Codices Magni Libertatum: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Codices Magna Libertatum''' werden eine Reihe von Gesetzestexten bezeichnet, die von der [[Cortes Generales d'Estadœs|sagradischen Ständeversammlung]] ('''Cortes Generales d'Estadœs''') zwischen dem 30. Juni und dem 9. September 1719 verabschiedet und am 2. Dezember 1719 durch König [[Danadier II.]] abgesegnet wurden.  
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Als '''Codices Magna Libertatum''' werden eine Reihe von Gesetzestexten bezeichnet, die von der [[Cortes Generales d'Estadœs|sagradischen Ständeversammlung]] ('''Cortes Generales d'Estadœs''') zwischen dem 30. Juni und dem 9. September 1719 verabschiedet und am 2. Dezember 1719 durch den [[König von Sagradien|sagradischen König]] [[Danadier II.]] abgesegnet wurden. In Teilen beruhten die Codices auf älteren Urkunden, die lediglich für geltend erklärt wurden. Zudem wird zu den Codices auch eine Ergänzung vom 14. September 1722 gezählt.
  
 
Die Codices garantierten die Rechte der sagradischen Ständeversammlung und beschrieben das Verhältnis zwischen Ständen und Krone. Sie waren eine unmittelbare Antwort auf die Versuche des sagradischen Königs [[Danadier II.]], eine absolutistische Königsherrschaft in Sagradien zu etablieren, die 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] zwischen Königstreuen und einer rebellierenden Adelskoalition geführt hatte. Nach seiner militärischen Niederlage musste Danadier II. am 2. Dezember 1719 schließlich den Codices Magna zustimmen. Deren zentraler Inhalt war, dass Sagradien durch ein sogenanntes ''Kondominium'' von König und Ständen regiert werden sollte. Nichts sollte fortan mehr gegen die ausdrückliche Zustimmung der Stände geschehen.
 
Die Codices garantierten die Rechte der sagradischen Ständeversammlung und beschrieben das Verhältnis zwischen Ständen und Krone. Sie waren eine unmittelbare Antwort auf die Versuche des sagradischen Königs [[Danadier II.]], eine absolutistische Königsherrschaft in Sagradien zu etablieren, die 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] zwischen Königstreuen und einer rebellierenden Adelskoalition geführt hatte. Nach seiner militärischen Niederlage musste Danadier II. am 2. Dezember 1719 schließlich den Codices Magna zustimmen. Deren zentraler Inhalt war, dass Sagradien durch ein sogenanntes ''Kondominium'' von König und Ständen regiert werden sollte. Nichts sollte fortan mehr gegen die ausdrückliche Zustimmung der Stände geschehen.
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Nach dem Versuch der royalistischen Partei, die Codices bereits im Januar 1721 wieder aufzuheben, wurde [[Danadier II.]] durch den ständischen [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] für abgesetzt erklärt. Seine Nachfolger [[Maria I.]] und ihr Mann [[Johann III. Franz]] mussten schließlich am 30. August 1723 ihre Treue auf die Codices Magna schwören, ehe sie ihre gemeinsame Regierung antreten konnten.

Version vom 23:21, 8. Nov 2015

Als Codices Magna Libertatum werden eine Reihe von Gesetzestexten bezeichnet, die von der sagradischen Ständeversammlung (Cortes Generales d'Estadœs) zwischen dem 30. Juni und dem 9. September 1719 verabschiedet und am 2. Dezember 1719 durch den sagradischen König Danadier II. abgesegnet wurden. In Teilen beruhten die Codices auf älteren Urkunden, die lediglich für geltend erklärt wurden. Zudem wird zu den Codices auch eine Ergänzung vom 14. September 1722 gezählt.

Die Codices garantierten die Rechte der sagradischen Ständeversammlung und beschrieben das Verhältnis zwischen Ständen und Krone. Sie waren eine unmittelbare Antwort auf die Versuche des sagradischen Königs Danadier II., eine absolutistische Königsherrschaft in Sagradien zu etablieren, die 1713 zum Ausbruch des Sagradischen Bürgerkriegs zwischen Königstreuen und einer rebellierenden Adelskoalition geführt hatte. Nach seiner militärischen Niederlage musste Danadier II. am 2. Dezember 1719 schließlich den Codices Magna zustimmen. Deren zentraler Inhalt war, dass Sagradien durch ein sogenanntes Kondominium von König und Ständen regiert werden sollte. Nichts sollte fortan mehr gegen die ausdrückliche Zustimmung der Stände geschehen.

Nach dem Versuch der royalistischen Partei, die Codices bereits im Januar 1721 wieder aufzuheben, wurde Danadier II. durch den ständischen Generalakt vom 20. Februar 1721 für abgesetzt erklärt. Seine Nachfolger Maria I. und ihr Mann Johann III. Franz mussten schließlich am 30. August 1723 ihre Treue auf die Codices Magna schwören, ehe sie ihre gemeinsame Regierung antreten konnten.