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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52847</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bloco Nacional]] &amp;lt;small&amp;gt;(1925-1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Reagrupamiento Independiente]] &amp;lt;small&amp;gt;(1938-1945)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| Parteiführer&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 146 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 89 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|1913]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Aliança Republicana</title>
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Fraktion/Liste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Parteiführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 146 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 89 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 71 / 379&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 57 / 397&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| AR&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 102 / 397&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|1913]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| AR&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| AR&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1919|1919]]&lt;br /&gt;
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| AR&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1923|1923]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| AR&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|1925]]&lt;br /&gt;
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| AR&lt;br /&gt;
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| 85 / 487&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|1929]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| ARL&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 43 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 48 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ARL&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 16 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 38 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 45 / 449&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52844</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:37:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Aliança Republicana (Liberal)'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;(Liberale) Republikanische Allianz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteiführer'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Francisco Berlioz]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Francisco de Brentano]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1908&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1912&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Partíu Moderata|Moderatas]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRL]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRC]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Unión Republicana|UR]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nachfolge'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[MRL]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bündnis'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bloco Nacional]] &amp;lt;small&amp;gt;(1925-1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Reagrupamiento Independiente]] &amp;lt;small&amp;gt;(1938-1945)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Fraktion/Liste&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1919|1919]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1923|1923]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
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| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 48 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ARL&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 16 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 38 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 45 / 449&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52843</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:36:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Aliança Republicana'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''Aliança Republicana Liberal'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteiführer'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Francisco Berlioz]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Francisco de Brentano]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1908&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Auflösung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1912&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Vorgänger'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Partíu Moderata|Moderatas]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRL]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRC]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Unión Republicana|UR]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nachfolge'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[MRL]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bündnis'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bloco Nacional]] &amp;lt;small&amp;gt;(1925-1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Reagrupamiento Independiente]] &amp;lt;small&amp;gt;(1938-1945)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| Fraktion/Liste&lt;br /&gt;
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| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| 146 / 359&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 89 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1923|1923]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|1925]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|1929]]&lt;br /&gt;
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| ARL&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 43 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 48 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ARL&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 16 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 38 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52842</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:36:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Unión Nacional'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nationale Union&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #44aaee&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Vorgänger'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Partíu Moderata|Moderatas]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRL]]&amp;lt;br&amp;gt;[[PRC]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Unión Republicana|UR]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nachfolge'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[MRL]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bündnis'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bloco Nacional]] &amp;lt;small&amp;gt;(1925-1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Reagrupamiento Independiente]] &amp;lt;small&amp;gt;(1938-1945)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Parteiführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 146 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 89 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[PRL]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1923|1923]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Aliança Republicana</title>
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| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Konservativer Liberalismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Bündnis'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Bloco Nacional]] &amp;lt;small&amp;gt;(1925-1938)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;[[Reagrupamiento Independiente|RI]] &amp;lt;small&amp;gt;(1938-1945)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Parteiführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 146 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 89 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|1913]]&lt;br /&gt;
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| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Uni%C3%B3n_Nacional&amp;diff=52840</id>
		<title>Unión Nacional</title>
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		<updated>2020-01-25T18:29:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Unión Nacional'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nationale Union&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Unión Nacional del Ordre Costitucional''' (''Nationale Union der konstitutionellen Ordnung'') war zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]] eine politische Strömung und seit 1899 größte Fraktion der politischen Rechten in Sagradien. Sie wurde schon zeitgenössisch auch als '''Unionistische Partei''' oder als '''Unión Nacional''' bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unionisten waren eine bürgerliche Mitte-Rechts-Gruppierung mit einer konservativen politischen Plattform und standen damit in der Tradition des [[Partíu Conservador]] der konstitutionellen Monarchie. Es handelte sich um keine organisierte Partei im modernen Sinn, sondern um eine locker gefügte Gruppierung auf parlamentarischer Basis, die in ihren Reihen gemäßigt-monarchistische, katholische und bürgerlich-konservative Abgeordnete vereinte. Zu den Führungsfiguren der Partei gehörten [[Miquel Fernando Luisanto]], [[Francisco Britón]] sowie [[Daniel Gaspard]]. Auch der konservative Republikaner [[Luciano Tropexas]] und der Militär [[Joán Cardinal]] standen den Unionisten nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Reihen der Unionisten kamen zwischen 1903 und 1909 mehrere Regierungschefs innerhalb der katholisch-nationalistischen &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Der Versuch einer unionistischen Parteigründung im Jahr 1907 in Form des '''Partíu Republicano Conservador''' ('''PRC''') scheiterte letztlich an der inneren Spaltung der Gruppierung und führte schließlich zur Erosion des konservativen Lagers.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Unionistischen &amp;quot;Partei&amp;quot; und Koalition der Moral ==&lt;br /&gt;
Die Unionistische Partei entstand infolge des gescheiterten [[Putsch von 1898]], der die offene Gegnerschaft zur Republik und das Eintreten für die Wiedereinführung der Monarchie öffentlich weitgehend diskreditierte. Frühere Gegner der Republik und Vertreter des katholischen Großbürgertums suchten daher eine neue politische Plattform und schlossen sich noch Ende 1898 zu einem lockeren parlamentarischen Bündnis zusammen. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Parlamentswahl 1899]] traten bereits Wahlkomitees der Union in Erscheinung, die auf nationaler Ebene nur locker koordiniert waren, mit 96 Mandaten aber bereits dritte Kraft in der Nationalversammlung wurden. In der Opposition zur neuen radikal-liberalen Mehrheit, die sich anschickte, eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche sowie eine umfassende Landreform zu verabschieden, kam es zur Festigung der Unionistischen Fraktion zu einer dauerhaften Parteivereinigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1899]] unterstützten die Unionisten mehrheitlich den konservativen Republikaner [[Luciano Tropexas]], der sich zuvor mit seiner &amp;quot;Unión Republicana&amp;quot; von den [[Moderatas]] abgespalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition kam es zudem zur weiteren Zusammenarbeit der Unionisten mit der offen antirepublikanischen Rechten. Gemeinsam mit den monarchischen Kräften opponierten die Unionisten gegen die Reformpolitik der Linken und positionierte sich so im anti-laizistischen Lager, das sich bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Parlamentswahl 1903]] dank einer gezielten Bündnisstrategie gegen die Linke durchsetzen konnte. Der Unionist [[Miquel Fernando Luisanto]] wurde nun Regierungschef und bildete eine [[Koalition der Moral|&amp;quot;Regierung der Moral&amp;quot;]] zusammen mit der nationalistischen Bewegung [[Daniel Lafontán]]s und Vertretern der ultrakonservativen Rechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung 1905/07 ==&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Rechten blieb jedoch nicht spannungsfrei. Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1905]] konnte sich die Mehrheit zunächst nicht auf einen gemeinsamen Bewerber einigen. Die Union hielt an ihrem Bewerber [[Miquel Fernando Luisanto]] fest, konnte aber keine Mehrheit für diesen sichern. Im dritten Wahlgang kam es schließlich zu einer Spaltung der Fraktion. Die offizielle Parteiführung hielt an Martêu fest, während sich eine Minderheit unter Führung von [[Francisco Britón]] für den von den anderen Rechtsparteien vorgeschlagenen Kompromisskandidaten [[Joán Cardinal]] aussprach, der schließlich auch die meisten Stimmen auf sich vereinte. Das Verhältnis zwischen der Parteiführung um Luisanto und der Minderheit um Britón blieb danach gespannt. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] kam es schließlich zur Parteispaltung und zu einer Reihe von Konkurrenzkandidaturen der beiden Unionistischen Faktionen, die teilweise als „Unión Republicana“ und „Partíu Unionista“ gegeneinander antraten. Nach der Wahl konstituierten sich zwei getrennte Fraktionen im Parlament, von denen überraschend die Britóns eine Mehrheit an Abgeordneten hinter sich sammeln konnte. Die von Britón geführte Fraktion nannte sich zunächst ebenfalls Grupo Unionista, musste sich bald aber umbenennen, woraus der '''Partíu Republicano Conservador''' hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partíu Republicano Conservador und Niedergang der Unionisten ==&lt;br /&gt;
Britón wurde von Joán Cardinal zum Ministerpräsidenten ernannt, die Alt-Unionisten traten dessen Mitte-Rechts-Kabinett erst wenige Monate später bei. Darüber entzündete sich aber erneut Streit in der Partei, sodass sich der liberale Flügel im Frühjahr 1908 der aus dem [[PRL]] hervorgegangenen [[Aliança Republicana]] anschloss. Mit der Spaltung der Partei zerbrach bald auch das Bündnis der Rechten. Der Bruch der Koalition im Jahr 1909 und die Auflösung der Kammern führte zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Neuwahlen]], die für die Rechte zu einem Debakel wurde. Die als PRC antretenden Unionisten kamen zusammen auf nicht einmal 30 Abgeordnete, während die Parteien der Linken die Parlamentsmehrheit zurückerobern konnten. Die Führerschaft im rechten Lager hatte nun die katholische Volksaktion übernommen, die zur stärksten Kraft der Opposition wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PRC Britóns versuchte danach noch einmal vergebens, an die Tradition der Unionisten anzuknüpfen und nannte sich seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Wahlen 1913]] '''Partíu Unionista''', es konnten jedoch nur 27 Abgeordnete unter diesem Banner in die Kammer einziehen. Die nun als „Partíu Unionista“ firmierende Fraktion des PRC schloss sich im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] der katholischen Volksaktion an und kandidierte mit dieser in einer Listengemeinschaft. Seitdem stand die PRC/PU in enger Abhängigkeit zur Volksaktion, ehe die dezimierte Partei 1924 zusammen mit der Acción Popular, dem Überbleibsel der alten Unionistischen Partei und anderen Rechtsparteien in der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Unionisten ==&lt;br /&gt;
=== Unión Nacional ===&lt;br /&gt;
* 1899-1910: [[Miquel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1910-1912: [[Daniel Gaspard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partíu Republicano Conservador (Partíu Unionista) ===&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
* 1914-1919: [[Marcelo Coronado]]&lt;br /&gt;
* 1919-1924: [[Carles Bernord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52839</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52839"/>
		<updated>2020-01-25T18:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] (1912-1919) und [[Luciano Capón]] (1938-1945) stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]]&lt;br /&gt;
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| AR&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|1929]]&lt;br /&gt;
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| 43 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
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| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| ARL&lt;br /&gt;
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| 16 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 38 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 45 / 449&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52838</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:27:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Mit [[Francisco Berlioz]] und [[Luciano Capón]] stellte die AR/ARL zwei [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] sowie mehrere Regierungschefs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Wahljahr&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Fraktion/Liste&lt;br /&gt;
| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Parteiführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 146 / 359&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Partíu Republicano Liberal|PRL]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|1913]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Republicana&amp;diff=52837</id>
		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:26:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Nacional]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
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| Parteiführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
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| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 45 / 449&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<title>Aliança Republicana</title>
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		<updated>2020-01-25T18:25:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Republicana''' (AR, deutsch '''Republikanische Allianz'''), später als '''Aliança Republicana Liberal''' (ARL) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die von 1908 bis 1945 bestand. Sie war neben dem linksliberalen [[Partíu Radical]] eine der beiden maßgeblichen bürgerlich-liberalen Parteien der Zweiten Republik und eine Vorläuferin des [[Movimiento Republicano de la Libertá]] und der heutigen [[UDS]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Aliança Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des [[Partíu Republicano Liberal]] (PRL) angesehen werden, umfasste aber auch Teile der konservativen [[Unión Republicana]], die sich von der Parteimehrheit der [[Koalition der Moral]] gelöst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach der Januarrevolution 1891 hatte sich die liberale Bewegung in Sagradien im wesentlichen in zwei konkurrierende Parteien gespalten, die der Republik aufgeschlossen gegenüberstanden, einerseits den [[Partíu Republicano Radical]], der für soziale Reformen und die klare Trennung von Staat und Kirche eintrat, und den [[Partíu Republicano Liberal]], der die moderatere Mehrheit der republikanischen Strömung repräsentierte und gleichzeitig für liberale Freiheiten, aber eine Beibehaltung der sozialen Ordnung eintrat und vornehmlich das mittlere und Großbürgertum repräsentierte. Führende Politiker dieser Strömung waren [[Francisco Brentano]], [[José Delacrûce]] und [[Ricardo Alemà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Frage der Trennung von Staat und Kirche und die weitere Zusammenarbeit mit der zunehmend dominanten Radikalen Partei hatten sich die moderaten Liberalen letztlich gespalten. Während die PRL-Mehrheit bis 1903 zusammen mit den Radikalen regierte, gewannen die konservativen [[Unionisten]] zusammen mit Nationalisten und früheren Monarchisten die [[Parlamentswahl 1903]] und bildeten daraufhin eine rechtsgerichtete Regierung der ''[[Koalition der Moral]]''. Erst nach dem Zerfall der Koalition und der Spaltung der Unionistischen Partei in zwei konkurrierende Flügel kam es zu einer Wiederannäherung der moderaten Republikaner, die sich schließlich im Jahr 1907 zu einer gemeinsamen Parlamentsfraktion und schließlich zur Republikanische Allianz als Sammlungspartei des liberalen Bürgertums wiedervereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung und Niedergang ===&lt;br /&gt;
In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte die Republikanische Allianz im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der [[Acción Popular]], ehe sie 1921 erstmals eine [[Große Koalition]] mit [[Partíu Socialista|Sozialisten]] und [[Partíu Radical|Radikalen]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel Laponte]] ordnete sich die Partei schließlich in den 1920er Jahren fester ins rechte Spektrum ein und schloss ein Bündnis mit der katholischen [[Volksunion]], den [[Bloco Nacional]]. Gleichzeitig kam es zu einem rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Seit 1925 beteiligte sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten und konnte, obwohl der kleinere Partner, mit Daniel Laponte mehrmals den Regierungschef stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Laponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARL bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|Parlamentswahlen 1929]] unter 10 Prozent der Stimmen ab und verlor zunehmend an Zuspruch. Auch ein Wahlbündnis mit der kleinen christlich-progressiven [[PDP]] konnte an dieser Situation nichts ändern. Den Tiefpunkt erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 1935]], bei der sie eine Beteiligung an der rechtsgerichteten [[Frente Nacional]] mit [[Volksunion]], Agrariern und Nationalisten ablehnte und schließlich nur 16 Sitze im Parlament gewinnen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Opposition zu den linken [[Volksfront]]-Regierungen 1935-1937 suchte die ARL schließlich einen dritten Block mit [[PDP|Volksdemokraten]] und [[PRI|Dissidenten]] des [[Partíu Radical]] zu etablieren, aus dem schließlich das so genannte [[Reagrupamiento Independiente]] (RI) hervorging, das bei der [[Parlamentswahl 1938]] 40 Mandate in der Abgeordnetenkammer gewann. Nachdem Laponte seit Februar eine Übergangsregierung angeführt hatte, trat er schließlich als Minister in eine Mitte-Rechts-Regierung unter [[Manuel Sants-Igualde]] ein. Als solcher unterstützte Laponte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Neutralitätspolitik Sants sowie dessen Programm der [[Comunión Nacional]], geriet aber zunehmend in Konflikt mit diesem. Nachdem sich die Republikanische Allianz gegen Lapontes Willen dem Zentralkomitee für die Nationale Kommunion unter Sants Führung angeschlossen hatte, verließ der langjährige Parteiführer die Allianz sowie die Regierung. De facto hörte das Reagrupamiento damit auf zu existieren und die Aliança Republicana lehnte sich eng an die Volksunion an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende und Nachfolge ===&lt;br /&gt;
Laponte gründete im Herbst 1941 den [[Partíu Democrático Reformador]] (PDR), der sich für einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg aussprach, während die ARL unter der Führung von [[Carles Elísio]] weiter bestand,  de facto aber erodierte. Nach Ende des Weltkriegs bemühten sich mehrere Gruppen schließlich, das Projekt des dritten Blocks in Form eines neuen ''Reagrupamiento'' wiederzubeleben, darunter auch Lapontes PDR, die liberale Neugründung [[Partíu Liberal de Sagradia]] unter [[António Miquel Verón]] und die Reste des ARL, die nun von [[Gerardo Ferrera]] angeführt wurde. Zur [[Parlamentswahl 1945]] vereinten sich Laponte, Ferrera und Verón schließlich im Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]], das als liberalkonservative, antikommunistische Partei in Konkurrenz zum [[Partíu Popular de Convergência]] antrat. Aus diesem Bündnis ging wenige Monate später die neue Partei [[Movimiento Republicano de la Libertá]] hervor, in der die Republikanisch-Liberale Allianz aufging. Aus dieser ging 1961 schließlich die heutige liberale Partei [[UDS]] hervor, die sich in der Tradition der Republikanischen Allianz und des alten [[Partíu Radical]] sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen ===&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| Stimmanteil&lt;br /&gt;
| Sitze / gesamt&lt;br /&gt;
| Parteiführer&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1893|1893]]&lt;br /&gt;
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| [[Republicanoes Moderatas|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|1895]]&lt;br /&gt;
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! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Republicanoes Moderaras|Moderatas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 160 / 359&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|1899]]&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|1903]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|1907]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|1909]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1929|1929]]&lt;br /&gt;
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| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|1932]]&lt;br /&gt;
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| [[Entesa Democrática Republicana|EDR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 48 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
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| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1936|1936]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
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| ARL&lt;br /&gt;
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| 16 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|1938]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 38 / 507&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1945|1945]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #EEEEEE&amp;quot; |&lt;br /&gt;
| [[Reagrupamiento Independiente|RI]]&lt;br /&gt;
| 9,7 %&lt;br /&gt;
| 45 / 449&lt;br /&gt;
| [[Daniel Laponte]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Uni%C3%B3n_Nacional&amp;diff=52835</id>
		<title>Unión Nacional</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Unión Nacional'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nationale Union&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=3 style=&amp;quot;background-color: #08088A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Parteiführer'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Miquel Fernando Luisanto]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Gründung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1899&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Auflösung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| 1912&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Vorgänger'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Partíu Conservador]] &amp;lt;small&amp;gt;(de facto)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Nachfolge'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Partíu Republicano Conservador|PRC]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Konservatismus&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Unión Nacional del Ordre Costitucional''' (''Nationale Union der konstitutionellen Ordnung'') war zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]] eine politische Strömung und seit 1899 größte Fraktion der politischen Rechten in Sagradien. Sie wurde schon zeitgenössisch auch als '''Unionistische Partei''' oder als '''Unión Nacional''' bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unionisten waren eine bürgerliche Mitte-Rechts-Gruppierung mit einer konservativen politischen Plattform und standen damit in der Tradition des [[Partíu Conservador]] der konstitutionellen Monarchie. Es handelte sich um keine organisierte Partei im modernen Sinn, sondern um eine locker gefügte Gruppierung auf parlamentarischer Basis, die in ihren Reihen gemäßigt-monarchistische, katholische und bürgerlich-konservative Abgeordnete vereinte. Zu den Führungsfiguren der Partei gehörten [[Miquel Fernando Luisanto]], [[Francisco Britón]] sowie [[Daniel Gaspard]]. Auch der konservative Republikaner [[Luciano Tropexas]] und der Militär [[Joán Cardinal]] standen den Unionisten nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Reihen der Unionisten kamen zwischen 1903 und 1909 mehrere Regierungschefs innerhalb der katholisch-nationalistischen &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Der Versuch einer unionistischen Parteigründung im Jahr 1907 in Form des '''Partíu Republicano Conservador''' ('''PRC''') scheiterte letztlich an der inneren Spaltung der Gruppierung und führte schließlich zur Erosion des konservativen Lagers.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Unionistischen &amp;quot;Partei&amp;quot; und Koalition der Moral ==&lt;br /&gt;
Die Unionistische Partei entstand infolge des gescheiterten [[Putsch von 1898]], der die offene Gegnerschaft zur Republik und das Eintreten für die Wiedereinführung der Monarchie öffentlich weitgehend diskreditierte. Frühere Gegner der Republik und Vertreter des katholischen Großbürgertums suchten daher eine neue politische Plattform und schlossen sich noch Ende 1898 zu einem lockeren parlamentarischen Bündnis zusammen. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Parlamentswahl 1899]] traten bereits Wahlkomitees der Union in Erscheinung, die auf nationaler Ebene nur locker koordiniert waren, mit 96 Mandaten aber bereits dritte Kraft in der Nationalversammlung wurden. In der Opposition zur neuen radikal-liberalen Mehrheit, die sich anschickte, eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche sowie eine umfassende Landreform zu verabschieden, kam es zur Festigung der Unionistischen Fraktion zu einer dauerhaften Parteivereinigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1899]] unterstützten die Unionisten mehrheitlich den konservativen Republikaner [[Luciano Tropexas]], der sich zuvor mit seiner &amp;quot;Unión Republicana&amp;quot; von den [[Moderatas]] abgespalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition kam es zudem zur weiteren Zusammenarbeit der Unionisten mit der offen antirepublikanischen Rechten. Gemeinsam mit den monarchischen Kräften opponierten die Unionisten gegen die Reformpolitik der Linken und positionierte sich so im anti-laizistischen Lager, das sich bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Parlamentswahl 1903]] dank einer gezielten Bündnisstrategie gegen die Linke durchsetzen konnte. Der Unionist [[Miquel Fernando Luisanto]] wurde nun Regierungschef und bildete eine [[Koalition der Moral|&amp;quot;Regierung der Moral&amp;quot;]] zusammen mit der nationalistischen Bewegung [[Daniel Lafontán]]s und Vertretern der ultrakonservativen Rechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung 1905/07 ==&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Rechten blieb jedoch nicht spannungsfrei. Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1905]] konnte sich die Mehrheit zunächst nicht auf einen gemeinsamen Bewerber einigen. Die Union hielt an ihrem Bewerber [[Miquel Fernando Luisanto]] fest, konnte aber keine Mehrheit für diesen sichern. Im dritten Wahlgang kam es schließlich zu einer Spaltung der Fraktion. Die offizielle Parteiführung hielt an Martêu fest, während sich eine Minderheit unter Führung von [[Francisco Britón]] für den von den anderen Rechtsparteien vorgeschlagenen Kompromisskandidaten [[Joán Cardinal]] aussprach, der schließlich auch die meisten Stimmen auf sich vereinte. Das Verhältnis zwischen der Parteiführung um Luisanto und der Minderheit um Britón blieb danach gespannt. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] kam es schließlich zur Parteispaltung und zu einer Reihe von Konkurrenzkandidaturen der beiden Unionistischen Faktionen, die teilweise als „Unión Republicana“ und „Partíu Unionista“ gegeneinander antraten. Nach der Wahl konstituierten sich zwei getrennte Fraktionen im Parlament, von denen überraschend die Britóns eine Mehrheit an Abgeordneten hinter sich sammeln konnte. Die von Britón geführte Fraktion nannte sich zunächst ebenfalls Grupo Unionista, musste sich bald aber umbenennen, woraus der '''Partíu Republicano Conservador''' hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partíu Republicano Conservador und Niedergang der Unionisten ==&lt;br /&gt;
Britón wurde von Joán Cardinal zum Ministerpräsidenten ernannt, die Alt-Unionisten traten dessen Mitte-Rechts-Kabinett erst wenige Monate später bei. Darüber entzündete sich aber erneut Streit in der Partei, sodass sich der liberale Flügel im Frühjahr 1908 der aus dem [[PRL]] hervorgegangenen [[Aliança Republicana]] anschloss. Mit der Spaltung der Partei zerbrach bald auch das Bündnis der Rechten. Der Bruch der Koalition im Jahr 1909 und die Auflösung der Kammern führte zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Neuwahlen]], die für die Rechte zu einem Debakel wurde. Die als PRC antretenden Unionisten kamen zusammen auf nicht einmal 30 Abgeordnete, während die Parteien der Linken die Parlamentsmehrheit zurückerobern konnten. Die Führerschaft im rechten Lager hatte nun die katholische Volksaktion übernommen, die zur stärksten Kraft der Opposition wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PRC Britóns versuchte danach noch einmal vergebens, an die Tradition der Unionisten anzuknüpfen und nannte sich seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Wahlen 1913]] '''Partíu Unionista''', es konnten jedoch nur 27 Abgeordnete unter diesem Banner in die Kammer einziehen. Die nun als „Partíu Unionista“ firmierende Fraktion des PRC schloss sich im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] der katholischen Volksaktion an und kandidierte mit dieser in einer Listengemeinschaft. Seitdem stand die PRC/PU in enger Abhängigkeit zur Volksaktion, ehe die dezimierte Partei 1924 zusammen mit der Acción Popular, dem Überbleibsel der alten Unionistischen Partei und anderen Rechtsparteien in der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Unionisten ==&lt;br /&gt;
=== Unión Nacional ===&lt;br /&gt;
* 1899-1910: [[Miquel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1910-1912: [[Daniel Gaspard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partíu Republicano Conservador (Partíu Unionista) ===&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
* 1914-1919: [[Marcelo Coronado]]&lt;br /&gt;
* 1919-1924: [[Carles Bernord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<updated>2020-01-25T18:07:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;94.219.23.212: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; font-size: 85%; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| colspan=3 style=&amp;quot;width: 10em&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;font-size:120%&amp;quot;&amp;gt;'''Unión Nacional'''&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nationale Union&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Die '''Unión Nacional del Ordre Costitucional''' (''Nationale Union der konstitutionellen Ordnung'') war zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]] eine politische Strömung und seit 1899 größte Fraktion der politischen Rechten in Sagradien. Obwohl es sich bei der Unionistischen Strömung um keine organisierte Partei im modernen Sinn, sondern um eine locker gefügte Gruppierung auf parlamentarischer Basis handelte, wird sie oft auch als '''Unionistische Partei''' oder als '''Unión Nacional''' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unionisten waren eine bürgerliche Mitte-Rechts-Gruppierung mit einer konservativen politischen Plattform und standen damit in der Tradition des [[Partíu Conservador]] der konstitutionellen Monarchie. Sie vereinten in ihren Reihen gemäßigt-monarchistische, katholische und bürgerlich-konservative Abgeordnete, die bereit waren auf dem Boden der republikanischen Verfassung zu arbeiten. Das unterscheidet sie von dem antirepublikanischen und rechtsextremen [[Partíu Nacional Renovador]]. Zu den Führungsfiguren der Partei gehörten [[Miquel Fernando Luisanto]], [[Francisco Britón]] sowie [[Daniel Gaspard]]. Auch der konservative Republikaner [[Luciano Tropexas]] und der Militär [[Joán Cardinal]] standen den Unionisten nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Reihen der Unionisten kamen zwischen 1903 und 1909 mehrere Regierungschefs innerhalb der katholisch-nationalistischen &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Der Versuch einer unionistischen Parteigründung im Jahr 1907 in Form des '''Partíu Republicano Conservador''' ('''PRC''') scheiterte letztlich an der inneren Spaltung der Gruppierung und führte schließlich zur Erosion des konservativen Lagers.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Unionistischen &amp;quot;Partei&amp;quot; und Koalition der Moral ==&lt;br /&gt;
Die Unionistische Partei entstand infolge des gescheiterten [[Putsch von 1898]], der die offene Gegnerschaft zur Republik und das Eintreten für die Wiedereinführung der Monarchie öffentlich weitgehend diskreditierte. Frühere Gegner der Republik und Vertreter des katholischen Großbürgertums suchten daher eine neue politische Plattform und schlossen sich noch Ende 1898 zu einem lockeren parlamentarischen Bündnis zusammen. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Parlamentswahl 1899]] traten bereits Wahlkomitees der Union in Erscheinung, die auf nationaler Ebene nur locker koordiniert waren, mit 96 Mandaten aber bereits dritte Kraft in der Nationalversammlung wurden. In der Opposition zur neuen radikal-liberalen Mehrheit, die sich anschickte, eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche sowie eine umfassende Landreform zu verabschieden, kam es zur Festigung der Unionistischen Fraktion zu einer dauerhaften Parteivereinigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1899]] unterstützten die Unionisten mehrheitlich den konservativen Republikaner [[Luciano Tropexas]], der sich zuvor mit seiner &amp;quot;Unión Republicana&amp;quot; von den [[Moderatas]] abgespalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition kam es zudem zur weiteren Zusammenarbeit der Unionisten mit der offen antirepublikanischen Rechten. Gemeinsam mit den monarchischen Kräften opponierten die Unionisten gegen die Reformpolitik der Linken und positionierte sich so im anti-laizistischen Lager, das sich bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Parlamentswahl 1903]] dank einer gezielten Bündnisstrategie gegen die Linke durchsetzen konnte. Der Unionist [[Miquel Fernando Luisanto]] wurde nun Regierungschef und bildete eine [[Koalition der Moral|&amp;quot;Regierung der Moral&amp;quot;]] zusammen mit der nationalistischen Bewegung [[Daniel Lafontán]]s und Vertretern der ultrakonservativen Rechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung 1905/07 ==&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Rechten blieb jedoch nicht spannungsfrei. Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1905]] konnte sich die Mehrheit zunächst nicht auf einen gemeinsamen Bewerber einigen. Die Union hielt an ihrem Bewerber [[Miquel Fernando Luisanto]] fest, konnte aber keine Mehrheit für diesen sichern. Im dritten Wahlgang kam es schließlich zu einer Spaltung der Fraktion. Die offizielle Parteiführung hielt an Martêu fest, während sich eine Minderheit unter Führung von [[Francisco Britón]] für den von den anderen Rechtsparteien vorgeschlagenen Kompromisskandidaten [[Joán Cardinal]] aussprach, der schließlich auch die meisten Stimmen auf sich vereinte. Das Verhältnis zwischen der Parteiführung um Luisanto und der Minderheit um Britón blieb danach gespannt. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] kam es schließlich zur Parteispaltung und zu einer Reihe von Konkurrenzkandidaturen der beiden Unionistischen Faktionen, die teilweise als „Unión Republicana“ und „Partíu Unionista“ gegeneinander antraten. Nach der Wahl konstituierten sich zwei getrennte Fraktionen im Parlament, von denen überraschend die Britóns eine Mehrheit an Abgeordneten hinter sich sammeln konnte. Die von Britón geführte Fraktion nannte sich zunächst ebenfalls Grupo Unionista, musste sich bald aber umbenennen, woraus der '''Partíu Republicano Conservador''' hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partíu Republicano Conservador und Niedergang der Unionisten ==&lt;br /&gt;
Britón wurde von Joán Cardinal zum Ministerpräsidenten ernannt, die Alt-Unionisten traten dessen Mitte-Rechts-Kabinett erst wenige Monate später bei. Darüber entzündete sich aber erneut Streit in der Partei, sodass sich der liberale Flügel im Frühjahr 1908 der aus dem [[PRL]] hervorgegangenen [[Aliança Republicana]] anschloss. Mit der Spaltung der Partei zerbrach bald auch das Bündnis der Rechten. Der Bruch der Koalition im Jahr 1909 und die Auflösung der Kammern führte zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Neuwahlen]], die für die Rechte zu einem Debakel wurde. Die als PRC antretenden Unionisten kamen zusammen auf nicht einmal 30 Abgeordnete, während die Parteien der Linken die Parlamentsmehrheit zurückerobern konnten. Die Führerschaft im rechten Lager hatte nun die katholische Volksaktion übernommen, die zur stärksten Kraft der Opposition wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PRC Britóns versuchte danach noch einmal vergebens, an die Tradition der Unionisten anzuknüpfen und nannte sich seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Wahlen 1913]] '''Partíu Unionista''', es konnten jedoch nur 27 Abgeordnete unter diesem Banner in die Kammer einziehen. Die nun als „Partíu Unionista“ firmierende Fraktion des PRC schloss sich im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] der katholischen Volksaktion an und kandidierte mit dieser in einer Listengemeinschaft. Seitdem stand die PRC/PU in enger Abhängigkeit zur Volksaktion, ehe die dezimierte Partei 1924 zusammen mit der Acción Popular, dem Überbleibsel der alten Unionistischen Partei und anderen Rechtsparteien in der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Unionisten ==&lt;br /&gt;
=== Unión Nacional ===&lt;br /&gt;
* 1899-1910: [[Miquel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1910-1912: [[Daniel Gaspard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partíu Republicano Conservador (Partíu Unionista) ===&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
* 1914-1919: [[Marcelo Coronado]]&lt;br /&gt;
* 1919-1924: [[Carles Bernord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<title>Unión Nacional</title>
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Unión Nacional del Ordre Costitucional''' (''Nationale Union der konstitutionellen Ordnung'') war zu Beginn der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]] eine politische Strömung und seit 1899 größte Fraktion der politischen Rechten in Sagradien. Obwohl es sich bei der Unionistischen Strömung um keine organisierte Partei im modernen Sinn, sondern um eine locker gefügte Gruppierung auf parlamentarischer Basis handelte, wird sie oft auch als '''Unionistische Partei''' oder als '''Unión Nacional''' bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unionisten waren eine bürgerliche Mitte-Rechts-Gruppierung mit einer konservativen politischen Plattform und standen damit in der Tradition des [[Partíu Conservador]] der konstitutionellen Monarchie. Sie vereinten in ihren Reihen gemäßigt-monarchistische, katholische und bürgerlich-konservative Abgeordnete, die bereit waren auf dem Boden der republikanischen Verfassung zu arbeiten. Das unterscheidet sie von dem antirepublikanischen und rechtsextremen [[Partíu Nacional Renovador]]. Zu den Führungsfiguren der Partei gehörten [[Miquel Fernando Luisanto]], [[Francisco Britón]] sowie [[Daniel Gaspard]]. Auch der konservative Republikaner [[Luciano Tropexas]] und der Militär [[Joán Cardinal]] standen den Unionisten nahe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Reihen der Unionisten kamen zwischen 1903 und 1909 mehrere Regierungschefs innerhalb der katholisch-nationalistischen &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;. Der Versuch einer unionistischen Parteigründung im Jahr 1907 in Form des '''Partíu Republicano Conservador''' ('''PRC''') scheiterte letztlich an der inneren Spaltung der Gruppierung und führte schließlich zur Erosion des konservativen Lagers.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Unionistischen &amp;quot;Partei&amp;quot; und Koalition der Moral ==&lt;br /&gt;
Die Unionistische Partei entstand infolge des gescheiterten [[Putsch von 1898]], der die offene Gegnerschaft zur Republik und das Eintreten für die Wiedereinführung der Monarchie öffentlich weitgehend diskreditierte. Frühere Gegner der Republik und Vertreter des katholischen Großbürgertums suchten daher eine neue politische Plattform und schlossen sich noch Ende 1898 zu einem lockeren parlamentarischen Bündnis zusammen. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Parlamentswahl 1899]] traten bereits Wahlkomitees der Union in Erscheinung, die auf nationaler Ebene nur locker koordiniert waren, mit 96 Mandaten aber bereits dritte Kraft in der Nationalversammlung wurden. In der Opposition zur neuen radikal-liberalen Mehrheit, die sich anschickte, eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche sowie eine umfassende Landreform zu verabschieden, kam es zur Festigung der Unionistischen Fraktion zu einer dauerhaften Parteivereinigung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1899]] unterstützten die Unionisten mehrheitlich den konservativen Republikaner [[Luciano Tropexas]], der sich zuvor mit seiner &amp;quot;Unión Republicana&amp;quot; von den [[Moderatas]] abgespalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition kam es zudem zur weiteren Zusammenarbeit der Unionisten mit der offen antirepublikanischen Rechten. Gemeinsam mit den monarchischen Kräften opponierten die Unionisten gegen die Reformpolitik der Linken und positionierte sich so im anti-laizistischen Lager, das sich bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Parlamentswahl 1903]] dank einer gezielten Bündnisstrategie gegen die Linke durchsetzen konnte. Der Unionist [[Miquel Fernando Luisanto]] wurde nun Regierungschef und bildete eine [[Koalition der Moral|&amp;quot;Regierung der Moral&amp;quot;]] zusammen mit der nationalistischen Bewegung [[Daniel Lafontán]]s und Vertretern der ultrakonservativen Rechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung 1905/07 ==&lt;br /&gt;
Das Bündnis der Rechten blieb jedoch nicht spannungsfrei. Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1905]] konnte sich die Mehrheit zunächst nicht auf einen gemeinsamen Bewerber einigen. Die Union hielt an ihrem Bewerber [[Miquel Fernando Luisanto]] fest, konnte aber keine Mehrheit für diesen sichern. Im dritten Wahlgang kam es schließlich zu einer Spaltung der Fraktion. Die offizielle Parteiführung hielt an Martêu fest, während sich eine Minderheit unter Führung von [[Francisco Britón]] für den von den anderen Rechtsparteien vorgeschlagenen Kompromisskandidaten [[Joán Cardinal]] aussprach, der schließlich auch die meisten Stimmen auf sich vereinte. Das Verhältnis zwischen der Parteiführung um Luisanto und der Minderheit um Britón blieb danach gespannt. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] kam es schließlich zur Parteispaltung und zu einer Reihe von Konkurrenzkandidaturen der beiden Unionistischen Faktionen, die teilweise als „Unión Republicana“ und „Partíu Unionista“ gegeneinander antraten. Nach der Wahl konstituierten sich zwei getrennte Fraktionen im Parlament, von denen überraschend die Britóns eine Mehrheit an Abgeordneten hinter sich sammeln konnte. Die von Britón geführte Fraktion nannte sich zunächst ebenfalls Grupo Unionista, musste sich bald aber umbenennen, woraus der '''Partíu Republicano Conservador''' hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partíu Republicano Conservador und Niedergang der Unionisten ==&lt;br /&gt;
Britón wurde von Joán Cardinal zum Ministerpräsidenten ernannt, die Alt-Unionisten traten dessen Mitte-Rechts-Kabinett erst wenige Monate später bei. Darüber entzündete sich aber erneut Streit in der Partei, sodass sich der liberale Flügel im Frühjahr 1908 der aus dem [[PRL]] hervorgegangenen [[Aliança Republicana]] anschloss. Mit der Spaltung der Partei zerbrach bald auch das Bündnis der Rechten. Der Bruch der Koalition im Jahr 1909 und die Auflösung der Kammern führte zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Neuwahlen]], die für die Rechte zu einem Debakel wurde. Die als PRC antretenden Unionisten kamen zusammen auf nicht einmal 30 Abgeordnete, während die Parteien der Linken die Parlamentsmehrheit zurückerobern konnten. Die Führerschaft im rechten Lager hatte nun die katholische Volksaktion übernommen, die zur stärksten Kraft der Opposition wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PRC Britóns versuchte danach noch einmal vergebens, an die Tradition der Unionisten anzuknüpfen und nannte sich seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Wahlen 1913]] '''Partíu Unionista''', es konnten jedoch nur 27 Abgeordnete unter diesem Banner in die Kammer einziehen. Die nun als „Partíu Unionista“ firmierende Fraktion des PRC schloss sich im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahl 1917]] der katholischen Volksaktion an und kandidierte mit dieser in einer Listengemeinschaft. Seitdem stand die PRC/PU in enger Abhängigkeit zur Volksaktion, ehe die dezimierte Partei 1924 zusammen mit der Acción Popular, dem Überbleibsel der alten Unionistischen Partei und anderen Rechtsparteien in der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Unionisten ==&lt;br /&gt;
=== Unión Nacional ===&lt;br /&gt;
* 1899-1910: [[Miquel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1910-1912: [[Daniel Gaspard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partíu Republicano Conservador (Partíu Unionista) ===&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
* 1914-1919: [[Marcelo Coronado]]&lt;br /&gt;
* 1919-1924: [[Carles Bernord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>94.219.23.212</name></author>
		
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		<title>Volksunion</title>
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Volksunion]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Polit. Katholizismus&amp;lt;br&amp;gt;Korporatismus&amp;lt;br&amp;gt;Konservatismus&amp;lt;br&amp;gt;Christl. Soziallehre&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Unión Electoral de l'Acción Popular de Católicœs''' (deutsch ''Wahlvereinigung für die Volksaktion der Katholiken''), kurz '''Acción Popular''',  war eine katholisch-konservative Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, war die Volksaktion die erste große Konfessionspartei Sagradiens und die erste Partei der politischen Rechten auf Massenbasis. Aus ihr ging 1924 die [[Unión Popular]] hervor, eine unmittelbare Vorgängerorganisation der heutigen sagradischen [[Volkssammlungspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrichtung und Wählerschaft ==&lt;br /&gt;
Die Volksaktion ging aus dem Umfeld des Vereins [[Nación Católica Social]] (NCS) hervor und wurde 1905 nach dem Vorbild der deutschen Zentrumspartei und der französischen Alliance Libérale Populaire gegründet. Sie sah sich als katholische Konfessionspartei und vertrat konservative kirchennahe sowie nationale und christlichsoziale Positionen. Anders als die ultrakonservative und monarchische Rechte der frühen Republik bezeichnete sich die Volksaktion als demokratische Partei, lehnte aber die laizistischen Positionen der republikanischen Linken entschieden ab. Neben dem konservativ-katholischen Flügel bestanden auch ein liberal-progressiver, ein sozialreformatorischer und stark von der katholischen Soziallehre geprägter sowie ein im Grund monarchischer und autoritärer Parteiflügel, in dem es auch starke antisemitische Tendenzen gab. Die Partei orientierte sich stark bürgerlich und altklerikal und konnte auf diese Weise große Teile der konservativen Agrarbevölkerung und des Groß- und Kleinbürgertums, Handwerker, Gewerbetreibende und Beamte anziehen, die sich selbst als katholisch verstanden und sich den Säkularisierungstendenzen in Gesellschaft und Politik entgegen stellten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Ära der konstitutionellen Monarchie wurden katholisch-konservative Positionen von der bis 1873 oppositionellen [[Partíu Conservador|Konservativen Partei]] in der [[Abgeordnetenkammer]] vertreten, die seit den 1850er Jahren die Opposition gegen die liberal dominierte Regierung [[Jacquel de Montevil]]s bildete und zwischen 1873 und 1884 die Mehrheitsfraktion im Parlament stellte. Sie unterstützte u.a. eine starke Position des Monarchen sowie die Verteidigung der Interessen der katholischen Kirche gegenüber der liberal dominierten Staatsbürokratie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Januarrevolution 1891]] gingen die Reste des alten Partíu Conservador in der monarchistischen Opposition gegen die neue [[Zweite Sagradische Republik]] auf, die vor allem den liberal-säkularen Kurs der neuen republikanischen Parlamentsmehrheit ablehnte. Gleichzeitig drangen mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts wurde zudem auch für die rechte Opposition die soziale Frage zu einem Thema. Infolge der Enzyklika &amp;quot;Rerum Novarum&amp;quot; von Papst Leo XIII. im Jahr 1891 bildete sich schließlich eine Gruppe katholischer Abgeordneter in der [[Abgeordnetenkammer]], die einerseits den liberal-laizistischen Kurs der radikalen und moderaten Republikaner ablehnten, andererseits für einen Einbezug der christlichen Soziallehre ins politische Programm eintrat, im Gegensatz zum [[Partíu Socialista]] aber gegen eine revolutionäre Umgestaltung der materiellen Verhältnisse stritten. Führer dieser Gruppe waren der katholische Priester [[Abat Bernardo Regüer]] sowie die Abgeordneten [[Alfredo Cresca]] und [[Demetrio Orzabal]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gescheiterte antirepublikanische [[Putsch von 1898]] führte dazu, dass sich frühere monarchistische Katholiken mit der Republik zunehmend arrangierten und sich der republikanische Mitte annäherten. Seit 1903 stützte die Mehrzahl dieser Abgeordneten die rechte &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot; und gründete anlässlich der [[Präsidentschaftswahlen 1905]] eine gemeinsame parlamentarische Gruppe. Sie unterstützte den konservativen Bewerber [[Joán Cardinal]], der sich schließlich durchsetzen konnte und zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] trat die Acción Popular erstmals als Partei an und wurde drittstärkste Partei im rechten Lager, konnte sich rasch aber steigern und profitierte von den Auflösungserscheinungen der konservativ-republikanischen [[Unión Republicana|Unionistischen Partei]] und der [[Partíu Nacional Renovador|Nationalistischen Bewegung]] [[Daniel Lafontán]]s. Innerhalb der Unionistischen Partei hatte sich bereits seit Ende der 1890er Jahre eine eigene liberal- und sozialkatholische Strömung herausgebildet, die sich nun ebenfalls der Aktionspartei anschloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Wahlen 1909]] erhielt die Acción Popular bereits mehr Mandate als die unionistischen Nachfolgeparteien zusammen, [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|vier Jahre später]] wurde sie stärkste Kraft im klerikal-konservativen Lager und bildete daraufhin gemeinsam mit der siegreichen liberalen [[Aliança Republicana|Republikanischen Allianz]] (AR) eine Koalition der rechten Mitte, die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]] aber durch eine linke Mehrheit abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Regüers Nachfolger als Parteiführer [[Francisco Tropexas]] seit 1917 versuchte, in Konkurrenz zur Linken das sozialreformerische Profil der Partei zu schärfen, kam es zu einem kontinuierlichen Erstarken des konservativen und teilweise antidemokratischen rechten Parteiflügels und zu extremen innerparteilichen Spannungen.  Nach dem Sieg der Linken bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]] und der ersten sozialistischen Regierungsbeteiligung rückten die Katholiken der Volksaktion stärker nach rechts und suchten zum Teil den Schulterschluss mit den antirepublikanischen Kräften, was zu einer Spaltung der Partei führte. Die Jugendorganisation [[Liga del Pôblu Jovén]] trennte sich von der Partei und erklärte sich für unabhängig, aus ihr ging 1925 die christdemokratische [[PDP]] hervor. Der Rest der Partei drängte in Opposition zum [[Bloco de Sinistra]] von 1917 und zur laizistischen &amp;quot;Großen Koalition&amp;quot; von 1921 auf ein größeres katholisches &amp;quot;Selbstschutzbündnis&amp;quot; gegen den Angriff der Laizisten zur endgültigen Trennung von Staat und Kirche, was die ''Apistas'' als Angriff auf die katholische Religion ansahen. 1924 bildeten schließlich die Volksaktion sowie mehrere kleinere Rechtsparteien die katholisch-konservative [[Unión Popular]], die gegenüber der Vorgängerpartei stärkere innere Strukturen und eine straffere Organisation aufwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Volksunion</title>
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| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| [[Volksunion]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Ausrichtung'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Polit. Katholizismus&amp;lt;br&amp;gt;Korporatismus&amp;lt;br&amp;gt;Konservatismus&amp;lt;br&amp;gt;Christl. Soziallehre&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 5em&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;| '''Position'''&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width: 12em&amp;quot; colspan=2| Mitte-Rechts/Rechts&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Unión Electoral de l'Acción Popular de Católicœs''' (deutsch ''Wahlvereinigung für die Volksaktion der Katholiken''), kurz '''Acción Popular''',  war eine katholisch-konservative Partei in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet, war die Volksaktion die erste große Konfessionspartei Sagradiens und die erste Partei der politischen Rechten auf Massenbasis. Aus ihr ging 1924 die [[Unión Popular]] hervor, eine unmittelbare Vorgängerorganisation der heutigen sagradischen [[Volkssammlungspartei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrichtung und Wählerschaft ==&lt;br /&gt;
Die Volksaktion ging aus dem Umfeld des Vereins [[Nación Católica Social]] (NCS) hervor und wurde 1905 nach dem Vorbild der deutschen Zentrumspartei und der französischen Alliance Libérale Populaire gegründet. Sie sah sich als katholische Konfessionspartei und vertrat konservative kirchennahe sowie nationale und christlichsoziale Positionen. Anders als die ultrakonservative und monarchische Rechte der frühen Republik bezeichnete sich die Volksaktion als demokratische Partei, lehnte aber die laizistischen Positionen der republikanischen Linken entschieden ab. Neben dem konservativ-katholischen Flügel bestanden auch ein liberal-progressiver, ein sozialreformatorischer und stark von der katholischen Soziallehre geprägter sowie ein im Grund monarchischer und autoritärer Parteiflügel, in dem es auch starke antisemitische Tendenzen gab. Die Partei orientierte sich stark bürgerlich und altklerikal und konnte auf diese Weise große Teile der konservativen Agrarbevölkerung und des Groß- und Kleinbürgertums, Handwerker, Gewerbetreibende und Beamte anziehen, die sich selbst als katholisch verstanden und sich den Säkularisierungstendenzen in Gesellschaft und Politik entgegen stellten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In der Ära der konstitutionellen Monarchie wurden katholisch-konservative Positionen von der bis 1873 oppositionellen [[Partíu Conservador|Konservativen Partei]] in der [[Abgeordnetenkammer]] vertreten, die seit den 1850er Jahren die Opposition gegen die liberal dominierte Regierung [[Jacquel de Montevil]]s bildete und zwischen 1873 und 1884 die Mehrheitsfraktion im Parlament stellte. Sie unterstützte u.a. eine starke Position des Monarchen sowie die Verteidigung der Interessen der katholischen Kirche gegenüber der liberal dominierten Staatsbürokratie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Januarrevolution 1891]] gingen die Reste des alten Partíu Conservador in der monarchistischen Opposition gegen die neue [[Zweite Sagradische Republik]] auf, die vor allem den liberal-säkularen Kurs der neuen republikanischen Parlamentsmehrheit ablehnte. Gleichzeitig drangen mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts wurde zudem auch für die rechte Opposition die soziale Frage zu einem Thema. Infolge der Enzyklika &amp;quot;Rerum Novarum&amp;quot; von Papst Leo XIII. im Jahr 1891 bildete sich schließlich eine Gruppe katholischer Abgeordneter in der [[Abgeordnetenkammer]], die einerseits den liberal-laizistischen Kurs der radikalen und moderaten Republikaner ablehnten, andererseits für einen Einbezug der christlichen Soziallehre ins politische Programm eintrat, im Gegensatz zum [[Partíu Socialista]] aber gegen eine revolutionäre Umgestaltung der materiellen Verhältnisse stritten. Führer dieser Gruppe waren der katholische Priester [[Abat Bernardo Regüer]] sowie die Abgeordneten [[Alfredo Cresca]] und [[Demetrio Orzabal]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gescheiterte antirepublikanische [[Putsch von 1898]] führte dazu, dass sich frühere monarchistische Katholiken mit der Republik zunehmend arrangierten und sich der republikanische Mitte annäherten. Seit 1903 stützte die Mehrzahl dieser Abgeordneten die rechte &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot; und gründete anlässlich der [[Präsidentschaftswahlen 1905]] eine gemeinsame parlamentarische Gruppe. Sie unterstützte den konservativen Bewerber [[Joán Cardinal]], der sich schließlich durchsetzen konnte und zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|Parlamentswahlen 1907]] trat die Acción Popular erstmals als Partei an und wurde drittstärkste Partei im rechten Lager, konnte sich rasch aber steigern und profitierte von den Auflösungserscheinungen der konservativ-republikanischen [[Unión Republicana|Unionistischen Partei]] und der [[Partíu Nacional Renovador|Nationalistischen Bewegung]] [[Daniel Lafontán]]s. Innerhalb der Unionistischen Partei hatte sich bereits seit Ende der 1890er Jahre eine eigene liberal- und sozialkatholische Strömung herausgebildet, die sich nun ebenfalls der Aktionspartei anschloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1909|Wahlen 1909]] erhielt die Acción Popular bereits mehr Mandate als die unionistischen Nachfolgeparteien zusammen, [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|vier Jahre später]] wurde sie stärkste Kraft im klerikal-konservativen Lager und bildete daraufhin gemeinsam mit der siegreichen liberalen [[Aliança Republicana|Republikanischen Allianz]] (AR) eine Koalition der rechten Mitte, die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|1917]] aber durch eine linke Mehrheit abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Regüers Nachfolger als Parteiführer [[Francisco Tropexas]] seit 1917 versuchte, in Konkurrenz zur Linken das sozialreformerische Profil der Partei zu schärfen, kam es zu einem kontinuierlichen Erstarken des konservativen und teilweise antidemokratischen rechten Parteiflügels und zu extremen innerparteilichen Spannungen.  Nach dem Sieg der Linken bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]] und der ersten sozialistischen Regierungsbeteiligung rückten die Katholiken der Volksaktion stärker nach rechts und suchten zum Teil den Schulterschluss mit den antirepublikanischen Kräften, was zu einer Spaltung der Partei führte. Die Jugendorganisation [[Liga del Pôblu Jovén]] trennte sich von der Partei und erklärte sich für unabhängig, aus ihr ging 1925 die christdemokratische [[PDP]] hervor. Der Rest der Partei drängte in Opposition zum [[Bloco de Sinistra]] von 1917 und zur laizistischen &amp;quot;Großen Koalition&amp;quot; von 1921 auf ein größeres katholisches &amp;quot;Selbstschutzbündnis&amp;quot; gegen den Angriff der Laizisten zur endgültigen Trennung von Staat und Kirche, was die ''Apistas'' als Angriff auf die katholische Religion ansahen. 1924 bildeten schließlich die Volksaktion sowie mehrere kleinere Rechtsparteien die katholisch-konservative [[Unión Popular]], die gegenüber der Vorgängerpartei stärkere innere Strukturen und eine straffere Organisation aufwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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