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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verkehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben [[Semess]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Bernabéu-Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semess]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung [[Sollar]], die A14 Richtung [[Nalcaz]] sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung [[San Cristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von [[Freúte]] nach [[Marcan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Aeroporto de Tules Sacâu]] verfügt die Stadt über den nach Semess und Óstino drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Mêtro Tulinês]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermêtro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola ([[Porto Autónomo de Tules]]) wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
* M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
* M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Nova)	Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
* M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verkehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben [[Semess]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Bernabéu-Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semess]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung [[Sollar]], die A14 Richtung [[Nalcaz]] sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung [[San Cristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von [[Freúte]] nach [[Marcan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Aeroporto de Tules Sacâu]] verfügt die Stadt über den nach Semess und Óstino drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Mêtro Tulinês]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermêtro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola ([[Porto Autónomo de Tules]]) wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verwaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verwaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (''Maior Cientro''):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verwaltung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (''Maior Cientro''):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Verkehr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im [[Thronfolgekrieg von 1543-45]] zwischen [[Josephiten]] und [[Migueliten]] bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des ''Tulinesischen Jahrhunderts'' ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite [[Joseph I. von Cuentez|Josés de Santori]], eines Enkels Davids des Großen, [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]] und [[Herzogtum Liez|Liez]], und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, [[Michael III.|Miguel de Valier]] erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue [[Königreich Cuentez|Comitat-Königreich]] in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit [[Johann III. von Cuentez]], dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod [[Heinrich I. von Cuentez|Heinrichs I.]] im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die [[Portugiesisch-Tulinesische Union]]. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis [[Karl von Perín]] aus der [[Linie Santori-Perín]] als [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in [[Diegue]] und in [[La Cordí]] errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im [[Micolinisch-Cuentezischer Krieg|Micolinisch-Cuentesischen Krieg]] um [[Südkont]] und [[Plato]] 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum [[Großer Blaumeerkrieg|Großen Blaumeerkrieg]] (''Asumarischer Krieg'') von 1657-1669, in dem [[Johann I. von Cuentez|Johann I.]] (1654-1669) den sagradischen König [[Gabriel VII.]] gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen [[Villagua]] und [[Scola]] sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte [[Fürstentum Perín]] an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger [[Lukas I.]] (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König [[Danadier II.]] den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-[[Piacón|piakonischen]] [[Koalition (Sagradischer Bürgerkrieg)|Adelskoalition]] im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg]]. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der [[Santori-Valier|valierischen]] Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn [[Anton II.|António Ramírez de Piacón]], den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg]] und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz [[Gabriel VIII.]] wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die [[Codices Magna]] Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio de Santori der Ältere|Arcélio de Santori]] wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn [[David de Santori|David]] 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe [[Julio I. de Santori]], Schwiegersohn des amtierenden Conte [[Arcélio Cornell]] die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn [[António I. de Santori|António]] zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (Maiores), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder Nobiles ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordesa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger Maximus von Fornat gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen Martin I. und seinem Bruder Donado III. zu nutzen, um sich von Donado die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen Corrado Gaulo de Plasencia zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als Cosellu bezeichnet wurde. In diesem Cosellu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin Martin der Eroberer die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in San Vicente del Fornat residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte. &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn Marcelo gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König Philipps des Großen brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden „boni homines“, die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die „Generalitaid de Bonhomes“ formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von António Gaulo, dem letzten Conte aus der Gaulo-Dynastie, im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator Josefe Cornell zum neuen Conte, der den Beinamen „il Audaço“ erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König Filipe III. anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige Fürstentum Cuentez (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte Selle Machiês mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<title>Tulis</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als '''Aeis''' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen '''Tulisium''' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (Maiores), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder Nobiles ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordesa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger Maximus von Fornat gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen Martin I. und seinem Bruder Donado III. zu nutzen, um sich von Donado die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen Corrado Gaulo de Plasencia zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als Cosellu bezeichnet wurde. In diesem Cosellu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin Martin der Eroberer die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in San Vicente del Fornat residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte. &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn Marcelo gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König Philipps des Großen brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden „boni homines“, die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die „Generalitaid de Bonhomes“ formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von António Gaulo, dem letzten Conte aus der Gaulo-Dynastie, im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator Josefe Cornell zum neuen Conte, der den Beinamen „il Audaço“ erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König Filipe III. anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige Fürstentum Cuentez (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte Selle Machiês mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als '''Aeis''' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen '''Tulisium''' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (Maiores), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder Nobiles ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordesa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger Maximus von Fornat gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen Martin I. und seinem Bruder Donado III. zu nutzen, um sich von Donado die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen Corrado Gaulo de Plasencia zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als Cosellu bezeichnet wurde. In diesem Cosellu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin Martin der Eroberer die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in San Vicente del Fornat residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte. &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn Marcelo gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König Philipps des Großen brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden „boni homines“, die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die „Generalitaid de Bonhomes“ formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von António Gaulo, dem letzten Conte aus der Gaulo-Dynastie, im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator Josefe Cornell zum neuen Conte, der den Beinamen „il Audaço“ erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König Filipe III. anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige Fürstentum Cuentez (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte Selle Machiês mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Tulis</title>
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		<updated>2011-03-27T17:55:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Stadtbild */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als „Aeis“ im 5. Jahrhundert v. Chr. von den sagrischen Piyäern gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der Nikoläer. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen „Tulisium“ zur Hauptstadt der neu gegründeten Provinz Sisinia und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der Diözese Sagradia und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen Ikanen eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die Alkonen in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen Numerern flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden. &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (Maiores), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder Nobiles ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordesa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger Maximus von Fornat gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen Martin I. und seinem Bruder Donado III. zu nutzen, um sich von Donado die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen Corrado Gaulo de Plasencia zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als Cosellu bezeichnet wurde. In diesem Cosellu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin Martin der Eroberer die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in San Vicente del Fornat residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte. &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn Marcelo gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König Philipps des Großen brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden „boni homines“, die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die „Generalitaid de Bonhomes“ formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
Nach dem Tod von António Gaulo, dem letzten Conte aus der Gaulo-Dynastie, im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator Josefe Cornell zum neuen Conte, der den Beinamen „il Audaço“ erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König Filipe III. anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige Fürstentum Cuentez (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte Selle Machiês mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Perín-Tulinêsa]] und der [[Provinz Tulinês-Cordêsa]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]], am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtbild ===&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen ''Citá Vella'', bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die ''Nestor-Basilika'' (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen ''Porta Sagradia'' (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der ''Triumphbogen des Tulinian'' sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle ''Fôro Duace'' von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die ''Isla de Gabriel'' bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen ''Dokiansarkaden'' aus dem 19. Jahrhundert; die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die ''Isla de Gabriel'' mit der ''Isla de Canones'' verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der ''Isla de Canones''. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der ''Ópera Navale'' (1849-1861), dem ''Musêu Navale'' (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der ''Palâciu de la Junta Regional'', der die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der ''Isla del Salute'' vor der alten Tule-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem ''Obelisc d'Aziz'' und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der ''Isla del Torre'' überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Santori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das ''Musêu dels Novoes Artes'' im avantgardistisch gestalteten ''Casa Iacovo Del Pérez'' sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. ''Les Granes'' ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das ''Musêu dels Mares'' und der ''Palâciu d’Europa''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als „Aeis“ im 5. Jahrhundert v. Chr. von den sagrischen Piyäern gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der Nikoläer. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen „Tulisium“ zur Hauptstadt der neu gegründeten Provinz Sisinia und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der Diözese Sagradia und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen Ikanen eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die Alkonen in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen Numerern flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden. &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (Maiores), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder Nobiles ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordesa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger Maximus von Fornat gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen Martin I. und seinem Bruder Donado III. zu nutzen, um sich von Donado die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen Corrado Gaulo de Plasencia zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als Cosellu bezeichnet wurde. In diesem Cosellu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin Martin der Eroberer die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in San Vicente del Fornat residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte. &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn Marcelo gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König Philipps des Großen brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden „boni homines“, die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die „Generalitaid de Bonhomes“ formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
Nach dem Tod von António Gaulo, dem letzten Conte aus der Gaulo-Dynastie, im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator Josefe Cornell zum neuen Conte, der den Beinamen „il Audaço“ erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König Filipe III. anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige Fürstentum Cuentez (micol. Principat de Cuentèse, cuentes. Principaid de Cüentìz) wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte Selle Machiês mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1067 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König Joán I. neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe „Res Publica Tulinensis“ oder „Civitas Tulinorum“ wurden danach synonym zum lateinischen „Comitatus Tulinorum“ oder asumarischen „Comtáid de Tùles“ benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der Tulinesischen Republik angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung „Res Publica Comitatus Tulinenensis“ oder asumarische „Republica del Comtàid Tulinês“ und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung S.P.Q.T., Senatus Populusque Tulinorum.&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten „Maleducas“, die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der „Maleducas“ aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der Erzbischof Dianus. Dieser suchte beim sagradischen König Gabriel Juvans Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis. &lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der Senat, der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der Generalitaid de Bonhomes kontrolliert wurde. Als eigentliche „Regierung“ wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten Zehnerrat (Cosellu de Dèze) abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom Großen Rat (Cosellu Grande) gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Weste¬uropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den Zavarri, Callas, Delaurente und Machiês geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der Santori und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
Arcélio de Santori wurde 1329 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1344, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich sein Sohn David 1360 vergeblich um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, erhielt sein Neffe Julio de Santori, Schwiegersohn des amtierenden Conte Arcélio Cornell die Audakenwürde 1366 und errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. Dank seiner Erfolge und seiner Machtstellung wählten die tulinesischen Großen nach seinem Tod 1390 in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt seinen Sohn António zum Nachfolger, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen. &lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit Isabela de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Fünfzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der „Cuatro Terribles“ in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Michaels II., der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter Luis Ricardes und David de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Santiago de Santori als Jakob III. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch Herzog von Óstino, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische Union der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an Joán Prudente, ältester Sohn Davids aus der Ehe mit Lara von Nonthí und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten Miguel de Valier zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das goldene Jahrhundert der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten Capitanes Municipales ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das Comitá de Tulis blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie Donado Celeste. Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Paláciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis Don Cabal und António Volero, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten „Sêcolo d’Oro“ in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als „Tulinesische Phase“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
Die Wirren um die Nachfolge Davids I. im Thronfolgekrieg von 1543-45 zwischen Josephiten und Migueliten bedeuteten eine Zäsur und leiteten das Ende des „Tulinesischen Jahrhunderts“ ein. Nach anfänglichem Zögern stellte sich Tulis 1544 auf die Seite Josés de Santori, eines Enkels Davids des Großen, Herzog von Óstino und Liez, und Thronprätendent der josephitischen Partei (Josefites), der der Stadt erweiterte Selbstverwaltungsrechte und die Absetzung der ungeliebten Capitanes versprach. Das Comitat wurde so zur Machtbasis der Josephiten. Nach dem Friedensschluss 1547 wurde die von David testamentarisch erlassene Zerschlagung des santorischen Weltreichs bestätigt, Miguel de Valier erhielt die sagradische Krone, José de Óstino wurde nun mit dem restaurierten und souveränen Comitat von Tulis und dem Titel eines Königs von Cuentez ausgestattet und regierte das neue Comitat-Königreich in der Folge in Personalunion mit Portugal. Unter José wurde Tulis damit erneut zum Mittelpunkt eines unabhängigen Mittelstaats zwischen Sagradien und Micolinien.&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis aber nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semess als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit Miguel de Valier ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semesce, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semeskitische Phase des sagradischen Sêcolo d’Oro begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. Seit Johanns III., dem Sohn Josephs I. residierten die Könige von Portugal und Cuentez zudem mehrheitlich in Lissabon und Tulis geriet für mehr ca. 30 Jahre in den Schatten der Geschichte und verkam von der Hauptstadt eines Weltreichs zur Residenz von portugiesischen Vizekönigen. Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinesa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. &lt;br /&gt;
Der Tod Heinrichs I. im Jahr 1580 und der Einfall Philipps II. von Spanien in Portugal beendete die Portugiesisch-Tulinesische Union. Während Portugal nach einem kurzen Nachfolgekrieg in den folgenden sechzig Jahren in der Iberischen Union unter habsburgischer Herrschaft stand, bestieg in Tulis Karl von Perín aus der Linie Santori-Perín als Karl I. den Thron und wurde von den Ständen als König von Cuentez und Conte von Tulis bestätigt. Ein schwacher Versuch Philipps II., durch eine Invasion auch Tulis unter seine Herrschaft zu zwingen, wurde 1583 erfolgreich zurückgedrängt. Anders als die alte Republik mit dem Senat als Inhaber der aristokratischen Herrschaft war das neue Comitat-Königreich eine Monarchie mit einem starken König an seiner Spitze, der dennoch immer wieder den Kompromiss mit dem Adel und vor allem den bürgerlichen Eliten seiner Handelsstädte suchte. Zentrum des Königreichs von Cuentez war mit Ausnahme der 30 Jahre zwischen Joseph I. und Karl I. nach wie vor Tulis, in dem die Könige die meiste Zeit über residierten. Jedoch wurden auch Residenzen in Diegue und in La Cordí errichtet. Nach dem Verlust Portugals konzentrierte sich das Königreich auf den Blaumeerraum und konkurierte mit Micolinien um die Vorherrschaft. &lt;br /&gt;
Unter Maximilian I. dem Prächtigen (1607-1654) erlebte Cuentez-Tulis eine Zeit der relativen Stärke, in dem sich Tulis durch Piraterie im Blaumeer eine Schlüsselstellung sichern konnte. Im Micolinisch-Cuentesischen Krieg um Südkont und Plato 1616-1621 konnte Cuentez einen Sieg davon tragen, ehe 1642 eine gemeinsam von Sagradien und Micolinien geplante Invasion mit dem Ziel der Aufteilung des Königreichs unter den beiden Mächten mit spanischer Hilfe zurückgeschlagen werden konnte. Die Konflikte um die Vorherrschaft im Blaumeer schwelten aber weiter bis zum Großen Blaumeerkrieg (Asumarischer Krieg) von 1657-1669, in dem Johann I. (1654-1669) den sagradischen König Gabriel VII. gegen Micolinien unterstützte und sich damit die Besitzungen in Micolinien sowie von Sagradien die wichtigen Häfen Villagua und Scola sichern konnte. Im Gegenzug gab Cuentez-Tulis das von Sagradien beanspruchte Fürstentum Perín an den verbündeten Nachbarn ab. &lt;br /&gt;
Maximilian II. (1701-1713) griff kurzzeitig auf britischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein und war auch in Kämpfe gegen den unmittelbaren Nachbarn Sagradien verwickelt. Maximilians Nachfolger Lukas I. (1713-1744) versuchte die innere Schwäche Sagradiens nach zwei Aufständen von 1708 und 1711 zu nutzen und verbündete sich 1713 mit der sagradischen Opposition, die nach Tulis floh und König Danadier II. den Krieg erklärte. In der Folge engagierte sich Cuentez-Tulis seit 1714 auf Seiten der santorisch-piakonischen Adelskoalition im sagradischen Bürgerkrieg. Lukas I. wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der valierischen Kronprinzessin Luísa María, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase in Semess. Nach fast zweihundert Jahren kam es nun wieder zu einer Personalunion der sagradischen und der tulinischen Herrschaft, jedoch lag das Machtzentrum nun nicht mehr in Tulis, sondern ganz in der florierenden sagradischen Metropole Semess. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und erneut – wie bereits im 15. und 16. Jahrhundert Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Lukas I. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Schwiegersohn António Ramírez de Piacón, den Grafen von Sieta, der 1744 als Antonio II. die sagradische und als António I. die cuentesisch-tulinesische Krone übernahm. &lt;br /&gt;
Inmitten des Österreichischen Erbfolgekriegs erhob auch Frankreich Anspruch auf die Krone, was 1744 zum Zweiten Sagradischen Thronfolgekrieg und 1747 zur Abdankung Antónios als König von Sagradien und Cuentez führte. Wieder hatte Tulis mit seiner Unterstützung für António II. auf das falsche Pferd gesetzt. Der Bourbonenprinz Gabriel VIII. wurde neuer König, setzte schließlich 1750 die Codices Magna Lukas’ I. teilweise außer Kraft und vollzog die Realunion zwischen den Kronen Sagradiens und von Cuentez, womit das Ende der tulinesischen Eigenstaatlichkeit besiegelt wurde. Das Comtáid von Tulis und die verbliebenen Besitzungen in Micolinien (Grafschaft Conte, Grafschaft Plato) gingen in sagradische Hände über, doch verlor Sagradien die micolinischen Besitzungen in den Napoleonischen Kriegen an Micolinien. &lt;br /&gt;
Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Bourbonen eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution von 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution von 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
In der Dritten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als „Tules Rôiso“. Im Zuge des rechten Februarputsches von 1938 wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs Juvantesa Sport, das „Esplanat“ wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
Nach der Besetzung durch deutsche Truppen 1942 wurde Tulis als einer der ersten sagradischen Städte 1943 von alliierten Truppen befreit. Eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters kam ins Amt, die 1944 bei freien Kommunalwahlen bestätigt wurde. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der „Ökologischen Kulturstadt“, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.  &lt;br /&gt;
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Verkehr&lt;br /&gt;
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Neben Semess und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Bernabéu-Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semesce sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung Sollar, die A14 Richtung Nalcaz sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung San Cristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von Freute nach Marcan. &lt;br /&gt;
Mit dem internationalen Aeroporto de Tules Sacâu verfügt die Stadt über den nach Semesce und Óstino  drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Mêtro Tulinês, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermêtro-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola (Porto Autónomo de Tules) wurde 1992 durch den Porto de Albet (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metrolinien in Tulis:&lt;br /&gt;
M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
M4 (Linia Nova)		Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke (Distritōes Aministrativōes) mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I (Citá Vella)		Navale (mit den Islas Históricas)&lt;br /&gt;
			Monte Círio&lt;br /&gt;
			Trástulo &lt;br /&gt;
			Trêis Torres&lt;br /&gt;
			San Matêu&lt;br /&gt;
			Natxaret&lt;br /&gt;
			Campes&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro)	Valéria&lt;br /&gt;
			Bernabêu i Santangel (mit Vernet)&lt;br /&gt;
			Les Granes&lt;br /&gt;
			Tulinola (mit Les Marines)&lt;br /&gt;
III (Norte)		Norte-Samareste&lt;br /&gt;
			Francovil&lt;br /&gt;
			Illária&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este)		Seza&lt;br /&gt;
			Novoes Barries&lt;br /&gt;
			Santária&lt;br /&gt;
V (Este)		Santa Marí&lt;br /&gt;
			Verón&lt;br /&gt;
		Illón&lt;br /&gt;
			Saniesta&lt;br /&gt;
VI (Sur)			Juvante (mit Monte Esplanat)&lt;br /&gt;
			Monteverde&lt;br /&gt;
			Albet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tulis Celusanto, benannt nach der Eglésia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete David-Maximilians-Universität auf der Isla Universitária im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zeda-Gruppe&amp;diff=3851</id>
		<title>Zeda-Gruppe</title>
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		<updated>2011-03-27T17:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Zeda Societá Anónima''' (Zeda SA, auch ''Zeda Gruppe'') ist der größte [[Sagradien|sagradische]] Automobilkonzern mit Hauptsitz in [[Semess]]. Neben den Automobilmarken [[Zeda]], [[Acel]] und [[Minerva Gasol]] gehören auch der LKW-Hersteller [[Télis]], der Finanzdienstleister [[Banca Zeda Finances]] sowie das Formel1-Team [[Laregas Zeda F1 Racing]] zum Konzern. Seit 2002 ist Zeda zudem im Besitz des ungarischen Automobilherstellers [[Duna]], dessen Modelle seit 2007 auch teilweise in Westeuropa über das Zeda-Vertriebsnetz verkauft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tochterfirmen der Zeda SA:&lt;br /&gt;
* [[Zeda|Ernesto Aliureto Zeda Automobiles SA]], Sitz: [[Joanaz de l’Arriva]] (SG)&lt;br /&gt;
* [[Acel SA]] (''Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas''), Sitz: [[Luenas]] (MC)&lt;br /&gt;
* [[Télis SA]], Sitz: [[Semess]] (SG)&lt;br /&gt;
* [[Fábrica Automobiles Minerva Gasol SRL]], Sitz: [[Tulis]] (SG)&lt;br /&gt;
* [[Duna Auto]], Sitz: [[Budapest]] (HUN)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Motorcycles]]&lt;br /&gt;
* [[Banca Zeda Finances SA]]&lt;br /&gt;
* [[Zeda F1 Racing Ltd.]], Sitz: Newbury (GB) / Joanaz de l'Arriva(SG)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Sports SA]], Sitz: Joanaz de l’Arriva (SG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<title>Nôis Télecom</title>
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		<updated>2011-03-27T17:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Télecom Sagradia SA''' ist ein global agierendes [[Sagradien|sagradisches]] Telekommunikationsunternehmen und der größte Telefonanbieter Sagradiens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die Télecom Sagradia wurde 1994 gegründet. Bis dahin war die ''Dirección de Telecomunicaciones'' eine Abteilung des staatlichen Post- und Telekommunikationsdienstes [[PTT Sagradia]]. Mit der Liberalisierung des Telefonmarkts in Sagradien 1995 wurde auch die Télecom privatisiert und an die Börse gebracht. In den folgenden Jahren stieg die Télecom zu einem der führenden Telekommunikationsunternehmen Europas auf. Sowohl auf dem Festnetz- als auch auf dem Mobilfunkmarkt konnte die Télecom seither stets ihre führende Stellung behaupten. 2001 übernahm die Mobilfunktochter [[Télecom Sagradia Móbiles]], Betreiberin der Marke [[viatel]], den Konkurrenten [[Movicom]]. Die daraus hervorgehende [[Télem]] ist heute eines der größten Mobilfunkunternehmen Europas. Die im Medienbereich tätige Tochter [[Télecom Sagradia Media SA]] sicherte sich 1998 die Hälfte der Anteile am Pay-TV-Sender [[Canal Plus Sagradia]], die später aber vollständig vom [[Avante]]-Konzern übernommen wurden. Seit 2006 betreibt die Télecom Media mit dem Sender [[Teleset]] ihren eigenen Pay-TV-Sender in Konkurrenz zum Avante-Sender [[Avante Plus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Medienkonzern]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Grupo Aseregui''' ist eine [[Sagradien|sagradische]] Unternehmensgruppe. Der Mischkonzern ist Mehrheitseigner der [[TVS-Medien-Gruppe]] und des [[Martí-Verlag]]s, in dem u.a. die Zeitungen [[Il Mundo]] und [[l'Expresso]] erscheinen, und besitzt Beteiligungen an mehreren Immobilienfirmen. Anteilseigner der Aseregui-Gruppe und früherer Vorstandschef ist der Unternehmer [[Jâime Serrà]], von 2006 bis 2007 [[Wirtschaftsminister]] in der [[Kabinett Luisanto I|ersten Regierung Luisanto]]. Die Aseregui-Gruppe gilt als wichtigster Gegenspieler zum [[Saccinvest]]-Konzern im sagradischen Medienbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der Aseregui-Gruppe liegen im Immobiliengeschäft. Erst mit dem Kauf des [[Martí-Verlag|Verlagshauses Santiago Martí]] im Jahr 1970 erfolgte der Einstieg ins Mediengewerbe. Der Martí-Verlag ist heute der wichtigste Zeitungsverlag Sagradiens. 1990 stieg die Gruppe als Anteilseigner beim privaten Fernsehsender [[TVS]] ein und übernahm in den Folgejahren die Mehrheitsanteile an der TVS-Gruppe. Nachdem der sagradische Pay-TV-Sender [[Canal Plus]], Ableger des französischen Canal+, in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, versuchte Aseregui 1998, den Sender zu erwerben und ihn als Gegengewicht zum [[Avante]]-Sender [[Tele Digital]] (später [[Avante Plus]]) zu positionieren. Aseregui unterlag aber dem direkten Konkurrenten [[Avante]], der sich die Hälfte der Anteile sicherte und wenig später auch die andere Hälfte von der [[Télecom Sagradia|Télecom Sagradia Media]] übernahm. Der Versuch, 2004 mit dem Sender [[TVS Digital]] einen eigenen Pay-TV-Sender als Konkurrenz zu [[Avante Plus]] aufzubauen, scheiterte. Der Sender wurde 2006 an die Télecom Media verkauft und in [[Teleset]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Medienkonzern]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Avante Group</title>
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		<updated>2011-03-27T17:38:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Avante''' ist der größte private Medienkonzern [[Sagradien]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante Media SA ===&lt;br /&gt;
Avante Media SA war ein früherer [[Sagradien|sagradischer]] Medienkonzern, der 1982 von [[Carles Saccín]] gegründet wurde und 1984 mit dem Sender [[Mediasat]] ins sagradische Fernsehgeschäft einstieg. 1993 folgte der Sendestart des Schwestersenders [[Mediasat 2]]. 1987 startete Avante mit dem Sender [[Tele Digital]] den ersten sagradischen Pay-TV-Sender, der 1995 Konkurrenz vom sagradischen Ableger des französischen [[Canal Plus]] bekam. Nach Schwierigkeiten beim Konkurrenten, übernahm Avante 1998 gemeinsam mit der [[Télecom Sagradia]] die Mehrheitsanteile an Canal+ Sagradia und machte den Sender zum Spartenkanal (unter dem Namen [[Tele Plus]]). Im Jahr 2004 kam es zur Zusammenlegung der beiden Bezahlsender unter der neuen Marke [[Avante Plus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante Nueve Media SA ===&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Saccinvest Holding]] die Mehrheit an der [[Nueve Televisiones SA]] mit den Sendern [[Nueve]] und [[CeSat]] übernommen hatte, fusionierten die beiden Unternehmen Avante und Nueve 2002 zum bis dato größten sagradischen Medienkonzern ''Avante Nueve Media SA'' mit den Sendern [[Nueve]], [[CeSat]], [[Mediasat]], [[Mediasat 2]], [[Noticias Nueve]] und [[Avante Plus]] (seit 2004). Hinzu kam zudem der Musiksender [[via srm]], den Fernsehsender des Radiounternehmens [[SRM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Avante SA ===&lt;br /&gt;
Der Konzern kehrte 2010 zum Namen ''Avante'' zurück und gab sich eine neue Corporate Identity. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Avante-Konzern gehören die Fernsehsender: &lt;br /&gt;
* [[Nueve]]&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]]&lt;br /&gt;
* [[Mediasat 2]]&lt;br /&gt;
* [[CeSat]]&lt;br /&gt;
* [[via srm]]&lt;br /&gt;
* [[telesport]]&lt;br /&gt;
* [[Avante Plus]]&lt;br /&gt;
* [[TelePro]]&lt;br /&gt;
* andere internationale Beteiligungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem folgende Radiosender:&lt;br /&gt;
* [[N-Joy]]&lt;br /&gt;
* [[srm]], [[srm.nu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Medienkonzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<title>IAS 30</title>
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		<updated>2011-03-27T17:38:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''IAS 30''' (''Índice de Acciones Sagradês'') ist der Leitindex der [[Borsa Sagradêsa]] und umfasst die 30 führenden [[Sagradien|sagradischen]] Unternehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[AAE Asociación Artiral de Electrónicas]], Elektronikhersteller, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Alverde Télecom SA]], Telekommunikationsunternehmen, [[Sabadera del Pin]] (bei [[Vierna]])&lt;br /&gt;
* [[Artiral SA]], Versicherungskonzern, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Aseregui-Gruppe]], Mischkonzern und Medienunternehmen&lt;br /&gt;
* [[Asunción Financial Group]], Versicherungsgruppe und Finanzdienstleistung, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Avante SA]], Medienkonzern, [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* [[Aviación Sagradêsa]], Zivilluftfahrt, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Banca de Sique]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Câixa Semescal]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Cesari SA]], Pharmakonzern, [[Gerón]]&lt;br /&gt;
* [[Chemex-Argente Industriales SA]], Chemiekonzern, [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Coesa Enag SA]], Energiekonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Credito Geronês]], Kreditinstitut, [[Gerón]] (seit 2010 Teile der [[UCS Creditunion]] Gruppe)&lt;br /&gt;
* [[Eneris SA]], Energiekonzern&lt;br /&gt;
* [[Estrela Carret]], Luxusartikel, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Ferrocel SA]], Stahl- und Rüstungskonzern, [[Mesarque]]&lt;br /&gt;
* [[Laregas &amp;amp; C]], Baustoffe&lt;br /&gt;
* [[Comerciales Marcês]], Einzelhandel, Touristik, [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* [[Petrosa SPC]], Mineralölkonzern, [[Semess]]/[[Álbero]]&lt;br /&gt;
* [[Puro &amp;amp; C SA]], Reifen- und Automobilzubehör&lt;br /&gt;
* [[Sagontina de Creditoes]] (SagCre), Kreditinstitut&lt;br /&gt;
* [[Sagracêr SA]], Stahlkonzern, [[San Joán de Bordez]]&lt;br /&gt;
* [[SagraGas]], Gasversorger, [[Semess]] &lt;br /&gt;
* [[Sant'Espíritu Bebidas SA]], Getränke und Spirituosen&lt;br /&gt;
* [[Sonorel Sistemas]], Softwarehersteller, [[Doriel]]&lt;br /&gt;
* [[Télecom Sagradia]], Telekommunikationskonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[THOSS Electronics]], Elektronikkonzern&lt;br /&gt;
* [[UCS Creditunion]], Bankenvereinigung&lt;br /&gt;
* [[Varasón SA]], Lebensmittelkonzern&lt;br /&gt;
* [[Zeda SA]], Automobilkonzern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''IAS 30''' (''Índice de Acciones Sagradês'') ist der Leitindex der [[Borsa Sagradêsa]] und umfasst die 30 führenden [[Sagradien|sagradischen]] Unternehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[AAE Asociación Artiral de Electrónicas]], Elektronikhersteller, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Alverde Télecom SA]], Telekommunikationsunternehmen, [[Sabadera del Pin]] (bei [[Vierna]])&lt;br /&gt;
* [[Artiral SA]], Versicherungskonzern, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Aseregui-Gruppe]], Mischkonzern und Medienunternehmen&lt;br /&gt;
* [[Asunción Financial Group]], Versicherungsgruppe und Finanzdienstleistung, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Avante SA]], Medienkonzern, [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* [[Aviación Sagradêsa]], Zivilluftfahrt, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Banca de Sique]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Câixa Semescal]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Cesari SA]], Pharmakonzern, [[Gerón]]&lt;br /&gt;
* [[Chemex-Argente Industriales SA]], Chemiekonzern, [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Coesa Enag SA]], Energiekonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Credito Geronês]], Kreditinstitut, [[Gerón]] (seit 2010 Teile der [[UCS Creditunion]] Gruppe)&lt;br /&gt;
* [[Eneris SA]], Energiekonzern&lt;br /&gt;
* [[Estrela Carret]], Luxusartikel, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Ferrocel SA]], Stahl- und Rüstungskonzern, [[Mesarque]]&lt;br /&gt;
* [[Laregas &amp;amp; C]], Baustoffe&lt;br /&gt;
* [[Comerciales Marcês]], Einzelhandel, Touristik, [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* [[Petrosa SPC]], Mineralölkonzern, [[Semess]]/[[Álbero]]&lt;br /&gt;
* [[Puro &amp;amp; C SA]], Reifen- und Automobilzubehör&lt;br /&gt;
* [[Sagontina de Creditoes]] (SagCre), Kreditinstitut&lt;br /&gt;
* [[Sagracêr SA]], Stahlkonzern, [[San Joán de Bordez]]&lt;br /&gt;
* [[SagraGas]], Gasversorger, [[Semess]] &lt;br /&gt;
* [[Sant'Espíritu Bebidas SA]], Getränke und Spirituosen&lt;br /&gt;
* [[Sonorel Sistemas]], Softwarehersteller, [[Doriel]]&lt;br /&gt;
* [[Télecom Sagradia]], Telekommunikationskonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[THOSS Electronics]], Elektronikkonzern&lt;br /&gt;
* [[UCS Creditunion]], Bankenvereinigung&lt;br /&gt;
* [[Varasón SA]], Lebensmittelkonzern&lt;br /&gt;
* [[Zeda SA]], Automobilkonzern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<updated>2011-03-27T17:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''UCS Creditunion''' ist eine [[Sagradien|sagradische]] Bankengruppe mit Sitz in [[Semess]]. Die Gruppe entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der '''Unión de Caixas Sagradêsas''' (UCS), in der mehrere regional agierende Sparkassen vereinigt waren, mit der '''Creditunion-Gruppe''', zu der u.a. die [[Credito Cuentezal]] und die [[Banco Popular de Sarmay, Sagonte i Sesín]] (Banco Popular) gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 machte die UCS Creditunion Schlagzeilen, als sie die traditionsreiche Großbank [[Credito Geronês]], eine der vier bedeutendsten Banken Sagradiens, kaufte. Die Credito Geronês war durch die Bankenkrise in Not geraten. Sie wird nun als Tochter der UCS Creditunion weitergeführt und betreut u.a. das Großkundengeschäft der Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Bank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<title>Sagontina Group</title>
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		<updated>2011-03-27T17:37:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''SAGCRE''' ist der Markenname der '''Societá General Sagontina de Creditoes SA''', einer der größten Geschäftsbanken [[Sagradien]]s. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Bank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Coesa_Enag&amp;diff=3843</id>
		<title>Coesa Enag</title>
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		<updated>2011-03-27T17:36:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Coesa Enag SA''' ist ein international tätiges [[Sagradien|sagradisches]] Energieerzeugungs- udn versorgungsunternehmen mit Sitz in [[Semess]]. Die ''Companía Eléctrica de Sagradia'' (COESA) war ein früheres staatliches Energieunternehmen, das 1999 teilprivatisiert wurde. Im Jahr 2010 fusionierte die Coesa (bis dahin als CoESa auftretend) mit dem in [[Ligre North]] ansässigen führenden Wasserversorger [[Enag]] (Empesa Northense de la Aguas) zum nun größten Energiekonzern Westeuropas. Coesa Enag ist auch Mehrheitseigner der [[Coesa Renovábiles]], die ausschließlich alternative Energien vertreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Energieversorger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Coesa Enag</title>
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		<updated>2011-03-27T17:36:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Coesa Enag SA''' ist ein international tätiges [[Sagradien|sagradisches]] Energieerzeugungs- udn versorgungsunternehmen mit Sitz in [[Semess]]. Die ''Companía Eléctrica de Sagradia'' (COESA) war ein früheres staatliches Energieunternehmen, das 1999 teilprivatisiert wurde. Im Jahr 2010 fusionierte die Coesa (bis dahin als CoESa auftretend) mit dem in [[Ligre North]] ansässigen führenden Wasserversorger [[Enag]] (Empesa Northense de la Aguas) zum nun größten Energiekonzern Westeuropas. Coesa Enag ist auch Mehrheitseigner der [[Coesa Renovábiles]], die ausschließlich alternative Energien vertreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Energieversorgungsunternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zeda&amp;diff=3836</id>
		<title>Zeda</title>
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		<updated>2011-03-27T12:21:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ernesto Aliureto Zeda Automobiles SA''' ist ein sagradischer Automobilhersteller mit Stammsitz in [[Joanaz de l'Arriva]]. Zeda ist die Stammmarke der [[Zeda SA|Zeda-Gruppe]], zu der außerdem u.a. die [[Micolinien|micolinische]] Marke [[Acel]] und der Sportwagenhersteller [[Minerva Gasol]] gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde im Jahr 1899 vom sagradischen Mechaniker [[Ernesto Aliureto Zeda]] gegründet. Das Stammwerk befindet sich in [[Joanaz de l’Arriva]] am oberen [[Pin]]. Heutiger Firmensitz aber ist [[Semess]]. Zeda führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1930 selbst, danach übernahmen seine beiden Söhne [[António Zeda|António]] und [[Joán María Zeda]] das Geschäft. Im Zweiten Weltkrieg produzierte Zeda Panzer und andere Militärfahrzeuge, zunächst für Deutschland, später dann für Sagradien. Nach 1945 wurde die Familie Zeda aufgrund der engen Verbindungen mit dem [[Álamo-Regime]] aus den Führungsetagen des Herstellers entfernt und die Werke wurden halb-verstaatlicht. Zeda wurde in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Ernesto Aliureto Zeda SA umgewandelt. Die Republik Sagradien verfügte nun über knapp die Hälfte der Aktienanteile, Zeda wurde so zum nationalen Automobilhersteller. Auch wenn dieser Anteil bis 1970 sukzessive auf 25 und 1986 erneut auf unter 20 Prozent verringert wurde, blieb der Einfluss des Staates auf den Konzern nachwievor groß. 1955 kehrte António Zeda als Vorstandsvorsitzender zurück in die Firmenleitung. Unter seiner Regie entwickelte sich Zeda in den Fünfziger und Sechziger Jahren zu einem der größten Automobilhersteller Europas und wurde zum Inbegriff des sagradischen Wirtschaftsbooms der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeda 30|30]]/[[Zeda 60|60]]/[[Zeda 90|90]]-Serie der Fünfziger und Sechziger Jahre wurde zu einem großen Erfolg, wobei vor allem die [[Zeda 30|&amp;quot;Trêinta&amp;quot;]] als Kleinwagen und sagradisches Volksauto sowie die [[Zeda 90|&amp;quot;Noventa&amp;quot;]] als extravaganteres Luxus-Auto der oberen Mittelklasse Kultstatus erreichten. Langfristig wurde aber die in der unteren Mittelklasse angesiedelte 4-türige [[Zeda 60|&amp;quot;Sesenta&amp;quot;]] zum größten Kassenerfolg und zum sagradischen Familienauto der Sechziger Jahre. Außerdem konnte Zeda auch durch sein legendäres Sport-Coupé [[Zeda Grandesa]] auf sich aufmerksam machen. Seit 1966 ergänzte der etwas größere, vielseitige Kleinwagen [[Zeda 45]] die 30/60/90-Serie. Der 45 war als 2-türiger Kleinwagen, als 4-türiger kleiner Familienwagen, als 5-türiger Kombi sowie als Cabriolet erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda 400]], der 1972 die „Sesenta“ als Mittelklasselimousine ablöste, startete das erste Modell der 100er-Reihe. 1976 ersetzte der [[Zeda 300]] als Kompaktklassewagen den bis 1975 produzierten Zeda 45. Als letztes Modell der alten 30/60/90-Serie wurde die Produktion der Zeda „Trêinta“ (Zeda 30) erst im Jahr 1979 eingestellt. Bereits ein Jahr zuvor war mit dem [[Zeda 200]] ein etwas größerer Kleinwagen angelaufen. Der Zeda 30, der Volkswagen Sagradiens, war damit das erfolgreichste Modell der Firmengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Zeda bereits 1974 den tulinesischen Luxus- und Sportwagen-Hersteller [[Minerva Gasol]] gekauft hatte, übernahm die Zeda SA 1977 den sagradischen Automobilhersteller [[CIFA|Companía Industrial de Fabricación de Automobiles SA]] (CIFA) mit Sitz in [[Lesta]]. Unter dem Namen Cifa wurden noch bis 1987 Automobile produziert, der Name Minerva Gasol steht noch heute für extravagante Luxus-Sportwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung des micolinischen Staatskonzerns [[Acel]] im Jahr 1983 entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Zeda und Acel, das nun seinerseits in Micolinien Zeda-Modelle unter eigenem Namen verkaufte. Nach finanziellen Schwierigkeiten bei Acel infolge des kompletten Ausstiegs des micolinischen Staates aus dem Unternehmen übernahm Zeda zwischen 1984 und 1987 sukzessive die Mehrheitsanteile an der &amp;quot;Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas SA&amp;quot; mit Sitz in [[Luenas]]. Seit 1992 besitzt Zeda 99% der micolinischen Gesellschaft, die nun umstrukturiert und in [[Acel SA]] umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde die [[Zeda SA]] als Holding-Gesellschaft der beiden Tochterunternehmen Ernesto Aliureto Zeda SA und Acel SA gegründet. Seit 1992 ist Zeda zudem als Motorenlieferant des [[Selec-Team]]s wieder in der Formel 1 tätig und übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an dem Rennstall, der seit 2005 als [[Zeda F1 Racing]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Neunziger Jahre änderte Zeda mit der Einführung des [[Zeda 301]] und des [[Zeda 401]] als Nachfolger des 300 und des 400 sukzessive seine Nomenklatur. Gleichzeitig mit der Einführung der 01-Serie erhielt die Marke auch ein neues Markengesicht mit einem rechteckigen statt trapezförmigen Markensymbol und einem charakteristischen blauen Streifen unter dem Namenszug. Besonders der 301 sowie der kurze Zeit später entwickelte [[Zeda 201]] wurden große Erfolge und festigten die Stellung Zedas im Unter- und Kompaktklasse-Segment. Das Oberklassensegment wurde 1997 durch die teilweise Zusammenlegung von [[Zeda 501|501]] und [[Zeda 601|601]] ausgedünnt, sodass der Zeda 601 auf eine längere und luxoriösere Version des 501 reduziert wurde. Dafür führte Zeda 1995 mit dem [[Zeda 701]] seinen ersten Van ein. Die Großraumlimousine für Familien war als gemeinsame Entwicklung mit Volkswagen und Ford nahezu baugleich mit dem VW Sharan, dem Seat Alhambra und dem Ford Galaxy. In den Neunzigern begann der Zeda-Konzern auch damit, gemeinsame Plattformen für Modelle der Marken Zeda und Acel zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem seit 2005 als Schwestermodell des [[Acel Vivant]] produzierten [[Zeda 101]] weitete Zeda seine Modellpalette auf das untere Segment der Kleinstwagen aus. Im Jahr 2002 kaufte Zeda von der ungarischen [[Magyarmotor]] die Markenrechte an der Marke [[Duna]] und verkaufte unter dessen Lizenz eigene Modelle in osteuropäischen Ländern. Der 2005 für den osteuropäischen und südamerikanischen Markt entwickelte [[Duna Matra]] (in Südamerika [[Zeda Bolero]]) wird seit 2007 als Billig-Auto auch erfolgreich auf dem westeuropäischen Markt verkauft. Vorbild war der Erfolg des von Renault vertriebenen Dacia Logan. Im Jahr 2009 soll der [[Duna Paso]] auf Basis des neuen [[Zeda 3]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Zeda 3]] als Nachfolger des 301 im Jahr 2008 ändert Zeda nach fast 20 Jahren erneut seine Modell-Nomenklatur. Im Jahr 2009 wurde der Nachfolger des 501 als [[Zeda 6]] vorgestellt, der wie der 501 in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist. Außerdem wird Zeda ab 2009/2010 mit den &amp;quot;Gran Petíu&amp;quot;-Modellen („der große Kleine“) auf Basis des [[Zeda 3]] bzw. [[Zeda 2]] ([[Zeda 3 Gran Petíu]], [[Zeda 2 Gran Petíu]]) einen Kompakt- und wenig später einen Minivan auf den Markt bringen. Ziel der neuen Design-Linie ist es, der Marke eine neue dynamische sportlich-elegante Note zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Modellsortiment (Stand: Frühjahr 2011) ===&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (seit 2005), Kleinstwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (seit 2011), Kleinwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Viu]] (seit 2010), Kleinwagen-Coupé&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (seit 2008), Kompaktklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (seit 2009), Kompaktvan/MPV&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (seit 2010), Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (seit 2009), Obere Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] (seit 2004), Van&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (seit 2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Crucial]] (seit 2005), SUV&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] (seit 2008), Kastenwagen/Hochdachkombi&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (seit 2007), Transporter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modellgeschichte ===&lt;br /&gt;
Kleinwagensegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 30]] (bis 1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] I (1978-1986)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] II (1986-1993)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] I (1993-2000)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] II (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] C (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (2005-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] III (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Víu]] (2010-) &lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (2011-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompaktklassesegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 45]] (1966-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] I (1976-1983)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] II (1983-1989)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] I (1989-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] II (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] III (2002-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelklasse:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 60]] (bis 1972)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] I (1972-1981)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] II (1981-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] I (1990-1997)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] II (1997-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] III (2003-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (2010-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obere Mittelklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 90]] (bis 1970)&lt;br /&gt;
* [[Zeda B20]] &amp;quot;Bevente&amp;quot; (1967-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] I (1979-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] II (1987-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] I (1996-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] II (2003-2009)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 600]] (1974-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 601]] (1996-2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coupés:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] I (1971-1977)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] II (1977-1984)&lt;br /&gt;
* [[Zeda QP]] (1986-1992)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] Coupé (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cabriolet/Roadster:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Nacoma]] (bis 1965)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] I (1965-1969)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] II (1969-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Roadster ZR1]] (1995-2001)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] CC (2003-2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompakt-Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (2009-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Gran Petíu]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] I (1995-2004)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] II (2004-2012)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 7]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geländewagen/SUV:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 801]] (1991-1998)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1001]] (2003-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] Crucial (2005-), seit 2010 als [[Zeda Crucial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochdachkombi/Kastenwagen:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] I (2000-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II City (2008-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II CarGo (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transporter: &lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (2007-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zeda&amp;diff=3835</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Aktuelles Modellsortiment (Stand: Frühjahr 2011) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ernesto Aliureto Zeda Automobiles SA''' ist ein sagradischer Automobilhersteller mit Stammsitz in [[Joanza de l'Arriva]]. Zeda ist die Stammmarke der [[Zeda SA|Zeda-Gruppe]], zu der außerdem u.a. die [[Micolinien|micolinische]] Marke [[Acel]] und der Sportwagenhersteller [[Minerva Gasol]] gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde im Jahr 1899 vom sagradischen Mechaniker [[Ernesto Aliureto Zeda]] gegründet. Das Stammwerk befindet sich in [[Joanaz de l’Arriva]] am oberen [[Pin]]. Heutiger Firmensitz aber ist [[Semess]]. Zeda führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1930 selbst, danach übernahmen seine beiden Söhne [[António Zeda|António]] und [[Joán María Zeda]] das Geschäft. Im Zweiten Weltkrieg produzierte Zeda Panzer und andere Militärfahrzeuge, zunächst für Deutschland, später dann für Sagradien. Nach 1945 wurde die Familie Zeda aufgrund der engen Verbindungen mit dem [[Álamo-Regime]] aus den Führungsetagen des Herstellers entfernt und die Werke wurden halb-verstaatlicht. Zeda wurde in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Ernesto Aliureto Zeda SA umgewandelt. Die Republik Sagradien verfügte nun über knapp die Hälfte der Aktienanteile, Zeda wurde so zum nationalen Automobilhersteller. Auch wenn dieser Anteil bis 1970 sukzessive auf 25 und 1986 erneut auf unter 20 Prozent verringert wurde, blieb der Einfluss des Staates auf den Konzern nachwievor groß. 1955 kehrte António Zeda als Vorstandsvorsitzender zurück in die Firmenleitung. Unter seiner Regie entwickelte sich Zeda in den Fünfziger und Sechziger Jahren zu einem der größten Automobilhersteller Europas und wurde zum Inbegriff des sagradischen Wirtschaftsbooms der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeda 30|30]]/[[Zeda 60|60]]/[[Zeda 90|90]]-Serie der Fünfziger und Sechziger Jahre wurde zu einem großen Erfolg, wobei vor allem die [[Zeda 30|&amp;quot;Trêinta&amp;quot;]] als Kleinwagen und sagradisches Volksauto sowie die [[Zeda 90|&amp;quot;Noventa&amp;quot;]] als extravaganteres Luxus-Auto der oberen Mittelklasse Kultstatus erreichten. Langfristig wurde aber die in der unteren Mittelklasse angesiedelte 4-türige [[Zeda 60|&amp;quot;Sesenta&amp;quot;]] zum größten Kassenerfolg und zum sagradischen Familienauto der Sechziger Jahre. Außerdem konnte Zeda auch durch sein legendäres Sport-Coupé [[Zeda Grandesa]] auf sich aufmerksam machen. Seit 1966 ergänzte der etwas größere, vielseitige Kleinwagen [[Zeda 45]] die 30/60/90-Serie. Der 45 war als 2-türiger Kleinwagen, als 4-türiger kleiner Familienwagen, als 5-türiger Kombi sowie als Cabriolet erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda 400]], der 1972 die „Sesenta“ als Mittelklasselimousine ablöste, startete das erste Modell der 100er-Reihe. 1976 ersetzte der [[Zeda 300]] als Kompaktklassewagen den bis 1975 produzierten Zeda 45. Als letztes Modell der alten 30/60/90-Serie wurde die Produktion der Zeda „Trêinta“ (Zeda 30) erst im Jahr 1979 eingestellt. Bereits ein Jahr zuvor war mit dem [[Zeda 200]] ein etwas größerer Kleinwagen angelaufen. Der Zeda 30, der Volkswagen Sagradiens, war damit das erfolgreichste Modell der Firmengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Zeda bereits 1974 den tulinesischen Luxus- und Sportwagen-Hersteller [[Minerva Gasol]] gekauft hatte, übernahm die Zeda SA 1977 den sagradischen Automobilhersteller [[CIFA|Companía Industrial de Fabricación de Automobiles SA]] (CIFA) mit Sitz in [[Lesta]]. Unter dem Namen Cifa wurden noch bis 1987 Automobile produziert, der Name Minerva Gasol steht noch heute für extravagante Luxus-Sportwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung des micolinischen Staatskonzerns [[Acel]] im Jahr 1983 entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Zeda und Acel, das nun seinerseits in Micolinien Zeda-Modelle unter eigenem Namen verkaufte. Nach finanziellen Schwierigkeiten bei Acel infolge des kompletten Ausstiegs des micolinischen Staates aus dem Unternehmen übernahm Zeda zwischen 1984 und 1987 sukzessive die Mehrheitsanteile an der &amp;quot;Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas SA&amp;quot; mit Sitz in [[Luenas]]. Seit 1992 besitzt Zeda 99% der micolinischen Gesellschaft, die nun umstrukturiert und in [[Acel SA]] umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde die [[Zeda SA]] als Holding-Gesellschaft der beiden Tochterunternehmen Ernesto Aliureto Zeda SA und Acel SA gegründet. Seit 1992 ist Zeda zudem als Motorenlieferant des [[Selec-Team]]s wieder in der Formel 1 tätig und übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an dem Rennstall, der seit 2005 als [[Zeda F1 Racing]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Neunziger Jahre änderte Zeda mit der Einführung des [[Zeda 301]] und des [[Zeda 401]] als Nachfolger des 300 und des 400 sukzessive seine Nomenklatur. Gleichzeitig mit der Einführung der 01-Serie erhielt die Marke auch ein neues Markengesicht mit einem rechteckigen statt trapezförmigen Markensymbol und einem charakteristischen blauen Streifen unter dem Namenszug. Besonders der 301 sowie der kurze Zeit später entwickelte [[Zeda 201]] wurden große Erfolge und festigten die Stellung Zedas im Unter- und Kompaktklasse-Segment. Das Oberklassensegment wurde 1997 durch die teilweise Zusammenlegung von [[Zeda 501|501]] und [[Zeda 601|601]] ausgedünnt, sodass der Zeda 601 auf eine längere und luxoriösere Version des 501 reduziert wurde. Dafür führte Zeda 1995 mit dem [[Zeda 701]] seinen ersten Van ein. Die Großraumlimousine für Familien war als gemeinsame Entwicklung mit Volkswagen und Ford nahezu baugleich mit dem VW Sharan, dem Seat Alhambra und dem Ford Galaxy. In den Neunzigern begann der Zeda-Konzern auch damit, gemeinsame Plattformen für Modelle der Marken Zeda und Acel zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem seit 2005 als Schwestermodell des [[Acel Vivant]] produzierten [[Zeda 101]] weitete Zeda seine Modellpalette auf das untere Segment der Kleinstwagen aus. Im Jahr 2002 kaufte Zeda von der ungarischen [[Magyarmotor]] die Markenrechte an der Marke [[Duna]] und verkaufte unter dessen Lizenz eigene Modelle in osteuropäischen Ländern. Der 2005 für den osteuropäischen und südamerikanischen Markt entwickelte [[Duna Matra]] (in Südamerika [[Zeda Bolero]]) wird seit 2007 als Billig-Auto auch erfolgreich auf dem westeuropäischen Markt verkauft. Vorbild war der Erfolg des von Renault vertriebenen Dacia Logan. Im Jahr 2009 soll der [[Duna Paso]] auf Basis des neuen [[Zeda 3]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Zeda 3]] als Nachfolger des 301 im Jahr 2008 ändert Zeda nach fast 20 Jahren erneut seine Modell-Nomenklatur. Im Jahr 2009 wurde der Nachfolger des 501 als [[Zeda 6]] vorgestellt, der wie der 501 in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist. Außerdem wird Zeda ab 2009/2010 mit den &amp;quot;Gran Petíu&amp;quot;-Modellen („der große Kleine“) auf Basis des [[Zeda 3]] bzw. [[Zeda 2]] ([[Zeda 3 Gran Petíu]], [[Zeda 2 Gran Petíu]]) einen Kompakt- und wenig später einen Minivan auf den Markt bringen. Ziel der neuen Design-Linie ist es, der Marke eine neue dynamische sportlich-elegante Note zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Modellsortiment (Stand: Frühjahr 2011) ===&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (seit 2005), Kleinstwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (seit 2011), Kleinwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Viu]] (seit 2010), Kleinwagen-Coupé&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (seit 2008), Kompaktklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (seit 2009), Kompaktvan/MPV&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (seit 2010), Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (seit 2009), Obere Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] (seit 2004), Van&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (seit 2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Crucial]] (seit 2005), SUV&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] (seit 2008), Kastenwagen/Hochdachkombi&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (seit 2007), Transporter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modellgeschichte ===&lt;br /&gt;
Kleinwagensegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 30]] (bis 1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] I (1978-1986)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] II (1986-1993)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] I (1993-2000)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] II (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] C (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (2005-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] III (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Víu]] (2010-) &lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (2011-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompaktklassesegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 45]] (1966-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] I (1976-1983)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] II (1983-1989)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] I (1989-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] II (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] III (2002-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelklasse:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 60]] (bis 1972)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] I (1972-1981)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] II (1981-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] I (1990-1997)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] II (1997-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] III (2003-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (2010-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obere Mittelklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 90]] (bis 1970)&lt;br /&gt;
* [[Zeda B20]] &amp;quot;Bevente&amp;quot; (1967-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] I (1979-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] II (1987-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] I (1996-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] II (2003-2009)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 600]] (1974-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 601]] (1996-2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coupés:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] I (1971-1977)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] II (1977-1984)&lt;br /&gt;
* [[Zeda QP]] (1986-1992)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] Coupé (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cabriolet/Roadster:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Nacoma]] (bis 1965)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] I (1965-1969)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] II (1969-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Roadster ZR1]] (1995-2001)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] CC (2003-2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompakt-Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (2009-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Gran Petíu]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] I (1995-2004)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] II (2004-2012)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 7]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geländewagen/SUV:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 801]] (1991-1998)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1001]] (2003-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] Crucial (2005-), seit 2010 als [[Zeda Crucial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochdachkombi/Kastenwagen:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] I (2000-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II City (2008-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II CarGo (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transporter: &lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (2007-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zeda&amp;diff=3834</id>
		<title>Zeda</title>
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		<updated>2011-03-27T12:21:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ernesto Aliureto Zeda Automobiles SA''' ist ein sagradischer Automobilhersteller mit Stammsitz in [[Joanza de l'Arriva]]. Zeda ist die Stammmarke der [[Zeda SA|Zeda-Gruppe]], zu der außerdem u.a. die [[Micolinien|micolinische]] Marke [[Acel]] und der Sportwagenhersteller [[Minerva Gasol]] gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde im Jahr 1899 vom sagradischen Mechaniker [[Ernesto Aliureto Zeda]] gegründet. Das Stammwerk befindet sich in [[Joanaz de l’Arriva]] am oberen [[Pin]]. Heutiger Firmensitz aber ist [[Semess]]. Zeda führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1930 selbst, danach übernahmen seine beiden Söhne [[António Zeda|António]] und [[Joán María Zeda]] das Geschäft. Im Zweiten Weltkrieg produzierte Zeda Panzer und andere Militärfahrzeuge, zunächst für Deutschland, später dann für Sagradien. Nach 1945 wurde die Familie Zeda aufgrund der engen Verbindungen mit dem [[Álamo-Regime]] aus den Führungsetagen des Herstellers entfernt und die Werke wurden halb-verstaatlicht. Zeda wurde in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Ernesto Aliureto Zeda SA umgewandelt. Die Republik Sagradien verfügte nun über knapp die Hälfte der Aktienanteile, Zeda wurde so zum nationalen Automobilhersteller. Auch wenn dieser Anteil bis 1970 sukzessive auf 25 und 1986 erneut auf unter 20 Prozent verringert wurde, blieb der Einfluss des Staates auf den Konzern nachwievor groß. 1955 kehrte António Zeda als Vorstandsvorsitzender zurück in die Firmenleitung. Unter seiner Regie entwickelte sich Zeda in den Fünfziger und Sechziger Jahren zu einem der größten Automobilhersteller Europas und wurde zum Inbegriff des sagradischen Wirtschaftsbooms der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeda 30|30]]/[[Zeda 60|60]]/[[Zeda 90|90]]-Serie der Fünfziger und Sechziger Jahre wurde zu einem großen Erfolg, wobei vor allem die [[Zeda 30|&amp;quot;Trêinta&amp;quot;]] als Kleinwagen und sagradisches Volksauto sowie die [[Zeda 90|&amp;quot;Noventa&amp;quot;]] als extravaganteres Luxus-Auto der oberen Mittelklasse Kultstatus erreichten. Langfristig wurde aber die in der unteren Mittelklasse angesiedelte 4-türige [[Zeda 60|&amp;quot;Sesenta&amp;quot;]] zum größten Kassenerfolg und zum sagradischen Familienauto der Sechziger Jahre. Außerdem konnte Zeda auch durch sein legendäres Sport-Coupé [[Zeda Grandesa]] auf sich aufmerksam machen. Seit 1966 ergänzte der etwas größere, vielseitige Kleinwagen [[Zeda 45]] die 30/60/90-Serie. Der 45 war als 2-türiger Kleinwagen, als 4-türiger kleiner Familienwagen, als 5-türiger Kombi sowie als Cabriolet erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda 400]], der 1972 die „Sesenta“ als Mittelklasselimousine ablöste, startete das erste Modell der 100er-Reihe. 1976 ersetzte der [[Zeda 300]] als Kompaktklassewagen den bis 1975 produzierten Zeda 45. Als letztes Modell der alten 30/60/90-Serie wurde die Produktion der Zeda „Trêinta“ (Zeda 30) erst im Jahr 1979 eingestellt. Bereits ein Jahr zuvor war mit dem [[Zeda 200]] ein etwas größerer Kleinwagen angelaufen. Der Zeda 30, der Volkswagen Sagradiens, war damit das erfolgreichste Modell der Firmengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Zeda bereits 1974 den tulinesischen Luxus- und Sportwagen-Hersteller [[Minerva Gasol]] gekauft hatte, übernahm die Zeda SA 1977 den sagradischen Automobilhersteller [[CIFA|Companía Industrial de Fabricación de Automobiles SA]] (CIFA) mit Sitz in [[Lesta]]. Unter dem Namen Cifa wurden noch bis 1987 Automobile produziert, der Name Minerva Gasol steht noch heute für extravagante Luxus-Sportwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung des micolinischen Staatskonzerns [[Acel]] im Jahr 1983 entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Zeda und Acel, das nun seinerseits in Micolinien Zeda-Modelle unter eigenem Namen verkaufte. Nach finanziellen Schwierigkeiten bei Acel infolge des kompletten Ausstiegs des micolinischen Staates aus dem Unternehmen übernahm Zeda zwischen 1984 und 1987 sukzessive die Mehrheitsanteile an der &amp;quot;Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas SA&amp;quot; mit Sitz in [[Luenas]]. Seit 1992 besitzt Zeda 99% der micolinischen Gesellschaft, die nun umstrukturiert und in [[Acel SA]] umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde die [[Zeda SA]] als Holding-Gesellschaft der beiden Tochterunternehmen Ernesto Aliureto Zeda SA und Acel SA gegründet. Seit 1992 ist Zeda zudem als Motorenlieferant des [[Selec-Team]]s wieder in der Formel 1 tätig und übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an dem Rennstall, der seit 2005 als [[Zeda F1 Racing]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Neunziger Jahre änderte Zeda mit der Einführung des [[Zeda 301]] und des [[Zeda 401]] als Nachfolger des 300 und des 400 sukzessive seine Nomenklatur. Gleichzeitig mit der Einführung der 01-Serie erhielt die Marke auch ein neues Markengesicht mit einem rechteckigen statt trapezförmigen Markensymbol und einem charakteristischen blauen Streifen unter dem Namenszug. Besonders der 301 sowie der kurze Zeit später entwickelte [[Zeda 201]] wurden große Erfolge und festigten die Stellung Zedas im Unter- und Kompaktklasse-Segment. Das Oberklassensegment wurde 1997 durch die teilweise Zusammenlegung von [[Zeda 501|501]] und [[Zeda 601|601]] ausgedünnt, sodass der Zeda 601 auf eine längere und luxoriösere Version des 501 reduziert wurde. Dafür führte Zeda 1995 mit dem [[Zeda 701]] seinen ersten Van ein. Die Großraumlimousine für Familien war als gemeinsame Entwicklung mit Volkswagen und Ford nahezu baugleich mit dem VW Sharan, dem Seat Alhambra und dem Ford Galaxy. In den Neunzigern begann der Zeda-Konzern auch damit, gemeinsame Plattformen für Modelle der Marken Zeda und Acel zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem seit 2005 als Schwestermodell des [[Acel Vivant]] produzierten [[Zeda 101]] weitete Zeda seine Modellpalette auf das untere Segment der Kleinstwagen aus. Im Jahr 2002 kaufte Zeda von der ungarischen [[Magyarmotor]] die Markenrechte an der Marke [[Duna]] und verkaufte unter dessen Lizenz eigene Modelle in osteuropäischen Ländern. Der 2005 für den osteuropäischen und südamerikanischen Markt entwickelte [[Duna Matra]] (in Südamerika [[Zeda Bolero]]) wird seit 2007 als Billig-Auto auch erfolgreich auf dem westeuropäischen Markt verkauft. Vorbild war der Erfolg des von Renault vertriebenen Dacia Logan. Im Jahr 2009 soll der [[Duna Paso]] auf Basis des neuen [[Zeda 3]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Zeda 3]] als Nachfolger des 301 im Jahr 2008 ändert Zeda nach fast 20 Jahren erneut seine Modell-Nomenklatur. Im Jahr 2009 wurde der Nachfolger des 501 als [[Zeda 6]] vorgestellt, der wie der 501 in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist. Außerdem wird Zeda ab 2009/2010 mit den &amp;quot;Gran Petíu&amp;quot;-Modellen („der große Kleine“) auf Basis des [[Zeda 3]] bzw. [[Zeda 2]] ([[Zeda 3 Gran Petíu]], [[Zeda 2 Gran Petíu]]) einen Kompakt- und wenig später einen Minivan auf den Markt bringen. Ziel der neuen Design-Linie ist es, der Marke eine neue dynamische sportlich-elegante Note zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Modellsortiment (Stand: Frühjahr 2011) ===&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (seit 2005), Kleinstwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (seit 2011), Kleinwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Viu]] (seit 2010), Kleinwagen-Coupé&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (seit 2008), Kompaktklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (seit 2009), Kompaktvan/MPV&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (seit 2010), Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (seit 2009), Obere Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] (seit 2004), Van&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (seit 2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Crucial]] (seit 2005), SUV&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] (seit 2008), Kastenwagen/Hochdachkombi&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (seit 2007), Transporter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modellgeschichte ===&lt;br /&gt;
Kleinwagensegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 30]] (bis 1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] I (1978-1986)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] II (1986-1993)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] I (1993-2000)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] II (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] C (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (2005-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] III (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Víu]] (2010-) &lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (2011-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompaktklassesegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 45]] (1966-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] I (1976-1983)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] II (1983-1989)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] I (1989-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] II (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] III (2002-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelklasse:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 60]] (bis 1972)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] I (1972-1981)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] II (1981-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] I (1990-1997)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] II (1997-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] III (2003-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (2010-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obere Mittelklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 90]] (bis 1970)&lt;br /&gt;
* [[Zeda B20]] &amp;quot;Bevente&amp;quot; (1967-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] I (1979-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] II (1987-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] I (1996-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] II (2003-2009)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 600]] (1974-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 601]] (1996-2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coupés:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] I (1971-1977)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] II (1977-1984)&lt;br /&gt;
* [[Zeda QP]] (1986-1992)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] Coupé (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cabriolet/Roadster:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Nacoma]] (bis 1965)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] I (1965-1969)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] II (1969-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Roadster ZR1]] (1995-2001)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] CC (2003-2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompakt-Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (2009-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Gran Petíu]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] I (1995-2004)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] II (2004-2012)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 7]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geländewagen/SUV:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 801]] (1991-1998)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1001]] (2003-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] Crucial (2005-), seit 2010 als [[Zeda Crucial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochdachkombi/Kastenwagen:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] I (2000-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II City (2008-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II CarGo (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transporter: &lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (2007-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Acel SA''' (ursprünglich: ''Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas'') ist ein [[Micolinien|micolinischer]] Fahrzeughersteller mit Sitz in [[Luenas]], der Teil des [[Zeda SA|Zeda-Konzerns]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Modelle ===&lt;br /&gt;
* [[Acel Vivant]], Kleinstwagen, Nachfolger des [[Acel Adretta]], baugleich mit dem [[Zeda 101]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Elane]], Kleinwagen, Nachfolger des [[Acel Arena]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Arcade]], Kompaktklasse, Nachfolger des [[Acel Marina]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Valette]], Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Setra]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Noblesse]], obere Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Cadia]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Nano]], Minivan&lt;br /&gt;
* [[Acel Esplanade]], Kompakt-Van&lt;br /&gt;
* [[Acel Estade]], Großraum-Van, Nachfolger des [[Acel Macara]], baugleich mit dem [[Zeda 701]]&lt;br /&gt;
* [[Acel A-Cross]], SUV&lt;br /&gt;
* [[Acel Lime]], Hochdachkombi/Kastenwagen, baugleich mit dem [[Zeda Spring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Acel]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Fábrica Automobiles Minerva Gasol SRL''', kurz '''Minerva Gasol''', ist ein [[Tulis|tulinesischer]] Sportwagenhersteller, der zum [[Zeda SA|Zeda-Konzern]] gehört. Die Fábrica Automobiles Minerva Gasol wurde 1912 von den Brüdern Carles, Dián und Armando Gasol in Tulis gegründet. Große Erfolge feierte das Unternehmen im Rennsport, wo man lange Zeit am Indianapolis 500, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie bis 1967 an Rennen der Formel1-Serie teilnahm. Seit 1974 gehört die Marke zum Zeda-Konzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben noblen Sportcoupés und Cabriolets stellt Minerva Gasol auch sportliche Oberklasse-Limousinen sowie ausdrückliche Rennwagen her. Seit 2006 wird auch das Zeda Coupé bei Minerva Gasol in [[Freúte]] bei Tulis produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Modelle sind: &lt;br /&gt;
* [[GS Esperança]], Sportcoupé&lt;br /&gt;
* [[GS Sport Gran Turismo]], Sportcoupé&lt;br /&gt;
* [[Minerva Espíritu]], Sportcoupé&lt;br /&gt;
* [[GX Extravagança]], Oberklasselimousine (Platform [[Zeda6]]/[[Acel Noblesse]])&lt;br /&gt;
* [[Minerva Spider]], Cabriolet/Roadster&lt;br /&gt;
* [[Minerva Vel-Citá]], Rennwagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken im Zeda-Konzern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Acel SA''' (ursprünglich: ''Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas'') ist ein [[Micolinien|micolinischer]] Fahrzeughersteller mit Sitz in [[Luenas]], der Teil des [[Zeda SA|Zeda-Konzerns]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Modelle ===&lt;br /&gt;
* [[Acel Vivant]], Kleinstwagen, Nachfolger des [[Acel Adretta]], baugleich mit dem [[Zeda 101]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Elane]], Kleinwagen, Nachfolger des [[Acel Arena]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Arcade]], Kompaktklasse, Nachfolger des [[Acel Marina]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Valette]], Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Setra]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Noblesse]], obere Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Cadia]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Nano]], Minivan&lt;br /&gt;
* [[Acel Esplanade]], Kompakt-Van&lt;br /&gt;
* [[Acel Estade]], Großraum-Van, Nachfolger des [[Acel Macara]], baugleich mit dem [[Zeda 701]]&lt;br /&gt;
* [[Acel A-Cross]], SUV&lt;br /&gt;
* [[Acel Lime]], Hochdachkombi/Kastenwagen, baugleich mit dem [[Zeda Spring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Marken des Zeda-Konzerns]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<updated>2011-03-27T12:17:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Acel SA''' (ursprünglich: ''Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas'') ist ein [[Micolinien|micolinischer]] Fahrzeughersteller mit Sitz in [[Luenas]], der Teil des [[Zeda SA|Zeda-Konzerns]] ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Modelle ===&lt;br /&gt;
* [[Acel Vivant]], Kleinstwagen, Nachfolger des [[Acel Adretta]], baugleich mit dem [[Zeda 101]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Elane]], Kleinwagen, Nachfolger des [[Acel Arena]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Arcade]], Kompaktklasse, Nachfolger des [[Acel Marina]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Valette]], Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Setra]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Noblesse]], obere Mittelklasse, Nachfolger des [[Acel Cadia]]&lt;br /&gt;
* [[Acel Nano]], Minivan&lt;br /&gt;
* [[Acel Esplanade]], Kompakt-Van&lt;br /&gt;
* [[Acel Estade]], Großraum-Van, Nachfolger des [[Acel Macara]], baugleich mit dem [[Zeda 701]]&lt;br /&gt;
* [[Acel A-Cross]], SUV&lt;br /&gt;
* [[Acel Lime]], Hochdachkombi/Kastenwagen, baugleich mit dem [[Zeda Spring]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.144.35</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Zeda&amp;diff=3828</id>
		<title>Zeda</title>
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		<updated>2011-03-27T12:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.144.35: /* Modellgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ernesto Aliureto Zeda Automobiles SA''' ist ein sagradischer Automobilhersteller mit Stammsitz in [[Joanza de l'Arriva]]. Zeda ist die Stammmarke der [[Zeda SA|Zeda-Gruppe]], zu der außerdem u.a. die [[Micolinien|micolinische]] Marke [[Acel]] und der Sportwagenhersteller [[Minerva Gasol]] gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmensgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde im Jahr 1899 vom sagradischen Mechaniker [[Ernesto Aliureto Zeda]] gegründet. Das Stammwerk befindet sich in [[Joanaz de l’Arriva]] am oberen [[Pin]]. Heutiger Firmensitz aber ist [[Semess]]. Zeda führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1930 selbst, danach übernahmen seine beiden Söhne [[António Zeda|António]] und [[Joán María Zeda]] das Geschäft. Im Zweiten Weltkrieg produzierte Zeda Panzer und andere Militärfahrzeuge, zunächst für Deutschland, später dann für Sagradien. Nach 1945 wurde die Familie Zeda aufgrund der engen Verbindungen mit dem [[Álamo-Regime]] aus den Führungsetagen des Herstellers entfernt und die Werke wurden halb-verstaatlicht. Zeda wurde in eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Ernesto Aliureto Zeda SA umgewandelt. Die Republik Sagradien verfügte nun über knapp die Hälfte der Aktienanteile, Zeda wurde so zum nationalen Automobilhersteller. Auch wenn dieser Anteil bis 1970 sukzessive auf 25 und 1986 erneut auf unter 20 Prozent verringert wurde, blieb der Einfluss des Staates auf den Konzern nachwievor groß. 1955 kehrte António Zeda als Vorstandsvorsitzender zurück in die Firmenleitung. Unter seiner Regie entwickelte sich Zeda in den Fünfziger und Sechziger Jahren zu einem der größten Automobilhersteller Europas und wurde zum Inbegriff des sagradischen Wirtschaftsbooms der Nachkriegszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeda 30|30]]/[[Zeda 60|60]]/[[Zeda 90|90]]-Serie der Fünfziger und Sechziger Jahre wurde zu einem großen Erfolg, wobei vor allem die [[Zeda 30|&amp;quot;Trêinta&amp;quot;]] als Kleinwagen und sagradisches Volksauto sowie die [[Zeda 90|&amp;quot;Noventa&amp;quot;]] als extravaganteres Luxus-Auto der oberen Mittelklasse Kultstatus erreichten. Langfristig wurde aber die in der unteren Mittelklasse angesiedelte 4-türige [[Zeda 60|&amp;quot;Sesenta&amp;quot;]] zum größten Kassenerfolg und zum sagradischen Familienauto der Sechziger Jahre. Außerdem konnte Zeda auch durch sein legendäres Sport-Coupé [[Zeda Grandesa]] auf sich aufmerksam machen. Seit 1966 ergänzte der etwas größere, vielseitige Kleinwagen [[Zeda 45]] die 30/60/90-Serie. Der 45 war als 2-türiger Kleinwagen, als 4-türiger kleiner Familienwagen, als 5-türiger Kombi sowie als Cabriolet erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zeda 400]], der 1972 die „Sesenta“ als Mittelklasselimousine ablöste, startete das erste Modell der 100er-Reihe. 1976 ersetzte der [[Zeda 300]] als Kompaktklassewagen den bis 1975 produzierten Zeda 45. Als letztes Modell der alten 30/60/90-Serie wurde die Produktion der Zeda „Trêinta“ (Zeda 30) erst im Jahr 1979 eingestellt. Bereits ein Jahr zuvor war mit dem [[Zeda 200]] ein etwas größerer Kleinwagen angelaufen. Der Zeda 30, der Volkswagen Sagradiens, war damit das erfolgreichste Modell der Firmengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Zeda bereits 1974 den tulinesischen Luxus- und Sportwagen-Hersteller [[Minerva Gasol]] gekauft hatte, übernahm die Zeda SA 1977 den sagradischen Automobilhersteller [[CIFA|Companía Industrial de Fabricación de Automobiles SA]] (CIFA) mit Sitz in [[Lesta]]. Unter dem Namen Cifa wurden noch bis 1987 Automobile produziert, der Name Minerva Gasol steht noch heute für extravagante Luxus-Sportwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Privatisierung des micolinischen Staatskonzerns [[Acel]] im Jahr 1983 entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Zeda und Acel, das nun seinerseits in Micolinien Zeda-Modelle unter eigenem Namen verkaufte. Nach finanziellen Schwierigkeiten bei Acel infolge des kompletten Ausstiegs des micolinischen Staates aus dem Unternehmen übernahm Zeda zwischen 1984 und 1987 sukzessive die Mehrheitsanteile an der &amp;quot;Automobiles e Cicletes Estatales de Luenas SA&amp;quot; mit Sitz in [[Luenas]]. Seit 1992 besitzt Zeda 99% der micolinischen Gesellschaft, die nun umstrukturiert und in [[Acel SA]] umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde die [[Zeda SA]] als Holding-Gesellschaft der beiden Tochterunternehmen Ernesto Aliureto Zeda SA und Acel SA gegründet. Seit 1992 ist Zeda zudem als Motorenlieferant des [[Selec-Team]]s wieder in der Formel 1 tätig und übernahm im Jahr 2004 die Mehrheit an dem Rennstall, der seit 2005 als [[Zeda F1 Racing]] firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Neunziger Jahre änderte Zeda mit der Einführung des [[Zeda 301]] und des [[Zeda 401]] als Nachfolger des 300 und des 400 sukzessive seine Nomenklatur. Gleichzeitig mit der Einführung der 01-Serie erhielt die Marke auch ein neues Markengesicht mit einem rechteckigen statt trapezförmigen Markensymbol und einem charakteristischen blauen Streifen unter dem Namenszug. Besonders der 301 sowie der kurze Zeit später entwickelte [[Zeda 201]] wurden große Erfolge und festigten die Stellung Zedas im Unter- und Kompaktklasse-Segment. Das Oberklassensegment wurde 1997 durch die teilweise Zusammenlegung von [[Zeda 501|501]] und [[Zeda 601|601]] ausgedünnt, sodass der Zeda 601 auf eine längere und luxoriösere Version des 501 reduziert wurde. Dafür führte Zeda 1995 mit dem [[Zeda 701]] seinen ersten Van ein. Die Großraumlimousine für Familien war als gemeinsame Entwicklung mit Volkswagen und Ford nahezu baugleich mit dem VW Sharan, dem Seat Alhambra und dem Ford Galaxy. In den Neunzigern begann der Zeda-Konzern auch damit, gemeinsame Plattformen für Modelle der Marken Zeda und Acel zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem seit 2005 als Schwestermodell des [[Acel Vivant]] produzierten [[Zeda 101]] weitete Zeda seine Modellpalette auf das untere Segment der Kleinstwagen aus. Im Jahr 2002 kaufte Zeda von der ungarischen [[Magyarmotor]] die Markenrechte an der Marke [[Duna]] und verkaufte unter dessen Lizenz eigene Modelle in osteuropäischen Ländern. Der 2005 für den osteuropäischen und südamerikanischen Markt entwickelte [[Duna Matra]] (in Südamerika [[Zeda Bolero]]) wird seit 2007 als Billig-Auto auch erfolgreich auf dem westeuropäischen Markt verkauft. Vorbild war der Erfolg des von Renault vertriebenen Dacia Logan. Im Jahr 2009 soll der [[Duna Paso]] auf Basis des neuen [[Zeda 3]] folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Zeda 3]] als Nachfolger des 301 im Jahr 2008 ändert Zeda nach fast 20 Jahren erneut seine Modell-Nomenklatur. Im Jahr 2009 wurde der Nachfolger des 501 als [[Zeda 6]] vorgestellt, der wie der 501 in der oberen Mittelklasse angesiedelt ist. Außerdem wird Zeda ab 2009/2010 mit den &amp;quot;Gran Petíu&amp;quot;-Modellen („der große Kleine“) auf Basis des [[Zeda 3]] bzw. [[Zeda 2]] ([[Zeda 3 Gran Petíu]], [[Zeda 2 Gran Petíu]]) einen Kompakt- und wenig später einen Minivan auf den Markt bringen. Ziel der neuen Design-Linie ist es, der Marke eine neue dynamische sportlich-elegante Note zu verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Modellsortiment (Stand: Frühjahr 2011) ===&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (seit 2005), Kleinstwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (seit 2011), Kleinwagen&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Viu]] (seit 2010), Kleinwagen-Coupé&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (seit 2008), Kompaktklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (seit 2009), Kompaktvan/MPV&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (seit 2010), Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (seit 2009), Obere Mittelklasse&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] (seit 2004), Van&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (seit 2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Crucial]] (seit 2005), SUV&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] (seit 2008), Kastenwagen/Hochdachkombi&lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (seit 2007), Transporter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modellgeschichte ===&lt;br /&gt;
Kleinwagensegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 30]] (bis 1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] I (1978-1986)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 200]] II (1986-1993)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] I (1993-2000)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] II (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] C (2000-2006)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 101]] (2005-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 201]] III (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Víu]] (2010-) &lt;br /&gt;
* [[Zeda 2]] (2011-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompaktklassesegment:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 45]] (1966-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] I (1976-1983)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 300]] II (1983-1989)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] I (1989-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] II (1996-2002)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] III (2002-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelklasse:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 60]] (bis 1972)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] I (1972-1981)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 400]] II (1981-1990)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] I (1990-1997)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] II (1997-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] III (2003-2010)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 4]] (2010-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obere Mittelklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 90]] (bis 1970)&lt;br /&gt;
* [[Zeda B20]] &amp;quot;Bevente&amp;quot; (1967-1975)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] I (1979-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 500]] II (1987-1996)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] I (1996-2003)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 501]] II (2003-2009)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 6]] (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberklasse: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 600]] (1974-1987)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 601]] (1996-2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coupés:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] I (1971-1977)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Avante]] II (1977-1984)&lt;br /&gt;
* [[Zeda QP]] (1986-1992)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Coupé]] (2006-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 3]] Coupé (2009-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cabriolet/Roadster:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Nacoma]] (bis 1965)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] I (1965-1969)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spider]] II (1969-1979)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Roadster ZR1]] (1995-2001)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 301]] CC (2003-2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompakt-Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 3 Gran Petíu]] (2009-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 2 Gran Petíu]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Van: &lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] I (1995-2004)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 701]] II (2004-2012)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 7]] (2012-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geländewagen/SUV:&lt;br /&gt;
* [[Zeda 801]] (1991-1998)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 1001]] (2003-2011)&lt;br /&gt;
* [[Zeda 401]] Crucial (2005-), seit 2010 als [[Zeda Crucial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochdachkombi/Kastenwagen:&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] I (2000-2008)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II City (2008-)&lt;br /&gt;
* [[Zeda Spring]] II CarGo (2008-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transporter: &lt;br /&gt;
* [[Zeda Caster]] (2007-)&lt;/div&gt;</summary>
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