Unió Progresiste-Democrat: Unterschied zwischen den Versionen

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Zunächst die kleinere der beiden liberalen Parteien, konnte sich die oppositionelle UPD in den Achtziger Jahren als populistische neoliberale Steuersenkungspartei etablieren und stetig an Stimmen gewinnen. 1988 übernahm die UPD unter Staatsminister [[Noribert Pasquale]] erstmals Regierungsverantwortung und überholte bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1992|Wahl 1992]] in der Wählergunst die aus dem PDL hervorgegangene sozialliberale [[Democratia Libral]]. Seit 1989 wurde die Partei von [[Oscar Miquel]] geführt, der das Profil der Partei als liberale Kraft schärfte und deutlich weniger populistisch auftrat als sein Vorgänger Boavil. In der Opposition gegen die seit 1996 amtierende Ampelkoalition unter [[Bernard Sandres]] konnte sich die UPD unter Führung von [[Marc Anton Bevent]] als Alternative zu DL und CDM profilieren und erreichte bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2000|Wahl 2000]] mit knapp 22 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Vorausgegangen war eine als populistisch kritisierte Kampagne für eine härtere Ausländerpolitik. Außerdem steht die UPD den Institutionen der Europäischen Union eher kritisch gegenüber, was von Seiten der Partei mit dem Demokratiedefizit und der ausufernden Bürokratie der Union erklärt wird.
 
Zunächst die kleinere der beiden liberalen Parteien, konnte sich die oppositionelle UPD in den Achtziger Jahren als populistische neoliberale Steuersenkungspartei etablieren und stetig an Stimmen gewinnen. 1988 übernahm die UPD unter Staatsminister [[Noribert Pasquale]] erstmals Regierungsverantwortung und überholte bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 1992|Wahl 1992]] in der Wählergunst die aus dem PDL hervorgegangene sozialliberale [[Democratia Libral]]. Seit 1989 wurde die Partei von [[Oscar Miquel]] geführt, der das Profil der Partei als liberale Kraft schärfte und deutlich weniger populistisch auftrat als sein Vorgänger Boavil. In der Opposition gegen die seit 1996 amtierende Ampelkoalition unter [[Bernard Sandres]] konnte sich die UPD unter Führung von [[Marc Anton Bevent]] als Alternative zu DL und CDM profilieren und erreichte bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2000|Wahl 2000]] mit knapp 22 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Vorausgegangen war eine als populistisch kritisierte Kampagne für eine härtere Ausländerpolitik. Außerdem steht die UPD den Institutionen der Europäischen Union eher kritisch gegenüber, was von Seiten der Partei mit dem Demokratiedefizit und der ausufernden Bürokratie der Union erklärt wird.
  
=== Jüngste Entwicklungen ===
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=== Regierungsjahre ===
 
Seit 2000 war die UPD durchgängig in wechselnden Konstellationen in der Regierung von Staatsminister [[Albert Nobel]] vertreten. In der Regierung kam es zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen, die unter anderem zum Austritt einer nationalliberalen Gruppe um [[Marc Nabert]] führte. Nach vier Jahren Regierungsverantwortung an der Seite der [[CDM|Christ-]] und [[DL|Liberaldemokraten]] musste die Partei bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2004|Parlamentswahl 2004]] herbe Verluste zugunsten der neu gegründeten rechtspopulistischen [[Acció Marc Nabert]] hinnehmen. Sie bildete daraufhin eine Rechtsregierung mit [[CDM]] und [[AMN]], die nach kurzer Zeit wieder zerbrach. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2006|Neuwahl im Januar 2006]] profitierte die UPD wiederum von der Erosion der rechten AMN und verbesserte sich unter der neuen Parteivorsitzenden [[Benita Carras-Leal]] wieder, ohne an das Rekordergebnis des Jahres 2000 anknüpfen zu können. Sie blieb auch weiterhin als Koalitionspartner der Christdemokraten in der Regierung vertreten.
 
Seit 2000 war die UPD durchgängig in wechselnden Konstellationen in der Regierung von Staatsminister [[Albert Nobel]] vertreten. In der Regierung kam es zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen, die unter anderem zum Austritt einer nationalliberalen Gruppe um [[Marc Nabert]] führte. Nach vier Jahren Regierungsverantwortung an der Seite der [[CDM|Christ-]] und [[DL|Liberaldemokraten]] musste die Partei bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2004|Parlamentswahl 2004]] herbe Verluste zugunsten der neu gegründeten rechtspopulistischen [[Acció Marc Nabert]] hinnehmen. Sie bildete daraufhin eine Rechtsregierung mit [[CDM]] und [[AMN]], die nach kurzer Zeit wieder zerbrach. Bei der [[Mikolinische Parlamentswahl 2006|Neuwahl im Januar 2006]] profitierte die UPD wiederum von der Erosion der rechten AMN und verbesserte sich unter der neuen Parteivorsitzenden [[Benita Carras-Leal]] wieder, ohne an das Rekordergebnis des Jahres 2000 anknüpfen zu können. Sie blieb auch weiterhin als Koalitionspartner der Christdemokraten in der Regierung vertreten.
  
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=== Aus der Opposition zur stärksten Kraft ===
 
Im Vorfeld der [[Mikolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahlen 2010]] wurde [[Jo-Aquim Rotel]] zum Nachfolger von [[Benita Carras-Leal]] als Parteichef der UPD gewählt. Unter seiner Führung überholte die Partei den christdemokratischen Koalitionspartner und wurde zweitstärkste Kraft im Parlament. Nach zehn Jahren in der Regierung kehrte sie jedoch in die Opposition zurück und stand in der Folge der neuen rot-grün-grünen Koalition unter Ministerpräsident [[Joann Clement]] als stärkste Oppositionspartei gegenüber.  
 
Im Vorfeld der [[Mikolinische Parlamentswahl 2010|Parlamentswahlen 2010]] wurde [[Jo-Aquim Rotel]] zum Nachfolger von [[Benita Carras-Leal]] als Parteichef der UPD gewählt. Unter seiner Führung überholte die Partei den christdemokratischen Koalitionspartner und wurde zweitstärkste Kraft im Parlament. Nach zehn Jahren in der Regierung kehrte sie jedoch in die Opposition zurück und stand in der Folge der neuen rot-grün-grünen Koalition unter Ministerpräsident [[Joann Clement]] als stärkste Oppositionspartei gegenüber.  
  

Version vom 19:04, 6. Okt 2015

Die Unió Popolar Democrat (kurz UPD, deutsch Demokatische Volksunion) ist eine 1979 gegründete konservativ-liberale Partei in Mikolinien. Mit Daniel Barnay stellt sie seit 2015 den mikolinischen Staatsminister.

Entstehung

Gründer und erster Vorsitzender der Partei war Francis Boavil, zuvor führendes Mitglied in der Liberaldemokratischen Partei und Wirtschaftsminister unter Joann Christén. Boavil, bekennender Anhänger Margaret Thatchers und Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels der PDL, hatte die Partei 1979 im Streit um die Steuer- und Sozialpolitik verlassen, um mit einigen Anhängern einige eigene Partei zu gründen. Ihm folgte ein Teil der PDL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, was zum Verlust der parlamentarischen Mehrheit der christlich-liberalen Koalition führte.

Die UPD verstand sich von Beginn an als klassisch-liberale Partei mit einem klaren Bekenntnis zum liberalen Rechtsstaat, zur freien Marktwirtschaft und zur Ablehnung jeder Art von staatsinterventionistischer Politik. Im Vergleich zur PDL konnte die UPD in ihrer Anfangsphase vor allem als Steuersenkungspartei angesehen werden, die einen Rückbau des Sozialstaats, die Senkung der öffentlichen Ausgaben und der allgemeinen Steuern sowie außenpolitisch ein europa-kritisches Programm vertrat. Damit versuchte die Partei, vor allem auch wirtschaftsliberale Anhänger der bürgerlichen Parteien, also der PDL, aber auch der CDM zu erreichen. Zudem verfolgte die Partei unter der Führung Boavils ein stark staatskritischen Kurs.

Aufstieg zur Regierungspartei

Zunächst die kleinere der beiden liberalen Parteien, konnte sich die oppositionelle UPD in den Achtziger Jahren als populistische neoliberale Steuersenkungspartei etablieren und stetig an Stimmen gewinnen. 1988 übernahm die UPD unter Staatsminister Noribert Pasquale erstmals Regierungsverantwortung und überholte bei der Wahl 1992 in der Wählergunst die aus dem PDL hervorgegangene sozialliberale Democratia Libral. Seit 1989 wurde die Partei von Oscar Miquel geführt, der das Profil der Partei als liberale Kraft schärfte und deutlich weniger populistisch auftrat als sein Vorgänger Boavil. In der Opposition gegen die seit 1996 amtierende Ampelkoalition unter Bernard Sandres konnte sich die UPD unter Führung von Marc Anton Bevent als Alternative zu DL und CDM profilieren und erreichte bei der Wahl 2000 mit knapp 22 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Vorausgegangen war eine als populistisch kritisierte Kampagne für eine härtere Ausländerpolitik. Außerdem steht die UPD den Institutionen der Europäischen Union eher kritisch gegenüber, was von Seiten der Partei mit dem Demokratiedefizit und der ausufernden Bürokratie der Union erklärt wird.

Regierungsjahre

Seit 2000 war die UPD durchgängig in wechselnden Konstellationen in der Regierung von Staatsminister Albert Nobel vertreten. In der Regierung kam es zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen, die unter anderem zum Austritt einer nationalliberalen Gruppe um Marc Nabert führte. Nach vier Jahren Regierungsverantwortung an der Seite der Christ- und Liberaldemokraten musste die Partei bei der Parlamentswahl 2004 herbe Verluste zugunsten der neu gegründeten rechtspopulistischen Acció Marc Nabert hinnehmen. Sie bildete daraufhin eine Rechtsregierung mit CDM und AMN, die nach kurzer Zeit wieder zerbrach. Bei der Neuwahl im Januar 2006 profitierte die UPD wiederum von der Erosion der rechten AMN und verbesserte sich unter der neuen Parteivorsitzenden Benita Carras-Leal wieder, ohne an das Rekordergebnis des Jahres 2000 anknüpfen zu können. Sie blieb auch weiterhin als Koalitionspartner der Christdemokraten in der Regierung vertreten.

Aus der Opposition zur stärksten Kraft

Im Vorfeld der Parlamentswahlen 2010 wurde Jo-Aquim Rotel zum Nachfolger von Benita Carras-Leal als Parteichef der UPD gewählt. Unter seiner Führung überholte die Partei den christdemokratischen Koalitionspartner und wurde zweitstärkste Kraft im Parlament. Nach zehn Jahren in der Regierung kehrte sie jedoch in die Opposition zurück und stand in der Folge der neuen rot-grün-grünen Koalition unter Ministerpräsident Joann Clement als stärkste Oppositionspartei gegenüber.

Nach einem Korruptionsskandal musste Parteichef Rotel bereits nach zwei Jahren die Führung der Partei aufgeben. Seit 2012 ist Daniel Barnay Parteivorsitzendr der UPD. Unter seiner Führung wurde die UPD bei der Europawahl 2014 erstmals klar stärkste Partei. Auch bei der Mikolinischen Parlamentswahl 2015 überholten die Volksdemokraten erstmals sowohl Zentrumsdemokraten als auch Sozialisten und wurden zur stärksten Kraft im Parlament gewählt. Parteichef Barnay wurde daraufhin zum Staatsminister ernannt und bildete eine "blau-rot-blaue" Koalition mit PSL und DL.

Politisches Profil

In ihrem wirtschaftsfreundlichen Mitte-Rechts-Kurs und ihrer Ablehnung umfassender Sozialabgaben ist die UPD in Europa mit rechtsliberalen Parteien wie der dänischen Venstre-Partei oder der niederländischen VVD zu vergleichen, wenngleich ihr bisweilen populistischer Stil vor allem in den Anfangsjahren an die nordischen Steuersenkungsparteien erinnerte.

Ihre regionalen Hochburgen hat die Partei in den wohlhabenden Regionen im Osten und Süden des Landes, wo die Christdemokraten traditionell schwach aufgestellt sind. Derzeit stellt die Partei in drei Regionen den Regionalpräsidenten. Als wohlfahrtsstaatskritische Partei kritisiert die UPD auch traditionell die Subventionierung des wirtschaftsschwachen mikolinischen Nordens durch den wohlhabenderen Süden.

Die UPD unterhält traditionell gute Verbindungen zu den Arbeitgeber- und Industriellenvereinigungen. Sie ist seit den Neunziger Jahren Mitglied der Liberalen Internationale sowie der Europäischen Liberalen Partei und der ALDE-Fraktion im EU-Parlament. Innerhalb der Partei gibt es aber einen starken konservativen und EU-kritischen Flügel, der den Austritt der UPD aus der ELDR befürwortet. In der Euro-Krise des Jahres 2011 führte die UPD die euro-skeptische Opposition gegen die Politik der Regierung Clement an.

Parteivorsitzende der UPD