Partit National Libral: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Partit National Libral - Partit de Libertat Micolina''' (''Nationalliberale Partei - Micolinische Freiheitspartei'', kurz '''PNL-PLM''') ist eine nationalkonservative [[Micolinisches Parteiensystem|Partei]] in [[Micolinien]].
 
'''Partit National Libral - Partit de Libertat Micolina''' (''Nationalliberale Partei - Micolinische Freiheitspartei'', kurz '''PNL-PLM''') ist eine nationalkonservative [[Micolinisches Parteiensystem|Partei]] in [[Micolinien]].
  
=== Begründung als Nationalliberale Partei ===
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Die Partei wurde 1948 als '''Partit National Libral''' (PNL) gegründet. Sie ging aus der populistischen Kleinbauernbewegung des [[LNPP|Nationalen Landvolkbunds]] hervor, der in den 1920er Jahren aus Protest gegen die städtisch-bürgerlich dominierte Zentralregierung in [[Servette]] entstanden war. Dazu kamen Teile des konservativen und national gesinnten Flügels der [[PdEL|Staatsliberalen]], die sich in der [[PDL|Liberal-Demokratischen Partei]] nicht vertreten sahen.
 
Die Partei wurde 1948 als '''Partit National Libral''' (PNL) gegründet. Sie ging aus der populistischen Kleinbauernbewegung des [[LNPP|Nationalen Landvolkbunds]] hervor, der in den 1920er Jahren aus Protest gegen die städtisch-bürgerlich dominierte Zentralregierung in [[Servette]] entstanden war. Dazu kamen Teile des konservativen und national gesinnten Flügels der [[PdEL|Staatsliberalen]], die sich in der [[PDL|Liberal-Demokratischen Partei]] nicht vertreten sahen.
  
 
Anders als der populistische, die Grenzen zwischen links und rechts überschreitende Landvolkbund bezog sich die Nationalliberale Partei von Beginn an auf die Traditionen des politischen Liberalismus und beschwor die Einheit der micolinischen Nation. In der Praxis vertrat die Partei konservative bis nationalkonservative Positionen. Sie positionierte sich damit deutlich rechts der [[CDM|Zentrums-]] und der [[PDL|Liberaldemokraten]]. Sie unterstützte die micolinische Unabhängigkeit und die Monarchie, stand dem Wohlfahrtsstaat aber kritisch gegenüber und trat für den Schutz des Eigentums, eine freie Marktwirtschaft und möglichst geringe Steuern ein.
 
Anders als der populistische, die Grenzen zwischen links und rechts überschreitende Landvolkbund bezog sich die Nationalliberale Partei von Beginn an auf die Traditionen des politischen Liberalismus und beschwor die Einheit der micolinischen Nation. In der Praxis vertrat die Partei konservative bis nationalkonservative Positionen. Sie positionierte sich damit deutlich rechts der [[CDM|Zentrums-]] und der [[PDL|Liberaldemokraten]]. Sie unterstützte die micolinische Unabhängigkeit und die Monarchie, stand dem Wohlfahrtsstaat aber kritisch gegenüber und trat für den Schutz des Eigentums, eine freie Marktwirtschaft und möglichst geringe Steuern ein.
  
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Die PNL war von 1949 bis 1956 an einer gemeinsamen Koalitionsregierung der [[CDM|Zentrums-]] und [[PDL|Liberaldemokraten]] unter [[Staatsminister]] [[Armand Mikael Carpol]] beteiligt und stellte mehrere Minister.  
  
 
Dank des Erfolgs der Christdemokraten bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1956|Parlamentswahl 1956]] wurde die PNL nicht mehr länger als Partner der Mitte-Rechts-Koalition benötigt und ging in die Opposition. Es folgte ein kontinuierlicher Einflussverlust der Nationalliberalen, die als Partei der ländlichen Bevölkerung und des alten Mittelstands vor allem gegen [[CDM]] und [[PDL]] ins Hintertreffen gerieten und vor zugleich unter dem gesellschaftlichen Strukturwandel litten, der die Stammklientel der Partei numerisch zunehmend schrumpfen ließ.
 
Dank des Erfolgs der Christdemokraten bei der [[Micolinische Parlamentswahl 1956|Parlamentswahl 1956]] wurde die PNL nicht mehr länger als Partner der Mitte-Rechts-Koalition benötigt und ging in die Opposition. Es folgte ein kontinuierlicher Einflussverlust der Nationalliberalen, die als Partei der ländlichen Bevölkerung und des alten Mittelstands vor allem gegen [[CDM]] und [[PDL]] ins Hintertreffen gerieten und vor zugleich unter dem gesellschaftlichen Strukturwandel litten, der die Stammklientel der Partei numerisch zunehmend schrumpfen ließ.
  
=== Europaskeptizismus und Rechtspopulismus ===
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Zwischenzeitigen Auftrieb erhielt die Nationalpartei Anfang der Siebziger Jahre unter ihrem Vorsitzenden [[Charl Aurel]] durch ihre Opposition zum EG-Beitritt Micoliniens. Die klare Gegnerschaft zu diesem Schritt unterschied die Partei deutlich von den europafreundlichen Regierungsparteien und führte bei der [[Parlamentswahl 1972]] zu einem deutlichen Stimmenzuwachs für die Partei.  
 
Zwischenzeitigen Auftrieb erhielt die Nationalpartei Anfang der Siebziger Jahre unter ihrem Vorsitzenden [[Charl Aurel]] durch ihre Opposition zum EG-Beitritt Micoliniens. Die klare Gegnerschaft zu diesem Schritt unterschied die Partei deutlich von den europafreundlichen Regierungsparteien und führte bei der [[Parlamentswahl 1972]] zu einem deutlichen Stimmenzuwachs für die Partei.  
  

Version vom 15:52, 2. Apr 2014

Partit National Libral - Partit de Libertat Micolina (Nationalliberale Partei - Micolinische Freiheitspartei, kurz PNL-PLM) ist eine nationalkonservative Partei in Micolinien.

Begründung als Nationalliberale Partei

Die Partei wurde 1948 als Partit National Libral (PNL) gegründet. Sie ging aus der populistischen Kleinbauernbewegung des Nationalen Landvolkbunds hervor, der in den 1920er Jahren aus Protest gegen die städtisch-bürgerlich dominierte Zentralregierung in Servette entstanden war. Dazu kamen Teile des konservativen und national gesinnten Flügels der Staatsliberalen, die sich in der Liberal-Demokratischen Partei nicht vertreten sahen.

Anders als der populistische, die Grenzen zwischen links und rechts überschreitende Landvolkbund bezog sich die Nationalliberale Partei von Beginn an auf die Traditionen des politischen Liberalismus und beschwor die Einheit der micolinischen Nation. In der Praxis vertrat die Partei konservative bis nationalkonservative Positionen. Sie positionierte sich damit deutlich rechts der Zentrums- und der Liberaldemokraten. Sie unterstützte die micolinische Unabhängigkeit und die Monarchie, stand dem Wohlfahrtsstaat aber kritisch gegenüber und trat für den Schutz des Eigentums, eine freie Marktwirtschaft und möglichst geringe Steuern ein.

Regierung und Opposition

Die PNL war von 1949 bis 1956 an einer gemeinsamen Koalitionsregierung der Zentrums- und Liberaldemokraten unter Staatsminister Armand Mikael Carpol beteiligt und stellte mehrere Minister.

Dank des Erfolgs der Christdemokraten bei der Parlamentswahl 1956 wurde die PNL nicht mehr länger als Partner der Mitte-Rechts-Koalition benötigt und ging in die Opposition. Es folgte ein kontinuierlicher Einflussverlust der Nationalliberalen, die als Partei der ländlichen Bevölkerung und des alten Mittelstands vor allem gegen CDM und PDL ins Hintertreffen gerieten und vor zugleich unter dem gesellschaftlichen Strukturwandel litten, der die Stammklientel der Partei numerisch zunehmend schrumpfen ließ.

Europaskeptizismus und Rechtspopulismus

Zwischenzeitigen Auftrieb erhielt die Nationalpartei Anfang der Siebziger Jahre unter ihrem Vorsitzenden Charl Aurel durch ihre Opposition zum EG-Beitritt Micoliniens. Die klare Gegnerschaft zu diesem Schritt unterschied die Partei deutlich von den europafreundlichen Regierungsparteien und führte bei der Parlamentswahl 1972 zu einem deutlichen Stimmenzuwachs für die Partei.

Der Nationalliberalen Partei gelang es in der Folge aber nicht, den Erfolg der 1972er Wahl zu wiederholen und die gewonnenen Wähler zu halten. Bereits 1976 verlor die PNL deutlich an Wählerzuspruch, ehe 1979 mit der rechtsliberalen und europakritischen UPD ein direkter Konkurrent im rechtsbürgerlichen Lager entstand, der die PNL nachhaltig schwächte. Zudem führte der autoritäre Führungsstil Aurels zu einer Abwanderung zahlreicher Führungsmitglieder, die teilweise die Politik verließen, teilweise zur UPD oder zur CDM überwechselten.