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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Mikoliniens&amp;diff=8932</id>
		<title>Geschichte Mikoliniens</title>
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		<updated>2012-03-28T21:58:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Von der Uleistenbewegung zum Friede von Villagua */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Micolinien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien in der Antike ===&lt;br /&gt;
Unter Kaiser Augustus unterwarf Rom die [[Consadiner]] und [[Litier]] und gewann damit die Kontrolle über die gesamten [[Konsetten]] einschlißlich der südlichen [[Muren]]. Augustus errichtete hier im Jahr 8 v. Chr. die kaiserliche [[Provincia Litia]] mit der Hauptstadt [[Monte Sinicia|Mons Sinicia]] am [[Blaues Meer|Mare Quintisicum]] und dem Legionslager bei [[Cania]]. In den folgenden Jahren musste Rom immer wieder gegen einfallende [[Pontier]] und [[Faläer]] kämpfen. Erst unter Kaiser Claudius begann 43 n. Chr. die weitere Eroberung der micolinischen Halbinsel, die als [[Provinca Micolina]] dem römischen Reich eingegliedert wurde. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom Stamm der [[Micoläer]] ab. Lediglich das Gebiet der keltischen [[Sorier]] sowie der [[Faläer]], [[Vellier]] und [[Oskonier]] im [[Hochland von Perucía|alberischen Hochland]] konnte Rom nicht unterwerfen, die auch in den kommenden Jahrhunderten immer wieder in die römische Provinz einfielen. 159 n. Chr. wurde die Provinz Micolina in eine nördlichere Provinz [[Micolina Superior]] mit der Hauptstadt [[Léias|Legantium]] und eine südlichere [[Micolina Inferior]] mit der Hauptstadt [[Tinagua|Tinacanum]] aufgeteilt. Kaiser Diokletian wiederum errichtete aus den beiden micolinischen Provinzen sowie der Provinz [[Litia]] die Diözese Micolina und teilte Micolinien wiederum in die Provinzen [[Ligria Ulterior]], [[Micolina Legantiensis]], [[Caeliria]] und [[Lucia]] auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien im frühen Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der Völkerwanderung brachen im 5. und 6.Jahrhundert n. Chr. verschiedene germanische Stämme in Micolinien ein und errichteten Reiche, von denen sich das der [[Skanten]] im gesamten Norden der [[Konsettenhalbinsel]], das der [[Herkanden]] in Süd- und Mittelmicolinien sowie das der [[Golen]] im Osten mit Teilen [[Conte]]s und [[Litien]]s etablierten. Das Herkandenreich zerplitterte bereits um 550 in die fünf Kleinkönigreiche [[Pirania]], [[Colia]], [[Fanata]], [[Lucia]] und [[Conte]] ([[Herkandische Pentarchie]]). Um 600 einte der Colenfürst [[Antros]] die Colen und Fanaten und schuf einen eigenen Herrschaftsbereich im [[Eral]]-[[Luenda]]-Dreieck sowie südlich davon. Sein Nachfolger [[Sylius]] eroberte Teile Lukiens. Aus diesem Reich entstand das Reich der Micoliner. [[Franzerich der Große]] (661-693), der zum trinitarischen Christentum übertrat und als erster eigentlicher micolinischer König gilt, unterwarf ganz Lukien und die Gebiete im Süden Micoliniens inklusive der Inseln [[Sáloa]] und [[Feiroa]] und breitete seinen Herrschaftsbereich in Kriegen gegen die Piranen nach Nordwesten aus, sodass er schließlich im Norden sogar die [[Voraneiy]] tributpflichtig machen konnte. Franzerichs Nachfolger [[Loris I.]] und [[Lorrivik I.]] unterwarfen endgültig die Voraneiy und schafften es darüber hinaus, in Kriegen gegen Skanten, Konten und Golen ganz Kont und Teile Gebiete in Nordmicolinien ins Reich einzugliedern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 9. Jahrhunderts kam es immer wieder zu Überfällen der norwegischen [[Perutinger]] auf die Nordküste Micoliniens, die zu dieser Zeit zwischen dem micolinischen Königreich und dem Skantenreich umkämpft war. Aus den Winterlagern der Perutinger entwickelte sich bald eine dauerhafte Herrschaft unter den nordischen Herrschern, die rasch zum Christentum konvertierten, den Königstitel annahmen und sich an die unterworfene micolino-romanische Bevölkerung assimilierten. Die Perutinger wagten bald auch von ihrem neuen Reich in Nordmicolinien aus die Invasion im Süden Irlands und Westen Großbritanniens, konnten ihre Herrschaft dort aber nicht dauerhaft konsolidieren. Unter [[Franzerich II.]] und seinen Nachfolgern konsolidierte sich das micolinische Königreich, stand aber trotzdem in ständigen Kriegen mit dem neuen perutingischen oder „peruzinischen“ Nachbarn sowie dem [[Königreich Golen|Golenreich]]. Nach dem Tod König [[Michael I. von Micolinien|Michaels I.]] 804 wurde das Reich im [[Vertrag von Nanthés]] unter seinen drei Söhnen [[Franzerich III. der Kurze|Franzrich]] (Norden), [[Loris II.|Loris]] (Westen) und [[Michael II.|Michael]] (Süden) aufgeteilt, die sich alle Könige von Micolinien nannten und sich teilweise gegenseitig bekriegten. Ihre Macht war äußerst schwach und sie mussten immer mehr Befugnisse an die Fürsten ihrer Reiche abgeben, die sich zunehmend souverän fühlten und sich ihre Loyalität teuer erkaufen ließen. In Kont machte sich der Fürst [[Berrent I.|Berrent]] selbst zum König und begründete das Geschlecht der [[Berrentiden]]. Die Teilreiche [[Montana]], [[Piranía]] und [[Tresterre]] wurden 899 unter [[Korrent III.]] wiedervereinigt, während die Berrentiden in Kont noch bis 989 unabhängig herrschten und sich weiterhin als gesamtmicolinische Könige ansahen. Nach dem Aussterben der [[Syliden]]-Dynastie im wiedervereinigten &amp;quot;[[Drei-Micolinien]]&amp;quot; 909 beanspruchte [[Berrent III.]] von Kont die Herrschaft über ganz Micolinien. Die Stände aber erhoben den einheimischen Adligen [[Loris IV.|Loris von Lonéa]] zum König. Es folgten lange Kriege zwischen Drei-Micolinien und Kont, die 989 mit dem Tod [[Berrent IV.|Berrents IV. von Kont]] endeteten. Da er erbenlos gestorben war, wurde Kont wieder ins wiedervereinigte Micolinerreich eingegliedert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Ludhige dem Großen und der Temp de Sang ===&lt;br /&gt;
[[Ludiga der Große]] (998-1049) konsolidierte die königliche Macht und föderte Kunst und Kultur. Sein Nachfolger [[Achim I.]] starb nach wenigen Monaten, die Nachfolge [[Johann I. von Micolinien|Johanns I.]], eines Neffen Ludigs wurde von großen Teilen der micolinischen Stände aber nicht anerkannt, die sich in den Parteien der [[Haus Salua|Saloaner]] und der [[Älteres Haus Albero|Alberaner]] wiederum gegenseitig bekriegten und mit [[Charl von Álbero]] und [[Distriqs von Salua]] jeweils einen Gegenkönig wählten. In der gesamten Regierungszeit Johanns I. war Micolinien daher gespalten in den saloanischen Süden, den alberanischen Norden und eine geringe Zahl von loyalen Anhängern Johanns. Dieser verfügte faktisch über keinerlei Macht und stand in ständigem Schatten seiner beiden Gegenkönige, die sich gegenseitig bekriegten. 1070 starb Charl von Álbero in der [[Schlacht von Tinágua]]. Er blieb erbenlos, sodass die Alberaner plötzlich wieder den legitimen Johann unterstützten. Gemeinsam konnten Alberaner und Legitimisten 1077 in der [[Schlacht bei Saséia]] die Saloaner besiegen. Im [[Heiliger Friede 1078|Heiligen Frieden]] wurde 1078 Johann schließlich anerkannt. Nach Johanns Tod 1085 folgte ihm sein Sohn [[Johann II. von Micolinien|Johann II.]] nach, der die Saloanerprinzessin Margareta heiratete und in ständigem Konkurrenzkampf mit den südlichen Magnaten der Salua stand. Die Schwäche der micolinischen Krone verhinderte im [[Erster Peruzinische Erbfolgekrieg|Peruzinischen Erbfolgekrieg 1101-1112]] einen Erfolg Johanns II. Johanns Sohn [[Michael III. von Micolinien|Michael III.]] wurde 1123 im Alter von fünf Jahren König und stand lange unter der Vormundschaft seiner saloanischen Großmutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Herrschaftszeit war von ständigen Kriegen mit dem seit 1102 lusonidischen Perucía und Sagradien überschattet. Im [[Golischer Erbfolgekrieg|Golischen Erbfolgekrieg 1162-1165]] gegen die sagradischen Könige [[Jakob I. der Kühne|Jakob den Kühnen]] und [[Gabriel Juvans]] konnte Micolinien seine Ansprüche auf Golen nicht durchsetzen und musste die Eingliederung Golens in die Krone Sagradiens mitansehen. Die Niederlagen der micolinischen Könige führten zu neuen Aufständen. Wiederum erhob sich das Haus Salua gegen die Königsherrschaft. Michael wurde 1166 von den Saloanern festgenommen und starb kurze Zeit später in saloanischer Haft, sein zwölfjähriger Sohn und Erbe Charl wurde enthauptet. Sogleich erhoben mehrere saloanische und loneische Fürsten Anspruch auf die Krone, es kam zu blutigen Bürgerkriegen und zu einem faktischen Zusammenbruch des Königreichs. Die Zeit zwischen 1167 und 1214 ging als &amp;quot;Zeit des Blutes&amp;quot; ([[Temp de Sang]]) oder auch als &amp;quot;[[Micolinischer Bürgerkrieg]]&amp;quot; in die Geschichte ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerkrieg und Herrschaft der Salua ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich Herzog [[Karl I. von Micolinien|Karl von Salua]] als Karl I. zum König erhoben hatte, wurde er 1170 wieder durch [[Loris VI.]], den Kandidaten der loneischen Partei entmachtet und vertrieben. Nach der [[Schlacht von Bovil]] 1182, in der Loris getötet wurde, kehrte Karl von Salua wieder auf den Thron zurück, musste sich aber gegen [[Mark I.]] von Lonea, den Sohn Loris' VI. erwehren.&lt;br /&gt;
Nachdem [[Ernest de Conte]] 1184 seine Herrschaftsgebiete im Osten Micoliniens für unabhängig von der Krone erklärt hatte, schaffte es erst [[Karl II. von Micolinien|Karl II. von Salua]] 1214 die innermicolinischen Kämpfe zu beenden und sich als Karl II. zum neuen Herrscher über Micolinien wählen zu lassen. Zunächst wurde er aber nur von den Südständen und nicht von Conte und den westmicolinischen Fürstentümern anerkannt. Erst 1219 unterstellten sich auch letztere sowie die [[Grafschaft Lukien]] Karl und begründeten damit das wieder vereinte Königreich Micolinien, in welchem die Stände noch große Macht ausübten.   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innersagradische Machtkämpfe zwischen [[Lusoniden]] und [[Dianniden]] führten bald zu Instabilität im Norden der Halbinsel. Nach dem Tod des peruzinischen Königs [[Martin II. von Perucía|Martin des Zänkers]] aus dem Geschlecht der Lusoniden 1242 kam es in [[Perucía]] zu einer dynastischen Krise. Für seinen posthum geborenen Sohn [[Martin Posthumus]] regierte ein Regentschaftsrat, der seit 1245 unter dem Einfluss des micolinischen Königs [[Richard I. von Micolinien|Richard I.]] stand, der das Erbe der Lusoniden anstrebte. Als der mit einer Tochter Richards verlobte Martin Posthumus 1249 starb, kam es zum erneuten [[Zweiter Peruzinischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem Richard den unehelichen Sohn Martins des Zänkers [[Renart von Soria]] unterstützte, der aber 1250 und endgültig in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 gegen den sagradischen Bewerber [[Philipp der Schweigsame|Philipp von Redanior]] verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es mit südmicolinischer Unterstützung immer wieder zu Aufständen der abtrünnigen Peruzinischen Stände gegen die sagradische Herrschaft ([[Peruzinische Kriege]]). Die Rebellionen setzten sich im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert fort, während in Südmicolinien die Könige aus dem [[Haus Salua]] kontinuierlich ihre Macht konsolidieren konnten. [[Karl III. von Micolinien]] zwang 1280 den Herzog von Kont unter seine Herrschaft und gliederte Kont damit abermals ins neue Reich ein. Nach den neuerlich erfolglosen Rebellionen der peruzinischen Stände gegen Sagradien ging die micolinische Krone dazu über, eine Diplomatie der Annäherung mit dem [[Herzog von Scantia]], [[Joán de Gerón]], abtrünniger Bruder der sagradischen Könige [[Martin IV. Felix]], [[Robert von Sagradien|Robert I.]] und [[Jakob II.]], die zu engen Heiratsverbindungen zwischen dem Haus Salua und dem geronesischen Zweig des sagradischen Königshaus [[Haus Redanior|Redanior]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Treibende Kraft der Allianz wurde bald König [[Roderich I. von Micolinien|Roderichs I.]] Schwester [[Margarete von Micolinien]], die schließlich auch die Hochzeit zwischen ihrem ältesten Sohn [[Philipp I. von Micolinien|Philipp von Redanior]] und Roderichs ältester Tochter [[Karoline I. von Micolinien|Carolina]] arrangierte. Nach den Bestimmungen der [[Konvention von Santéi]] folgte diese als Königin Karoline I. von Micolinien ihrem Vater auf dem Thron nach und herrschte zusammen mit ihrem Ehemann, der damit als Philipp I. der ersten micolinische König aus dem [[Haus Redanior]] wurde. Als dieser jedoch nach Karolines Tod 1313 alleine regieren wollte, kam es zum Aufstand [[Heinrich von Kont|Heinrichs von Kont]], eines illegitimen Sohnes [[Karl IV. von Micolinien|Karls IV.]], der Philipp besiegen und töten konnte, von den Ständen aber nicht als König anerkannt wurde. Es folgte ein zweijähriges [[Interregnum]], währenddessen Margarete die Regentschaft ausübte. Um einen neuerlichen Bürgerkrieg zwischen den Thronprätendenten, allen voran Heinrich von Kont und [[Anton von Servette]], zu verhindern, einigten sich die micolinischen Stände auf ein Schiedsspruchverfahren, in dem sich die Adligen auf den jüngeren Sohn Margaretes und Bruder Philipps I., [[Sergi I. der Weise|Sergi von Gerón]], als König einigten, für den Margarete nachdrücklich geworben hatte. Da Heinrich von Kont den Spruch jedoch nicht anerkannte, kam es zur [[Schlacht bei Lonéa]] zwischen Sergi und Heinrich, in der sich der Geronese durchsetzen konnte und anschließend als Serge I. den micolinischen Thron bestieg, nachdem er im [[Akt von Marrel]] den micolinischen Ständen und insbesondere dem [[Haus Servette]] umfangreiche Privilegien zugesichert hatte. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als fünf Jahre später Jakob II. von Sagradien erbenlos starb, fiel Sergi auch die sagradische Krone zu, jedoch musste er diese gegen den Usurpator [[Danadier von Scola]] verteidigen, der mit Hilfe einer antimicolinischen Adelsfraktion in Sagradien die Krone an sich gerissen hatte. Serge setzte seinen Schwager [[Martin de Interea]] aus einer illegitimen Linie des Hauses Salua als Vizekönig ein und zog nach Sagradien, um die sagradische Krone gegen Danadier de Scola zu behaupten. In der Zwischenzeit musste Martin de Interea mehrere Adels-Aufstände im Süden Micoliniens niederschlagen. Schließlich vereinte Serge als erster Herrscher die sagradische und die micolinische Königskrone in seiner Hand. Serge I. führte die Doppelmonarchie einer wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Hochblüte. Sein Sohn [[Sergi II. der Kleine|Serge II.]] (1354-1378) konsolidierte die Doppelmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Fünfzigjähriger Krieg ===	&lt;br /&gt;
Die unter Serge I. auf einen komplizierten Ausgleich zwischen den verschiedenen Reichsteilen und die Berücksichtigung lokaler Privilegien und Traditionen basierende Herrschaft im Doppelreich geriet bereits in den späten Jahren seines Nachfolgers Sergi II. in eine Krise, die nach der Thronbesteigung [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels I. des Schönen]] 1378 endgültig aus den Fugen geriet, da dieser auf die Stände im micolinischen Landesteil wenig Rücksicht nahm und sich Zeit seiner Herrschaft nie südwestlich des Konsettengebirges aufhielt. Die rigide Herrschaft seines Statthalters [[Johann von Tesqué]] führte schließlich zu einem Aufstand des micolinischen Hochadels gegen den König unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Charl de Interea]], dem [[Herzog von Lonéa]], der sich bald zum Volksaufstand ausweitete. Charl, ein Nachkomme des letzten Saluaner-Königs in illegitimer Linie, ließ Gabriel den Schönen schließlich im Jahr 1386 in [[Nantheser Konvention]] offiziell absetzen und sich selbst als Karl V. zum König erheben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden [[Micolinischer Revolutionskrieg|Krieg]], in der micolinischen Geschichtsschreibung als &amp;quot;Revolutionskrieg&amp;quot; oder &amp;quot;Unabhängigkeitskrieg&amp;quot; bezeichnet, besiegten die micolinischen Heere Karls von Interea die Truppen Gabriels in mehreren Schlachten (u.a. bei [[Mel Ladí]] und [[Salazia]] 1387). Damit begründete Karl V. die bis heute noch ununterbrochen andauernde Königsherrschaft des [[Haus Interea|Hauses Interea]] und seiner Nebenlinie, dem heute regierenden [[Haus Álbero]]. Gabriel I. musste schließlich 1390 im [[Vertrag von Álbero]] offiziell auf die micolinische Krone verzichten. Im Gegenzug garantierte Karl V., auf alle sagradischen Besitztümer inklusive [[Perucía]] zu verzichten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Karls V. im Jahr 1391 missachtete sein Nachfolger [[Karl VI.]] die Bestimmungen des Vertrags von Álbero und griff aktiv in die innersagradische Auseinandersetzung um die Nachfolge des kinderlosen Gabriel dem Schönen zwischen [[Joseph von Óstino]] und [[Michael I.|Michael von Vesaey]] ein. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit [[Joseph von Óstino]], mit dem er auch eine Heiratsallianz geschlossen hatte. Nachdem Miguel de Vesaey 1396 José de Óstino besiegt und als Michael I. den sagradischen Thron bestiegen hatte, erhob Karl VI. als Vetter Josés und Pate dessen Sohnes [[Johann das Kind|Johann]] selbst Anspruch auf den sagradischen Thron und widerrief damit den Thronverzicht seines Vaters von 1390. Dies führte zum Ausbruch des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieges]] (1396-1443) zwischen Micolinien und Sagradien, in dem seit 1398 die [[Tulinesische Republik]], zeitweise auch das [[Haus Servette]] (1420-1429) auf sagradischer Seite, die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] auf micolinischer Seite kämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1420 konnte Micolinien große Gewinne verbuchen und stand 1420 sogar vor [[Gerón]]. In der [[Alberenser Union]] war es ihm zudem 1408 gelungen, sich die Unterstützung der peruzinischen Stände gegen Sagradien zu sichern. Die Stadt wurde fast ein Jahr lang belagert, konnte aber schließlich nicht erobert werden. Nach dem Tod König Michaels I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 übernahm [[Don António]] den Oberbefehl über die sagradischen Heere und fügte Micolinien in den Schlachten von Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] schwere Verluste zu. Daraufhin kam es 1423 zu einem Waffenstillstand mit Sagradien, da Karl VI. seit 1420 mit den [[Herzog von Servette|Herzögen von Servette]] im Krieg stand, die selbst Anspruch auf die micolinische Krone erhoben. Nach Wiederaufflammen der Kämpfe mit [[Tulis]] 1424 und mit Sagradien 1427 sowie der micolinischen Niederlage in [[Cania]] 1427 stagnierten die Kämpfe schließlich. Nach Ende des Kriegs gegen Servette und zermürbenden kleineren Gefechten wurden die Kampfhandlungen 1439 weitgehend eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Frieden von Tesqué]] 1443 wurde die endgültige Trennung der Kronen Sagradiens und Micoliniens festgeschrieben. [[Michael II.]], Sohn Michaels I., wurde als sagradischer, Karl VI. als micolinischer König bestätigt. Sagradien musste aber auf ganz Nordmicolinien und Perucía verzichten und die so genannte [[Medéo-Linie]] wurde als Grenze vereinbart. Danach blieb [[Golen]] bei Sagradien, während die gesamte westliche Küste des [[Ligrisches Meer|Ligischen Meeres]] an Micolinien fiel. Damit hatte das Königreich Micolinien seine bis dahin größte Ausdehnung erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der [[Frieden von Tesqué]] bildete die Basis, auf der die micolinischen Könige aus dem Haus Interea ihren innenpolitischen Machtzuwachs begründen konnten. Mit dem Friede war die nationale Einigung, die nach der Temp des Sang im frühen 13. Jahrhundert begonnen hatte, weitestgehend abgeschlossen und die Basis für ein gesichertes und einflussreiches micolinisches Königtum war gelegt. Dem Machtanspruch der Interea-Könige stand aber mit dem [[Herzog von Servette]] noch ein mächtiger Vasall entgegen, der als [[Herzog von Sáloa]] sowie [[Fürst von Saséia]] und [[Fürst von Marbore]] den gesamten Süden des Reichs kontrollierte. Mit seinem großen Vermögen war der Herzog auch als Geldgeber der micolinischen Könige und Finanzier der Kriege gegen Sagradien aufgetreten und hatte so eine große Unabhängigkeit erlangt. Im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen auch wichtige Herrschaften in [[Lukien]] und [[Piranía|Südpiranien]] wie die [[Grafschaft Drouvel]] und die [[Grafschaft Carata]] als Pfandschaften in die Hand Servettes über. Für die micolinischen Könige galt es daher nun, die nach Souveränität strebenden Servettiner-Herzöge unter die eigene Lehnshoheit zu zwingen und ihre Macht zu brechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1477 mit dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III. von Servette]] die männliche Linie des Hauses ausgestorben war, war die Gelegenheit für König [[Heinrich I. von Micolinien]] gekommen, die Lande als heimgefallene Lehen wieder ins Reich zu inkorporieren.  Die servettinischen Stände aber sprachen dem König dieses Recht ab und wählten mit [[Filip von Saséia]] den illegitimen Sohn Antons zum neuen Herzog. Filip wurde vom sagradischen König [[Jakob III.]] unterstützt. Es kam zum [[Erster Servettinischer Krieg|Ersten Servettinischen Krieg]] zwischen Micolinien und Sagradien, den Micolinien nach der [[Schlacht von Tinágua]] 1479 verlor. Heinrich musste die Herrschaft Filips anerkennen, hatte es aber vermocht, einige wichtige Stützpunkte zu besetzen. Die Situation blieb angespannt, da nach wie vor die servettinisch-sagradische Allianz bestand und intensiviert wurde. Nach dem Tod Filips 1490 kam es erneut zum Krieg zwischen Sagradien und Micolinien ([[Zweiter Servettinischer Krieg]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 konnte Micolinien die sagradischen Truppen bei [[Joçaleia]] zurückdrängen und [[Golen]] besetzen, 1496 wurde [[Servette]] eingenommen und die Regentin [[Isabel de Sántori]] abgesetzt. Daraufhin landeten sagradische Heere bei [[Macedi]] und besiegten die Heere Heinrichs in zwei wichtigen Feldschlachten in [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Heinrich II. musste sich aus Servette zurückziehen, konnte aber Golen sowie die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Piranien]] halten. Erst 1499 gingen auch Golen und Plato wieder an Sagradien, das sich damit zur Hegemonialmacht auf der Konsettenhalbinsel aufstieg. Die Sántori regierten nun über Sagradien, Cuentez, die Westligre, die Servettinischen Lande und die tulinesischen Besitzungen an der micolinischen Blaumeerküste. Nachdem der Sántori-Herzog [[Peter I.]] von Servette 1502 den sagradischen Thron bestiegen hatte, versuchte Micolinien im  [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] vergeblich, die neue Vormachtstellung Sagradiens anzufechten. Die Servettinischen Kriege endeten 1506 endgültig im [[Frieden von Sáloa]], in dem [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] dem sagradischen König [[Peter II.]] die Herrschaft über die [[Servettinische Lande|Servettischen Lande]] sowie über die [[Markgrafschaft Golen]], die [[Südkont]], die [[Westligre]] sowie [[Lukien]] (Grafschaft Plato) bestätigen musste und lediglich kleinere Gebiete im Westen Lukiens und in Piranien zurück erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Uleistenbewegung zum Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Mit der Begründung der sagradischen Herrschaft in Südmicolinien war die Position Micoliniens nach dem Fünfzigjährigen Krieg erneut geschwächt und die aggressive Außenpolitik Micoliniens gegenüber dem östlichen Nachbarn weitestgehend gescheitert. Während Sagradien unter dem Santori-König [[David I.]] zur europäischen Großmacht aufstieg, bemühten sich die micolinischen Könige [[Achim II. von Micolinien|Aquim II.]] und [[Karl VII. von Micolinien|Karl VII.]] um die innere Konsolidierung des Königtums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1540 kam der englische Calvinist [[Francis Howle]] (Franziskus Uleus) ins nordmicolinische [[Erín]], wo er eine calvinistische Gemeinschaft formte, die in den folgenden Jahren in ganz Perucía ausstrahlte. Unter den Königen Karl VII. und [[Karl VIII. von Micolinien|Karl VIII.]] wurden diese „[[Uleisten]]“ verfolgt und unterdrückt, die nordmicolinischen „Uleisten-Städte“ wurden 1552 im [[Erster Uleistenkrieg|Ersten Uleistenkrieg]] belagert, ausgehungert und schließlich erobert. Die Uleisten wurden getötet oder vertrieben. Einige kehrten jedoch in den folgenden Jahren zurück. Ein [[Zweiter Uleistenkrieg]] 1559-1564 verlief erfolglos, da immer mehr Städte offen zum calvinistischen Glauben übertraten. Auch Karl VIII. konnte die Protestanten nicht aus dem Lande vertreiben. Er starb 1578 erbenlos. Nachfolger wurde [[Albert I. von Micolinien|Albert I.]] aus der Nebenlinie [[Interea-Conte]]. Er erließ 1584 das [[Edikt von Plato]], in dem er den Calvinisten in seinem Land weitgehende Religionsfreiheit gewährte. Seither gibt es in Micolinien eine relativ große protestantische Minderheit (die so genannten „[[Reformats]]“), die vor allem im Norden des Landes präsent ist, während der santorisch-dominierte Süden keine reformatorischen Bewegungen zuließ und noch heute fast ausschließlich katholisch geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlegung der Uleistenkriege konnte sich Micolinien wieder auf den Kampf um die Vorherrschaft im Blaumeer konzentrieren. Der [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] von 1620-24 um die Herrschaft über die Westligre endete jedoch in einer Niederlage Micoliniens. Durch geschickte Heiratspolitik gelang es Micolinien in der Regierungszeit des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] Einfluss auf dessen Politik zu erhalten. Nachdem [[Katharina von Micolinien]], die Mutter des sagradischen Thronfolgers [[Gabriel VII.]] 1653/54 entmachtet worden war, kam es 1657 zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] um den Besitz Golens, Servettes und die Vorherrschaft im Blauen Meer sowie die Nachfolge [[Karl IX. von Micolinien|Karls IX. von Micolinien]], der ohne Erben war. Der Krieg endete 1669 mit dem [[Frieden von Villagua]], in dem Micolinien endgültig auf die Lehnsherrschaft über Servette verzichten musste, aber die personelle Trennung der sagradischen Krone vom servettinischen Herzogtum erreichte. Zudem musste Sagradien die Nachfolge [[Johann IV. von Micolinien|Johanns von Álbero]], eines Neffen Karls IX., anerkennen. Ein Jahr später endete mit dem Tod Karls IX. die Dynastie [[Interea]] auf dem micolinischen Thron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erwerb Servettes und Napoleonische Kriege ===&lt;br /&gt;
Der Friede von Villagua leitete längerfristig den Abstieg Sagradiens und den allmählichen Aufstieg Micoliniens ein. Die Intervention Micoliniens im Spanischen Erbfolgekrieg und die Kampfhandlungen gegen Sagradien brachten im [[Friede von Cresq 1712]] den Besitz Westligres, das bis dahin zu Sagradien gehört hatte. In der Folge nutzte König [[Georg II. von Micolinien]] (1714-1719) den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]] und eroberte große Teile der sagradischen Besitzungen in Micolinien, darunter Südkont und größere Teile Lukiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1736 wurden im [[Vertrag von Monte Sinicia]] zahlreiche Grenzkonflikte zwischen Micolinien und Sagradien niedergelegt. Nach dem Erlöschen des Hauses Santori-Servette in männlicher Linie im Jahr 1737 versuchte König [[Karl X. von Micolinien]] abermals, das Reich im Süden der Halbinsel zu erobern. Da er selbst mit Antonia, einer Schwester des letzten Großherzogs [[Karl VII. Ferdinand von Servette|Karl Ferdinand]], verheiratet war, erkannte er die Nachfolge seiner Schwägerin [[Maria I. von Servette]], der älteren Schwester Antonias, nicht an und erhob selbst Anspruch auf das Großherzogtum. Es kam zum neuerlichen Krieg, in dem sich jedoch Maria mithilfe ihres französischen Ehemanns [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] vorerst durchsetzen konnte. im [[Nantheser Ausgleich]] von 1739 musste Karl X. Maria I. und ihren Mann Louis-Gabriel als Regenten in Servette anerkennen, erhielt aber das Fürstentum Saséia. Erst das Eingreifen [[Heinrich III. von Micolinien|Heinrichs III.]] (1753-1794) im 1756 ausgebrochenen [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] brachte Micolinien das lange erstrebte Ziel ein. Nachdem Micolinien zunächst [[Maria II. Franziska]] von Santori und ihren Ehemann [[Anton II. Ramírez]] de la Sieta unterstützt hatte, verweigerte es 1757 jede weitere Unterstützung und strebte einen Ausgleich mit dem gegnerischen Frankreich an. Im [[Friede von Tinagua]] 1760 erkannte Heinrich III. schließlich den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als sagradischen König an, dieser musste jedoch auf das [[Großherzogtum Servette]] sowie die [[Grafschaft Plato]] inklusive [[Macedi]] verzichten. Damit hatte Micolinien die gesamte Halbinsel zurückerobert und die sagradische Hegemonie endgültig gebrochen. König Heinrich III. war es schließlich auch, der den micolinischen Königshof im Jahr 1772 von [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegte und die Stadt in der Folge zur Hauptstadt des Reichs ausbaute.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der französischen Revolution 1789 stellte sich Micolinien in Allianz mit England gegen das revolutionäre Frankreich. Nach dem Beginn der Napoleonischen Kriege und der Eingliederung Sagradiens in das napoleonische Satellitensystem im Jahr 1805, musste auch Micolinien sich der französischen Angriffe erwehren. Gemeinsam mit Portugal und Großbritannien gelang es dem Land, die Franzosen abzuwehren. Seit 1808 unterstützte der micolinische König [[Karl XI. von Micolinien|Karl XI.]] aktiv den sagradischen Widerstand gegen die napoleonische Fremdherrschaft. 1813 konnten die Heere Micoliniens, Großbritanniens und der sagradischen Freiheitskämpfer die Franzosen beiegen. Nachdem der als einzig rechtmäßig anerkannte sagradische König [[Joseph Ludwig I.]] auf den sagradischen Thron zurückgekehrt war, erreichte Micolinien auf dem Wiener Kongress den Erwerb des größten Teils von Golen. Kurze Zeit später nutzte Karl XI. einen Aufstand gegen den König in Sagradien ([[Novemberrevolution 1817]]), um auch im Ostteil Golens einzumarschieren. Der sagradische König [[Joseph Ludwig II.]] musste im [[Vertrag von Vèrisa]] schließlich nochmals die Abtretung Westgolens an Micolinien bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Micolinien zwischen Beginn und Ende der Demokratie ===&lt;br /&gt;
Die Versuche Sagradiens, Westgolen in zwei Kriegen zurückuerobern ([[Golenkriege]]), scheiterten beide, sodass Micolinien, nachdem es zwischenzeitig ganz Golen beherrscht hatte, die dauerhafte Teilung der Region im [[Frieden von Diegue]] 1829 durchsetzen konnte. In der Folge der revolutionären Unruhen im April 1848, die von Sagradien auch nach Micolinien überschwappten, hier jedoch zu keinen nennenswerten Umstürzen führten, erließ Königin [[Luise I. von Micolinien|Luise I.]], seit 1852 als Nachfolgerin ihrer Großeltern [[Karoline I. von Micolinien]] und [[Michael IV. von Micolinien|Michael IV.]] Königin, eine [[Micolinische Verfassung von 1855|liberale Verfassung]]). Mit der [[Micolinische Verfassungsreform 1879|Verfassungsreform des Jahres 1879]] wurde das Regierungssystem weitgehend parlamentarisiert und die Verantwortlichkeit des Kabinetts gegenüber den beiden Kammern des Nationalparlaments festgeschrieben. Nach 57 Regierungsjahren starb Luise im Jahr 1909. Ihr Tod führte zu einer Nachfolgekrise, da ihr Enkel [[Henrique Joann Prinz von Perucía]] nach dem Tod seines Vaters überraschend auf die Thronfolge verzichtete. Schließlich bestimmte das micolinische Parlament einen Enkel Luises Johann Friedrich von Battenberg, Sohn ihrer Tochter Maria Federica und des Hessenprinzen Karl Alexander von Battenberg, zum Nachfolger, der schließlich als [[Johann V. von Micolinien|Johann V.]] den Thron bestieg und die Dynastie [[Albero-Poléi-Battenberg]] begründete.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den liberalen Staatsministern [[Luvis Renard]] (1888-1894) und [[Fernand Esquill]] (1904-1907) wurde eine Reihe von Wirtschafts- und Sozialreformen durchgesetzt, die das Land modernisierten. Die Ära der liberalen Dominanz im Parlament wurde 1910 durch den Wahlsieg der [[Partit Socialiste|Sozialisten]] beendet, die erstmals stärkste Kraft im Unterhaus wurden. Nachdem Micolinien im Ersten Weltkrieg zunächst neutral geblieben war, trat es 1917 auf Seiten der Entente in die Kampfhandlungen ein. Der liberale [[Marc Visconte]] bildete daraufhin ein breites Kriegskabinett, dem sowohl Konservative als auch Sozialisten angehörten. Nach dem Krieg geriet das Land in eine schwere Krise, in der es den demokratischen Parteien nicht mehr gelang, Lösungen für die sozialen Probleme des Landes zu finden. Nach landesweiten bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen linken und rechten Kampfverbänden sowie dem Wahlsieg der faschistischen [[Micolinische Nationalpartei|Micolinischen Nationalpartei]] von [[Pier Ulisse]] ernannte König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] den ultrakonservativen General [[Osvalt Camur]] zum Staatsminister, der ein autoritäres Regime installierte und im Oktober 1922 eine ständestaatliche  Verfassung erließ, welche die parlamentarische Demokratie abschaffte ([[Nove Regimen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faschistische Juni-Bewegung und Ulisse-Regime ===&lt;br /&gt;
Dennoch gelang es Camur nicht, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen und den Quasi-Bürgerkrieg zu beenden. Besonders die faschistische paramilitärische [[Schwarze Garde]] (Guarda Negre) gewann mit ihrem gewaltsamen Terror immer mehr Macht im Land. Im Juni 1924 startete Ulisses &amp;quot;[[Juni-Bewegung]]&amp;quot; einen &amp;quot;[[Marsch auf Servette]]&amp;quot; nach dem Vorbild Mussolinis, der ihm die Regierungsgewalt sichern sollte. König [[Karl XII. von Micolinien|Karl XII.]] gab schließlich nach und entließ Camur, um unmittelbar darauf Ulisse zum Staatsminister zu ernennen. Binnen kürzester Zeit modifizierte er die ständestaatliche Camur-Verfassung so, dass sie Ulisses PNM die alleinige Staatsmacht sicherte. Als neues entscheidendes Verfassungsorgan wurde der [[Nationaler Generalrat|Nationale Generalrat]] installiert, der faktisch die Rechte des Königs und des Staatsrats übernahm und bündelte. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, die oppositionellen Parteien ausgeschaltet, die PNM zur alles beherrschenden Staatspartei gemacht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach separatistischen Aufständen in beiden Teilen Golens im Jahr 1935, die ein eigenständiges und wiedervereinigtes Golen anstrebten und von Ulisse blutig niedergeschlagen wurden, nutzte der Diktator die Schwäche der sagradischen Übergangsregierung Dini, um auf sagradisches Staatsgebiet vorzudringen ([[Golenkrise 1935/36]]). Unter dem Vorwand, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, besetzten micolinische Truppen die sagradischen Provinzen [[Golen-Casqa]] und [[Val d’Ambrís]] sowie Teile der Provinz [[Escada]]. Nachdem der micolinische Außenminister [[Charl Marrel]] ein internationales Moratorium erwirken konnte, das die sagradische Provinz (Ost-)Golen für ein Jahr unter micolinische Verwaltung stellte, erfolgte 1936 eine manipulierte Volksabstimmung, die eine vermeintliche Mehrheit für ein vereintes Golen unter micolinischer Oberhoheit erbrachte. Unter der Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker annektierte Micolinien im Mai 1936 die Provinz Ostgolen. Der Völkerbund zeigte sich durch die Abessinien-Episode handlungsunfähig, Sagradien durch innere Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]]regierung und rechten Gruppierungen zu geschwächt, um einen Krieg zu riskieren. Außerdem bestanden auf Seite der sagradischen Rechten durchaus Sympathien für das Vorgehen Ulisses, dem man glaubte, das Golenproblem aufdrücken zu können und ein ethnisch einheitliches Sagradien schaffen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Geheimvertrag zwischen dem seit 1938 regierenden sagradischen Diktator [[Manuel Álamo]] und dem micolinischen Regierungschef Ulisse erkannte Sagradien de facto die Annexion Golens durch Micolinien an, erwirkte aber die Garantie für die golischsprachigen Gebiete in den Provinzen Val d’Ambrís und Escada, aus denen die micolinischen Truppen endgültig abzogen. Außerdem wurde es sagradisch-sprachigen Golen erlaubt, nach Sagradien zurückkehren zu dürfen, was die meisten auch taten. Das Juni-Regime betrieb im ganzen Land eine systematische Micolinisierungspolitik, die die gewaltsame Unterdrückung der zahlreichen Regionalsprachen wie des Golischen, des Peruzinischen und des Litischen umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Narzissenrevolution und die Redemokratisierung des Landes === &lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg blieb Micolinien trotz seiner ideologischen Nähe zu den Achsenmächten neutral. Dennoch führte der Sieg der Alliierten zu einer Destabilisierung des Juni-Regimes. Nach dem überraschenden Tod Ulisses im Mai 1947, mit dem das Regime seine unumstrittene Führungsfigur verloren hatte, zeigte die PNM-Führung zunehmend Auflösungserscheinungen, da Ulisses Nachfolger [[Noribert Ferrer]] es nicht vermochte, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Im April 1948 kam es zum Aufstand der linksoppositionellen [[Narzissenbewegung]] (Moviment Narcisse), die so genannte &amp;quot;[[Narzissenrevolution]]&amp;quot;, die binnen kürzester Zeit die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich bringen konnte. Nachdem der Generalrat es nicht schaffen konnte, die Aufstände zu stoppen und das Militär den Kampf gegen die Aufständischen verweigert hatte, entließ König Karl XII. den Staatsrat Ferrer und dankte zugunsten seines Sohnes [[Karl XIII. von Micolinien]] ab. Dieser entmachtete umgehend den Generalrat und setzte die Verfassung aus. Stattdessen ernannte er den Sozialistenführer [[Antoni Piël]], einen der Führer der Narzissenbewegung, zum neuen Staatsminister. Er berief ein nationales Kabinett aus [[Partit Comuniste Micoline|Kommunisten]], [[Partit Socialiste Lavorator|Sozialisten]] und [[Cèntre Democrat Micoline|Christdemokraten]]. Eine der ersten Amtshandlungen war das Verbot der PNM, die Verhaftung ihrer führenden Köpfe sowie die Reinstallation der Bürgerrechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 kam es zu den ersten freien Wahlen seit 1922, bei denen die Christdemokraten überraschend eine Mehrheit vor Sozialisten, Kommunisten und [[Partit Democrat Libral|Liberalen]] erreichten. Der parteilose [[Francis Ernest Crést]] bildete eine Dreiparteienregierung aus CDM, PSL und PDL, die nach Austritt der Sozialisten im Jahr 1949 von einem christdemokratisch-liberalen Staatsrat unter [[Armand Mikael Carpol]] (CDM) abgelöst wurde. Eine [[Micolinische Verfassung von 1948|neue liberale Verfassung]], die im Wesentlichen an die von 1879 anknüpfte, wurde in einer Volksabstimmung im Dezember 1948 angenommen. Um die nach dem Zusammenbruch des Juni-Regimes wieder aufflammenden Separationsbestrebungen in [[Golen]], aber auch die Regionalbewegungen in [[Perucía]] und [[Litien]] auffangen und die Integrität des Landes sicherstellen zu können, sah die neue Verfassung die Umwandlung Micoliniens von einem Einheitsstaat in einen Bundesstaat unter parlamentarisch-monarchischer Regierung vor. Den peruzinischen, litischen und golischen Bevölkerungsgruppen wurde weitgehende kulturelle Autonomie garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Regierung liberalisierte das Land wirtschaftlich, hielt aber an dem von der Regierung Piel deklarierten strikten Neutralitätskurs fest, sodass Micolinien auch nicht zu den Gründernationen der NATO gehörte. Bis heute gehört Micolinien dieser Vereinigung nicht an. Die Umwandlung Micoliniens in einen Föderalstaat und die Erhebung Golens zu einem Gliedstaat innerhalb der micolinischen Monarchie machten die nie offiziell beigelegte Golenkrise wieder aktuell, da Sagradien die ehemals sagradische Provinz [[Golen-Casqa]], also den Ostteil der neuen [[Region Golen]], nach wie vor als besetzten Teil seines Staatsgebiets betrachtete, auch wenn man keine aktive Wiedereroberungspolitik betrieb. Die Spannungen der Jahre 1948 und 1949 wurden erst im Jahr 1955 durch die [[Golenverträge|Verträge von Alágua und Pexace]] zwischen Micolinien, Sagradien und der golischen Regionalregierung beigelegt. In den Verträgen verzichtete Sagradien endgültig auf seine Gebietsansprüche in Golen. Im Gegenzug verpflichtete sich Micolinien zu Kompensationszahlungen und gewährte der [[Sagradische Sprache|sagradisch-]], [[Eskadische Sprache|eskadisch-]] und [[Asumarische Sprache|azumarisch]]-sprachigen Minderheit im Land weitgehenden kulturellen und politischen Schutz. Außerdem ließ Micolinien im [[Abkommen von Plato|Folgeabkommen von Plato]] (1957) seine jahrhundertealten Besitzanspräche auf [[Cuentez]] fallen. Das 1943 von micolinischen Truppen besetzte [[Allécapo]] wurde daraufhin geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1952 und 1956 regierten die Christdemokraten alleine. Im Jahr 1960 gehörte Micolinien zu den Gründerstaaten der Europäischen Freihandelszone EFTA. Seit 1959 wurde das Land von einer [[Volksfront]]regierung der Sozialisten unter Tolerierung der Kommunisten unter PSL-Führer [[Luvis Blum-Sael]] regiert. Das Linksbündnis zerfiel im Jahr 1965, weil sich die Regierungspartner nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnten. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging die Mitte-Rechts-Opposition als Sieger hervor und bildete unter [[Mikael Mari Salt]] ein CDM-PDL-Kabinett. Um die Wirtschaftskrise zu überwinden, wurde 1966 eine Große Koalition aus Christdemokraten, Sozialisten und Liberalen gebildet, der mit [[Charl Henrique Valdés]] erstmals seit der Redemokratisierung des Landes wieder ein Liberaler vorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1968 gingen erneut die Christdemokraten als Sieger hervor. Bis 1979 regierte der CDM-Vorsitzende [[Joann Christén]] zusammen mit der PDL. Auf Initiative Joann Christéns und des sagradischen Ministerpräsidenten [[Joán Caval]]s hin kam es 1972 zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es (''Consile Asumaresq'', ''Côsíliu Azumarês'') als gemeinsames Forum der Blaumeeranrainerstaaten [[Sagradien]], [[Micolinien]] und dem [[Fürstentum San Cristo]]. Die Regierung Christén zerbrach 1979 mit der Abspaltung des rechten PDL-Flügels zur [[UPD]]. Aus vorgezogenen Parlamentswahlen ging erstmals die PSL als stärkste Partei hervor. Der Sozialist [[Guillemes Oreste]] bildete eine Große Koalition mit dem CDM, die 1981 zerbrach und nach einem erneuten Wahlsieg der Christdemokraten von einer christlich-liberalen Koalition unter [[Martin Bertrand]] (CDM) abgelöst wurde. Dessen Regierung musste nach einem Steuerskandal 1984 zurücktreten und einer Großen Koalition aus PSL und CDM unter dem sozialistischen Wahlsieger [[Stefan Casagre]] weichen. Nach dem Bruch der Koalition 1987 bildete [[Antoni Sagrand]] (PSL) eine linke Übergangsregierung, die als Minderheitsregierung der Sozialisten von der Unterstützung der Kommunisten abhängig war und 1988 von einer konservativ-liberalen Mitte-Rechts-Koalition aus CDM, [[DL]] und UPD unter [[Noribert Pasquale]] (CDM) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Parlamentswahlen 1992 bildete der Christdemokrat [[Carlo Masane]] eine Große Koalition mit den Sozialisten, welche in Abkehr von der traditionellen Neutralitätspolitik den Beitritt Micoliniens zur Europäischen Union betrieb, der 1995 vollzogen wurde. Nach den Wahlen 1996 wurde der Sozialist [[Bernard Sandres]] Staatsminister. Er bildete eine Ampelkoalition mit der linksliberalen DL und den micolinischen Grünen, unter deren Ägide Micolinien 1999 den Euro als Zahlungsmittel einführte. Im Jahr 2000 siegten die Christdemokraten unter ihrem Spitzenkandidaten [[Albert Nobel]], der die konservativ-liberale Koalition aus CDM, UPD und DL neu auflegte. Bei den Parlamentswahlen 2004 kam es zu einem Erfolg der rechtspopulistischen [[Acciò Marc Nabert]] (AMN), die mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf zahlreiche Protestwähler mobilisieren konnte und knapp 18% der Wählerstimmen erreichte. Nobel band die Partei in eine Rechtskoalition aus CDM, UPD und AMN ein, die aber 2006 wieder an den inneren Problemen der AMN zerfiel.&lt;br /&gt;
Aus vorgezogenen Neuwahlen ging das CDM gestärkt hervor und wurde erstmals seit den Wahlen 1992 wieder größte Parlamentsfraktion. Nobel erneuerte die Dreierkoalition mit UPD und DL.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Erster Asumarischer Krieg</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Micolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Micolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der micolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Micolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Micolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Micolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Micolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Micolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Micolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die micolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Micolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Micolinien einging. Im Gegenzug machte Micolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des micolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der micolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimicolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Micoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Micolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Micolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Micolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der micolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Micolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Micolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Micolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Micoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen jedoch noch weiter und wurden erst 1670 beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Micoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmicoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Micolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Micolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der micolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Micolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Micolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Micolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Micolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Micolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Micolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die micolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Micolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Micolinien einging. Im Gegenzug machte Micolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des micolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der micolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimicolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Micoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Micolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Micolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Micolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der micolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Micolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Micolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Micolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Micoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Micoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmicoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Erster Asumarischer Krieg</title>
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		<updated>2012-03-28T21:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Micolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Micolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der micolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Micolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Micolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Micolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Micolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Micolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Micolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die micolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Micolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Micolinien einging. Im Gegenzug machte Micolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlauf des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des micolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der micolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimicolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Micoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Micolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Micolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Micolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der micolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Micolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Micolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Micolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Micoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Micoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmicoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VI.&amp;diff=8928</id>
		<title>Gabriel VI.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VI.''' (von Sagradien) (*1610, †1651) war [[König von Sagradien]] (1640-1651). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel wurde 1610 in [[Semess]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner Ehefrau Marie de Bourbon-Vienne geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit der zwei Jahre älteren Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine [[Katharina von Micolinien]], eine jüngere Schwester [[Karl IX. von Micolinien|Karls IX.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Witwe Prinz Philipp Heinrichs von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für ihren minderjährigen Sohn [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] die Macht innehatte. Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst [[Antonia de Casterley]] und dann [[Francisca de Simónez]], die die Einsetzung des Genuesen [[Giovanni Battista Chiavi]] (später als [[Kardinal Bernabêu]] bekannt) als leitenden Minister durchsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Nach dem Abfall Portugals von Spanien trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein und suchte seinen 1580 verlorenen Einfluss auf die Seemacht wiederzugewinnen, was aber scheiterte. Im Zusammenhang mit der Hinrichtung Francisca de Simónez’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden &amp;quot;[[Goldenes Jahrhundert|Goldenen Zeitalters]]&amp;quot; in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn [[Gabriel VII.]], für den Katharina von Micolinien zunächst die Regentschaft übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Gabriel VI.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VI.''' (von Sagradien) (*1610, †1651) war [[König von Sagradien]] (1640-1651). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel wurde 1610 in [[Semess]] als ältester Sohn von König [[Gabriel V.]] und seiner Ehefrau Marie de Bourbon-Vienne geboren. Bei seiner Taufe auf den Namen Gabriel Philipp Richard Ludwig bereits erhielt er den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] und wurde danach als Infant des Königreichs erzogen. Im Alter von erst 16 Jahren wurde er mit der zwei Jahre älteren Marie de Bourbon, der jüngsten Tochter Heinrichs IV von Frankreich, verheiratet. Er hatte seine Ehefrau vor der Hochzeit nicht einmal gesehen. Dem entsprechend verlief die Ehe auch unglücklich und blieb kinderlos. Als Maria im Jahr 1634 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, kamen Gerüchte auf, Gabriels Vater, der König selbst, habe sie vergiften lassen. Um diplomatische Spannungen mit Frankreich zu verhindern, wurde ein Schuldiger gesucht und einer der Diener der Königin wurde wegen Mordes hingerichtet. Ein Jahr bereits nach dem Tod Maries heiratete Gabriel seine Cousine [[Katharina von Micolinien]], eine jüngere Schwester [[Karl IX. von Micolinien|Karls IX.]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1640 bestieg Gabriel nach dem Tod seines Vaters den sagradischen Thron und übernahm eine gefestigte Königsherrschaft. Doch von Beginn an kümmerte er sich wenig um die Regentschaft und vertrieb seine Zeit mit Jagen, Festen und seinen zahlreichen Mätressen. Zunächst übte seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Witwe Prinz Philipp Heinrichs von Micolinien, großen Einfluss auf seine Politik aus, die in Micolinien als Regentin für ihren minderjährigen Sohn [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]] die Macht innehatte. Unter ihr trat Sagradien 1642 in den Dreißigjährigen Krieg gegen Spanien ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später dann konnten vor allem zwei seiner Mätressen die Zügel in die Hand nehmen, zunächst [[Antonia de Casterley]] und dann [[Francisca de Simónez]], die die Einsetzung des Genuesen [[Giovanni Battista Chiavi]] (später als [[Kardinal Bernabêu]] bekannt) als leitenden Minister durchsetzte. Die ständigen Machtwechsel und die politische Schwäche Gabriels VI. verhinderten eine einheitliche politische Linie und führten dazu, dass Sagradien zeitweise in enge Abhängigkeit Micoliniens bzw. Frankreichs geriet. Erst die Politik Bernabêus, der die pro-micolinische Linie seiner Vorgänger beendete, führte zu einer allmählichen Befreiung Sagradiens von äußeren Zwängen. Die Hinrichtung Francisca de Simónez’ unter dem Vorwurf der Verschwörung gegen den König im März 1649 führte auch zur Entlassung Bernabêus. Danach versuchten verschiedene Faktionen am Hof vergeblich, die Macht zu erlangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 endete eine elfjährige Phase der politischen und personellen Instabilität am sagradischen Hof. Die unglückliche Herrschaftszeit Gabriels VI. gilt als Ende des weit über 100 Jahre andauernden &amp;quot;[[Goldenes Jahrhundert|Goldenen Zeitalters]]&amp;quot; in der sagradischen Geschichte. Nachfolger Gabriels auf dem Thron wurde sein erst 14-jähriger Sohn [[Gabriel VII.]], für den Katharina von Micolinien zunächst die Regentschaft übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<updated>2012-03-28T20:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Micolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Micolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der micolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Micolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Micolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Micolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Micolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf dessen Politik und Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich deren Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich jedoch eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die micolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Micolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischof Bernabêu]] erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] (bis 1660 unterstützt durch England) und [[Micolinien]] (unterstützt durch Spanien)&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 [[Servettinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8924</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8924"/>
		<updated>2012-03-28T10:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8923</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<updated>2012-03-28T10:27:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, die sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<updated>2012-03-28T10:17:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politisch-Kulturelle Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Nachphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie nach dem Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8921</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8921"/>
		<updated>2012-03-28T10:17:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politisch-Kulturelle Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Nachphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie nach dem Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8920</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T09:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 [[Servettinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T09:50:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Spanisch-Sagradischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T09:49:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1642-1646 Sagradisch-Spanischer Krieg (im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigen und dem portugiesischen Unabhängigkeitskrieg)&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Philipp VII.</title>
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		<updated>2012-03-28T09:45:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Außenpolitik und Kriege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Philipp VII. Jakob''' (von Sagradien), genannt ''der Dichterkönig'' (*1545; †1591), war als ''Filipe VII'' [[König von Sagradien]] (1575-1591) und als ''Filip III'' [[Herzog von Servette]] (1574-1591). Der künstlerisch interessierte König galt als schwacher Herrscher und stand Zeit seiner Regierung unter dem politischen Einfluss widerstrebender Machtgruppen um seine protestantische Frau [[Luise von Bourbon]] und der katholischen Hofpartei, die in den letzten Jahren seiner Regierung schließlich durch den leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] eine entscheidende Machtstellung am Hof erreichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Philipp Jakob von Santori-Valier wurde 1545 in [[Servette]] als ältester Sohn von Königin [[Johanna I.]], der jüngsten Tochter König [[David I.|Davids von Sagradien]], und ihrem Ehemann [[Michael III.]] geboren. Diese mussten ihr Königtum zunächst gegen [[Joseph der Schöne|Joseph den Schönen von Óstino]] verteidigen und wurden 1547 offiziell als König und Königin in Sagradien bestätigt. Als Kronprinz erhielt Philipp Jakob zunächst den Titel eines Grafen von Vierna, später den eines Prinzen von Sarmay, und wurde in [[Semess]] erzogen, wohin sein Vater und seine Mutter den Hof verlegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seines Vaters 1552 regierte seine Mutter Johanna alleine. Sie versuchte, die erstehende Ausbreitung der calvinistischen Religion in Sagradien mit Gewalt zu unterbinden. Die Konversion von [[Heinrich von Esqués|Enrico d'Esqués]], dem [[Herzog von Viça]], zum Calvinismus führte 1560 zum Ausbruch eines Krieges zwischen dem protestantischen Nordosten und den königlichen Truppen ([[Vizanischer Krieg]]). In der Folge versuchte Johanna ihren Sohn schrittweise zum kommenden Herrscher zu erziehen und ernannte ihn 1566 zum Mitregenten. 1567 heiratete er die 18-jährige Louise von Bourbon, die älteste Schwester des späteren französischen Königs Heinrich IV., die ihm 1569 mit [[Don Jâcque de Sagradia|dem Prinzen Jakob]] einen Sohn gebar. Die Ehe war Teil der neuen versöhnlicheren Politik Johannas gegenüber den Protestanten, schließlich war die Bourbon-Prinzessin im protestantischen Glauben erzogen worden, vor der Hochzeit jedoch zum Katholizismus übergetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter dem Einfluss Louises von Bourbon ===&lt;br /&gt;
Philipp geriet schnell und zusehends unter den völligen Einfluss seiner ehrgeizigen Gemahlin und ihrer französischen Entourage, die enge Kontakte zu Heinrich von Navarra unterhielten. Als Heinrich 1569 zum politischen Führer der französischen Hugenotten aufstieg, wurde Philipps Ehe mit Louise von der katholischen Hofpartei zunehmend kritisch gesehen. Auch das Verhältnis zwischen Philipp und seiner Mutter verschlechterte sich in der Folge stetig. Währnend Philipp seiner Mutter gegenüber auf eine stärkere Beteiligung an der Macht drängte, war es in Wahrheit seine Frau, die den eher trägen Prinzen zu dieser Haltung drängte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johanna I. dankte schließlich 1574 zunächst in Servette und in der Folge auch in Sagradien zugunsten ihres Sohnes ab und zog sich aus der Regierung zurück. An ihrer Stelle übernahm nun die ehrgeizige Königin Louise die Rolle der starken Frau am Hof. Philipp agierte nun als nominell alleiniger Herrscher ganz im Sinne seiner Frau und ihrer protestantischen Berater. Er führte eine zunehmend tolerante Politik gegenüber den Calvinisten im eigenen Land. Bereits 1566 hatte er mit seinem Onkel [[Enrico d'Esqués]] endgültig Frieden geschlossen und im [[Toleranzedikt von Viça]] Gewissensfreiheit gewährt. Im [[Edikt von Lesta 1578]] gewährte er zudem den Calvinisten weitere Rechte und lockte damit auch viele Flüchtlinge aus Frankreich ins Land, die der sagradischen Wirtschaft zugute kamen. Nach dem Edikt von Lesta kam es jedoch bald zu Aufständen der Katholischen Liga in Sagradien, die von Frankreich unterstützt wurden. Immer wieder kam es daher zu Versuchen katholischer Kreise am Hof, die Königin und ihre französischen Berater zu entmachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dauerstreit Louises von Bourbon mit Philipps Mutter Johanna, der im Jahr 1576 eskalierte, und der gescheiterte Versuch des [[José Conte de Nerval|Grafen von Nerval]], den Einfluss der französischen Hofpartei zu brechen und Johanna wieder als Regentin einzusetzen, führten zum großen Bruch des Königs mit seiner Mutter, die dauerhaft vom Hof entfernt und im Klosterpalast Sagrera eingesperrt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp selbst galt als melancholisch und wenig interessiert am politischen Geschehen. Zunehmend widmete er sich seiner Leidenschaft, der Poesie. Er schrieb zahlreiche Gedichte, die an seinem Hof immer wieder ausländischen Gästen und Gesandten vorgetragen wurden. Er zog die Kultur klar der Politik vor und unter seiner Regierungszeit erlebte das [[Sêcolo d'Oro|Goldene Zeitalter]] in der sagradischen Literatur einen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenpolitik und Kriege ===&lt;br /&gt;
In der Außenpolitik kam es in der Regierungszeit Philipp Jakobs zu heftigen Auseinandersetzungen mit Spanien um das Erbe der portugiesischen Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]], die mit dem Tod [[Sebastian I. von Portugal|Sebastians I.]] 1578 in eine dynastische Krise geraten war. Der Tod [[Heinrich I. von Portugal|Heinrichs I.]] 1580 löste schließlich den bereits erwarteten [[Portugiesischer Erbfolgekrieg|Portugiesischen Erbfolgekrieg]] aus. Nachdem Philipp II. sich rasch des portugiesischen Throns bemächtigt hatte, gelang es Sagradien in mehreren wichtigen Schlachten nicht, den erhofften Sieg gegen die Spanier zu erreichen. Mit dem Friedensschluss von 1583 musste Sagradien endgültig auf die Krone Portugals verzichten, das nun bis 1640 von den spanischen Habsburgern regiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katholische Hofrevolte und Regierung Belavís ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Infanten Don Jâcque, Prinz von Sarmay, im Jahr 1580 wurde die Stellung Louises von Bourbon deutlich geschwächt, da es keinen Thronerben gab. Präsumptiverbe wurde nun der Neffe Philipp Jakobs, [[Ludwig Philipp I. von Sesin]], der der antiprotestantischen Partei zugerechnet wurde. Daraufhin kam es 1582 zu einer Revolte der katholischen Hofpartei gegen die französische Königin und ihre Berater. Aufgrund einer angeblichen Affäre Louises mit einem ihrer französischen Günstlinge Charles de Maurois wurde die Königin vom Hof verbannt. Neuer leitender Minister und starker Mann am Hof wurde [[Joán María de Belavís]], der in den Folgejahren maßgeblich die sagradische Politik bestimmte. Auf Bemühen Belavís' hin wurde die Ehe mit der Protestatin Louise durch den Papst annulliert und die Hochzeit Philipp Jakobs mit der Habsburgerprinzessin Anna von Österreich arrangiert. Philipp Jakob und Anna von Österreich heirateten im Jahr 1584. Bereits zwei Jahre später gebar diese ihm den Thronfolger [[Gabriel V.|Prinz Gabriel]], der den Titel eines Prinzen von Sarmay erhielt.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Hochzeit mit Anna von Österreich 1584 stand in engem Zusammenhang mit dem Frieden von Malesc mit Philipp II. von Spanien und leitete auch eine Phase der Entspannung in der Auseinandersetzung Sagradiens mit Spanien ein. Während das Verhältnis Sagradiens zu den Habsburgern, besonders zu Philipp II., in der Tradition Davids I. zuvor gespannt war und dessen Nachfolge der [[Santori]] im Königreich Portugal zunächst nicht anerkannte, kam es nun zum Versuch einer Aussöhnung mit Spanien. Ziel war es, Sagradien aus den europäischen Kriegen der Habsburger gegen die Protestanten in England und Frankreich weitestgehend herauszuhalten, was schließlich auch gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem distanziert-spanienfreundlichen Kurs im Äußeren folgte im Inneren eine Abkehr vom bisher praktizierten protestantenfreundlichen Kurs. Die weitgehende Toleranz gegenüber den Protestanten wurde im [[Frieden von Fidelfe]] von 1586, der die Kriege gegen die katholische Liga beendete, teilweise eingeschränkt, die Stellung des Katholizismus als Staatsreligion betont. Der völlige Widerruf der Toleranzedikte folgte freilich erst nach Philipps Tod im [[Edikt von Novil]]. Daneben legte Belavís den Grundstein für den sagradischen Absolutismus, indem er die Einflussmöglichkeiten des Adels einschränkte. Außerdem bemühte er sich um einen Ausbau des sagradischen Kolonialreiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Philipp VII. Jakob starb im Jahr 1591 im Alter von 46 Jahren in [[Semess]]. Auf dem Thron folgte ihm sein erst sechsjähriger Sohn [[Gabriel V.]] nach, der fortan unter Regentschaft Anna von Österreichs stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8916</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T09:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien um den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8915</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
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		<updated>2012-03-28T09:20:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Das persönliche Regiment Gabriels VII. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. Kurze Zeit später wurde Gabriel für mündig erklärt und übernahm selbst die Regentschaft, beließ Bernabâu aber zunächst in Amt und Würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte insgesamt 12 Jahre und gestaltete sich voller Wendungen. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte seit 1664 eine Reihe von Niederlagen, infolge derer Bernabêu 1665 einen für Sagradien relativ günstigen Waffenstillstand aushandelte und Friedensverhandlungen eröffnete. Infolge einer Hofintrige der radikalen Kriegspartei musste Bernabêu 1667 zurücktreten. Sein Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] begann 1668 einen Seekrieg gegen Spanien und nahm zeitgleich die Konfrontation mit Micolinien wieder auf. Beide Waffengänge blieben ohne Erfolg. Während der Status Quo in Micolinien weitgehend gewahrt wurde, endete der Seekrieg gegen Spanien in einem Debakel für Sagradien, das schließlich die Friendesverhandlungen mit Micolinien wieder aufnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ins Amt zurückgekehrte Bernabêu schloss 1669 schließlich mit Micolinien den [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. Der andauernde erfolglose Krieg gegen Spanien wurde 1670 im [[Friede von Bilbao]] beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Außenpolitik der Regierung Bernabêu eine eher gemischte Bilanz aufweist, konnte Bernabêu im Inneren Erfolge erzielen. Es gelang dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König widmete sich in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König nach dem Frieden von Villágua von der früheren anti-spanischen Politik weg und war von 1688 bis 1692 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, vornehmlich weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Mit dem Separatfrieden von Nantes 1692, der Sagradien einige wenige Gebietsgewinne in der Bretagne sicherte, schied Sagradien aber aus der Grande Alliance gegen Ludwig XIV. aus und erklärte sich fortan für neutral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8914</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T08:58:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien im den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1688-1692 zeitweilige sagradische Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Danadier_II.&amp;diff=8913</id>
		<title>Danadier II.</title>
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		<updated>2012-03-28T08:52:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Herrschaftsbeginn und Aufstände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Danadier II.''' (von Sagradien) (*1682; †1721) war [[König von Sagradien]] (1698-1721). Seine verschwenderische und autoritäre Politik, seine außenpolitischen Misserfolge und der daraus erwachsende Konflikt mit den Ständen führte das Land in einen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]], in dessen Folge er den Großteil seiner Macht verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kronprinz ===&lt;br /&gt;
Luis Danadier Gabriel María Jâcque Agostino de Santori-Valier wurde 1682 in [[Semess]] als Sohn des sagradischen Infanten [[Gabriel Agosto|Gabriel August]] und dessen Frau Marie Josephine de Bourbon, einer Tochter Ludwigs XIV. von Frankreich, geboren. Sein Großvater väterlicherseits war König [[Gabriel VII.]] (1651-1698), sein Großvater mütterlicherseits Ludwig XIV. Als Sohn des Infanten von Sagradien wuchs Danadier am Hof seines Großvaters in Semess auf und wurde mit dem Ziel erzogen, dereinst seinem Vater als Monarch zu folgen. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wird als kalt beschrieben, zog dieser doch angeblich seinen zweitältesten Sohn [[Peter II.|Peter]] (*1685) als Lieblingssohn vor. Jedoch folgte Danadier nach dem Tod seines Vaters 1695 als Kronprinz und [[Prinz von Sarmay]] nach. Als sein Großvater 1698 starb, war Danadier gerade einmal sechzehn Jahre alt und folgte als Jugendlicher auf den Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1699 – Danadier war gerade 17 Jahre alt - wurde er mit der ebenso alten Wittelsbacherprinzessin Maria Anna von Bayern verheiratet. Aus der Ehe ging 1710 mit dem Prinzen [[Joán Danadier]] ein Sohn hervor, der aber 1719 starb. Außerdem gebahr Maria Anna dem Santori-Prinzen mehrere Töchter, u.a. die älteste Tochter Isabela (1701-1722), spätere Ehefrau des Großherzogen [[Ludwig Philipp II. von Servette]] sowie die jüngere Tochter [[Maria I. Louise|María Luísa]] (1702-1735), die später den [[König von Cuentez]] [[Johann III.]] heiratete und als Maria I. selbst den sagradischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsbeginn und Aufstände ===&lt;br /&gt;
Von Beginn seiner Regierungszeit an versuchte Danadier die von seinem Vater gepflegte Herrschaftsform eines starken Königtums mit absolutistischem Anspruch fortzusetzen und diesen im Glanz der Repräsentation zu übertreffen. Sein großes und unerreichtes Vorbild war dafür in besonderem Maße sein Großvater König Ludwig XIV. von Frankreich, dem er als sagradischer „Sonnenkönig“ nacheifern wollte. Dafür kam bereits früh die spöttische Bezeichnung des „Schattenkönigs“ (''Rei d’Ombra'') auf. Danadier übernahm von seinem Großvater eine bereits extrem angespannte Staatskasse, die er mit seiner gesteigerten Repräsentation vollends ruinierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außenpolitisch handelte Danadier wenig glücklich. Im spanischen Thronstreit ergriff er schnell Partei für Frankreich und beteiligte sich auf dessen Seite am folgenden Erbfolgekrieg. Weil Sagradien nur wenig Chancen auf Gebietsgewinne hatte und die Kämpfe weitere Unsummen verschlangen, bildete sich im Hochadel, besonders im Süden des Landes, zunehmend Widerstand gegen die Politik des Königs. Dessen leitender Minister [[Santiago de Corvón Graf von Casterley]], bemühte sich vergebens, den Haushalt zu sanieren. Als Danadier Pläne zum Bau eines Lustschlosses in [[Colegial]] nach dem Vorbild von Versailles umsetzen wollte und dafür die allgemeinen Steuern anhob, trat Casterley im Jahr 1708 zurück. Es folgte im Juli ein [[Juli-Aufstand 1708|Aufstand]] der hungernden Stadtbevölkerung in [[Semess]], die blutig unterdrückt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neuerlicher [[September-Aufstand 1711|Aufstand im September 1711]], der sich schnell auf das gesamte Land ausweitere und teilweise von der Adelsopposition gefördert wurde, zwang den König erstmals seit 1632 die [[Generalstände]] einzuberufen. Dort bildete sich eine breite Koalition kritischer Adliger, die sich hinter dem [[Herzog von Sesín]], [[José de Santori Herzog von Sesín|José de Santori-Sesín]], versammelten und ein Ende der kostspieligen Bauprogramme forderten. Darüber hinaus verweigerten die Stände im Jahr 1713 weitere Kriegskredite, woraufhin Danadier die Versammlung auflöste, um zu seinem absoluten Regime zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cortes von Tulis und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Auflösung flohen zahlreiche Oppositionelle ins benachbarte [[Königreich von Cuentez]], wo sie sich unter den Schutz von [[Johann III.]] von Cuentez stellten und die oppositionellen [[Cortes de Tulis]] einberiefen. Führende Männer waren der Herzog von Sesín und der [[Herzog von Scantia]]. Danadier – offiziell noch immer im Krieg mit dem cuentezischen Nachbarn – erklärte Sesin und seine Anhänger zu Hochverrätern und enthob sie ihren Ämtern. Nachdem Danadier im Frieden von Utrecht 1713 die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, erklärten die Cortes von Tulis den König für abgesetzt und und beriefen sich dabei auf den Eid, den der König geleistet hatte und in dem er versprochen hatte, nur zum Nutzen der sagradischen Nation zu handeln. Die Tulinesischer Stände stellten ein eigenes Heer zu Verfügung, das auf [[Semess]] losmarschierte. Mit der [[Schlacht bei Tantallas 1713]] zwischen königlichen Truppen und Anhängern Sesíns begann der Bürgerkrieg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der König stützte sich auf seine alten Anhänger aus dem Norden des Landes sowie auf das Haus Bourbon und seine französischen Kontakte. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern Santori-Sesín, [[Piacón]] und [[Haus Todesce|Todesce]]. Nachdem der micolinische König [[Georg I. von Micolinien|Georg I.]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Unter dem Oberbefehl von [[Alésio Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 holte Danadier Casterley zurück und machte ihn zu seinem leitenden Minister. Nachdem dieser 1717 versucht hatte, gegen den Willen Danadiers einen Waffenstillstand und Kompromissfrieden mit José de Sesín auszuhandeln, wurde er entlassen, festgesetzt und wegen Hochverrats verurteilt und hingerichtet.  Nach der Übernahme des Oberbefehls der koalitionären Truppen durch [[Filipe de Piacón]] im Jahr 1717 geriet der König immer mehr unter Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Ende der Kämpfe ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Er wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Plazarenya-Palast festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelt, derweil im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, kamen im ganzen Land Gerüchte über eine Ermordung des Königs auf und royalistische Aufstände mehrten sich wieder. Sein Bruder [[Peter II.]] folgte ihm auf den Thron, wurde offiziell aber nie gekrönt, da er bis zuletzt mit den Ständen um die Konditionen seiner Herrschaft verhandelte. Die Tötung Peters’ in einem blutigen [[Aufstand vom 23. Mai 1721|Volksaufstand]], von Monarchisten als ''Maiblutnacht'' bezeichnet, ist auch als Folge der Politik Danadiers zu sehen, die das Königtum der Santori-Valier im Augen des Volkes diskreditiert hatte und damit auch der absolutistischen Monarchie in Sagradien ein vorläufiges Ende bereitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8912</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8912"/>
		<updated>2012-03-28T08:46:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Das persönliche Regiment Gabriels VII. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. Kurze Zeit später wurde Gabriel für mündig erklärt und übernahm selbst die Regentschaft, beließ Bernabâu aber zunächst in Amt und Würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte insgesamt 12 Jahre und gestaltete sich voller Wendungen. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte seit 1664 eine Reihe von Niederlagen, infolge derer Bernabêu 1665 einen für Sagradien relativ günstigen Waffenstillstand aushandelte und Friedensverhandlungen eröffnete. Infolge einer Hofintrige der radikalen Kriegspartei musste Bernabêu 1667 zurücktreten. Sein Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] begann 1668 einen Seekrieg gegen Spanien und nahm zeitgleich die Konfrontation mit Micolinien wieder auf. Beide Waffengänge blieben ohne Erfolg. Während der Status Quo in Micolinien weitgehend gewahrt wurde, endete der Seekrieg gegen Spanien in einem Debakel für Sagradien, das schließlich die Friendesverhandlungen mit Micolinien wieder aufnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ins Amt zurückgekehrte Bernabêu schloss 1669 schließlich mit Micolinien den [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. Der andauernde erfolglose Krieg gegen Spanien wurde 1670 im [[Friede von Bilbao]] beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Außenpolitik der Regierung Bernabêu eine eher gemischte Bilanz aufweist, konnte Bernabêu im Inneren Erfolge erzielen. Es gelang dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König widmete sich in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich, wechselte später aber die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Gabriel VII.</title>
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		<updated>2012-03-28T08:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. Kurze Zeit später wurde Gabriel für mündig erklärt und übernahm selbst die Regentschaft, beließ Bernabâu aber zunächst in Amt und Würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte insgesamt 12 Jahre und gestaltete sich voller Wendungen. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte seit 1664 eine Reihe von Niederlagen, infolge derer Bernabêu 1665 einen für Sagradien relativ günstigen Waffenstillstand aushandelte und Friedensverhandlungen eröffnete. Infolge einer Hofintrige der radikalen Kriegspartei musste Bernabêu 1667 zurücktreten. Sein Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] begann 1668 einen Seekrieg gegen Spanien und nahm zeitgleich die Konfrontation mit Micolinien wieder auf. Beide Waffengänge blieben ohne Erfolg. Während der Status Quo in Micolinien weitgehend gewahrt wurde, endete der Seekrieg gegen Spanien in einem Debakel für Sagradien, das schließlich die Friendesverhandlungen mit Micolinien wieder aufnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ins Amt zurückgekehrte Bernabêu schloss 1669 schließlich mit Micolinien den [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. Der andauernde erfolglose Krieg gegen Spanien wurde 1670 im [[Friede von Bilbao]] beendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Außenpolitik der Regierung Bernabêu eine eher gemischte Bilanz aufweist, konnte Bernabêu im Inneren Erfolge erzielen. Es gelang dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König widmete sich in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Sagradisch-Spanischen Krieg]], der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8910</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8910"/>
		<updated>2012-03-28T08:41:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien im den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668-1670 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8909</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8909"/>
		<updated>2012-03-28T08:33:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. Kurze Zeit später wurde Gabriel für mündig erklärt und übernahm selbst die Regentschaft, beließ Bernabâu aber zunächst in Amt und Würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte insgesamt 12 Jahre und gestaltete sich voller Wendungen. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte 1665 eine Reihe von Niederlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Rahmen musste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 und endete erst 1669 mit dem [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern gelang es dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 übergab Bernabêu die Regierung dem nun achtzehnjährigen Gabriel selbst, der aber seinen alten Lehrmeister im Amt beließ und ihm weitgehend die Politik überließ. Stattdessen widmete sich der König in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Sagradisch-Spanischen Krieg]], der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8908</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8908"/>
		<updated>2012-03-28T08:31:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte insgesamt 12 Jahre und gestaltete sich voller Wendungen. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte 1665 eine Reihe von Niederlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Rahmen musste &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 und endete erst 1669 mit dem [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern gelang es dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 übergab Bernabêu die Regierung dem nun achtzehnjährigen Gabriel selbst, der aber seinen alten Lehrmeister im Amt beließ und ihm weitgehend die Politik überließ. Stattdessen widmete sich der König in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Sagradisch-Spanischen Krieg]], der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8907</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte 12 Jahre und endete erst 1669 mit dem [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern gelang es dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 übergab Bernabêu die Regierung dem nun achtzehnjährigen Gabriel selbst, der aber seinen alten Lehrmeister im Amt beließ und ihm weitgehend die Politik überließ. Stattdessen widmete sich der König in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Sagradisch-Spanischen Krieg]], der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gabriel_VII.&amp;diff=8906</id>
		<title>Gabriel VII.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel VII.''' (von Sagradien) (*1637; †1698) war [[König von Sagradien]] (1651-1698).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Regentschaft Katharinas von Micolinien ===&lt;br /&gt;
Gabriel Anton Philipp Michael von Sagradien wurde 1637 als ältester Sohn und zweites Kind von König [[Gabriel VI.]] von Sagradien und dessen zweiter Ehefrau [[Katharina von Micolinien]] in [[Novil]] geboren. Als [[Prinz von Sarmay]] zum sagradischen Thronfolger erzogen, bestieg er nach dem Tod seines Vaters 1651 im Alter von erst 14 Jahren den sagradischen Thron und stand damit bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr unter der Regentschaft seiner Mutter Katharina von Micolinien. Diese versuchte zunächst, eine eigene pro-micolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. Der Versuch [[Luis d'Esqués|Luis’ von Esqués]], des [[Herzog von Viça|Herzogs von Viça]], 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung [[Kardinal Bernabêu]]s zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik unter Führung des Kardinals Bernabêu ===&lt;br /&gt;
Bernabêu fuhr eine Linie der Konfrontation mit Micolinien, die 1657 mit zum Ausbruch des [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Kriegs]] gegen das Nachbarland führte, in dem sich Bernabêu die Unterstützung der [[Königreich Cuentez|cuentesisch-tulinesischen Krone]] sichern konnte. Der Krieg um den Besitz [[Golen]]s und die Vorherrschaft im [[Blaumeerraum]] dauerte 12 Jahre und endete erst 1669 mit dem [[Friede von Villágua]], in dem Bernabêu Golen für die sagradische Krone sichern konnte und mit Tulis den strategisch wichtigen Hafen [[Villágua]] gegen den Besitz [[Perín]]s tauschte. Micolinien musste endgültig die Souveränität des [[Herzogtum Servette|Herzogtums Servette]] und der mit ihm verbundenen [[Servettinische Lande|Territorien im Süden Micoliniens]] anerkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern gelang es dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1655 übergab Bernabêu die Regierung dem nun achtzehnjährigen Gabriel selbst, der aber seinen alten Lehrmeister im Amt beließ und ihm weitgehend die Politik überließ. Stattdessen widmete sich der König in erster Linie einer höfischen Repräsentation, die dem Vorbild des französischen Absolutismus Ludwigs XIV. nacheiferte und ihr in wenig nachstand. 1656 heiratete Gabriel Louise von Savoyen, die ihm im Jahr 1657 mit dem Infanten [[Gabriel Agosto]] den erhofften Thronfolger schenkte, der sofort zum [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das persönliche Regiment Gabriels VII. ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Bernabêus 1675 übernahm Gabriel VII. schließlich allein das Regiment und führte die Politik seines Ministers fort, jedoch verfügte er weder über das finanzpolitische noch über das diplomatische Talent des Kardinals. Allein der Prunk am Hof und die ehrgeizigen Bauprojekte des Königs an seiner Sommerresidenz in Bernabêu ruinierten den Staatshaushalt und legten den Grundstein für die Finanzkrise, die Sagradien später in Aufstände und Bürgerkrieg führen sollten. In dieser Phase kam es auch immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und dem Adel, der vom absolutistischen Machtanspruch der Krone seine Unabhängigkeit und seine Macht gefährdet sah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch orientierte sich der König auch nach dem Frieden von Villágua an Frankreich. Nachdem Bernabêu einen Beistandspakt mit Frankreich geschlossen hatte, griff Sagradien nach Ausbruch des Holländischen Kriegs 1672 auf französischer Seite ins Kampfgeschehen ein und führte 1673-1675 den [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Sagradisch-Spanischen Krieg]], der hauptsächlich auf See ausgefochten wurde und Sagradiens Stellung in Übersee schwächte. Nach dem Friedensschluss mit Spanien und Ende des Holländischen Kriegs wechselte Gabriel die Seiten und war von 1688 bis 1697 am Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich beteiligt, weil man sich Hoffungen auf Gebietsgewinne in der Bretagne machte. Im Frieden von Rijkswijk wurden diese Hoffungen jedoch enttäuscht, sodass die wechselhafte Außenpolitik des Königs als gescheitert angesehen werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Erbe ===&lt;br /&gt;
Gabriel VII. starb 1698 im Alter von 61 Jahren. Seinen 1695 verstorbenen Sohn [[Don Gabriel Agosto]] überlebte er damit um drei Jahre, sodass ihm sein Enkel Luis Danadier Gabriel als [[Danadier II.]] auf den Thron folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8905</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<updated>2012-03-28T08:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politisch-Kulturelle Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<updated>2012-03-28T08:25:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Politisch-Kulturelle Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Micolinien]] in den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten micolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1575) sowie deren Nachkommen [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Micolinien und England.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_von_Kriegen&amp;diff=8903</id>
		<title>Liste von Kriegen</title>
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		<updated>2012-03-28T08:24:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Frühe Neuzeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Hochmittelalter === &lt;br /&gt;
* 946-961 [[Numererkriege]] [[Philipp I. der Große|Philipps des Großen]]&lt;br /&gt;
* 998-1002 [[Numererkriege]] [[Philipp II.|Philipps II. des Katholischen]]&lt;br /&gt;
* 1078 Erbfolgestreit zwischen [[Johann I. von Cliêce]] und [[Roderich der Lange|Roderich dem Langen]]&lt;br /&gt;
* 1091-1095 [[Erster Lusonidenkrieg]] zwischen der Krone und [[Martin der Kühne|Martin dem Kühnen]]&lt;br /&gt;
* 1096-1099 Teilnahme [[Johann II. der Löwe|Johanns des Löwen]] am Ersten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1101-1112 [[Erster Peruzinischer Thronfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1125-1129 Bretonischer Krieg [[Anton I. der Starke|Antonios I.]]&lt;br /&gt;
* 1147-1149 Teilnahme [[Jakob der Kühne|Jakobs des Kühnen]] am Zweiten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1150-1158 [[Zweiter Lusonidenkrieg]]&lt;br /&gt;
* 1162-1165 [[Golischer Krieg]] (= Erster [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1170 Einnahme [[Tulis]]' durch [[Gabriel Juvans]]&lt;br /&gt;
* 1172-1184 [[Dritter Lusonidenkrieg]] (= Zweiter [[Juvantische Kriege|Juvantischer Krieg]])&lt;br /&gt;
* 1189-1192 Teilnahme [[Gabriel Juvans]]' am Dritten Kreuzzug&lt;br /&gt;
* 1208-1215 [[Südbundkriege]]&lt;br /&gt;
* 1233-1236 [[Krieg der Philippe]] zwischen [[Philipp IV. Hermes]] und [[Philipp von Vesaey]]&lt;br /&gt;
* 1249-1255 [[Zweiter Peruzinischer Thronfolgekrieg]] der Krone und des [[Haus Redanior|Hauses Redanior]] gegen [[Micolinien]] und [[Renart von Soria]] (1255 [[Schlacht bei Porinéi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätmittelalter ===&lt;br /&gt;
* 1290-1313/23 Kriege gegen den Peruzinischen Bund/[[Peruzinische Kriege]]&lt;br /&gt;
* 1315 Erbfolgekrieg in [[Micolinien]] und [[Schlacht bei Luenas]]&lt;br /&gt;
* 1321 Erbfolgestreit und [[Schlacht von Alágua]] zwischen [[Sergi der Weise|Sergi dem Weisen]] und [[Danadier von Scola]]&lt;br /&gt;
* 1386-1390 [[Micolinischer Revolutionskrieg]]&lt;br /&gt;
* 1392-1396 [[Bürgerkrieg der zwei Herzöge]]&lt;br /&gt;
* 1386-1443 '''[[Fünfzigjähriger Krieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1396-1423 Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
** 1398-1418 Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg &lt;br /&gt;
** 1416-1423 [[Tulinesischer Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
** 1420-1429 [[Servettinisch-Loneischer Krieg]]&lt;br /&gt;
** 1424-1440 Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg&lt;br /&gt;
** 1427-1443 Fortsetzung Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* 1477-1506 '''[[Servettinische Kriege]]''' zwischen Sagradien und Micolinien im den Besitz der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]]&lt;br /&gt;
** 1477-1479 [[Erster Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Anton III. von Servette|Antons III.]]&lt;br /&gt;
** 1492-1499 [[Zweiter Servettinischer Krieg]] nach dem Tod [[Philipp von Saséia]]s&lt;br /&gt;
** 1503-1506 [[Dritter Servettinischer Krieg]] nach der Thronbesteigung [[Peter I.|Peters I.]] in Sagradien&lt;br /&gt;
* 1502-1509 [[Lilienkriege]] in Sagradien: Erbfolgeauseinandersetzung zwischen [[Peter I.]] und [[Catarina de Sántori]]&lt;br /&gt;
* 1521-1524 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524]]: Gewinn Portugals für [[David I.]]&lt;br /&gt;
* 1552-1556 [[Josephitenaufstand]]  &lt;br /&gt;
* 1580-1583 [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1580-1583]]: Verlust Portugals an Philipp II. von Spanien&lt;br /&gt;
* 1620-1624 [[Ligrischer Krieg]] gegen Micolinien und England&lt;br /&gt;
* 1657-1669 [[Asumarischer Krieg]] zwischen [[Sagradien]] und [[Micolinien]]&lt;br /&gt;
* 1668/1669 Sagro-Spanischer Seekrieg&lt;br /&gt;
* 1701-1713 Spanischer Erbfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1713-1723 '''[[Sagradischer Bürgerkrieg]]'''&lt;br /&gt;
** 1713-1718 [[Sagradischer Koalitionskrieg]]&lt;br /&gt;
** 1719-1721 Royalistenaufstände&lt;br /&gt;
** 1721/1722 Maiaufstand und Bauernaufstände, Krieg gegen die ''Radicales''&lt;br /&gt;
** 1722-1723 Krieg gegen die ''[[Philippkarlisten]]''&lt;br /&gt;
* 1737-1739 Servettinischer Thronfolgekrieg&lt;br /&gt;
* 1740-1748 Sagro-Französischer Krieg innerhalb des Österreichischen Erbfolgekriegs&lt;br /&gt;
* 1756-1760 [[Sagradischer Erbfolgekrieg]]&lt;br /&gt;
* 1779-1784 Anglo-Sagradischer Krieg als Teil des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8902</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8902"/>
		<updated>2012-03-28T08:13:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und die [[Tulinesische Republik]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende [[Josephitenaufstand]] in Tulis mit dem Resultat, dass der Sitz des Königs von der Hafenstadt Tulis ins [[Sarmay|sarmayische]] [[Semess]] verlegt wurde, stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1575) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis in die Wirren des [[Josephitenaufstand]]s geriet und erst unter der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als sagradische Statthalterin im Comitat wieder an seine kulturelle Blütephase anschließen konnte, ohne aber auch politisch die frühere Machtstellung zurückzugewinnen. Am Hof Eleonores in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an. In Semess wurde zeitgleich mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König-Statthalter [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8901</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8901"/>
		<updated>2012-03-28T08:06:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Periodisierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] und König [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Filipina'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und die [[Tulinesische Republik]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende Thronfolgestreit ([[Lilienkrieg]]) stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1568) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1568-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis unter den portugiesischen Königen [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] und [[Sebastian I. von Portugal und Cuentez|Sebastian]] in den weltpolitischen Schatten geriet, ehe es erst unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez]] wieder zur Hauptstadt des [[Königreich Cuentez|azumarischen Königreichs]] wurde. Im späten 16. Jahrhundert wurde auch mit dem Neubau der Semestiner Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Am Hof Eleonores I. in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste sprechen setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8900</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8900"/>
		<updated>2012-03-28T08:05:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Periodisierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Reina Leonor'', die Regentschaftszeit der Titularkönigin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin König [[Philipp VII. Jakob|Philipp Jakobs]] (ca. 1580-1610), als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und die [[Tulinesische Republik]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende Thronfolgestreit ([[Lilienkrieg]]) stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1568) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1568-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis unter den portugiesischen Königen [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] und [[Sebastian I. von Portugal und Cuentez|Sebastian]] in den weltpolitischen Schatten geriet, ehe es erst unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez]] wieder zur Hauptstadt des [[Königreich Cuentez|azumarischen Königreichs]] wurde. Im späten 16. Jahrhundert wurde auch mit dem Neubau der Semestiner Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Am Hof Eleonores I. in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste sprechen setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.180.17</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Tulis&amp;diff=8899</id>
		<title>Tulis</title>
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		<updated>2012-03-28T08:01:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.180.17: /* Ende des Sêcolo Tulinês */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Comtàid-Perín]] und der [[Provinz Cordêsa-Tulinês]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]] (bzw. des ''Comtàid''), am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis (''Citá de Tùles'') bildet zusammen mit den umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Comunitá Urbana Tùles Metropolitán]]'', genannt ''Grande Tules''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen [[Porta Sagradia]] (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der [[Triumphbogen des Tulinian]] sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die [[Isla de Gabriel]] bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen [[Dokiansarkaden]] aus dem 19. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der weltberühmten [[Ópera Navale]] (1849-1861), dem [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der [[Isla del Salute]] vor der alten [[Tule]]-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem [[Obelisc d'Aziz]] und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Sántori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novoes Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1055 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ===&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Sêcolo Tulinês ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. König [[Michael III.]] (1543-1552) und Königin [[Johanna I.]] (1543-1575) verlegten den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semess]]. 1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[König von Cuentez|Titularkönig von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semess wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semess aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semestinische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Reina Leonor]], benannt nach der cuentesischen Titularkönigin [[Eleonore I. von Cuentez|Leonor I.]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das 17. und 18. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] Titularkönig von Cuentez und Statthalter in Tulis, erlebte Tulis noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semess]]. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Johann III. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton|Antonio Ramón de Piacone]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union und Inkorporierung ===&lt;br /&gt;
Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] von 1756 bis 1760 stand Tulis auf der Seite [[Maria II. Franziska|Maria Franciscas]] und [[Anton II.|Antonio di Piacones]]. Erst 1760 konnte der siegreiche [[Gabriel VIII.]] aus dem [[Haus Vienne]], seit 1757 König von Sagradien, auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tulis im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben [[Semess]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Bernabéu-Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semess]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung [[Sollar]], die A14 Richtung [[Nalcaz]] sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung [[San Cristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von [[Freúte]] nach [[Marcan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Aeroporto de Tules Sacâu]] verfügt die Stadt über den nach Semess und Óstino drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Mêtro Tulinês]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermêtro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola ([[Porto Autónomo de Tules]]) wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
* M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
* M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Nova)	Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
* M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
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