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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Vienne</title>
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		<updated>2012-03-29T23:33:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Haus Vienne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Folge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesco]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722/23 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten. Unterstützt wurde Philipp Karl von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Ein Königtum Philipp Karls in Nachfolge seiner beiden Brüder wurde nicht ausgeschlossen, aber von Seiten der Stände an eine Zustimmung zu den Codices Magna gebunden. Die Verlobung des Santori-Prinzen [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]] mit der Prinzessin [[Maria I.|Maria Luise]] markierte schließlich das Scheitern der Verhandlungen mit Philipp Karl, der die Verlobung und die damit wahrscheinlich gewordene Thronfolge des Paares nicht anerkannte und mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Verhandlungen mit dem Santori-Prinzen Johann Franz und seinem Vater Maximilian II. wurden beschleunigt und schließlich ausgesetzt. Als ''Prinz von Sagradien'' wurde Johann im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres ernannt. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte das Heer Johanns seinen Gegner Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen entscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls war einstweilen besiegt. Den Sieg hatten die Stände aber nicht alleine erreicht, die Stellung des künftigen Königs Johann Franz von Cuentez war deutlich gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum Marias I. und Johanns III. === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König [[Maximilian II. von Cuentez]]. Als Grundbedingung musste Johann Franz zusammen mit seiner künftigen Ehefrau die Codices Magna bestätigen und beschwören, konnte in den Detail-Regelungen aber eine deutlich stärkere Stellung des Monarchen(paares) gegenüber den Ständen durchsetzen, als diesen lieb war. Im Juli 1723 kam es in Semess zur Hochzeit, im August schworen [[Maria I.]] und [[Johann III.]] vor der Städteversammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide im traditionellen [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem republikanischem Intermezzo (''Biênio Republicano'') und insgesamt mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg wieder ein allseits akzeptiertes Herrscherpaar, das nach allgemeiner Vorstellung künftig gemeinsam mit den Ständen regieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Philippkarlisten, durch militärische Operationen von Frankreich aus, vor allem aber durch loyalistische Aufstände eine absolutistische Restauration durchzusetzen, scheiterten, zogen sich aber noch bis 1735 hin. Vor allem der Tod Luis Gabriels, des einzigen Sohnes Philipp Karls von Viça, im Jahr 1728 schwächte die Philippkarlisten, denen der dynastische Nachfolger fehlte. Letztmals versuchte Philipp Karls Schwiegersohn [[Heinrich von Vallador]] nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] 1735 einen groß angelegten Aufstand, der jedoch niedergeschlagen werden konnte. Sein Versuch, Gegner Johanns III. auf seine Seite zu ziehen, scheiterte weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folge der Bürgerkriege ===&lt;br /&gt;
Der aus den Bürgerkriegen hervorgegangene Thronkonflikt blieb jedoch bestehen, zumal Philipp Karl kurz vor seinem Tod 1740 seine Herrschaftsansprüche auf den Sohn seiner Schwester, [[Louis-Gabriel de Vienne]] übertrug, der diese schließlich 14 Jahre später nach dem Tod [[David II.|Davids II.]] gegen Johanns und Marias Tochter [[Maria II.]] geltend machte. Der in der Folge ausgetragene [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradische Erbfolgekrieg]] kann daher als Folgekonflikt der Bürgerkriege von 1713-1723/35 verstanden werden, in dem erneut auch das Verhältnis der sagradischen Stände zum Königtum zur Diskussion gestellt wurde, letztlich aber in einem wieder erstarkten Königtum unter den Königen der [[Vienne]]-Dynastie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=8966</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:30:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Königtum Marias I. und Johanns III. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesco]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722/23 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten. Unterstützt wurde Philipp Karl von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Ein Königtum Philipp Karls in Nachfolge seiner beiden Brüder wurde nicht ausgeschlossen, aber von Seiten der Stände an eine Zustimmung zu den Codices Magna gebunden. Die Verlobung des Santori-Prinzen [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]] mit der Prinzessin [[Maria I.|Maria Luise]] markierte schließlich das Scheitern der Verhandlungen mit Philipp Karl, der die Verlobung und die damit wahrscheinlich gewordene Thronfolge des Paares nicht anerkannte und mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Verhandlungen mit dem Santori-Prinzen Johann Franz und seinem Vater Maximilian II. wurden beschleunigt und schließlich ausgesetzt. Als ''Prinz von Sagradien'' wurde Johann im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres ernannt. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte das Heer Johanns seinen Gegner Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen entscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls war einstweilen besiegt. Den Sieg hatten die Stände aber nicht alleine erreicht, die Stellung des künftigen Königs Johann Franz von Cuentez war deutlich gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum Marias I. und Johanns III. === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König [[Maximilian II. von Cuentez]]. Als Grundbedingung musste Johann Franz zusammen mit seiner künftigen Ehefrau die Codices Magna bestätigen und beschwören, konnte in den Detail-Regelungen aber eine deutlich stärkere Stellung des Monarchen(paares) gegenüber den Ständen durchsetzen, als diesen lieb war. Im Juli 1723 kam es in Semess zur Hochzeit, im August schworen [[Maria I.]] und [[Johann III.]] vor der Städteversammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide im traditionellen [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem republikanischem Intermezzo (''Biênio Republicano'') und insgesamt mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg wieder ein allseits akzeptiertes Herrscherpaar, das nach allgemeiner Vorstellung künftig gemeinsam mit den Ständen regieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versuche der Philippkarlisten, durch militärische Operationen von Frankreich aus, vor allem aber durch loyalistische Aufstände eine absolutistische Restauration durchzusetzen, scheiterten, zogen sich aber noch bis 1735 hin. Vor allem der Tod Luis Gabriels, des einzigen Sohnes Philipp Karls von Viça, im Jahr 1728 schwächte die Philippkarlisten, denen der dynastische Nachfolger fehlte. Letztmals versuchte Philipp Karls Schwiegersohn [[Heinrich von Vallador]] nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] 1735 einen groß angelegten Aufstand, der jedoch niedergeschlagen werden konnte. Sein Versuch, Gegner Johanns III. auf seine Seite zu ziehen, scheiterte weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folge ===&lt;br /&gt;
Der aus den Bürgerkriegen hervorgegangene Thronkonflikt blieb jedoch bestehen, zumal Philipp Karl kurz vor seinem Tod 1740 seine Herrschaftsansprüche auf den Sohn seiner Schwester, [[Louis-Gabriel de Vienne]] übertrug, der diese schließlich 14 Jahre später nach dem Tod [[David II.|Davids II.]] gegen Johanns und Marias Tochter [[Maria II.]] geltend machte. Der in der Folge ausgetragene [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradische Erbfolgekrieg]] kann daher als Folgekonflikt der Bürgerkriege von 1713-1723/35 verstanden werden.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Philipp Karl von Viça</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Philipp Karl von Sántori''', [[Herzog von Viça]] und Graf von Noyar (sagr. ''Don Filipe Carles de Viça'', *1689, †1740) war der jüngste Sohn des sagradischen Thronfolgers [[Gabriel Agosto]] und Enkel König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] sowie ein Bruder der [[König von Sagradien|sagradischen Könige]] [[Danadier II.]] und [[Peter II.]] Nach der Ermordung Peters II. im [[Aufstand vom 23. Mai 1721]] war Prinz Filipe Carles als einzig verbliebener Enkel Gabriels VII. in männlicher Linie Anwärter auf den sagradischen Thron und Anführer der antikoalitionären royalistischen [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkriegspartei]]. Seine Anhänger wurden als ''Filipecarlistas'' bezeichnet. Er selbst bezeichnete sich bis zu seinem Tod 1740 als ''Filipe Carles Rei de Sagradia''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Don Filipe Carles María Javier Fernando Agosto de Sántori i Borbón wurde 1689 als jüngster Sohn des sagradischen Thronfolgers Don [[Gabriel Agosto]], [[Prinz von Sarmay]], und dessen Frau Marie Josephine von Bourbon, Tochter Ludwigs XIV., geboren. Seine älteren Brüder waren [[Danadier II.|Don Luis Danadier]] und [[Peter II.|Don Pietro Joán]], seine Großväter König [[Gabriel VII.]] von Sagradien und König Ludwig XIV. von Frankreich. Als Philipp Karl sechs Jahre alt war, starb sein Vater, sein Bruder Luis Danadier bestieg nach dem Tod des Großvaters 1698 als Danadier II. den sagradischen Thron. Philipp Karl, bis dahin als Graf von Noyar bekannt, erhielt nun den Titel eines Herzogs von Viça, den zuvor sein Onkel Joán Filipe gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp Karl heiratete im Jahr 1710 seine vier Jahre jüngere Großcousine Jeanne Philippe d'Orléans, die Tochter des späteren französischen Regenten Philipp II. von Orléans. 1713 kam der gemeinsame Sohn Luis Gabriel zur Welt, der später den Titel eines Herzogs von Lojandía erhielt. Im gleichen Jahr begann der [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] seines Bruders Danadier gegen die oppositionelle Adelskoalition unter Philipp Karls und Danadiers Schwager [[José de Sesín]], in der es um die absolutistische Regierungsform und die Macht von König und Ständen ging. Anders als sein Bruder Pietro, der sich um Vermittlung bemührte, stellte sich Philipp Karl klar auf die Seite des Königs und wurde zu einem der energischsten Verfechter des absoluten Königtums. Jedoch gelang es ihm nicht, seinen Schwiegervater, seit 1715 Regent von Frankreich, zu einem militärischen Eingreifen Frankreichs in die innersagradische Auseinandersetzung zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als König Danadier im Februar 1721 überraschend verstarb, gelangte sein älterer Bruder Pietro als [[Peter II.]] auf den Thron. Gegen den Willen Philipp Karls leitete dieser unmittelbare Waffenstillstandsverhandlungen ein, was vor allem der aussichtslosen militärischen und finanziellen Lage der Königspartei geschuldet war. Mehrmals versuchte Philipp Karl erfolglos, die Verhandlungen zu torpedieren. Als es am 23. Mai 1721 schließlich zu einem neuerlichen Volksaufstand in [[Semess]] kam, bei dem Peter II. das Leben ließ, hielt sich Philipp Karl in Amoria auf. Nachdem er von der Nachricht des Todes seines Bruders gehört hatte, rief er sich unmittelbar zum neuen König aus, wurde nach einem gescheiterten Mordversuch jedoch über die französische Grenze außer Landes geschafft. Derweil rief der Bürgerliche [[Simón Bernord]] in Semess die Republik aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Koalitionäre den republikanischen Aufstand niederschlagen und die Macht in Semess übernehmen konnten, rüstete Philipp Karl in Frankreich zu einer Fortsetzung des Bürgerkriegs und nahm währenddessen Verhandlungen mit der Koalition auf. Diese weigerten sich aber, den Bruder des Königs ohne Zugeständnisse als neuen Monarchen anzuerkennen und drängten auf eine Einberufung der Generalstände, was Philipp Karl jedoch verweigerte. Schließlich kam es ohne Philipp Karls Zustimmung zur Einberufung einer neuen Ständeversammlung in Sagradien, die Philipp Karl ausdrücklich nicht als König anerkannte und stattdessen Prinzessin Isabela, der Tochter Danadiers II., den Thron antrugen. Als diese jedoch 1722 starb, wandten sich die Koalionäre an den cuentesischen König [[Johann III.]], der Danadiers jüngere Tochter [[Maria I.|María Luísa]] heiraten sollte. Mit dem Einfall Philipp Karls, der die Nachfolge seiner Nichte nicht anerkannte, in Viça begann der Bürgerkrieg von neuem. Binn kurzem eroberte Philipp Karl große Teile des Nordostens und rückte bis in die [[Cabeza]] vor. Die Stände beschleunigten daraufhin die Verhandlungen mit Johann von Cuentez und übergaben ihm den Oberbefehl über die Truppen. In der [[Schlacht bei Canar]] in der Landschaft [[Soler]] wurde das Heer Philipp Karls besiegt, der Prinz musste ins französische Exil zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und Maria heirateten schließlich und betraten 1723 gemeinsam den sagradischen Thron, nachdem sie den Eid auf die [[Codices Magna]] der Stände geleistet und damit den Bürgerkrieg offiziell beendet hatten. Danach kam es - besonders in Nordostsagradien - immer wieder zu Aufständen der Anhänger Philipp Karls, die sich als ''Filipecarlistas'' bezeichneten, von größerem Erfolg war jedoch keine der Erhebungen. Nach dem Tod von Philipp Karls einzigem Sohn Luis Gabriel im Jahr 1728 war Philipp Karl zudem ohne eigenen männlichen Nachkommen. Sein Schwiegersohn Heinrich von Vallador versuchte danach vergebens, als neuer filipecarlistischer Thronprätendent anerkannt zu werden. Sein Aufstand nach dem Tod Marias und ihres Sohnes [[David II.]] im Jahr 1735 führte zu seiner Verhaftung und Hinrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor seinem Tod 1740 übertrug Philipp Karl alle seine Thronansprüche auf seine Schwester Maria Anna und ihre Kinder aus der Ehe mit [[Antoine de Bourbon, duc de Vienne|Antoine de Vienne, Herzog von Mantua und Montferrat]]. Deren Sohn [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel]] bestieg schließlich als [[Gabriel VIII.]] 1757 den sagradischen Thron.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen ''Siebenjährigen Krieg'' bildete. Mit dem Tod [[Maria I. von Servette|Marias I. von Servette]] und dem Angriff [[Karl X. von Micolinien|Karls X. von Micolinien]] auf das [[Großherzogtum Servette]] vermischte sich der Thronkonflikt in Sagradien zudem mit der seit dem [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] ungelösten Frage des Status der Servettinischen Lande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. Micolinien dagegen konnte sich den Besitz Servettes sichern und die Jahrhunderte lang angestrebte Wiedervereinigung des Königreichs mit dem reichen Süden der Halbinsel entscheidend vorantreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Mit dem Tod [[Maria I. von Servette|Marias I. von Servette]] und dem Angriff [[Karl X. von Micolinien|Karls X. von Micolinien]] auf das [[Großherzogtum Servette]] vermischte sich der Thronkonflikt in Sagradien zudem mit der seit dem [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] ungelösten Frage des Status der Servettinischen Lande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. Micolinien dagegen konnte sich den Besitz Servettes sichern und die Jahrhunderte lang angestrebte Wiedervereinigung des Königreichs mit dem reichen Süden der Halbinsel entscheidend vorantreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8962</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:06:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Mit dem Tod [[Maria I. von Servette|Marias I. von Servette]] und dem Angriff [[Karl X. von Micolinien|Karls X. von Micolinien]] auf das [[Großherzogtum Servette]] vermischte sich der Thronkonflikt in Sagradien zudem mit der seit dem [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] ungelösten Frage des Status der Servettinischen Lande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] als Königin und König mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. Micolinien dagegen konnte sich den Besitz Servettes sichern und die Jahrhunderte lang angestrebte Wiedervereinigung des Königreichs mit dem reichen Süden der Halbinsel entscheidend vorantreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:01:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Ende des Krieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] als Königin und König mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:01:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Nachspiel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] als Königin und König mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8959</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T23:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten letzten [[Santori]]-Königin [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] aus dem [[Haus Piacone]] als Königin und König mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den sagradischen Thron zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8958</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T22:58:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' (1755/56-1760) wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der nach zunächst bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen innerhalb Sagradiens durch Eintritt der Mächte Frankreich und Micolinien im Jahr 1756 offen als internationaler Konflikt ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete. Letztlich gelang es Frankreich, nach der Absetzung der von Micolinien protegierten [[Maria II.]] und ihres Mannes [[Anton II. Ramon]] als Königin und König mit [[Gabriel VIII.]] die bis zum Ende der Monarchie 1891 regierende Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf den Thron der Santori zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T22:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachspiel ===&lt;br /&gt;
Mit der Konsolidierung seines Königtums u.a. durch eine umfassende Amnestie für alle seine Gegner legte Gabriel VIII. den Grundstein für die bis zum Ende der Monarchie 1891 andauernde Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] auf dem sagradischen Thron. Als Nachkomme [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] stellte er sein Königtum in unmittelbare Kontinuität zu den [[Santori]]-Königen auf dem Thron. Die profranzösische Bündnisorientierung in der Außenpolitik, ein klarer Bruch zur Politik Johanns III., blieb danach erhalten und führte Sagradien u.a. in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8956</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8956"/>
		<updated>2012-03-29T22:48:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Sagradische Nachfolgefrage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz sich der Seite Micoliniens anschloss. Der preußische Einfall in Sachsen im August 1756 löste schließlich den Krieg um Schlesien aus, während England und Frankreich schon seit 1754 im Krieg miteinander lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Auf dem servettinischen Kriegsschauplatz konnte Micolinien rasche Erfolge feiern und eroberte den größten Teil des Landes handstreichartig. Die Armee Louis-Gabriel de Viennes konnte dagegen größere Teile des sagradischen Südwestens erobern. Die Hoffnung Antonio Ramóns, der den Oberbefehl über die marianischen Heere übernahm, Micolinien werde die Verfolgung Viennes aufnehmen, wurden enttäuscht, da sich Karl X. zunächst um die Konsolidierung seiner gerade eroberten Stellung in Servette konzentrierte und sein Kriegsziel im Wesentlichen erreicht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Antonio Ramón in der Bretagne eingefallen war, konnte er diese Stellung zunächst halten, aber keine weiteren Gebietsgewinne in Frankreich verbuchen. 1757 folgte der Gegenschlag der Franzosen, den auch britische Kontingente nicht aufhalten konnten. In der [[Schlacht von Cavalla]] musste der Piacone eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Der Vormarsch der Franzosen war nicht länger aufzuhalten. Der Flucht Antonios und Marias nach Micolinien folgte die formelle Absetzung des Königspaares durch die sagradischen Generalstände, die unter der militärischen Präsenz französischer Truppen den französischen Kandidaten Louis-Gabriel de Vienne als [[Gabriel VIII.]] zum König erhoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Krieges ===&lt;br /&gt;
Der Versuch einer Einigung Gabriels mit Karl X. (Vertrag von Tinagua), in deren Rahmen Gabriel auch auf das Großherzogtum Servette verzichtete, um die Garantie für Sagradien zu erhalten, scheiterte kurz darauf. Die Kämpfe dauerten noch bis 1760 an, zumal England noch immer mit Frankreich rang. Die Bereitschaft Karls X., für die mit ihm verbündeten, aber abgesetzten Maria II. und Anton II. Ramon den Krieg fortzusetzen, schwand zunehmend. Der Friedensschluss zwischen Micolinien, Frankreich und Sagradien im [[Friede von Tinagua]] 1760 beendete schließlich den Erbfolgekrieg um Sagradien und Servette endgültig. Micolinien erkannte das Königtum Gabriels VIII. an und erhielt im Gegenzug die Garantie für das schon 1757 bestätigte Großherzogtum Servette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kriege zwischen England und Preußen einerseits, Frankreich, Russland, Österreich und seit 1761 auch Spanien andererseits, wurde jedoch fortgesetzt und zog sich noch bis zu den Friedensschlüssen von 1762/63 hin, ohne dass das vorerst saturierte Micolinien oder Sagradien weiterhin an den Auseinandersetzungen teilnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisse ===&lt;br /&gt;
Ehe es zu einer militärischen Konfrontation zwischen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Maria_II._Franziska&amp;diff=8955</id>
		<title>Maria II. Franziska</title>
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		<updated>2012-03-29T22:19:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Krieg und Absetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Maria II. Franziska''' (von Sagradien) (*1725, †1765) war als Tochter [[Maria I. Luise|Marias I.]] und [[Johann III.|Johanns III.]] regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] und [[König von Cuentez|Cuentez]] (1754-1757). Sie regierte gemeinsam mit ihrem Ehemann [[Anton II. Ramón]] di Piacone, wurde infolge einer Hofintrige aber 1756/57 für abgesetzt erklärt und verlor den Thron im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] gegen [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]]. Sie war die letzte [[Santori]] auf dem sagradischen und cuentesischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
María Francisca Grâcia Teresa Carlota Leonor de Santori wurde 1725 als älteste Tochter von Königin [[Maria I. Luise]], Erbin der Krone Sagradiens, und ihrem Ehemann [[Johann III.]], König von Cuentez, geboren. Sie war damit bis zur Geburt ihres jüngeren Bruders [[Joán Manuel]] 1735 und nach dessen frühem Tod 1738 erneut präsumptive Erbin sowohl der sagradischen als auch der cuentezischen Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]] und der jeweiligen Königswürden. Mit 16 Jahren heiratete Maria Franziska 1742 [[Anton II.|António Raimundo di Piacone]], Herzog von Massa und Carrara und Sohn des polnischen Königs [[Franz I. von Piacone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe zwischen der 16-jährigen Maria Franziska und dem 27 Jahre älteren António Ramón blieb mehr als unglücklich. Der einzige gemeinsame Sohn Don Filipe, Thronfolger des Königreichs, starb bereits mit drei Monaten. Ihr Ehemann wiederum war stärker mit politischen und militärischen Anliegen beschäftigt, als mit seiner Ehe. Als Herzogin von Massa und Carrara lebte Maria Franziska weitgehend unglücklich in Italien. Als 1745 ihr Halbbruder [[David II.|David Johann]] auf die Welt kam, folgte ihr dieser als Thronfolger nach und beerbte schließlich nach dem Tod Johanns III. 1749 auch ihren gemeisamen Vater als König. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kind-König David II. wurde jedoch keine zehn Jahre alt. Als er 1754 starb, wurde Maria Franziska gemäß der Nachfolgeregelung ihres Vaters von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben. Sie und ihr Mann mussten aber wie bereits ihre Mutter und ihr Vater 1723 den Eid auf die [[Codices Magna]] der Stände ableisten. 1755 erst erreichten Maria und Antonio Sagradien und wurden gekrönt. Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Er verbündete sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Micolinien gegen Frankreich und Österreich. Die Herrschaft Antonios war von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Italiener sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss. Hinzu kamen Skandale am Hof, wo Maria ein Verhältnis mit dem Grafen [[Francisco de Montxerent]] nachgesagt wurde.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich entschloss sich Marias Vetter [[David Jakob von Sesin]] als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori, selbst nach der Krone zu greifen und die Herrschaft Antonios und Marias nicht anzuerkennen. Als Antonio Ramon einen Bündnisvertrag mit Micolinien schloss, der u.a. gegen das [[Großherzogtum Servette]] unter [[Louis-Gabriel de Vienne]] und dessen Frau [[Maria I. von Servette]] gerichtet war, kam es zum Krieg. Nachdem eine oppositionelle Hofpartei in Sagradien Maria öffentlich als Bastard und Ehebrecherin angeklagt hatte, nahm Frankreich diesen Vorwurf auf und erklärte Sagradien den Krieg. Kurze Zeit später kam es zum Ausbruch des Krieges zwischen Frankreich und England sowie zwischen Preußen und Österreich, sodass England und Preußen nun zum Unterstützerlager Maria Franziskas gehörten. Anstelle Marias unterstützten Frankreich, Österreich und Spanien dagegen den servettinischen Großherzog [[Louis-Gabriel de Vienne]]. Dies war der Beginn des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Thronfolgekrieg]]. Maria Franziska und Anton wurden dabei u.a. vom micolinischen König [[Karl X. von Micolinien|Karl X.]] unterstützt, der sich Hoffnungen auf den Gewinn des Großherzogtums Servette machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg und Absetzung ===&lt;br /&gt;
In der Abwesenheit des militärisch erfahrenen António, der persönlich in den Krieg zog, regierte Maria Franziska in Semess mithilfe des Klerikers [[Olivério de Crampas]], der aber nicht verhindern konnte, dass es am Hof zu mehreren Skandalen und Machtintrigen kam, die das Ansehen des Königs und der Königin nachhaltig kompromittierten. 1757 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt, bevor [[Francisco de Montxerent]] – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas - mit Gewalt die Macht übernahm. Die Intrigen am Hof und die dauernde Abwesenheit Antónios wurden begleitet von einer groß angelegten Propagandaaktion Louis-Gabriels für sein Königtum und gegen das der sündhaften Maria und ihres Liebhabers. Die Anhängerschaft der französischen Kandidatur wurde besonders im Klerus und Teilen des Hochadels immer größer und einflussreicher, während die angebliche Betrügerin Maria und der mutmaßlich betrogene António immer mehr an Macht und Sympathien verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage bei der [[Schlacht von Cavalla]] mussten António und María im Herbst 1757 in die Defensive gedrängt, nach Micolinien fliehen und Louis-Gabriel de Vienne wurde von Frankreich zum König erhoben. Die Generalstände wurden einberufen, die wiederum Königin María Francisca für abgesetzt erklärten und des Landes verwiesen und ihren Günstling zum Tode verurteilten. Mit der Absetzung Marias II. nahm die schillernde, fast 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron und die noch längere Herrschaft der Familie in der Stadt Tulis ein unrühmliches Ende. Maria Franziska floh zu ihrem vermeintlichen Verbündeten Karl von Micolinien, der die Königin jedoch im Rahmen des [[Friede von Tinagua]] 1760 zum freiwilligen Thronverzicht zwang und anschließend in die Obhut eines Franziskaner-Klosters in Norden Micoliniens übergab. Dort starb Maria Franziska in aller Einsamkeit im Jahr 1765.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach dem Königtum ===&lt;br /&gt;
Bis zu ihrem Tod war sie formell weiterhin mit António di Piacone verheiratet. In französischer Gefangenschaft musste er seiner Abdankung zustimmen. Die Generalstände erhoben gleichzeitig Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König, der bereits große Teile des Landes erobert und sich in geheimen Verhandlungen bereit erklärt hatte, den Eid auf die [[Codices Magna]] von 1722 zu leisten. Alle Versuche Antónios, sein Königtum gewaltsam zurück zu erlangen, scheiterten anschließend. Er starb 1770 im britischen Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8954</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T22:16:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Sagradische Nachfolgefrage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die Anfang 1756 zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria II. von Sagradien toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien im März 1756 löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. Binnen kurzer Zeit schlossen die Franzosen ein Bündnis mit Österreich, während die preußisch-englische Allianz um&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisse ===&lt;br /&gt;
Ehe es zu einer militärischen Konfrontation zwischen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T22:05:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Sagradische Nachfolgefrage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren, der das Bündnis mit der französisch-habsburgischen Allianz suchte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Propagandaangriffe der frankreich-freundlichen Partei gegen das Königtum Marias und ihre Ehemanns [[Anton II. Ramon]] von Piacone führte jedoch zu einer deutlichen Schwächung des unpopulären Königtums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weigerung Frankreichs, das Königtum Marias anzuerkennen, führte zum Bündnis Marias mit Karl X. von Micolinien. Gleichzeitig wurden aber Verhandlungen zur Beilegung des Thronkonflikts geführt, da auch der von Frankreich unterstützte Thronkandidat [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] zunächst keine Zustimmung bei den mit Frankreich verbündeten Habsburgern fand. Der in Sagradien ausgetragene Kampf der wenigen Anhänger David Jakobs von Sesin mit dem Königtum Marias konnte bald schon zugunsten Marias entschieden werden, während Louis-Gabriel de Vienne auf eine eigene Intervention verzichtete. Gleichzeitig sammelten sich in der Opposition aber die bisherigen Unterstützer der Sesin-Kandidatur hinter dem französischen Kandidaten Vienne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum internationalen Konflikt wurde die Frage erst nach dem Tod Marias I. von Servette Ende 1755, die zum erneuten Angriff Karls X. von Micolinien auf Servette führte, der von Maria toleriert wurde. Die folgende Kriegserklärung Frankreichs an Micolinien und Sagradien löste schließlich den seit zwei Jahren schwelenden Thronfolgekrieg aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisse ===&lt;br /&gt;
Ehe es zu einer militärischen Konfrontation zwischen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8952</id>
		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Erbfolgekrieg&amp;diff=8952"/>
		<updated>2012-03-29T21:49:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Dazu kam nach dem Tod des erst neunjährigen [[David II.]] 1754 die unklare Nachfolgefrage in Sagradien. Zwar erkannten die Stände zunächst Davids ältere Halbschwester [[Maria II. Franziska]] als Königin an, diese musste sich aber gegen die Thronansprüche [[David Jakob von Sesin|Herzog David Jakobs von Sesin]] erwehren.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Erbfolgekrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T21:42:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich. Der Tod Johanns III. 1749 führte in Sagradien zur anhaltenden Nachfolgekrise, die sich unter dem Kindkönig [[David II.]] (1749-54) in internen Herrschaftsstreitigkeiten, aber auch in Differenzen um die außenpolitische Bündnisorientierung äußerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Vorfeld des Siebenjährigen Krieges entstandene neue Bündniskonstellation (''Renversement des Alliances'') führte schließlich zur Annäherung Österreichs und Frankreichs einerseits und zu einer preußisch-englischen Allianz andererseits, der auch Karl X. von Micolinien beitrat. Dieser stand nach dem [[Nantheser Ausgleich 1739]] weiterhin in Gegnerschaft zum französisch-alliierten Servette unter [[Maria I. von Servette]] und [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] und verfolgte weiterhin das Ziel einer Eroberung des Großherzogtums. Zum micolinisch-servettinischen Konflikt auf der micolinischen Halbinsel kamen englisch-französische Gegensätze in Nordamerika sowie der preußisch-österreichische Dualismus aus dem Österreichischen Erbfolgekrieg als Rahmenbedingungen des Krieges.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen, sowie in der Beteiligung an der Pragmatischen Allianz 1740 gegen Frankreich.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die von Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und dem absolutistischen Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]], der im [[Servettinischer Thronfolgekrieg|Servettiner Thronstreit 1737]] vergeblich, eine Annexion des [[Herzogtum Servette|Großherzogtums Servette]] durchzusetzen.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Vorgeschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere erfolglose Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die vom absolutistisch regierten Frankreich unterstützt wurden, letztmals nach dem Tod Marias I. im Jahr 1735. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz zwischen dem Ständekönig Johann III. und Frankreich blieb bestehen und äußerte sich u.a. im Bündnis Johanns mit dem micolinischen König [[Karl X. von Micolinien]].&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkrieg von 1713-1718]] zwischen Ständen und König und der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der [[Maiblutnacht 1721]] war es in Sagradien zum Thronfolgestreit zwischen dem von Loyalisten unterstützten [[Philipp Karl von Viça]] und den von den Ständen favorisierten [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] gekommen. Dem Sieg Marias und Johanns 1722/23 folgten weitere Operationen und Aufstände der [[Philippkarlisten]], die vom absolutistisch regierten Frankreich unterstützt wurden.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Erbfolgekrieg''' wird der militärisch ausgetragene Streit um die sagradische Krone nach dem Tod des Kindkönigs [[David II.]] im Jahr 1754 genannt, der 1756 offen ausbrach und den Auftakt zum gesamteuropäischen und in Nordamerika ausgetragenen Siebenjährigen Krieg bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Maria II. Franziska</title>
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		<updated>2012-03-29T20:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Jugend und Thronbesteigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Maria II. Franziska''' (von Sagradien) (*1725, †1765) war als Tochter [[Maria I. Luise|Marias I.]] und [[Johann III.|Johanns III.]] regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] und [[König von Cuentez|Cuentez]] (1754-1757). Sie regierte gemeinsam mit ihrem Ehemann [[Anton II. Ramón]] di Piacone, wurde infolge einer Hofintrige aber 1756/57 für abgesetzt erklärt und verlor den Thron im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] gegen [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]]. Sie war die letzte [[Santori]] auf dem sagradischen und cuentesischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
María Francisca Grâcia Teresa Carlota Leonor de Santori wurde 1725 als älteste Tochter von Königin [[Maria I. Luise]], Erbin der Krone Sagradiens, und ihrem Ehemann [[Johann III.]], König von Cuentez, geboren. Sie war damit bis zur Geburt ihres jüngeren Bruders [[Joán Manuel]] 1735 und nach dessen frühem Tod 1738 erneut präsumptive Erbin sowohl der sagradischen als auch der cuentezischen Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]] und der jeweiligen Königswürden. Mit 16 Jahren heiratete Maria Franziska 1742 [[Anton II.|António Raimundo di Piacone]], Herzog von Massa und Carrara und Sohn des polnischen Königs [[Franz I. von Piacone]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe zwischen der 16-jährigen Maria Franziska und dem 27 Jahre älteren António Ramón blieb mehr als unglücklich. Der einzige gemeinsame Sohn Don Filipe, Thronfolger des Königreichs, starb bereits mit drei Monaten. Ihr Ehemann wiederum war stärker mit politischen und militärischen Anliegen beschäftigt, als mit seiner Ehe. Als Herzogin von Massa und Carrara lebte Maria Franziska weitgehend unglücklich in Italien. Als 1745 ihr Halbbruder [[David II.|David Johann]] auf die Welt kam, folgte ihr dieser als Thronfolger nach und beerbte schließlich nach dem Tod Johanns III. 1749 auch ihren gemeisamen Vater als König. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kind-König David II. wurde jedoch keine zehn Jahre alt. Als er 1754 starb, wurde Maria Franziska gemäß der Nachfolgeregelung ihres Vaters von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben. Sie und ihr Mann mussten aber wie bereits ihre Mutter und ihr Vater 1723 den Eid auf die [[Codices Magna]] der Stände ableisten. 1755 erst erreichten Maria und Antonio Sagradien und wurden gekrönt. Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Er verbündete sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Micolinien gegen Frankreich und Österreich. Die Herrschaft Antonios war von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Italiener sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss. Hinzu kamen Skandale am Hof, wo Maria ein Verhältnis mit dem Grafen [[Francisco de Montxerent]] nachgesagt wurde.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich entschloss sich Marias Vetter [[David Jakob von Sesin]] als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori, selbst nach der Krone zu greifen und die Herrschaft Antonios und Marias nicht anzuerkennen. Als Antonio Ramon einen Bündnisvertrag mit Micolinien schloss, der u.a. gegen das [[Großherzogtum Servette]] unter [[Louis-Gabriel de Vienne]] und dessen Frau [[Maria I. von Servette]] gerichtet war, kam es zum Krieg. Nachdem eine oppositionelle Hofpartei in Sagradien Maria öffentlich als Bastard und Ehebrecherin angeklagt hatte, nahm Frankreich diesen Vorwurf auf und erklärte Sagradien den Krieg. Kurze Zeit später kam es zum Ausbruch des Krieges zwischen Frankreich und England sowie zwischen Preußen und Österreich, sodass England und Preußen nun zum Unterstützerlager Maria Franziskas gehörten. Anstelle Marias unterstützten Frankreich, Österreich und Spanien dagegen den servettinischen Großherzog [[Louis-Gabriel de Vienne]]. Dies war der Beginn des [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Thronfolgekrieg]]. Maria Franziska und Anton wurden dabei u.a. vom micolinischen König [[Karl X. von Micolinien|Karl X.]] unterstützt, der sich Hoffnungen auf den Gewinn des Großherzogtums Servette machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krieg und Absetzung ===&lt;br /&gt;
In der Abwesenheit des militärisch erfahrenen António, der persönlich in den Krieg zog, regierte Maria Franziska in Semess mithilfe des Klerikers [[Olivério de Crampas]], der aber nicht verhindern konnte, dass es am Hof zu mehreren Skandalen und Machtintrigen kam, die das Ansehen des Königs und der Königin nachhaltig kompromittierten. 1757 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt, bevor [[Francisco de Montxerent]] – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas - mit Gewalt die Macht übernahm. Die Intrigen am Hof und die dauernde Abwesenheit Antónios wurden begleitet von einer groß angelegten Propagandaaktion Louis-Gabriels für sein Königtum und gegen das der sündhaften Maria und ihres Liebhabers. Die Anhängerschaft der französischen Kandidatur wurde besonders im Klerus und Teilen des Hochadels immer größer und einflussreicher, während die angebliche Betrügerin Maria und der mutmaßlich betrogene António immer mehr an Macht und Sympathien verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage bei der [[Schlacht von Cavalla]] mussten António und María im Herbst 1757 in die Defensive gedrängt, nach Micolinien fliehen und Louis-Gabriel de Vienne wurde von Frankreich zum König erhobene. Die Generalstände wurden einberufen, die wiederum Königin María Francisca für abgesetzt erklärten und des Landes verwiesen und ihren Günstling zum Tode verurteilten. Mit der Absetzung Marias II. nahm die schillernde, fast 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron und die noch längere Herrschaft der Familie in der Stadt Tulis ein unrühmliches Ende. Maria Franziska floh zu ihrem vermeintlichen Verbündeten Karl von Micolinien, der die Königin jedoch im Rahmen des [[Friede von Tinagua]] 1760 zum freiwilligen Thronverzicht zwang und anschließend in die Obhut eines Franziskaner-Klosters in Norden Micoliniens übergab. Dort starb Maria Franziska in aller Einsamkeit im Jahr 1765.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach dem Königtum ===&lt;br /&gt;
Bis zu ihrem Tod war sie formell weiterhin mit António di Piacone verheiratet. In französischer Gefangenschaft musste er seiner Abdankung zustimmen. Die Generalstände erhoben gleichzeitig Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König, der bereits große Teile des Landes erobert und sich in geheimen Verhandlungen bereit erklärt hatte, den Eid auf die [[Codices Magna]] von 1722 zu leisten. Alle Versuche Antónios, sein Königtum gewaltsam zurück zu erlangen, scheiterten anschließend. Er starb 1770 im britischen Exil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_II.&amp;diff=8943</id>
		<title>David II.</title>
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		<updated>2012-03-29T20:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Regentschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David II.''' (*1745, †1754), genannt ''der Kindkönig'' (sagr. ''Don David II il Rei-Infante''), war von 1749 bis zu seinem Tod als Neunjähriger [[König von Sagradien]] und [[König von Cuentez]]. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante [[Cristina de Sántori]], der [[Herzog von Amoria|Herzogin von Amoria]]. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann [[Jâcque de Godolfín]], [[Herzog von Amoria]], als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von König [[Johann III. Franz]] von Sagradien und Cuentez und dessen zweiter Gemahlin Maria Eleonore von Österreich geboren. Als David geboren wurde, war sein Vater bereits 45 Jahre alt und hatte seine früh gestorbene erste Frau [[Maria I.]] schon um zehn Jahre überlebt. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1723 durch Johann und Maria zusammengeführte sagradisch-cuentesischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des letzten großen Santori-Herrschers, der gleichzeitig über die Kronen von Sagradien und Cuentez geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Halbschwester [[Maria II. Franziska|Maria Franziska]] die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde [[Fürst von Sarmay]] und [[Prinz von Cuentez]]. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter Maria Eleonore und seine Tante [[Cristina de Sántori]] wurde beim Tod seines Vaters zum Vormund bestimmt. Als Johann III. bereits im Folgejahr im Alter von 49 Jahren dahinschied, wurde der erst vierjährige Thronfolger als ''David II.'' zum König von Sagradien und zum König von Cuentez erhoben. Gemäß der Regentschaftsregelung wurde seine Tante Cristina zur Regentin des Landes bestimmt, musste die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Cristina selbst gehörte diesem Gremium nicht an, jedoch ihr Mann [[Jâcque de Godolfín]], Herzog von Amoria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft ===&lt;br /&gt;
Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. [[Joaquín de Montxerent]], [[Erzbischof von Viça]], mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der [[Herzog von Sesin]] [[David Jakob von Sesin|David Jâcque de Sántori]] aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cristina dagegen versuchte, die Kontakte zum in der männlichen Linie bereits ausgestorbenen servettinischen Zweig der Familie zu beleben und setzte sich für eine Verbindung mit [[Louis-Gabriel de Vienne]], dem Ehemann der Santori-Großherzogin [[Maria I. von Servette]], ein. Auf diese Weise sollte die Hausmacht der Santori in Micolinien und Sagradien wieder gestärkt werden. Cristina erreichte schließlich, dass es zu Verhandlungen um eine Verlobung zwischen dem jungen König und einer Tochter Louis-Gabriels und Marias kam, die sich zwangsläufig gegen Micolinien gerichtet hätte und eine Annäherung an das mit dem [[Haus Vienne]] verbündete Frankreich bedeutet hätte. Dagegen unterstützte ein großer Teil des Adels das Bündnis mit Micolinien, das unter [[Johann III. Franz]] geschlossen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrise ===&lt;br /&gt;
König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1754 in [[Novil]], vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die ungeregelte Nachfolge Davids führte mittelfristig zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]]. Zwar erklärten die Stände Davids Schwester Maria Franziska als [[Maria II.]] zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit [[Anton II. Ramon|Antonio Raimundo di Piacone]] verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sesin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Als Louis-Gabriel de Vienne sich auf diese Gerüchte bezog und als Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] sowie als Mann [[Maria I. von Servette|Marias von Servette]] den Thron in Sagradien beanspruchte, kam es zum Krieg um das Erbe der Sántori, der 1760 schließlich mit dem Sieg des Vienne-Fürsten und seiner Thronbesteigung als [[Gabriel VIII.]] endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_II.&amp;diff=8942</id>
		<title>David II.</title>
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		<updated>2012-03-29T20:31:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Herkunft und Thronbesteigung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David II.''' (*1745, †1754), genannt ''der Kindkönig'' (sagr. ''Don David II il Rei-Infante''), war von 1749 bis zu seinem Tod als Neunjähriger [[König von Sagradien]] und [[König von Cuentez]]. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante [[Cristina de Sántori]], der [[Herzog von Amoria|Herzogin von Amoria]]. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann [[Jâcque de Godolfín]], [[Herzog von Amoria]], als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von König [[Johann III. Franz]] von Sagradien und Cuentez und dessen zweiter Gemahlin Maria Eleonore von Österreich geboren. Als David geboren wurde, war sein Vater bereits 45 Jahre alt und hatte seine früh gestorbene erste Frau [[Maria I.]] schon um zehn Jahre überlebt. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1723 durch Johann und Maria zusammengeführte sagradisch-cuentesischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des letzten großen Santori-Herrschers, der gleichzeitig über die Kronen von Sagradien und Cuentez geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Halbschwester [[Maria II. Franziska|Maria Franziska]] die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde [[Fürst von Sarmay]] und [[Prinz von Cuentez]]. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter Maria Eleonore und seine Tante [[Cristina de Sántori]] wurde beim Tod seines Vaters zum Vormund bestimmt. Als Johann III. bereits im Folgejahr im Alter von 49 Jahren dahinschied, wurde der erst vierjährige Thronfolger als ''David II.'' zum König von Sagradien und zum König von Cuentez erhoben. Gemäß der Regentschaftsregelung wurde seine Tante Cristina zur Regentin des Landes bestimmt, musste die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Cristina selbst gehörte diesem Gremium nicht an, jedoch ihr Mann [[Jâcque de Godolfín]], Herzog von Amoria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regentschaft ===&lt;br /&gt;
Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. [[Joaquín de Montxerent]], [[Erzbischof von Viça]], mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der [[Herzog von Sesin]] [[David Jakob von Sesin|David Jâcque de Sántori]] aus der wichtigsten existenten Nebenlinie Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cristina dagegen versuchte, die Kontakte zum in der männlichen Linie bereits ausgestorbenen servettinischen Zweig der Familie zu beleben und setzte sich für eine Verbindung mit [[Louis-Gabriel de Vienne]], dem Ehemann der Santori-Großherzogin [[Maria I. von Servette]], ein. Auf diese Weise sollte die Hausmacht der Santori in Micolinien und Sagradien wieder gestärkt werden. Cristina erreichte schließlich, dass es zu Verhandlungen um eine Verlobung zwischen dem jungen König und einer Tochter Louis-Gabriels und Marias kam, die sich zwangsläufig gegen Micolinien gerichtet hätte und eine Annäherung an das mit dem [[Haus Vienne]] verbündete Frankreich bedeutet hätte. Dagegen unterstützte ein großer Teil des Adels das Bündnis mit Micolinien, das unter [[Johann III. Franz]] geschlossen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrise ===&lt;br /&gt;
König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1754 in [[Novil]], vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die ungeregelte Nachfolge Davids führte mittelfristig zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]]. Zwar erklärten die Stände Davids Schwester Maria Franziska als [[Maria II.]] zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit [[Anton II. Ramon|Antonio Raimundo di Piacone]] verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sesin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Als Louis-Gabriel de Vienne sich auf diese Gerüchte bezog und als Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] sowie als Mann [[Maria I. von Servette|Marias von Servette]] den Thron in Sagradien beanspruchte, kam es zum Krieg um das Erbe der Sántori, der 1760 schließlich mit dem Sieg des Vienne-Fürsten und seiner Thronbesteigung als [[Gabriel VIII.]] endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8941</id>
		<title>Johann Franz</title>
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		<updated>2012-03-29T20:29:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Nachfolgefrage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Franz von Santori''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Joán Francisco de Sántori'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Joán Francês de Sàntori'', *1700, †1749) war als ''Johann Franz I.'' Graf von Nadal und Prinz von Cuentez, als '''Johann III. Franz''' [[König von Cuentez]] (1725-1744) sowie seit 1723 als Mitherrscher seiner Frau [[Maria I.]] und nach deren Tod 1735 allein [[König von Sagradien]] (1723-1749).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Don Joán Francisco wurde 1700 im sagradischen [[Carravil de Nadal]] als Sohn von [[Don Francisco de Diegue|Prinz Francisco von Cuentez]] und Carlota de Sesín geboren. Er wuchs zunächst am Hof des sagradischen Königs [[Danadier II.]] in [[Semess]] auf und gehörte zum königlichen Hochadel: 1699 war sein Urgroßvater [[Manuel I. von Cuentez|Manuel I. der Alte]] in hohem Alter von 75 Jahren Titular-[[König von Cuentez]] geworden, sein Vater erhielt den Titel eines Vizegrafen von Diegue, sein Onkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian]] den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Cuentez|Prinzen von Cuentez]]. Im Jahr 1701 starb Manuel der Alte im Alter von 77 Jahren und übergab den Königstitel an seinen Enkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian II.]], den älteren Bruder Franciscos und Onkel Joán Franciscos. Bereits als Kind lernte Johann Franz seine zwei Jahre jüngere Verwandte [[Maria I. Luise|Maria Luise von Sagradien]] kennen, die Tochter von König Danadier II. Eine Zeit lang wurden beide gemeinsam erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1706/7 stand Sagradien im Spanischen Erbfolgekrieg zunehmend auf verlorenem Posten. Der Krieg, in dem Maximilian II. für den sagradischen König [[Danadier II.]] kämpfte, entwickelte sich für den sagradischen König zu einem Desaster und mündete unmittelbar in den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg der Koalition]], in dem Maximilian II. das Ständeheer der antiroyalistischen &amp;quot;[[Coalicionarioes]]&amp;quot; unterstützte und unter den symbolischen Schutz des cuentesischen Königs stellte. Mit einem propagandistischen Großangriff in Sagradien versuchte er die Sympathien der Bevölkerung und der königstreuen oder unentschiedenen Adligen zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisse im Koalitionskrieg ===&lt;br /&gt;
Als Prinz von Cuentez beteiligte sich der junge Johann Franz aktiv im Krieg gegen die Royalisten, der mit der Gefangennahme Danadiers II. 1718 vorerst beendet wurde. Als Mitglied der neu einberufenen Ständeversammlung gehörte Johann Franz danach zu den Anhängern eines ''Regimen Mixtum et Moderatum'', das eine Mitherrschaft der Stände an der königlichen Regierung vorsah, eine weitere Radikalisierung der Ereignisse aber ablehnte. Nach dem Tod seines Vaters Prinz Francisco im Jahr 1720 wurde Johann Franz als nächster Verwandter Maximilians II. zu dessen Erben designiert und erhielt den Titel eines [[Prinz von Cuentez|Erbprinzen von Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der Semestiner [[Maiblutnacht]] 1721 stellte sich Johann Franz gegen die radikalen Republikaner unter Führung von [[Simón Bernord]] und war als Heerführer an der Belagerung [[Semess]]' im Herbst 1721 beteiligt. Nach der Niederschlagung der republikanischen Aufstände wurde Johann Franz als möglicher künftiger König gehandelt. Als deutlich wurde, dass eine friedliche Einigung mit dem im Exil befindlichen Bruder Danadiers II. und Peters II. Herzog [[Philipp Karl von Viça]] an dessen Weigerung scheitern würde, das ständische Kondominium zu akzeptieren, gingen die Anhänger Johann Franz' schließlich in die Offensive und lancierten dessen Kandidatur um den Thron. König Maximilian II. arrangierte schließlich die Verlobung seines Neffen und Erben mit [[Maria I. Luise|Maria Luisa]], einer Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Während noch verhandelt wurde, rückte Philipp Karl mit einem Heer in Nordostsagradien ein, was die Stände dazu bewegte, Johann Karl große Zugeständnisse zu machen und ihm den Oberbefehl über das Heer zu übertragen. Nach seinem Sieg in der [[Schlacht bei Canar]] war der Thron in greifbarer Nähe. Die Stände benannten diese schließlich als Erbin der Krone und trugen dem jungen Paar schließlich gemeinsam die Königswürde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krönung zum sagradischen König === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König Maximilian II. von Cuentez. Feierlich wurde Johann Franz die Krone angetragen, diese sollte er aber erst nach der Hochzeit mit [[Maria I. Luise|María Luísa de Santori]], der Tochter König Danadiers II., sowie nach dem Schwur auf die Gesetze der Versammlung, die [[Codices Magna]], antreten. Im Juli kam es in [[Semess]] zur Hochzeit, im August schworen Joán Francisco und seine Ehefrau vor der Versammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide in [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem Intermezzo wieder ein Herrscherpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie. Im Laufe ihrer Regierungszeit konnten beide jedoch den Einfluss der Cortes, die allein das Königspaar einberufen und auflösen konnte, immer mehr zugunsten der königlichen Befugnisse zurückdrängen. Im Jahr 1725 starb Johanns Onkel Maximilian II. und Johann III. Franz erbte die cuentesische Königskrone, die er feierlich entgegennahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch brach das Paar mit dem lange gepflegten Frankreich-Bündnis der späten Santori-Valier und orientierte sich zunehmend am liberalen England sowie an Österreich. Bis 1735 mussten Johann Franz und Maria immer wieder von Frankreich aus organisierte Aufstände der loyalistischen [[Philippkarlisten]] zurückschlagen. 1736 schloss Sagradien mit Micolinien den [[Vertrag von Diegue]], in dem er zahlreiche Grenzkonflikte niederlegte. Im Innern förderten Joán Francisco und María Sagradiens Kultur, Wissenschaft und Handel. Johann gilt zudem als erster aufgeklärter Monarch Sagradiens. Er war begeistert von den Ideen der französischen Aufklärer und ein großer Anhänger von [[Santiago Calles]]. Zudem berief er einige Gelehrte an seinen Hof in Semess. Sein aufgeklärter Regierungsstil und sein Versuch, Sagradien durch Reformen zu modernisieren, führten mehrmals zu Spannungen mit der katholischen Kirche, die um ihre Machtstellung im Königreich fürchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann herrschte im kleinen Königreich Cuentez als legitimer König in der Blutslinie, in Semess jedoch „nur“ als Mann seiner Ehefrau (''de iure uxoris''), welche die legitimen Thronrechte hielt. Damit war Johann seiner Ehefrau in Cuentez theoretisch voran- und in Semess untergestellt. Jedoch waren beide in der Theorie gleichberechtigte Herrscher und es blieb zu Lebzeiten der beiden umstritten, in wiefern sich die Herrschaft Johanns in Sagradien auf das Erbrecht seiner Frau oder auf die Wahl der Stände gründete, die in freiem Entschluss Johanns als neuen König erwählt hatten. Als Königin María I. 1735 an den Folgen einer Totgeburt starb, wurde das Problem aktuell. Da nur eine gemeinsame Tochter Johanns und Marias namens [[Maria II. Franziska|María Francisca]] lebte, stellten sich die sagradischen Cortes auf die Position, dass Johann III. qua Wahl durch die Stände und eigenes Blutrecht (als Urenkel [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]) auch nach dem Tode seiner Frau und seines Sohnes rechtmäßiger König des Landes sei. Der [[Akt von Vierna]] vereinigte die Stände von Sagradien und Tulis-Cuentez vollzog damit de facto, aber nicht de jure den Schritt von der Personal- zur Realunion. Das Königreich von Sagradien und Cuentez erklärte der Akt für untrennbar und die Codices Magna als verbindlich für das gesamte Reich. Die dagegen nochmals mobilisierten Anhänger [[Philipp Karl von Viça]]s konnte Johann Franz schließlich endgültig besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Gemeinsam erließen König und Stände zudem eine neue Nachfolgeregelung, welche die Codices Magna ergänzten. Darin versuchte Johann, die dynastische Nachfolge seiner einzig verbliebenen Tochter [[Maria II. Franziska|Dona María Francisca]] zu bestätigen, musste aber den Ständen ein Mitspracherecht einräumen. Gemäß der neuen Nachfolgeordnung aus dem Jahr 1738 wurde die dreizehnjährige María Francisca - bereits zuvor zur Thronfolgerin in Cuentez proklamiert, nun als Thronfolgerin auch der sagradischen Krone bestätigt und erhielt den Titel einer [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]]. Jedoch sollten die Stände nun auch bei der Wahl ihres Gatten, des zukünftigen Königs, ein Mitspracherecht erhalten. Als María Francisca 1742 im Alter von 16 Jahren Johanns Schwager aus erster Ehe [[Anton II.|Antonio Raimundo di Piacone]] heiratete, musste dieser einen Eid auf die Codices Magna ableisten und wurde damit möglicher zukünftiger König an der Seite Maria Franciscas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Johann Franz am Tod seiner Frau María stark litt, entschloss er sich 1739 zu einer neuerlichen Heirat, um doch noch die Möglichkeit auf einen männlichen Thronfolger zu haben. Die Wahl fiel schließlich auf die neunzehnjährige Maria Eleonore von Österreich, eine Tochter Kaiser Karls VI. und Schwester Maria Theresias. Seit 1740 befand sich Sagradien als Mitglied der Pragmatischen Allianz mit Österreich und Großbritannien im Krieg gegen Frankreich, Preußen und ihre Verbündeten. Aus der Ehe mit der Habsburgerin ging 1745 schließlich unerwartet doch noch ein männlicher Thronfolger namens [[David II.|David Johann]] hervor. Der Krieg gegen Frankreich wurde 1748 beendet und brachte für Sagradien keine Gebietsgewinne. Als Johann Franz bereits im Folgejahr überraschend starb, folgte ihm sein erst vierjähriger Sohn als [[David II.]] auf den Thron. Dessen Tod 1754 stürzte das Santori-Reich schließlich in einen Abgrund und führte zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge durch Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton II. Raimund]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8940</id>
		<title>Johann Franz</title>
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		<updated>2012-03-29T20:28:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Nachfolgefrage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Franz von Santori''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Joán Francisco de Sántori'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Joán Francês de Sàntori'', *1700, †1749) war als ''Johann Franz I.'' Graf von Nadal und Prinz von Cuentez, als '''Johann III. Franz''' [[König von Cuentez]] (1725-1744) sowie seit 1723 als Mitherrscher seiner Frau [[Maria I.]] und nach deren Tod 1735 allein [[König von Sagradien]] (1723-1749).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Don Joán Francisco wurde 1700 im sagradischen [[Carravil de Nadal]] als Sohn von [[Don Francisco de Diegue|Prinz Francisco von Cuentez]] und Carlota de Sesín geboren. Er wuchs zunächst am Hof des sagradischen Königs [[Danadier II.]] in [[Semess]] auf und gehörte zum königlichen Hochadel: 1699 war sein Urgroßvater [[Manuel I. von Cuentez|Manuel I. der Alte]] in hohem Alter von 75 Jahren Titular-[[König von Cuentez]] geworden, sein Vater erhielt den Titel eines Vizegrafen von Diegue, sein Onkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian]] den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Cuentez|Prinzen von Cuentez]]. Im Jahr 1701 starb Manuel der Alte im Alter von 77 Jahren und übergab den Königstitel an seinen Enkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian II.]], den älteren Bruder Franciscos und Onkel Joán Franciscos. Bereits als Kind lernte Johann Franz seine zwei Jahre jüngere Verwandte [[Maria I. Luise|Maria Luise von Sagradien]] kennen, die Tochter von König Danadier II. Eine Zeit lang wurden beide gemeinsam erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1706/7 stand Sagradien im Spanischen Erbfolgekrieg zunehmend auf verlorenem Posten. Der Krieg, in dem Maximilian II. für den sagradischen König [[Danadier II.]] kämpfte, entwickelte sich für den sagradischen König zu einem Desaster und mündete unmittelbar in den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg der Koalition]], in dem Maximilian II. das Ständeheer der antiroyalistischen &amp;quot;[[Coalicionarioes]]&amp;quot; unterstützte und unter den symbolischen Schutz des cuentesischen Königs stellte. Mit einem propagandistischen Großangriff in Sagradien versuchte er die Sympathien der Bevölkerung und der königstreuen oder unentschiedenen Adligen zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisse im Koalitionskrieg ===&lt;br /&gt;
Als Prinz von Cuentez beteiligte sich der junge Johann Franz aktiv im Krieg gegen die Royalisten, der mit der Gefangennahme Danadiers II. 1718 vorerst beendet wurde. Als Mitglied der neu einberufenen Ständeversammlung gehörte Johann Franz danach zu den Anhängern eines ''Regimen Mixtum et Moderatum'', das eine Mitherrschaft der Stände an der königlichen Regierung vorsah, eine weitere Radikalisierung der Ereignisse aber ablehnte. Nach dem Tod seines Vaters Prinz Francisco im Jahr 1720 wurde Johann Franz als nächster Verwandter Maximilians II. zu dessen Erben designiert und erhielt den Titel eines [[Prinz von Cuentez|Erbprinzen von Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der Semestiner [[Maiblutnacht]] 1721 stellte sich Johann Franz gegen die radikalen Republikaner unter Führung von [[Simón Bernord]] und war als Heerführer an der Belagerung [[Semess]]' im Herbst 1721 beteiligt. Nach der Niederschlagung der republikanischen Aufstände wurde Johann Franz als möglicher künftiger König gehandelt. Als deutlich wurde, dass eine friedliche Einigung mit dem im Exil befindlichen Bruder Danadiers II. und Peters II. Herzog [[Philipp Karl von Viça]] an dessen Weigerung scheitern würde, das ständische Kondominium zu akzeptieren, gingen die Anhänger Johann Franz' schließlich in die Offensive und lancierten dessen Kandidatur um den Thron. König Maximilian II. arrangierte schließlich die Verlobung seines Neffen und Erben mit [[Maria I. Luise|Maria Luisa]], einer Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Während noch verhandelt wurde, rückte Philipp Karl mit einem Heer in Nordostsagradien ein, was die Stände dazu bewegte, Johann Karl große Zugeständnisse zu machen und ihm den Oberbefehl über das Heer zu übertragen. Nach seinem Sieg in der [[Schlacht bei Canar]] war der Thron in greifbarer Nähe. Die Stände benannten diese schließlich als Erbin der Krone und trugen dem jungen Paar schließlich gemeinsam die Königswürde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krönung zum sagradischen König === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König Maximilian II. von Cuentez. Feierlich wurde Johann Franz die Krone angetragen, diese sollte er aber erst nach der Hochzeit mit [[Maria I. Luise|María Luísa de Santori]], der Tochter König Danadiers II., sowie nach dem Schwur auf die Gesetze der Versammlung, die [[Codices Magna]], antreten. Im Juli kam es in [[Semess]] zur Hochzeit, im August schworen Joán Francisco und seine Ehefrau vor der Versammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide in [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem Intermezzo wieder ein Herrscherpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie. Im Laufe ihrer Regierungszeit konnten beide jedoch den Einfluss der Cortes, die allein das Königspaar einberufen und auflösen konnte, immer mehr zugunsten der königlichen Befugnisse zurückdrängen. Im Jahr 1725 starb Johanns Onkel Maximilian II. und Johann III. Franz erbte die cuentesische Königskrone, die er feierlich entgegennahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch brach das Paar mit dem lange gepflegten Frankreich-Bündnis der späten Santori-Valier und orientierte sich zunehmend am liberalen England sowie an Österreich. Bis 1735 mussten Johann Franz und Maria immer wieder von Frankreich aus organisierte Aufstände der loyalistischen [[Philippkarlisten]] zurückschlagen. 1736 schloss Sagradien mit Micolinien den [[Vertrag von Diegue]], in dem er zahlreiche Grenzkonflikte niederlegte. Im Innern förderten Joán Francisco und María Sagradiens Kultur, Wissenschaft und Handel. Johann gilt zudem als erster aufgeklärter Monarch Sagradiens. Er war begeistert von den Ideen der französischen Aufklärer und ein großer Anhänger von [[Santiago Calles]]. Zudem berief er einige Gelehrte an seinen Hof in Semess. Sein aufgeklärter Regierungsstil und sein Versuch, Sagradien durch Reformen zu modernisieren, führten mehrmals zu Spannungen mit der katholischen Kirche, die um ihre Machtstellung im Königreich fürchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann herrschte im kleinen Königreich Cuentez als legitimer König in der Blutslinie, in Semess jedoch „nur“ als Mann seiner Ehefrau (''de iure uxoris''), welche die legitimen Thronrechte hielt. Damit war Johann seiner Ehefrau in Cuentez theoretisch voran- und in Semess untergestellt. Jedoch waren beide in der Theorie gleichberechtigte Herrscher und es blieb zu Lebzeiten der beiden umstritten, in wiefern sich die Herrschaft Johanns in Sagradien auf das Erbrecht seiner Frau oder auf die Wahl der Stände gründete, die in freiem Entschluss Johanns als neuen König erwählt hatten. Als Königin María I. 1735 an den Folgen einer Totgeburt starb, wurde das Problem aktuell. Da nur eine gemeinsame Tochter Johanns und Marias namens [[Maria II. Franziska|María Francisca]] lebte, stellten sich die sagradischen Cortes auf die Position, dass Johann III. qua Wahl durch die Stände und eigenes Blutrecht (als Urenkel [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]) auch nach dem Tode seiner Frau und seines Sohnes rechtmäßiger König des Landes sei. Der [[Akt von Vierna]] vereinigte die Stände von Sagradien und Tulis-Cuentez vollzog damit de facto, aber nicht de jure den Schritt von der Personal- zur Realunion. Das Königreich von Sagradien und Cuentez erklärte der Akt für untrennbar und die Codices Magna als verbindlich für das gesamte Reich. Die dagegen nochmals mobilisierten Anhänger [[Philipp Karl von Viça]]s konnte Johann Franz schließlich endgültig besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Gemeinsam erließen König und Stände zudem eine neue Nachfolgeregelung, welche die Codices Magna ergänzten. Darin versuchte Johann, die dynastische Nachfolge seiner einzig verbliebenen Tochter [[Maria II. Franziska|Dona María Francisca]] zu bestätigen, musste aber den Ständen ein Mitspracherecht einräumen. Gemäß der neuen Nachfolgeordnung aus dem Jahr 1738 wurde die dreizehnjährige María Francisca - bereits zuvor zur Thronfolgerin in Cuentez proklamiert, nun als Thronfolgerin auch der sagradischen Krone bestätigt und erhielt den Titel einer [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]]. Jedoch sollten die Stände nun auch bei der Wahl ihres Gatten, des zukünftigen Königs, ein Mitspracherecht erhalten. Als María Francisca 1742 im Alter von 16 Jahren Johanns Schwager aus erster Ehe [[Anton II.|Antonio Raimundo di Piacone]] heiratete, musste dieser einen Eid auf die Codices Magna ableisten und wurde damit möglicher zukünftiger König an der Seite Maria Franciscas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Johann Franz am Tod seiner Frau María stark litt, entschloss er sich 1739 zu einer neuerlichen Heirat, um doch noch die Möglichkeit auf einen männlichen Thronfolger zu haben. Die Wahl fiel schließlich auf die neunzehnjährige Maria Eleonore von Österreich, eine Tochter Kaiser Karls VI. und Schwester Maria Theresias. Seit 1740 befand sich Sagradien als Mitglied der Pragmatischen Allianz mit Österreich und Großbritannien im Krieg gegen Frankreich, Preußen und ihre Verbündeten. Aus der Ehe mit der Habsburgerin ging 1745 schließlich unerwartet doch noch ein männlicher Thronfolger namens [[David II.|David Johann]] hervor. Der Krieg gegen Frankreich wurde 1748 beendet und brachte für Sagradien keine Gebietsgewinne. Als Johann Franz bereits im Folgejahr überraschend starb, folgte ihm sein erst vierjähriger Sohn als [[David II.]] auf den Thron. Dessen Tod 1754 stürzte das Santori-Reich schließlich in einen Abgrund und führte schließlich zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge durch Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton II. Raimund]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8939</id>
		<title>Johann Franz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8939"/>
		<updated>2012-03-29T20:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Krönung zum sagradischen König */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Franz von Santori''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Joán Francisco de Sántori'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Joán Francês de Sàntori'', *1700, †1749) war als ''Johann Franz I.'' Graf von Nadal und Prinz von Cuentez, als '''Johann III. Franz''' [[König von Cuentez]] (1725-1744) sowie seit 1723 als Mitherrscher seiner Frau [[Maria I.]] und nach deren Tod 1735 allein [[König von Sagradien]] (1723-1749).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Don Joán Francisco wurde 1700 im sagradischen [[Carravil de Nadal]] als Sohn von [[Don Francisco de Diegue|Prinz Francisco von Cuentez]] und Carlota de Sesín geboren. Er wuchs zunächst am Hof des sagradischen Königs [[Danadier II.]] in [[Semess]] auf und gehörte zum königlichen Hochadel: 1699 war sein Urgroßvater [[Manuel I. von Cuentez|Manuel I. der Alte]] in hohem Alter von 75 Jahren Titular-[[König von Cuentez]] geworden, sein Vater erhielt den Titel eines Vizegrafen von Diegue, sein Onkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian]] den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Cuentez|Prinzen von Cuentez]]. Im Jahr 1701 starb Manuel der Alte im Alter von 77 Jahren und übergab den Königstitel an seinen Enkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian II.]], den älteren Bruder Franciscos und Onkel Joán Franciscos. Bereits als Kind lernte Johann Franz seine zwei Jahre jüngere Verwandte [[Maria I. Luise|Maria Luise von Sagradien]] kennen, die Tochter von König Danadier II. Eine Zeit lang wurden beide gemeinsam erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1706/7 stand Sagradien im Spanischen Erbfolgekrieg zunehmend auf verlorenem Posten. Der Krieg, in dem Maximilian II. für den sagradischen König [[Danadier II.]] kämpfte, entwickelte sich für den sagradischen König zu einem Desaster und mündete unmittelbar in den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg der Koalition]], in dem Maximilian II. das Ständeheer der antiroyalistischen &amp;quot;[[Coalicionarioes]]&amp;quot; unterstützte und unter den symbolischen Schutz des cuentesischen Königs stellte. Mit einem propagandistischen Großangriff in Sagradien versuchte er die Sympathien der Bevölkerung und der königstreuen oder unentschiedenen Adligen zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisse im Koalitionskrieg ===&lt;br /&gt;
Als Prinz von Cuentez beteiligte sich der junge Johann Franz aktiv im Krieg gegen die Royalisten, der mit der Gefangennahme Danadiers II. 1718 vorerst beendet wurde. Als Mitglied der neu einberufenen Ständeversammlung gehörte Johann Franz danach zu den Anhängern eines ''Regimen Mixtum et Moderatum'', das eine Mitherrschaft der Stände an der königlichen Regierung vorsah, eine weitere Radikalisierung der Ereignisse aber ablehnte. Nach dem Tod seines Vaters Prinz Francisco im Jahr 1720 wurde Johann Franz als nächster Verwandter Maximilians II. zu dessen Erben designiert und erhielt den Titel eines [[Prinz von Cuentez|Erbprinzen von Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der Semestiner [[Maiblutnacht]] 1721 stellte sich Johann Franz gegen die radikalen Republikaner unter Führung von [[Simón Bernord]] und war als Heerführer an der Belagerung [[Semess]]' im Herbst 1721 beteiligt. Nach der Niederschlagung der republikanischen Aufstände wurde Johann Franz als möglicher künftiger König gehandelt. Als deutlich wurde, dass eine friedliche Einigung mit dem im Exil befindlichen Bruder Danadiers II. und Peters II. Herzog [[Philipp Karl von Viça]] an dessen Weigerung scheitern würde, das ständische Kondominium zu akzeptieren, gingen die Anhänger Johann Franz' schließlich in die Offensive und lancierten dessen Kandidatur um den Thron. König Maximilian II. arrangierte schließlich die Verlobung seines Neffen und Erben mit [[Maria I. Luise|Maria Luisa]], einer Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Während noch verhandelt wurde, rückte Philipp Karl mit einem Heer in Nordostsagradien ein, was die Stände dazu bewegte, Johann Karl große Zugeständnisse zu machen und ihm den Oberbefehl über das Heer zu übertragen. Nach seinem Sieg in der [[Schlacht bei Canar]] war der Thron in greifbarer Nähe. Die Stände benannten diese schließlich als Erbin der Krone und trugen dem jungen Paar schließlich gemeinsam die Königswürde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krönung zum sagradischen König === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König Maximilian II. von Cuentez. Feierlich wurde Johann Franz die Krone angetragen, diese sollte er aber erst nach der Hochzeit mit [[Maria I. Luise|María Luísa de Santori]], der Tochter König Danadiers II., sowie nach dem Schwur auf die Gesetze der Versammlung, die [[Codices Magna]], antreten. Im Juli kam es in [[Semess]] zur Hochzeit, im August schworen Joán Francisco und seine Ehefrau vor der Versammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide in [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem Intermezzo wieder ein Herrscherpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie. Im Laufe ihrer Regierungszeit konnten beide jedoch den Einfluss der Cortes, die allein das Königspaar einberufen und auflösen konnte, immer mehr zugunsten der königlichen Befugnisse zurückdrängen. Im Jahr 1725 starb Johanns Onkel Maximilian II. und Johann III. Franz erbte die cuentesische Königskrone, die er feierlich entgegennahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch brach das Paar mit dem lange gepflegten Frankreich-Bündnis der späten Santori-Valier und orientierte sich zunehmend am liberalen England sowie an Österreich. Bis 1735 mussten Johann Franz und Maria immer wieder von Frankreich aus organisierte Aufstände der loyalistischen [[Philippkarlisten]] zurückschlagen. 1736 schloss Sagradien mit Micolinien den [[Vertrag von Diegue]], in dem er zahlreiche Grenzkonflikte niederlegte. Im Innern förderten Joán Francisco und María Sagradiens Kultur, Wissenschaft und Handel. Johann gilt zudem als erster aufgeklärter Monarch Sagradiens. Er war begeistert von den Ideen der französischen Aufklärer und ein großer Anhänger von [[Santiago Calles]]. Zudem berief er einige Gelehrte an seinen Hof in Semess. Sein aufgeklärter Regierungsstil und sein Versuch, Sagradien durch Reformen zu modernisieren, führten mehrmals zu Spannungen mit der katholischen Kirche, die um ihre Machtstellung im Königreich fürchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann herrschte im kleinen Königreich Cuentez als legitimer König in der Blutslinie, in Semess jedoch „nur“ als Mann seiner Ehefrau (''de iure uxoris''), welche die legitimen Thronrechte hielt. Damit war Johann seiner Ehefrau in Cuentez theoretisch voran- und in Semess untergestellt. Jedoch waren beide in der Theorie gleichberechtigte Herrscher und es blieb zu Lebzeiten der beiden umstritten, in wiefern sich die Herrschaft Johanns in Sagradien auf das Erbrecht seiner Frau oder auf die Wahl der Stände gründete, die in freiem Entschluss Johanns als neuen König erwählt hatten. Als Königin María I. 1735 an den Folgen einer Totgeburt starb, wurde das Problem aktuell. Da nur eine gemeinsame Tochter Johanns und Marias namens [[Maria II. Franziska|María Francisca]] lebte, stellten sich die sagradischen Cortes auf die Position, dass Johann III. qua Wahl durch die Stände und eigenes Blutrecht (als Urenkel [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]) auch nach dem Tode seiner Frau und seines Sohnes rechtmäßiger König des Landes sei. Der [[Akt von Vierna]] vereinigte die Stände von Sagradien und Tulis-Cuentez vollzog damit de facto, aber nicht de jure den Schritt von der Personal- zur Realunion. Das Königreich von Sagradien und Cuentez erklärte der Akt für untrennbar und die Codices Magna als verbindlich für das gesamte Reich. Die dagegen nochmals mobilisierten Anhänger [[Philipp Karl von Viça]]s konnte Johann Franz schließlich endgültig besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Gemeinsam erließen König und Stände zudem eine neue Nachfolgeregelung, welche die Codices Magna ergänzten. Darin versuchte Johann, die dynastische Nachfolge seiner einzig verbliebenen Tochter [[Maria II. Franziska|Dona María Francisca]] zu bestätigen, musste aber den Ständen ein Mitspracherecht einräumen. Gemäß der neuen Nachfolgeordnung aus dem Jahr 1738 wurde die dreizehnjährige María Francisca - bereits zuvor zur Thronfolgerin in Cuentez proklamiert, nun als Thronfolgerin auch der sagradischen Krone bestätigt und erhielt den Titel einer [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]]. Jedoch sollten die Stände nun auch bei der Wahl ihres Gatten, des zukünftigen Königs, ein Mitspracherecht erhalten. Als María Francisca 1742 im Alter von 16 Jahren Johanns Schwager aus erster Ehe [[Anton II.|Antonio Raimundo di Piacone]] heiratete, musste dieser einen Eid auf die Codices Magna ableisten und wurde damit möglicher zukünftiger König an der Seite Maria Franciscas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Johann Franz am Tod seiner Frau María stark litt, entschloss er sich 1739 zu einer neuerlichen Heirat, um doch noch die Möglichkeit auf einen männlichen Thronfolger zu haben. Die Wahl fiel schließlich auf die neunzehnjährige Maria Eleonore von Österreich, eine Tochter Kaiser Karls VI. und Schwester Maria Theresias. Seit 1740 befand sich Sagradien als Mitglied der Pragmatischen Allianz mit Österreich und Großbritannien im Krieg gegen Frankreich, Preußen und ihre Verbündete. Aus der Ehe mit der Habsburgerin ging 1745 schließlich unerwartet doch noch ein männlicher Thronfolger namens [[David II.|David Johann]] hervor. Der Krieg gegen Frankreich wurde 1748 beendet und brachte für Sagradien keine Gebietsgewinne. Als Johann Franz bereits im Folgejahr überraschend starb, folgte ihm sein erst vierjähriger Sohn als [[David II.]] auf den Thron. Dessen Tod 1754 stürzte das Santori-Reich schließlich in einen Abgrund und führte schließlich zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge durch Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton II. Raimund]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8938</id>
		<title>Johann Franz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Johann_Franz&amp;diff=8938"/>
		<updated>2012-03-29T20:23:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Kindheit und Jugend */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Franz von Santori''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Joán Francisco de Sántori'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Joán Francês de Sàntori'', *1700, †1749) war als ''Johann Franz I.'' Graf von Nadal und Prinz von Cuentez, als '''Johann III. Franz''' [[König von Cuentez]] (1725-1744) sowie seit 1723 als Mitherrscher seiner Frau [[Maria I.]] und nach deren Tod 1735 allein [[König von Sagradien]] (1723-1749).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Don Joán Francisco wurde 1700 im sagradischen [[Carravil de Nadal]] als Sohn von [[Don Francisco de Diegue|Prinz Francisco von Cuentez]] und Carlota de Sesín geboren. Er wuchs zunächst am Hof des sagradischen Königs [[Danadier II.]] in [[Semess]] auf und gehörte zum königlichen Hochadel: 1699 war sein Urgroßvater [[Manuel I. von Cuentez|Manuel I. der Alte]] in hohem Alter von 75 Jahren Titular-[[König von Cuentez]] geworden, sein Vater erhielt den Titel eines Vizegrafen von Diegue, sein Onkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian]] den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Cuentez|Prinzen von Cuentez]]. Im Jahr 1701 starb Manuel der Alte im Alter von 77 Jahren und übergab den Königstitel an seinen Enkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian II.]], den älteren Bruder Franciscos und Onkel Joán Franciscos. Bereits als Kind lernte Johann Franz seine zwei Jahre jüngere Verwandte [[Maria I. Luise|Maria Luise von Sagradien]] kennen, die Tochter von König Danadier II. Eine Zeit lang wurden beide gemeinsam erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1706/7 stand Sagradien im Spanischen Erbfolgekrieg zunehmend auf verlorenem Posten. Der Krieg, in dem Maximilian II. für den sagradischen König [[Danadier II.]] kämpfte, entwickelte sich für den sagradischen König zu einem Desaster und mündete unmittelbar in den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg der Koalition]], in dem Maximilian II. das Ständeheer der antiroyalistischen &amp;quot;[[Coalicionarioes]]&amp;quot; unterstützte und unter den symbolischen Schutz des cuentesischen Königs stellte. Mit einem propagandistischen Großangriff in Sagradien versuchte er die Sympathien der Bevölkerung und der königstreuen oder unentschiedenen Adligen zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisse im Koalitionskrieg ===&lt;br /&gt;
Als Prinz von Cuentez beteiligte sich der junge Johann Franz aktiv im Krieg gegen die Royalisten, der mit der Gefangennahme Danadiers II. 1718 vorerst beendet wurde. Als Mitglied der neu einberufenen Ständeversammlung gehörte Johann Franz danach zu den Anhängern eines ''Regimen Mixtum et Moderatum'', das eine Mitherrschaft der Stände an der königlichen Regierung vorsah, eine weitere Radikalisierung der Ereignisse aber ablehnte. Nach dem Tod seines Vaters Prinz Francisco im Jahr 1720 wurde Johann Franz als nächster Verwandter Maximilians II. zu dessen Erben designiert und erhielt den Titel eines [[Prinz von Cuentez|Erbprinzen von Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der Semestiner [[Maiblutnacht]] 1721 stellte sich Johann Franz gegen die radikalen Republikaner unter Führung von [[Simón Bernord]] und war als Heerführer an der Belagerung [[Semess]]' im Herbst 1721 beteiligt. Nach der Niederschlagung der republikanischen Aufstände wurde Johann Franz als möglicher künftiger König gehandelt. Als deutlich wurde, dass eine friedliche Einigung mit dem im Exil befindlichen Bruder Danadiers II. und Peters II. Herzog [[Philipp Karl von Viça]] an dessen Weigerung scheitern würde, das ständische Kondominium zu akzeptieren, gingen die Anhänger Johann Franz' schließlich in die Offensive und lancierten dessen Kandidatur um den Thron. König Maximilian II. arrangierte schließlich die Verlobung seines Neffen und Erben mit [[Maria I. Luise|Maria Luisa]], einer Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Während noch verhandelt wurde, rückte Philipp Karl mit einem Heer in Nordostsagradien ein, was die Stände dazu bewegte, Johann Karl große Zugeständnisse zu machen und ihm den Oberbefehl über das Heer zu übertragen. Nach seinem Sieg in der [[Schlacht bei Canar]] war der Thron in greifbarer Nähe. Die Stände benannten diese schließlich als Erbin der Krone und trugen dem jungen Paar schließlich gemeinsam die Königswürde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krönung zum sagradischen König === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König Maximilian II. von Cuentez. Feierlich wurde Johann Franz die Krone angetragen, diese sollte er aber erst nach der Hochzeit mit [[Maria I. Luise|María Luísa de Santori]], der Tochter König Danadiers II., sowie nach dem Schwur auf die Gesetze der Versammlung, die [[Codices Magna]], antreten. Im Juli kam es in [[Semess]] zur Hochzeit, im August schworen Joán Francisco und seine Ehefrau vor der Versammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide in [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem Intermezzo wieder ein Herrscherpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie. Im Laufe ihrer Regierungszeit konnten beide jedoch den Einfluss der Cortes, die allein das Königspaar einberufen und auflösen konnte, immer mehr zugunsten der königlichen Befugnisse zurückdrängen. Im Jahr 1725 starb Johanns Onkel Maximilian II. und Johann III. Franz erbte die cuentesische Königskrone, die er feierlich entgegennahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch brach das Paar mit dem lange gepflegten Frankreich-Bündnis der späten Santori-Valier und orientierte sich zunehmend am liberalen England sowie an Österreich. 1736 schloss Sagradien mit Micolinien den [[Vertrag von Diegue]], in dem er zahlreiche Grenzkonflikte niederlegte. Im Innern förderten Joán Francisco und María Sagradiens Kultur, Wissenschaft und Handel. Johann gilt zudem als erster aufgeklärter Monarch Sagradiens. Er war begeistert von den Ideen der französischen Aufklärer und ein großer Anhänger von [[Santiago Calles]]. Zudem berief er einige Gelehrte an seinen Hof in Semess. Sein aufgeklärter Regierungsstil und sein Versuch, Sagradien durch Reformen zu modernisieren, führten mehrmals zu Spannungen mit der katholischen Kirche, die um ihre Machtstellung im Königreich fürchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann herrschte in Cuentez als legitimer König in der Blutslinie, in Semess jedoch „nur“ als Mann seiner Ehefrau (''de iure uxoris''), welche die legitimen Thronrechte hielt. Damit war Johann seiner Ehefrau in Tulis theoretisch voran- und in Semess untergestellt. Jedoch waren beide in der Theorie gleichberechtigte Herrscher und es blieb zu Lebzeiten der beiden umstritten, in wiefern sich die Herrschaft Johanns in Sagradien auf das Erbrecht seiner Frau oder auf die Wahl der Stände gründete, die in freiem Entschluss Johanns als neuen König erwählt hatten. Als Königin María I. 1735 an den Folgen einer Totgeburt starb, wurde das Problem aktuell. Da nur eine gemeinsame Tochter Johanns und Marias namens [[Maria II. Franziska|María Francisca]] lebte, stellten sich die sagradischen Cortes auf die Position, dass Johann III. qua Wahl durch die Stände und eigenes Blutrecht (als Urenkel [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]) auch nach dem Tode seiner Frau und seines Sohnes rechtmäßiger König des Landes sei. Der [[Akt von Vierna]] vereinigte die Stände von Sagradien und Tulis-Cuentez vollzog damit de facto, aber nicht de jure den Schritt von der Personal- zur Realunion. Das Königreich von Sagradien und Cuentez erklärte der Akt für untrennbar und die Codices Magna als verbindlich für das gesamte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Gemeinsam erließen König und Stände zudem eine neue Nachfolgeregelung, welche die Codices Magna ergänzten. Darin versuchte Johann, die dynastische Nachfolge seiner einzig verbliebenen Tochter [[Maria II. Franziska|Dona María Francisca]] zu bestätigen, musste aber den Ständen ein Mitspracherecht einräumen. Gemäß der neuen Nachfolgeordnung aus dem Jahr 1738 wurde die dreizehnjährige María Francisca - bereits zuvor zur Thronfolgerin in Cuentez proklamiert, nun als Thronfolgerin auch der sagradischen Krone bestätigt und erhielt den Titel einer [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]]. Jedoch sollten die Stände nun auch bei der Wahl ihres Gatten, des zukünftigen Königs, ein Mitspracherecht erhalten. Als María Francisca 1742 im Alter von 16 Jahren Johanns Schwager aus erster Ehe [[Anton II.|Antonio Raimundo di Piacone]] heiratete, musste dieser einen Eid auf die Codices Magna ableisten und wurde damit möglicher zukünftiger König an der Seite Maria Franciscas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Johann Franz am Tod seiner Frau María stark litt, entschloss er sich 1739 zu einer neuerlichen Heirat, um doch noch die Möglichkeit auf einen männlichen Thronfolger zu haben. Die Wahl fiel schließlich auf die neunzehnjährige Maria Eleonore von Österreich, eine Tochter Kaiser Karls VI. und Schwester Maria Theresias. Seit 1740 befand sich Sagradien als Mitglied der Pragmatischen Allianz mit Österreich und Großbritannien im Krieg gegen Frankreich, Preußen und ihre Verbündete. Aus der Ehe mit der Habsburgerin ging 1745 schließlich unerwartet doch noch ein männlicher Thronfolger namens [[David II.|David Johann]] hervor. Der Krieg gegen Frankreich wurde 1748 beendet und brachte für Sagradien keine Gebietsgewinne. Als Johann Franz bereits im Folgejahr überraschend starb, folgte ihm sein erst vierjähriger Sohn als [[David II.]] auf den Thron. Dessen Tod 1754 stürzte das Santori-Reich schließlich in einen Abgrund und führte schließlich zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge durch Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton II. Raimund]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=8937</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T20:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Philippkarlistenkrieg 1722/23 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesco]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722/23 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten. Unterstützt wurde Philipp Karl von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Ein Königtum Philipp Karls in Nachfolge seiner beiden Brüder wurde nicht ausgeschlossen, aber von Seiten der Stände an eine Zustimmung zu den Codices Magna gebunden. Die Verlobung des Santori-Prinzen [[Johann III. Franz|Johann Franz von Cuentez]] mit der Prinzessin [[Maria I.|Maria Luise]] markierte schließlich das Scheitern der Verhandlungen mit Philipp Karl, der die Verlobung und die damit wahrscheinlich gewordene Thronfolge des Paares nicht anerkannte und mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Verhandlungen mit dem Santori-Prinzen Johann Franz und seinem Vater Maximilian II. wurden beschleunigt und schließlich ausgesetzt. Als ''Prinz von Sagradien'' wurde Johann im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres ernannt. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte das Heer Johanns seinen Gegner Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen entscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls war einstweilen besiegt. Den Sieg hatten die Stände aber nicht alleine erreicht, die Stellung des künftigen Königs Johann Franz von Cuentez war deutlich gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum Marias I. und Johanns III. === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=8936</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T20:14:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich vor allem im Jahr 1721/22 ereigneten und in der Folge bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesco]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722/23 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten. Unterstützt wurde Philipp Karl von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Die Verlobung des Santori-Prinzen [[Johann III. Karl|Johann Karl von Cuentez]] mit der Prinzessin [[Maria I.|Maria Luise]] markierte schließlich das Scheitern der Verhandlungen mit Philipp Karl, der die Verlobung und die damit wahrscheinlich gewordene Thronfolge des Paares nicht anerkannte und mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Verhandlungen mit dem Santori-Prinzen Johann Karl und seinem Vater Maximilian II. wurden beschleunigt und schließlich ausgesetzt. Als ''Prinz von Sagradien'' wurde Johann im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres ernannt. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte Johann Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen entscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls war einstweilen besiegt. Den Sieg hatten die Stände aber nicht alleine erreicht, die Stellung des künftigen Königs Johann Franz von Cuentez war deutlich gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sechzigj%C3%A4hriger_Krieg&amp;diff=8935</id>
		<title>Sechzigjähriger Krieg</title>
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		<updated>2012-03-29T20:13:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Einschätzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Fünfzigjähriger Krieg''' ist die Bezeichnung für eine Reihe von Kriegen im [[Sagradien|sagradisch]]-[[Micolinien|micolinischen]] Konflikt, der nach dem Ende der [[Union von Alágua]] 1386/90 aufflammte. Traditionell werden der Beginn des Kriegs mit dem Einfall [[Karl VI. von Micolinien]] 1396 in [[Perucía]] und sein Ende mit dem [[Friede von Tesqué|Friedensvertrag von Tesqué]] 1443 angesetzt. Jedoch können bereits der so genannte [[Micolinischer Revolutionskrieg|Micolinische Revolutionskrieg]] (''Guerra de la Revolutió'') von 1386-1390 sowie der sagradische [[Krieg der zwei Herzöge|Bürgerkrieg der zwei Herzöge]] (''Guerra de Ducas'') von 1392-1396 als erste Phasen des Fünfzigjährigen Kriegs angesehen werden, dessen Kampfhandlungen weitestgehend bereits 1439 endeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im einzelnen umfasst der Fünfzigjährige Krieg folgende Phasen der Auseinandersetzung:&lt;br /&gt;
* [[Micolinischer Revolutionskrieg]] (1386-1390)&lt;br /&gt;
* [[Krieg der zwei Herzöge]] (1392-1396)&lt;br /&gt;
* Sagradisch-Micolinischer Krieg um Perucía, Golen und Scantia (1396-1423, 1427-1443)&lt;br /&gt;
* Erster Tulinesisch-Micolinischer Krieg (1398-1418)&lt;br /&gt;
* [[Tulinesischer Bürgerkrieg]] (1416-1423)&lt;br /&gt;
* Zweiter Tulinesisch-Micolinischer Krieg (1424-1440)&lt;br /&gt;
* [[Servettinisch-Loneischer Krieg]] (1420-1429)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anlass ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des sagradischen Königs [[Jakob II.]] und seinem Sieg über [[Danadier I. von Scola|Danadier von Scola]] 1321 hatte König [[Sergius I. der Große|Serge I.]] aus dem [[Haus Redanior-Gerón]], seit 1315 als Nachfolger [[Roderich I. von Micolinien|Rodriques I.]] König von Micolinien, die beiden Königreiche von Sagradien (inklusive [[Perucía]] und [[Golen]]) und Micolinien in der [[Union von Alágua]] in Personalunion vereint. Die Herrschaft seines Enkels [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriel dem Schönen]] hatte 1386 jedoch zur Rebellion der micolinischen Stände unter der Führung von [[Karl V. von Micolinien|Karl von Interea]], einem illegitimen Nachkommen der micolinischen [[Haus Saloa|Saloa]]-Könige, geführt, der sich als Karl V. zum micolinischen König machte und seine Herrschaft im Micolinischen Unabhängigkeitskrieg von 1386-1390 sicherte. Die micolinischen Stände beriefen sich auf die [[Konvention von Marbore]] von 1368, in der sie dem [[Erbteilungsplan Sergis II.]] zugestimmt hatten, der die Trennung der sagradischen von der micolinischen und peruzinischen Krone unter Sergis Nachfolgern vorgesehen hatte, jedoch nie wirksam geworden war. Im [[Vertrag von Albero]] musste Gabriel IV. 1390 seine Ansprüche auf die micolinische Krone fallen lassen, behielt aber Perucía und Golen, während Karl VI. wiederum auf alle Ansprüche in Sagradien verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Gabriels 1395 kam es in Sagradien zum Krieg zwischen seinen möglichen Nachfolgern [[Michael I.|Michael von Vesaey]] und [[Joseph von Óstino]], in dem der Ostinenser sich mit [[Karl VI. von Micolinien]], seit 1391 Nachfolger Karls V. verbündete und zunächst siegte, ehe Michael von Vesaey aber 1396 die Oberhand gewann und seinen Kontrahenten zur Abdankung zwang. Da Karl VI. sich vom Bündnis mit dem Ostinenser den Gewinn Perucías erhofft hatte, widerrief er den Vertrag von Álbero in Teilen, berief sich abermals auf die Konvention von Marbore und fiel 1396 mit einem Heer in Perucía ein, um seine Ansprüche gegen Michael I. von Vesaey durchzusetzen, womit es zum Krieg kam. Nach dem Tod Josephs von Óstino 1398 erklärte Karl zunächst dessen 13-jährigen Sohn [[Johann das Kind]] zum König, erhob nach dessen Tod 1402 aber selbst Anspruch auf die sagradische Krone, womit er den Vertrag von 1390 in allen Teilen, aber auch die Konvention von Marbore, auf die er sich bis dahin berufen hatte, für ungültig und sich selbst zum legitimen Erben des Reichs Sergis I. erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteien ===&lt;br /&gt;
Auf sagradischer Seite kämpften zweitweise die [[Tulinesische Republik|Republik Tulis]] sowie das im Krieg um [[Lonéa]] befindliche [[Haus Salua-Servette]] in Micolinien, mit dem micolinischen König waren u.a. die Häuser [[Haus Óstino|Óstino]] und [[Älteres Haus Esqués|Esqués]] verbündet, ehe nach einem Seitenwechsel in der Endphase auch der [[Herzog von Servette]] als potenter Geldgeber Karls VI. eine Schlüsselrolle spielte. Während es für Karl VI. um die Eroberung Perucías und Golens und zeitweise auch den Gewinn der sagradischen Krone ging, versuchte Sagradien unter Michael I. und [[Michael II.]] seine Besitzungen im Norden der micolinischen Halbinsel zu halten. Die Tulinesische Republik sah in einer neuerlichen sagradisch-micolinischen Union unter Karl VI. eine Gefahr für die eigene Unabhängigkeit und kämpfte um seine Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blaumeer]] sowie seine Kolonien in Ostmicolinien. Für die nur zeitweise und auch nur indirekt gegen Karl VI. kämpfenden [[Haus Salua-Servette|Servettenser]] ging es vor allem um eine Stärkung der eigenen Hausmacht in Südmicolinien und die Unabhängigkeit von der Krone, während die Anmeldung eigener Ansprüche auf die micolinische Krone vor allem taktischer Natur war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Die Anfangsphase des Kriegs zwischen Sagradien und Micolinien brachte Erfolge für Micolinien, das sich in der [[Alberenser Union]] 1409 die Unterstützung der peruzinischen Stände sichern und anschließend bis nach [[Gerón]] vordringen konnte, die Belagerung der Stadt aber 1420 aufgeben musste. Die gescheiterte Belagerung Geróns führte zu einer Wende im Krieg. Obwohl Michael I. von Sagradien in der [[Schlacht von Porto Valés]] 1421 fiel, siegte sein Sohn [[Don António]] 1422 und 1423 bei [[San Cristo]] und [[Alágua]], ehe die Kämpfe vorübergehend eingestellt wurden. Während Karl VI. in der Folge mit Gefechten gegen Tulis und das rebellierende Haus Servette beschäftigt war, nahm Sagradien unter Michael II. die Kämpfe im Jahr 1427 wieder auf und rüstete zur Gegenoffensive. In der [[Schlacht von Cania]] erlitt Micolinien eine empfindliche Niederlage und verlor in der Folge große Gebiete [[Conte]]s an Sagradien. Die Rebellion Contes gegen Sagradien im Jahr 1431 beendete schließlich die sagradische Offensive.&lt;br /&gt;
Kleinere Gefechte brachten in der Folge keine neuen Entwicklungen, ehe die Kämpfe 1439 weitgehend eingestellt wurden. 1440 schloss Micolinien einen Separatfrieden mit Tulis, das seine Stützpunkte in Micolinien behielt, ehe der Krieg im Frieden von Tesqué von 1443 endgültig beendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgen ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Frieden von Tesqué]] endete die von 1321 bis 1386 bestehende und danach von verschiedenen Seiten angestrebte sagradisch-micolinische Union endgültig und die seit dem 11. Jahrhundert andauernden Kämpfe um Perucía wurden aufgegeben. Der Friedensvertrag berief sich inhaltlich auf die [[Konvention von Marbore]] von 1368, bestätigte aber de facto lediglich den im Krieg entstandenen Status Quo. Mit dem Verzicht Sagradiens auf Perucía und dem Micoliniens auf Golens sowie die Festschreibung der so genannten &amp;quot;[[Medeo-Linie]]&amp;quot; als Grenze beider Staaten wurde die bis 1815 und mit leichten Veränderungen in Bezug auf Golen bis ins 20. Jahrhundert hinein gültige Grenze zwischen beiden Staaten festgelegt. Der Friedensvertrag von Tesqué kann darüber hinaus als Gründungsstunde des modernen micolinischen Nationalstaates gelten, da das neue Königreich erstmals überhaupt neben Süd- und Mittelmicolinien auch den peruzinischen Norden umfasste, der heute als integraler Bestandteil Micoliniens angesehen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Frieden mit Micolinien bildete die Grundlage für den Aufstieg Sagradiens zur europäischen Großmacht und zur Weltmacht im 16. Jahrhundert (so genanntes [[Goldenes Jahrhundert]]). Die Servettensischen Herzöge konnten sich im Süden de facto als unabhängige Macht etablieren, deren Besitztümer am Ende des Jahrhunderts an die sagradischen [[Haus Santori|Santori]]-Könige fiel. Die im Krieg gegründete Allianz der Häuser Santori und [[Haus Vesaey|Vesaey]] ist zudem Fundament der 1490 vollzogenen [[Sagradisch-Tulinesische Union|sagradisch-tulinesischen Union]] sowie der bis zum 18. Jahrhundert andauernden Herrschaft der Santori in Sagradien. In Micolinien konnte sich das Königtum des [[Haus Interea|Hauses Interea]] stabilisieren, dessen Herrschaft in Nebenlinien bis heute andauert.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Frieden zwischen Sagradien und Micolinien hielt jedoch nicht einmal ein halbes Jahrhundert. Mit dem Ende der Servettiner Dynastie im Süden kam es seit 1477 zu neuerlichen Kriegen zwischen Sagradien und Micolinien um das Erbe der saluanischen Herzöge in Südmicolinien, in denen sich schließlich die sagradischen Santori durchsetzen konnten ([[Servettinische Kriege]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschätzung ===&lt;br /&gt;
Die micolinische Nationalgeschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts sah den Fünfzigjährigen Krieg mehrheitlich als Fortsetzung des Befreiungskriegs gegen Sagradien und als micolinischen Einigungskrieg. Dagegen wurde der Krieg in Sagradien als erfolgreicher Abwehrkrieg der micolinischen Expansionsbestrebungen angesehen. Die neuere Forschung betont den machtpolitischen Charakter des Erbfolge- und Bürgerkriegs und bezeichnet die Auseinandersetzungen als Beispiel eines Staatsbildungskriegs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-29T20:12:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Philippkarlistenkrieg 1722/23 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich nach 1721 ereigneten und bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesco]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alexandro Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg 1722/23 ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten. Unterstützt wurde Philipp Karl von seinem Schwiegervater, dem französischen Regenten Philipp von Orléans. Noch ehe es zu militärischen Auseinandersetzungen mit dem Heer gekommen war, versuchten beide Seiten sich gütlich zu einigen. Die Verlobung des Santori-Prinzen [[Johann III. Karl|Johann Karl von Cuentez]] mit der Prinzessin [[Maria I.|Maria Luise]] markierte schließlich das Scheitern der Verhandlungen mit Philipp Karl, der die Verlobung und die damit wahrscheinlich gewordene Thronfolge des Paares nicht anerkannte und mit einem französisch unterstützten Heer in [[Amôria]] einfiel, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnellen Erfolge Philipp Karls führten innerhalb der Stände zu Verunsicherung. Die Verhandlungen mit dem Santori-Prinzen Johann Karl und seinem Vater Maximilian II. wurden beschleunigt und schließlich ausgesetzt. Als ''Prinz von Sagradien'' wurde Johann im August 1722 zum Oberbefehlshaber des Ständeheeres ernannt. Nachdem sein Gegner ihm in mehreren Schlachten hatte ausweichen können, stellte Johann Philipp Karl im November 1722 bei [[Canar]] in der Landschaft [[Soler]] und errang einen entscheidenden Sieg. Philipp Karl verlor in der Folge schlagartig seine Stellung im Nordosten und ging schließlich in Frankreich ins Winterquartier. Ein Versuch, schon im Frühjahr 1723 zurückzuschlagen, war nicht von Erfolg gekrönt. Der militärische Widerstand von Seiten Philipp Karls war einstweilen besiegt. Den Sieg hatten die Stände aber nicht alleine erreicht, die Stellung des künftigen Königs Johann Franz von Cuentez war deutlich gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.131.83</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Erster_Asumarischer_Krieg&amp;diff=8933</id>
		<title>Erster Asumarischer Krieg</title>
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		<updated>2012-03-29T19:56:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.131.83: /* Verlauf des Krieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Micolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]] sowie um Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Micolinien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der micolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Micolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Micolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Micolinien die Santori-Prinzessin [[Maria Charlotte von Sagradien]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Micolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Micolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Micolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Micolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die micolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann IV. von Micolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina - trotz ihres Sturzes - und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Micolinien einging. Im Gegenzug machte Micolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverlauf ===&lt;br /&gt;
Der Einfall des micolinischen Heeres unter dem designierten Thronfolger Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der micolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1559 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt &amp;quot;der Vielgeliebte&amp;quot;, bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimicolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Micoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Micolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Micolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Micolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der micolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Micolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friede von Villagua ===&lt;br /&gt;
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Micolinien verfehlte damit sein Ziel der Rückeroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität des [[Herzogtums Servette]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des [[Haus Albero|Hauses Albero]] in Micolinien an. Außerdem musste König [[Gabriel VII.]] das [[Herzogtum Servette]] an seinen jüngeren Sohn [[Ludwig Philipp I. von Servette|Luis Filipe]] abgeben. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Micoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Servette zur Sekundogenitur der sagradischen [[Santori]], blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen jedoch noch weiter und wurden erst 1670 beigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Micoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im 18. Jahrhundert schließlich zur Wiedergewinnung Servettes und Westligriens führte. Die Abtrennung Südmicoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Krieg in Micolinien]]&lt;/div&gt;</summary>
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