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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:25:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine politische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus dem Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und dem erst seit 2010 in der Partei vertretenen Geschäftsmann [[Marcelo Venizelos]] geführt. Unter dem Einfluss Venizelos' hat die Partei sich von ihrer ursprünglich sozialliberalen Ausrichtung weg und hin zu einem eher libertären und klassisch-liberalen Profil entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7641</id>
		<title>Radicales</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine politische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt. Unter dem Einfluss Venizelos' hat die Partei sich von ihrer ursprünglich sozialliberalen Ausrichtung weg und hin zu einem eher libertären und klassisch-liberalen Profil entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7640</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine politische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt. Unter dem Einfluss Venizelos' hat die Partei sich von ihrer ursprünglich sozialliberalen Ausrichtung weg und hin zu einem eher libertären Profil entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine politische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt. Unter dem Einfluss Venizelos' hat die Partei sich von ihrem sozialliberalen Profil hin zu einem eher libertären Profil entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7638</id>
		<title>Radicales</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7638"/>
		<updated>2012-01-08T23:17:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine libertäre und sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:14:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiname */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Citadanoes per la Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7636</id>
		<title>Radicales</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiname */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Democrâcia i Libertá'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7635</id>
		<title>Radicales</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7635"/>
		<updated>2012-01-08T23:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Politische Positionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Democrâcia Libertária'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7634</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:10:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiname */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Democrâcia Libertária'' anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7633</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:10:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiname */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. Im Frühjahr 2012 kündigte die Partei an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] unter dem Namen ''Ils Radicales - Democrâcia Libertária&amp;quot; anzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7632</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:08:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7630</id>
		<title>Radicales</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7630"/>
		<updated>2012-01-08T23:08:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/s als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7629</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:06:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Entwicklungen seit 2008 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T23:05:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und [[Marcelo Venizelos]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet und u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich gegen Steuererhöhungen ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Javier_Ibarra_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=7627</id>
		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (Ex-[[UDS]] und Ex-[[Radicales]]). Seti 2012 bekleidet er als Parteiloser den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (Ex-[[UDS]] und Ex-[[Radicales]]). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (Ex-[[UDS]] und Ex-[[Radicales]], seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Javier_Ibarra_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=7624</id>
		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-01-08T22:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteifunktionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-01-08T22:33:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;Iniciativa Radical&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-01-08T22:28:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-01-08T22:26:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst seit 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<updated>2012-01-08T22:24:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiorganisation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7617</id>
		<title>Radicales</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7617"/>
		<updated>2012-01-08T22:24:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Parteiorganisation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=7616</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T22:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Führungsämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2012-01-08T22:22:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Führungsämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011), [[Marcelo Venizelos]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Javier_Ibarra_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=7614</id>
		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einem Entscheid mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2012-01-08T20:47:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Javier_Ibarra_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=7611</id>
		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-01-08T20:40:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Regionalrats der [[Region Semesce]] &lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (seit 2011 parteilos). Seti 2012 bekleidet er den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
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		<updated>2012-01-08T20:04:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2012-01-08T19:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus]] wurde aufgelöst, die Zuständigkeit für die territoriale Verwaltung dem [[Innenministerium]] zugeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Staatsreformen): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus]] wurde aufgelöst, die Zuständigkeit für die territoriale Verwaltung dem [[Innenministerium]] zugeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<updated>2012-01-08T19:50:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus]] wurde aufgelöst, die Zuständigkeit für die territoriale Verwaltung dem [[Innenministerium]] zugeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Flüchtlinge und Menschenrechte): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Otero_I&amp;diff=7602</id>
		<title>Kabinett Otero I</title>
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		<updated>2012-01-08T19:25:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Otero I''' wurde nach dem Sieg der konservativen [[PP-CSD|Volkspartei]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] gebildet und war eine Regierung der bürgerlichen Koalition mit der liberalen [[UDS]]. Die Regierung unter Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] blieb bis zu einer Kabinettsumbildung im April 1992 im Amt und wurde dann vom [[Kabinett Otero II]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Otero I ([[PP-CSD]], [[UDS]]), November 1990 - April 1992&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Josep Carles Otero]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Josep Zacherón]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Marcelina Hernández Follar]], UDS&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[António Lamanto Marques]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Angel Ribero]], UDS&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Arbeit und Soziales: [[Umberto Salas]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Alberto Forlán]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Romano Estrubal]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Bauwesen: [[Deán José Domingues]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Öffentliche Arbeiten, Post und Telekommunikation: [[Luca María Açante]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[Benito Maureote]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Pietra Domello]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung: [[Fernando Nieto López]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Familie und Jugend: [[Franca Nontez]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus: [[Oscar Rolando Huerón]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Gesundheit: [[Umberto Gomes]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Kultur: [[María Acosta]], parteilos&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Daniel Miguares]], PP-CSD&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Otero I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Otero I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Serrat_Cabarell&amp;diff=7601</id>
		<title>Kabinett Serrat Cabarell</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Serrat_Cabarell&amp;diff=7601"/>
		<updated>2012-01-08T19:25:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus]] wurde aufgelöst, die Zuständigkeit für die territoriale Verwaltung dem [[Innenministerium]] zugeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Kabinett Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2012-01-08T19:24:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Luisanto_III&amp;diff=7599</id>
		<title>Kabinett Luisanto III</title>
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		<updated>2012-01-08T19:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Kabinett '''Luisanto III''' ist seit August 2008 im Amt. Nach dem Bruch der seit 2006 regierenden Mitte-Rechts-Koalition unter [[Miguel Ánibal Luisanto]] durch den Austritt des [[CCD]] aus der Koalition war es im Juni 2008 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen der Abgeordnetenkammer]] gekommen. Nach dem neuerlichen Sieg der konservativen [[PP-CSD]] Luisantos wurde eine liberalkonservative Minderheitsregierung aus [[PP-CSD]] und [[UDS]] gebildet. Die Regierung ist im Parlament von der Tolerierung durch die rechtspopulistische [[PSP]] abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Luisanto III ([[PP-CSD]], [[UDS]]), seit August 2008&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Miguel Ánibal Luisanto]], PP-CSD &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidenten: [[Luca Orrieva]], UDS und [[Oscar Rolando Huerón]], PP-CSD, seit Januar 2010 [[Martina Guivares Biguer]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Oscar Rolando Huerón]], PP-CSD, ab Januar 2010 [[Gaël António Beregui]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Santiago Oller]], PP-CSD, seit Oktober 2009 [[Martina Guivares Biguer]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Benita Hubner]], UDS &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Pier Francisco Cordill]], parteilos &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Luca Orrieva]], UDS&lt;br /&gt;
* Arbeit, Gesundheit und Soziales: [[Clemente Arzano]], PP-CSD, seit April 2009 [[Francisca Mendes del Ponte]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Martina Guivares Biguer]], PP-CSD, ab Oktober 2009 [[Domênco Laravil]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Infrastruktur: [[Márcio Lamanto]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Germán Mário Gaulo]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Denísio Álvarez]], PP-CSD, seit Februar 2011 [[Sellesi Cambres Madriaga]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Bildung und Forschung: [[Irina Morantes]], UDS &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Sport: [[Mariana Cerezo]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus: [[Deán José Domingues]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Öffentliche Verwaltung und Reform: [[Sellesi Cambres Madriaga]], PP-CSD, ab Februar 2011 [[Névito Ramos Iliega]], PP-CSD, ab Februar 2012 [[António Delvequio]], PP-CSD&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Luis Abel Conde-Figueras]], parteilos&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Aliureto Nergüín]], PP-CSD &lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Immigration, Integration und Nationale Identität): [[Laura Fabil]], PP-CSD&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umbildungen ==&lt;br /&gt;
Arbeitsminister [[Clemente Arzano]], Mitglied der [[CCD]]-Abspaltung [[Reunión de la Convergência Social Democrática]] (RCSD), musste im April 2009 aufgrund eines Spesenskandals von seinem Amt zurücktreten. Ihm folgte die vormalige [[Lojandía|lojandinische]] Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] im Amt nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Regionalwahlen 2009]] kam es im Herbst 2009 zu einer Kabinettsumbildung. Innenminister [[Santiago Oller]] wurde durch [[Martina Guivares Biguer]] ersetzt, deren Posten als Verteidingsminister der ehemalige Fraktionssprecher der [[PSP]], [[Domênco Laravil]] übernahm.&lt;br /&gt;
Außenminister [[Oscar Rolando Huerón]] wurde im Rahmen der Kabinettsumbildung als Nachfolger des [[ASUL|Sozialisten]] [[Enrico Herzog]] für das Amt des sagradisches Mitglieds in der Europäischen Kommission nominiert und verließ die Regierung daraufhin im Januar 2010. Nachfolger als Minister wurde der Diplomat [[Gaël António Beregui]], zuvor sagradischer Vertreter bei den Vereinten Nationen. Guivares Biguer folgte ihm als Vizepremierminister nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011, wenige Wochen nach dem Unfalltod seiner Tochter, gab Umweltminister [[Denísio Álvarez]] aus privaten Gründen seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt. Er gab an, sich zukünftig um seine Familie kümmern zu wollen. Als Nachfolgerin im Umweltministerium wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]] ernannt, deren Posten im Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Reform übernahm [[Névito Ramos Iliega]]. Nach dem Tod von [[Máximo Ulieta]] ersetzte Ramos Iliega ihn als Fraktionssprecher der [[PP-CSD]] in Abgeordnetenkammer. Neuer Reformminister wurde [[António Delvequio]], ehemaliges Mitglied der sozialdemokratischen [[ASUL]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Miguel Ánibal Luisanto III]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Kabinett Serrat Cabarell</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Öffentliche Verwaltung und Tourismus): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Öffentliche Verwaltung, Tourismus und Sport): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.183.55</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2012-01-08T17:34:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.183.55: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1920 in [[Semess]], †21.02.2008) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 [[Bürgermeister von Semess]] und danach für kurze Zeit [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1985 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des [[Álamo-Regime]]s 1943 kehrte Caval nach Sagradien zurück. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die sozialdemokratisch orientierte [[ASUL]] zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den [[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Parteiintern bot Caval zu diesem Zeitpunkt seinen Rücktritt an. Da der Wahlverlierer Andrés Colón jedoch die Übernahme des höchsten Parteiamtes ablehnte, blieb er auch weiterhin Generalsekretär der Sozialistischen Allianz. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Im Spätherbst 1984 musste sich Caval einer Operation am offenen Herzen unterziehen. Für mehrere Wochen übernahm Colón seine Amtsgeschäfte als Parteichef der ASUL. Im Januar 1985 kündigte Caval daraufhin seinen endgültigen Rückzug aus der Parteiführung an und erklärte ein ''Quadrumvirat'' von Politikern, bestehend aus Andrés Colón, dem [[Semess|Semesker]] Bürgermeister [[Flávio Osório]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsidenten [[Luis José López]] und den früheren [[CEIS]]-Generaldirektor [[Donado Ricardes]] zu möglichen Nachfolgern im Amt. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai in [[Noyar]] wurde schließlich Flávio Osório zum neuen Generalsekretär gewählt, nachdem Colón in der Wahl des Premierministerkandidaten der Partei gegen Ricardes verloren und daraufhin auf die Parteiführung verzichtet hatte. Nach fünfzehn Jahren wurde Caval damit durch seinen Nach-Nachfolger als Semesker Bürgermeister auch im höchsten Parteiamt der ASUL ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Die Affäre kratzte aber nur vorübergehend am Image Cavals, der schließlich im Jahr 1991 auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Fernando Caval starb im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Semess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]] &lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Außenminister]]&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich [[Justizminister]]&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer [[Innenminister]]&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer [[Außenminister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in Semess&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der ASUL&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* 1990-1991: Präsident des Nationalkonvents der ASUL&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
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