Luciano Capón: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 15:40, 22. Jan 2018
Luciano Capón (*1874) war ein sagradischer Unternehmer und liberaler Staatsmann. Von 1938 bis 1945 amtierte er als 9. Präsident der Sagradischen Republik.
Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern Ferrocel, ehe er als Abgeordneter der liberalen Aliança Republicana ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister, später als langjähriger Außenminister (1924-1931) sowie als Präsident des Ministerrats (1926-1927). In den 1930er Jahren wurde Capón Mitglied des sagradischen Senats, zu dessen Präsidenten er 1934 aufstieg.
Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten Santiago Laval im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des Präsidenten der Sagradischen Republik gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der Parlamentswahl 1938 berief Capón den Katholiken Manuel Sants-Igualde zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte.
Im Laufe des Jahres 1941 mehrten sich die Spannungen zwischen dem auch Deutschland gegenüber kompromissbereiten Sants und dem Präsidenten Capón, der deutlich der alliierten Seite zuneigte und sich schließlich für einen Kriegseintritt aussprach. Im Winter 1941/42 entließ Capón schließlich seinen machtbewussten Ministerpräsidenten, ernannte mit Sergio Rafael Dini einen parteilosen überparteilichen Kandidaten zum Nachfolger und erklärte mit Zustimmung der großen Parteien und des höchsten Befehlshabers Oscar Taglle Rodríguez Deutschland den Krieg.
Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.