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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philipp_von_Valier&amp;diff=35382</id>
		<title>Philipp von Valier</title>
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		<updated>2017-04-25T20:48:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.156.242: /* Thronbesteigung und Regierungsjahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Jacopo_Boncompagni.jpg|thumb|Philipp von Valier (Gemälde von [[Don Cabal]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Philipp von Valier''' (von Sagradien) (*1515; †1552) war ein Vertreter des sagradisch-tulinesischen Herrscherhauses [[Santori]], als Nachfolger seines Onkels [[David I.]] [[Conte von Tulis]] (1543-1552) und als Ehemann und Mitregent der sagradischen Monarchin [[Johanna I.]] [[König von Sagradien]] (1543-1552). Als solcher wird er auch als '''Philipp VIII.''' geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Aufstieg ===&lt;br /&gt;
Filipe de Valier wurde 1515 als Sohn von [[Danadier de Sántori]], [[Fürst von Valier]] und seiner Frau Anna von Vierna geboren. Er war damit ein ein Urenkel König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] und Neffe König [[David I.|Davids I.]] von Sagradien und Tulis. 1516 starb Filipes Vater und der Knabe erbte bereits als Einjähriger dessen Titel als Fürst von Valier. Er war in der Folge als Filipe de Valier bekannt und wurde am Hof seines Onkels David in Tulis gemeinsam mit dem etwa gleichaltrigen Thronfolger [[Don Andrés Piero]] erzogen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seines Vetters und Freundes Don Andrés Piero im Jahr 1534 verheiratete König David I. seinen Schützling Filipe 1535 mit seiner Tochter [[Johanna I.|Joana María]] und machte ihn zum [[Herzog von Bordez]]. Wenig später wurde Filipe Statthalter Davids I. in Servette. 1539 zum [[Fürst von Sarmay|Fürsten von Sarmay]] ernannt, trat Filipe immer deutlicher als potenzieller Nachfolgekandidat um die sagradische Krone auf und es kam noch zu Lebzeiten Davids zum Machtkampf zwischen Filipe und seinem Onkel [[Johann III.|Joán de Sántori]], der ebenfalls die Nachfolge seines Bruders anstrebte. Nach der Geburt eines gemeinsamen Sohnes bestimmte David I. in seinem Testament  von 1539 seinen Enkel ''David Filipe'' zum Erben und seine Tocher Johanna und den ambitionierten und fähigen Filipe zu Regenten in Sagradien, sah aber eine Aufteilung des santorischen Weltreichs vor, um einen langen Erbfolgekrieg zu verhindern. Dies wiederum wollte Filipe nicht akzeptieren und es kam zum Bruch zwischen ihm und seinem königlichen Schwiegervater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. im Herbst 1543 ließen sich Filipe und Johanna in Servette zum neuen König von Sagradien und Portugal und zu Königin Johanna I. ausrufen. Da Tulis jedoch an [[Johann III. von Portugal]] fiel, war der Zerfall des Davidinischen Weltreiches (&amp;quot;Impêriu Davidês&amp;quot;) und in der Folge der Niedergang Sagradiens zur Mittelmacht nicht mehr aufzuhalten. Philipp und Johanna verlegten die Hauptstadt vom freiheitlichen [[Tulis]] zunächst nach [[Vierna]] und wenig später ins provinziellere [[Semest]]. Bis zu seinem Tod 1552 musste Philipp immer wieder mit Adelsaufständen gegen seine Herrschaft fertig werden, die die Herrschaft des Königs unterminierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Philipp von Valier im Jahr 1552 starb, war das Königtum Philipps und Johannas in Sagradien etabliert. Johanna regierte fortan alleine, ehe sie 1575 zugunsten ihres Sohnes [[Danadier I.]] abdankte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.156.242</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_III._von_Portugal&amp;diff=35381</id>
		<title>Johann III. von Portugal</title>
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		<updated>2017-04-25T20:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.156.242: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann III.''' (port. ''Dom João III''), genannt „der Fromme“ (''O Piedoso'' oder ''O Pio'') (* 6. Juni 1502 in Allécapo; † 11. Juni 1557 in Lissabon) war der fünfzehnte König von Portugal (1543-1557) und der zweite aus dem [[Haus Santori]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Zeit als Prinz ===&lt;br /&gt;
Joán de Sántori wurde 1502 als vierter Sohn von [[Filipe de las Marcas]] und [[Catarina de Sántori]] in Allécapo geboren. Seine Mutter war kurz zuvor zur sagradischen Königin ausgerufen worden, unterlag im Kampf um die Krone jedoch ihrem Onkel [[Peter I.]] von Servette, der sich an ihrer Statt zum Monarchen erhob. Joán war zugleich ein Enkel der portugiesischen Prinzessin Beatrice d'Avis und jüngerer Bruder von [[David I.]], der 1509 als Nachfolger von Peter I. den sagradischen und 1521 schließlich als Ehemann von [[Luisa d'Avis]] und Erbe Manuels I. den portugiesischen Thron bestieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als sein Bruder David wuchs Johann nicht in den Niederlanden auf, sondern wurde von katholischen Mönchen erzogen, die ihn zu einem tiefgläubigen Mann machten. Längere Zeit lebte er bei seiner Tante Eleonore von Santori, der Ehefrau Manuels I., am portugiesischen Königshof. Als David I. dann 1521 den portugiesischen Thron beanspruche, kämpfte Johann an der Seite seines Bruders und wurde schließlich dessen Statthalter und Vizekönig in Portugal. Nach dem Tod seines Neffen [[Don Andrés Piero]] im Jahr 1534 folgte Johann seinem Bruder David als Präsumptiverbe der Krone nach und drängte in der Folge immer aktiver darauf, von David I. als Erbe eingesetzt zu werden. Härtester Konkurrent Johanns war sein Neffe [[Philipp von Valier|Philipp]], Sohn seines verstorbenen älteren Bruders [[Danadier von Valier]] und mit Davids ältester Tochter [[Johanna I.|Johanna]] verheiratet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Erbteilungsplan aus dem Jahr 1540 wurde Johann schließlich als Nachfolger Davids auf dem portugiesischen Thron benannt. Als David I. 1543 starb, bestieg Johann dementsprechend den Thron in Lissabon als König von Portugal, während seine Nichte [[Johanna I.]] und sein Neffe [[Philipp von Valier|Philipp]] gemeinsam den sagradischen Thron erbten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Johann III. ging als der König in die portugiesische Geschichte ein, der die Inquisition ins Land holte. Bereits Manuel I. hatte 1496, dem Beispiel der Katholischen Könige in Spanien folgend, die Juden aus Portugal vertrieben, gleichzeitig aber erlaubt, dass Juden, die zum christlichen Glauben übertraten, bleiben durften. Vermutlich hingen viele dieser „Neuen Christen“ (Cristãos-Novos), die ja nicht freiwillig zum katholischen Glauben übergetreten waren, insgeheim aber weiterhin ihrer alten Religion an. Johann III. beauftragte deshalb die Inquisition mit der Untersuchung der Glaubenspraktiken der „Neuen Christen“. In den nächsten 200 Jahren wurden in Portugal 1454 Personen von der Inquisition zum Tode verurteilt. Johann III. erlaubte zudem auch den Jesuiten, sich im Lande niederzulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch konzentrierte sich Johann III. in der Nachfolge seines Bruders auf den Erwerb von überseeischen Kolonien. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes. 1545 wurde Salvador da Bahia Hauptstadt Brasiliens. Unter Johann III. wurden Aden, Diu, Celebes, Maskat und Sur erobert. Er verzichtete auf die Philippinen und sicherte dafür die Molukken. 1557 wurde Macao, die erste portugiesische Handelssiedlung im Kaiserreich China, gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Am 15. Februar 1525 heiratete Johann in Lissabon Katharina von Kastilien (* 14. Januar 1507; † 12. Januar 1578), Tochter von Philipp dem Schönen und der Johanna der Wahnsinnigen. Sie war somit auch eine Schwester des römisch-deutschen Kaisers Karl V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Katharina hatte er folgende Kinder:&lt;br /&gt;
* Alfons (* 1526; † 1526)&lt;br /&gt;
* Maria (* 15. Oktober 1527; † 12. Juli 1545), durch Heirat Königin von Spanien ∞ 1543 Philipp II., König von Spanien&lt;br /&gt;
* Isabella (* 1529; † 1529)&lt;br /&gt;
* Beatriz (* 1530; † 1530)&lt;br /&gt;
* Emanuel (* 1531; † 1537)&lt;br /&gt;
* Philipp (* 1533; † 1539)&lt;br /&gt;
* Dionysos (Dinis) (* 1535; † 1537)&lt;br /&gt;
* [[Johann Manuel von Portugal|Johann Manuel]] (* 1537; † 1554), Kronprinz von Portugal, ∞ 1552 Johanna von Spanien (1535–1573)&lt;br /&gt;
* Anton (* 1539; † 1540)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da alle Söhne von König Johann III. vor diesem starben, folgte ihm sein Enkelsohn [[Sebastian (Portugal)|Sebastian I.]] auf dem portugiesischen Thron nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.156.242</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Saloanische_Lande&amp;diff=35380</id>
		<title>Saloanische Lande</title>
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		<updated>2017-04-25T20:39:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.156.242: /* Liste der sagradischen Statthalter in Servette */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Herzogtum Servette''' (seit 1669 als '''Großherzogtum Servette''' bezeichnet) war ein frühneuzeitlicher Staat im Süden der [[Mikolinische Halbinsel|mikolinischen Halbinsel]], der im Spätmittelalter aus dem als '''Servettinische Lande''' (''Paeses Servettenses'') bezeichneten Herrschaftskonglomerat der [[Haus Servette|Herzöge von Salua und Servette]] entstand und im Zuge des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] (1383-1443) und der folgenden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] zwischen Sagradien und Mikolinien seine Unabhängigkeit vom [[Königreich Mikolinien|mikolinischen Königtum]] erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Herzogtum Servette'' bezieht sich genau genommen nur auf einen Teil des metonymisch als solches bezeichneten Territorialkomplexes, zu dem daneben auch das [[Herzogtum Salua]], das [[Fürstentum Marbore]], das [[Fürstentum Saséia]] sowie zeitweise auch die [[Grafschaft Feiroa]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aussterben des ursprünglichen Herzogsgeschlechts des [[Haus Servette|Hauses Servette]] im Jahr 1505 ging das Herzogtum in den Besitz der sagradisch-tulinesischen Herrscherdynastie [[Santori]] über und blieb bis 1669 im Besitz der sagradischen Könige, die meist auch zugleich als Herzöge von Servette und Salua sowie Fürsten von Marbore und Saséia regierten und in den Servettinischen Landen von Statthaltern vertreten wurden. Erst im [[Frieden von Villágua]] 1669, der den [[Asumarischer Krieg|Großen Asumarischen Krieg]] beendete, erkannte König [[Karl IX. von Mikolinien]] auch offiziell die staatsrechtliche Souveränität des Herzogtums an, erreichte jedoch die Trennung der Herzogswürde von der sagradischen Königskrone. Der sagradische König [[Gabriel VII.]], der bis dahin nominell auch Herzog von Servette gewesen war, gab das Herzogtum daraufhin seinem jüngeren Sohn Luis Filipe, der daraufhin als [[Ludwig Philipp I. von Servette]] den Titel eines ''Großherzogs'' annahm und die santorische Sekundogenitur Santori-Servette begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod [[Karl V. Philipp von Servette|Karls V.]] im Jahr 1701 starb die servettinische Linie der Santori in männlicher Linie aus, woraufhin König [[Georg I. von Mikolinien]] erneut Anspruch auf die südlichen Lande erhob. Im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] (1703-1710) gelang es ihm, seine Ansprüche durchzusetzen. Mit der Union von 1711 kehrte Servette endgültig wieder in den mikolinischen Staatsverbund zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Servette unter den Herzögen aus dem [[Haus Servette]] === &lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Herzogtums Servette - ursprünglich Grafschaft - liegen im weitläufigen Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel, das den [[Haus Salua|Herzögen von Salua]] als Hausmacht diente. Seit 1055 trugen die Herzöge von Salua auch den Titel der Grafen von Servette und konnten ihrem Besitz durch Heiratsverbindungen und Pfandschaften große Teile [[Lukien]]s, der [[Fanata]] und [[Correra]]s hinzufügen. Der Tod König [[Michael III. von Mikolinien|Michaels III.]] 1064 eröffnete eine Reihe von blutigen Bürgerkriegen zwischen den Saloanern und dem [[Haus Lonea]] um die Krone Mikoliniens, die als [[Temp de Sang]] bekannt wurden. Der saloanische König [[Karl I. von Mikolinien|Karl I.]] erhob seinen jüngeren Sohn [[Karl II. von Mikolinien|Karl Graf von Servette]] 1198 zum Herzog von Servette und begründete damit das Herzogtum. Nach dem Tod seines älteren Bruders [[Joseph III. von Mikolinien]] bestieg Karl 1214 selbst den mikolinischen Thron und gab das Herzogtum an seinen jüngeren Sohn [[Richard I. von Mikolinien|Richard]]. Nachdem dieser als Richard I. selbst den Thron bestiegen hatte, gab er das Herzogtum 1227 an seinen jüngeren Bruder [[Heinrich I. von Servette|Heinrich]] ab, der als Heinrich I. schließlich das [[Haus Servette]] als Nebenlinie der Saloanerdynastie begründete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Urenkel [[Anton I. von Servette]] versuchte nach dem Aussterben der Hauptlinie des Hauses Salua 1313 vergeblich, den mikolinischen Thron zu übernehmen und unterstützte schließlich seinen Schwiegersohn [[Martin der Gute|Martin von Gerón]], der sich nach geglückter Übernahme des Throns mit umfangreichen Privilegien erkenntlich zeigte. Zu Zeiten der [[Union von Alagua]] gehörten die Servettinischen Herzöge zu den mächtigsten Herren des Reichs, standen aber in Konkurrenz zum Haus der [[Haus Interea|Grafen von Interea]], einer jüngeren illegitimen Nebenlinie der [[Salua]]-Könige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Mikolinische Revolution|Revolution von 1386]] unterstützten die Servettiner nur zögerlich [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]] und ließen sich ihre militärische Hilfe im folgenden Krieg gegen Sagradien teuer erkaufen. Herzog [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] erreichte schließlich durch geschicktes Taktieren im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] eine weitreichende Unabhängigkeit von der nun beim [[Haus Interea]] liegenden mikolinischen Krone. Während er anfänglich [[Karl VI. von Mikolinien|Karl VI. von Interea]] unterstützt hatte, wechselte er bald die Seiten und verheiratete seinen Neffen [[Anton II. von Servette|Anton]] mit der sagradischen Prinzessin Maria von Vesaey. 1420 begann er einen [[Servettinisch-Loneischer Krieg|Krieg gegen die Herzöge von Lonea]] und erklärte sich in dessen Verlauf 1425 zum ''legitimen König von Mikolinien''. Da er zwei Jahre später jedoch starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, blieben seine Ansprüche folgenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sein potenzieller Nachfolger, sein Neffe Anton sich in loneischer Gefangenschaft befand, übernahm seine Schwester [[Margarete von Servette]] die Herrschaft. Sie erreichte schließlich die Freilassung Antons und schloss 1429 Frieden mit Lonea, der den Bürgekrieg der ''Servettenses'' und ''Loneistes'' schließlich beendete. Anton II. übernahm die Herzogskrone 1432 von seiner Tante, die wenig später starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Nachfolgewirren gingen die Servettenses aus dem Sechzigjährigen Krieg gestärkt hervor und bildeten nach dem [[Friede von Tesqué]] 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Sechzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als ''Servettinische Lande'' bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich im Süden der mikolinischen Halbinsel, während sich die Macht der mikolinischen Könige auf die mittelmikolinischen Provinzen [[Piranien]] und [[Lonea]] konzentrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servettinische Kriege ===&lt;br /&gt;
Auf Herzog Anton II. folgten nacheinander seine beiden Söhne [[Philipp I. von Servette|Philipp]] und [[Anton III. von Servette|Anton III.]], die jedoch beide keinen legitimen männlichen Erben hinterließen. Es kam schließlich nach dem Tod Antons III. 1477 zum [[Erster Servettinischer Krieg|Erbfolgekrieg]] zwischen [[Filip von Saséia]], dem unehelichen Sohn Philipps I., und dem mikolinischen König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] Während Heinrich den Herrschaftskomplex der Servettinischen Lande als anheimgefallenes Lehen wieder unter die Krone zwingen wollte, wählten die Servettinischen Stände Filip von Saséia zum neuen Herzog. Es kam zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen König [[Philipp VI.]] aus dem [[Haus Sántori]] verbündete. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Filip von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Filips. Dieser heiratete danach Philipps Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Filips im Jahr 1490, dem nominell sein einjähriger Sohn [[Baltasar von Servette|Baltasar]] unter der Vormundschaft Isabel de Sántoris folgte, nahm Mikolinien den [[Zweiter Servettinischer Krieg|Kampf um Servette]] wieder auf. Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Philipp VII.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter I.|Don Piero]], Bruder König [[Philipp VI.|Philipps VI.]], der in der Folge de facto regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. Nach dem Tod des golischen Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]] im Jahr 1499 kam es zum erneuten Waffengang zwischen Mikolinien und Sagradien, den wiederum Sagradien für sich entscheiden konnte. Im Zuge des Krieges dankte die junge Herzogin Antonia 1499 auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der [[Lilienkriege]], um im [[Dritter Servettinischer Krieg|Dritten Servettinischen Krieg]] einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Im [[Frieden von Salua]] wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das [[Herzogtum Sáloa]] sowie die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstenum Marbore|Marbore]] fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die [[Grafschaft Drouvel|Grafschaften Drouvel]] oder [[Grafschaft Carata|Carata]] wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Servette unter den [[Santori]] ===&lt;br /&gt;
Als mikolinische Hauptstadt etablierte sich in der Folgezeit das piranische Nanthés, während Servette Sitz der santorischen Herrscher und Statthalter wurde. Auch nach seiner Abdankung als König blieb Peter Herzog von Servette und wurde als „Sêinior il Duca“ bezeichnet. 1515 gab er seine untermikolinischen Besitzungen an den neugeborenen sagradischen Infanten [[Don Andrés Piero]] ab, nach dessen Tod 1534 sie an den sagradischen König [[David I.]] fielen, der sie in seiner Erbteilung seiner Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Mann [[Philipp von Valier]] zusprach. Für das kommende Jahrhundert blieben die Servettinischen Lande und die sagradische Krone unter den Königen [[Danadier I.]], [[Gabriel V.]] und [[Gabriel VI.]] in der selben Hand, wurden aber im Einvernehmen mit den mächtigen Ständten weitgehend unabhängig vom sagradischen Hauptland von einem sagradischen Statthalter verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Norden der mikolinischen Halbinsel fand die reformatorische [[Uleistenbewegung]] im servettinischen Süden keine große Anhängerschaft. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg 1620/21]] kämpfte Servette auf Seiten der sagradischen Krone gegen Mikolinien, konnte sich aber gegen den Feind im Norden behaupten. Nachdem die sagradische Königinmutter und Regentin [[Katharina von Mikolinien]] bis zu ihrer Entmachtung 1653/54 eine Politik des sagro-mikolinischen Ausgleichs betrieben hatte, versuchte das erstarkte Mikolinien im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg 1657-1669]] gewaltsam das alte Ziel der Rückeroberung des Südens und der Inkorporation der Lande in die mikolinische Krone durchzusetzen. Der Krieg endete 1669 im [[Friede von Villagua]] mit einem Kompromiss: Die de facto längst erreichte Unabhängigkeit der Lande von der mikolinischen Krone wurde auch offiziell anerkannt, im Gegenzug musste der sagradische König [[Gabriel VII.]] aber den Herzogtitel an seinen jüngeren Bruder [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp]] abgeben, der die Nebenlinie [[Haus Santori|Santori-Servette]] begründete und als Herrscher des nunmehr souveränen Staates den Titel eines ''Großherzogs'' annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückfall an Mikolinien ===&lt;br /&gt;
Der Tod des Großherzogs [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] 1701 führte schließlich zur erneuten militärischen Auseinandersetzung und führte das Ende der servettinischen Eigenstaatlichkeit herbei. Da Karl ohne männlichen Erben starb, erhob der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] erneut Anspruch auf die Lande und begann einen Krieg gegen die erst 15-jährige Großherzogin [[Maria I. von Servette|Maria]], die Tochter Karls V., die von Sagradien unterstützt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Mikoliniens im folgenden [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Blaumeerkrieg]] 1703-1710 führte schließlich dazu, dass Sagradien im [[Frieden von Cresq 1711]] alle Ansprüche auf die servettinischen Lande aufgeben und der Wiedereingliederung der Lande in die mikolinische Monarchie zustimmen musste. Neuer Grogherzog wurde nun in Peronalunion der mikolinische König [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigung der servettinischen und mikolinischen Stände am 1. November 1718 markierten schließlich das staatsrechtliche Aufgehen Servettes im mikolinischen Staatsverband. Nach rund dreihundertjähriger De-facto-Unabhängigkeit hörte der südmikolinische Staat damit auf zu bestehen. Der Titel eines Großherzogs von Servette ging in die Titulatur der mikolinischen Könige über, die den Königssitz und den Sitz der Regierungsinstitutionen 1749 vom [[Piranien|piranischen]] [[Nanthés]] nach [[Servette]] verlegten und die Stadt zur Residenz- und Hauptstadt des Landes ausbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Grafen, Herzöge und Großherzöge von Servette ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| Mikolinischer Herrschername&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Salua]] (Herzöge bis 1501)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Salua&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1198&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Mikolinien|Karl I.]] (1167-1216)&lt;br /&gt;
| Charl I&lt;br /&gt;
| Sohn [[Karl I. von Mikolinien|Karls I. von Mikolinien]], seit 1214 als Karl II. König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1216&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| [[Richard I. von Mikolinien|Richard I.]] (1185-1259)&lt;br /&gt;
| Richard I&lt;br /&gt;
| Sohn Karls I., seit 1217 König von Mikolinien&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Servette]]''' (Linie Salua-Servette)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1227&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| [[Heinrich I. von Servette|Heinrich I.]] (1192-1252)&lt;br /&gt;
| Henrique&lt;br /&gt;
| Bruder Richards I., Sohn Karls I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1252&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| [[Heinrich II. von Servette|Heinrich II.]] (1220-1266)&lt;br /&gt;
| Henrique II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1266&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| [[Karl II. von Servette|Karl II.]] (1245-1292)&lt;br /&gt;
| Charl II&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1292&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| [[Karl III. von Servette|Karl III.]] (1267-1304)&lt;br /&gt;
| Charl III&lt;br /&gt;
| Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1304&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| [[Anton I. von Servette|Anton I.]] (1269-1330)&lt;br /&gt;
| Antone I&lt;br /&gt;
| Bruder Karls III., Sohn Karls II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1330&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| [[Heinrich III. von Servette|Heinrich III.]] (1321-1380)&lt;br /&gt;
| Henrique III&lt;br /&gt;
| Enkel Antons I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1380&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| [[Heinrich IV. von Servette|Heinrich IV.]] (1341-1384)&lt;br /&gt;
| Henrique IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1387&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| [[Karl IV. von Servette|Karl IV.]] (1368-1427)&lt;br /&gt;
| Charl IV&lt;br /&gt;
| Sohn Heinrichs IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1427&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| [[Margarete von Servette]] (1379-1433)&lt;br /&gt;
| Margareta de Servette&lt;br /&gt;
| Schwester Karls IV., Abdankung zugunsten ihres Neffen&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1432&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| [[Anton II. von Servette|Anton II.]] (1393-1448)&lt;br /&gt;
| Antone II&lt;br /&gt;
| Neffe Karls IV.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1448&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| [[Philipp I. von Servette|Philipp I.]] (1418-1472)&lt;br /&gt;
| Filip I&lt;br /&gt;
| Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1472&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| [[Anton III. von Servette|Anton III.]] (1423-1477)&lt;br /&gt;
| Antone III&lt;br /&gt;
| Bruder Philipps I., Sohn Antons II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1477&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| [[Philipp II. von Servette|Philipp II. von Saséia]] (1445-1490)&lt;br /&gt;
| Filip II de Saséia&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1490&lt;br /&gt;
| 1496&lt;br /&gt;
| [[Baltasar von Servette|Baltasar]] (1489-1499)&lt;br /&gt;
| Baltasar&lt;br /&gt;
| Sohn Philipps von Saseia, unter der Regentschaft seiner Mutter [[Isabel de Sántori]], 1496 abgesetzt&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| ''1496''&lt;br /&gt;
| ''1497''&lt;br /&gt;
| ''mikolinische Besetzung''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFFCC&lt;br /&gt;
| 1497&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Servette]] (1482-1510)&lt;br /&gt;
| Antonia&lt;br /&gt;
| Tochter Philipps von Saseia&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Santori]] (1501-1745)'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1499&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| [[Peter von Sagradien|Peter]] (1456-1526)&lt;br /&gt;
| Pier I&lt;br /&gt;
| Ehemann Antonias, 1502-1509 [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| [[Don Andrés Piero|Andreas Peter]] (1515-1534)&lt;br /&gt;
| Andries Pier I&lt;br /&gt;
| Großneffe Peters I., Sohn [[David I.|Davids I. von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| [[David I.|David]] (1491-1543)&lt;br /&gt;
| David&lt;br /&gt;
| Neffe Peters I., [[König von Sagradien]] [[König von Portugal|und Portugal]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1543&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[Johanna I.|Johanna]] (1520-1585)&lt;br /&gt;
| Joanna I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]], Tochter Davids I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Valier&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| [[Danadier I.]] (1545-1591)&lt;br /&gt;
| Filip I Jacque&lt;br /&gt;
| Sohn Johannas I., [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1591&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| [[Gabriel V.|Gabriel I.]] (1585-1640)&lt;br /&gt;
| Gabriel I&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1640&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VI.|Gabriel II.]] (1610-1651)&lt;br /&gt;
| Gabriel II&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1651&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| [[Gabriel VII.|Gabriel III.]] (1637-1698)&lt;br /&gt;
| Gabriel III&lt;br /&gt;
| [[König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Linie Santori-Servette (Großherzoge)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1669&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp I. von Servette|Ludwig Philipp I.]] (1640-1678)&lt;br /&gt;
| Luvis Filip I&lt;br /&gt;
| Bruder Gabriels III.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1678&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| [[Ludwig Philipp II. von Servette|Ludwig Philipp  II.]] (1661-1680)&lt;br /&gt;
| Henrique I&lt;br /&gt;
| Sohn Ludwig Philipps I.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1680&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| [[Karl V. Philipp von Servette|Karl V. Philipp]] (1665-1701)&lt;br /&gt;
| Charl V Filip&lt;br /&gt;
| Bruder Ludwig Philipps II.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFB2B2&lt;br /&gt;
| 1701&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| [[Maria I. von Servette|Maria I.]] (1686-1725)&lt;br /&gt;
| Maria I&lt;br /&gt;
| Tochter Karl Philipps&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''[[Haus Albero]]''' (''Union mit [[Mikolinien]]'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1710&lt;br /&gt;
| 1714&lt;br /&gt;
| [[Georg I. von Mikolinien|Georg I.]] (1650-1714)&lt;br /&gt;
| George I&lt;br /&gt;
| [[König von Mikolinien]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der sagradischen Statthalter in Servette ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Von&lt;br /&gt;
| Bis&lt;br /&gt;
| König (Lebenszeiten)&lt;br /&gt;
| in Mikolinien bekannt als&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Peter I.|Peters I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1502&lt;br /&gt;
| 1509&lt;br /&gt;
| [[Johanna von Santori, Gräfin von Sagonte]]&lt;br /&gt;
| Joanna de Sagont&lt;br /&gt;
| Tochter von [[Luis Filipe de Santori-Perín]], Witwe von [[Miquel de Sagonte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1509''&lt;br /&gt;
| ''1515''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[David I.|Davids I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1515&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| [[Don Miquel de Santori]]&lt;br /&gt;
| Mikael de Santori&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Philipp VII.|Philipps VII.]], Vetter [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1519&lt;br /&gt;
| 1529&lt;br /&gt;
| [[Antonia von Macedi|Antonia von Santori, Vizegräfin von Macedi]]&lt;br /&gt;
| Antonia de Macedi &lt;br /&gt;
| uneheliche Tochter [[Peter I.|Peters I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1529&lt;br /&gt;
| 1532&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| ''1532''&lt;br /&gt;
| ''1534''&lt;br /&gt;
| ''keine Statthalterschaft''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1534&lt;br /&gt;
| 1536&lt;br /&gt;
| [[Joán de Biniar|Joán António de las Vegas, Conte de Biniar]]&lt;br /&gt;
| Joann de Biniar&lt;br /&gt;
| Sohn von [[Carles de Biniar]] und Schwager von [[David I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1536&lt;br /&gt;
| 1542&lt;br /&gt;
| [[Philipp von Valier|Filipe de Santori, Fürst von Valier]] (1515-1552)&lt;br /&gt;
| Mikael de Valier&lt;br /&gt;
| Neffe und Schwiegersohn [[David I.|Davids I.]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Johanna I.|Johannas I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1542&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| [[Luvis de Granval, Graf von Varealet]]&lt;br /&gt;
| Luvis de Granval&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1548&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| [[Don Júlio Cesar]], Graf von Sagonte&lt;br /&gt;
| Jule Cesar&lt;br /&gt;
| unehelicher Sohn [[Philipp von Valier]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1555&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| [[Carles d'Escriva Conte de Barxet]]&lt;br /&gt;
| Charl d'Escriva&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1559&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| [[Carles de Monteblanxard-Vallador|Carles de Monteblanxard, Graf Vallador]]&lt;br /&gt;
| Charl de Vallador&lt;br /&gt;
| Ehemann von Francisca María de Valier, Bruder [[Roberto de Monteblanxard]]s&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1568&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| [[José María del Carnis, Graf Fidelfe]]&lt;br /&gt;
| Josep de Fidelfe&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Danadier I.|Danadiers I.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1574&lt;br /&gt;
| 1582&lt;br /&gt;
| [[Miquel d'Esqués|Miquel de Santori-Esqués, Conte de Napar]] (1542-1582)&lt;br /&gt;
| Mikael d'Esqués&lt;br /&gt;
| Neffe Philipp von Valiers&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Gabriel V.|Gabriels V.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1621&lt;br /&gt;
| 1642&lt;br /&gt;
| [[Johann Michael von Sesin|Joán Miquel de Sántori, Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
| Joann Mikael de Sesin&lt;br /&gt;
| Schwager Gabriels V.&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''Statthalter [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]]'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFE5B2&lt;br /&gt;
| 1650&lt;br /&gt;
| 1662&lt;br /&gt;
| [[Manuel I. von Cuentez|Manuel de Sántori, Fürst von Cuentez]] (1621-1701)&lt;br /&gt;
| Manuel de Cuentiz&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.156.242</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=35379</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2017-04-25T20:39:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.156.242: /* Ehe mit Luisa d'Avís */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Flemish School Portrait of a Gentleman in Armour.jpg|thumb|David I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Servette]] (1534-1543) und Herr der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1506-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Filipe de las Marcas]], Sohn Joán Prudentes und Enkel [[David de Sántori]]s. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und Alfons' V. von Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Davids Vater Filipe mit Philipp VI. und Philipp VII. zerstritten war, wurde David auf Fürsprache seiner Tante Katharina von Habsburg hin am Hof seines Onkels Philipp in Tulis erzogen, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Filipe de las Marcas für seine Frau Catarina den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Servette]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. In der entscheidenden Schlacht konnte Piero sich durchsetzen. Seinen zu dieser Zeit noch in Sagradien weilenden Neffen David ließ Piero gefangen nehmen und zusammen mit seiner Tante Katharina von Habsburg, der Witwe Philipps VII., in die Niederlande bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend im Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
David wuchs daher in der Folge in Gent auf, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte daraufhin ein [[Lilienkriege|Bürgerkrieg]] zwischen König Peter, den sogenannten ''Servetenses'' und den Anhängern Catarinas und Philipps, die von wenigen Adligen um den Grafen [[Carles de Biniar]] unterstützt wurden. Nach dem Tod von Philipp de las Marcas im Jahr 1506 kehrte David im Frühjahr 1507 nach Tulis zurück, um in Nachfolge seines verstorbenen Vaters sein Erbe als [[Conte von Tulis]] anzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Jakob III.|Jakobs III.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem servettinischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Servettinischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Servette ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Servette ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde er im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Biniar erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Es galt daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidatin kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Danach emanzipierte sich David endlich auch von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit Königin Katharina führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem Stiefvater. Nachdem diesem vorgeworfen worden war, eigene Ambitionen auf den Thron zu hegen und sich durch die Hochzeit mit Katharina zum König machen zu wollen, wurde er 1512 des Hochverrats angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zu seiner Mutter litt darunter nachhaltig. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Auch wehrte er Versuche ab, seine Mutter des Ehebruchs zu beschuldigen. Er verbat ihr aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien und hielt sie nach 1512 de facto als Gefangene. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa d'Avís ===&lt;br /&gt;
Die Suche nach einer geeigneten Gattin endete 1512 mit der Hochzeit Davids I. mit seiner Cousine Luisa d'Avis, der ältesten Tochter von Davids Onkel Manuel I. von Portugal. Die Ehe war vor allem taktischer Natur und sollte die von seiner Großmutter Beatrice d'Avis stammenden Ansprüche Davids auf die portugiesische Krone stärken, sollte die Dynastie Avis aussterben. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger hervor. Mit Luísa (*1518, †1536), [[Johanna I.|Joána María]] (*1520) und Filipe (*1522, †1523) gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter und ein Sohn hinzu, der jedoch nur ein Jahr alt wurde. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Servette]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein illegitimer Vetter [[Don Miquel de Sántori]], danach bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Dom Joaos, des einzigen noch lebenden Sohns Manuels I. von Portugal, im Jahr 1519 wurde der portugiesische Erbfall immer wahrscheinlicher. Als Urenkel Eduards I. von Portugal und Ehemann Luisas d'Avis, die nun zur Erbin der portugiesischen Krone geworden war, besaß David die besten Aussichten auf eine Nachfolge Manuels. Verhandlungen zwischen beiden, die eine Nachfolgeregelung zugunsten Davids herbeiführen sollten, kamen aber zu keinem offiziellen Abschluss mehr, da Manuel I. schon 1521 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David I. von Sagradien erhob nun sofort für sich und seine Frau Anspruch auf das Erbe Manuels. Es folgte ein mehrere Jahre dauernder Thronfolgekrieg in Portugal, in dem Sagradien schließlich unter der Führung seines Kommandanten [[Joán de Biniar]] siegen konnte. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]], der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes [[Don Manuel de Sántori|Don Manuel]] im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Avis: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Servette]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]] &lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1520, †1578), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1568) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1527)&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois: &lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1538, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an: &lt;br /&gt;
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)&lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.156.242</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=35378</id>
		<title>David I.</title>
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		<updated>2017-04-25T20:36:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.156.242: /* Herkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Flemish School Portrait of a Gentleman in Armour.jpg|thumb|David I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Servette]] (1534-1543) und Herr der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]] und als ''David II.'' [[Conte von Tulis]] (1506-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen [[Gran'Etá]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen [[Plato]] geboren. Sein Vater war der [[Sántori]]-Prinz [[Filipe de las Marcas]], Sohn Joán Prudentes und Enkel [[David de Sántori]]s. Seine Mutter [[Catarina de Sántori]] war die älteste Tochter König [[Philipp VI.|Philipps VI.]] von Sagradien und Schwester König [[Philipp VII.|Philipps VII.]], der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit ein Enkel [[Philipp VI.|Philipps VI. von Sagradien]] und Alfons' V. von Portugal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Davids Vater Filipe mit Philipp VI. und Philipp VII. zerstritten war, wurde David auf Fürsprache seiner Tante Katharina von Habsburg hin am Hof seines Onkels Philipp in Tulis erzogen, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Filipe de las Marcas für seine Frau Catarina den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel [[Peter I.|Don Piero]], [[Herzog von Corar]] und seit 1499 [[Herzog von Servette]], vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. In der entscheidenden Schlacht konnte Piero sich durchsetzen. Seinen zu dieser Zeit noch in Sagradien weilenden Neffen David ließ Piero gefangen nehmen und zusammen mit seiner Tante Katharina von Habsburg, der Witwe Philipps VII., in die Niederlande bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend im Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
David wuchs daher in der Folge in Gent auf, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte daraufhin ein [[Lilienkriege|Bürgerkrieg]] zwischen König Peter, den sogenannten ''Servetenses'' und den Anhängern Catarinas und Philipps, die von wenigen Adligen um den Grafen [[Carles de Biniar]] unterstützt wurden. Nach dem Tod von Philipp de las Marcas im Jahr 1506 kehrte David im Frühjahr 1507 nach Tulis zurück, um in Nachfolge seines verstorbenen Vaters sein Erbe als [[Conte von Tulis]] anzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel [[Jakob III.|Jakobs III.]] eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem servettinischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Servettinischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Servette ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im [[Vertrag von Vérisa]] setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Servette ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter [[Antonia von Macedi]] festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die mikolinischen Besitztümer regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|David I. (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Ausrufung  wurde er im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten [[Carles de Biniar]] zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Biniar erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Es galt daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidatin kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Danach emanzipierte sich David endlich auch von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit Königin Katharina führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem Stiefvater. Nachdem diesem vorgeworfen worden war, eigene Ambitionen auf den Thron zu hegen und sich durch die Hochzeit mit Katharina zum König machen zu wollen, wurde er 1512 des Hochverrats angeklagt und schließlich hingerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis zu seiner Mutter litt darunter nachhaltig. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als ''Königin'' und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Auch wehrte er Versuche ab, seine Mutter des Ehebruchs zu beschuldigen. Er verbat ihr aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien und hielt sie nach 1512 de facto als Gefangene. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa d'Avís ===&lt;br /&gt;
Die Suche nach einer geeigneten Gattin endete 1512 mit der Hochzeit Davids I. mit seiner Cousine Luisa d'Avis, der ältesten Tochter von Davids Onkel Manuel I. von Portugal. Die Ehe war vor allem taktischer Natur und sollte die von seiner Großmutter Beatrice d'Avis stammenden Ansprüche Davids auf die portugiesische Krone stärken, sollte die Dynastie Avis aussterben. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Piero]] ein Sohn und Thronfolger. Mit Luísa (*1518, †1536), [[Johanna I.|Joána María]] (*1520) und Jakob (*1522, †1523) gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter und ein Sohn hinzu, der jedoch nur ein Jahr alt wurde. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem [[Vertrag von Alvat|Hausvertrag von Alvat]] gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als [[Herzog von Servette]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein illegitimer Vetter [[Don Miquel de Sántori]], danach bis 1529 [[Antonia von Macedi]], und danach sein Schwager [[Joán de Biniar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg um Portugal ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Dom Joaos, des einzigen noch lebenden Sohns Manuels I. von Portugal, im Jahr 1519 wurde der portugiesische Erbfall immer wahrscheinlicher. Als Urenkel Eduards I. von Portugal und Ehemann Luisas d'Avis, die nun zur Erbin der portugiesischen Krone geworden war, besaß David die besten Aussichten auf eine Nachfolge Manuels. Verhandlungen zwischen beiden, die eine Nachfolgeregelung zugunsten Davids herbeiführen sollten, kamen aber zu keinem offiziellen Abschluss mehr, da Manuel I. schon 1521 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David I. von Sagradien erhob nun sofort für sich und seine Frau Anspruch auf das Erbe Manuels. Es folgte ein mehrere Jahre dauernder Thronfolgekrieg in Portugal, in dem Sagradien schließlich unter der Führung seines Kommandanten [[Joán de Biniar]] siegen konnte. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager [[Joán de Biniar]] als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 [[Alexandro Machiês, Conte de la Cordí]], der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de la Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis]], der [[Palâciu Sántori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David ließ als [[Conte von Tulis]] neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Niccolò Vacheotti]] und [[Donato Celeste]] ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als &amp;quot;[[Gran'Etá]]&amp;quot; bezeichnet werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glaube und Religionspolitik ===&lt;br /&gt;
Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche ([[Sagrikanismus]]). Außerdem erreichte er, dass [[Don Piero de Sántori]] als rechtmäßiger Sohn [[Gabriel I. Juvans|Gabriels I. Juvans]] und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der &amp;quot;Häresie&amp;quot; aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der [[Reformatio Davidi]] (''Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae'') reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Piero]] war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen [[Philipp von Valier]], Sohn von Davids Bruder [[Danadier de Valier]]. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter [[Johanna I.|Joana María]] (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes [[Don Manuel de Sántori|Don Manuel]] im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Sein jüngerer Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter [[Johanna I.|Johanna]] und ihres Mannes [[Philipp von Valier]] zum Präsumptiverben der Krone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkommen ===&lt;br /&gt;
David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Avis: &lt;br /&gt;
* [[Andrés Piero]] (*1515, †1534), [[Prinz von Sarmay]] und [[Herzog von Servette]] ∞ Marie d'Albret&lt;br /&gt;
* Luísa (*1518, †1536) ∞ [[Achim II. von Mikolinien]] &lt;br /&gt;
* [[Johanna I.|Joana]] (*1520, †1578), als ''Johanna I.'' [[Königin von Sagradien]] (1543-1568) ∞ [[Philipp von Valier]]&lt;br /&gt;
* Filipe (*1522, †1523), [[Herzog von Sesin]]&lt;br /&gt;
* Isabel Catarina (*/†1525)&lt;br /&gt;
* Piero (*/†1527)&lt;br /&gt;
Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois: &lt;br /&gt;
* [[Eleonore von Cuentez|Leonor]] (*1538, †1610) ∞ Fürst [[Karl I. von Cuentez]]&lt;br /&gt;
* David Alexandre (*/†1540)&lt;br /&gt;
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an: &lt;br /&gt;
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)&lt;br /&gt;
* António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. [[Johanna I.]] und [[Philipp von Valier]] wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, [[Johann III. von Portugal|Johann der Fromme]], seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Gran'Etá|Große Zeitalter]]&amp;quot; der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impêriu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;/div&gt;</summary>
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