszuarbeiten. Getragen werden sollte die "neue Republik" durch einen stärker konsensualen Stil, um die politischen Kämpfe der 1920er und 1930er Jahre ad acta zu legen.  
  
Die Demokratische Koalition vereinte mehr als Zwei Drittel der Abgeordneten in der Nationalversammlung. In Opposition zu ihr standen neben den bürgerlichen Liberalen, die eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnten, mehrere antidemokratische oder nationalkonservative Parteien, die als nicht regierungsfähig angesehen wurden.  
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Die "Demokratische Koalition" vereinte mehr als Zwei Drittel der Abgeordneten in der Nationalversammlung. In Opposition zu ihr standen neben den bürgerlichen Liberalen, die eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnten, mehrere antidemokratische oder nationalkonservative Parteien, die als nicht regierungsfähig angesehen wurden.  
  
Im Januar 1946 kam es zu einer Krise der Koalition, als die kommunistischen Mitglieder der Provisorischen Regierung Saviola zurücktraten und diese zu Fall brachten. Grund war die Ablehnung des umfangreichen Forderungskatalogs der Kommunisten hinsichtlich sofortiger Verstaatlichungen aller Schlüsselindustrien durch die Christdemokraten. Die Radikalen hatten sich bereits zuvor zurückgezogen. Der [[Provisorische Regierung La Ponte|Provisorischen Regierung La Ponte]], die von Januar bis März 1946 amtierte, sowie der [[Provisorische Regierung Luciaro|Nachfolgeregierung Luciaro]] gehörten daher keine Kommunisten an, stattdessen Vertreter des liberal-konservativen [[MPD]]. Die Kommunisten trugen die erarbeitete [[Verfassung von 1944]] dennoch mit und warben für eine Mehrheit.  
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Das Bündnis litt zunehmend unter den Spannungen des anbrechenden Kalten Kriegs und zerbrach im März 1947 mit dem Ausscheiden der kommunistischen Minister aus der Regierung. Die [[Kabinett Ilpa II|zweite Regierung Ilpa]] stützte sich auf eine kleinere Koalition ohne kommunistische Unterstützung, die als [[Bloco Centrista]] bezeichnet wurde.  
  
Nach der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] wurde die Demokratische Koalition aus PCS, PS, PCC und PRR noch einmal erneuert, jedoch zerbrach das Bündnis bereits nach wenigen Monaten unter dem immensen Druck des Kalten Krieges. Nach zwei kurzlebigen Übergangsregierungen wurde die Demokratische Koalition schließlich im Herbst 1947 durch die Regierung des [[Bloco Centrista|Zentristischen Blocks]] abgelöst, die von den [[PCC|Christdemokraten]], den [[PRR|Radikalen]], dem [[PSD|antikommunistischen Flügel]] des [[PS]] sowie mehreren liberalen Parteien gestützt wurde. Die Kommunistische Partei sowie die Parteimehrheit der Sozialisten gingen daraufhin in die Opposition zur westlich und weitgehend marktwirtschaftlich orientierten Zentrumskoalition. Anders als die Sozialisten, die nach einer Wiedervereinigung mit dem Zentrumsflügel in der [[ASUL]] 1962 wieder in die Regierung zurückkehrte, blieben die Kommunisten dauerhaft in der Opposition und tolerierten lediglich in den Siebziger Jahren mehrere sozialistische Minderheitsregierungen.
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[[Kategorie: Koalition]]

Aktuelle Version vom 19. Januar 2020, 16:47 Uhr

Als Demokratische Koalition (sagradisch Coalición Democrática) wird die Nachkriegskoalition in Sagradien bezeichnet, die in der Entstehungsphase der Dritten Sagradischen Republik von den ehemaligen Volksfront-Parteien PS, PCS und PRR sowie der christdemokratischen PPC gebildet wurde. Führende Vertreter all dieser Parteien hatten sich führend am sagradischen Widerstand beteiligt und die Kriegskoalition unter Sergio Dini unterstützt.

Nach der Parlamentswahl 1945 bildeten die vier Parteien eine Koalition unter der Führung von José Saviola (Kabinett Saviola III). Im Oktober 1946 wurde die Regierung durch das Kabinett Ilpa I abgelöst, das ebenfalls durch eine "Demokratische Koalition" getragen wurde. Ziel des Bündnisses war es, den Wiederaufbau des Landes zu ermöglichen, den Wohlfahrtsstaat auszubauen und eine neue Verfassung auszuarbeiten. Getragen werden sollte die "neue Republik" durch einen stärker konsensualen Stil, um die politischen Kämpfe der 1920er und 1930er Jahre ad acta zu legen.

Die "Demokratische Koalition" vereinte mehr als Zwei Drittel der Abgeordneten in der Nationalversammlung. In Opposition zu ihr standen neben den bürgerlichen Liberalen, die eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnten, mehrere antidemokratische oder nationalkonservative Parteien, die als nicht regierungsfähig angesehen wurden.

Das Bündnis litt zunehmend unter den Spannungen des anbrechenden Kalten Kriegs und zerbrach im März 1947 mit dem Ausscheiden der kommunistischen Minister aus der Regierung. Die zweite Regierung Ilpa stützte sich auf eine kleinere Koalition ohne kommunistische Unterstützung, die als Bloco Centrista bezeichnet wurde.