<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=95.116.191.26</id>
	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=95.116.191.26"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/95.116.191.26"/>
	<updated>2026-05-01T09:41:58Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.34.1</generator>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_III._von_Portugal&amp;diff=4901</id>
		<title>Johann III. von Portugal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_III._von_Portugal&amp;diff=4901"/>
		<updated>2011-05-20T16:55:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann III.''' (port. ''Dom João III''), genannt „der Fromme“ (''O Piedoso'' oder ''O Pio'') (* 6. Juni 1502, † 11. Juni 1557) war der fünfzehnte König von Portugal und als '''Johann I.''' der zweite [[König von Cuentez]]. Er kam aus der portugiesischen (josefitischen) Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]] und regierte beide Königreiche in Personalunion von 1549 bis 1557. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Johann III. wurde als ältester Sohn von [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori, Herzog von Óstino]] und dessen erster Gemahlin Maria von Avis geboren. Sein Vater, ein Sohn des sagradischen Königs [[Jakob III.]] und Onkel [[David I.|Davids I.]] von Sagradien und Portugal wurde nach dem Herrschaftsantritt Davids I. in Portugal 1521 dessen Statthalter, wodurch Johann erstmals ins Land seiner Mutter kam, wo er rasch Portugiesisch lernte. Nach dem Tod Davids 1543 bestieg Johanns Vater selbst als Joseph I. den Thron in Lissabon und wurde zudem König von Cuentez. Nach dessen Tod 1549 folgte ihm schließlich Don Joán als Johann III. auf dem portugiesischen und als Johann I. auf dem cuentezischen Thron nach. Er verlegte den Königssitz dauerhaft ins Land seiner geliebten Mutter nach Lissabon. Tulis - Heimatstadt seiner Familie - wurde so zum Nebengebiet der Krone und seinem unehelich geborenen Halbbruder [[Don Josefe de Santori|Don Josefe]] als Statthalter anvertraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der streng gläubige Johann III. ging als der König in die portugiesische Geschichte ein, der die Inquisition ins Land holte. Bereits Manuel I. hatte 1496 dem Beispiel der Katholischen Könige in Spanien folgend, die Juden aus Portugal vertrieben, gleichzeitig aber erlaubt, dass Juden, die zum christlichen Glauben übertraten, bleiben durften. Vermutlich hingen viele dieser „Neuen Christen“ (Cristãos-Novos), die ja nicht freiwillig zum katholischen Glauben übergetreten waren, insgeheim aber weiterhin ihrer alten Religion an. Johann III. beauftragte deshalb die Inquisition mit der Untersuchung der Glaubenspraktiken der „Neuen Christen“. In den nächsten 200 Jahren wurden in Portugal 1454 Personen von der Inquisition zum Tode verurteilt. 1540 erlaubte Johann III. auch den Jesuiten, sich im Lande niederzulassen. In Tulis dagegen, für das sich Johann wenig interessierte, blieben die Jesuiten weitgehend ohne Einfluss. Die Stadt rebellierte mehrmals gegen den Status als de-facto-Kolonie eines portugiesisch fühlenden Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch konzentrierte sich Johann III. auf den Ausbau der überseeischen Kolonien. 1545 wurde Salvador da Bahia Hauptstadt Brasiliens. Unter Johann III. wurden Aden, Diu, Celebes, Maskat und Sur erobert. Er verzichtete auf die Philippinen und sicherte dafür die Molukken. 1557 wurde Macao, die erste portugiesische Handelssiedlung im Kaiserreich China, gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Am 15. Februar 1525 heiratete er in Lissabon Katharina von Kastilien (* 14. Januar 1507; † 12. Januar 1578), Tochter von Philipp dem Schönen und der Johanna der Wahnsinnigen. Sie war somit auch eine Schwester des römisch-deutschen Kaisers Karl V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Katharina hatte er folgende Kinder:&lt;br /&gt;
* Alfons (* 1526; † 1526)&lt;br /&gt;
* Maria (* 15. Oktober 1527; † 12. Juli 1545), durch Heirat Königin von Spanien ∞ 1543 Philipp II., König von Spanien&lt;br /&gt;
* Isabella (* 1529; † 1529)&lt;br /&gt;
* Beatriz (* 1530; † 1530)&lt;br /&gt;
* Emanuel (* 1531; † 1537), 1535 zum Thronfolger bestimmt&lt;br /&gt;
* Philipp (* 1533; † 1539), 1537 zum Thronfolger bestimmt&lt;br /&gt;
* Dionysos (Dinis) (* 1535; † 1537), &lt;br /&gt;
* [[Johann Manuel von Portugal und Cuentez|Johann Manuel]] (* 1537; † 1554), Kronprinz von Portugal und Cuentez; ∞ 1552 Johanna von Spanien (1535–1573)&lt;br /&gt;
* Anton (* 1539; † 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da alle Söhne von König Johann III. vor diesem starben, folgte ihm sein Enkelsohn [[Sebastian I. von Cuentez|Sebastian I.]] auf dem portugiesisch-cuentezischen Thron nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=4900</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=4900"/>
		<updated>2011-05-20T16:53:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Renaissance, Sêcolo d’Oro und sagradische Klassik (16. und frühes 17. Jahrhundert) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13.Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist beherrscht von satirischen Elementen und zeigt den Niedergang der höfischen Kultur. Die Werke des 15.Jahrhunderts von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] sind vom italienischen Humanismus beeinflusst und leiten über zur sagradischen Klassik. Als ein weiterer Vertreter der [[Vorklassik]] kann [[Francisco Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance, Sêcolo d’Oro und sagradische Klassik (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte auch die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Klassik]] des 16. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêcolo d'Oro|Goldenen Jahrhundert]]“, die von der italienischen Klassik und Renaissance beeinflusst wurde. Besonders die Dramen und Lyrik [[Celiano Nacoma]]s und [[Plácido Cosança]]s erlangten weltweite Berühmtheit und zeigen starke Rückgriffe auf die antike Klassik. Hauptvertreter der frühen Phase (1500-1540) sind [[Marcantónio Verosán]], [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden, sowie [[Manuel Braga]], der vor allem durch seine Lyrik Geltung erlangte und die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, die später auch vom „Meister“ Nacoma, der wie sein enger Freund Cosança der mittleren Phase der Klassik (1540-1600) angehörte, übernommen wurde. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], ein unehelicher Sohn des [[König von Cuentez|cuentesischen Königs]] [[Joseph I. von Portugal und Cuentez|Joseph I.]], der sich selbst als Lyriker am Hof seines Vaters hervortat und später als Statthalter seines Halbbruders [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] in Tulis zahlreiche Dichter um sich sammelte. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Als Vertreter der Spätklassik des frühen 17.Jahrhunderts gilt neben [[Santiago Calles]], der vor allem als Philosoph und Naturwissenschaftler in Erscheinung trat, auch [[Manuel Orraio]], der wiederum durch seine strenge Dramenform die französische Klassik mit beeinflusste und als letzter bedeutender Vertreter des „Sêcolo de Oro“ gilt. Insgesamt bilden die Regierungszeiten der Könige [[David I.]] (1509-1543) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) den politisch-zeitlichen Rahmen für die literarische Phase des goldenen Zeitalters, das auch in eine ''Tulineser Phase'' (ca. 1500-1550) und eine ''Semesker Phase'' (ca. 1550-1640) eingeteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock und Aufklärung (17.-18.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Literatur des sagradischen Barock, die ihre Blütezeit um die Jahrhundertwende vom 17. zum 18.Jahrhundert hatte, ist gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]]. Beeinflusst durch die französische Aufklärung und besonders durch das Werk Santiago Calles’ entwickelte sich Mitte des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die stark beeinflusst war von der französischen und mit [[Pietro Cavalles]] und [[Fernando Camûes dels Logres]] seine Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sêcolo d’Argente und Romantik (18./19.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18.Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, deren Hauptvertreter [[Luis Filipe Neâu war]], der wegen seiner Dramen, Balladen und Erzählungen Weltberühmtheit erlangte und neben [[Celiano Nacoma]] als größter Dichter Sagradiens gilt. Wegen dieser neuerlichen Blüte der sagradischen Sprache gilt die erste Phase der sagradischen Romantik als &amp;quot;Silbernes Zeitalter&amp;quot;. Daneben gilt Neâu wegen seiner Rückbezüge auf die Klassik und Antike in seiner klassizistischen Phase auch neben dem jungen [[Lorenzo Madrigal]] als Vertreter der so genannten [[Neoklassik]]. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und sentimentaler Verklärung des Mittelalters bestimmt sind. Als Postromantiker gilt der [[Cuentez|Cuentesische]] Lyriker [[León Mervel]], der sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher bediente und die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung verwandelt. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Realismus, Symbolismus, Naturalismus und Fin de Siècle ===&lt;br /&gt;
Die Epoche des sagradischen Realismus leitete die sozialkritische Romanliteratur [[Osvaldo Verres]]’ ein. [[Hernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm. [[Francisco Olivera]] sowie [[Ana Ferrera Sanchis]] leiten zum Naturalismus über. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semess]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Mervels die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramírez]]’, [[Verena Santís]]’ und [[Hernán Colón]]s zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im frühen 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Während des ersten Weltkriegs und in den Jahren danach erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miguel Gerardo Musca]] großen Ruhm. Die letzteren beiden vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und verherrlichte in seinen späten Jahren das autoritäre Regime des Präsidenten und machte ihn nach seiner Ermordung im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum heroischen Märtyrer der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren, nachdem er einige Jahre lang als Hofdichter des faschistischen [[Álamo-Regime]]s gegolten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dem seit Beginn der Zwanziger Jahre eher rechts gerichteten „Noyarenser-Kreis“ entgegen gesetzte Strömung stellte die linke Literatur des Romanciers und Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten und Kritiker des Regimes war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miguel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste und im gleichen Jahr den Nobelpreis für Literatur erhielt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als gänzlich unpolitisch stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegsliteratur (seit 1945) ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Der recht erfolgreiche Romanautor [[Diego Scarfín]] widmete sich hauptsächlich dem Film. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
Mittelalter:&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
Frührenaissance/[[Vorklassik]]: &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Borrard]]&lt;br /&gt;
[[Sagradische Klassik|Klassik]]:&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
[[Besangua]]-Literatur:&lt;br /&gt;
* [[Rodrigo Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
Spätklassik:&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
Barock:&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
Aufklärung:		&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]]&lt;br /&gt;
* [[Pietro Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
Romantik:&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neâu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
Postromantik:	&lt;br /&gt;
* [[León Mervel]]&lt;br /&gt;
Realismus:&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Correr]]&lt;br /&gt;
Naturalismus:	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
Symbolismus:	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
Impressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramírez]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Colón]]&lt;br /&gt;
Expressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
„[[Noyarenser]]“:	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]]&lt;br /&gt;
Surrealismus:	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
Nachkrieg:&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
68er:&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
Chanson:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
Achtziger:&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
* [[Diego Scarfín]]&lt;br /&gt;
Neunziger:&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=4899</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=4899"/>
		<updated>2011-05-20T16:52:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Renaissance, Sêcolo d’Oro und sagradische Klassik (16. und frühes 17. Jahrhundert) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13.Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist beherrscht von satirischen Elementen und zeigt den Niedergang der höfischen Kultur. Die Werke des 15.Jahrhunderts von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] sind vom italienischen Humanismus beeinflusst und leiten über zur sagradischen Klassik. Als ein weiterer Vertreter der [[Vorklassik]] kann [[Francisco Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance, Sêcolo d’Oro und sagradische Klassik (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte auch die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Klassik]] des 16. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêcolo d'Oro|Goldenen Jahrhundert]]“, die von der italienischen Klassik und Renaissance beeinflusst wurde. Besonders die Dramen und Lyrik [[Celiano Nacoma]]s und [[Plácido Cosança]]s erlangten weltweite Berühmtheit und zeigen starke Rückgriffe auf die antike Klassik. Hauptvertreter der frühen Phase (1500-1540) sind [[Marcantónio Verosán]], [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden, sowie [[Manuel Braga]], der vor allem durch seine Lyrik Geltung erlangte und die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, die später auch vom „Meister“ Nacoma, der wie sein enger Freund Cosança der mittleren Phase der Klassik (1540-1600) angehörte, übernommen wurde. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], ein unehelicher Sohn des [[König von Cuentez|cuentesischen Königs]] [[Joseph I. von Portugal und Cuentez|Joseph I.]], der sich als Lyriker am Hof seines Vaters hervortat. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Als Vertreter der Spätklassik des frühen 17.Jahrhunderts gilt neben [[Santiago Calles]], der vor allem als Philosoph und Naturwissenschaftler in Erscheinung trat, auch [[Manuel Orraio]], der wiederum durch seine strenge Dramenform die französische Klassik mit beeinflusste und als letzter bedeutender Vertreter des „Sêcolo de Oro“ gilt. Insgesamt bilden die Regierungszeiten der Könige [[David I.]] (1509-1543) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) den politisch-zeitlichen Rahmen für die literarische Phase des goldenen Zeitalters, das auch in eine ''Tulineser Phase'' (ca. 1500-1550) und eine ''Semesker Phase'' (ca. 1550-1640) eingeteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock und Aufklärung (17.-18.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Literatur des sagradischen Barock, die ihre Blütezeit um die Jahrhundertwende vom 17. zum 18.Jahrhundert hatte, ist gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]]. Beeinflusst durch die französische Aufklärung und besonders durch das Werk Santiago Calles’ entwickelte sich Mitte des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die stark beeinflusst war von der französischen und mit [[Pietro Cavalles]] und [[Fernando Camûes dels Logres]] seine Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sêcolo d’Argente und Romantik (18./19.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18.Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, deren Hauptvertreter [[Luis Filipe Neâu war]], der wegen seiner Dramen, Balladen und Erzählungen Weltberühmtheit erlangte und neben [[Celiano Nacoma]] als größter Dichter Sagradiens gilt. Wegen dieser neuerlichen Blüte der sagradischen Sprache gilt die erste Phase der sagradischen Romantik als &amp;quot;Silbernes Zeitalter&amp;quot;. Daneben gilt Neâu wegen seiner Rückbezüge auf die Klassik und Antike in seiner klassizistischen Phase auch neben dem jungen [[Lorenzo Madrigal]] als Vertreter der so genannten [[Neoklassik]]. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und sentimentaler Verklärung des Mittelalters bestimmt sind. Als Postromantiker gilt der [[Cuentez|Cuentesische]] Lyriker [[León Mervel]], der sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher bediente und die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung verwandelt. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Realismus, Symbolismus, Naturalismus und Fin de Siècle ===&lt;br /&gt;
Die Epoche des sagradischen Realismus leitete die sozialkritische Romanliteratur [[Osvaldo Verres]]’ ein. [[Hernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm. [[Francisco Olivera]] sowie [[Ana Ferrera Sanchis]] leiten zum Naturalismus über. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semess]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Mervels die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramírez]]’, [[Verena Santís]]’ und [[Hernán Colón]]s zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im frühen 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Während des ersten Weltkriegs und in den Jahren danach erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miguel Gerardo Musca]] großen Ruhm. Die letzteren beiden vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und verherrlichte in seinen späten Jahren das autoritäre Regime des Präsidenten und machte ihn nach seiner Ermordung im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum heroischen Märtyrer der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren, nachdem er einige Jahre lang als Hofdichter des faschistischen [[Álamo-Regime]]s gegolten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dem seit Beginn der Zwanziger Jahre eher rechts gerichteten „Noyarenser-Kreis“ entgegen gesetzte Strömung stellte die linke Literatur des Romanciers und Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten und Kritiker des Regimes war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miguel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste und im gleichen Jahr den Nobelpreis für Literatur erhielt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als gänzlich unpolitisch stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegsliteratur (seit 1945) ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Der recht erfolgreiche Romanautor [[Diego Scarfín]] widmete sich hauptsächlich dem Film. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
Mittelalter:&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
Frührenaissance/[[Vorklassik]]: &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Borrard]]&lt;br /&gt;
[[Sagradische Klassik|Klassik]]:&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
[[Besangua]]-Literatur:&lt;br /&gt;
* [[Rodrigo Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
Spätklassik:&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
Barock:&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
Aufklärung:		&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]]&lt;br /&gt;
* [[Pietro Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
Romantik:&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neâu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
Postromantik:	&lt;br /&gt;
* [[León Mervel]]&lt;br /&gt;
Realismus:&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Correr]]&lt;br /&gt;
Naturalismus:	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
Symbolismus:	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
Impressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramírez]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Colón]]&lt;br /&gt;
Expressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
„[[Noyarenser]]“:	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]]&lt;br /&gt;
Surrealismus:	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
Nachkrieg:&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
68er:&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
Chanson:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
Achtziger:&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
* [[Diego Scarfín]]&lt;br /&gt;
Neunziger:&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_I._von_Cuentez&amp;diff=4896</id>
		<title>Johann I. von Cuentez</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_I._von_Cuentez&amp;diff=4896"/>
		<updated>2011-05-20T16:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=4895</id>
		<title>Peter von Sagradien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=4895"/>
		<updated>2011-05-20T16:24:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Abdankung und Rückzug nach Servette */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter I.''' (von Sagradien), (*1470; †1526) war der jüngere Bruder von König [[Jakob IV.]], [[Herzog von Corar]] (1471-1502), Markgraf von Golen (1499-1509) sowie als Ehemann von [[Antonia von Servette]] seit 1501 [[Herzog von Servette]] (bis 1515) und damit Begründer der [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im [[Herzogtum Servette]]. Nach dem Tod seines Bruders Jakob riss er 1502 anstelle seines unmündigen Neffen [[David I.]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 [[König von Sagradien]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Pietro Andrés Alexandro de Santori wurde 1470 in [[La Cordí]] geboren. Sein Vater war König [[Jakob III.]] von Sagradien, als ''Santiago de Santori'' Führer der Santori in [[Tulis]] und später auch [[Conte von Tulis]], seine Mutter Yolande von Frankreich, sein älterer Bruder der spätere König Jakob IV. von Sagradien. Pietro wurde sofort nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Karl von Flandern in Brügge auf. Nachdem er nach Sagradien zurückgekehrt war, heiratete Pietro 1493 seine Cousine Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]]. Danach schloss er sich einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder Jakob IV., seit 1491 Nachfolger seines Vaters als König von Sagradien, an und wurde nach dem Scheitern 1496 am Hof in Tulis festgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golischer Krieg 1499/1500 ===&lt;br /&gt;
Als 1499 Pietros Onkel Ludwig von Golen starb, erhob der micolinische König [[Johann III. von Micolinien|Johann III.]] Anspruch auf die [[Markgrafschaft Golen]], ebenso wie Pietro als Ehemann der golischen Prinzessin Johanna. Jakob sah die Gelegenheit, Pietro durch ein militärisches Kommando loszuwerden, belehnte ihn mit der anheim gefallenen Markgrafschaft und versprach ihm Hilfe bei der Übernahme des golischen Erbes. Dieser stellte ein Heer auf, besiegte in der [[Schlacht von Massela]] Johann von Micolinien und wurde Markgraf von Golen. Zwei Jahre später unternahm er einen erneuten vergeblichen Aufstand gegen seinen Bruder, mit dem er sich abermals überworfen hatte. Nach dem Tod seiner Ehefrau Johanna heiratete Pietro im Jahr 1501 die Herzogin [[Antonia von Servette]], Oberhaupt des servettinischen Herrschaftskonglomerat in Südmicolinien ([[Paeses Servettenses]]). Damit wurde Pietro Mitregent im in den Servettischen Landen und vergrößerte seine Machtstellung gegenüber seinem Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Als Jakob IV. 1502 im Alter von 32 Jahren starb, zog Pietro mit einem Heer nach Tulis, um anstelle seines erst elfjährigen Neffen [[David I.|David]], dem rechtmäßigen Erben, die Krone zu beanspruchen. Gegen diesen Anspruch wehrte sich zunächst Jakobs Witwe [[Katharina von Habsburg]], die ihrem Sohn den Thron und sich die Herrschaft sichern wollte. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und sie musste mit ihrem jungen Sohn in die Niederlande flüchten. Pietro wurde in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. der Anhänger Katharinas von Habsburg und ihres Günstlings, des [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]], zu kämpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Servettinischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonias 1505 erbte Peter die Servettinischen Lande, zu denen neben dem Herzogtum Servette auch das [[Herzogtum Sáloa|Stammherzogtum Sáloa]] und die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] gehörten. Jedoch musste er sein Erbe wiederum gegen den micolinischen König verteidigen. Nach rund einem Jahr der Kämpfe schloss Peter mit [[Aquim II. von Micolinien]] den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Sáloa]], der die seit 1477 andauernden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der micolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Servettinischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die micolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle. Die Regentschaft in Servette übernahm Peters Tante Fürstin [[Johanna von Santori]], die Witwe [[Miguel de Valier]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Servette ===&lt;br /&gt;
1507 heiratete Peter, der selbst noch immer ohne ehelich geborene Kinder war, in dritter Ehe die französische Prinzessin Marie von Orléans, eine Schwester König Ludwigs XII. von Frankreich, womit Sagradien aus der antifranzösischen Allianz ausschied. Im Jahr 1509 kam es zum Bauernaufstand in Servette, zu dem Peter nach Micolinien eilen musste. In der Zwischenzeit hatten die Anhänger Katharinas von Habsburg mittlerweile in Tulis die Macht übernommen und erklärten Peter für abgesetzt. Es kam zu einer Schlacht zwischen den Anhängern Peters’ und seiner Schwägerin im golischen [[Santa Rocca]], in der sich die Truppen Katharinas unter dem Oberbefehl Carles de Biniars durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Servette. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=4894</id>
		<title>Peter von Sagradien</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=4894"/>
		<updated>2011-05-20T16:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter I.''' (von Sagradien), (*1470; †1526) war der jüngere Bruder von König [[Jakob IV.]], [[Herzog von Corar]] (1471-1502), Markgraf von Golen (1499-1509) sowie als Ehemann von [[Antonia von Servette]] seit 1501 [[Herzog von Servette]] (bis 1515) und damit Begründer der [[Haus Santori|Santori-Dynastie]] im [[Herzogtum Servette]]. Nach dem Tod seines Bruders Jakob riss er 1502 anstelle seines unmündigen Neffen [[David I.]] den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 [[König von Sagradien]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Pietro Andrés Alexandro de Santori wurde 1470 in [[La Cordí]] geboren. Sein Vater war König [[Jakob III.]] von Sagradien, als ''Santiago de Santori'' Führer der Santori in [[Tulis]] und später auch [[Conte von Tulis]], seine Mutter Yolande von Frankreich, sein älterer Bruder der spätere König Jakob IV. von Sagradien. Pietro wurde sofort nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Karl von Flandern in Brügge auf. Nachdem er nach Sagradien zurückgekehrt war, heiratete Pietro 1493 seine Cousine Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]]. Danach schloss er sich einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder Jakob IV., seit 1491 Nachfolger seines Vaters als König von Sagradien, an und wurde nach dem Scheitern 1496 am Hof in Tulis festgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golischer Krieg 1499/1500 ===&lt;br /&gt;
Als 1499 Pietros Onkel Ludwig von Golen starb, erhob der micolinische König [[Johann III. von Micolinien|Johann III.]] Anspruch auf die [[Markgrafschaft Golen]], ebenso wie Pietro als Ehemann der golischen Prinzessin Johanna. Jakob sah die Gelegenheit, Pietro durch ein militärisches Kommando loszuwerden, belehnte ihn mit der anheim gefallenen Markgrafschaft und versprach ihm Hilfe bei der Übernahme des golischen Erbes. Dieser stellte ein Heer auf, besiegte in der [[Schlacht von Massela]] Johann von Micolinien und wurde Markgraf von Golen. Zwei Jahre später unternahm er einen erneuten vergeblichen Aufstand gegen seinen Bruder, mit dem er sich abermals überworfen hatte. Nach dem Tod seiner Ehefrau Johanna heiratete Pietro im Jahr 1501 die Herzogin [[Antonia von Servette]], Oberhaupt des servettinischen Herrschaftskonglomerat in Südmicolinien ([[Paeses Servettenses]]). Damit wurde Pietro Mitregent im in den Servettischen Landen und vergrößerte seine Machtstellung gegenüber seinem Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Als Jakob IV. 1502 im Alter von 32 Jahren starb, zog Pietro mit einem Heer nach Tulis, um anstelle seines erst elfjährigen Neffen [[David I.|David]], dem rechtmäßigen Erben, die Krone zu beanspruchen. Gegen diesen Anspruch wehrte sich zunächst Jakobs Witwe [[Katharina von Habsburg]], die ihrem Sohn den Thron und sich die Herrschaft sichern wollte. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und sie musste mit ihrem jungen Sohn in die Niederlande flüchten. Pietro wurde in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. der Anhänger Katharinas von Habsburg und ihres Günstlings, des [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]], zu kämpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Servettinischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonias 1505 erbte Peter die Servettinischen Lande, zu denen neben dem Herzogtum Servette auch das [[Herzogtum Sáloa|Stammherzogtum Sáloa]] und die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] gehörten. Jedoch musste er sein Erbe wiederum gegen den micolinischen König verteidigen. Nach rund einem Jahr der Kämpfe schloss Peter mit [[Aquim II. von Micolinien]] den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Sáloa]], der die seit 1477 andauernden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der micolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Servettinischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die micolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle. Die Regentschaft in Servette übernahm Peters Tante Fürstin [[Johanna von Santori]], die Witwe [[Miguel de Valier]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Servette ===&lt;br /&gt;
1507 heiratete Peter, der selbst noch immer kinderlos war, in dritter Ehe die französische Prinzessin Marie von Orléans, eine Schwester König Ludwigs XII. von Frankreich, womit Sagradien aus der antifranzösischen Allianz ausschied. Im Jahr 1509 kam es zum Bauernaufstand in Servette, zu dem Peter nach Micolinien eilen musste. In der Zwischenzeit hatten die Anhänger Katharinas von Habsburg mittlerweile in Tulis die Macht übernommen und erklärten Peter für abgesetzt. Es kam zu einer Schlacht zwischen den Anhängern Peters’ und seiner Schwägerin im golischen [[Santa Rocca]], in der sich die Truppen Katharinas unter dem Oberbefehl Carles de Biniars durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Servette. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4891</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4891"/>
		<updated>2011-05-20T10:53:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter mittelalterlicher Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. Ursprünglich im 8. Jahrhundert als skantische Markgrafschaft entstanden, gelang es dem ansässigen Adel sich bis zum 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und zudem eine aristokratische Herrschaftsordnung zu etablieren, die sich bis zum 13. Jahrhundert vollständig entwickelt hatte. Erst mit dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder über Bord geworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime. Mit der seit dem späten 15. Jahrhundert bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. Bis 1543 Teil der sagradischen Monarchie, wurde das Comitat danach restauriert und bildete nun den Kern des frühneuzeitlichen so genannten [[Königreich Cuentez|&amp;quot;Comitat-Königreichs&amp;quot; Cuentez-Tulis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]]. An dessen Ende erreichte David de Santori, der wie bereits sein Vater ein Ehebündnis mit den Vesaey einging, die Einsetzung seines Sohnes [[Jakob III.|Santiago de Santori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der nun als sagradische Könige auftretenden Santori zu lösten, endete schließlich 1490 in der Einnahme der Stadt und der Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge und in Personalunion von der sagradischen Königskrone regiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Tod des sagradischen Königs [[David I.]] 1543 knüpfte der Thronprätendent [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] wieder an die Tradition der alten Republik an und ließ sich vom Adel zum Conte wählen, doch konnte das Comitat auch unter seiner Herrschaft nicht zur alten republikanischen Ordnung zurückkehren, sondern wurde Teil des neu erreichten [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez]], in dem der Adel des Comitats zwar eine deutlich stärkere Stellung einnehmen konnte als zuvor, sich aber der dynastischen Thronfolge der zugleich als Könige von Cuentez und Contes von Tulis auftretenden Monarchen unterstellte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=F%C3%BCrstentum_Cuentez&amp;diff=4890</id>
		<title>Fürstentum Cuentez</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=F%C3%BCrstentum_Cuentez&amp;diff=4890"/>
		<updated>2011-05-20T10:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Königreich Cuentez''', auch als '''Comitat-Königreich Cuentez-Tulis''' bekannt, war ein frühneuzeitliches Staatsgebilde im [[Blaumeerraum]] und Nachfolgestaat der de jure bis 1543 weiterbestehenden [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] (Comitat). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Königreich Cuentez beschränkte sich auf die gleichnamige Insel, die bis 1547 als ''Prinzipat Cuentez'' bekannt war. Die Könige von Cuentez waren in Personalunion aber Contes von [[Tulis]], [[Fornat]], [[Cordês]], [[Belavís]], [[Plato]] und [[Conte]] sowie Herren von [[Alágua]], [[Del Piey]] und [[Corell]] und damit Herrscher über die früher tulinesischen Besitzungen im [[Blaues Meer|Blaumeer]]. Hinzu kam bis 1669 auch die Herrschaft über das [[Fürstentum Perin]], sodass der Begriff des ''Reino de Cuentez'' oder ''Rènju de Cüentìz'' auf das gesamte mit der Krone von Cuentez verbundene Herrschaftskonglomerat verweist.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bereits die alte Republik von Tulis hatte neben dem eigentlichen Comitat um die Stadt Tulis und das Hinterland auch die aufgezählten Besitzungen (mit Ausnahme von Perín) umfasst. Die im 11. Jahrhundert etablierte republikanische Ordnung wurde durch die Herrschaft der Santori im 14. und 15. Jahrhundert de facto zur Erbmonarchie und wurde seit 1490 in Personalunion von den [[König von Sagradien|sagradischen Königen]] regiert, die den Titel eines ''Prinzen von Cuentez'' und ''Conte von Tulis'' führten. Im Zuge des Thronfolgestreits nach dem Tod [[David I.|Davids I.]] 1543 nahm der Führer der [[Josefiten|josefitischen Partei]] [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] den Titel eines Königs von Cuentez an und erhob das Prinzipat damit zum Königreich. Zugleich führte er die meiste Zeit über die Titel Fürst von Perin (bis 1669), Graf von Tulis, Fornat, Cordês, Belavís, Plato und Conte, Herr von Alágua, Del Piey, Corell und (seit 1669) [[Scola]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auch als Comitat-Königreich bezeichnete Staatsgebilde wurde bis 1580 in Personalunion mit dem Königreich Portugal regiert, verfügte aber über eine eigene Ständeversammlung. Nach dem Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] 1580 fiel Portugal an die Habsburger, während Cuentez-Tulis an die Nebenlinie [[Haus Santori-Perín|Santori-Perín]] fiel. Gleichzeitig setzte sich mit der Wahl [[Karl I. von Cuentez|Karls I.]] zum König die starke Stellung der Stände durch, deren Rechte und Privilegien zuvor umstritten waren, im asumarischen Reichsteil aber stets stärker waren als im portugiesischen Teil der Krone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrschaftskonglomerat wurde de facto weitgehend zentral verwaltet und die einzelnen Herrschaftsgebiete verloren bereits in republikanischer Zeit ihre organisatorische Eigenständigkeit. Stattdessen wurden im 16. Jahrhundert so genannte [[Viguería]]s eingerichtet, kleinere Verwaltungsgebiete, an deren Spitze ein vom tulinesischen Hof eingesetzten ''vicarius'' oder ''viguer'' stand. Die Viguerias orientierten sich aber an den Grenzen der alten Gebietsteile und überschritten diese nur selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Hochzeit des cuentesischen Königs [[Lukas I.]] mit der sagradischen Kronprinzessin [[Maria I. Louise|María Luísa]] und der gemeinsamen Thronbesteigung in [[Semess]] im Jahr 1723 wurde das Königreich wieder in Personalunion mit der Krone Sagradiens vereint. Die [[Codices Magna]] etablierten für beide Teile der Monarchie eine Ständeherrschaft, doch behielt Cuentez-Tulis zunächst seine Privilegien und seine eigenen Cortes. Erst der [[Akt von Vierna]] aus dem Jahr 1735/36 schuf eine gemeinsame Ständevertretung und erklärte beide Reichsteile für untrennbar. Mit dem Tod Lukas’ I. 1744 fiel das gesamte Königreich an dessen Tochter [[Maria II. Franziska|María Francisca]] und ihren Ehemann [[Anton II. Ramírez|António Ramírez]], doch wurde die Nachfolge in Sagradien von Frankreich nicht anerkannt, das die Krone für [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] einforderte. Auch der [[David Jakob Herzog von Sesin|Herzog von Sesin]] als letzter männlicher Vertreter der Santori erhob Anspruch. Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] konnte sich schließlich der [[Sagradische Bourbonen|bourbonische]] Kandidat als Gabriel VIII. durchsetzen. Mit Bezugnahme auf den Akt von Vierna erklärte Gabriel sich auch zum König von Cuentez und übernahm damit auch die Herrschaft in Tulis. 1765 vollzog Gabriel VIII. schließlich die Realunion und beendete damit endgültig die Eigenstaatlichkeit des Comitat-Königreichs, das auch de jure mit Sagradien verschmolz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[König von Cuentez|Liste der Könige von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4889</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4889"/>
		<updated>2011-05-20T10:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter mittelalterlicher Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. Ursprünglich im 8. Jahrhundert als skantische Markgrafschaft entstanden, gelang es dem ansässigen Adel sich bis zum 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und zudem eine aristokratische Herrschaftsordnung zu etablieren, die sich bis zum 13. Jahrhundert vollständig entwickelt hatte. Erst mit dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder überworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime. Mit der seit dem späten 15. Jahrhundert bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. Bis 1543 Teil der sagradischen Monarchie, wurde das Comitat danach restauriert und bildete nun den Kern des frühneuzeitlichen so genannten [[Königreich Cuentez|&amp;quot;Comitat-Königreichs&amp;quot; Cuentez-Tulis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]]. An dessen Ende erreichte David de Santori, der wie bereits sein Vater ein Ehebündnis mit den Vesaey einging, die Einsetzung seines Sohnes [[Jakob III.|Santiago de Santori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der nun als sagradische Könige auftretenden Santori zu lösten, endete schließlich 1490 in der Einnahme der Stadt und der Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge und in Personalunion von der sagradischen Königskrone regiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Tod des sagradischen Königs [[David I.]] 1543 knüpfte der Thronprätendent [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] wieder an die Tradition der alten Republik an und ließ sich vom Adel zum Conte wählen, doch konnte das Comitat auch unter seiner Herrschaft nicht zur alten republikanischen Ordnung zurückkehren, sondern wurde Teil des neu erreichten [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez]], in dem der Adel des Comitats zwar eine deutlich stärkere Stellung einnehmen konnte als zuvor, sich aber der dynastischen Thronfolge der zugleich als Könige von Cuentez und Contes von Tulis auftretenden Monarchen unterstellte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4888</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4888"/>
		<updated>2011-05-20T10:50:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. Ursprünglich im 8. Jahrhundert als skantische Markgrafschaft entstanden, gelang es dem ansässigen Adel sich bis zum 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und zudem eine aristokratische Herrschaftsordnung zu etablieren, die sich bis zum 13. Jahrhundert vollständig entwickelt hatte. Erst mit dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder überworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime. Mit der seit dem späten 15. Jahrhundert bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. Bis 1543 Teil der sagradischen Monarchie, wurde das Comitat danach restauriert und bildete nun den Kern des so genannten [[Königreich Cuentez|&amp;quot;Comitat-Königreichs&amp;quot; Cuentez-Tulis]].      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]]. An dessen Ende erreichte David de Santori, der wie bereits sein Vater ein Ehebündnis mit den Vesaey einging, die Einsetzung seines Sohnes [[Jakob III.|Santiago de Santori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der nun als sagradische Könige auftretenden Santori zu lösten, endete schließlich 1490 in der Einnahme der Stadt und der Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge und in Personalunion von der sagradischen Königskrone regiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Tod des sagradischen Königs [[David I.]] 1543 knüpfte der Thronprätendent [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] wieder an die Tradition der alten Republik an und ließ sich vom Adel zum Conte wählen, doch konnte das Comitat auch unter seiner Herrschaft nicht zur alten republikanischen Ordnung zurückkehren, sondern wurde Teil des neu erreichten [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez]], in dem der Adel des Comitats zwar eine deutlich stärkere Stellung einnehmen konnte als zuvor, sich aber der dynastischen Thronfolge der zugleich als Könige von Cuentez und Contes von Tulis auftretenden Monarchen unterstellte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4887</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4887"/>
		<updated>2011-05-20T10:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. Ursprünglich im 8. Jahrhundert als skantische Markgrafschaft entstanden, gelang es dem ansässigen Adel sich bis zum 10./11. Jahrhundert vom skantisch-sagradischen Königtum zu lösen und zudem eine aristokratische Herrschaftsordnung zu etablieren, die sich bis zum 13. Jahrhundert vollständig entwickelt hatte. Erst mit dem Machtaufstieg der Familie [[Santori]] wurde diese Ordnung im 14. und 15. Jahrhundert wieder überworfen und wich einem neuerlichen monarchischen Regime. Mit der seit dem späten 15. Jahrhundert bestehenden Personalunion der tulinesischen Contes mit den sagradischen Königen aus dem Haus Santori endete die Unabhängigkeit des Comitats. Bis 1543 Teil der sagradischen Monarchie, wurde das Comitat danach restauriert und bildete nun den Kern des so genannten [[Königreich Cuentez|&amp;quot;Comitat-Königreichs&amp;quot; Cuentez]].      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]]. An dessen Ende erreichte David de Santori, der wie bereits sein Vater ein Ehebündnis mit den Vesaey einging, die Einsetzung seines Sohnes [[Jakob III.|Santiago de Santori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der nun als sagradische Könige auftretenden Santori zu lösten, endete schließlich 1490 in der Einnahme der Stadt und der Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge und in Personalunion von der sagradischen Königskrone regiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Tod des sagradischen Königs [[David I.]] 1543 knüpfte der Thronprätendent [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] wieder an die Tradition der alten Republik an und ließ sich vom Adel zum Conte wählen, doch konnte das Comitat auch unter seiner Herrschaft nicht zur alten republikanischen Ordnung zurückkehren, sondern wurde Teil des neu erreichten [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez]], in dem der Adel des Comitats zwar eine deutlich stärkere Stellung einnehmen konnte als zuvor, sich aber der dynastischen Thronfolge der zugleich als Könige von Cuentez und Contes von Tulis auftretenden Monarchen unterstellte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4886</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4886"/>
		<updated>2011-05-20T10:44:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen. Sein Sohn [[David de Santori]] kann schließlich endgültig als monarchischer Machthaber in Tulis bezeichnet werden, der auch in seinem Auftreten den sagradischen und europäischen Monarchen nacheiferte und den Senat endgültig entmachtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1398 engagierte sich die Tulinesische Republik unter der Führung António de Santoris auf Seiten Sagradiens im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] und schloss ein enges Bündnis mit dem sagradischen Königshaus [[Haus Vesaey|Vesaey]]. An dessen Ende erreichte David de Santori, der wie bereits sein Vater ein Ehebündnis mit den Vesaey einging, die Einsetzung seines Sohnes [[Jakob III.|Santiago de Santori]] als Erben des sagradischen Königtums und regierte ab 1457 nicht nur als Conte von Tulis, sondern auch als Regent von Sagradien. Der letzte Versuch des Adels, sich von der monarchischen Herrschaft der nun als sagradische Könige auftretenden Santori zu lösten, endete schließlich 1490 in der Einnahme der Stadt und der Auflösung des Senats, womit die Republik de facto aufhörte zu bestehen und das Comitat nun in in dynastischer Folge und in Personalunion von der sagradischen Königskrone regiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem Tod des sagradischen Königs [[David I.]] 1543 knüpfte der Thronprätendent [[Joseph I. von Cuentez|José de Santori]] wieder an die Tradition der alten Republik an und ließ sich vom Adel zum Conte wählen, doch konnte das Comitat auch unter seiner Herrschaft nicht zur alten republikanischen Ordnung zurückkehren, sondern wurde Teil des neu erreichten [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez]], in dem der Adel des Comitats zwar eine deutlich stärkere Stellung einnehmen konnte als zuvor, sich aber der dynastischen Thronfolge der zugleich als Könige von Cuentez und Contes von Tulis auftretenden Monarchen unterstellte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4885</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4885"/>
		<updated>2011-05-20T10:32:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: /* Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4884</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4884"/>
		<updated>2011-05-20T10:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des Comitats und Entwicklung zur Republik ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Republik ===&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und [[Comitat von Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Die Contes von Tulis wurden nun auch Fürsten von Cuentez. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Celusanto-Universität]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es im 12. Jahrhundert erneut zu Konflikten zwischen den Adelsfamilien sowie mit dem ansässigen Klerus gekommen war, wurde im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur der Republik eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (Cosèllu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (Cosèllu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Aufstieg der Santori und Ende des republikanischen Regiments ===&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende aus dem Umland der Stadt stammende Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Große Rat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet, was seine Bedeutung aber schmälerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Machtstellung. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete Julio de Santori politische Gegner aus oder band sie an sich. Sein Nachfolger [[António de Santori]] benutzte zudem vor allem Gewalt, um seine Macht durchzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4883</id>
		<title>Comitat von Tulis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Comitat_von_Tulis&amp;diff=4883"/>
		<updated>2011-05-20T10:18:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.191.26: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Comitat Tulis''' (seltener ''Grafschaft Tulis'') war ein, aufgrund seiner aristokratischen Regierungsweise auch als '''Tulinesische Republik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''República Tulinêsa'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Repùblica Tulinêsa'') bezeichneter Staat am [[Blaues Meer|Blauen Meer]] mit dem Zentrum in der Stadt [[Tulis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursprünge der Republik liegen in den so genannten [[Comtàides Azumarèsques]], ihreszeichens nominell vom [[Skantenreich]] im Norden Sagradiens abhängige Markgrafschaften, die vom Skantenkönig [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] nach der [[Schlacht von Tantallas]] 763 zum Schutz gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden der Halbinsel eingerichtet worden waren und als christliche Vorhut gegen die weitere Expansion der Numerer dienen sollten. Die ''Comitates'' standen unter der Führung eines vom skantischen König eingesetzten Militärführer (''comes''), der auch dafür zuständig war, dem Skantenkönig den ökonomisch wichtigen Zugang zum Blauen Meer zu sichern, der nicht nur von den Muslimen, sondern auch von einfallenden [[Golen]] bedroht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen als ''Comitates'' bezeichneten Markgrafschaften setzte sich bald das Tulinesische Comitat als mächtigste und de facto unabhängige Macht durch und erreichte die Unterwerfung zahlreicher kleinerer Comitates. Da die schwachen Skantenkönige in der Nachfolge Roderichs des Großen ihrer Schutzfunktion gegenüber der Comitats-Bevölkerung immer weniger nachkommen konnten, gewannen die ansässigen ''Maiores'' oder ''Nobiles'' eigenen Einfluss auf die Ernennun der Comites und einen zunehmenden Grad an Unabhängigkeit vom Skantenreich. Seit dem 9. Jahrhundert wurden die Comites von Tulis de facto immer häufiger vom Adel akklamiert, als vom König erwählt. Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten und eine tulinesische Oligarchenschicht bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur republikanischen Ordnung spielten die Machtkämpfe des 10. Jahrhunderts, in denen sich der Adel gegen zunehmend dynastische Bestrebungen der Contes, vor allem aus der Familie [[Gaulo]] zur Wehr setzte und zeitweise die Verbannung der Contes aus der Stadt Tulis erreichten. Erst mithilfe der skantisch-sagradischen Könige [[Martin I.]] und [[Philipp I.]] konnte die rebellierende Stadt wieder unterworfen werden. Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten überdies im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Durchbruch zur Republik brachte schließlich das Aussterben der Gaulo-Dynastie mit dem Tod [[António Gaulo]]s im Jahr 1024, woraufhin die die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Philipp III.|Filipe III.]] anerkannt. Nach seinem Tod wurde 1047 [[Selle Machiês]] zum Nachgolger Josefe Cornelles zum Conte gewählt. Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T. (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.191.26</name></author>
		
	</entry>
</feed>