Anton Piakónski: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anton II. Ramírez''' (von Sagradien) (*1698, †1770) war Ehemann von Königin [[Maria II. Franziska]], der letzten Königin aus dem [[Haus Santori]] [[König von Sagradien]] (1744-1747) und zudem einziger König aus dem [[Haus Piacón-Sieta]]. Anton musste seine Herrschaft im [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1744-1747|Sagradischen Erbfolgekrieg von 1744-1747]] verteidigen und wurde nach seiner Niederlage zur Abdankung gezwungen.
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'''Anton II. Ramírez''' (von Sagradien, ''Don António II Ramírez) (*1698, †1770) war Ehemann von Königin [[Maria II. Franziska]], der letzten Königin aus dem [[Haus Santori]] [[König von Sagradien]] (1744-1747) und zudem einziger König aus dem [[Haus Piacón-Sieta]]. Anton musste seine Herrschaft im [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1744-1747|Sagradischen Erbfolgekrieg von 1744-1747]] verteidigen und wurde nach seiner Niederlage zur Abdankung gezwungen.
  
 
=== Jugend und Karriere im Bürgerkrieg ===
 
=== Jugend und Karriere im Bürgerkrieg ===

Version vom 23:52, 8. Mai 2011

Anton II. Ramírez (von Sagradien, Don António II Ramírez) (*1698, †1770) war Ehemann von Königin Maria II. Franziska, der letzten Königin aus dem Haus Santori König von Sagradien (1744-1747) und zudem einziger König aus dem Haus Piacón-Sieta. Anton musste seine Herrschaft im Sagradischen Erbfolgekrieg von 1744-1747 verteidigen und wurde nach seiner Niederlage zur Abdankung gezwungen.

Jugend und Karriere im Bürgerkrieg

António Ramírez de Piacón de la Sieta wurde 1698 als jüngerer Sohn des Piaconierprinzen Joán Ramiro de la Sieta und dessen dritter Ehefrau, der micolinischen Prinzessin Maria, in Albero geboren. Er wuchs am Hof seines Onkels, König Georg I. von Micolinien, auf, wo sein Vater wichtige Beraterfunktionen ausgefüllt hatte. Nach dem Tod seines Vaters 1707 heiratete Antónios Mutter 1709 Luca de Nadal, den santorischen Erbprinzen des Königreichs Cuentez-Tulis, der seinen Stiefsohn António nach seiner Thronbesteigung als Lukas I. 1713 an seinen Hof in Tulis holte. Nach Ausbruch des Sagradischen Bürgerkriegs 1713 kämpfte Antónios Halbbruder Filipe de Piacón-Sieta aus Joán Ramiros zweiter Ehe mit Ana von Scantia in den Koalitionstruppen, wo er bald zum Generalkapitän aufstieg und 1720 den Oberbefehl übernahm. António kämpfte seit 1716 selbst im Heer der Koalition und wurde 1721 Kapitän. Im selben Jahr organisierte Luca I. die Hochzeit seines Stiefsohnes António mit der deutsch-niederländischen Prinzessin Johanna von Oranien-Nassau. 1722 war António an der Belagerung von Semess beteiligt, kurze Zeit später in der Schlacht von Fidelfe gegen Filipe Carles de Valier. Als Mitglied der Generalstände sammelte António in der Folgezeit politische Erfahrung, stand aber weiterhin im Schatten seines älteren Bruders Filipe, der als militärisches Genie und Koalitionsheld galt. Nach dem Tod seiner Mutter und der Hochzeit Lukas' I. mit der sagradischen Thronfolgerin María Luísa im Jahr 1723 wurde António als sagradischer Botschafter in die Niederlande geschickt, wo er diplomatische Erfahrung sammeln sollte. Lukas und Maria bestiegen gemeinsam als Königspaar den sagradischen Thron.

Hochzeit mit María Francisca und Aufstieg zum Thronfolger

Nachdem sein Bruder Filipe im Jahr 1732 gestorben war, erhielt António von diesem den Titel eines Grafen von Sieta und Vuelta und rückte auch in der Gunst seines Stiefvaters Lukas I. höher, der ihm 1736 den rein symbolischen Titel eines Marschalls des Königreichs verlieh. Seine Ehe mit Johanna von Oranien-Nassau verlief unglücklich und kinderlos, nach Johannas Tod heiratete António 1735 seine Cousine Amilia von Piacón, die Tochter des Herzogs von Alconía, die jedoch bereits nach zwei Jahren wieder starb. Schließlich gab König Lukas 1742 seinem Stiefsohn António seine älteste Tochter aus der Ehe mit Königin María Luísa, die erst 16-jährige Thronfolgerin María Francisca, zur Frau, sodass António zum höchsten Prinzen des Landes aufstieg. Nach dem Tod seines Onkels Joán de Sur Pinia verlieh Lukas seinem neuen Schwiegersohn den Titel eines Herzogs von Sur Pinia, Liez und Corar und nach der Geburt eines Sohnes Filipe 1743 den rein symbolischen Titel eines "Prinzen von Sagradien". Der neugeborene Thronfolger Filipe, Sohn Antónios und María Franciscas und Enkel des regierenden Königspaars, sollte das Königreich erben und die Dynastie der Santori auf dem Thron von Sagradien und Cuentez in der neuen Linie "Piacón-Santori" begründen.

Nach dem plötzlichen Tod des jungen Prinzen im Herbst 1743 und der Erkrankung König Lukas’ I. geriet das Reich in eine schwere politische Krise. Noch vor dem Tod Lukas’ I. erklärten die Generalstände María und António zum künftigen Königspaar, sofern beide den Eid auf die Codices Magna leisten sollten. António leistete noch im November 1943 zusammen mit seiner Frau den Eid und trat in Verhandlungen mit den Ständen ein, die jedoch unterbrochen wurden, da António im Frühjahr 1744 in den Österreichischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich zog, das die Nachfolge Marias und Antonios nicht anerkannte.

Königtum und Erbfolgekrieg

Nach dem Tod Lukas’ I. im Spätsommer 1744 wurde António in Abwesenheit zusammen mit seiner Frau María II. Francisca von den Generalständen zum neuen König ausgerufen, jedoch wurde er aufgefordert, nach Semess zurückzukehren und den geleisteten Eid zu wiederholen. Er kehrte daraufhin zurück, um den Eid zu wiederholen und seine Herrschaft anzutreten. Statt seiner erhob aber auch Louis-Gabriel de Alençon, Enkel Peters’ II. und Ludwigs XIV. von Frankreich, für seine Mutter María Ana von Valier Anspruch auf die Krone. Er fiel mit einem Heer in Sagradien ein und löste damit den Sagradischen Erbfolgekrieg von 1744 aus, in dem auch Herzog David Jakob von Sesín als ein Vetter Lukas’ I. und legitimes Oberhaupt des Hauses Santori Anspruch auf die Krone erhob. António setzte seinen Beichtvater Olivério de Crampas als Regenten für sich und die erst 19-jährige Königin ein und zog in den Krieg gegen Frankreich. In der Abwesenheit Antónios kam es am Hof zu mehreren Skandalen und Machtintrigen, die das Ansehen des Königs kompromittierten. 1745 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt und María II. Francisca wurde selbst mit der Regentschaft betraut, bevor 1746 Francisco de Montxerent – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas - mit Gewalt die Macht übernahm. Die Intrigen am Hof und die dauernde Abwesenheit Antónios wurden begleitet von einer groß angelegten Propagandaaktion Louis-Gabriels für sein Königtum und gegen das der sündhaften Maria und ihres Liebhabers. Die Anhängerschaft der französischen Kandidatur wurde immer größer und einflussreicher, während die angebliche Betrügerin Maria und der mutmaßlich betrogene António immer mehr an Macht und Sympathien verloren.

Niederlage, Absetzung und Exil

Als António II. 1746 in der Schlacht von Cavalla unterlag und von französischen Truppen festgenommen wurde, kam es in Semess zum Putsch gegen das Regime Montxerents und Marias. Die Generalstände wurden einberufen, die wiederum Königin María Francisca für abgesetzt erklärten und des Landes verwiesen und ihren Günstling zum Tode verurteilten. Mit der Absetzung Marias II. nahm die schillernde, fast 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron und die noch längere Herrschaft der Familie in der Stadt Tulis ein unrühmliches Ende. Die Diskussionen um das Königtum des unglücklichen Königs António II. zogen sich jedoch noch einige Wochen bis zum Frühjahr 1747 hin. Derweil überwinterte Alençon in Viça und nahm Verhandlungen mit den Generalständen über sein eigenes Königtum auf. Schließlich setzten sich in der Versammlung die Anhänger Louis-Gabriels durch und António II. wurde des Thrones enthoben. In französischer Gefangenschaft musste er seiner Abdankung zustimmen. Die Generalstände erhoben gleichzeitig Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König, der bereits große Teile des Landes erobert und sich in geheimen Verhandlungen bereit erklärt hatte, den Eid auf die Codices Magna zu leisten.

António wurde kurz darauf freigelassen, musste aber seine Abdankung und die Thronentsagung für alle möglichen Nachkommen wiederholen. Er erhielt den Titel eines "Herzogs von Cereza" und ging nach Großbritannien. Ein Versuch Antónios, mit britischer Waffenhilfe den Thron zurückzuerobern, scheiterte 1748 und António musste mit ansehen, wie der Friede von Aachen 1748, der den Österreichischen Erbfolgekrieg beendete, das Königtum Gabriels VIII. und damit seine Absetzung anerkannte. Bis zu seinem Tod 1770 lebte António im britischen Exil. Die Ehe mit seiner Frau Maria II. wurde formell nie geschieden. Diese starb 1759 einsam in einem micolinischen Kloster.