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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Eva_Monet-Sabadera&amp;diff=66432</id>
		<title>Eva Monet-Sabadera</title>
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		<updated>2023-12-21T07:55:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:GonzalesSinde1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva María Monet-Sabadera''' (*1978) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Publizistin und Politikerin. Sie ist seit 2017 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] und seit März 2020 Generalsekretärin der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Zuvor war sie seit 2012 Stadträtin von [[Semest]] und Beigeordnete für Wohnungspolitik und Soziales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Sozialistische Primaries 2018|sozialistischen Primaries im September 2018]] galt Eva Monet als Außenseiterkandidatin, verlor aber überraschend knapp gegen ihren landesweit bekannteren Mitbewerber [[Joaquín Loubregat]]. Sie gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels und wurde bei ihrer Wahl durch die Graswurzelbewegung &amp;quot;refundâr&amp;quot; unterstützt. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 2019]] trat Monet bei den [[Sozialistische Primaries 2020|Urwahlen im März 2020]] erneut an und konnte sich dieses Mal gegen [[Cristina Areja]] durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere ===&lt;br /&gt;
==== Berufliche Laufbahn ====&lt;br /&gt;
Monet-Sabadera studierte zunächst Gesellschaftswissenschaften und Philosophie und arbeitete anschließend in der Jugendarbeit sowie als Forschungsassistentin am ''Institut für Gesellschaftsforschung'' in [[Semest]], wo sie auch promoviert wurde. Nach Forschungsaufenthalten in Paris und Madrid wurde sie im Jahr 2008 Mitarbeiterin der sagradischen ''Stiftung Demokratie und Bildung'', die Aufklärungsarbeit über Rechtsextremismus, Rassismus und andere Diskriminierungen betreibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer Zeit in der Forschung und politischen Bildung war Monet als freie Mitarbeiterin für die linksgerichtete Zeitung [[Il Republicano]] tätig und veröffentlichte mehrere Bücher über Demokratie, Rechtsextremismus und Antikapitalismus. Im Jahr 2012 wurde sie Mitherausgeberin der sozialistischen Zeitschrift [[DemoS]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der politischen Karriere ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahl 2012]] wurde Eva Monet erstmals für die Sozialisten in den Stadtrat von [[Semest]] gewählt und übernahm 2014 das Amt einer beigeordneten Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 stieg sie zur stellvertretenden kommunalen Parteisekretärin der [[ASUL]] in [[Semest]] und damit zur Nummer 2 eines der einflussreichsten Verbände der Partei auf und organisierte erfolgreich eine parteiinterne Kampagne für die Einführung einer sozialen Garantie-Sicherung. In der Folge gab sie ihren beabsichtigten Wechsel in die nationale Politik und ihre Kandidatur bei der [[Parlamentswahl 2017]] bekannt. Seit Dezember 2017 gehört Monet-Sabadera der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an, wo sie Mitglied im Ausschuss für internationale Zusammenarbeit sowie im interfraktionellen Komitee &amp;quot;Linke Politik&amp;quot; wurde. Ihr Amt in der Stadtregierung von Semest gab sie daraufhin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wahl zur Generalsekretärin der ASUL ====&lt;br /&gt;
[[Bild:EvaMonet2018.jpg|thumb|250px|Werbefoto zu den [[Primârias Socialistas 2018|sozialistischen Primaries 2018]]]]&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt von [[Mercé Serrat]] als Generalsekretärin der [[Asul]] im Februar 2018 gehörte Eva Monet zu den Kritikern der kommissarischen Parteiführung um [[Joaquín Loubregat]] und gab im Mai schließlich ihre Kandidatur für die [[Primârias Socialistas 2018|anstehenden Primaries im Herbst]] bekannt. Sie galt zunächst als Außenseiterin, erhielt aber Unterstützung von führenden Vertretern des linken Parteiflügels. Zudem gelang es ihr, die Unterstützung der Graswurzel-Kampagne ''refundâr'' zu erhalten, die sich für eine linke Neuausrichtung der Asul in der Opposition einsetzte. Als Mitbewerber für das Amt des Vizegeneralsekretärs präsentierte Monet den Gewerkschafter und Bürgermeister von [[Cornovel]] [[Esker Narbón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Monet bei den [[Primârias Socialistas 2018|Primaries im September 2018]] überraschend stark abgeschnitten und nur knapp gegen [[Joaquín Loubregat]] verloren hatte, konnte sie sich als bekannte Vertreterin des linken Flügels behaupten. Nach der deutlichen Niederlage der ASUL bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] und dem folgenden Rücktritt von [[Joaquín Loubregat]] kündigte Monet ihre erneute Kandidatur an. Dieses Mal konnte sie sich in den [[Sozialistische Primaries 2020|Primaries im März 2020]] gegen [[Cristina Areja]] durchsetzen und wurde damit zur neuen Generalsekretärin der Partei gewählt. Auf ihre Bitte hin wurde [[Esker Narbón]] vom Nationalkonvent der Partei zum Vizegeneralsekretär gewählt, erhielt aber ohne Gegenkandidaten ein schwaches Ergebnis von 60 Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politische Funktionen ====&lt;br /&gt;
===== Mandate =====&lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* seit 2017: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
===== Öffentliche Ämter =====&lt;br /&gt;
* 2014-2016: Beigeordnete Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik in [[Semest]]&lt;br /&gt;
===== Parteifunktionen =====&lt;br /&gt;
* 2015-2020: stellvertretende Parteisekretärin der [[ASUL]] [[Semest]]&lt;br /&gt;
* seit 2020: Generalsekretärin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen ===&lt;br /&gt;
Eva Monet gehört dem linken Flügel in Partei und Fraktion an und ist seit 2015 Sprecherin des Wirtschaftsbeirats der [[Asul]]. Sie bezeichnet sich selbst als Anhängerin einer ''Alterglobalisation'' und als ''demokratische Sozialistin''. Sie streitet für die Einführung einer Tobin-Steuer und für den Aufbau eines unabhängigen öffentlichen Finanzsektors. Sie befürwortet eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine höhere Vermögenssteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auslandseinsätzen der Streitkräfte steht Monet skeptisch gegenüber, lehnt sie aber nicht grundsätzlich ab. Sie bezeichnet sich als ''glühende Pro-Europäerin'', kritisiert aber die aktuelle Politik der EU als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; und fordert eine umfassende Reform und einen europäischen Umverteilungsmechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gesellschaftspolitischen Fragen steht Monet ebenfalls deutlich links der Mitte. Sie befürwortet die Abschaffung von Steuern auf Hygieneprodukte für Frauen und setzt sich dafür ein, dass die Kategorie Geschlecht aus Pässen und offiziellen Dokumenten verschwindet und stattdessen durch eine freiwillige Angabe der bevorzugten Anredeform ersetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Eva Monet-Sabadera hat mit ihrem Lebenspartner zwei Töchter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Monet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Monet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liberales_(UDS)&amp;diff=66427</id>
		<title>Liberales (UDS)</title>
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		<updated>2023-12-19T15:51:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: Weiterleitungsziel von Liberales – UDS nach Liberales geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Liberales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Oscar_Huer%C3%B3n&amp;diff=66426</id>
		<title>Oscar Huerón</title>
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		<updated>2023-12-19T15:46:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:XavierTrias2014a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). In seiner langen Karriere bekleidete Huerón mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1989), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1994-1999) und [[Innenminister]]s (2006-2009). Nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2009]] kehrte Huerón ein zweites Mal an die Spitze des sagradischen [[Verteidigungsministerium]]s zurück, ehe er im Januar 2013 das Amt des [[Außenminister]]s übernahm. Zudem fungierte er während der gesamten Regierungszeit von [[Miquel Ánibal Luisanto]] (2006-2013) als dessen [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter im Amt des Ministerpräsidenten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Staatsämtern bekleidete Huerón zahlreiche Funktionen in seiner Partei und war unter anderem Fraktionssprecher (1990-1994), stellvertretender Parteivorsitzender (1998-2004) sowie Kandidat um den Parteivorsitz (2002). Danach galt er lange Zeit als &amp;quot;graue Eminenz&amp;quot; der Konservativen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1978 bis 2023 gehörte Huerón insgesamt 45 Jahre lang ununterbrochen der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und hält damit einen Rekord für die längste Amtszeit in einer Parlamentskammer. Nachdem er 2015 das Amt des Ersten Vizepräsidenten übernommen hatte, wurde er im Dezember 2017 zum Präsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt und nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] im Amt bestätigt. Nach seinem Verzicht auf eine neuerliche Parlamentskandidatur schied er Ende 2023 aus dem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere und erste Ministerämter ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semest]] geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative [[PPC]] in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahlen 1982]] wurde Huerón als Staatssekretär ins [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaftsministerium]] berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltministerium]], an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1990 folgte Huerón [[Carles Otero]] als Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] nach. Dieses Amt übte er auch nach der [[Parlamentswahl 1990]] aus. Im [[Kabinett Otero II]] wurde Huerón 1994 [[Verteidigungsminister]] und konnte sich dabei als Außenpolitiker positionieren. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik seiner Partei verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionszeit 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Wahlniederlage 1998]] verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte [[Roberto Vidéas]], der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister [[Umberto Salas]] sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete [[Bordez|Bordezische]] Regionalpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]], der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von [[Asul]], [[Verdes|Grünen]] und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Semestiner Kommunalwahl 2004]] kandidierte Huerón als Spitzenkandidat der Konservativen, verlor aber deutlich gegen die Sozialisten unter Amtsinhaber [[Miquel Javier León]]. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten [[Joán de la Pênia]]s anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im [[Kabinett Luisanto I]] zum [[Innenminister]] und [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter des Ministerpräsidenten]] berufen. Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahlen 2009]] fiel das [[Wirtschaftsministerium]] an die liberale [[UDS]]. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des [[Verteidigungsminister]]s im [[Kabinett Luisanto III]]. Nach der &amp;quot;Waffen-Affäre&amp;quot; um [[Martina Guivares Biguer]] folgte er dieser im Januar 2013 als [[Außenminister]] Sagradiens nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
Nachdem Huerón bei der [[Parlamentswahl 2013]] als Abgeordneter bestätigt worden war, übernahm er den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Nach der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015|Wahl]] von [[Daniela Rosenthal-Valdés]] zur [[Präsidentin der Republik]] im Februar 2015 wurde Huerón zum Nachfolger im Amt des Ersten Vizepräsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Seine Funktion im Europaausschuss gab er dafür auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 2017]] trat Huerón bei der Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer gegen die Sozialistin [[Cristina María Dacrós]] an und gewann die Wahl knapp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1978-2023: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Staatssekretär im [[Wirtschaftsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Moya II]] und [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: [[Verteidigungsminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Otero I|Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Innenminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|Luisanto II]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 1-12/2013: [[Außenminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: Vorsitzender im Ausschuss für Europapolitik der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2015-2017: Erster Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2017-2023: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1990-1994: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Sprecher der [[PPC]]-Fraktion in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Huerón]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Oscar Huerón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:XavierTrias2014a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). In seiner langen Karriere bekleidete Huerón mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1989), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1994-1999) und [[Innenminister]]s (2006-2009). Nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2009]] kehrte Huerón ein zweites Mal an die Spitze des sagradischen [[Verteidigungsministerium]]s zurück, ehe er im Januar 2013 das Amt des [[Außenminister]]s übernahm. Zudem fungierte er während der gesamten Regierungszeit von [[Miquel Ánibal Luisanto]] (2006-2013) als dessen [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter im Amt des Ministerpräsidenten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Staatsämtern bekleidete Huerón zahlreiche Funktionen in seiner Partei und war unter anderem Fraktionssprecher (1990-1994), stellvertretender Parteivorsitzender (1998-2004) sowie Kandidat um den Parteivorsitz (2002). Danach galt er lange Zeit als &amp;quot;graue Eminenz&amp;quot; der Konservativen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1978 bis 2023 gehörte Huerón insgesamt 45 Jahre ununterbrochen der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und hält damit einen Rekord für die längste Amtszeit in einer Parlamentskammer. Nachdem er 2015 das Amt des Ersten Vizepräsidenten übernommen hatte, wurde er im Dezember 2017 zum Präsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt und nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] im Amt bestätigt. Nach seinem Verzicht auf eine neuerliche Parlamentskandidatur schied er Ende 2023 aus dem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere und erste Ministerämter ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semest]] geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative [[PPC]] in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahlen 1982]] wurde Huerón als Staatssekretär ins [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaftsministerium]] berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltministerium]], an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1990 folgte Huerón [[Carles Otero]] als Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] nach. Dieses Amt übte er auch nach der [[Parlamentswahl 1990]] aus. Im [[Kabinett Otero II]] wurde Huerón 1994 [[Verteidigungsminister]] und konnte sich dabei als Außenpolitiker positionieren. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik seiner Partei verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionszeit 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Wahlniederlage 1998]] verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte [[Roberto Vidéas]], der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister [[Umberto Salas]] sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete [[Bordez|Bordezische]] Regionalpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]], der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von [[Asul]], [[Verdes|Grünen]] und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Semestiner Kommunalwahl 2004]] kandidierte Huerón als Spitzenkandidat der Konservativen, verlor aber deutlich gegen die Sozialisten unter Amtsinhaber [[Miquel Javier León]]. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten [[Joán de la Pênia]]s anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im [[Kabinett Luisanto I]] zum [[Innenminister]] und [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter des Ministerpräsidenten]] berufen. Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahlen 2009]] fiel das [[Wirtschaftsministerium]] an die liberale [[UDS]]. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des [[Verteidigungsminister]]s im [[Kabinett Luisanto III]]. Nach der &amp;quot;Waffen-Affäre&amp;quot; um [[Martina Guivares Biguer]] folgte er dieser im Januar 2013 als [[Außenminister]] Sagradiens nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
Nachdem Huerón bei der [[Parlamentswahl 2013]] als Abgeordneter bestätigt worden war, übernahm er den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Nach der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015|Wahl]] von [[Daniela Rosenthal-Valdés]] zur [[Präsidentin der Republik]] im Februar 2015 wurde Huerón zum Nachfolger im Amt des Ersten Vizepräsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Seine Funktion im Europaausschuss gab er dafür auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 2017]] trat Huerón bei der Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer gegen die Sozialistin [[Cristina María Dacrós]] an und gewann die Wahl knapp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1978-2023: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Staatssekretär im [[Wirtschaftsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Moya II]] und [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: [[Verteidigungsminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Otero I|Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Innenminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|Luisanto II]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 1-12/2013: [[Außenminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: Vorsitzender im Ausschuss für Europapolitik der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2015-2017: Erster Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2017-2023: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1990-1994: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Sprecher der [[PPC]]-Fraktion in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Huerón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Oscar_Huer%C3%B3n&amp;diff=66424</id>
		<title>Oscar Huerón</title>
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		<updated>2023-12-19T15:44:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:XavierTrias2014a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). In seiner langen Karriere bekleidete Huerón mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1989), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1994-1999) und [[Innenminister]]s (2006-2009). Nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2009]] kehrte Huerón ein zweites Mal an die Spitze des sagradischen [[Verteidigungsministerium]]s zurück, ehe er im Januar 2013 das Amt des [[Außenminister]]s übernahm. Zudem fungierte er während der gesamten Regierungszeit von [[Miquel Ánibal Luisanto]] (2006-2013) als dessen [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter im Amt des Ministerpräsidenten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Staatsämtern bekleidete Huerón zahlreiche Funktionen in seiner Partei und war unter anderem Fraktionssprecher (1990-1994), stellvertretender Parteivorsitzender (1998-2004) sowie Kandidat um den Parteivorsitz (2002). Heute gilt er als &amp;quot;graue Eminenz&amp;quot; der Konservativen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1978 bis 2023 gehörte Huerón insgesamt 45 Jahre ununterbrochen der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und hält damit einen Rekord für die längste Amtszeit in einer Parlamentskammer. Nachdem er 2015 das Amt des Ersten Vizepräsidenten übernommen hatte, wurde er im Dezember 2017 zum Präsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt und nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] im Amt bestätigt. Nach seinem Verzicht auf eine neuerliche Parlamentskandidatur schied er Ende 2023 aus dem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere und erste Ministerämter ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semest]] geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative [[PPC]] in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahlen 1982]] wurde Huerón als Staatssekretär ins [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaftsministerium]] berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltministerium]], an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1990 folgte Huerón [[Carles Otero]] als Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] nach. Dieses Amt übte er auch nach der [[Parlamentswahl 1990]] aus. Im [[Kabinett Otero II]] wurde Huerón 1994 [[Verteidigungsminister]] und konnte sich dabei als Außenpolitiker positionieren. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik seiner Partei verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionszeit 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Wahlniederlage 1998]] verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte [[Roberto Vidéas]], der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister [[Umberto Salas]] sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete [[Bordez|Bordezische]] Regionalpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]], der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von [[Asul]], [[Verdes|Grünen]] und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Semestiner Kommunalwahl 2004]] kandidierte Huerón als Spitzenkandidat der Konservativen, verlor aber deutlich gegen die Sozialisten unter Amtsinhaber [[Miquel Javier León]]. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten [[Joán de la Pênia]]s anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im [[Kabinett Luisanto I]] zum [[Innenminister]] und [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter des Ministerpräsidenten]] berufen. Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahlen 2009]] fiel das [[Wirtschaftsministerium]] an die liberale [[UDS]]. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des [[Verteidigungsminister]]s im [[Kabinett Luisanto III]]. Nach der &amp;quot;Waffen-Affäre&amp;quot; um [[Martina Guivares Biguer]] folgte er dieser im Januar 2013 als [[Außenminister]] Sagradiens nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
Nachdem Huerón bei der [[Parlamentswahl 2013]] als Abgeordneter bestätigt worden war, übernahm er den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Nach der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015|Wahl]] von [[Daniela Rosenthal-Valdés]] zur [[Präsidentin der Republik]] im Februar 2015 wurde Huerón zum Nachfolger im Amt des Ersten Vizepräsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Seine Funktion im Europaausschuss gab er dafür auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 2017]] trat Huerón bei der Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer gegen die Sozialistin [[Cristina María Dacrós]] an und gewann die Wahl knapp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1978-2023: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Staatssekretär im [[Wirtschaftsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Moya II]] und [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: [[Verteidigungsminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Otero I|Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Innenminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|Luisanto II]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 1-12/2013: [[Außenminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: Vorsitzender im Ausschuss für Europapolitik der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2015-2017: Erster Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2017-2023: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1990-1994: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Sprecher der [[PPC]]-Fraktion in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Huerón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Oscar Huerón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:XavierTrias2014a.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semest]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). In seiner langen Karriere bekleidete Huerón mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umwelt-]] (1986-1989), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1994-1999) und [[Innenminister]]s (2006-2009). Nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2009]] kehrte Huerón ein zweites Mal in die Spitze des sagradischen [[Verteidigungsministerium]]s zurück, ehe er im Januar 2013 das Amt des [[Außenminister]]s übernahm. Zudem fungierte er während der gesamten Regierungszeit von [[Miquel Ánibal Luisanto]] (2006-2013) als dessen [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter im Amt des Ministerpräsidenten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen Staatsämtern bekleidete Huerón zahlreiche Funktionen in seiner Partei und war unter anderem Fraktionssprecher (1990-1994), stellvertretender Parteivorsitzender (1998-2004) sowie Kandidat um den Parteivorsitz (2002). Heute gilt er als &amp;quot;graue Eminenz&amp;quot; der Konservativen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Parlamentswahl 1978]] gehört Huerón bis zu seinem Rückzug im Jahr 2023 insgesamt 45 Jahre ununterbrochen der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und hält damit einen Rekord für die längste Amtszeit in einer Parlamentskammer. Nachdem er 2015 das Amt des Ersten Vizepräsidenten übernommen hatte, wurde Huerón im Dezember 2017 zum Präsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt und nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] im Amt bestätigt. Nach seinem Verzicht auf eine neuerliche Parlamentskandidatur schied er Ende 2023 aus dem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere und erste Ministerämter ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semest]] geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative [[PPC]] in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahlen 1982]] wurde Huerón als Staatssekretär ins [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaftsministerium]] berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltministerium]], an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1990 folgte Huerón [[Carles Otero]] als Fraktionssprecher der Volkspartei in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] nach. Dieses Amt übte er auch nach der [[Parlamentswahl 1990]] aus. Im [[Kabinett Otero II]] wurde Huerón 1994 [[Verteidigungsminister]] und konnte sich dabei als Außenpolitiker positionieren. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik seiner Partei verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionszeit 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Wahlniederlage 1998]] verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte [[Roberto Vidéas]], der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister [[Umberto Salas]] sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete [[Bordez|Bordezische]] Regionalpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]], der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von [[Asul]], [[Verdes|Grünen]] und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Semestiner Kommunalwahl 2004]] kandidierte Huerón als Spitzenkandidat der Konservativen, verlor aber deutlich gegen die Sozialisten unter Amtsinhaber [[Miquel Javier León]]. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten [[Joán de la Pênia]]s anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im [[Kabinett Luisanto I]] zum [[Innenminister]] und [[Vizeministerpräsident|Stellvertreter des Ministerpräsidenten]] berufen. Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Kammerwahlen 2009]] fiel das [[Wirtschaftsministerium]] an die liberale [[UDS]]. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des [[Verteidigungsminister]]s im [[Kabinett Luisanto III]]. Nach der &amp;quot;Waffen-Affäre&amp;quot; um [[Martina Guivares Biguer]] folgte er dieser im Januar 2013 als [[Außenminister]] Sagradiens nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
Nachdem Huerón bei der [[Parlamentswahl 2013]] als Abgeordneter bestätigt worden war, übernahm er den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Nach der [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 2015|Wahl]] von [[Daniela Rosenthal-Valdés]] zur [[Präsidentin der Republik]] im Februar 2015 wurde Huerón zum Nachfolger im Amt des Ersten Vizepräsidenten der [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Seine Funktion im Europaausschuss gab er dafür auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 2017]] trat Huerón bei der Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer gegen die Sozialistin [[Cristina María Dacrós]] an und gewann die Wahl knapp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1978-2023: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Staatssekretär im [[Wirtschaftsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Moya II]] und [[Kabinett Moya III]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: [[Verteidigungsminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Otero I|Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Innenminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|Luisanto II]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 1-12/2013: [[Außenminister]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: Vorsitzender im Ausschuss für Europapolitik der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2015-2017: Erster Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2017-2023: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1990-1994: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Sprecher der [[PPC]]-Fraktion in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Huerón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Huerón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ana_Leonor_Vo%C3%A7ares&amp;diff=66422</id>
		<title>Ana Leonor Voçares</title>
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		<updated>2023-12-19T15:37:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Werdegang */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:VanBrempt51.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ana Leonor Voçares''' (*1973 in [[Malesc]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] [[ASUL|sozialistische]] Politikerin. Sie war Staatssekretärin im [[Ministerium für Erziehung und Wissenschaft]] und regionale Parteisekretärin der [[ASUL]] [[Sur-Pinial]] (2005-2011) sowie von Dezember 2013 bis Februar 2018 sagradische [[Ministerium für gesellschaftliche Solidarität, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für gesellschaftliche Solidarität, Jugend und Gleichstellung]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2018 wurde sie als Nachfolgerin von [[Cristina María Dacrós]] zur Ersten Vizepräsidentin der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. In diesem Amt wurde sie nach der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere ===&lt;br /&gt;
==== Werdegang ====&lt;br /&gt;
Ana Leonor Voçares wurde 1973 in [[Malesc]] geboren und wuchs in [[Semest]] auf. Bereits während ihres Studiums der Sozialwissenschaften engagierte sie sich für die sozialistische [[ASUL]] und den Parteijugendverband [[Juventú Socialista]]. 1995 wurde sie Sekretärin der Juso in der [[Region Semestina]], 1997 des nationalen Verbands. Als solche amtierte sie bis 2001 als Mitglied des ASUL-Parteivorstands.  Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] wurde die 29-jährige Voçares erstmals ins nationale Parlament gewählt. Anschließend wurde sie in der [[Kabinett De la Costa II|zweiten rot-grünen Regierung]] von [[Julio De la Costa]] Staatssekretärin im [[Erziehungsministerium]], verließ das Ministerium aber überraschend im Sommer 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2005 kandidierte Ana Voçares bei den [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen]] auf der Liste der ASUL in der [[Region Sur-Pinial]]. Während des Wahlkampfs wurden die Hintergründe ihrer Demission im Vorjahr und ihrer Beziehung mit dem sagradischen Ministerpräsidenten [[Julio De la Costa]] bekannt. De la Costa und Voçares gaben später bekannt, bereits seit 2004 ein Paar zu sein. 2006 kam eine gemeinsame Tochter auf die Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Regionalrat von Sur-Pinial übernahm Voçares 2007 die Führung der sozialistischen Gruppe, wenig später wurde sie zur Regionalsekretärin gewählt. Als solche trat sie bei den [[Regionalwahlen 2009]] als Spitzenkandidatin der Sozialisten in Sur-Pinial an, verlor die Wahl aber gegen den konservativen Amtsinhaber [[Benito Maureote]]. 2011 trat sie als regionale Sekretärin zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|Parlamentswahl im Herbst 2013]] kehrte Ana Voçares in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] zurück. Kurze Zeit später wurde sie von der neuen Ministerpräsidentin [[Mercé Serrat Cabarell]] zur [[Familienministerium|Ministerin für Solidarität, Jugend und Gleichstellung]] berufen. In ihrer Amtszit als Gleichstellungsministerin fielen unter anderem die Einführung einer Frauenquote in der Privatwirtschaft sowie eine Novellierung des Elternzeit-Gesetzes. Nach der [[Parlamentswahl 2017]] schied Voçares im Februar 2018 mit dem Rest der rot-grün-radikalen Minister aus der Regierung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Ämter ====&lt;br /&gt;
* 2002-2004: Staatssekretärin im [[Ministerium für Erziehung und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
* 2013-2018: [[Ministerium für gesellschaftliche Solidarität, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für gesellschaftliche Solidarität, Jugend und Gleichstellung]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: Vizepräsidentin der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 2002-2005: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2005-2013: Mitglied des [[Regionalrat]]s von [[Sur-Pinial]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 1995-1997: Regionalsekretärin der [[JUSO]] [[Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1997-2001: Nationale Sekretärin der [[JUSO]]&lt;br /&gt;
* 2007-2009: Fraktionssprecherin der [[ASUL]] im [[Regionalrat]] von [[Sur-Pinial]]&lt;br /&gt;
* 2007-2011: Regionalsekretärin der [[ASUL]] in [[Sur-Pinial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Voçares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Voçares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Familienminister Sagradiens|Voçares]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ram%C3%B3n_Julio_De_la_Costa&amp;diff=66421</id>
		<title>Ramón Julio De la Costa</title>
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		<updated>2023-12-19T15:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Rutelli2018.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ramón Julio De la Costa Molina''' (*13.07.1952 in [[Sacâu de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Anwalt und früherer Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war von 1990 bis 1992 sagradischer [[Umweltminister]] in der [[Kabinett Ricardes I|Regierung]] von [[Donado Ricardes]] und danach Präsident der Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] (1993-1998). Zwischen Januar 1999 und November 2006 führte er als [[sagradischer Ministerpräsident]] die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Koalition]] in Sagradien an. Von 1997 bis 2005 war er zudem Generalsekretär seiner Partei und von 1999 bis 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Partei- und Regierungschef verfolgte De la Costa einen sozial-progressiven Kurs. In seine Amtszeit als Ministerpräsident fallen zahlreiche politische und gesellschaftliche Reformen wie die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare, die Liberalisierung des Einwanderungsrechts, der Ausstieg aus der Atom-Energie sowie eine umfangreiche Staats- und Verwaltungsreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik fungierte De la Costa 2007/2008 mehrere Monate lang als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Sudan. Von 2012 bis 2018 war er Präsident der sagradischen NGO &amp;quot;Anwälte für Menschen- und Bürgerrechte&amp;quot; (ADHC). Er ist zudem Gründer und Präsident des politischen Think Tank [[Novo Progreso]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studentenjahre ===&lt;br /&gt;
Der aus Sacâu nahe [[Tulis]] stammende De la Costa begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1978 abschloss. Bereits seit seinen Jugendtagen war er in der Friedensbewegung aktiv und protestierte gegen den Vietnamkrieg. Zugleich hielt er Kontakt zu einer maoistischen Studentengruppe in [[Tulis]]. Seit 1975 gehörte er zu den Redakteuren des linkssozialistischen [[Jornal del Cânviu]], 1977 wurde er Parteimitglied der alternativ-kommunistischen [[Democrâcia Crítica]] und engagierte sich in den Neuen Sozialen Bewegungen, vor allem für unilaterale Abrüstung, die Abschaffung von Atomwaffen, den Ausstieg aus der Atomenergie und eine Ausweitung der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des linksalternativen Spektrums gehörte er zunächst dem linksradikalen, ökosozialistischen Flügel an. Noch Jahre später bezeichnete er sich selbst als Ökosozialisten, näherte sich in der praktischen Politik aber dem pragmatischen Flügel der Bewegung an. Schon als Student unterhielt er enge Kontakte zum entstehenden linksalternativen Flügel der sozialistischen [[ASUL]] und nahm als Gast an verschiedenen Treffen der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn in der Kommunalpolitik ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli99.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
Nach Ende seines Studiums begann de la Costa eine akademische Karriere und war bis 1984 als Dozent für politische Geschichte an der [[Celusanto-Universität]] von Tulis beschäftigt. Dort promovierte er auch 1981 über die Geschichte der sagradischen Linken in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freier Journalist und Kolumnist machte sich De la Costa in der Folge einen Namen. Seine eigentliche politische Karriere begann 1984. Nachdem er als Mitglied der [[Democrâcia Crítica]] auf der Grün-Alternativen Liste in den Stadtrat seiner Heimatstadt [[Tulis]] gewählt worden war, gehörte er als Beigeordneter dem Kollegium der Stadt um den sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] an. Als solcher war er mit dem Ressort ''Tourismus, Stadtplanung und Umwelt'' betraut. In diesem Amt machte er sich einen Namen, indem er eine umfassende Stadtsanierung organisierte und Tulis zur ''„Grünen Kulturstadt“'' umgestalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli98.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nachdem es innerhalb der Grün-Alternativen Liste zu Streit und Spaltungen gekommen war, kandidierte De la Costa bei der Kommunalwahl 1988 auf einer offenen Liste der regierenden [[ASUL|Sozialisten]] und wurde als Stadtrat bestätigt. In der neuen Administration Corell wurde sein Ressort um den Bereich ''Wirtschaft'' erweitert. Außerdem war er u.a. für die Koordination der ''Europäischen Kulturstadt Tulis'' zuständig. Wenig später trat er der ''Sozialistischen Allianz'' (ASUL) bei und wurde für diese bei den [[Regionalwahlen 1989]] in den Rat von [[Comtàid-Perín]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Bekanntheit in seiner neuen Partei erwarb sich der rhetorisch beflissene De la Costa 1989 auf dem Parteitag der Asul in [[Valier]] mit einer ambitionierten und vielgelobten Rede, in der er Eckpunkte für eine sozialökologische Politik der Zukunft formulierte und darin die Parteiführung um [[Donado Ricardes]] aufforderte, in der künftigen Politik Ökologie und Ökonomie zusammenzudenken. Wenige Monate später wählte ihn seine neue Partei in die Exekutive des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Ricardes ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1990 berief der neue sozialistische [[Ministerpräsident]] [[Donado Ricardes]] den 37-jährigen Shootingstar De la Costa zum neuen [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltminister]] in seiner sozialistisch-radikalen Minderheitsregierung. Dahinter wurde öffentlich die Strategie vermutet, einen Teil der wachsenden linksalternativen und ökosozialistischen Bewegung von den [[Verdes|Grünen]] weg und hin zur ASUL zu lotsen. Außerdem sah Ricardes in der neu aufkommenden rot-grünen Netzwerkbewegung, als deren Vertreter de la Costa galt, eine potenzielle Gefahr für seine Führung und versuchte sie in seine Politik zu integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Ministeramt machte De la Costa schnell durch unorthodoxe Methoden auf sich aufmerksam und verärgerte mehr als einmal Koalitionspartner und Parteifreunde, u.a. mit seiner Kampagne für einen raschen Atomausstieg, den die Grünen forderten und der innerhalb der Sozialistischen Partei hoch umstritten war. In Zusammenarbeit mit Forschungsminister [[Carles Martínez Begueller]] initiierte De la Costa zudem ein Forschungsprogramm zum Ausbau regenerativer Energien, eines der ersten dieser Art in Europa. Zu dieser Zeit galt De la Costa als Vertreter der Neuen Linken innerhalb der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament gegen die Minderheitsregierung im Herbst 1992 schied De la Costa mit dem Rest des Kabinetts aus dem Amt. Der folgende Rücktritt [[Donado Ricardes]]' als Parteichef der Sozialisten und die zunächst wenig machtvolle Stellung seines Nachfolgers Luis José López hatte zu einer Stärkung der jungen Kräfte innerhalb der Partei geführt, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und ein Überdenken traditionalistischer Positionen forderten. De la Costa wurde zu dieser Zeit als zwar prominenter, aber mangels Abgeordnetenmandat weniger einflussreicher Vertreter der so genannten [[Guarda Jovén]] angesehen, als deren wichtigste Repräsentanten zu dieser Zeit der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Paulo Satyres]], sein [[Armoria|armorischer]] Kollege [[Mariano Larcón]] sowie der ehemalige [[JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in l’Artir im März 1991 bereits hatten die Jungen in der Partei Schlagzeilen mit einem engagierten Vorschlag für eine Aktualisierung des Parteiprogramms von 1977 gemacht, der stark von den Neuen sozialen Bewegungen geprägt war und auf eine ökologisch-postmaterialistische Erneuerung der Parteilinie abzielte. Die [[Proposiciones de l'Artir]], die auch unter der wesentlichen Mitwirkung De la Costas entstanden waren, öffentlich aber vor allem mit dem Gesicht Paulo Satyres’ verbunden wurden, wurden vom Parteiestablishment als Affront gegen die vergangenen vier Jahre und den Kurs der Regierung Ricardes aufgenommen und riefen heftige Kritik des rechten Flügels hervor. Die auf Ausgleich bedachte Parteiführung scheute eine direkte Konfrontation und deutete die „Proposiciones“ als Thesen dem Programmausschuss zu, der sie unter dem Einfluss [[António Grande Illega]]s jedoch Teile von ihnen in veränderter und abgeschwächter Form am letzten Tag zu Abstimmung einbrachte. Die „Proposiciones“ trafen den Geist der Zeit und wurden mit einer klaren Mehrheit angenommen und damit als Interpretationsthesen dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandal]] der Sozialisten im Jahr 1992/93 hielt sich De la Costa mit Rücktrittsforderungen zurück, trat aber für eine rasche und uneingeschränkte Aufklärung ein und unterstützte nachdrücklich die Abhaltung einer Mitgliederbefragung über das neue Parteioberhaupt. Auf dem Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde De la Costa erstmals in die Parteiexekutive gewählt, wo er die Zuständigkeit für Fragen der Umwelt- und Zukunftspolitik erhielt. Mit Satyres, Larcón und [[Enrico Herzog]] als Mitglieder des Sekretariats wurde das Exekutivkomitee der Partei deutlich verjüngt und die Jungen unmittelbar in die Parteiführung eingebunden. De la Costa trat in der Folge vermehrt in der nationalen Politik auf und wurde 1993 auch mit einem Ergebnis von 77 Prozent im Parteivorstand bestätigt, wo er fortan für Regional- und Entwicklungspolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident von Comtàid-Perín ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli90.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 1993]] führte De la Costa die Sozialisten in der Region [[Comtàid-Perín]] als Spitzenkandidat in die Wahl und wurde nach einem überraschend deutlichen Wahlsieg zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Als solcher stieg er zu einem der Hoffnungsträger in der sozialistischen Partei auf. Er führte eine rot-grüne Mitte-Links-Koalition an. Nach den [[Regionalwahlen 1997]] wurde er in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalsekretär [[António Grande]] berief De la Costa im Jahr 1994 als Experte für Umweltpolitik, Regionen und Entwicklung in sein Wahlkampfteam, wo der junge Regionalpolitiker im Falle eines Wahlsieges der Sozialisten als aussichtsreicher Ministerkandidat gehandelt wurde. Die Sozialisten verloren zwar die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahl]] gegen die regierenden [[PPC|Christdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1996 gründete De la Costa zusammen mit dem [[Region Ostino|ostinischen]] Regionalpräsidenten [[Iano Norriez]] und Fraktionsgeschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] einen eigenen reformorientierten „Corrente“ mit dem Namen [[Julistas|Sinistra Progresista]], was als Antwort auf die lautstarken Forderungen der Parteilinken unter Paulo Satyres gewertet wurde. Die theoretische Grundlage hatte er bereits im Frühjahr 1996 in seinem Buch ''Sinistra es Progreso. La sinistra del 21 sêglu'' gegeben, in dem er eine linke Politik für das 21. Jahrhundert formulierte, die besonders für bürgerliche Freiheiten, eine libertäre Gesellschaftspolitik und einen ökologischen und sozialen Wohlfahrtsstaat stehen solle. Damit unterschied sich De la Costa von den ausladenden Sozialstaatsforderungen der Linken um Satyres’, die dem materialistischen Grundcharakter der Alten Linken [[Andrés Colón]]s treu blieben und deren Staatsvorstellungen De la Costa als autoritär und deren Politikstil er als linkspopulistisch zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Parteichef ===&lt;br /&gt;
Nachdem wenig später ASUL-Generalsekretär Grande die Möglichkeit angedeutet hatte, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] zu verzichten, kam es in der Sozialistischen Partei zu Diskussionen um die Spitzenkandidatur. Schnell wurde klar, dass sich [[Paulo Satyres Blanco]] zum zweiten Mal nach 1992 um die Führungsposition in der Partei bewerben würde. Als mögliche Gegenkandidaten wurden Persönlichkeiten wie [[Iano Norriez]] und [[Miquel Chamot]] gehandelt, doch drängte sich keiner außer dem populären De la Costa als natürlicher Kandidat der Anti-Satyres-Fraktion auf. Um Satyres zu verhindern wurde letzterer schließlich auch von einem großen Teil des rechten Parteiflügels unterstützt. Grande Illega enthielt sich zwar, seine Anhängerschaft und andere Teile der Parteimitte sprachen sich aber mehrheitlich für De la Costa aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande offiziell seinen Verzicht auf die Parteiführung bekanntgegeben hatte, erklärten erwartungsgemäß Satyres und - nach der Absage von Norriez und Chamot - De la Costa ihre Kandidatur für die von Grande Illega organisierte Urwahl zwischen De la Costa und Paulo Satyres, in der sich De la Costa deutlich durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Parteikongress in Tulis im Mai 1997 trat der frisch gekürte Spitzenkandidat – noch dazu mit Heimrecht ausgestattet – als großer Star der Partei auf. Mit einer schwungvollen, rhetorisch glänzenden und vielgelobten Rede beschwor er den Politikwechsel im Land und setzte die Zeichen für einen spannenden Lagerwahlkampf. Gegen den Parteirechten [[Óliver Braga]] wurde De la Costa mit deutlicher Mehrheit von über 80 Prozent zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt. Nachdem er sich mit Satyres geeinigt hatte, wurde dieser Vizegeneralsekretär. Die vom Parteivorstand eingebrachten und verabschiedeten [[Declaraciones pel Cânviu]] aktualisierten die [[Proposiciones de l'Artir|''Proposiciones'']] von l’Artir aus dem Jahr 1991 vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen und orientierten sich bereits stark an de la Costas Konzept der ''Sinistra Progresista''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Satyres und unter Federführung seines Wahlkampfleiters Lorenzo Dimas Ferrera entwickelte De la Costa in der Folge aufbauend auf den Tulineser Deklarationen das Konzept des [[Nòu Progresismo]], der an die Grundlagen der ''Sinistra Progresista'' anknüpfte. Besonderer Wert wurde auf sozial und ökologisch verträgliche Wirtschafts- und vor allem auf liberale Gesellschaftsreformen gelegt. Wichtige Teile des Konzepts wurden später vom spanischen Sozialistenführer Zapatero als ''Nueva Via'' aufgegriffen und brachten diesem 2004 einen Sieg ein. Das Projekt ''Progressive Linke'' knüpfte bewusst an die Gesellschaftsreformen der Linksregierung [[Joán Caval]]s in den Siebzigern an und verband es mit dem Verzicht auf Sozialisierungen und übermäßige Umverteilung, wie er bereits in früheren [[Coalición Viola|„violetten“ Koalitionen]] mit der bürgerlichen [[UDS]] praktiziert worden war. In wesentlichen Bereichen stellte es ein postmaterialistisches Programm dar und präsentierte die Sozialisten als Partei der Neuen Linken, indem es die Gleichberechtigung der Geschlechter, Minderheitenschutz vor allem für ethnische und sexuelle Gruppierungen, Ausweitung der Entwicklungshilfe und Unterstützung für sozial Schwache betonte. Damit zeigte es die ASUL als Gegenpol zur vermeintlich gestrigen Politik der Koalitionsparteien. Als Vater des Programms gilt neben De la Costa auch dessen damaliger Wahlkampfleiter [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der später EU-Kommissar und [[Finanzminister]] werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft 1999-2002 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli12.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nach seinem eindrucksvollen Wahlsieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen im November 1998]]. bei denen die Sozialisten mit über 38 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis bei nationalen Wahlen seit Joán Cavals [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Wahlsieg 1970]] feiern konnten, wurde De la Costa von Präsident [[Oscar Santián de Montoy]] im Januar 1999 zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger des Konservativen [[Josep Carles Otero]] ernannt. De la Costa bildete zusammen mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] um [[Franca Ferrero-Berástiz]] und [[Carles Etxeberría]] den ersten [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Ministerrat in Sagradien, der als Minderheitsregierung aber von der Unterstützung der [[PCS|kommunistisch]] geführten [[Unitá de la Sinistra|Linken]] im Parlament abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machte sich daran, die sagradische Gesellschaft zu modernisieren. Dabei wurden ihre Reformen wie das neue Asyl- und Einwanderungsgesetz, die Einführung der gesetzlich geschützten Lebenspartnerschaft CSS (&amp;quot;Contràu Civil de Solidaritá&amp;quot;) für hetero- und homosexuelle Paare sowie die Annahme eines neuen Autonomiestatuts für [[Aziz]], das der Inselgruppe erweiterte Selbstverwaltungsrechte zugestand, von der parlamentarischen Rechten energisch bekämpft. Das neue Statut, das von der seit Frühjahr 1999 in [[Santiago d'Aziz|Santiago]] regierenden Koalition aus [[PSA|Sozialisten]], gemäßigten bürgerlichen [[FALS|Nationalisten]] und anderen Mitte-Links-Gruppierungen ausgehandelt worden war und 2001 in Kraft trat, war Teil einer umfassenden neuen ordnungspolitischen Strategie, mit der die rot-grüne Regierung angetreten war, und die als [[Estàu Plural]] neue devolutionäre Modelle einzuführen suchte. In diesem Rahmen reformierte die Regierung De la Costa das gesamte sagradische Regionalrecht und gestand den Regionen zusätzliche Autonomierechte zu. Auch die von der Regierung de la Costa bereits 1999 durchgesetzte Aussetzung der Wehrpflicht und ihre endgültige Abschaffung nach den Wahlen 2002 wurden von der parlamentarischen Rechten abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftspolitik senkte die Regierung de la Costa die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern, erweiterte das Bildungsangebot, flexibilisierte die Arbeitszeiten und weitete zudem die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit aus. Um die Arbeitslosigkeit zu senken, wurde zudem ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor eingeführt. Auch in anderen Bereichen führte die Regierung Liberalisierungen und Marktöffnungen herbei, u.a. bei den Ladenöffnungszeiten, bei der Personenbeförderung durch Taxis und im Zugverkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Maßnahmen konnte die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung einer Klima-Abgabe sollten das ökologische Profil der Wirtschaftspolitik stärken. Der unter der Vorgängerregierung in einigen Branchen ausgesetzte Mindestlohn wurde wieder flächendeckend eingeführt. Die von Teilen der Parteirechten geforderte umfangreiche Sozialstaatsreform blieb in De la Costas erster Amtsperiode jedoch aus. Damit unterschied sich die Politik der Regierung De la Costa wahrnehmbar von den Dritten Wegen der britischen New Labour oder der deutsche Sozialdemokratie seit Ende der Neunziger Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch beteiligte sich das sagradische Militär 1999 gegen den Widerstand großer Teile der eigenen Koalition und gegen die Ablehnung durch die Linke, jedoch mit Zustimmung der bürgerlichen Opposition am Kosovo-Krieg der NATO gegen Jugoslawien. Die in weiten Teile eher sozialliberal anmutende Politik De la Costas, seine klare pro-europäische Haltung sowie die Beteiligung Sagradiens am Kosovo-Krieg und anderen Auslandseinsätzen führte in der Folge zu heftigen Spannungen zwischen den dominierenden pragmatischen Reformkräften der Regierung und der Parteilinken, die 2000 im Rücktritt [[Paulo Satyres]]’ als [[Wirtschaftsminister]] und Parteivize, seinem Austritt aus der ASUL und der Gründung der konkurrierenden linksnationalen [[Partíu Republicano Socialista|Republikanischen Sozialistischen Partei]] unter Führung Satyres’ gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Jahr 2000 in Duerez befand sich Julio de la Costa auf dem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht. Das verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Grundsatzprogramm von Duerez]], das erste vollständig neue Programm seit dem [[Manifesto de Semesta|Semestiner Programm]] 1977 und das dritte Parteiprogramm der ASUL seit [[Manifesto de Lemez|Lemez 1962]] verankerte den Kurs der Partei unter de la Costa unter dem Schlagwort des ''Progreso Social'' auch programmatisch und ideologisch und sollte die Partei fit für das kommende Jahrtausend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie vor ihm [[Joán Caval]] sammelte De la Costa eine Reihe junger Politiker um sich herum, die er zu seinem inneren Zirkel machte. Dazu gehörte zunächst in führender Position der Wirtschaftsfachmann [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der seit 1994 an der Seite De la Costas in der Fraktion arbeitete und 1998 sein [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef]] wurde. 1999 schickte De la Costa seinen wichtigsten Vertrauten als EU-Kommissar nach Brüssel und holte ihn 2004 als Superminister für [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaft und Finanzen]] in sein Kabinett zurück. Daneben gehörten zum engeren Führungszirkel um De la Costa auch der langjährige Vertraute [[Santo Guerrero]], die Parteikoordinatorin [[Nina Álamo Gomes]] sowie [[Piero Dulce Rodríguez]], der von 2000 bis 2005 als [[Präsidentschaftsminister]] fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft 2002-2006 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach zwischenzeitlichen Umfragetiefs im Herbst 2000 und Frühjahr 2001 erreichte De la Costas Koalition nicht zuletzt nach heftigen inneren Auseinandersetzungen im [[PPC]] pünktlich zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] wieder beste Umfragewerte, sodass das Mitte-Links-Wahlbündnis aus Sozialisten und Grünen bei den Parlamentswahlen seine relative Mehrheit behaupten und sogar ausbauen konnte. Die Koalition konnte mithilfe der Linken fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2003 von der amerikanischen Regierung unter George W. Bush eingeleitete Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein wurde von De la Costa und seiner rot-grünen Koalition deutlich abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Reformelan der ersten vier Jahre der ökosozialistischen Regierung folgten in De la Costas zweiter Amtszeit zunehmend wirtschaftliche, strukturelle und vor allem finanzielle Probleme, die den Sozialisten sinkende Umfragewerte und Mitgliederzahlen sowie eine Reihe von Wahlniederlagen bei den [[Senatswahlen 2003]] sowie den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]] einbrachten. Parteiintern kam es immer stärker zu Gegensätzen zwischen den Linken und den rechten Reformern, die unterschiedliche Sozialstaatsvorstellungen vertraten. Zudem wuchs das staatliche Defizit stark an. Nicht nur die bürgerliche Opposition, sondern auch Vertreter des rechten Reformflügels forderten nun eine strengere Haushaltspolitik, öffentliche Einsparungen und die Streichung von Sozialhilfe-Geldern. Nachdem im Spätsommer 2005 die Verwicklung von De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] in illegale Immobiliengeschäfte bekannt geworden war ([[Carnival-Affäre]]), kam es in der Koalition zu einer ernsthaften Krise, die in einer vernichtenden Niederlage bei [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im August 2005]] gipfelte. Der Druck auf den seit Monaten in der Kritik stehenden De la Costa wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem De la Costa bereits zuvor mehrmals angedeutet hatte, nicht länger als acht Jahre regieren zu wollen, erklärte er kurz nach den Regionalwahlen seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der Sozialisten und seinen Verzicht auf die neuerliche Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]], blieb aber bis auf weiteres Ministerpräsident und kündigte eine umfassende Kabinettsumbildung, die zweite binnen 14 Monaten, an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der ASUL sowie Spitzenkandidat für die anstehenden Parlamentswahlen wurde [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich in einer Urabstimmung gegen den Parteilinken [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gehörte zum eher rechten Parteiflügel, der sich für Arbeitsmarktreformen und angesichts des steigenden Staatsdefizits für Haushaltseinsparungen aussprach. De la Costa kündigte für die Zeit nach 2006 seinen Rückzug aus der Politik an und bewarb sich nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten großen Reformen der Regierung De la Costa gehört die 2005 beschlossene vollständige Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Dies wurde auf die Agenda gesetzt, nachdem es 1999 zwar gelungen war, mit dem Zivilpakt CCS eine staatlich geförderte gegenseitige Fürsorgepflicht und Steueranreize für hetero- wie für homosexuelle Paare als Alternative zu einer vollständigen Ehe durchzusetzen, nicht aber ein Adoptionsrecht sowie die vollständige steuerliche Gleichstellung von Homosexuellen zu erreichen. Dies wurde schließlich mit dem zum 1. Januar 2006 in Kraft tretenden Gesetz zur Öffnung der Ehe nachgeholt, mit dem Sagradien als erst viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten unter Spitzenkandidat Diaz de Velozo bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] schied De la Costa im November 2006 aus dem Amt. Nachfolger wurde der [[PPC|Volkspartei]]-Vorsitzende [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Mit einer Amtszeit von acht Jahren ist er nach [[Joán Caval]] der am zweitlängsten amtierende sozialistische Regierungschef Sagradiens und der sagradische Ministerpräsident mit der drittlängsten Amtszeit insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl 2006 zog sich De la Costa aus der aktiven Politik zurück und kehrte in seinen Beruf als Anwalt zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2007 meldete er sich der Öffentlichkeit zurück, als er sich mit einem großen öffentlichen Aufruf in der Wochenzeitung [[Il Tiempo]] für eine Wiederaufnahme der Bemühungen um die Ratifikation einer EU-Verfassung aussprach und die EU-Politik der [[Viererkoalition|Mitte-Rechts-Regierung]] [[Kabinett Luisanto I|Luisanto]] erstmals heftig kritisierte. Kurz darauf erschien De la Costas lange erwartetes Buch unter dem Titel ''L'Europa d'Avenir.'', in dem De la Costa nicht nur von einer Krise der EU sprach und stärkere Bemühungen um die europäische Integration forderte, sondern auch vor dem gesamt-euroäischen Phänomen der „internen Aushöhlung“ durch europaskeptische Regierungen in Polen, Tschechien und besonders auch in Sagradien warnte, wo seit 2006 die rechtspopulistische [[PSP]] des umstrittenen [[Joán De la Pênia]] indirekt an der Regierungsmehrheit beteiligt war. Als Abrechnung mit seiner eigenen Partei oder dem politischen Gegner wollte De la Costa sein Buch aber nicht verstanden wissen, sondern als „rationale und ehrliche Einschätzung der politischen Konstellationen in Europa und der Welt des frühen 21. Jahrhunderts, gerade aus Sicht eines ehemaligen Handelnden“. Aufsehen erregten auch die Kaptitel über die Gefahren der Klimaveränderungen, die zwar in seinem Buch nicht den Hauptplatz einnehmen, aber in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion stark rezipiert wurden. Von Kritikern und unabhängigen Beobachtern wurden die ehrlichen und in der Tat auch selbstkritischen Ausführungen des ehemaligen Premierministers weitgehend gelobt, während der politische Gegner das Buch als „Keule gegen den Erfolg des Regierungsbündnisses“ (PPC-Fraktionschef [[Máximo Ulieta]]) verurteilte. An den Kassen war De la Costas Werk ein Verkaufsschlager und stand wochenlang auf dem Ersten Platz der Bestsellerlisten. Auch der Feuilleton lobte das Werk und hob den anspruchsvollen Stil De la Costas hervor. In der Folge gab De la Costa eine Reihe von Fernsehinterviews, in denen er eine Rückkehr in die nationale Politik in absehbarer Zeit ausschloss und sich hinter seinen Nachfolger im Parteiamt Diaz de Velozo stellte, dessen Verhältnis zu De la Costa als angespannt gilt. Er warnte aber seine Partei davor, sich in selbstreferenziellen Gefechten aufzureiben, während die Rechte das freiheitliche Sagradien durch eine auf Angst und Ausgrenzung setzende Politik unterminiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 übernahm De la Costa von UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon die Aufgabe eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Sudan. Seine Hauptaufgabe bestand dabei in der Überwachung der UN-Friedensmission im Süden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaukasuskonflikt des Jahres 2008 sprach sich De la Costa für eine differenziertere Analyse aus und warnte davor, in Denkmuster des Kalten Kriegs zurückzufallen. Der Westen könne internationale Politik nicht jahrelang gegen die Interessen Moskaus führen und sich dann wundern, dass Russland versucht, seine Interessensphäre zu schützen. Den Vorwurf der äußeren Linken, die von De la Costa als Regierungschef mitgetragene gewaltsame und völkerrechtswidrige Kosovo-Politik der NATO und der EU seien eine der Ursachen für das Vorgehen Russlands, wies De la Costa zurück und nannte dieses Argument einen Vorwand für die Durchsetzung eigener machtpolitischer Interessen, welche freilich auch Teile des westlichen Bündnisses im Kaukasus hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Interviews und Wahlkampfveranstaltungen attackierte De la Costa seinen Amtsnachfolger [[Miquel Ánibal Luisanto]] und dessen Regierung heftig. Der Ministerpräsident habe in Sagradien einen von gewissen Schlüsselmedien abgesicherten Populismus etabliert, der sich fortschrittlich und liberal geriere, in Wirklichkeit aber lediglich wirtschaftsliberal, nationalistisch und reaktionär gesinnt sei. Der so genannte ''Luisantismo'', den der Premier nun als ''Popularismo'' verkaufe, sei damit nichts anderes, als eine politisch korrekte und mehrheitsfähige Variante des rechtspopulistischen ''Delapenismo'', der die sagradische Rechte seit Jahren unterminiert habe. Die Auseinandersetzung zwischen Luisantisten und Delapenisten seien Scheingefechte, die sich in dem Moment auflösen würden, in dem die beiden Parteien wieder zur gemeinsamen Machtübernahme  aufeinander angewiesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] lobte De la Costa den gescheiterten Parteichef Diaz de Velozo doppeldeutig für dessen raschen Rückzug aus der Parteiführung, der Platz für einen schnellen Neuanfang gemacht habe. Aus dem Wettbewerb um die Nachfolge Diaz de Velozos hielt er sich gänzlich heraus und gab auch für die ihm nahestehenden [[Julistas]] keine Wahlempfehlung ab. Nach dem Sieg [[Mercé Serrat Cabarell]]s bei den im November abgehaltenen Primaries wurde bekannt, dass De la Costa dieser zukünftig als strategischer Berater zur Vefügung stehen werde. Eine eigene Kandidatur für den Parteivorstand lehnte er aber ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 unterstützte De la Costa die Gründung der so genannten Spinelli-Gruppe, die einen gesellschaftlichen und akademischen Diskurs über eine weitere Föderalisierung der Europäischen Union voranzutreiben sucht. Weitere Unterstützer sind Guy Verhofstadt, Jacques Delors, Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Mario Monti sowie auf sagradischer Seite der ehemalige sagradische Außenminister [[Hernán Ferrero Perón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
De la Costa gilt als äußerst geistreicher und rhetorisch beflissener Redner. Besonderes internationales Ansehen konnte er sich neben seinen jüngsten Beiträgen zum Klimaschutz als Förderer der Europäischen Integration erwerben. Vor allem sein Engagement für die gescheiterte Europäische Verfassung trug ihm den Ruf eines überzeugten Europäers ein. De la Costa gilt als ausgesprochen polyglott. Neben Sagradisch, Englisch und Französisch spricht er auch diverse andere romanische Sprachen sowie ein wenig Mandarin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch immer stellt De la Costas Corrente mit seinen zahlreichen Sympathisanten eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der sozialistischen [[Asul]] dar. Zu einflussreichen „Julistas“ werden der Regionalpräsident von [[Sarmay]] und ehemalige Minister [[Piero Dulce]], die Vizepräsidentin der Abgeordnetenkammer [[Ana Voçares]], die langjährige Koordinatorin der Asul [[Nina Álamo Gomes]] sowie Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt. Der Corrente De la Costas steht für eine gesellschaftsliberale Ausrichtung, eine ökologisch-nachhaltige Energiepolitik ohne Atomstrom, eine pragmatische und dezidiert proeuropäische Außenpolitik sowie moderate Wirtschafts- und Sozialreformen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete sich selbst als „Julista“ und gilt als enger persönlicher Freund De la Costas. Bei den spanischen Parlamentswahlen 2008 stand De la Costa seinem Freund Zapatero als politischer Berater zur Seite und trat bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen auf. Julio De la Costa ist Mitglied im Club of Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Julio De la Costa war seit 1982 mit der Tulineser Journalistin ''Estrela Ferrera Els'' verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter, ''Grâcia María'' (*1984) und ''Teresa Sónsoles'' (*1987). De la Costa und Ferrera Els leben seit 1995 getrennt und sind seit 1997 geschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2005 ist Julio De la Costa mit der 20 Jahre jüngeren sozialistischen Politikerin [[Ana Voçares]] liiert. Voçares war von 2002 bis 2004 als Staatssekretärin im Erziehungsministerium beschäftigt. Nach einer Kabinettsumbildung 2004 wurde sie für die Öffentlichkeit überraschend nicht mehr für ein Regierungsamt berücksichtigt. Erst wenige Monate später wurde die Beziehung zwischen De la Costa und Voçares bekannt. Im Jahr 2006 kam eine gemeinsame Tochter namens ''Isabel'' auf die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas Bruder ist der bekannte Tulineser Mathematikprofessor ''Joán Arcélio De la Costa''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costa bezeichnet sich selbst als „skeptischen Agnostiker“ und war der erste Ministerpräsident des Landes, der den Amtseid ohne religiöse Beteuerung abgelegt hat, wofür er Kritik von Seiten der katholischen PPC-Opposition einstecken musste. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wurden eigenen Angaben zufolge dennoch „liberal-katholisch, aber säkular“ erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Beigeordneter Stadtrat von [[Tulis]] für Tourismus und Umwelt (seit 1988 auch für Handel und Unternehmen zuständig)&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Regierungspräsident der Region [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]])&lt;br /&gt;
* seit 2009: stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Mitglied des Stadtrats von [[Tulis]] (bis 1988 Grün-Alternative Liste, seit 1988 [[ASUL]])&lt;br /&gt;
* 1989-1998: Mitglied des Regionalrats von [[Comtàid-Perín]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1999-2008: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Comtàid-Perín|De la Costa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ram%C3%B3n_Julio_De_la_Costa&amp;diff=66420</id>
		<title>Ramón Julio De la Costa</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Rutelli2018.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ramón Julio De la Costa Molina''' (*13.07.1952 in [[Sacâu de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Anwalt und früherer Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war von 1990 bis 1992 sagradischer [[Umweltminister]] in der [[Kabinett Ricardes I|Regierung]] von [[Donado Ricardes]] und danach Präsident der Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] (1993-1998). Zwischen Januar 1999 und November 2006 führte er als [[sagradischer Ministerpräsident]] die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Koalition]] in Sagradien an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit als Regierungschef fallen zahlreiche politische und gesellschaftliche Reformen wie die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare, die Liberalisierung des Einwanderungsrechts, der Ausstieg aus der Atom-Energie sowie eine umfangreiche Staats- und Verwaltungsreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1997 bis 2005 war er zudem Generalsekretär seiner Partei und bis 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale. 2007/2008 fungierte er mehrere Monate lang als Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen für Sudan. Von 2012 bis 2018 war er Präsident der sagradischen NGO &amp;quot;Anwälte für Menschen- und Bürgerrechte&amp;quot; (ADHC). Er ist zudem Gründer und Präsident des politischen Think Tank [[Novo Progreso]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Studentenjahre ===&lt;br /&gt;
Der aus Sacâu nahe [[Tulis]] stammende De la Costa begann nach dem Abitur ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1978 abschloss. Bereits seit seinen Jugendtagen war er in der Friedensbewegung aktiv und protestierte gegen den Vietnamkrieg. Zugleich hielt er Kontakt zu einer maoistischen Studentengruppe in [[Tulis]]. Seit 1975 gehörte er zu den Redakteuren des linkssozialistischen [[Jornal del Cânviu]], 1977 wurde er Parteimitglied der alternativ-kommunistischen [[Democrâcia Crítica]] und engagierte sich in den Neuen Sozialen Bewegungen, vor allem für unilaterale Abrüstung, die Abschaffung von Atomwaffen, den Ausstieg aus der Atomenergie und eine Ausweitung der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des linksalternativen Spektrums gehörte er zunächst dem linksradikalen, ökosozialistischen Flügel an. Noch Jahre später bezeichnete er sich selbst als Ökosozialisten, näherte sich in der praktischen Politik aber dem pragmatischen Flügel der Bewegung an. Schon als Student unterhielt er enge Kontakte zum entstehenden linksalternativen Flügel der sozialistischen [[ASUL]] und nahm als Gast an verschiedenen Treffen der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn in der Kommunalpolitik ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli99.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
Nach Ende seines Studiums begann de la Costa eine akademische Karriere und war bis 1984 als Dozent für politische Geschichte an der [[Celusanto-Universität]] von Tulis beschäftigt. Dort promovierte er auch 1981 über die Geschichte der sagradischen Linken in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freier Journalist und Kolumnist machte sich De la Costa in der Folge einen Namen. Seine eigentliche politische Karriere begann 1984. Nachdem er als Mitglied der [[Democrâcia Crítica]] auf der Grün-Alternativen Liste in den Stadtrat seiner Heimatstadt [[Tulis]] gewählt worden war, gehörte er als Beigeordneter dem Kollegium der Stadt um den sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] an. Als solcher war er mit dem Ressort ''Tourismus, Stadtplanung und Umwelt'' betraut. In diesem Amt machte er sich einen Namen, indem er eine umfassende Stadtsanierung organisierte und Tulis zur ''„Grünen Kulturstadt“'' umgestalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli98.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nachdem es innerhalb der Grün-Alternativen Liste zu Streit und Spaltungen gekommen war, kandidierte De la Costa bei der Kommunalwahl 1988 auf einer offenen Liste der regierenden [[ASUL|Sozialisten]] und wurde als Stadtrat bestätigt. In der neuen Administration Corell wurde sein Ressort um den Bereich ''Wirtschaft'' erweitert. Außerdem war er u.a. für die Koordination der ''Europäischen Kulturstadt Tulis'' zuständig. Wenig später trat er der ''Sozialistischen Allianz'' (ASUL) bei und wurde für diese bei den [[Regionalwahlen 1989]] in den Rat von [[Comtàid-Perín]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Bekanntheit in seiner neuen Partei erwarb sich der rhetorisch beflissene De la Costa 1989 auf dem Parteitag der Asul in [[Valier]] mit einer ambitionierten und vielgelobten Rede, in der er Eckpunkte für eine sozialökologische Politik der Zukunft formulierte und darin die Parteiführung um [[Donado Ricardes]] aufforderte, in der künftigen Politik Ökologie und Ökonomie zusammenzudenken. Wenige Monate später wählte ihn seine neue Partei in die Exekutive des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Ricardes ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1990 berief der neue sozialistische [[Ministerpräsident]] [[Donado Ricardes]] den 37-jährigen Shootingstar De la Costa zum neuen [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltminister]] in seiner sozialistisch-radikalen Minderheitsregierung. Dahinter wurde öffentlich die Strategie vermutet, einen Teil der wachsenden linksalternativen und ökosozialistischen Bewegung von den [[Verdes|Grünen]] weg und hin zur ASUL zu lotsen. Außerdem sah Ricardes in der neu aufkommenden rot-grünen Netzwerkbewegung, als deren Vertreter de la Costa galt, eine potenzielle Gefahr für seine Führung und versuchte sie in seine Politik zu integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Ministeramt machte De la Costa schnell durch unorthodoxe Methoden auf sich aufmerksam und verärgerte mehr als einmal Koalitionspartner und Parteifreunde, u.a. mit seiner Kampagne für einen raschen Atomausstieg, den die Grünen forderten und der innerhalb der Sozialistischen Partei hoch umstritten war. In Zusammenarbeit mit Forschungsminister [[Carles Martínez Begueller]] initiierte De la Costa zudem ein Forschungsprogramm zum Ausbau regenerativer Energien, eines der ersten dieser Art in Europa. Zu dieser Zeit galt De la Costa als Vertreter der Neuen Linken innerhalb der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament gegen die Minderheitsregierung im Herbst 1992 schied De la Costa mit dem Rest des Kabinetts aus dem Amt. Der folgende Rücktritt [[Donado Ricardes]]' als Parteichef der Sozialisten und die zunächst wenig machtvolle Stellung seines Nachfolgers Luis José López hatte zu einer Stärkung der jungen Kräfte innerhalb der Partei geführt, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und ein Überdenken traditionalistischer Positionen forderten. De la Costa wurde zu dieser Zeit als zwar prominenter, aber mangels Abgeordnetenmandat weniger einflussreicher Vertreter der so genannten [[Guarda Jovén]] angesehen, als deren wichtigste Repräsentanten zu dieser Zeit der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Paulo Satyres]], sein [[Armoria|armorischer]] Kollege [[Mariano Larcón]] sowie der ehemalige [[JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in l’Artir im März 1991 bereits hatten die Jungen in der Partei Schlagzeilen mit einem engagierten Vorschlag für eine Aktualisierung des Parteiprogramms von 1977 gemacht, der stark von den Neuen sozialen Bewegungen geprägt war und auf eine ökologisch-postmaterialistische Erneuerung der Parteilinie abzielte. Die [[Proposiciones de l'Artir]], die auch unter der wesentlichen Mitwirkung De la Costas entstanden waren, öffentlich aber vor allem mit dem Gesicht Paulo Satyres’ verbunden wurden, wurden vom Parteiestablishment als Affront gegen die vergangenen vier Jahre und den Kurs der Regierung Ricardes aufgenommen und riefen heftige Kritik des rechten Flügels hervor. Die auf Ausgleich bedachte Parteiführung scheute eine direkte Konfrontation und deutete die „Proposiciones“ als Thesen dem Programmausschuss zu, der sie unter dem Einfluss [[António Grande Illega]]s jedoch Teile von ihnen in veränderter und abgeschwächter Form am letzten Tag zu Abstimmung einbrachte. Die „Proposiciones“ trafen den Geist der Zeit und wurden mit einer klaren Mehrheit angenommen und damit als Interpretationsthesen dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandal]] der Sozialisten im Jahr 1992/93 hielt sich De la Costa mit Rücktrittsforderungen zurück, trat aber für eine rasche und uneingeschränkte Aufklärung ein und unterstützte nachdrücklich die Abhaltung einer Mitgliederbefragung über das neue Parteioberhaupt. Auf dem Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde De la Costa erstmals in die Parteiexekutive gewählt, wo er die Zuständigkeit für Fragen der Umwelt- und Zukunftspolitik erhielt. Mit Satyres, Larcón und [[Enrico Herzog]] als Mitglieder des Sekretariats wurde das Exekutivkomitee der Partei deutlich verjüngt und die Jungen unmittelbar in die Parteiführung eingebunden. De la Costa trat in der Folge vermehrt in der nationalen Politik auf und wurde 1993 auch mit einem Ergebnis von 77 Prozent im Parteivorstand bestätigt, wo er fortan für Regional- und Entwicklungspolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident von Comtàid-Perín ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli90.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 1993]] führte De la Costa die Sozialisten in der Region [[Comtàid-Perín]] als Spitzenkandidat in die Wahl und wurde nach einem überraschend deutlichen Wahlsieg zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Als solcher stieg er zu einem der Hoffnungsträger in der sozialistischen Partei auf. Er führte eine rot-grüne Mitte-Links-Koalition an. Nach den [[Regionalwahlen 1997]] wurde er in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generalsekretär [[António Grande]] berief De la Costa im Jahr 1994 als Experte für Umweltpolitik, Regionen und Entwicklung in sein Wahlkampfteam, wo der junge Regionalpolitiker im Falle eines Wahlsieges der Sozialisten als aussichtsreicher Ministerkandidat gehandelt wurde. Die Sozialisten verloren zwar die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahl]] gegen die regierenden [[PPC|Christdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1996 gründete De la Costa zusammen mit dem [[Region Ostino|ostinischen]] Regionalpräsidenten [[Iano Norriez]] und Fraktionsgeschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] einen eigenen reformorientierten „Corrente“ mit dem Namen [[Julistas|Sinistra Progresista]], was als Antwort auf die lautstarken Forderungen der Parteilinken unter Paulo Satyres gewertet wurde. Die theoretische Grundlage hatte er bereits im Frühjahr 1996 in seinem Buch ''Sinistra es Progreso. La sinistra del 21 sêglu'' gegeben, in dem er eine linke Politik für das 21. Jahrhundert formulierte, die besonders für bürgerliche Freiheiten, eine libertäre Gesellschaftspolitik und einen ökologischen und sozialen Wohlfahrtsstaat stehen solle. Damit unterschied sich De la Costa von den ausladenden Sozialstaatsforderungen der Linken um Satyres’, die dem materialistischen Grundcharakter der Alten Linken [[Andrés Colón]]s treu blieben und deren Staatsvorstellungen De la Costa als autoritär und deren Politikstil er als linkspopulistisch zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Parteichef ===&lt;br /&gt;
Nachdem wenig später ASUL-Generalsekretär Grande die Möglichkeit angedeutet hatte, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] zu verzichten, kam es in der Sozialistischen Partei zu Diskussionen um die Spitzenkandidatur. Schnell wurde klar, dass sich [[Paulo Satyres Blanco]] zum zweiten Mal nach 1992 um die Führungsposition in der Partei bewerben würde. Als mögliche Gegenkandidaten wurden Persönlichkeiten wie [[Iano Norriez]] und [[Miquel Chamot]] gehandelt, doch drängte sich keiner außer dem populären De la Costa als natürlicher Kandidat der Anti-Satyres-Fraktion auf. Um Satyres zu verhindern wurde letzterer schließlich auch von einem großen Teil des rechten Parteiflügels unterstützt. Grande Illega enthielt sich zwar, seine Anhängerschaft und andere Teile der Parteimitte sprachen sich aber mehrheitlich für De la Costa aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande offiziell seinen Verzicht auf die Parteiführung bekanntgegeben hatte, erklärten erwartungsgemäß Satyres und - nach der Absage von Norriez und Chamot - De la Costa ihre Kandidatur für die von Grande Illega organisierte Urwahl zwischen De la Costa und Paulo Satyres, in der sich De la Costa deutlich durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Parteikongress in Tulis im Mai 1997 trat der frisch gekürte Spitzenkandidat – noch dazu mit Heimrecht ausgestattet – als großer Star der Partei auf. Mit einer schwungvollen, rhetorisch glänzenden und vielgelobten Rede beschwor er den Politikwechsel im Land und setzte die Zeichen für einen spannenden Lagerwahlkampf. Gegen den Parteirechten [[Óliver Braga]] wurde De la Costa mit deutlicher Mehrheit von über 80 Prozent zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt. Nachdem er sich mit Satyres geeinigt hatte, wurde dieser Vizegeneralsekretär. Die vom Parteivorstand eingebrachten und verabschiedeten [[Declaraciones pel Cânviu]] aktualisierten die [[Proposiciones de l'Artir|''Proposiciones'']] von l’Artir aus dem Jahr 1991 vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen und orientierten sich bereits stark an de la Costas Konzept der ''Sinistra Progresista''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Satyres und unter Federführung seines Wahlkampfleiters Lorenzo Dimas Ferrera entwickelte De la Costa in der Folge aufbauend auf den Tulineser Deklarationen das Konzept des [[Nòu Progresismo]], der an die Grundlagen der ''Sinistra Progresista'' anknüpfte. Besonderer Wert wurde auf sozial und ökologisch verträgliche Wirtschafts- und vor allem auf liberale Gesellschaftsreformen gelegt. Wichtige Teile des Konzepts wurden später vom spanischen Sozialistenführer Zapatero als ''Nueva Via'' aufgegriffen und brachten diesem 2004 einen Sieg ein. Das Projekt ''Progressive Linke'' knüpfte bewusst an die Gesellschaftsreformen der Linksregierung [[Joán Caval]]s in den Siebzigern an und verband es mit dem Verzicht auf Sozialisierungen und übermäßige Umverteilung, wie er bereits in früheren [[Coalición Viola|„violetten“ Koalitionen]] mit der bürgerlichen [[UDS]] praktiziert worden war. In wesentlichen Bereichen stellte es ein postmaterialistisches Programm dar und präsentierte die Sozialisten als Partei der Neuen Linken, indem es die Gleichberechtigung der Geschlechter, Minderheitenschutz vor allem für ethnische und sexuelle Gruppierungen, Ausweitung der Entwicklungshilfe und Unterstützung für sozial Schwache betonte. Damit zeigte es die ASUL als Gegenpol zur vermeintlich gestrigen Politik der Koalitionsparteien. Als Vater des Programms gilt neben De la Costa auch dessen damaliger Wahlkampfleiter [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der später EU-Kommissar und [[Finanzminister]] werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft 1999-2002 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli12.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
Nach seinem eindrucksvollen Wahlsieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen im November 1998]]. bei denen die Sozialisten mit über 38 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis bei nationalen Wahlen seit Joán Cavals [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Wahlsieg 1970]] feiern konnten, wurde De la Costa von Präsident [[Oscar Santián de Montoy]] im Januar 1999 zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger des Konservativen [[Josep Carles Otero]] ernannt. De la Costa bildete zusammen mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] um [[Franca Ferrero-Berástiz]] und [[Carles Etxeberría]] den ersten [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Ministerrat in Sagradien, der als Minderheitsregierung aber von der Unterstützung der [[PCS|kommunistisch]] geführten [[Unitá de la Sinistra|Linken]] im Parlament abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machte sich daran, die sagradische Gesellschaft zu modernisieren. Dabei wurden ihre Reformen wie das neue Asyl- und Einwanderungsgesetz, die Einführung der gesetzlich geschützten Lebenspartnerschaft CSS (&amp;quot;Contràu Civil de Solidaritá&amp;quot;) für hetero- und homosexuelle Paare sowie die Annahme eines neuen Autonomiestatuts für [[Aziz]], das der Inselgruppe erweiterte Selbstverwaltungsrechte zugestand, von der parlamentarischen Rechten energisch bekämpft. Das neue Statut, das von der seit Frühjahr 1999 in [[Santiago d'Aziz|Santiago]] regierenden Koalition aus [[PSA|Sozialisten]], gemäßigten bürgerlichen [[FALS|Nationalisten]] und anderen Mitte-Links-Gruppierungen ausgehandelt worden war und 2001 in Kraft trat, war Teil einer umfassenden neuen ordnungspolitischen Strategie, mit der die rot-grüne Regierung angetreten war, und die als [[Estàu Plural]] neue devolutionäre Modelle einzuführen suchte. In diesem Rahmen reformierte die Regierung De la Costa das gesamte sagradische Regionalrecht und gestand den Regionen zusätzliche Autonomierechte zu. Auch die von der Regierung de la Costa bereits 1999 durchgesetzte Aussetzung der Wehrpflicht und ihre endgültige Abschaffung nach den Wahlen 2002 wurden von der parlamentarischen Rechten abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftspolitik senkte die Regierung de la Costa die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern, erweiterte das Bildungsangebot, flexibilisierte die Arbeitszeiten und weitete zudem die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit aus. Um die Arbeitslosigkeit zu senken, wurde zudem ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor eingeführt. Auch in anderen Bereichen führte die Regierung Liberalisierungen und Marktöffnungen herbei, u.a. bei den Ladenöffnungszeiten, bei der Personenbeförderung durch Taxis und im Zugverkehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Maßnahmen konnte die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung einer Klima-Abgabe sollten das ökologische Profil der Wirtschaftspolitik stärken. Der unter der Vorgängerregierung in einigen Branchen ausgesetzte Mindestlohn wurde wieder flächendeckend eingeführt. Die von Teilen der Parteirechten geforderte umfangreiche Sozialstaatsreform blieb in De la Costas erster Amtsperiode jedoch aus. Damit unterschied sich die Politik der Regierung De la Costa wahrnehmbar von den Dritten Wegen der britischen New Labour oder der deutsche Sozialdemokratie seit Ende der Neunziger Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch beteiligte sich das sagradische Militär 1999 gegen den Widerstand großer Teile der eigenen Koalition und gegen die Ablehnung durch die Linke, jedoch mit Zustimmung der bürgerlichen Opposition am Kosovo-Krieg der NATO gegen Jugoslawien. Die in weiten Teile eher sozialliberal anmutende Politik De la Costas, seine klare pro-europäische Haltung sowie die Beteiligung Sagradiens am Kosovo-Krieg und anderen Auslandseinsätzen führte in der Folge zu heftigen Spannungen zwischen den dominierenden pragmatischen Reformkräften der Regierung und der Parteilinken, die 2000 im Rücktritt [[Paulo Satyres]]’ als [[Wirtschaftsminister]] und Parteivize, seinem Austritt aus der ASUL und der Gründung der konkurrierenden linksnationalen [[Partíu Republicano Socialista|Republikanischen Sozialistischen Partei]] unter Führung Satyres’ gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Jahr 2000 in Duerez befand sich Julio de la Costa auf dem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht. Das verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Grundsatzprogramm von Duerez]], das erste vollständig neue Programm seit dem [[Manifesto de Semesta|Semestiner Programm]] 1977 und das dritte Parteiprogramm der ASUL seit [[Manifesto de Lemez|Lemez 1962]] verankerte den Kurs der Partei unter de la Costa unter dem Schlagwort des ''Progreso Social'' auch programmatisch und ideologisch und sollte die Partei fit für das kommende Jahrtausend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie vor ihm [[Joán Caval]] sammelte De la Costa eine Reihe junger Politiker um sich herum, die er zu seinem inneren Zirkel machte. Dazu gehörte zunächst in führender Position der Wirtschaftsfachmann [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der seit 1994 an der Seite De la Costas in der Fraktion arbeitete und 1998 sein [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef]] wurde. 1999 schickte De la Costa seinen wichtigsten Vertrauten als EU-Kommissar nach Brüssel und holte ihn 2004 als Superminister für [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaft und Finanzen]] in sein Kabinett zurück. Daneben gehörten zum engeren Führungszirkel um De la Costa auch der langjährige Vertraute [[Santo Guerrero]], die Parteikoordinatorin [[Nina Álamo Gomes]] sowie [[Piero Dulce Rodríguez]], der von 2000 bis 2005 als [[Präsidentschaftsminister]] fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft 2002-2006 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Rutelli1.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Nach zwischenzeitlichen Umfragetiefs im Herbst 2000 und Frühjahr 2001 erreichte De la Costas Koalition nicht zuletzt nach heftigen inneren Auseinandersetzungen im [[PPC]] pünktlich zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] wieder beste Umfragewerte, sodass das Mitte-Links-Wahlbündnis aus Sozialisten und Grünen bei den Parlamentswahlen seine relative Mehrheit behaupten und sogar ausbauen konnte. Die Koalition konnte mithilfe der Linken fortgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2003 von der amerikanischen Regierung unter George W. Bush eingeleitete Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein wurde von De la Costa und seiner rot-grünen Koalition deutlich abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Reformelan der ersten vier Jahre der ökosozialistischen Regierung folgten in De la Costas zweiter Amtszeit zunehmend wirtschaftliche, strukturelle und vor allem finanzielle Probleme, die den Sozialisten sinkende Umfragewerte und Mitgliederzahlen sowie eine Reihe von Wahlniederlagen bei den [[Senatswahlen 2003]] sowie den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]] einbrachten. Parteiintern kam es immer stärker zu Gegensätzen zwischen den Linken und den rechten Reformern, die unterschiedliche Sozialstaatsvorstellungen vertraten. Zudem wuchs das staatliche Defizit stark an. Nicht nur die bürgerliche Opposition, sondern auch Vertreter des rechten Reformflügels forderten nun eine strengere Haushaltspolitik, öffentliche Einsparungen und die Streichung von Sozialhilfe-Geldern. Nachdem im Spätsommer 2005 die Verwicklung von De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] in illegale Immobiliengeschäfte bekannt geworden war ([[Carnival-Affäre]]), kam es in der Koalition zu einer ernsthaften Krise, die in einer vernichtenden Niederlage bei [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im August 2005]] gipfelte. Der Druck auf den seit Monaten in der Kritik stehenden De la Costa wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem De la Costa bereits zuvor mehrmals angedeutet hatte, nicht länger als acht Jahre regieren zu wollen, erklärte er kurz nach den Regionalwahlen seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der Sozialisten und seinen Verzicht auf die neuerliche Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]], blieb aber bis auf weiteres Ministerpräsident und kündigte eine umfassende Kabinettsumbildung, die zweite binnen 14 Monaten, an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der ASUL sowie Spitzenkandidat für die anstehenden Parlamentswahlen wurde [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich in einer Urabstimmung gegen den Parteilinken [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gehörte zum eher rechten Parteiflügel, der sich für Arbeitsmarktreformen und angesichts des steigenden Staatsdefizits für Haushaltseinsparungen aussprach. De la Costa kündigte für die Zeit nach 2006 seinen Rückzug aus der Politik an und bewarb sich nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den letzten großen Reformen der Regierung De la Costa gehört die 2005 beschlossene vollständige Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Dies wurde auf die Agenda gesetzt, nachdem es 1999 zwar gelungen war, mit dem Zivilpakt CCS eine staatlich geförderte gegenseitige Fürsorgepflicht und Steueranreize für hetero- wie für homosexuelle Paare als Alternative zu einer vollständigen Ehe durchzusetzen, nicht aber ein Adoptionsrecht sowie die vollständige steuerliche Gleichstellung von Homosexuellen zu erreichen. Dies wurde schließlich mit dem zum 1. Januar 2006 in Kraft tretenden Gesetz zur Öffnung der Ehe nachgeholt, mit dem Sagradien als erst viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten unter Spitzenkandidat Diaz de Velozo bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] schied De la Costa im November 2006 aus dem Amt. Nachfolger wurde der [[PPC|Volkspartei]]-Vorsitzende [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Mit einer Amtszeit von acht Jahren ist er nach [[Joán Caval]] der am zweitlängsten amtierende sozialistische Regierungschef Sagradiens und der sagradische Ministerpräsident mit der drittlängsten Amtszeit insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl 2006 zog sich De la Costa aus der aktiven Politik zurück und kehrte in seinen Beruf als Anwalt zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2007 meldete er sich der Öffentlichkeit zurück, als er sich mit einem großen öffentlichen Aufruf in der Wochenzeitung [[Il Tiempo]] für eine Wiederaufnahme der Bemühungen um die Ratifikation einer EU-Verfassung aussprach und die EU-Politik der [[Viererkoalition|Mitte-Rechts-Regierung]] [[Kabinett Luisanto I|Luisanto]] erstmals heftig kritisierte. Kurz darauf erschien De la Costas lange erwartetes Buch unter dem Titel ''L'Europa d'Avenir.'', in dem De la Costa nicht nur von einer Krise der EU sprach und stärkere Bemühungen um die europäische Integration forderte, sondern auch vor dem gesamt-euroäischen Phänomen der „internen Aushöhlung“ durch europaskeptische Regierungen in Polen, Tschechien und besonders auch in Sagradien warnte, wo seit 2006 die rechtspopulistische [[PSP]] des umstrittenen [[Joán De la Pênia]] indirekt an der Regierungsmehrheit beteiligt war. Als Abrechnung mit seiner eigenen Partei oder dem politischen Gegner wollte De la Costa sein Buch aber nicht verstanden wissen, sondern als „rationale und ehrliche Einschätzung der politischen Konstellationen in Europa und der Welt des frühen 21. Jahrhunderts, gerade aus Sicht eines ehemaligen Handelnden“. Aufsehen erregten auch die Kaptitel über die Gefahren der Klimaveränderungen, die zwar in seinem Buch nicht den Hauptplatz einnehmen, aber in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion stark rezipiert wurden. Von Kritikern und unabhängigen Beobachtern wurden die ehrlichen und in der Tat auch selbstkritischen Ausführungen des ehemaligen Premierministers weitgehend gelobt, während der politische Gegner das Buch als „Keule gegen den Erfolg des Regierungsbündnisses“ (PPC-Fraktionschef [[Máximo Ulieta]]) verurteilte. An den Kassen war De la Costas Werk ein Verkaufsschlager und stand wochenlang auf dem Ersten Platz der Bestsellerlisten. Auch der Feuilleton lobte das Werk und hob den anspruchsvollen Stil De la Costas hervor. In der Folge gab De la Costa eine Reihe von Fernsehinterviews, in denen er eine Rückkehr in die nationale Politik in absehbarer Zeit ausschloss und sich hinter seinen Nachfolger im Parteiamt Diaz de Velozo stellte, dessen Verhältnis zu De la Costa als angespannt gilt. Er warnte aber seine Partei davor, sich in selbstreferenziellen Gefechten aufzureiben, während die Rechte das freiheitliche Sagradien durch eine auf Angst und Ausgrenzung setzende Politik unterminiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 übernahm De la Costa von UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon die Aufgabe eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Sudan. Seine Hauptaufgabe bestand dabei in der Überwachung der UN-Friedensmission im Süden des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaukasuskonflikt des Jahres 2008 sprach sich De la Costa für eine differenziertere Analyse aus und warnte davor, in Denkmuster des Kalten Kriegs zurückzufallen. Der Westen könne internationale Politik nicht jahrelang gegen die Interessen Moskaus führen und sich dann wundern, dass Russland versucht, seine Interessensphäre zu schützen. Den Vorwurf der äußeren Linken, die von De la Costa als Regierungschef mitgetragene gewaltsame und völkerrechtswidrige Kosovo-Politik der NATO und der EU seien eine der Ursachen für das Vorgehen Russlands, wies De la Costa zurück und nannte dieses Argument einen Vorwand für die Durchsetzung eigener machtpolitischer Interessen, welche freilich auch Teile des westlichen Bündnisses im Kaukasus hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Interviews und Wahlkampfveranstaltungen attackierte De la Costa seinen Amtsnachfolger [[Miquel Ánibal Luisanto]] und dessen Regierung heftig. Der Ministerpräsident habe in Sagradien einen von gewissen Schlüsselmedien abgesicherten Populismus etabliert, der sich fortschrittlich und liberal geriere, in Wirklichkeit aber lediglich wirtschaftsliberal, nationalistisch und reaktionär gesinnt sei. Der so genannte ''Luisantismo'', den der Premier nun als ''Popularismo'' verkaufe, sei damit nichts anderes, als eine politisch korrekte und mehrheitsfähige Variante des rechtspopulistischen ''Delapenismo'', der die sagradische Rechte seit Jahren unterminiert habe. Die Auseinandersetzung zwischen Luisantisten und Delapenisten seien Scheingefechte, die sich in dem Moment auflösen würden, in dem die beiden Parteien wieder zur gemeinsamen Machtübernahme  aufeinander angewiesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] lobte De la Costa den gescheiterten Parteichef Diaz de Velozo doppeldeutig für dessen raschen Rückzug aus der Parteiführung, der Platz für einen schnellen Neuanfang gemacht habe. Aus dem Wettbewerb um die Nachfolge Diaz de Velozos hielt er sich gänzlich heraus und gab auch für die ihm nahestehenden [[Julistas]] keine Wahlempfehlung ab. Nach dem Sieg [[Mercé Serrat Cabarell]]s bei den im November abgehaltenen Primaries wurde bekannt, dass De la Costa dieser zukünftig als strategischer Berater zur Vefügung stehen werde. Eine eigene Kandidatur für den Parteivorstand lehnte er aber ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 unterstützte De la Costa die Gründung der so genannten Spinelli-Gruppe, die einen gesellschaftlichen und akademischen Diskurs über eine weitere Föderalisierung der Europäischen Union voranzutreiben sucht. Weitere Unterstützer sind Guy Verhofstadt, Jacques Delors, Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Mario Monti sowie auf sagradischer Seite der ehemalige sagradische Außenminister [[Hernán Ferrero Perón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
De la Costa gilt als äußerst geistreicher und rhetorisch beflissener Redner. Besonderes internationales Ansehen konnte er sich neben seinen jüngsten Beiträgen zum Klimaschutz als Förderer der Europäischen Integration erwerben. Vor allem sein Engagement für die gescheiterte Europäische Verfassung trug ihm den Ruf eines überzeugten Europäers ein. De la Costa gilt als ausgesprochen polyglott. Neben Sagradisch, Englisch und Französisch spricht er auch diverse andere romanische Sprachen sowie ein wenig Mandarin. &lt;br /&gt;
Noch immer stellt De la Costas Corrente mit seinen zahlreichen Sympathisanten eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der sozialistischen Asul dar. Zu den einflussreichsten „Julistas“ werden derzeit der Semestiner Bürgermeister und ehemalige Minister [[Piero Dulce]], die [[Sur-Pinial|südpinische]] Regionalsekretärin [[Ana Voçares]], die langjährige Koordinatorin der Asul [[Nina Álamo Gomes]] sowie Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt. Der Corrente De la Costas steht für eine gesellschaftsliberale Ausrichtung, eine ökologisch-nachhaltige Energiepolitik ohne Atomstrom, eine pragmatische und dezidiert proeuropäische Außenpolitik sowie moderate Wirtschafts- und Sozialreformen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete sich selbst als „Julista“ und gilt als enger persönlicher Freund De la Costas. Bei den spanischen Parlamentswahlen 2008 stand De la Costa seinem Freund Zapatero als politischer Berater zur Seite und trat bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen auf. Julio De la Costa ist Mitglied im Club of Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Julio De la Costa war seit 1982 mit der Tulineser Journalistin ''Estrela Ferrera Els'' verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter, ''Grâcia María'' (*1984) und ''Teresa Sónsoles'' (*1987). De la Costa und Ferrera Els leben seit 1995 getrennt und sind seit 1997 geschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2012 war Julio De la Costa offiziell mit der 20 Jahre jüngeren sozialistischen Politikerin [[Ana Voçares]] liiert. Voçares war von 2002 bis 2004 als Staatssekretärin im Erziehungsministerium beschäftigt. Nach einer Kabinettsumbildung 2004 wurde sie für die Öffentlichkeit überraschend nicht mehr für ein Regierungsamt berücksichtigt. Erst wenige Monate später wurde die Beziehung zwischen De la Costa und Voçares bekannt. Im Jahr 2006 kam eine gemeinsame Tochter namens ''Isabel'' auf die Welt. 2012 gaben De la Costa und Voçares schließlich ihre Trennung bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas Bruder ist der bekannte Tulineser Mathematikprofessor ''Joán Arcélio De la Costa''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costa bezeichnet sich selbst als „skeptischen Agnostiker“ und war der erste Ministerpräsident des Landes, der den Amtseid ohne religiöse Beteuerung abgelegt hat, wofür er Kritik von Seiten der katholischen PPC-Opposition einstecken musste. Seine beiden Töchter aus erster Ehe wurden eigenen Angaben zufolge dennoch „liberal-katholisch, aber säkular“ erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Beigeordneter Stadtrat von [[Tulis]] für Tourismus und Umwelt (seit 1988 auch für Handel und Unternehmen zuständig)&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Regierungspräsident der Region [[Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]])&lt;br /&gt;
* seit 2009: stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Mitglied des Stadtrats von [[Tulis]] (bis 1988 Grün-Alternative Liste, seit 1988 [[ASUL]])&lt;br /&gt;
* 1989-1998: Mitglied des Regionalrats von [[Comtàid-Perín]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1999-2008: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|De la Costa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Comtàid-Perín|De la Costa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Armorien&amp;diff=66344</id>
		<title>Armorien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Präsidenten der Regionalregierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Logo-Armoria.jpg|150px]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:130%&amp;quot;&amp;gt;'''Armorien'''&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
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| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Armoria.jpg|120px]] &amp;lt;br&amp;gt;Flagge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Armoria.jpg|70px]] &amp;lt;br&amp;gt;Wappen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 34.583 km²&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschefin'''&lt;br /&gt;
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| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Gemeinsam werden beide als eine der sechs keltischen Nationen angesehen. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]''). Mit der [[Cervecería Sant'Armel]] ist zudem eine der größten und international bekanntesten sagradischen Brauereien in Armorien beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franc Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Loig de Porhán]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[V]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| [[António d'Arrêu]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[UNV]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FFFFe0&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ywán Guerwennéc]] ([[UNV]])&lt;br /&gt;
| [[UNV]], [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Armorien&amp;diff=66343</id>
		<title>Armorien</title>
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		<updated>2023-11-30T14:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Präsidenten der Regionalregierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Logo-Armoria.jpg|150px]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:130%&amp;quot;&amp;gt;'''Armorien'''&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Armoria.jpg|120px]] &amp;lt;br&amp;gt;Flagge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Armoria.jpg|70px]] &amp;lt;br&amp;gt;Wappen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinzen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 34.583 km²&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2.412.958  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschefin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''Coseller-Presidente'' [[Ywán Guerwennéc]] &amp;lt;small&amp;gt;([[UNV]])&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Gemeinsam werden beide als eine der sechs keltischen Nationen angesehen. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]''). Mit der [[Cervecería Sant'Armel]] ist zudem eine der größten und international bekanntesten sagradischen Brauereien in Armorien beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Loig de Porhán]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[V]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| [[António d'Arrêu]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[UNV]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FFFFe0&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ywán Guerwennéc]] ([[UNV]])&lt;br /&gt;
| [[UNV]], [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Sagradien</title>
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		<updated>2023-11-30T14:28:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Tourismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Sagradische Republik'''&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:105%&amp;quot;&amp;gt;''República Sagradêsa'' ([[Sagradisch|sagr.]])&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:80%&amp;quot;&amp;gt;''Republique Sagredès'' ([[Golische Sprache|gol.]])&amp;lt;br&amp;gt;''República Sagradêsa'' ([[Azumarische Sprache|azum.]])&amp;lt;br&amp;gt;''Republik Sakretel'' (bret.)&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| [[Bild:Flagge1.png|140px]] &amp;lt;br&amp;gt;[[Flagge Sagradiens|Flagge]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=2| [[Bild:Wappen1.png|125px]] &amp;lt;br&amp;gt;[[Wappen Sagradiens|Wappen]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprache'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradische Sprache|Sagradisch]] &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;regional auch Bretonisch, [[Blaumeerromanisch|Cuentesisch]], [[Golisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Semest]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staatsform'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Parlamentarische Republik&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungssystem'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Parlamentarische Demokratie&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staatsoberhaupt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident der Sagradischen Republik|Präsidentin]] [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschef'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Präsident des Ministerrats|Ministerpräsident]] [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 314.932 km² &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 48.148.425 &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bruttoinlandsprodukt''' &lt;br /&gt;
* total (nominal)&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2013&lt;br /&gt;
* 2.498 Mrd. USD &amp;lt;small&amp;gt;(7.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Human Development Index'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 0,901 &amp;lt;small&amp;gt;(9.)(2014)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Währung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Euro (EUR)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nationalhymne'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[La Concôrdia]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nationalfeiertag'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5. Juni ([[Día de la República]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Zeitzone'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| UTC±0 WEZ &amp;lt;br&amp;gt;UTC+1 WESZ&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Kfz-Kennzeichen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| SG&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''ISO 3166'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| SG, SAG, 649&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Internet-TLD'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| .sg&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Telefonvorwahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| +37&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; colspan=3| [[Bild:SagradiaInEurope1.jpg|240px]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; colspan=3| [[Bild:SG_Verwaltung.jpg|240px]] &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sagradien''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Sagradia''; amtlich '''Sagradische Republik''', ''República Sagradêsa'') ist ein Staat im Westen Europas mit Überseegebieten auf verschiedenen Kontinenten. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome [[Sagradische Überseegebiete|Überseegebiete]] in Ostasien ([[Madresa]]), in der [[Sagradische Antillen|Karibik]] ([[Sant-Elisêu]], [[Sabina i Sélena]]), im Indischen Ozean ([[Cenâu]]) sowie im Pazifik ([[Nestor- und Cifainseln]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union, des Euro-Raums, der OECD, der G8 und der G20 sowie Gründungsmitglied der NATO, der Vereinten Nationen sowie des [[Blaumeerrat]]s. Das Land gehört zu den größten Volkswirtschaften der Erde und zählt laut Human Development Index zu den sehr hoch entwickelten Staaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 48 Millionen Einwohnern ist Sagradien der nach Bevölkerung fünftgrößte Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Sagradischen Republik ist [[Semest]] (sagr. ''Semesta''). Weitere Großstädte sind [[Tulis]] (''Tùles''), [[Artir]] (''l'Artir''), [[Óstino]] sowie [[Duerez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Bild:SagKomplett.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt auf der [[Konsettenhalbinsel]] (''Península Ságrica''), die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] (''Istmo Bretón'') an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an [[Mikolinien]] und [[Sancristo]] sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] (''Mar Azûr'') und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] (''Mar Ligrês''), im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] (''Mar Cantábrico''). Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]] (''Mar Céltico''), im Süden an der [[Straße von Benarra]] (''Estreito de Benarra'') und dem Atlantischen Ozean (''Océano Atlántico''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), das im äußersten Nordwesten zum Ligrischen Becken (''Bassí Ligrês'') wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich des Nordsagradischen Tieflands erstreckt sich der [[Sagradischer Gebirgsgürtel|sagradische Gebirgsgürtel]] (''Cordillera Central'') aus [[Serra d'Armôria]], [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza''), [[Lojandinisches Gebirge|Lojandinischem Gebirge]] (''Montes Lojandinœs'') und [[Skantisches Massiv|Skantische Maffiv]] (''Massí Scantês''). Höchster Gipfel der Cabeza ist der [[Mont-Arriaga]] mit 1880 m Höhe, der [[Monte Grâs]] im Lojandinischen Gebirge erreicht 1980 m Höhe und der 1267 m hohe [[Monte Carnac]] ist der höchste Berg der [[Serra d'Armôria]]. Den westlichen Teil des Gebirgsgürtel bildet das Hochgebirge der [[Konsetten]] (''Cosetes'') mit dem [[Monte Cerasc]] (3134 m) als höchsten Gipfel auf sagradischem Staatsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Konsetten, Skantischem Massiv und Lojandinischem Gebirge liegt die [[Mittelsagradische Hochebene]] (''Mesa Mêdia'') mit den [[Montes Limeras]] (1798 m Höhe), den [[Montes Valescanœs]] (1490 m Höhe) und den [[Montes de Bosa]] (952 m Höhe), an die sich südlich das Tiefland der [[Eskada]], die Hügellandschaft der [[Morrœs Verdes]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (''Bassí Central'') sowie die Flusstäler des [[Liêno]] und der [[Veza]] anschließen. Südlich davon erstrecken sich die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], die [[Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Unterbrochen werden die Mittelgebirgszüge durch die Flusstäler des [[Pin]] und der [[Sieza]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'') und im äußersten Südwesten die [[Pinische Tiefebene]] (''Plana Pinial'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens in den [[Hochkonsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Größter Zufluss des Pin ist der [[Liêno]] in Zentralsagradien, der in der [[Cabeza]] entspringt und im [[Bassí Central]] südwestlich von [[Semest]] in den Pin mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Cabeza]] aus zunächst nach Norden und dann nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt sowie der Fluss [[Sieza]], der in der [[Serra de Sarmay]] entspringt und südöstlich von [[Duerez]] in den [[Golf von Sartsate]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit 48 Millionen Einwohnern hinter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und vor Spanien der nach Bevölkerung fünftgrößte Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Mit 314.932 km² (inkl. den [[Inseln von Aziz]]) besitzt das Land zudem die sechstgrößte Fläche aller Staaten in der Europäischen Union (nach Frankreich, Spanien, Schweden, Deutschland und Finnland). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei größten Städte Sagradiens sind [[Semest]], [[Tulis]] und [[Artir]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Armoria|armorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der [[Konsetten]], der [[Mesa]] und der [[Cabeza]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die 10 größten Städte in Sagradien ====&lt;br /&gt;
*1. [[Semest]] (''Semesta''): 2.183.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Tulis]] (''Tùles''): 945.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 802.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Óstino]]: 605.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 545.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Bosa]]: 509.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Gerón]]: 431.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Ligre North]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 314.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 310.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die 5 größten Metropolregionen in Sagradien ====&lt;br /&gt;
*1. [[Semest]]: über 6 Millionen Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Tulis]]-[[Fornat]]-[[Barregat]]: über 3 Millionen Einwohner&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]]: ca. 3 Millionen Einwohner &lt;br /&gt;
*4. [[Óstino]]: ca. 2,5 Millionen Einwohner&lt;br /&gt;
*5. [[Bosa]]-[[Bosavilla]]: ca. 2,5 Millionen Einwohner&lt;br /&gt;
*6. [[Biniar]]-[[Alto Bordez]]: ca. 2,5 Millionen Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Armorische Sprache|Armorisch]] in der Region [[Armorien]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Ambristal und Celiso|Autonomen Region Ambristal und Celiso]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Mikolinische Sprache|Mikolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderen rechtlichen Schutz als Minderheitensprachen besitzen auch die [[Jüdisch-Sagradische Sprache]] (''sagresco''), Romani sowie die [[Sagradische Gebärdensprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehören heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit über 3 Million Muslimen (zwischen 5 und 6 Prozent der Bevölkerung), die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 300.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der Jüdischen Gemeinden in Sagradien besteht der [[Congreso de Comunitáes Judías de Sagradia]] (CCJS), größte Interessenvertretung der Muslime ist die [[Confederación Islámica de Sagradia]] (CONFIS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigste Einrichtungen der katholischen Kirche in Sagradien sind die sagradische Bischofskonferenz [[Conferência Episcopal Sagradêsa]] und das Zentralkomitee der sagradischen Katholiken. Als katholischer Nationalheiliger gilt der [[San Dián|Heilige Dianus]] (''San Dián'', auch ''Santián'' genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kirchenprovinzen in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]], [[Geschichte der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]] und [[Alkonen]]. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts drangen muslimische [[Numerer]] auf sagradischen Boden vor und errichteten mehrere Herrschaftsgebiete. Nachdem die Numerer im 10. Jahrhundert auf einzelne Städte im Süden der Halbinsel zurückgedrängt worden waren, beendete der Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 endgültig die numerische Zeit in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Skantenkönig [[Roduich der Große]] begründete im 8. Jahrhundert ein sagromikolinisches Großreich im Norden der Halbinsel. Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch den Könige von [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die sagradischen Fürsten endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der peruzinisch-mikolinische König [[Martin der Gute]] auch sagradischer König und vereinte die drei Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Mikolinische Revolution|Mikolinischen Revolution]] 1386 und dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 weiteten sich die Thronstreitigkeiten in Sagradien und Mikolinien zum [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] aus, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in dem Ende der Union von Alagua resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Philipp VII.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Mikolinien um [[Golen]] und die [[Saloanischen Lande]] im Süden der Halbinsel ([[Saloanische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte ([[La Gran'Etá]]). Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1579) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Mikolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 zur Absetzung Danadiers II. führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1721 bis 1730 war Sagradien daraufhin [[Erste Sagradische Republik|Republik]], ehe mit [[Maria I.]] 1730 wieder die [[Santori]]-Monarchie eingeführt wurde ([[Santorische Restauration]]). Der Tod des Kindkönigs [[David II.]] und die Abdankung der letzten Santori-Königin [[Maria II.]] führte 1757 zum Beginn der [[Vienne-Dynastie]] auf dem sagradischen Thron, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Gabriel X. Emil]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]]. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Mikolinien. Auf &amp;quot;Decada del Terror&amp;quot; folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp IX.|Philipps IX.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. Nach einer turbulenten Anfangsphase mit monarchistischen Putschversuchen und Radikalisierungstendenzen auf beiden Seiten folgte seit 1910 eine nachhaltige Stabilisierung der Republik. Erst in Folge Weltwirtschaftskrise 1929/30 geriet auch die sagradische Republik in eine anhaltende Krisenphase mit großen ökonomischen Problemen, Massenarbeitslosigkeit und zunehmender politischer Gewalt. Dazu kamen Verfassungskämpfe um eine Stärkung von Präsident und Exekutive sowie Auseinandersetzungen um soziale und wirtschaftliche Reformen. Die Bedrohung der faschistischen Rechten kam in zwei großen Putschversuchen 1934 und 1938 zum Ausdruck. Dagegen verbündeten sich 1935 die Linksparteien zum [[Volksfront]]bündnis, das nach seinem Wahlsieg 1935 die Absetzung von Präsident [[Gaitán Alemà Sobrantes]] durch das Parlament erzwang. Sein sozialistischer Nachfolger [[Santiago Laval]] fiel 1938 der politischen Gewalt der Faschisten zum Opfer und wurde im Amt ermordet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem konservativen Ministerpräsidenten [[Manuel Sants-Igualde]] verfolgte Sagradien im Zweiten Weltkrieg eine strikte Neutralität, nahm im Angesicht der empfundenen Kriegsbedrohung aber im Inneren zunehmend autoritäre Züge an. Mit dem [[Ermächtigungsgesetz]] vom Juni 1940 und den folgenden [[Augustgesetzen]] beschränlkte die Regierung der [[Comunión Nacional]] sogar in Teilen die Bürgerrechte suspendiert und bekämpfte die Opposition. Der Eintritt Sagradiens auf alliierter Seite in den Zweiten Weltkrieg erfolgte trotzdem im Jahr 1942 mit der Kriegserklärung an Deutschland, was zu heftigen Auseinandersetzungen im Norden des Landes führte. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde eine neue Regierung der nationalen Einheit gebildet. Ende 1944 konnten die letzten deutschen Truppen von sagradischem Boden vertrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Nachkriegswahlen 1945]] folgte die Ausarbeitung einer neuen demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]], die die [[Dritte Sagradische Republik]] begründete. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[PPC|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine Mitte-Rechts-Regieurng unter dem Christdemokraten [[Sandro de la Nada]], die 1981 durch eine kurzlebige [[Große Koalition]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konservative Regierung von [[Emilio Moya]] (1982-1990) führte zahlreiche umstrittene politische Reformen durch, die Sagradien politisch-ökonomisch modernisieren und liberalisieren sollten. Die kurzlebige Mitte-Links-Regierung unter [[Donado Ricardes]] (1990-1992) wurde 1992 durch eine christdemokratisch geführte Regierung unter [[Carles Otero]] abgelöst, die Sagradien in die europäische Gemeinschaftswährung führte. Otero wurde Anfang 1999 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition unter Führung von [[Miquel Ánibal Luisanto]] gewonnen, der von 2006 bis 2013 als Chef einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung amtierte, die erstmals auf die Unterstützung durch die rechtspopulistische [[PSP]] [[Joán de la Pênia]]s angewiesen war. Nach zwei Amtszeiten unterlag Luisantos Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 2013]] gegen die vereinigte Linke unter [[Mercé Serrat Cabarell]], die als erste Frau ins Amt des sagradischen [[Ministerpräsident]]en aufrückte. Sie regierte seither mithilfe einer Minderheitsregierung aus [[ASUL|Sozialdemokraten]], [[Grüne]]n und [[Radikale]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SagradiaRepublica.png|thumb|150px|Sagradia Republica, allegorische Personifikation Sagradiens]]&lt;br /&gt;
==== Flagge ====&lt;br /&gt;
Die [[Flagge Sagradiens|sagradische Nationalflagge]] besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Tribanda&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wappen ====&lt;br /&gt;
Das ''[[Wappen Sagradiens|kleine Staatswappen]]'' der Sagradischen Republik ist ein Schild mit einem weißen [[Dianuskreuz]] auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebenso vielen goldenen Punkten. Das Dianuskreuz ist seit dem späten 11. Jahrhundert das traditionelle Symbol der sagradischen Monarchie und geht auf die Dynastie der [[Dianniden]] ([[Haus Cliêce]]) zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''[[Wappen Sagradiens|große Staatswappen]]'' der Republik zeigt das kleine Dianuskreuz-Schild, umgeben von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, auf einer goldenen Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des früheren Kolonialreichs. Die Armillarsphäre wird rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt, die mit zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind. Gekrönt wird das Wappen  zudem von zwei Flügelfiguren mit den Initialien ''R'' und ''S'', ein Liktorenbündel mit Beil als Symbol der republikanischen Staatsform umgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Nationalsymbole ====&lt;br /&gt;
Als Nationalsymbol der Sagradischen Republik gilt die ''[[Sagradia Republica]]''. Die allegorische Darstellung geht auf die &amp;quot;Sagradia&amp;quot; als Personifikation Sagradiens zurück und wird seit Ausrufung der Republik 1893 mit den republikanischen Insignien Lorbeerkranz und phrygischer Mütze dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1949|Verfassung von 1949]] eine dezentralisiert-unitarische parlamentarische Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchsten Staatsämter sind der [[Präsident der Republik]], der [[Präsident des Senats]], der [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], der [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident) und der [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Exekutive ====&lt;br /&gt;
===== Staatspräsident =====&lt;br /&gt;
Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der Regierung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ministerpräsident und Ministerrat =====&lt;br /&gt;
Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Cosellu de Ministrœs'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Cosellu'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. Ähnlich wie die skandinavischen Länder folgt auch Sagradien dem Modell des ''negativen Parlamentarismus'', d.h. die Abhängigkeit der Regierung vom Parlament äußert sich dergestalt, dass die Regierung keine Mehrheit für sich im Parlament nachweisen muss (etwa durch Wahl oder Investiturabstimmung), sondern lediglich darauf angewiesen ist, keine Mehrheit im Parlament gegen sich zu haben, was die Möglichkeit relativ stabiler Minderheitsregierungen und wechselnder Mehrheiten zulässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als oberste nationale Behörden bestehen ''Ministerien'', deren Zahl gewöhnlich zwischen 13 und 17 schwankt. Den Ministerin gleichgestellt ist die [[Präsidentschaft des Ministerrats]] (''Presidença del Cosellu'') als eigenständige Behörde. Jeder ''Minister'' als Leiter eines Ministeriums ist ex officio Mitglied des Ministerrats, dem überdies ''Delegierte Minister'' (''Ministrœs Delegadœs'') ohne eigenes Ministerium angehören. Zum politischen Führungsstab der Ministerien zählen neben den Ministern weiterhin dessen ''Staatssekretär'' (''Secretâriu d'Estàu'') sowie ein ''Ministerkabinett'' (''Cabinet Ministerial''). Oberste Verwaltungsbeamte in den Ministerin sind der ''Generalsekretär'' (''Secretâriu-General'') als Leiter der Verwaltung sowie mehrere ''Generaldirektoren'' (''Director-General''), die jeweils einer Generaldirektion vorstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Legislative ====&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asamblêa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senàu'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadœs''), besteht. Der Senat setzt sich aus 180 Mitgliedern zusammen, die mehrheitlich indirekt von den Vertretungen der Provinzen, Regionen und Überseegebieten des Landes gewählt werden. Weitere acht Senatoren werden direkt durch den Präsidenten der Republik ernannt. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Da jede Provinz automatisch zwei Senatoren entsendet, sind die einwohnerschwachen Provinzen im Senat überrepräsentiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Abgeordnetenkammer]], von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 511 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 412 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gerichtsbarkeit ====&lt;br /&gt;
Die Gerichtsbarkeit Sagradiens gliedert sich in drei Bereiche: die ''Verfassungsgerichtsbarkeit'', die ''ordentliche Gerichtsbarkeit'' und die ''Verwaltungsgerichtsbarkeit''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Verfassungsgerichtsbarkeit =====&lt;br /&gt;
Als Instanz der Verfassungsgerichtsbarkeit fungiert der Sagradische [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ordentliche Gerichtsbarkeit =====&lt;br /&gt;
Erstinstanzliche Entscheidungen der ordentlichen Gerichtsbarkeit werden in Sagradien durch ''Tribunales'' sowie durch ehrenamtliche Schiedsgerichte (sog. ''Honestes'') getroffen. Als Gerichtsbezirke fungieren dabei in der Regel die [[Mería]]s. Als Berufungsinstanzen sind ''Cortes d'Apelo'' eingerichtet, die jeweils über drei Kammern verfügen: eine ''Câmara Civil'', eine ''Câmara Social'' und eine ''Câmara Penal''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als oberste Instanz der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Sagradien dient der [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Kassationsgerichtshof]] (''Alta-Corte de Casaciones'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Ermittlung von Straftaten und die Vertretung des Staates vor Gericht sind in Sagradien Staatsanwälte (''Procuradores de la República'') zuständig, die der Staatsanwaltschaft (''Ministêriu Público'') unterstehen. Das ''Ministêriu Público'' ist trotz seines Namens kein eigenes Ministerium, sondern eine Behörde, die dem [[Ministerium der Justiz]] untersteht. Richter und Staatsanwälte wiederum bilden den Magistrat (''Magistràu''). Als oberster Staatsanwalt beim Kassationsgerichtshof fungiert der ''Procurador General'' (Generalstaatsanwalt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Verwaltungsgerichtsbarkeit =====&lt;br /&gt;
Als Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit dienen die ''Tribunales Administrativas'', die ''Cortes Administrativas d'Apelo'' sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|''Alte-Corte d'Administraciones'']].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als unabhängige Einrichtung zur Finanzkontrolle besteht die [[Sagradische Rechnungskammer]] (''Câmara de las Contas'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Typologische Einordnung ====&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Im Normalfall ernennt der Präsident der Republik denjenigen Kandidaten zum Ministerpräsidenten, der nach Verhandlungen zwischen den Parteien glaubhaft machen kann, von einer Mehrheit im Parlament getragen oder toleriert zu werden. Außerdem hat ein Präsident bisher noch niemals in der Nachkriegszeit eine Regierung eigenmächtig entlassen oder eine Abgeordnetenkammer gegen deren Willen aufgelöst. Lediglich in Gesetzgebungsfragen spielt der Präsident regelmäßig eine Rolle, indem er seiner Meinung nach verfassungsrechtlich bedenkliche Gesetze zur Prüfung ans Verfassungsgericht überweisen kann. Außerdem nimmt der Präsident in Krisensituationen eine vergleichsweise starke Rolle ein, wenn keine klaren parlamentarischen Mehrheiten vorliegen und er als Vermittler zwischen den Parteien und Parlamentsfraktionen agieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[sagradisches Parteiensystem]] hat sich in seinen Grundzügen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ausgebildet und bereits in den 1920er Jahren in fünf Strömungen ausdifferenziert. Geprägt wurde dieses System durch eine sozioökonomische Konfliktlinie, die linke Arbeiterparteien von den Parteien des bürgerlichen Lagers unterschied, sowie durch eine kulturell-religiöse Linie, die säkulare und konfessionelle Parteien trennte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die marxistische Linke wurde durch die 1887 entstandene [[Sozialistische Partei]] (PS) repräsentiert, aus der 1947 die heutige [[ASUL]] hervorging. Vom PS spaltete sich 1917 ein linker Flügel ab, aus dem 1920 schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] (PCS) entstand. Das säkular-bürgerliche Lager hatte sich bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert in eine [[Partíu Radical|radikale]] und eine [[Aliança Republicana|liberale]] Strömung ausdifferenziert. Daneben bestand mit der 1905 unter dem Namen [[Acción Popular]] begründeten [[Volksunion]] eine katholische Massenpartei, die das katholisch-konservative Lager anführte und als Vorgängerin der heutigen christdemokratischen [[Volkspartei]] (PPC) angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte dieses System zwar einige Umstrukturierungen, die Grundzüge blieben jedoch bestehen. Mit den [[ASUL|Sozialisten]] und den [[PPC|Christdemokraten]] existierten zwei große Integrationsparteien, die im Gegensatz zur Zeit vor 1940 auch zu gemeinsamen Koalitionen bereit waren und beide jeweils über ihre Kernwählerschaften hinaus ausstrahlten. Dagegen konnten die Radikalen und Liberalen, seit den 1950er Jahren organisiert im [[Partíu Radical-Democrático]] (PRD) und in der [[Unión Democrática]] (UDS) zwar nicht an frühere Erfolge anknüpfen, blieben aber wichtige Koalitionspartner der beiden großen Parteien. Die [[KPS|Kommunistische Partei]] wurde im Zuge des Kalten Kriegs zunächst als Antisystempartei an den Rand gedrängt, näherte sich seit den 1960er Jahren aber mit einem eurokommunistischen Kurs der demokratischen Linken an und unterstützte 1970-1979 mehrere sozialistische Regierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Einführung der Dreiprozenthürde 1958 blieb dieses Fünfparteiensystem relativ stabil, auch wenn seit Ende der Sechziger Jahre die Polarisierung zwischen einem linken Block aus Sozialisten, Kommunisten und zeitweise Radikaldemokraten und einem rechten Block aus Christ- und Liberaldemokraten zunahm. Nur bei der [[Parlamentswahl 1967]] gelang es mit der populistischen [[MFP]] einer weiteren Partei, ins Parlament einzuziehen, doch gelang es dieser Partei nicht, sich dauerhaft zu etablieren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch das Auftreten einer neuen kulturellen Konfliktlinie zwischen libertären und autoritären Einstellungen kam im Laufe der Siebziger Jahre Bewegung ins Parteiensystem. Zwar gelang es Sozialisten und Radikaldemokraten bis Mitte der 1980er Jahre noch, die anwachsende Gruppe postmaterialistischer Wähler an sich zu binden, doch zog 1986 schließlich mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] eine neue Partei ins Parlament ein, die dezidiert libertär-ökologische Themen und Positionen vertrat und sich in den 1990er Jahren dauerhaft im Parlament etablieren konnte. Mit einiger Verzögerung folgte mit dem Erfolg der rechtspopulistischen [[PSP]] seit 1994 eine Partei, die den entgegengesetzten Pol auf der kulturellen Konfliktachse besetzt und seither dauerhaft im Parlament vertreten ist. Nach Übergangsphasen wurden diese neuen Parteien der libertären Linken und der populistischen Rechten ins etablierte Blocksystem integriert, das nach zwischenzeitigen Auflösungserscheinungen Mitte der 1980er Jahre wieder gefestigt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicadœs Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianœs]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1949 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1952 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1947 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partíu Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC steht traditionell der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe und arbeitet eng mit dem christlich-sozialen Arbeitnehmerflügel in der Volkspartei zusammen. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partíu Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von zwei Jahren in einer vierjährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Primâria'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'' oder ''Coletxu'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá l'Esperança|l'Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Videça]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semest]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez]]), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semest]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Verwaltungsgliederung Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in '''[[Regionen]]''' (''Regiones'') und in [[Überseegebiet]]e (''Territóriœs d'Ultramar'') gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb der Ebene der Regionen ist Sagradien in 53 Provinzen unterteilt. Das heutige System von Provinzen wurde im Jahr 1859 eingeführt und nach Übergang zur Republik im Jahr 1891 beibehalten. An der Spitze jeder Provinz steht seither ein Gouverneur als Regierungsbeamter, der von der Zentralregierung in Semest (heute in Abstimmung mit den Regionalregierungen) ernannt wird. Dem Gouverneur steht ein direkt gewählter ''Provinzrat'' sowie eine diesem entsandte ''Deputation'' zur Seite.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb der Provinzen wurden 1953 17 Regionen als Gebietskörperschaften mit begrenzten Selbstverwaltungskompetenzen geschaffen. Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als ''Regionalrat'' (''Cosellu Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt als Exekutivausschuss einen ''Regierungsrat'' (''Cosellu de Governo''). Dessen Präsident (''Presidente-Coseller'') vetritt die Region nach außen und gibt die Richtlinien für die Politik der ''Beigeordneten Räte'' (''Coselleres Ajuntœs'') vor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwaltungsebenen ====&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=2 | Staat&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 2&lt;br /&gt;
| colspan=2 | NUTS 3&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 1&lt;br /&gt;
| colspan=2 | LAU 2&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Sagradien&lt;br /&gt;
| SG&lt;br /&gt;
| Großregionen (''Grandes Regiones'')&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Regionen]] (''Regiones'')&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinzen]] (''Provinças'')&lt;br /&gt;
| 53&lt;br /&gt;
| [[Merías]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| 176&lt;br /&gt;
| Kommunen (''Comunas'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Illantxa]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alta-Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Cosetes]] ([[Monça al Lâgu]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdia-Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sorà del Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Armoria]]''' ([[Viça]])&lt;br /&gt;
** [[Airar]] ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto-Ligre]] ([[Sena]])&lt;br /&gt;
** [[Cripón]] ([[Menar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Serra d'Armôria]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
** [[Arkornôg]] ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto-Bordez]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Cofluentes]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Croel-Farfalla]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alta-Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixa-Veza]] ([[San Miquel]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Ostino]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Piero de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morrœs Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Pericón]])&lt;br /&gt;
** [[Northense]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio-Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosera]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Serra d'Oller]] ([[Corbieta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto-Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto-Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Alto-Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Noyarense]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio-Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
** [[Semestina-Capital]] ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo-Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Valles d’Ambrís i de Celiso]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosellus Municipales]]'' und ''Cosellus Comunales'') und von diesen gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Mestre de la citá'' und ''mestre de la comuna'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semest]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Überseegebiete ====&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch fünf [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territóriœs d'ultramar''). Das sind [[Sant-Elisêu]] und [[Sabina und Sélena]] in der Karibik, [[Madresa]] in Ostasien, [[Cenâu]] im Indischen Ozean sowie die [[Nestor- und Cifainseln]] im Pazifik. Diese ehemaligen [[Sagradische Kolonien|Kolonien]] wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Cenâu]] im Indischen Oezan, die meisten Einwohner leben im Stadtstaat [[Madresa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militär ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Armee ist eine Berufsarmee. Oberbefehlshaber ist der [[Präsident der Republik]]. Die Armee gliedert sich in vier Teilstreitkräfte: das sagradische Heer (''Exército Sagradês'', kurz ES), die Marine (''Marina Armada de la República Sagradêsa'', kurz MARS), die Luftwaffe (''Forças Aeronáuticas'', FA) und der [[Gendarmería Nacional]]. Insgesamt dienen rund 170.000 Männer und Frauen in den Streitkräften, dazu kommen rund 100.000 Gendarme und 30.000 zivile Mitarbeiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ranghöchster Soldat dient der Chef des Generalstabes (''Chefe del Estàu-Mayor de la Defêsa'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ränge im Heer ====&lt;br /&gt;
Oficiales Generales:	&lt;br /&gt;
* General (****)&lt;br /&gt;
* Teniente-General (***)&lt;br /&gt;
* General de División (**)&lt;br /&gt;
* General de Brigada (*)&lt;br /&gt;
Oficiales Superiores:	&lt;br /&gt;
* Colonel&lt;br /&gt;
* Teniente-Colonel&lt;br /&gt;
* Mayor&lt;br /&gt;
Oficiales Particulares:	&lt;br /&gt;
* Capitán&lt;br /&gt;
* Teniente&lt;br /&gt;
* Suteniente&lt;br /&gt;
* Aspirante&lt;br /&gt;
Sû-Oficiales:&lt;br /&gt;
* Premer Sargente-Mayor&lt;br /&gt;
* Sargente-Mayor&lt;br /&gt;
* Premer Sargente&lt;br /&gt;
* Sargente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polizei ===&lt;br /&gt;
Die [[Polizei in Sagradien|öffentliche Sicherheit]] wird in Sagradien durch zwei nationale Sicherheitsorgane gewährleistet, die zivile [[Policía Nacional]], die dem sagradischen [[Innenministerium]] untersteht, sowie die militärische [[Gendarmería Nacional]], die Teil der [[sagradische Streitkräfte|sagradischen Streitkräfte]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geheimdienste ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren mehrere Geheimdienste für verschiedene Aufgaben: Der Inlandsgeheimdienst [[Policía Interior de la Securitá]] (PIS) (früher [[Securitá d'Estàu]]), der Auslandsgeheimdienst [[Dirección de la Securitá Informacional]] (DSI) sowie der militärische Geheimdienst [[Servicio de la Defêsa Informacional]] (SEDI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 2,0 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien die viertgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten. Mit 73,9 Prozent wird der größte Teil am nationalen BIP vom Dienstleistungssektor erwirtschaftet, 1,4 Prozent des BIP entfallen auf den Agrarsektor, 24,7 Prozent auf die Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda SA]]), die Chemie- ([[Chemex-Argente]], [[SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Césari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Grupo Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[BNS Sarmay]], [[Caixa Sagreste]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Nôis Télecom]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsunternehmen ===&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist Besitzer oder Mehrheitseigner einer Reihe von Unternehmen: &lt;br /&gt;
* [[RNFS Ferrovías de Sagradia]] (Eisenbahn, seit 1936), 100%&lt;br /&gt;
* [[Rete Ferroviária Sagradêsa]] (REFES) (Bahnnetz), 100%&lt;br /&gt;
* [[Posta Sagradia]] (Post), 100%&lt;br /&gt;
* [[Radio Televisión Sagradêsa]] (Rundfunk und Fernsehen)&lt;br /&gt;
* [[Regía Nacional de Serviciœs Aeronáuticœs]] (RENSA) (Flugsicherung)&lt;br /&gt;
* [[Lotería del Pôblu]] (LoPo) (Staatslotterie)&lt;br /&gt;
* [[Aeroportœs de Semesta]] (Flughafenbetreiber)&lt;br /&gt;
* [[Autovías de Sagradia]] (Autobahnbetreiber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Staatsbeteiligungen Sagradiens werden verwaltet durch die [[Entitá Nacional de Investimiento i Participaciones]] (ENIP), die wiederum dem [[Ministerium für Finanzen und Wirtschaft]] unterstellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik hält weiterhin Minderheitsanteile an den früheren Staatsunternehmen [[Sagradêsa d'Aviación]] (1945-1989 staatlich), [[Nôis Télecom]] (früher [[Télecom Sagradia]], bis 1995 staatlich), [[Coesa Enag]] und [[Sagracêr]] (1945-xx staatlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus befinden sich zahlreiche Unternehmen in regionaler oder kommunaler Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1999 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung erließ umfangreiche Laufzeitverlängerungen für Atommeiler, hielt gleichzeitig aber am Ziel des weiteren Ausbaus regenerativer Energien fest. Ziel sollte der Ausstieg aus Kohle und Erdgas sein. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 2013 amtierende [[Kabinett Serrat Cabarell|Mitte-Links-Regierung]] nahm Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke per Gesetz wieder zurück und beschloss, den energiepolitischen Umbau hin zu Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Ein durch das Umweltministerium in Auftrag gegebener Bericht legte dabei das ehrgeizige Ziel vor, bis Mitte des 21. Jahrhunderts komplett unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]]. Auch die Küsten der [[Armorien]]s sind beliebte Urlaubsziele. Zudem sind die sagradischen [[Überseegebiete]] in der Karibik, im Indischen Ozean und in der Südsee beliebte touristische Destinationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verfügt Sagradien in den [[Konsetten]] auch über eine Reihe beliebter Reiseziele für den Wintertourismus. Bedeutende Skigebiete in Sagradien sind [[La Mercé]] (offiziell ''Santa María de la Mercé''), [[Aureol-Monte Cerasc]] und [[Dôis Valles]] in [[Oberskanten]], [[Piscán del Tescano|Piscán]] im [[Tescano]] sowie [[Celiso|Celiso/Cilìse]] in der Region [[Ambristal und Celiso]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semest]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliac]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
==== Denar (bis 31.12.2001) ====&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''D.''; Plural ''Ds.'') war in 100 ''Centimœs'' (''Cts.''; ''c.'') eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Euro (seit 1.1.2002) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 4,34889 SGD / 1 SGD = 0,22994 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Mikolinische Libra|Mikolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum Sancristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: &amp;quot;Kreuzwappen&amp;quot;, kleines [[Staatswappen der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
* 1 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
* 2 Euro: großes [[Staatswappen der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitslosigkeit ===&lt;br /&gt;
Mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent (Stand: Juli 2015) gehört Sagradien zu den EU-Staaten mit einer vergleichsweise geringen Arbeitslosigkeit (EU-Durchschnitt: 9,5 Prozent). Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei rund 15 Prozent (Stand: Juli 2015; EU-Durchschnitt: 20,4 Prozent).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semest]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semest]] – [[Dupontes]] – [[Vierna]] – [[Citanova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semest]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comêr]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semest]] – [[Videça]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[mikolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonthí]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Mikolinien|mikolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nontí]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Santián-Canareta]] – [[San Miquel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15: [[Siniza]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nouberez]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semest]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesqué]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23: [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa-Belavís]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretona]]''): [[Cavalla]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
Größter und wichtigster Anbieter im Schienenverkehr ist die sagradische Staatsbahn [[RNFS Ferrovías de Sagradia]] (RNFS), die im Personenverkehr unter der Marke ''tren'' auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semest]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[Sancristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[Sancristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semest]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Mikolinien|mikolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luftverkehr ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Flughäfen Sagradiens sind die Hauptstadtflughäfen [[Semesta-Avez]] und [[Semesta-Novil]], der Flughafen [[Tules-Sacâu]], der [[Flughafen Artir]] und der [[Flughafen Duerez]]. Für den Tourismus sind zudem die Flughäfen von Diegue-Cuentez sowie von Santiago d'Aziz wichtig. Der Hauptstadtflughafen Semesta-Avez ist nach Heathrow, Charles-de-Gaulle, Frankfurt und Schiphol der Flughafen mit dem fünftgrößten Verkehrsaufkommen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größte und wichtigste Luftfahrtgesellschaft des Landes ist [[Sagradêsa d'Aviación|Sagradêsa]], die zu den größten Fluglinien Europas gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Gesetzliche Feiertage ===&lt;br /&gt;
* Novànu (Neujahrstag, 1. Januar)&lt;br /&gt;
* Divernes Santo (Karfreitag)&lt;br /&gt;
* Dilunes de Pâscua (Ostermontag)&lt;br /&gt;
* Día del Lavoro (Tag der Arbeit, 1. Mai)&lt;br /&gt;
* Ascención de Nôstre Seiniôr (Christi Himmelfahrt)&lt;br /&gt;
* Dilunes de Pentecosta (Pfingsmontag)&lt;br /&gt;
* Día de la República (&amp;quot;5°jun&amp;quot;, Nationalfeiertag, 5. Juni)&lt;br /&gt;
* Festa de Santián (Dianustag, 14. August)&lt;br /&gt;
* Asunción de Santa María (Mariä Himmelfahrt, 15. August)&lt;br /&gt;
* Tòus-Santœs (Allerheiligen, 1. November)&lt;br /&gt;
* Nadal (Weihnachtstag, 25. Dezember)&lt;br /&gt;
* Festa de Sant'Estefán (Stefanstag, 26. Dezember)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
==== Print ====&lt;br /&gt;
Die wichtigsten [[Zeitungen in Sagradien|sagradischen '''Printmedien''']] sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercûrio]] (liberalkonservativ)&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Comêrcio]] (Wirtschaft)&lt;br /&gt;
* [[l'Economista]] (Wirtschaft)&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expreso]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Despetxa del Matí]] (Tulis, Blaumeerraum)&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrnu]] (Alconía, Südsagradien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Carnet del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Jugador]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
* [[l'Once Azûr]] (wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Etá]] (Nachrichtenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[l'Oservador]] (Nachrichtenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (Wochenzeitung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fernsehen ====&lt;br /&gt;
Die [[Fernsehen in Sagradien|sagradische '''Fernsehlandschaft''']] wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]. Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante]] und [[TVS]] geprägt. Maßgebliche Free-TV-Sender sind die öffentlich-rechtlichen Sender [[TS1]], [[TS2]] und [[TS3]], die [[Avante]]-Sender [[Nueve]] und [[Mediasat]] sowie der Sender [[TVS 5]]. Daneben besteht eine Vielzahl von Spartensendern und Regionalprogrammen. Im Pay TV dominieren traditionell die Sender [[Avante+]] und [[Téleset]], durch die Digitalisierung ist aber eine Vielzahl von Bezahlfernsehprogrammen und kostenpflichtigen Streaming-Diensten hinzugekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Die [[Olympische Spiele 1952|Olympischen Sommerspiele]] des Jahres 1952 fanden in Sagradiens Hauptstadt [[Semest]] statt, die Winterspiele 1964 in [[Tesqué]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Fußball in Sagradien|Fußball]] ====&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die höchste sagradische Profiliga, die [[Premera Liga]], gehört zu den bedeutendsten Spielklassen Europas und die beide wichtigsten sagradischen Vereine [[FC Tulisium]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs des Kontinents. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonthí]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Mikolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Frauenfußball in Sagradien|Frauenfußball]] ====&lt;br /&gt;
Als nationale Fußballauswahl der Frauen fungierte die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft der Frauen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste nationale Liga ist die vom [[FSF]] ausgerichtete [[Premera LFF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Basketball ====&lt;br /&gt;
Die höchste sagradische Profiliga ist die [[Liga Nacional de Bàsquet]] (Liga LNB). Rekordmeister der LNB ist [[Corbón Bàsquet 1935]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rugby ====&lt;br /&gt;
Die besten Rugby-Mannschaften aus Sagradien und [[Mikolinien]] konkurrieren in der binatinalen Profiliga [[Cabresano Rugby 16]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erfolgreichste sagradische Mannschaft im Rugby ist der 1912 gegründete [[Arocí Rugby Club]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Radsport ====&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die mikolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Das Eintagesrennen [[Artir-Malesc]] gehört zu den sogenannten &amp;quot;Klassikern&amp;quot;. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tennis ====&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Motorsport ====&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Wintersport ====&lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
==== Warme Küche ====&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die sagradische Küche ist von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für die sagradische Küche sind die ''[[Petíu]]s'' genannten kleinen Gerichte, die üblicherweise als Vorspeise serviert, aber auch als Beilage zu Wein oder Bier gereicht werden und das sagradische Pendant zu Tapas oder Mezedes darstellen. Eine Variante der Petíu ist die [[Crispa]], ein ursprünglich aus dem  [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] stammendes dünnes Fladenbrot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein typisches sagradisches Gericht ist die sogenannte [[Crepaiola]], eine Art Omelette, das unterschiedlich zubereitet wird. Besonders beliebt sind die [[Crepaiola Clásica]] mit Olivenöl, Tomate und Kräutern, die [[Crepaiola als Fungœs]] mit Champignons, Zwiebeln und Kräutern sowie die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Käse ====&lt;br /&gt;
[[Bild:DurMesano.jpg|thumb|200px|[[Dur-Mesano]], Hartkäse aus dem [[Mesano]]]]&lt;br /&gt;
Zu den international bekanntesten Käsesorten Sagradiens gehören der [[Dur-Mesano]], ein Hartkäse aus der [[Mesa]]-Ebene, der [[Cabra de Perín]], ein Ziegenkäse aus [[Perin]], der [[Corbietán]], ein Hartkäse aus [[Corbieta]] in [[Oller]] sowie der [[Herqeval de Cilìse]], ein Blauschimmelkäse aus dem [[Celisotal]], der international auch als ''Celisokäse'' bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Weinbau in Sagradien|Weine]] und Spirituosen ====&lt;br /&gt;
Sagradien ist für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. Wichtige, international bekannte Weinbaugebiete sind die [[Cordêsa]] (südöstlich von [[Tulis]]), das Weinbaugebiet der [[Viaza]] (südlich von [[Duerez]]), das [[Pintal]] (''Val del Pin'') und das [[Valbraga|Bragatal]] (''Valbraga'') in [[Sur-Pinial]], das [[Sagonte]], das [[Guarrí]] (mit dem [[Belverde]]-Wein) sowie das [[Ambristal]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Wein wird in Sagradien heute auch viel Bier (&amp;quot;Cerveça&amp;quot;) konsumiert. Zu den am weitesten landesweit verbreiteten Lagerbieren (''Cerveça Clara'') gehören [[Sant'Armel]], [[San Filipe]] und [[Cabresano]]. Ein bekanntes obergäriges Bier (''Cerveça Blanca'') ist das helle, IPA-ähnliche [[Alba Comitense]]. Daneben sind auch Schwarzbiere (''Cerveça Negra'') verbreitet. In hochwertigeren Lokalen werden auch Jahrgangsbiere (''Cerveça de Reserva'') verkauft. Sagradisches Bier wird traditionell in Flaschengrößen von 0,25 Liter und 0,5 Liter verkauft. Im Zuge der Internationalisierung sind mittlerweile aber auch 0,33-Liter-Flaschen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Spirituosen aus Sagradien sind der hochprozentige nordsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der [[Armôria|armorische]] Cidre und Poiré (''Peràu''), der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der Likör-artige [[Azizwein]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten, vor allem im Blaumeerraum verbreiteten Anisliköre. Bitterliköre werden in Sagradien als [[Amêr]] bezeichnet. Ein wermutähnliches, aromatisiertes Getränk auf Weinbasis ist der aus Südsagradien stammende [[Viniet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schutzsiegel für traditionelle sagradische Weine und Spirituosen fungiert die ''[[Designación d'Origen Controlada]]'' (DOC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunst ===&lt;br /&gt;
siehe [[Sagradische Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
siehe [[Sagradische Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der barocken und klassischen Musik sind v.a. [[António Santjoán]] und [[Carles Iriela]] (beide 17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik), [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julen Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Staat in Westeuropa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Rahim_Kader&amp;diff=66341</id>
		<title>Rahim Kader</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Rahim_Kader&amp;diff=66341"/>
		<updated>2023-11-30T13:36:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:NaserKhader.png|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abdurahim &amp;quot;Rahim&amp;quot; Kader''' (*1976 in [[Ostino]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker. Er war bis 2021  stellvertretender Parteivorsitzender der sagradischen [[Liberales|Liberalen (UDS)]], die er seit 2006 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] repräsentierte. Kader war von 2011 bis 2013 [[Delegierter Minister]] für Internationale Entwicklung im [[Kabinett Luisanto III]] und von Februar 2018 bis Februar 2020 [[Erziehungsminister|Minister für Erziehung und Sport]] im [[Kabinett Ramœs Iliega]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett und aus der Parteiführung der [[Liberales|Liberalen]] trat Kader Ende 2021 aus der liberalen Parlamentsfraktion aus und firmierte fortan als fraktionsloser Abgeordneter. im Wahljahr 2023 gründete Kader seine eigene Partei [[Nôis Citadanœs]], mit der er bei der [[Parlamentswahl 2023|Parlamentswahl im Dezember 2023]] antrat und ins Parlament einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kader bezeichnet sich selbst als säkularer Muslim und wurde dem konservativen Flügel der sagradischen Liberalen zugerechnet. Er gilt als ausgesprochener Kritiker des politischen Islam sowie jeder Form der &amp;quot;Identitätspolitik&amp;quot;. Er tritt zudem für mehr innere Sicherheit und eine Begrenzung des Asylrechts ein, grenzt sich aber vom &amp;quot;Nationalismus&amp;quot; der rechten [[PSP]] ab.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere ===&lt;br /&gt;
==== Aufstieg in der UDS zum Minister ====&lt;br /&gt;
Der ägyptisch-stämmige Muslim Abdurahim Kader war von 2000 bis 2008 Mitglied des Stadtrats von [[Ostino]] und ist seit 2006 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Von 2004 bis 2008 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender der UDS-nahen [[Jungdemokraten]]. Als Abgeordneter war Kader Experte für Sozial- und Integrationspolitik, später spezialisierte er sich jedoch auf Themen der Außen- und Sicherheitspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden von [[Alexandro Caravel]] wurde Kader im Mai 2011 zum Delegierten Minister für Internationale Zusammenarbeit im [[Kabinett Luisanto III]] ernannt, schied nach der Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Parlamentswahl 2013]] aber aus dem Amt. Im Dezember 2013 wurde Kader von der neuen Parteivorsitzenden [[Beatrice Iniagui]] als Parteisekretär der [[UDS]] nominiert, ehe er 2015 Fraktionssprecher der Liberalen in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] wurde. Als solcher galt er als unbestrittene Nummer 2 der Partei hinter Parteichefin Iniagui. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erfolgreichen Wahlkampf zur [[Parlamentswahl 2017]] wurde Kader im Februar 2018 als Vertreter seiner Partei ins [[Kabinett Ramœs Iliega]] berufen, wo er als [[Erziehungsminister|Minister für Erziehung und Sport]] fungierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückzug und Parteigründung ====&lt;br /&gt;
Während der Kampagne zur vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] kam es zu einer Affäre um Kader, der sich in der Vergangenheit homophob geäußert hatte. Nachdem es auch in der eigenen Partei zu heftiger Kritik an Kader gekommen war, verzichtete dieser schließlich im Februar 2020 auf eine Wiederberufung ins [[Kabinett Ramœs Iliega II|Kabinett]], blieb aber zunächst stellvertretender Parteivorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu häufigeren Differenzen zwischen Kader und der Parteiführung um [[Beatrice Iniagui]]. Im Spätsommer 2021 legte Kader sein Buch &amp;quot;Nôis Citadanœs&amp;quot; vor, in dem er scharfe Kritik an der politischen Klasse des Landes übte. Er wandte sich gegen jede Form der Identitätspolitik, kritisierte staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus und forderte zudem einen härteren Kurs in der Kriminalitätsbekämpfung und in der Asylpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2021 gab Kader schließlich seinen Austritt aus der liberalen Parlamentsfraktion bekannt. Er fungierte für mehrere Monate als Fraktionsloser, ehe er im Wahljahr 2023 die Gründung einer eigenen Partei bekannt gab, die er nach seinem Bestseller [[Nôis Citadanœs]] benannte. Kader übernahm in der neuen Partei kein formelles Amt, gehört als Gründer aber dem Vorstand an und galt als de-facto-Parteichef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parlamentswahl 2023 ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2023|Parlamentswahl im Dezember 2023]] trat Kader als Spitzenkandidat seiner neuen Partei an. Mit einem Wahlergebnis von 4,8 Prozent der Stimmen kehrte ins Parlament zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 2011-2013: [[Delegierter Minister]] für Internationale Entwicklung im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* 2018-2020: [[Erziehungsminister|Minister für Erziehung und Sport]] im [[Kabinett Ramœs Iliega I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 2000-2008: Mitglied des [[Stadtrat]]s von [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2004-2008: Stellvertretender Vorsitzender der [[Jungdemokraten]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: Parteisekretär der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: Sprecher der [[UDS]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: stellvertretender Parteivorsitzender der [[Liberalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Kader]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Kader]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=N%C3%B4is_Citadanoes&amp;diff=66340</id>
		<title>Nôis Citadanoes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=N%C3%B4is_Citadanoes&amp;diff=66340"/>
		<updated>2023-11-30T13:30:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: Weiterleitung nach Nôis Citadanœs erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Nôis Citadanœs]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2023-11-30T13:27:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Rebranding und Rückkehr in die Regierung */&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Die '''Liberales''' (kurz '''LIB''', formell ''Liberales – Unión Democrática de Sagradia'') sind eine politische Partei in [[Sagradien]]. Sie setzt sich für ökonomische, politische und soziale Freiheiten ein und ist Mitglied der Liberalen Internationalen sowie der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Bis Oktober 2016 trug die Partei den Namen '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''',  deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS ging 1961 aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Movimiento Republicano de la Libertá]] (MRL), dem nationalliberalen [[Partíu Nacional Democrático]] (PND) sowie dem sozialliberalen [[Partíu Republicano Radical]] (PRR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partíu Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2006 bis 2013 war die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miquel Ánibal Luisanto]] und bildete zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktuelle Parteivorsitzende ist seit 2013 die Abgeordnete [[Beatrice Iniagui]], die in diesem Amt den langjährigen Vorsitzenden und früheren [[Wirtschaftsminister]] [[Luca Orrieva]] ablöste. Unter Iniaguis Führung beschloss die UDS auf ihrem Parteitag im Oktober 2016 offiziell ihr Rebranding als ''Liberales'' (mit dem Kürzel ''LIB''). Seit Februar 2018 bilden die Liberalen erneut eine [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] mit dem [[PPC]] unter [[Manuel Ramœs Iliega]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Zusammen kam dabei einerseits die Schwäche der liberalen Parteien Sagradiens in der Nachkriegszeit gegenüber den dominierenden [[PPC]] und [[ASUL]], andererseits die zunehmende Distanzierung der Radikalen von den Parteien der sogenannten [[Coalición Democrática]] und die Annäherung an die liberalkonservative Rechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[ASUL|Sozialisten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez-León]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Houssay2.jpg|thumb|[[Carles Méndez-León]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende PRR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche MRL, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez-León]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez-León die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildete zunächst die [[Federación de Democráticœs per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miquel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez-León kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez-León Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[MFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez-León 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez-León blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 7,3 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:MauriceSchumann1.jpg|thumb|[[Lorenzo Estrubal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miquel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez-León auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Vernunft“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, erklärten sich aber in der Folge bereit, die Regierung in einzelnen Punkten zu unterstützen. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval 1979 schließlich Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die aber scheiterten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 8,5 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Der politische Flirt mit den Sozialisten war von einem Großteil der liberalen Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Sandro De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1990) === &lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo-1980.jpg|thumb|150px|UDS-Logo 1967-1987]]&lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Emilio Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
1989 erklärte Parteichef und Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] seinen Rücktritt vom Parteivorsitz. Nachfolger wurde [[Mário Bahamonte]], der die Partei in die [[Parlamentswahl 1990]] führte. PPC und UDS verloren aber ihre gemeinsame Mehrheit und wurden vorübergehend in die Opposition gedrängt. Aber schon 1992 gelang es beiden Parteien, mithilfe der linksliberalen [[Radikalen]] wieder in die Regierung zurückzukehren. Bahamonte verzichtete aber auf ein Ministeramt zugunsten von [[Luca Bremante]], der als &amp;quot;neoliberaler Shootingstar&amp;quot; der Partei galt, [[Wirtschaftsminister]] wurde und 1994 schließlich auch die Parteiführung der Partei übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bremantes Parteivorsitz und der ihn begleitende Höhenflug in den Umfragen war aber von kurzer Dauer. Im August 1994, nur wenige Wochen vor der Wahl, entsponn sich eine Kreditaffäre um Bremante, in der dieser unter großen Druck geriet. Hatte die Partei zuvor in Umfragen stabil im zweistelligen Bereich gelegen, so fiel sie bei der Wahl auf 8,5 Prozent zurück, konnte die Koalition mit dem PPC aber fortsetzen. Bremante musste schließlich unter dem Druck der Öffentlichkeit zurücktreten. Für ihn übernahm sein Vorgänger [[Mário Bahamonte]] vorübergehend die Führung der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Veltroni1.jpg|thumb|200px|[[Victor António Anghés]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef [[Victor António Anghés]], wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Parteikrise (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo-2000.jpg|thumb|120px|UDS-Logo 1998-2007]]&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor mehr als die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,5 auf 3,7 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. [[António Anghés]] wurde zu Beginn des Jahres 1999 von [[Marcelina Hernandes Follar]] im Parteivorsitz beerbt, deren Amtszeit begann aber mit einer noch größeren Niederlage bei der [[Europawahl 1999]], bei der die UDS erstmals unter der Dreiprozent-Hürde blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die von Hernandes Follar versuchte Hinwendung zu klassisch linksliberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken der deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter ihren potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], der die Partei für kurze Zeit im Jahr 1994 geführt hatte, sowie Generalsekretär [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bürger-Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Fraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Anders-Samuelsen1.jpg|thumb|[[Luca Orrieva]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Regionalwahlen 2001]] trat Parteichefin Hernandes Follar zurück und empfahl ihren bisherigen Generalsekretär [[Luca Orrieva]] als Nachfolger. Der ausmanövrierte [[Luca Bremante]], Vertreter des konservativen Parteiflügels, musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miquel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (2006-2013) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo.jpg|thumb|180px|Parteilogo 2007-2016]]&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez-León, Lorenzo Estrubal und Victor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen [[UDC]]. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto bis Sommer 2009 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2009 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|vorgezogenen Neuwahlen im November 2009]] ging die UDS unter Orrieva mit 5,2 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung aus PPC und UDS nach wie vor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Regierung übernahm [[Luca Orrieva]] das [[Wirtschaftsministerium]], [[Benita Hubner]] blieb [[Justizminister]]in. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug wurde der bisherige Amtsinhaber [[Hernán Ferrero Perón]] als neuer sagradischer Vertreter in der EU-Kommission vorgeschlagen. Dort übernahm er im Januar 2010 die Zuständigkeit für die Innenpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein wurde von der UDS erwartet, sich innerhalb der neuen Koalition stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2013 und Gang in die Opposition ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS2013.jpg|thumb|200px|Liberalen-Plakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semestina]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist [[Marcelo Venizelos]] auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte: Er forderte eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot;, sprach sich für ein neuartiges Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten und auch vom Parteivorsitz zurückzutreten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Auf dem Wahlparteitag der UDS im Mai 2013 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidatin der UDS gewählt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete [[Abdurahim Kader]]. Nach ihrer Wahl erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2013]] endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis  Führung auf 5,9 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren. Unmittelbar nach der Wahl erklärte Parteirebell [[Marcelo Venizelos]] seinen Austritt aus der UDS und gründete die neue radikal-libertäre Partei [[LIBER]] (''Liberal, Eurorealista, Reformista''), der sich aber nur ein kleiner Teil der UDS anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rebranding und Rückkehr in die Regierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS2017f.jpg|thumb|300px|Liberalen-Plakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]]&lt;br /&gt;
Unter Iniaguis Führung erhielt die UDS im Jahr 2016 ein umfangreiches Rebranding. Nach 55 Jahren änderte die Partei erstmals ihren offiziellen Namen und tritt seither als &amp;quot;[[Liberales]]&amp;quot; auf. Der neue Name sollte den eingeleiteten Kurs einer Profilierung als liberale Kraft der Mitte fortführen. In der politischen Praxis setzten die Liberalen stärker als zuvor auf eine moderne Gesellschaftspolitik und unterstützten einige Vorhaben der Mitte-Links-Regierung wie die Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik und die Einführung einer geschlechterneutralen Familienförderung. Damit trat die Partei stärker als zuvor in Konkurrenz zu den linksliberalen [[Radicales]] und konnte ihr Image insbesondere in modernen, urbanen Milieus verbessern. Im Gegensatz zur neugegründeten Partei der [[Progresistas]] setzten die Liberalen auf einen dezidiert europafreundlichen Kurs und sprachen sich für eine Fortführung der europäischen Integration aus. In der strittigen Migrationspolitik verfolgten die Liberalen einen &amp;quot;Kurs des Rechts und der Humanität&amp;quot;, kritisierte zwar unkontrollierte Einwanderung und mangelnde Durchsetzung rechtlicher Vorgaben, grenzte sich aber deutlich von der &amp;quot;menschenfeindlichen Politik&amp;quot; insbesondere der rechtspopulistischen [[PSP]] ab. Im Vorfeld der [[Parlamentswahl 2013]] schloss Iniagui daher auch eine Koalition mit der PSP kategorisch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der veränderte Kurs unter Iniagui trug schnell Früchte in Form hoher Umfragewerte und zufriedenstellender Wahlergebnisse. Bei den Regionalwahlen 2016 und 2017 konnte die Partei deutliche Stimmengewinne verbuchen und war seither wieder in acht Regionalregierungen vertreten. Auch bei der [[Parlamentswahl 2017]] machte die Partei deutlich an Boden gut, sicherte sich mit 9 Prozent der Stimmen Platz 5 in der Abgeordnetenkammer und empfahl sich damit für eine neuerliche Regierungsbeteiligung. Da die Liberalen aber sowohl eine Koalition mit der rechtspopulistischen [[PSP]] als auch eine Zusammenarbeit mit der linken [[SDU]] ausgeschlossen hatten, kam es nach der Wahl zu komplizierten Verhandlungen, in denen die Liberalen sowohl mit der konservativen [[PPC]] als auch mit der [[ASUL]] sprachen. Der Versuch der Linken, die Liberalen ins eigene Lager zu ziehen, scheiterte aber. Stattdessen setzte die Partei ihr Ziel durch, eine konservativ-liberale Minderheitsregierung zu bilden. Im [[Kabinett Ramoes Iliega]] stellt die Partei vier Ressort-Minister, darunter Parteichefin [[Beatrice Iniagui]] als [[Vizeministerpräsident]]in und [[Wirtschaftsminister|&amp;quot;Superministerin&amp;quot; für Unternehmen, Energie und Innovation]]. Zudem gehören dem Kabinett [[Abdurahim Kader]] als [[Erziehungsminister]], [[Irina Morantes]] als [[Kulturminister]]in sowie [[Alexandro Caravel]] als [[Justizminister]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den zentralen Reformvorhaben der Regierung, die wesentlich durch die Liberalen inspiriert wurden, gehörte eine Gesundheits- und Pflegereform, die für mehr Wettbewerb und bessere Leistungen im Gesundheitssektor sorgen sollte, eine Liberalisierung der Ladenöffnugnszeiten sowie die Verabschiedung eines &amp;quot;Islamgesetzes&amp;quot;. Letzteres sah eine staatliche Aufsicht über die Finanzierung von Moscheen vor, aber kein &amp;quot;Burka-Verbot&amp;quot;, das die Liberalen dezidiert ablehnten. Dazu kam eine fiskalkonservative Haushaltspolitik, die das Ziel verfolgte, die Neuverschuldung auf null zu senken. Hierüber kam es zu einer Regierungskrise und schließlich zu Neuwahlen, nachdem sich die Regierungsparteien und die Opposition auf kein Haushaltsgesetz für das Jahr 2020 hatten einigen können.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Wahl zur Abgeordnetenkammer im Dezember 2019]] gingen die Liberalen mit leichten Einbußen hervor, konnten ihre Regierungskoalition mit der [[PPC]] aber fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüngste Vergangenheit ===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der regulären [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2023|Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer im Dezember 2023]] gab Parteichefin [[Beatrice Iniagui]] ihren Rückzug vom Parteivorsitz nach zehn Jahren sowie ihren anstehenden Abschied aus der Politik bekannt. Zu ihrem Nachfolger als Parteivorsitzender und Spitzenkandidat wurde der bisherige Fraktionssprecher [[Ruis Montanier]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Die UDS ist seit ihrer Gründung eine liberale Partei und gehört als Gründungsmitglied der Europäischen Liberalen Partei sowie der Liberalen Internationale an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihrer Gründung in den 1950er Jahren war die ''Demokratische Union'' der Versuch, die wirtschaftsliberalen, nationalliberalen und sozialliberalen Strömungen in Sagradien in einer Partei zu vereinen. Unmittelbar nach Gründung des Wahlbündnisses spaltete sich aber bereits eine linksliberale Minderheit von der [[PRR|Radikalen Partei]] ab und bildete die Partei der [[PRD|Radikaldemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ihrer Gründung verfolgte die UDS einen stark wirtschaftsliberalen Kurs und trat für eine freie Marktwirtschaft, einen starken Mittelstand und freies Unternehmertum ein. Die Partei unterstützt zwar den sagradischen Wohlfahrtstaat, befürwortete in der Vergangenheit aber einen Abbau staatlicher Regulierung, eine Begrenzung staatlicher Ausgaben und eine Reform des Wohlfahrtsstaats. Sie ist gegen bedingungslose Sozialleistungen und möchte stattdessen steuerliche und andere Anreize für Arbeit und freies Unternehmertum setzen. In der Steuerpolitik verfolgt die Partei einen fiskalisch-konservativen Kurs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gesellschaftspolitik vertritt die UDS gemäßigt-liberale Positionen. Sie legt großen Wert auf Bildungspolitik und setzt sich für eine Reallokation staatlicher Mittel in die Bildung ein. Die Unionsdemokraten setzen sich gegen soziale Diskriminierung ein und befürworteten die Einführung einer staatlich geförderten Lebensgemeinschaft für Homosexuelle bzw. die Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Die Partei setzt sich für Gleichberechtigung von Frauen ein, lehnt aber staatliche Quotierungen ab. Sie ist dafür, wissenschaftliche Stammzellforschung zu ermöglichen. Eine Legalisierung illegaler Drogen lehnte die Partei lange Zeit ab, unterstützte 2014 aber die Dekriminalisierungspolitik der rot-grün-radikalen Mitte-Links-Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Migrationspolitik setzt die UDS auf einen &amp;quot;realistischen und toleranten&amp;quot; Kurs: Sie unterstützt ein liberales Asylrecht für Bürgerkriegsflüchtlinge und befürwortet zudem die Möglichkeit der legalen Migration nach Sagradien, möchte beides aber an ein klares Regelwerk und an die &amp;quot;Aufnahmekapazität&amp;quot; der sagradischen Wirtschaft und Gesellschaft binden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Außenpolitik versteht sich die UDS als dezidiert westlich orientierte Partei und gehört zu den europafreundlichsten Kräften des Landes. Sie befürwortet traditionell die Mitgliedschaft Sagradiens in der NATO und in der Europäischen Union. Unter der langjährigen Führung von [[Luca Orrieva]] (2001-2013) unterstützten die Unionsdemokraten den sogenannten &amp;quot;Krieg gegen den Terror&amp;quot;, die NATO-Einsätze in Kosovo und Afghanistan und die amerikanische Invasion im Irak 2003. Die Partei befürwortete zudem den Europäischen Verfassungsvertrag und den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wählerschaft ==&lt;br /&gt;
Die Liberalen haben ihre Kernwählerschaft traditionell im Mittelstand, im Handwerk und unter Unternehmern und Besserverdienenden. Die Partei wird zudem überproportional von Wählerinnen und Wählern ohne kirchliche Bindung und mit säkularer Ausrichtung sowie von christlichen Minderheiten gewählt, schneidet aber bei gläubigen Katholiken und Muslimen unterdurchschnittlich ab. Traditionell in mittleren Städten mit ausgeprägtem Mittelstand sowie in gutsituierten Wohngegenden stark, konnten die Liberalen bei der [[Parlamentswahl 2017]] stärker als zuvor auch in jüngeren urbanen Milieus punkten. Zudem wird die Partei heute stärker als früher von Frauen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS hieß bis 2017 [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), trat seit 2009 aber nur noch als ''Jovenes Democráticoes'' auf. 2017 erfolgte die Umbenennung in [[Jovenes Liberales]]. Die Jungliberalen arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
==== Parteivorsitzende der UDS ====&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1994: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1-10/1994: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* ''1994-1995: [[Mário González Bahamonte]] (interim)''&lt;br /&gt;
* 1995-1999: [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001: [[Marcelina Hernandes Follar]]&lt;br /&gt;
* 2001-2013: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2013-2023: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* seit 2023: [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteisekretäre der UDS ====&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-1999: [[Erresi Joán Coloma]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Gael Erralda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miquel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 2007-2015: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parlamentarische Sekretäre der UD/UDS-Fraktion in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Stefano Grâu Deixú]]&lt;br /&gt;
* 1970-1982: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
* 2011-2013: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
| 11,9 %&lt;br /&gt;
| 61 / 511&lt;br /&gt;
| kein Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 50 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 9,4 %&lt;br /&gt;
| 51 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 10,2 %&lt;br /&gt;
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| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 9,5 %&lt;br /&gt;
| 50 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
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| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|1978]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 8,5 %&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 12,8 %&lt;br /&gt;
| 70 / 511&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 10,5 %&lt;br /&gt;
| 56 / 511&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 8,9 %&lt;br /&gt;
| 47 / 511&lt;br /&gt;
| [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 8,5 %&lt;br /&gt;
| 46 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 3,7 %&lt;br /&gt;
| 19 / 511&lt;br /&gt;
| [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 4,5 %&lt;br /&gt;
| 23 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 6,4 %&lt;br /&gt;
| 33 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|2009]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,2 %&lt;br /&gt;
| 28 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|2013]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,9 %&lt;br /&gt;
| 32 / 511&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2017|2017]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| LIB&lt;br /&gt;
| 9,0 %&lt;br /&gt;
| 47 / 511&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2019|2019]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| LIB&lt;br /&gt;
| 8,2 %&lt;br /&gt;
| 43 / 511&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Ram%C5%93s_Iliega&amp;diff=66338</id>
		<title>Manuel Ramœs Iliega</title>
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		<updated>2023-11-30T13:15:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:BartDeWever001.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Névito Manuel Ramœs Iliega''' (*1973 in [[Óstino]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker. Er ist seit März 2014 Vorsitzender der [[PPC|christdemokratischen Volkspartei (PPC)]] und seit Februar 2018 [[Ministerpräsident]] des Landes. Zuvor war er Generalsekretär (2008-2011) seiner Partei und [[Minister für öffentliche Verwaltung]] im [[Kabinett Luisanto III]] (2011-2012). Seit der [[Parlamentswahl 2006]] ist Ramœs Iliega Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]], wo er von Januar 2012 bis Februar 2018 als Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der [[Volkspartei]] in [[Nalcaz]] im März 2014 wurde Ramœs Iliega als Nachfolger von [[Miquel Ánibal Luisanto]] zum Parteivorsitzenden gewählt. Bei der [[Parlamentswahl 2017]] musste die PPC das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte hinnehmen. Dennoch konnte sich Ramœs eine parlamentarische Mehrheit sichern und wurde im Februar 2018 zum Chef einer [[Kabinett Ramœs Iliega I|konservativ-liberalen Minderheitsregierung]] ernannt, die von der rechtspopulistischen [[PSP]] gestützt wurde. Bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019|Parlamentswahl im Dezember 2019]] führte er die Konservativen zu einem erneuten Sieg und wurde im Amt bestätigt. Seine [[Kabinett Ramœs Iliega II|erneuerte Minderheitskoalition]] mit den [[Liberales|Liberalen]] wird von den sagradischen [[Grüne]]n und [[Radicales|Radikalen]] toleriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Karriere auf kommunaler Ebene ====&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Ostino|Ostinenser]] Ramœs Iliega begann seine politische Karriere im Stadtrat seiner Heimatstadt, wo er mit 23 Jahren Mitglied wurde. Im Jahr 2000 wurde Ramœs Iliega Generalsekretär des PPC-Stadtverbands und organisierte als solcher das Bürgerbegehren gegen die geplanten Energiemaßnahmen der rot-grünen Stadtregierung, das schließlich erfolgreich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 2001 zum Präsidenten der [[PPCJ|PPC-Jugend]] in der Region [[Ceundâlia]] gewählt worden war, übernahm er 2003 das Amt des Fraktionsvorsitzenden der Konservativen im Stadtrat von [[Óstino]], ehe er nach der [[Kommunalwahl 2004]] schließlich als Finanzstadtrat in die Stadtregierung von [[Óstino]] einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abgeordneter und Minister ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2006]] zog Ramœs Iliega erstmals für die konservative Volkspartei in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] ein. Dort wurde er Mitglied im Innenausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Handelsausschuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 schlug der Parteivorsitzende und Ministerpräsident [[Miquel Ánibal Luisanto]] den 35-jährigen Abgeordneten Ramœs Iliega als neuen Generalsekretär vor. Dieser wurde daraufhin zum Nachfolger von [[Oscar Toledo Meçares]] gewählt. Ramœs Iliega galt seither als einer der wichtigsten Vertrauten und Berater von Miquel Ánibal Luisanto und neben [[Clemente Arzano]] und [[Márcio Lamanto]] als einer der „Luisanto-Prinzen“ in der Volkspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 übernahm er zudem das Ministeramt für Öffentliche Verwaltung und Reform im [[Kabinett Luisanto III]]. Seine Tätigkeit als Generalsekretär der Volkspartei gab er daraufhin auf dem PPC-Parteitag im November 2011 an seine bisherige Stellvertreterin [[Ana Iriarte Blanco]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktions- und Parteivorsitz ====&lt;br /&gt;
Nach dem überraschenden Tod von [[Máximo Ulieta]] im Januar 2012 übernahm Manuel Ramœs Iliega dessen Amt als Fraktionssprecher der Volkspartei in der [[Abgeordnetenkammer]] und schied aus der Regierung aus. Nach der [[Parlamentswahl 2013]] wurde er in dieser Funktion wiedergewählt. Als solcher übernahm er auch de facto die Rolle des Oppositionsführers, nachdem Parteichef [[Miquel Ánibal Luisanto|Luisanto]] angekündigt hatte, auf dem nächsten Parteitag der Volkspartei im Jahr 2014 nicht mehr für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag in [[Nalcaz]] am 7.-9. März 2014 wurde Ramœs Iliega schließlich als Wunschnachfolger Luisantos zum neuen Parteivorsitzenden der [[Volkspartei]] gewählt. Dabei konnte er sich gegen den früheren Innenminister [[Clemente Arzano]] durchsetzen. Als Generalsekretärin schlug er die frühere Umweltministerin [[Sellesi Cambres Madriaga]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung Ramœs Iliega musste die Volkspartei deutliche Verluste bei Wahlen auf allen Ebenen hinnehmen und spürte eine deutlich stärkere Konkurrenz durch die rechtspopulistische [[PSP]]. Bei der [[Europawahl 2014]] stürzte die Partei auf weniger als 19 Prozent der Stimmen ab, was Ramoes' Stellung in der eigenen Partei deutlich schwächte. Bei der [[Regionalwahl in Cuentez 2015]] verloren die Konservativen sogar 10 Prozentpunkte und landeten nur auf dem dritten Rang hinter [[ASUL|Sozialisten]] und der liberalen Regionalpartei [[Nòu Cüentiz]]. Dafür gelang es der Partei aber bei der zeitgleich stattfindenden [[Regionalwahl in der Eskada 2015]], die regierenden Sozialisten vom ersten Platz zu verdrängen und die Regierung zu übernehmen. Erstmals bildete der [[PPC]] eine Koalition unter Einschluss der sagradischen [[Grünen]] und erweitere damit ihre strategischen Bündnisoptionen in entscheidender Weise. Bei der [[Regionalwahl in Ceundâlia 2016]] landete der PPC erstmals hinter der [[PSP]], konnte aber im Bündnis mit den Rechtspopulisten dennoch den Regionalpräsidenten stellen und blieb damit auch nach rechts bündnisfähig. Die prekäre Position der Konservativen spiegelte sich schließlich auch im Wahljahr 2017 wider. Einerseits verlor die Partei bei den [[Regionalwahlen 2017|Regionalwahlen im Januar]] fast überall Stimmen, konnte andererseits aber in zahlreichen Regionen die Regierung übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch programmatisch und strategisch tat sich Ramoes Iliega schwer, einen klaren Kurs für die Partei zu definieren. Im Streit zwischen dem liberalen und dem konservativen Flügel der Partei nahm Ramoes Iliega als Vorsitzender eine eher vermittelnde Rolle ein und setzte eine Arbeitsgruppe unter der Führung von [[Daniela Rosenthal-Valdés]] ein, die der Partei programmatische Vorschläge unterbreiten sollte. Im Ergebnis nahm die Volkspartei unter Ramoes Iliegas Führung schließlich eine liberalere Position in gesellschaftspolitischen Fragen ein. Sie trug die von der Mitte-Links-Regierung eingebrachte Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen mehrheitlich mit und nahm von der langjährigen Politik einer &amp;quot;Privilegierung der christlichen Ehe zwischen Mann und Frau&amp;quot; Abstand. In der europäischen Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016 dagegen schwenkte Ramoes Iliega nach anfänglichem Zögern auf einen Kurs der Fundamentalkritik an der Regierung ein und forderte schärfere Kontrollen der Grenzen sowie eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik. Politische Beobachter werteten dies auch als Versuch, den Höhenflug der [[PSP]] zu beenden und rechtsgerichtete Wähler zu mobilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ministerpräsidentschaft ====&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl im November 2017]] setzte sich das Muster der vorangegangenen Wahlen fort. Die PPC musste mit Ramoes Iliega als Spitzenkandidaten erhebliche Verluste verzeichnen und mit 24 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte hinnehmen. Schon im Wahlkampf hatten politische Weggefährten der PPC ein unklares Profil vorgeworfen. Einerseits war die Kampagne von dem Versuch geprägt, mit einer harten Einwanderungspolitik und mit scharfer Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Linksparteien zu punkten. Andererseits umwarb Ramoes Iliega auch [[Grüne]] und [[Radikale]] als potenzielle Bündnispartner, die in migrationspolitischen Fragen deutlich liberalere Positionen vertraten. Trotz des Negativrekords bei der Wahl verlor die Volkspartei weniger an Zustimmung als die ebenfalls kriselnden [[ASUL|Sozialisten]] und wurde damit wieder stärkste Kraft im Parlament. Nach wochenlangen Verhandlungen gelang es Ramoes Iliega schließlich, die [[Liberale]]n zur Neuauflage einer [[Kabinett Ramoes Iliega I|gemeinsamen Minderheitsregierung]] zu bewegen. Mit einer direkten Unterstützung von nur 174 Abgeordneten war die neue Regierung so schwach wie kein anderes parlamentarisches Kabinett der Nachkriegszeit. Weil sich die rechte [[PSP]] aber für Ramoes Iliega aussprach, wurde er schließlich im Februar 2018 zum [[Ministerpräsident]]en ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden anderthalb Jahren hatte die Minderheitsregierung immer wieder Schwierigkeiten, sich mit der Opposition auf ein gemeinsames Handeln zu verständigen. Während die Koalition bei zahlreichen Gesetzesvorhaben von der rechtspopulistischen [[PSP]] unterstützt wurde, war sie auf einigen zentralen Politikfeldern von der Unterstützung der [[ASUL|Sozialisten]] abhängig. Nachdem sich die Regierung im Herbst 2019 weder mit der PSP noch mit der ASUL auf einen gemeinsamen Haushalt für das Jahr 2020 hatte einigen können, bat Ramœs Iliega Staatspräsidentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] darum, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Nach Gesprächen mit den Oppositionsparteien rief die Präsidentin schließlich [[Parlamentswahl 2019|Neuwahlen für den Dezember 2019]] aus. Aus den Wahlen ging die PPC gestärkt hervor und erreichte 26,8 Prozent der Stimmen. In den folgenden Verhandlungen einigten sich Ramœs Iliega und seine Koalitionspartnerin [[Beatrice Iniagui]] schließlich mit oppositionellen [[Radicales|Radikalen]] und [[Grüne]]n, die beide als Gewinner aus der Wahl hervorgegangen waren, auf ein Tolerierungsbündnis. Erstmals arbeitete die Volkspartei damit auf nationaler Ebene mit den sagradischen [[Grüne]]n zusammen. Zentraler Baustein des Übereinkommens war ein &amp;quot;Klima- und Nachhaltigkeitspakt&amp;quot;, der ein klimaneutrales Sagradien im Jahr 2035 anvisiert. Um das zu erreichen, einigten sich die Regierungsparteien mit den zwei Tolerierungspartnern unter anderem auf staatliche Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr, Investitionen in die Bahninfrastruktur und eine ökologische Steuerreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch der globalen Corona-Pandemie verhängte die [[Kabinett Ramœs Iliega II|Regierung Ramœs Iliega]] im März 2020 einen weitgehenden Lockdown. Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Museen wurden geschlossen. Kurz darauf wurden auch Ausgangsbeschränkungen verhängt und die Schließung von Gaststätten und nicht-essenziellen Betrieben beschlossen. Nach zwischenzeitign Lockerungen im Sommer 2020 traten die Maßnahmen im Laufe des Herbst 2020 wieder schrittweise in Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Ämter ====&lt;br /&gt;
* 2004-2006: Finanzstadtrat von [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* 2011-2012: [[Minister für öffentliche Verwaltung]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Präsident des Ministerrats]] ([[Kabinett Ramœs Iliega I]] und [[Kabinett Ramœs Iliega II|II]] )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 1996-2006: Mitglied des Stadtrats von [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 2000-2004: Generalsekretär des [[PPC]]-Stadtverbands [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005: Vorsitzender der [[PPCJ]] [[Ceundâlia]]&lt;br /&gt;
* 2003-2004: Vorsitzender der [[PPC]]-Fraktion im Stadtrat von [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: Generalsekretär der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 2012-2018: Sprecher der Volkspartei-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2014: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Ramœs Iliega]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=65771</id>
		<title>Johanna von Sagradien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=65771"/>
		<updated>2023-09-19T14:33:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Vermächtnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1524, †1590) war [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) sowie [[Conte von Tulis|Audakin von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und gilt neben diesem als wichtigste sagradische Monarchin der sogenannten [[Gran-Etá]]. In den ersten neun Jahren ihrer Herrschaft regierte sie gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. Zwischen 1575 und 1580 dankte sie schrittweise zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolge ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1524 als jüngste Tochter [[David I.|Davids I.]] und seiner ersten Frau [[Eleonore von Aragon]] geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Peter von Sagradien]] und seiner Frau Beatrix von Avis, sowie Enkelin der Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. Ihre Mutter war bereits 1535 verstorben, sodass David I. noch einmal heiratete. Als ihm seine zweite Frau [[Isabelle von Valois]] aber bis 1539 ebenfalls noch keinen männlichen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Erbfolge in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch seine Tochter Johanna zur Präsumptiverbin der sagradischen Krone sowie der Besitzungen in Mikolinien. In Portugal dagegen sollte [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]] als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1542 heiratete die damals erst siebzehnjährige Prinzessin ihren neun Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten. Nur wenige Monate später starb David I. und Johanna wurde gemäß Sukzessionserlass zur neuen [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] ausgerufen. Johanna und ihr Ehemann wurden daraufhin gemeinsam in der traditionellen Königsstadt [[Noyar]] gekrönt und auf den Thron erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie zunächst im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war [[Heinrich von Esqués]], der Ehemann ihrer Schwägerin [[Madalena de Sántori|Magdalena von Valier]] und [[Herzog von Viça]], der 1560 zum calvinistischen Glauben übertrat und versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich die Monarchin um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Politisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als eine der mächtigsten europäischen Herrscherinnen des 16. Jahrhunderts. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der größten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joanária'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 27 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Die Nachkommen Johanns aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] trugen alle dazu bei, die Macht und den Ruf der Sántori in der Welt zu mehren: Während ihr Sohn [[Danadier I.|Danadier Manuel]] die Nachfolge als König antrat und zwei ihrer Töchter europäische Könige heirateten, begründeten die jüngeren Söhne Heinrich August von Sessin]] und [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria von Asterre]] zwei bedeutende Nebenlinien des Hauses Sántori, letztere als [[Fürstentum Cuentez|cuentesisches Fürstenhaus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier Manuel]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sessin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sessin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1617), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (''jure uxoris'', 1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Königin von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johanna_von_Sagradien&amp;diff=65770</id>
		<title>Johanna von Sagradien</title>
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		<updated>2023-09-19T14:32:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Vermächtnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1524, †1590) war [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) sowie [[Conte von Tulis|Audakin von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und gilt neben diesem als wichtigste sagradische Monarchin der sogenannten [[Gran-Etá]]. In den ersten neun Jahren ihrer Herrschaft regierte sie gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. Zwischen 1575 und 1580 dankte sie schrittweise zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolge ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1524 als jüngste Tochter [[David I.|Davids I.]] und seiner ersten Frau [[Eleonore von Aragon]] geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Peter von Sagradien]] und seiner Frau Beatrix von Avis, sowie Enkelin der Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. Ihre Mutter war bereits 1535 verstorben, sodass David I. noch einmal heiratete. Als ihm seine zweite Frau [[Isabelle von Valois]] aber bis 1539 ebenfalls noch keinen männlichen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Erbfolge in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch seine Tochter Johanna zur Präsumptiverbin der sagradischen Krone sowie der Besitzungen in Mikolinien. In Portugal dagegen sollte [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]] als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1542 heiratete die damals erst siebzehnjährige Prinzessin ihren neun Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten. Nur wenige Monate später starb David I. und Johanna wurde gemäß Sukzessionserlass zur neuen [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] ausgerufen. Johanna und ihr Ehemann wurden daraufhin gemeinsam in der traditionellen Königsstadt [[Noyar]] gekrönt und auf den Thron erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie zunächst im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war [[Heinrich von Esqués]], der Ehemann ihrer Schwägerin [[Madalena de Sántori|Magdalena von Valier]] und [[Herzog von Viça]], der 1560 zum calvinistischen Glauben übertrat und versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich die Monarchin um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Politisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als eine der wichtigsten europäischen Herrscherinnen des 16. Jahrhunderts. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joanária'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 27 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Die Nachkommen Johanns aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] trugen alle dazu bei, die Macht und den Ruf der Sántori in der Welt zu mehren: Während ihr Sohn [[Danadier I.|Danadier Manuel]] die Nachfolge als König antrat und zwei ihrer Töchter europäische Könige heirateten, begründeten die jüngeren Söhne Heinrich August von Sessin]] und [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria von Asterre]] zwei bedeutende Nebenlinien des Hauses Sántori, letztere als [[Fürstentum Cuentez|cuentesisches Fürstenhaus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier Manuel]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sessin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sessin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1617), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (''jure uxoris'', 1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Königin von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Johanna von Sagradien</title>
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		<updated>2023-09-19T14:31:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Regentschaft, Abdankung und Verbannung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Johanna I.''' (von Sagradien, ''Reina Joana'') (*1524, †1590) war [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1543-1580) und gleichzeitig Herrin der [[Saloanischen Lande]] (1543-1575) sowie [[Conte von Tulis|Audakin von Tulis]] (1543-1579). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater [[David I.]] auf den Thron und gilt neben diesem als wichtigste sagradische Monarchin der sogenannten [[Gran-Etá]]. In den ersten neun Jahren ihrer Herrschaft regierte sie gemeinsam mit ihrem Vetter und Ehemann [[Philipp von Valier]]. Zwischen 1575 und 1580 dankte sie schrittweise zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] ab. In ihre Regierungszeit fällt der Erlass des [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikts von Viça 1567]], das den calvinistischen Protestanten im Land Glaubensfreiheit zusicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Erbfolge ===&lt;br /&gt;
Johanna Maria von Sagradien wurde 1524 als jüngste Tochter [[David I.|Davids I.]] und seiner ersten Frau [[Eleonore von Aragon]] geboren. Sie war damit Enkelin von König [[Peter von Sagradien]] und seiner Frau Beatrix von Avis, sowie Enkelin der Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihre älteren Geschwister [[Don Andrés Piero|Andrés Piero]] (†1534) und Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. Ihre Mutter war bereits 1535 verstorben, sodass David I. noch einmal heiratete. Als ihm seine zweite Frau [[Isabelle von Valois]] aber bis 1539 ebenfalls noch keinen männlichen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Erbfolge in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch seine Tochter Johanna zur Präsumptiverbin der sagradischen Krone sowie der Besitzungen in Mikolinien. In Portugal dagegen sollte [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]] als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1542 heiratete die damals erst siebzehnjährige Prinzessin ihren neun Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]]. Beide gingen in der Folge nach Macedi, wo sie als Statthalter Davids I. fungierten. Nur wenige Monate später starb David I. und Johanna wurde gemäß Sukzessionserlass zur neuen [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] ausgerufen. Johanna und ihr Ehemann wurden daraufhin gemeinsam in der traditionellen Königsstadt [[Noyar]] gekrönt und auf den Thron erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft, Abdankung und Verbannung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EdwardClintonEarlLincoln.jpg|thumb|250px|Johannas Minister [[Jacquel Conte de Nerval]]]]&lt;br /&gt;
Bis 1552 regierte Johanna gemeinsam mit ihrem als Philipp VIII. geführten Ehemann das Königreich. Das Paar verlegte den Königssitz von [[Tulis]] nach [[Vierna]] und anschließend nach [[Semest]]. Da Johanna bei ihrem Regierungsantritt erst 16 Jahre alt war, stand sie zunächst im Schatten ihres Ehemannes, regierte nach dessen Tod 1552 aber alleine weiter und ging keine weitere Ehe mehr ein. Sie stand zeitweise unter dem Einfluss ihres wichtigsten Beraters und Vertrauten, des [[Jacquel Conte de Nerval|Grafen von Nerval]]. Großer Gegenspieler zu dieser Zeit war [[Heinrich von Esqués]], der Ehemann ihrer Schwägerin [[Madalena de Sántori|Magdalena von Valier]] und [[Herzog von Viça]], der 1560 zum calvinistischen Glauben übertrat und versuchte, an Stelle Johannas die Macht im Königreich zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den Hoffnungen Heinrichs und der mit ihm verbündeten Adligen erwies sich Johanna auch nach dem Tod ihres Ehemanns als starke Regentin. Nach dem zwischenzeitigen Friedensschluss mit Heinrich von Esqués im Jahr 1563 bemühte sich die Monarchin um ein entspannteres Verhältnis zu ihren protestantischen Untertanen, was sie in Gegensatz zur streng katholischen Hofpartei um den Grafen [[Roberto de Monteblanxard]] brachte. Gegen deren Willen setzte Johanna 1565 die Verlobung ihres Sohnes [[Danadier I.|Danadier]] mit [[Luise von Navarra]], der ältesten Tochter Jeanne d'Albrets und Antoine de Bourbons durch, die bis dahin im protestantischen Glauben erzogen worden war. Anderthalb Jahre später erließ sie schließlich gemeinsam mit ihrem Sohn [[Danadier I.|Danadier]], den sie zum Mitregenten gemacht hatte, das [[Toleranzedikt von Viça]], das als Aussöhnung mit der Protestantenpartei gedacht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ihr Sohn Danadier seine Verlobte Louise de Bourbon 1567 geheiratet hatte, verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn zunehmend und es kam zu heftigen Spannungen zwischen Johanna und ihrer ehrgeizigen Schwiegertochter. Politisch geriet Johanna unter Druck, als die [[Josephitenaufstände]] in Tulis auf den Rest des Landes überzuschwappen drohten. Unter dem Einfluss Luises von Bourbon drängte Johannas Sohn Danadier seit 1570 immer stärker auf eine Machtbeteiligung. Seit 1572 plante Johanna nachweislich ihre vorzeitige Abdankung zugunsten Danadiers, verschob diese aber mehrmals aufgrund der Spannungen zwischen den verschiedenen Hofparteien. Auf wiederholten Druck der protestantischen Hofpartei um ihre Schwiegertochter [[Luise von Bourbon]] dankte Johanna schließlich 1575 zunächst in den [[Saloanische Lande|Saloanischen Landen]] und 1579/80 auch im [[Comitat Tulis]] und auf dem sagradischen Thron ab und zog sich endgültig aus der Regierung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur kurze Zeit später entzweite sich Johanna endgültig mit Louise, deren französische Berater schließlich erfolgreich darauf drängten, Johanna dauerhaft vom Hof zu verbannen. Sie lebte nun dauerhaft im lojandinischen [[Sagrera]], wo sie zusehends von der Außenwelt abgeschnitten wurde. 1581 kam es schließlich in Semest zu einer Hofintrige um den ebenfalls entmachteten [[Jacquel Conte der Nerval|Grafen von Nerval]], der ohne das Wissen Johannas diese wieder als Königin einzusetzen und seine eigene Machtstellung zu restaurieren suchte. Nachdem die Intrige aufgedeckt werden konnte, wurde Johanna in Sagrera faktisch zur Gefangenen ihres Sohnes und seiner Frau. Ihren Lebensabend verbrachte Johanna in der Folge in Sagrera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermächtnis ===&lt;br /&gt;
Johanna I. gilt als eine der wichtigsten Frauengestalten in der sagradischen Nationalgeschichte und als bedeutendste der drei aus eigenem Recht heraus regierenden Königinnen des Landes. Wie bereits ihr Vater war sie eine engagierte Förderin der Künste und Wissenschaften und gilt als eine der wichtigsten Mäzeninnen der sagradischen &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot;, deren mittlere Phase auch als ''Era Joanária'' bezeichnet wird. Als ihr bedeutendster Protegé gilt der Renaissance-Maler [[António Volero]], der als Hofmaler Johannas fungierte. Auch betätigte sich Johanna als bedeutende Bauherrin in der neuen Hauptstadt [[Semest]], wo der unter ihr gepflegte Baustil auch als ''Estilo Reina Joana'' bezeichnet wird. Unter ihr entstand auch die königliche Residenz in [[Novil]] nahe Semest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich war die beim Tod ihres Mannes 1552 erst 27 Jahre alte Königin eine verführerische Schönheit, die zu vielen ihrer Höflinge eine romantische Beziehung pflegte. So soll der Legende nach auch der berühmte Dichter [[Celiano Nacoma]] in seinen jungen Jahren eine innige Liebe zur Königin empfunden haben und ihr seine frühen Liebessonette gewidmet haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umstritten bleibt das religionspolitische Vermächtnis der Königin, die gegenüber den Protestanten im Land keine einheitliche Linie fuhr, sondern aus machtpolitischen Erwägungen heraus mal auf Konflikt und mal auf Annäherung setzte. Ziel dieser Politik war, das Land vor einem anhaltenden Bürgerkrieg zu bewahren. Als sie sah, dass ihre harte Oppressionspolitik gegenüber den Protestanten zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte, scheute sie eine weitere Eskalation und ging auf Versöhnungskurs über, was aber wiederum zu Konflikten mit der erzkatholischen Hofpartei führte. Diese Konflikte plagten auch ihren Sohn und Nachfolger noch lange, ehe unter dem leitenden Minister [[Joán María Belavís]] nach 1582 die Gegenreformation in Sagradien gestärkt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie und Nachkommen ===&lt;br /&gt;
Die Nachkommen Johanns aus ihrer Ehe mit ihrem Cousin und Mitregenten [[Philipp von Valier|Philipp von Sántori-Valier]] trugen alle dazu bei, die Macht und den Ruf der Sántori in der Welt zu mehren: Während ihr Sohn [[Danadier I.|Danadier Manuel]] die Nachfolge als König antrat und zwei ihrer Töchter europäische Könige heirateten, begründeten die jüngeren Söhne Heinrich August von Sessin]] und [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria von Asterre]] zwei bedeutende Nebenlinien des Hauses Sántori, letztere als [[Fürstentum Cuentez|cuentesisches Fürstenhaus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Danadier I.|Danadier Manuel]] (*1545, †1591), als ''Danadier I.'' König von Sagradien (1579-1591)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich August von Sessin|Heinrich August]] (*1547, †1577), [[Herzog von Sessin]]&lt;br /&gt;
* Katharina (*1549, †1585) ∞ Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria]] (*1550, †1617), Graf von Asterre und als ''Karl II.'' [[Fürst von Cuentez]] (''jure uxoris'', 1594-1617)&lt;br /&gt;
* Luisa (*/†1550), Zwilling von Karl (starb bei Geburt)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*1552, †1595) ∞ Heinrich III. von Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herrscherin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Königin von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=65768</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2023-09-19T14:24:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Glaube und Religionspolitik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und von Portugal (1521-1543), [[Herzog von Salua]] [[Herzog von Macedi|und Macedi]] und Herr der [[Saloanische Lande|Saloanischen Lande]] (1509-1532 und 1534-1543) sowie als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1509-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Beginn der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
David Alexander Johann Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Peter von Sagradien]], ein jüngerer Bruder König [[Philipp VI.|Philipps VI.]], der seit 1485 für Davids älteren Halbbruder [[Baltasar von Salua|Baltasar]] die Regentschaft über die [[Saloanischen Lande]] innehatte. Seine Mutter war die portugiesische Prinzessin Beatrix von Aviz-Viseu, eine Tochter von Ferdinand von Viseu und [[Marguerita de Sántori]]. David war damit väterlicherseits ein Urenkel von König [[Philipp V.]] aus dem [[Haus Vesaey]], Enkel von [[David de Sántori]] und Vetter von [[Philipp VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt zum [[König von Sagradien]] gekrönt wurde. Mütterlicherseits war David ein Enkel des portugiesischen Königs Eduard I. und Neffe von Manuel von Viseu, der 1495 als Manuel I. den portugiesischen Thron bestieg.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen ersten zehn Lebensjahren wuchs David am Hof seines Vaters in [[Macedi]] auf, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 starb Davids Vetter, König [[Philipp VII.]], an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte seine Schwester [[Katharina von Sagradien|Katharina]] den Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber mit Verweis auf Katharinas unrechtmäßig geschlossene Ehe mit [[Filipe de las Marcas]] zurückgewiesen wurde. Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition, die Davids Vater [[Peter von Sagradien]] unterstützte. Dieser zog schließlich mit einem Heer nach Sagradien und riss den Thron an sich. Es folgte ein [[Lilienkriege|Erbfolgekrieg]] innerhalb des Hauses Sántori, in dem sich die Anhänger König Peters, die sogenannten ''Saloanœs'', mit den Anhängern Catarinas, den ''Catarinenses'', gegenüberstanden. Aus den Kämpfen ging schließlich Davids Vater Peter als Sieger hervor und konnte als [[Peter I.]] den sagradischen Thron besteigen. David wurde damit schlagartig zum Thronfolger eines europäischen Großreichs, das von [[Armorien]] bis zur Insel [[Feiroa]] reichte und ein aufstrebendes Kolonialreich in Übersee umfasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Bürgerkriegs in Sagradien verbrachte David gemeinsam mit seinen Brüdern mehrere Jahre am Hof ihres Onkels Manuel I. von Portugal, der mit Davids Cousine [[Eleonore von Sagradien, Königin von Portugal]], verheiratet war. In Lissabon entwickelten die Sántori-Prinzen ein enges Verhältnis zum portugiesischen Königshaus und zur Familie ihrer Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach seinem achtzehnten Geburtstag kehrte David schließlich 1509 nach Sagradien zurück, um nach dem Tod seines Vaters die Thronfolge im [[Königreich Sagradien]], im [[Comitat Tulis]] und in den [[Saloanischen Landen]] anzutreten. David gelang es schließlich, auch die Unterstützung der &amp;quot;Catarinenses&amp;quot; zu gewinnen, indem er Katharina als Königin anerkannte, ohne ihr aber ein Mitspracherecht in der Regierung einzuräumen oder ein Nachfolgerecht ihrer Tochter [[Maria Renata]] anzuerkennen. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Dieser erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg, an dessen Seite Sagradien 1511 an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teilnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Leonor d'Aragón ===&lt;br /&gt;
Biniar versuchte zudem, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als Kandidatin kam zunächst Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen ehelichte David 1513 die spanische Prinzessin [[Eleonore von Aragon]] (''Leonor d'Aragón''), die jüngste Tochter der katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon. Eleonore war die Witwe des mikolinischen Thronfolgers [[Mikael Alexander, Prinz von Peruzien]], der schon nach wenigen Ehemonaten gestorben war. Sie war zudem Schwägerin des englischen Königs Heinrich VIII. und eine Tante des römischen Kaisers Karl V. und verfügte damit über exzellente Verbindungen zu Europas Königshäusern. Aus der Ehe ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor, der den traditionellen Titel eines [[Prinz von Sarmay|Fürsten von Sarmay]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hochzeit emanzipierte sich David schließlich auch vom Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Verheiratung Biniars mit seiner Tante [[María de Sántori]] führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem leitenden Minister. Nachdem diesem Hochverrat vorgeworfen worden war, wurde er 1514 angeklagt und schließlich hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
[[Bild:SperoneSperoniFedericoGonzaga1.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
Im zweiten Jahrzehnt von Davids Herrschaft rückte unverhofft die portugiesische Nachfolgefrage auf die internationale Landkarte. Nach dem schlagartigen Ableben der Söhne Manuels I., João (†1515) und Fernando (†1518) - der erste Sohn Miguel da Paz war bereits im Jahr 1500 gestorben -,stieg David als Nachkomme Eduards I. über seine Mutter Beatrix zum Präsumptiverben der portugiesischen Krone auf. Zwar kam 1520 mit Dom Carlos ein weiterer Sohn Manuels I. auf die Welt, dieser starb aber bereits im Folgejahr. Nur kurze Zeit später ereilte auch Manuel I. der Tod, sodass das portugiesische Königshaus Avis in legitimer männlicher Linie ausstarb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem David als testamentarischer Erbe Manuels die Nachfolge in Lissabon beansprucht hatte, musste er sein Erbe gegen weitere Thronprätendenten durchsetzen, darunter Davids Vetter, der Herzog von Braganza. Es folgten mehrere kriegerische Auseinandersetzungen um  Portugal, die Davids Truppen schließlich unter der Führung des Kommandanten [[Joán de Biniar]] für sich entscheiden konnten. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. Der Sántori-König war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 Davids Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann, Herzog von Corar und von Guimaraes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenDavidI.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung Armoriens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Im Auftrag Davids starteten die sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu ziehen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutenden Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David, wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über die Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seines Sohnes musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Leonor im Februar 1535 musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Isabelle von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Königin Isabelle ihrem Mann bis 1539 immer noch keinen männlichen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolge in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann, genannt &amp;quot;der Fromme&amp;quot;]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch seine Tochter [[Johanna I.|Johanna]] zur Präsumptiverbin der sagradischen Krone sowie der Besitzungen in Mikolinien. 1542 heiratete die damals erst fünfzehnjährige Prinzessin ihren sieben Jahre älteren Vetter [[Philipp von Valier]], Sohn ihres Onkels [[Danadier de Sántori]], der mit ihr zusammen regieren sollte. In Portugal dagegen sollte [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]] als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert zu haben, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptiert hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Aus der ersten Ehe mit [[Eleonore von Aragon]] (*1490, †1535), die er 1513 geheiratet hatte, gingen sechs Kinder hervor:&lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Salua]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1520) &lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sessin]]&lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1524, †1589), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1580) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Isabelle de Valois: &lt;br /&gt;
* María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza&lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1539, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alejandro (*/†1540), [[Prinz von Sarmay]]&lt;br /&gt;
Dazu kommt ein unehelicher Sohn, den David als ''natürlichen Sohn'' anerkannte: &lt;br /&gt;
* [[António von Crato]] (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], zu Lebzeiten Davids bereits dessen Regent in Lissabon, folgte David als König von Portugal nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Tulis und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herr der Saloanischen Lande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Enrico d'Esqués</title>
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		<updated>2023-09-19T14:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:WalterDevereux.jpg|thumb|250px]]&lt;br /&gt;
'''Heinrich, Graf von Esqués''' (sagr. ''Enrico Conte d'Esqués'', *1516, †1576) war ein einflussreicher sagradischer Adliger im 16. Jahrhundert. Als Nachfolger seines Vaters war er [[Graf von Esqués]] (1540-1576) und [[Herzog von Viça]] (1550-1576) sowie einer der Führer des sagradischen Protestantismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enrico d'Esqués wurde 1516 als Sohn des Grafen [[Gaspar d'Esqués]] geboren. Wie bereits sein Vater stellte sich auch Heinrich in den Dienst König [[David I.|Davids I.]] und durchlief unter diesem eine militärische Karriere. Nach dem Tod König Davids I. im Jahr 1543 stand er im Dienst von Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] und ihrem Ehemann [[Philipp von Valier]], mit dem ihn sein Jugendtagen eines Freundschaft verband. Für seine Dienste wurde er 1548 wurde als erster Vertreter seines Hauses in den Rang eines Herzogs erhoben und mit dem [[Herzogtum Viça]] belehnt. Im gleichen Jahr heiratete er Philipps Schwester [[Madalena de Sántori]] und stieg damit selbst in die königliche Familie auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von König [[Philipp von Valier]] im Jahr 1552 versuchte Heinrich, Einfluss auf die Politik seiner Schwägerin der Königin zu nehmen, scheiterte aber mit seinem Plan, seinen ältesten Sohn [[Luis Filipe d'Esqués|Luis Filipe]] mit der verwitweten Königin zu verheiraten. Großer Gegenspieler Heinrichs war [[José Conte de Nerval]], der als Berater Johannas auf eine harte antiprotestantische Politik setzte. Enrico dagegen konvertierte 1560 zum protestantischen Glauben und erklärte sich selbst zum Schutzherrn der Protestanten im Land. Damit begann eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen der pro-protestantischen Partei um Esqués und der katholischen Partei um Nerval und [[Roberto de Monteblanxard]], die erst 1583 beigelegt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frieden von Marrel 1563 verpflichtete sich Enrico zur Loyalität gegenüber der Königin. Diese erließ im Gegenzug 1567 das [[Toleranzedikt von Viça]], das von Enrico wesentlich mitformuliert worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich von Esqués schließlich erkrankte bald schwer und starb im Jahr 1576. Sein Sohn [[Luis Filipe d'Esqués]] folgte ihm als Graf von Esqués und Herzog von Viça nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Viça]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Feldherr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Philipp VII.</title>
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		<updated>2023-09-19T14:09:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Jugend und Thronbesteigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:GaleazzoMariaSforza.jpg|thumb|200px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Philipp VII.'''  (*1472, †1502) aus der Herrscherdynastie der [[Sántori]] war [[König von Sagradien]] und [[Conte von Tulis]] (1491-1502). Als Sohn [[Philipp VI.|Philipps VI.]] war er der zweite Sántori auf dem sagradischen Thron. Sein kinderloser Unfalltod im Jahr 1502 stürzte das Land in einen mehrere Jahre andauernden Thronfolgestreit, aus dem schließlich sein Onkel [[Peter von Sagradien]] als Sieger hervorging.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Philipp Jakob Anton von Santori wurde 1472 in Tulis als Sohn von [[Philipp VI.]] und seiner Frau Margaret Stewart geboren. Er erhielt den Titel eines [[Herzog von Sesín|Herzogs von Sesín]] und eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde als Infant zum Thronfolger erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Jugend befand sich Philipps Vater im Krieg mit Frankreich um Einfluss in der Bretagne, wo Herzog Franz II. im Jahr 1488 ohne männlichen Erben starb. Um sein Bündnis mit dem bretonischen Adel gegen den jungen französischen König Karl VIII. abzusichern und die Kontrolle über die Bretagne zu erhalten, verlobte Philipp VI. seinen Sohn mit der bretonischen Erbin Anne. Nachdem die Herzogin das 13. Lebensjahr vollendet hatte, kam es im Dezember 1490 zur Hochzeit mit dem 18-jährigem Prinzen von Sarmay. Nur wenige Wochen später starb Philipp VI. und der junge Prinz von Sarmay wurde zum neuen König erhoben. Bereits zuvor war er von seinem Vater auch als Nachfolger im [[Comitat Tulis]] designiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriege gegen Frankreich ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung geriet Philipp VII. in eine politische Bedrohungslage: Da im [[Comitat Tulis]] traditionell ein wahlmonarchisches Regime herrschte und nicht sicher war, ob der tulinesische Adel die Nachfolge Philipps anerkennen würde, musste Philipp Präsenz im Südwesten zeigen, um sich als neuer Conte bestätigen zu lassen. Das feindliche Frankreich wiederum nutzte die Gelegenheit, um eine neue Offensive in der Bretagne zu starten. Nacheinander eroberte Karl VIII. Nantes, belagerte Rennes und vertrieb die sagradischen Truppen aus dem Osten der Bretagne. Im November gelang es Karl VIII., Rennes einzunehmen. Anne de Bretagne musste ihre Ehe mit Philipp von Sagradien widerrufen und zur Hochzeit mit Karl VIII. einwilligen. Im Dezember 1491 kam es zur Trauung. Im Februar 1492 gelang es Frankreich, gegen die Zahlung hoher Summen an den Heiligen Stuhl die Annullierung der ersten Ehe Annes durch Papst Innozenz VIII. zu erreichen. Die folgenden Versuche Philipps, die Bretagne zurückzuerobern, schlugen fehl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1495 schloss Philipp mit Kastilien, Aragón, England, Venedig, Mailand, dem Papst und dem Haus Habsburg die Allianz der Heiligen Liga gegen Frankreich. Dadurch erhofften sich Philipp VII. und sein leitender Minister, der [[Joán Batista Marqués von Cavalla|Marqués de Cavalla]], die Eroberung von Teilen der [[Bretagne]]. Teil des neuen Bündnisses war die Hochzeit Philipps VII. mit der Habsburgerprinzessin Katharina, einer Schwester Kaiser Maximilians I. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar konnte Philipp Teile der Bretagne sichern, die Herrschaft der französischen Krone über das Herzogtum konnte aber nicht gebrochen werden. Auch nach dem Tod Karls VIII. 1498, gelang es Philipp nicht, die Hochzeit Anne de Bretagnes mit Karls Nachfolger Ludwig XII. zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Die Ehe Philipps mit seiner zweiten Frau Katharina von Habsburg gestaltete sich schwierig, schien der junge Prinz doch wenig von seiner deutlich älteren Frau angetan zu sein. So blieb die Ehe auch kinderlos. Als einziges überliefertes Kind Philipps VII. ist der illegitime Sohn [[Don Miquel de Sántori]] bekannt, der aus einer außerehelichen Verbindung mit Anastásia de Carbilard stammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Vater zeigte Philipp VII. wenig Interesse für die Künste und Wissenschaften und sah sich viel eher in der Tradition mittelalterlicher Könige. Er war ein begeisterter Reiter und veranstaltete des öfteren Ritterturniere, an denen er auch selbst teilnahm. Eines dieser Turniere sollte ihm schließlich zum Verhängnis werden. Als Philipp 1502 bei einem Turnier von Pferd fiel, war er so schwer verwundet, dass er den Leiden nach wenigen Tagen erlag und im Alter von 30 Jahren starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er ohne legitime Nachkommen geblieben war, stürzte sein Tod das Imperium der Sántori in eine ernsthafte Krise. Es kam nun zu einem blutigen Machtkampf zwischen den verfeindeten Linien des Hauses. Als ältere Schwester Philipps meldete [[Catarina de Sántori]] Ansprüche auf die Krone an. Da sie jedoch mit [[Filipe de las Marcas]], einem unehelichen Nachkommen [[David de Sántori]]s und Führer der Bastard-Linie ''Sántori de las Marcas'', verheiratet war, wurden ihre Ansprüche von Teilen des Adels zurückgewiesen. Stattdessen schwang sich nun Philipps Onkel [[Peter I.|Piero]], [[Herzog von Corar]] und [[Herzog von Salua]] zum Widersacher Katharinas auf und sicherte sich mithilfe des Adels die Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Armorien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Wirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Logo-Armoria.jpg|150px]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:130%&amp;quot;&amp;gt;'''Armorien'''&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Armoria.jpg|120px]] &amp;lt;br&amp;gt;Flagge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Armoria.jpg|70px]] &amp;lt;br&amp;gt;Wappen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinzen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschefin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''Coseller-Presidente'' [[Ywán Guerwennéc]] &amp;lt;small&amp;gt;([[UNV]])&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Gemeinsam werden beide als eine der sechs keltischen Nationen angesehen. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]''). Mit der [[Cervecería Sant'Armel]] ist zudem eine der größten und international bekanntesten sagradischen Brauereien in Armorien beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
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| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Pereza]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[V]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
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| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[UNV]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[V]]&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Ywán Guerwennéc]] ([[UNV]])&lt;br /&gt;
| [[UNV]], [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Armorien</title>
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		<updated>2023-09-19T14:03:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Wirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Logo-Armoria.jpg|150px]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:130%&amp;quot;&amp;gt;'''Armorien'''&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Armoria.jpg|120px]] &amp;lt;br&amp;gt;Flagge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Armoria.jpg|70px]] &amp;lt;br&amp;gt;Wappen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinzen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 34.583 km²&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2.412.958  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschefin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''Coseller-Presidente'' [[Ywán Guerwennéc]] &amp;lt;small&amp;gt;([[UNV]])&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Gemeinsam werden beide als eine der sechs keltischen Nationen angesehen. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]''). Mit der [[Cervecería de Sant'Armel]] ist zudem eine der größten und international bekanntesten sagradischen Brauereien in Armorien beheimatet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Pereza]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
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|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Armorien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Kultur und Sprache */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Amtssprachen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradisch]], [[Armorisch]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Hauptstadt'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Viça]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinzen'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 5 &amp;lt;small&amp;gt;([[Airar]], [[Alto-Ligre]], [[Arkornôg]], [[Cripón]], [[Viçano-Serra d'Armôria]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 34.583 km²&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 2.412.958  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Regierungschefin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| ''Coseller-Presidente'' [[Ywán Guerwennéc]] &amp;lt;small&amp;gt;([[UNV]])&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Karte-Amoria.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Gemeinsam werden beide als eine der sechs keltischen Nationen angesehen. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Pereza]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[V]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| [[António d'Arrêu]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[UNV]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FFFFe0&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ywán Guerwennéc]] ([[UNV]])&lt;br /&gt;
| [[UNV]], [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Armorien</title>
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		<updated>2023-09-19T13:54:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; |[[Bild:Logo-Armoria.jpg|150px]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:130%&amp;quot;&amp;gt;'''Armorien'''&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Armoria.jpg|120px]] &amp;lt;br&amp;gt;Flagge&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Armoria.jpg|70px]] &amp;lt;br&amp;gt;Wappen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Armorien''' ([[sagradisch]] ''Armôria'', [[amorisch]] ''An Arvor'') ist eine [[Regionen Sagradiens|Region]] im Nordosten [[Sagradien]]s. Sie liegt am Oberlauf des [[Ligre]] und besteht aus den Provinzen [[Viçano-Serra d'Armôria]], [[Cripón]], [[Airar]], [[Arkornôg]] und [[Alto-Ligre]]. Hauptstadt und ökonomisches Zentrum ist [[Viça]] (''Gwizha''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Region Armorien deckt den westlichen Teil der armorikanischen Kulturregion ab, zu der auch die französische Region Bretagne zählt. Ihren Namen hat die Region von der gallischen Bezeichnung ''Aremorica'', was so viel bedeutet wie „Land am Meer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Die Region hat im Süden Anteil am [[Hochland von Cabeza]], an das sich nördlich die [[Serra d'Armôria]] anschließt. Im Norden der Region erstrecken sich das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] sowie die [[Cripón]]. Die Region grenzt im Westen an die sagradischen Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alta-Scantia]], im Süden an [[Lojandía]] und [[Ceundâlia]] und im Osten an das französische Departement Finistère bzw. die französische ''Region Bretagne''. Die Region hat im Norden Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen]] und im Südosten am [[Kantabrisches Meer|Kantabrischen Meer]], im Osten und Nordosten liegt sie an der Iroise (''Mor an Hirwazh'') und an der [[Straße von Monastec]] (''Strizh-mor ar Monasteg''). Die Nordostspitze der Region bilden das [[Cap Coruén]] (''C'hab Kerwenn'') und die Küste des [[Golf von Cripón]] (''Pleg-mor Kerpenn''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kultur und Sprache ====&lt;br /&gt;
Armorien ist wie die benachbarte Bretagne in Frankreich traditionell stark von der Keltischen Kultur geprägt. Im Osten und Nordosten der Region, in den Provinzen [[Arkornôg]] und [[Cripón]] (''Kerpenn'') wird noch heute mit dem [[Armorisch]]en (''Arvoreg'') eine inselkeltische Varietät gesprochen, die eng mit der Bretonischen Sprache verwandt ist und mit dieser ein Sprachkontinuum bildet. Das Armorische ist neben Sagradisch zweite regionale Amtssprache. Im Osten und Süden der Region wird die romanische Sprachvarietät des [[Armoroceundalisch]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Städte Armoriens tragen neben ihren sagradischen Bezeichnungen keltische Namen, darunter [[Cavalla]] (''Kabalhez''), [[Nouberez]], [[Fabena]] (''Fabeghan''), [[Monastec]] (''Monasteg''), [[Challón]] (''C'halheann''), [[Sant'Armel]] (''Sant-Armael''), [[Avén-al-Canal]] (''An-Ewenn'') sowie die Hauptstadt [[Viça]] (''Gwizha'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
Armoria gehört zu den eher strukturschwachen Regionen Sagradiens und ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Die Ausnahme stellt der Ballungsraum um die Stadt [[Viça]] dar, in dem auch Industrien angesiedelt sind. Wichtigster Wirtschaftszweig Armorias ist traditionell der Fischfang. Zudem besteht an der Nordküste ein zunehmender Sommertourismus, besonders in der [[Cripón]] mit der sogenannten [[Costa del Marbre]] (''Marmorküste''). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Armôria eine der bedeutendsten Cidre-produzierenden Regionen Sagradiens. In [[Airar]] wird zudem ein international bekannter Poiré produziert (''[[Peràu del Airar DOC]]'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte ====&lt;br /&gt;
===== Antike =====&lt;br /&gt;
Die sagradische Landschaft Armorien geht auf den antiken Begriff ''Aremorica'' zurück, der ursprünglich die Küstengebiete Galliens und vor allem das Gebiete östlich der Seine und nördlich der Loire beschrieb, vor allem also die Gebiete der heutigen Normandie und [[Bretagne]] sowie den äußersten Osten des heutigen Armoria, der damals noch zum römischen Gallien gerechnet wurde. Danach wurde auch das Gebirge, in dem Gallien endet, als ''Mons Armoricus'' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Armorien bezeichnete Landschaft war bereits im Paläolithikum besiedelt, was vereinzelte Werkzeugfunde aus der Acheuléen-Kultur belegen. In der Bronzezeit war der armorisch-bretonische Raum wegen seiner Metallvorkommen ein wichtiger Handelsplatz, was man aus zahlreichen weiteren umfangreichen Hortfunden schließen kann. Die in der Eisenzeit einwandernden Kelten nannten das Gebiet Aremorica beziehungsweise Armorica („Land am Meer“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebten auf im westlichen Teil des bretonischen Isthmus die keltischen Stämme der Veneter, Bereter, [[Haephier]], [[Vikier]] und [[Salirer]]. Der größte Teil der Gegend westlich und nördlich der heute als [[Serra d'Armoria]] bekannten Berge gehörte dann nach der Eroberung durch die Römer unter Augustus zur [[Sagradia Citerior]] bzw. [[Sagradia Geroniensis|Geroniensis]], seit Diokletian zur Provinz [[Ligria]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mittelalter =====&lt;br /&gt;
Seit dem Niedergang des Weströmischen Reiches, ab etwa 450 n. Chr., setzten etwa zwei Jahrhunderte lang in unregelmäßigen Abständen sogenannte Inselkelten an die Küsten Aremoricas über, um so den unsicheren politischen Verhältnissen ihrer ursprünglichen Heimat zu entkommen. Sie besiedelten und christianisierten das Gebiet und brachten ihre Sprache mit. Während sich im heute französischen Teil Aremoricas die Königreiche Domnonea, Cornouaille und Broërec bildeten, bestanden im heute sagradischen Teil das Königreich von [[Cripón]] und [[Arkornôg]] (&amp;quot;der Westen&amp;quot;). Nach der Eroberung Nordsagradiens durch die [[Skanten]] im 5. und 6. Jahrhundert errichteten diese im Westen der heutigen Region Armoria die so genannte [[Armorikanische Mark]] als Grenzregion zu dem Gebiet, das nun von den einwandernden inselkeltischen Briten seinen Namen Bretagne erhielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bretonische Graf Nominoë konnte sich 839 erfolgreich gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]] verteidigen und besiegte 845 den westfränkischen König Karl den Kahlen in der Schlacht von Ballon. Nach Nominoës Tod (851) kam es wie schon Jahrhunderte zuvor zu Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gebieten. In dieser Zeit ging [[Viça]] (bretonisch ''Gwizha'') endgültig an die Skanten verloren und wurde zur Hauptstadt der Armorikanischen Mark. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
886 und 919 überrannten die Loire-Normannen Nantes bzw. die Bretagne, vertrieben die bretonischen Herrscher, scheiterten aber daran, sich noch weiter auf die Konsettenhalbinsel auszubreiten. Von 940 bis 980 musste die Bretagne nacheinander die Oberhoheit der skantisch-sagradischen Könige und der normannischen Herzöge anerkennen. So endete die Zeit des Königtums in der Bretagne vor der Jahrtausendwende, gefolgt von der Etablierung unzähliger kleinerer Herzogtümer, die ständig um das Land stritten. Demgegenüber stabilisierten sich das Westfränkische Reich als Königreich Frankreich sowie das [[Skanten]]reich als [[Königreich Sagradien]] und in der Normandie entstand ein zunehmend in die Bretagne ausgreifendes Herzogtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Herzogtums Bretagne bewahrte in kriegerischen Auseinandersetzungen mit Normannen, Franzosen, Sagradiern und Engländern noch bis ins 15. Jahrhundert eine relative Selbständigkeit. 1125 verbündeten sich die sagradischen und englischen Könige [[Johann II.]] und Heinrich I. gegen den bretonischen Herzog Alain IV. und den französischen König Ludwig VI. Der folgende [[Bretagnefeldzüge Johanns II.|Krieg]] führte zur Eroberung und Sicherung wichtiger Städte wie [[Cavalla]], [[Cripón la Villa]] und [[Fabena]] durch sagradische Truppen und zur Eingliederung in das sagradische [[Herzogtum Armôria]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bretonischen Erbfolgekrieg von 1341 bis 1364 unterstützten Sagradien und England gemeinsam Jean de Montfort gegen den französischen Kandidaten Karl von Blois und konnten diesen schließlich durchsetzen. Die Montforts mussten im Gegenzug die Herrschaft Sagradiens über den Ostteil des bretonisch-armorischen Raums anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage Herzog Franz' II. gegen die Franzosen im Jahr 1488 fiel das Herzogtum Bretagne durch die Hochzeit Herzogin Annes mit Karl VIII. und Ludwig XII. und ihrer Tochter Claude mit Franz I. schließlich an die französische Krone. Die zwischenzeitige Ehe Annes mit dem sagradischen Thronfolger [[Philipp VII.|Philipp, Prinz von Sarmay]], wurde nach militärischen Erfolgen Frankreichs annulliert, woraufhin das Herzogtum Bretagne unter französische Kontrolle gelangte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz I. proklamierte 1532 auf der Ständeversammlung in Vannes die offizielle &amp;quot;Angliederung&amp;quot; des Herzogtums an das französische Köngreich. Nach einem erneuten kurzen Krieg mit Sagradien einigten sich Sagradien und Frankreich schließlich auf eine endgültige Teilung Bretagne-Armoriens zwischen beiden Königreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Reformation und frühe Neuzeit =====&lt;br /&gt;
Nachdem der [[Herzog von Viça|Vizaner Herzog]] [[Heinrich von Esqués]] 1560 zum protestantischen Glauben konvertiert war, wurde Armôria zum Zentrum des Calvinismus in Sagradien. Nach dem [[Vizanischer Krieg|Vizanischen Krieg]] erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 in [[Viça]] ein weitreichendes [[Toleranzedikt von Viça|Toleranzedikt]], das den Calvinisten im Land Religionsfreiheit zusicherte. Auch aufgrund einer intensiven Gegenreformation kam es in der Folge aber zu keiner weiteren Ausdehnung des Protestantismus in Armôria, der noch heute einen Minderheitenstatus besitzt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg versuchte Sagradien seine Gebiete in der Bretagne auszubreiten, erhielt im Separatfrieden von Nantes 1692 aber nur [[Avén]] und [[Challón]], die in der Folge zu Grenzebefestigungen ausgebaut wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] gehörte Armôria als Apanage des Prinzen und späteren Thronprätendenten [[Philipp Karl von Viça]] auf der Seite der königlichen Truppen und später auf der Seite der sogenannten [[Philippkarlisten]], die die Ständeherrschaft in [[Semest]] und die Prinzregentschaft [[Johann Franz von Cuentez]] ablehnten. Obwohl die Philippkarlisten 1722 vorentscheidend besiegt werden konnten, kam es in der Folge noch bis etwa 1730 zu erneuten Aufständen ihrer Anhänger in Armôria und anderen Teilen Nordostsagradiens, die aber zusehends weniger wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb Armôria auch in der Folgezeit ein Unruheherd. Infolge der Französischen Revolution von 1789 wurde in Armôria und der Bretagne 1793 die sogenannte &amp;quot;Armorikanische Republik&amp;quot; ausgerufen, die wenig später von der Französischen Republik annektiert wurde. Auf diesem Gebiet wurden die vier Départements [[Lesker]] (Präfektur [[Cavalla|Cavaille]]), [[Côte du Cripon]] (Präfektur [[La Glória|La Gloire]]), [[Haut-Ligre]] (Präfektur [[Viça|Vice]]) und [[Kérec]] (Präfektur [[Fabena|Fabène]]) eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Moderne =====&lt;br /&gt;
Wirtschaftliche Bedeutung erhielt Armorien vor allem im 19. Jahrhundert durch den Bau des Bretagne-Kanals, der den Seeweg zwischen Kantabrischem Meer und Ärmelkanal öffnete. Um die Seefahrtsrechte auf dem Kanal kam es 1860 zu einem Konflikt mit Frankreich, den Kaiser Napoléon III. dazu zu nutzen suchte, neben einigen Kolonialbesitzungen auch das sagradische Armorien für Frankreich zu erobern. Nachdem England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eingetreten war, siegten die sagradischen und britischen Truppen schließlich bei [[Challón]] entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf alle territorialen Ansprüche westlich der Iroise verzichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in Armorien eine starke Nationalbewegung, die auf die Pflege der bedrohten armorischen Sprache und unter dem Schlagwort der ''Emrenerezh'' auf kulturelle und zunehmend auch auf politische Autonomie drängte. Im Zuge der Irischen Unabhängigkeit 1922 erhielt die Bewegung zusätzlichen Auftrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg kam es zu einigen Spannungen in Armorien. Mit ihren wichtigen Flottenstützpunkten in Brest und Lorient nahm die französische Bretagne von Beginn an eine wichtige Rolle in der französischen Kriegsführung ein, wurde 1940 aber durch deutsche Truppen besetzt. Sagradien blieb dagegen bis 1941 neutral und führte danach als Teil der Alliierten Krieg gegen Deutschland. Bretonen und Armorer standen demnach auf unterschiedlichen Seiten. Armorien wurde in der Folge von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen getroffen und wurde zeitweise auch von deutschen Truppen besetzt, die den Armoriern ebenso wie den Bretonen umfangreiche Autonomierechte versprachen. Nach der alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 landeten britische und französische Fallschirmtruppen auch in Armorien und verstärkten die Resistance. Im August 1944 war der Großteil Armoriens befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit erlebte Armorien einen wirtschaftlichen Aufschwung und stieg zu einer der bedeutendsten Agrar- und Tourismusregionen des Landes auf. Trotz der Selbstverwaltung wurde die Region seit den 1970er Jahren Ziel terroristischer Anschläge von Seiten der Bretonischen Revolutionären Armee (ARB, bret. ADB) auf nicht-menschliche Ziele, die sich 1971 im französischen Teil gegründet hatte und durch für einen eigenen großbretonischen Staat aus den sagradischen und französischen Gebieten kämpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
===== Präsidenten der Regionalregierung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionalregierung&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1953&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| [[Noel Fescarval]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MRL]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1960&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| [[Filipe López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1976&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| [[Franco Tadell]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1977&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[Yoann Chabareil]] ([[PPC]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Pereza]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1993&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| [[Miquel Chamot]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]; seit 2001 [[ASUL]], [[V]]&lt;br /&gt;
| bis 2001 Minderheitsausschuss unterstützt durch [[UNV]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| [[António d'Arrêu]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2013&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| [[Jeán Armanác]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[UNV]]; seit 2017 [[ASUL]], [[PPC]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=#FFFFe0&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ywán Guerwennéc]] ([[UNV]])&lt;br /&gt;
| [[UNV]], [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Nícola Mersenburg-López</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Rückzug */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:JonOssoff999.jpg|thumb|220px]]&lt;br /&gt;
'''Nícola Mersenburg-López''' (*1982 in Paris) ist ein [[sagradischer]] Politiker der [[PCS|Vereinigten Linkspartei (PCS)]] und der [[SDU|Vereinigten Demokratischen Linken (SDU)]]. Von 2014 bis 2022 war er Politischer Sprecher der SDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nícola Mersenburg-López war von 2004 bis 2007 Nationaler Sekretär der linken Parteijugend [[JCS]] und ist von 2009 bis 2021 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]], wo er von 2011 bis 2013 als stellvertretender Fraktionssprecher der SDU fungierte. Seit 2014 war Mersenburg-López Politischer Sprecher des Linksbündnisses, das er als Spitzenkandidat in die [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahlen 2017]] und [[Parlamentswahl 2019|2019]] führte. Bei der [[Parlamentswahl 2017]] konnte die Linke mit 10,6 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis seit 1978 erzielen, musste [[Parlamentswahl 2019|2019]] aber Einbußen hinnehmen und kam auf 7,8 Prozent. Zum Jahreswechsel 2021/22 zog er sich überraschend aus der Politik zurück und gab seine Ämter und Mandate auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mersenburg-López sieht sich als Vertreter einer &amp;quot;integralen Linken&amp;quot;, die klassische antikapitalistische Forderungen wie den Schutz und Ausbau von Arbeitnehmerrechten mit pazifistischen, ökologischen, queerfeministischen und antirassistischen Positionen verbindet. Das [[SDU|Linksbündnis]] sieht er als politischen Arm der neueren sozialen Bewegungen in Sagradien an und pflegt enge Kontakte mit Organisationen wie Attac, Greenpeace und Lobbycontrol. Unter seiner Führung unterstützte die Linke bis 2018 die [[Kabinett Serrat Cabarell|Mitte-Links-Regierung Serrat Cabarell]] bei zentralen Reformvorhaben wie der Einführung einer Frauenquote in der Privatwirtschaft oder dem Ausstieg aus der Atomenergie. Seither steht die Linke in Opposition zur [[Kabinett Ramoes Iliega|Regierung Ramoes Iliega]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Mersenburg-López wurde 1982 als Sohn eines jüdisch-sagradischen Lehrerpaars in Paris geboren und wuchs u. a. in Frankreich und Argentinien auf. Er studierte Philosophie und Soziologie und engagierte sich bereits als Student in der [[PCS|Vereinigten Linkspartei]]. Er wurde im Jahr 2004 zum Nationalen Sekretär des Jugendverbands [[JCS]] gewählt und arbeitete nach seinem Studium u.a. als Referent der sagradischen Linkspartei im Europaparlament. 2005 wurde er Vorstandsmitglied der europäischen Linksjugend ENDYL.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesweit bekannt wurde Mersenburg-López im Jahr 2008, als er öffentlichkeitswirksam als Führer der sagradischen Antiglobalisierungsbewegung in Erscheinung trat. Während dieser Zeit übernahm er eine führende Rolle bei der Bildung des sagradischen Sozialforums und nahm auch international an globalisierungskritischen Protestaktionen teil. Er engagierte sich bei ATTAC und gründete kurz darauf die Plattform ''Movimiento 21'' innerhalb des PCS, die als radikal-antikapitalistische Bewegung auftrat. Wenig später stieg er in die Parteiexekutive des PCS auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchbruch in der SDU ===&lt;br /&gt;
Mersenburg-López kandidierte 2009 erstmals für die linke [[SDU]]-Liste für die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] und wurde unmittelbar in den Fraktionsvorstand gewählt. In der Folge engagierte er sich für eine Verstetigung des Linksbündnisses, aus dem die vereinigte Linke [[Sinistra Democrática Unida]] hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2011 wurde er auf Vorschlag seines politischen Förderers [[António Fiali]] zum stellvertretenden Sprecher der SDU-Fraktion gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nummer 3 der nationalen [[SDU]]-Liste zog Mersenburg-Lopez bei der [[Parlamentswahl 2013]] erneut in die sagradische Abgeordnetenkammer ein. Dabei erhielt er landesweit die meisten Vorzugsstimmen aller Kandidaten der Linken. Trotzdem verzichtete er in der Folge zugunsten des SDU-Spitenkandidaten [[Paulo Satyres Blanco]] auf die Führung der Parlamentsfraktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit als SDU-Sprecher ===&lt;br /&gt;
[[Bild:JonOssoff3a.jpg|thumb|150px]]&lt;br /&gt;
Auf dem [[SDU]]-Kongress 2014 bewarb sich Mersenburg-López um den neugeschaffenen Führungsposten des Politischen Sprechers der [[SDU]] und konnte sich bei einer Kampfabstimmung gegen [[Sellesi Miniambres]] und [[Cornélio Breix]] mit knapp 70 Prozent der Delegiertenstimmen deutlich durchsetzen. Kurz nach seiner Wahl trat Mersenburg-López von allen Ämtern im [[PCS]] zurück, um sich auf die Führungsaufgabe in der SDU zu konzentrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Mersenburgs Führung profilierte sich die SDU als Oppositionspartei gegen die Austeritätspolitik in der Eurozone und wurde international mit der spanischen Podemos und der griechischen Syriza vergleichen. Mersenburg-López kritisierte aber lautstark das Bündnis der griechischen Linken mit rechtspopulistischen Kräften. Stattdessen suchte die Partei die Nähe zahlreicher sozialer Protestbewegungen wie der Antirassismus- und der Black-Lives-Matter-bewegung, der Ökologie- und Fridays-for-Future-Bewegung sowie der LGTBQI-Bewegung. In der europäischen Flüchtlingskrise setzte sich die SDU für offene Grenzen ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl am 5. November 2017]] führte Mersenburg die SDU als Spitzenkandidat zu einem Stimmenanteil von 10,6 Prozent und damit zum größten Erfolg in der Parteigeschichte. Im Vorfeld der Wahl galt der charismatische und jugendliche Mersenburg als einer der populärsten Politiker des Landes und wurde mit Politikern wie Justin Trudeau und Jesse Klaver verglichen. Bei der Wahl konnte die Vereinigte Linke zudem von der Schwäche der regierenden Mitte-Links-Parteien, insbesondere der [[ASUL|Sozialisten]] und [[Grüne]]n, profitieren und vor allem junge Wähler an sich binden. Die linken Parteien insgesamt verloren die Wahl aber, sodass sich die SDU in der Opposition zur neuen Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Ramœs Iliega]] wiederfand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2019]] verlor die SDU an Stimmen insbesondere an die wiedererstarkten [[Verdes|Grünen]], erreichte mit 7,8 Prozent der Stimmen aber immer noch das drittbeste Resultat seit 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2020 setzte Mersenburg-López gegen Widerstände in der Partei den Ausschluss des Senators und früheren Parteisprechers [[Paulo Satyres]] aus Partei und Fraktion durch. Satyres war zuvor von mehreren Frauen der sexuellen Belästigung bezichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 2021 kündigte Mersenburg-López an, auf dem SDU-Kongress im Januar 2022 nicht erneut für das höchste Parteiamt kandidieren zu wollen. Er erklärte, eine Auszeit nehmen und sich für eine Zeit ganz aus der Politik zurückziehen zu wollen. Bereits im Dezember 2021 gab Mersenburg-López auch sein Mandat in der sagradischen Abgeordnetenkammer zurück. Zu seiner Nachfolgerin wurde [[Cristina Bosch]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 2009-2021: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 2004-2007: Nationaler Sekretär der [[JCS]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: Vorstandsmitglied der europäischen Linksjugend ENDYL&lt;br /&gt;
* 2011-2013: stellvertretender Sprecher der [[SDU]]-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2014-2022: Politischer Sprecher der [[SDU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Mersenburg-López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradier jüdischer Herkunft|Mersenburg-López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker des PCS|Mersenburg-López]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der SDU|Mersenburg-López]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2023</title>
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		<updated>2023-09-13T13:36:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Wahlergebnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
|'''Spitzenkandidat'''&lt;br /&gt;
! Kurzbez.&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! Stimmant.&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;8&amp;quot; | Wahl zur [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]] am 10. Dezember 2023&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Popular de Convergência]] (Konservative)&lt;br /&gt;
| [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''PPC'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-PPC-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|22,4 %&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|120&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (Sozialdemokraten)&lt;br /&gt;
| [[Eva Monet Sabadera]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''ASUL''' &lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-Asul-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Social Popular]] (Rechtspopulisten)&lt;br /&gt;
| [[Marijol Catalán]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''PSP'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-PSP-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|14,5 %&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| [[Ils Radicales]] (Sozialliberale)&lt;br /&gt;
| [[Yonatán Paredes]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''RAD'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-RAD-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Ils Verdes|Ils Verdes – Iniciativa Plural]] (Grüne)&lt;br /&gt;
| [[Marta Begum]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''V''' &lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-V-Kompakt.jpg|20px]] &lt;br /&gt;
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| [[Sinistra Democrática Unida]] (Demokratische Sozialisten)&lt;br /&gt;
| [[Cristina Bosch]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''SDU'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-SDU-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Ils Progresistas]] (Rechtslibertäre)&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Venizelos]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''PRG'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-PRG-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| [[Liberales]] (Liberale)&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''LIB'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-LIB-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Posible – Citadanœ/as pel Cânviu]] (Linksgrüne)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Bild:Logo-Posible-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Plataforma Citadana]] (Populisten)&lt;br /&gt;
| [[Paulo Satyres]]&lt;br /&gt;
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| [[Bild:Logo-Plataforma-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Natura i Derestro Animal]] (Tierrechtspartei)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Voto per Sagradia]] (Rechtsextreme)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''VxS'''&lt;br /&gt;
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| [[Vôce Independiente Paesana]] (Agrarier)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Las Feministas]] (Feministen)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Bild:Logo-Fem-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Pirata]] (Piraten)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''PIRATA'''&lt;br /&gt;
| [[Bild:Logo-Pirata-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Iniciativa Electoral de Seniores]] (Seniorenpartei)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Bild:Logo-Senior-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| [[Partíu de Valores - ils Cristianœs]] (Konservative)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Bild:Logo-PVC-Kompakt.jpg|20px]]&lt;br /&gt;
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| Sonstige&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;center&amp;quot;|'''511'''&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 2023]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liberales&amp;diff=65709</id>
		<title>Liberales</title>
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		<updated>2023-09-13T13:24:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Parteivorsitzende der UDS */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Liberales'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Liberales-Logo1.jpg|170px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:IdaAuken.jpg|240px]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteivorsitzende'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Stellvertretende Parteivorsitzende'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Abdurahim Kader]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Generalsekretär'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Gael Erralda]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fraktionssprecher'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1954 &amp;lt;smalL&amp;gt;(als Wahlbündnis)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;1961 &amp;lt;small&amp;gt;(als Partei)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Jugendorganisation'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Jovenes Liberales]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Zeitung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Il Citadano]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Think Tank'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Fundación Aliureto Fernandez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Liberalismus&amp;lt;br&amp;gt;Wirtschaftsliberalismus&amp;lt;br&amp;gt;Kons. Liberalismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''International'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Liberale Internationale&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Europapartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''EP-Fraktion'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Renew Europe&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| hellblau&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Liberales''' (kurz '''LIB''', formell ''Liberales – Unión Democrática de Sagradia'') sind eine politische Partei in [[Sagradien]]. Sie setzt sich für ökonomische, politische und soziale Freiheiten ein und ist Mitglied der Liberalen Internationalen sowie der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa. Bis Oktober 2016 trug die Partei den Namen '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''',  deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS ging 1961 aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Movimiento Republicano de la Libertá]] (MRL), dem nationalliberalen [[Partíu Nacional Democrático]] (PND) sowie dem sozialliberalen [[Partíu Republicano Radical]] (PRR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partíu Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2006 bis 2013 war die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miquel Ánibal Luisanto]] und bildete zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktuelle Parteivorsitzende ist seit 2013 die Abgeordnete [[Beatrice Iniagui]], die in diesem Amt den langjährigen Vorsitzenden und früheren [[Wirtschaftsminister]] [[Luca Orrieva]] ablöste. Unter Iniaguis Führung beschloss die UDS auf ihrem Parteitag im Oktober 2016 offiziell ihr Rebranding als ''Liberales'' (mit dem Kürzel ''LIB''). Seit Februar 2018 bilden die Liberalen erneut eine [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] mit dem [[PPC]] unter [[Manuel Ramœs Iliega]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Zusammen kam dabei einerseits die Schwäche der liberalen Parteien Sagradiens in der Nachkriegszeit gegenüber den dominierenden [[PPC]] und [[ASUL]], andererseits die zunehmende Distanzierung der Radikalen von den Parteien der sogenannten [[Coalición Democrática]] und die Annäherung an die liberalkonservative Rechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[ASUL|Sozialisten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez-León]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Houssay2.jpg|thumb|[[Carles Méndez-León]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende PRR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche MRL, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez-León]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez-León die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildete zunächst die [[Federación de Democráticœs per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miquel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez-León kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez-León Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[MFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez-León 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez-León blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 7,3 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:MauriceSchumann1.jpg|thumb|[[Lorenzo Estrubal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miquel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez-León auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Vernunft“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, erklärten sich aber in der Folge bereit, die Regierung in einzelnen Punkten zu unterstützen. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval 1979 schließlich Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die aber scheiterten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 8,5 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Der politische Flirt mit den Sozialisten war von einem Großteil der liberalen Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Sandro De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1990) === &lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo-1980.jpg|thumb|150px|UDS-Logo 1967-1987]]&lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Emilio Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
1989 erklärte Parteichef und Außenminister [[Lorenzo Estrubal]] seinen Rücktritt vom Parteivorsitz. Nachfolger wurde [[Mário Bahamonte]], der die Partei in die [[Parlamentswahl 1990]] führte. PPC und UDS verloren aber ihre gemeinsame Mehrheit und wurden vorübergehend in die Opposition gedrängt. Aber schon 1992 gelang es beiden Parteien, mithilfe der linksliberalen [[Radikalen]] wieder in die Regierung zurückzukehren. Bahamonte verzichtete aber auf ein Ministeramt zugunsten von [[Luca Bremante]], der als &amp;quot;neoliberaler Shootingstar&amp;quot; der Partei galt, [[Wirtschaftsminister]] wurde und 1994 schließlich auch die Parteiführung der Partei übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bremantes Parteivorsitz und der ihn begleitende Höhenflug in den Umfragen war aber von kurzer Dauer. Im August 1994, nur wenige Wochen vor der Wahl, entsponn sich eine Kreditaffäre um Bremante, in der dieser unter großen Druck geriet. Hatte die Partei zuvor in Umfragen stabil im zweistelligen Bereich gelegen, so fiel sie bei der Wahl auf 8,5 Prozent zurück, konnte die Koalition mit dem PPC aber fortsetzen. Bremante musste schließlich unter dem Druck der Öffentlichkeit zurücktreten. Für ihn übernahm sein Vorgänger [[Mário Bahamonte]] vorübergehend die Führung der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Veltroni1.jpg|thumb|200px|[[Victor António Anghés]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef [[Victor António Anghés]], wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Parteikrise (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo-2000.jpg|thumb|120px|UDS-Logo 1998-2007]]&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor mehr als die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,5 auf 3,7 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. [[António Anghés]] wurde zu Beginn des Jahres 1999 von [[Marcelina Hernandes Follar]] im Parteivorsitz beerbt, deren Amtszeit begann aber mit einer noch größeren Niederlage bei der [[Europawahl 1999]], bei der die UDS erstmals unter der Dreiprozent-Hürde blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die von Hernandes Follar versuchte Hinwendung zu klassisch linksliberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken der deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter ihren potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], der die Partei für kurze Zeit im Jahr 1994 geführt hatte, sowie Generalsekretär [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bürger-Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Fraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Anders-Samuelsen1.jpg|thumb|[[Luca Orrieva]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Regionalwahlen 2001]] trat Parteichefin Hernandes Follar zurück und empfahl ihren bisherigen Generalsekretär [[Luca Orrieva]] als Nachfolger. Der ausmanövrierte [[Luca Bremante]], Vertreter des konservativen Parteiflügels, musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miquel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (2006-2013) ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS-Logo.jpg|thumb|180px|Parteilogo 2007-2016]]&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez-León, Lorenzo Estrubal und Victor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen [[UDC]]. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto bis Sommer 2009 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2009 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|vorgezogenen Neuwahlen im November 2009]] ging die UDS unter Orrieva mit 5,2 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung aus PPC und UDS nach wie vor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Regierung übernahm [[Luca Orrieva]] das [[Wirtschaftsministerium]], [[Benita Hubner]] blieb [[Justizminister]]in. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug wurde der bisherige Amtsinhaber [[Hernán Ferrero Perón]] als neuer sagradischer Vertreter in der EU-Kommission vorgeschlagen. Dort übernahm er im Januar 2010 die Zuständigkeit für die Innenpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein wurde von der UDS erwartet, sich innerhalb der neuen Koalition stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2013 und Gang in die Opposition ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS2013.jpg|thumb|200px|Liberalen-Plakat zur [[Parlamentswahl 2013]]]]&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semestina]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist [[Marcelo Venizelos]] auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte: Er forderte eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot;, sprach sich für ein neuartiges Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013]] auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten und auch vom Parteivorsitz zurückzutreten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Auf dem Wahlparteitag der UDS im Mai 2013 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden und Spitzenkandidatin der UDS gewählt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete [[Abdurahim Kader]]. Nach ihrer Wahl erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2013]] endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis  Führung auf 5,9 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren. Unmittelbar nach der Wahl erklärte Parteirebell [[Marcelo Venizelos]] seinen Austritt aus der UDS und gründete die neue radikal-libertäre Partei [[LIBER]] (''Liberal, Eurorealista, Reformista''), der sich aber nur ein kleiner Teil der UDS anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rebranding und Rückkehr in die Regierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:UDS2017f.jpg|thumb|300px|Liberalen-Plakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]]&lt;br /&gt;
Unter Iniaguis Führung erhielt die UDS im Jahr 2016 ein umfangreiches Rebranding. Nach 55 Jahren änderte die Partei erstmals ihren offiziellen Namen und tritt seither als &amp;quot;[[Liberales]]&amp;quot; auf. Der neue Name sollte den eingeleiteten Kurs einer Profilierung als liberale Kraft der Mitte fortführen. In der politischen Praxis setzten die Liberalen stärker als zuvor auf eine moderne Gesellschaftspolitik und unterstützten einige Vorhaben der Mitte-Links-Regierung wie die Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik und die Einführung einer geschlechterneutralen Familienförderung. Damit trat die Partei stärker als zuvor in Konkurrenz zu den linksliberalen [[Radicales]] und konnte ihr Image insbesondere in modernen, urbanen Milieus verbessern. Im Gegensatz zur neugegründeten Partei der [[Progresistas]] setzten die Liberalen auf einen dezidiert europafreundlichen Kurs und sprachen sich für eine Fortführung der europäischen Integration aus. In der strittigen Migrationspolitik verfolgten die Liberalen einen &amp;quot;Kurs des Rechts und der Humanität&amp;quot;, kritisierte zwar unkontrollierte Einwanderung und mangelnde Durchsetzung rechtlicher Vorgaben, grenzte sich aber deutlich von der &amp;quot;menschenfeindlichen Politik&amp;quot; insbesondere der rechtspopulistischen [[PSP]] ab. Im Vorfeld der [[Parlamentswahl 2013]] schloss Iniagui daher auch eine Koalition mit der PSP kategorisch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der veränderte Kurs unter Iniagui trug schnell Früchte in Form hoher Umfragewerte und zufriedenstellender Wahlergebnisse. Bei den Regionalwahlen 2016 und 2017 konnte die Partei deutliche Stimmengewinne verbuchen und war seither wieder in acht Regionalregierungen vertreten. Auch bei der [[Parlamentswahl 2017]] machte die Partei deutlich an Boden gut, sicherte sich mit 9 Prozent der Stimmen Platz 5 in der Abgeordnetenkammer und empfahl sich damit für eine neuerliche Regierungsbeteiligung. Da die Liberalen aber sowohl eine Koalition mit der rechtspopulistischen [[PSP]] als auch eine Zusammenarbeit mit der linken [[SDU]] ausgeschlossen hatten, kam es nach der Wahl zu komplizierten Verhandlungen, in denen die Liberalen sowohl mit der konservativen [[PPC]] als auch mit der [[ASUL]] sprachen. Der Versuch der Linken, die Liberalen ins eigene Lager zu ziehen, scheiterte aber. Stattdessen setzte die Partei ihr Ziel durch, eine konservativ-liberale Minderheitsregierung zu bilden. Im [[Kabinett Ramoes Iliega]] stellt die Partei vier Ressort-Minister, darunter Parteichefin [[Beatrice Iniagui]] als [[Vizeministerpräsident]]in und [[Wirtschaftsminister|&amp;quot;Superministerin&amp;quot; für Unternehmen, Energie und Innovation]]. Zudem gehören dem Kabinett [[Abdurahim Kader]] als [[Erziehungsminister]], [[Irina Morantes]] als [[Kulturminister]]in sowie [[Alexandro Caravel]] als [[Justizminister]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den zentralen Reformvorhaben der Regierung, die wesentlich durch die Liberalen inspiriert wurden, gehörte eine Gesundheits- und Pflegereform, die für mehr Wettbewerb und bessere Leistungen im Gesundheitssektor sorgen sollte, eine Liberalisierung der Ladenöffnugnszeiten sowie die Verabschiedung eines &amp;quot;Islamgesetzes&amp;quot;. Letzteres sah eine staatliche Aufsicht über die Finanzierung von Moscheen vor, aber kein &amp;quot;Burka-Verbot&amp;quot;, das die Liberalen dezidiert ablehnten. Dazu kam eine fiskalkonservative Haushaltspolitik, die das Ziel verfolgte, die Neuverschuldung auf null zu senken. Hierüber kam es zu einer Regierungskrise und schließlich zu Neuwahlen, nachdem sich die Regierungsparteien und die Opposition auf kein Haushaltsgesetz für das Jahr 2020 hatten einigen können.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Wahl zur Abgeordnetenkammer im Dezember 2019]] gingen die Liberalen mit leichten Einbußen hervor, konnten ihre Regierungskoalition mit der [[PPC]] aber fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Die UDS ist seit ihrer Gründung eine liberale Partei und gehört als Gründungsmitglied der Europäischen Liberalen Partei sowie der Liberalen Internationale an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihrer Gründung in den 1950er Jahren war die ''Demokratische Union'' der Versuch, die wirtschaftsliberalen, nationalliberalen und sozialliberalen Strömungen in Sagradien in einer Partei zu vereinen. Unmittelbar nach Gründung des Wahlbündnisses spaltete sich aber bereits eine linksliberale Minderheit von der [[PRR|Radikalen Partei]] ab und bildete die Partei der [[PRD|Radikaldemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ihrer Gründung verfolgte die UDS einen stark wirtschaftsliberalen Kurs und trat für eine freie Marktwirtschaft, einen starken Mittelstand und freies Unternehmertum ein. Die Partei unterstützt zwar den sagradischen Wohlfahrtstaat, befürwortete in der Vergangenheit aber einen Abbau staatlicher Regulierung, eine Begrenzung staatlicher Ausgaben und eine Reform des Wohlfahrtsstaats. Sie ist gegen bedingungslose Sozialleistungen und möchte stattdessen steuerliche und andere Anreize für Arbeit und freies Unternehmertum setzen. In der Steuerpolitik verfolgt die Partei einen fiskalisch-konservativen Kurs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gesellschaftspolitik vertritt die UDS gemäßigt-liberale Positionen. Sie legt großen Wert auf Bildungspolitik und setzt sich für eine Reallokation staatlicher Mittel in die Bildung ein. Die Unionsdemokraten setzen sich gegen soziale Diskriminierung ein und befürworteten die Einführung einer staatlich geförderten Lebensgemeinschaft für Homosexuelle bzw. die Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Die Partei setzt sich für Gleichberechtigung von Frauen ein, lehnt aber staatliche Quotierungen ab. Sie ist dafür, wissenschaftliche Stammzellforschung zu ermöglichen. Eine Legalisierung illegaler Drogen lehnte die Partei lange Zeit ab, unterstützte 2014 aber die Dekriminalisierungspolitik der rot-grün-radikalen Mitte-Links-Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Migrationspolitik setzt die UDS auf einen &amp;quot;realistischen und toleranten&amp;quot; Kurs: Sie unterstützt ein liberales Asylrecht für Bürgerkriegsflüchtlinge und befürwortet zudem die Möglichkeit der legalen Migration nach Sagradien, möchte beides aber an ein klares Regelwerk und an die &amp;quot;Aufnahmekapazität&amp;quot; der sagradischen Wirtschaft und Gesellschaft binden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Außenpolitik versteht sich die UDS als dezidiert westlich orientierte Partei und gehört zu den europafreundlichsten Kräften des Landes. Sie befürwortet traditionell die Mitgliedschaft Sagradiens in der NATO und in der Europäischen Union. Unter der langjährigen Führung von [[Luca Orrieva]] (2001-2013) unterstützten die Unionsdemokraten den sogenannten &amp;quot;Krieg gegen den Terror&amp;quot;, die NATO-Einsätze in Kosovo und Afghanistan und die amerikanische Invasion im Irak 2003. Die Partei befürwortete zudem den Europäischen Verfassungsvertrag und den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wählerschaft ==&lt;br /&gt;
Die Liberalen haben ihre Kernwählerschaft traditionell im Mittelstand, im Handwerk und unter Unternehmern und Besserverdienenden. Die Partei wird zudem überproportional von Wählerinnen und Wählern ohne kirchliche Bindung und mit säkularer Ausrichtung sowie von christlichen Minderheiten gewählt, schneidet aber bei gläubigen Katholiken und Muslimen unterdurchschnittlich ab. Traditionell in mittleren Städten mit ausgeprägtem Mittelstand sowie in gutsituierten Wohngegenden stark, konnten die Liberalen bei der [[Parlamentswahl 2017]] stärker als zuvor auch in jüngeren urbanen Milieus punkten. Zudem wird die Partei heute stärker als früher von Frauen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS hieß bis 2017 [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), trat seit 2009 aber nur noch als ''Jovenes Democráticoes'' auf. 2017 erfolgte die Umbenennung in [[Jovenes Liberales]]. Die Jungliberalen arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
==== Parteivorsitzende der UDS ====&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1994: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1-10/1994: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* ''1994-1995: [[Mário González Bahamonte]] (interim)''&lt;br /&gt;
* 1995-1999: [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001: [[Marcelina Hernandes Follar]]&lt;br /&gt;
* 2001-2013: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2013-2023: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* seit 2023:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteisekretäre der UDS ====&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-1999: [[Erresi Joán Coloma]]&lt;br /&gt;
* 1999-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2009: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* 2013-2015: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Gael Erralda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miquel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez-Corell]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 2007-2015: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Ruis Montanier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parlamentarische Sekretäre der UD/UDS-Fraktion in der Abgeordnetenkammer ====&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Stefano Grâu Deixú]]&lt;br /&gt;
* 1970-1982: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
* 2011-2013: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
| 11,9 %&lt;br /&gt;
| 61 / 511&lt;br /&gt;
| kein Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UD&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 50 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 9,4 %&lt;br /&gt;
| 51 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 10,2 %&lt;br /&gt;
| 55 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 9,5 %&lt;br /&gt;
| 50 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 7,3 %&lt;br /&gt;
| 40 / 511&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez-León]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 10,1 %&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1978|1978]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 12,8 %&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 10,5 %&lt;br /&gt;
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| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
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| UDS&lt;br /&gt;
| 8,9 %&lt;br /&gt;
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| [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| 8,5 %&lt;br /&gt;
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| [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 3,7 %&lt;br /&gt;
| 19 / 511&lt;br /&gt;
| [[Victor António Anghés]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 4,5 %&lt;br /&gt;
| 23 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 6,4 %&lt;br /&gt;
| 33 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|2009]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,2 %&lt;br /&gt;
| 28 / 511&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|2013]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #00A5E6&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| UDS&lt;br /&gt;
| 5,9 %&lt;br /&gt;
| 32 / 511&lt;br /&gt;
| [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2017|2017]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2019|2019]]&lt;br /&gt;
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|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Beatrice_Iniagui&amp;diff=65708</id>
		<title>Beatrice Iniagui</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IdaAuken1.jpg|thumb|180px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beatrice Marián Iniagui''' (*1979 in [[Artir]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin. Sie war von Mai 2013 bis Juni 2023 Parteivorsitzende der [[Liberales|Liberalen]] und war zuvor deren Parteisekretärin. Seit Februar 2018 ist sie [[Stellvertretende Ministerpräsidentin]] und [[Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation]] im [[Kabinett Ramœs Iliega]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui führte die liberale [[UDS]] nach der [[Parlamentswahl 2013]] in die Opposition und stellte sie dort neu auf. Nach der Umbennenung in [[Liberales]] erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit [[Parlamentswahl 1986|1986]] und bildete daraufhin eine [[Kabinett Ramœs Iliega I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]], in der Iniagui ein [[Wirtschaftsminister|&amp;quot;Superministerium&amp;quot; für Wirtschafts-, Energie- und Technologiepolitik]] übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2019]] war Iniagui erneut Spitzenkandidatin. Die Liberalen verloren dabei an Stimmen, konnten die Regierungskoalition mit der [[Volkspartei (PPC)]] aber fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der regulären [[Parlamentswahl 2023]] kündigte Iniagui ihren Verzicht auf den Parteivorsitz und ihren baldigen Rückzug aus der Politik an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
==== Herkunft und politische Anfänge ====&lt;br /&gt;
Iniagui stammt aus Artir, wuchs jedoch in [[Duerez]] und [[Semest]] auf, ehe sie in Semest Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte. Nach dem Studium arbeitete sie in Semest in einer mittelständischen Marketingagentur. Bereits als Studentin engagierte sie sich für den liberalen Hochschulverband [[UEDRL]], trat der [[UDS]] bei und amtierte schließlich von 2003 bis 2006 als stellvertretende nationale Sprecherin der [[UDS-Jugend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui engagierte sich ursprünglich in der Kommunalpolitik und wurde bei den [[Kommunalwahlen 2004]] erstmals für die UDS in den Semestiner Stadtrat gewählt. Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] erhielt Iniagui das zweitbeste Stimmenergebnis der Liberalen und zog erneut in den Stadtrat ein. Im Frühjahr 2007 übernahm sie den Fraktionsvorsitz ihrer Partei im Stadtrat und wurde 2008 Vorsitzende des UDS-Stadtverbandes sowie Vorstandsmitglied der UDS in der [[Region Semestina]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] trat die erst 29-jährige Iniagui als Spitzenkandidatin der UDS an und erhielt die weitaus meisten Direktstimmen ihrer Liste. Gleichzeitig wurde sie im wohlhabenden Stadtteil [[Bernabêu]] zur Bürgermeisterin (''Suprefeita'') gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erste politische Erfolge und Aufstieg zur Parteisekretärin ====&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 veröffentlichte Iniagui zusammen mit drei weiteren jungen Abgeordneten und Politikern der UDS ein Positionspapier, in dem sie eine stärkere Profilierung der Partei als eigenständige liberale Kraft forderten und sich energisch gegen die innenpolitischen Positionen der rechtspopulistischen Partei [[PSP]] wandten, die die Regierung Luisanto im Abgeordnetenhaus stützt. Mit dem Papier sorgte Iniagui innerhalb der Partei landesweit für Aufsehen, da die Forderungen als Kritik am bisherigen Kurs der Partei in der Mitte-Rechts-Regierung verstanden wurden. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] stellte UDS-Parteichef [[Luca Orrieva]] die in der nationalen Öffentlichkeit bis dahin kaum bekannte 30-Jährige als neue Generalsekretärin der Partei vor. Sie folgte [[Martín Merrivo]] nach, der als Staatssekretär ins [[Wirtschaftsministerium]] wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui galt bald als Vertraute von Justizministerin [[Benita Hubner]], die den bürgerrechtsliberalen Flügel der UDS anführt, verfügte aber auch über sehr gute Beziehungen zum klassisch liberalen Flügel der Partei sowie zu Parteichef Orrieva. Sie wurde daher immer wieder als mögliche Nachfolgerin Luca Orrievas im Parteivorsitz der UDS gehandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wahl zur Parteivorsitzenden ====&lt;br /&gt;
Infolge anhaltender Personal- und Führungsdebatten sowie magerer Umfrageergebnisse für die Mitte-Rechts-Koalition und die UDS wurde Beatrice Iniagui Anfang 2013 von Parteichef [[Luca Orrieva]] als Spitzenkandidatin der Liberalen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|Parlamentswahl im Herbst 2013]] und designierten Nachfolgerin als Parteivositzende nominiert. Auf dem Parteitag der UDS im Mai 2013 wurde Iniagui schließlich mit großer Mehrheit zur Parteivorsitzenden gewählt. Zum Parteisekretär nominierte sie den Abgeordneten [[Abdurahim Kader]], der zugleich als ihr wichtigster Konkurrent um die Führung der Partei galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den folgenden Wahlkampf führte die Partei unter dem Slogan &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. Unter Iniagui erreichte die Partei bei den Wahlen 5,4 Prozent der Stimmen und damit etwas mehr als bei der [[Parlamentswahl 2009]]. Iniagui wurde erstmals Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Iniaguis Führung erhielt die UDS im Jahr 2016 ein umfangreiches Rebranding. Nach 55 Jahren änderte die Partei erstmals ihren offiziellen Namen und tritt seither als &amp;quot;[[Liberales]]&amp;quot; auf. Der neue Name sollte den eingeleiteten Kurs einer Profilierung als liberale Kraft der Mitte fortführen. In der politischen Praxis setzten die Liberalen stärker als zuvor auf eine moderne Gesellschaftspolitik und unterstützten einige Vorhaben der Mitte-Links-Regierung wie die Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik und die Einführung einer geschlechterneutralen Familienförderung. Damit trat die Partei stärker als zuvor in Konkurrenz zu den linksliberalen [[Radicales]] und konnte ihr Image insbesondere in modernen, urbanen Milieus verbessern. Im Gegensatz zur neugegründeten Partei der [[Progresistas]] setzten die Liberalen auf einen dezidiert europafreundlichen Kurs und sprachen sich für eine Fortführung der europäischen Integration aus. In der strittigen Migrationspolitik verfolgten die Liberalen einen &amp;quot;Kurs des Rechts und der Humanität&amp;quot;, kritisierte zwar unkontrollierte Einwanderung und mangelnde Durchsetzung rechtlicher Vorgaben, grenzte sich aber deutlich von der &amp;quot;menschenfeindlichen Politik&amp;quot; insbesondere der rechtspopulistischen [[PSP]] ab. Im Vorfeld der [[Parlamentswahl 2013]] schloss Iniagui daher auch eine Koalition mit der PSP kategorisch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Iniagui als Spitzenkandidatin feierten die Liberalen bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl am 5. November 2017]] einen Erfolg und wurden mit einem Stimmenanteil von 9 Prozent der Stimmen wieder fünftstärkste Kraft. In der Folge kehrten die Liberalen in die Regierung zurück und bildeten eine [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] mit der [[PPC|Volkspartei]] unter Führung von [[Manuel Ramœs Iliega]]. Als Chefin des kleineren Partners wurde Beatrice Iniagui Vizepräsidentin des Ministerrats sowie Ministerin des neu zugeschnittenen [[Wirtschaftsministerium]]s, das um die Agenden für Energiepolitik und wirtschaftliche Zukunftsplanung erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Ämter ====&lt;br /&gt;
* 2008-2012: Bezirksbürgermeisterin von [[Semest]]-[[Bernabêu]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Wirtschaftsminister|Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation]] sowie [[Vizepräsidentin des Ministerrats]] im [[Kabinett Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 2004-2012: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 2003-2006: stellvertretende nationale Sprecherin der [[Jovenes Democráticoes]]&lt;br /&gt;
* 2007-2010: Fraktionssprecherin der [[UDS]] im Stadtrat von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: Vorsitzende des [[UDS]]-Stadtverbands [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: Parteisekretärin der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: Parteivorsitzende der [[UDS]] (seit 2016 [[Liberales]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Iniagui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Iniagui]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Beatrice_Iniagui&amp;diff=65707</id>
		<title>Beatrice Iniagui</title>
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		<updated>2023-09-13T13:15:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:IdaAuken1.jpg|thumb|180px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beatrice Marián Iniagui''' (*1979 in [[Artir]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin. Sie war von Mai 2013 bis Juni 2023 Parteivorsitzende der [[Liberales|Liberalen]] und war zuvor deren Parteisekretärin. Seit Februar 2018 ist sie [[Stellvertretende Ministerpräsidentin]] und [[Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation]] im [[Kabinett Ramœs Iliega]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui führte die liberale [[UDS]] nach der [[Parlamentswahl 2013]] in die Opposition und stellte sie dort neu auf. Nach der Umbennenung in [[Liberales]] erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit [[Parlamentswahl 1986|1986]] und bildete daraufhin eine [[Kabinett Ramœs Iliega I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]], in der Iniagui ein [[Wirtschaftsminister|&amp;quot;Superministerium&amp;quot; für Wirtschafts-, Energie- und Technologiepolitik]] übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 2019]] war Iniagui erneut Spitzenkandidatin. Die Liberalen verloren dabei an Stimmen, konnten die Regierungskoalition mit der [[Volkspartei (PPC)]] aber fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der regulären [[Parlamentswahlen 2023]] kündigte Iniagui ihren Verzicht auf den Parteivorsitz und ihren baldigen Rückzug aus der Politik an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
==== Herkunft und politische Anfänge ====&lt;br /&gt;
Iniagui stammt aus Artir, wuchs jedoch in [[Duerez]] und [[Semest]] auf, ehe sie in Semest Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte. Nach dem Studium arbeitete sie in Semest in einer mittelständischen Marketingagentur. Bereits als Studentin engagierte sie sich für den liberalen Hochschulverband [[UEDRL]], trat der [[UDS]] bei und amtierte schließlich von 2003 bis 2006 als stellvertretende nationale Sprecherin der [[UDS-Jugend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui engagierte sich ursprünglich in der Kommunalpolitik und wurde bei den [[Kommunalwahlen 2004]] erstmals für die UDS in den Semestiner Stadtrat gewählt. Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] erhielt Iniagui das zweitbeste Stimmenergebnis der Liberalen und zog erneut in den Stadtrat ein. Im Frühjahr 2007 übernahm sie den Fraktionsvorsitz ihrer Partei im Stadtrat und wurde 2008 Vorsitzende des UDS-Stadtverbandes sowie Vorstandsmitglied der UDS in der [[Region Semestina]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] trat die erst 29-jährige Iniagui als Spitzenkandidatin der UDS an und erhielt die weitaus meisten Direktstimmen ihrer Liste. Gleichzeitig wurde sie im wohlhabenden Stadtteil [[Bernabêu]] zur Bürgermeisterin (''Suprefeita'') gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erste politische Erfolge und Aufstieg zur Parteisekretärin ====&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 veröffentlichte Iniagui zusammen mit drei weiteren jungen Abgeordneten und Politikern der UDS ein Positionspapier, in dem sie eine stärkere Profilierung der Partei als eigenständige liberale Kraft forderten und sich energisch gegen die innenpolitischen Positionen der rechtspopulistischen Partei [[PSP]] wandten, die die Regierung Luisanto im Abgeordnetenhaus stützt. Mit dem Papier sorgte Iniagui innerhalb der Partei landesweit für Aufsehen, da die Forderungen als Kritik am bisherigen Kurs der Partei in der Mitte-Rechts-Regierung verstanden wurden. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009]] stellte UDS-Parteichef [[Luca Orrieva]] die in der nationalen Öffentlichkeit bis dahin kaum bekannte 30-Jährige als neue Generalsekretärin der Partei vor. Sie folgte [[Martín Merrivo]] nach, der als Staatssekretär ins [[Wirtschaftsministerium]] wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui galt bald als Vertraute von Justizministerin [[Benita Hubner]], die den bürgerrechtsliberalen Flügel der UDS anführt, verfügte aber auch über sehr gute Beziehungen zum klassisch liberalen Flügel der Partei sowie zu Parteichef Orrieva. Sie wurde daher immer wieder als mögliche Nachfolgerin Luca Orrievas im Parteivorsitz der UDS gehandelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wahl zur Parteivorsitzenden ====&lt;br /&gt;
Infolge anhaltender Personal- und Führungsdebatten sowie magerer Umfrageergebnisse für die Mitte-Rechts-Koalition und die UDS wurde Beatrice Iniagui Anfang 2013 von Parteichef [[Luca Orrieva]] als Spitzenkandidatin der Liberalen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013|Parlamentswahl im Herbst 2013]] und designierten Nachfolgerin als Parteivositzende nominiert. Auf dem Parteitag der UDS im Mai 2013 wurde Iniagui schließlich mit großer Mehrheit zur Parteivorsitzenden gewählt. Zum Parteisekretär nominierte sie den Abgeordneten [[Abdurahim Kader]], der zugleich als ihr wichtigster Konkurrent um die Führung der Partei galt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den folgenden Wahlkampf führte die Partei unter dem Slogan &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. Unter Iniagui erreichte die Partei bei den Wahlen 5,4 Prozent der Stimmen und damit etwas mehr als bei der [[Parlamentswahl 2009]]. Iniagui wurde erstmals Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Iniaguis Führung erhielt die UDS im Jahr 2016 ein umfangreiches Rebranding. Nach 55 Jahren änderte die Partei erstmals ihren offiziellen Namen und tritt seither als &amp;quot;[[Liberales]]&amp;quot; auf. Der neue Name sollte den eingeleiteten Kurs einer Profilierung als liberale Kraft der Mitte fortführen. In der politischen Praxis setzten die Liberalen stärker als zuvor auf eine moderne Gesellschaftspolitik und unterstützten einige Vorhaben der Mitte-Links-Regierung wie die Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik und die Einführung einer geschlechterneutralen Familienförderung. Damit trat die Partei stärker als zuvor in Konkurrenz zu den linksliberalen [[Radicales]] und konnte ihr Image insbesondere in modernen, urbanen Milieus verbessern. Im Gegensatz zur neugegründeten Partei der [[Progresistas]] setzten die Liberalen auf einen dezidiert europafreundlichen Kurs und sprachen sich für eine Fortführung der europäischen Integration aus. In der strittigen Migrationspolitik verfolgten die Liberalen einen &amp;quot;Kurs des Rechts und der Humanität&amp;quot;, kritisierte zwar unkontrollierte Einwanderung und mangelnde Durchsetzung rechtlicher Vorgaben, grenzte sich aber deutlich von der &amp;quot;menschenfeindlichen Politik&amp;quot; insbesondere der rechtspopulistischen [[PSP]] ab. Im Vorfeld der [[Parlamentswahl 2013]] schloss Iniagui daher auch eine Koalition mit der PSP kategorisch aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Iniagui als Spitzenkandidatin feierten die Liberalen bei der [[Parlamentswahl 2017|Parlamentswahl am 5. November 2017]] einen Erfolg und wurden mit einem Stimmenanteil von 9 Prozent der Stimmen wieder fünftstärkste Kraft. In der Folge kehrten die Liberalen in die Regierung zurück und bildeten eine [[Kabinett Ramœs Iliega|Minderheitsregierung]] mit der [[PPC|Volkspartei]] unter Führung von [[Manuel Ramœs Iliega]]. Als Chefin des kleineren Partners wurde Beatrice Iniagui Vizepräsidentin des Ministerrats sowie Ministerin des neu zugeschnittenen [[Wirtschaftsministerium]]s, das um die Agenden für Energiepolitik und wirtschaftliche Zukunftsplanung erweitert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Ämter ====&lt;br /&gt;
* 2008-2012: Bezirksbürgermeisterin von [[Semest]]-[[Bernabêu]]&lt;br /&gt;
* seit 2018: [[Wirtschaftsminister|Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation]] sowie [[Vizepräsidentin des Ministerrats]] im [[Kabinett Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mandate ====&lt;br /&gt;
* 2004-2012: Mitglied des Stadtrats von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parteifunktionen ====&lt;br /&gt;
* 2003-2006: stellvertretende nationale Sprecherin der [[Jovenes Democráticoes]]&lt;br /&gt;
* 2007-2010: Fraktionssprecherin der [[UDS]] im Stadtrat von [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: Vorsitzende des [[UDS]]-Stadtverbands [[Semest]]&lt;br /&gt;
* 2009-2013: Parteisekretärin der [[UDS]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: Parteivorsitzende der [[UDS]] (seit 2016 [[Liberales]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Iniagui]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS|Iniagui]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Juvent%C3%BA_Socialista&amp;diff=65706</id>
		<title>Juventú Socialista</title>
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		<updated>2023-09-13T13:01:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Juventú Socialista'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;''Sozialistische Jugend''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nationale Sekretärin'''&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1920 &amp;lt;small&amp;gt;(als CSJS)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Sozialdemokratie&amp;lt;br&amp;gt;Demokratischer Sozialismus&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Links; Links&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| International Union of Socialist Youth (IUSY)&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Young European Socialists (YES)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| rot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Juventú Socialista''' ('''JUSO''', deutsch ''Sozialistische Jugend'') ist der Jugendverband der [[Sagradien|sagradischen]] sozialistischen Partei [[ASUL]]. Die Organisation wurde 1920 als Jugendorganisation des [[Partíu Socialista]] (PS) unter dem Namen ''Confederación Sagradêsa de la Juventú Socialista'' (CSJS) gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Jugend versteht sich gleichermaßen als unabhängige linke progressive Kraft und als Vertretung der jungen Generation in der ASUL. Sie ist wesentlich antikapitalistisch, antifaschistisch, antirassistisch, antiimperialistisch, antimilitaristisch und antipatriarchal ausgerichtet. Zahlreiche spätere Führungsmitglieder der ASUL starteten ihre Karriere in hohen Positionen der JUSO. Dazu gehören die ehemaligen nationalen Sekretäre und späteren Minister oder Regionalpräsidenten [[Nícola Zamorra]], [[Salvador Lafayet]], [[Paulo Satyres]] und [[Santiago Guadalí]]. Immer wieder gab es Flügelauseinandersetzungen und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der JUSO. Nachdem der Verband anfangs auf Linie der Partei gestanden hatte, entwickelte er in den Siebziger Jahren ein starkes eigenes linkes Profil und sah sich vor allem unter Sekretär Paulo Satyres als Brückenkopf der Partei zu den neuen sozialen Bewegungen. Im Zuge einer Verschiebung der Mutterpartei in die Mitte unter Ministerpräsident [[Donado Ricardes]] kam es seit Mitte der Achtziger Jahre zu harten Auseinandersetzungen mit der ASUL, aber auch innerhalb der JUSO um den Kurs der Sozialistischen Bewegung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nationales Exekutivorgan der JUSO ist das ''Comité Executivo Nacional'', dessen Vorsitz der ''Secretário Nacional'' innehat. Dieser wird vom ''Congreso Nacional'' der JUSO für eine Amtszeit von Zweieinhalb Jahren gewählt und kann einmal wiedergewählt werden, jedoch darf der Sekretär der Sozialistischen Jugend bei seiner Wiederwahl nicht älter als 30 Jahre alt sein. Die Nationale Sekretär oder die Nationale Sekretärin ist qua Amt kooptiertes Mitglied im Nationalen Exekutivkomitee der ASUL. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zwischen 2004 und 2007 amtierende Sekretär [[David Chabrol]] amtiert seit 2008 als Parteisprecher der ASUL unter [[Mercé Serrat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Sekretäre der Sozialistischen Jugend ===&lt;br /&gt;
* 1957-1961: [[Bernardo Braga]]&lt;br /&gt;
* 1961-1965: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1965-1968: [[Iano Norriez]]&lt;br /&gt;
* 1968-1970: [[António Minero]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Miquel Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* 1974-1978: [[Cornélio Vitez]]&lt;br /&gt;
* 1978-1981: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
* 1981-1984: [[Oscar Romano Martínez]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Domênco Meguellín]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Élena Mercé Barrenas]]&lt;br /&gt;
* 1990-1995: [[Santiago Carles Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: [[Francisca Joego]]&lt;br /&gt;
* 1997-2001: [[Ana Voçares]]&lt;br /&gt;
* 2001-2004: [[Carles Angel Folar]]&lt;br /&gt;
* 2004-2009: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* 2009-2012: [[Joana Setubal]]&lt;br /&gt;
* 2012-2015: [[Selle Olar Ibaregui]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Sellesi Isalde]]&lt;br /&gt;
* 2018-2021: [[Francès Erresi]] &lt;br /&gt;
* seit 2021: [[Mi Yang]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Jugendorganisation|JuSo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sozialistische Vorfeldorganisation|JuSo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Juvent%C3%BA_Socialista&amp;diff=65705</id>
		<title>Juventú Socialista</title>
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		<updated>2023-09-13T13:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Nationale Sekretäre der Sozialistischen Jugend */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Juventú Socialista'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;''Sozialistische Jugend''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:JUSO-Logo.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nationaler Sekretär'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Francès Erresi]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1920 &amp;lt;small&amp;gt;(als CSJS)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Mutterpartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Sozialdemokratie&amp;lt;br&amp;gt;Demokratischer Sozialismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Links; Links&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''International'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| International Union of Socialist Youth (IUSY)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Europapartei'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Young European Socialists (YES)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Farbe'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| rot&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Juventú Socialista''' ('''JUSO''', deutsch ''Sozialistische Jugend'') ist der Jugendverband der [[Sagradien|sagradischen]] sozialistischen Partei [[ASUL]]. Die Organisation wurde 1920 als Jugendorganisation des [[Partíu Socialista]] (PS) unter dem Namen ''Confederación Sagradêsa de la Juventú Socialista'' (CSJS) gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Jugend versteht sich gleichermaßen als unabhängige linke progressive Kraft und als Vertretung der jungen Generation in der ASUL. Sie ist wesentlich antikapitalistisch, antifaschistisch, antirassistisch, antiimperialistisch, antimilitaristisch und antipatriarchal ausgerichtet. Zahlreiche spätere Führungsmitglieder der ASUL starteten ihre Karriere in hohen Positionen der JUSO. Dazu gehören die ehemaligen nationalen Sekretäre und späteren Minister oder Regionalpräsidenten [[Nícola Zamorra]], [[Salvador Lafayet]], [[Paulo Satyres]] und [[Santiago Guadalí]]. Immer wieder gab es Flügelauseinandersetzungen und Richtungsstreitigkeiten innerhalb der JUSO. Nachdem der Verband anfangs auf Linie der Partei gestanden hatte, entwickelte er in den Siebziger Jahren ein starkes eigenes linkes Profil und sah sich vor allem unter Sekretär Paulo Satyres als Brückenkopf der Partei zu den neuen sozialen Bewegungen. Im Zuge einer Verschiebung der Mutterpartei in die Mitte unter Ministerpräsident [[Donado Ricardes]] kam es seit Mitte der Achtziger Jahre zu harten Auseinandersetzungen mit der ASUL, aber auch innerhalb der JUSO um den Kurs der Sozialistischen Bewegung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nationales Exekutivorgan der JUSO ist das ''Comité Executivo Nacional'', dessen Vorsitz der ''Secretário Nacional'' innehat. Dieser wird vom ''Congreso Nacional'' der JUSO für eine Amtszeit von Zweieinhalb Jahren gewählt und kann einmal wiedergewählt werden, jedoch darf der Sekretär der Sozialistischen Jugend bei seiner Wiederwahl nicht älter als 30 Jahre alt sein. Die Nationale Sekretär oder die Nationale Sekretärin ist qua Amt kooptiertes Mitglied im Nationalen Exekutivkomitee der ASUL. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zwischen 2004 und 2007 amtierende Sekretär [[David Chabrol]] amtiert seit 2008 als Parteisprecher der ASUL unter [[Mercé Serrat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Sekretäre der Sozialistischen Jugend ===&lt;br /&gt;
* 1957-1961: [[Bernardo Braga]]&lt;br /&gt;
* 1961-1965: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1965-1968: [[Iano Norriez]]&lt;br /&gt;
* 1968-1970: [[António Minero]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Miquel Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* 1974-1978: [[Cornélio Vitez]]&lt;br /&gt;
* 1978-1981: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
* 1981-1984: [[Oscar Romano Martínez]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Domênco Meguellín]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Élena Mercé Barrenas]]&lt;br /&gt;
* 1990-1995: [[Santiago Carles Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: [[Francisca Joego]]&lt;br /&gt;
* 1997-2001: [[Ana Voçares]]&lt;br /&gt;
* 2001-2004: [[Carles Angel Folar]]&lt;br /&gt;
* 2004-2009: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* 2009-2012: [[Joana Setubal]]&lt;br /&gt;
* 2012-2015: [[Selle Olar Ibaregui]]&lt;br /&gt;
* 2015-2018: [[Sellesi Isalde]]&lt;br /&gt;
* 2018-2021: [[Francès Erresi]] &lt;br /&gt;
* seit 2021: [[Mi Yang]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Jugendorganisation|JuSo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sozialistische Vorfeldorganisation|JuSo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=65704</id>
		<title>Tulis</title>
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		<updated>2023-09-13T12:56:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Bürgermeister von Tulis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Logo-Tules.jpg|200px]]  &amp;lt;br&amp;gt;[[Bild:Tulis-Sights.jpg|270px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Tulis.jpg|70px]]&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Tulis.jpg|90px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staat'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Region'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Comtàid-Perín]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Cordêsa-Tulinês]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 945.586  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bürgermeisterin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Yoren Casaljs]] ([[Posible]]/[[V]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Volksbezeichnung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Tulinés&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Schutzpatron'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Erzengel Gabriel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]]/[[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der Region [[Comtàid-Perín]] und der Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der [[Blaumeerregion]]. Mit 945.000 Einwohnern im Stadtgebiet ist Tulis die zweitgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semest]] und vor [[Artir]]. Zusammen mit den Nachbarstädten [[Belcornet]], [[Sacàu de Barregat]] und [[Ollar de Barregat]] sowie angrenzenden Gebieten rund um die Stadt bildet Tulis eine mehr als 3 Millionen Einwohner zählende Agglomeration, die zweitgrößte des Landes. Darüber hinaus bildet Tulis zusammen mit den 61 umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Grande Tùles Comunitá Metropolitana]]'' (GTCM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis liegt an der Mündung des [[Tule]] und des [[Barregat]] in den [[Golf von Tulis]]. In der Antike als ''Aeis'' und ''Tulisium'' bekannt, erlebte die Stadt in römischer Zeit einen raschen Aufschwung. Im Mittelalter war Tulis Hauptstadt des ''[[Comitat Tulis|Comtàid]]'' und danach im 15. und 16. Jahrhundert Sitz des [[Sántori]]-Reichs. Nachdem die [[sagradischen]] Könige im 16. Jahrhundert ihren Sitz nach [[Semest]] verlegt hatten, blieb Tulis eine der bedeutendsten Städte des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist Erzbischofssitz und Sitz zweier Universitäten und weiterer Hochschulen. Als Mode-, Kunst- und Kulturstadt mit historisch bedeutsamen Bauwerken und Kunstschätzen zieht Tulis jedes Jahr mehrere Millionen Touristen an. Die Stadt ist vor allem bekannt für ihre Museen und Gemäldesammlungen, darunter das weltbekannte [[Musêu Navale]] und die [[Galería Renaixença]], internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe. Die Stadt beherbergt zudem ein Weltkulturerbe und gilt als bedeutende Weinmetropole mit dem südlich gelegenen Weingebiet der [[Cordêsa]] und den angrenzenden Weingebieten des [[Barregat]], des [[Aviz]] und des [[Fornat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis gehört zu den wichtigsten ökonomischen Zentren [[Sagradien]]s und ist Sitz von drei im [[IAS 30]]-Aktienindex gelisteten Unternehmen ([[Avante Group]], [[Fides Group]], [[Grupo Sant'Espíritu]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale2.jpg|thumb|250px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] und [[Gran'Plaça]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisches und touristisches Zentrum der Stadt ist der auf einer Tule-Insel gelegene [[Barrí de Navale]], auf der schon die römische Siedlung Tulisium gelegen war. Vom römischen Tulis sind nur wenige Überreste erhalten geblieben, darunter die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''). Auf dem Platz des römischen Forums steht seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). An der [[Gran'Plaça]] steht der [[Palâciu Âudaço]], die ehemalige Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes. Weitere bekannte Bauwerke in Navale sind die [[Ópera Navale]] (1849-1861), das [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einige sehenswürdige Kirchen (u.a. [[Santa María de la Naixença]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero).  Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der Provinzdeputation im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] beherbergt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Palast2.jpg|250px|thumb|[[Palâciu Âudaço]]]]&lt;br /&gt;
Sehenswert ist daneben der ins Meer hineinragende Stadtteil [[Natxaret]] mit seinen engen geschäftigen Gassen. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castel del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rei]] aus dem 12. Jahrhundert. Die Stadtteile Natxaret, Campes und Navale werden durch kleine Kanäle voneinander abgetrennt, die von mehreren markanten Brücken überspannt werden, darunter der [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Zwei weitere Brücken verbinden die Stadt Tulis mit der Insel [[Sártore]]: Der [[Ponte Francès Píu-Castellán]], eine stählerne Hängebrücke, die im Jahr 1893 eingeweiht wurde, verbindet den Stadtteil [[Trástulo]] mit der Nachbarstadt [[Belcornet]], der [[Ponte Fernando Esquill]] spannt über die [[Isla d'Azûr]] und verbindet den Stadtteil [[Francovil]] mit der Kommune [[Loriente]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SacroCor.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Nôstre Seiniôra del Sacro-Côr]] im Stadtteil [[Les Granes]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SantaMariaNavale.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novœs Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
==== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ====&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Mit zunehmenden militärischen Erfolgen konnten sich die tulinesischen Grafen zunehmend von der skantischen Herrschaft lösen und eigene Machtbereiche aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Einer seiner Nachfolger, [[Corrado Gaulo de Plasencia]], der Legende nach wegen seiner Kühnheit im Kampf ''il Âudaço'' genannt, konnte die Expansion auch in der Auseinandersetzung mit benachbarten Herrschaften fortführen und eine Dynastie gründen, die in den kommenden Jahrhunderten Tulis und das gesamte heute als ''Comtàid'' bezeichnete Gebiet beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ====&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenComitatTulis.jpg|thumb|100px|Traditionelles Wappen des Comitats von Tulis]]&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 12. Jahrhundert verzeichnete eine Krise für die Stadt Tulis. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Grafen aus dem Haus Gaulo und der ansässigen Nobilität führten 1167 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung einer aristokratischen Gewaltherrschaft der so genannten ''Maleducas'', die 1170 durch ein Invasionsheer des sagradischen Königs [[Gabriel I. Juvans]] beendet wurde. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen Belagerung einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ====&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme Tulis' durch Gabriel Juvans stellte dieser die Oberhoheit der sagradischen Könige wieder her und hinterließ [[Stephan von Cuentra]] als Statthalter. Erresi Gaulo konnte er 1173 in die Stadt zurückkehren, nachdem er die Lehnshoheit des sagradischen Königs anerkannt hatte, ohne dass dies aber praktische Folgen hatte. Erresis Tod 1180 führte zu neuerlichen Kämpfen um die Thronfolge. Gabriel Juvans übertrug dem golischen Markgrafen [[Laurenç d'Elaque]] die Herrschaft, der jedoch sich aber gegen den Adligen [[Sergi Callas]] durchsetzen musste. Die gewaltsame Einnahme Tulis' durch das golische Heer im Jahr 1186 führte zu einer 14-jährigen als Fremdherrschaft empfundenen Regierung des golischen Statthalters [[Carle d'Elaque]], der schließlich selbst im Jahr 1199 aus der Stadt vertrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreibung der Golen wurde zur Geburtsstunde der Republik. Der als Vertreter der Volksmassen zum Stadtführer avancierte [[Zito del Varge]] wurde vom Adel gestürzt, der wiederum seine alten Vorrechte wiederherstellte und mit [[Lorenzo I Callas]], dem Sohn Sergi Callas', das aristokratische Regiment wiederherstellte. Das Comitat konstituierte sich als Res Publica neu und gab sich eine wahlmonarchische Ordnung. Die Macht lag nun vor allem in Händen des adligen Senats und der von ihm gestellten optimatischen Regierung der ''Bonhomes''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1293 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen, in der Stadt ansässigen Adels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Häusern [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] geteilt, die nacheinander den Conte stellten. Hinzu kamen wichtige Familien in der Generalitàid wie die [[Zavarri]] und die [[Delaurente]], die im Gegensatz zu den alteingesessenen Callas, Cornell und Machiês jedoch als nicht-grafenfähig galten. In der Praxis funktionierte die Machtteilung eine Zeit lang. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. Das Aussterben der Callas-Dynastie im Jahr 1180, die im Normalfall das Anrecht auf den Conte-Titel besaß, führte zum offenen, gewaltsam ausgetragenen Machtkampf zwischen den Cornell und den Machiês, der die ganze Problematik des Adelsregiments offenlegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale.jpg|thumb|200px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]], erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In das Machtvakuum stießen schließlich die adligen Herren von [[Santori]], die mit [[Maximilián de Sántori]] seit 1279 den [[Erzbischof von Tulis]] stellten und durch Heiratsverbindungen mit dem Haus Callas in dessen Fußstapfen zu treten suchte. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1329 inne und konnte enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori]] zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ====&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabel de Vesaey die Ältere|Isabel de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Philipp V.|Philipps V.]], der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod König Philipps V. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Philipp VI.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Philipps Vater David, Conte von Tulis, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und vereinte damit bis zu seinem Tod 1468 die Regierung von Tulis und Sagradiens in einer Hand. Nach seinem Tod fiel Tulis an seinen ältesten Sohn aus erster Ehe [[Joán Prudente]], ehe dessen Halbbruder König [[Philipp VI.]] 1475 auch zum Conte von Tulis wurde. Gegen diese Verbindungen wagte der tulinesische Adel nochmals eine Rebellion. Die Wahl [[Carles Zavarri]]s zum Gegen-Conte blieb aber erfolglos und führte zur Auflösung des Senats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gran'Etá ====&lt;br /&gt;
Mit dem Verlust der politischen Eigenständigkeit war aber kein Verfall verbunden. Im Gegenteil begann für die Stadt Tulis ein knappes Jahrhundert der politischen und kulturellen Blüte, in dem Tulis zum Zentrum des aufstrebenden Weltreichs der [[Sántori]] wurde. Nachdem Tulis 1502 ins Visier der [[Lilienkriege]], einem Machtkampf innerhalb des Hauses Sántori, geworden war, machte König [[David I.]] Tulis de facto zur Hauptstadt der sagradisch-portugiesischen Monarchie. Das ''Comtàid de Tùles'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits unter der Regentschaft David de Santoris und Philipps VI. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] kamen in der Folge an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase der so genannten [[Gran'Etá]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende des Sêglu Tulinês ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. Königin [[Johanna I.]] (1543-1579) verlegte den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semest]].  An die Spitze der Stadt Tulis traten nun von Semest aus ernannte ''Capitanes Municipales''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[Fürst von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semest wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semest aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semest]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semest, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semestinische Phase]] der sagradischen [[Gran'Etá]] begann, die Tulinesische ging allmählich zu Ende, auch wenn die Stadt mit [[Don Cabal]] den größten Künstler des Landes hervorbrachte. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semest wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Dona Leonor]], benannt nach der cuentesischen Fürstin [[Eleonore von Cuentez|Leonor]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte und Künstler wie [[Don Cabal]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das 17. und 18. Jahrhundert ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:IgrejaSantaClaraPorto.jpg|thumb|250px|Innenraum der [[Eglêsa Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Unter Fürst [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] von Cuentez als Statthalter in Tulis erlebte die Stadt noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1730 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Union und Inkorporierung ====&lt;br /&gt;
Nach der erzwungenen Abdankung [[Maria II.|Marias II.]] 1757, der letzten Sántori-Monarchin auf dem Thron, und der Erhebung [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] aus dem französischen [[Haus Vienne]] auf den Thron revoltierte Tulis gegen den Thronwechsel und suchte seine Eigenständig zu demonstrieren. Erst 1762 konnte der siegreiche König auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:PontePiuCastellan.jpg|thumb|250px|[[Ponte Francès Píu-Castellán]]]]&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tulis im 20. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
[[Bild:ArtNouveauParis.jpg|thumb|200px|[[Casa Matí]], frühes 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten in den Dreißiger Jahren galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Der sozialistische Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] wurde 1936 durch Rechtsextremisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zweiten Weltkrieg kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des ermordeten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
==== Kunst ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über zahlreiche Museen und Kunstsammlungen. Dazu gehören das weltbekannte [[Musêu Navale]], die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]], das [[Musêu Municipal de Tùles]], das [[Musêu dels Novœs Artes]] (MUNA) im [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie das [[Musêu dels Mares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Festival de Tùles|Tulineser Filmfestival]] gilt als eine der weltweit renommiertesten Filmschauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Salón de Tùles]] ist eine der weltweit führenden Designmessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hausbesetzerszene ====&lt;br /&gt;
In Tulis gibt es seit vielen Jahren eine der aktivsten Hausbesetzerszenen Europas. Vor allem in den letzten Jahrzehnten wurden Häuser besetzt, vor allem in den zentral gelegenen Stadtteilen. In den als Sozial-, Kultur- und Veranstaltungszentren geführten Häusern finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die auch in einem gemeinsam geführten, wöchentlich aktualisierten und öffentlich ausgehängten Terminkalender bekannt gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Neben [[Semest]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semest]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Autobahn ====&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung [[Semest]], die Autobahn A6 Richtung [[Duerez]] sowie die A11 Richtung [[Sollar]] und [[Sancristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Autobahn A14 von [[Marcan de Perin]] nach [[Nalcaz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flugverkehr ====&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Tules Sacâu Aeroporto]] (TLS) verfügt die Stadt über den nach [[Semest]] und [[Ostino]] drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] (FNT) zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] (LCD) ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Metro.jpg|thumb|U-Bahn-Netz der [[Metro Tùles]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Metro Tùles]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermetro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Metrolinien in Tulis =====&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Amarilla)	Seza – Norte – Central-Vernet – Natxaret – Nòu Porto – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Rôisa)	Sant-Andrêu – Illaria – Celusanto – Central-Vernet – Esplanat – Nòu Estádiu UD – Ollar&lt;br /&gt;
* M3 (Linia Blu)	Belcornet – Gran'Plaça – Celusanto – Ostiniense – Nova Universitá – Illón – San León &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Verde)	Verón – Nova Universitá – Ostiniense – Central-Vernet – Monteverde – Aeroporto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seefahrt ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Nòu Porto) im Süden erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bezirke und Stadtviertel ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Karte-Tulis-Stadtplan.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] &lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Gran'Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Nòus Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglêsia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Seiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht die als „la Nova“ bezeichnete [[Universitá Metropolitana de Tùles]] im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis|Polytechnische Universität]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EstadiuEsplanat.jpg|200px|thumb|[[Tulisium]]-[[Estâdiu Tulisium|Stadion]] am [[Mont'Esplanat]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Tulisium Football Club]] kommt die erfolgreichste Klubmannschaft des [[Fußball in Sagradien|sagradischen Männerfußballs]] aus dem tulinesischen Stadtteil [[Mont'Esplanat]]. Dort steht auch das Stadion des Vereins, das [[Estâdiu Tulisium]], das kurz als &amp;quot;l'Esplanat&amp;quot; bekannt ist und unter anderem Spielort der [[Fußball-Europameisterschaft 2008]] sowie des [[UEFA Champions League]]-Finales 2005 war. Im Stadttteil [[Illón]] ist traditionell der Lokalrivale [[Unión Desportiva]] beheimatet, der seine Heimspiele aber seit 2010 nicht mehr im städtischen [[Estâdiu Municipal d'Illón]], sondern im [[Estâdiu Sonorel]] im nahegelegenen [[Ollar de Barregat]] austrägt. Neben den beiden großen Klubs verfügt Tulis über mehrere unterklassige Vereine, zu denen auch der [[FC Illária]] gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Tulisium Feminín]], [[Tulisium HB]] und [[Tulisium Basket]] verfügt Tulis zudem über eine Erstliga-Mannschaften im Frauenfußball, im Männer-Handball und im Männer-Basketball. Die erste Rugby-Mannschaft von [[Comtàid Olímpico]] spielt in der Profiliga [[Cabresano Rugby 16]] und trägt ihre Heimspiele im Parc Sportivo der [[Celusanto-Universität]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
==== Stadtregierung 2016 – 2020 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:40%&amp;quot;|Ressort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:28%&amp;quot;|Syndikus&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | Kollegium der Beigeordneten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Bürgermeisterin, Demokratische Partizipation&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wohnen, Bau und öffentliche Flächen&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Integration, Diversität und Gleichstellung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Soziale Dienste und sozialer Zusammenhalt&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Finanzen und Privatwirtschaft&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #B404AE&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Erziehung, Jugend und Digitales&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Radicales|RAD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Öffentliche Unternehmen und Energieversorgung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Comtàid Solidâriu|CS]]/[[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Liberales|LIB]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister von Tulis ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.6%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.2%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:19%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Mestres de la citá&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| 1936&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Hugo Nacesta]] † ([[PS]])&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PPC]], [[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1944&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Nacesta]] ([[PSU]]/[[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1944|1944]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PPC]], [[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Óliver Leganüet]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1948|1948]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo del Pérez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1952|1952]], [[Kommunalwahl 1956|1956]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pierfrancès Viglión]] ([[ASUL]]) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1960|1960]], [[Kommunalwahl 1964|1964]], [[Kommunalwahl 1968|1968]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Esquill]] † ([[ASUL]]) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1972|1972]], [[Kommunalwahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(1. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ignácio Celano]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1980|1980]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(2. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1984|1984]], [[Kommunalwahl 1988|1988]], [[Kommunalwahl 1992|1992]], [[Kommunalwahl 1996|1996]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Arejo-Milán]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2000|2000]], [[Kommunalwahl 2004|2004]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joana Estiarte]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2008|2008]], [[Kommunalwahl 2012|2012]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]]  ([[Posible]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2016|2016]], [[Kommunalwahl 2020|2020]]&lt;br /&gt;
| [[Posible]], [[V]], [[ASUL]], [[RAD]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Städte in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=65703</id>
		<title>Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=65703"/>
		<updated>2023-09-13T12:55:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Bürgermeister von Tulis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Logo-Tules.jpg|200px]]  &amp;lt;br&amp;gt;[[Bild:Tulis-Sights.jpg|270px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Tulis.jpg|70px]]&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Tulis.jpg|90px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staat'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Region'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Comtàid-Perín]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Cordêsa-Tulinês]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 945.586  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bürgermeisterin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Yoren Casaljs]] ([[Posible]]/[[V]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Volksbezeichnung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Tulinés&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Schutzpatron'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Erzengel Gabriel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]]/[[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der Region [[Comtàid-Perín]] und der Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der [[Blaumeerregion]]. Mit 945.000 Einwohnern im Stadtgebiet ist Tulis die zweitgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semest]] und vor [[Artir]]. Zusammen mit den Nachbarstädten [[Belcornet]], [[Sacàu de Barregat]] und [[Ollar de Barregat]] sowie angrenzenden Gebieten rund um die Stadt bildet Tulis eine mehr als 3 Millionen Einwohner zählende Agglomeration, die zweitgrößte des Landes. Darüber hinaus bildet Tulis zusammen mit den 61 umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Grande Tùles Comunitá Metropolitana]]'' (GTCM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis liegt an der Mündung des [[Tule]] und des [[Barregat]] in den [[Golf von Tulis]]. In der Antike als ''Aeis'' und ''Tulisium'' bekannt, erlebte die Stadt in römischer Zeit einen raschen Aufschwung. Im Mittelalter war Tulis Hauptstadt des ''[[Comitat Tulis|Comtàid]]'' und danach im 15. und 16. Jahrhundert Sitz des [[Sántori]]-Reichs. Nachdem die [[sagradischen]] Könige im 16. Jahrhundert ihren Sitz nach [[Semest]] verlegt hatten, blieb Tulis eine der bedeutendsten Städte des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist Erzbischofssitz und Sitz zweier Universitäten und weiterer Hochschulen. Als Mode-, Kunst- und Kulturstadt mit historisch bedeutsamen Bauwerken und Kunstschätzen zieht Tulis jedes Jahr mehrere Millionen Touristen an. Die Stadt ist vor allem bekannt für ihre Museen und Gemäldesammlungen, darunter das weltbekannte [[Musêu Navale]] und die [[Galería Renaixença]], internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe. Die Stadt beherbergt zudem ein Weltkulturerbe und gilt als bedeutende Weinmetropole mit dem südlich gelegenen Weingebiet der [[Cordêsa]] und den angrenzenden Weingebieten des [[Barregat]], des [[Aviz]] und des [[Fornat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis gehört zu den wichtigsten ökonomischen Zentren [[Sagradien]]s und ist Sitz von drei im [[IAS 30]]-Aktienindex gelisteten Unternehmen ([[Avante Group]], [[Fides Group]], [[Grupo Sant'Espíritu]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale2.jpg|thumb|250px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] und [[Gran'Plaça]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisches und touristisches Zentrum der Stadt ist der auf einer Tule-Insel gelegene [[Barrí de Navale]], auf der schon die römische Siedlung Tulisium gelegen war. Vom römischen Tulis sind nur wenige Überreste erhalten geblieben, darunter die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''). Auf dem Platz des römischen Forums steht seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). An der [[Gran'Plaça]] steht der [[Palâciu Âudaço]], die ehemalige Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes. Weitere bekannte Bauwerke in Navale sind die [[Ópera Navale]] (1849-1861), das [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einige sehenswürdige Kirchen (u.a. [[Santa María de la Naixença]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero).  Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der Provinzdeputation im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] beherbergt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Palast2.jpg|250px|thumb|[[Palâciu Âudaço]]]]&lt;br /&gt;
Sehenswert ist daneben der ins Meer hineinragende Stadtteil [[Natxaret]] mit seinen engen geschäftigen Gassen. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castel del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rei]] aus dem 12. Jahrhundert. Die Stadtteile Natxaret, Campes und Navale werden durch kleine Kanäle voneinander abgetrennt, die von mehreren markanten Brücken überspannt werden, darunter der [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Zwei weitere Brücken verbinden die Stadt Tulis mit der Insel [[Sártore]]: Der [[Ponte Francès Píu-Castellán]], eine stählerne Hängebrücke, die im Jahr 1893 eingeweiht wurde, verbindet den Stadtteil [[Trástulo]] mit der Nachbarstadt [[Belcornet]], der [[Ponte Fernando Esquill]] spannt über die [[Isla d'Azûr]] und verbindet den Stadtteil [[Francovil]] mit der Kommune [[Loriente]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SacroCor.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Nôstre Seiniôra del Sacro-Côr]] im Stadtteil [[Les Granes]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SantaMariaNavale.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novœs Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
==== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ====&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Mit zunehmenden militärischen Erfolgen konnten sich die tulinesischen Grafen zunehmend von der skantischen Herrschaft lösen und eigene Machtbereiche aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Einer seiner Nachfolger, [[Corrado Gaulo de Plasencia]], der Legende nach wegen seiner Kühnheit im Kampf ''il Âudaço'' genannt, konnte die Expansion auch in der Auseinandersetzung mit benachbarten Herrschaften fortführen und eine Dynastie gründen, die in den kommenden Jahrhunderten Tulis und das gesamte heute als ''Comtàid'' bezeichnete Gebiet beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ====&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenComitatTulis.jpg|thumb|100px|Traditionelles Wappen des Comitats von Tulis]]&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 12. Jahrhundert verzeichnete eine Krise für die Stadt Tulis. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Grafen aus dem Haus Gaulo und der ansässigen Nobilität führten 1167 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung einer aristokratischen Gewaltherrschaft der so genannten ''Maleducas'', die 1170 durch ein Invasionsheer des sagradischen Königs [[Gabriel I. Juvans]] beendet wurde. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen Belagerung einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ====&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme Tulis' durch Gabriel Juvans stellte dieser die Oberhoheit der sagradischen Könige wieder her und hinterließ [[Stephan von Cuentra]] als Statthalter. Erresi Gaulo konnte er 1173 in die Stadt zurückkehren, nachdem er die Lehnshoheit des sagradischen Königs anerkannt hatte, ohne dass dies aber praktische Folgen hatte. Erresis Tod 1180 führte zu neuerlichen Kämpfen um die Thronfolge. Gabriel Juvans übertrug dem golischen Markgrafen [[Laurenç d'Elaque]] die Herrschaft, der jedoch sich aber gegen den Adligen [[Sergi Callas]] durchsetzen musste. Die gewaltsame Einnahme Tulis' durch das golische Heer im Jahr 1186 führte zu einer 14-jährigen als Fremdherrschaft empfundenen Regierung des golischen Statthalters [[Carle d'Elaque]], der schließlich selbst im Jahr 1199 aus der Stadt vertrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreibung der Golen wurde zur Geburtsstunde der Republik. Der als Vertreter der Volksmassen zum Stadtführer avancierte [[Zito del Varge]] wurde vom Adel gestürzt, der wiederum seine alten Vorrechte wiederherstellte und mit [[Lorenzo I Callas]], dem Sohn Sergi Callas', das aristokratische Regiment wiederherstellte. Das Comitat konstituierte sich als Res Publica neu und gab sich eine wahlmonarchische Ordnung. Die Macht lag nun vor allem in Händen des adligen Senats und der von ihm gestellten optimatischen Regierung der ''Bonhomes''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1293 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen, in der Stadt ansässigen Adels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Häusern [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] geteilt, die nacheinander den Conte stellten. Hinzu kamen wichtige Familien in der Generalitàid wie die [[Zavarri]] und die [[Delaurente]], die im Gegensatz zu den alteingesessenen Callas, Cornell und Machiês jedoch als nicht-grafenfähig galten. In der Praxis funktionierte die Machtteilung eine Zeit lang. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. Das Aussterben der Callas-Dynastie im Jahr 1180, die im Normalfall das Anrecht auf den Conte-Titel besaß, führte zum offenen, gewaltsam ausgetragenen Machtkampf zwischen den Cornell und den Machiês, der die ganze Problematik des Adelsregiments offenlegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale.jpg|thumb|200px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]], erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In das Machtvakuum stießen schließlich die adligen Herren von [[Santori]], die mit [[Maximilián de Sántori]] seit 1279 den [[Erzbischof von Tulis]] stellten und durch Heiratsverbindungen mit dem Haus Callas in dessen Fußstapfen zu treten suchte. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1329 inne und konnte enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori]] zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ====&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabel de Vesaey die Ältere|Isabel de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Philipp V.|Philipps V.]], der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod König Philipps V. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Philipp VI.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Philipps Vater David, Conte von Tulis, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und vereinte damit bis zu seinem Tod 1468 die Regierung von Tulis und Sagradiens in einer Hand. Nach seinem Tod fiel Tulis an seinen ältesten Sohn aus erster Ehe [[Joán Prudente]], ehe dessen Halbbruder König [[Philipp VI.]] 1475 auch zum Conte von Tulis wurde. Gegen diese Verbindungen wagte der tulinesische Adel nochmals eine Rebellion. Die Wahl [[Carles Zavarri]]s zum Gegen-Conte blieb aber erfolglos und führte zur Auflösung des Senats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gran'Etá ====&lt;br /&gt;
Mit dem Verlust der politischen Eigenständigkeit war aber kein Verfall verbunden. Im Gegenteil begann für die Stadt Tulis ein knappes Jahrhundert der politischen und kulturellen Blüte, in dem Tulis zum Zentrum des aufstrebenden Weltreichs der [[Sántori]] wurde. Nachdem Tulis 1502 ins Visier der [[Lilienkriege]], einem Machtkampf innerhalb des Hauses Sántori, geworden war, machte König [[David I.]] Tulis de facto zur Hauptstadt der sagradisch-portugiesischen Monarchie. Das ''Comtàid de Tùles'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits unter der Regentschaft David de Santoris und Philipps VI. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] kamen in der Folge an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase der so genannten [[Gran'Etá]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende des Sêglu Tulinês ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. Königin [[Johanna I.]] (1543-1579) verlegte den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semest]].  An die Spitze der Stadt Tulis traten nun von Semest aus ernannte ''Capitanes Municipales''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[Fürst von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semest wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semest aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semest]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semest, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semestinische Phase]] der sagradischen [[Gran'Etá]] begann, die Tulinesische ging allmählich zu Ende, auch wenn die Stadt mit [[Don Cabal]] den größten Künstler des Landes hervorbrachte. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semest wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Dona Leonor]], benannt nach der cuentesischen Fürstin [[Eleonore von Cuentez|Leonor]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte und Künstler wie [[Don Cabal]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das 17. und 18. Jahrhundert ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:IgrejaSantaClaraPorto.jpg|thumb|250px|Innenraum der [[Eglêsa Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Unter Fürst [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] von Cuentez als Statthalter in Tulis erlebte die Stadt noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1730 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Union und Inkorporierung ====&lt;br /&gt;
Nach der erzwungenen Abdankung [[Maria II.|Marias II.]] 1757, der letzten Sántori-Monarchin auf dem Thron, und der Erhebung [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] aus dem französischen [[Haus Vienne]] auf den Thron revoltierte Tulis gegen den Thronwechsel und suchte seine Eigenständig zu demonstrieren. Erst 1762 konnte der siegreiche König auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:PontePiuCastellan.jpg|thumb|250px|[[Ponte Francès Píu-Castellán]]]]&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tulis im 20. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
[[Bild:ArtNouveauParis.jpg|thumb|200px|[[Casa Matí]], frühes 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten in den Dreißiger Jahren galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Der sozialistische Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] wurde 1936 durch Rechtsextremisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zweiten Weltkrieg kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des ermordeten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
==== Kunst ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über zahlreiche Museen und Kunstsammlungen. Dazu gehören das weltbekannte [[Musêu Navale]], die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]], das [[Musêu Municipal de Tùles]], das [[Musêu dels Novœs Artes]] (MUNA) im [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie das [[Musêu dels Mares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Festival de Tùles|Tulineser Filmfestival]] gilt als eine der weltweit renommiertesten Filmschauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Salón de Tùles]] ist eine der weltweit führenden Designmessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hausbesetzerszene ====&lt;br /&gt;
In Tulis gibt es seit vielen Jahren eine der aktivsten Hausbesetzerszenen Europas. Vor allem in den letzten Jahrzehnten wurden Häuser besetzt, vor allem in den zentral gelegenen Stadtteilen. In den als Sozial-, Kultur- und Veranstaltungszentren geführten Häusern finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die auch in einem gemeinsam geführten, wöchentlich aktualisierten und öffentlich ausgehängten Terminkalender bekannt gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Neben [[Semest]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semest]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Autobahn ====&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung [[Semest]], die Autobahn A6 Richtung [[Duerez]] sowie die A11 Richtung [[Sollar]] und [[Sancristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Autobahn A14 von [[Marcan de Perin]] nach [[Nalcaz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flugverkehr ====&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Tules Sacâu Aeroporto]] (TLS) verfügt die Stadt über den nach [[Semest]] und [[Ostino]] drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] (FNT) zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] (LCD) ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Metro.jpg|thumb|U-Bahn-Netz der [[Metro Tùles]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Metro Tùles]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermetro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Metrolinien in Tulis =====&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Amarilla)	Seza – Norte – Central-Vernet – Natxaret – Nòu Porto – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Rôisa)	Sant-Andrêu – Illaria – Celusanto – Central-Vernet – Esplanat – Nòu Estádiu UD – Ollar&lt;br /&gt;
* M3 (Linia Blu)	Belcornet – Gran'Plaça – Celusanto – Ostiniense – Nova Universitá – Illón – San León &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Verde)	Verón – Nova Universitá – Ostiniense – Central-Vernet – Monteverde – Aeroporto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seefahrt ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Nòu Porto) im Süden erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bezirke und Stadtviertel ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Karte-Tulis-Stadtplan.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] &lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Gran'Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Nòus Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglêsia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Seiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht die als „la Nova“ bezeichnete [[Universitá Metropolitana de Tùles]] im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis|Polytechnische Universität]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EstadiuEsplanat.jpg|200px|thumb|[[Tulisium]]-[[Estâdiu Tulisium|Stadion]] am [[Mont'Esplanat]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Tulisium Football Club]] kommt die erfolgreichste Klubmannschaft des [[Fußball in Sagradien|sagradischen Männerfußballs]] aus dem tulinesischen Stadtteil [[Mont'Esplanat]]. Dort steht auch das Stadion des Vereins, das [[Estâdiu Tulisium]], das kurz als &amp;quot;l'Esplanat&amp;quot; bekannt ist und unter anderem Spielort der [[Fußball-Europameisterschaft 2008]] sowie des [[UEFA Champions League]]-Finales 2005 war. Im Stadttteil [[Illón]] ist traditionell der Lokalrivale [[Unión Desportiva]] beheimatet, der seine Heimspiele aber seit 2010 nicht mehr im städtischen [[Estâdiu Municipal d'Illón]], sondern im [[Estâdiu Sonorel]] im nahegelegenen [[Ollar de Barregat]] austrägt. Neben den beiden großen Klubs verfügt Tulis über mehrere unterklassige Vereine, zu denen auch der [[FC Illária]] gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Tulisium Feminín]], [[Tulisium HB]] und [[Tulisium Basket]] verfügt Tulis zudem über eine Erstliga-Mannschaften im Frauenfußball, im Männer-Handball und im Männer-Basketball. Die erste Rugby-Mannschaft von [[Comtàid Olímpico]] spielt in der Profiliga [[Cabresano Rugby 16]] und trägt ihre Heimspiele im Parc Sportivo der [[Celusanto-Universität]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
==== Stadtregierung 2016 – 2020 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:40%&amp;quot;|Ressort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:28%&amp;quot;|Syndikus&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | Kollegium der Beigeordneten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Bürgermeisterin, Demokratische Partizipation&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wohnen, Bau und öffentliche Flächen&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Integration, Diversität und Gleichstellung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Soziale Dienste und sozialer Zusammenhalt&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Finanzen und Privatwirtschaft&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #B404AE&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Erziehung, Jugend und Digitales&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Radicales|RAD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Öffentliche Unternehmen und Energieversorgung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Comtàid Solidâriu|CS]]/[[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Liberales|LIB]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister von Tulis ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.6%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.2%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:19%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Mestres de la citá&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| 1936&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Hugo Nacesta]] † ([[PS]])&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PPC]], [[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1944&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Nacesta]] ([[PSU]]/[[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1944|1944]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PPC]], [[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Óliver Leganüet]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1948|1948]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo del Pérez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1952|1952]], [[Kommunalwahl 1956|1956]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pierfrancès Viglión]] ([[ASUL]]) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1960|1960]], [[Kommunalwahl 1964|1964]], [[Kommunalwahl 1968|1968]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Esquill]] ([[ASUL]]) (†) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1972|1972]], [[Kommunalwahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(1. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ignácio Celano]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1980|1980]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(2. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1984|1984]], [[Kommunalwahl 1988|1988]], [[Kommunalwahl 1992|1992]], [[Kommunalwahl 1996|1996]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Arejo-Milán]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2000|2000]], [[Kommunalwahl 2004|2004]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joana Estiarte]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2008|2008]], [[Kommunalwahl 2012|2012]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]]  ([[Posible]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2016|2016]], [[Kommunalwahl 2020|2020]]&lt;br /&gt;
| [[Posible]], [[V]], [[ASUL]], [[RAD]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Städte in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=65702</id>
		<title>Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=65702"/>
		<updated>2023-09-13T12:49:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Ende der Republik und Zentrum Sagradiens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 17m&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Logo-Tules.jpg|200px]]  &amp;lt;br&amp;gt;[[Bild:Tulis-Sights.jpg|270px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Wappen-Tulis.jpg|70px]]&lt;br /&gt;
| colspan=2 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| [[Bild:Flagge-Tulis.jpg|90px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Staat'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Region'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Comtàid-Perín]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Provinz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Cordêsa-Tulinês]] (Hauptstadt)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Fläche'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Einwohnerzahl'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 945.586  &amp;lt;small&amp;gt;(Stand: Dezember 2015)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bürgermeisterin'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Yoren Casaljs]] ([[Posible]]/[[V]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Volksbezeichnung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Tulinés&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Schutzpatron'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Erzengel Gabriel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]]/[[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der Region [[Comtàid-Perín]] und der Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der [[Blaumeerregion]]. Mit 945.000 Einwohnern im Stadtgebiet ist Tulis die zweitgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semest]] und vor [[Artir]]. Zusammen mit den Nachbarstädten [[Belcornet]], [[Sacàu de Barregat]] und [[Ollar de Barregat]] sowie angrenzenden Gebieten rund um die Stadt bildet Tulis eine mehr als 3 Millionen Einwohner zählende Agglomeration, die zweitgrößte des Landes. Darüber hinaus bildet Tulis zusammen mit den 61 umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Grande Tùles Comunitá Metropolitana]]'' (GTCM).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis liegt an der Mündung des [[Tule]] und des [[Barregat]] in den [[Golf von Tulis]]. In der Antike als ''Aeis'' und ''Tulisium'' bekannt, erlebte die Stadt in römischer Zeit einen raschen Aufschwung. Im Mittelalter war Tulis Hauptstadt des ''[[Comitat Tulis|Comtàid]]'' und danach im 15. und 16. Jahrhundert Sitz des [[Sántori]]-Reichs. Nachdem die [[sagradischen]] Könige im 16. Jahrhundert ihren Sitz nach [[Semest]] verlegt hatten, blieb Tulis eine der bedeutendsten Städte des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist Erzbischofssitz und Sitz zweier Universitäten und weiterer Hochschulen. Als Mode-, Kunst- und Kulturstadt mit historisch bedeutsamen Bauwerken und Kunstschätzen zieht Tulis jedes Jahr mehrere Millionen Touristen an. Die Stadt ist vor allem bekannt für ihre Museen und Gemäldesammlungen, darunter das weltbekannte [[Musêu Navale]] und die [[Galería Renaixença]], internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe. Die Stadt beherbergt zudem ein Weltkulturerbe und gilt als bedeutende Weinmetropole mit dem südlich gelegenen Weingebiet der [[Cordêsa]] und den angrenzenden Weingebieten des [[Barregat]], des [[Aviz]] und des [[Fornat]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis gehört zu den wichtigsten ökonomischen Zentren [[Sagradien]]s und ist Sitz von drei im [[IAS 30]]-Aktienindex gelisteten Unternehmen ([[Avante Group]], [[Fides Group]], [[Grupo Sant'Espíritu]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale2.jpg|thumb|250px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] und [[Gran'Plaça]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisches und touristisches Zentrum der Stadt ist der auf einer Tule-Insel gelegene [[Barrí de Navale]], auf der schon die römische Siedlung Tulisium gelegen war. Vom römischen Tulis sind nur wenige Überreste erhalten geblieben, darunter die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''). Auf dem Platz des römischen Forums steht seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). An der [[Gran'Plaça]] steht der [[Palâciu Âudaço]], die ehemalige Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes. Weitere bekannte Bauwerke in Navale sind die [[Ópera Navale]] (1849-1861), das [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einige sehenswürdige Kirchen (u.a. [[Santa María de la Naixença]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero).  Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der Provinzdeputation im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die Regionalregierung von [[Comtàid-Perín]] beherbergt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Palast2.jpg|250px|thumb|[[Palâciu Âudaço]]]]&lt;br /&gt;
Sehenswert ist daneben der ins Meer hineinragende Stadtteil [[Natxaret]] mit seinen engen geschäftigen Gassen. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castel del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rei]] aus dem 12. Jahrhundert. Die Stadtteile Natxaret, Campes und Navale werden durch kleine Kanäle voneinander abgetrennt, die von mehreren markanten Brücken überspannt werden, darunter der [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Zwei weitere Brücken verbinden die Stadt Tulis mit der Insel [[Sártore]]: Der [[Ponte Francès Píu-Castellán]], eine stählerne Hängebrücke, die im Jahr 1893 eingeweiht wurde, verbindet den Stadtteil [[Trástulo]] mit der Nachbarstadt [[Belcornet]], der [[Ponte Fernando Esquill]] spannt über die [[Isla d'Azûr]] und verbindet den Stadtteil [[Francovil]] mit der Kommune [[Loriente]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SacroCor.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Nôstre Seiniôra del Sacro-Côr]] im Stadtteil [[Les Granes]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-SantaMariaNavale.jpg|thumb|150px|[[Eglêsia de Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novœs Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
==== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ====&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Mit zunehmenden militärischen Erfolgen konnten sich die tulinesischen Grafen zunehmend von der skantischen Herrschaft lösen und eigene Machtbereiche aufbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Einer seiner Nachfolger, [[Corrado Gaulo de Plasencia]], der Legende nach wegen seiner Kühnheit im Kampf ''il Âudaço'' genannt, konnte die Expansion auch in der Auseinandersetzung mit benachbarten Herrschaften fortführen und eine Dynastie gründen, die in den kommenden Jahrhunderten Tulis und das gesamte heute als ''Comtàid'' bezeichnete Gebiet beherrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ====&lt;br /&gt;
[[Bild:WappenComitatTulis.jpg|thumb|100px|Traditionelles Wappen des Comitats von Tulis]]&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 12. Jahrhundert verzeichnete eine Krise für die Stadt Tulis. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Grafen aus dem Haus Gaulo und der ansässigen Nobilität führten 1167 zur Vertreibung des Grafen [[Erresi III Gaulo]] aus der Stadt und zur Errichtung einer aristokratischen Gewaltherrschaft der so genannten ''Maleducas'', die 1170 durch ein Invasionsheer des sagradischen Königs [[Gabriel I. Juvans]] beendet wurde. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen Belagerung einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ====&lt;br /&gt;
Nach der Einnahme Tulis' durch Gabriel Juvans stellte dieser die Oberhoheit der sagradischen Könige wieder her und hinterließ [[Stephan von Cuentra]] als Statthalter. Erresi Gaulo konnte er 1173 in die Stadt zurückkehren, nachdem er die Lehnshoheit des sagradischen Königs anerkannt hatte, ohne dass dies aber praktische Folgen hatte. Erresis Tod 1180 führte zu neuerlichen Kämpfen um die Thronfolge. Gabriel Juvans übertrug dem golischen Markgrafen [[Laurenç d'Elaque]] die Herrschaft, der jedoch sich aber gegen den Adligen [[Sergi Callas]] durchsetzen musste. Die gewaltsame Einnahme Tulis' durch das golische Heer im Jahr 1186 führte zu einer 14-jährigen als Fremdherrschaft empfundenen Regierung des golischen Statthalters [[Carle d'Elaque]], der schließlich selbst im Jahr 1199 aus der Stadt vertrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreibung der Golen wurde zur Geburtsstunde der Republik. Der als Vertreter der Volksmassen zum Stadtführer avancierte [[Zito del Varge]] wurde vom Adel gestürzt, der wiederum seine alten Vorrechte wiederherstellte und mit [[Lorenzo I Callas]], dem Sohn Sergi Callas', das aristokratische Regiment wiederherstellte. Das Comitat konstituierte sich als Res Publica neu und gab sich eine wahlmonarchische Ordnung. Die Macht lag nun vor allem in Händen des adligen Senats und der von ihm gestellten optimatischen Regierung der ''Bonhomes''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1293 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen, in der Stadt ansässigen Adels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Häusern [[Callas]], [[Cornell]] und [[Machiês]] geteilt, die nacheinander den Conte stellten. Hinzu kamen wichtige Familien in der Generalitàid wie die [[Zavarri]] und die [[Delaurente]], die im Gegensatz zu den alteingesessenen Callas, Cornell und Machiês jedoch als nicht-grafenfähig galten. In der Praxis funktionierte die Machtteilung eine Zeit lang. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. Das Aussterben der Callas-Dynastie im Jahr 1180, die im Normalfall das Anrecht auf den Conte-Titel besaß, führte zum offenen, gewaltsam ausgetragenen Machtkampf zwischen den Cornell und den Machiês, der die ganze Problematik des Adelsregiments offenlegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Kathedrale.jpg|thumb|200px|Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]], erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In das Machtvakuum stießen schließlich die adligen Herren von [[Santori]], die mit [[Maximilián de Sántori]] seit 1279 den [[Erzbischof von Tulis]] stellten und durch Heiratsverbindungen mit dem Haus Callas in dessen Fußstapfen zu treten suchte. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1329 inne und konnte enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori]] zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ====&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabel de Vesaey die Ältere|Isabel de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Piero Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Philipp V.|Philipps V.]], der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod König Philipps V. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Philipp VI.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Philipps Vater David, Conte von Tulis, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und vereinte damit bis zu seinem Tod 1468 die Regierung von Tulis und Sagradiens in einer Hand. Nach seinem Tod fiel Tulis an seinen ältesten Sohn aus erster Ehe [[Joán Prudente]], ehe dessen Halbbruder König [[Philipp VI.]] 1475 auch zum Conte von Tulis wurde. Gegen diese Verbindungen wagte der tulinesische Adel nochmals eine Rebellion. Die Wahl [[Carles Zavarri]]s zum Gegen-Conte blieb aber erfolglos und führte zur Auflösung des Senats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gran'Etá ====&lt;br /&gt;
Mit dem Verlust der politischen Eigenständigkeit war aber kein Verfall verbunden. Im Gegenteil begann für die Stadt Tulis ein knappes Jahrhundert der politischen und kulturellen Blüte, in dem Tulis zum Zentrum des aufstrebenden Weltreichs der [[Sántori]] wurde. Nachdem Tulis 1502 ins Visier der [[Lilienkriege]], einem Machtkampf innerhalb des Hauses Sántori, geworden war, machte König [[David I.]] Tulis de facto zur Hauptstadt der sagradisch-portugiesischen Monarchie. Das ''Comtàid de Tùles'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits unter der Regentschaft David de Santoris und Philipps VI. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] kamen in der Folge an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase der so genannten [[Gran'Etá]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ende des Sêglu Tulinês ====&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. Königin [[Johanna I.]] (1543-1579) verlegte den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semest]].  An die Spitze der Stadt Tulis traten nun von Semest aus ernannte ''Capitanes Municipales''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[Fürst von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semest wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semest aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semest]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semest, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semestinische Phase]] der sagradischen [[Gran'Etá]] begann, die Tulinesische ging allmählich zu Ende, auch wenn die Stadt mit [[Don Cabal]] den größten Künstler des Landes hervorbrachte. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semest wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Dona Leonor]], benannt nach der cuentesischen Fürstin [[Eleonore von Cuentez|Leonor]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte und Künstler wie [[Don Cabal]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das 17. und 18. Jahrhundert ==== &lt;br /&gt;
[[Bild:IgrejaSantaClaraPorto.jpg|thumb|250px|Innenraum der [[Eglêsa Santa María de la Naixença]]]]&lt;br /&gt;
Unter Fürst [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] von Cuentez als Statthalter in Tulis erlebte die Stadt noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1730 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Union und Inkorporierung ====&lt;br /&gt;
Nach der erzwungenen Abdankung [[Maria II.|Marias II.]] 1757, der letzten Sántori-Monarchin auf dem Thron, und der Erhebung [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] aus dem französischen [[Haus Vienne]] auf den Thron revoltierte Tulis gegen den Thronwechsel und suchte seine Eigenständig zu demonstrieren. Erst 1762 konnte der siegreiche König auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:PontePiuCastellan.jpg|thumb|250px|[[Ponte Francès Píu-Castellán]]]]&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tulis im 20. Jahrhundert ====&lt;br /&gt;
[[Bild:ArtNouveauParis.jpg|thumb|200px|[[Casa Matí]], frühes 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten in den Dreißiger Jahren galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Der sozialistische Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] wurde 1936 durch Rechtsextremisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zweiten Weltkrieg kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des ermordeten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur ===&lt;br /&gt;
==== Kunst ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über zahlreiche Museen und Kunstsammlungen. Dazu gehören das weltbekannte [[Musêu Navale]], die [[Galería de la Renaixença Tulinêsa]], das [[Musêu Municipal de Tùles]], das [[Musêu dels Novœs Artes]] (MUNA) im [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie das [[Musêu dels Mares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Festival de Tùles|Tulineser Filmfestival]] gilt als eine der weltweit renommiertesten Filmschauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Salón de Tùles]] ist eine der weltweit führenden Designmessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hausbesetzerszene ====&lt;br /&gt;
In Tulis gibt es seit vielen Jahren eine der aktivsten Hausbesetzerszenen Europas. Vor allem in den letzten Jahrzehnten wurden Häuser besetzt, vor allem in den zentral gelegenen Stadtteilen. In den als Sozial-, Kultur- und Veranstaltungszentren geführten Häusern finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die auch in einem gemeinsam geführten, wöchentlich aktualisierten und öffentlich ausgehängten Terminkalender bekannt gegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Schiene ====&lt;br /&gt;
Neben [[Semest]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semest]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Autobahn ====&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung [[Semest]], die Autobahn A6 Richtung [[Duerez]] sowie die A11 Richtung [[Sollar]] und [[Sancristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Autobahn A14 von [[Marcan de Perin]] nach [[Nalcaz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flugverkehr ====&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Tules Sacâu Aeroporto]] (TLS) verfügt die Stadt über den nach [[Semest]] und [[Ostino]] drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] (FNT) zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] (LCD) ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Tulis-Metro.jpg|thumb|U-Bahn-Netz der [[Metro Tùles]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Metro Tùles]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermetro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Metrolinien in Tulis =====&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Amarilla)	Seza – Norte – Central-Vernet – Natxaret – Nòu Porto – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Rôisa)	Sant-Andrêu – Illaria – Celusanto – Central-Vernet – Esplanat – Nòu Estádiu UD – Ollar&lt;br /&gt;
* M3 (Linia Blu)	Belcornet – Gran'Plaça – Celusanto – Ostiniense – Nova Universitá – Illón – San León &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Verde)	Verón – Nova Universitá – Ostiniense – Central-Vernet – Monteverde – Aeroporto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seefahrt ====&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Nòu Porto) im Süden erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bezirke und Stadtviertel ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Karte-Tulis-Stadtplan.jpg|thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] &lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Gran'Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Nòus Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglêsia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Seiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht die als „la Nova“ bezeichnete [[Universitá Metropolitana de Tùles]] im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis|Polytechnische Universität]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
[[Bild:EstadiuEsplanat.jpg|200px|thumb|[[Tulisium]]-[[Estâdiu Tulisium|Stadion]] am [[Mont'Esplanat]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem [[Tulisium Football Club]] kommt die erfolgreichste Klubmannschaft des [[Fußball in Sagradien|sagradischen Männerfußballs]] aus dem tulinesischen Stadtteil [[Mont'Esplanat]]. Dort steht auch das Stadion des Vereins, das [[Estâdiu Tulisium]], das kurz als &amp;quot;l'Esplanat&amp;quot; bekannt ist und unter anderem Spielort der [[Fußball-Europameisterschaft 2008]] sowie des [[UEFA Champions League]]-Finales 2005 war. Im Stadttteil [[Illón]] ist traditionell der Lokalrivale [[Unión Desportiva]] beheimatet, der seine Heimspiele aber seit 2010 nicht mehr im städtischen [[Estâdiu Municipal d'Illón]], sondern im [[Estâdiu Sonorel]] im nahegelegenen [[Ollar de Barregat]] austrägt. Neben den beiden großen Klubs verfügt Tulis über mehrere unterklassige Vereine, zu denen auch der [[FC Illária]] gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Tulisium Feminín]], [[Tulisium HB]] und [[Tulisium Basket]] verfügt Tulis zudem über eine Erstliga-Mannschaften im Frauenfußball, im Männer-Handball und im Männer-Basketball. Die erste Rugby-Mannschaft von [[Comtàid Olímpico]] spielt in der Profiliga [[Cabresano Rugby 16]] und trägt ihre Heimspiele im Parc Sportivo der [[Celusanto-Universität]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
==== Stadtregierung 2016 – 2020 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:40%&amp;quot;|Ressort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:28%&amp;quot;|Syndikus&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | Kollegium der Beigeordneten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Bürgermeisterin, Demokratische Partizipation&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wohnen, Bau und öffentliche Flächen&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Posible]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #99CC00&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Integration, Diversität und Gleichstellung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Soziale Dienste und sozialer Zusammenhalt&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Finanzen und Privatwirtschaft&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #B404AE&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Erziehung, Jugend und Digitales&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Radicales|RAD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Öffentliche Unternehmen und Energieversorgung&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Comtàid Solidâriu|CS]]/[[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[PPC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ohne Geschäftsbereich&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Liberales|LIB]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bürgermeister von Tulis ====&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Von&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:4.6%&amp;quot;|Bis&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.6%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.2%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:26%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:19%&amp;quot;|Wahlen&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:30%&amp;quot;|Koalition&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:15%&amp;quot;|besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Mestres de la citá&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1948&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Óliver Leganüet]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1948|1948]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
|! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo del Pérez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1952|1952]], [[Kommunalwahl 1956|1956]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1958&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pierfrancès Viglión]] ([[ASUL]]) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1960|1960]], [[Kommunalwahl 1964|1964]], [[Kommunalwahl 1968|1968]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando Esquill]] ([[ASUL]]) (†) &lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1972|1972]], [[Kommunalwahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1978&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(1. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1980&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ignácio Celano]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1980|1980]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 1984&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Corell]] ([[ASUL]]) &amp;lt;small&amp;gt;(2. Mal)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 1984|1984]], [[Kommunalwahl 1988|1988]], [[Kommunalwahl 1992|1992]], [[Kommunalwahl 1996|1996]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2000&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Arejo-Milán]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2000|2000]], [[Kommunalwahl 2004|2004]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2008&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joana Estiarte]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2008|2008]], [[Kommunalwahl 2012|2012]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2014&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Feridun Sirjani]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[V]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| 2016&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #088A68&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Yoren Casaljs]]  ([[Posible]])&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl 2016|2016]], [[Kommunalwahl 2020|2020]]&lt;br /&gt;
| [[Posible]], [[V]], [[ASUL]], [[RAD]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Städte in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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		<title>Luis Javier Pizzo</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.208.237.38: /* Managerkarriere */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:150%&amp;quot;&amp;gt;Luis Javier Pizzo&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Spielerinformationen'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Voller Name'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Luis Javier Pizzo Caliente&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Geburtstag'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 07.09.1975&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Geburtsort'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Gerón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mittelfeld&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Vereine in der Jugend'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| –1990&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Club Desportivo Valés]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 1990–1992&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Gerón Desportivo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 1992–1994&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[AC Gerón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Vereine als Aktiver'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 1994–1998&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Mesarque SC]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 1998–2000&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Mistrech 1895]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 2000–2007&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Sportivo Vesaey]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 2007–2010&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Mesarque SC]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=DDDDDD&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| '''Nationalmannschaft'''&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| 1996–1997&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; | [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|Sagradien]]&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 2em&amp;quot; | 7 &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Luis Javier Pizzo Caliente''' (*1975 in [[Gerón]]) ist ein ehemaliger [[sagradischer]] Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär. Er ist seit 2011 Fußballdirektor beim [[Mesarque SC]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aktive Karriere ====&lt;br /&gt;
Nach Jugendtagen bei seinem Heimatklub [[CD Valés]] und beim [[AC Gerón]] wechselte Pizzo mit 19 Jahren zum [[Mesarque SC]], ehe er über die Zwischenstation bei [[Mistrech 1895]] im Jahr 2000 zu [[Sportivo Vesaey]] wechselte. Bei Vesaey verbrachte Pizzo insgesamt sieben Spielzeiten, ehe er mit 32 Jahren zu den &amp;quot;Cavalieres&amp;quot; aus Mesarque zurückkehrte. Nachdem er mit Mesarque gleich im ersten Jahr in die [[Segôna Liga]] abgestiegen war, kehrte er zur Saison 2009/2010 noch einmal ins sagradische Oberhaus zurück, ehe er im Sommer 2010 im Alter von 35 Jahren seine aktive Spielerkarriere beendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem frühen Durchbruch als Stammspieler in Mesarque bestritt Pizzo in den Jahren 1996 und 1997 insgesamt 7 [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|A-Länderspiele für Sagradien]] und nahm mit der &amp;quot;Azûr&amp;quot; an der [[Fußball-Europameisterschaft 1996]] teil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Managerkarriere ====&lt;br /&gt;
Nach seinem Karriereende als Spieler wechselte Pizzo ins Management des [[Mesarque Sport Club]] und wurde im Sommer 2011 zum Sportdirektor des Klubs berufen. Unter Pizzos Führung konnte sich Mesarque trotz bescheidenen Budgets in der oberen Tabellenhälfte der [[Premera Liga]] etablieren und zog 2020 ins Finale der [[Copa Sagradia]] ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Fußballspieler|Pizzo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fußballfunktionär|Pizzo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.208.237.38</name></author>
		
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