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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2014-01-03T22:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Tod und Nachfolge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1920 in [[Semess]], †21.12.1984) war ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer Politiker]]. Er war von 1960 bis 1967 [[Bürgermeister von Semess]] und danach für kurze Zeit [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis zu seinem Tod vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt bis heute als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1980 bis zu seinem Tod amtierte Caval als Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach Einleitung eines Strafverfahrens aber nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, ehe er 1941 nach Sagradien zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg wurde Caval Soldat und kämpfte an der Front in Nordsagradien gegen die Wehrmacht. Nach seiner Entlassung 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in [[Semess]] ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die sozialdemokratisch orientierte [[ASUL]] zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Sandro De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PPC|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semestina]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PPC]] unter [[Sandro de la Nada]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den [[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ auf Druck der revoltierenden Parteilinken hin die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Emilio Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteiintern bot Caval zu diesem Zeitpunkt seinen Rücktritt an, wurde aber von der Parteirechten gestützt, die eine Übernahme des Parteivorsitzes durch Andrés Colón zu verhindern suchte. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Zum Jahresende 1984 galt Caval wieder als starker Mann in seiner Partei und als Favorit für die kommende [[Parlamentswahl 1986]] gegen den unpopulären Ministerpräsidenten [[Emilio Moya]]. In dieser Zeit entdeckte Caval seine Leidenschaft für die Umweltpolitik und begann, im Kampf gegen die sagradischen Grünen, deren Themen zu besetzen, um eine weitere Spaltung der Linken zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer öffentlichen Weihnachtsfeier seiner Partei am 21. Dezember 1984, die unter dem Thema des Friedens und der Abrüstung stand, wurde Caval zusammen mit seinem Chauffeur in seinem Dienstwagen in einen Unfall verwickelt und starb wenige Stunden später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Sein Fahrer war noch am Unfallort verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umstände des Unfalltods wurden nie restlos geklärt. Bis heute ranken sich Legenden um einen Mordanschlag auf den Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem folgenden Trauergottesdienst waren zahlreiche Vertreter internationaler Regierungen anwesend, um Caval als verdienten Staatsmann und Vorkämpfer für Frieden und Gerechtigkeit zu ehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Caval Nachfolge in der Parteiführung entbrannte schließlich ein parteiinterner Machtkampf, in dem sich mit [[Donado Ricardes]] und [[Andrés Colón]] zwei Politiker als Rivalen gegenüberstanden, die von Caval gefördert und zeitweise als Kronprinzen aufgebaut worden waren. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai in [[Noyar]] setzte sich schließlich Ricardes gegen Colón durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Victor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Minister für Wirtschaftliche Angelegenheiten]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]])&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Caval]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T22:33:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Generalsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| 31,5 %&lt;br /&gt;
| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
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| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
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| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
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| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
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| 32,1 %&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
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| ASUL&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;''1984-1985: [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008: [[Santiago Valarosa]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(1984-1985 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(2008 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17521</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T22:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Generalsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
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| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
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| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 [[Santiago Valarosa]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(1984-1985 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(2008 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17520</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T22:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Vizegeneralsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
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| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
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| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(1984-1985 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(2008 Interimsparteichef)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17519</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17519"/>
		<updated>2014-01-03T22:30:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Vizegeneralsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 31,5 %&lt;br /&gt;
| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,4 %&lt;br /&gt;
| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,0 %&lt;br /&gt;
| 132 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,9 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,0 %&lt;br /&gt;
| 139 / 411&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 40,3 %&lt;br /&gt;
| 179 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,9 %&lt;br /&gt;
| 162 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 150 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,6 %&lt;br /&gt;
| 128 / 411&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 35,0 %&lt;br /&gt;
| 152 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,2 %&lt;br /&gt;
| 138 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 38,1 %&lt;br /&gt;
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| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,5 %&lt;br /&gt;
| 159 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,1 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 26,1 %&lt;br /&gt;
| 112 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;1984-1985 Interimsparteichef&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;2008 Interimsparteichef&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Andrés Colón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Andrés Olivera Colón''' (*26.11.1929 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker. Er begleitete in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren mehrere Ministerposten und trat bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] vergeblich als Spitzenkandidat der sozialdemokratischen [[ASUL]] an. Von 1982 bis 1984 war er Vizegeneralsekretär unter [[Joán Caval]] und nach dessen Tod im Dezember 1984 bis Mai 1985 Interimsparteichef der Sozialisten, von 1991 bis 1997 schließlich Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL). Zudem stand er zwischen 1986 und 1990 als Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und frühe politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Der studierte Jurist Colón trat nach seinem Abschluss zunächst in die Finanzverwaltung der Stadt [[Semess]] ein und machte dort Karriere. Im Jahr 1962 wurde er Justizoberrat und daraufhin von Bürgermeister [[Joán Caval]] als politisches Nachwuchstalent entdeckt. Dieser holte das ASUL-Mitglied Colón 1964 als Mitarbeiter ins Rathaus. 1965 wurde Colón zum stellvertretenden Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] gewählt, ein Amt, das er bis 1968 ausübte. In dieser Zeit erwarb sich Colón den Ruf eines linken Reformers, der die [[Guarda Jovén|Junge Garde]] der Partei um Caval, [[Paulo Centavo]] und [[Martín Solano]] unterstützte und gegen das Machtkartell der Führungstroika [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]] und [[Stefano Nacoma]] ankämpfte. Zudem gehörte er zu den Unterstützern der [[Studentenbewegung 1968 in Sagradien|Studentenbewegung des Jahres 1968]], bei der er sich bemühte, zwischen den Studenten und der Mitte-Links-Opposition zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Mentors Joán Caval zum Generalsekretär der Sozialisten im Jahr 1969 berief ihn dieser auf den neugeschaffenen Posten eines Nationalen Koordinator der Partei. Wesentlicher Aufgabenbereich Colóns war die Organisation des Wahlkampfs für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]], die mit einem Erdrutschsieg der Linken endete. Während Cavals damaliger Büroleiter [[David Cabarel]] gemeinsam mit [[David Luis Aragón]] wesentlich für die reibungslose Organisation des Wahlkampfs verantwortlich zeichnete, gehörte Colón zusammen mit [[Martín Solano]] und [[José Helguerra]] zu den Köpfen hinter dem Wahlprogramm Cavals, das unter dem Titel „[[Renovación Democrática]]“ umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Justizpolitik versprach. Colón wurde von Ministerpräsident Caval 1972 als [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef im Ministerrang]] in die Regierung berufen, wo er als Cheforganisator der Regierungsarbeit wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsminister, Affäre und Rücktritt ===&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]], die in einem erneuten Sieg der Sozialisten endete, stieg Colón abermals auf und wurde im neuen [[Kabinett Caval III]] Minister für Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit Finanzminister [[Francisco Montone]] war er nun für die ökonomische Politik verantwortlich. Als überzeugter Anhänger einer staatsinterventionistischen Wirtschaftspolitik setzte er ein stringentes linkskeynesianisches Programm um, hatte jedoch Schwierigkeiten, den Folgen der Ölkrise von 1973 zu begegnen. Im Herbst 1976, mitten im Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogene Parlamentswahl]] kam es zu einer politischen Affäre um Colón, dem eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgewiesen wurde, die er nicht nur mit einer Beförderung auf einen besser bezahlten Posten in seinem Ministerium, sondern auch mit aus der öffentlichen Kasse bezahlten Hotelübernachtungen entlohnte. Colón musste nach heftigen Angriffen auf seine Person seinen Rücktritt erklären, um den Schaden für die Partei zu begrenzen. Nachfolger wurde mit [[Donado Ricardes]] ausgerechnet ein Vertreter einer eher liberalen Wirtschaftspolitik, was allgemein als Zeichen für eine Annäherung der ASUL an die bürgerliche Rechte gedeutet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1976]] wurde Colón auf Vorschlag Cavals hin zum Sprecher der sozialistischen Fraktion in der Abgeordnetenkammer gewählt. In den folgenden Jahren profilierte sich Colón als parteiinterner Führer der Parteilinken, die zunehmend Kritik am Regierungskurs der sozialistisch-bürgerlichen Koalition übten. Am Entwurf des 1977 verabschiedeten [[Manifesto de Semesta 1977|Semestiner Programms]] war Colón als Mitglied der zuständigen Kommission führend beteiligt. Das Programm betonte den Charakter der Partei als linke Reformpartei und wurde als pointiertes Absetzungsmanöver vom liberalen Koalitionspartner gewertet. Vor allem die Passagen zum Arbeitnehmerschutz und zur Mitbestimmung sowie zur Möglichkeit der Eingriffe des Staates ins kapitalistische Wirtschaftssystem wurden von Colón konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback 1979 und Gegner des NATO-Doppelbeschlusses ===&lt;br /&gt;
Seine Führungsstellung innerhalb der Parteilinken untermauerte Colón bald auch durch die Gründung einer eigenen Strömung. Sein 1978 gegründeter Corrente stellte einen Versuch dar, die alte Traditionslinke der Partei mit der jüngeren aus den Neuen Sozialen Bewegungen stammenden Linken zu verbünden. Seine Anhängerschaft im Corrente „[[Corrente Colonista|Solidaritá Justa]]“ umfasste einen Großteil des alten Gewerkschaftsflügels der Partei sowie jüngere Mitglieder und drängte auf weitergehende Sozialstaats- und Wirtschaftsreformen. Der gestiegene Einfluss Colóns in der Partei spiegelte sich in seiner Berufung ins Wahlkampfteam der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|neuerlichen vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1979]] wieder, wo Colón für die Sozialpolitik verantwortlich zeichnete. Die Sozialisten verloren die Wahl und wurden erstmals seit neun Jahren wieder nicht stärkste Kraft im Parlament. Wahlsieger [[Sandro de la Nada]] von der [[PPC]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] mit der ASUL, in der Colón das Ministerium für Arbeit und Soziales übernahm. Da Parteichef Caval dem Kabinett nicht angehörte, war Colón neben Finanzminister [[Francisco Montone]], dem führenden Vertreter der Parteirechten in der Regierung, einer der wichtigsten Minister der Regierung und repräsentierte den traditionalistisch-linken Flügel der Partei. Hier kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Colón und dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]], der Colón daraufhin als seinen &amp;quot;Lieblingsfeind&amp;quot; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss ergriff Colón energisch Partei gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in Europa und trat als Folge eines gegenläufigen Kabinettsbeschlusses im Februar 1981 von seinem Ministeramt zurück. Danach organisierte er mit Zustimmung von Parteichef Caval den parteiinternen Widerstand gegen die Regierungspolitik, womit er maßgeblich Mitverantwortung für das Scheitern der Regierung im Sommer 1982 trug. Nachdem Joán Caval auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten verzichtet hatte, wurde Andrés Colón auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Bosa]] zum Kandidaten der Partei für das Premieramt gewählt. Außerdem erbte Colón von Stefano Nacoma das Amt des Vizegeneralsekretärs. Damit war er auch in der Partei die Nummer Zwei hinter Caval. Der als potenzieller Gegenkandidat Colóns für die Spitzenkandidatur gehandelte [[Donado Ricardes]] hatte auf eine eigene Bewerbung verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlniederlage als Spitzenkandidat 1982 ===&lt;br /&gt;
Colón zog mit einer klar Lagerwahlkampfstrategie in die Kampagne. Gegenüber Caval konnte er die Ernennung seines ehemaligen Staatssekretärs [[Miguel Cambrís]] zum Nationalen Koordinator und Wahlkampfleiter durchsetzen. Ziel Colóns war es, stärker als die Konservativen zu werden, um die neue Regierung anführen zu können. Erst danach sollte die schwierige Koalitionsfrage beantwortet werden. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahl im September 1982]] endete schließlich in einem Debakel für die Sozialisten, die erstmals seit 1958 unter die 30-Prozent-Marke abrutschten. Colón ging absolut geschwächt aus der Wahl hervor. War er zuvor als klarer Favorit für die Nachfolge Cavals gehandelt worden, der signalisiert hatte, den Parteivorsitz mittelfristig an Colón abzugeben, so musste er nun um sein politisches Überleben kämpfen und war als direkter Nachfolgekandidat Cavals unvermittelbar. Immerhin wurde er als Nachfolger [[Stefano Nacoma]]s zum neuen Sprecher der ASUL-Fraktion in der Kammer gewählt. In der Folge musste er allerdings gegen einen sukzessiven Machtgewinn der Rechten in der Partei kämpfen, die das Projekt des Linkskurses als gescheitert ansahen und das politische Comeback [[Donado Ricardes]]' vorbereiteten. Gleichzeitig galt Caval als Kompromisskandidat aller Parteiflügel weiterhin als starker Mann in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik ===&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung Joán Cavals im Dezember 1984 musste Colón kommissarisch das Amt des Parteichefs übernehmen. Schließlich bewarb er sich auf dem Noyarenser Parteitag der Sozialisten im Mai 1985 um das Amt des Generalsekretärs und um die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|kommenden Parlamentswahlen]]. In der Abstimmung unterlag er jedoch seinem Kontrahenten [[Donado Ricardes]], blieb auf dessen Vorschlag aber im Amt des Stellvertreters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerparteiliche Niederlage gegen die Parteirechte und der folgende Sieg [[Donado Ricardes]]' bei der [[Parlamentswahl 1986]] leitete einen kontinuierlichen Machtverlust Colóns in der Partei ein. Während die Partei unter Ricardes eine Koalition mit den Liberalen bildete, einen Kurs der Mitte steuerte und eine wirtschafts- und haushaltspolitische Kurskorrektur vornahm, zog sich Colón nach und nach aus den entscheidenden Parteipositionen zurück. Dem [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] gehörte er nicht an und zog stattdessen den repräsentativen Vorsitz der Abgeordnetenkammer vor. 1989 gab er auch den Posten als Vizegeneralsekretär seiner Partei zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 wurde Colón schließlich als Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]]’ zum Präsidenten der parteinahen [[Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL) gewählt. Bei den Urwahlen für das Amt des Generalsekretärs der Partei unterstützte Colón 1992 öffentlich den jungen Linken [[Paulo Satyres]] gegen den Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]], der aber die Abstimmung für sich entscheiden konnte. Nachdem er 1994 aus der Abgeordnetenkammer ausgeschieden war, trat Colón im Jahr 1997 auch von der Spitze der FSL zurück und zog sich in sein Privathaus auf [[Cuentez]] zurück. Danach schrieb er im Wechsel mit dem konservativen [[Joán Perón]] regelmäßig eine politische Kolumne in der linksliberalen Wochenzeitung [[Il Tiempo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1976: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: Nationaler Koordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1975-1980: Regionalsekretär der [[ASUL]] in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: Delegierter (geschäftsführender) Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1977-1981: Regionalrat in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Colón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Andr%C3%A9s_Col%C3%B3n&amp;diff=17517</id>
		<title>Andrés Colón</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Andr%C3%A9s_Col%C3%B3n&amp;diff=17517"/>
		<updated>2014-01-03T22:26:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Parteifunktionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Andrés Olivera Colón''' (*26.11.1929 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker. Er begleitete in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren mehrere Ministerposten und trat bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] vergeblich als Spitzenkandidat der sozialdemokratischen [[ASUL]] an. Von 1982 bis 1989 war er Vizegeneralsekretär seiner Partei, danach von 1991 bis 1997 Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL). Zudem stand er zwischen 1986 und 1990 als Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und frühe politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Der studierte Jurist Colón trat nach seinem Abschluss zunächst in die Finanzverwaltung der Stadt [[Semess]] ein und machte dort Karriere. Im Jahr 1962 wurde er Justizoberrat und daraufhin von Bürgermeister [[Joán Caval]] als politisches Nachwuchstalent entdeckt. Dieser holte das ASUL-Mitglied Colón 1964 als Mitarbeiter ins Rathaus. 1965 wurde Colón zum stellvertretenden Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] gewählt, ein Amt, das er bis 1968 ausübte. In dieser Zeit erwarb sich Colón den Ruf eines linken Reformers, der die [[Guarda Jovén|Junge Garde]] der Partei um Caval, [[Paulo Centavo]] und [[Martín Solano]] unterstützte und gegen das Machtkartell der Führungstroika [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]] und [[Stefano Nacoma]] ankämpfte. Zudem gehörte er zu den Unterstützern der [[Studentenbewegung 1968 in Sagradien|Studentenbewegung des Jahres 1968]], bei der er sich bemühte, zwischen den Studenten und der Mitte-Links-Opposition zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Mentors Joán Caval zum Generalsekretär der Sozialisten im Jahr 1969 berief ihn dieser auf den neugeschaffenen Posten eines Nationalen Koordinator der Partei. Wesentlicher Aufgabenbereich Colóns war die Organisation des Wahlkampfs für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]], die mit einem Erdrutschsieg der Linken endete. Während Cavals damaliger Büroleiter [[David Cabarel]] gemeinsam mit [[David Luis Aragón]] wesentlich für die reibungslose Organisation des Wahlkampfs verantwortlich zeichnete, gehörte Colón zusammen mit [[Martín Solano]] und [[José Helguerra]] zu den Köpfen hinter dem Wahlprogramm Cavals, das unter dem Titel „[[Renovación Democrática]]“ umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Justizpolitik versprach. Colón wurde von Ministerpräsident Caval 1972 als [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef im Ministerrang]] in die Regierung berufen, wo er als Cheforganisator der Regierungsarbeit wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsminister, Affäre und Rücktritt ===&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]], die in einem erneuten Sieg der Sozialisten endete, stieg Colón abermals auf und wurde im neuen [[Kabinett Caval III]] Minister für Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit Finanzminister [[Francisco Montone]] war er nun für die ökonomische Politik verantwortlich. Als überzeugter Anhänger einer staatsinterventionistischen Wirtschaftspolitik setzte er ein stringentes linkskeynesianisches Programm um, hatte jedoch Schwierigkeiten, den Folgen der Ölkrise von 1973 zu begegnen. Im Herbst 1976, mitten im Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogene Parlamentswahl]] kam es zu einer politischen Affäre um Colón, dem eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgewiesen wurde, die er nicht nur mit einer Beförderung auf einen besser bezahlten Posten in seinem Ministerium, sondern auch mit aus der öffentlichen Kasse bezahlten Hotelübernachtungen entlohnte. Colón musste nach heftigen Angriffen auf seine Person seinen Rücktritt erklären, um den Schaden für die Partei zu begrenzen. Nachfolger wurde mit [[Donado Ricardes]] ausgerechnet ein Vertreter einer eher liberalen Wirtschaftspolitik, was allgemein als Zeichen für eine Annäherung der ASUL an die bürgerliche Rechte gedeutet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1976]] wurde Colón auf Vorschlag Cavals hin zum Sprecher der sozialistischen Fraktion in der Abgeordnetenkammer gewählt. In den folgenden Jahren profilierte sich Colón als parteiinterner Führer der Parteilinken, die zunehmend Kritik am Regierungskurs der sozialistisch-bürgerlichen Koalition übten. Am Entwurf des 1977 verabschiedeten [[Manifesto de Semesta 1977|Semestiner Programms]] war Colón als Mitglied der zuständigen Kommission führend beteiligt. Das Programm betonte den Charakter der Partei als linke Reformpartei und wurde als pointiertes Absetzungsmanöver vom liberalen Koalitionspartner gewertet. Vor allem die Passagen zum Arbeitnehmerschutz und zur Mitbestimmung sowie zur Möglichkeit der Eingriffe des Staates ins kapitalistische Wirtschaftssystem wurden von Colón konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback 1979 und Gegner des NATO-Doppelbeschlusses ===&lt;br /&gt;
Seine Führungsstellung innerhalb der Parteilinken untermauerte Colón bald auch durch die Gründung einer eigenen Strömung. Sein 1978 gegründeter Corrente stellte einen Versuch dar, die alte Traditionslinke der Partei mit der jüngeren aus den Neuen Sozialen Bewegungen stammenden Linken zu verbünden. Seine Anhängerschaft im Corrente „[[Corrente Colonista|Solidaritá Justa]]“ umfasste einen Großteil des alten Gewerkschaftsflügels der Partei sowie jüngere Mitglieder und drängte auf weitergehende Sozialstaats- und Wirtschaftsreformen. Der gestiegene Einfluss Colóns in der Partei spiegelte sich in seiner Berufung ins Wahlkampfteam der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|neuerlichen vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1979]] wieder, wo Colón für die Sozialpolitik verantwortlich zeichnete. Die Sozialisten verloren die Wahl und wurden erstmals seit neun Jahren wieder nicht stärkste Kraft im Parlament. Wahlsieger [[Sandro de la Nada]] von der [[PPC]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] mit der ASUL, in der Colón das Ministerium für Arbeit und Soziales übernahm. Da Parteichef Caval dem Kabinett nicht angehörte, war Colón neben Finanzminister [[Francisco Montone]], dem führenden Vertreter der Parteirechten in der Regierung, einer der wichtigsten Minister der Regierung und repräsentierte den traditionalistisch-linken Flügel der Partei. Hier kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Colón und dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]], der Colón daraufhin als seinen &amp;quot;Lieblingsfeind&amp;quot; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss ergriff Colón energisch Partei gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in Europa und trat als Folge eines gegenläufigen Kabinettsbeschlusses im Februar 1981 von seinem Ministeramt zurück. Danach organisierte er mit Zustimmung von Parteichef Caval den parteiinternen Widerstand gegen die Regierungspolitik, womit er maßgeblich Mitverantwortung für das Scheitern der Regierung im Sommer 1982 trug. Nachdem Joán Caval auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten verzichtet hatte, wurde Andrés Colón auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Bosa]] zum Kandidaten der Partei für das Premieramt gewählt. Außerdem erbte Colón von Stefano Nacoma das Amt des Vizegeneralsekretärs. Damit war er auch in der Partei die Nummer Zwei hinter Caval. Der als potenzieller Gegenkandidat Colóns für die Spitzenkandidatur gehandelte [[Donado Ricardes]] hatte auf eine eigene Bewerbung verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlniederlage als Spitzenkandidat 1982 ===&lt;br /&gt;
Colón zog mit einer klar Lagerwahlkampfstrategie in die Kampagne. Gegenüber Caval konnte er die Ernennung seines ehemaligen Staatssekretärs [[Miguel Cambrís]] zum Nationalen Koordinator und Wahlkampfleiter durchsetzen. Ziel Colóns war es, stärker als die Konservativen zu werden, um die neue Regierung anführen zu können. Erst danach sollte die schwierige Koalitionsfrage beantwortet werden. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahl im September 1982]] endete schließlich in einem Debakel für die Sozialisten, die erstmals seit 1958 unter die 30-Prozent-Marke abrutschten. Colón ging absolut geschwächt aus der Wahl hervor. War er zuvor als klarer Favorit für die Nachfolge Cavals gehandelt worden, der signalisiert hatte, den Parteivorsitz mittelfristig an Colón abzugeben, so musste er nun um sein politisches Überleben kämpfen und war als direkter Nachfolgekandidat Cavals unvermittelbar. Immerhin wurde er als Nachfolger [[Stefano Nacoma]]s zum neuen Sprecher der ASUL-Fraktion in der Kammer gewählt. In der Folge musste er allerdings gegen einen sukzessiven Machtgewinn der Rechten in der Partei kämpfen, die das Projekt des Linkskurses als gescheitert ansahen und das politische Comeback [[Donado Ricardes]]' vorbereiteten. Gleichzeitig galt Caval als Kompromisskandidat aller Parteiflügel weiterhin als starker Mann in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik ===&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung Joán Cavals im Dezember 1984 musste Colón kommissarisch das Amt des Parteichefs übernehmen. Schließlich bewarb er sich auf dem Noyarenser Parteitag der Sozialisten im Mai 1985 um das Amt des Generalsekretärs und um die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|kommenden Parlamentswahlen]]. In der Abstimmung unterlag er jedoch seinem Kontrahenten [[Donado Ricardes]], blieb auf dessen Vorschlag aber im Amt des Stellvertreters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerparteiliche Niederlage gegen die Parteirechte und der folgende Sieg [[Donado Ricardes]]' bei der [[Parlamentswahl 1986]] leitete einen kontinuierlichen Machtverlust Colóns in der Partei ein. Während die Partei unter Ricardes eine Koalition mit den Liberalen bildete, einen Kurs der Mitte steuerte und eine wirtschafts- und haushaltspolitische Kurskorrektur vornahm, zog sich Colón nach und nach aus den entscheidenden Parteipositionen zurück. Dem [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] gehörte er nicht an und zog stattdessen den repräsentativen Vorsitz der Abgeordnetenkammer vor. 1989 gab er auch den Posten als Vizegeneralsekretär seiner Partei zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 wurde Colón schließlich als Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]]’ zum Präsidenten der parteinahen [[Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL) gewählt. Bei den Urwahlen für das Amt des Generalsekretärs der Partei unterstützte Colón 1992 öffentlich den jungen Linken [[Paulo Satyres]] gegen den Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]], der aber die Abstimmung für sich entscheiden konnte. Nachdem er 1994 aus der Abgeordnetenkammer ausgeschieden war, trat Colón im Jahr 1997 auch von der Spitze der FSL zurück und zog sich in sein Privathaus auf [[Cuentez]] zurück. Danach schrieb er im Wechsel mit dem konservativen [[Joán Perón]] regelmäßig eine politische Kolumne in der linksliberalen Wochenzeitung [[Il Tiempo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1976: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: Nationaler Koordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1975-1980: Regionalsekretär der [[ASUL]] in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1989: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: Delegierter (geschäftsführender) Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1977-1981: Regionalrat in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Colón]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Andrés Colón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Andrés Olivera Colón''' (*26.11.1929 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker. Er begleitete in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren mehrere Ministerposten und trat bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] vergeblich als Spitzenkandidat der sozialdemokratischen [[ASUL]] an. Von 1982 bis 1989 war er Vizegeneralsekretär seiner Partei, danach von 1991 bis 1997 Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL). Zudem stand er zwischen 1986 und 1990 als Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und frühe politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Der studierte Jurist Colón trat nach seinem Abschluss zunächst in die Finanzverwaltung der Stadt [[Semess]] ein und machte dort Karriere. Im Jahr 1962 wurde er Justizoberrat und daraufhin von Bürgermeister [[Joán Caval]] als politisches Nachwuchstalent entdeckt. Dieser holte das ASUL-Mitglied Colón 1964 als Mitarbeiter ins Rathaus. 1965 wurde Colón zum stellvertretenden Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] gewählt, ein Amt, das er bis 1968 ausübte. In dieser Zeit erwarb sich Colón den Ruf eines linken Reformers, der die [[Guarda Jovén|Junge Garde]] der Partei um Caval, [[Paulo Centavo]] und [[Martín Solano]] unterstützte und gegen das Machtkartell der Führungstroika [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]] und [[Stefano Nacoma]] ankämpfte. Zudem gehörte er zu den Unterstützern der [[Studentenbewegung 1968 in Sagradien|Studentenbewegung des Jahres 1968]], bei der er sich bemühte, zwischen den Studenten und der Mitte-Links-Opposition zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Mentors Joán Caval zum Generalsekretär der Sozialisten im Jahr 1969 berief ihn dieser auf den neugeschaffenen Posten eines Nationalen Koordinator der Partei. Wesentlicher Aufgabenbereich Colóns war die Organisation des Wahlkampfs für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]], die mit einem Erdrutschsieg der Linken endete. Während Cavals damaliger Büroleiter [[David Cabarel]] gemeinsam mit [[David Luis Aragón]] wesentlich für die reibungslose Organisation des Wahlkampfs verantwortlich zeichnete, gehörte Colón zusammen mit [[Martín Solano]] und [[José Helguerra]] zu den Köpfen hinter dem Wahlprogramm Cavals, das unter dem Titel „[[Renovación Democrática]]“ umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Justizpolitik versprach. Colón wurde von Ministerpräsident Caval 1972 als [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef im Ministerrang]] in die Regierung berufen, wo er als Cheforganisator der Regierungsarbeit wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsminister, Affäre und Rücktritt ===&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]], die in einem erneuten Sieg der Sozialisten endete, stieg Colón abermals auf und wurde im neuen [[Kabinett Caval III]] Minister für Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit Finanzminister [[Francisco Montone]] war er nun für die ökonomische Politik verantwortlich. Als überzeugter Anhänger einer staatsinterventionistischen Wirtschaftspolitik setzte er ein stringentes linkskeynesianisches Programm um, hatte jedoch Schwierigkeiten, den Folgen der Ölkrise von 1973 zu begegnen. Im Herbst 1976, mitten im Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogene Parlamentswahl]] kam es zu einer politischen Affäre um Colón, dem eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgewiesen wurde, die er nicht nur mit einer Beförderung auf einen besser bezahlten Posten in seinem Ministerium, sondern auch mit aus der öffentlichen Kasse bezahlten Hotelübernachtungen entlohnte. Colón musste nach heftigen Angriffen auf seine Person seinen Rücktritt erklären, um den Schaden für die Partei zu begrenzen. Nachfolger wurde mit [[Donado Ricardes]] ausgerechnet ein Vertreter einer eher liberalen Wirtschaftspolitik, was allgemein als Zeichen für eine Annäherung der ASUL an die bürgerliche Rechte gedeutet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1976]] wurde Colón auf Vorschlag Cavals hin zum Sprecher der sozialistischen Fraktion in der Abgeordnetenkammer gewählt. In den folgenden Jahren profilierte sich Colón als parteiinterner Führer der Parteilinken, die zunehmend Kritik am Regierungskurs der sozialistisch-bürgerlichen Koalition übten. Am Entwurf des 1977 verabschiedeten [[Manifesto de Semesta 1977|Semestiner Programms]] war Colón als Mitglied der zuständigen Kommission führend beteiligt. Das Programm betonte den Charakter der Partei als linke Reformpartei und wurde als pointiertes Absetzungsmanöver vom liberalen Koalitionspartner gewertet. Vor allem die Passagen zum Arbeitnehmerschutz und zur Mitbestimmung sowie zur Möglichkeit der Eingriffe des Staates ins kapitalistische Wirtschaftssystem wurden von Colón konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback 1979 und Gegner des NATO-Doppelbeschlusses ===&lt;br /&gt;
Seine Führungsstellung innerhalb der Parteilinken untermauerte Colón bald auch durch die Gründung einer eigenen Strömung. Sein 1978 gegründeter Corrente stellte einen Versuch dar, die alte Traditionslinke der Partei mit der jüngeren aus den Neuen Sozialen Bewegungen stammenden Linken zu verbünden. Seine Anhängerschaft im Corrente „[[Corrente Colonista|Solidaritá Justa]]“ umfasste einen Großteil des alten Gewerkschaftsflügels der Partei sowie jüngere Mitglieder und drängte auf weitergehende Sozialstaats- und Wirtschaftsreformen. Der gestiegene Einfluss Colóns in der Partei spiegelte sich in seiner Berufung ins Wahlkampfteam der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|neuerlichen vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1979]] wieder, wo Colón für die Sozialpolitik verantwortlich zeichnete. Die Sozialisten verloren die Wahl und wurden erstmals seit neun Jahren wieder nicht stärkste Kraft im Parlament. Wahlsieger [[Sandro de la Nada]] von der [[PPC]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] mit der ASUL, in der Colón das Ministerium für Arbeit und Soziales übernahm. Da Parteichef Caval dem Kabinett nicht angehörte, war Colón neben Finanzminister [[Francisco Montone]], dem führenden Vertreter der Parteirechten in der Regierung, einer der wichtigsten Minister der Regierung und repräsentierte den traditionalistisch-linken Flügel der Partei. Hier kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Colón und dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]], der Colón daraufhin als seinen &amp;quot;Lieblingsfeind&amp;quot; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss ergriff Colón energisch Partei gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in Europa und trat als Folge eines gegenläufigen Kabinettsbeschlusses im Februar 1981 von seinem Ministeramt zurück. Danach organisierte er mit Zustimmung von Parteichef Caval den parteiinternen Widerstand gegen die Regierungspolitik, womit er maßgeblich Mitverantwortung für das Scheitern der Regierung im Sommer 1982 trug. Nachdem Joán Caval auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten verzichtet hatte, wurde Andrés Colón auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Bosa]] zum Kandidaten der Partei für das Premieramt gewählt. Außerdem erbte Colón von Stefano Nacoma das Amt des Vizegeneralsekretärs. Damit war er auch in der Partei die Nummer Zwei hinter Caval. Der als potenzieller Gegenkandidat Colóns für die Spitzenkandidatur gehandelte [[Donado Ricardes]] hatte auf eine eigene Bewerbung verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlniederlage als Spitzenkandidat 1982 ===&lt;br /&gt;
Colón zog mit einer klar Lagerwahlkampfstrategie in die Kampagne. Gegenüber Caval konnte er die Ernennung seines ehemaligen Staatssekretärs [[Miguel Cambrís]] zum Nationalen Koordinator und Wahlkampfleiter durchsetzen. Ziel Colóns war es, stärker als die Konservativen zu werden, um die neue Regierung anführen zu können. Erst danach sollte die schwierige Koalitionsfrage beantwortet werden. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahl im September 1982]] endete schließlich in einem Debakel für die Sozialisten, die erstmals seit 1958 unter die 30-Prozent-Marke abrutschten. Colón ging absolut geschwächt aus der Wahl hervor. War er zuvor als klarer Favorit für die Nachfolge Cavals gehandelt worden, der signalisiert hatte, den Parteivorsitz mittelfristig an Colón abzugeben, so musste er nun um sein politisches Überleben kämpfen und war als direkter Nachfolgekandidat Cavals unvermittelbar. Immerhin wurde er als Nachfolger [[Stefano Nacoma]]s zum neuen Sprecher der ASUL-Fraktion in der Kammer gewählt. In der Folge musste er allerdings gegen einen sukzessiven Machtgewinn der Rechten in der Partei kämpfen, die das Projekt des Linkskurses als gescheitert ansahen und das politische Comeback [[Donado Ricardes]]' vorbereiteten. Gleichzeitig galt Caval als Kompromisskandidat aller Parteiflügel weiterhin als starker Mann in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik ===&lt;br /&gt;
Nach der Ermordnung Joán Cavals im Dezember 1984 musste Colón kommissarisch das Amt des Parteichefs übernehmen. Schließlich bewarb er sich auf dem Noyarenser Parteitag der Sozialisten im Mai 1985 um das Amt des Generalsekretärs und um die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|kommenden Parlamentswahlen]]. In der Abstimmung unterlag er jedoch seinem Kontrahenten [[Donado Ricardes]], blieb auf dessen Vorschlag aber im Amt des Stellvertreters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innerparteiliche Niederlage gegen die Parteirechte und der folgende Sieg [[Donado Ricardes]]' bei der [[Parlamentswahl 1986]] leitete einen kontinuierlichen Machtverlust Colóns in der Partei ein. Während die Partei unter Ricardes eine Koalition mit den Liberalen bildete, einen Kurs der Mitte steuerte und eine wirtschafts- und haushaltspolitische Kurskorrektur vornahm, zog sich Colón nach und nach aus den entscheidenden Parteipositionen zurück. Dem [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] gehörte er nicht an und zog stattdessen den repräsentativen Vorsitz der Abgeordnetenkammer vor. 1989 gab er auch den Posten als Vizegeneralsekretär seiner Partei zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 wurde Colón schließlich als Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]]’ zum Präsidenten der parteinahen [[Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL) gewählt. Bei den Urwahlen für das Amt des Generalsekretärs der Partei unterstützte Colón 1992 öffentlich den jungen Linken [[Paulo Satyres]] gegen den Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]], der aber die Abstimmung für sich entscheiden konnte. Nachdem er 1994 aus der Abgeordnetenkammer ausgeschieden war, trat Colón im Jahr 1997 auch von der Spitze der FSL zurück und zog sich in sein Privathaus auf [[Cuentez]] zurück. Danach schrieb er im Wechsel mit dem konservativen [[Joán Perón]] regelmäßig eine politische Kolumne in der linksliberalen Wochenzeitung [[Il Tiempo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1976: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: Nationaler Koordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1975-1980: Regionalsekretär der [[ASUL]] in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1991: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: Delegierter (geschäftsführender) Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1994: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1977-1981: Regionalrat in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Colón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Donado_Ricardes&amp;diff=17515</id>
		<title>Donado Ricardes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Donado Morrier Ricardes''' (*4.5.1930 in [[Martiniac]], [[Ligre Scantia]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Ökonom und Politiker. Er war von 1987 bis 1990 [[sagradischer Ministerpräsident]] und von 1985 bis 1990 Generalsekretär der sozialdemokratischen [[ASUL]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beruf ===&lt;br /&gt;
Donado Ricardes, Sohn eines Gymnasiallehrers aus [[Martiniac]] im Norden [[Ligre-Scantia]]s, ging in seinem Heimatort zur Schule, das Gymnasium besuchte er in [[Bosa]] und begann dort auch 1949 sein Studium der Rechtswissenschaften, welches er fünf Jahre später in [[Semess]] beendete. In dieser Zeit trat Ricardes auch der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] bei. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften mit dem Spezialgebiet Wirtschaftsrecht wechselte Ricardes von der Verwaltungshochschule in [[Semess]] in die Staatswirtschaft und wurde zunächst Ober-Verwaltungsdirektor und später leitender Finanzdirektor des staatlichen Energiekonzerns [[COESA|CES]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Start der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 erfolgte Ricardes' Wechsel in die Politik. Unter Finanzminister [[Francisco Montone]] wurde er  zunächst zum Staatssekretär im Finanzministerium berufen. Nur kurze Zeit später übernahm Ricardes nach dem Rücktritt des sozialistischen Wirtschaftsministers [[Andrés Colón]] im Oktober 1976 dessen Ministeramt im  [[Kabinett Caval III|dritten Kabinett]] von [[Joán Caval]]. Die Ablösung des Parteilinken Colón durch den langjährigen Manager wurde verschiedentlich als wirtschaftspolitischer Richtungswechsel gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine schnellen Erfolge, die ein rapides Anwachsen der Wirtschaftskraft des Landes verzeichneten, gewann er auch einige Anhänger in der Sozialistischen Partei und es entwickelte sich um Ricardes eine parteiinterne Strömung der reformistischen Mitte, die eine soziale Gestaltung der Marktwirtschaft anstrebte und die marxistisch geprägte Linie der alten Linken ablehnte. 1979 gründete Ricardes seinen eigenen [[Corrente]], dem er den schlichten Namen &amp;quot;[[Corrente Ricardista|Progreso Social]]&amp;quot; gab. Die „Linie Ricardes“ gewann in den folgenden Jahren der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem konservativen Premierminister [[Santo de la Nada]] zunehmenden Einfluss vor allem im Regierungsflügel der ASUL, blieb aber in der weiterhin von Caval geführten Partei zunächst in der Minderheit. Da das Wirtschaftsministerium in der Regierung an die PPC gegangen war, bekleidete Ricardes in der [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] kein Ministeramt. Stattdessen wurde er im Januar 1980 auf Vorschlag von Finanzminister Montone hin und in Absprache mit Premierminister De la Nada zum Geschäftsführenden Direktor der größten Staatsholdung [[ENIP]] ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Joán Caval 1981 auf die Spitzenkandidatur für die kommende Parlamentswahl verzichtet hatte und sich 1982 vorgezogene Neuwahlen abzeichneten, wurde Ricardes vom rechten Parteiflügel als potenzieller Spitzenkandidat ins Spiel gebracht. Die Strategie war es, einen wirtschaftsnahen und zentristisch auftretenden Politiker an die Spitze zu stellen, um die politische Mitte zu erobern. Als sich in der Partei jedoch eine Mehrheit für eine Kandidatur [[Andrés Colón]]s abzeichnete, der auch von Parteichef Caval favorisiert wurde, verzichtete Ricardes auf eine Kampfkandidatur gegen Colón und blieb auf seinem Vorstandsposten. Die Erdrutschniederlage [[Andrés Colón]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1982]] bereitete den Boden für ein Comeback Ricardes' in der Partei in den nächsten Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Als Generaldirektor der [[ENIP]] wirkte Ricardes in der Folge bei der Ausführung des umfangreichen Privatisierungsprogramms der konservativ-liberalen [[Kabinett Moya I|Regierung Moya]] mit. Nachdem es zu mehreren Differenzen zwischen Ricardes und der Regierung Moya gekommen war, die sich allerdings eher um technische Details der Liberalisierung, als um den Kurs an sich drehten, erklärte Ricardes seinen Rücktritt zum Jahresende 1983. In der Folge kehrte er nach und nach auf die politische Bühne zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Joán Cavals in Folge eines Attentats am 21. Dezember 1984 wurde Ricardes öffentlich als potenzieller Nachfolger gehandelt. Auf dem Parteikongress der ASUL im Mai 1985 sollte gleichzeitig über den neuen Generalsekretär und Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl im Herbst 1986]] entschieden werden. Ricardes entschloss sich schließlich zur Kampfkandidatur gegen den interimistisch amtierenden Parteichef [[Andrés Colón]], der nach seiner [[Parlamentswahl 1982|Wahlniederlage 1982]] von einem großen Teil der Partei, vor allem dem rechten Flügel, abgelehnt wurde. Ricardes konnte sich schließlich in der entscheidenden Abstimmung gegen Colón durchsetzen und wurde, obwohl innerparteilich ein Außenseiter, zum neuen Generalsekretär der Sozialisten gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ricardes führte einen Wahlkampf, der auf die Eroberung der politischen Mitte abzielte. Sein relativ wirtschaftsfreundliches und den Bedürfnissen des Mittelstandes angepasstes Wahlprogramm  wurde von Gegnern heftig kritisiert, die anmerkten, man könne es nicht von dem der bürgerlichen Rechten unterscheiden und es stelle keine Alternative zur neoliberalen Politik der Volkspartei/UDS-Koalition dar. Der Schwerpunkt des Wahlkampfs lag ganz auf den 'harten' Themen Wirtschaft, Arbeit und Sicherheit. Besonders die Vernachlässigung der neuen postmaterialistischen Linken als potenzielle Zielgruppe wurde vielfach kritisiert. Dennoch gelang Ricardes ein Wahlsieg gegen die Konservativen und er konnte sein Ziel der Neuauflage der sozialistisch-liberalen Koalition verwirklichen. Mit [[Bernardo Véllez]] machte er einen ausgewiesenen Wirtschaftsfachmann und loyalen Gefolgsmann zum Wirtschaftsminister, der zusammen mit Finanzminister [[António Anghés]] von der UDS eine liberale Wirtschaftspolitik vertreten sollte. [[Andrés Colón]], der schon im Wahlkampf keine Rolle gespielt hatte, wurde bei der Ressortverteilung nicht berücksichtigt und zog sich in der Folge auch vom Fraktionsvorsitz zurück. Insgesamt war das [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] von einem deutlichen Übergewicht der Parteirechten geprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Premierminister und Parteichef geriet Ricardes bald in Widerspruch zu den Parteilinken und v.a. zu den Anhängern einer neuen ökologischen Wirtschafts- und Umweltpolitik, die mit dem Erstarken der [[Verdes|Grünen]] auch innerhalb der Allianzpartei anwuchsen. Besonders eine Generation jüngerer sozialistischer Politiker wie [[Paulo Satyres]] oder [[Mariano Larcón]] vertrat das Konzept einer Annäherung an die Grünen, dazu gehörten auch eher der Mitte zugeneigte Politiker wie der Abgeordnete [[António Delvequio]], der sich die grüne Option aus strategischen Gründen offenhalten wollte. Dagegen galt Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik und als Gegner rot-grüner Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt und weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Nach den neuerlichen Wahlerfolgen der Grünen ging Ricardes im Hinblick auf die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] zu einer neuen Strategie über und versuchte die Wähler der Grünen wieder an die eigene Partei zu binden. 1989 holte er den populären ehemaligen Grünen [[Julio de la Costa]] als Umweltminister in sein Kabinett, um einen Politikwechsel zu signalisieren. Auch die Parteilinke wurde ab 1988/89 stärker berücksichtigt, was die Koalition mit den Liberalen zunehmend belastete. Trotz eingeschlagener Kurskorrekturen hin zu einer eher traditionellen sozialdemokratischen Wirtschafts- und Sozialpolitik einerseits und wenigen postmaterialistischen Akzenten andererseits musste Ricardes bei den Kammerwahlen 1990 eine deutliche Niederlage hinnehmen und wurde durch den Konservativen [[Josep Otero]] als Ministerpräsident abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der Wahl trat Ricardes von seinem Amt als Parteichef der Sozialisten zurück, nachdem er im Parteivorstand der heftigen Kritik der Linken ausgesetzt worden war. Sein Mandat als Abgeordneter nahm er weiterhin wahr, zog sich aber aus der Führung zurück. Im Jahr 1992 kam es zum Bekanntwerden eines Parteispendenskandals in der ASUL. Besonders Ricardes geriet in die Kritik und musste bald zugeben, als Parteichef Parteispenden wiederholt falsch deklariert zu haben. Er gab sein Abgeordnetenmandat zurück und zog sich vorübergehend aus der Politik zurück. Stattdessen arbeitete er fortan als Berater in der freien Wirtschaft. Nachdem er lange Zeit als Kandidat der Sozialisten für die [[Präsidentschaftswahlen 1994]] gehandelt worden waren, musste er derartige Ambitionen ebenfalls aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senator ===&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] wurde Ricardes dennoch Vorsitzender einer außerparlemantarischen Expertenkommission, die Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens ausarbeiten sollte. Im Juni 1999 feierte Ricardes sein politisches Comeback und zog für die Sozialisten ins Europäische Parlament ein. Hier war er im Haushalts- und Währungsausschuss vertreten. Nach einer Legislaturperiode verzichtete er im Jahr 2004 auf eine Wiederwahl. Stattdessen kehrte er als Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen in die Wirtschaft zurück. Im Jahr 2005 wurde der 75-jährige Ricardes von Staatspräsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kam es vermehrt zu Differenzen zwischen Ricardes und seiner Partei. Ricardes gehörte innerhalb seiner Partei zu jenen Mitgliedern, die sich vehement gegen eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprachen. Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]], der ebenfalls diesen Kurs vertrat, warf er aber Führungsschwäche vor. Innerhalb der Sozialistischen Partei wurde Ricardes vermehrt vorgeworfen, der konservativen Rechtskoalition von [[Ánibal Luisanto]] nahezustehen. Hinzu kamen persönliche Differenzen zwischen Ricardes und Diaz de Velozo, da der Asul-Chef aus parteitaktischen Erwägungen heraus Ricardes den prestigereichen Vorsitz des Nationalkonvents der Partei verweigerte, von dem sich Ricardes die parteiinterne Rehabilitation für seine Vergehen im Parteispendenskandal der späten Achtziger und frühen Neunziger versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] eskalierte der Streit Ricardes’ mit seiner Partei. Im Hinblick auf das Wahlprogramm der Sozialisten sprach Ricardes von einem „Linksruck“ und wirtschafts- und energiepolitischem „Unsinn“. Bereits zuvor hatte Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik den Ausstieg aus der Atomenergie kritisiert und sich für längere Laufzeiten ausgesprochen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei den Kammerwahlen 2008 gehörte Ricardes zu den wenigen in der Partei, die die Kandidatur des wirtschaftsnahen Außenseiter-Kandidaten [[Joán Gras Brianforte]] unterstützten. Einen Tag nach der Wahl der gemäßigt-linken [[Mercé Serrat Cabarell]] zur neuen Generalsekretärin der Asul erklärte Ricardes in einem Interview mit der konservativen Tageszeitung [[Il Mundo]], seine Parteimitgliedschaft ruhen lassen zu wollen. Außerdem trat er aus der sozialistischen Gruppe im Senat aus und firmierte danach als Unabhängiger. Einladungen des Generalsekretärs der Volkspartei [[Névito Ramos Iliega]], der konservativen Fraktion beizutreten, kommentierte Ricardes zunächst nicht, antwortete dann aber, er wolle sich momentan nicht mehr parteipolitisch binden. Einen endgültigen Austritt aus seiner Partei lehnte er aber „aus Verbundenheit zur Vergangenheit und dem Erbe der Partei“ ab. Er bleibe auch über &amp;quot;Differenzen mit Persönlichkeiten und Gruppen in der aktuellen Parteiführung&amp;quot; hinweg &amp;quot;Sozialdemokrat in freiheitlich-demokratischer Tradition&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von Senatspräsident [[Roberto Vidéas Braga]] zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 2009 wurde Ricardes von konservativen Politikern überraschend als Nachfolger ins Spiel gebracht. Ricardes ließ mehrere Tage offen, ob er kandidieren wolle, lehnte schließlich jedoch eine Nominierung durch die konservative [[PPC]]-Fraktion ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Berufliche Funktionen ===&lt;br /&gt;
* Bis 1975: Karriere in der [[COESA|Companía d'Energía Sagradêsa]] (CES), zuletzt als Oberverwaltungsdirektor und leitender Finanzdirektor&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Generaldirektor der [[ENIP]] (Entitá Nacional de Investimiento i Participaciones)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1976: Staatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Ministerium für Wirtschaft und Industrie|Minister für Wirtschaft und Industrie]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1986-1992: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* Seit 2005: Senator (auf Lebenszeit ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1985-1990: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Ricardes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Ricardes]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ministerium für Beschäftigung und Rente</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das [[Sagradien|sagradische]] '''Ministerium für Beschäftigung und Ausbildung''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Ministêriu de Emplêu i Formación'', Abk. MEMP) ist eine sagradische Regierungsbehörde mit Zuständigkeit für Arbeitsmarkt, Arbeitsbeziehungen und Berufsbildung. Das Ministerium entstand 2012 aus den beschäftigungspolitischen Zuständigkeitsbereichen des bisherigen '''Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Ministêriu de Lavoro, Sanitá i Política Social'', Abk. MLSPS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sagradische Arbeitsministerium trug seit 1990 folgende Namen:&lt;br /&gt;
* 1946-1960: '''Ministerium für Arbeit''' (''Ministêriu del Lavoro''); daneben bestand 1953-1960 das [[Ministerium für soziale und humanitäre Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
* 1960-1985: '''Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit''' (''Ministêriu de Lavoro i Securitá Social'')&lt;br /&gt;
* 1985-1990: '''Ministerium für Arbeit und Beschäftigung''' (''Ministêriu de Lavoro i Emplêu''); daneben bestand das [[Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit]]&lt;br /&gt;
* 1990-2006: '''Ministerium für Arbeit und Soziale Angelegenheiten''' (''Ministêriu de Lavoro i Asuntoes Sociales'')&lt;br /&gt;
* 2006-2012: '''Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik''' (''MInistêriu de Lavoro, Sanitá i Política Social'')&lt;br /&gt;
* seit 2012: '''Ministerium für Beschäftigung und Ausbildung''' (''MInistêriu de Emplêu i Formación'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Arbeits- und Sozialminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziale Sicherung (Ministroes de Lavoro i Securitá Social) der [[Zweiten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945 &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Saviola]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Saviola III|Saviola III]] und [[Regierung Saviola IV|IV]], [[Regierung Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit (Ministroes del Lavoro) der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Federico Milano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Morientes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]], [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Franco]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV|Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]], [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Soziale und Humanitäre Angelegenheiten (Ministroes de Asuntoes Sociales i Humanitárioes) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Juni 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF9900&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando De la Rúa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDH]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV|Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Andrés Costa]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit (Ministroes de Lavoro i Securitá Social) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Matêu]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]], [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]], [[Kabinett Del Pérez II|II]] und [[Kabinett Del Pérez III|III]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]], [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| Januar bis Mai 1967 zugleich [[Gesundheitsminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]], [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Rinaldo Sugares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]], [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]], [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1981&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1981&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Helguerra]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Antónia María Roset]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada II|Nada II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Familienminister|Ministerin für Gesundheit und Familie]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Beschäftigung (Ministroes de Lavoro i Emplêu) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márcio Arçano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Helguerra]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Bernardo Véllez]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II|Ricardes II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziales (Ministroes de Lavoro i Asuntoes Sociales) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]], [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]], [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III|De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik (Ministroes de Lavoro, Sanitá i Política Social)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Valderrano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]], [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Beschäftigung und Ausbildung (Ministroes de Emplêu i Formación)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Beschäftigung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Besch%C3%A4ftigung_und_Rente&amp;diff=17513</id>
		<title>Ministerium für Beschäftigung und Rente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Besch%C3%A4ftigung_und_Rente&amp;diff=17513"/>
		<updated>2014-01-03T22:13:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das [[Sagradien|sagradische]] '''Ministerium für Beschäftigung und Ausbildung''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Ministêriu de Emplêu i Formación'', Abk. MEMP) ist eine sagradische Regierungsbehörde mit Zuständigkeit für Arbeitsmarkt, Arbeitsbeziehungen und Berufsbildung. Das Ministerium entstand 2012 aus den beschäftigungspolitischen Zuständigkeitsbereichen des bisherigen '''Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Ministêriu de Lavoro, Sanitá i Política Social'', Abk. MLSPS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sagradische Arbeitsministerium trug seit 1990 folgende Namen:&lt;br /&gt;
* 1946-1960: '''Ministerium für Arbeit''' (''Ministêriu del Lavoro''); daneben bestand 1953-1960 das [[Ministerium für soziale und humanitäre Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
* 1960-1985: '''Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit''' (''Ministêriu de Lavoro i Securitá Social'')&lt;br /&gt;
* 1985-1990: '''Ministerium für Arbeit und Beschäftigung''' (''Ministêriu de Lavoro i Emplêu''); daneben bestand das [[Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit]]&lt;br /&gt;
* 1990-2006: '''Ministerium für Arbeit und Soziale Angelegenheiten''' (''Ministêriu de Lavoro i Asuntoes Sociales'')&lt;br /&gt;
* 2006-2012: '''Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik''' (''MInistêriu de Lavoro, Sanitá i Política Social'')&lt;br /&gt;
* seit 2012: '''Ministerium für Beschäftigung und Ausbildung''' (''MInistêriu de Emplêu i Formación'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Arbeits- und Sozialminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:6%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziale Sicherung (Ministroes de Lavoro i Securitá Social) der [[Zweiten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945 &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Saviola]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Saviola III|Saviola III]] und [[Regierung Saviola IV|IV]], [[Regierung Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit (Ministroes del Lavoro) der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Federico Milano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Morientes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]], [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Franco]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV|Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]], [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Soziale und Humanitäre Angelegenheiten (Ministroes de Asuntoes Sociales i Humanitárioes) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Juni 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #FF9900&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando De la Rúa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDH]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV|Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Andrés Costa]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit (Ministroes de Lavoro i Securitá Social) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Matêu]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]], [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]], [[Kabinett Del Pérez II|II]] und [[Kabinett Del Pérez III|III]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]], [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| Januar bis Mai 1967 zugleich [[Gesundheitsminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]], [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Rinaldo Sugares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]], [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]], [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1981&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1981&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Helguerra]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Antónia María Roset]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada II|Nada II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Familienminister|Ministerin für Gesundheit und Familie]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Beschäftigung (Ministroes de Lavoro i Emplêu) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márcio Arçano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Helguerra]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Bernardo Véllez]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II|Ricardes II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit und Soziale Sicherheit (Ministroes de Sanitá i Securitá Social) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Delaurén]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[María Benítez Saforcada]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit und Soziales (Ministroes de Lavoro i Asuntoes Sociales) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]], [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]] &lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]], [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Leandra Cortez Duhalde]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III|De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik (Ministroes de Lavoro, Sanitá i Política Social)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Valderrano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]], [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Beschäftigung und Ausbildung (Ministroes de Emplêu i Formación)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Solidarität, Familie, Jugend und Gleichstellung (Ministroes de Solidaritá, Familia, Jovenes i Egalitá)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Beschäftigung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Minister_f%C3%BCr_Arbeit_und_Besch%C3%A4ftigung&amp;diff=17512</id>
		<title>Minister für Arbeit und Beschäftigung</title>
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		<updated>2014-01-03T22:12:49Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Ministerium für Beschäftigung und Ausbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Bernardo_V%C3%A9llez&amp;diff=17511</id>
		<title>Bernardo Véllez</title>
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		<updated>2014-01-03T22:12:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Minister für Regionale Angelegenheiten]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1987-1988: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: [[Minister für Arbeit und Beschäftigung]] im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: Präsident im Verkehrsausschuss der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1982-1984: stellvertretender Fraktionssprecher der [[ASUL]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: Schatzmeister der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Véllez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Véllez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Véllez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Véllez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Ricardes_II&amp;diff=17510</id>
		<title>Kabinett Ricardes II</title>
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		<updated>2014-01-03T22:09:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes II''' wurde im Mai 1988 gebildet und unterschied sich vom Vorgängerkabinett [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] nur in wenigen Positionen. Das Kabinett der sozialistisch-liberalen Koalition unter [[Donado Ricardes]] blieb bis zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] im Amt, ehe es vom konservativ-liberalen [[Kabinett Otero I]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes II ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Dezember 1988 - November 1990&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Cesar Capón]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Luis José López]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Angel Ribero]], UDS&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherheit: [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Iano Norriez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Jorge Gaspacho]], ASUL; ab September 1989 [[Ramón Julio De la Costa]], ASUL&lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[María Isabel Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Forschung und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus und Delegierte Ministerin für Frauenangelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes II]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17509</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17509"/>
		<updated>2014-01-03T22:08:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 31,5 %&lt;br /&gt;
| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,4 %&lt;br /&gt;
| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,0 %&lt;br /&gt;
| 132 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,9 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,0 %&lt;br /&gt;
| 139 / 411&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 40,3 %&lt;br /&gt;
| 179 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,9 %&lt;br /&gt;
| 162 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 150 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,6 %&lt;br /&gt;
| 128 / 411&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 35,0 %&lt;br /&gt;
| 152 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,2 %&lt;br /&gt;
| 138 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 38,1 %&lt;br /&gt;
| 160 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,5 %&lt;br /&gt;
| 159 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,1 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 26,1 %&lt;br /&gt;
| 112 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<title>Kabinett Ricardes I</title>
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		<updated>2014-01-03T22:07:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes I''' war eine Regierung der sozialistisch-liberalen Koalition aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]]. Gebildet nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], blieb es bis zu einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung 1988]] bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes I ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Januar 1987 - Dezember 1988&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Luis José López]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Victor António Anghés]], UDS&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherung: [[António Grande Illega]], ASUL; seit Juni 1988 [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Iano Norriez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: [[María Delponte]], ASUL; ab August 1987 [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Jorge Gaspacho]], ASUL &lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[María Isabel Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Wissenschaft und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus und Delegierte Ministerin für Frauenangelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<title>Kabinett Ricardes I</title>
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		<updated>2014-01-03T22:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes I''' war eine Regierung der sozialistisch-liberalen Koalition aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]]. Gebildet nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], blieb es bis zu einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung 1988]] bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes I ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Januar 1987 - Dezember 1988&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Luis José López]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Victor António Anghés]], UDS&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherung: [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Iano Norriez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Francisco Montero Vidal]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: [[María Delponte]], ASUL; ab August 1987 [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Jorge Gaspacho]], ASUL &lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[María Isabel Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Wissenschaft und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus und Delegierte Ministerin für Frauenangelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<title>Victor Gomes Amarón</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Victor Gomes Amarón''' (*1940 in [[Meném]], [[Lojandía]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]]. Er war von 1998 bis 2006 sieben Jahre lang [[Arbeitsminister]] der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] und zweimal Sprecher der sozialistischen Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. Seit 2012 ist Gomes Amarón Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Victor Gomes wurde 1940 im mitteljojandinischen Meném geboren und begann dort eine Lehre zum Werkzeugmechaniker. Nach seiner Ausbildung begann er eine Karriere in der sozialistisch dominierten Gewerkschaft [[CSSL]], mit deren Hilfe er auf dem zweiten Bildungsweg Jura und Betriebswirtschaft studierte. 1976 wurde Gomes Amarón im Alter von 36 Jahren zum Senator der Provinz [[Mêdio Lojandía|Mittellojandía]] gewählt. Bereits seit 1981 im Vorstand der CSSL in Lojandía, wurde er 1983 zudem Mitglied im nationalen Vorstand der Gewerkschaft, ehe er 1984 zum Bürgermeister seiner Heimatstadt gewählt wurde. Parallel verfolgte Gomes Amarón eine Parteikarriere, nachdem er 1982 für die Sozialisten in die Abgeordnetenkammer gewählt worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort war er seit 1986 als Experte für Infrastrukturfragen zuständig, seit 1988 für Arbeit und Soziales. 1992 wurde er Sprecher der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer und wenig später Mitglied des Nationalen Sekretariats der Partei mit Zuständigkeit für sozialpolitische Fragen. Nach der Niederlage der lojandinischen Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1993]] wählte ihn der Regionalverband der Partei zum Regionalsekretär. Als solcher verzichtete Gomes Amarón 1994 auf eine Wiederwahl als Fraktionsvorsitzender und bereitete sich auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten für die [[Regionalwahlen 1997]] in Lojandía vor, wo er als Gegenkandidat zu [[Denísio Álvarez]] antrat, die Wahl aber verlor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] wurde Gomes Amarón in die [[Kabinett De la Costa I|Regierung]] des neuen Ministerpräsidenten [[Julio De la Costa]] berufen, wo er bis 2005 das [[Arbeitsminister|Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik]] führte. Im Zuge einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung im Herbst 2005]] kehrte Gomes Amarón auf den Posten des Fraktionsvorsitzenden in der Abgeordnetenkammer zurück. Im Jahr 2005 galt Gomes als möglicher Nachfolgekandidat von Generalsekretär [[Julio De la Costa]], verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] wurde Victor Gomes Amarón zum ersten Vizepräsidenten der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt, 2008 wurde er in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1976-1982: Senator, gewählt in der Provinz [[Mêdio Lojandía|Mittel-Lojandía]]&lt;br /&gt;
* Seit 1982: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Mitglied des [[Lojandía|lojandinischen]] [[Regionalrat]]s&lt;br /&gt;
* 2006-2012: Vizepräsident der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Präsident der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1990: Bürgermeister der Stadt [[Meném]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: [[Arbeitsminister|Minister für Arbeit und Soziales]] in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1989-1993: Parteisekretär der [[ASUL]] in der Provinz [[Mittel-Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: Sprecher der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: Regionalsekretär der [[ASUL]] [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1997: Spitzenkandidat der lojandinischen Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1997|Regionalwahl]]&lt;br /&gt;
* 2006: Sprecher der ASUL-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Abgeordnetenkammer|Gomes Amarón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17505</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T22:04:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1988-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17504</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17504"/>
		<updated>2014-01-03T22:02:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Generalsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 31,5 %&lt;br /&gt;
| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,4 %&lt;br /&gt;
| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,0 %&lt;br /&gt;
| 132 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,9 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,0 %&lt;br /&gt;
| 139 / 411&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 40,3 %&lt;br /&gt;
| 179 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,9 %&lt;br /&gt;
| 162 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 150 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,6 %&lt;br /&gt;
| 128 / 411&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 35,0 %&lt;br /&gt;
| 152 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,2 %&lt;br /&gt;
| 138 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 38,1 %&lt;br /&gt;
| 160 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,5 %&lt;br /&gt;
| 159 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,1 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 26,1 %&lt;br /&gt;
| 112 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gesundheitsminister&amp;diff=17503</id>
		<title>Gesundheitsminister</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gesundheitsminister&amp;diff=17503"/>
		<updated>2014-01-03T22:00:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Ministerium für Gesundheit, Prävention und Konsum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gesundheitsminister&amp;diff=17502</id>
		<title>Gesundheitsminister</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gesundheitsminister&amp;diff=17502"/>
		<updated>2014-01-03T22:00:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Ministerium für Gesundheit, Prävention und Sport]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17501</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<updated>2014-01-03T22:00:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Öffentliche Ämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats, wo er die Führung der sozialistischen Fraktion übernahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde Grande Illega im Januar 1987 als neuer sagradischer [[Gesundheitsminister|Minister für Gesundheit und Soziales]] angelobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Transportminister|Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1987-1988: [[Gesundheitsminister|Minister für Gesundheit und Soziales]] im [[Kabinett Ricardes I]] &lt;br /&gt;
* 1988-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1999: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17500</id>
		<title>António Grande Illega</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17500"/>
		<updated>2014-01-03T21:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats, wo er die Führung der sozialistischen Fraktion übernahm.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurde Grande Illega im Januar 1987 als neuer sagradischer [[Gesundheitsminister|Minister für Gesundheit und Soziales]] angelobt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1999: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Gesundheit_und_Pflege&amp;diff=17499</id>
		<title>Ministerium für Gesundheit und Pflege</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Liste der sagradischen Gesundheitsminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Öffentliche Gesundheit (Ministroes de la Sanitá Pública) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Lavilla]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Luciaro I|Luciaro I]], [[Kabinett Dorado|Dorado]], [[Kabinett Delauro|Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mariano Cospedal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ánibal Demartín]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]], [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]], [[Kabinett Luciaro III|III]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]], [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Soziale und Humanitäre Angelegenheiten (Ministroes de Asuntoes Sociales i Humanitárioes) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1953&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #FF9900&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Fernando De la Rúa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[CDH]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV|Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Andrés Costa]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Öffentliche Gesundheit (Ministroes de la Sanitá Pública) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Carles Arbol]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Roberto Andrés Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Quélez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRD]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] und [[Kabinett Del Pérez II|II]] &lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Matêu]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez III|Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Arbeitsminister]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Erziehung und Gesundheit (Ministroes de Educación i Sanitá)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Flores]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Familienminister|Minister für Familie, Moral und Kultur]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III|Favale III]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Morales]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit und Familie (Ministroes de Sanitá i Familias) &lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José Helguerra]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]] und [[Kabinett Caval II|II]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Laura Fabién Mantoro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Antónia María Roset]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]], [[Kabinett Nada II|II]], [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]], [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
| Juli bis November 1982 zugleich [[Arbeitsminister]]in&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit und Soziale Sicherheit (Ministroes de Sanitá i Securitá Social) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Antónia María Roset]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] &lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[María Benítez Saforcada]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit (Ministroes de la Sanitá) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1993&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]] und [[Kabinett Otero II|II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1993&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Oller]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Valderrano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit und Konsum (Ministroes de Sanitá i Cosumo)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2003&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joana Dolores Del Pinto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]] und [[Kabinett De la Costa II|II]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 2003&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]], [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik (Ministroes de Lavoro, Sanitá i Política Social)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Valderrano]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]], [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 2009&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Gesundheit, Prävention und Konsum (Ministroes de Sanitá, Prevención i Cosumo)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Isabel Mariam Saoni]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Radicales]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Gesundheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Unternehmen,_Energie_und_Innovation&amp;diff=17498</id>
		<title>Ministerium für Unternehmen, Energie und Innovation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Unternehmen,_Energie_und_Innovation&amp;diff=17498"/>
		<updated>2014-01-03T21:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Liste der sagradischen Handels-, Industrie und Wirtschaftsminister */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Ministerium für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie''' ist eines der [[Liste der sagradischen Ministerien|sagradischen Kabinettsministerien]] mit der Hauptzuständigkeit für Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ministerium trug bis 1944 den Namen ''Handelsministerium'' und wurde 1944 in ein ''Ministerium für Nationale Wirtschaft'' und eine ''Ministerium für Industrielle Produktion'' geteilt, ehe es 1947 wieder als ''Ministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten'' zusammengelegt wurde. 1970-1974 mit dem [[Finanzministerium]] zum ''Ministerium für Finanzen, Wirtschaft und Industrie'' vereinigt, wurde das Ministerium 1974 wieder selbständig und trug bis 2002 den Namen ''Ministerium für Wirtschaft und Industrie''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine größere Reform erlebte das Ministerium im Jahr 2002 durch Zusammenlegung der zentralen Steuerungsabteilung mit dem Finanzministerium zum [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen]]. Im Gegenzug wurden die Zuständigkeiten für Außenhandel und für Entwicklungszusammenarbeit aus dem aufgelösten [[Außenhandelsministerium]] ins bisherige Wirtschaftsministerium integriert, das seinen heutigen Namen erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bis 1944: '''Handelsministerium''' (''Ministêriu del Comêrcio'')&lt;br /&gt;
* 1944-1947: '''Ministerium für Nationale Wirtschaft''' (''Ministêriu de Economía Nacional'') und '''Ministerium für Industrielle Produktion''' (''Ministêriu de Producciones Industriales'')&lt;br /&gt;
* 1947-1970: '''Ministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten''' (''Ministêriu de Asuntoes Económicoes'')&lt;br /&gt;
* 1970-1974: Teil des '''Ministeriums für Finanzen, Wirtschaft und Industrie''' (''Ministêriu de Finanças, Economía i Industría'')&lt;br /&gt;
* 1974-2002: '''Ministerium für Wirtschaft und Industrie''' (''Ministêriu de Economía i Industría'')&lt;br /&gt;
* Seit 2002: '''Ministerium für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie''' (''Ministêriu de Empresa, Industría, Comêrcio i Tecnología'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Handels-, Industrie und Wirtschaftsminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:19%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Nationale Wirtschaft (Ministrœs de Economía Nacional)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Aliureto Nacesta]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]], [[Kabinett Saviola III|Saviola III]] und [[Kabinett Saviola IV|IV]], [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Industrielle Produktion (Ministrœs de Producción Industrial)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Dorado]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]], [[Kabinett Saviola III|Saviola III]] und [[Kabinett Saviola IV|IV]], [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Catarela]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Handel und Kleinbetriebe (Ministrœs de Comêrcio i Petíu-Empresas) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de la Ilpa]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Rosalis]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Wirtschaftliche Angelegenheiten (Ministrœs de Asuntœs Económicœs) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Aliureto Delavesc]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Franco Ponente]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]] und [[Kabinett Luciaro III|III]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]], [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]], im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Vélez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]] und [[Kabinett Luciaro IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Selle Delavesc]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]] und [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDR]]/[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VII|Luciaro VII]], [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Jocéntilo Sánchez]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] und [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez III|Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III|Favale III]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Finanzen, Wirtschaft und Industrie (Ministrœs de Finanças, Economía i Industría)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Amintore]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Domínguez Arrás]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]], im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montone]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval II|Caval II]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Wirtschaft und Industrie (Ministrœs de Economía e Industría)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1976&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III|Caval III]] und [[Kabinett Caval IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1976&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]] und [[Kabinett Nada II|II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Simón Andrade]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Bernardo Véllez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Angel Ribero]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II|Ricardes II]], [[Kabinett Otero I|Otero I]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]], [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marcelina Hernandes Follar]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Handelsminister|Außenhandelsministerin]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1995&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1995&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Angel Colorado]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis José López]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]], [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2002&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miguel Chamot]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]] &lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie (Ministrœs de Empresa, Industría, Comêrcio i Tecnología)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2002&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| seit Juli 2004 zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III|De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marisol Corbier-Armanal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Radicales]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_f%C3%BCr_Unternehmen,_Energie_und_Innovation&amp;diff=17497</id>
		<title>Ministerium für Unternehmen, Energie und Innovation</title>
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		<updated>2014-01-03T21:55:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Ministerium für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie''' ist eines der [[Liste der sagradischen Ministerien|sagradischen Kabinettsministerien]] mit der Hauptzuständigkeit für Wirtschafts-, Industrie- und Handelspolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ministerium trug bis 1944 den Namen ''Handelsministerium'' und wurde 1944 in ein ''Ministerium für Nationale Wirtschaft'' und eine ''Ministerium für Industrielle Produktion'' geteilt, ehe es 1947 wieder als ''Ministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten'' zusammengelegt wurde. 1970-1974 mit dem [[Finanzministerium]] zum ''Ministerium für Finanzen, Wirtschaft und Industrie'' vereinigt, wurde das Ministerium 1974 wieder selbständig und trug bis 2002 den Namen ''Ministerium für Wirtschaft und Industrie''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine größere Reform erlebte das Ministerium im Jahr 2002 durch Zusammenlegung der zentralen Steuerungsabteilung mit dem Finanzministerium zum [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen]]. Im Gegenzug wurden die Zuständigkeiten für Außenhandel und für Entwicklungszusammenarbeit aus dem aufgelösten [[Außenhandelsministerium]] ins bisherige Wirtschaftsministerium integriert, das seinen heutigen Namen erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bis 1944: '''Handelsministerium''' (''Ministêriu del Comêrcio'')&lt;br /&gt;
* 1944-1947: '''Ministerium für Nationale Wirtschaft''' (''Ministêriu de Economía Nacional'') und '''Ministerium für Industrielle Produktion''' (''Ministêriu de Producciones Industriales'')&lt;br /&gt;
* 1947-1970: '''Ministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten''' (''Ministêriu de Asuntoes Económicoes'')&lt;br /&gt;
* 1970-1974: Teil des '''Ministeriums für Finanzen, Wirtschaft und Industrie''' (''Ministêriu de Finanças, Economía i Industría'')&lt;br /&gt;
* 1974-2002: '''Ministerium für Wirtschaft und Industrie''' (''Ministêriu de Economía i Industría'')&lt;br /&gt;
* Seit 2002: '''Ministerium für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie''' (''Ministêriu de Empresa, Industría, Comêrcio i Tecnología'')&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Handels-, Industrie und Wirtschaftsminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:19%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:18%&amp;quot;|Kabinette&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:7%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Nationale Wirtschaft (Ministrœs de Economía Nacional)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Aliureto Nacesta]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]], [[Kabinett Saviola III|Saviola III]] und [[Kabinett Saviola IV|IV]], [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Industrielle Produktion (Ministrœs de Producción Industrial)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Dorado]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS|PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini III|Dini III]], [[Kabinett Saviola III|Saviola III]] und [[Kabinett Saviola IV|IV]], [[Kabinett Luciaro I|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ab0000&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Catarela]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PCS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Handel und Kleinbetriebe (Ministrœs de Comêrcio i Petíu-Empresas) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo de la Ilpa]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSU]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Rosalis]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Wirtschaftliche Angelegenheiten (Ministrœs de Asuntœs Económicœs) &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Aliureto Delavesc]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1953&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Franco Ponente]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]] und [[Kabinett Luciaro III|III]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]], [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]], im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1953&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luciano Vélez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]] und [[Kabinett Luciaro IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Selle Delavesc]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]] und [[Kabinett Luciaro VI|VI]] &lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDR]]/[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VII|Luciaro VII]], [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Jocéntilo Sánchez]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]] und [[Kabinett Del Pérez II|II]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez III|Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III|Favale III]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Finanzen, Wirtschaft und Industrie (Ministrœs de Finanças, Economía i Industría)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Amintore]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Domínguez Arrás]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]], im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montone]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval II|Caval II]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Wirtschaft und Industrie (Ministrœs de Economía e Industría)&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1976&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III|Caval III]] und [[Kabinett Caval IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1976&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]] und [[Kabinett Nada II|II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Simón Andrade]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1987&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Bernardo Véllez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1988&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Angel Ribero]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II|Ricardes II]], [[Kabinett Otero I|Otero I]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]], [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marcelina Hernandes Follar]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Handelsminister|Außenhandelsministerin]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1994&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1995&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1995&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Angel Colorado]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2000&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis José López]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]], [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2000&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2002&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miguel Chamot]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]] &lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie (Ministrœs de Empresa, Industría, Comêrcio i Tecnología)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 2002&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| seit Juli 2004 zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III|De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2008&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|II]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2008&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III|Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Vizeministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marisol Corbier-Armanal]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Radicales]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium|Wirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Ricardes_I&amp;diff=17496</id>
		<title>Kabinett Ricardes I</title>
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		<updated>2014-01-03T21:54:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes I''' war eine Regierung der sozialistisch-liberalen Koalition aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]]. Gebildet nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], blieb es bis zu einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung 1988]] bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes I ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Januar 1987 - Dezember 1988&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Luis José López]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Victor António Anghés]], UDS&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherung: [[António Grande Illega]], ASUL; seit Juni 1988 [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Iano Norriez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: [[María Delponte]], ASUL; ab August 1987 [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Jorge Gaspacho]], ASUL &lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[María Isabel Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Wissenschaft und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus und Delegierte Ministerin für Frauenangelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<title>Kabinett Ricardes I</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes I''' war eine Regierung der sozialistisch-liberalen Koalition aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]]. Gebildet nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], blieb es bis zu einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung 1988]] bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes I ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Januar 1987 - Dezember 1988&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Luis José López]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Victor António Anghés]], UDS&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià-Estrell]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherung: [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Iano Norriez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: [[María Delponte]], ASUL; ab August 1987 [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Jorge Gaspacho]], ASUL &lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[María Isabel Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Wissenschaft und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionen, Kommunen und Tourismus und Delegierte Ministerin für Frauenangelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17494</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<updated>2014-01-03T21:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Parteiämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats. Zugleich gehörte er der Stadtverwaltung unter Bürgermeister [[Gustavo Galler]] als stellvertretender Bürgermeister an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1999: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17493</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<updated>2014-01-03T21:43:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Mandate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats. Zugleich gehörte er der Stadtverwaltung unter Bürgermeister [[Gustavo Galler]] als stellvertretender Bürgermeister an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1999: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17492</id>
		<title>António Grande Illega</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17492"/>
		<updated>2014-01-03T21:43:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Öffentliche Ämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats. Zugleich gehörte er der Stadtverwaltung unter Bürgermeister [[Gustavo Galler]] als stellvertretender Bürgermeister an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1992: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=17491</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1988 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 sowie 1996 für jeweils weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter und zudem auf Vorschlag Cavals hin in das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Koordinationsfragen gewählt. Zwei Jahre später beerbte er [[José Helguerra]] als [[Transportminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus]] im [[Kabinett Nada I]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] kümmerte sich Grande Illega vermehrt um die Kommunalpolitik. Nach den [[Kommunalwahlen 1984]] wurde er zunächst zum Kommunalsekretär der Sozialisten in der Hauptstadt gewählt und wurde zudem Mitglied des Stadtrats. Zugleich gehörte er der Stadtverwaltung unter Bürgermeister [[Gustavo Galler]] als stellvertretender Bürgermeister an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den [[Kommunalwahlen 1988]] kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]]. Mit seinem Sieg eroberte er nach vier Jahren das Bürgermeisteramt wieder für die Sozialisten zurück, die es seit 1960 ununterbrochen innegehabt hatten. In der Folge regierte er in Semess mithilfe einer linken Mehrheit im Rathaus. Sowohl bei den [[Kommunalwahlen 1992]] als auch [[Kommunalwahlen 1996|1996]] wurde er jeweils in diesem Amt bestätigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
===  Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der bisherige [[Finanzminister]] [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero Vidal]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega erneut in die Parteiführung der Sozialisten gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seinem Amtsende wurde Grande Illega zum Ehrenpräsidenten der Sozialistischen Internationale ernannt, der er bereits bis 1999 als Vizepräsident angehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Präsident der [[Comunitá Urbana Semestina]] (COMUS)&lt;br /&gt;
* 1988: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: [[Arbeitsminister|Minister für Arbeit und Beschäftigung]] im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1979-1992: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Parteikoordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] [[Semesta]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17490</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen zwei früheren ''Kronprinzen'' Cavals, Interimsparteichef [[Andrés Colón]] und dem früheren Minister [[Donado Ricardes]], um die Parteiführung, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der sich aber nach Colóns sukzessivem Rückzug aus der vorderen Reihe zunehmend führungslos zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &amp;lt;small&amp;gt;(1992 komm.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=B%C3%BCrgermeister_von_Semest&amp;diff=17489</id>
		<title>Bürgermeister von Semest</title>
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		<updated>2014-01-03T20:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Bürgermeister von Semess */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bürgermeister von Semess ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Amtsbeginn'''&lt;br /&gt;
| '''Amtsende'''&lt;br /&gt;
| '''Präsident (Partei)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1935&lt;br /&gt;
| 1938&lt;br /&gt;
| [[Joán Carles Ferrer]] ([[PS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| 1938&lt;br /&gt;
| 1946&lt;br /&gt;
| [[Ariel Fernando De la Roya]] ([[PDP]]/[[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1946&lt;br /&gt;
| 1952&lt;br /&gt;
| [[León Franco Aguirre]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| Jun 1952&lt;br /&gt;
| Jun 1960&lt;br /&gt;
| [[José Ivan Soler]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jun 1960&lt;br /&gt;
| Jan 1967&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 1967&lt;br /&gt;
| Jun 1984&lt;br /&gt;
| [[Flávio Osório Jimenez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jun 1984&lt;br /&gt;
| Jul 1984&lt;br /&gt;
| [[Alêsi Cornet]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| Jul 1984&lt;br /&gt;
| Jun 1988&lt;br /&gt;
| [[Gustavo Galler Miguares]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jun 1988&lt;br /&gt;
| Apr 1999&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Apr 1999&lt;br /&gt;
| Apr 2011&lt;br /&gt;
| [[Miguel Javier León]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Apr 2011&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Pietro Dulce Rodríguez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Fl%C3%A1vio_Os%C3%B3rio_Gimen%C3%A8s&amp;diff=17488</id>
		<title>Flávio Osório Gimenès</title>
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		<updated>2014-01-03T20:23:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Flávio Osório Jimenez''' (*1925 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der [[ASUL]] und ehemaliger langjähriger [[Bürgermeister von Semess]] (1967-1984) sowie Präsident der [[Region Semestina|Semestiner]] Regionalregierung (1989-2001). Bei der [[Präsidentschaftswahl 1994]] unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber [[Santiago Montoya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semess]] geborene und aufgewachsene Flávio Osório Jimenez stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband [[JUSO|CSJS]], dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft [[CSSL]]. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Jimenez von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in [[Semess]] Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 wurde der damals 35-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von [[Semess]] gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als langjähriger Leiter der Sozialbehörde einen Namen. Nach der Berufung [[Joán Caval]]s zum Minister im Jahr 1967 fiel die Wahl des Nachfolgers auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Jimenez als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1968]], [[Kommunalwahlen 1972|1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]] und [[Kommunalwahlen 1980|1980]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die jedoch scheiterten. Osório verzichtete daraufhin auf eine Wiederwahl. Nachfolger wurde der Konservative [[Gustavo Galler]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikarriere ===&lt;br /&gt;
In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands [[Semess]], stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1966 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine anhaltenden Erfolge in Semess machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1974 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, blieb er dessen Mitglied bis zum Parteikongress 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osório Jimenez feierte 1989 schließlich sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1989|Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen [[Regionalwahlen 1993|1993]] und [[Regionalwahlen 1997|1997]], jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an [[David Acebes]], der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der [[ASUL]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sagradischen [[Präsidentschaftswahl 1994]] trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber [[Santiago Montoya]] von der konservativen [[Volkspartei]] an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1967-1984: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-2001: Präsident der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semestina&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1965-1970: Kommunalsekretär der [[ASUL]] [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Fraktionssprecher der [[ASUL]] im Stadtrat von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Region Semestina|Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Osório Jimenez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17487</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T20:22:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Parteikoordinatoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Neuer Parteichef wurde [[Flávio Osôrio Jimenez]]. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteichef Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
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| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
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| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &amp;lt;small&amp;gt;(1992 komm.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17486</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2014-01-03T20:21:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Parteikoordinatoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Neuer Parteichef wurde [[Flávio Osôrio Jimenez]]. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteichef Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,4 %&lt;br /&gt;
| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
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| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
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| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
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| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
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| 32,2 %&lt;br /&gt;
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| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
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| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
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| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &amp;lt;small&amp;gt;(1992 komm.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Donado Ricardes]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Flávio Osório Jimenez]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17485</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=17485"/>
		<updated>2014-01-03T20:20:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Generalsekretäre der ASUL */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1947 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als sagradische [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien in der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 sowie danach in den 1930er Jahren zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] bzw. die [[Partido Socialista Revolucionário|Revolutionären Sozialisten]] hervorgingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1935]] bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistische Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung sowie mit [[Santiago Laval]] bis zu dessen Ermordung im Februar 1938 erstmals den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]]. Nach der Wahlniederlage der Sozialisten gehörte diese zur Opposition gegenüber der [[Kabinett Álamo Igualde|Regierung Álamo]] und ihrem Programm der [[Comunión Nacional]] und musste dafür Repressionen erdulden, ehe sie unter Regierungschef [[Sergio Rafael Dini]] in dessen Regierung der nationalen Verteidigung eintrat und sich aktiv im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] gegen den Nationalsozialismus einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es 1944 zur Wiedervereinigung mit den Revolutionären Sozialisten und anderen linken Splittergruppen gekommen war, nannte sich die Partei wie ''Partido Socialista Unitáriu'' (PSU) und nahm als solche an der [[Parlamentswahl 1945]] teil, bei der die Partei jedoch nur knapp den zweiten Platz hinter der neuen christdemokratischen Sammlungspartei [[Partido Popular de Convergência|PPC]] errang. Zuvor war der erste Versuch gescheitert, zusammen mit Radikalen, Linkssozialisten und katholischen Linken eine breite Arbeiterpartei zu etablieren. Mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalliberalen]] bildeten Sozialisten bis 1947 eine breite Konsensregierung, die so genannte [[Demokratische Koalition]], die unter anderem die Verabschiedung einer neuen parlamentarisch-demokratischen Verfassung sowie die Einführung umfangreicher Sozialleistungen und Verstaatlichungen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der ASUL und Regierungsjahre (1947-1953) ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Sozialisten bei der [[Parlamentswahl 1946]] erneut nur Platz Zwei belegt hatten, wurde das mit Nachdruck das Projekt einer Erweiterung der Partei durch bürgerliche und katholische Wähler verfolgt. Ein erster Schritt dazu war der Wechsel einer Gruppe radikaldemokratischer Abgeordneter vom [[Partido Radical]] zur Sozialistischen Fraktion. Sie sammelten sich hinter dem früheren [[URS]]-Mitglied [[Santo de la Ilpa]], der bereits 1944 zur PSU gestoßen war. Kurze Zeit später verließen auch sozialistisch inspirierte Linkskatholiken um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]] und ihre Gruppe [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) die christdemokratische [[Volkspartei]] und näherten sich der Sozialistischen Partei an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zusammenarbeit der PSU mit Linksbürgerlichen, Linkskatholiken sowie vereinzelten KP-Dissidenten ging schließlich 1947 die ''Aliança Socialista d'Unitá Lavorista'' hervor, die auf einem gemeinsamen Parteitag in [[Vapaís]] im November 1947 ins Leben gerufen wurde. Zum ersten Generalsekretär wählten die Delegierten der neuen Partei den Vertreter des klassisch-sozialistischen Flügels [[Ricardo Moreno]], der sich knapp gegen den Vertreter des radikalen Flügels [[Santo de la Ilpa]] durchsetzen konnte. Ilpa wurde jedoch zum Vizegeneralsekretär berufen und nahm als Vertreter der Partei in der Regierung zudem eine Schlüsselstellung ein. Nur einen Monat nach dem Parteitag berief Präsident [[Sergio Rafael Dini]] [[Santo de la Ilpa]] zum sagradischen [[Ministerpräsident]]en einer Koalitionsregierung mit [[Volkspartei]] und [[Partido Radical]], die unter Ilpa und seinem Nachfolger [[Paulo Manuel Luciaro]] bis 1953 amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in den Regierungsjahren immer wieder zu Spannungen zwischen dem orthodox-marxistischen Parteivorsitzenden Moreno und dem Regierungsflügel um Ilpa, der eine unideologische Politik vertrat und die Dominanz der Altsozialisten in der neuen Partei kritisierte. Vor allem die bürgerlichen Kräfte fühlten sich in der neuen Partei rasch als unerwünschte Minderheit und zogen sich teils aus den Führungsgremien zurück, teils wurden sie aus diesen hinausgedrängt. Als Moreno schließlich gegen den Willen Ilpas im Jahr 1953 den Koalitionsbruch durchgesetzt hatte, kam es schließlich zum Zerwürfnis. Ilpa stellte sich gegen den Parteichef, trat vom Parteivorsitz zurück und verblieb als Unabhängiger im [[Kabinett Luciaro IV|Kabinett]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Oppositionsjahre (1953-1962) ===&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,3 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Emilio Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Emilio Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod [[Joán Caval]]s im Dezember 1984 verlor die Partei nach 15 Jahren ihre prägende Gestalt und Leitfigur. Um seine Nachfolge entbrannte bald ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Gruppierungen in der Partei. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai 1985 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Neuer Parteichef wurde [[Flávio Osôrio Jimenez]]. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteichef Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Victor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Hetero- und Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als größeres Projekt ergänzte die Regierung De la Costa in ihrer zweiten Legislaturperiode die registrierte Lebenspartnerschaft (&amp;quot;Comunión Registrada&amp;quot;) durch ein Gesetz zur vollständigen Öffnung der gesetzlichen Ehe auch für homosexuelle Paare. Das Gesetz wurde im Jahr 2005 verabschiedet und trat schließlich zum 1. Januar 2006 in Kraft. Damit führte Sagradien als viertes Land in Europa nach den Niederlanden (2001), Belgien (2003) und Spanien (2005) die gleichgeschlechtliche Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einem neuerlichen Vertrauensverlust in die Regierung. Bei den [[Regionalwahlen 2005]] musste die ASUL empfindliche Niederlagen verschmerzen, darunter in einigen ihrer Stammregionen. In dieser Situation kündigte Parteichef De la Costa an, bei der kommenden Parlamentswahl im Jahr 2006 nicht mehr für das Amt des Premierministers zu kandidieren und zudem die Führung der Partei abzugeben. In den folgenden Primaries um das Amt des neuen Parteichefs und Spitzenkandidaten konnte sich schließlich Wirtschaftsminister [[Santiago Diaz de Velozo]] gegen Infrastrukturminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen. Beide gehörten zum gouvernementalen Parteiestablishment, wurden aber von unterschiedlichen Flügeln unterstützt: Diaz de Velozo vom liberalen Reformflügel, Valarosa von den linken Traditionalisten. Um die Einheit und Handlungsfähigkeit der Partei zu demonstrieren, wurde Valarosa zum Stellvertreter Velozos gekürt. Zudem übernahm er dessen Regierungsamt als Wirtschaftsminister. Diaz de Velozo dagegen konzentriere sich in der Folge darauf, die Partei außerhalb der Regierung auf den kommenden Wahlkampf vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und Wiedererstarken in der Opposition (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der aber unter kritischer Beobachtung der Parteilinken stand. Das begangene Doppeljubiläum von 60 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Regierung unter Mercé Serrat Cabarell (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
In dem eng mit den sagradischen [[Grüne]]n koordinierten Wahlkampf gelang es den Sozialisten, die Themen der sozialen Gerechtigkeit und der Zukunft der Umweltpolitik neben das bestimmende Thema der Europa- und Finanzpolitik zu stellen und damit die Stärken des rot-grünen Oppositionsbündnisses zu profilieren. Bei der [[Parlamentswahl 2012|Bei der Kammerwahl am 1. Juli 2012]] ging die ASUL mit Zuwächsen an Stimmen und Sitzen erstmals seit 2002 wieder als stärkste Partei hervor und erhielt 30,5 Prozent der Stimmen. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Senatswahlen 2012|Teilwahlen zum Senat]] besiegten die Sozialisten die regierende [[Volkspartei]]. Die [[Grüne]]n erreichten zwar erstmals über zehn Prozent der Stimmen und das linke Lager erhielt eine Mehrheit der Parlamentssitze in beiden Kammern, eine eigene Mehrheit für das Kernbündnis der linken Mitte wurde aber verfehlt, sodass Wahlgewinnerin [[Mercé Serrat Cabarell]] Verhandlungen mit den gestärkten [[Radicales|Radikalen]] und den [[SDU|Vereinten Linksdemokraten]] ankündigte. Letztere waren mit 6,9 Prozent der Stimmen gegenüber den hoch gesteckten Erwartungen mit einer herben Enttäuschung aus der Wahl hervorgegangen und entschieden sich nach internen Auseinandersetzungen schließlich für eine Zusammenarbeit mit einer Mitte-Links-Regierung unter Serrat Cabarell. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mercé Serrat Cabarell]] bildete schließlich eine Mitte-Links-Regierung aus [[ASUL]], [[Verdes]] und [[Radicales]]. Die Regierungsparteien vereinbarten darüber hinaus mit der [[SDU]] eine Stärkung des Mindestlohns, die Einführung einer neuen Vermögensabgabe, eine Regulierung der Wohnungspreise, die Einführung einer gesetzlich fixierten Frauenquote in privaten Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Der neuen [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung von Mercé Serrat Cabarell]] gehörten mit den sozialistischen Wahlkämpfern [[Miguel Javier León]] als [[Innenminister]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Finanzminister]] wie erwartet zwei Schwergewichte der Partei an. Vizeministerpräsidenten wurden die grüne [[Außenminister]]in [[María Nabarro Laval]] sowie der radikale [[Justizminister]] [[Javier Ibarra Rodríguez]]. Erstmals gehörten dem Kabinett ebenso viele weibliche wie männliche Minister an. Den einflussreichen Posten des [[Präsidentschaftsminister]]s übernahm erwartungsgemäß Serrat Cabarells Vertrauter [[Joán Mendieta Isalde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 31,5 %&lt;br /&gt;
| 130 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,4 %&lt;br /&gt;
| 122 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,0 %&lt;br /&gt;
| 132 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,9 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 33,0 %&lt;br /&gt;
| 139 / 411&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 40,3 %&lt;br /&gt;
| 179 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,9 %&lt;br /&gt;
| 162 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 150 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 29,6 %&lt;br /&gt;
| 128 / 411&lt;br /&gt;
| [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 35,0 %&lt;br /&gt;
| 152 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,2 %&lt;br /&gt;
| 138 / 411&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 148 / 411&lt;br /&gt;
| [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 38,1 %&lt;br /&gt;
| 160 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 37,5 %&lt;br /&gt;
| 159 / 411&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 32,1 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 26,1 %&lt;br /&gt;
| 112 / 411&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ASUL&lt;br /&gt;
| 30,5 %&lt;br /&gt;
| 134 / 411&lt;br /&gt;
| [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1954-1964: [[António Santiago]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, [[Ministerpräsident]] 1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;(1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1969-1984: [[Joán Caval]] &amp;lt;small&amp;gt;(†, Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 [[Andrés Colón]] Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1985-1990: [[Donado Ricardes]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1986-1990)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] &amp;lt;small&amp;gt;(1992 komm.)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Julio De la Costa]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsident 1998-2006)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] &amp;lt;small&amp;gt;''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] &amp;lt;small&amp;gt;(Ministerpräsidentin seit 2012)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1947: [[Santo de la Ilpa]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Ministerpräsident]] 1947-1949)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1947-1954: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1954-1960: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1962-1964)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Vizeministerpräsident]] 1970-1976)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*&amp;lt;small&amp;gt;1989-1992: ''unbesetzt''&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1947-1960: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] &amp;lt;small&amp;gt;(bis 1977 provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] &amp;lt;small&amp;gt;(provisorisch)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Stefano Nacoma]] (†)&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Isabel Defernandis Carret]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
* 1981-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1987: [[Salvador Lafayet]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Joán Caval]] und [[Flávio Osório Jimenez]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: [[Cláudio Ferrera]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Flávio Osório Jimenez]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Cornélio Vitez]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Donado Ricardes]] und [[Luis José López]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Enrico Herzog]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995-1996: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Julio De la Costa]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Santiago Diaz de Velozo]])&amp;lt;/small&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] &amp;lt;small&amp;gt;(unter [[Mercé Serrat Cabarell]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ParteisprecherInnen ===&lt;br /&gt;
* 1958-1964: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[David Cabarel]]&lt;br /&gt;
* 1972-1974: [[Carles Ferro Lima]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Mercé Serrat Cabarell]] &lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joaquín Delavesc]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Cristina María Dacrós]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Mara Joana Coresol]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Mona Assouli]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] &amp;lt;small&amp;gt;(geschäftsführend)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1976: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2006: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 1-11/2006: [[Victor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1958-1962: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1962-1972: [[Isabel Defernandis]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Damián Ornelo]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Francisco Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Jorge Lombardo]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[António Delvequio]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Dián Fernando Celu]]&lt;br /&gt;
* 2005-2008: [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Marta Luísa Amorín]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*11/1947	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1948	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1950	Congreso III in [[Artir]]&lt;br /&gt;
*1953	Congreso IV in [[Viça]]&lt;br /&gt;
*1954	Congreso V in [[Bosa]] – Wahl [[António Santiago]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1956	Congreso VI in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1959	Congreso VII in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1962	Congreso VIII in [[Lemez]] – 75 jähriges Jubiläum der PS-Gründung 1887 – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IX in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso X in [[Duerez]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso XI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso XII in [[Ligre North]] – 25-jähriges Parteijubiläum – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso XIII in [[Laquines]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso XIV in [[Semess]] – linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso XV in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XVI in [[Portofín]] – Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XVII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]]' zum Parteichef&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XVIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIX in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XX in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XXI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XXII in [[Diegue]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XXIII in [[Tulis]] – 50-jähriges Parteijubiläum – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XXIV in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XXV in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXVI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXVII in [[Ostino]] – scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXVIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIX in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1947 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.167.218</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Popular_de_Converg%C3%AAncia&amp;diff=17484</id>
		<title>Partíu Popular de Convergência</title>
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		<updated>2014-01-03T19:42:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.167.218: /* Sekretäre des Exekutivausschusses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partido Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine bürgerlich-katholische Mitte-Rechts-Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[Roberto Vidéas Braga]] den sagradischen [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] und bis 2012 zudem mit [[Miguel Ánibal Luisanto]] den [[Ministerpräsident|Regierungschef]] des Landes. Seit 2012 führt die Partei auf nationaler Ebene die Opposition zur [[Kabinett Serrat Cabarell|Mitte-Links-Regierung Serrat Cabarell]] an. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem [[Paulo Luciaro]], [[Emilio Moya]] und [[Josep Carles Otero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteivorsitzender der [[PPC]] ist seit 8. März 2013 der frühere Generalsekretär [[Manuel Ramœs Iliega]], der in diesem Amt auf den langjährigen Parteichef und Ministerpräsidenten [[Miguel Ánibal Luisanto]] folgte. Generalsekretärin ist [[Sellesi Cambres Madriaga]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiprofil ==&lt;br /&gt;
Die sagradische Volkspartei ist die größte und erfolgreichste Partei des Mitte-Rechts-Lagers in Sagradien und vertritt liberalkonservative sowie christdemokratische Positionen. Sie versteht sich selbst als Reformpartei des Zentrums, die der humanistisch-abendländischen Wertetradition, den Zielen einer liberalen Gesellschaft, einer freien und zugleich sozialen Marktwirtschaftsordnung und dem Prinzip gesellschaftlicher Solidarität verpflichtet ist. Sie setzt sich zudem für die Bewahrung der Schöpfung und eine Vertiefung der europäischen Integration ein. Obwohl historisch vor allem von katholischen Politikern begründet, sieht sich die PPC selbst heute als säkulare Partei mit katholischen, konservativen, sozialreformerischen und liberal-republikanischen Wurzeln. Als parteiinterne Integrationsfaktoren fungierten über Jahrzehnte hinweg die einhellige Ablehnung von Kommunismus und Sozialismus sowie das Eintreten für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, für die nationale Integrität Sagradiens und die westlich-europäische Orientierung des Landes im transatlantischen Bündnis und in der Europäischen Gemeinschaft. Europapolitisches Ziel ist dabei eine &amp;quot;vertiefte Union der europäischen Nationen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faktionen ===&lt;br /&gt;
Als Sammlungspartei der rechten Mitte besteht die Volkspartei aus mehreren konkurrierenden Strömungen und Faktionen: &lt;br /&gt;
* '''Liberal-Conservadores''' (liberalkonservativ, konservativ, auch ''[[Miguel Ánibal Luisanto|Luisantistas]]'' genannt): Der derzeit dominierende Courant repräsentiert eine liberalkonservative Politik, die in Wirtschaftsfragen zu liberalen, sicherheitspolitisch aber eher zu konservativen Positionen tendiert. Europapolitisch bekennen sich die Liberalkonservativen zum gemeinsamen europäischen Projekt und verhalten sich pragmatisch, sind aber grundsätzlich skeptisch gegenüber weiteren Kompetenzverlagerungen nach Brüssel. Ein EU-Beitritt der Türkei wird geschlossen abgelehnt. Wichtige Vertreter des Flügels sind neben [[Miguel Ánibal Luisanto]] auch [[Martina Guivares]] und [[Névito Ramos Illega]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Democrâcia Popular''' (christdemokratisch, christlich-sozial, zentristisch): Der klassische linke Parteiflügel der PP-CSD gilt als Arbeitnehmerflügel. Er ist eng mit der katholischen Gewerkschaft [[CSLC]] verbunden und ging hauptsächlich aus der christlichsozialen PCC hervor. Er beruft sich regelmäßig auf die katholische Soziallehre und ist ausdrücklich nicht laizistisch. Zahlreiche DP-Mitglieder traten 2003 zum [[CCD]] über, 2007 wechselte eine kleine Minderheit zur [[UDC]], andere kehrten aber 2008/2009 wieder zur Mutterpartei zurück. Der Arbeitnehmerflügel der Volkspartei stellt die traditionell einflussreichste Minderheit in der Partei dar und sieht seine historischen Vorbilder v.a. in [[Ariel De la Roya]] und [[Paulo Luciaro]]. Wichtigster Vertreter in den Achtziger und Neunziger Jahren war [[Umberto Salas]], der im Jahr 2002 die Wahl zum Parteivorsitzenden gegen Miguel Ánibal Luisanto verlor. Eine der heute einflussreichsten Politikerinnen der Democrácia Popular ist die frühere Präsidentin der [[Region Lojandía]] [[Francisca Mendes del Ponte]], die zu den wenigen evangelischen Mitgliedern der Partei gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Democrâcia Social''' (nationalkonservativ, souveränistisch): Nationalkonservativer Flügel. Führende Vertreter sind [[Laura Fabil]] und [[Domênco Laravil]]. Die Democrâcia Social ist ausgesprochen wertkonservativ und tritt für den Erhalt des Wohlfahrtsstaates ein. Sie ist nationalistisch und EU-skeptisch gesinnt. Die Europäische Integration soll bei der Souveränität der Nationalstaaten haltmachen. Zudem tritt die DS für eine rigide Zuwanderungspolitik ein und verfolgt bisweilen populistische Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Unión Conservador''' (rechtskonservativ): Der traditionelle rechtskonservative Flügel der Partei. Er steht ähnlich wie die DS für eine an der katholischen Kirche orientierte wertkonservative Politik. Er ging bei der Gründung der Partei besonders aus ehemaligen Mitgliedern der UNP, aber auch des rechten PCC-Flügels hervor. Mittlerweile arbeitet die Union eng mit der DS zusammen. Die weitaus größte Gruppe von Unionsvertretern ist auch mit der [[Confederación Agrar]] verbunden. Bedeutende Vertreter waren in der Vergangenheit [[Santiago Oller]] und [[António Lamanto Marcos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Republicanœs''' (sozialliberal, zentristisch, auch ''[[Denísio Álvarez|Alvarezistas]]'' genannt): Liberaler Flügel der Partei. Führer war lange Zeit der frühere Umweltminister [[Denísio Álvarez]]. Dieser tritt für progressive, sozialliberale Gesellschaftsreformen ein und bemüht sich darum, die Partei in modernen großstädtischen Milieus zu stärken. Im Wertediskurs beruft er sich auf einen laizistischen Republikanismus und steht damit den wertkonservativen, katholischen Strömungen entgegen. Enge Verbindungen bestehen auch zum linken Flügel der [[UDS]] um [[Benita Hubner]]. Die Republicanoes treten für eine vorsichtige Öffnung der Volkspartei auch zu Gruppen der linken Mitte wie den [[Verdes|Grünen]] und [[Radicales|Sozialliberalen]] ein, u.a. um die Koalitionsoptionen der Partei über das Mitte-Rechts-Lager zu mehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Fôro Liberal]]''' (libertär, klassisch-liberal): Das Liberale Forum innerhalb der Volkspartei gehört zu den wirtschaftsliberalen Strömungen innerhalb der Partei. Eine große Zahl von Mitgliedern stammt aus der [[UDS]], deren ehemaliger Vizeparteichef [[Luca Bremante]] eine führende Rolle im FL spielt. Ebenso wie der Álvarez-Flügel unterstützt das FL eine liberale und progressive Gesellschaftspolitik sowie einen republikanischen Laizismus, tritt in Wirtschaftsfragen aber weitaus libertärer auf und lehnt wohlfahrtsstaatliche Eingriffe weitgehend ab. Daneben werden grün-konservative Positionen aus industrie- und energiepolitischen Gründen weitgehend abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Democráticōes per l’Europa]]''' (europafreundlich, zentristisch): Die Europademokraten sind ein Zusammenschluss mehrerer europafreundlicher Abgeordneter und EU-Parlamentarier, der sich auch einfachen Parteimitgliedern geöffnet hat. Ein Großteil der DplE ist 2007 zusammen mit [[Traiano Atániez]] zur [[UDC]] abgewandert. Die verbliebenen Mitglieder sind seither in die Minderheit geraten. Dennoch kämpfen sie für eine europafreundliche Volkspartei und stehen damit im Widerstreit mit den Nationalkonservativen und anderen EU-Kritikern. Als wichtigster Vertreter gelten derzeit [[Máximo Ulieta]] und [[Oscar Rolando Huerón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Ecología Popular''' (ökologisch-konservativ, ökologisch-zentristisch): 	Die EcoPo wurde 2006 als Zusammenschluss ökologisch denkender Abgeordneter der Volkspartei gegründet. Sie ist eng mit dem [[Denísio Álvarez|Álvarez]]-Flügel verbunden, umfasst aber auch wertkonservative Mitglieder, die für einen grün-konservativen Kurs einstehen. Das Netzwerk umfasst auch wenige ehemalige [[Verdes|Grünen]]- und [[PDE]]-Mitglieder. Führer ist der ehemalige Umweltstaatssekretär [[Mário Pelegrín]], der in der Partei aber eher eine Außenseiterposition einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Reformistas''' (rechtssozialdemokratisch, sozialliberal): Eine relativ junge sozialdemokratisch und sozialliberal orientierte Strömung. Angeführt werden die Reformistas von ehemaligen Sozialisten wie [[António Delvequio]], Staatssekretär und später Minister unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die größtenteils dem rechten Flügel der [[ASUL]] angehört hatten und sich nach der Wahlniederlage der Sozialisten 2008 und der folgenden Wahl der Linken [[Mercé Serrat Cabarell]] von der Partei abgewandt haben oder schon zuvor von Miguel Luisanto ins rechte Lager gelockt wurden. Die Reformisten stehen für eine sozial orientierte Reformpolitik der Mitte und arbeiten daher auch eng mit den Republikanern von [[Denísio Álvarez]] zusammen, ohne aber deren längere Volkspartei-Sozialisation zu teilen. Als wirtschafts- und sozialpolitisches Leitbild der Reformisten gilt das Konzept der sozial orientierten Marktwirtschaft, als Inspirationsquelle kann das Konzpet des „Dritten Wegs“ des englischen Soziologen Anthony Giddens angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründungsjahre (1945-1949) ===&lt;br /&gt;
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Januar 1945 mit dem Anspruch, eine überkonfessionelle bürgerliche Sammlungspartei darzustellen. Unmittelbarer Ursprung der Partei die so genannte ''Convergência-Bewegung'', die sich im Zweiten Weltkrieg innerhalb des katholischen Lagers gebildet hatte und die als christliche und demokratische Sammlungsbewegung verstanden werden kann. Der wesentliche Kern der Partei bestand aus katholischen Politikern wie [[Ariel Fernando De la Roya]], [[Amentino Xavier-Castrell]], [[Paulo Manuel Luciaro]], [[Nino Cabal]] oder [[Benito Mello]], die in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] teilweise der katholisch-liberalen [[PDP]] oder aber der katholisch-konservativen [[Volksunion]] (UP) angehört hatten. De la Roya und Cabal gehörte dem christlichen Widerstand gegen die deutschen Besatzer im Nordosten Sagradiens an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren. Gleichzeitig sollte die Spaltung in eine klerikale und eine säkulare Rechte überwunden werden, was freilich erst mit dem Zerfall der rechtsliberalen [[MPD]] in den frühen Fünfziger Jahren erreicht werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volkspartei der Zusammenkunft übernahm die organisatorischen, personellen und finanziellen Ressourcen der aufgelösten [[Volksunion]], deren letzter Parteiführer [[Amentino Xavier-Castrell]] erster Parteivorsitzender wurde. Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt. Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945]] wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte [[Demokratische Koalition]] mit dem [[Partido Radical]], der [[PS|Sozialistischen Partei]] und den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], welche die erste [[Provisorische Regierung Dini|Provisorische Regierung]] unter [[Sergio Rafael Dini]] stützte. Parteigründer [[Ariel De la Roya]] wurde zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, [[Paulo Luciaro]] und [[Mário Elabal]] vertraten die Partei in der provisorischen Regierung. Die 1946 verabschiedete [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] wurde maßgeblich von Politikern der Volkspartei geprägt. Nachdem Paulo Luciaro 1946 selbst die Führung der provisorischen Regierung übernommen hatte, gewannen die Christdemokraten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|ersten Parlamentswahl 1946]] die relative Mehrheit der Mandate im Senat und stellten mit einem Stimmenanteil von 25 Prozent die nur knapp zweitgrößte Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]]. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro, der nach der Wahl De la Royas zum Senatspräsidenten 1946 zunehmend als Führer der Partei auftrat und ihre Politik maßgeblich steuerte, versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen und nationalkonservativen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das [[Movimiento Socialista Cristiano]], das sich der Linken anschloss. Stattdessen wurde die PPC zum Gravitationszentrum einer neuen antikommunistischen Mitte-Rechts-Allianz aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten, die sich der [[Frente Democrático Popular|Demokratischen Volksfront]] aus Sozialisten und Kommunisten entgegenstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1949-1960) ===&lt;br /&gt;
1949 wurde Paulo Luciaro Ministerpräsident und integrierte mit der rechtskonservativen [[UNP]] auch erstmals Vertreter der gemäßigten nationalen Rechten in der Regierung. Als Ergebnis des neuen Bündnisses errangen die Christdemokraten mit der Unterstützung anderer Rechtsparteien bei den [[Senatswahlen 1949]] einen deutlichen Sieg. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] bestritt die PCC als Kopf einer vereinten Mitte-Rechts-Allianz mit der nationalkonservativen [[UNP]], die sich mit einem Stimmenanteil von über 36 Prozent klar als stärkste Kraft durchsetzen konnte. Die UNP wurde danach in die gemeinsame [[Zentrumskoalition]] der PPC mit der sozialdemokratischen [[PSD]] [[Santo De la Ilpa]]s und mehreren liberalen Parteien eingebunden, ihr gemäßigt-demokratischer Flügel ging 1952 schließlich in der Volkspartei auf. Gleiches galt für große Teile des konservativ-liberalen [[MPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Ariel de la Roya bis 1954 Parteipräsident blieb, galt als De-facto-Parteiführer Paulo Luciaro, zunächst als Parteisekretär (1945-1948), später als Ministerpräsident (1949-1960) und seit 1954 als Nachfolger De la Royas als Parteivorsitzender. Dies galt vor allem nach dem Abgang des linkskatholischen Flügels und der Wahl De la Royas zum Präsidenten der Republik im Jahr 1954. Unter Luciaro wurde die PPC zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC der Anfangsjahre setzte auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Zudem vertrat Luciaro ein stark europafreundliches Profil, für das auch PSD-Außenminister [[Santo De la Ilpa]] sowie innerhalb der PPC Kabinettschef [[Roberto Helguerra]] standen. Prägende Wirtschaftspolitiker der PPC waren neben Corrado v.a. dessen Nachfolger als Finanzminister, [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das erste Grundsatzprogramm der PPC aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die PPC 42 Prozent der Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie die nächstgrößere Partei (PCS mit 16,9 Prozent) auf sich vereinen konnte. Nachdem Luciaro 1950 die Bildung einer Zentrumskoalition mit den Sozialdemokraten de la Ilpas durchgesetzt hatte, kam es nach der Entmachtung de la Ilpas in seiner Partei und dem Austritt der PSD aus der Koalition im Jahr 1955 zur Bildung einer neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition (1960-1964) ===&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit im Álamo-Regime und seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale, einst UP-Mitglied und Beamter im Kirchenministerium der CN-Diktatur, war erst 1949 als Verwaltungsbeamter in die PCC eingetreten und konnte diesen rasch als Karrieresprungbrett nutzen. 1949 wurde er Staatssekretär, 1950 Minister für Inneres und 1954 erstmals Abgeordneter sowie Finanzminister. Innerhalb des PCC hatte er bereits zum rechten konservativen Flügel gehört. Favale besaß große Sympathien in der Parlamentsfraktion der PPC und schaffte es darüber hinaus 1959, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1960 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Das Exekutivkomitee unter Führung von Nêu Regríguez legte sich schließlich auf Favale als Nachfolger fest, der sowohl Luciaros Wunschkandidaten Sánchez als auch Fraktionschef [[Martín Ánibal Costa]] hinter sich lassen konnte. Die Koalition mit der UDS wurde fortgesetzt, auch wenn das Klima zwischen dem konservativen und bisweilen autoritär auftretenden Favale und den zunehmend selbstbewussten Liberalen gespannt war. Favale aber schaffte es in der Folge nicht, die Parteiführung zu übernehmen. Nach dem Wechsel Nêu Regríguez’ ins Kabinett wurde mit [[Carles Toquero]] ein Anhänger Costas an die Spitze des Exekutivkomitees gewählt, [[Daniel Marella]], der nationale Geschäftsführer der Partei, galt als Anhänger von Sánchez und neuer Fraktionschef wurde mit Ex-Außenminister [[Carles María Ortega]] ein relativer Außenseiter der bisherigen Machtkämpfe, der keine Bindungen zu Favale aufwies, aber über Rückhalt in der Fraktion verfügte. Schließlich folgte Luciaro als Parteivorsitzender der PPC 1961 nicht Favale, sondern [[Ortega]] nach, der bisher nicht als Machtpolitiker wahrgenommen worden war. Es wurde allgemein erwartet, dass das Machtzentrum auch weiterhin im Kabinett liegen sollte, jedoch zeigte sich Ortega als Fraktions- und Parteichef in einer günstigen Lage, die er auszunutzen verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die PPC, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, dem die Basis in der Partei fehlte und der vor allem von den potenziellen Koalitionspartnern abgelehnt wurde und erfolgreichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung sowohl mit Sozialisten als auch mit Radikaldemokraten - eine der Parteien wurde für ein Bündnis gebraucht - im Wege zu stehen schien. In einem oft als Putsch gegen Favale bezeichneten Zug verbündeten sich Parteichef Ortega und Ánibal Costa und drängten Favale auf einen Verzicht auf die Regierungsführung. Stattdessen nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der PPC-Führung zu ihrem Bruch bei. Während Costa nach wie vor ein Parteiamt fehlte und Parteichef Ortega dem Kabinett fern blieb, fungierte Favale als Finanzminister, befand sich in Dauer-Streit mit dem sozialistischen Wirtschaftsminister [[Ricardo Moreno]] und wartete auf seine Chance, die Macht in Partei und Regierung zurückzuerobern. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der PPC ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die PPC mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 30 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die PPC einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PPC eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PPC klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PPC und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der PPC und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 35 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PPC damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1979) ===&lt;br /&gt;
Zum neuen Parteivorsitzenden der Volkspartei wurde auf dem Parteitag in Nalcaz im Februar 1971 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]] gewählt, der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Im Gegensatz zu dem bisweilen europaskeptischen Favale stand Ellévez für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PPC zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Sandro de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Wohnungsbauminister [[Emilio Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst hilflos und artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PPC gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semess klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Sandro de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag 1975 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur [[Sandro de la Nada]]s gegen [[Márcio Ellévez Perón]]. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef und Oppositionsführer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Koalition durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren der Fraktionsvize [[Joán Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semestiner Regionalverband anführte. Zudem kam nach seinem Ausscheiden als Nationalbankpräsident 1977 [[Alfonso María Guivares]] dazu, der in der Partei als Aushängeschild einer rechten Wirtschaftspolitik galt und im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] überraschend als Schattenminister für Wirtschaft und Finanzen auftrat. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung (1979-1986) ===&lt;br /&gt;
Aus den Neuwahlen im Jahr 1979, nach dem absehbaren Bruch der ASUL/UDS-Koalition notwendig geworden, ging die PPC mit Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister und Nationalbankchef Alfonso María Guivares als Wirtschaftsexperte als Sieger hervor und Nada drängte auf die schnelle Bildung einer Großen Koalition, da die favorisierte PPC/UDS-Koalition keine Mehrheit vorzuzeigen hatte und die Gefahr einer neuerlichen sozialistischen Zusammenarbeit mit den Kommunisten drohte. Die Verhandlungen endeten für die Volkspartei schließlich erfolgreich und ermöglichten ihr nach neun Jahren in der Opposition wieder die Rückkehr in nationale Regierungsverantwortung. [[Sandro De la Nada]] wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Wirtschafts- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während die Sozialisten das Finanz- und das Sozialressort übernahmen. [[Emilio Moya]] wurde neuer Chef der Parlamentsfraktion und damit zusammen mit seinem sozialistischen Counterpart [[Stefano Nacoma]] einer der organisatorischen Schlüsselspieler der Koalition. Die Große Koalition sollte v.a. die Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit treffen, die Finanzen konsolidieren und den zunehmenden Terror bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern wirkten sich aber auch zunehmend negativ auf die innerparteiliche Stellung De la Nadas aus, der immer mehr unter Druck geriet, zumal Moya bald die Fraktion unter Kontrolle hatte und weitgehende Forderungen stellen konnte. Nach der Wahl Alfonso Guivares’ zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1982 erbte Emilio Moya seinen Posten im Wirtschaftsministerium und gelangte damit auf eine neue Schlüsselposition. Er trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch der Haushaltsplan für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Nachdem sich die Sozialisten im Juli 1982 entschlossen hatten, gegen die Haushaltsvorlage der Regierung zu stimmen und es daraufhin zur Demission der ASUL-Minister kam, übernahm Moya zudem das Finanzministerium und war der neue starke Mann im Kabinett. De la Nada, entschlossen, die ASUL zu einem Misstrauensvotum gegen ihn zu zwingen und diese so als Schuldige darzustellen, ließ es zum Äußersten kommen. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Kommunisten und Sozialisten gegen das [[Kabinett De la Nada II|Rumpfkabinett De la Nada]] löste Präsident Guivares die Abgeordnetenkammer auf und setzte vorgezogene Neuwahlen zum frühest-möglichen Termin an. Moya reagierte blitzschnell und nutzte seine Kontakte in der Fraktion, um sich selbst als Spitzenkandidat ins Gespräch zu bringen, woraufhin Nada kapitulierte und seinerseits auf eine Kandidatur verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Joán Emilio Moya]] als Spitzenkandidat siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982| vorgezogenen Neuwahlen]] deutlich gegen die Linke und erreichten 38 Prozent der Stimmen. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte damit die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete die 12-jährige Regierungsbeteiligung der Sozialisten. Moya wurde zum neuen Ministerpräsidenten ernannt und wenig später auch zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit begann die Ära der neokonservativen bzw. neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Sagradien für über ein Jahrzehnt dominieren sollte. Zudem wurde der dem linken Parteiflügel angehörige Generalsekretär [[Umberto Salas]] durch [[Daniel Rodrigo Costa]] abgelöst, der wenig eigene Machtfülle entwickelte und vor allem dem Parteichef Moya zuarbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 stürzte die [[Guivares-Affäre]] um Verwicklungen des Staatspräsidenten in Geschäfte des organisierten Verbrechens das Land in die größte politische Krise der Nachkriegszeit. Auch aktive Politiker aus der zweiten Reihe der PPC wurden in Verbindung mit dem so genannten „Guivares-Kartell“ gebracht und die Partei durchlebte eine der größten Krisen ihres Parteibestehens. Der Präsident musste seinen Rücktritt erklären. Bei den Wahlen zu seiner Nachfolge verzichtete die PPC erstmals auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützte den UDS-Kandidaten [[Carles Domínguez]]. Die Wahl konnte allerdings der Sozialist Felipe López für sich entscheiden, während der rechtsradikale Kandidat [[Paulo Alfonso Cavallo]] vom Fehlen des Volkspartei-Kandidaten und dem Vertrauensverlust in die politische Klasse profitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Moya schaffte es nicht, durch eine schnelle Aufklärung der Guivares-Affäre Ruhe in die politische Landschaft zu bringen. Stattdessen wurde in der Folgezeit große Kritik an Moyas Regierung geübt und die Umfragewerte schnellten in den Keller. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alto Scantia]] und [[Alconía]] PPC-geführte Regierungen ablösen konnte. Die Niederlagen führten zu einer Führungskrise in der Partei und zunehmender Kritik an Parteichef Moya. Nach einer Kabinettsumbildung gehörten Innenminister [[Carles Holiérez]] und Justizminister [[Carles Zapato]] nicht mehr der Regierung an, die wegen ihrer Ermittlungen in der Guivares-Affäre ins Dauerfeuer der Opposition und der Medien geraten waren und zudem beim liberalen Koalitionspartner für Unmut gesorgt hatten. Auch das Krisenmanagement nach dem Tschernobyl-Unglück verlief eher unglücklich. Erst zwei Monate nach dem Reaktorunfall reagierte Moya, indem er ein eigenes Umweltministerium einrichtete. Der Unfall führte zu einem schlagartigen Anstieg der Umfragewerte für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition zur Regierung Ricardes (1986-1990) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] endeten schließlich in einer deutlichen Niederlage der liberal-konservativen Regierungskoalition. Die PPC verlor rund 6 Prozentpunkte gegenüber 1982 und kam nur noch auf 34 Prozent der Stimmen, während die Sozialisten unter ihrem eher wirtschaftsfreundlichen Spitzenkandidaten Donado Ricardes knapp 36 Prozent der Stimmen erreichten und wieder stärkste Kraft wurden. Nach schwierigen Verhandlungen entschlossen sich ASUL und UDS zur Neuauflage der rot-blauen Koalition aus dem Jahr 1977, womit die Hoffnungen der PPC auf eine Große Koalition zunichte gemacht wurden. Die Konservativen musste nach sieben Jahren Regierungsführung wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was folgte, war ein erbitterter Machtkampf in der PPC. Der Wirtschaftsflügel hatte seine spätestens 1982 gewonnene unangefochtene Machtstellung bereits seit den Wahlniederlagen 1984 und 1985 verloren. Jedoch gelang es auch dem linken Parteiflügel unter Sozialminister [[Umberto Salas]] nicht, die Macht in der Partei zu übernehmen. Beide entgegengesetzten Strömungen blockierten sich in der Opposition. Im Jahr 1987 wurde Moya schließlich als Parteichef abgelöst, nachdem die Kritik an seiner Führung nochmals gewachsen war. Zum Nachfolger wurde mit [[Santiago Montoya]] ein Kompromisskandidat gewählt, dessen vorrangige Aufgabe es sein sollte, zusammen mit dem neuen Generalsekretär [[Alberto Forlán]] die zerstrittenen Flügel wieder einander anzunähern. Besonders die nachhaltige Schwächung des Wirtschaftsflügels wurde als längerfristiges Problem angesehen, da die Differenzen zwischen den beiden Koalitionspartnern auf diesem Feld eine potenzielle Möglichkeit für die Opposition bot, sich hier zu profilieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum eigentlichen Machtzentrum entwickelte sich in den Folgemonaten die Kammerfraktion, die seit 1982 von dem ehrgeizigen [[Josep Otero]] – seit 1987 auch einer der Stellvertreter an der Parteispitze – angeführt wurde. Der als guter Redner und exzellenter Organisator geltende Otero konnte sich auf der Bühne der parlamentarischen Debatte als eigentlicher Oppositionsführer etablieren, während der eher staatsmännisch auftretende Montoya damit beschäftigt war, die Parteistrukturen zu reformieren und die verschiedenden parteiinternen Interessengruppen zu befrieden. Zudem mangelte es Montoya als Senator an einem Mandat in der einflussreicheren Abgeordnetenkammer.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die aufreibende Parteiarbeit und die fehlende Durchsetzungskraft Montoyas führten schließlich im Januar 1989 zu einem erneuten Wechsel an der Parteispitze. Montoya gab sein Parteiamt auf und wurde gleichzeitig zum Präsidentschaftskandidaten der PPC gewählt, ein Amt, das seinem politischen Stil eher entgegenkam als das des Oppositionsführers. Nachfolger wurde Otero, der nun alle wichtigen Ämter in der Partei in seinen Händen hielt. Neuer Generalsekretär wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Santiago Montoya schaffte es schließlich, die [[Präsidentschaftswahlen 1989]] gegen den Amtsinhaber [[Felipe López]] zu gewinnen. Es war das erste Mal, dass einem amtierenden Präsidenten die Wiederwahl durch das Volk verwehrt wurde. Der Sieg Montoyas wurde als Zeichen für den Stimmungsumschwung gewertet. Es folgten deutliche Siege der PPC bei den [[Europawahlen 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989|Regionalwahlen]] des Jahres. Zudem litt die sozialistisch-liberale Koalition bereits seit 1989 an Zerfallserscheinungen. Der Versuch Oteros, bereits 1989 einen Bruch der Koalition durch ein Bündnis mit den Liberalen gegen die Sozialisten herbeizuführen scheiterte zwar, es gelang ihm aber, sich als Wunschkoalitionspartner der UDS für die Zeit nach 1990 in Stellung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Otero (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] führten schließlich zu einem klaren Sieg der PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Otero und zur Neuauflage der bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der UDS. Mit einem Ergebnis von 40,8 Prozent erzielte Otero sogar das beste Ergebnis der PPC bei Kammerwahlen seit 1954. Der Sieg brachte Otero in eine innerparteiliche Machtstellung, die vor ihm wohl nur Paulo Luciaro innegehabt hatte. Sein auf einen Ausgleich zwischen den Parteiflügeln gerichtete moderate Reformpolitik wurde auch von unabhängigen Medien gelobt. Die Privatisierungen der Moya-Regierung, die auch der Sozialist Ricardes fortgeführt hatte, wurden erfolgreich abgeschlossen. Zudem brachte Otero seine Partei auf eine klare europafreundliche Linie. Gegen parteiinterne Widerstände des rechten Flügels wurden die Maastricht-Verträge ebenso durchgesetzt wie die Einführung des Euro. Auf dem internationalen Parkett genoss Otero deswegen bald große Anerkennung. Außerdem profitierte seine Regierung von einem parteiinternen Skandal der oppositionellen Sozialisten im Jahr 1992, die eine effektive Oppositionspolitik der ASUL zunächst deutlich erschwerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung des Vertrags von Maastricht durch die Volkspartei-geführte Regierung Otero führte 1992 zur Abspaltung des souveränistischen Flügels von der Partei. Bereits seit Ende der Achtziger war ein Teil des rechten Parteiflügels auf Oppositionskurs zur europafreundlichen Politik der Konservativen gegangen. Führer dieser Bewegung war der PPC-Senator [[Oscar Aguersuari]], einstmals Innen-Staatssekretär unter Emilio Moya, der die Partei 1992 verließ und den [[Partido Republicano de la Libertá]] (PRL) gründete, der in der Folge aber keine durchschlagenden Wahlerfolge verbuchen konnte und seit Ende der Neunziger ohne Aguersuari einen rechtsextremen Kurs einschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahlen 1994]] trat Oteros Mitte-Rechts-Bündnis schließlich gegen den rot-grünen Block unter Führung des Semestiner Bürgermeisters [[António Grande Illega]] an und konnte sich trotz Verlusten für die PPC behaupten. Die zweite Regierung Otero nach den Wahlen 1994 schaffte es aber nicht mehr, die Reformpolitik der ersten Jahre fortzuführen. Stattdessen kam es nun vermehrt zu Konflikten innerhalb der Regierungskoalition. Forderungen aus den Reihen der UDS und dem wirtschaftsnahen Partei-Flügel nach deutlichen Steuererleichterungen und einer Reform der Gesundheitspolitik stießen auf den erbitterten Widerstand der christlich-sozialen Faktion in der Partei. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit enorm an und erreichte 1997 einen Höhepunkt, während die Staatsverschuldung weiter zunahm. Außerdem stieg in großen Teilen der Bevölkerung die Unzufriedenheit über die konservative Gesellschaftspolitik der bürgerlichen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rapide abnehmende Zustimmung zur Regierung Otero führte 1997 zu einer Niederlage der Volkspartei bei den [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]], wo die PPC von den Sozialisten überholt wurde und die Regierung daraufhin ihre Mehrheit an die linke Opposition verlor. Diese ging danach zu einer Blockadehaltung gegen die Regierungspolitik im Senat über. Dennoch schaffte es die Partei bei den [[Regionalwahlen 1997]], eine Niederlage zu vermeiden. In den bisher sozialistisch regierten Regionen [[Bordez]] und [[Region Óstino|Óstino]] schaffte man es sogar, die Sozialisten aus dem Amt zu drängen. Der Erfolg und sich stabilisierende Umfrageergebnisse auf nationaler Ebene täuschten aber über die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungspolitik hinweg. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] folgte eine klare Niederlage der Mitte-Rechts-Koalition gegen Rot-Grün unter der Führung des jungen charismatischen Premierkandidaten [[Julio de la Costa]] von der Asul, der es schaffte, unzufriedene Wähler der Mitte für die [[Coalición Eco-Socialista|sozialistisch-ökologische Koalition]] zu gewinnen. Sowohl Volkspartei als auch UDS verloren deutlich an Wählerstimmen, wovon auch die [[PSP|Rechtspopulisten]] unter [[Joán De la Pênia]] profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurssuche unter Roberto Vidéas (1998-2002) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zum sofortigen Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC. Nachfolger wurde [[Roberto Vidéas]], der bereits zuvor als Kronprinz Oteros gegolten hatte. Der Wechsel an der Parteispitze bedeutete aber keinen echten Machtwechsel innerhalb der Partei. Stattdessen rückte Otero wieder an die Spitze der Kammerfraktion und die Vertreter der moderat-zentristischen Politik Oteros behielten auch mit Parteichef Vidéas die Macht in der Partei. Dennoch fiel es die Konservativen nach acht Jahren in der Regierung und der klaren Prägung durch Otero schwer, den Wechsel in die Opposition zu vollziehen. Während die liberale Gesellschaftspolitik der rot-grünen Regierung deutlich abgelehnt und energisch bekämpft wurde, verzichtete Vidéas in anderen Bereichen, vornehmlich der Verfassungspolitik, auf eine Fundamentalopposition und handelte mit der Regierung einen Kompromiss zur Reform von Senat und Regionen aus. Eine dringtend notwendige inhaltliche Reform der Partei – besonders auf dem Feld der Familien- und Gesellschaftspolitik - blieb unter diesen Umständen aus. Außerdem verpasste es die neue Parteiführung, mit dem Phänomen De la Pênia und seinem zunehmenden Erfolg in rechten Kreisen klar zu kommen und dessen Höhenflug aufzuhalten. Der Versuch Vidéas', durch Tabuisierung de la Pênias, diesen als Persona non grata zu diffamieren und auf diesem Weg klein zu halten, scheiterte deutlich, zumal prominente Persönlichkeiten der Konservativen mit bestimmten Ideen der Rechten sympathisierten und für eine inhaltliche Annäherung eintraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition wurden die parteiinternen Machtkämpfe alter Tage neu entfacht. Der Wahlerfolg des bisweilen populistisch auftretenden Regionalpräsidenten von [[Bordez]], [[Miguel Ánibal Luisanto]], bei den [[Regionalwahlen 2001]] führten zu einer deutlichen Stärkung des Parteivizes und seiner Anhänger. Auf der anderen Seite konnte Videás in der Opposition keine großen Siege verbuchen. Weder die [[Europawahlen 1999]], noch die [[Senatswahlen 2000|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 2000]] führten zu einem Stimmungsumschwung hin zur konservativen Opposition. Auch bei den [[Regionalwahlen 2001]] konnte sich die Linke behaupten. Außerdem ließen die anhaltenden Erfolge der äußeren Rechten das Problem einer eventuellen Zusammenarbeit akut werden, zumal Luisanto als Shootingstar der Partei keinen Hehl daraus machte, über derartige Bündnisse nachzudenken, und damit der Parteiführung große Schwierigkeiten bereitete. Vidéas versuchte erst zu spät, eine Neuausrichtung durchzusetzen. Seine Versuche, die Positionen der Partei in der Gesellschaftspolitik zu modernisieren und sich dadurch ein liberaleres Profil zu geben, wurden von der Partei nicht mitgetragen und vom Parteitag mehrheitlich abgelehnt. Dagegen wurde dem Parteichef auf dem Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik vorgeworfen, kein Konzept zu besitzen, das eine Alternative zur gemäßigten Reformpolitik der Linken darstellte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] brachten das erschreckende Ergebnis einer anhaltend zerstrittenen PPC und einer an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängten UDS. Die rot-grüne Koalition De la Costas wurde trotz Erfolgen für die politischen Ränder im Amt bestätigt. Die PPC verlor unter der Führung von Roberto Vidéas nochmals mehr als 2 Prozentpunkte gegenüber 1998 und landete bei dem schlechtesten Kammerwahlergebnis seit 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Luisanto (seit 2002-2012) ===&lt;br /&gt;
Nach der erschütternden Niederlage bei den Kammerwahlen kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze. Mit Parteichef Roberto Videas Braga und Fraktionschef Josep Otero, die sich beide aus der aktiven Politik zurückzogen, gaben die beiden bis dahin dominierenden Personen die Führung der Partei ab, was einen offenen Kampf der konkurrierenden Parteiflügel um die Macht in der Partei auslöste. Bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden setzte sich [[Miguel Ánibal Luisanto]] gegen den von der bisherigen Führung favorisierten [[Oscar Rolando Huerón]] und gegen den Vertreter des linken Flügels [[Umberto Salas]] durch. Alle drei hatten in den Neunziger Jahren der Regierung Otero angehört, repräsentierten aber unterschiedliche Strömungen in der Partei. Nachdem im ersten Wahlgang auf dem Parteitag in [[Portofín]] im Dezember 2002 Ánibal Luisanto mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luisanto setzte die Partei gegenüber der [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] auf eine deutlich konfrontativere Oppositionspolitik und nahm eine spürbare neoliberale Wende. Nach einem halben Jahr harter Richtungskämpfe setzte sich der Kurs Luisantos gegen die vom linken Flügel organisierte innerparteiliche Opposition durch und verabschiedete auf dem Parteitag in [[Nocolônies]] im Oktober 2003 ein von wirtschaftsliberalen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen und Deregulierung geprägtes Manifest durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz parteiinterner Diskussionen um die wirtschaftsliberale Ausrichtung befand sich die Partei unter Luisanto auf dem Wiederaufstieg, profitierte von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der zweiten rot-grünen Regierung De la Costas und feierte bei [[Senatswahlen 2003]], [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]], bei den [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] sowie den [[Senatswahlen 2006]] deutliche Siege. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] konnte die Volkspartei schließlich einen Sieg über die bisher regierenden [[ASUL|Sozialisten]] feiern. Parteichef Luisanto wurde von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt und bildete eine Minderheitskoalition aus Volkspartei und [[UDS]], die im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] toleriert wurde. Nachdem die heterogene Mitte-Rechts-Koalition 2008 ihre Mehrheit verloren hatte, ging der PPC unter Luisanto auch bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Parlamentswahlen im Sommer 2008]] als klarer Sieger hervor und erneuerte das Regierungsbündnis mit der liberalen UDS unter Tolerierung des PSP, ohne auf die Unterstützung durch das Zentrumsbündnis angewiesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die erste Legislaturperiode der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] vor allem unter innenpolitischen Zeichen gestanden hatte und von heftig polarisierendem Streit um den Einfluss der Rechtspopulisten auf die Ausländer- und Sicherheitspolitik geprägt war, dominierte in der zweiten Periode seit 2008 die Außen- und Wirtschaftspolitik vor dem Hintergrund der Finanz-, Wirtschafts- und europäischen Währungs- und Staatsschuldenkrise. Dabei profilierte sich Luisanto anfangs als energischer &amp;quot;Retter&amp;quot; sagradischer Banken und gab damit frühere wirtschaftsliberale Positionen punktuell auf, ehe er sich seit 2010 einem Spar- und Austeritätskonzept in Anlehnung an die Politik Angela Merkels anlehnte. Dabei kam es vor allem in der Frage des europäischen Rettungsschirms EMS und der Finanzhilfen für überschuldete Staaten der Eurozone zu wiederholten harten Auseinandersetzungen innerhalb des Mitte-Rechts-Bündnisses, die die Regierungsarbeit schwer belasteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Opposition (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
Wiederholte Kurskorrekturen auf Seiten der PPC, widersprüchliche Aussagen zur Zukunft von Euro und europäischer Union und Unstimmigkeiten innerhalb des eigenen Lagers brachten auch Luisanto seit 2011 vermehrt in die Kritik, der unter Druck des rechten Regierungsflügels, schlechter Umfragewerte sowie öffentlicher Kritik an seinem Kurs im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] wieder stärker auf einen populistisch inspirierten Wahlkampf setzte, indem er nun auch teilweise euro- und europakritische Töne anschlug. Im Ergebnis half dies nicht, die Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien und der PPC bei der Wahl im Sommer 2012 zu verhindern, bei der die sozialistisch angeführte Links-Opposition um ASUL-Spitzenkandidatin [[Mercé Serrat Cabarell]] einen Sieg davon trug. Luisanto wurde daraufhin im August 2012 nach fast sechs Jahren im Amt des Premierministers durch Serrat Cabarell abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage ließ Parteichef Luisanto zunächst seine Zukunft offen. Entgegen Spekulationen von Seiten der Presse wurde der für Frühjahr 2013 geplante Parteitag nicht vorgezogen. Erst im Dezember erklärte Luisanto, nicht mehr länger für das Amt des Parteivorsitzenden zur Verfügung zu stehen und sich nach dem Parteitag im März aus der ersten Reihe der Politik zurückzuziehen. De facto übernahm nun Fraktionschef [[Manuel Ramœs Iliega]] die Funktion des Oppositionsführers und gab wenig später auch seine Kandidatur um den Parteivorsitz bekannt, ebenso wie die frühere Arbeitsministerin [[Francisca Mendes del Ponte]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen war in der Partei ein interner Streit um die politische Ausrichtung in der Opposition entbrannt, nachdem eine Gruppe prominenter Vertreter des liberalen Parteiflügels um [[Francisca Mendes del Ponte]], [[Sellesi Cambres Madriaga]] und [[Corrado Ticino]] eine Modernisierung der Partei und eine liberalere Ausrichtung forderten. Der unter Luisanto eingeschlagene Weg der Erneuerung der Partei müsse konsequent fortgesetzt werden. Konkret wurde gefordert, das von der [[Kabinett Serrat Cabarell|Mitte-Links-Regierung]] anvisierte Projekt einer gesetzlichen Frauenquote für Vorstandsposten in der freien Wirtschaft zu unterstützen. Außerdem müsse die Partei ihre Haltung gegenüber Homosexuellen und Minderheiten überdenken. Vor allem aber sollte die Partei ihre sechsjährige Zusammenarbeit mit der rechten [[PSP]] kritisch aufarbeiten und sich von deren Forderungen stärker distanzieren als zuvor. Mit einem solchen Kurs könne die PPC ihre schwache Stellung in Großstädten verbessern. Dagegen verteidigten Vertreter der Parteirechten, allen voran der frühere Innenminister [[Clemente Arzano]], den bisherigen Kurs der Partei und warfen der Gruppe um Mendes und Cambres Madriaga vor, den Kurs der Linken zu übernehmen, statt christdemokratische Zukunftspolitik zu betreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Volkspartei in [[Nalcaz]] vom 7. bis 9. März 2013 kam es schließlich zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Mit [[Francisca Mendes del Ponte]] und [[Clemente Arzano]] traten dabei auch die führenden Vertreter der jüngsten Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei ihren Hut in den Ring. Kurz vor dem Parteitag verzichtete jedoch Mendes del Ponte zugunsten des jüngeren [[Manuel Ramœs Iliega]], der eine Erneuerung der Partei einleiten solle. Ramœs Iliega konnte sich schließlich gegen Arzano durchsetzen. Arzano und Mendes del Ponte wurden Stellvertretende Vorsitzende. Als Generalsekretärin wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]] nominiert. Damit konnte der Streit um den Parteikurs vorerst beigelegt werden, indem der neue Vorsitzende eine Arbeitsgruppe unter der Führung der Vizepräsidentin der [[Abgeordnetenkammer]] [[Daniela Rosenthal-Valdés]] einsetzte, um programmatische Vorschläge zu unterbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahlergebnisse ==&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Wahlliste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur Nationalversammlung 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 27,9 %&lt;br /&gt;
| 126 / 449&lt;br /&gt;
| [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|1946]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 29,5 %&lt;br /&gt;
| 123 / 411&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|1950]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 36,9 %&lt;br /&gt;
| 152 / 411&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|1954]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 42,0 %&lt;br /&gt;
| 174 / 411&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 40,1 %&lt;br /&gt;
| 166 / 411&lt;br /&gt;
| [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 35,2 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,1 %&lt;br /&gt;
| 145 / 411&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partido Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 36,3 %&lt;br /&gt;
| 153 / 411&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partido Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 34,9 %&lt;br /&gt;
| 156 / 411&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC/[[Partido Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,4 %&lt;br /&gt;
| 146 / 411&lt;br /&gt;
| [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 37,1 %&lt;br /&gt;
| 159 / 411&lt;br /&gt;
| [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 38,0 %&lt;br /&gt;
| 165 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,0 %&lt;br /&gt;
| 147 / 411&lt;br /&gt;
| [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 39,6 %&lt;br /&gt;
| 170 / 411&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 38,9 %&lt;br /&gt;
| 169 / 411&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 34,5 %&lt;br /&gt;
| 145 / 411&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 32,7 %&lt;br /&gt;
| 139 / 411&lt;br /&gt;
| [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 36,0 %&lt;br /&gt;
| 151 / 411&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 35,6 %&lt;br /&gt;
| 154 / 411&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|2012]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PPC&lt;br /&gt;
| 28,6 %&lt;br /&gt;
| 125 / 411&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1945-1947: [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
* 1947-1954: [[Fernando De la Roya]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1971: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1971-1975: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1989-2000: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 2002-2013: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekretäre des Exekutivkomitees ===&lt;br /&gt;
* 1945-1948: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1948-1952: [[Benito Mello]]&lt;br /&gt;
* 1952-1959: [[Ánibal Demartín]]&lt;br /&gt;
* 1959-1960: [[Martín Nêu Regríguez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1964-1969: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Oscar Garrizo]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[Santiago Lamenta]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Rodrigo Costa]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Alberto Forlán]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 1990-1993: [[Santiago Ollér]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: [[Carles de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Oscar Toledo Meçares]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
* 2011-2013: [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: [[Sellesi Cambres Madriaga]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellvertretende Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: [[Oscar Manuel Corrado]]&lt;br /&gt;
* 1952-1955: [[Luis Enrico de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[José Ivan Soler]]&lt;br /&gt;
* 1955-1971: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1961-1971: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1961-1971: [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
* 1971-1975: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
* 1971-1982: [[Francisco Casano]]&lt;br /&gt;
* 1971-1975: [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1975-1979: [[Marcelo Iudeta]]&lt;br /&gt;
* 1975-1979: [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Dián Aliureto Demirtas]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Gustavo Galler]]&lt;br /&gt;
* 1982-1992: [[Pietro Montxerent]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1985-1992: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Santiago Oscar Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[António Lamanto Marques]]&lt;br /&gt;
* 1992-1998: [[Pietra Domello]]&lt;br /&gt;
* 1992-2000: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Francisca Calbán]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 2000-2011: [[Denísio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* 2002-2013: [[Martina Guivares Biguer]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: [[Daniel Ambrôsio]]&lt;br /&gt;
* seit 2013: [[Clemente Arzano]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1960: [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1967-1976: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Joán Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Romano Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 2002-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Manuel Ramœs Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarischer Sekretär in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1948-1950: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Joán Huartín]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Deán José Domingues]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Fernando Montalbán]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Clemente Arzano]]&lt;br /&gt;
* Seit 2008: [[Daniel Montxerent]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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