Acció Marc Nabert: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Acció Marc Nabert''' ('''AMN''', später ''Acció de Moviment National'') war eine rechtspopulistische politische Partei in [[Micolinien]], die zwischen 2004 und 2005 mit vier Ministern an der [[Kabinett Albert Nobel II|micolinischen Regierung]] beteiligt war.
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Die Partei wurde im Jahr 2003 durch den früheren [[UPD]]-Abgeordneten [[Marc Nabert]] gegründet. Nabert, Vertreter des nationalen und europakritischen Flügels der rechtsliberalen UPD, hatte sich 2002 in einer Kampfabstimmung gegen den Amtsinhaber [[Marc Anton Bevent]] vergeblich um die Führung seiner Partei beworben. Nach seiner Niederlage gegen Bevent verließ Nabert die Partei und organisierte anlässlich der [[Europawahl in Micolinien 2004|Europawahl 2004]] eine eigene politische Wahlpartei mit dem Namen ''Acció Marc Nabert'', auf der neben seiner eigenen Person mehrere europaskeptische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens antraten. Die Plattform der AMN-Liste zeichnete sich zugleich durch europaskeptische wie durch einwanderungskritische und islamfeindliche Tendenzen aus.  
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'''Acció Marc Nabert''' ('''AMN''', ab 2005 '''Acció de Moviment National''') war eine rechtspopulistische politische Partei in [[Mikolinien]], die zwischen 2004 und 2005 mit vier Ministern an der [[Kabinett Albert Nobel II|mikolinischen Regierung]] beteiligt war.  
  
Nach dem Erfolg der AMN-Liste bei der Europawahl überführte Nabert die Bewegung in eine politische Partei und konnte bei der [[Micolinische Parlamentswahl 2004|Parlamentswahl 2004]] mit einem vor allem einwanderungskritischen Profil fast 18 Prozent der Stimmen einen bis dahin ungekannten Überraschungserfolg feiern. Nabert Bewegung stieg damit binnen kurzer Zeit zur drittstärksten Kraft im Parlament auf. Nach längeren schwierigen Verhandlungen trat Nabert in eine Mitte-Rechts-Koalition mit [[CDM]] und [[UPD]] ein, in der Nabert Minister für Arbeit, Soziales und Integration wurde.  
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==== Gründung ====
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Die Partei wurde im Jahr 2003 durch den früheren [[UPD]]-Abgeordneten [[Marc Nabert]] gegründet. Nabert, Vertreter des nationalen und europakritischen Flügels der rechtsliberalen UPD, hatte sich 2002 in einer Kampfabstimmung gegen den Amtsinhaber [[Marc Anton Bevent]] vergeblich um die Führung seiner Partei beworben. Nach seiner Niederlage gegen Bevent verließ Nabert die Partei und organisierte anlässlich der [[Europawahl in Mikolinien 2004|Europawahl 2004]] eine eigene politische Wahlpartei mit dem Namen ''Acció Marc Nabert'', auf der neben seiner eigenen Person mehrere europaskeptische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens antraten. Die Plattform der AMN-Liste zeichnete sich zugleich durch europaskeptische wie durch einwanderungskritische und islamfeindliche Tendenzen aus.
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==== Wahlerfolg und Regierungsbeteiligung ====
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Nach dem Erfolg der AMN-Liste bei der Europawahl überführte Nabert die Bewegung in eine politische Partei und konnte bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2004|Parlamentswahl 2004]] mit einem vor allem einwanderungskritischen Profil fast 15 Prozent der Stimmen einen bis dahin ungekannten Überraschungserfolg feiern. Naberts Bewegung stieg damit binnen kurzer Zeit zur drittstärksten Kraft im Parlament auf. Nach längeren schwierigen Verhandlungen trat Nabert in eine Mitte-Rechts-Koalition mit [[CDM]] und [[UPD]] ein, in der Nabert Minister für Arbeit, Soziales und Integration wurde.  
  
 
Die Mitte-Rechts-Koalition hielt nicht lange und geriet 2005 in schwere Turbulenzen, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Nabert wegen Korruptionsvorwürfen aufgenommen hatte. Nabert musste schließlich von seinem Ministeramt zurücktreten. Die folgende parteiinterne Auseinandersetzung zwischen Nabert und dem Regierungsflügel um [[Pier Coberte]] und [[Anton Berrangués]] führte zu einer schweren Krise, die schließlich im Ausschluss Naberts aus seiner eigenen Parlamentsfraktion und zum zeitgleichen Übertritt mehrerer Abgeordneter zur rechtsnationalen [[PNL-PLM]] führte.
 
Die Mitte-Rechts-Koalition hielt nicht lange und geriet 2005 in schwere Turbulenzen, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Nabert wegen Korruptionsvorwürfen aufgenommen hatte. Nabert musste schließlich von seinem Ministeramt zurücktreten. Die folgende parteiinterne Auseinandersetzung zwischen Nabert und dem Regierungsflügel um [[Pier Coberte]] und [[Anton Berrangués]] führte zu einer schweren Krise, die schließlich im Ausschluss Naberts aus seiner eigenen Parlamentsfraktion und zum zeitgleichen Übertritt mehrerer Abgeordneter zur rechtsnationalen [[PNL-PLM]] führte.
  
Die folgende Unklarheit der Mehrheitsverhältnisse und die chaotischen Zustände in der AMN-Partei veranlassten Premierminister [[Albert Nobel]] Ende 2005, die Regierungskoalition zu beenden und [[Micolinische Parlamentswahl 2006|Neuwahlen im Januar 2006]] herbeizuführen, bei denen die AMN unter der Führung von [[Pier Coberte]] und unter dem neuen Namen ''Acció de Moviment National'' auf unter 2 Prozent der Stimmen abstürzte und nur noch sieben Abgeordnete stellen konnte. Wenig später wurde Nabert, der bereits vor der Wahl 2006 seine Partei verlassen hatte, wegen Korruption zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.  
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==== Krise und Zerfall ====
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Die folgende Unklarheit der Mehrheitsverhältnisse und die chaotischen Zustände in der AMN-Partei veranlassten Premierminister [[Albert Nobel]] Ende 2005, die Regierungskoalition zu beenden und [[Mikolinische Parlamentswahl 2006|Neuwahlen im Januar 2006]] herbeizuführen, bei denen die AMN unter der Führung von [[Pier Coberte]] und unter dem neuen Namen ''Acció de Moviment National'' auf zwei Prozent der Stimmen abstürzte und nur noch sieben Abgeordnete stellen konnte. Wenig später wurde Nabert, der bereits vor der Wahl 2006 seine Partei verlassen hatte, wegen Korruption zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.  
  
Die auf sieben Abgeordnete geschrumpfte AMN-Fraktion zerfiel bereits wenige Wochen nach der Parlamentswahl 2006 an der inneren Zerstrittenheit. Mehrere Abgeordnete, darunter Ex-Minister Berrangués, schlossen sich der nationalistischen [[PNL-PLM]] an, während Coberte schließlich zur [[UPD]] übertrat. Die AMN löste sich im Jahr 2009 endgültig auf. Der letzte Parteivorsitzende [[Corinn Gael]] gründete daraufhin gemeinsam mit mehreren früheren Führungsmitgliedern der AMN zur [[Parlamentswahl 2010]] als Nachfolgeorganisation der Nabert-Bewegung das [[Moviment de Libertat]], das 0,9 Prozent der Stimmen erhielt und damit den Einzug in die micolinische Abgeordnetenkammer verfehlte.
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Die auf sieben Abgeordnete geschrumpfte AMN-Fraktion zerfiel bereits wenige Wochen nach der Parlamentswahl 2006 an der inneren Zerstrittenheit. Mehrere Abgeordnete, darunter Ex-Minister Berrangués, schlossen sich der nationalistischen [[PNL-PLM]] an, während Coberte schließlich zur [[UPD]] übertrat. Die AMN löste sich im Jahr 2009 endgültig auf. Der letzte Parteivorsitzende [[Corinn Gael]] gründete daraufhin gemeinsam mit mehreren früheren Führungsmitgliedern der AMN zur [[Mikolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahl 2010]] als Nachfolgeorganisation der Nabert-Bewegung das [[Moviment de Libertat]], das 0,9 Prozent der Stimmen erhielt und damit den Einzug in die mikolinische Abgeordnetenkammer verfehlte.
  
[[Kategorie: Micolinische Partei]]
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[[Kategorie: Mikolinische Partei]]

Aktuelle Version vom 24. Januar 2018, 19:43 Uhr

Acció Marc Nabert
Acció de Moviment National
AMN-Logo.jpg
Parteivorsitzende Marc Nabert (2004-2005)
Pier Coberte (2005-2006)
Simoneta Carra (2006-2007)
Corinn Gael (2007-2009)
Gründung 2003
Auflösung 2009
Ausrichtung Rechtspopulismus
Nationalkonservatismus
Position Rechts
International
Europapartei
EP-Fraktion
Farbe grün-schwarz

Acció Marc Nabert (AMN, ab 2005 Acció de Moviment National) war eine rechtspopulistische politische Partei in Mikolinien, die zwischen 2004 und 2005 mit vier Ministern an der mikolinischen Regierung beteiligt war.

Gründung[bearbeiten]

Die Partei wurde im Jahr 2003 durch den früheren UPD-Abgeordneten Marc Nabert gegründet. Nabert, Vertreter des nationalen und europakritischen Flügels der rechtsliberalen UPD, hatte sich 2002 in einer Kampfabstimmung gegen den Amtsinhaber Marc Anton Bevent vergeblich um die Führung seiner Partei beworben. Nach seiner Niederlage gegen Bevent verließ Nabert die Partei und organisierte anlässlich der Europawahl 2004 eine eigene politische Wahlpartei mit dem Namen Acció Marc Nabert, auf der neben seiner eigenen Person mehrere europaskeptische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens antraten. Die Plattform der AMN-Liste zeichnete sich zugleich durch europaskeptische wie durch einwanderungskritische und islamfeindliche Tendenzen aus.

Wahlerfolg und Regierungsbeteiligung[bearbeiten]

Nach dem Erfolg der AMN-Liste bei der Europawahl überführte Nabert die Bewegung in eine politische Partei und konnte bei der Parlamentswahl 2004 mit einem vor allem einwanderungskritischen Profil fast 15 Prozent der Stimmen einen bis dahin ungekannten Überraschungserfolg feiern. Naberts Bewegung stieg damit binnen kurzer Zeit zur drittstärksten Kraft im Parlament auf. Nach längeren schwierigen Verhandlungen trat Nabert in eine Mitte-Rechts-Koalition mit CDM und UPD ein, in der Nabert Minister für Arbeit, Soziales und Integration wurde.

Die Mitte-Rechts-Koalition hielt nicht lange und geriet 2005 in schwere Turbulenzen, nachdem die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Nabert wegen Korruptionsvorwürfen aufgenommen hatte. Nabert musste schließlich von seinem Ministeramt zurücktreten. Die folgende parteiinterne Auseinandersetzung zwischen Nabert und dem Regierungsflügel um Pier Coberte und Anton Berrangués führte zu einer schweren Krise, die schließlich im Ausschluss Naberts aus seiner eigenen Parlamentsfraktion und zum zeitgleichen Übertritt mehrerer Abgeordneter zur rechtsnationalen PNL-PLM führte.

Krise und Zerfall[bearbeiten]

Die folgende Unklarheit der Mehrheitsverhältnisse und die chaotischen Zustände in der AMN-Partei veranlassten Premierminister Albert Nobel Ende 2005, die Regierungskoalition zu beenden und Neuwahlen im Januar 2006 herbeizuführen, bei denen die AMN unter der Führung von Pier Coberte und unter dem neuen Namen Acció de Moviment National auf zwei Prozent der Stimmen abstürzte und nur noch sieben Abgeordnete stellen konnte. Wenig später wurde Nabert, der bereits vor der Wahl 2006 seine Partei verlassen hatte, wegen Korruption zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Die auf sieben Abgeordnete geschrumpfte AMN-Fraktion zerfiel bereits wenige Wochen nach der Parlamentswahl 2006 an der inneren Zerstrittenheit. Mehrere Abgeordnete, darunter Ex-Minister Berrangués, schlossen sich der nationalistischen PNL-PLM an, während Coberte schließlich zur UPD übertrat. Die AMN löste sich im Jahr 2009 endgültig auf. Der letzte Parteivorsitzende Corinn Gael gründete daraufhin gemeinsam mit mehreren früheren Führungsmitgliedern der AMN zur Parlamentswahl 2010 als Nachfolgeorganisation der Nabert-Bewegung das Moviment de Libertat, das 0,9 Prozent der Stimmen erhielt und damit den Einzug in die mikolinische Abgeordnetenkammer verfehlte.