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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Merc%C3%A9_Serrat_Cabarell&amp;diff=2534</id>
		<title>Mercé Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2011-02-02T22:12:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Rücktritt 2007 und Comeback 2008 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mercé Vertá Serrat Caval''' (*1955 in [[Semess]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der sozialistischen [[ASUL]]. Mercé Serrat ist die Tochter des ehemaligen [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] [[Joán Caval]] und war in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] 2001 bis 2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Sozialministerium]] und [[Kabinett De la Costa II|danach]] bis 2005 sagradische [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Gesundheitsministerin]]. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der [[ASUL|Sozialistischen Allianz (Asul)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Serrat Caval wurde 1955 als jüngste Tochter von Joán Caval in Semess geboren, wo ihr Vater gerade sein Jurastudium abgeschlossen hatte. Serrat besuchte das Gymnasium in Semess und studierte danach an der Verwaltungshochschule Semess-Noyar und am [[SIS]] in Viteza Verwaltungswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft. Als ihr Vater 1970 Ministerpräsident des Landes wurde, war sie gerade fünfzehn Jahre alt. Nach dem Eintritt in die Sozialistische Allianz, deren Generalsekretär ihr Vater 1969 wurde, arbeitete Serrat für die Gewerkschaft CSSL. Nach dem Studium lehrte sie zunächst ein Jahr lang an der Verwaltungshochschule in Noyar und trat danach in die Stadtverwaltung von Semess ein. Parallel dazu schrieb sie für verschiedene linke Zeitschriften wie den [[Avante!]] oder das [[Jornal Societá Moderna]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der politischen Karriere in Semess und Europa ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1984 wurde Serrat erstmals in den [[Stadtrat von Semess|Semesker Stadtrat]] gewählt. Gleichzeitig wurde sie Sekretärin in der Sozialbehörde der Stadt [[Semess]]. 1987 wurde sie zur Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der [[Region Semesce]] gewählt, wo sie sich besonders für die Gleichstellung von Frauen in der öffentlichen Verwaltung einsetzte. Nachdem ihr Vater 1987 vom Vorsitz der Partei zurückgetreten war und bei den [[Europawahlen 1989]] auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet hatte, wurde Serrat als seine Nachfolgerin ins Straßburger Parlament gewählt, wo sie u.a. im Sozialausschuss vertreten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1993 gab sie ihr Mandat auf und wurde für die [[ASUL|Sozialisten]] in den [[Regionalrat]] der Region Semesce gewählt. Wenig später wurde sie Sekretärin des sozialistischen Stadtverbandes in Semess. Bei der parteiinternen Vorauswahl konnte sie sich knapp gegen ihre männlichen Mitbewerber durchsetzen, zu denen auch [[Javier Miguel León]] gehörte. Im Jahr 1994 kam es zu Vorwürfen gegen Serrat, nach denen sie als Europaabgeordnete Geschenke von Wirtschaftsvertretern angenommen haben soll. Serrat musste einräumen, in einem Fall Geschenke angenommen zu haben, und zudem den Posten als kommunale Sekretärin der Semesker Asul räumen. Ihr Nachfolger wurde ihr Dauerkonkurrent Javier Miguel León. Auch ihre Mandate als Stadt- und Regionalrätin gab sie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen des Jahres 1996 feierte Serrat ihr politisches Comeback, als sie mit überzeugender Mehrheit zur Bürgermeisterin des Semesker Stadtteils [[Aresta-Este]] gewählt wurde und wieder in den Stadtrat einzog. Bürgermeister [[António Grande Illega]] ernannte sie kurze Zeit später zur [[Beauftragten der Stadt Semess für Gleichstellung und Integration]]. Zuvor hatte sie sich für ihre Verfehlungen der Vergangenheit entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Javier Miguel Leóns zum neuen [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] im Jahr 1999 wurde Serrat 2000 als Leiterin der Sozialbehörde in dessen Magistrat berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere auf nationaler Ebene ==&lt;br /&gt;
=== Parteikarriere bis 2001 ===&lt;br /&gt;
Mercé Serrat wurde im Januar 1997 zur Nachfolgerin von [[Sellesi Renata Barxet]] als Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] gewählt und stieg dadurch qua Amt ins nationale Exekutivkommitee der Sozialistischen Allianz auf. Der Parteitag der Sozialisten im Jahr 2000 wählte Serrat zudem erstmals in Sekretariat der Partei, wo sie für Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als nationale Ministerin (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 holte Ministerpräsident [[Julio de la Costa]] die ehrgeizige Kommunalpolitikerin in sein [[Kabinett De la Costa I|Kabinett]], wo sie neue Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]] wurde, ehe sie nach den Kammerwahlen 2002 als Ministerin an die Spitze des [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Gesundheitsministeriums]] wechselte. In dieser Funktion setzte sie im Jahr 2003/2004 eine umfangreiche Gesundheitsreform durch. 2003 wurde Serrat zur Parteisekretärin für Sozial- und Gesundheitspolitik gewählt. Nach dem Rücktritt von Julio de la Costa als Generalsekretär der Asul im Herbst 2005 nominierte der neue Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] die 50-jährige Serrat Caval als neue Nationale Koordinatorin der Partei, womit sie die zentrale organisatorische Funktion im Parteiapparat übernahm. Ihre Nominierung wurde als Entgegenkommen des vom rechten Parteiflügel favorisierten Diaz de Velozo gegenüber dem linken Flügel gewertet, da Serrat in Nachfolge ihres Vaters als Vertreterin des gemäßigt-linken Flügels der Partei galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Koordinatorin der ASUL (2006-2007) ===&lt;br /&gt;
Nach den knapp verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] gründete Serrat ihren eigenen Corrente unter dem Namen „Socialdemocrâcia“, der allgemein als Wiederbelebung des alten Corrente der Cavalistas in der Tradition ihres Vaters sowie des amtierenden Präsidenten der Republik [[António Grande Illega]] gewertet wurde.  Im Gegensatz zu anderen Parteiströmungen organisierte Serrat ihren Corrente als Verein, der nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Nicht-Mitglieder offen stand. Der neuen Parteiströmung traten rasch zahlreiche gemäßigte Sozialdemokraten bei, die sich von den führenden Correntes der [[Julistas]], [[Velozistas]] und [[Valarosistas]] nicht repräsentiert fühlten. Innerhalb kürzester Zeit stieg Serrat so zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Asul auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nationale Koordinatorin organisierte Serrat zudem erfolgreich die [[Regionalwahlen 2007|Regionalwahlen des Jahres 2007]] und scheute auch nicht davor zurück, sich diesen Erfolg anrechnen zu lassen, obwohl die Wahlkampfführung wesentlich von den regionalen Verbänden übernommen worden war und Serrat lediglich eine koordinierende Rolle zugekommen war. Trotz der Erfolge verschlechterte sich das Verhältnis Serrats zu Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo|SDV]] zusehends. Dieser wurde auf dem Kongress der Sozialisten im Sommer 2007 in [[Ostino]] zum Spitzenkandidaten der Partei für die Wahl 2010 nominiert. Als Star des Parteitags trat neben dem zum neuen Semessker Bürgermeister gewählten [[Pietro Duce]] aber Serrat auf, die mit einem starken Ergebnis von über 90 Prozent als Nationale Koordinatorin bestätigt wurde und vor allem von der linksstehenden [[Juventú Socialista|Parteijugend]] mit „Merce!“-Sprechchören gefeiert wurde. Serrat vertrat auf dem Parteitag das Konzept eines breiten Linksblocks gegen die regierende Luisanto-Koalition, während Diaz de Velozo bis dahin eine Koalition mit der äußeren Linken ausgeschlossen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt 2007 und Comeback 2008 ===&lt;br /&gt;
Obwohl Serrat die Aussagen bereits kurze Zeit später stark relativiert hatte und ihre Aussagen als Angebot an die Linkssozialisten zur Rückkehr in die ASUL verstanden wissen wollte, kam es wenige Monate nach dem Parteitag zum Schlagabtausch zwischen Serrat und Diaz de Velozo. Nachdem dieser angekündigt hatte, dem Vorstand der Partei die Ernennung eines Organisatiorischen Koordinators zur Hilfe der Nationalen Koordinatorin vorschlagen zu wollen, für den er seinen Vertrauten [[Lorenzo Delúsio]] vorgesehen habe, erklärte Serrat im September ihren Rücktritt vom Amt der Nationalen Koordinatorin, da sie das neue Amt als Beschneidung ihrer Kompetenzen ansehe. Bereits im Wahlkampf 2006 war es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Koordinatorin Serrat und dem Wahlkampfmanager Delúsio gekommen.&lt;br /&gt;
Serrats überraschender Rücktritt führte zu einer Krise innerhalb der Sozialistischen Allianz und zu einem erneuten Einbruch in den Umfragen. Parteichef Velozo verlor zunehmend an Zustimmung im Volk. Gleichzeitig begannen wieder alte Flügelkämpfe aufzubrechen, da auch die Parteilinke den Kurs Velozos gegenüber [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|Linkssozialisten]] kritisierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2008 starb Serrats Vater Joán Caval im Alter von 87 Jahren. Serrats Bruder [[Maximilián Caval]] hielt die Trauerrede. Wenige Monate später feierte Mercé Serrat ihr politisches Comeback. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]] kandidierte sie erneut für ein Abgeordnetenmandat und wurde auf der Wahlkreisliste der Sozialisten in Semess als Parlamentsabgeordnete bestätigt. Gleichzeitig bewarb sie sich bei den [[Kommunalwahlen 2008]] um das Bürgermeisteramt der Stadt [[Arocí]] bei Semess sowie um das Amt der Präsidentin der [[Comunitá Urbana de Semesce]] (COMUS). In beide Ämter wurde sie mit deutlichem Vorsprung vor ihren [[PP-CSD|konservativen]] Gegenkandidaten gewählt. Kritiker sprachen davon, sie habe vom Tod ihres Vaters profitiert und diesen instrumentalisiert, jedoch vermied Serrat im Wahlkampf überwiegend Bezüge auf ihren Vater. Die Sozialisten verloren die Kammerwahl ebenso wie die gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen jedoch deutlich gegen die regierenden Konservativen, woraufhin Parteichef Velozo seinen Stuhl als Generalsekretär und Oppositionsführer räumen musste. Der Parteivorstand der Sozialisten wählte daraufhin Julio De la Costa zum Interimsparteichef und legte fest, dass der künftige Generalsekretär in einer Mitgliederbefragung ermittelt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretärin der ASUL (seit 2008) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zur Generalsekretärin ===&lt;br /&gt;
Serrat, durch ihre Siege bei den Kommunalwahlen deutlich gestärkt, kündigte daraufhin ihre Kandidatur um den Posten des ASUL-Generalsekretärs an. Neben ihr kandidierten ihr langjähriger Widersacher [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]] sowie als Außenseiter der Wissenschaftler [[Joán Grâs Brianforte]] und der junge Linke [[Carles Santanier]]. Serrat wurde u.a. von der Sinistra Cristiana und einem Teil der Julistas unterstützt, während León auf die Unterstützung der Parteirechten inklusive der Velozistas zählen konnte, die Serrat verhindern wollten. Zapato Ramírez konnte sich auf die gewerkschaftsnahe Linke verlassen. Brianforte trat als Außenseiter an und setzte sich v.a. für einen zentristischen Kurs ein, während der ebenfalls als Alternativkandidat eingeschätzte Santanier die Unterstützung der Alterglobalisierungsplattform in der Partei genoss und sich mit radikalen linken pazifistischen Positionen wie dem sofortigen Abzug aus Afghanistan oder die Einführung einer direkten Entwicklungshilfe-Steuer auf Güter aus Drittwelt-Staaten hervortat.&lt;br /&gt;
Nachdem Serrat und León im ersten Wahlgang Ende Oktober noch mit 30 Prozent der Stimmen gleichauf gelegen hatten, gewann Mercé Serrat den zweiten Wahlgang mit 60 Prozent und wurde damit auf dem Parteitag der Sozialisten im November zur neuen Generalsekretärin der Sozialistischen Allianz gewählt. Sie ist die erste Frau im Amt des Parteichefs, das ihr Vater zwischen 1969 und 1987 ingesamt 18 Jahre lang innehatte. Auf dem folgenden Nationalkonvent der Asul wurde sie in ihr neues Amt eingeführt und nominierte den bis dahin eher unbekannten Abgeordneten [[Joaquín Loubregat]] zum neuen Nationalen Koordinator sowie den ehemaligen [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[David Chabrol]] zum Parteisprecher. Chabrols Nominierung wurde als Zeichen für eine Öffnung gegenüber der Linken gewertet, da Chabrol zusammen mit dem Kommunisten [[Nícola Mersenburg-López]] und der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|grünen]] Europaabgeordneten [[Mara Nil]] zum Sprecherkreis des rot-rot-grünen Netzwerks [[Iniciativa Progreso Solidário]] (IPS) gehört. Als Stellvertreter stehen Serrat [[Pietro Duce Rodríguez]] und [[Santiago Valarosa]] zur Seite. Außerdem wurde bekannt, dass Interimsparteichef Julio de la Costa zukünftig als strategischer Berater der Parteichefin fungieren werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Serrat Caval kündigte an, den unter De la Costa begonnenen parteiinternen Diskussions- und Orientierungsprozess fortsetzen und die Partizipation der Basis in die Parteientscheidungen insitutionell stärker verankern zu wollen. Bereits zu den [[Europawahlen 2009]] sollte die Partei dann mit einem Krisen-Programm aufwarten, das einen sozial-ökologischen Umbau der europäischen Wirtschaften verwirklichen solle. Als Spitzenkandidat für die Europawahlen nominierte die Partei De la Costa, der zusammen mit Serrat den „[[Plan Social Ecologista per l’Europa]]“ vorstellte, mit dem die Sozialisten in die Europawahlen zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschafts-, Europa-, Senats- und Regionalwahlen 2009 und 2010 ===&lt;br /&gt;
Das Superwahljahr 2009 mit [[Europawahlen 2009|Europa-]], [[Senatswahlen 2009|Senats-]], [[Präsidentschaftswahl 2009|Präsidentschafts-]] und [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] brachte der ASUL unter Mercé Serrat Siege und Rückschläge ein. Bei den Präsidentschaftswahlen im Februar und März 2009 unterlag die von Serrat gemeinsam mit [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]]-Sekretärin [[María Nabarro Laval]] nominierte Mitte-Links-Kandidatin [[Ana María Betancourt]] in der Stichwahl gegen den [[PP-CSD|konservativen]] Bewerber [[Roberto Vidéas Braga]]. Bei den gleichzeitig abgehaltenen Regionalwahlen in der [[Region Óstino]] und [[Lojandía]] siegte dagegen die Linke mit den sozialistischen Bewerbern [[Jorge Gaspacho]] und [[Francisco Helguerra]], wohingegen in der Region [[Ollér]] der konservative Amtsinhaber [[Javier Bornárez]] im Amt bestätigt wurde. Auch bei den Europawahlen am 9. Juni 2009 verfehlten die Sozialisten klar ihr Ziel, stärkste Kraft zu werden. Stattdessen verloren die Sozialisten deutlich an Stimmen und erlitten mit nur 25 Prozent eine schmerzliche Niederlage und das schlechteste Ergebnis bei Europawahlen überhaupt. Damit konnten sie von der Schwäche der regierenden Konservativen nicht profitieren, die auf 29,2 Prozent kamen. Auch bei den Senatswahlen 2009 unterlagen die Sozialisten klar. Sie schnitten zwar leicht besser ab, als bei den letzten [[Senatswahlen 2006|Teilwahlen im Jahr 2006]], verloren aber gegenüber den erfolgreichen [[Senatswahlen 2003|Vergleichswahlen von 2003]] und damit insgesamt auch an Sitzen im Senat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wende kam erst mit den zunehmenden Wirtschaftsproblemen im Spätsommer 2009 und den sich häufenden Affären in der regierenden PP-CSD, in deren Zusammenhang auch Reformminister [[Clemente Arzano]] zurücktreten musste. Bei den folgenden Regionalwahlen in neun von zwanzig Regionen im Oktober 2009 siegte die Linke auch dank der stärkeren Zusammenarbeit mit der linken [[SDU]] gegen die von den Konservativen angeführten Rechten. Zwar konnten die Sozialisten insgesamt landesweit keine 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, erreichte aber dank des guten Ergebnisses der Grünen und Linken in den bevölkerungsreichen Regionen [[Bordez]] und [[Perín-Tulinêsa]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung. Die bereits sozialistisch regierten Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alconía]] wurden gehalten, die Wahl in der [[Region Semesce]] endete mit einem Patt zwischen Linken und Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Juli abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semesce]] machte die Linke die Tendenzwende perfekt und erreichte jeweils klar die Abwahl der amtierenden Rechtsregierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1996-2000 Bürgermeisterin des [[Semess|Semesker]] Stadtteils [[Aresta-Este]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000 Beauftragte der Stadt [[Semess]] für Gleichstellung und Integration&lt;br /&gt;
* 2000-2001 Beigeordnete Stadträtin und Leiterin der Behörde für öffentliche Gesundheit und Soziales der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 2001-2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]]&lt;br /&gt;
* 2002-2005 [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Ministerin für Gesundheit]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Bürgermeisterin der Stadt [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Präsidentin der [[Comunitá Urbana de Semesce]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1994 Stadträtin in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-1993 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1993-1994 Regionalrätin der [[Region Semesce]]&lt;br /&gt;
* 1996-2002 Stadträtin in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* seit 2002 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer (Sagradien)]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Stadträtin von [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Miglied im Generalrat der [[Comunitá Urbana de Semesce]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1987-1989 Regionalsekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der [[Region Semesce]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994 Kommunalsekretärin der [[ASUL]] in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1997-2001 Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007 Nationale Koordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Generalsekretärin der [[ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Mercé Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2011-02-02T22:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Rücktritt 2007 und Comeback 2008 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Mercé Vertá Serrat Caval''' (*1955 in [[Semess]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der sozialistischen [[ASUL]]. Mercé Serrat ist die Tochter des ehemaligen [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] [[Joán Caval]] und war in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] 2001 bis 2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Sozialministerium]] und [[Kabinett De la Costa II|danach]] bis 2005 sagradische [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Gesundheitsministerin]]. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der [[ASUL|Sozialistischen Allianz (Asul)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Serrat Caval wurde 1955 als jüngste Tochter von Joán Caval in Semess geboren, wo ihr Vater gerade sein Jurastudium abgeschlossen hatte. Serrat besuchte das Gymnasium in Semess und studierte danach an der Verwaltungshochschule Semess-Noyar und am [[SIS]] in Viteza Verwaltungswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft. Als ihr Vater 1970 Ministerpräsident des Landes wurde, war sie gerade fünfzehn Jahre alt. Nach dem Eintritt in die Sozialistische Allianz, deren Generalsekretär ihr Vater 1969 wurde, arbeitete Serrat für die Gewerkschaft CSSL. Nach dem Studium lehrte sie zunächst ein Jahr lang an der Verwaltungshochschule in Noyar und trat danach in die Stadtverwaltung von Semess ein. Parallel dazu schrieb sie für verschiedene linke Zeitschriften wie den [[Avante!]] oder das [[Jornal Societá Moderna]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der politischen Karriere in Semess und Europa ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1984 wurde Serrat erstmals in den [[Stadtrat von Semess|Semesker Stadtrat]] gewählt. Gleichzeitig wurde sie Sekretärin in der Sozialbehörde der Stadt [[Semess]]. 1987 wurde sie zur Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der [[Region Semesce]] gewählt, wo sie sich besonders für die Gleichstellung von Frauen in der öffentlichen Verwaltung einsetzte. Nachdem ihr Vater 1987 vom Vorsitz der Partei zurückgetreten war und bei den [[Europawahlen 1989]] auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet hatte, wurde Serrat als seine Nachfolgerin ins Straßburger Parlament gewählt, wo sie u.a. im Sozialausschuss vertreten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1993 gab sie ihr Mandat auf und wurde für die [[ASUL|Sozialisten]] in den [[Regionalrat]] der Region Semesce gewählt. Wenig später wurde sie Sekretärin des sozialistischen Stadtverbandes in Semess. Bei der parteiinternen Vorauswahl konnte sie sich knapp gegen ihre männlichen Mitbewerber durchsetzen, zu denen auch [[Javier Miguel León]] gehörte. Im Jahr 1994 kam es zu Vorwürfen gegen Serrat, nach denen sie als Europaabgeordnete Geschenke von Wirtschaftsvertretern angenommen haben soll. Serrat musste einräumen, in einem Fall Geschenke angenommen zu haben, und zudem den Posten als kommunale Sekretärin der Semesker Asul räumen. Ihr Nachfolger wurde ihr Dauerkonkurrent Javier Miguel León. Auch ihre Mandate als Stadt- und Regionalrätin gab sie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen des Jahres 1996 feierte Serrat ihr politisches Comeback, als sie mit überzeugender Mehrheit zur Bürgermeisterin des Semesker Stadtteils [[Aresta-Este]] gewählt wurde und wieder in den Stadtrat einzog. Bürgermeister [[António Grande Illega]] ernannte sie kurze Zeit später zur [[Beauftragten der Stadt Semess für Gleichstellung und Integration]]. Zuvor hatte sie sich für ihre Verfehlungen der Vergangenheit entschuldigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Javier Miguel Leóns zum neuen [[Bürgermeister von Semess|Semesker Bürgermeister]] im Jahr 1999 wurde Serrat 2000 als Leiterin der Sozialbehörde in dessen Magistrat berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere auf nationaler Ebene ==&lt;br /&gt;
=== Parteikarriere bis 2001 ===&lt;br /&gt;
Mercé Serrat wurde im Januar 1997 zur Nachfolgerin von [[Sellesi Renata Barxet]] als Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] gewählt und stieg dadurch qua Amt ins nationale Exekutivkommitee der Sozialistischen Allianz auf. Der Parteitag der Sozialisten im Jahr 2000 wählte Serrat zudem erstmals in Sekretariat der Partei, wo sie für Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als nationale Ministerin (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 holte Ministerpräsident [[Julio de la Costa]] die ehrgeizige Kommunalpolitikerin in sein [[Kabinett De la Costa I|Kabinett]], wo sie neue Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]] wurde, ehe sie nach den Kammerwahlen 2002 als Ministerin an die Spitze des [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Gesundheitsministeriums]] wechselte. In dieser Funktion setzte sie im Jahr 2003/2004 eine umfangreiche Gesundheitsreform durch. 2003 wurde Serrat zur Parteisekretärin für Sozial- und Gesundheitspolitik gewählt. Nach dem Rücktritt von Julio de la Costa als Generalsekretär der Asul im Herbst 2005 nominierte der neue Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] die 50-jährige Serrat Caval als neue Nationale Koordinatorin der Partei, womit sie die zentrale organisatorische Funktion im Parteiapparat übernahm. Ihre Nominierung wurde als Entgegenkommen des vom rechten Parteiflügel favorisierten Diaz de Velozo gegenüber dem linken Flügel gewertet, da Serrat in Nachfolge ihres Vaters als Vertreterin des gemäßigt-linken Flügels der Partei galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Koordinatorin der ASUL (2006-2007) ===&lt;br /&gt;
Nach den knapp verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] gründete Serrat ihren eigenen Corrente unter dem Namen „Socialdemocrâcia“, der allgemein als Wiederbelebung des alten Corrente der Cavalistas in der Tradition ihres Vaters sowie des amtierenden Präsidenten der Republik [[António Grande Illega]] gewertet wurde.  Im Gegensatz zu anderen Parteiströmungen organisierte Serrat ihren Corrente als Verein, der nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Nicht-Mitglieder offen stand. Der neuen Parteiströmung traten rasch zahlreiche gemäßigte Sozialdemokraten bei, die sich von den führenden Correntes der [[Julistas]], [[Velozistas]] und [[Valarosistas]] nicht repräsentiert fühlten. Innerhalb kürzester Zeit stieg Serrat so zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Asul auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nationale Koordinatorin organisierte Serrat zudem erfolgreich die [[Regionalwahlen 2007|Regionalwahlen des Jahres 2007]] und scheute auch nicht davor zurück, sich diesen Erfolg anrechnen zu lassen, obwohl die Wahlkampfführung wesentlich von den regionalen Verbänden übernommen worden war und Serrat lediglich eine koordinierende Rolle zugekommen war. Trotz der Erfolge verschlechterte sich das Verhältnis Serrats zu Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo|SDV]] zusehends. Dieser wurde auf dem Kongress der Sozialisten im Sommer 2007 in [[Ostino]] zum Spitzenkandidaten der Partei für die Wahl 2010 nominiert. Als Star des Parteitags trat neben dem zum neuen Semessker Bürgermeister gewählten [[Pietro Duce]] aber Serrat auf, die mit einem starken Ergebnis von über 90 Prozent als Nationale Koordinatorin bestätigt wurde und vor allem von der linksstehenden [[Juventú Socialista|Parteijugend]] mit „Merce!“-Sprechchören gefeiert wurde. Serrat vertrat auf dem Parteitag das Konzept eines breiten Linksblocks gegen die regierende Luisanto-Koalition, während Diaz de Velozo bis dahin eine Koalition mit der äußeren Linken ausgeschlossen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt 2007 und Comeback 2008 ===&lt;br /&gt;
Obwohl Serrat die Aussagen bereits kurze Zeit später stark relativiert hatte und ihre Aussagen als Angebot an die Linkssozialisten zur Rückkehr in die ASUL verstanden wissen wollte, kam es wenige Monate nach dem Parteitag zum Schlagabtausch zwischen Serrat und Diaz de Velozo. Nachdem dieser angekündigt hatte, dem Vorstand der Partei die Ernennung eines Organisatiorischen Koordinators zur Hilfe der Nationalen Koordinatorin vorschlagen zu wollen, für den er seinen Vertrauten [[Lorenzo Delúsio]] vorgesehen habe, erklärte Serrat im September ihren Rücktritt vom Amt der Nationalen Koordinatorin, da sie das neue Amt als Beschneidung ihrer Kompetenzen ansehe. Bereits im Wahlkampf 2006 war es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Koordinatorin Serrat und dem Wahlkampfmanager Delúsio gekommen.&lt;br /&gt;
Serrats überraschender Rücktritt führte zu einer Krise innerhalb der Sozialistischen Allianz und zu einem erneuten Einbruch in den Umfragen. Parteichef Velozo verlor zunehmend an Zustimmung im Volk. Gleichzeitig begannen wieder alte Flügelkämpfe aufzubrechen, da auch die Parteilinke den Kurs Velozos gegenüber [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|Linkssozialisten]] kritisierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2008 starb Serrats Vater Joán Caval im Alter von 87 Jahren. Serrats Bruder [[Maximilián Caval]] hielt die Trauerrede. Wenige Monate später feierte Mercé Serrat ihr politisches Comeback. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]] kandidierte sie erneut für ein Abgeordnetenmandat und wurde auf der Wahlkreisliste der Sozialisten in Semess als Parlamentsabgeordnete bestätigt. Gleichzeitig bewarb sie sich bei den [[Kommunalwahlen 2008]] um das Bürgermeisteramt der Stadt [[Arocí]] bei Semess sowie um das Amt der Präsidentin der [[Comunitá Urbana de Semesce]]. In beide Ämter wurde sie mit deutlichem Vorsprung vor ihren [[PP-CSD|konservativen]] Gegenkandidaten gewählt. Kritiker sprachen davon, sie habe vom Tod ihres Vaters profitiert und diesen instrumentalisiert, jedoch vermied Serrat im Wahlkampf überwiegend Bezüge auf ihren Vater. Die Sozialisten verloren die Kammerwahl ebenso wie die gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen jedoch deutlich gegen die regierenden Konservativen, woraufhin Parteichef Velozo seinen Stuhl als Generalsekretär und Oppositionsführer räumen musste. Der Parteivorstand der Sozialisten wählte daraufhin Julio De la Costa zum Interimsparteichef und legte fest, dass der künftige Generalsekretär in einer Mitgliederbefragung ermittelt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretärin der ASUL (seit 2008) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zur Generalsekretärin ===&lt;br /&gt;
Serrat, durch ihre Siege bei den Kommunalwahlen deutlich gestärkt, kündigte daraufhin ihre Kandidatur um den Posten des ASUL-Generalsekretärs an. Neben ihr kandidierten ihr langjähriger Widersacher [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]] sowie als Außenseiter der Wissenschaftler [[Joán Grâs Brianforte]] und der junge Linke [[Carles Santanier]]. Serrat wurde u.a. von der Sinistra Cristiana und einem Teil der Julistas unterstützt, während León auf die Unterstützung der Parteirechten inklusive der Velozistas zählen konnte, die Serrat verhindern wollten. Zapato Ramírez konnte sich auf die gewerkschaftsnahe Linke verlassen. Brianforte trat als Außenseiter an und setzte sich v.a. für einen zentristischen Kurs ein, während der ebenfalls als Alternativkandidat eingeschätzte Santanier die Unterstützung der Alterglobalisierungsplattform in der Partei genoss und sich mit radikalen linken pazifistischen Positionen wie dem sofortigen Abzug aus Afghanistan oder die Einführung einer direkten Entwicklungshilfe-Steuer auf Güter aus Drittwelt-Staaten hervortat.&lt;br /&gt;
Nachdem Serrat und León im ersten Wahlgang Ende Oktober noch mit 30 Prozent der Stimmen gleichauf gelegen hatten, gewann Mercé Serrat den zweiten Wahlgang mit 60 Prozent und wurde damit auf dem Parteitag der Sozialisten im November zur neuen Generalsekretärin der Sozialistischen Allianz gewählt. Sie ist die erste Frau im Amt des Parteichefs, das ihr Vater zwischen 1969 und 1987 ingesamt 18 Jahre lang innehatte. Auf dem folgenden Nationalkonvent der Asul wurde sie in ihr neues Amt eingeführt und nominierte den bis dahin eher unbekannten Abgeordneten [[Joaquín Loubregat]] zum neuen Nationalen Koordinator sowie den ehemaligen [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[David Chabrol]] zum Parteisprecher. Chabrols Nominierung wurde als Zeichen für eine Öffnung gegenüber der Linken gewertet, da Chabrol zusammen mit dem Kommunisten [[Nícola Mersenburg-López]] und der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|grünen]] Europaabgeordneten [[Mara Nil]] zum Sprecherkreis des rot-rot-grünen Netzwerks [[Iniciativa Progreso Solidário]] (IPS) gehört. Als Stellvertreter stehen Serrat [[Pietro Duce Rodríguez]] und [[Santiago Valarosa]] zur Seite. Außerdem wurde bekannt, dass Interimsparteichef Julio de la Costa zukünftig als strategischer Berater der Parteichefin fungieren werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Serrat Caval kündigte an, den unter De la Costa begonnenen parteiinternen Diskussions- und Orientierungsprozess fortsetzen und die Partizipation der Basis in die Parteientscheidungen insitutionell stärker verankern zu wollen. Bereits zu den [[Europawahlen 2009]] sollte die Partei dann mit einem Krisen-Programm aufwarten, das einen sozial-ökologischen Umbau der europäischen Wirtschaften verwirklichen solle. Als Spitzenkandidat für die Europawahlen nominierte die Partei De la Costa, der zusammen mit Serrat den „[[Plan Social Ecologista per l’Europa]]“ vorstellte, mit dem die Sozialisten in die Europawahlen zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschafts-, Europa-, Senats- und Regionalwahlen 2009 und 2010 ===&lt;br /&gt;
Das Superwahljahr 2009 mit [[Europawahlen 2009|Europa-]], [[Senatswahlen 2009|Senats-]], [[Präsidentschaftswahl 2009|Präsidentschafts-]] und [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] brachte der ASUL unter Mercé Serrat Siege und Rückschläge ein. Bei den Präsidentschaftswahlen im Februar und März 2009 unterlag die von Serrat gemeinsam mit [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]]-Sekretärin [[María Nabarro Laval]] nominierte Mitte-Links-Kandidatin [[Ana María Betancourt]] in der Stichwahl gegen den [[PP-CSD|konservativen]] Bewerber [[Roberto Vidéas Braga]]. Bei den gleichzeitig abgehaltenen Regionalwahlen in der [[Region Óstino]] und [[Lojandía]] siegte dagegen die Linke mit den sozialistischen Bewerbern [[Jorge Gaspacho]] und [[Francisco Helguerra]], wohingegen in der Region [[Ollér]] der konservative Amtsinhaber [[Javier Bornárez]] im Amt bestätigt wurde. Auch bei den Europawahlen am 9. Juni 2009 verfehlten die Sozialisten klar ihr Ziel, stärkste Kraft zu werden. Stattdessen verloren die Sozialisten deutlich an Stimmen und erlitten mit nur 25 Prozent eine schmerzliche Niederlage und das schlechteste Ergebnis bei Europawahlen überhaupt. Damit konnten sie von der Schwäche der regierenden Konservativen nicht profitieren, die auf 29,2 Prozent kamen. Auch bei den Senatswahlen 2009 unterlagen die Sozialisten klar. Sie schnitten zwar leicht besser ab, als bei den letzten [[Senatswahlen 2006|Teilwahlen im Jahr 2006]], verloren aber gegenüber den erfolgreichen [[Senatswahlen 2003|Vergleichswahlen von 2003]] und damit insgesamt auch an Sitzen im Senat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wende kam erst mit den zunehmenden Wirtschaftsproblemen im Spätsommer 2009 und den sich häufenden Affären in der regierenden PP-CSD, in deren Zusammenhang auch Reformminister [[Clemente Arzano]] zurücktreten musste. Bei den folgenden Regionalwahlen in neun von zwanzig Regionen im Oktober 2009 siegte die Linke auch dank der stärkeren Zusammenarbeit mit der linken [[SDU]] gegen die von den Konservativen angeführten Rechten. Zwar konnten die Sozialisten insgesamt landesweit keine 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, erreichte aber dank des guten Ergebnisses der Grünen und Linken in den bevölkerungsreichen Regionen [[Bordez]] und [[Perín-Tulinêsa]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung. Die bereits sozialistisch regierten Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alconía]] wurden gehalten, die Wahl in der [[Region Semesce]] endete mit einem Patt zwischen Linken und Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Juli abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semesce]] machte die Linke die Tendenzwende perfekt und erreichte jeweils klar die Abwahl der amtierenden Rechtsregierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1996-2000 Bürgermeisterin des [[Semess|Semesker]] Stadtteils [[Aresta-Este]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000 Beauftragte der Stadt [[Semess]] für Gleichstellung und Integration&lt;br /&gt;
* 2000-2001 Beigeordnete Stadträtin und Leiterin der Behörde für öffentliche Gesundheit und Soziales der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 2001-2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]]&lt;br /&gt;
* 2002-2005 [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Ministerin für Gesundheit]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Bürgermeisterin der Stadt [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Präsidentin der [[Comunitá Urbana de Semesce]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1994 Stadträtin in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-1993 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1993-1994 Regionalrätin der [[Region Semesce]]&lt;br /&gt;
* 1996-2002 Stadträtin in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* seit 2002 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer (Sagradien)]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Stadträtin von [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Miglied im Generalrat der [[Comunitá Urbana de Semesce]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1987-1989 Regionalsekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der [[Region Semesce]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994 Kommunalsekretärin der [[ASUL]] in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1997-2001 Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007 Nationale Koordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Generalsekretärin der [[ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1920 in [[Semess]], +21.02.2008) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er Ministerpräsident und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1987 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der  Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den[[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. Die Führung der Opposition in der sagradischen Abgeordnetenkammer überließ er [[Donado Ricardes]], der als neuer starker Mann der Partei auch die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] übernahm und die Sozialisten wieder zu einem Sieg führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, der schließlich eine Neuauflage der Koalition mit der [[UDS]] erreichte, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semesker Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]], der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semesker Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Fernando Caval starb im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Semess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 18 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch Cavals Tochter [[Mercé Serrat Caval]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Im Herbst 2008, einige Monate nach dem Tod Joán Cavals, wurde sie zur Generalsekretärin der Asul gewählt. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder [[Mercistas]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: Minister für Wirtschaft und Industrie im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: Ministerpräsident &lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich Justizminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer Innenminister&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in Semess&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1969-1987: Generalsekretär der ASUL&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* 1990-1991: Präsident des Nationalkonvents der ASUL&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=2531</id>
		<title>Iacovo Del Pérez</title>
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		<updated>2011-02-02T22:00:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Parteiämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und 1962 bis 1964 sowie erneut 1967 und von 1970 bis 1972 Außenminister der Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer Ministerpräsident (bis 1967) nach, ehe er von 1972 bis 1982 zwei Amtsperioden lang als Präsident der Republik amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschafte studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarputsch 1938]] blieb Del Pérez zunächst im Land, wurde 1939 aber wegen oppositioneller Aktivitären inhaftiert Im Jahr 1940 gelang ihm die Flucht nach Frankreich, von wo aus er sofort vor den Nazis nach London weiter floh. Nachdem er 1942 inkognito nach Sagradien zurückgekehrt war, schloss sich Del Pérez bald dem sagradischen Widerstand an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De la Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch De la Ilpas mit der Sozialistischen Partei blieb Del Pérez zunächst im PS. Im Januar 1947 wurde er von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen. Nach dem Austritt seiner Partei aus der Regierung wechselte auch Del Pérez – als grundsätzlicher Anhänger des Westkurses De la Ilpas und überzeugter Antikommunist – zu Ilpas [[PSD]] und verblieb in der Regierung, wo er als Kulturminister sein erstes Ministeramt wahrnahm. Seit 1950 stand Del Pérez als Staatssekretär im Außenministerium erneut an der Seite De la Ilpas. 1952 legte er dieses Amt nieder und wurde Bürgermeister von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt, unterstützte er zunehmend die parteiinterne Opposition gegen Parteichef De la Ilpa, die für eine Wiederannäherung an den alten PS und einen Austritt aus der Regierung Luciaro eintrat. Seit 1953 gehörte er neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]” führender Sozialisten, Sozialdemokraten und Linkskatholiken, das eine Wiedervereinigung in einer neuen Linkspartei vorbereitete. Nach Ilpas Bruch mit dem PSD stieg Del Pérez als stellvertretender Parteisekretär in den engeren Parteivorstand auf. In der Folge setzte er sich auch offen für eine Wiedervereinigung mit dem PS ein und gehörte zum Gründungskomitee der entstehenden [[ASUL]]. Nach der Gründung der Sozialistischen Allianzpartei wurde Del Pérez ins Zentralkomitee und ins Politische Büro der neuen Partei gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]] legte Del Pérez seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde und die Partei ein Stück näher an die Marktwirtschaft heranführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten übernahm Del Pérez zunächst die Führung der sozialistischen Kammergruppe. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1965 nahmen Micolinien, Sagradien und [[San Cristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sturz und Wahl zum Staatspräsidenten ===&lt;br /&gt;
Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez-Méndez zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im Frühjahr 1967. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez kam es zu einem Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung, in deren Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PP-CSD]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um den [[Semess|Semesker]] Bürgermeister [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten Stefano Nacoma setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Stattdessen ging Del Pérez als Kandidat um das Präsidentenamt ins Rennen, musste sich bei den [[Präsidentschaftswahlen 1969|Wahlen 1969]] aber dem konservativen Amtsinhaber [[Carles María Ortega]] geschlagen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum San Cristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
Nach der schweren Erkrankung Präsident Ortegas und seinem Tod im Jahr 1972 kandidierte Del Pérez erneut bei den [[Präsidentschaftswahlen 1972|Präsidentschaftswahlen]]. Er konnte sich gegen [[Martín Ánibal Costa]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1977 aber eine sozialistisch-liberale und 1979 schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêcolo Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1982 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1984 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1949: Unterstaatssekretär und Sprecher des Ministerrats&lt;br /&gt;
* 1949: Kulturminister im [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im Außenministerium&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: Außenminister im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)&lt;br /&gt;
* 1967: zugleich Außenminister im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: Außenminister im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1972-1984: Präsident der Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1944-1960: Stadtrat in Tulis&lt;br /&gt;
* 1954-1972: Abgeordneter&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 1984-1997: Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1955-1957: Vizesekretär des [[Partido Socialista Democrático]] (PSD)&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964: Sprecher der sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2530</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2011-02-02T22:00:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Parteiämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er Ministerpräsident und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1987 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der  Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den[[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. Die Führung der Opposition in der sagradischen Abgeordnetenkammer überließ er [[Donado Ricardes]], der als neuer starker Mann der Partei auch die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] übernahm und die Sozialisten wieder zu einem Sieg führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, der schließlich eine Neuauflage der Koalition mit der [[UDS]] erreichte, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semesker Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]], der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semesker Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 18 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch Cavals Tochter [[Mercé Serrat Caval]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder [[Mercistas]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: Minister für Wirtschaft und Industrie im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: Ministerpräsident &lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich Justizminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer Innenminister&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in Semess&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1969-1987: Generalsekretär der ASUL&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* 1990-1991: Präsident des Nationalkonvents der ASUL&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er Ministerpräsident und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1987 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der  Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den[[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. Die Führung der Opposition in der sagradischen Abgeordnetenkammer überließ er [[Donado Ricardes]], der als neuer starker Mann der Partei auch die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] übernahm und die Sozialisten wieder zu einem Sieg führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, der schließlich eine Neuauflage der Koalition mit der [[UDS]] erreichte, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semesker Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]], der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semesker Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 18 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch Cavals Tochter [[Mercé Serrat Caval]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder [[Mercistas]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: Minister für Wirtschaft und Industrie im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: Ministerpräsident &lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich Justizminister&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer Innenminister&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer Außenminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in Semess&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1969-1987: Generalsekretär der ASUL&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2528</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2011-02-02T21:46:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Parteichef außerhalb der Regierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den[[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. Die Führung der Opposition in der sagradischen Abgeordnetenkammer überließ er [[Donado Ricardes]], der als neuer starker Mann der Partei auch die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] übernahm und die Sozialisten wieder zu einem Sieg führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, der schließlich eine Neuauflage der Koalition mit der [[UDS]] erreichte, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semesker Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]], der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semesker Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 18 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch Cavals Tochter [[Mercé Serrat Caval]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder [[Mercistas]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2527</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2011-02-02T21:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Parteichef außerhalb der Regierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den[[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. Die Führung der Opposition in der sagradischen Abgeordnetenkammer überließ er [[Donado Ricardes]], der als neuer starker Mann der Partei auch die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] übernahm und die Sozialisten wieder zu einem Sieg führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, der schließlich eine Neuauflage der Koalition mit der [[UDS]] erreichte, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semesker Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]], der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semesker Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 18 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch Cavals Tochter [[Mercé Serrat Caval]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder [[Mercistas]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2522</id>
		<title>Joán Caval</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2522"/>
		<updated>2011-02-02T16:01:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PP-CSD]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2521</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2011-02-02T15:48:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semesce]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde und keine Chance mehr auf die Regierungsführung hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2518</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2516</id>
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		<updated>2011-02-02T15:33:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PP-CSD|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2011-02-02T15:29:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Zweite und dritte Amtsperiode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PP-CSD|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Joán Caval</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=2512</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik belastete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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		<title>Vereinigte Linkspartei</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;95.116.128.112: /* Die Siebziger: Regierungsbündnisse und Eurokommunismus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Comunista Sagradês''' (kurz '''PCS''' deutsch ''Kommunistische Partei Sagradiens'' oder ''Sagradische Kommunistische Partei'', KPS) ist die älteste noch heute bestehende Partei Sagradiens. Sie wurde 1920 unter dem Namen ''Sección Sagradêsa de la Internacional Comunista'' gegründet und trägt ihren heutigen Namen seit 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Arbeiterbewegung, die sich seit dem späten 19. Jahrhundert vor allem im [[Partido Socialista]] organisierte, war wesentlich in einen reformistischen und einen revolutionären Flügel gespalten, aus dessen Tradition heraus auch der Partido Comunista entstand. Die KPS ging 1920 als sagradische Sektion der Dritten Internationale (Komintern) aus Teilen der 1917 von der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] abgespalteten [[Partido Socialista Independiente|Unabhängigen Sozialistischen Partei]] (PSI) hervor. Diese hatte sich besonders im Protest gegen die im August 1917 erfolgte Beteiligung sozialistischer Minister an der [[Regierung Calbane]] sowie aus einer unterschiedlichen Beurteilung der bolschewistischen Bewegung in Russland von der reformistischen Mehrheit des PS getrennt. 1920 trat der PSI zusammen mit einer linken Minderheit des Rest-PS um [[Julen Cresca]] der Dritten Internationale (Komintern) bei, woraufhin sich der reformistische Flügel abspaltete und wie im Falle der [[Demokratischen Marxisten]] [[Daniel Moscú]]s in den PS zurückkehrte oder wie im Falle des [[Partido Marxista Integralista]] von [[Gabriel Acosta]] fortan eigenständig operierte.&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1920 kam es zur Fusion des [[Partido Socialista – Sección de la Internacional Comunista]] (PS-SIC) von [[Julen Cresca]] und der Rest-PSI unter [[Lorenzo Sabal]] zur ''Sección Sagradêsa de la Internacional Comunista'' (SSIC), die sich seit 1921 ''Partido Comunista Sagradês'' nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sabals Führung umfasste die PCS Sabals [[Nascença Revolucionária]], die [[Comunistas Internacionalistas]] (CI) von Julen Cresca sowie die linksradikalen rätekommunistischen [[Lavoradores Socialistas]] (LS) von [[María Arxet]]. Alle diese Strömungen begrüßten mehr oder weniger stark die Ereignisse der Russischen Oktoberrevolution und versuchten die Revolution auch im eigenen Land herbeizuführen.&lt;br /&gt;
Dennoch kam es in der Partei schnell zu Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen mit ihren je eigenen Vorstellungen, in denen Sabals Anhänger bald die Oberhand gewannen und zahlreiche als Opportunisten diffamierte Gegner ausschließen konnte, darunter den gesamten Räteflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kommunisten in den Zwanziger und frühen Dreißiger Jahren ===&lt;br /&gt;
Obwohl die Kommunisten das parlamentarische System ablehnten, beteiligten sie sich bereits kurz nach ihrer Gründung an Wahlen. &lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahlen 1921]] konnten die Kommunisten 30 Sitze in der Abgeordnetenkammer gewinnen, 1925 33 und 1926 bereits 50. In den Zwanziger Jahren stieg die Partei zur Massenpartei auf. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie bei den Wahlen 1932 mit knapp 15 Prozent der Stimmen. Zu Hochburgen der Kommunisten wurden bald der industrialisierte Norden [[Ceundalia]]s um [[Portofín]], die Hafenstadt [[Ligre North]], die Industriegebiete in [[Bordez]] und [[Sarmay]] sowie die sagradischen Großstädte [[Semess]], [[Óstino]], [[Tulis]] und [[Artir]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Lorenzo Sabal zunächst eine eigenständige Politik innerhalb der Komintern geführt hatte, gerieten die sagradischen Kommunisten nach 1924 immer stärker unter den Einfluss des Stalinismus. Politische Gegner wurden aus der Partei gedrängt und der Ton gegenüber den Sozialisten unter [[Joán Bertón]] zunehmend verschärft, deren Kurs bald als „Sozialfaschismus“ diffamiert wurde. Das parlamentarische System wurde ebenso abgelehnt wie Bündnisse mit den Sozialisten. Obwohl beide Arbeiterparteien zwischen 1925 und 1930 gemeinsam in der Opposition gestanden hatte, kam es zu keiner Zusammenarbeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1929/1930 versuchte die Partei, die sozialen Missstände infolge der Weltwirtschaftskrise zum gewaltsamen Widerstand gegen die als kapitalistisch und imperialistisch empfundene Republik zu nutzen. Auf kommunistischer Seite wurde zwischen der bürgerlichen Republik und ihren faschistischen Gegnern nicht unterschieden. Beide wurden als Inbegriffe des rechten Nationalismus gesehen. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den faschistischen [[Aktionstruppen]] (''Trōpas Accionistas'') und den KP-nahen [[Rotgardisten]] (''Guardas Rôixas''). Bei den [[Dezemberwahlen 1932]] erhielten die Kommunisten 85 Mandate in der Abgeordnetenkammer und stiegen damit stark in der Wählergunst auf. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände, die sich nach der Ermordung des autoritären Präsidenten [[García d’Alema]] durch einen Kommunisten ausweiteten, sowie die Bedrohung der Demokratie durch rechtsautoritäre und klerikalfaschistische Bündnisse führten KPS und PS näher zueinander und ließen den Kampf der Kommunisten gegen den Parlamentarismus in den Hintergrund gegenüber dem Abwehrkampf gegen den drohendne Faschismus treten. Dem Terror der Aktionstruppen fiel im November 1934 auch KP-Chef Sabal zum Opfer, der von den Faschisten ermordet wurde. Faschistische Putschversuche und rechte Aufstände mündeten in kommunistische Aufstände in Artir, Óstino und anderen Industriestädte, die aber gewaltsam niedergeschlagen wurden. Der [[Blutherbst 1934]] brachte die Konfrontation zwischen Linken und Rechten in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auf einen ersten Höhepunkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfrontjahre ===&lt;br /&gt;
Nach den Putschversuchen der Rechten, den gescheiterten &amp;quot;roten Revolutionen&amp;quot; sowie den schmerzlichen Verlusten der kommunistischen Bewegung setzte sich innerhalb der PCS-Führung mit der Wahl [[Narcís Colom]]s zum neuen Generalsekretär eine neue Denkweise durch, die versuchte, die Republik nicht mehr zu bekämpfen, sondern von innen heraus umzugestalten und gleichzeitig die Machtergreifung der Faschisten zu verhindern. Als Hauptgegner wurden nun nicht mehr die Sozialisten und Liberalen, sondern die Faschisten angesehen, die zum Umsturz ansetzten. Dagegen schlossen sich die Kräfte der Linken nun in einem republikanischen Schutzbündnis zusammen. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahlen 1935]] trat die KPS unter Coloms Führung als Teil der linken [[Volksfront]] aus Sozialisten, Kommunisten und [[Partido Radical|Radikalen]] an und erreichte mehr als 14 Prozent der Stimmen und 82 Sitze in der Abgeordnetenkammer. Gemeinsam gewannen die Volksfrontparteien die Wahl und wählten PS-Chef [[Santiago Laval]] zum neuen Präsidenten der Republik. Dem ersten [[Volksfrontkabinett Colón]] gehörten zwar keine Kommunisten an, die Partei hatte aber die parlamentarische Unterstützung zugesagt. Als eine der ersten Amtshandlungen der neuen Regierung wurden die [[Frente Fascista|Faschistischen Parteien]] und die Aktionstruppen verboten, diese sammelten sich jedoch in den [[Divisiones Negras|Schwarzen Divisionen]] daraufhin neu. Der Volksfrontkurs wurde im August 1935 auch durch den Weltkongress der Komintern gestützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung leitete in Sagradien zahlreiche soziale Reformen ein und stärkte die Gewerkschaftsbewegung, konnte die Republik letztlich aber nicht vor einem weiteren Auseinanderdriften, einer zunehmenden Radikalisierung der Rechten und einer ständigen bürgerkriegsähnlichen Atmosphäre bewahren. In Konkurrenz zur Linksregierung sammelte sich die Rechte in zahlreichen Bewegungen neu und einte sich in der [[Liga Nacional|Nationalen Liga]] hinter Faschistenführer [[León Francês]] und [[UP]]-Chef [[Manuel Álamo]]. &lt;br /&gt;
Die Ermordung der KP-Politikerin [[Mercé Restruça]] durch Divisionisten und zunehmende Spannungen im Volksfrontbündnis führten 1937 zum vorläufigen Ende der Zusammenarbeit. Die KPS erklärte die Volksfront bereits 1937 für gescheitert, Verhandlungen zu einer Neuauflage kamen zu keinem Ergebnis mehr. Dem rechten Militärputsch im Februar 1938 folgte die Verhaftung zahlreicher Kommunisten durch die neue Rechtsregierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]] unter [[Volksunion]]-Führer [[Manuel Álamo]]. KP-Führer [[Narcís Colom]] wurde gefangen genommen und starb 1942 in der staatlichen Haft. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|Aprilwahlen 1938]] wurde die KPS durch den staatlich sanktionierten Terror der Divisionen sowie ein kurzfristig erlassenes neues Wahlsystem stark behindert, erreichte aber trotzdem noch 22 Mandate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbot, Widerstand und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl wurde die Kommunistische Partei ebenso wie die Sozialistische und die liberalen Parteien verboten, die Mandate der KPS wurden aberkannt und ihre Protagonisten gingen in den Untergrund. Coloms Vertreter bzw. Nachfolger als Parteichef [[Santiago Laravilla]] floh ins Moskauer Exil, aus dem er erst 1943 zurückkehrte. Im [[Resistença|sagradischen Widerstand]] spielten Kommunisten wie [[Carles Salas]] und [[Santo Cortez]] an der Seite von Sozialisten und Linkskatholiken eine führende Rolle. Die [[Batallones Rôisas]] wurden landesweit berüchtigt und brachten den Kommunisten zusätzliche Sympathien ein. 1943 beteiligte sich der PCS an der Befreiung Sagradiens von der deutschen Okkupation und traten in engen Kontakt mit der militärischen Übergangsregierung unter General [[Oscar Rodríguez]]. Als erste der Vorkriegsparteien konnte sich die Partei nach der Befreiung 1943 wieder konstituieren und die Organisation wiederaufbauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kommunisten unter Santiago Laravilla bei den [[Wahlen zur konstituierenden Nationalversammlung 1944]] mit mehr als 14 Prozent der Stimmen zur drittstärksten Kraft hinter den Sozialisten geworden waren, traten sie der provisorischen Regierung unter [[Sergio Dini]] bei, die im Dezember 1944 ins Amt gewählt wurde. Bis Januar 1946 gehörte der PCS neben [[PS|Sozialisten]],  [[PCC|Christdemokraten]] und [[Partido Radical|Radikaldemokraten]] der so genannten [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] unter Dini bzw. seit Oktober 1945 unter dem Sozialisten [[José Saviola]] an, in der die Kommunisten [[Carles Salas]] und [[Aliureto Nacesta]] erstmals auch Ministerposten übernahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst danach trat die KPS aus Protest gegen die Entscheidungen an der zu erarbeitenden Verfassung in die Opposition über und stimmte gegen die Verfassung, die als bürgerlich-reaktionär abgelehnt wurde. Dennoch wurden die Kommunisten nach den ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|Kammerwahlen im Herbst 1946]], bei denen die Partei erneut knapp 14 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, mit drei Kabinettsposten an der breiten Koalitionsregierung des Sozialisten [[Francisco Dorado]] beteiligt, deren vornehmliches Ziel es war, die antidemokratische Rechte auszuschließen und den Wiederaufbau weiterzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit entwickelte sich in Sagradien eine ausgeprägte kommunistische Gegenkultur und die Ansätze eines kommunistischen Arbeitermilieus aus der Zweiten Republik verfestigten sich. Die KPS konnte die Unterstützung zahlreicher einflussreicher Intellektueller gewinnen. Gemeinsam mit den Sozialisten bauten Kommunisten nun auch die neue Einheitsgewerkschaft [[CSSL]] auf, welche die Interessen aller Arbeiter vertreten sollte. Im Gegensatz zur äußeren Rechten, die an den Rand gedrängt und von jeder Regierungsbeteiligung ausgeschlossen wurde, standen die Kommunisten in engem Kontakt zu den Parteien der Mitte und wurden in die wichtigsten Entscheidungen der unmittelbaren Nachkriegszeit und die politischen und sonstigen Aufbauarbeiten voll eingebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Zeichen des Kalten Kriegs: Die KPS in den Fünfziger und Sechziger Jahren ===&lt;br /&gt;
Die Phase der kommunistischen Mitarbeit innerhalb der [[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]] endete im Frühjahr 1947 mit dem Beginn des Kalten Krieges, den Auseinandersetzungen um den Marshall-Plan und dem Austritt der kommunistischen Minister aus der [[Kabinett Dorado|Regierung Dorado]]. Unter dem starken Einfluss von Carles Salas, der 1949 auch zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewählt wurde, verfolgte die KPS das Ziel einer antikapitalistischen Einheitsfront in Anschluss an die Volksfront der Dreißiger Jahre. Für dieses Ziel gewann er auch Sozialistenführer [[Ricardo Moreno]], der sich von einem Aktionsbündnis mit den Kommunisten einen größeren Anhang unter den Intellektuellen des Landes erhoffte und ein Wiedererstarken der Rechten verhindern wollte. Nach dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung 1949 standen Sozialisten und Kommunisten gemeinsam in der Opposition zur marktwirtschaftlich und westlich orientierten [[Zentrumskoalition]] aus [[PCC|Christ-]] und [[PSD|Sozialdemokraten]]. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Parlamentswahl 1950]] zeigte, dass das vom Bündnis der Linken vor allem der KPS profitierte, der in der Wählergunst auf 17 Prozent zulegte, während die Sozialisten Stimmen verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu einem Auseinanderdriften der Linksparteien. Während die Sozialisten sich vom Kurs der Sowjetunion distanzierten und sich den Parteien der Mitte annäherten, blieb die KPS auf einem starr stalinistischen Kurs und kritisierte auch die Niederschlagung der Ungarischen Revolution 1956 durch sowjetische Truppen nicht, was ihr großen Schaden bereitete und in der Wählergunst absinken ließ. Eine Gruppe von KP-Dissidenten, welche die Ereignisse in Ungarn scharf verurteilten, wurden ausgeschlossen und gehörten daraufhin zu den Gründern des [[Partido Socialista Sagradês]] (PSS). Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahlen 1958]] verloren die Kommunisten sechs Prozentpunkte und fielen auf 10,6 Prozent der Stimmen ab. Hatte sich die KPS bis zur Mitte der Fünfziger Jahre zur dominanten und 1954 auch stimmenstärksten Partei der Linken entwickelt, so verlor sie nun rasch an Bedeutung und verlor ihre Rolle an die 1957 in der zunehmend erfolgreichen [[ASUL]] wiedervereinigten Sozialisten. Das Projekt der linken Einheitsgewerkschaft scheiterte schließlich auch. 1955 verließen die Kommunisten die sozialistisch dominierte [[CSSL]] und gründeten die neue [[CGL]] als kommunistische Gewerkschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Generalsekretär [[Santo Cortez]] begann in der Folge unter dem Einfluss jüngerer Politiker in der Partei eine sachte Distanzierung von der KPdSU, die der Partei Probleme und Auseinandersetzungen sowie zahlreiche Ausschlüsse von Stalinisten und Maoisten brachte. Die KPS blieb auch in den Sechziger Jahren eine kommunistische Kaderpartei mit zentralistischer Führung, doch stärkten die Wahlniederlagen von [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]] (10 Prozent) und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]] (8,2 Prozent) die reformistischen Kräfte in der Partei, die zunehmend das polyzentristische Konzept der italienischen Kommunisten befürworteten und eine stärkere Loslösung von Moskau befürworteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Siebziger: Regierungsbündnisse und Eurokommunismus ===&lt;br /&gt;
Der 1966 zum Generalsekretär des PCS gewählte [[Dián Aliureto Chabonet]] sah, dass der streng auf Moskau gerichtete Kurs der Partei nicht länger aufrecht erhalten bleiben konnte, wollte die Partei ihren Einfluss nicht ganz verlieren. Die Studentenproteste von 1968, der führende KP-Funktionäre ihr revolutionäres Potenzial absprachen und in der die KP nur eine geringe Rolle spielte, sowie die Niederschlagung des Prager Frühlings bestärkten Chabonet in seiner Auffassung, den Forderungen der Reformer in der Partei ein Stück weit nachkommen zu müssen. Nach dem Vorbild der KP Italiens deutete Chabonet bereits 1969 die allmähliche Lösung von Moskau im Sinne des Polyzentrismus an. Die zeitweise Zusammenarbeit der konservativen [[Kabinett Favale II|Regierung Favale]] mit der populistischen und vielen als neofaschistisch erscheinenden [[Partido de la Fraternitá Popular|Volksbruderschaftsbewegung]] [[António Álvaro Blanxard]]s weckte zudem Erinnerungen an die Spätphase der Zweiten Republik und stärkten das Bewusstsein in der KPS für die Errungenschaften der parlamentarischen Demokratie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahlen 1970]] plädierte Chabonet für einen demokratischen Wechsel und schloss ein neues Linksbündnis nicht aus. Bereits im Vorfeld der Wahlen kam es zu Kontakten zwischen Chabonet und dem sozialistischen Strategen [[Stefano Nacoma]], die sich über ein mögliches Linksbündnis nach den Wahlen verständigten. Nach einem Kantersieg der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]], die erstmals mehr als 40 Prozent der Stimmen errangen und deutlich stärkste Kraft wurden, kam es zum Pakt zwischen Sozialisten und Kommunisten. Fortan unterstützte die KPS eine sozialistische Minderheitsregierung, die mithilfe der Kommunisten zahlreiche soziale und gesellschaftliche Reformen durchsetzte. Der neue Kurs der kontruktiven parlamentarischen Arbeit blieb zwar parteiintern umstritten, brachte der KPS aber einen starken Bedeutungsgewinn ein und machte sie wieder zu einem politischen Machtfaktor. Die neue Rolle als Mehrheitsbeschaffer wurde vom Elektorat begrüßt und brachte der Partei wieder steigende Wahlergebnisse. Mit 14 Prozent der Stimmen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Wahl 1974]] bauten die Kommunisten ihren Einfluss aus und etablierten sich als Partner der Sozialisten. Diese Zusammenarbeit endete erst 1976 mti den steigenden Spannungen zwischen Linken und Rechten im Land im Zuge mehrere terroristischer Anschläge. Als die Kommunistischen Parteien Italiens, Spaniens und zeitweise auch Frankreichs seit Mitte der Siebziger Jahre das Konzept des Eurokommunismus prägten, gehörte die KPS unter Dián Aliureto Chabonet zu den Befürwortern der neuen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;quot;Svolta a Moscú&amp;quot; und die Krise der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Auch nach dem neuerlichen Gang in die Opposition 1976 blieben die Reformer in der Partei zunächst tonangebend und erreichten bei den [[Regionalwahlen 1977]] die Bildung mehrerer linker Bündnisregierungen. Erst die Intervention der Sowjetunion in Afghanistan 1979, das Scheitern einer Neuauflage des sozialistisch-kommunistischen Bündnisses im selben Jahr sowie die folgende Bildung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] schwächten die Eurokommunisten in der Partei. Die [[Kommunalwahlen 1980]] und die folgende [[Regionalwahlen 1981]] brachten den Kommunisten in einigen Schlüsselstädten herbe Niederlagen ein und führten zu einer neuerlichen Diskussion um die richtige Strategie und um das Verhältnis zur KPdSU. Chabonet legte daraufhin auf dem Parteitag im Herbst 1981 sein Amt als Generalsekretär der Partei nieder. Sein Nachfolger [[Luciano Premera]] brach infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Niederlage 1982]] mit dem Abrutschen unter zehn Prozent und unter dem Druck der orthodoxen ''Moscovistas'' mit dem eurokommunistischen Kurs seines Vorgängers und führte die als ''svolta a Moscú'' (''Wende nach Moskau'') bezeichente Wiederannäherung an den Kurs der sowjetischen KP herbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Sozialisten unter dem Einfluss von eher liberalen Wirtschaftspolitikern wie [[Donado Ricardes]] und [[Bernardo Véllez]] zunehmend einen Kurs der Mitte steuerten und nach ihrem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Wahlsieg 1986]] die Liberalisierungs- und Sparpolitik der Konservativen in weiten Bereichen fortsetzte, was von den Kommunisten und anderen Linken als ''neoliberal'' abgelehnt wurde, gelang es der KPS nicht, von den Protesten und dem Unmut in der Linken zu profitieren. Die Kritik der PCS blieb undeutlich und weitgehend wirkunslos. Begleitet wurde dies durch ein Zunehmen der tiefgreifenden internen Spannungen der Bewegung und der allgmeinen Auflösungserscheinungen. Auch auf die Reformprozesse in der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow fand die PCS, die immer die kommunistische Orthodoxie unterstützt hatte, keine klare Antwort.Infolge der ''svolta a Moscú'' kehrten zahlreiche Reformisten, Alternative und Intellektuelle der KP den Rücken und wandten sich größten Teils der aufstrebenden grün-alternativen Linken zu. Diejenigen ''Reformadores'', die in der Partei blieben wie der Gewerkschafter [[António Fiali]] und andere, konnten sich kaum Gehör verschaffen, blieben in der Minderheit und bemühten sich bereits um den Aufbau von Parallelstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wende, Spaltung und Krise der Niedergang in den Neunziger Jahren ===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld des Parteitags der KP im Herbst 1989 sammelten sich in der Partei die Reformkräfte mit dem Ziel einer inhaltlichen und personellen Neuausrichtung. Zum führenden Protagonisten der reformkommunistischen Gegenbewegung wurde [[António Fiali]], der das Ziel hatte, die Partei für das Konzept des demokratischen Sozialismus und neue postmaterialistische Themen zu öffnen und eine Allianz der Kommunisten mit der alternativen Linken zu begründen. Die ''Reformadores'' blieben auf dem Parteitag aber in der Minderheit und konnten sich nicht gegen die Allianz der Traditionalisten mit den harten Orthodoxen durchsetzen. Premera blieb Parteichef und lehnte das Reformkonzept Fialis rundweg als ''sozialdemokratische Revision'' ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbliebenen Reformer um Fiali zogen die Konsequenzen aus der Niederlage und verließen in großen Scharen die Partei. Zusammen mit Protagonisten der [[Força Proletária]], welche die Partei bereits früher verlassen hatten, und alternativen Strömungen aus den neuen sozialen Bewegungen begründete Fiali im Frühjahr 1990 die reform- bzw. postkommunistische [[Partei der alternativen und fortschrittlichen Linken]] (PSAP), die ein Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] schloss und bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] erfolgreich als Konkurrenz zur KPS antrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unreformierte Kommunistische Partei unter Premera trat mit ihren alten Konzepten an und musste mit 4,8 Prozent der Stimmen das bis dahin eindeutig schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte verschmerzen. Dennoch gaben auch nach Zusammenbruch und Auflösung der Sowjetunion 1991 weiterhin die orthodoxen Altkommunisten den Ton an, die sich weigerten die innere Reform nach dem Vorbild anderer kommunistischer Parteien in Europa und damit eine Anpassung an die neuen politischen Rahmenbedingungen zu vollziehen, um den Negativtrend aufhalten zu können. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Parlamentswahlen 1994]] rutschten die Kommunisten auf 3,4 Prozent der Stimmen ab und kamen damit der Dreiprozenthürde gefährlich nahe. Im Schatten der Kommunisten entwickelten sich die Grünen zur neuen dynamischen Kraft auf der kritischen Linken und schafften 1994 zum dritten Mal in Folge den Einzug ins Parlament. Gleichzeitig konnte auch die PSAP Fialis trotz ihrer Niederlage bei den Wahlen 1994 gegebüber der KPS aufholen und die Kommunisten zeitweise in Umfragen überholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Negativtrend ging wieter, in der Folge verlor die KPS auf nationaler Ebene empfindlich an Einfluss und schnitt bei den Kommunalwahlen 1996 mit einem historischen Negativergebnis denkbar schlecht ab. Sie verlor die meisten ihrer Hochburgen und die Mehrzahl ihrer kommunalen Mandate. Von der Auflösung des kommunistischen Milieus profitierten vielerorts ausgerechnet die neue rechtspopulistische [[PSP]] von [[Joán De la Pênia]], der die Unterschichten für seine Politik der Ausgrenzung und Polarisierung gewinnen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteireform und die Zeit der Linksbündnisse ===&lt;br /&gt;
Nach dem historischen Tiefpunkt der Partei bei den Kommunalwahlen 1996 musste die Partei ihre Strategie überdenken. Selbst die Traditionalisten in der Partei mussten nun erkennen, dass die Partei eine strategische und programmatische Neuausrichtung brauchte. Im Herbst 1996 übernahm nach 15 Jahren unter Luciano Premera mit [[Oscar Ricardo Escobar]] ein gemäßigter Reformer die Führung der Partei. Escobar, einst noch erbitterter Gegner der Reformisten in der Partei, versuchte, durch eine sanfte innere Erneuerung und eine neue, auf Bündnisse mit anderen Linksparteien zielende Strategie die Talfahrt zu beenden und die drohenden Niederlagen bei den Regionalwahlen 1997 und Kammerwahlen 1998 zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem reformorientierten Thesenpapier, das im Frühjahr 1997 verabschiedet wurde, versuchte die Partei, sich von leninistischen Dogmen zu lösen, an ihre eurokommunistische Tradition der Siebziger anzuknüpfen und sich einer neuen Wählerklientel zu öffnen. Neben den klassischen Themen wurden nun auch Fragen der Emanzipation, der Friedenserhaltung und des Umweltschutzes angesprochen. Damit erreichte die Partei eine Annäherung an die ebenfalls kriselnde PSAP. Zwischen Mitgliedern beider Parteien entstand unter dem Einfluss des parteiunabhängig organisierten Netzwerks [[Red/Sinistra]] nun ein Dialog, in den auch Escobar und Fiali eingebunden wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte bei den [[Regionalwahlen 1997]] zu einzelnen gemeinsamen Listen in Regionen, in denen beide Parteien traditionell schwach abschnitten. Die Ergebnisse stärkte die Befürworter eines Linksbündnisses in beiden Parteien. Innerhalb des PCS bildete sich kurz nach den Regionalwahlen eine Strömung so genannter ''Reunionistas'', welche eine Annäherung an die PSAP mit dem möglichen Fernziel einer Wiedervereinigung propagierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Kammerwahlen 1998 präsentierten PCS und PSAP schließlich medienwirksam den [[Pacto de la Sinistra]] und bildeten eine gemeinsame ''Linke Liste'' unter der Führung von PCS-Chef Escobar und PSAP-Gründer António Fiali. Die PCS/PSAP-Liste erhielt zusammen 4,5 Prozent der Stimmen, damit zogen 19 Abgeordnete in die Kammer ein, von denen zehn vom PCS stammten. Escobar wurde zusammen mit Fiali Co-Vorsitzender der gemeinsamen Kammerfraktion. In den folgenden acht Jahren unterstützten die Kommunisten gemeinsam mit den Linkssozialisten und Reformkommunisten die [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]], die das Ziel hatte, das Land nach acht Jahren konservativer Vorherrschaft zu reformieren und zu modernisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 1999]] traten die Kommunisten unter Escobar auf einer gemeinsamen Liste mit den Reformkommunisten [[Luca Cardoso]]s und Fialis an und erreichten 4,4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000]] wurde die Zusammenarbeit mit der PSAP erfolgreich fortgesetzt und 2001 schließlich wiederholte die KPS für die [[Regionalwahlen 2001|Regionalwahlen]] das Linksbündnis, das nun als [[Unitá de la Sinistra]] um andere Linkskräfte wie den linkssozialistischen [[PSS]], das trotzkistische [[MSRI]] oder den linksrepublikanischen [[PRS]] des ehemaligen sozialistischen Ex-Arbeitsministers [[Paulo Satyres]] erweitert wurde. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] schafften die Kommunisten im neuen Linksbündnis den Wiedereinzug in zahlreiche Regionalräte und überraschten alle Kritiker. Schließlich wurde auch das Ziel erreicht, bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] die 3-Prozent-Hürde, wenn auch geschwächt (3,3, Prozent), erneut zu überspringen. In der parlamentarischen Arbeit als einzige Opposition der Linken zeigte sich die KPS als einflussreichste Einzelpartei. Die [[Europawahlen 2004|Europa-]] und [[Kommunalwahlen 2004]] brachten erneute Erfolge für das Bündnis, das bei den EU-Wahlen 5,2% der Stimmen erreichte. Die [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im Herbst 2005]] brachten den Kommunisten den Einzug in die Mehrheit der Regionalräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinistra Democrática Unida ===&lt;br /&gt;
Das Angebot António Fialis, dessen neuem Linksbündnis [[DSS]] auf dem Weg in eine neue vereinigte Linkspartei zu folgen, schlug die traditionsreiche Kommunistische Partei aus, verweigerte sich aber keiner Weiterführung des Linksbündnisses mit der neuen Konkurrenzpartei auf der Linken. Obwohl die Kommunisten nach einer Bewegung der Sozialisten unter [[Santiago Diaz de Velozo]] in die politische Mitte kaum Aussichten auf eine zukünftige Regierungsbeteiligung hatten, erreichte die gemeinsame PCS/DSS-Liste bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] 5,2 Prozent der Wähler und steigerte damit ihr Potenzial auf Kosten von Sozialisten und Grünen. In der Opposition zur neuen rechtsgerichteten [[Viererkoalition]] [[Miguel Ánibal Luisanto]]s öffnete sich die Kommunistische Partei zunehmend einer Zusammenarbeit mit der außerparlamentarischen Linken und den Alterglobalisierungs- und Antikapitalismusbewegungen. Das Bündnis aus PCS und DSS wurde auf diesem Weg zur Keimzelle einer neuen vereinigten Linken, die sich im Vorfeld der vorgezogenen Kammerwahlen 2008 um die beiden Parteien bildete und auch von Trotzkisten und außerparlamentarischen Bewegungen unterstützt wurde. Mit der gemeinsamen linken Liste der [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU) feierten die Linken mit 7,2 Prozent der Stimmen einen großen Sieg und wurden viertstärkste Kraft im Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 2009]] und [[Regionalwahlen 2010|2010]] brachten dem Linksbündnis große Erfolge ein, das im Herbst 2010 in zehn von zwanzig Regionen mitregierte. Bei den [[Europawahlen 2009]] zog das Bündnis mit vier Abgeordneten ins Europaparlament ein, darunter auch KP-Chef Escobar. Dieser gab auf dem Jubiläumskongress im Jahr 2010 sein Amt als Generalsekretär an seine bisherige Stellvertreterin [[Antónia Mas]] ab, die in der 90-jährigen Geschichte des PCS die erste Frau an der Parteispitze ist. Zum Stellvertreter Mas' wählten die Delegierten den jungen Fraktionssprecher [[Nícola Mersenburg-López]], der als einer der Vordenker der SDU und der antikapitalistischen Bündnisstrategie sowie als großer Hoffnungsträger der KPS gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Strömungen ==&lt;br /&gt;
Aktuell existieren in der Partei verschiedene konkurrierende Strömungen, die zu drei Großgruppen zusammengefasst werden können: &lt;br /&gt;
* '''Tradicionalistas''': Das traditionalistische Lager betont stets die ideologische Authentizität der Kommunistischen Partei und besteht auf deren organisatorische Eigenständigkeit. Es unterteilt sich jedoch nochmals in zwei Unterströmungen: Die '''Ortodoxas''' halten an einem orthodoxen marxistisch-leninistischen Konzept fest und verfechten weitgehend die reine Lehre des Kommunismus. Diese Strömung lehnt Regierungsbeteiligungen und Allianzen mit der linken Mitte weitestgehend ab. Sie wurde nach den Erfahrungen der Neunziger Jahre nachhaltig geschwächt und stellt heute nur noch eine kleinere Minderheit in der Partei dar, auf die aber noch bisweilen Rücksicht genommen wird. Einflussreicher als die Orthodoxen sind die '''moderaten Traditionalisten''', die sich einer Zusammenarbeit mit den Sozialisten nicht unter allen Umständen verweigern, ansonsten aber zu keinen allzu großen Zugeständnissen bereit sind. Diese beiden Strömungen besaßen bis Mitte der Neunziger Jahre die Mehrheit in der Partei, wurden danach aber geschwächt und aufgerieben. Heute stellen sie eine Minderheit dar, die aber - vor allem die moderaten - für die Durchsetzung von Entscheidungen gebraucht wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* '''Reformadores''': Nach der Spaltung von 1990 stark geschwächt, stellen die reformistischen Strömungen spätestens seit den späten Neunziger Jahren innerhalb der Partei die Mehrheit dar und haben an Einfluss gewonnen. Die seither verfolgte Strategie der unterschiedlichen Linksbündnisse ging stets auf die Reformisten zurück. Ideologische Vordenker der Reformisten sind die weitgehend intellektuell geschulten '''Novadores''', die für einen modernen Kommunismus oder Post-Kommunismus stehen, der Demokratie und Bürgerrechte betont und libertäre Elemente in sich aufnimmt. Der von diesen ''Erneuerern'' erdachte Kommunismus des 21. Jahrhunderts soll sich stark vom klassisch marxistisch-leninistischen Konzept unterscheiden. Politikstrategisch steht diese Gruppe Allianzen mit der linken Mitte nicht ablehnend gegenüber, ist mit der Frage aber weitaus weniger beschäftigt, als die pragmatisch orientierten '''Trasformdadores''', die sich zwar auf den Eurokommunismus berufen, ideologischen Fragen aber eher fern stehen und stattdessen Wege nach einem Machtgewinn der Kommunisten, möglicherweise auch in Bündnissen mit den Sozialisten suchen. Diese Gruppe übernahm unter [[Oscar Ricardo Escobar]] weitgehend die Parteiführung und hat sich danach wesentlich für eine Öffnung der Partei und einen zielstrebigen, aber mit Rücksicht auf die anderen Gruppen behutsamen Wandel ausgesprochen. Sie befürwortet die Strategie der Linksbündnisse, ist aber gegenüber Bündnissen mit Trotzkisten und anderen linksradikalen Bewegungen kritisch eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Movimientalistas''' (''Bewegungskommunisten''): Diese eher junge und in sich heterogene Strömung nahm innerhalb der Partei lange Zeit eine Außenseiterrolle ein, wurde in jüngerer Zeit aber zunehmend eingebunden. Die ''Movimentalisten'' stammen zu großen Teilen aus der jüngeren Generation und aus den [[JCS|kommunistischen Jugendorganisationen]]. Diese weitgehend undogmatischen Linken sehen die Rolle der Kommunistischen Partei als Speerspitze einer breiten außerparlamentarisch verankerten Bewegung gegen Kapitalismus, neoliberale Globalisierung und Faschismus an und bemüht sich in diesem Rahmen auch aktiv um Bündnisse der Kommunisten mit anderen linken Bewegungen und Parteien. Zu den Movimientisten können auch kleinere Minderheitengruppen wie ''Ökosozialisten'', ''emanzipatorische Linke'' (die u.a. für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten) und ''radikale Globalisationsgegner'', von denen viele, wenn auch bei weitem nicht alle, einer Zusammenarbeit mit den Sozialisten ablehnend oder kritisch gegenüberstehen. Mit dem politischen Aufstieg [[Nícola Mersenburg-López']], der als diesen Strömungen nahestehend gilt und als Bindeglied zwischen Reformern (v.a. Erneuerern) und Bewegungskommunisten angesehen werden kann, haben die Bewegungskommunisten stark an Einfluss in der Partei gewonnen und ein Stück weit ihre Außenseiterstellung überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Verbindungen und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sagradische Kommunistische Partei unterhält Verbindungen zu Kommunistischen Parteien in der ganzen Welt, darunter auch die KP Chinas und die KP Kubas. Die Partei war zudem 2004 Gründungsmitglied der Europäischen Linken. Die sagradischen kommunistischen Abgeordneten im Europäischen Parlament gehörten bis zu deren Spaltung 1989 der Kommunistischen Fraktion an und bildeten daraufhin zusammen mit französischen und portugiesischen Kommunisten das orthodoxe Cartel des Gauches, während sich zwei reformkommunistische Abtrünnige der GUE unter Führung der italienischen und spanischen Kommunisten anschlossen. Erst nach den Wahlen 1994 stießen auch die orthodox-kommunistischen PCS-Mitglieder zu dieser Gruppe. Seit 1995 gehören die sagradischen PCS-Abgeordneten der Fraktion „Vereinigte Europäische Linke – Nordische Grüne Linke“ (GUE/NGL) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei verfügt traditionell über sehr enge Verbindungen zur kommunistisch dominierten Gewerkschaft [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL). Die kommunistische Jugendorganisation trägt den Namen [[Jovenes Comunistas Sagradés]] (JCS), der der kommunistische Studentenbund [[Liga Comunista de Estudiantes]] (LCE) nahesteht. Die politische Stiftung [[Istituto Lorenzo Sabal]] steht der Partei ebenso nahe wie das traditionsreiche Blatt [[l'Humanitá]], das sich mehrheitlich im Parteibesitz befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretäre ==&lt;br /&gt;
* 1920-1922: kollektives Sekretariat&lt;br /&gt;
* 1922-1934: [[Lorenzo Sabal]] (ermordet)&lt;br /&gt;
* 1934-1940: [[Narcís Colom]] (aufgrund seiner Haft seit 1938 nur pro forma, 1940 in Haft gestorben)&lt;br /&gt;
* 1940-1949: [[Santiago Laravilla]] (seit 1938 bereits de facto, bis 1943 im Exil)&lt;br /&gt;
* 1949-1959: [[Carles Salas]]&lt;br /&gt;
* 1959-1966: [[Santo Cortez]]&lt;br /&gt;
* 1966-1981: [[Dián Aliureto Chabonet]]&lt;br /&gt;
* 1981-1996: [[Luciano Premera]]&lt;br /&gt;
* 1996-2010: [[Oscar Ricardo Escobar]]&lt;br /&gt;
* seit 2010: [[Antónia Mas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.116.128.112</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Kammerwahlen 1974, welche die Sozialisten abermals gewannen, sah Caval trotz Verlusten für die eigene Partei eine Bestätigung seiner Reformpolitik, doch erwies sich das Ringen um eine neue parlamentarische Mehrheit als schwierig. Für eine rein linke Mehrheit reichten die Sitze von Sozialisten und Kommunisten zusammen nicht, sodass Caval nach langen und schwierigen Verhandlungen schließlich gezwungen war, eine formelle Koalition mit der UDS zu schließen. &lt;br /&gt;
Die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängte die eigene Partei immer stärker zu einer klaren wirtschaftspolitischen Ergänzung der Reformen. Eine derartige Tendenz hatte sich bereits seit Ende 1973 abgezeichnet, als einige Wirtschaftsreformgesetze gemeinsam mit dem PCS verabschiedet worden waren. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die UDS aber lehnte – von ihrem Wahlerfolg gestärkt – solche weitgehenden Forderungen ab und drängte stattdessen auf umfangreiche Steuersenkungen. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte.&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Republik vom militanten Terror des linken „Grupo Sécolo Rôiso“ (GSR) erschüttert. Entgegen seines bisherigen Images als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Joán Caval</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[Il Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Kammerwahlen 1974, welche die Sozialisten abermals gewannen, sah Caval trotz Verlusten für die eigene Partei eine Bestätigung seiner Reformpolitik, doch erwies sich das Ringen um eine neue parlamentarische Mehrheit als schwierig. Für eine rein linke Mehrheit reichten die Sitze von Sozialisten und Kommunisten zusammen nicht, sodass Caval nach langen und schwierigen Verhandlungen schließlich gezwungen war, eine formelle Koalition mit der UDS zu schließen. &lt;br /&gt;
Die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängte die eigene Partei immer stärker zu einer klaren wirtschaftspolitischen Ergänzung der Reformen. Eine derartige Tendenz hatte sich bereits seit Ende 1973 abgezeichnet, als einige Wirtschaftsreformgesetze gemeinsam mit dem PCS verabschiedet worden waren. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die UDS aber lehnte – von ihrem Wahlerfolg gestärkt – solche weitgehenden Forderungen ab und drängte stattdessen auf umfangreiche Steuersenkungen. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte.&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Republik vom militanten Terror des linken „Grupo Sécolo Rôiso“ (GSR) erschüttert. Entgegen seines bisherigen Images als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Joán Caval</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*1920 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 Bürgermeister von [[Semess]] und danach für kurze Zeit Wirtschaftsminister im [[Kabinett Del Pérez III]]. Von 1969 bis 1987 führte er als Generalsekretär die sozialistische [[Asul]] an und von 1984 bis 1989 die Sozialdemokratische Partei Europas. Caval amtierte zudem zwischen 1970 und 1979 als sagradischer Ministerpräsident. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[Il Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der alliierten [[Invasion auf Cuentez]] im Jahr 1943 meldete sich Caval als Freiwilliger für ein von den Alliierten forciertes  sagradisches Befreiungsheer, das gegen die deutschen Besatzer kämpfte. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die Sozialisten zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Kammerwahlen 1974, welche die Sozialisten abermals gewannen, sah Caval trotz Verlusten für die eigene Partei eine Bestätigung seiner Reformpolitik, doch erwies sich das Ringen um eine neue parlamentarische Mehrheit als schwierig. Für eine rein linke Mehrheit reichten die Sitze von Sozialisten und Kommunisten zusammen nicht, sodass Caval nach langen und schwierigen Verhandlungen schließlich gezwungen war, eine formelle Koalition mit der UDS zu schließen. &lt;br /&gt;
Die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängte die eigene Partei immer stärker zu einer klaren wirtschaftspolitischen Ergänzung der Reformen. Eine derartige Tendenz hatte sich bereits seit Ende 1973 abgezeichnet, als einige Wirtschaftsreformgesetze gemeinsam mit dem PCS verabschiedet worden waren. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die UDS aber lehnte – von ihrem Wahlerfolg gestärkt – solche weitgehenden Forderungen ab und drängte stattdessen auf umfangreiche Steuersenkungen. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte.&lt;br /&gt;
Zudem wurde die Republik vom militanten Terror des linken „Grupo Sécolo Rôiso“ (GSR) erschüttert. Entgegen seines bisherigen Images als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Daneben suchte Caval seit 1973 eine Entspannung des angespannten Verhältnisses zwischen sozialistischer Partei und der katholischen Kirche, was ihm in linken Kreisen Kritik einbrachte.&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich Caval das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Sommer 1977 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Éstevez sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Bis zu den Kammerwahlen 1978 wollten beide durchhalten, doch wurde eine darüber hinaus gehende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den Senats- und Kommunalwahlen 1976 sowie den Regionalwahlen 1977 brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm von einer dritten Amtszeit als Regierungschef abrieten und stattdessen eine Spitzenkandidatur des populären Finanzministers Francisco Montone bevorzugten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten. Das 1977 in Semesce verabschiedete neue Parteiprogramm, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Absage an eine Fortführung der Koalition und als Betonung des linken Profils der Partei gelesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen.&lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im Herbst 1978 brachten schließlich nochmals einen großen Sieg für Caval. Seine ASUL konnte ein akzeptables Ergebnis von 38,4% einfahren, während die Liberalen deutlich an Stimmen verloren und von über 9% auf gut 6% zurückfielen. Auch die PCSD gewann zwar an Stimmen hinzu, wurde mit 36% aber von der ASUL klar hinter sich gelassen. Dass die Regierung ihre Mehrheit dennoch einbüßen musste, schien Cavals Flirt mit der KPS im Nachhinein zu rechtfertigen. Doch die Koalitionsverhandlungen wurden schwierig wie nie zuvor. Caval blieb nur die Zusammenarbeit mit dem PCS/PSS-Bündnis, wollte er eine Große Koalition vermeiden. Das wusste die äußere Linke und gab sich als kostspielige Braut. Immer wieder mussten die Verhandlungen ausgesetzt werden, weil sich keine Einigung finden ließ. &lt;br /&gt;
Im Dezember 1978 schließlich riss Präsident Del Pérez nach drei Monaten schwierigster Sondierungen und Verhandlungen der Geduldsfaden. Er stellte Caval ein Ultimatum: Entweder er könne binnen einer Woche eine parlamentarische Mehrheit vorweisen oder aber der Präsident löse das Parlament wieder auf und setze Neuwahlen an. Caval stimmte einem vom Ex-Kommunisten Stefano Nacoma ausgehandelten Kompromiss zu, der von Beginn an wie ein Provisorium wirkte. Die Koalitionsverhandlungen würden ausgesetzt und stattdessen unterstütze die äußere Linke vorübergehend eine sozialistische Minderheitsregierung unter Caval. Nach seiner Ernennung solle es dann weitere Verhandlungen geben. Del Pérez stimmte der Absprache der Linken schließlich widerwillig zu, hätte er doch lieber eine Mehrheitsregierung ernannt, und ernannte Caval zum Ministerpräsidenten eines Minderheitskabinetts.&lt;br /&gt;
Die nächsten Monate waren geprägt von Chaos und Verwirrung um die neue Regierungskonstellation. Immer wieder musste bei jedem wichtigeren Vorhaben die Zustimmung der linken Parteien teuer erkauft werden, während die bürgerliche Opposition zu einem stabilen Block zusammenrückte. Bereits nach wenigen Wochen war die Minderheitsregierung Caval gescheitert, nachdem die wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen Sozialisten und Kommunisten um die Bildung einer formellen Koalition oder zumindest der Verabschiedung eines Tolerierungsvertrags ebenfalls ergebnislos verlaufen waren. Kurz vor dem Durchbruch zur Bildung einer Koalition Ende Januar zogen die Kommunisten ihre bereits grundsätzlich erteilte Zustimmung zurück und erklärten, keine Minister in einer Regierung Caval stellen zu wollen. Damit war das Vorhaben „Linkskoalition“ gescheitert, zumal Caval jedes weitere Entgegenkommen dem PCS gegenüber ablehnte. Als er am 27. Januar 1979 mit einer Vorlage zur Reform der Rentenversicherung in der Abgeordnetenkammer scheiterte, weil die PCS ihre Zustimmung verweigert hatte, bat Caval Präsident Del Pérez um die Auflösung der Kammer und die Einberufung von Neuwahlen. Nach Absprache mit Oppositionsführer De la Nada kam der Präsident der Bitte des Regierungschefs nach.&lt;br /&gt;
Caval ließ es sich nicht nehmen, abermals als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten, doch musste er mit seiner ASUL eine herbe Niederlage einfahren. Die Sozialisten fielen von 38,4% auf 34,4% der Stimmen und damit deutlich hinter die PCSD zurück und mussten damit das politische Heft aus der Hand geben. Stattdessen war Caval darauf angewiesen, dass die PCSD sich um eine Große Koalition statt um ein Rechtsbündnis mit UDS und PSP bemühte. Dabei half, dass Präsident Del Pérez deutlich machte, eine Rechtsaußen-Koalition nicht dulden zu wollen. Doch wurde bald die Person Cavals zum Problem. Große Teile des PCSD weigerten sich, mit Caval persönlich zu verhandeln, dieser wiederum wollte sich nicht mit Vertretern des rechten PCSD-Flügels an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen wurden abermals sehr schwierig, doch blieb beiden Parteien nichts übrig, als eine Zusammenarbeit anzustreben. Erst vier Monate nach der Wahl, im August 1979, stand die Große Koalition, mit De la Nada als Regierungschef und Francisco Montone als Finanzminister und Stellvertreter. Stützpfeiler und Schaltzentralen der Koalition wurden ausgerechnet die beiden gegensätzlichen Fraktionschefs Nacoma und Santo Moya, der als überzeugter Wirtschaftsliberaler und Neokonservativer galt. Caval hatte auf ein Ministeramt verzichtet, wollte aber auch weiterhin Parteichef der Sozialisten bleiben. Er betrieb augenscheinlich eine Strategie der kritischen Regierungsbeteiligung, in der er die Möglichkeit verfolgte, die Partei als kritische Instanz auch gegenüber der eigenen Regierungsmannschaft zu positionieren und somit „Opposition in der Regierung“ spielen zu können, wie Gegner es ausdrückten.&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung ging nicht auf, die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und schafften es kaum, sich gegenüber dem einflussreichen Wirtschaftsflügel der PCSD um A.G.Guivares und Santo Moya zu behaupten. Stattdessen stritten sich die beiden Koalitionspartner kontinuierlich auf allen Politikfeldern. Erst Cavals heftige Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL einen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, doch musste auch Caval schließlich einlenken und sich die Zustimmung zu Verhandlungen erkaufen lassen. Arbeitsminister Colón trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte in der Folge unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. Colón hatte bereits als Nationaler Koordinator der Partei und seit 1972 als Kabinettschef Cavals eng mit diesem zusammengearbeitet, hatte 1975 aber aufgrund einer persönlichen Affäre zurücktreten müssen. Spätestens seinem erfolglosen Regionalwahlkampf 1977 trat er vermehrt als Führer der Parteilinken auf und wurde nun wieder als Kronprinz Cavals gehandelt.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die Solano-Affäre die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von Névito Solano galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval schnell eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter Dián Costa in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste.&lt;br /&gt;
Die Regionalwahl 1981, die erste Wahl nach der Solano-Affäre, endete mit einem Sieg der PCSD, die in den Regionen Amoria, Sesin, Ceondalia, Óstino und Ollér ihre Mehrheiten verteidigen konnte, in Bordez und Sur Pinia die Sozialisten aus der Regierung verdrängte und in Ollér und Bordez sogar die absolute Mehrheit der Sitze erreichte. Das Ergebnis wurde in der ASUL als Erdrutschniederlage empfunden und führte zu parteiinternen Diskussion um den richtigen Führungsstil und eine mögliche Ablösung Cavals. Ein Teil der Partei versuchte, den Patriarchen auf das Amt des Präsidenten der Republik wegzuloben. Caval zeigte sich geschmeichelt, ließ eine formelle Nomination auf dem Parteitag der ASUL im Herbst 1981 aber nicht zu, sondern stellte sich erneut als Generalsekretär zur Wahl. Er gewann mit seinem schlechtesten Ergebnis seit seiner Wahl 1969. Noch im Dezember 1981 verzichtete Caval schließlich auf die ihm angetragene Präsidentschaftskandidatur. Er erklärte dies mit persönlichen Gründen und seinem ausgeprägten Profil als Parteipolitiker, das ihn nicht für das höchste Staatsamt empfehle. Viel wahrscheinlicher war es jedoch, dass Caval auch weiterhin seinen Einfluss als Parteichef der Sozialisten nicht aufgeben wollte. Gleichzeitig wurde ihm auch nachgesagt, auf eine neuerliche Spitzenkandidatur für seine Partei bei den nächsten Kammerwahlen zu spekulieren.&lt;br /&gt;
Die Regierungspolitik der Großen Koalition gestaltete sich derweil äußerst schwierig und drehte sich immer mehr um den Umgang mit dem politischen Erbe der Regierung Caval. Die Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 1982 endeten für die Sozialisten fast in einem Debakel, nachdem ihr „Ersatzkandidat“ Lorenzo Aguilera im ersten Wahlgang fast vom Liberalen Luciano Éstevez eingeholt worden wäre und in der Stichwahl deutlich gegen den Konservativen A.G.Guivares verlor. &lt;br /&gt;
Nachdem Vizepremier Montone bereits im März 1982 auf eine Spitzenkandidatur für die Kammerwahlen 1983 verzichtet hatte, meldete mit Andrés Colón der Führer der Parteilinken Interesse an. In der ASUL begann ein Wahlkampf, der sich auf das Koalitionsklima katastrophal auswirkte. Ein Streit um die Haushaltsvorlage für das Jahr 1983 führte im Juli 1982 zum vorzeitigen Ende der Großen Koalition, nachdem die Sozialisten aus dem Kabinett ausgetreten waren. Nachdem Santo de la Nada es verpasst hatte, eine neue Koalition zu schmieden und die Sozialisten ein Misstrauensvotum gegen Nada unterstützt hatten, setztze Präsident Guivares Neuwahlen für September an. In der entscheidenden Abstimmung um die Spitzenkandidatur der ASUL setzte sich Colón als Vertreter der Linken knapp gegen den vom Wirtschaftsflügel aufgestellten Donado Ricardes und den ligreskantischen Regionalpräsidenten Luis José López durch. Damit standen sich bei den Kammerwahlen zwei geschlossene Blöcke gegenüber, da die Kandidatur Colóns als Absage an ein sozialliberales Regierungsbündnis gewertet wurde. Im Wahlkampf hielt sich Caval auffällig zurück und überließ Colón den Großteil der Kampagnenführung. An die Stelle von Iano Norriez als Nationaler Koordinator berief er den von Colón bevorzugten Miguel Cambrís, der zuvor bereits als Staatssekretär Colóns gearbeitet hatte. &lt;br /&gt;
Die Kammerwahlen im September 1982 endeten mit einem deutlichen Sieg der Rechten. Die ASUL musste mit unter 30% der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1958 verschmerzen und erstmals seit 1970 wieder in die Opposition gehen. Die Folge war ein zunehmender Machtverlust der Linken innerhalb der ASUL und ein kontinuierlicher Machtgewinn des wirtschaftsfreundlichen Ricardes-Flügel, dem sich nun auch der ligre-skantische Regionalpräsident Luis José López anschloss. Ricardes wurde zum neuen Vorsitzenden der Kammergruppe gewählt und an die Stelle Nacomas als Stellvertreter Cavals wurde ein vierköpfiges Team mit Ricardes, Colón, López und dem populären Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez gewählt. Diese Maßnahme sollte die verschiedenen Flügel der Partei besser an die Parteispitze binden und Flügelkämpfe durch vorzeitige Absprache im inneren Parteizirkel verhindern. Der unglücklich agierende Miguel Cambrís wurde zudem 1983 durch Salvador La Fayet im Amt des Nationalen Koordinators der Partei abgelöst.&lt;br /&gt;
Caval kandidierte im Sommer 1984 als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den Europawahlen und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE. &lt;br /&gt;
Die Ereignisse um die Verwicklung von Präsident Guivares in illegale Immobiliengeschäfte, die 1984 das Land in eine ernsthafte Krise stürzten, nutzte Caval sofort, um heftige Angriffe auf die politische Rechte und die Regierung Moya zu fahren. Problematisch wurde dies erst, als die Ermittlungen sich ausweiteten und auch sozialistische Politiker unter Verdacht gerieten. Dennoch konnte Caval die Krise der Regierung Moya nutzen und Erfolge bei den Senats- und Regionalwahlen 1985 erzielen. Die Verwicklung von Mitgliedern des linken Asul-Flügels wie des Colón-Vertrauten Ariel Gallardo trug weiter zur Stärkung des rechten Parteiflügels der Sozialisten bei.&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1986 nominierte die Partei Donado Ricardes als Spitzenkandidat für die kommenden Kammerwahlen. Ricardes führte die Sozialisten mit einem Ergebnis von 37,7% der Stimmen zu einem knappen Wahlsieg über die Konservativen. Er leitete unmittelbare Verhandlungen mit der UDS zur Bildung seiner sozialistisch-bürgerlichen Wunschkoalition ein. Ziel war die Bildung einer „Regierung der freien und sozialen Wirtschaft“. Mit diesem Vorhaben setzte er sich deutlich gegen Parteichef Caval durch, der zunächst eine sozialistische Minderheitsregierung unter Tolerierung der Liberalen befürwortet hatte. Nach schwierigen Verhandlungen stand die rot-blaue Regierung im Dezember 1986 und Ricardes wurde zum Ministerpräsidenten ernannt. Caval verzichtete erneut auf ein Kabinettsamt, blieb zunächst aber Parteichef der weiter nach rechts gerückten Sozialisen.&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits bei den Koalitionsverhandlungen im Herbst 1986 zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Caval und Ricardes gekommen war, setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef im Januar 1987 öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der Santiago-Laval-Stiftung gekommen sein. Caval zog bereits zwei Tage nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Notbremse und gab nach 18 Jahren an der Parteispitze bekannt, beim nächsten Parteikongress der Sozialisten im Februar, nicht mehr als Generalsekretär zu kandidieren. Sein Verzicht war bereits in den Vormonaten allgemein erwartet worden. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Kongress der ASUL im Februar 1987 den Semescer Bürgermeister Flávio Jimenez, der jedoch nach dem Auseinanderbrechen seiner Koalition im Herbst 1987 und seiner Abwahl als Semescer Stadtherr durch ein Misstrauensvotum bereits im November 1987 wieder vom höchsten Parteiamt zurücktrat und damit den Weg für Ministerpräsident Donado Ricardes frei machte. Caval wurde vier Jahre später auf dem Parteikongress in Artir zusammen mit Iacovo Del Pérez zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt. &lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semesce in den Senat gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident Montoya zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001.  Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des Istituto Sagradês de Política Internacional (ISPI).&lt;br /&gt;
Sein ursprünglicher Corrente hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als Cavalistas bzw. Neo-Cavalistas bezeichnet werden. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden António Grande Illega, Vítor Gomes Amarón und jüngst auch Cavals Tochter Mercé Serrat Caval gezählt. &lt;br /&gt;
Cavals ältester Sohn Maximilián Caval ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig. Die jüngere Schwester der beiden Mercé Serrat Caval ist Politikerin der sozialistischen Allianz. Sie beerbte 1989 ihren Vater als Europaabgeordnete und wurde 2001 Ministerin in der rot-grünen Regierung De la Costa. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der Asul. Ihre Anhänger werden meist als Neo-Cavalistas oder Mercistas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes Públicoes:&lt;br /&gt;
1960-1967	Prefeito de Semesce&lt;br /&gt;
1967	Ministro de la Economía i Industrías &lt;br /&gt;
1970-1979	Presidente del Cosiliu&lt;br /&gt;
1978	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales &lt;br /&gt;
1979	Ministro Executivo de Asuntoes Exterritoriales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandates Parlamentares:&lt;br /&gt;
1952-1954	Cosilier Municipal de Disiés&lt;br /&gt;
1954-1962	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1956-1968	Cosilier Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1967-1984	Deputado a la Camara&lt;br /&gt;
1984-1989	Membro del Parlamento Europeu&lt;br /&gt;
1991-1997	Senador eleitu&lt;br /&gt;
desde 1997	Senador apuntau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oficioes del Partido:&lt;br /&gt;
1959-1960	Portavoce del Grupo Socialista nel Cosiliu Municipal de Semesce&lt;br /&gt;
1969-1987	Secretário General de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;br /&gt;
1976-1984	Vicepresidente de la Internacional Socialista (SI)&lt;br /&gt;
1984-1989	Presidente del Partido Socialista Europeu (PSE)&lt;br /&gt;
desde 1991	Presidente del Honor de la Alianza Socialista (ASUL)&lt;/div&gt;</summary>
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