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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Partíu Socialista</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Partíu Socialista'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partíu Socialista''' (abgekürzt: '''PS''', deutsch: ''Sozialistische Partei'') war eine sozialistische Partei in [[Sagradien]]. Die im späten 19. Jahrhundert entstandene Sozialistische Partei stieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur dominierenden sagradischen Linkspartei auf und war seit 1917 auch an mehreren Regierungen beteiligt. Mit [[Santiago Laval]] stellte sich von 1936 bis zu dessen Ermordung 1938 den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging aus der Sozialistischen Partei 1947 die heutige [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Sozialistischen Partei ==&lt;br /&gt;
Die ideologischen Grundlagen der sozialistischen Bewegung in Sagradien gehen auf verschiedene Quellen zurück. Eine dieser Ursprünge nehmen in den frühen sozialutopischen Lehren [[Carles Iudeta]]s (Hauptwerk: „ Von der Freiheit des Menschen und der Unterdrückung durch Besitz“, 1827) Gestalt an. Ebenso kamen Einflüsse von den französischen Frühsozialisten. Auf der anderen Seite wurden die ideologischen Strömungen von Karl Marx und Friedrich Engels geprägt. Erste sozialistische Einflüsse lassen sich in der sagradischen [[Aprilrevolution 1848]] erkennen, wo aufständische Arbeiter und besonders Kleinbürger und Handwerker sozialrevolutionäre Forderungen vertraten, die auf ein Recht auf Arbeit für alle und soziale Sicherungssysteme abzielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aprilrevolution 1848 entstanden erste sozialreformerische Vereine innerhalb der Arbeiterbewegung. Die beiden einflussreichsten dieser Vereine waren die von [[Eduardo Lemante]] geführte [[Societá Nacional del Lavoro]] und der katholisch inspirierte [[Club Social]] von [[Bernardo Parres]]. 1869 gründeten mehrere Intellektuelle um die Schriftsteller [[Keke Sapinto]] und [[Lorenzo Estodi]] die [[Comunitá Humana Radical]] (CHR), die auch entscheidenden Einfluss auf die radikal-liberale Bewegung in Sagradien haben sollte.&lt;br /&gt;
Erst ab 1875 gründeten sich verschiedene konkurrierende sozialistische Parteien und Gruppen. Führend waren der 1877 gegründete, reformistische von [[Eduardo Lemante]] geprägte [[Partíu Socialista Lavorista]] (PSL, „Lemantistas“) sowie der zwei Jahre später entstandene, von [[Piero Columes]] geführte marxistische [[Partíu Socialista Revolucionário]] (PSR, „Marxistas“). Beide Parteien fusionierten 1887 zum Partíu Socialista, in dem wenig später auch die anderen linkssozialistischen Gruppen aufgingen. 1888-1891 trug die Partei den Namen ''Partíu Socialista Unificâu'' (PSU), seit 1891 wieder Partíu Socialista. Erster Sekretär der Partei war der Schriftsteller und Arbeiterführer [[León Sánchez]], der auch wesentlich an der Gründung der Partei beteiligt war und den PS bis zu seinem Tod im Jahr 1910 führte. Daneben arbeiteten auch Columes und Lemante in der neuen Partei mit, ebenso wie der bald als Cheftheoretiker der Partei angesehene [[Julen Estodi]], Sohn des CHR-Gründers Lorenzo Estodi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg zur Regierungspartei ==&lt;br /&gt;
Drängendste Anliegen des neuen Bündnisses waren soziale Reformen, antikoloniale Überzeugungen und der Kampf gegen den kriegerischen Nationalismus. Formal prägte der revolutionäre Marxismus den PS, der trotz des bestimmenden Einflusses des Revisionisten León Sánchez jede Regierungsbeteiligung ablehnte. 1889 gehörte die sagradische Sozialistische Partei zu den Gründern der Zweiten Internationale. In der Spätzeit der sagradischen Monarchie gehörte die Partei zu den Hauptorganisatoren der Generalstreiks, die mithalfen, das Königtum zu destabilisieren, und erarbeitete sich auf diese Weise Einfluss und Ansehen. In der [[Januarrevolution 1891]] war der PS neben den meist bürgerlichen Republikanern führend beteiligt und dominierte teilweise die großstädtischen Revolutionsräte, vermochte es aber nicht, die Führung zu übernehmen und den Umsturz zur Revolution des Proletariats auszuweiten. Bereits zu dieser Zeit kam es zu Differenzen in der Partei zwischen revolutionären Marxisten, parlamentarischen Reformisten und einem pragmatischen Zentrum. Der um die Parteieinheit bemühte [[Sánchez]] versuchte danach, auf dem wesentlich von [[Julen Estodi]] ausgearbeiteten radikal-marxistischen Geroneser Parteiprogramm von 1899 aufbauend, eine eher pragmatische ''Realpolitik'' umzusetzen und sowohl die 'radikalen' als auch die 'reformistischen' Sozialisten einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Kurs verbuchte die Partei in den Anfangsjahren der bürgerlichen Republik eine stetige Zunahme bei den Wahlen und bildete seit 1913 die zweitstärkste Kraft im Parlament, seit Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 die stärkste Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]. Nach diesem Wahlsieg mit einem Wähleranteil von über 30 Prozent vollzog die Partei unter dem Einfluss der Reformisten, die nach dem Tod León Sánchez' 1910 nach und nach die Parteiführung dominierten, auch den Schritt zur (indirekten) Regierungsbeteiligung im linksliberalen [[Kabinett Calbane]]. Gegen die Unterstützung der neuen Linkskoalition unter [[Francisco Calbane]] opponierten jedoch sowohl revolutionäre Sozialisten als auch linke Reformisten wie der Theoretiker [[Daniel Moscú]], was schließlich auf dem Sonderparteitag in [[Lesta]] 1917 zur Parteispaltung führte. Die Mehrheit der Abgeordneten und etwa die Hälfte der Parteitagsdelegierten unterstützten die Regierung Calbane, während sich die Gegner als ''Unabhängige'' oder ''Authentische Sozialisten'' bezeichneten und im [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA) sammelten. Die Mehrheitssozialisten, die weiterhin die offizielle Parteiführung der Sozialistischen Partei kontrollierten, wurden von ihren Gegnern danach als ''Opportunistas'' bezeichnet, die Partei auch ''Partíu Socialista Oportunista'' (PSO) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der innerlich gespaltene PSA konnte jedoch keine einheitliche Linie finden und geriet schnell unter die Führung der kommunistischen [[Nascença Revolucionária]] von [[Lorenzo Sabal]]. Er spaltete sich schließlich im Jahr 1919. Die Gruppe der [[Marxistas Democráticoes]] um Moscú kehrte Ende 1919 wieder zur Parteimehrheit zurück. Der Versuch der [[Terceristas]] um [[Julen Cresca]], den PS 1920 in die Dritte Internationale zu führen, wurde von Teilen des sozialistischen Jugendverbandes und der Gewerkschaftsbewegung unterstützt, von der Parteimehrheit aber zurückgewiesen und führte schließlich zur Abspaltung der Gruppe um Cresca als [[Partíu Socialista – Sección de la Internacional Comunista]] (PS-SIC), die sich mit dem Rest-PSA Sabals zur [[Partíu Comunista Sagradês|Sagradischen Kommunistischen Partei]] (PCS) vereinigte. Der PS dagegen verfolgte fortan das Konzept eines demokratischen Sozialismus, der auch als ''Evolución Socialista'' bezeichnet wurde und wesentlich von Daniel Moscú mitformuliert und von Parteichef [[Joán Bertón]] durchgesetzt wurde. Ähnlich dem Konzept des Autromarxismus war es das Ziel Moscús, die klassenlose Gesellschaft auf legalem parlamentarischem, also ''evolutionären'' Weg zu erreichen. Moscú sprach auch von einer &amp;quot;Kette tausender Revolutionen im Kleinen&amp;quot;, die am Ende eine große gewaltsame Revolution ersetzen könne. Mit dem Marxismus wurde jedoch nicht gebrochen, stattdessen sollte der Klassenkampf nun (auch) auf parlamentarisch-demokratischem Weg ausgetragen werden. Von der ''Diktatur des Proletariats'' wurde dagegen nicht mehr gesprochen. Die evolutionistische Ideologie wurde im ''Manifesto de l'Artir'' 1925 endgültig als offizielle Parteilinie festgeschrieben. Das Programm von Artir blieb in der Folge bis zum Ende der Partei im Jahr 1957 gültig, erhielt in der Praxis aber sehr unterschiedliche Deutungen. Damit war die organisatorische Spaltung des sagradischen Sozialismus in einen reformistisch-sozialdemokratischen und einen kommunistischen Flügel endgültig. Die Sozialistische Partei gehörte 1923 zu den Gründern der Sozialistischen Arbeiter-Internationale, welche die Zweite Internationale von 1889 ersetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PS verfolgte zunächst das Konzept der Zusammenarbeit mit bürgerlichen Reformkräften weiter. Bereits 1912 war mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten [[Donado Salgado]] ein prominenter Vertreter des sagradischen Linksliberalismus zum PS gewechselt. Mit [[Carles Sastre]] wurde 1919 der erste sozialistische Minister im [[Kabinett Calbane]] ernannt. 1921 gehörten die Sozialisten auch offiziell zur Regierung des Radikalen [[António Diaz]]. 1924 stellte die Partei mit [[Santiago Laval]] erstmals einen Regierungschef in einem Mitte-Links-Kabinett. Mit dem Ende der [[Regierung Colón]] im November 1925 endete die fast zehnjährige Phase direkter und indirekter sozialistischer Regierungsbeteiligungen, in denen die Sozialisten im Bündnis mit bürgerlichen Kräften den Aufbau eines sozialen Sicherungssystems und die Festschreibung laizistischer Reformen erreicht hatten. Viele sehen in den Errungenschaften der [[Linksunion]] zwischen 1917 und 1925 den Grundstock für den modernen sagradischen Sozialstaat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] seit Mitte der Zwanziger Jahre in einem Rechtsruck zur Zusammenarbeit mit den Parteien der politischen Rechten übergingen, stellte sich der PS in der Opposition zum neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Block neu auf. Versuche einer engeren Zusammenarbeit zwischen PS und PCS im Sinne der Einheitsfrontstrategie, die von Minderheiten in beiden Parteien angeregt worden waren, scheiterten in der Praxis lange Zeit an der kommunistischen Sozialfaschismus-These und den Ressentiments innerhalb des PS gegenüber der stalinistischen KP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise, Volksfront und Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
Nach einem zwischenzeitlichen Rekordergebnis von über 33 Prozent der Stimmen im Jahr 1925, verlor die Partei bei den vorgezogenen Kammerwahlen 1926 fast acht Prozentpunkte. Die Konsolidierung der sagradischen Wirtschaft und die lange Zeit effiziente Zusammenarbeit der katholischen Parteien des Rechtsblocks mit den laizistischen Kräften der Mitte führten zu einem weiteren Abstieg der Sozialisten. Nachdem Parteisekretär [[Joán Bertón]] sein Amt bereits 1925 an seinen vormaligen Stellvertreter [[Santiago Laval]] übergeben hatte, konnte dieser den Negativtrend 1930 umkehren und einen allmählichen Wiederaufstieg der Partei einleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise verschlechterte sich das politische Klima rapide und es kam seit 1930 zu schweren sozialen Problemen und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten faschistischen [[Tropas Accionistas|Aktionstruppen]] und linken Paramilitärs. In der Hitze der Straßenkämpfe gegen die von der Polizei und den Rechtsregierungen tolerierten und teilweise sogar unterstützten Truppisten rückten Sozialisten und Kommunisten näher zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weitere Erstarken der Rechten bei den Kammerwahlen im Frühjahr 1932 und der gescheiterte Versuch faschistischer Kräfte im Herbst 1934, Einfluss auf die Regierung zu erlangen, führte zu einer Sammlung der Linken in der Opposition. Es entwickelte sich die Idee einer gemeinsamen proletarischen und linksbürgerlichen Kampffront gegen den Rechtsruck in Politik und Wirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sagradischen [[Parlamentswahl 1936]] bildeten Sozialisten, Kommunisten und linksliberale Radikaldemokraten und [[Unión Radical Socialista|Radikalsozialisten]] ein formelles Wahlbündnis, die so genannte [[Volksfront]] und trugen einen deutlichen Sieg davon. Parteichef Laval wurde kurz nach der Parlamentswahl zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt und setzte nacheinander mehrere Volksfrontregierungen unter dem Radikalen [[Ángel Colón]] und dem Sozialisten [[José Saviola]] ein, die jeweils von den Kommunisten gestützt wurden. Die Volksfrontregierung, die erste linksgerichtete Regierung seit zehn Jahren, machte sich daran, zahlreiche soziale Verbesserungen vor allem für die Arbeiter des Landes zu erreichen und den zwischen 1917 und 1925 begonnenen Wohlfahrtsstaat auszubauen. Zu den Maßnahmen der Volksfrontregierung gehörten die Einführung der 40-Stunden-Woche sowie eine allgemeine Lohnerhöhung und die Stärkung der Rolle der Gewerkschaften. Daneben plante die Regierung die Verstaatlichung zahlreicher Schlüsselindustrien, vor allem der Schwer- und der Rüstungsindustrie. Diese Vorhaben wurden aber nur teilweise umgesetzt. Viele der Maßnahmen der Volksfront wurden auch von progressiven [[Partíu Democrático Popular|Christdemokraten]] unterstützt und bildeten das Fundament, auf dem nach dem Krieg Kommunisten, Sozialdemokraten und Christdemokraten erfolgreich kooperieren konnten. &lt;br /&gt;
Gegen die [[Regierung Saviola]] formierte sich 1936 Widerstand innerhalb des linken Parteiflügels, der zum Ausschluss von neun Abgeordnetne aus der Fraktion führte, die daraufhin unter der Führung von [[Gerardo Mil-Leste]] den [[Partíu Socialista Revolucionário – Lavoradores i Campesanoes]] (PSR-LC) gründeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorläufige Ende der Volksfront im Jahr 1937 führte zu einer Einbeziehung gemäßigter Liberaler in die Regierung, was den gewaltsamen Widerstand der neuen [[Divisionisten]]bewegung nur noch mehr anheizte. Laval versuchte durch mehrere Präsidialdekrete der Gewalt Einhalt zu gebieten, scheiterte aber. Seiner Amtszeit wurde mit seiner Ermordnung auf offener Straße im Februar 1938 schließlich gewaltsam ein Ende gesetzt. In der Folge verloren die Sozialisten die [[Aprilwahlen 1938]] gegen die rechtskatholische [[Volksunion]], die mit [[Manuel Sants]] als Premierminister fortan die Regierung anführte. Die Rechtsregierung Sants sah sich als antisozialistische Regierung und erließ mehrere Gesetze gegen die Parteien der politischen Linken. Während die [[KPS]] ganz verboten wurde, konnte die Sozialistische Partei zwar weiterbestehen, gegen einige ihrer Politiker wurden aber Strafen wegen &amp;quot;kommunistischer Konspiration&amp;quot; verhängt. Die Parteizeitung [[Avante]] wurde zeitweise ganz aus dem Verkehr gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter immensen Einschränkungen führte PS-Chef [[Inácio Bersantis]] gemeinsam mit [[Ricardo Moreno]] und [[Enrico Dereta]] die Opposition gegen die Regierung an. Als einzige Partei stimmte die PS weithin geschlossen gegen das [[Ermächtigungsgesetz]] vom Juni 1940 sowie gegen die [[Augustgesetze 1940]], die der Regierung Sants besondere Vollmachten erteilte und ein noch restriktiveres Vorgehen gegen die politische Linke zuließ. Die PS-Opposition war danach faktisch machtlos gegenüber der Regierung, zumal sie in der Frage eines Kriegseintritts gespalten war. Erst nach dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion setzten sich auch sozialistische und kommunistische Anhänger der Volksfront für einen Kriegseintritt Sagradiens gegen Deutschland ein. Ab 1943 setzte eine spürbare Liberalisierung ein, die auch dem PS die Arbeit erleichterte. Seit dem gleichen Jahr kämpften zahlreiche Sozialisten im nordsagradischen Widerstand gegen die angerückten deutschen Truppen. Die PS wurde zudem an der [[Kabinett Dini II|Koalitionsregierung Sergio Dini]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkrieg und Sozialistische Allianz ==&lt;br /&gt;
Nachdem sich einige linke Gruppierungen wie die [[Revolucionárioes Socialistas]] unter [[Carles Esquerra]] vom PS abgespaltet hatten, kehrten einige dieser Gruppen 1944 wieder zur Partei zurück, die sich seither '''Partíu Socialista Unitáriu''' (PSU) nannte und bei der ersten [[Parlamentswahl 1945|Nachkriegswahl im Sommer 1945]] knapp zweitstärkste Kraft hinter der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1947 gehörte die Partei zur so genannten [[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]] mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PRR|Radikalen]] und [[PCS|Kommunisten]] und stellte mit 1945-1947 [[José António Saviola]] und [[Francisco Dorado]] jeweils den Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die PSU bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|Parlamentswahl 1946]] erneut nur zweite Kraft im Parlament geworden war, verfolgte die Partei mit Nachdruck das Ziel einer Sammlung linksprogressiver Kräfte über das sozialistische Lager hinaus, um mit der zunehmend erfolgreichen Volkspartei konkurrieren zu können. Unmittelbar nach den Wahlen wurden daher mit mehreren linksbürgerlichen und linkskatholischen Gruppierungen wie der [[Partíu d'Acción Democrática]] (PAD) von [[Francisco de la Rua]], dem [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) von [[Nino Cabal]] sowie einigen unabhängigen Radikalen um [[Santo de la Ilpa]] Verhandlungen zur Bildung einer neuen Mitte-Links-Plattform verhandelt. Aus diesem Vorhaben ging 1947 schließlich die [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) hervor, die als Parteiorganisation die Nachfolge des Partíu Socialista antrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahestehende Organisationen ==&lt;br /&gt;
Der Partíu Socialista verfügte über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die [[Juventú Socialista|Sozialistische Jugend]] (Confederación Sagradêsa de la Juventú Socialista) oder die [[Mulleres Socialistas|Aktionsgemeinschaft Sozialistischer Frauen]] (Comunitá Accionista de Mulleres Socialistas), die heute der Nachfolgepartei ASUL nahestehen. Zudem war der Gewerkschaftsbund [[Confederación General del Lavoro]] (CGL) vor dem Krieg von den Sozialisten geprägt. Nach der Gründung des Gewerkschaftsbundes [[Confederación Sagradêsa de Sindicadœs Lavoradores|CSSL]] waren die Sozialisten auch hier in der Mehrheit, sodass sich Kommunisten und Christdemokraten bald unabhängig machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]]&lt;br /&gt;
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| [[Carles Ferro Rodríguez]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1919|1919]]&lt;br /&gt;
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| [[Inácio Bersantis Monet]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur Nationalversammlung 1945|1945]]&lt;br /&gt;
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| PSU&lt;br /&gt;
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| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteisekretäre des Partíu Socialista ==&lt;br /&gt;
* 1887-1910:  [[León Sánchez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1910-1917:  [[Carles Ferro Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* 1917-1918:  [[António Marçal]]&lt;br /&gt;
* 1918-1925:  [[Joán Bertón]]&lt;br /&gt;
* 1925-1936:  [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
* 1936-1942:  [[Inácio Bersantis Monet]]&lt;br /&gt;
* 1942-1947:  [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Persönlichkeit des sagradischen Sozialismus ==&lt;br /&gt;
* [[Carles Iudeta]], frühsozialistischer Theoretiker&lt;br /&gt;
* [[Eduardo Lemante]], sozialistisch-reformistischer Politiker, Gründer der [[Societá Nacional del Lavoro]] (SNL), 1877 des [[Partíu Socialista  Lavorista]] (PSL), 1887 Mitgründer des PS&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Parres]], linkskatholischer Arbeiterführer, Gründer des ''Club social''&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]], naturalistischer Schriftsteller, 1869 Mitgründer der [[Comunitá Humana Radical]] (CHR)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Estodi]], Mitgründer der [[Comunitá Humana Radical]] (CHR)&lt;br /&gt;
* [[Piero Columes]], Gründer des marxistischen [[Partíu Socialista Revolucionário]] (PSR), 1887 Mitgründer des PS, Vertreter des revolutionären Flügels&lt;br /&gt;
* [[León Sánchez]], Schriftsteller und erster Parteisekretär des PS (bis 1910)&lt;br /&gt;
* [[Julen Estodi]], Sohn [[Lorenzo Estodi]]s, Cheftheoretiker des PS, wesentlicher Autor des ''Manifesto de Gerón'' 1899&lt;br /&gt;
* [[Donado Salgado]], 1899-1902 [[Ministerpräsident]], 1904-1907 Vorsitzender der [[Partíu Radical|Radikalen Partei]], seit 1912 Mitglied des PS&lt;br /&gt;
* [[Joán Bertón]], Parteisekretär 1918-1925&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Sabal]], Parteilinker, 1917 Gründung des [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA), 1920 des [[PCS]]&lt;br /&gt;
* [[Daniel Moscú]], Cheftheoretiker der Zwanziger Jahre und Führer der [[Marxistas Democráticoes]], wesentlicher Autor des ''Manifesto de l'Artir'' 1925&lt;br /&gt;
* [[Santiago Laval]], Parteisekretär 1925-1936, [[Ministepräsident]] 1924-1925, [[Präsident der Republik]] 1936-1938&lt;br /&gt;
* [[Enrico Dereta]], Mitglied der Parteiführung bis 1945&lt;br /&gt;
* [[Ricardo Moreno]], Parteisekretär 1942-1954&lt;br /&gt;
* [[Santo de l'Ilpa]], Vizesekretär 1944-1946&lt;br /&gt;
* [[Luis Bertón]], Sohn von [[Joán Bertón]], Führer des [[Volksfront]]-Flügels bis 1957, Gründer des [[Partíu Socialista Sagradês]] (PSS)&lt;br /&gt;
* [[António Santiago]], Parteisekretär der [[ASUL]] 1954-1964&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Socialista&amp;diff=34213</id>
		<title>Partíu Socialista</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Links/Mitte-Links&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partíu Socialista''' (abgekürzt: '''PS''', deutsch: ''Sozialistische Partei'') war eine sozialistische Partei in [[Sagradien]]. Die im späten 19. Jahrhundert entstandene Sozialistische Partei stieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur dominierenden sagradischen Linkspartei auf und war seit 1917 auch an mehreren Regierungen beteiligt. Mit [[Santiago Laval]] stellte sich von 1936 bis zu dessen Ermordung 1938 den [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging aus der Sozialistischen Partei 1947 die heutige [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Sozialistischen Partei ==&lt;br /&gt;
Die ideologischen Grundlagen der sozialistischen Bewegung in Sagradien gehen auf verschiedene Quellen zurück. Eine dieser Ursprünge nehmen in den frühen sozialutopischen Lehren [[Carles Iudeta]]s (Hauptwerk: „ Von der Freiheit des Menschen und der Unterdrückung durch Besitz“, 1827) Gestalt an. Ebenso kamen Einflüsse von den französischen Frühsozialisten. Auf der anderen Seite wurden die ideologischen Strömungen von Karl Marx und Friedrich Engels geprägt. Erste sozialistische Einflüsse lassen sich in der sagradischen [[Aprilrevolution 1848]] erkennen, wo aufständische Arbeiter und besonders Kleinbürger und Handwerker sozialrevolutionäre Forderungen vertraten, die auf ein Recht auf Arbeit für alle und soziale Sicherungssysteme abzielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aprilrevolution 1848 entstanden erste sozialreformerische Vereine innerhalb der Arbeiterbewegung. Die beiden einflussreichsten dieser Vereine waren die von [[Eduardo Lemante]] geführte [[Societá Nacional del Lavoro]] und der katholisch inspirierte [[Club Social]] von [[Bernardo Parres]]. 1869 gründeten mehrere Intellektuelle um die Schriftsteller [[Keke Sapinto]] und [[Lorenzo Estodi]] die [[Comunitá Humana Radical]] (CHR), die auch entscheidenden Einfluss auf die radikal-liberale Bewegung in Sagradien haben sollte.&lt;br /&gt;
Erst ab 1875 gründeten sich verschiedene konkurrierende sozialistische Parteien und Gruppen. Führend waren der 1877 gegründete, reformistische von [[Eduardo Lemante]] geprägte [[Partíu Socialista Lavorista]] (PSL, „Lemantistas“) sowie der zwei Jahre später entstandene, von [[Piero Columes]] geführte marxistische [[Partíu Socialista Revolucionário]] (PSR, „Marxistas“). Beide Parteien fusionierten 1887 zum Partíu Socialista, in dem wenig später auch die anderen linkssozialistischen Gruppen aufgingen. 1888-1891 trug die Partei den Namen ''Partíu Socialista Unificâu'' (PSU), seit 1891 wieder Partíu Socialista. Erster Sekretär der Partei war der Schriftsteller und Arbeiterführer [[León Sánchez]], der auch wesentlich an der Gründung der Partei beteiligt war und den PS bis zu seinem Tod im Jahr 1910 führte. Daneben arbeiteten auch Columes und Lemante in der neuen Partei mit, ebenso wie der bald als Cheftheoretiker der Partei angesehene [[Julen Estodi]], Sohn des CHR-Gründers Lorenzo Estodi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg zur Regierungspartei ==&lt;br /&gt;
Drängendste Anliegen des neuen Bündnisses waren soziale Reformen, antikoloniale Überzeugungen und der Kampf gegen den kriegerischen Nationalismus. Formal prägte der revolutionäre Marxismus den PS, der trotz des bestimmenden Einflusses des Revisionisten León Sánchez jede Regierungsbeteiligung ablehnte. 1889 gehörte die sagradische Sozialistische Partei zu den Gründern der Zweiten Internationale. In der Spätzeit der sagradischen Monarchie gehörte die Partei zu den Hauptorganisatoren der Generalstreiks, die mithalfen, das Königtum zu destabilisieren, und erarbeitete sich auf diese Weise Einfluss und Ansehen. In der [[Januarrevolution 1891]] war der PS neben den meist bürgerlichen Republikanern führend beteiligt und dominierte teilweise die großstädtischen Revolutionsräte, vermochte es aber nicht, die Führung zu übernehmen und den Umsturz zur Revolution des Proletariats auszuweiten. Bereits zu dieser Zeit kam es zu Differenzen in der Partei zwischen revolutionären Marxisten, parlamentarischen Reformisten und einem pragmatischen Zentrum. Der um die Parteieinheit bemühte [[Sánchez]] versuchte danach, auf dem wesentlich von [[Julen Estodi]] ausgearbeiteten radikal-marxistischen Geroneser Parteiprogramm von 1899 aufbauend, eine eher pragmatische ''Realpolitik'' umzusetzen und sowohl die 'radikalen' als auch die 'reformistischen' Sozialisten einzubinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Kurs verbuchte die Partei in den Anfangsjahren der bürgerlichen Republik eine stetige Zunahme bei den Wahlen und bildete seit 1913 die zweitstärkste Kraft im Parlament, seit Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 die stärkste Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]. Nach diesem Wahlsieg mit einem Wähleranteil von über 30 Prozent vollzog die Partei unter dem Einfluss der Reformisten, die nach dem Tod León Sánchez' 1910 nach und nach die Parteiführung dominierten, auch den Schritt zur (indirekten) Regierungsbeteiligung im linksliberalen [[Kabinett Calbane]]. Gegen die Unterstützung der neuen Linkskoalition unter [[Francisco Calbane]] opponierten jedoch sowohl revolutionäre Sozialisten als auch linke Reformisten wie der Theoretiker [[Daniel Moscú]], was schließlich auf dem Sonderparteitag in [[Lesta]] 1917 zur Parteispaltung führte. Die Mehrheit der Abgeordneten und etwa die Hälfte der Parteitagsdelegierten unterstützten die Regierung Calbane, während sich die Gegner als ''Unabhängige'' oder ''Authentische Sozialisten'' bezeichneten und im [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA) sammelten. Die Mehrheitssozialisten, die weiterhin die offizielle Parteiführung der Sozialistischen Partei kontrollierten, wurden von ihren Gegnern danach als ''Opportunistas'' bezeichnet, die Partei auch ''Partíu Socialista Oportunista'' (PSO) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der innerlich gespaltene PSA konnte jedoch keine einheitliche Linie finden und geriet schnell unter die Führung der kommunistischen [[Nascença Revolucionária]] von [[Lorenzo Sabal]]. Er spaltete sich schließlich im Jahr 1919. Die Gruppe der [[Marxistas Democráticoes]] um Moscú kehrte Ende 1919 wieder zur Parteimehrheit zurück. Der Versuch der [[Terceristas]] um [[Julen Cresca]], den PS 1920 in die Dritte Internationale zu führen, wurde von Teilen des sozialistischen Jugendverbandes und der Gewerkschaftsbewegung unterstützt, von der Parteimehrheit aber zurückgewiesen und führte schließlich zur Abspaltung der Gruppe um Cresca als [[Partíu Socialista – Sección de la Internacional Comunista]] (PS-SIC), die sich mit dem Rest-PSA Sabals zur [[Partíu Comunista Sagradês|Sagradischen Kommunistischen Partei]] (PCS) vereinigte. Der PS dagegen verfolgte fortan das Konzept eines demokratischen Sozialismus, der auch als ''Evolución Socialista'' bezeichnet wurde und wesentlich von Daniel Moscú mitformuliert und von Parteichef [[Joán Bertón]] durchgesetzt wurde. Ähnlich dem Konzept des Autromarxismus war es das Ziel Moscús, die klassenlose Gesellschaft auf legalem parlamentarischem, also ''evolutionären'' Weg zu erreichen. Moscú sprach auch von einer &amp;quot;Kette tausender Revolutionen im Kleinen&amp;quot;, die am Ende eine große gewaltsame Revolution ersetzen könne. Mit dem Marxismus wurde jedoch nicht gebrochen, stattdessen sollte der Klassenkampf nun (auch) auf parlamentarisch-demokratischem Weg ausgetragen werden. Von der ''Diktatur des Proletariats'' wurde dagegen nicht mehr gesprochen. Die evolutionistische Ideologie wurde im ''Manifesto de l'Artir'' 1925 endgültig als offizielle Parteilinie festgeschrieben. Das Programm von Artir blieb in der Folge bis zum Ende der Partei im Jahr 1957 gültig, erhielt in der Praxis aber sehr unterschiedliche Deutungen. Damit war die organisatorische Spaltung des sagradischen Sozialismus in einen reformistisch-sozialdemokratischen und einen kommunistischen Flügel endgültig. Die Sozialistische Partei gehörte 1923 zu den Gründern der Sozialistischen Arbeiter-Internationale, welche die Zweite Internationale von 1889 ersetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PS verfolgte zunächst das Konzept der Zusammenarbeit mit bürgerlichen Reformkräften weiter. Bereits 1912 war mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten [[Donado Salgado]] ein prominenter Vertreter des sagradischen Linksliberalismus zum PS gewechselt. Mit [[Carles Sastre]] wurde 1919 der erste sozialistische Minister im [[Kabinett Calbane]] ernannt. 1921 gehörten die Sozialisten auch offiziell zur Regierung des Radikalen [[António Diaz]]. 1924 stellte die Partei mit [[Santiago Laval]] erstmals einen Regierungschef in einem Mitte-Links-Kabinett. Mit dem Ende der [[Regierung Colón]] im November 1925 endete die fast zehnjährige Phase direkter und indirekter sozialistischer Regierungsbeteiligungen, in denen die Sozialisten im Bündnis mit bürgerlichen Kräften den Aufbau eines sozialen Sicherungssystems und die Festschreibung laizistischer Reformen erreicht hatten. Viele sehen in den Errungenschaften der [[Linksunion]] zwischen 1917 und 1925 den Grundstock für den modernen sagradischen Sozialstaat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] seit Mitte der Zwanziger Jahre in einem Rechtsruck zur Zusammenarbeit mit den Parteien der politischen Rechten übergingen, stellte sich der PS in der Opposition zum neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Block neu auf. Versuche einer engeren Zusammenarbeit zwischen PS und PCS im Sinne der Einheitsfrontstrategie, die von Minderheiten in beiden Parteien angeregt worden waren, scheiterten in der Praxis lange Zeit an der kommunistischen Sozialfaschismus-These und den Ressentiments innerhalb des PS gegenüber der stalinistischen KP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise, Volksfront und Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
Nach einem zwischenzeitlichen Rekordergebnis von über 33 Prozent der Stimmen im Jahr 1925, verlor die Partei bei den vorgezogenen Kammerwahlen 1926 fast acht Prozentpunkte. Die Konsolidierung der sagradischen Wirtschaft und die lange Zeit effiziente Zusammenarbeit der katholischen Parteien des Rechtsblocks mit den laizistischen Kräften der Mitte führten zu einem weiteren Abstieg der Sozialisten. Nachdem Parteisekretär [[Joán Bertón]] sein Amt bereits 1925 an seinen vormaligen Stellvertreter [[Santiago Laval]] übergeben hatte, konnte dieser den Negativtrend 1930 umkehren und einen allmählichen Wiederaufstieg der Partei einleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise verschlechterte sich das politische Klima rapide und es kam seit 1930 zu schweren sozialen Problemen und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten faschistischen [[Tropas Accionistas|Aktionstruppen]] und linken Paramilitärs. In der Hitze der Straßenkämpfe gegen die von der Polizei und den Rechtsregierungen tolerierten und teilweise sogar unterstützten Truppisten rückten Sozialisten und Kommunisten näher zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weitere Erstarken der Rechten bei den Kammerwahlen im Frühjahr 1932 und der gescheiterte Versuch faschistischer Kräfte im Herbst 1934, Einfluss auf die Regierung zu erlangen, führte zu einer Sammlung der Linken in der Opposition. Es entwickelte sich die Idee einer gemeinsamen proletarischen und linksbürgerlichen Kampffront gegen den Rechtsruck in Politik und Wirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sagradischen [[Parlamentswahl 1936]] bildeten Sozialisten, Kommunisten und linksliberale Radikaldemokraten und [[Unión Radical Socialista|Radikalsozialisten]] ein formelles Wahlbündnis, die so genannte [[Volksfront]] und trugen einen deutlichen Sieg davon. Parteichef Laval wurde kurz nach der Parlamentswahl zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt und setzte nacheinander mehrere Volksfrontregierungen unter dem Radikalen [[Ángel Colón]] und dem Sozialisten [[José Saviola]] ein, die jeweils von den Kommunisten gestützt wurden. Die Volksfrontregierung, die erste linksgerichtete Regierung seit zehn Jahren, machte sich daran, zahlreiche soziale Verbesserungen vor allem für die Arbeiter des Landes zu erreichen und den zwischen 1917 und 1925 begonnenen Wohlfahrtsstaat auszubauen. Zu den Maßnahmen der Volksfrontregierung gehörten die Einführung der 40-Stunden-Woche sowie eine allgemeine Lohnerhöhung und die Stärkung der Rolle der Gewerkschaften. Daneben plante die Regierung die Verstaatlichung zahlreicher Schlüsselindustrien, vor allem der Schwer- und der Rüstungsindustrie. Diese Vorhaben wurden aber nur teilweise umgesetzt. Viele der Maßnahmen der Volksfront wurden auch von progressiven [[Partíu Democrático Popular|Christdemokraten]] unterstützt und bildeten das Fundament, auf dem nach dem Krieg Kommunisten, Sozialdemokraten und Christdemokraten erfolgreich kooperieren konnten. &lt;br /&gt;
Gegen die [[Regierung Saviola]] formierte sich 1936 Widerstand innerhalb des linken Parteiflügels, der zum Ausschluss von neun Abgeordnetne aus der Fraktion führte, die daraufhin unter der Führung von [[Gerardo Mil-Leste]] den [[Partíu Socialista Revolucionário – Lavoradores i Campesanoes]] (PSR-LC) gründeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vorläufige Ende der Volksfront im Jahr 1937 führte zu einer Einbeziehung gemäßigter Liberaler in die Regierung, was den gewaltsamen Widerstand der neuen [[Divisionisten]]bewegung nur noch mehr anheizte. Laval versuchte durch mehrere Präsidialdekrete der Gewalt Einhalt zu gebieten, scheiterte aber. Seiner Amtszeit wurde mit seiner Ermordnung auf offener Straße im Februar 1938 schließlich gewaltsam ein Ende gesetzt. In der Folge verloren die Sozialisten die [[Aprilwahlen 1938]] gegen die rechtskatholische [[Volksunion]], die mit [[Manuel Sants]] als Premierminister fortan die Regierung anführte. Die Rechtsregierung Sants sah sich als antisozialistische Regierung und erließ mehrere Gesetze gegen die Parteien der politischen Linken. Während die [[KPS]] ganz verboten wurde, konnte die Sozialistische Partei zwar weiterbestehen, gegen einige ihrer Politiker wurden aber Strafen wegen &amp;quot;kommunistischer Konspiration&amp;quot; verhängt. Die Parteizeitung [[Avante]] wurde zeitweise ganz aus dem Verkehr gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter immensen Einschränkungen führte PS-Chef [[Inácio Bersantis]] gemeinsam mit [[Ricardo Moreno]] und [[Enrico Dereta]] die Opposition gegen die Regierung an. Als einzige Partei stimmte die PS weithin geschlossen gegen das [[Ermächtigungsgesetz]] vom Juni 1940 sowie gegen die [[Augustgesetze 1940]], die der Regierung Sants besondere Vollmachten erteilte und ein noch restriktiveres Vorgehen gegen die politische Linke zuließ. Die PS-Opposition war danach faktisch machtlos gegenüber der Regierung, zumal sie in der Frage eines Kriegseintritts gespalten war. Erst nach dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion setzten sich auch sozialistische und kommunistische Anhänger der Volksfront für einen Kriegseintritt Sagradiens gegen Deutschland ein. Ab 1943 setzte eine spürbare Liberalisierung ein, die auch dem PS die Arbeit erleichterte. Seit dem gleichen Jahr kämpften zahlreiche Sozialisten im nordsagradischen Widerstand gegen die angerückten deutschen Truppen. Die PS wurde zudem an der [[Kabinett Dini II|Koalitionsregierung Sergio Dini]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkrieg und Sozialistische Allianz ==&lt;br /&gt;
Nachdem sich einige linke Gruppierungen wie die [[Revolucionárioes Socialistas]] unter [[Carles Esquerra]] vom PS abgespaltet hatten, kehrten einige dieser Gruppen 1944 wieder zur Partei zurück, die sich seither '''Partíu Socialista Unitáriu''' (PSU) nannte und bei der ersten [[Parlamentswahl 1945|Nachkriegswahl im Sommer 1945]] knapp zweitstärkste Kraft hinter der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1947 gehörte die Partei zur so genannten [[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]] mit [[PPC|Christdemokraten]], [[PRR|Radikalen]] und [[PCS|Kommunisten]] und stellte mit 1945-1947 [[José António Saviola]] und [[Francisco Dorado]] jeweils den Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die PSU bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|Parlamentswahl 1946]] erneut nur zweite Kraft im Parlament geworden war, verfolgte die Partei mit Nachdruck das Ziel einer Sammlung linksprogressiver Kräfte über das sozialistische Lager hinaus, um mit der zunehmend erfolgreichen Volkspartei konkurrieren zu können. Unmittelbar nach den Wahlen wurden daher mit mehreren linksbürgerlichen und linkskatholischen Gruppierungen wie der [[Partíu d'Acción Democrática]] (PAD) von [[Francisco de la Rua]], dem [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) von [[Nino Cabal]] sowie einigen unabhängigen Radikalen um [[Santo de la Ilpa]] Verhandlungen zur Bildung einer neuen Mitte-Links-Plattform verhandelt. Aus diesem Vorhaben ging 1947 schließlich die [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL) hervor, die als Parteiorganisation die Nachfolge des Partíu Socialista antrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahestehende Organisationen ==&lt;br /&gt;
Der Partíu Socialista verfügte über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die [[Juventú Socialista|Sozialistische Jugend]] (Confederación Sagradêsa de la Juventú Socialista) oder die [[Mulleres Socialistas|Aktionsgemeinschaft Sozialistischer Frauen]] (Comunitá Accionista de Mulleres Socialistas), die heute der Nachfolgepartei ASUL nahestehen. Zudem war der Gewerkschaftsbund [[Confederación General del Lavoro]] (CGL) vor dem Krieg von den Sozialisten geprägt. Nach der Gründung des Gewerkschaftsbundes [[Confederación Sagradêsa de Sindicadœs Lavoradores|CSSL]] waren die Sozialisten auch hier in der Mehrheit, sodass sich Kommunisten und Christdemokraten bald unabhängig machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Wahljahr&lt;br /&gt;
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| Liste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Spitzenkandidat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PS&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
| 132 / 449&lt;br /&gt;
| [[Carles Ferro Rodríguez]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1919|1919]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| PS&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
| 145 / 499&lt;br /&gt;
| [[Joán Bertón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|1921]]&lt;br /&gt;
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| PS&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
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| [[Joán Bertón]]&lt;br /&gt;
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| [[Joán Bertón]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|1929]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
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| PS&lt;br /&gt;
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| [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
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| PS&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
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| [[Inácio Bersantis Monet]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur Nationalversammlung 1945|1945]]&lt;br /&gt;
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| PSU&lt;br /&gt;
| 26,2 %&lt;br /&gt;
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| [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteisekretäre des Partíu Socialista ==&lt;br /&gt;
* 1887-1910:  [[León Sánchez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1910-1917:  [[Carles Ferro Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* 1917-1918:  [[António Marçal]]&lt;br /&gt;
* 1918-1925:  [[Joán Bertón]]&lt;br /&gt;
* 1925-1936:  [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
* 1936-1942:  [[Inácio Bersantis Monet]]&lt;br /&gt;
* 1942-1947:  [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Persönlichkeit des sagradischen Sozialismus ==&lt;br /&gt;
* [[Carles Iudeta]], frühsozialistischer Theoretiker&lt;br /&gt;
* [[Eduardo Lemante]], sozialistisch-reformistischer Politiker, Gründer der [[Societá Nacional del Lavoro]] (SNL), 1877 des [[Partíu Socialista  Lavorista]] (PSL), 1887 Mitgründer des PS&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Parres]], linkskatholischer Arbeiterführer, Gründer des ''Club social''&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]], naturalistischer Schriftsteller, 1869 Mitgründer der [[Comunitá Humana Radical]] (CHR)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Estodi]], Mitgründer der [[Comunitá Humana Radical]] (CHR)&lt;br /&gt;
* [[Piero Columes]], Gründer des marxistischen [[Partíu Socialista Revolucionário]] (PSR), 1887 Mitgründer des PS, Vertreter des revolutionären Flügels&lt;br /&gt;
* [[León Sánchez]], Schriftsteller und erster Parteisekretär des PS (bis 1910)&lt;br /&gt;
* [[Julen Estodi]], Sohn [[Lorenzo Estodi]]s, Cheftheoretiker des PS, wesentlicher Autor des ''Manifesto de Gerón'' 1899&lt;br /&gt;
* [[Donado Salgado]], 1899-1902 [[Ministerpräsident]], 1904-1907 Vorsitzender der [[Partíu Radical|Radikalen Partei]], seit 1912 Mitglied des PS&lt;br /&gt;
* [[Joán Bertón]], Parteisekretär 1918-1925&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Sabal]], Parteilinker, 1917 Gründung des [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA), 1920 des [[PCS]]&lt;br /&gt;
* [[Daniel Moscú]], Cheftheoretiker der Zwanziger Jahre und Führer der [[Marxistas Democráticoes]], wesentlicher Autor des ''Manifesto de l'Artir'' 1925&lt;br /&gt;
* [[Santiago Laval]], Parteisekretär 1925-1936, [[Ministepräsident]] 1924-1925, [[Präsident der Republik]] 1936-1938&lt;br /&gt;
* [[Enrico Dereta]], Mitglied der Parteiführung bis 1945&lt;br /&gt;
* [[Ricardo Moreno]], Parteisekretär 1942-1954&lt;br /&gt;
* [[Santo de l'Ilpa]], Vizesekretär 1944-1946&lt;br /&gt;
* [[Luis Bertón]], Sohn von [[Joán Bertón]], Führer des [[Volksfront]]-Flügels bis 1957, Gründer des [[Partíu Socialista Sagradês]] (PSS)&lt;br /&gt;
* [[António Santiago]], Parteisekretär der [[ASUL]] 1954-1964&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Bloco_Centrista&amp;diff=34212</id>
		<title>Bloco Centrista</title>
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		<updated>2017-02-19T18:02:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Zentrumsblock''' (sagr. ''Bloco Centrista'') oder '''Zentrumskoalition''' (sagr. ''Coalición Centrista'') wird ein Regierungsbündnis der späten Vierziger und ersten Hälfte der Fünfziger Jahre in [[Sagradien]] bezeichnet. Das von den sagradischen [[PCC|Christdemokraten]] angeführte Bündnis der Mitte beerbte die 1947 zerbrochene [[Demokratische Koalition]] aus Christdemokraten, [[PS|Sozialisten]] und [[PCS|Kommunisten]] und versuchte eine republikanische und pro-westliche Kraft als Alternative zur kommunistisch-sozialistischen Linken und zu den nationalistischen und antidemokratischen Kräften des rechten Randes zu etablieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]]s und den [[Partíu Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] [[Santo De la Ilpa]]s gehörten dem Bündnis die meiste Zeit über auch die [[Partíu Radical|Radikalen]] und andere liberale Parteien an. Der Zentrumsblock stützte die von Santo de la Ilpa und Paulo Luciaro geführten Regierungen von 1947 bis Januar 1955, ehe sie endgültig auseinander brach und von einer bürgerlichen Koalition der Konservativen und Liberalen abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Zusammensetzung == &lt;br /&gt;
Die nach dem Zweiten Weltkrieg gebildete [[Demokratische Koalition]] aus [[Partíu Socialista|Sozialisten]], [[Partíu Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partíu Popular de Convergência|Christdemokraten]] war 1947 an den unterschiedlichen innen- und außenpolitischen Ansichten der Koalitionspartner zerbrochen. In der Folge kam es auch zu einer Spaltung des Partíu Socialista in eine linke, den Kommunisten zuneigende und die Marktwirtschaft ablehnende Mehrheit und eine rechte bzw. zentristische Minderheit, die sich 1946 unter Führung von [[Santo De la Ilpa]] als [[Partíu Socialista Democrático]] (PSD) abgespaltet hatte. In der Folge kam es zu einer Annäherung und engen Zusammenarbeit der Sozialdemokraten mit den Christdemokraten Paulo Luciaros. 1947 bis 1949 führte Ilpa eine Koalition des ''Bloco del Cientro'' aus Sozialdemokraten, Radikalen, Christdemokraten und (bis 1949 indirekt, danach direkt) die liberale [[MPD]]. Dies war der Versuch, eine dritte Kraft zwischen kommunistisch-sozialistischer Linke und faschistisch-rechtskonservativer Rechte zu etablieren, 1949 wurde erstmals auch die rechte [[UNP]] in diese Koalition eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg des PPC bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] bildeten PPC, PSD und die liberalen [[Partíu Radical|PRR]]-Nachfolgeparteien [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) und [[Unión Cívica Radical]] (UCR) eine breite Regierungskoalition der Mitte, die als ''Coalición Centrista'' bzw. ''Bloco Centrista'' bezeichnet wurde. Nach Ausscheiden der liberalen Komponente wurde die Koalition zwischen Christ- und Sozialdemokraten noch bis zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] fortgesetzt. Eine Wiederauflage nach den Wahlen hielt jedoch nur zwei Monate. Mit Aufkündigung der Koalition durch die bei den Wahlen marginalisierten Sozialdemokraten wurde die Zentrumskoalition durch eine neue konservativ-liberale Mitte-Rechts-Regierung aus PPC und den Parteien der liberalen [[Unión Democrática de Sagradia|Unión Democrática]] unter der Führung von Paulo Luciaro (so genannter [[Bloco Borguês]]) abgelöst, der De la Ilpa noch wenige Monate als Unabhängiger angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschafts- und Sozialpolitik ==&lt;br /&gt;
Die Zentrumskoalition setzte in Sagradien die Marktwirtschaft als grundsätzliches Wirtschaftssystem gegen die von der linken favorisierte Planwirtschaft durch. Die Marktwirtschaft behielt aber bestimmte planwirtschaftliche und korporatistische Elemente im Sinne begrenzter staatlicher Eingriffe und korporativer Einrichtungen, gleichzeitig wurde der sagradische Wohlfahrtsstaat weiter ausgebaut, sodass die Koalition als Bündnis der &amp;quot;sozialen Marktwirtschaft&amp;quot; bezeichnet werden kann. Erst die bürgerliche Nachfolgeregierung stärkte das marktwirtschaftliche Element und drängte die Rolle des Staates weiter zurück. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik war auch der Knackpunkt, an dem die Koalition 1955 zerbrach, nachdem sich die Christdemokraten unter dem Einfluss der Finanzminister [[Luis Enrico de Piacón]] (1952-1954) und [[Carles Ángel Favale]] (seit 1954) stärker hin zur freien Marktwirtschaft orientiert und sich damit den Vorstellungen der Rechtsliberalen angenähert hatten, die Sozialdemokraten wiederum nach der Wahlniederlage 1954 stärker ihr soziales Element betonten und unter De la Ilpas Nachfolger als Parteisekretär [[Márico Álvarez]] eine Linkswende genommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außen- und Sicherheitspolitik ==&lt;br /&gt;
In der Außenpolitik, die von Ministerpräsident Luciaro (PPC) und Außenminister De la Ilpa (PSD) wesentlich geprägt wurde, setzte die Zentrumskoalition die deutliche Westorientierung Sagradiens gegen Widerstände von rechts und von links durch. Ziele waren die tiefere Integration in NATO, die Aussöhnung mit den westeuropäischen Nachbarn und eine stärkere westeuropäische Zusammenarbeit. Luciaro und Ilpa unterstützten die NATO-Gründung, den Schuman-Plan sowie die Pläne für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft. Unter der Regierung Luciaro-Ilpa gehörte Sagradien zudem 1951 zu den Gründern der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl ('Montanunion'). Außerdem bemühte sich die Koalition um einen Ausgleich mit [[Micolinien]] und eine endgültige Regelung der [[Golen]]-Frage, die aber erst nach Bruch der Koalition im Sommer 1955 in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] erreicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Zentrumskoalition und die von ihr getragene Regierung Luciaro-Ilpa kann einige historische Erfolge vorweisen. Es gelang ihr mit ihrer Politik, sowohl Kritiker auf der Linken wie auf der Rechten von den eigenen Leisgungen zu überzeugen und an die eigene Politik zu binden. So übernahmen nach Wiedervereinigung der Sozialdemokraten mit den Mehrheits-Sozialisten in der [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista|ASUL]] 1957/1960 auch diese in ihrem [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 in Grundzügen die außenpolitischen Ziele der Zentrumskoalition und sprachen sich für Westbindung und Europäische Integration aus. Gleichzeitig näherten sich darin auch die linken Sozialisten der Marktwirtschaft sozialer Prägung an, welche die Regierung Luciaro-Ilpa befördert hatte, die aber bereits vor Bildung der Zentrumskoalition 1950 von einer nicht unerheblichen Minderheit der sozialistischen Linken befürwortet worden war. &lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite wurden auch die liberalen Parteien an die Politik des Zentrums und an deren Vorstellungen von einer staatlich kontrollierten Marktwirtschaft gebunden, die nach 1955 an die Seite der Christdemokraten in der Bürgerlichen Koalition traten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Koalition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Demokratische_Koalition&amp;diff=34211</id>
		<title>Demokratische Koalition</title>
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		<updated>2017-02-19T18:01:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Demokratische Koalition''' wird ein Regierungsbündnis in der Entstehungsphase der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Sagradischen Republik]] bezeichnet, das von den ehemaligen Volksfront-Parteien [[PS]], [[PCS]] und [[PRR]] sowie der christdemokratischen [[PPC]] gebildet wurde. Führende Vertreter all dieser Parteien hatten sich führend am [[Resistença|sagradischen Widerstand]] beteiligt und bereits im [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]] (CNRS) zusammengearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945]] bildeten die vier Parteien eine informelle Koalition, welche die Führungsrolle in der Versammlung übernahm und die [[Provisorische Regierung Saviola I]] und [[Provisorische Regierung Saviola II|II]] stützte. Ziel des Bündnisses war es, einen demokratischen Wiederaufbau des Landes, eine Säuberung des faschistisch besetzten Beamtenapparats sowie die (Wieder)-Errichtung des sagradischen Wohlfahrtsstaats zu erreichen. Außerdem sollte eine neue Verfassung ausgearbeitet werden.  Die Demokratische Koalition vereinte mehr als Zwei Drittel der Abgeordneten in der Nationalversammlung. In Opposition zu ihr standen neben den bürgerlichen Liberalen, die eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten ablehnten, mehrere antidemokratische oder nationalkonservative Parteien, die als nicht regierungsfähig angesehen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1946 kam es zu einer Krise der Koalition, als die kommunistischen Mitglieder der Provisorischen Regierung Saviola zurücktraten und diese zu Fall brachten. Grund war die Ablehnung des umfangreichen Forderungskatalogs der Kommunisten hinsichtlich sofortiger Verstaatlichungen aller Schlüsselindustrien durch die Christdemokraten, die in der Frage der Wirtschaftsordnung gespalten waren. Die Radikalen hatten sich bereits zuvor zurückgezogen. Der [[Provisorische Regierung Luciaro|Nachfolgeregierung Luciaro]] gehörte der PCS abermals an und die Kommunisten trugen die erarbeitete [[Verfassung von 1946]] mit und warben für eine Mehrheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] wurde die Demokratische Koalition aus PCS, PS, PPC und PRR noch einmal erneuert, jedoch zerbrach das Bündnis bereits nach wenigen Monaten unter dem immensen Druck des Kalten Krieges. Nach zwei kurzlebigen Übergangsregierungen wurde die Demokratische Koalition schließlich im Herbst 1947 durch die Regierung des [[Bloco Centrista|Zentristischen Blocks]] abgelöst, die von den [[PPC|Christdemokraten]], den [[PRR|Radikalen]], dem [[PSD|antikommunistischen Flügel]] des [[PS]] sowie mehreren liberalen Parteien gestützt wurde. Die Kommunistische Partei sowie die Parteimehrheit der Sozialisten gingen daraufhin in die Opposition zur westlich und weitgehend marktwirtschaftlich orientierten Zentrumskoalition. Anders als die Sozialisten, die nach einer Wiedervereinigung mit dem Zentrumsflügel in der [[ASUL]] 1962 wieder in die Regierung zurückkehrte, blieben die Kommunisten dauerhaft in der Opposition und tolerierten lediglich in den Siebziger Jahren mehrere sozialistische Minderheitsregierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Koalition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<title>Bloco de Sinistra</title>
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		<updated>2017-02-19T18:00:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bloco de Sinistra''' war ein Bündnis der [[Sagradien|sagradischen]] Linken, das anlässlich der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917]] begründet wurde und bis Mitte der 1920er Jahre bestand. Der Linksblock bestand aus [[Partíu Radical]], [[Partíu Socialista]] sowie den [[PDRS|Radikalsozialisten]] [[Donado Salgado]]s. Nachdem die Linke die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] gewonnen hatte, bildete der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] ein [[Kabinett Calbane|Kabinett]], das sich auf die Parteien des Bloco stützte. Gegen die offizielle Unterstützung der Regierung durch die Sozialistische Partei spalteten sich 21 Abgeordnete der Fraktion sowie der linke Parteiflügel als [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA) ab und versagten der Regierung die Unterstützung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialisten stellten zwar anfänglich keine Minister, traten jedoch 1919 auch offiziell mit eigenen Vertretern in die Regierung ein. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung der Radikalsozialistischen mit der Radikalen Partei. Ziele des Bloco waren vor allem laizistische und soziale Reformen. Der Bloco hielt die gesamte Legislaturperiode und unterstützte auch die [[Kabinett Simón López II|zweite Regierung]] von [[Carles Simón López]]. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahl 1921]] verlor der Bloco seine Mehrheit im Parlament, woraufhin es zur Bildung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] mit der rechtsliberalen [[Aliança Republicana|Republikanischen Allianz]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wahlbündnis in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Koalition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<title>Bloco de Sinistra</title>
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		<updated>2017-02-19T17:59:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Bloco de Sinistra''' war ein Bündnis der [[Sagradien|sagradischen]] Linken in der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|8. Nationalversammlung (1917-1921)]] bestehend aus dem [[Partíu Radical]], dem [[Partíu Socialista]] sowie den [[PDRS|Radikalsozialisten]] [[Donado Salgado]]s. Nachdem die Linke die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] gewonnen hatte, bildete der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] ein [[Kabinett Calbane|Kabinett]], das sich auf die Parteien des Bloco stützte. Gegen die offizielle Unterstützung der Regierung durch die Sozialistische Partei spalteten sich 21 Abgeordnete der Fraktion sowie der linke Parteiflügel als [[Partíu Socialista Auténtico]] (PSA) ab und versagten der Regierung die Unterstützung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialisten stellten zwar anfänglich keine Minister, traten jedoch 1919 auch offiziell mit eigenen Vertretern in die Regierung ein. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung der Radikalsozialistischen mit der Radikalen Partei. Ziele des Bloco waren vor allem laizistische und soziale Reformen. Der Bloco hielt die gesamte Legislaturperiode und unterstützte auch die [[Kabinett Simón López II|zweite Regierung]] von [[Carles Simón López]]. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahl 1921]] verlor der Bloco seine Mehrheit im Parlament, woraufhin es zur Bildung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] mit der rechtsliberalen [[Aliança Republicana|Republikanischen Allianz]] kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wahlbündnis in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Koalition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Uni%C3%B3n_de_Frente_Fraternal&amp;diff=34194</id>
		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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		<updated>2017-02-19T11:37:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Frente Fraternal'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Bruderschaftsfront&amp;lt;br&amp;gt;[[Bild:Logo-FF.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteiführer'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[León Francês]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1934&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Auflösung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1938 &amp;lt;small&amp;gt;(Verbot)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Vorläufer'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Schwarze Division]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nachfolger'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| &lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Faschismus&amp;lt;br&amp;gt;Korporatismus&amp;lt;br&amp;gt;Antisemitismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| rechtsextrem&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine ultranationalistische und faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und ging aus der 1934 verbotenen [[División Negra]] hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[León Francês]] war ein Führer innerhalb der rechtsextremen [[Truppismus|Truppistenbewegung]], die in Folge der Weltwirtschaftskrise in den frühen 1930er Jahren Auftrieb bekam. Im Oktober 1934 führte die [[División Negra]], die paramilitärische faschistische Gruppe um Francês, eine Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. Nach dem Verbot der Schwarzen Division gründete Francês schließlich die Brüderfront als Nachfolgeorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Wahl_zur_sagradischen_Nationalversammlung_1936&amp;diff=34193</id>
		<title>Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936</title>
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		<updated>2017-02-19T11:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Wahlergebnis April 1936&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
! Kurzbezeichnung&lt;br /&gt;
! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Partíu Comunista Sagradês]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
| '''PCS'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 62&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Partíu Socialista]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
| '''PS'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 170&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Unión Radical-Socialista]] (Radikal-Sozialisten)&lt;br /&gt;
| '''URS'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Partíu Radical|Partíu Republicano Radical]] (Radikale/Linksliberale)&lt;br /&gt;
| '''PRR'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 49&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| '''[[Frente Popular|Volksfront]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''291'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| [[Partíu Radical Independiente]] (Liberale)&lt;br /&gt;
| '''PRI'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| [[Aliança Republicana Liberal]] (Rechtsliberale)&lt;br /&gt;
| '''ARL'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 16&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| [[Partíu Democrático Popular]] (Christdemokraten)&lt;br /&gt;
| '''PDP'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| '''Zentrum'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''33'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Popular]] (Katholisch-Konservative)&lt;br /&gt;
| '''UP''' &lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 152&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Nacional Cristiana de Paesanœs]] (Agrarier)&lt;br /&gt;
| '''UNCP'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Social]] (Rechtsextreme)&lt;br /&gt;
| '''US'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| '''Nationaler Block'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''164'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Frente Fraternal]] (Faschisten)&lt;br /&gt;
| '''FF'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 30&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Partíu Popular Alconês]] (Regionale)&lt;br /&gt;
| '''PPA'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
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| %&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|'''529'''&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1935]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936</title>
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		<updated>2017-02-19T11:33:28Z</updated>

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|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Wahlergebnis April 1936&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
! Kurzbezeichnung&lt;br /&gt;
! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
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| %&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Popular]] (Katholisch-Konservative)&lt;br /&gt;
| '''UP''' &lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 152&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Nacional Cristiana de Paesanœs]] (Agrarier)&lt;br /&gt;
| '''UNCP'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Unión Social]] (Rechtsextreme)&lt;br /&gt;
| '''US'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| Rechte Sammellisten&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| '''Nationaler Block'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''182'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Frente Fraternal]] (Faschisten)&lt;br /&gt;
| '''FF'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Partíu Popular Alconês]] (Regionale)&lt;br /&gt;
| '''PPA'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1935]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932</title>
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		<updated>2017-02-19T11:31:33Z</updated>

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|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Wahlergebnis April 1932&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
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! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
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| %&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| [[Partíu Popular Alconês]] (Regionale)&lt;br /&gt;
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| %&lt;br /&gt;
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| sonstige Listen des Nationalblocks&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| '''Bloco Nacional'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''194'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
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| %&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1932]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932</title>
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|+Wahlergebnis April 1932&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
! Kurzbezeichnung&lt;br /&gt;
! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Partíu Comunista Sagradês]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
| '''PCS'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Partíu Socialista]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
| '''PS'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 159&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Unión Radical Socialista]] (Radikal-Sozialisten)&lt;br /&gt;
| '''URS'''&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Radical|Partíu Republicano Radical]] (Radikale/Linksliberale)&lt;br /&gt;
| '''PRR'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 35&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| [[Entesa Democrática Republicana]] ([[ARL]]/[[PDP]]: Rechtsliberale, Christdemokraten)&lt;br /&gt;
| '''EDR'''&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 48&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| '''Zentrum'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Bloco Nacional]] ([[UP]], [[Unión Nacional Cristiana de Paesanœs|UNCP]], Katholisch-Konservative und Agrarier)&lt;br /&gt;
| '''BLOCO''' &lt;br /&gt;
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| [[Partíu Popular Alconês]] (Regionale)&lt;br /&gt;
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| 6&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D4D4D4&lt;br /&gt;
| '''Bloco Nacional'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''%'''&lt;br /&gt;
| '''186'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| '''Faschistische Rechte'''&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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| Sonstige&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
|'''529'''&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1932]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=34189</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=34189"/>
		<updated>2017-02-19T11:29:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: /* Herbstkrise 1934 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp IX.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[Gustavo Conte de Montxerent]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp IX. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp X. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Die Nationalversammlung arbeitete in der Folge ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Stattdessen wählte das Parlament den Liberalen [[Francês de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit gingen in Semest die Kämpfe weiter, nachdem eine Gruppe radikaler Republikaner die soziale Revolution weiterführen und die Eigentumsordnung anfechten wollten. Unter Kriegsminister [[Luis María del Castós]], der in der Stadt de facto als Diktator regierte, mussten die Aufstände gewaltsam niedergeschlagen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete die Nationalversammlung am 2. Januar 1893 endgültig die Monarchie für abgeschafft. Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 zum [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Salazar.jpg|thumb|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María del Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Unionistischen Partei]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Horizonte Largo]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. Die Regierung Diaz scheiterte zwar Anfang 1924, jedoch amtierten bis 1925 noch weitere Linksblock-Regierungen, die teilweise von den Liberalen toleriert wurden. Im Februar 1924 wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef, seine Regierung zerbrach aber bereits nach wenigen Monaten. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung ohne sozialistische Beteiligung unter dem Radikaldemokraten [[Angel Colón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Ära der wechselnden Rechtskoalitionen (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1917 und 1921 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte jedoch den Führer der liberalen [[AR|Republikanischen Allianzpartei]] [[Daniel Laponte]] zum Ministerpräsidenten einer liberal geprägten Minderheitsregierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Jahre waren von Auseinandersetzungen zwischen der liberal-katholischen Parlamentsmehrheit und dem linksbürgerlichen Präsidenten geprägt, der auf eine persönliche Teilnahme an der Regierung drängte und sich als Gegengewicht zum Parlament verstand. 1926 provozierte Sánchez eine regelrechte Verfassungskrise, als er bei einer Kabinettsumbildung sämtliche Ministerkandidaten der [[UP|katholischen Volksunion]] zurückwies, woraufhin Ministerpräsident [[Daniel Laponte]] seine Demission einreichte. Zum Nachfolger ernannte Sánchez den liberalen Außenminister [[Luciano Capón]], der schließlich eine Minderheitsregierung der Mitte bildete, die vom [[Partíu Radical]] und von der [[Aliança Republicana]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1926 schließlich gelang es der Parlamentsmehrheit, mit [[Domênco Scalfín]] erstmals ein Mitglied der katholischen [[Volksunion]] zum Präsidenten der Republik zu wählen. Scalfín konnte sich unter anderem gegen Amtsinhaber [[Cristoval Sánchez]] durchsetzen, der eine Rückkehr ins höchste Staatsamt anstrebte. Scalfín ernannte erstmals seit einem Jahrzehnt wieder eine katholisch geführte Koalitionsregierung unter der Führung von [[Estefán Gaeta]], die sich auf den &amp;quot;Nationalen Block&amp;quot; im Parlament stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
Nach vier Jahren komplizierter Mehrheitsverhältnisse in der Nationalversammlung brachte die [[Parlamentswahl 1929]] eine deutliche Mehrheit für die Parteien der katholischen und liberalen Rechten. Nach dem Tod von Präsident [[Domênco Scalfín]] wurde schließlich der konservative Ministerpräsident [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] als Kandidat des [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]] zum Präsidenten der Republik gewählt. Gaeta trat mit dem Willen an, eine starke und politische Präsidentschaft ins Werk zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung des Rechtsliberalen [[Daniel Laponte]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Laponte zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Verwaltungsfachmann [[Santiago Francês-Domingues]], der ein [[Kabinett Francês-Domingues|&amp;quot;Expertenkabinett&amp;quot;]] aus &amp;quot;unabhängigen Persönlichkeiten&amp;quot; anführte, die das Vertrauen des Präsidentne genossen. Stärker als die Vorgängerregierung verfolgte die neue Mitte-Rechts-Regierung eine Deflations- und Austeritätspolitik, die die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise nochmals verschlimmerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Expertenregierung Francês-Domingues ihre parlamentarische Unterstützung im Frühjahr 1932 verloren hatte, löste Präsident Gaeta das Parlament auf und schrieb [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen]] aus, die eine deutliche Stärkung der politischen Ränder erbrachte. Die rechtsextremen Parteien erhielten 37, die Kommunisten 45 Mandate im Unterhaus. Gaetas Ziel einer absoluten Mehrheit für seine [[Volksunion]] und ihre Verbündeten scheiterte abermals. Dennoch gelang es der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] nun, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1929-1936)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte – von Präsident Gaeta bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Die faschistische [[Schwarze Division]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;unnationale Verschwörung&amp;quot; und forderte die Entlassung des Polizeipräsidenten. Als die Regierung daraufhin per Eil-Dekret ein Verbot der [[Divisonisten]] und mehrerer truppistischer Organisationen verabschiedete, eskalierte die Situation. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 1. November unter Schutz der Truppisten in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Gaeta d'Alejandro]] die Ernennung Francês' zum Regierungschef. Trotzdem zögerte die Regierung Sants mit dem Einsatz bewaffneter Truppen, da sie sich der Loyalität der Staatsorgane nicht mehr sicher war. Stattdessen bat Sants Präsident Gaeta darum, den Ausnahmezustand zu erklären. Dieser reagierte am Morgen des 2. November 1934: Er entließ Sants aus seinem Amt, ernannte Innenminister [[Joán Cesar Negrín]] zum neuen Regierungschef und übetrug die Exekutivgewalt auf General [[Alfonso Cabarel]], der mit Armeetruppen anrückte. Unter dem Eindruck der gesteigerten militärischen Präsenz löste sich der rechtsgerichtete Demonstrationszug auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vielfach als Putschversuch interpretierte Aktion der Faschisten und die zögerliche Haltung der Regierung wirkte in der sagradischen Öffentlichkeit wie ein Schock. Die Nationalversammlung setzte ein parlamentarisches Untersuchungsgremium ein, das bereits in den ersten Sitzungen zu einem vernichtenden Urteil über das Regierungshandeln kam. Ministerpräsident Negrín erklärte daraufhin nach nur wenigen Wochen im Amt seinen Rücktritt. Stattdessen wurde nun eine neue [[Kabinett Dini I|Konsensregierung]] unter Führung des parteilosen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] ernannt. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte und das einen breiten Konsens der politischen Parteien von linker und rechter Mitte abdecken sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Nach Bildung der Volksfront drängten die Linksparteien auf einen Regierungswechsel zu ihren Gunsten. Zwar hatte die Regierung Dini bereits sozial konsolidierende Maßnahmen im Sinn einer keynesianischen Nachfragepolitik zur Bekämpfung der Krise eingeleitet, den Linksparteien ging dies aber nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Wahlen ging schließlich die oppositionelle [[Volksfront]] aus [[PS|Sozialisten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalen]] als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. Mit deutlicher Mehrheit wählte die Kammer den sozialistischen Kandidaten [[Santiago Laval]] zum neuen Präsidenten der Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präsidentschaft Laval und Golenkrise (1936-1937) ====&lt;br /&gt;
Mit [[Santiago Laval]] zog zum ersten Mal ein Sozialist in den [[Plazarenya]]-Palast ein, ein entscheidender Schritt zur vollständigen Integration der sozialistischen Bewegung in den parlamentarischen Staat. Laval ernannte eine sozialistisch-radikale Minderheitsregierung unter Führung des rechten Sozialisten [[José António Saviola]], in der die meisten und die einflussreichsten Ministerien von erfahrenen Ministern des [[Partíu Radical]] geführt wurden. Zwar blieb der [[Partíu Comunista Sagradês|Partíu Comunista]] außerhalb der Regierung, unterstützte diese aber im Parlament. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Saviola führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Laval1.jpg|thumb|[[Santiago Laval]], [[Präsident der Republik]] (1936-1938)]]&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten, wo radikale antikommunistische und autoritäre Kräfte zunehmend an Einfluss gewannen. Der auf dem Parteitag der [[Volksunion]] in [[Noyar]] Ende 1936 zum Parteichef gewählte [[Manuel Sants-Igualde]] vertrat das Konzept einer Verfassungsreform zur Stärkung der präsidialen Exekutive gegenüber dem Parlament und der Berücksichtigung korporatistischer Elemente in der Verfassung, um die Herrschaft der Linksparteien im Parlament einzuschränken. Die Rechten hofften vor allem, die Einführung einer Direktwahl zum Präsidentenamt könnte ein rechtes Gegengewicht gegen die Parteien der Linken schaffen und die Volksfrontmehrheit aufbrechen. Während sich diese Positionen noch auf dem Boden der parlamentarischen Verfassung befanden und weitverbreitete Reformvorstellungen reflektierten, setzten sich Teile der Parteijugend der UP, der sogenannten [[Jungzirkel]] für einen deutlich weitergehenden Verfassungsumbau in Richtung einer autoritären Herrschaft ein. Diese Radikalen gewannen zwar Ende der 1930er Jahre an Einfluss, ohne sich aber gegenüber den gemäßigten Kräften in der Partei durchsetzen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|zweite Regierung Saviola]], seit April 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón II|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer Regierung der Rechten und die Auflösung der Nationalversammlung. Laval suchte aber vergeblich nach neuen Mehrheiten und betraute nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Als Folge löste der Präsident schließlich die Kammern auf und setzte Neuwahlen zum Parlament an. Die Regierung Colón blieb vorerst geschäftsführend im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung Lavals führte zu heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima des Wahlkampfs wurde Laval schließlich am Abend des 21. Februar auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete. Als Interimspräsident wurde der liberale Präsident des [[Rat der Republik|Rats der Republik]] [[Luciano Capón]] vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen 1938 und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Aus den [[Aprilwahlen 1938]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage, die auch durch die nationale Anteilnahme am Tod des ersten sozialistischen Präsidenten der Republik nicht verhindert werden konnte. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Interimspräsident [[Luciano Capón]] wurde von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt, neuer Regierungschef wurde der Wahlsieger [[Manuel Sants-Igualde]]. Dieser regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1938-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Poher.jpg|thumb|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Santsa-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung Capóns und Dinis erklärte [[Sagradien]] dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe im Sommer 1944 nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Stärkste Kraft wurde die christdemokratische [[Volkspartei]] vor der [[PSU|Sozialistischen Partei]].&lt;br /&gt;
Die [[Volksunion]], die größte Rechtspartei der vergangenen Republik, hatte sich kurz vor der Wahl mit der linkskatholischen [[PDP]] zum [[Partíu Popular de Convergência]] vereinigt und hatte sich dabei ein stark von der katholischen Soziallehre geprägtes christdemokratisches Programm gegeben. 1947 folgte eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag nach ihrer Konstituierung wählte die Versammlung 1945 [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens und den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats, der die so genannte &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortführte. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot;, von Kommunisten bis zu Katholiken, einigten sich daher auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren. Wichtigstes Vorhaben war es daher, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde Ilpa als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Radikalen, der ehemalige [[Außenminister]] und erste Generalsektetär der Vereinten Nationen, [[David Pizarro Cordês]] überraschend in der zweiten Runde gegen den Christdemokraten [[Amentino Xavier-Castrell]] durchsetzen. In der ersten Runde hatte er noch den zweiten Rang nur knapp vor Außenminister [[Santo de l'Ilpa]] belegt. Mit dem Diplomaten Pizarro Cordês erhielt das Amt eine stark repräsentative Prägung. Pizarro Cordês suchte zwar außenpolitisch Akzente zu setzen, verzichtete innenpolitisch aber auf eine aktive Rolle und wurde auch nicht mit ernsthaften Regierungskrisen konfrontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der großen Koalitionsregierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[Carles María Ortega]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Christdemokraten wurde auch bei der [[Präsidentschaftswahl 1955]] sichtbar, bei denen sich der langjährige [[Bürgermeister von Semest]] und [[Senat]]spräsident [[Fernando de la Roya]] deutlich durchsetzen konnte. Der christlich-soziale Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit stärker als sein Vorgänger die Rolle eines Landesvaters aus. Obwohl ein Anhänger großer Koalitionen beließ er es bei der eingespielten Mitte-Rechts-Koalition unter Führung [[Paulo Luciaro]]s, der eindeutig die prägende Politikerpersönlichkeit des Jahrzehnts und der gesamten Nachkriegsphase darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Angel Favale]], der sich parteiintern gegen Luciaros Favoriten [[Dián Jocéntilo Sánchez]] und den Außenminister [[Carles María Ortega]] hatte durchsetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Joannianen ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Joannianen|Joannianischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Joannianen verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Joannianische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Es fehlte ihm aber auch an parteiinterner Macht zu einer starken Führung, die erst sich nach wie vor mit dem Parteivorsitzenden Luciaro teilen musste. In Kombination mit den Ansätzen einer gesellschaftlichen Liberalisierung gerieten die Christdemokraten nun in eine Krise, die bei der [[Parlamentswahl 1962]] zu deutlichen Verlusten für die Volkspartei führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kam es schließlich zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht, woraufhin Präsident De la Roya den beidseitig akzeptablen Costa mit der Regierungsbildung beauftragt hatte. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Roya mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien erstmals die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt von Präsident Roya den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Die innerlich zerstrittenen Christdemokraten dagegen wurden erstmals überhaupt in der Nachkriegszeit in die Opposition verbannt, wo ein schwieriger Neuordnungsprozess und ein handfester Machtkampf um die Parteiführung ausgetragen wurden. Aus diesem ging schließlich [[Carles Angel Favale]] als Sieger hervor, der 1964 die Führung von Partei und Opposition übernahm. Sein Konkurrent [[Carles María Ortega]] konnte sich dagegen bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]] als Nachfolger von Ariel de la Roya durchsetzen, der nach zehn Jahren nicht erneut kandidieren konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin Präsident [[Carles María Ortega]] das Parlament vorzeitig auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Deren Vorsitzender [[Carles Angel Favale]] wurde zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Schwarze_Division&amp;diff=34188</id>
		<title>Schwarze Division</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung im Sagradien der 1930er Jahre, die unter der Führung von [[León Francês]] stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1931 von [[León Francês]] als paramilitärische Vereinigung gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Divisionen nach den Demonstrationen im Herbst 1934 verboten worden waren, bestanden sie im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die [[Volksfront]]-Regierung unter [[Santiago Laval]]. Dessen Ermordung im Februar 1938 feierte die Division als &amp;quot;nationalen Erfolg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Novas Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung im Sagradien der 1930er Jahre, die unter der Führung von [[León Francês]] stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärische Vereinigung gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Divisionen nach den Demonstrationen im Herbst 1934 verboten worden waren, bestanden sie im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die [[Volksfront]]-Regierung unter [[Santiago Laval]]. Dessen Ermordung im Februar 1938 feierte die Division als &amp;quot;nationalen Erfolg&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Novas Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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&lt;br /&gt;
Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine ultranationalistische und faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und ging aus der 1934 verbotenen [[División Negra]] hervor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[León Francês]] war ein Führer innerhalb der rechtsextremen [[Truppismus|Truppistenbewegung]], die in Folge der Weltwirtschaftskrise in den frühen 1930er Jahren Auftrieb bekam. Im Oktober 1934 führte die [[División Negra]], die paramilitärische faschistische Gruppe um Francês, eine Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. Nach dem Verbot der Schwarzen Division gründete Francês schließlich die Brüderfront als Nachfolgeorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und eine Vorgängerorganisation der [[División Negra]]. Der Frente Fraternal wurde 1929 gegründet und erreichte bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|Parlamentswahlen 1932]] beachtliche Stimmengewinne. León Francês führte danach die gewaltsam auftretende Rechtsopposition an und führte im Oktober 1934 eine rechtsgerichtete Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der Partei bestand sie im Wesentlichem im Untergrund weiter und war eng mit der [[División Sagradêsa de Ofensiva Popular]] verbunden, die als Nachfolgeorganisation der FF angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. Die Machtergreifung Hitlers 1933 wurde von der Frente Fraternal begrüßt und als Sieg der &amp;quot;nationalen&amp;quot; Bewegung in Europa gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: &lt;/p&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und eine Vorgängerorganisation der [[División Negra]]. Der Frente Fraternal wurde 1929 gegründet und erreichte bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|Parlamentswahlen 1932]] beachtliche Stimmengewinne. León Francês führte danach die gewaltsam auftretende Rechtsopposition an und führte im Oktober 1934 eine rechtsgerichtete Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der Partei bestand sie im Wesentlichem im Untergrund weiter und war eng mit der [[División Sagradêsa de Ofensiva Popular]] verbunden, die als Nachfolgeorganisation der FF angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. Die Machtergreifung Hitlers 1933 wurde von der Frente Fraternal begrüßt und als Sieg der &amp;quot;nationalen&amp;quot; Bewegung in Europa gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.163.94</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=34183</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2017-02-19T11:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.163.94: /* Juni-Regime und Verschärfung der Situation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Zweite Republik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte und Revolution ===&lt;br /&gt;
==== Soziale und ökonomische Krise ====&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt des langjährigen sagradischen Premierministers [[Jacquel de Montevil]] im Jahr 1873 wurde in Sagradien eine Ära der relativen Restauration eingeleitet. Die Spaltung der Liberalen in einen [[Partíu Radical|radikalen]] und einen [[Partíu Moderata|moderaten]] Flügel begünstigte den konservativen [[Partíu Conservador]], der sich für ein starkes Königtum und eine Einhegung der bürgerlichen Rechte aussprach und bei mehreren Wahlen der 1870er Jahre eine deutliche parlamentarische Mehrheit erringen konnte. Gleichzeitig begann sich neben der radikal-liberalen auch eine [[Partíu Socialista|sozialistische Linke]] zu formieren, deren Einfluss auf die Arbeiterbewegung im Zuge der Industrialisierung stieg. Dazu kam seit den 1870er Jahren auch eine handfeste ökonomische Krise in Form einer langjährigen Depression, die die soziale Lage vor allem der Arbeiterschaft verschlimmerte und die sozialen Spannungen verstärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konstitutionelle und politische Krise ====&lt;br /&gt;
In den 1880er Jahren kam zur ökonomisch-sozialen Krise eine Reihe von verfassungspolitischen Auseinandersetzungen, in denen sich die monarchisch-katholische Rechte auf der Seite der Regierungsmacht und die liberale Linke auf Seite einer stärkeren Parlamentarisierung gegenüberstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Liberalen die [[Parlamentswahl 1884]] gewinnen konnten, kam es zum Dauerkonflikt zwischen Parlament und den konservativen königlichen Regierungen. Nachdem König [[Philipp IX.]] 1887 das Parlament aufgelöst hatte und es zu einem neuerlichen Sieg der Liberalen gekommen war, weigerte sich der König im Streit um einen neuen Haushalt kurzerhand, das Parlament noch einmal einzuberufen und setzte unter dem Vorwand juristischer Untersuchungen den Parlamentspräsidenten [[Cornélio de Martín]] fest, um ihn an  einer selbständigen Einberufung des Parlaments zu hindern. Die damit ausgelöste [[Verfassungskrise 1887/88|Verfassungskrise]], in der der König ohne das Parlament regierte, kostete vor allem die gemäßigte Linke an Ansehen, die zwar gegen das Verhalten des Königs empört demonstrierte, eine gewaltsame Auseinandersetzung aber fürchtete. In der Folge kam es im ganzen Land zu einem Erstarken radikaler, republikanischer und sozialistischer Kräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst Mitte 1888 konnte die Krise beigelegt werden und das wieder zusammengetretene Parlament legitimierte nachträglich einige Entscheidungen des Königs, weigerte sich aber dem König eine Indemnität auszusprechen, sodass dieser das Haus bald wieder auflöste und Neuwahlen ansetzte, von denen vor allem die Republikaner profitieren, die trotz Zensuswahl und benachteiligendem Mehrheitswahlrecht auf 11 Prozent der Stimmen kamen und in einigen Großstädten sogar stärkste Kraft wurden. Philipps Premierminister [[Gustavo Conte de Montxerent]] reagierte mit der Verhaftung führender Republikaner und einer Verschärfung von Zensur und Versammlungsrecht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Winterkrise 1890 und Januarrevolution 1891 ====&lt;br /&gt;
Nach einem harten Winter 1889/1890 heizten Hungersnöte die ohnehin gespannte Lage an und im ganzen Jahr 1890 kam es überall im Land zu Verhaftungen republikanischer und sozialistischer Agitatoren und zu Aufständen gegen die konservative Regierung des [[Conte de Montxerent]], bei denen immer wieder Arbeiter festgenommen, verletzt oder getötet wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der [[Partíu Socialista|Sozialistischen Partei]] im Dezember 1890 verhängte Generalstreik führte schließlich zur Eskalation. Nachdem sich Arbeiter im ganzen Land mit streikenden Arbeitern in den Industriegebieten von [[Bordez]] und [[Oller]] solidarisiert hatten, kam es zum gewaltsamen Einsatz bewaffneter Truppen gegen die Streikenden, der zu heftigen Protesten auch in manchen bürgerlichen Kreisen führten. In vielen Städten sammelten sich Arbeiter und bürgerliche Protestanten zu Demonstrationen gegen die Regierung, die sich bald auch gegen den König selbst zu wenden begannen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich aufständische Arbeiter Zutritt zum Rathaus von [[Semest]] verschafften und die Kontrolle über das Stadtzentrum übernahmen, fürchtete die Mehrheit der Abgeordneten in der Deputiertenkammer eine soziale Revolution. Inzwischen hatten sich in Semest und in einigen anderen Großstädten des Landes [[Revolutionäre Räte]] gebildet, die von radikalen Republikanern und Sozialisten beherrscht wurden. Unter dem Druck der Straße mussten König und Regierung am 21. und 22. Januar 1891 die Stadt verlassen. Nach mehreren Resolutionen erklärte die linke Mehrheit in der Abgeordnetenkammer am 26. Januar eigenmächtig die Regierung des konservativen Grafen von Montxerent für abgesetzt und suchte auf diesem Weg eine Parlamentarisierung herbeizuführen. Bereits am Folgetag, dem 27. Januar erließ die Kammer eine neue Wahlresolution, die die Ausarbeitung eines neuen Wahlrechts auf Grundlage der allgemeinen Volkswahl ankündigte. Zudem bestellte sie einen &amp;quot;Exekutivausschuss&amp;quot; unter der Führung des liberalen Abgeordneten [[Cornel Gil-Lerma]], der in Abwesenheit einer königlichen Regierung die Amtsgeschäfte übernehmen solle. Im Parlamentsbeschluss beriefen sich die Abgeordneten auf die &amp;quot;ständische Tradition der Codices Magni&amp;quot; und setzten sich damit über den Willen der Nobelnkammer hinweg, die erst gar nicht mehr einberufen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge nahm die Kammer Verhandlungen mit den aufständischen Revolutionären Räten auf und setzte sich mit dem König in Verbindung, der noch immer fernab der Hauptstadt weilte und die Entwicklung abzuwarten suchte. Unterdessen einigten sich die Parlamentarier auf baldige [[Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung 1891|Neuwahlen zu einer Nationalversammlung]] nach den Bestimmungen eines neuen Wahlgesetzes, das &amp;quot;im Namen des Volkes, der Stände und des Königs&amp;quot; promulgiert wurde, ohne dass König Philipp IX. Einfluss auf den Prozess hätte nehmen können. Vor vollendete Tatsachen gestellt, rief König Philipp widerwillig dazu auf, den Exekutivausschuss unter der Führung Gil-Lermas als provisorische Regierung anzuerkennen, verweigerte diesem aber die offizielle Ernennung zum Kronkanzler und Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang zur Republik ===&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen und Juni-Proklamation 1891 ====&lt;br /&gt;
Mitten im Wahlkampf kam es zur sogenannten &amp;quot;Lunes-Affäre&amp;quot;, in der der Thronfolger von republikanisch gesinnten Liberalen als reaktionärer Feind der Cortes diffamiert und erfolgreich diskreditiert wurde. In der aufgeheizten Atmosphäre schlugen sich zahlreiche frühere Anhänger der parlamentarischen Monarchie auf die Seite der Republik, &amp;quot;weil der gütige parlamentarische Monarch in diesem Land nicht vorhanden ist&amp;quot;, wie der Schriftsteller [[Cornell Demarques]] festhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund gingen aus den Aprilwahlen 1891 schließlich Liberale, Radikale und Sozialisten als Sieger hervor. König Philipp verließ noch in der Wahlnacht das Land und erklärte seine Abdankung zugunsten seines Sohnes [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]], den er als Philipp X. zum König erhob. In ihrer Sitzung am 5. Juni 1891 verabschiedete die neue Verfassungsgebende Versammlung mit deutlicher Mehrheit die sogenannte &amp;quot;Juni-Proklamation&amp;quot;, in der sich die [[sagradische Nationalversammlung]] zur &amp;quot;alleinigen Inhaberin der Regierungsgewalt der Sagradischen Nation&amp;quot; erklärte (&amp;quot;la sola poder governante de la Nación es síu nela Asamblea Nacional&amp;quot;). Ein Antrag auf Ausrufung der Republik wurde zwar nicht zur Abstimmung gestellt, ebensowenig erkannte die Versammlung aber den neuen König an und erklärte sich auf Antrag monarchistischer Parlamentarier lediglich zu &amp;quot;Beratungen mit dem Prinzen Joseph Philipp [...] über eine Erhebung zum König&amp;quot; bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war das sagradische Königtum zwar noch nicht abgeschafft. Es wurde auch eine Kommission gebildet, die Verhandlungen mit dem Thronfolger zur Übernahme des Throns führen sollte. Das Parlament erklärte sich de facto aber zum alleinigen Souverän und machte die Erhebung zum König vom eigenen Gutdünken abhängig. In einer vielzitierten Antwortnote ließ der Thronfolger am 11. Juni das neue Parlament wissen, als &amp;quot;König von Gnaden der Feinde Gottes&amp;quot; nicht zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vom Novemberstatut zur Ausrufung der Republik (1891-1893) ====&lt;br /&gt;
Die Nationalversammlung arbeitete in der Folge ein provisorisches Verfassungsstatut aus, das im November als ''Estatú de Governo'' in Kraft trat. Darin wurde die gewählte Nationalversammlung zum Inhaber der vollen Staatsgewalt erklärt und die zuvor bereits aufgelöste Nobelnkammer endgültig abgeschafft, womit Sagradien ein Einkammerparlament erhielt. Das Novemberstatut vermied es, Bestimmungen über das Staatsoberhaupt zu erlassen. Stattdessen wählte das Parlament den Liberalen [[Francês de Píu-Castellán]] zum neuen Präsidenten des Exekutivrates. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit gingen in Semest die Kämpfe weiter, nachdem eine Gruppe radikaler Republikaner die soziale Revolution weiterführen und die Eigentumsordnung anfechten wollten. Unter Kriegsminister [[Luis María del Castós]], der in der Stadt de facto als Diktator regierte, mussten die Aufstände gewaltsam niedergeschlagen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1892 kamen die Verhandlungen mit dem weiterhin exilierten Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] zum Halt, der sich weiterhin weigerte, die Macht der Nationalversammlung anzuerkennen. Nach dem Bekanntwerden des &amp;quot;Briefes aus Chateauvieille&amp;quot;, in dem der Thronfolger seine Verachtung für die Nationalversammlung ausgesprochen hatte, war das Tischtusch endgültig zerschnitten. In Abwesenheit der royalistischen Abgeordneten, die die Abstimmung boykottierten, verkündete die Nationalversammlung am 2. Januar 1893 endgültig die Monarchie für abgeschafft. Die Symbole des Königtums wurden nun durch neue republikanische Symbole ersetzt. [[Luis Cavaller]] wurde durch die Nationalversammlung am 5. Januar 1893 zum [[Präsidenten der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt und trat damit offiziell die Nachfolge des Königs als sagradisches Staatsoberhaupt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Von der Versammlungsrepublik zur Januarrevision (1893-1895) ====&lt;br /&gt;
Mit den im April 1893 inkraft getretenen [[Verfassungsgesetze 1893|Verfassungsgesetzen]] war die Sagradische Republik als ''Republik der Versammlung'' begründet. Historisch versuchte das junge Gemeinwesen an die Tradition der ständischen [[Erste Sagradische Republik|Ersten Republik]] von 1721-30 und die [[Codices Magni]] anzuknüpfen. Die gesamte Staatsmacht befand sich nun in den Händen der direkt gewählten Nationalversammlung, die als Einkammerparlament fungierte und neben der Gesetzgebung und dem Haushaltsrecht auch die Wahl des Präsidenten beanspruchte. Wahlen zur Nationalversammlung sollten nun alle zwei Jahre nach den Grundsätzen des allgemeinen Wahlrechts stattfinden, wobei alle Männer über 25 Jahre wahlberechtigt waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die politische Krise anhielt, geriet die Republik schnell auch unter Druck von rechts. Feinde der neuen Staatsform fanden sich einerseits im Adel und in der Kirche, die die Ersetzung der alten Ordnung durch die Herrschaft des liberalen Bürgertums nicht akzeptierten, andererseits durch breite Volksschichten, die sich ebenfalls nicht durch die liberale Elite an der Spitze des neuen Gemeinwesens repräsentiert sahen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen der Parlamentsmehrheit und dem Präsidenten um das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Salazar.jpg|thumb|[[Luis Cavaller]], [[Präsident der Republik]] (1893-1905)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1893]] gingen die Republikaner daher gegenüber den Vorjahreswahlen deutlich geschwächt hervor. Gestärkt wurden vor allem die gemäßigten und konservativen Kräfte, denen die einseitige Ausgestaltung der Verfassung zugunsten des Parlaments zu weit ging. In der Folge setzte sich auch Präsident [[Luis Cavaller]] für eine Revision der jungen Verfassung ein, um die Exekutive zu stärken - dem &amp;quot;Biêniu de l'Asamblêa&amp;quot; folgte eine Phase der &amp;quot;konservativen Korrektur&amp;quot;. Die [[Januarrevisionen 1895]] wichen schließlich deutlich vom Konzept der ungeteiligen Parlamentsherrschaft ab und knüpften vielmehr an die konstitutionell-monarchische Ordnung der Liberalen Ära unter [[Jacquel de Montevil]] an. Das Einkammerparlament wurde wieder durch ein Zweikammersystem ersetzt, indem neben die direkt gewählte Abgeordnetenkammer eine indirekt gewählte [[Sagradischer Senat|Senatskammer]] trat, die als konservatives Gegengewicht gegen die Deputierten fungieren sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch deutlicher wirkte sich die Stärkung des Amtes des Präsidenten der Republik aus, dessen Amtszeit mit unmittelbarer Wirkung von drei auf sieben Jahre verlängert wurde und der das Recht erhielt, im Einvernehmen mit dem Senat die Nationalversammlung vorzeitig aufzulösen. Zudem setzte der Präsident de facto seine Prärogative über die Einsetzung und Absetzung der Regierung durch, die zwar weiterhin an das Vertrauen des Parlaments gebunden blieb, ebenso aber auch vom Präsidenten abhängig blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn des 20. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Der gescheiterte Putsch von 1898 ====&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1895]] gingen erneut die gemäßigten Kräfte der [[Moderatas]] als klarer Sieger hervor, die sich für eine Konsolidierung der Republik auf Grundlage eines starken Bürgertums einsetzten und auf einen Konsens mit den Kräften des Ancien Régime hinarbeiteten. In Opposition zu den meist großbürgerlichen Moderaten drängten die eher kleinbürgerlichen [[Partíu Republicano Radical|Radicales]] auf eine Fortführung der konstitutionellen Revolution auf sozialem und politischem Gebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das versuchte Bündnis der Moderaten mit den Kräften der Restauration stieß bald an offensichtliche Grenzen und nutzte vor allem letzteren, die sich vor allem in Verwaltung und Militär halten konnten. Mit dem gescheiterten [[Putsch von 1898|Putschversuch vom 25. April 1898]] wurde diese Politik des Ausgleichs letztlich stark diskreditiert. Auslöser der Krise war ein Komplott führender monarchistischer Politiker und rechter Generäle um [[Arcélio del Carnet]], [[Filipe Conte d'Avís]] und [[Stefano Perón de Carilla]] gegen die demokratische Republik. Die Putschisten verfolgten das Ziel, die Monarchie des Hauses [[Vienne]] wieder einzuführen und den Thronfolger [[José Filipe (Thronfolger)|José Filipe]] aus dem Exil zurück auf den Thron zu führen. Die eigentliche Macht sollte damit aus der Hand der gewählten Volksvertreter auf einen kleinen Kreis adliger Eliten übertragen werden. In der Abwesenheit des Präsidenten [[Luis Cavaller]], verbreitete sich am Morgen des 25. April 1898 das Gerücht, die Nationalversammlung sei aufgelöst und die Monarchie unter dem exilierten ''[[José Filipe (Thronfolger)|König Philipp X.]]'' wiedereingeführt. Der folgende Versuch der Putschisten, die Nationalversammlung zu besetzen, schlug aber bereits in seinen Ansätzen fehl, da ein Teil der Putschisten noch in den Morgenstunden festgenommen wurde und wesentliche Kommunikationswege abgeschnitten waren. In der Konsequenz gelang es nur wenigen putschistischen Soldaten, das Parlamentsgebäude zu umstellen, zum Sturm des Gebäudes kam es aber zunächst nicht. Dennoch erklärten einige monarchistische Abgeordnete im Gebäude ihre Solidarität mit den Aufständischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsident Cavaller erklärte sofort den Ausnahmezustand und ernannte General [[Luis María del Castós]] zum Inhaber der Exekutivgewalt. Bereits nach wenigen Stunden brach der Putschversuch jedoch in sich zusammen, da sich große Teile der Semestiner Bevölkerung, der Verwaltung sowie Teile des Militärs, die General de Castós loyal gegenüberstanden, mit der republikanischen Regierung solidarisierten und den Staatsstreich boykottierten. Die Putschisten mussten schließlich aufgeben, auch wenn es in der Folge noch wochenlang zu verschiedenen Erhebungen in den Regionen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sozialgesetzgebung und Laizismus-Streit (1899-1905) ====&lt;br /&gt;
Der April-Putsch 1898 bewirkte letztlich das Gegenteil dessen, was er zu bewirken suchte. Statt die Monarchie zurückzubringen, führte die akute Bedrohung der jungen Republik zu einer Solidarisierung der längst zerstrittenen bürgerlich-liberalen Kreise und zu einem Machtgewinn der republikanischen Linken. Präsident [[Luis Cavaller]], der sich in der Krise als starker Mann präsentiert hatte und dem offenbar die Loyalität führender Militärs sicher war, wurde in der Folge von einer überwältigenden Mehrheit für eine weitere Amtszeit im Präsidentenamt bestätigt und entwickelte sich zur Integrationsfigur der jungen Republik. Die Putschisten von 1898 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, die Abgeordneten, die sich mit ihnen solidarisiert hatten, verloren ihr Mandat und durften 1899 nicht zur Parlamentswahl antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1899]] profitierten vor allem die Radikalen von der Stimmung im Land und gingen erstmals als stärkste Kraft hervor. Unter der Führung des Radikalen-Politikers [[Donado Salgado]] setzte eine laizistische Koalitionsregierung in der Folge zahlreiche Gesetze durch, die in einer &amp;quot;zweiten Revolution&amp;quot; einen Großteil der bis dahin ausgebliebenen Sozialreformen nachholten. Einerseits blieben umfangreiche Landreformen und Enteignungen wie von der aufstrebenden sozialistischen Linken gefordert aus. Andererseits aber wurden in einem weiten Linksbündnis von Liberalen bis hin zu den Sozialisten die Grundlagen für den modernen sagradischen Wohlfahrtstaat gelegt, indem nacheinander umfassende gesetzliche Unfall- und Krankenversicherungen eingeführt wurden, die als Basis für das nach und nach ausgebaute sagradische Sozialversicherungssystem dienten. 1913 folgte die Einführung einer gesetzlichen Rentenversicherung, 1936 die einer gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Darüber hinaus zielten die Reformen der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot; auf eine klare Trennung von Staat und Kirche ab und schafften u.a. die Konfessionsschulen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die laizistische Koalition traf auf heftigen Widerstand der katholischen Rechten. Am energischsten stellte sich die radikal-nationalistische und populistische Bewegung der [[Nacional Renovadores]] unter der Führung von [[Daniel Lafontán]] gegen die &amp;quot;linke Republik&amp;quot;. Aber auch katholische und großbürgerliche Republikaner sowie konservative Monarchisten, die sich in der [[Unionistas|Unionistischen Partei]] sammelten, fanden sich in der Opposition zu der &amp;quot;sinistra laica&amp;quot;. Unter der Führung Lafontáns und des Unionisten [[Miquel Fernando Luisanto]] gewann die vereinigte Rechte die [[Parlamentswahl 1903]] und bildete in der Folge eine Regierung der &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Die Koalition führte die Konfessionsschulen wieder ein, stärkte die Klöster und baute den Einfluss der katholischen Kirche wieder aus. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke verfolgt, in der sich Sagradien zunehmend isolierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Präsidentschaft Cardinal (1905-1912) ====&lt;br /&gt;
1905 starb mit [[Luis Cavaller]] der erste Präsident der Republik, der in 14 Jahren im Amt eine starke Stellung eingenommen und das Bild einer gemäßigt-bürgerlichen Republik maßgeblich mitbestimmt hatte. Unter seiner Führung führte Sagradien unabhängig von der Zusammensetzung der jeweiligen Regierung und trotz Widerstand aus weiten Teilen der Linken die Kolonialpolitik der Monarchie unter neuen Vorzeichen einer &amp;quot;republikanischen Zivilisationsmission&amp;quot; fort. Als Cavaller 1905 wenige Monate vor Ende seiner zweiten Amtszeit starb, hatte sich aus der provisorischen Republik ein stabiles, wenn auch politisch heftig umkämpftes Gemeinwesen etabliert, das von breiten bürgerlichen Schichten getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Emile Loubet.jpg|thumb|[[Joán Cardinal]], [[Präsident der Republik]] (1905-1912)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Nachfolger Cavallers wählte die rechtsgerichtete Parlamentsmehrheit den unabhängigen Ex-General [[Joán Cardinal]]. Mit dem konservativen Militär saß ein Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik lange reserviert gegenübergestanden hatte, als Staatsoberhaupt aber die Integrität der Republik verteigite und eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich kategorisch ausschloss. Zunächst von Linken äußerst kritisch betrachtet und als potenzielle Gefahr für die Republik angesehen, entwickelte sich die Präsidentschaft Cardinals zu einem Integrationserfolg, indem der erzkatholische und ehemals monarchistische General zahlreiche Republikgegner für das Gemeinwesen gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Parlamentswahl 1907]] ging die Rechte geschwächt und zersplittert hervor, sodass das Bündnis von Monarchisten, Nationalisten, Katholiken und konservativen Republikanern schließlich in sich zerfiel. Präsident Cardinal löste [[Parlamentswahl 1909|im Jahr 1909]] erstmals und letztmals bis 1932 das Parlament vorzeitig auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Stattdessen ging jedoch die liberale [[Aliança Republicana]] als Sieger aus der Wahl hervor. Aus den Trümmern der gescheiterten Rechtskoalition entwickelte sich zudem binnen kurzer Zeit die 1905 gegründete [[Acción Popular]] zu einer neuen erfolgreichen Integrationspartei der katholischen Wählerschaft. Mit der [[Acción Popular]] und dem ebenfalls deutlich gestärkten [[Partíu Socialista]] gehörte nun ca. ein Drittel der Abgeordneten in der Kammer einer der beiden Parteien an, die in der Folge zu den großen Massenintegrationsparteien des Landes anwuchsen und das Ende der radikal-liberalen Dominanz im Parlament einläuteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg und Entstehung des Linksblocks (1914-1917) ====&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der parteilose [[Pier-Costantín Sant'Estrell]] zum Ministerpräsidenten einer liberalen Konsensregierung ernannt, die über eine breite parlamentarische Basis verfügte. Präsident [[Francisco Berlioz]] und seinem Ministerpräsidenten Sant'Estrell gelang es in der Folge, Sagradien aus dem Krieg herauszuhalten, auch wenn das Land offen mit den Alliierten sympathisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl 1917]], bei der die Parteien der Linken den Sieg davon trugen, wurde der Radikalliberale [[Francisco Calbane]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Er führte eine Regierung des [[Bloco de Sinistra]] an, die auch von den [[Partíu Socialista|Sozialisten]] unterstützt wurde. Mit [[Carles Sastre]] trat 1919 der erste sozialistische Minister in die Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Regierung des [[Bloco de Sinistra]] war es, die laizistischen Reformen der ''sinistra laica'', unter [[Donado Salgado]] nur unvollständig durchgesetzt und inzwischen von mehreren Rechtsregierungen revidiert, endgültig zu einem Ende zu bringen und die strikte Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen, um den Einfluss der als reaktionär betrachteten katholischen Kirche auf den sagradischen Staat zu brechen. Daneben pochten die Sozialisten auf weitgehende Sozialreformen, welche schließlich auf Basis der Sozialgesetzgebung von 1900-1902 den modernen sagradischen Wohlfahrtsstaat begründen sollten. Die Linksblockregierung arbeitete außerordentlich erfolgreich und konnte in ihren vier Regierungsjahren mit dem Schulgesetz von 1918, der Sozialgesetzgebung von 1919/20 und der Verfassungsreform von 1919 ihre wichtigsten Reformvorhaben umsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zwanziger und Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
==== Verfassungsreform 1919 ====&lt;br /&gt;
Bereits unter Sant'Estrell war 1916 eine Verfassungskommission eingesetzt worden, die umfassende Vorschläge für eine konstitutionelle Revision vorlegte. Unter der seit 1917 amtierenden Linksregierung wurde schließlich 1919 eine umfassende [[Verfassungsrevision von 1919|Verfassungsrevision]] durchgesetzt, die bei der folgenden vorgezogenen [[Parlamentswahl 1919]] erstmals zur Anwendung kam. An die Stelle des allgemeinen Wahlrechts der Männer über 25 Jahren trat nun das allgemeine Wahlrecht für Männer und – das war neu – auch für Frauen über 21 Jahren. Damit wurde in Sagradien wie in den meisten westeuropäischen Ländern zeitgleich auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Zudem wurde die bisherige absolute Mehrheitswahl bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer durch die Verhältniswahl ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurden die ersten sagradischen [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1919|Parlamentswahlen]] nach dem Modus der Verhältniswahl mit Listen durchgeführt. Den Sieg trugen dabei erneut die Parteien der Linken davon. Die [[Partíu Socialista|Sozialisten]], unter den Bedingungen der Mehrheitswahl meist aufgrund des Wahlkreiszuschnitts benachteiligt, wurden mit einem Stimmenanteil von über 30 Prozent erwartungsgemäßg stärkste Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Stimmen des Linksblocks wurde im Januar 1919 der Radikaldemokrat [[Carles Simón López-Iregui]] zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Parlament hatte der liberale Amtsinhaber [[Francisco Berlioz]] auf eine Wiederwahl verzichtet. López-Ireguis Präsidentschaft bestand jedoch nur wenige Monate. In dieser Zeit litt sich der zögerliche Amtsinhaber unter gesundheitlichen Problemen und musste sich überdies starken Angriffen von Seiten der konservativen Presse erwehren. Im November 1919 zog er die Konsequenzen aus einer Verleumdungskampagne und trat von seinem Amt zurück. Zum Nachfolger wurde sein Parteifreund [[Cristoval Sánchez]] gewählt, der die Pressekampagne hart verurteilte und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spaltung der Linken und Große Koalition (1917-1925) ====&lt;br /&gt;
Das Regierungsbeteiligung der Linken führte zu heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen in der Sozialistischen Partei. Gegen die Beteiligung der Sozialisten an der Regierung spaltete sich bereits 1917 der linke Flügel ab und bildete den oppositionellen [[Partíu Socialista Auténtico]], dem sich aber nur eine Minderheit von 21 Abgeordneten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die russische Oktoberrevolution 1917 und der Streit um das Verhältnis zur Komintern führte endgültig zur Spaltung der Arbeiterbewegung in zwei konkurrierende Parteien. Während sich die Mehrheit des [[Partíu Socialista]] gegen die Komintern und für den eingeschlagenen reformistischen Weg entschied, setzten sich im PSA nach heftigen Auseinandersetzungen die ''Terceristas'' durch konnten und begründeten schließlich den [[Partíu Comunista Sagradês]], woraufhin die gemäßigten Unabhängigen 1919/22 wieder in die Mutterpartei zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spaltung der Sozialistischen Partei trug mit dazu bei, dass der Linksblock bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1921|Parlamentswahlen 1921]] seine parlamentarische Mehrheit verlor. Zwar wurde der PS erneut stärkste Kraft, die Kommunisten gewannen aber ebenfalls 22 Mandate und die [[Radicales|Radikalen]]  erlitten schwere Verluste. Relativer Sieger der Wahl war die rechtsliberale [[Aliança Republicana]], die sich auf 74 Mandate verbessern konnte und nun mit den Parteien des Linksblocks eine Regierung der Großen Koalition ([[Governo del Horizonte Largo]]) unter dem Radikalen [[António Diaz]] bildeten. Die neue von der gemäßigten Linken zur gemäßigten Rechten reichende Regierung ergänzte die laizistischen Reformen und trug damit erheblich zu deren Etablierung bei. Die Regierung Diaz scheiterte zwar Anfang 1924, jedoch amtierten bis 1925 noch weitere Linksblock-Regierungen, die teilweise von den Liberalen toleriert wurden. Im Februar 1924 wurde mit [[Santiago Laval]] erstmals in der Geschichte der bürgerlichen Republik ein Sozialist Regierungschef, seine Regierung zerbrach aber bereits nach wenigen Monaten. Bis zur [[Parlamentswahl 1925]] amtierte schließlich eine Minderheitsregierung ohne sozialistische Beteiligung unter dem Radikaldemokraten [[Angel Colón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Ära der wechselnden Rechtskoalitionen (1925-1929) ==== &lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Linken und der laizistischen Parteien hatte in Kombination mit dem neuen Verhältniswahlsystem innerhalb der Rechten zu einem Umstrukturierungsprozess geführt. Vor allem ging es um eine festere Organisationsstruktur der zuvor zersplitterten Rechten. Nach den verlorenen Parlamentswahlen 1917 und 1921 reorganisierte sich die katholische Rechte schließlich in der [[Unión Popular]], die als straff organisierte Massenpartei nach Vorbild des erfolgreichen [[Partíu Socialista]] aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unión Popular]] konnte schließlich erfolgreich die Katholiken im Land mobilisieren und auf diese Weise die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1925|Parlamentswahl des Jahres 1925]] für sich entscheiden. Mit 148 Abgeordneten wurden die Katholiken knapp stärkste Kraft im Parlament und unterbreiteten den geschwächten [[AR|Liberalen]] ein Angebot zur Zusammenarbeit. Präsident Sánchez ernannte jedoch den Führer der liberalen [[AR|Republikanischen Allianzpartei]] [[Daniel Laponte]] zum Ministerpräsidenten einer liberal geprägten Minderheitsregierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Jahre waren von Auseinandersetzungen zwischen der liberal-katholischen Parlamentsmehrheit und dem linksbürgerlichen Präsidenten geprägt, der auf eine persönliche Teilnahme an der Regierung drängte und sich als Gegengewicht zum Parlament verstand. 1926 provozierte Sánchez eine regelrechte Verfassungskrise, als er bei einer Kabinettsumbildung sämtliche Ministerkandidaten der [[UP|katholischen Volksunion]] zurückwies, woraufhin Ministerpräsident [[Daniel Laponte]] seine Demission einreichte. Zum Nachfolger ernannte Sánchez den liberalen Außenminister [[Luciano Capón]], der schließlich eine Minderheitsregierung der Mitte bildete, die vom [[Partíu Radical]] und von der [[Aliança Republicana]] getragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1926 schließlich gelang es der Parlamentsmehrheit, mit [[Domênco Scalfín]] erstmals ein Mitglied der katholischen [[Volksunion]] zum Präsidenten der Republik zu wählen. Scalfín konnte sich unter anderem gegen Amtsinhaber [[Cristoval Sánchez]] durchsetzen, der eine Rückkehr ins höchste Staatsamt anstrebte. Scalfín ernannte erstmals seit einem Jahrzehnt wieder eine katholisch geführte Koalitionsregierung unter der Führung von [[Estefán Gaeta]], die sich auf den &amp;quot;Nationalen Block&amp;quot; im Parlament stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltwirtschaftskrise in Sagradien (1929-1934) ====&lt;br /&gt;
Nach vier Jahren komplizierter Mehrheitsverhältnisse in der Nationalversammlung brachte die [[Parlamentswahl 1929]] eine deutliche Mehrheit für die Parteien der katholischen und liberalen Rechten. Nach dem Tod von Präsident [[Domênco Scalfín]] wurde schließlich der konservative Ministerpräsident [[Estefán Gaeta d'Alejandro]] als Kandidat des [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]] zum Präsidenten der Republik gewählt. Gaeta trat mit dem Willen an, eine starke und politische Präsidentschaft ins Werk zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise stürzte Sagradien 1930 in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1931 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. Die Regierung des Rechtsliberalen [[Daniel Laponte]] setzte jedoch auf eine Sparpolitik, um die eigene Finanzierungskrise zu überwinden, suchte gleichzeitig aber durch protektionistische Maßnahmen die eigene Wirtschaft zu schützen. Als die Parlamentsmehrheit ihre Unterstützung für diese Politik im Herbst 1931 aufgekündigt hatten, musste Laponte zurücktreten. Zum Nachfolger berief Präsident Gaeta den parteilosen Verwaltungsfachmann [[Santiago Francês-Domingues]], der ein [[Kabinett Francês-Domingues|&amp;quot;Expertenkabinett&amp;quot;]] aus &amp;quot;unabhängigen Persönlichkeiten&amp;quot; anführte, die das Vertrauen des Präsidentne genossen. Stärker als die Vorgängerregierung verfolgte die neue Mitte-Rechts-Regierung eine Deflations- und Austeritätspolitik, die die sozialen Folgen der Wirtschaftskrise nochmals verschlimmerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Expertenregierung Francês-Domingues ihre parlamentarische Unterstützung im Frühjahr 1932 verloren hatte, löste Präsident Gaeta das Parlament auf und schrieb [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|vorgezogene Neuwahlen]] aus, die eine deutliche Stärkung der politischen Ränder erbrachte. Die rechtsextremen Parteien erhielten 37, die Kommunisten 45 Mandate im Unterhaus. Gaetas Ziel einer absoluten Mehrheit für seine [[Volksunion]] und ihre Verbündeten scheiterte abermals. Dennoch gelang es der Regierung des Konservativen [[Manuel Sants-Igualde]] nun, mit einem stärker auf sozialen Ausgleich ausgerichteten Programm, eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen, da sich erstmals auch die Sozialisten bereit fanden, mit der Rechten zusammenzuarbeiten und der Regierung außerordentliche Vollmachten zur Behebung der sozialen Krise zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herbstkrise 1934 ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Deschanel1.jpg|thumb|[[Estefán Gaeta d'Alejandro]], [[Präsident der Republik]] (1929-1936)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Sants-Igualde reagierte – von Präsident Gaeta bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Die Politik gegenüber der radikalen Rechten blieb daher ambivalent. Ein erster Höhepunkt der Gewalt war die Ermordung des Kommunistenführers [[Lorenzo Sabal]] im September 1934. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Krise steigerte sich von da an bis Ende Oktober 1934 zu einer handfesten Systemkrise. Auslöser war die Festnahme einer kleineren Gruppe von Faschisten, die für den Mord an Sabal verantwortlich gemacht wurden. Der faschistische [[Frente Fraternal]] unter der Führung von [[León Francês]] organisierte daraufhin Straßenproteste gegen die &amp;quot;unnationale Verschwörung&amp;quot; und forderte die Entlassung des Polizeipräsidenten. Als die Regierung daraufhin per Eil-Dekret ein Verbot des [[Frente Fraternal]] und mehrerer truppistischer Organisationen verabschiedete, eskalierte die Situation. Francês zog mit den Demonstranten am Abend des 1. November unter Schutz der Truppisten in Richtung Präsidentenpalast und forderte dort von Präsident [[Gaeta d'Alejandro]] die Ernennung Francês' zum Regierungschef. Trotzdem zögerte die Regierung Sants mit dem Einsatz bewaffneter Truppen, da sie sich der Loyalität der Staatsorgane nicht mehr sicher war. Stattdessen bat Sants Präsident Gaeta darum, den Ausnahmezustand zu erklären. Dieser reagierte am Morgen des 2. November 1934: Er entließ Sants aus seinem Amt, ernannte Innenminister [[Joán Cesar Negrín]] zum neuen Regierungschef und übetrug die Exekutivgewalt auf General [[Alfonso Cabarel]], der mit Armeetruppen anrückte. Unter dem Eindruck der gesteigerten militärischen Präsenz löste sich der rechtsgerichtete Demonstrationszug auf. Francês und mehrere Mitstreiter wurden festgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vielfach als Putschversuch interpretierte Aktion der Faschisten und die zögerliche Haltung der Regierung wirkte in der sagradischen Öffentlichkeit wie ein Schock. Die Nationalversammlung setzte ein parlamentarisches Untersuchungsgremium ein, das bereits in den ersten Sitzungen zu einem vernichtenden Urteil über das Regierungshandeln kam. Ministerpräsident Negrín erklärte daraufhin nach nur wenigen Wochen im Amt seinen Rücktritt. Stattdessen wurde nun eine neue [[Kabinett Dini I|Konsensregierung]] unter Führung des parteilosen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] ernannt. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte und das einen breiten Konsens der politischen Parteien von linker und rechter Mitte abdecken sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volksfrontwahl 1936 ====&lt;br /&gt;
Die Krise 1934 hatte vor allem innerhalb der politischen Linken für Aufregung gesorgt und die sich seit 1932 vollziehenden Annäherungsprozesse zwischen den zerstrittenen Linksparteien beschleunigt. Treibende Kraft des Sammlungsprozesses war der Sozialistenführer [[Santiago Laval]], der angesichts der Gefahr von Rechts und der anhaltenden sozialen Krise eine vereinigte republikanische Linke zur Abwehr rechter Angriffe auf Republik und Arbeiterschaft zu organisieren suchte. In Person des neuen KP-Chefs [[Narcís Colom]] fand Laval schließlich einen Mitstreiter, der die Kommunisten erstmals für die republikanische Zusammenarbeit öffnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936|Aprilwahlen 1936]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partíu Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Nach Bildung der Volksfront drängten die Linksparteien auf einen Regierungswechsel zu ihren Gunsten. Zwar hatte die Regierung Dini bereits sozial konsolidierende Maßnahmen im Sinn einer keynesianischen Nachfragepolitik zur Bekämpfung der Krise eingeleitet, den Linksparteien ging dies aber nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Wahlen ging schließlich die oppositionelle [[Volksfront]] aus [[PS|Sozialisten]], [[PCS|Kommunisten]] und [[PRR|Radikalen]] als deutlicher Sieger hervor. Zum ersten mal fand sich nun eine linke Mehrheit unter Einschluss der Kommunisten für eine Regierungsbildung bereit. Mit deutlicher Mehrheit wählte die Kammer den sozialistischen Kandidaten [[Santiago Laval]] zum neuen Präsidenten der Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präsidentschaft Laval und Golenkrise (1936-1937) ====&lt;br /&gt;
Mit [[Santiago Laval]] zog zum ersten Mal ein Sozialist in den [[Plazarenya]]-Palast ein, ein entscheidender Schritt zur vollständigen Integration der sozialistischen Bewegung in den parlamentarischen Staat. Laval ernannte eine sozialistisch-radikale Minderheitsregierung unter Führung des rechten Sozialisten [[José António Saviola]], in der die meisten und die einflussreichsten Ministerien von erfahrenen Ministern des [[Partíu Radical]] geführt wurden. Zwar blieb der [[Partíu Comunista Sagradês|Partíu Comunista]] außerhalb der Regierung, unterstützte diese aber im Parlament. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Saviola führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Zudem trat anstelle der kirchlich und gewerkschaftlich organisierten &amp;quot;Arbeitslosenhilfefonds&amp;quot; erstmals eine staatliche Arbeitslosenversicherung eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hatte die Volksfront von Beginn an mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders der schwelende [[Golische Bürgerkrieg]] drohte immer mehr auf sagradischen Boden überzuschwappen. Die unter Kommunisten gehegten Sympathien für die Unabhängigkeit Golens belasteten die Beziehungen innerhalb der sagradischen Regierung ebenso wie zwischen Sagradien und der mikolinischen Nationalregierung unter [[Pier Ulisse]]. Als die Regierung Saviola es ablehnte, eine Reihe nach Sagradien geflüchteter, des Hochverrats angeklagter Golen an Mikolinien auszuliefern, kam es im Sommer 1936 - nur wenige Wochen nach dem Machtwechsel zur Linken – zu einer heftigen diplomatischen Krise ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf mikolinische Truppen auf sagradisches Staatsgebiet vordrangen, um golische Terroristen zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die mikolinischen Truppen binnen weniger Tage die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, jedoch zu keiner Kriegserklärung. Der Völkerbund erwirkte einen dreimonatigen Waffenstillstand ([[Marrel-Moratorium]]), in dem es aber zu mehreren kleineren Zusammenstößen kam. Erst unter intensiver Vermittlung der internationalen Mächte unter Androhung eines internationalen Krieges erreichte die Staatengemeinschaft den Rückzug Mikoliniens aus den besetzten Gebieten mit Ausnahme kleinerer Stützpunkte im [[Celistal]] und Teilen des [[Ambristals]], die noch weitere Jahrzehnte besetzt blieben. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Lösung dieser Frage gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausgang der Golenkrise wurde als schwere Niederlage der neuen Linksregierung gewertet, der ihr abwartendes Verhalten als Schwäche ausgelegt wurde. Abgesehen davon, dass die pazifistischen Sozialisten eine kriegerische Auseinandersetzung ablehnten, waren der Regierung aber weithin die Hände gebunden, da sich das Militär vielerorts kaum bereit zeigte, den Befehlen des sozialistischen Verteidigungsministers zu gehorchen. Es zeigte sich das schwere Autoritätsproblem, das die Volksfrontregierung von Beginn an gegenüber Teilen des Militärs besaß, auch wenn sich der Großteil des Militärs noch loyal zeigte und es in der Folge zu einer Reihe von Disziplinarverfahren gegen renitente Offiziere kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auflösung der Volksfront und Laval-Attentat (1937-1938) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Laval1.jpg|thumb|[[Santiago Laval]], [[Präsident der Republik]] (1936-1938)]]&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten, wo radikale antikommunistische und autoritäre Kräfte zunehmend an Einfluss gewannen. Der auf dem Parteitag der [[Volksunion]] in [[Noyar]] Ende 1936 zum Parteichef gewählte [[Manuel Sants-Igualde]] vertrat das Konzept einer Verfassungsreform zur Stärkung der präsidialen Exekutive gegenüber dem Parlament und der Berücksichtigung korporatistischer Elemente in der Verfassung, um die Herrschaft der Linksparteien im Parlament einzuschränken. Die Rechten hofften vor allem, die Einführung einer Direktwahl zum Präsidentenamt könnte ein rechtes Gegengewicht gegen die Parteien der Linken schaffen und die Volksfrontmehrheit aufbrechen. Während sich diese Positionen noch auf dem Boden der parlamentarischen Verfassung befanden und weitverbreitete Reformvorstellungen reflektierten, setzten sich Teile der Parteijugend der UP, der sogenannten [[Jungzirkel]] für einen deutlich weitergehenden Verfassungsumbau in Richtung einer autoritären Herrschaft ein. Diese Radikalen gewannen zwar Ende der 1930er Jahre an Einfluss, ohne sich aber gegenüber den gemäßigten Kräften in der Partei durchsetzen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Beginn an sah sich die Regierung der Volksfront heftigen Angriffen von bürgerlicher Seite und aus dem Kreis der Unternehmerverbände ausgesetzt. Im Parlament verweigerten die katholische Rechte und weite Teile der Liberalen der Regierung jegliche Zusammenarbeit. Hinzu kamen bald nach ihrer Bildung bereits heftige Spannungen innerhalb des Linksbündnisses, vor allem zwischen gemäßigten und bürgerlichen Kräften und dem radikalen Flügel der Kommunisten. Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|zweite Regierung Saviola]], seit April 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón II|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention, womit das Volksfrontbündnis mit den Kommunisten endgültig zerbrach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer Regierung der Rechten und die Auflösung der Nationalversammlung. Laval suchte aber vergeblich nach neuen Mehrheiten und betraute nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Als Folge löste der Präsident schließlich die Kammern auf und setzte Neuwahlen zum Parlament an. Die Regierung Colón blieb vorerst geschäftsführend im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entscheidung Lavals führte zu heftigen verbalen Angriffen der Rechten auf den Präsidenten, der als einseitig und klassenkämpferisch diffamiert wurde. Im aufgeheizten Klima des Wahlkampfs wurde Laval schließlich am Abend des 21. Februar auf offener Straße angeschossen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Präsident. Als Attentater wurde ein Mitglied der faschistischen [[División Negra]] überführt, die trotz Verbots 1936 im Untergrund weiterarbeitete. Als Interimspräsident wurde der liberale Präsident des [[Rat der Republik|Rats der Republik]] [[Luciano Capón]] vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aprilwahlen 1938 und Regierung Sants ====&lt;br /&gt;
Aus den [[Aprilwahlen 1938]] gingen schließlich die Parteien der Rechten als Sieger hervor. Die zerstrittenen Parteien der ehemaligen Volksfront dagegen erlitten eine klare Niederlage, die auch durch die nationale Anteilnahme am Tod des ersten sozialistischen Präsidenten der Republik nicht verhindert werden konnte. Zu stark war die Enttäuschung auch vieler Linker über den Bruch der Volksfront und ihre politische und ökonomische Bilanz. Interimspräsident [[Luciano Capón]] wurde von der Nationalversammlung zum neuen Staatspräsidenten gewählt, neuer Regierungschef wurde der Wahlsieger [[Manuel Sants-Igualde]]. Dieser regierte in der Folge mit einer konservativ-liberalen Mehrheit im Parlament und suchte, sein Vorhaben einer Verfassungsreform durchzusetzen, wurde aber durch seine liberalen Koalitionspartner blockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sants setzte sich ein repressiver Kurs gegen radikale Kräfte auf der linken und rechten Seite durch. Gegenüber den Divisionisten legte Sants in der Folge eine harte Hand an den Tag und setzte das Verbot schließlich auch praktisch durch. [[León Francês]] blieb jedoch ohne Verurteilung, da er sich ins Ausland absetzen konnte. Gleichzeitig setzte die Regierung auch gegenüber der kommunistischen Linken auf repressive Maßnahmen und griff zum Instrument des Verbots und der Zensur im Namen von Republik, Staat und Volk. Die KPS blieb zwar von einem Verbot verschont, ihre Tätigkeit wurde aber stark limitiert und führende Politiker immer wieder wegen des Verdachts auf staatsgefährdende Tätigkeiten in ihrer Arbeit behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte Sagradiens im Zweiten Weltkrieg (1940-1945) ===&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Programm der „Comunión Nacional“ ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Brüning.jpg|thumb|[[Manuel Sants-Igualde]], [[Präsident des Ministerrats]] (1938-1941)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der aggressiven Außenpolitik Hitlers reihte sich Manuel Sants in die internationale Reihe der Appeasement-Politiker ein und suchte einen Krieg zu verhindern. Auch nach dem Angriff Deutschlands auf Polen im Herbst 1939 erklärte der Ministerpräsident, keinen Grund für eine sagradische Intervention zu sehen. Sagradien blieb in der Folge neutral, steigerte aber die Rüstungsausgaben. Mit Beginn der Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 stieg auch in Sagradien die Furcht vor einer Verwicklung in den Krieg. Die zahlreichen Anhänger eines Kriegseintritts auf Seiten der Alliierten verstummten mit zunehmendem Erfolg der Deutschen im Blitzkrieg. Der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni 1940 bestätigte die Regierung darin, dass ein neutrales Sagradien der beste Weg wäre, den befürchteten Angriff Deutschlands zu vereiteln. Am 1. Juni 1940 erklärte Premierminister Sants sein Programm der „Nationalen Kommunion“, in der das ganze Land die Integrität und Sicherheit der Nation verteidigen sollte. Im Zweiten Weltkrieg hielt das Land an der bewaffneten Neutralität fest und erklärte die Generalmobilmachung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage nach dem Waffenstillstand in Compiègne kam es am 30. Juni zu einer parlamentarischen Abstimmung über ein Ermächtigungsgesetz gegenüber der Regierung Sants, das der Exekutive erlauben sollte, exekutive und legislative Abwehrmaßnahmen gegen einen befürchteten deutschen Angriff zu ergreifen. Auch Bürgerrechte wie die Pressefreiheit und die Versammlungsfreiheit sollten betroffen sein. Das Gesetz erhielt schließlich eine knappe parlamentarische Mehrheit, nachdem auch Teile des [[Partíu Radical]] zugestimmt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Juni-Gesetze und Verschärfung der Situation ====&lt;br /&gt;
Mit dem durch den nationalen Notstand erklärten Juni-Gesetz 1940 schlug Sagradien in der Bedrohungssituation einen zunehmend autoritären Weg ein. Die Befugnisse der Regierung wurden extensiv gebraucht und die Presse deutlich eingeschränkt. Die öffentliche Meinung wurde durch Zensur kontrolliert, extremistische und staatsgefährdende Propaganda wurde grundsätzlich verboten. Dazu gehörte auch, dass Aktivitäten der Linksparteien zunehmend kriminalisiert wurden. Sozialistische Versammlungen wurden mit der Begründung aufgelöst, sie dienten dem Feind als Angriffsgrund und zwängen Sagradien in den Weltkrieg. Nach anhaltenden Protesten der Sozialisten folgten im August 1940 schließlich weitere Restriktionen gegen führende Politiker des [[Partíu Socialista]] und der Kommunisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Winter 1939/1940 wurden in Sagradien insgesamt zwölf Internierungslager errichtet, in denen im Laufe der Jahre Kriegsflüchtlinge, gestrandete ausländische Soldaten, aber auch Kommunisten, Syndikalisten und Pazifisten festgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Programm der &amp;quot;Comunión Nacional&amp;quot; stärkte zwar einerseits das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter Volksschichten im Zeichen der außenpolitischen Bedrohung, führte aber auch zu einer Exklusion opponierender Kräfte aus dem nationalen Konsens. Im Inneren kam es zudem zu Notstandsmaßnahmen, die die republikanischen Freiheitsrechte der Bevölkerung merklich einschränkten. Als Geheimdienst im Inneren fungierte dabei die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), neben der unabhängig der [[Ordre Secreto]] besondere Funktionen übernahm und direkt dem Premierminister unterstand. Vor allem Kommunisten und Trotzkisten, aber auch bekennende Faschisten gerieten ins Fadenkreuz der Behörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für den weiteren Kriegsverlauf sollte die Kontrolle über den [[Bretagnekanal]] werden, weswegen beide Kriegsseiten aktiv um die Gunst der Sants-Regierung in Sagradien warben. Bereits im Frühjahr 1940 hatte es britische Pläne gegeben, eine Invasionsarmee in die sagradische Bretagne zu entsenden, um den wichtigen Kanal unter Kontrolle zu bringen, ehe dies die Deutschen tun konnten. Diese wurden mit Rücksicht auf Sagradiens offiziellen diplomatischen Status aber nicht durchgeführt. Im Laufe des Jahres 1941 begann sich die öffentliche Meinung in Sagradien zum Krieg zu drehen. Die Zugeständnisse an Deutschland, mit dem Ziel die Neutralität zu wahren, wurden auch innerhalb der Nationalen Kommunion zunehmend unpopulär. Dazu kamen anhaltende Verletzungen der sagradischen Neutralität durch – angeblich versehentliche – deutsche Angriffe aus der Luft und auf See sowie Versuche, das Land durch Spione zu infiltrieren. Der Druck auf Sants, Deutschland den Krieg zu erklären, wurde in der zunehmend anti-deutsch gestimmten Öffentlichkeit immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kriegseintritt ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Poher.jpg|thumb|[[Luciano Capón]], [[Präsident der Republik]] (1938-1945)]]&lt;br /&gt;
Es kam in der Folge zu einem Zerwürfnis zwischen Sants und Präsident [[Luciano Capón]], der sich stärker an die Alliierten anlehnte und vor allem Großbritannien Unterstützung gegen die deutsche Bedrohung versprach. Als Santsa-Igualde den Präsidenten ultimativ aufforderte, sich seiner Neutralitätspolitik anzuschließen, wurde er im Dezember 1941, unmittelbar nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten, aus dem Amt entlassen. Zum Nachfolger ernannte Capón den parteilosen Finanzminister [[Sergio Rafael Dini]]. Sants blieb zwar Chef der Comunión, verlor ohne Regierungsamt aber zunehmend an Einfluss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung Capóns und Dinis erklärte [[Sagradien]] dem Deutschen Reich den Krieg und trat damit auf Seiten der Alliierten ins Kriegsgeschehen ein. Mit dem Kriegseintritt ging die Entscheidungsgewalt wesentlich auf Präsident [[Luciano Capón]] und den Oberbefehlshaber General [[Oscar Taglle Rodríguez]] über. Dagegen verlor die [[Nationale Kommunion]] schnell an Einfluss und wurde de facto aufgelöst. Unter [[Sergio Rafael Dini]] wurde zudem ein Kriegskabinett gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der sagradischen Kriegserklärung nahmen deutsche Truppen schlagartig [[Fidelfe]] und weitere Städte an der sagradischen Ostküste ein, um sich den Zugang zum Kanal zu sichern ([[Operation Roderich]]). Binnen weniger Tage brachten deutsche Truppen nun große Teile des sagradischen Nordostens unter ihre Kontrolle und setzten dort den entlassenen Stellvertreter Manuel Sants [[Caro Mêstre]] als Chef einer Gegenregierung mit Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] ein ([[Regierung von Fidelfe]]), die als deutsche Marionettenregierung fungierte. In den besetzten Gebieten begannen die Deutschen – unterstützt von sagradischen Kollaborateuren – mit der Verfolgung der sagradischen Juden. Gleichzeitig bildete sich eine [[Resistença|Widerstandsbewegung]], die vor allem von [[PCS|Kommunisten]] und [[PS|Sozialisten]] getragen wurde. Der Partisanenbewegung gelangen wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das Regime in Fidelfe im Sommer 1944 nachhaltig destabilisierte. Der Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 folgte der endgültige Sieg der sagradischen Truppen und der Alliierten gegen Deutschland und die Mêstre-Kollaborateure. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen der Regierung von Fidelfe im August 1944 gilt als endgültiges Ende des Zweiten Weltkriegs auf sagradischem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
=== Sagradien in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
==== Begründung des Nachkriegskonsenses (1945-1949) ====&lt;br /&gt;
Mit der Übertragung der gesamten Exekutivgewalt auf die [[Kabinett Dini II|Regierung Dini]] im Januar 1945 begann in Sagradien der zivile Wiederaufbau. Der Kriegszustand wurde beendet und die historische Zäsur zu einer Neubegründung der demokratischen Republik genutzt. Durch die Bedrohung des Krieges hatte sich nach den Auseinandersetzungen und Kämpfen der 1930er Jahre erstmals wieder ein nationaler Konsens etabliert, der genutzt werden sollte, auch dauerhaft ein Klima der Aussöhnung und der Zusammenarbeit über Lager und Klassen hinweg zu erreichen. Die Bürgerrechte wurden wieder in vollem Umfang eingesetzt und die verschärften Gesetze gegen Staatsfeinde wieder entschärft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 kam es schließlich erstmals seit 1938 wieder zu einer [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945|Parlamentswahl]]. Stärkste Kraft wurde die christdemokratische [[Volkspartei]] vor der [[PSU|Sozialistischen Partei]].&lt;br /&gt;
Die [[Volksunion]], die größte Rechtspartei der vergangenen Republik, hatte sich kurz vor der Wahl mit der linkskatholischen [[PDP]] zum [[Partíu Popular de Convergência]] vereinigt und hatte sich dabei ein stark von der katholischen Soziallehre geprägtes christdemokratisches Programm gegeben. 1947 folgte eine Neugründung im linken Lager, wo sich die [[PS|Sozialistische Partei]] mit kleineren Mitte-Links-Gruppierungen zur [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] vereinigten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag nach ihrer Konstituierung wählte die Versammlung 1945 [[Sergio Dini]] zum neuen Staatspräsidenten Sagradiens und den ehemaligen Ministerpräsidenten [[José António Saviola]] vom linksliberalen [[Partíu Radical]] zum neuen Präsidenten der Ministerrats, der die so genannte &amp;quot;[[Demokratische Koalition]]&amp;quot; aus Sozialisten, Christdemokraten, Kommunisten und Radikalen fortführte. In der Opposition dazu standen lediglich die konservativ-liberale Rechte, die jede Zusammenarbeit mit der kommunistischen Linken ablehnte, sowie mehrere Splitterparteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg hatte erreicht, dass die scharfen politischen und sozialen Konflikten der 1930er Jahre, die vor allem zwischen Linken und Rechten ausgefochten wurden, nun einem breiten nationalen Konsens und der Bereitschaft zur lagerübergreifenden Zusammenarbeit Platz machten. Die Partner der &amp;quot;Demokratischen Koalition&amp;quot;, von Kommunisten bis zu Katholiken, einigten sich daher auf ein umfassendes Wirtschaftsprogramm, das [[Sagradien]] zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollte. Der Markt, so der Konsens, sollte durch einen starken Staat gebändigt werden. Zugleich führte die Demokratische Koalition die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. [[Coesa]], [[SagraGas]]), der Montanindustrie (vgl. [[Sagracêr]], [[Ferrocel]]) sowie der Luftfahrt (vgl. [[Sagradêsa d'Aviación]]). Die Eisenbahn ([[RNFS]]) war bereits 1936 verstaatlicht worden. Die Automobilbranche wurde teiverstaatlicht (vgl. [[Zeda]], [[Cifa]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit gelang es der neuen Regierung, zentrale Streitfragen der Zweiten Republik im breiten Konsens zu lösen und die Polarisierung zwischen der Linken und der Rechten zumindest für eine gewisse Zeit lang zu überwinden. Gleichzeitig wurde an die Politik der [[Volksfront]]regierung der Dreißiger Jahre angeknüpft und der noch junge sagradische Wohlfahrtsstaat ausgebaut, der in den Folgejahren als Basis des ökonomischen Aufschwungs betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verfassungsrevision 1949/50 ====&lt;br /&gt;
Auch Verfassungspolitisch wagten die Koalitionäre Neuland und machten sich an eine umfassende Revision der [[Verfassung von 1893]], die vor allem der politischen Instabilität der vergangenen Jahrzehnte Abhilfe schaffen sollte. Zentrales Ziel der Reform war es, den Verfassungstext zu aktualisieren und zu modernisieren. Wichtigstes Vorhaben war es daher, einen Grundrechtekatalog in die Verfassung aufzunehmen, der die nur rudimentären Bestimmungen der Verfassung von 1893 umfassend ergänzen sollte. Dem Geist des Nachkriegskonsenses entsprechend wurde nun auch die Sozialpflichtigkeit des Eigentums festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich sollte aber auch die Regierungsstabilität erhöht und die Macht der parlamentarischen Exekutive gestärkt werden. Erstmals überhaupt wurde das Amt des Ministerpräsidenten auch offiziell in den Verfassungstext aufgenommen. Der Präsident der Republik ernannte zwar weiterhin die Minister, allerdings auf Vorschlag des Ministerpräsidenten, dessen faktisch bereits bestehende Rolle als Regierungschef damit konstitutionell verankert und zusätzlich gestärkt wurde. Schließlich sollte er die Politik der Regierung leiten und die Gesamtverantwortung tragen. Das Instrument des Misstrauensvotums wurde ausdrücklich an eine absolute Mehrheit der Abgeordneten gegen die Regierung gebunden, sodass das Prinzip des negativen Parlamentarismus auch formell in die Verfassung geschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konsens bestand zudem darin, dass der Senat, bisher gleichberechtigte zweite Kammer, an Kompetenzen einbüßen sollte, um die Handlungsmöglichkeiten der Regierungen zu erhöhen. Während aber Kommunisten und Sozialisten eine ersatzlose Abschaffung des Senats und den Übergang zum Einkammer-System befürworteten, wollten die bürgerlichen Parteien an der zweiten Kammer festhalten. Als Kompromiss einigte sich die gemeinsame Verfassungskommission der Nationalversammlung schließlich darauf, den Senat zu reformieren und zentraler Kompetenzen zu berauben, aber nicht gänzlich abzuschaffen. Aus dem symmetrischen wurde so ein asymmetrischer Bikameralismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl 1949]] entschieden die Wähler mit deutlicher Mehrheit für die Parteien, die sich für die Verfassungsrevision aussprachen. Die neu gewählte [[Nationalversammlung]] verabschiedete das Verfassungsgesetz schließlich am 30. August 1949 mit deutlicher Mehrheit und gab es damit zur Volksabstimmung frei. In einem Referendum am 1. November 1949 sprachen sich fast 80 Prozent der sagradischen Wähler für den neuen Verfassungstext aus, der daraufhin zum 1. Januar 1950 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginn der Ära Luciaro (1948-1953) ====&lt;br /&gt;
Bereits vor der Verabschiedung der neuen Verfassung war die Nachkriegskoalition aus Christdemokraten, Liberalen, Sozialisten und Kommunisten im Zuge des beginnenden Kalten Kriegs zerfallen. Die Frage der Westbindung der Regierung, vor allem der Inanspruchnahme der amerikanischen Marshallplan-Hilfe führte schließlich zum Bruch mit den Kommunisten, die das Kabinett im März 1947 verlassen mussten. Danach wurde die Koalition als ''Zentrumsblock'' ohne die Kommunisten fortgesetzt. Nach einer Regierungskrise Ende 1948 - die Radikalen verließen vorübergehend die Regierungskoalition – wurde Ilpa als Ministerpräsident durch den Christdemokraten [[Paulo Luciaro]] abgelöst, blieb aber als Außenminister in der Regierung. Die Koalition blieb damit stabil und wurde auch nach der [[Parlamentswahl 1949]] zunächst fortgeführt, bei der die Christdemokraten sich als stärkste Kraft behaupten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaro und Ilpa beteiligte sich Sagradien wesentlich am Aufbau eines westlichen Militärbündnisses, so 1948 am Brüsseler Pakt mit Großbritannien, Frankreich und den Benelux-Staaten sowie 1949 an der Gründung der NATO. In der Folge gehörte Sagradien unter den überzeugten Europäern Luciaro und Ilpa zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und beteiligten sich an den Projekten weiterer europäischer Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende der Amtszeit von Präsident [[Sergio Rafael Dini]] im Jahr 1950 fanden erstmals [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1950|Direktwahlen zum Präsidentenamt]] statt, bei denen der 81-jährige Dini auf eine Wiederwahl verzichtete. Bei der Wahl konnte sich der Kandidat der Radikalen, der ehemalige [[Außenminister]] und erste Generalsektetär der Vereinten Nationen, [[David Pizarro Cordês]] überraschend in der zweiten Runde gegen den Christdemokraten [[Amentino Xavier-Castrell]] durchsetzen. In der ersten Runde hatte er noch den zweiten Rang nur knapp vor Außenminister [[Santo de l'Ilpa]] belegt. Mit dem Diplomaten Pizarro Cordês erhielt das Amt eine stark repräsentative Prägung. Pizarro Cordês suchte zwar außenpolitisch Akzente zu setzen, verzichtete innenpolitisch aber auf eine aktive Rolle und wurde auch nicht mit ernsthaften Regierungskrisen konfrontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christdemokratische Vorherrschaft (1953-1962) ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Togliatti1.jpg|thumb|[[Paulo Luciaro]], [[Präsident des Ministerrats]] (1948-1959)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Austritt der Sozialisten aus der [[Kabinett Luciaro III|Regierung Luciaro]] endete 1953 die Zeit der großen Koalitionsregierungen aus Christdemokraten, Sozialisten und Radikalen. [[Paulo Luciaro]] blieb aber Ministerpräsident mit Unterstützung der Links- und Rechtsliberalen in der [[Abgeordnetenkammer]]. Bei der [[Parlamentswahl 1954]] erreichte die [[Volkspartei]] mit 42 Prozent der Stimmen das bis heute beste Ergebnis einer einzelnen Partei bei nationalen Wahlen in Sagradien. Die oppositionelle sozialistische [[ASUL]] dagegen fiel unter die 30-Prozent-Marke zurück und verlor für Jahre den Anschluss an die Christdemokraten. Diese regierten in der Folge in einer konservativ-liberalen Regierung mit den Parteien des liberalen Wahlbündnisses [[Unión Democrática]], das sich anlässlich der Parlamentswahl um [[PRR]] und [[MRL]] gebildet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschafts- und sozialpolitisch wurde nun im Bündnis mit den Liberalen eine stärker auf eine freie Marktwirtschaft ausgerichtete Politik verfolgt, ohne aber den Nachkriegskonsens aufzukündigen. Auf den sozialpolitischen Basisentscheidungen der Vorgängerregierungen gründend, wurde diese Politik von weiten Teilen der Bevölkerung als großer Erfolg empfunden, zumal der Nachkriegsboom nun in seine dynamischste Phase überging und für über ein Jahrzehnt wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit gleichzeitig ermöglichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch behielt die Regierung Luciaro jedoch den bisherigen Kurs bei und verfolgte weiterhin eine Politik der europäischen Integration. 1957 unterzeichnete Außenminister [[Carles María Ortega]] für Sagradien die Römischen Verträge, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft begründeten. Daneben bemühte sich die Regierung aber auch um eine Aussöhnung mit dem Nachbarn [[Mikolinien]], die 1955 schließlich in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] resultierte. Darin wurde die seit Jahrhunderten strittige Frage der Zugehörigkeit der golischen Gebiete endgültig geklärt und den in beiden Staaten lebenden golischen Minderheiten ebenso wie den sagradischen bzw. mikolinischen Minderheiten im jeweils anderen Staat umfassende Schutzrechte zugesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorherrschaft der Christdemokraten wurde auch bei der [[Präsidentschaftswahl 1955]] sichtbar, bei denen sich der langjährige [[Bürgermeister von Semest]] und [[Senat]]spräsident [[Fernando de la Roya]] deutlich durchsetzen konnte. Der christlich-soziale Roya wurde schnell zu einer parteiübergreifenden Integrationsfigur für die gesamte Nation und füllte damit stärker als sein Vorgänger die Rolle eines Landesvaters aus. Obwohl ein Anhänger großer Koalitionen beließ er es bei der eingespielten Mitte-Rechts-Koalition unter Führung [[Paulo Luciaro]]s, der eindeutig die prägende Politikerpersönlichkeit des Jahrzehnts und der gesamten Nachkriegsphase darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Luciaros Mitte-Rechts-Koalition bei der [[Parlamentswahl 1958]] erneut eine deutliche Mehrheit in der Abgeordnetenkammer gewonnen hatte, wurde die Regierung zunächst unter Luciaros Führung fortgesetzt, doch mehrte sich allmählich Kritik am Regierungschef, bei dem zunehmend Alterserscheinungen sichtbar wurden. Luciaro übergab schließlich 1959 sein Amt als Regierungschef an den bisherigen Finanzminister [[Carles Angel Favale]], der sich parteiintern gegen Luciaros Favoriten [[Dián Jocéntilo Sánchez]] und den Außenminister [[Carles María Ortega]] hatte durchsetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ende des sagradischen Kolonialreichs ===&lt;br /&gt;
Das sagradische Kolonialreich in Amerika, Afrika und Asien wurde nach dem 2. Weltkrieg schrittweise dekolonisiert. Ein wichtiger Schritt war dabei die Verfassung von 1949, in der die Überseekolonien zu autonomen Konföderationen der Sagradischen Republik mit eigenen Selbstverwaltungsrechten erklärt wurden. Ziel war es, die bisherigen Kolonien schrittweise und geordnet in eigene Verwaltung zu übergeben, ohne aber die geostrategische und ökonomische Bindung ans Mutterland ganz abreißen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Joannianen ====&lt;br /&gt;
Bereits die [[Volksfront]]regierung hatte mit der [[Joannianen|Joannianischen Union]] 1937 auf dem Boden der Kolonie [[Sagradisch-Ostindien]] einen semi-unabhängigen Staat im Pazifik geschaffen, innere Autonomie verliehen und damit den Grundstock für die Entwicklungen nach 1945 geschaffen. Die Entwicklungen auf den Joannianen verliefen jedoch weniger stabil als erhofft. Mehrere Putschversuche führten 1948 schließlich zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen. Massenproteste der Opposition gegen den autokratischen Machthaber [[James Motaro]] führten 1948 schließlich zum Aufstand und Bürgerkrieg, in dem sich die Befürworter der vollständigen Unabhängigkeit von Sagradien durchsetzen konnten. Die neue Regierung erklärte die Union für aufgelöst und rief die [[Joannianische Republik]] aus, die sich von Semest vollständig unabhängig erklärte. Die sagradische Regierung erkannte die Unabhängigkeit schließlich 1949 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Indien ====&lt;br /&gt;
Die Kolonialstädte in [[Sagradisch-Indien]] Vizagapatam, Masulipatnam und Cannanore wurden 1949 und 1954 per Vertrag an das unabhängig gewordene Indien übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Afrika ====&lt;br /&gt;
Als erste afrikanische Kolonie erhielt [[Sagradisch-Westafrika]] 1946 die Selbstverwaltung in Form der [[Westafrikanischen Föderation]] mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Infolge eines Unabhängigkeitsreferendums ging aus der Föderation 1955 die unabhängige [[Republik Belhami]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr wie Belhami, 1946, erhielten auch [[Sagradisch-Ostafrika]] (Rovuma) und [[Cenâu]] die Selbstverwaltung, die zusammen die [[Konföderation von Rovuma, Niassa und Cenâu]] bildeten. 1955 erklärte sich Rovuma/Niassa schließlich im Einvernehmen mit der sagradischen Regierung für vollständig unabhängig und bildete den [[Rovuma|Staat Rovuma]]. Die zur Kolonie gehörende Insel [[Cenâu]] blieb jedoch auf eigenen Wunsch hin sagradisch und ist heute eines der [[Überseegebiete]] der Republik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde die [[Konföderation von Ríu Ogüé und Cabinda]] als selbstverwaltendes Gebiet auf dem Boden der beiden Kolonien [[Ríu Ogüé]] und [[Sagradisch-Kongo]] gegründet. Die Konföderation endete 1956 durch die erklärte Unabhängigkeit der [[Republik Oguana]]. [[Cabinda]] folgte wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]], de facto bestehend aus den beiden Hafenstädten Hafun und Aluula, wurde 1949 in eine Konföderation der beiden Freistädte umgewandelt, die weiterhin mit Sagradien assoziiert bleiben sollten. Die Freistädte wurden jedoch 1960 nach Begründung der unabhängigen Republik Somalia auf dem Boden des britischen und des italienischen Teils annektiert und schließlich aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitgehend von Weißen bewohnte Siedlerkolonie auf den [[Inseln von Aziz]] wurde von Sagradien nicht als Kolonie, sondern als integraler Teil des Mutterlandes betrachtet und entwickelte keine vergleichbar starke Unabhängigkeitsbewegung wie auf dem afrikanischen Festland. Entsprechend war Aziz als eine der sagradischen Provinzen verfasst. Erst auf Druck einer zunehmend einflussreichen Autonomiebewegung hin erhielten die Inseln 1967 die innere Autonomie mit dem Status einer [[Sagradische Regionen|Autonomen Region]] der Sagradischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien in den 1960er und 1970er Jahren ===&lt;br /&gt;
==== Rückkehr der Sozialisten in die Regierung (1962-1967) ====&lt;br /&gt;
Unter Ministerpräsident [[Carles Angel Favale]] wurden zunehmend Probleme der deutlichen Vorherrschaft der Christdemokraten sichtbar. Anders als sein Vorgänger fehlten ihm wesentliche Integrationskompetenzen, stattdessen neigte der konservative Regierungschef eher dazu, das politische Feld zwischen Anhängern und Gegnern zu polarisieren. Es fehlte ihm aber auch an parteiinterner Macht zu einer starken Führung, die erst sich nach wie vor mit dem Parteivorsitzenden Luciaro teilen musste. In Kombination mit den Ansätzen einer gesellschaftlichen Liberalisierung gerieten die Christdemokraten nun in eine Krise, die bei der [[Parlamentswahl 1962]] zu deutlichen Verlusten für die Volkspartei führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kam es schließlich zur Bildung einer Großen Koalition aus [[PPC]] und [[ASUL]] unter dem bisherigen Innenminister [[Martín Ánibal Costa]]. Zuvor hatten die Sozialisten ihre Regierungsbeteiligung von einer Ablösung Favales abhängig gemacht, woraufhin Präsident De la Roya den beidseitig akzeptablen Costa mit der Regierungsbildung beauftragt hatte. Favale blieb als Finanzminister im [[Kabinett Costa|Kabinett]], für die Sozialisten wurde [[Iacovo Del Pérez]] Vizepremier und Außenminister. Anders als zehn Jahre zuvor blieb die Zeit der nunmehrigen Großen Koalition aber nur eine Übergangsphase. Von Beginn an fehlte es den Koalitionspartnern an gemeinsamen Politikprojekten, die einen politischen Konsens und ein längerfristiges Regierungsprogramm begründet hätten. Nach nicht einmal einem Jahr im Amt zerbrach die Koalition, woraufhin Präsident Roya mit Zustimmung der beiden Regierungsparteien erstmals die [[Abgeordnetenkammer]] auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Parlamentswahl 1963|Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember 1963]] gingen schließlich erstmals in der Nachkriegszeit die Sozialisten als knapp stärkste Partei hervor. Deren Generalsekretär [[António Santiago]] erhielt von Präsident Roya den Regierungsbildungsauftrag und konnte sich nach schwierigen Koalitionsverhandlungen schließlich auf eine Koalition seiner [[ASUL]] mit den beiden liberalen Parteien [[PRD]] und [[UDS]] einigen. Die innerlich zerstrittenen Christdemokraten dagegen wurden erstmals überhaupt in der Nachkriegszeit in die Opposition verbannt, wo ein schwieriger Neuordnungsprozess und ein handfester Machtkampf um die Parteiführung ausgetragen wurden. Aus diesem ging schließlich [[Carles Angel Favale]] als Sieger hervor, der 1964 die Führung von Partei und Opposition übernahm. Sein Konkurrent [[Carles María Ortega]] konnte sich dagegen bei der [[Präsidentschaftswahl 1965]] als Nachfolger von Ariel de la Roya durchsetzen, der nach zehn Jahren nicht erneut kandidieren konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Führung der Sozialisten wurde die große Linie der bisherigen Nachkriegspolitik im Grunde fortgesetzt. Vor allem außenpolitisch knüpfte die Mitte-Links-Koalition an die Politik der Vorgängerregierungen an und suchte sowohl die europäische Integration als auch die Zusammenarbeit mit [[Mikolinien]] (in Form von Dreistaatengesprächen mit Mikolinien und [[Sancristo]]) fortzuführen. Die Koalition bemühte sich aber um eine innenpolitische Liberalisierung und setzte unter dem jungen [[Erziehungsminister]] [[Joán Caval]] eine umfangreiche Bildungsreform durch, die die höheren Bildungseinrichtungen stärker als bislang auch für Arbeiterkinder und Mädchen öffnen sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regierungschef António Santiago verstarb im Juni 1964 nach nur wenigen Monaten im Amt an den Folgen eines Herzinfarktes. Nachfolger wurde sein Parteifreund und bisheriger Außenminister [[Iacovo Del Pérez]], der die Regierungskoalition mit den Liberalen fortsetzte. Diese geriet seit 1966 aber in zunehmende wirtschaftspolitische Gegensätze, nachdem es zu einer deutlichen Flaute in der Konjunktur gekommen war, die den Nachkriegsboom vorerst beendete. Da sich Sozialisten und Liberale nicht auf eine gemeinsame Lösung der Krise einigen konnten, zerbrach die Koalition Ende 1966. Dem Austritt der UDS-Minister aus dem Kabinett folgte Anfang 1967 schließlich ein Misstrauensvotum gegen Del Pérez in der Abgeordnetenkammer, woraufhin Präsident [[Carles María Ortega]] das Parlament vorzeitig auflöste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konservative Regierung und gesellschaftlicher Reformaufbruch (1967-1970) ====&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Parlamentswahl 1967]] ging schließlich die oppositionelle [[Volkspartei]] wieder als Sieger hervor. Deren Vorsitzender [[Carles Angel Favale]] wurde zum zweiten Mal zum Regierungschef einer Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] ernannt, die jedoch von der Unterstützung der linksliberalen [[PRD]] abhängig war. Das politische Führungspersonal blieb damit im wesentlichen das Alte. Doch zeichnete sich bei der Wahl auch der Keim neuer politischer Instabilität ab. Mit der [[MFP|Volksbruderschaftsbewegung]] des Publizisten [[António Blanxard Rovira]] zog eine neue populistische Kraft ins Parlament ein, die vor allem die Unsicherheit großer Teile der Bevölkerung mit der zunehmenden Modernisierung des Landes und der sich abzeichnenden gesellschaftlichen Liberalisierung repräsentierte. Mit Parolen gegen den angeblich sozialistischen Konsens der dominierenden Parteien und gegen die Steuerlast des Sozialstaates bediente die Bewegung Ressentiments und Abstiegsängste besonders des zunehmend marginalisierten Alten Mittelstandes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite drängte aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung und der jüngeren Eliten auf weitergehende gesellschaftliche Reformen und eine Öffnung des als erstarrt empfundenen sozialen Systems und der moralischen Standards. Sichtbarster Ausdruck dieses Bestrebens wurde bald schon die linke Studentenbewegung, die in der neuen konservativ-liberalen Regierung und besonders in ihrem Chef Favale das kapitalistisch-reaktionäre Feindbild sah. Viele Protestaktionen richteten sich gegen den autoritären Geist der konservativen Gesellschaft, gegen den nach Meinung vieler Studenten und Intellektueller um sich greifenden Materialismus der Wohlstandsgesellschaft und gegen die sich ausbreitende Technokratie. Neben konkreten Zielen, wie Verbesserung der Studienbedingungen, Demokratisierung der Hochschulen sowie der Gesellschaft und einem Ende des Vietnamkriegs, standen auch unterschiedliche Forderungen nach einer anderen Gesellschaft und nach einer Überwindung der rigiden konservativen Sexualmoral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proteste der Studenten, die bereits Ende 1967 begonnen hatten und verschiedene Ziele gleichzeitig verfolgten, mündeten im Folgejahr schließlich in einer politischen Krise, nachdem es im April 1968 bei der Besetzung der [[Luis-Cavaller-Universität]] in [[Semest]] zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war, bei denen ein Student tödich verletzt wurde. Es kam in der Folge zu heftigen Anschuldigungen gegen die Regierung und zu weiteren Demonstrationen, die im Juli schließlich in einer Regierungskrise mündeten, nachdem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eine Mitschuld des damaligen Innenministers [[Santiago Quixón]] festgestellt hatte. Der Austritt der liberalen Minister aus der Regierung zwang [[Carles Angel Favale]] schließlich, Quixón und den zuständigen Staatssekretär zu entlassen und eine umfangreiche Aufklärung zuzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Uni%C3%B3n_de_Frente_Fraternal&amp;diff=34182</id>
		<title>Unión de Frente Fraternal</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Frente Fraternal''' ('''FF''', deutsch ''Brüderfront'') war eine faschistische Partei in [[Sagradien]], die von [[León Francês]] geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen [[Truppismus|Truppisten]] und eine Vorgängerorganisation der [[División Negra]]. Der Frente Fraternal wurde 1929 gegründet und erreichte bei den [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1932|Parlamentswahlen 1932]] beachtliche Stimmengewinne. León Francês führte danach die gewaltsam auftretende Rechtsopposition an und führte im Oktober 1934 eine rechtsgerichtete Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die letztlich zurückgeschlagen werden konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der Partei bestand sie im Wesentlichem im Untergrund weiter und war eng it der [[División Sagradêsa de Ofensiva Popular]] verbunden, die als Nachfolgeorganisation der FF angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideologie ==&lt;br /&gt;
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft. Die Machtergreifung Hitlers 1933 wurde von der Frente Fraternal begrüßt und als Sieg der &amp;quot;nationalen&amp;quot; Bewegung in Europa gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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