Johann I. von Cliêce: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 23:54, 8. Mai 2011
Johann I. (von Sagradien), von Cliêce (Don Joán I de Cliêce, *1037, †1094), König von Sagradien (1078-1094). Erster König von Sagradien aus dem Geschlecht der Dianniden.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Abstammung
Joán de Cliêce wurde im Jahr 1037 als Sohn des Grafen António der Jüngere von Cliêce, Herzog von Alconía, und dessen Gattin Alena von Sesín geboren. Das Haus Cliêce stammte in direkter männlicher Linie vom alten sarmayischen Königshaus der Dianniden ab, das auf Dián I. von Sarmay zurückgeht, einen skantischen Provinzadeligen aus dem heutigen Altsarmay oder Sagonte, der sich 818 zum König erhoben und in Kriegen gegen die Numerer zu einem der Protagonisten der sagradischen Reconquista aufgestiegen war. Joáns Urgroßvater Dianus von Cliêce hatte durch die Ehe mit der sagradischen Prinzessin Parruela enge Kontakte zum sagradischen Königshaus der Rodrigiden geknüpft, ehe sein Sohn António der Ältere von Cliêce 980 Herzog von Alconía geworden war. Joáns Vater António der Jüngere war damit ein Urenkel Philipps des Großen. Auch mütterlicherseits war Joán eng mit den Rodrigiden verknüpft, da seine Mutter Adela von Sesín eine Enkelin Albreths V. war, er selbst also ein Urenkel des Königs.
Herzog von Alconía
Im Jahr 1060 heiratete der 23-jährige Joán von Cliêce die königliche Prinzessin Ana, Tochter Philipps III. und Schwester der Könige Roderich III. und Martin III., und stieg damit zum „Prícipe Real“ auf. Ein Jahr später übernahm er nach dem Tod seines Vaters den Titel des Herzogs von Alconía und wurde zum Oberhaupt des Hauses Cliêce, das neben Alconía auch über das Herzogtum Bordez und die Grafschaft Oller herrschte und damit über eine beträchtliche Hausmacht im Süden Sagradiens verfügte. Im Jahr 1066 gehörte Joán zu den Verschwörern gegen Don Joán de Tesqué, die eine Befreiung König Rodrigos III. aus der Gefangenschaft Don Joáns erzwingen wollten. 1069 unterstützte Joán von Cliêce den legitimen Thronfolger Martin III. gegen seinen Gegenkönig Philipp von Tesqué. Nachdem Joán und Ana bereits zwei Töchter und einen Sohn zur Welt gebracht hatten, der aber bereits im ersten Jahr starb, gebar Ana im Jahr 1070 den Sohn Joán.
Kampf um die Krone
Nach dem Tod Martins des Frommen im Jahr 1078, der keinen männlichen Erben hinterlassen hatte, kam es zu einer Nachfolgekrise. Da die Dynastie der Rodrigiden im Mannesstamm ausgestorben war, erhob Joán als Schwager des verstorbenen Königs Anspruch auf den verwaisten Thron. Großer Widersacher war der Herzog Rodrigo II. der Lange von Scantia, Anführer des mächtigen Hauses der Lusoniden. In der Folge kam es im ganzen Land zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Anhängern Joáns, der von der Kirche unterstützt wurde, und den Anhängern Rodrigos des Langen, der die sechsjährige Kronprinzessin Elisa in seine Gewalt gebracht hatte. In mehreren blutigen Schlachten gelang es Joán sich schließlich durchzusetzen. Rodrigo wurde 1079 in der Schlacht von Resales getötet. Erst im Frühjahr 1080 konnte sich Joán de Alconía als Johann I. in Noyar zum König krönen lassen. Den Ort wählte der Südsagradier einerseits, um an die Kontinuität der skantischen Könige anzuknüpfen, andererseits, da sich die alternativen skantischen Königsstädte im Norden noch immer nicht in seiner Gewalt befanden, wo Rodrigos Sohn Martin der Kühne die Machtstellung seines Vaters übernahm.
Exkommunikation und erneute Thronkämpfe
Um sich dennoch eine Machtbasis zu verschaffen, schloss Joán ein enges Bündnis mit den Päpsten gegen Kaiser Heinrich IV., doch geriet er 1091 in heftigen Streit mit dem Reformpapsttum Gregors VII., der den König exkommunizierte und damit in neue Kriege warf. Martin der Kühne nutzte den Bann Joáns, um sich zum Gegenkönig aufzuwerfen. Dabei konnte er sich die Unterstützung eines Großteils des Hochadels sichern, 1092 sogar den Thronfolger Joán entführen, der 1087 die Kronprinzessin Ana von Once geheiratet hatte.
Ermordung
Johann I. zog erneut in den Krieg gegen den Skanten, doch wurde er 1094 im Feldlager bei Joanaz von skantischen Agenten ermordet. Nachfolger wurde sein Sohn Johann II. der Löwe, der sich erneut gegen die Lusoniden verteidigen musste.