Luis Etxeberría: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 70: | Zeile 70: | ||
* Finalist im Europapokal der Landesmeister 1982 | * Finalist im Europapokal der Landesmeister 1982 | ||
* Weltpokalsieger 1982 | * Weltpokalsieger 1982 | ||
| − | * [[Copa Sagradia|Sagradischer Pokalsieger]] | + | * [[Copa Sagradia|Sagradischer Pokalsieger]] 1984, 2000 |
| − | * Sieger im Europapokal der Pokalsieger | + | * Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1985 |
* [[Premera Liga|Sagradischer Meister]] 1986 | * [[Premera Liga|Sagradischer Meister]] 1986 | ||
===== Mit [[FC Duerez]] ===== | ===== Mit [[FC Duerez]] ===== | ||
Version vom 22:53, 8. Jun 2015
Luis Fernández Etxeberría (*1946 in Delarça, Provinz Bosanesa) ist ein früherer sagradischer Fußballer und heutiger Fußballtrainer. Der Stürmer zählte in den Siebziger Jahren zu den besten Angreifern Europas und gewann mit dem FC Bosa und dem FC Barcelona u.a. einmal den Europapokal der Landesmeister und zweimal den Pokalsiegerwettbewerb. In der Sagradischen Fußballnationalmannschaft gehörte Etxeberría zusammen mit Carles Notero zu den Führungsspielern des Teams, das 1976 Europameister wurde.
Nach seiner aktiven Laufbahn als Spieler startete Etxeberría eine sehr erfolgreiche Trainerkarriere und arbeitete u.a. in der Premera Liga bei FC Bosa, Nalcazal FC, FC Duerez, Juvantêsa und Mesarque SC sowie in Spanien und in Portugal beim FC Barcelona, Atletico Madrid, FC Porto und Benfica Lissabon. Zu seinen größten Erfolgen als Trainer gehören zwei Europapokalsiege, drei nationale Meisterschaften sowie drei Erfolge in nationalen Pokalwettbewerben. Zuletzt war Etxeberría von 2010 bis 2013 als Trainer beim FC Duerez beschäftigt, erklärte im Sommer 2013 aber im Alter von 67 Jahren sein endgültiges Karriereende im Alter.
Inhaltsverzeichnis
Karriere als Spieler
Der in der Bosanesa geborene Etxeberría begann das Fußballspielen bei seinem Heimatverein FC Delarça. Mit 19 Jahren wechselte er 1965 zum benachbarten FC Bosa, wo er in elf Jahren zum Nationalspieler und zum internationalen Star avancierte. Bis heute ist Etxeberría nach Klublegende Sebastian Santêsa der Spieler mit den meisten Toren für den Verein. Mit dem FC Bosa gewann Etxeberría viermal die sagradische Premera Liga und einmal die Copa Sagradia und stand in drei Europapokalfinalen, von denen er zwei gewinnen konnte.
1967 debütierte Etxeberría zudem für die Sagradische Fußballnationalmannschaft, für die er in 77 Länderspielen 29 Mal ins Tor traf. Mit der "Azûr" nahm Etxeberría an den Fußballweltmeisterschaften 1974 und 1978 teil. Höhepunkt seiner Karriere war jedoch der Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1976, bei dem Etxeberría gemeinsam mit Carles Notero zu den besten Spielern gehörte. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien erreichte die "Azûr" das Halbfinale und wurde Vierter.
Nach dem erfolgreichen EM-Turnier 1976 wechselte Etxeberría zum katalanischen Spitzenklub FC Barcelona, wo er u.a. zwei Jahre lang mit Johan Cruyff spielte und zweimal die Copa del Rey gewann. Im Jahr 1979 gewann er mit Barça zudem zum zweiten Mal den Europapokal der Pokalsieger. Nach der Saison 1980/81, in der Etxeberría in Barcelona gemeinsam mit Carles Notero spielte und von Trainer Francisco Chamot trainiert wurde, beendete er im Alter von 35 Jahren seine aktive Spielerkarriere.
Stationen als Spieler
- Bis 1965: FC Delarça
- 1965-1976: FC Bosa
- 1976-1981: FC Barcelona (ESP)
Erfolge als Spieler
Mit dem FC Bosa
- Sagradischer Meister 1966, 1970, 1972, 1973, 1974
- Sagradischer Pokalsieger 1975
- Sieger im Europapokal der Landesmeister 1973 (Zweiter 1971)
- Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1976
- Torschützenkönig der Premera Liga 1975
Mit dem FC Barcelona
- Spanischer Pokalsieger 1978, 1981
- Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1979
Mit der Nationalmannschaft
- 77 A-Länderspiele für Sagradien (1967-1978)
- Europameister 1976
- Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 1974 und 1978
Auszeichnungen als Spieler
- Sagradiens Fußballer des Jahres 1973 und 1974
- Zweiter bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 1975
Karriere als Trainer
Unmittelbar im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere kehrte Etxeberría als Cheftrainer zum FC Bosa zurück. Nach dem Gewinn der Copa Sagradia im Jahr 1984 gewann der Klub 1985 zum zweiten Mal den Europapokals der Pokalsieger. 1986 konnte Etxeberría mit Bosa zudem seinen einzigen sagradischen Meistertitel gewinnen, trat im Anschluss aber von seinem Traineramt zurück und wechselte ins Management der Bosaner.
Bereits nach einem halben Jahr als Sportdirektor verließ Etxeberría den FC Bosa und wurde Cheftrainer beim FC Nalcaz. Von 1991 bis 1993 stand Etxeberría anschließend beim FC Duerez unter Vertrag und gewann mit den Blancoes im Jahr 1992 die Copa Sagradia. Den Klub verließ Etxeberría im Winter 1993/94, nachdem er sich mit dem Management des Vereins überworfen hatte.
Nach seiner Zeit in Sagradien stand Etxeberría nacheinander bei verschiedenen Vereinen in Portugal und Spanien unter Vertrag. Mit dem FC Porto gewann Etxeberría 1995 und 1996 jeweils die portugiesische Meisterschaft. 1996 kehrte er als Trainer zum FC Barcelona zurück und konnte in seiner ersten Saison gleich die Copa del Rey und – zum vierten Mal in seiner Karriere als Spieler und als Trainer – den Europapokal der Pokalsieger gewinnen. Dennoch musste er den Verein verlassen und schloss sich in den Saisons 1997/98 und 1998/99 Benfica Lissabon an, wo er jedoch keine Titel gewinnen konnte.
Zur Saison 1999/2000 kehrte Etxeberría daher noch einmal für eine Spielzeit zu seinem früheren Klub FC Bosa zurück, um an alte Erfolge anzuknüpfen. Es gelang ihm zwar, die Copa Sagradia zu gewinnen, in der Liga blieb der Klub aber gegen den Serienmeister Juvantêsa chancenlos. Auf eigenen Wunsch hin wurde das Arbeitsverhältnis bei Bosa daher zum Ende der Spielzeit aufgelöst, nachdem sich der Verein bereits um den Argentinier António Huber als Nachfolger bemüht hatte.
Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wurde Etxeberría im Jahr 2001 Cheftrainer bei Atlético Madrid, die er nach dem Abstieg in die zweite Liga im Jahr 2002 wieder in die Primera División zurückführen konnte. In der Saison 2003/2004 folgte ein glückloses Engagement bei Inter Mailand.
Nach einem Jahr kehrte Etxeberría 2005 nach Sagradien zurück und wurde überraschend als Trainer der Juvantêsa Sport vorgestellt. In der Saison 2005/2006 konnte er aber lediglich das Finale im Ligapokal gewinnen, verpasste aber mit einem Neun-Punkte-Rückstand auf den Erzrivalen FC Bosa klar die Meisterschaft, sodass sich Trainer und Klub am Ende der Spielzeit auf eine vorzeitige Auflösung des Trainervertrags einigten.
Im Frühjahr 2008 endete ein kurzes Gastspiel bei Mesarque SC glücklos. Bereits nach vier Spielen trat er dort von seinem Amt als Cheftrainer zurück. Nach der Entlassung von Francisco Irruabi wurde Etxeberría zum Ende der Saison 2008/2009 noch einmal für wenige Spiele Interimstrainer bei seinem alten Verein FC Bosa. Im September 2010 kehrte Etxeberría schließlich überraschend noch einmal dauerhaft auf die Trainerbank des FC Duerez zurück. Dort erreichte er in drei Spielzeiten jeweils die internationalen Ränge, zuletzt sogar die Qualifikation zur UEFA Champions League. Außerdem gewann er mit Duerez im Jahr 2011 zum zweiten Mal nach 1992 die Copa Sagradia. Nachdem er seinen Zweijahresvertrag bis 2013 verlängerte hatte, verkündete er im Frühjahr 2013 sein Karriereende.
Stationen als Trainer und Funktionär
- 1981-1986: FC Bosa (Cheftrainer)
- 1986-1/87: FC Bosa (Fußballdirektor)
- 1/87-2/91: Nalcazal FC (Cheftrainer)
- 1991-12/93: FC Duerez (Cheftrainer)
- 1994-1996: FC Porto (POR) (Cheftrainer)
- 1996-1997: FC Barcelona (ESP) (Cheftrainer)
- 11/97-5/99: S.L. Benfica (POR) (Cheftrainer)
- 1999-2000: FC Bosa (Cheftrainer)
- 2001-2003: Atlético Madrid (ESP) (Cheftrainer)
- 10/03-2004: Internazionale FC (ITA) (Cheftrainer)
- 2005-2006: Juvantêsa Sport (Cheftrainer)
- 2/08-3/08: Mesarque SC (Cheftrainer)
- 4/09-2009: FC Bosa (Interimstrainer)
- 9/10-2013: FC Duerez (Cheftrainer)
Erfolge als Trainer
Mit FC Bosa
- Finalist im Europapokal der Landesmeister 1982
- Weltpokalsieger 1982
- Sagradischer Pokalsieger 1984, 2000
- Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1985
- Sagradischer Meister 1986
Mit FC Duerez
- Sagradischer Pokalsieger 1992, 2011
Mit FC Porto
- Portugiesischer Meister 1995, 1996
Mit FC Barcelona
- Spanischer Pokalsieger 1997
- Sieger im Europapokal der Pokalsieger 1997
Mit Atletico Madrid
- Aufstieg in die Primera División 2002