Carles dels Vigues, Conte de Biniar: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 18:44, 8. Dez 2015
Carles Octávio de las Vegas in Monferrat, Conte de Biniar (*1458, †1513) war ein sagradischer Adliger, Feldherr und Staatsmann. Er war Graf von Biniar und Herzog von Bordez, zweiter Ehemann der sagradischen Titularkönigin Katharina von Sántori sowie führender Staatsmann in den ersten Jahren der Regentschaft von David I.. Nach der sogenannten Biniar-Affäre, einer angeblichen Verschwörung Biniars gegen den König, wurde er festgenommen, des Hochverrats angeklagt und schließlich hingerichtet. Er war der Vater von Joán de las Vegas, Conte de Biniar.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft
Carles Octávio de las Vegas wurde im Jahr 1458 als einziger Sohn von Luis de las Vegas, Conte de Biniar und seiner Frau Orella de Monferrat geboren. Obwohl seine Eltern zum Zeitpunkt seiner Geburt nicht verheiratet waren, wurde Carles de Biniar von seinem Vater als legitim anerkannt, da dieser über keine weiteren Erben verfügte. Die Legitimität Carles de Biniars wurde daraufhin auch durch ein königliches Edikt anerkannt, nachdem Luis de Biniar sich für das neue Sántori-Königtum eingesetzt hatte.
Unter Jakob III. und Jakob IV.
Die engen Beziehungen zwischen der Vegas-Familie und dem Königshaus half ihm früh, sich Einfluss zu verschaffen. Auf Vermittlung seines Onkels, des Bischof von Guillard hin, heiratete Jakob 1485 Isabella von Sancristo, eine illegitime Urenkelin António de Sántoris. Unter den ersten Sántori-Königen Jakob III. und Jakob IV. stieg Biniar schließlich in einflussreiche Positionen am Hof auf. Im Jahr 1498 wurde er schließlich zum Statthalter Jakobs IV. in Westligrien berufen.
Lilienkriege
Nach dem frühen Tod Jakobs IV. im Jahr 1502 und dem Kampf zwischen seiner Schwester Katharina von Sagradien und seinem Onkel Peter von Sagradien um den Thron, zögerte Carles de Biniar zunächst und schloss sich keiner der beiden Seiten an. Nach dem Erfolg Peters aber in der Schlacht von Munir im Jahr 1503 wurde Biniars zögerliche Haltung vom neuen König als Gegnerschaft interpretiert und Biniar verlor seine Ämter am Hof. Als Reaktion darauf schloss sich Biniar der Opposition gegen Peter von Sagradien an und schwor Katharina von Sagradien seine Treue.
Seit spätestens 1506 galt Biniar als enger Vertrauter der Königin und wurde nach dem Tod von Philipp de las Marcas ihr wichtigster politischer Berater und Feldherr in ihrer Armee. Auch privat wurde ihm eine Affäre mit der Königin nachgesagt. Als Katharina im Frühjahr 1507, wenige Monate nach Philipps Tod, mit dem Prinzen Heinrich einen Sohn gebar, kamen Gerüchte auf, die ihn als Sohn des Grafen von Biniar und Katharina als Ehebrecherin brandmarkten.
Als Vertrauter Katharinas führte Biniar den Kampf um die Krone fort, entschied sich aber nach dem Ausbruch des Dritten Servettinischen Kriegs 1508 zu einem Kompromiss mit Peter von Sagradien, der die andauernden Kriege beenden sollte. Im Vertrag von Vérisa, der maßgeblich auf die Verhandlung Biniars zurückging, erklärte Peter Katharina zur Mitregentin und deren Söhne zu seinen Präsumptiverben. Im Gegenzug unterstützten Biniar und Katharina den König in seinem Feldzug in Mikolinien. In seiner Abwesenheit wurde jedoch baute Biniar seine Stellung aus und zwang den König schließlich zur Abdankung zugunsten von Katharinas erstgeborenem Sohn David I..
Aufstieg und Sturz
Da dieser jung und unerfahren war, glaubte Biniar, den jungen König beeinflussen und selbst als de-facto-Regent herrschen zu können. Nach Davids Rückkehr nach Sagradien und seiner Thronbesteigung machte er den Grafen von Biniar auch sogleich zu seinem persönlichen Sachwalter und engsten Berater. Biniar war damit zum einflussreichsten Adligen des Landes geworden.
Das Verhältnis zwischen dem König und seinem wichtigsten Minister blieb aber nicht spannungsfrei und wurde vor allem durch Biniars Beziehung zu Davids Mutter Katharina beeinflusst. Als Biniar Katharina im Jahr 1510 heiratete, ohne sich zuvor die Erlaubnis des Königs einzuholen, beeinträchtigte dies das Verhältnis zwischen beiden nachhaltig.
Zwei Jahre später kam es zur sogenannten Biniar-Affäre, in der der Graf beschuldigt wurde, den Sturz des Königs betrieben zu haben und sich selbst zum Herrscher aufschwingen zu wollen. König David nutzte die Gelegenheit, um sich von seinem Stiefvater zu emanzipieren und ließ diesen fallen. Biniar wurde des Hochverrats angeklagt und schließlich für schuldig befunden.
Tod
Gegen den Protest Königin Katharinas, der jedoch übergangen wurde, ließ David seinen Stiefvater 1513 hinrichten. Katharina wurde festgenommen und starb 1515 als Gefangene ihres Sohnes. Biniars einziger Sohn Joán de Biniar wiederum, der ein enger Freund Davids war, blieb dem König treu und trat später in die Fußstapfen seines Vaters als wichtiger Staatsmann.