Johanna von Santéi: Unterschied zwischen den Versionen
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Johanna von Santéi war die einzige Tochter Johannas von Perucía und [[Heinrich von Santéi]]s. Ihr Großvater mütterlicherseits war König [[Martin der Zänker]] von Perucía, ihr Großvater väterlicherseits König [[Richard II. von Micolinien]]. Johannas gleichnamige Mutter war zwei Jahre alt, als ihr Vater Martin der Zänker starb und ihr jüngerer posthum geborener Bruder [[Martin Posthumus]] den Thron in Perucía bestieg. Als dieser 1249 mit sieben Jahren starb, versuchte eine Hofpartei vergeblich, die damals erst neunjährige Johanna zur Königin zu erheben, was Martins illegitimer Sohn [[Renart von Soria]] verhinderte. | Johanna von Santéi war die einzige Tochter Johannas von Perucía und [[Heinrich von Santéi]]s. Ihr Großvater mütterlicherseits war König [[Martin der Zänker]] von Perucía, ihr Großvater väterlicherseits König [[Richard II. von Micolinien]]. Johannas gleichnamige Mutter war zwei Jahre alt, als ihr Vater Martin der Zänker starb und ihr jüngerer posthum geborener Bruder [[Martin Posthumus]] den Thron in Perucía bestieg. Als dieser 1249 mit sieben Jahren starb, versuchte eine Hofpartei vergeblich, die damals erst neunjährige Johanna zur Königin zu erheben, was Martins illegitimer Sohn [[Renart von Soria]] verhinderte. | ||
| − | In der Folge war Johanna von Perucía in der Obhut der Familie ihrer Mutter, den Garrols, aufgewachsen und nach dem Sieg [[Philipp der Schweigsame|Philipps von Redanior]] in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 nach Micolinien geflohen, wo sie als potenzielle peruzinische Thronerbin mit dem micolinischen Prinzen Heinrich von Santéi, einem Sohn Richards II., verheiratet wurde. Die einzige Tochter der beiden, Johanna von Santéi kam 1262 zur Welt und wuchs in Micolinien auf. 1283 heiratete Johanna ihren Vetter [[Philipp von Álbero]], ebenfalls ein Enkel Richards II., der über enge Kontakte zum peruzinischen Hochadel verfügte und sich bald mit dem micolinischen König [[Roderich I. von Micolinien|Rodrique I.]] verbündete. | + | In der Folge war Johanna von Perucía in der Obhut der Familie ihrer Mutter, den Garrols, aufgewachsen und nach dem Sieg [[Philipp der Schweigsame|Philipps von Redanior]] in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 nach Micolinien geflohen, wo sie als potenzielle peruzinische Thronerbin mit dem micolinischen Prinzen Heinrich von Santéi, einem Sohn Richards II., verheiratet wurde. Die einzige Tochter der beiden, Johanna von Santéi kam 1262 zur Welt und wuchs in Micolinien auf. 1283 heiratete Johanna ihren Vetter [[Philipp von Álbero]], ebenfalls ein Enkel Richards II., der über enge Kontakte zum peruzinischen Hochadel verfügte und sich bald mit dem micolinischen König [[Roderich I. von Micolinien|Rodrique I.]] verbündete. |
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| + | Nach dem Tod [[Martin IV. Felix|Martins IV. von Sagradien und Perucía]] im Jahr 1289 kam es im Königreich Perucía zu einer Krise, als die peruzinischen Stände die Nachfolge von dessen Bruder [[Robert von Sagradien|Robert I.]] nicht anerkannten und zum Aufstand rüsteten. In dieser Situation schloss sich Johannas Mann Philipp dem Aufstand an. Ehe es jedoch zur Schlacht kam, erkrankte Robert von Sagradien schwer und starb im Jahr 1292, sodass dessen erst zwölfjähriger Sohn [[Philipp VI.]] in Sagradien zum König erhoben wurde. Philipp von Álbero brachte dagegen die peruzinischen Stände dazu, die Nachfolge nicht anzuerkennen. Stattdessen erhoben diese Johanna von Santéi als legitime Erbin Martins des Zänkers zur Königin und Philipp zum Mitregenten, woraufhin es erneut zum Krieg kam. In der [[Schlacht von Vel-Franc]] 1295 unterlagen die Heere Philipps von Álbero gegen die des sagradischen Heerführers [[Joseph von Scola]], sodass Johanna und Philipp das Land verlassen mussten und Joseph von Scola im Namen Philipps von Sagradien die Herrschaft der Redanior in Perucía restaurieren konnte. | ||
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| + | Johanna blieb zwar bis zu ihrem Tod Titularkönigin, sah ihr Land aber nicht wieder. Nach ihrem Tod sah sich ihr Mann Philipp von Álbero als legitimer König und riss den Thron nach dem Tod Philipps VI. 1301 wieder an sich, ehe er 1305 endgültig besiegt wurde. | ||
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| + | [[Kategorie: König von Perucía]] | ||
Version vom 16:05, 19. Mai 2011
Johanna von Santéi (*1262, †1299) war Königin von Perucía (1292-1295, Titularkönigin bis 1299).
Johanna von Santéi war die einzige Tochter Johannas von Perucía und Heinrich von Santéis. Ihr Großvater mütterlicherseits war König Martin der Zänker von Perucía, ihr Großvater väterlicherseits König Richard II. von Micolinien. Johannas gleichnamige Mutter war zwei Jahre alt, als ihr Vater Martin der Zänker starb und ihr jüngerer posthum geborener Bruder Martin Posthumus den Thron in Perucía bestieg. Als dieser 1249 mit sieben Jahren starb, versuchte eine Hofpartei vergeblich, die damals erst neunjährige Johanna zur Königin zu erheben, was Martins illegitimer Sohn Renart von Soria verhinderte.
In der Folge war Johanna von Perucía in der Obhut der Familie ihrer Mutter, den Garrols, aufgewachsen und nach dem Sieg Philipps von Redanior in der Schlacht von Porinéi 1255 nach Micolinien geflohen, wo sie als potenzielle peruzinische Thronerbin mit dem micolinischen Prinzen Heinrich von Santéi, einem Sohn Richards II., verheiratet wurde. Die einzige Tochter der beiden, Johanna von Santéi kam 1262 zur Welt und wuchs in Micolinien auf. 1283 heiratete Johanna ihren Vetter Philipp von Álbero, ebenfalls ein Enkel Richards II., der über enge Kontakte zum peruzinischen Hochadel verfügte und sich bald mit dem micolinischen König Rodrique I. verbündete.
Nach dem Tod Martins IV. von Sagradien und Perucía im Jahr 1289 kam es im Königreich Perucía zu einer Krise, als die peruzinischen Stände die Nachfolge von dessen Bruder Robert I. nicht anerkannten und zum Aufstand rüsteten. In dieser Situation schloss sich Johannas Mann Philipp dem Aufstand an. Ehe es jedoch zur Schlacht kam, erkrankte Robert von Sagradien schwer und starb im Jahr 1292, sodass dessen erst zwölfjähriger Sohn Philipp VI. in Sagradien zum König erhoben wurde. Philipp von Álbero brachte dagegen die peruzinischen Stände dazu, die Nachfolge nicht anzuerkennen. Stattdessen erhoben diese Johanna von Santéi als legitime Erbin Martins des Zänkers zur Königin und Philipp zum Mitregenten, woraufhin es erneut zum Krieg kam. In der Schlacht von Vel-Franc 1295 unterlagen die Heere Philipps von Álbero gegen die des sagradischen Heerführers Joseph von Scola, sodass Johanna und Philipp das Land verlassen mussten und Joseph von Scola im Namen Philipps von Sagradien die Herrschaft der Redanior in Perucía restaurieren konnte.
Johanna blieb zwar bis zu ihrem Tod Titularkönigin, sah ihr Land aber nicht wieder. Nach ihrem Tod sah sich ihr Mann Philipp von Álbero als legitimer König und riss den Thron nach dem Tod Philipps VI. 1301 wieder an sich, ehe er 1305 endgültig besiegt wurde.