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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Sagradêsa d'Aviación</title>
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		<updated>2018-12-27T12:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Sagradêsa d'Aviación'''&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Rechtsform'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Societá Anónima &lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1934&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Semesta Avez Aeroporto]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Allianz'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| SkyTeam&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Societá Anónomia Sagradêsa d'Aviación''' (im Außenauftritt kurz '''Sagradêsa''') ist die größte [[sagradische]] Fluggesellschaft mit Sitz in [[Semest]] und Drehkreuz auf dem [[Semesta Avez Aeroporto|Flughafen Semesta-Avez]]. Sagradêsa gehört neben Air France, KLM und Delta Air Lines zur Luftfahrtallianz SkyTeam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1934 gegründete Luftfahrtgesellschaft wurde 1945 verstaatlicht und gehörte fortan zur [[ENIP]]-Staatsholding. 1989 erfolgte die Reprivatisierung der Gesellschaft, 2010 die Fusion mit [[Royal Micolinas Airlines]]. Seither ist Sagradêsa ein Tochterunternehmen der [[RMA Sagradêsa]]-Holding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Aviacion3.jpg|200px|Altes Logo]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Aviacion2a0.jpg|200px|Flugzeugdesign bis 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fluggesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ehemaliges Staatsunternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philippkarlisten&amp;diff=45377</id>
		<title>Philippkarlisten</title>
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		<updated>2018-12-26T22:24:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Philippkarlisten''' ([[Sagradisch|sagr.]] ''Filipecarlistas'') werden in der [[Geschichte Sagradiens]] die Anhänger Prinz [[Philipp Karl von Viça|Philipp Karls von Santori, Herzog von Viça]] zu Zeiten der [[Sagradischer Bürgerkrieg|sagradischen Bürgerkriege]] bezeichnet, der sich selbst als legitimer [[König von Sagradien]] ansah. Der Begriff Philippkarlisten bezieht sich zugleich im weiteren Sinne auf die antiständische, konservative und legitimistische Opposition während der sagradischen [[Ständezeit]], insbesondere während des [[Kondominiums]] (1719-1721), des sagradischen [[Erste Sagradische Republik|Interregnums von 1721-1730]] sowie der Herrschaftszeit [[Maria I.|Marias I.]] (1730-1748).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff '''Philippkarlistenkriege''' bezieht sich dabei auf die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern und Gegnern des Prinzen bzw. zwischen im weiteren Sinn zwischen den Anhängern und Gegnern des damaligen Ständeregimes in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philippkarlistenkriege hatten ihren Ursprung im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Koalitionskrieg]] zwischen den Anhängern König [[Danadier II.|Danadiers II.]], des älteren Bruders Philipp Karls, und der ständischen Opposition. Nach dem vorläufigen Ende des Kriegs 1718 und der erzwungenen Zustimmung Danadiers zu einem gemeinsamen Regiment mit den Ständen weigerte sich Philipp Karl, das neue Kondominium und die in den [[Codices Magni Libertatum]] kodifizierte Macht der Stände anzuerkennen. Er führte zunehmend offen die royalistische Opposition gegen seinen Bruder und das Ständeregiment an. Nach der Flucht und Absetzung König Danadiers 1721 stieg Philipp Karl zum Führer der legitimistischen Opposition zum neuen Ständeregiment auf. In Frankreich rüstete Philipp Karl zu einer Fortsetzung des Bürgerkriegs und fiel schließlich in [[Amôria]] ein. Binnen kurzem eroberte Philipp Karl große Teile des Nordostens und rückte bis in die [[Cabeza]] vor. Die Stände übergaben daraufhin den Oberbefehl über die Truppen an Prinz [[Johann Franz von Cuentez]]. In der Schlacht bei Canar in der Landschaft Soler wurde das Heer Philipp Karls besiegt, der Prinz musste ins französische Exil zurückkehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage, der Tod Luis Gabriels, des einzigen Sohnes und Thronerben Philipp Karls, sowie  die Thronbesteigung [[Maria I.|Marias I.]], die 1730 ein mehrjähriges Interregnum beendete, schwächten die philippkarlistische Sache nachhaltig. Dennoch behielt der Herzog Sympathien unter der konservativen, antiständischen Opposition in Sagradien sowie unter Gegnern der Königin. Nach dem Tod [[Danadier II.|Danadiers II.]] im Jahr 1732 blieb Philipp Karl als einziger möglicher Konkurrent Marias I. übrig, ein erneuter Aufstandsversuch 1735 scheiterte aber schon nach kurzer Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Philipp Karls 1740, der ohne männlichen Erben blieb, spaltete sich der Philippkarlismus in mehrere konkurrierende Linien. Während ein Großteil der Anhänger Philipp Karls ins Lager Marias wechselte, sahen andere den [[Herzog von Sessin]] [[David Jâcque de Sántori]] als legitimen Thronprätendenten an, der aber keine Versuche unternahm, die Krone zu erobern. Stattdessen versuchte Philipp Karls Schwiegersohn [[Heinrich von Vallador]] vergebens, als neuer filipecarlistischer Thronprätendent anerkannt zu werden. Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegs versuchte Heinrich, unterstützt von Sagradiens Kriegsgegner Frankreich, die Krone zu erobern, musste seinen Aufstand aber schließlich aufgeben. Mit seiner Verhaftung und Hinrichtung im Jahr 1746 verlor der Philippkarlismus endgültig an Kraft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Santori]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Erste_Sagradische_Republik&amp;diff=45376</id>
		<title>Erste Sagradische Republik</title>
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		<updated>2018-12-26T22:23:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Entstehung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Erste Sagradische Republik''', '''Alte Republik''' (''La República Vella'') oder '''Ständerepublik''' wird in der republikanischen Geschichtsschreibung [[Sagradien]]s das neunjährige Interregnum zwischen der Absetzung [[Danadier II.|Danadiers II.]] 1721 und der Thronbesteigung seiner Tochter [[Maria I.]] 1730 bezeichnet, in der Sagradien ohne [[König von Sagradien|König]] regiert wurde. Die Zeit ist auch unter dem Begriff '''Sántori-Interregnum''' oder '''Interregnum von 1721-1730''' bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausgegangen war der [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] zwischen Royalisten und Ständischen 1713-1718 sowie das zweijährige ''Kondominium'' König [[Danadier II.|Danadiers II.]] mit den Generalständen. Nach dessen Scheitern wurde Danadier II. abgesetzt und die Stände übernahmen die absolute Herrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das republikanische Interregnum lässt sich grob in drei Phasen gliedern:&lt;br /&gt;
* 1721: Das absolute Regiment der Generalstände unter Führung von [[Joseph August von Sesin]] (1721) und die Auseinandersetzung mit der radikalen [[Semestiner Republik]].&lt;br /&gt;
* 1722-1725: Der Krieg der Stände gegen die royalistischen [[Philippkarlisten]]&lt;br /&gt;
* 1725-1730: Die Prinzregentschaft [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] und die Rückkehr zur Monarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Republik folgte 1730 mit der Krönung [[Maria I.|Marias I.]] zur Königin die Rückkehr zum ständisch-monarchischen ''[[Kondominium]]'' (auch als ''Ständekönigtum'' oder ''Sántori-Restauration'' bezeichnet). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Erste Republik'' ist umstritten und wird von einigen Historikern heute gemieden. Von Monarchisten wurde diese Phase traditionell als ''Interregnum'' bezeichnet. Erst nach der Ausrufung der Sagradischen Republik im Jahr 1893 setzte sich der Begriff ''Erste Republik'' für die königslose Zeit 1721-1730 durch, die als Vorbild für die sogenannte ''Zweite Republik'' fungierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen sagradischen Geschichtsschreibung gilt die Zeit der Republik als Teil der längeren sogenannten [[Ständezeit]] (1719-1760), in der Sagradien im Wesentlichen durch die Generalstände in Form einer ständischen Allein- oder Mitherrschaft regiert wurde. Gelegentlich wird daher auch die gesamte Zeit des sogenannten ''Ständekönigtums'' (1730-1757) bis zur Amtszeit [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] zur Ersten Republik gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Den Beginn der Republik markierte die Absetzung [[Danadier II.|Danadiers II.]] im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] durch die sagradischen Generalstände. Vorausgegangen war ein erfolgloser royalistischer Staatsstreich gegen die Ständeherrschaft, die mit dem Ende des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkriegs]] 1719 begonnen hatte. Mit den [[Codices Magni Libertatum]] hatte sich Danadier 1719 zum ''Kondominium'' mit den Ständen verpflichten müssen, doch war es in der Folge zu häufigen Auseinandersetzungen und royalistischen Gegenmaßnahmen gekommen. Nach einer Phase der Radikalisierung und dem erfolglosen [[Januarstaatsstreich 1721]] floh der König außer Landes und die Stände beriefen sich auf die Codices Magni, um den König abzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge war Sagradien de facto, aber nicht de jure eine Republik. Stattdessen wurde die Zeit der absoluten Ständeherrschaft als Interregnum betrachtet, bis sich ein König finden würde, der die Rechte der Stände vorbehaltlos anerkennen würde. Als Reichsverweser wurde eine ''Generaldelegation der Stände'' unter Vorsitz des ''Ersten Generaldelegierten'' Herzog [[Joseph-August von Sessin]] bestimmt. Zum mächtigsten Mann im Reich stieg dessen Sekretär Graf [[Luis Ambrôsio de Bonavilla]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radikalisierung und Maiaufstand ===&lt;br /&gt;
Die Republik war von Beginn an durch Gegensätze zwischen einer hochadligen Partei auf der einen und einer radikalen, teils auch republikanisch gesinnten Gegenpartei auf der anderen Seite geprägt, die um die Vorherrschaft stritten. Nachdem ein Putschversuch der Radikalen gegen die Regierung Bonavillas im Mai 1721  gescheitert war, ging die mächtige Adelspartei hart gegen die Verschwörer vor. Führende Vertreter der radikalen Opposition wurden hingerichtet, darunter der Semestiner Bürger [[Luis Otero]], dessen Hinrichtung am 23. Mai 1721 zum Ausbruch des blutigen [[Maiaufstand]]s in der Hauptstadt führte. Dieser richtete sich vor allem gegen den in den Ständen führenden Hochadel und wurde durch die schlechte wirtschaftliche Lage angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sogenanten [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]], versuchte [[Luis Ambrôsio de Bonavilla|Bonavilla]]s und des [[José de Sesín|Herzogs von Sesin]] habhaft zu werden und tötete mehrere Leibwachen des Regenten. Der Herzog konnte entkommen und floh nach [[Noyar]], die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten, wo sie sich aber endgültig zerstritt und spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Semestiner Republik ===&lt;br /&gt;
In den Morgenstunden des 24. Mai rief die Partei der Radikalen unter der Führung des Kleinadligen [[Simón Bernord]] offiziell die Republik aus, erklärte die regierende Generaldelegation der Stände für abgesetzt und übernahm mit einem Heer aus freiwilligen Baronen, Bürgern und Bauern die Herrschaft in der Hauptstadt. Ein ''Rat der Sieben'' wurde als diktatorische Regierung eingesetzt, die Führung übernahm [[Simón Bernord]]. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge weitete sich der Volksaufstand von Semest aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale Räte und Abordnungen, die sich teilweise den Sieben in Semest unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. Die geschockten Generalstände bzw. das was von ihnen übrig geblieben war, aktivierten das stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] gegen die Usurpatoren in der Hauptstadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt der Gewalt markeirte die Ermordung des Herzogs von Sesin durch radikale Attentäter am 24. Juli 1721. Royalisten und ehemalige Koalitionäre mussten sich nun gegen die Radikalen behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semest, das im November 1721 eingenommen werden konnte. [[Simón Bernord]] wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg ===&lt;br /&gt;
Mit der Niederschlagung der radikalen ''Semestiner Republik'' im Herbst 1721 wurde ein Weg zur mittelfristigen Rückkehr zur Monarchie eingeschlagen. Im Januar 1722 trat eine neue Ständeversammlung zusammen und wählte einen neuen ''Staatsrat'' an ihr Spitze, der von Vertretern des Hochadels dominiert wurde. Die neue Führung der Republik leitete Verhandlungen mit potenziellen Thronanwärtern ein und suchte nach einer Erneuerung des Kondominiums aus König und Ständen. Der aussichtsreichste Thronanwärter [[Philipp Karl von Viça]], Bruder von [[Danadier II.]] und von Frankreich unterstützt, verweigerte aber die Anerkennung der Codices Magni und zog eine militärische Entscheidung vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem französisch unterstützten Heer fiel Philipp Karl in [[Amôria]] ein, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern. In mehreren Schlachten gelang es Philipp Karl jedoch nicht, sich gegen das Ständeheer unter der Führung von Prinz [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] zu behaupten. In der Folge eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen der Ständepartei und den sogenannten [[Philippkarlisten]] aber zum erneuten Bürgerkrieg ([[Philippkarlistenkrieg]]). Im Sommer 1724 war der militärische Widerstand Philipp Karls vorerst besiegt, auch wenn es in den Folgejahren immer wieder zu Versuchen der Philippkarlisten kam, den Thron zu erobern. Im Jahr 1725 verkündeten die Generalstände offiziell das Ende der Bürgerkriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr zur Monarchie ===&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Generalstände mit [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] und dessen militärischer Sieg gegen die Philippkarlisten ebneten schließlich den Weg zur Rückkehr zum monarchischen Regiment. Wesentlicher Schritt dahin war die Ernennung [[Johann Franz von Cuentez]] zum Oberbefehlshaber der ständischen Truppen im Krieg gegen die Philippkarlisten. Danach fungierte der Kriegsheld Johann Franz als ''Prinzregent'' der Republik und stieg de facto in die Position eines Ersatzmonarchen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hochzeit Johann Franz' mit [[Maria I.|Maria von Santori]], einer Tochter [[Danadier II.|Danadiers II.]], im Jahr 1727 wurde ein Zeichen der Versöhnung zwischen Royalisten und Ständischen gesetzt. Nach dem republikanischem Intermezzo kehrte Sagradien au diesem Weg zum sogenannten ''Kondominium'' zwischen König und Ständen zurück, das unter [[Danadier II.]] gescheitert war. Nach der Zeit der sogenannten ''Prinzregentschaft'' Johanns wurde [[Maria I.]] schließlich im Januar 1730 zur  sagradischen Königin gekrönt, nachdem sie zuvor ihren Schwur auf die [[Codices Magni]] geleistet hatte. Diese wurden nun zum faktischen Grundgesetz der restaurierten sagradischen Monarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
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		<title>Erste Sagradische Republik</title>
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		<updated>2018-12-26T22:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Erste Sagradische Republik''', '''Alte Republik''' (''La República Vella'') oder '''Ständerepublik''' wird in der republikanischen Geschichtsschreibung [[Sagradien]]s das neunjährige Interregnum zwischen der Absetzung [[Danadier II.|Danadiers II.]] 1721 und der Thronbesteigung seiner Tochter [[Maria I.]] 1730 bezeichnet, in der Sagradien ohne [[König von Sagradien|König]] regiert wurde. Die Zeit ist auch unter dem Begriff '''Sántori-Interregnum''' oder '''Interregnum von 1721-1730''' bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorausgegangen war der [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg]] zwischen Royalisten und Ständischen 1713-1718 sowie das zweijährige ''Kondominium'' König [[Danadier II.|Danadiers II.]] mit den Generalständen. Nach dessen Scheitern wurde Danadier II. abgesetzt und die Stände übernahmen die absolute Herrschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das republikanische Interregnum lässt sich grob in drei Phasen gliedern:&lt;br /&gt;
* 1721: Das absolute Regiment der Generalstände unter Führung von [[Joseph August von Sesin]] (1721) und die Auseinandersetzung mit der radikalen [[Semestiner Republik]].&lt;br /&gt;
* 1722-1725: Der Krieg der Stände gegen die royalistischen [[Philippkarlisten]]&lt;br /&gt;
* 1725-1730: Die Prinzregentschaft [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] und die Rückkehr zur Monarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Republik folgte 1730 mit der Krönung [[Maria I.|Marias I.]] zur Königin die Rückkehr zum ständisch-monarchischen ''[[Kondominium]]'' (auch als ''Ständekönigtum'' oder ''Sántori-Restauration'' bezeichnet). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Erste Republik'' ist umstritten und wird von einigen Historikern heute gemieden. Von Monarchisten wurde diese Phase traditionell als ''Interregnum'' bezeichnet. Erst nach der Ausrufung der Sagradischen Republik im Jahr 1893 setzte sich der Begriff ''Erste Republik'' für die königslose Zeit 1721-1730 durch, die als Vorbild für die sogenannte ''Zweite Republik'' fungierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen sagradischen Geschichtsschreibung gilt die Zeit der Republik als Teil der längeren sogenannten [[Ständezeit]] (1719-1760), in der Sagradien im Wesentlichen durch die Generalstände in Form einer ständischen Allein- oder Mitherrschaft regiert wurde. Gelegentlich wird daher auch die gesamte Zeit des sogenannten ''Ständekönigtums'' (1730-1757) bis zur Amtszeit [[Gabriel VIII.|Gabriels VIII.]] zur Ersten Republik gerechnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Den Beginn der Republik markierte die Absetzung [[Danadier II.|Danadiers II.]] im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] durch die sagradischen Generalstände. Vorausgegangen war ein erfolgloser royalistischer Staatsstreich gegen die Ständeherrschaft, die mit dem Ende des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkriegs]] 1719 begonnen hatte. Mit den [[Codices Magni Libertatum]] hatte sich Danadier 1719 zum ''Kondominium'' mit den Ständen verpflichten müssen, doch war es in der Folge zu häufigen Auseinandersetzungen und royalistischen Gegenmaßnahmen gekommen. Nach einer Phase der Radikalisierung und dem erfolglosen [[Januarstaatsstreich 1721]] floh der König außer Landes und die Stände beriefen sich auf die Codices Magni, um den König abzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge war Sagradien de facto, aber nicht de jure eine Republik. Stattdessen wurde die Zeit der absoluten Ständeherrschaft als Interregnum betrachtet, bis sich ein König finden würde, der die Rechte der Stände vorbehaltlos anerkennen würde. Als Reichsverweser wurde eine ''Generaldelegation der Stände'' unter Vorsitz des ''Ersten Generaldelegierten'' Herzog [[José de Sesín]] bestimmt. Zum mächtigsten Mann im Reich stieg dessen Sekretär Graf [[Luis Ambrôsio de Bonavilla]] auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radikalisierung und Maiaufstand ===&lt;br /&gt;
Die Republik war von Beginn an durch Gegensätze zwischen einer hochadligen Partei auf der einen und einer radikalen, teils auch republikanisch gesinnten Gegenpartei auf der anderen Seite geprägt, die um die Vorherrschaft stritten. Nachdem ein Putschversuch der Radikalen gegen die Regierung Bonavillas im Mai 1721  gescheitert war, ging die mächtige Adelspartei hart gegen die Verschwörer vor. Führende Vertreter der radikalen Opposition wurden hingerichtet, darunter der Semestiner Bürger [[Luis Otero]], dessen Hinrichtung am 23. Mai 1721 zum Ausbruch des blutigen [[Maiaufstand]]s in der Hauptstadt führte. Dieser richtete sich vor allem gegen den in den Ständen führenden Hochadel und wurde durch die schlechte wirtschaftliche Lage angetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der sogenanten [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]], versuchte [[Luis Ambrôsio de Bonavilla|Bonavilla]]s und des [[José de Sesín|Herzogs von Sesin]] habhaft zu werden und tötete mehrere Leibwachen des Regenten. Der Herzog konnte entkommen und floh nach [[Noyar]], die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten, wo sie sich aber endgültig zerstritt und spaltete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Semestiner Republik ===&lt;br /&gt;
In den Morgenstunden des 24. Mai rief die Partei der Radikalen unter der Führung des Kleinadligen [[Simón Bernord]] offiziell die Republik aus, erklärte die regierende Generaldelegation der Stände für abgesetzt und übernahm mit einem Heer aus freiwilligen Baronen, Bürgern und Bauern die Herrschaft in der Hauptstadt. Ein ''Rat der Sieben'' wurde als diktatorische Regierung eingesetzt, die Führung übernahm [[Simón Bernord]]. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge weitete sich der Volksaufstand von Semest aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale Räte und Abordnungen, die sich teilweise den Sieben in Semest unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. Die geschockten Generalstände bzw. das was von ihnen übrig geblieben war, aktivierten das stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] gegen die Usurpatoren in der Hauptstadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt der Gewalt markeirte die Ermordung des Herzogs von Sesin durch radikale Attentäter am 24. Juli 1721. Royalisten und ehemalige Koalitionäre mussten sich nun gegen die Radikalen behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semest, das im November 1721 eingenommen werden konnte. [[Simón Bernord]] wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg ===&lt;br /&gt;
Mit der Niederschlagung der radikalen ''Semestiner Republik'' im Herbst 1721 wurde ein Weg zur mittelfristigen Rückkehr zur Monarchie eingeschlagen. Im Januar 1722 trat eine neue Ständeversammlung zusammen und wählte einen neuen ''Staatsrat'' an ihr Spitze, der von Vertretern des Hochadels dominiert wurde. Die neue Führung der Republik leitete Verhandlungen mit potenziellen Thronanwärtern ein und suchte nach einer Erneuerung des Kondominiums aus König und Ständen. Der aussichtsreichste Thronanwärter [[Philipp Karl von Viça]], Bruder von [[Danadier II.]] und von Frankreich unterstützt, verweigerte aber die Anerkennung der Codices Magni und zog eine militärische Entscheidung vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem französisch unterstützten Heer fiel Philipp Karl in [[Amôria]] ein, um zunächst sein Herzogtum und anschließend die Krone zu erobern. In mehreren Schlachten gelang es Philipp Karl jedoch nicht, sich gegen das Ständeheer unter der Führung von Prinz [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] zu behaupten. In der Folge eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen der Ständepartei und den sogenannten [[Philippkarlisten]] aber zum erneuten Bürgerkrieg ([[Philippkarlistenkrieg]]). Im Sommer 1724 war der militärische Widerstand Philipp Karls vorerst besiegt, auch wenn es in den Folgejahren immer wieder zu Versuchen der Philippkarlisten kam, den Thron zu erobern. Im Jahr 1725 verkündeten die Generalstände offiziell das Ende der Bürgerkriege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr zur Monarchie ===&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Generalstände mit [[Johann III.|Johann Franz von Cuentez]] und dessen militärischer Sieg gegen die Philippkarlisten ebneten schließlich den Weg zur Rückkehr zum monarchischen Regiment. Wesentlicher Schritt dahin war die Ernennung [[Johann Franz von Cuentez]] zum Oberbefehlshaber der ständischen Truppen im Krieg gegen die Philippkarlisten. Danach fungierte der Kriegsheld Johann Franz als ''Prinzregent'' der Republik und stieg de facto in die Position eines Ersatzmonarchen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Hochzeit Johann Franz' mit [[Maria I.|Maria von Santori]], einer Tochter [[Danadier II.|Danadiers II.]], im Jahr 1727 wurde ein Zeichen der Versöhnung zwischen Royalisten und Ständischen gesetzt. Nach dem republikanischem Intermezzo kehrte Sagradien au diesem Weg zum sogenannten ''Kondominium'' zwischen König und Ständen zurück, das unter [[Danadier II.]] gescheitert war. Nach der Zeit der sogenannten ''Prinzregentschaft'' Johanns wurde [[Maria I.]] schließlich im Januar 1730 zur  sagradischen Königin gekrönt, nachdem sie zuvor ihren Schwur auf die [[Codices Magni]] geleistet hatte. Diese wurden nun zum faktischen Grundgesetz der restaurierten sagradischen Monarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historischer Staat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45374</id>
		<title>Gran'Etá</title>
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		<updated>2018-12-26T09:57:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''La Gran'Etá''' (im Deutschen auch ''Goldenes Zeitalter Sagradiens'') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und eine künstlerische Hochphase in Literatur, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Zeitalter den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Künstlern wie [[António Volero]], [[Don Cabal]], [[Francès Murán de Fosa|Murán]] und [[Sebastian Bexente|Sebastian]] erlebten die Bildenden Künste eine Blütephase. Auch die Literatur wurde durch ''Klassiker'' wie [[Celiano Nacoma]], [[Plácido Cosança]] und [[Sellesi de Narbona]] zu einem Höhepunkt geführt. Zu den wesentlichen Geistesgrößen der Gran'Etá gehören [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Santiago Calles]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Europa1560.jpg|thumb|300px]]&lt;br /&gt;
Als Beginn des Goldenen Zeitalters in Sagradien werden unterschiedliche Daten genannt: Der Aufstieg der tulinesischen [[Santori]] zum sagradischen Königtum 1457, das Ende der [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] 1506 oder die Krönung [[David I.|Davids I.]] zum sagradischen König 1509 markieren den politischen Beginn des Goldenen Zeitalters. Das Wirken [[Franciscus Aurelianus]]' in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als geistiger Beginn der Gran'Etá angesehen werden. Als politische Schlusspunkte gelten der Tod [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] 1640 oder der Westfälische Friede 1648, künstlerisch kann das Ableben [[Sebastian Bexente]]s 1680 als spätester Endpunkt betrachtet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Binnenperiodisierung der ''Gran'Etá'' bestehen mehrere divergierende Möglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Goldene Zeitalter in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joaniana'' unter [[Johanna I.]] (1543-1580) und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Dona Leonor'', die Regentschaftszeit der Fürstin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Joaniana'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|180px|[[David I.]] (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Mikolinien]]s war 1457 mit dem [[Haus Santori]] eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Philipp VI.]], [[Philipp VII.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Mikolinien]] in den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten mikolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|180px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1579) sowie deren Nachkommen [[Danadier I.]] (1579-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Mikolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistesgeschichtliche Hintergründe ===&lt;br /&gt;
Wichtige geistige Hintergründe der sagradischen Kunstrevolution der Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert gehen vom sowohl italienisch als auch niederländisch und französisch beeinflussten sagradischen Renaissance-Humanismus aus. Wichtige Einflüsse kamen von dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]], der am Hof [[Philipp VI.|Philipps VI.]] lehrte. Unter den [[Santori]]-Königen etablierte sich die [[Tulis|tulinesische]] [[Celusanto-Universität]] nebst dem Königshof zu einem Zentrum des neuen abendländischen Denkens. Auch der Niederländer [[Geert van Stael]] lehrte hier zeitweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Einfluss ging von den Lehren des sagradischen Humanisten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell, 1434-1498) aus, der sich u.a. für eine Reform der überkommenen und verweltlichten Kirche einsetzte, die unmittelbare Beziehung zwischen dem Gläubigen und Gott sowie die religiöse und philosophische Mündigkeit des Einzelnen als Ziel des Strebens und Denkens propagierte. Dazu sollte u.a. seine Übersetzung der lateinischen Vulgata in die [[Sagradische Sprache|sagradische Volkssprache]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach religiösen Auseinandersetzungen erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 mit dem [[Toleranzedikt von Viça]] eine gesetzliche Grundlage religiöser Toleranz, die das geistige Klima das Landes nachhaltig prägte, auch wenn seit Ende des 16. Jahrhunderts die sagradische Gegenreformation entscheidende Durchbrüche feiern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
==== Malerei ====&lt;br /&gt;
Bereits um 1500 hatte die sagradische Malerei einen starken Bedeutungszuwachs erhalten. Mit Meistern wie [[Pier de Moinet]] (''Moinet der Ältere'') und [[Luis de Moinet]] (''Moinet der Jüngere''), [[Jâcque de Blanxard]] und [[Xosé Corelj]] erreichte die noch stark gotisch inspirierte sagradische Malerei ein neues künstlerisches Niveau und ging in die Renaissance über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde schließlich der Hof [[David I.|Davids I.]] in [[Tulis]] zu einem kulturellen Zentrum der Renaissance. David betätigts sich auch als Förderer der Bildenden Künste und lud europäische Künstler wie die Italiener [[Niccolò Vaccheotti]] und [[Donato Celeste]] an seinen Hof. Auch Titian gehörte zu den Auftragnehmern des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Königs entwickelte sich neben Tulis, das unter der Statthalterin [[Eleonore von Cuentez]] eine weitere Blütephase erlebte, der neue Königshof in [[Semest]] zu einem zweiten wichtigen Zentrum sagradischer Kunst. Unter dem Einfluss der Italiener entwickelte sich hier eine sagradische Renaissancekunst, deren hervorragender Vertreter [[António Volero]] (1521-1598) als Hofmaler Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Galileo.jpg|thumb|[[Francès Cabal de Sáfora]] (''Don Cabal'', 1560-1632)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tulis|Tulinese]] [[Francès Cabal de Sáfora]] (1560-1632), genannt &amp;quot;Don Cabal&amp;quot;, entwickelte einen dynamischen, von Titian und vom Manierismus geprägten Stil und gilt als einer der Wegbereiter des Barock in Europa. Er übte wiederum starken Einfluss auf Künstler wie [[Pier-Laurenço de Gilán]] (1588-1632, auch &amp;quot;Tulinês&amp;quot; genannt), [[Jofré de Gilard]] (1602-1666), [[Francès Murán de Fosa]] (1599-1658) und [[Tristán de Carreác]] (1591-1644) aus, die zur Regierungszeit [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) schließlich die sagradische Barockmalerei prägten. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]] (1602-1681), der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Mit seinem Tod 1681 endete die Blütephase sagradischer Malerei endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Architektur ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Architektur war zu Beginn des Goldenen Zeitalters noch stark gotisch geprägt. In [[Tulis]] und im [[Blaumeer]]gebiet erlebte die Spätgotik in Form der ''Gótic Azoumaresc'' im 15. Jahrhundert eine Blütephase, die noch bis weit ins 16. Jahrhundert hineinstrahlte. Gotische Elemente übten auch auf die sagradische Renaissance-Architektur noch Einfluss aus, deren wichtigste Vertreter [[Luis d'Ambrosián]], der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Oliver Fernandet]] und der Italiener [[Donato Celeste]] waren. Nach den jeweiligen Monarchen spricht man auch vom ''Estilo Rei David'', ''Estilo Reina Joana'', vom ''Estilo Rei Danadier'' und vom ''Estilo Rei Gabriel''. In Tulis entwickelte sich dagegen unter der Statthalterschaft von [[Eleonore von Cuentez]] ein spezifischer ''Estilo Dona Leonor''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barockstil wurde unter König [[Gabriel V.]] mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Weitere wichtige Barock-Architekten waren [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]], die den ''Baroque Azoumaresc'' prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Michelangelo.jpg|thumb|[[Celiano Nacoma]] (1535-1614)]]&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase [[Sagradische Literatur|sagradischer Literatur]] geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte Renaissance-Literatur, zu deren Vorreitern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur des 15. Jahrhunderts, ähnlich wie die epische [[Alconía|alkonische]] „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Mit [[Manuel Braga]] gelangte die Sonettform nach Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:VittoriaColonna.jpg|thumb|[[Sellesi de Narbona]]]]&lt;br /&gt;
Ihre große Blütephase erlebte die sagradische Literatur schließlich zur Mitte des 16. Jahrhunderts unter Königin [[Johanna I.]] und ihrem Sohn [[Danadier I.]]. Als Hauptvertreter von Weltrang der so genannten ''Era Clásica'' der sagradischen Dichtung gilt der bis heute bekannteste sagradische Dichter [[Celiano Nacoma]] (1535-1614), neben dem sein enger Freund [[Plácido Cosança]] (1540-1599) sowie die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] zu nennen sind. Als bedeutende Lyrikerin dieser Epoche gilt [[Sellesi de Narbona]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Danadier I.]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der klassischen sagradischen Philosophie. Der Tod Cosanças 1599 und das Ableben Nacomas 1614 fallen bereits in die Barock-Epoche, die zum Ende des Goldenen Jahrhunderts überleitet. Die folgende, auch als „[[Decadença]]“ bezeichnete Literatur des sagradischen Spätbarock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Litetatur des Goldenen Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45373</id>
		<title>Gran'Etá</title>
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		<updated>2018-12-26T09:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''La Gran'Etá''' (im Deutschen auch ''Goldenes Zeitalter Sagradiens'') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und eine künstlerische Hochphase in Literatur, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Zeitalter den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Künstlern wie [[António Volero]], [[Don Cabal]], [[Francès Murán de Fosa|Murán]] und [[Sebastian Bexente|Sebastian]] erlebten die Bildenden Künste eine Blütephase. Auch die Literatur wurde durch ''Klassiker'' wie [[Celiano Nacoma]], [[Plácido Cosança]] und [[Sellesi de Narbona]] zu einem Höhepunkt geführt. Zu den wesentlichen Geistesgrößen der Gran'Etá gehören [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Santiago Calles]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Europa1560.jpg|thumb|300px]]&lt;br /&gt;
Als Beginn des Goldenen Zeitalters in Sagradien werden unterschiedliche Daten genannt: Der Aufstieg der tulinesischen [[Santori]] zum sagradischen Königtum 1457, das Ende der [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] 1506 oder die Krönung [[David I.|Davids I.]] zum sagradischen König 1509 markieren den politischen Beginn des Goldenen Zeitalters. Das Wirken [[Franciscus Aurelianus]]' in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als geistiger Beginn der Gran'Etá angesehen werden. Als politische Schlusspunkte gelten der Tod [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] 1640 oder der Westfälische Friede 1648, künstlerisch kann das Ableben [[Sebastian Bexente]]s 1680 als spätester Endpunkt betrachtet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Binnenperiodisierung der ''Gran'Etá'' bestehen mehrere divergierende Möglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Goldene Zeitalter in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joaniana'' unter [[Johanna I.]] (1543-1580) und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Dona Leonor'', die Regentschaftszeit der Fürstin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Joaniana'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|200px|[[David I.]] (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Mikolinien]]s war 1457 mit dem [[Haus Santori]] eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Philipp VI.]], [[Philipp VII.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Mikolinien]] in den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten mikolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|200px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1579) sowie deren Nachkommen [[Danadier I.]] (1579-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Mikolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistesgeschichtliche Hintergründe ===&lt;br /&gt;
Wichtige geistige Hintergründe der sagradischen Kunstrevolution der Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert gehen vom sowohl italienisch als auch niederländisch und französisch beeinflussten sagradischen Renaissance-Humanismus aus. Wichtige Einflüsse kamen von dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]], der am Hof [[Philipp VI.|Philipps VI.]] lehrte. Unter den [[Santori]]-Königen etablierte sich die [[Tulis|tulinesische]] [[Celusanto-Universität]] nebst dem Königshof zu einem Zentrum des neuen abendländischen Denkens. Auch der Niederländer [[Geert van Stael]] lehrte hier zeitweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Einfluss ging von den Lehren des sagradischen Humanisten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell, 1434-1498) aus, der sich u.a. für eine Reform der überkommenen und verweltlichten Kirche einsetzte, die unmittelbare Beziehung zwischen dem Gläubigen und Gott sowie die religiöse und philosophische Mündigkeit des Einzelnen als Ziel des Strebens und Denkens propagierte. Dazu sollte u.a. seine Übersetzung der lateinischen Vulgata in die [[Sagradische Sprache|sagradische Volkssprache]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach religiösen Auseinandersetzungen erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 mit dem [[Toleranzedikt von Viça]] eine gesetzliche Grundlage religiöser Toleranz, die das geistige Klima das Landes nachhaltig prägte, auch wenn seit Ende des 16. Jahrhunderts die sagradische Gegenreformation entscheidende Durchbrüche feiern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
==== Malerei ====&lt;br /&gt;
Bereits um 1500 hatte die sagradische Malerei einen starken Bedeutungszuwachs erhalten. Mit Meistern wie [[Pier de Moinet]] (''Moinet der Ältere'') und [[Luis de Moinet]] (''Moinet der Jüngere''), [[Jâcque de Blanxard]] und [[Xosé Corelj]] erreichte die noch stark gotisch inspirierte sagradische Malerei ein neues künstlerisches Niveau und ging in die Renaissance über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde schließlich der Hof [[David I.|Davids I.]] in [[Tulis]] zu einem kulturellen Zentrum der Renaissance. David betätigts sich auch als Förderer der Bildenden Künste und lud europäische Künstler wie die Italiener [[Niccolò Vaccheotti]] und [[Donato Celeste]] an seinen Hof. Auch Titian gehörte zu den Auftragnehmern des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Königs entwickelte sich neben Tulis, das unter der Statthalterin [[Eleonore von Cuentez]] eine weitere Blütephase erlebte, der neue Königshof in [[Semest]] zu einem zweiten wichtigen Zentrum sagradischer Kunst. Unter dem Einfluss der Italiener entwickelte sich hier eine sagradische Renaissancekunst, deren hervorragender Vertreter [[António Volero]] (1521-1598) als Hofmaler Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Galileo.jpg|thumb|[[Francès Cabal de Sáfora]] (''Don Cabal'', 1560-1632)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tulis|Tulinese]] [[Francès Cabal de Sáfora]] (1560-1632), genannt &amp;quot;Don Cabal&amp;quot;, entwickelte einen dynamischen, von Titian und vom Manierismus geprägten Stil und gilt als einer der Wegbereiter des Barock in Europa. Er übte wiederum starken Einfluss auf Künstler wie [[Pier-Laurenço de Gilán]] (1588-1632, auch &amp;quot;Tulinês&amp;quot; genannt), [[Jofré de Gilard]] (1602-1666), [[Francès Murán de Fosa]] (1599-1658) und [[Tristán de Carreác]] (1591-1644) aus, die zur Regierungszeit [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) schließlich die sagradische Barockmalerei prägten. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]] (1602-1681), der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Mit seinem Tod 1681 endete die Blütephase sagradischer Malerei endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Architektur ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Architektur war zu Beginn des Goldenen Zeitalters noch stark gotisch geprägt. In [[Tulis]] und im [[Blaumeer]]gebiet erlebte die Spätgotik in Form der ''Gótic Azoumaresc'' im 15. Jahrhundert eine Blütephase, die noch bis weit ins 16. Jahrhundert hineinstrahlte. Gotische Elemente übten auch auf die sagradische Renaissance-Architektur noch Einfluss aus, deren wichtigste Vertreter [[Luis d'Ambrosián]], der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Oliver Fernandet]] und der Italiener [[Donato Celeste]] waren. Nach den jeweiligen Monarchen spricht man auch vom ''Estilo Rei David'', ''Estilo Reina Joana'', vom ''Estilo Rei Danadier'' und vom ''Estilo Rei Gabriel''. In Tulis entwickelte sich dagegen unter der Statthalterschaft von [[Eleonore von Cuentez]] ein spezifischer ''Estilo Dona Leonor''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barockstil wurde unter König [[Gabriel V.]] mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Weitere wichtige Barock-Architekten waren [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]], die den ''Baroque Azoumaresc'' prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Michelangelo.jpg|thumb|[[Celiano Nacoma]] (1535-1614)]]&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase [[Sagradische Literatur|sagradischer Literatur]] geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte Renaissance-Literatur, zu deren Vorreitern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur des 15. Jahrhunderts, ähnlich wie die epische [[Alconía|alkonische]] „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Mit [[Manuel Braga]] gelangte die Sonettform nach Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:VittoriaColonna.jpg|thumb|[[Sellesi de Narbona]]]]&lt;br /&gt;
Ihre große Blütephase erlebte die sagradische Literatur schließlich zur Mitte des 16. Jahrhunderts unter Königin [[Johanna I.]] und ihrem Sohn [[Danadier I.]]. Als Hauptvertreter von Weltrang der so genannten ''Era Clásica'' der sagradischen Dichtung gilt der bis heute bekannteste sagradische Dichter [[Celiano Nacoma]] (1535-1614), neben dem sein enger Freund [[Plácido Cosança]] (1540-1599) sowie die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] zu nennen sind. Als bedeutende Lyrikerin dieser Epoche gilt [[Sellesi de Narbona]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Danadier I.]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der klassischen sagradischen Philosophie. Der Tod Cosanças 1599 und das Ableben Nacomas 1614 fallen bereits in die Barock-Epoche, die zum Ende des Goldenen Jahrhunderts überleitet. Die folgende, auch als „[[Decadença]]“ bezeichnete Literatur des sagradischen Spätbarock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Litetatur des Goldenen Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45372</id>
		<title>Gran'Etá</title>
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		<updated>2018-12-26T09:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''La Gran'Etá''' (im Deutschen auch ''Goldenes Zeitalter Sagradiens'') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und eine künstlerische Hochphase in Literatur, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Zeitalter den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Künstlern wie [[António Volero]], [[Don Cabal]], [[Francès Murán de Fosa|Murán]] und [[Sebastian Bexente|Sebastian]] erlebten die Bildenden Künste eine Blütephase. Auch die Literatur wurde durch ''Klassiker'' wie [[Celiano Nacoma]], [[Plácido Cosança]] und [[Sellesi de Narbona]] zu einem Höhepunkt geführt. Zu den wesentlichen Geistesgrößen der Gran'Etá gehören [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Santiago Calles]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Europa1560.jpg|thumb|300px]]&lt;br /&gt;
Als Beginn des Goldenen Zeitalters in Sagradien werden unterschiedliche Daten genannt: Der Aufstieg der tulinesischen [[Santori]] zum sagradischen Königtum 1457, das Ende der [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] 1506 oder die Krönung [[David I.|Davids I.]] zum sagradischen König 1509 markieren den politischen Beginn des Goldenen Zeitalters. Das Wirken [[Franciscus Aurelianus]]' in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als geistiger Beginn der Gran'Etá angesehen werden. Als politische Schlusspunkte gelten der Tod [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] 1640 oder der Westfälische Friede 1648, künstlerisch kann das Ableben [[Sebastian Bexente]]s 1680 als spätester Endpunkt betrachtet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Binnenperiodisierung der ''Gran'Etá'' bestehen mehrere divergierende Möglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Goldene Zeitalter in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joaniana'' unter [[Johanna I.]] (1543-1580) und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Dona Leonor'', die Regentschaftszeit der Fürstin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Joaniana'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|[[David I.]] (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Mikolinien]]s war 1457 mit dem [[Haus Santori]] eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Philipp VI.]], [[Philipp VII.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Mikolinien]] in den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten mikolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|200px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1579) sowie deren Nachkommen [[Danadier I.]] (1579-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Mikolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistesgeschichtliche Hintergründe ===&lt;br /&gt;
Wichtige geistige Hintergründe der sagradischen Kunstrevolution der Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert gehen vom sowohl italienisch als auch niederländisch und französisch beeinflussten sagradischen Renaissance-Humanismus aus. Wichtige Einflüsse kamen von dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]], der am Hof [[Philipp VI.|Philipps VI.]] lehrte. Unter den [[Santori]]-Königen etablierte sich die [[Tulis|tulinesische]] [[Celusanto-Universität]] nebst dem Königshof zu einem Zentrum des neuen abendländischen Denkens. Auch der Niederländer [[Geert van Stael]] lehrte hier zeitweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Einfluss ging von den Lehren des sagradischen Humanisten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell, 1434-1498) aus, der sich u.a. für eine Reform der überkommenen und verweltlichten Kirche einsetzte, die unmittelbare Beziehung zwischen dem Gläubigen und Gott sowie die religiöse und philosophische Mündigkeit des Einzelnen als Ziel des Strebens und Denkens propagierte. Dazu sollte u.a. seine Übersetzung der lateinischen Vulgata in die [[Sagradische Sprache|sagradische Volkssprache]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach religiösen Auseinandersetzungen erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 mit dem [[Toleranzedikt von Viça]] eine gesetzliche Grundlage religiöser Toleranz, die das geistige Klima das Landes nachhaltig prägte, auch wenn seit Ende des 16. Jahrhunderts die sagradische Gegenreformation entscheidende Durchbrüche feiern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
==== Malerei ====&lt;br /&gt;
Bereits um 1500 hatte die sagradische Malerei einen starken Bedeutungszuwachs erhalten. Mit Meistern wie [[Pier de Moinet]] (''Moinet der Ältere'') und [[Luis de Moinet]] (''Moinet der Jüngere''), [[Jâcque de Blanxard]] und [[Xosé Corelj]] erreichte die noch stark gotisch inspirierte sagradische Malerei ein neues künstlerisches Niveau und ging in die Renaissance über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde schließlich der Hof [[David I.|Davids I.]] in [[Tulis]] zu einem kulturellen Zentrum der Renaissance. David betätigts sich auch als Förderer der Bildenden Künste und lud europäische Künstler wie die Italiener [[Niccolò Vaccheotti]] und [[Donato Celeste]] an seinen Hof. Auch Titian gehörte zu den Auftragnehmern des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Königs entwickelte sich neben Tulis, das unter der Statthalterin [[Eleonore von Cuentez]] eine weitere Blütephase erlebte, der neue Königshof in [[Semest]] zu einem zweiten wichtigen Zentrum sagradischer Kunst. Unter dem Einfluss der Italiener entwickelte sich hier eine sagradische Renaissancekunst, deren hervorragender Vertreter [[António Volero]] (1521-1598) als Hofmaler Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Galileo.jpg|thumb|[[Francès Cabal de Sáfora]] (''Don Cabal'', 1560-1632)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tulis|Tulinese]] [[Francès Cabal de Sáfora]] (1560-1632), genannt &amp;quot;Don Cabal&amp;quot;, entwickelte einen dynamischen, von Titian und vom Manierismus geprägten Stil und gilt als einer der Wegbereiter des Barock in Europa. Er übte wiederum starken Einfluss auf Künstler wie [[Pier-Laurenço de Gilán]] (1588-1632, auch &amp;quot;Tulinês&amp;quot; genannt), [[Jofré de Gilard]] (1602-1666), [[Francès Murán de Fosa]] (1599-1658) und [[Tristán de Carreác]] (1591-1644) aus, die zur Regierungszeit [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) schließlich die sagradische Barockmalerei prägten. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]] (1602-1681), der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Mit seinem Tod 1681 endete die Blütephase sagradischer Malerei endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Architektur ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Architektur war zu Beginn des Goldenen Zeitalters noch stark gotisch geprägt. In [[Tulis]] und im [[Blaumeer]]gebiet erlebte die Spätgotik in Form der ''Gótic Azoumaresc'' im 15. Jahrhundert eine Blütephase, die noch bis weit ins 16. Jahrhundert hineinstrahlte. Gotische Elemente übten auch auf die sagradische Renaissance-Architektur noch Einfluss aus, deren wichtigste Vertreter [[Luis d'Ambrosián]], der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Oliver Fernandet]] und der Italiener [[Donato Celeste]] waren. Nach den jeweiligen Monarchen spricht man auch vom ''Estilo Rei David'', ''Estilo Reina Joana'', vom ''Estilo Rei Danadier'' und vom ''Estilo Rei Gabriel''. In Tulis entwickelte sich dagegen unter der Statthalterschaft von [[Eleonore von Cuentez]] ein spezifischer ''Estilo Dona Leonor''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barockstil wurde unter König [[Gabriel V.]] mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Weitere wichtige Barock-Architekten waren [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]], die den ''Baroque Azoumaresc'' prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Michelangelo.jpg|thumb|[[Celiano Nacoma]] (1535-1614)]]&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase [[Sagradische Literatur|sagradischer Literatur]] geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte Renaissance-Literatur, zu deren Vorreitern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur des 15. Jahrhunderts, ähnlich wie die epische [[Alconía|alkonische]] „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Mit [[Manuel Braga]] gelangte die Sonettform nach Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:VittoriaColonna.jpg|thumb|[[Sellesi de Narbona]]]]&lt;br /&gt;
Ihre große Blütephase erlebte die sagradische Literatur schließlich zur Mitte des 16. Jahrhunderts unter Königin [[Johanna I.]] und ihrem Sohn [[Danadier I.]]. Als Hauptvertreter von Weltrang der so genannten ''Era Clásica'' der sagradischen Dichtung gilt der bis heute bekannteste sagradische Dichter [[Celiano Nacoma]] (1535-1614), neben dem sein enger Freund [[Plácido Cosança]] (1540-1599) sowie die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] zu nennen sind. Als bedeutende Lyrikerin dieser Epoche gilt [[Sellesi de Narbona]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Danadier I.]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der klassischen sagradischen Philosophie. Der Tod Cosanças 1599 und das Ableben Nacomas 1614 fallen bereits in die Barock-Epoche, die zum Ende des Goldenen Jahrhunderts überleitet. Die folgende, auch als „[[Decadença]]“ bezeichnete Literatur des sagradischen Spätbarock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Litetatur des Goldenen Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45371</id>
		<title>Gran'Etá</title>
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		<updated>2018-12-26T09:56:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Politische Hintergründe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''La Gran'Etá''' (im Deutschen auch ''Goldenes Zeitalter Sagradiens'') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und eine künstlerische Hochphase in Literatur, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Zeitalter den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Künstlern wie [[António Volero]], [[Don Cabal]], [[Francès Murán de Fosa|Murán]] und [[Sebastian Bexente|Sebastian]] erlebten die Bildenden Künste eine Blütephase. Auch die Literatur wurde durch ''Klassiker'' wie [[Celiano Nacoma]], [[Plácido Cosança]] und [[Sellesi de Narbona]] zu einem Höhepunkt geführt. Zu den wesentlichen Geistesgrößen der Gran'Etá gehören [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Santiago Calles]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Europa1560.jpg|thumb|300px]]&lt;br /&gt;
Als Beginn des Goldenen Zeitalters in Sagradien werden unterschiedliche Daten genannt: Der Aufstieg der tulinesischen [[Santori]] zum sagradischen Königtum 1457, das Ende der [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] 1506 oder die Krönung [[David I.|Davids I.]] zum sagradischen König 1509 markieren den politischen Beginn des Goldenen Zeitalters. Das Wirken [[Franciscus Aurelianus]]' in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als geistiger Beginn der Gran'Etá angesehen werden. Als politische Schlusspunkte gelten der Tod [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] 1640 oder der Westfälische Friede 1648, künstlerisch kann das Ableben [[Sebastian Bexente]]s 1680 als spätester Endpunkt betrachtet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Binnenperiodisierung der ''Gran'Etá'' bestehen mehrere divergierende Möglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Goldene Zeitalter in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joaniana'' unter [[Johanna I.]] (1543-1580) und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Dona Leonor'', die Regentschaftszeit der Fürstin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Joaniana'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|[[David I.]] (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Mikolinien]]s war 1457 mit dem [[Haus Santori]] eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Philipp VI.]], [[Philipp VII.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Mikolinien]] in den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten mikolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:CatalinaMicaela8.jpg|thumb|250px|Johanna I. (Gemälde von [[António Volero]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1579) sowie deren Nachkommen [[Danadier I.]] (1579-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Mikolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistesgeschichtliche Hintergründe ===&lt;br /&gt;
Wichtige geistige Hintergründe der sagradischen Kunstrevolution der Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert gehen vom sowohl italienisch als auch niederländisch und französisch beeinflussten sagradischen Renaissance-Humanismus aus. Wichtige Einflüsse kamen von dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]], der am Hof [[Philipp VI.|Philipps VI.]] lehrte. Unter den [[Santori]]-Königen etablierte sich die [[Tulis|tulinesische]] [[Celusanto-Universität]] nebst dem Königshof zu einem Zentrum des neuen abendländischen Denkens. Auch der Niederländer [[Geert van Stael]] lehrte hier zeitweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Einfluss ging von den Lehren des sagradischen Humanisten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell, 1434-1498) aus, der sich u.a. für eine Reform der überkommenen und verweltlichten Kirche einsetzte, die unmittelbare Beziehung zwischen dem Gläubigen und Gott sowie die religiöse und philosophische Mündigkeit des Einzelnen als Ziel des Strebens und Denkens propagierte. Dazu sollte u.a. seine Übersetzung der lateinischen Vulgata in die [[Sagradische Sprache|sagradische Volkssprache]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach religiösen Auseinandersetzungen erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 mit dem [[Toleranzedikt von Viça]] eine gesetzliche Grundlage religiöser Toleranz, die das geistige Klima das Landes nachhaltig prägte, auch wenn seit Ende des 16. Jahrhunderts die sagradische Gegenreformation entscheidende Durchbrüche feiern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
==== Malerei ====&lt;br /&gt;
Bereits um 1500 hatte die sagradische Malerei einen starken Bedeutungszuwachs erhalten. Mit Meistern wie [[Pier de Moinet]] (''Moinet der Ältere'') und [[Luis de Moinet]] (''Moinet der Jüngere''), [[Jâcque de Blanxard]] und [[Xosé Corelj]] erreichte die noch stark gotisch inspirierte sagradische Malerei ein neues künstlerisches Niveau und ging in die Renaissance über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde schließlich der Hof [[David I.|Davids I.]] in [[Tulis]] zu einem kulturellen Zentrum der Renaissance. David betätigts sich auch als Förderer der Bildenden Künste und lud europäische Künstler wie die Italiener [[Niccolò Vaccheotti]] und [[Donato Celeste]] an seinen Hof. Auch Titian gehörte zu den Auftragnehmern des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Königs entwickelte sich neben Tulis, das unter der Statthalterin [[Eleonore von Cuentez]] eine weitere Blütephase erlebte, der neue Königshof in [[Semest]] zu einem zweiten wichtigen Zentrum sagradischer Kunst. Unter dem Einfluss der Italiener entwickelte sich hier eine sagradische Renaissancekunst, deren hervorragender Vertreter [[António Volero]] (1521-1598) als Hofmaler Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Galileo.jpg|thumb|[[Francès Cabal de Sáfora]] (''Don Cabal'', 1560-1632)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tulis|Tulinese]] [[Francès Cabal de Sáfora]] (1560-1632), genannt &amp;quot;Don Cabal&amp;quot;, entwickelte einen dynamischen, von Titian und vom Manierismus geprägten Stil und gilt als einer der Wegbereiter des Barock in Europa. Er übte wiederum starken Einfluss auf Künstler wie [[Pier-Laurenço de Gilán]] (1588-1632, auch &amp;quot;Tulinês&amp;quot; genannt), [[Jofré de Gilard]] (1602-1666), [[Francès Murán de Fosa]] (1599-1658) und [[Tristán de Carreác]] (1591-1644) aus, die zur Regierungszeit [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) schließlich die sagradische Barockmalerei prägten. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]] (1602-1681), der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Mit seinem Tod 1681 endete die Blütephase sagradischer Malerei endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Architektur ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Architektur war zu Beginn des Goldenen Zeitalters noch stark gotisch geprägt. In [[Tulis]] und im [[Blaumeer]]gebiet erlebte die Spätgotik in Form der ''Gótic Azoumaresc'' im 15. Jahrhundert eine Blütephase, die noch bis weit ins 16. Jahrhundert hineinstrahlte. Gotische Elemente übten auch auf die sagradische Renaissance-Architektur noch Einfluss aus, deren wichtigste Vertreter [[Luis d'Ambrosián]], der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Oliver Fernandet]] und der Italiener [[Donato Celeste]] waren. Nach den jeweiligen Monarchen spricht man auch vom ''Estilo Rei David'', ''Estilo Reina Joana'', vom ''Estilo Rei Danadier'' und vom ''Estilo Rei Gabriel''. In Tulis entwickelte sich dagegen unter der Statthalterschaft von [[Eleonore von Cuentez]] ein spezifischer ''Estilo Dona Leonor''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barockstil wurde unter König [[Gabriel V.]] mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Weitere wichtige Barock-Architekten waren [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]], die den ''Baroque Azoumaresc'' prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Michelangelo.jpg|thumb|[[Celiano Nacoma]] (1535-1614)]]&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase [[Sagradische Literatur|sagradischer Literatur]] geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte Renaissance-Literatur, zu deren Vorreitern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur des 15. Jahrhunderts, ähnlich wie die epische [[Alconía|alkonische]] „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Mit [[Manuel Braga]] gelangte die Sonettform nach Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:VittoriaColonna.jpg|thumb|[[Sellesi de Narbona]]]]&lt;br /&gt;
Ihre große Blütephase erlebte die sagradische Literatur schließlich zur Mitte des 16. Jahrhunderts unter Königin [[Johanna I.]] und ihrem Sohn [[Danadier I.]]. Als Hauptvertreter von Weltrang der so genannten ''Era Clásica'' der sagradischen Dichtung gilt der bis heute bekannteste sagradische Dichter [[Celiano Nacoma]] (1535-1614), neben dem sein enger Freund [[Plácido Cosança]] (1540-1599) sowie die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] zu nennen sind. Als bedeutende Lyrikerin dieser Epoche gilt [[Sellesi de Narbona]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Danadier I.]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der klassischen sagradischen Philosophie. Der Tod Cosanças 1599 und das Ableben Nacomas 1614 fallen bereits in die Barock-Epoche, die zum Ende des Goldenen Jahrhunderts überleitet. Die folgende, auch als „[[Decadença]]“ bezeichnete Literatur des sagradischen Spätbarock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Litetatur des Goldenen Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45370</id>
		<title>Gran'Etá</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Gran%27Et%C3%A1&amp;diff=45370"/>
		<updated>2018-12-26T09:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''La Gran'Etá''' (im Deutschen auch ''Goldenes Zeitalter Sagradiens'') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und eine künstlerische Hochphase in Literatur, Malerei, Architektur, Bildhauerei und Musik umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Zeitalter den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Künstlern wie [[António Volero]], [[Don Cabal]], [[Francès Murán de Fosa|Murán]] und [[Sebastian Bexente|Sebastian]] erlebten die Bildenden Künste eine Blütephase. Auch die Literatur wurde durch ''Klassiker'' wie [[Celiano Nacoma]], [[Plácido Cosança]] und [[Sellesi de Narbona]] zu einem Höhepunkt geführt. Zu den wesentlichen Geistesgrößen der Gran'Etá gehören [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Santiago Calles]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Europa1560.jpg|thumb|300px]]&lt;br /&gt;
Als Beginn des Goldenen Zeitalters in Sagradien werden unterschiedliche Daten genannt: Der Aufstieg der tulinesischen [[Santori]] zum sagradischen Königtum 1457, das Ende der [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriege]] 1506 oder die Krönung [[David I.|Davids I.]] zum sagradischen König 1509 markieren den politischen Beginn des Goldenen Zeitalters. Das Wirken [[Franciscus Aurelianus]]' in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts kann als geistiger Beginn der Gran'Etá angesehen werden. Als politische Schlusspunkte gelten der Tod [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] 1640 oder der Westfälische Friede 1648, künstlerisch kann das Ableben [[Sebastian Bexente]]s 1680 als spätester Endpunkt betrachtet werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Binnenperiodisierung der ''Gran'Etá'' bestehen mehrere divergierende Möglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Goldene Zeitalter in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joaniana'' unter [[Johanna I.]] (1543-1580) und ihrem Sohn [[Danadier I.]] (1580-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. Im Tulinesischen Comitat gilt die ''Era Dona Leonor'', die Regentschaftszeit der Fürstin [[Eleonore von Cuentez]] als Statthalterin (ca. 1580-1610) als eigene künstlerische Epoche parallel zur ''Era Joaniana'' und zur ''Era Gabrielina'' im übrigen Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Mikolinien]]s war 1457 mit dem [[Haus Santori]] eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und das [[Comitat Tulis|Tulinesische Comitat]] vereinte und unter den Königen [[Philipp VI.]], [[Philipp VII.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Wichtige Faktoren des Aufstiegs waren die militärischen Erfolge gegen [[Mikolinien]] in den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] im späten 15. Jahrhundert, die zur Kontrolle des gesamten mikolinischen Südens durch die sagradischen Santori-Könige führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:FedericoGonzaga1.jpg|thumb|[[David I.]] (Portrait von Tizian)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat (bis 1524 im [[Portugiesischer Erbfolgekrieg 1521-1524|Krieg gegen Spanien]] verteidigt) und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf. Unter David I., seiner Tochter und Nachfolgerin [[Johanna I.]] (1543-1579) sowie deren Nachkommen [[Danadier I.]] (1579-1591) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) gehörte Sagradien zu den internationalen Großmächten. Zwar verloren die sagradischen Santori 1580/83 die Herrschaft über Portugal an das habsburgische Spanien, ein großer Teil des Kolonialreichs konnte aber aufrechterhalten und Sagradiens Stellung als See- und Handelsmacht gefestigt werden. Unter dem leitenden Minister [[Joán María de Belavís]] (†1603) wurde zudem die Königsmacht im Inneren gestärkt und die in den Josephitenaufständen 1552-1556 in Frage gestellte sagradisch-tulinesische Union konsolidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte große Sieg Sagradiens im Rahmen seiner Weltmachtstellung erfolgte 1620-1624 im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] gegen die anti-sagradische Allianz aus Mikolinien und England. Der an diese Auseinandersetzung anknüpfende [[Asumarische Krieg]] 1657-1669 endete zwar nicht in einer direkten Niederlage für Sagradien, markierte aber zusammen mit dem zeitgleichen Debakel im sagro-spanischen Seekrieg (1668/69) seinen Abstieg als Weltmacht, der sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich ereignete und mit einem gleichzeitigen ökonomischen Niedergang Sagradiens koinzidiert. Die unglücklichen Beteiligungen am Pfälzischen und am Spanischen Erbfolgekrieg sowie der folgende [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradische Bürgerkrieg]] fallen bereits in die Endphase des machtpolitischen Abstiegs und machen die Schwäche der sagradischen Monarchie in Kontrast zu seiner Blütephase im Goldenen Jahrhundert deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geistesgeschichtliche Hintergründe ===&lt;br /&gt;
Wichtige geistige Hintergründe der sagradischen Kunstrevolution der Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert gehen vom sowohl italienisch als auch niederländisch und französisch beeinflussten sagradischen Renaissance-Humanismus aus. Wichtige Einflüsse kamen von dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]], der am Hof [[Philipp VI.|Philipps VI.]] lehrte. Unter den [[Santori]]-Königen etablierte sich die [[Tulis|tulinesische]] [[Celusanto-Universität]] nebst dem Königshof zu einem Zentrum des neuen abendländischen Denkens. Auch der Niederländer [[Geert van Stael]] lehrte hier zeitweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großer Einfluss ging von den Lehren des sagradischen Humanisten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell, 1434-1498) aus, der sich u.a. für eine Reform der überkommenen und verweltlichten Kirche einsetzte, die unmittelbare Beziehung zwischen dem Gläubigen und Gott sowie die religiöse und philosophische Mündigkeit des Einzelnen als Ziel des Strebens und Denkens propagierte. Dazu sollte u.a. seine Übersetzung der lateinischen Vulgata in die [[Sagradische Sprache|sagradische Volkssprache]] dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach religiösen Auseinandersetzungen erließ Königin [[Johanna I.]] 1567 mit dem [[Toleranzedikt von Viça]] eine gesetzliche Grundlage religiöser Toleranz, die das geistige Klima das Landes nachhaltig prägte, auch wenn seit Ende des 16. Jahrhunderts die sagradische Gegenreformation entscheidende Durchbrüche feiern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
==== Malerei ====&lt;br /&gt;
Bereits um 1500 hatte die sagradische Malerei einen starken Bedeutungszuwachs erhalten. Mit Meistern wie [[Pier de Moinet]] (''Moinet der Ältere'') und [[Luis de Moinet]] (''Moinet der Jüngere''), [[Jâcque de Blanxard]] und [[Xosé Corelj]] erreichte die noch stark gotisch inspirierte sagradische Malerei ein neues künstlerisches Niveau und ging in die Renaissance über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde schließlich der Hof [[David I.|Davids I.]] in [[Tulis]] zu einem kulturellen Zentrum der Renaissance. David betätigts sich auch als Förderer der Bildenden Künste und lud europäische Künstler wie die Italiener [[Niccolò Vaccheotti]] und [[Donato Celeste]] an seinen Hof. Auch Titian gehörte zu den Auftragnehmern des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Königs entwickelte sich neben Tulis, das unter der Statthalterin [[Eleonore von Cuentez]] eine weitere Blütephase erlebte, der neue Königshof in [[Semest]] zu einem zweiten wichtigen Zentrum sagradischer Kunst. Unter dem Einfluss der Italiener entwickelte sich hier eine sagradische Renaissancekunst, deren hervorragender Vertreter [[António Volero]] (1521-1598) als Hofmaler Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Galileo.jpg|thumb|[[Francès Cabal de Sáfora]] (''Don Cabal'', 1560-1632)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Tulis|Tulinese]] [[Francès Cabal de Sáfora]] (1560-1632), genannt &amp;quot;Don Cabal&amp;quot;, entwickelte einen dynamischen, von Titian und vom Manierismus geprägten Stil und gilt als einer der Wegbereiter des Barock in Europa. Er übte wiederum starken Einfluss auf Künstler wie [[Pier-Laurenço de Gilán]] (1588-1632, auch &amp;quot;Tulinês&amp;quot; genannt), [[Jofré de Gilard]] (1602-1666), [[Francès Murán de Fosa]] (1599-1658) und [[Tristán de Carreác]] (1591-1644) aus, die zur Regierungszeit [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) schließlich die sagradische Barockmalerei prägten. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]] (1602-1681), der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Mit seinem Tod 1681 endete die Blütephase sagradischer Malerei endgültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Architektur ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Architektur war zu Beginn des Goldenen Zeitalters noch stark gotisch geprägt. In [[Tulis]] und im [[Blaumeer]]gebiet erlebte die Spätgotik in Form der ''Gótic Azoumaresc'' im 15. Jahrhundert eine Blütephase, die noch bis weit ins 16. Jahrhundert hineinstrahlte. Gotische Elemente übten auch auf die sagradische Renaissance-Architektur noch Einfluss aus, deren wichtigste Vertreter [[Luis d'Ambrosián]], der [[Mikolinien|Mikolinier]] [[Oliver Fernandet]] und der Italiener [[Donato Celeste]] waren. Nach den jeweiligen Monarchen spricht man auch vom ''Estilo Rei David'', ''Estilo Reina Joana'', vom ''Estilo Rei Danadier'' und vom ''Estilo Rei Gabriel''. In Tulis entwickelte sich dagegen unter der Statthalterschaft von [[Eleonore von Cuentez]] ein spezifischer ''Estilo Dona Leonor''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Barockstil wurde unter König [[Gabriel V.]] mit dem Neubau der Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Weitere wichtige Barock-Architekten waren [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]], die den ''Baroque Azoumaresc'' prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Michelangelo.jpg|thumb|[[Celiano Nacoma]] (1535-1614)]]&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase [[Sagradische Literatur|sagradischer Literatur]] geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte Renaissance-Literatur, zu deren Vorreitern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur des 15. Jahrhunderts, ähnlich wie die epische [[Alconía|alkonische]] „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Mit [[Manuel Braga]] gelangte die Sonettform nach Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:VittoriaColonna.jpg|thumb|[[Sellesi de Narbona]]]]&lt;br /&gt;
Ihre große Blütephase erlebte die sagradische Literatur schließlich zur Mitte des 16. Jahrhunderts unter Königin [[Johanna I.]] und ihrem Sohn [[Danadier I.]]. Als Hauptvertreter von Weltrang der so genannten ''Era Clásica'' der sagradischen Dichtung gilt der bis heute bekannteste sagradische Dichter [[Celiano Nacoma]] (1535-1614), neben dem sein enger Freund [[Plácido Cosança]] (1540-1599) sowie die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] zu nennen sind. Als bedeutende Lyrikerin dieser Epoche gilt [[Sellesi de Narbona]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Danadier I.]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der klassischen sagradischen Philosophie. Der Tod Cosanças 1599 und das Ableben Nacomas 1614 fallen bereits in die Barock-Epoche, die zum Ende des Goldenen Jahrhunderts überleitet. Die folgende, auch als „[[Decadença]]“ bezeichnete Literatur des sagradischen Spätbarock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Litetatur des Goldenen Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=45369</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
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		<updated>2018-12-26T09:36:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Realismus und Postromantik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13. Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist bereits von satirischen Elementen durchtränkt und zeigt den Niedergang der ritterlich-höfischen Kultur und ihre Ablösung durch eine bürgerlich-städtische Umformung im 14. und 15. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldenes Jahrhundert (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens unter den [[Santori]]-Königen und vor allem in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Era Clásica]] der sagradischen Literatur im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêglu d'Or|Goldenen Jahrhundert]]“, das in der Literatur seine Blütezeit unter den Königen [[Johanna I.]] (1543-1580) und [[Philipp VII.]] (1570-1591) erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Renaissance und Humanismus ====&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert wirkte der europäische Humanismus stark auf die sagradische Literatur ein und formte eine zunehmend von antiken Elementen durchsetzte Literatur. Die Romane und Dichtungen von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] zeigen dabei noch die Tradition mittelalterlicher Dichtung, weisen aber bereits auf die neue Denkart der aufziehenden Renaissance voraus. Wichtige Bedeutung für dieses neue Denken kommt dem Werk des Humanisten, Universalgelehrten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell) zu, dem u.a. die erste Bibelübersetzung in sagradischer Sprache zu verdanken ist. Als ein weiterer Vertreter der humanistischen sogenannten &amp;quot;[[Vorklassik]]&amp;quot; kann [[Josefe Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde, die deutlich in der Tradition des Decamerone Bocaccios steht. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur des frühen 16. Jahrhunderts, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Ruis Mêrces]] und [[António Man]]. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], der sich selbst als Lyriker hervortat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Era Clásica ====&lt;br /&gt;
[[Manuel Braga]], der u.a. die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, sowie der Novellen- und Romanschriftsteller [[Piero Sanç de Ribas]] gelten als wichtige Einflussquellen der um 1550 beginnenden Hoch- und Spätrenaissance-Dichtung der johannitischen und philippitischen Epoche, in der die neuzeitliche sagradische Literatur eine erste Blütezeit erlebte. Prägende Autoren dieser ''klassischen Epoche'' waren vor allem die noch heute als Nationaldichter verehrten [[Celiano Nacoma]] (1535-1614) und [[Plácido Cosança]] (1540-1599), die als erste Weltliteratur in sagradischer Sprache verfassten. Wichtige Vertreter des im späten 16. Jahrhundert stark prosperierenden Theaters sind [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden. Unter dem als ''Dichter-König'' bekannt gewordenen, selbst dichtenden [[Danadier I.]] wurden Dichter wie [[Ernesto Broca]] und [[Jâcque Minoré]] am [[Semest|Semestiner]] Hof versammelt. Als wichtige Lyrikerin gilt zudem [[Sellesi de Narbona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gabrielinische Ära und Barock ====&lt;br /&gt;
Als wichtigste Erben der klassischen Epoche in der so genannten ''Gabrielischen Ära'' gelten der Dichter [[Manuel Orraio]] sowie der Philosoph, Staatsrechtler und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]], der als einer der großen Universalgelehrten Europas und als einer der Vordenker der Aufklärung angesehen wird. Seit den 1620er Jahren war die Literatur des sagradischen Barock gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren vor allem [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Decadença und Aufklärung ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Goldenen Jahrhunderts in der sagradischen Kulturgeschichte wird oftmals auch ein qualitativer Einschnitt in der Literatur konstatiert. Die so genannte Epoche der &amp;quot;[[Decadença]]&amp;quot; des sagradischen Spätbarock, repräsentiert durch Dichter wie [[Marián Arzeval]] und [[Fernando Caravega]], gilt traditionell als Phase des literarischen Umbruchs. [[Bernardo de la Torre]] wird gemeinhin als Hauptvertreter der sagradischen Rokoko-Strömung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst durch die französische Aufklärung sowie die frühaufklärerische Philosophie [[Santiago Calles]]' entwickelte sich seit Beginn des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die mit [[Piero Cavalles]] und [[Fernando Camœs dels Logres]] ihre Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die französische Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, als deren Hauptvertreter in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts [[Luis Filipe Neàu]] und [[Lorenzo Madrigal]] gelten können. Mit der Wiederentdeckung der Emotion, des Mythischen und der poetisch-kreativen Selbstreflexion brachen die Romantiker mit den festgefahrenen Schemata und der klassizistischen Kunstauffassung der Aufklärung und suchten die gesellschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit durch eine starke Subjektivierung zu verarbeiten. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und stark ironischen Brechungen bestimmt sind und immer wieder durch positive Bezüge zur spätbarocken ''Decadença'' geprägt sind, deswegen auch als ''Neo-Decadença'' bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus und Postromantik ====&lt;br /&gt;
In der Restarautionsphase des absolutistischen sagradischen Königtums unter [[Gabriel X. Emil]] und im Zuge der sich dynamisierenden Industrialisierung begann sich als Gegenströmung zur bis dahin dominanten literarischen Romantik allmählich eine realistische Richtung der Literatur zu entwickeln, die u.a. bereits sozialkritische Elemente aufwies, so vor allem bei [[Osvaldo Verres]] und in den Werken des als frühsozialistischer Philosoph bekannt gewordenen [[Carles Iudeta]]. Spätestens um 1860 wurde die Romantik durch den neuen Realismus als führende literarische Richtung in Sagradien abgelöst. [[Fernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gleichzeitig schreibende, der realistischen Bewegung aber fernstehende [[Cuentez|cuentesische]] Lyriker [[León Munial]] gilt als Vertreter eines post-romantischen Stils und bediente sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher. Die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik verwandelte er in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne und wurde zum Vorbild für die Dichter der sagradischen symbolistischen Schule, die sich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vollends entfaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus ====&lt;br /&gt;
Aus den Wurzeln des Realismus einerseits und der (Post-)Romantik andererseits entstanden um 1880 zwei konkurrierende literarische Richtungen, die der literarischen Moderne in Sagradien zu einem Durchbruch verhalfen. Mit den Werken [[Francisco Olivera]]s sowie [[Ana Ferrera Sanchis]]' begann die naturalistische Strömung auch in Sagradien. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semest]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die beiden „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Munials die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramallet]]s, [[Verena Santís]]’ und [[Helguer Columes]]' zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
==== Moderne und politische Polarisierung ====&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miquel Gerardo Musca]] großen Ruhm, der mit seiner Politisierung um 1920 aber in verschiedene Richtungen zerfiel. Die letzteren beiden, Nerra und Musca, vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und machte ihn im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum Heroen der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch, teils futuristisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser nationalistischen Literatur entgegengesetzte Strömung stellte die linke Literatur des kommunistischen Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miquel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste. Im gleichen Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als besonders einflussreich für die sagradische Kunst der 1930er Jahre stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkriegsliteratur und Post-Moderne ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
==== Mittelalter ====&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
==== [[Besangua]]-Literatur ====&lt;br /&gt;
* [[Ruis Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Humanismus und Frührenaissance ==== &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Josefe Borrard]]&lt;br /&gt;
* [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Gran'Etá]] (Klassische Ära) ====&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
* [[Ernesto Broca]]&lt;br /&gt;
* [[Jâcque Minoré]]&lt;br /&gt;
* [[Sellesi de Narbona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Barock ====&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]] (Frühaufklärung)&lt;br /&gt;
==== Aufklärung ====		&lt;br /&gt;
* [[Piero Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neàu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postromantik ====&lt;br /&gt;
* [[León Munial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus ====&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Fernán Correr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
==== Symbolismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
==== Impressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramallet]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Helguer Columes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Expressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
==== „[[Noyarenser]]“ ====	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
==== &amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]]&lt;br /&gt;
==== Surrealismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
==== Nachkrieg ====&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
==== Achtundsechziger ====&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
==== Chanson ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
==== Achtziger ====&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
==== Neunziger ====&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitgenössisch ====&lt;br /&gt;
* [[Helguer María Arbol]]&lt;br /&gt;
* [[Mercé Couarís]]&lt;br /&gt;
* [[Younès Belazouni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=45368</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=45368"/>
		<updated>2018-12-26T09:35:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Decadença und Aufklärung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13. Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist bereits von satirischen Elementen durchtränkt und zeigt den Niedergang der ritterlich-höfischen Kultur und ihre Ablösung durch eine bürgerlich-städtische Umformung im 14. und 15. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldenes Jahrhundert (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens unter den [[Santori]]-Königen und vor allem in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Era Clásica]] der sagradischen Literatur im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêglu d'Or|Goldenen Jahrhundert]]“, das in der Literatur seine Blütezeit unter den Königen [[Johanna I.]] (1543-1580) und [[Philipp VII.]] (1570-1591) erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Renaissance und Humanismus ====&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert wirkte der europäische Humanismus stark auf die sagradische Literatur ein und formte eine zunehmend von antiken Elementen durchsetzte Literatur. Die Romane und Dichtungen von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] zeigen dabei noch die Tradition mittelalterlicher Dichtung, weisen aber bereits auf die neue Denkart der aufziehenden Renaissance voraus. Wichtige Bedeutung für dieses neue Denken kommt dem Werk des Humanisten, Universalgelehrten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell) zu, dem u.a. die erste Bibelübersetzung in sagradischer Sprache zu verdanken ist. Als ein weiterer Vertreter der humanistischen sogenannten &amp;quot;[[Vorklassik]]&amp;quot; kann [[Josefe Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde, die deutlich in der Tradition des Decamerone Bocaccios steht. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur des frühen 16. Jahrhunderts, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Ruis Mêrces]] und [[António Man]]. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], der sich selbst als Lyriker hervortat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Era Clásica ====&lt;br /&gt;
[[Manuel Braga]], der u.a. die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, sowie der Novellen- und Romanschriftsteller [[Piero Sanç de Ribas]] gelten als wichtige Einflussquellen der um 1550 beginnenden Hoch- und Spätrenaissance-Dichtung der johannitischen und philippitischen Epoche, in der die neuzeitliche sagradische Literatur eine erste Blütezeit erlebte. Prägende Autoren dieser ''klassischen Epoche'' waren vor allem die noch heute als Nationaldichter verehrten [[Celiano Nacoma]] (1535-1614) und [[Plácido Cosança]] (1540-1599), die als erste Weltliteratur in sagradischer Sprache verfassten. Wichtige Vertreter des im späten 16. Jahrhundert stark prosperierenden Theaters sind [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden. Unter dem als ''Dichter-König'' bekannt gewordenen, selbst dichtenden [[Danadier I.]] wurden Dichter wie [[Ernesto Broca]] und [[Jâcque Minoré]] am [[Semest|Semestiner]] Hof versammelt. Als wichtige Lyrikerin gilt zudem [[Sellesi de Narbona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gabrielinische Ära und Barock ====&lt;br /&gt;
Als wichtigste Erben der klassischen Epoche in der so genannten ''Gabrielischen Ära'' gelten der Dichter [[Manuel Orraio]] sowie der Philosoph, Staatsrechtler und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]], der als einer der großen Universalgelehrten Europas und als einer der Vordenker der Aufklärung angesehen wird. Seit den 1620er Jahren war die Literatur des sagradischen Barock gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren vor allem [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Decadença und Aufklärung ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Goldenen Jahrhunderts in der sagradischen Kulturgeschichte wird oftmals auch ein qualitativer Einschnitt in der Literatur konstatiert. Die so genannte Epoche der &amp;quot;[[Decadença]]&amp;quot; des sagradischen Spätbarock, repräsentiert durch Dichter wie [[Marián Arzeval]] und [[Fernando Caravega]], gilt traditionell als Phase des literarischen Umbruchs. [[Bernardo de la Torre]] wird gemeinhin als Hauptvertreter der sagradischen Rokoko-Strömung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst durch die französische Aufklärung sowie die frühaufklärerische Philosophie [[Santiago Calles]]' entwickelte sich seit Beginn des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die mit [[Piero Cavalles]] und [[Fernando Camœs dels Logres]] ihre Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die französische Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, als deren Hauptvertreter in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts [[Luis Filipe Neàu]] und [[Lorenzo Madrigal]] gelten können. Mit der Wiederentdeckung der Emotion, des Mythischen und der poetisch-kreativen Selbstreflexion brachen die Romantiker mit den festgefahrenen Schemata und der klassizistischen Kunstauffassung der Aufklärung und suchten die gesellschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit durch eine starke Subjektivierung zu verarbeiten. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und stark ironischen Brechungen bestimmt sind und immer wieder durch positive Bezüge zur spätbarocken ''Decadença'' geprägt sind, deswegen auch als ''Neo-Decadença'' bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus und Postromantik ====&lt;br /&gt;
In der Restarautionsphase des absolutistischen sagradischen Königtums unter [[Emil Johann]] und im Zuge der sich dynamisierenden Industrialisierung begann sich als Gegenströmung zur bis dahin dominanten literarischen Romantik allmählich eine realistische Richtung der Literatur zu entwickeln, die u.a. bereits sozialkritische Elemente aufwies, so vor allem bei [[Osvaldo Verres]] und in den Werken des als frühsozialistischer Philosoph bekannt gewordenen [[Carles Iudeta]]. Spätestens um 1860 wurde die Romantik durch den neuen Realismus als führende literarische Richtung in Sagradien abgelöst. [[Fernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gleichzeitig schreibende, der realistischen Bewegung aber fernstehende [[Cuentez|cuentesische]] Lyriker [[León Munial]] gilt als Vertreter eines post-romantischen Stils und bediente sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher. Die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik verwandelte er in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne und wurde zum Vorbild für die Dichter der sagradischen symbolistischen Schule, die sich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vollends entfaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus ====&lt;br /&gt;
Aus den Wurzeln des Realismus einerseits und der (Post-)Romantik andererseits entstanden um 1880 zwei konkurrierende literarische Richtungen, die der literarischen Moderne in Sagradien zu einem Durchbruch verhalfen. Mit den Werken [[Francisco Olivera]]s sowie [[Ana Ferrera Sanchis]]' begann die naturalistische Strömung auch in Sagradien. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semest]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die beiden „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Munials die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramallet]]s, [[Verena Santís]]’ und [[Helguer Columes]]' zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
==== Moderne und politische Polarisierung ====&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miquel Gerardo Musca]] großen Ruhm, der mit seiner Politisierung um 1920 aber in verschiedene Richtungen zerfiel. Die letzteren beiden, Nerra und Musca, vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und machte ihn im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum Heroen der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch, teils futuristisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser nationalistischen Literatur entgegengesetzte Strömung stellte die linke Literatur des kommunistischen Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miquel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste. Im gleichen Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als besonders einflussreich für die sagradische Kunst der 1930er Jahre stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkriegsliteratur und Post-Moderne ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
==== Mittelalter ====&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
==== [[Besangua]]-Literatur ====&lt;br /&gt;
* [[Ruis Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Humanismus und Frührenaissance ==== &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Josefe Borrard]]&lt;br /&gt;
* [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Gran'Etá]] (Klassische Ära) ====&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
* [[Ernesto Broca]]&lt;br /&gt;
* [[Jâcque Minoré]]&lt;br /&gt;
* [[Sellesi de Narbona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Barock ====&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]] (Frühaufklärung)&lt;br /&gt;
==== Aufklärung ====		&lt;br /&gt;
* [[Piero Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neàu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postromantik ====&lt;br /&gt;
* [[León Munial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus ====&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Fernán Correr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
==== Symbolismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
==== Impressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramallet]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Helguer Columes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Expressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
==== „[[Noyarenser]]“ ====	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
==== &amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]]&lt;br /&gt;
==== Surrealismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
==== Nachkrieg ====&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
==== Achtundsechziger ====&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
==== Chanson ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
==== Achtziger ====&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
==== Neunziger ====&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitgenössisch ====&lt;br /&gt;
* [[Helguer María Arbol]]&lt;br /&gt;
* [[Mercé Couarís]]&lt;br /&gt;
* [[Younès Belazouni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.24.109</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=45367</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=45367"/>
		<updated>2018-12-26T09:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.24.109: /* Goldenes Jahrhundert (16. und frühes 17. Jahrhundert) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13. Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist bereits von satirischen Elementen durchtränkt und zeigt den Niedergang der ritterlich-höfischen Kultur und ihre Ablösung durch eine bürgerlich-städtische Umformung im 14. und 15. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldenes Jahrhundert (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens unter den [[Santori]]-Königen und vor allem in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Era Clásica]] der sagradischen Literatur im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêglu d'Or|Goldenen Jahrhundert]]“, das in der Literatur seine Blütezeit unter den Königen [[Johanna I.]] (1543-1580) und [[Philipp VII.]] (1570-1591) erlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Renaissance und Humanismus ====&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert wirkte der europäische Humanismus stark auf die sagradische Literatur ein und formte eine zunehmend von antiken Elementen durchsetzte Literatur. Die Romane und Dichtungen von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] zeigen dabei noch die Tradition mittelalterlicher Dichtung, weisen aber bereits auf die neue Denkart der aufziehenden Renaissance voraus. Wichtige Bedeutung für dieses neue Denken kommt dem Werk des Humanisten, Universalgelehrten und Reformtheologen [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell) zu, dem u.a. die erste Bibelübersetzung in sagradischer Sprache zu verdanken ist. Als ein weiterer Vertreter der humanistischen sogenannten &amp;quot;[[Vorklassik]]&amp;quot; kann [[Josefe Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde, die deutlich in der Tradition des Decamerone Bocaccios steht. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur des frühen 16. Jahrhunderts, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Ruis Mêrces]] und [[António Man]]. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], der sich selbst als Lyriker hervortat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Era Clásica ====&lt;br /&gt;
[[Manuel Braga]], der u.a. die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, sowie der Novellen- und Romanschriftsteller [[Piero Sanç de Ribas]] gelten als wichtige Einflussquellen der um 1550 beginnenden Hoch- und Spätrenaissance-Dichtung der johannitischen und philippitischen Epoche, in der die neuzeitliche sagradische Literatur eine erste Blütezeit erlebte. Prägende Autoren dieser ''klassischen Epoche'' waren vor allem die noch heute als Nationaldichter verehrten [[Celiano Nacoma]] (1535-1614) und [[Plácido Cosança]] (1540-1599), die als erste Weltliteratur in sagradischer Sprache verfassten. Wichtige Vertreter des im späten 16. Jahrhundert stark prosperierenden Theaters sind [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden. Unter dem als ''Dichter-König'' bekannt gewordenen, selbst dichtenden [[Danadier I.]] wurden Dichter wie [[Ernesto Broca]] und [[Jâcque Minoré]] am [[Semest|Semestiner]] Hof versammelt. Als wichtige Lyrikerin gilt zudem [[Sellesi de Narbona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gabrielinische Ära und Barock ====&lt;br /&gt;
Als wichtigste Erben der klassischen Epoche in der so genannten ''Gabrielischen Ära'' gelten der Dichter [[Manuel Orraio]] sowie der Philosoph, Staatsrechtler und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]], der als einer der großen Universalgelehrten Europas und als einer der Vordenker der Aufklärung angesehen wird. Seit den 1620er Jahren war die Literatur des sagradischen Barock gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren vor allem [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Decadença und Aufklärung ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Goldenen Jahrhunderts in der sagradischen Kulturgeschichte wird oftmals auch ein qualitativer Einschnitt in der Literatur konstatiert. Die so genannte Epoche der &amp;quot;[[Decadença]]&amp;quot; des sagradischen Spätbarock, repräsentiert durch Dichter wie [[Marián Arzeval]] und [[Fernando Caravega]], gilt traditionell als Phase des literarischen Umbruchs. [[Bernardo de la Torre]] wird gemeinhin als Hauptvertreter der sagradischen Rokoko-Strömung angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beeinflusst durch die französische Aufklärung sowie die frühaufklärerische Philosophie [[Santiago Calles]]' entwickelte sich seit Beginn des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die mit [[Piero Cavalles]] und [[Fernando Camûes dels Logres]] ihre Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die französische Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur des 19. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, als deren Hauptvertreter in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts [[Luis Filipe Neàu]] und [[Lorenzo Madrigal]] gelten können. Mit der Wiederentdeckung der Emotion, des Mythischen und der poetisch-kreativen Selbstreflexion brachen die Romantiker mit den festgefahrenen Schemata und der klassizistischen Kunstauffassung der Aufklärung und suchten die gesellschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit durch eine starke Subjektivierung zu verarbeiten. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und stark ironischen Brechungen bestimmt sind und immer wieder durch positive Bezüge zur spätbarocken ''Decadença'' geprägt sind, deswegen auch als ''Neo-Decadença'' bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus und Postromantik ====&lt;br /&gt;
In der Restarautionsphase des absolutistischen sagradischen Königtums unter [[Emil Johann]] und im Zuge der sich dynamisierenden Industrialisierung begann sich als Gegenströmung zur bis dahin dominanten literarischen Romantik allmählich eine realistische Richtung der Literatur zu entwickeln, die u.a. bereits sozialkritische Elemente aufwies, so vor allem bei [[Osvaldo Verres]] und in den Werken des als frühsozialistischer Philosoph bekannt gewordenen [[Carles Iudeta]]. Spätestens um 1860 wurde die Romantik durch den neuen Realismus als führende literarische Richtung in Sagradien abgelöst. [[Fernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gleichzeitig schreibende, der realistischen Bewegung aber fernstehende [[Cuentez|cuentesische]] Lyriker [[León Munial]] gilt als Vertreter eines post-romantischen Stils und bediente sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher. Die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik verwandelte er in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne und wurde zum Vorbild für die Dichter der sagradischen symbolistischen Schule, die sich im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vollends entfaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus ====&lt;br /&gt;
Aus den Wurzeln des Realismus einerseits und der (Post-)Romantik andererseits entstanden um 1880 zwei konkurrierende literarische Richtungen, die der literarischen Moderne in Sagradien zu einem Durchbruch verhalfen. Mit den Werken [[Francisco Olivera]]s sowie [[Ana Ferrera Sanchis]]' begann die naturalistische Strömung auch in Sagradien. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semest]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die beiden „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Munials die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramallet]]s, [[Verena Santís]]’ und [[Helguer Columes]]' zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
==== Moderne und politische Polarisierung ====&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miquel Gerardo Musca]] großen Ruhm, der mit seiner Politisierung um 1920 aber in verschiedene Richtungen zerfiel. Die letzteren beiden, Nerra und Musca, vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und machte ihn im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum Heroen der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch, teils futuristisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser nationalistischen Literatur entgegengesetzte Strömung stellte die linke Literatur des kommunistischen Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miquel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste. Im gleichen Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als besonders einflussreich für die sagradische Kunst der 1930er Jahre stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nachkriegsliteratur und Post-Moderne ====&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
==== Mittelalter ====&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
==== [[Besangua]]-Literatur ====&lt;br /&gt;
* [[Ruis Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Humanismus und Frührenaissance ==== &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Josefe Borrard]]&lt;br /&gt;
* [[Franciscus Aurelianus]] (Francês d'Orell)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== [[Gran'Etá]] (Klassische Ära) ====&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
* [[Ernesto Broca]]&lt;br /&gt;
* [[Jâcque Minoré]]&lt;br /&gt;
* [[Sellesi de Narbona]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Barock ====&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]] (Frühaufklärung)&lt;br /&gt;
==== Aufklärung ====		&lt;br /&gt;
* [[Piero Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
==== Romantik ====&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neàu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Postromantik ====&lt;br /&gt;
* [[León Munial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Realismus ====&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Fernán Correr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Naturalismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
==== Symbolismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
==== Impressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramallet]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Helguer Columes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Expressionismus ====&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
==== „[[Noyarenser]]“ ====	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
==== &amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot; ====&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miquel Solares]]&lt;br /&gt;
==== Surrealismus ====	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
==== Nachkrieg ====&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
==== Achtundsechziger ====&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
==== Chanson ====&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
==== Achtziger ====&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
==== Neunziger ====&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitgenössisch ====&lt;br /&gt;
* [[Helguer María Arbol]]&lt;br /&gt;
* [[Mercé Couarís]]&lt;br /&gt;
* [[Younès Belazouni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Kulturgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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