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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=12264</id>
		<title>Joán Emilio Moya</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Geschäftsmann und Politiker. Er war von 1982 bis 1986 [[Ministerpräsident]] von [[Sagradien]] und bis 1987 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Joán Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungschef ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Alfonso María Guivares]] zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] wurde Moya im Frühjahr 1982 zum neuen [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] in der [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] berufen. Mit seiner dezidiert marktfreundlichen Wirtschaftspolitik trug er danach wesentlich zum nahenden Bruch der Koalition mit den [[ASUL|Sozialisten]] bei. Nach deren Ausscheiden aus dem [[Kabinett Nada II|Kabinett]] wurde Moya mit der Geschäftsführung des [[Finanzminister]]iums und mit dem Amt eines [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]] betraut. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Emilio Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Reformen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Mär-Nov 1982: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Nada I]] und [[Kabinett Nada II|II]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: amtierender [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1990: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=12263</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<updated>2013-01-18T16:49:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Mandate */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grande Illega war in den Achtziger Jahren [[Transportminister]] (1981-1982), [[Verteidigungsminister]] (1986-1988) sowie [[Finanzminister]] (1988-1990) in den Kabinetten [[Kabinett Nada I|Nada]] und [[Kabinett Ricardes I|Ricardes]]. 1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1991 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1995 für weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter sowie Staatssekretär im Infrastrukturministerium der neuen [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro de la Nada]]. Zwei Jahre später beerbte er seinen Vorgesetzten [[José Helguerra]] und rückte als Minister an die Spitze des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Minister unter Donado Ricardes ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] ging Grande Illega in die Opposition und wurde von seiner Partei erstmals in den Parteivorstand gewählt. Im Parlament stieg der redegewandte Grande schnell zu einem der führenden Politiker der Sozialisten auf und galt als Protegé von Parteichef Joán Caval. Er wurde zu dieser Zeit zu den Anhängern des linken [[Andrés Colón]] gerechnet, sprach sich aber 1986 überraschenderweise für eine Spitzenkandidatur des wirtschaftsfreundlichen Reformers [[Donado Ricardes]] aus, was auf einen privaten Bruch mit Colón zurückgeführt wurde. Jedoch rückte Grande in dieser Zeit auch politisch vom Linkskurs Colóns ab. Die Strategie Ricardes’, die politische Mitte erobern zu wollen, fand die volle Unterstützung Grandes, der auch Mitglied im Wahlkampfteam der Sozialisten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] berief ihn der neue Premierminister Donado Ricardes als Verteidigungsminister in sein sozialistisch-liberales [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett]]. In dieser Funktion leitete Grande eine umfassende Armeereform ein, welche die Truppenstärke drastisch reduzierte. Diese Maßnahmen trugen Grande die Feindschaft der rechten Opposition ein. Bereits die Berufung Grande Illegas hatte bei konservativen Kritikern für Unmut gesorgt, da der Sozialist in seiner Jugend als scharfer Kritiker der NATO aufgetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Cavals als Parteichef im Jahr 1987 wurde Grande Illega im Rahmen einer Erneuerung der Parteispitze erstmals ins Exekutivkomitee der Partei gewählt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] wechselte er als Nachfolger des liberalen [[Vítor António Anghés]] an die Spitze des Finanzressorts, wo er aber die angestrebte Erhöhung der Eigentumssteuer nicht gegen den liberalen Koalitionspartner durchsetzen konnte, zumal auch Ricardes selbst nicht völlig hinter dieser Maßnahme stand. Grande Illega galt spätestens seit diesem Zeitpunkt als innerparteilicher Gegner und Konkurrent Donado Ricardes’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess und Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der ehemalige [[Ligre-Scantia|ligre-skantische]] Regionalpräsident [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega neben [[Francisco Montero]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. Noch auf dem gleichen Parteikongress wurde Grande Illega zum Vizegeneralsekretär gewählt und rückte damit zur Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Luis José López auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Monate später kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]] und siegte. Als Bürgermeister der Hauptstadt trat er in die Fußstapfen seines Mentors Joán Caval, der dieses Amt von 1960 bis 1967 bekleidet hatte. Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Minister der Verteidigung im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Minister der Finanzen im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1999: Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1991: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>António Grande Illega</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grande Illega war in den Achtziger Jahren [[Transportminister]] (1981-1982), [[Verteidigungsminister]] (1986-1988) sowie [[Finanzminister]] (1988-1990) in den Kabinetten [[Kabinett Nada I|Nada]] und [[Kabinett Ricardes I|Ricardes]]. 1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. 1991 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1995 für weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter sowie Staatssekretär im Infrastrukturministerium der neuen [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro de la Nada]]. Zwei Jahre später beerbte er seinen Vorgesetzten [[José Helguerra]] und rückte als Minister an die Spitze des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Minister unter Donado Ricardes ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] ging Grande Illega in die Opposition und wurde von seiner Partei erstmals in den Parteivorstand gewählt. Im Parlament stieg der redegewandte Grande schnell zu einem der führenden Politiker der Sozialisten auf und galt als Protegé von Parteichef Joán Caval. Er wurde zu dieser Zeit zu den Anhängern des linken [[Andrés Colón]] gerechnet, sprach sich aber 1986 überraschenderweise für eine Spitzenkandidatur des wirtschaftsfreundlichen Reformers [[Donado Ricardes]] aus, was auf einen privaten Bruch mit Colón zurückgeführt wurde. Jedoch rückte Grande in dieser Zeit auch politisch vom Linkskurs Colóns ab. Die Strategie Ricardes’, die politische Mitte erobern zu wollen, fand die volle Unterstützung Grandes, der auch Mitglied im Wahlkampfteam der Sozialisten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] berief ihn der neue Premierminister Donado Ricardes als Verteidigungsminister in sein sozialistisch-liberales [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett]]. In dieser Funktion leitete Grande eine umfassende Armeereform ein, welche die Truppenstärke drastisch reduzierte. Diese Maßnahmen trugen Grande die Feindschaft der rechten Opposition ein. Bereits die Berufung Grande Illegas hatte bei konservativen Kritikern für Unmut gesorgt, da der Sozialist in seiner Jugend als scharfer Kritiker der NATO aufgetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Cavals als Parteichef im Jahr 1987 wurde Grande Illega im Rahmen einer Erneuerung der Parteispitze erstmals ins Exekutivkomitee der Partei gewählt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] wechselte er als Nachfolger des liberalen [[Vítor António Anghés]] an die Spitze des Finanzressorts, wo er aber die angestrebte Erhöhung der Eigentumssteuer nicht gegen den liberalen Koalitionspartner durchsetzen konnte, zumal auch Ricardes selbst nicht völlig hinter dieser Maßnahme stand. Grande Illega galt spätestens seit diesem Zeitpunkt als innerparteilicher Gegner und Konkurrent Donado Ricardes’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess und Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der ehemalige [[Ligre-Scantia|ligre-skantische]] Regionalpräsident [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega neben [[Francisco Montero]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. Noch auf dem gleichen Parteikongress wurde Grande Illega zum Vizegeneralsekretär gewählt und rückte damit zur Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Luis José López auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Monate später kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]] und siegte. Als Bürgermeister der Hauptstadt trat er in die Fußstapfen seines Mentors Joán Caval, der dieses Amt von 1960 bis 1967 bekleidet hatte. Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Minister der Verteidigung im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Minister der Finanzen im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1999: Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1991: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=12261</id>
		<title>António Grande Illega</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=12261"/>
		<updated>2013-01-18T16:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 Präsident von Sagradien. Er war in den Achtziger Jahren mehrmals Minister in den Kabinetten [[Kabinett Nada I|Nada]] und [[Kabinett Ricardes I|Ricardes]], als [[Transportminister]] (1981-1982), [[Verteidigungsminister]] (1986-1988) und als [[Finanzminister]] (1988-1990). 1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär [[ASUL|seiner Partei]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1995 für weitere vier Jahre wiedergewählt. Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter sowie Staatssekretär im Infrastrukturministerium der neuen [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro de la Nada]]. Zwei Jahre später beerbte er seinen Vorgesetzten [[José Helguerra]] und rückte als Minister an die Spitze des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Minister unter Donado Ricardes ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] ging Grande Illega in die Opposition und wurde von seiner Partei erstmals in den Parteivorstand gewählt. Im Parlament stieg der redegewandte Grande schnell zu einem der führenden Politiker der Sozialisten auf und galt als Protegé von Parteichef Joán Caval. Er wurde zu dieser Zeit zu den Anhängern des linken [[Andrés Colón]] gerechnet, sprach sich aber 1986 überraschenderweise für eine Spitzenkandidatur des wirtschaftsfreundlichen Reformers [[Donado Ricardes]] aus, was auf einen privaten Bruch mit Colón zurückgeführt wurde. Jedoch rückte Grande in dieser Zeit auch politisch vom Linkskurs Colóns ab. Die Strategie Ricardes’, die politische Mitte erobern zu wollen, fand die volle Unterstützung Grandes, der auch Mitglied im Wahlkampfteam der Sozialisten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] berief ihn der neue Premierminister Donado Ricardes als Verteidigungsminister in sein sozialistisch-liberales [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett]]. In dieser Funktion leitete Grande eine umfassende Armeereform ein, welche die Truppenstärke drastisch reduzierte. Diese Maßnahmen trugen Grande die Feindschaft der rechten Opposition ein. Bereits die Berufung Grande Illegas hatte bei konservativen Kritikern für Unmut gesorgt, da der Sozialist in seiner Jugend als scharfer Kritiker der NATO aufgetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Cavals als Parteichef im Jahr 1987 wurde Grande Illega im Rahmen einer Erneuerung der Parteispitze erstmals ins Exekutivkomitee der Partei gewählt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] wechselte er als Nachfolger des liberalen [[Vítor António Anghés]] an die Spitze des Finanzressorts, wo er aber die angestrebte Erhöhung der Eigentumssteuer nicht gegen den liberalen Koalitionspartner durchsetzen konnte, zumal auch Ricardes selbst nicht völlig hinter dieser Maßnahme stand. Grande Illega galt spätestens seit diesem Zeitpunkt als innerparteilicher Gegner und Konkurrent Donado Ricardes’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess und Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der ehemalige [[Ligre-Scantia|ligre-skantische]] Regionalpräsident [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega neben [[Francisco Montero]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. Noch auf dem gleichen Parteikongress wurde Grande Illega zum Vizegeneralsekretär gewählt und rückte damit zur Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Luis José López auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Monate später kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]] und siegte. Als Bürgermeister der Hauptstadt trat er in die Fußstapfen seines Mentors Joán Caval, der dieses Amt von 1960 bis 1967 bekleidet hatte. Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Minister der Verteidigung im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Minister der Finanzen im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1999: Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1991: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12260</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2013-01-18T16:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Ana-Lorel Cabral]]&lt;br /&gt;
* 1987-1992: [[Oscar Aliureto Ruix]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Ricardes_II&amp;diff=12259</id>
		<title>Kabinett Ricardes II</title>
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		<updated>2013-01-18T16:22:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes II''' wurde im Mai 1988 gebildet und unterschied sich vom Vorgängerkabinett [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] nur in wenigen Positionen. Das Kabinett der sozialistisch-liberalen Koalition unter [[Donado Ricardes]] blieb bis zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] im Amt, ehe es vom konservativ-liberalen [[Kabinett Otero I]] abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes II ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Mai 1988 - November 1990&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Cesar Capón]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[António Grande Illega]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Angel Ribero]], UDS&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL; ab August 1989 [[Francisco Montero]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherheit: [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Joán Docién Delavesc]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Francisco Montero]], ASUL; ab August 1989 [[Ramón Julio De la Costa]], ASUL&lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[Mário Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Forschung und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionale Angelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes II]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Ricardes_I&amp;diff=12258</id>
		<title>Kabinett Ricardes I</title>
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		<updated>2013-01-18T16:22:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Ricardes I''' war eine Regierung der sozialistisch-liberalen Koalition aus [[ASUL]] und [[UDS]]. Gebildet nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]], blieb es bis zu einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung 1988]] bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Ricardes I ([[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]), Dezember 1986 - Mai 1988&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Donado Ricardes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Lorenzo Estrubal]], UDS; [[Alberto Macià]], PRD&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Lorenzo Estrubal]], UDS&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Cesar Capón]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Vítor António Anghés]], UDS&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Alberto Macià]], PRD&lt;br /&gt;
* Arbeit und Beschäftigung: [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und soziale Sicherung: [[María Benítez Saforcada]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[António Grande Illega]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verkehr und Infrastruktur: [[Salvador Lafayet]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wohnungsbau: [[Simón Lorenzo Celano]], ASUL&lt;br /&gt;
* Öffentlicher Dienst, Post und Telekommunkation: [[Luca Bremante]], UDS&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[María Delponte]], ASUL; ab August 1987 [[Pierfernando Chabarel]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt: [[Francisco Montero]], ASUL &lt;br /&gt;
* Erziehung und Familie: [[Mário Costa]], UDS&lt;br /&gt;
* Forschung und Kultur: [[Carles Martínez Begueller]], PRD&lt;br /&gt;
* Regionale Angelegenheiten: [[Ana-Lorel Cabral]], PRD&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Miguel Rodríguez]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Ricardes I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Ricardes I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>PRD</title>
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		<updated>2013-01-18T16:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Ils Radicales]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2013-01-18T16:18:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1990-1995: [[Oscar Aliureto Ruix]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Den%C3%ADsio_%C3%81lvarez&amp;diff=12255</id>
		<title>Denísio Álvarez</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Den%C3%ADsio_%C3%81lvarez&amp;diff=12255"/>
		<updated>2013-01-18T16:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Jugend, Beruf und politische Anfänge als Bürgermeister von Viteza */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Denísio Jocéntilo Álvarez''' (*1954 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen Volkspartei ([[PPC]]). Er war von 1988 bis 1993 Bürgermeister der Stadt [[Viteza]] und danach von 1995 bis 2006 Präsident der [[Lojandía|lojandinischen]] [[Regionaljunta]]. Von 2006 bis Februar 2011 war er als [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I|Kabinett Luisanto]] vertreten. Seit 2002 war er zudem Stellvertretender Parteivorsitzender der christlich-konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 gab er aus privaten Gründen seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufliche und politische Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Beruf und politische Anfänge als Bürgermeister von Viteza ===&lt;br /&gt;
Der im [[Sagonte-Sarmay|sarmayischen]] [[Noyar]] geborene und in [[Lojandía]] aufgewachsene Álvarez begann nach dem Abitur ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in [[Semess]]. Nach seinem Abschluss besuchte er die [[SIS]] in [[Viteza]], arbeitete anschließend nach seiner Promotion an der Hochschule für Wirtschaftswissenschaften in [[Laquines]] und erhielt 1985 eine Assistenz-Professur für internationalen Handel an der SIS. 1987 wurde Álvarez zum nationalen Vizesekretär des linksliberalen [[Partido Radical-Democrático]] gewählt und unterstützte zeitweise die EU-Abgeordnete [[María Laponte]] als Mitarbeiter, ehe er 1988 als Unabhängiger zum Bürgermeister von [[Viteza]] gewählt wurde. Álvarez regierte die Stadt mithilfe einer bürgerlichen Mehrheit und wurde zeitweise von den sagradischen [[Verdes|Grünen]] unterstützt. Álvarez schaffte es in fünf Jahren, Viteza zu einem angesehen Standort für Zukunftstechnologien umzugestalten und die Arbeitslosenquote der Stadt spürbar zu senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Region Lojandía ===&lt;br /&gt;
Durch diesen Erfolg wurde die lojandinische [[PPC]] unter Angel Colorado auf Álvarez aufmerksam, der Álvarez vor den [[Regionalwahlen 1993]] für einen Wechsel in die lojandinische Regionalpolitik motivieren konnte. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] kandidierte Álvarez als Unabhängiger auf der Liste der PPC und wurde in den Regionalrat gewählt. Sein Engagement für den PRD hatte er bereits 1991 beendet. Nachdem er im Wahlkampf bereits als Experte für Sozial- und Stadtentwicklung des PPC aufgetreten war, berief der neue lojandinische Regionalpräsident [[Angel Colorado]] Álvarez zum Assessor für Soziales, regionale Entwicklung und Städtebau in den neuen konservativ-liberalen Regionalausschuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl und der Berufung zum Assessor trat Álvarez von seinem Amt als Bürgermeister von Viteza zurück und wenig später in den lojandinischen PPC ein, wo er schnell Karriere machen konnte. Bereits 1994 gehörte er zum Vorstand der Partei in der Region. Nach dem Eintritt Angel Colorados ins [[Kabinett Otero II|Kabinett Otero]] im Herbst 1995 kandidierte Álvarez auf Vorschlag Colorados erfolgreich für dessen Nachfolge und wurde zum neuen Präsidenten der Regionaljunta sowie wenig später zum Vorsitzenden der PPC in Lojandía gewählt. Die Koalition mit den Liberalen führte er bis zu den [[Regionalwahlen 1997]] weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem schlechten Abschneiden der UDS und dem guten Ergebnis des rechten [[PSP]] bei den Wahlen bildete Álvarez als Wahlsieger eine [[Große Koalition]] mit den zweitplatzierten [[ASUL|Sozialisten]]. Eine Zusammenarbeit mit dem PSP unter [[Joán de la Pênia]] lehnte er entschieden ab. Die Koalition mit der ASUL wurde auch bei den [[Regionalwahlen 2001|Wahlen 2001]] und [[Regionalwahlen 2005|2005]] bestätigt, die Álvarez stets gewinnen konnte. Nach der Wahl Joán De la Pênias zum Bürgermeister der lojandinischen Hauptstadt [[Laquines]] kam es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen den gegensätzlichen Regional- und Stadtregierungen, die von Medien als „Kampf um Laquines“ bezeichnet wurden und Álvarez große Sympathien auch im linken Lager einbrachte. Gegen umstrittene Maßnahmen gegen Obdachlose in Laquines rief Álvarez im Jahr 2001 zusammen mit linken und liberalen Politikern das Verfassungsgericht an und siegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in der Volkspartei ===&lt;br /&gt;
Innerhalb des PPC begann Álvarez nach dem Regionalwahlsieg 1997, sich auch die nationale Politik einzuschalten. Schnell stieg er zum führenden Politiker der „Republicanoes“ auf, die parteiinternen den kleinen sozialliberalen Reformflügel darstellen. Nachdem er im Jahr 1998 erstmals in den nationalen Vorstand und zwei Jahre später in die Nationaldirektion des PPC gewählt worden war, gehörte Álvarez 2002 als Experte für Bildungs- und Forschungspolitik zum Wahlkampfteam von PPC-Kandidat [[Roberto Vidéas Braga]]. Nach der Niederlage der Konservativen wurde Álvarez zum stellvertretenden Vorsitzenden des PPC gewählt. In der Folge wuchs der Lohade zum größten Konkurrenten und parteiinternen Gegenspieler von Parteichef [[Miguel Ánibal Luisanto]] heran. Während Luisanto als konservativer und wirtschaftsliberaler Politiker die Partei für eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten [[De la Pênia]]s öffnen wollte, betonte Álvarez das pro-europäische und zentristisch-liberale Profil der Partei und setzte sich für einen liberalen Reformkurs und für eine Ausgrenzung der Rechtspopulisten ein. In der Öffentlichkeit wurde Álvarez daher als Exponent des linken Parteiflügels wahrgenommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] deckte Álvarez zwar die Parteistrategie der möglichen Zusammenarbeit mit dem PSP, schloss diese aber in seiner eigenen Region aus. Stattdessen sprach er sich für eine Fortsetzung der Großen Koalition aus, sollte es nicht für eine konservativ-liberale Mehrheit reichen. Nach seinem neuerlichen Wahlsieg war er der einzige Volkspartei-Politiker, der in der Folge eine Große Koalition bildete, was in der Parteiführung um Luisanto zu Verstimmungen führte. Ausgerechnet in seiner Stammregion Lojandía blieb PSP-Chef De la Pênia damit weiterhin von der Regierungsteilhabe ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] präsentierte PPC-Kandidat Ánibal Luisanto den 52-jährigen Álvarez als Mitglied seines Wahlkampfteams und Experten für Umwelt, Energie und Zukunftstechnologien. Als solcher sollte Álvarez der rot-grünen Regierung die ökologische Kompetenz streitig machen und liberale Wähler anziehen. Álvarez setzte sich für einen Mix aus erneuerbaren Energien und Atomkraft ein, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstroffen zu überwinden. Bereits in den Neunziger Jahren hatte er zu den Gründern des „PPC per la Terra“ gehört, aus dem 2006 die [[Ecología Popular]] hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der sagradischen Rechten bei den Kammerwahlen wurde Álvarez als [[Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] in die neue Mitte-Rechts-Regierung von Premierminister Luisanto berufen. Zusammen mit &amp;quot;Reformminister&amp;quot; [[Traiano Atániez]] und Justizministerin [[Benita Hubner]] vom linken [[UDS]]-Flügel repräsentierte er den progressiven Pol der konservativ-liberalen Minderheitsregierung, die jedoch im Parlament vom Vertrauen der rechtspopulistischen [[PSP]] abhängig war. Álvarez’ Nachfolgerin als Präsidentin in Lojandía wurde [[Francisca Mendes Del Ponte]]. Zum Staatssekretär im Umweltministerium machte Álvarez den Umweltexperten [[Carles Arrantzabal]], nachdem sein Wunschkandidat [[Mário Pelegrín]], Gründer der grün-konservativen Ecología Popular und bereits in den Neunziger Jahren als Umweltstaatssekretär tätig, abgesagt hatte. Unter Álvarez’ Ministerschaft wurden der von der rot-grünen Regierung De la Costa beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie aufgeschoben und die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert, was heftigen Widerstand in der Bevölkerung nach sich zog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Regierungsallianz kam es immer wieder zu direkten Auseinandersetzungen zwischen dem von seinen rechten Gegnern gerne als „verkappten Ökosozialisten“ bezeichneten Álvarez und den Wirtschaftsliberalen und Rechtspopulisten in der Regierung. Parteiintern wurde Álvarez zudem regelmäßig als schärfster Rivale Miguel Ánibal Luisantos angesehen. Nach dem Bruch Traiano Atániez’ mit Luisanto und der Gründung der neuen [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC) traten mehrere Anhänger Álvarez’ zur neuen Partei über, wodurch auch Álvarez’ Stellung in der Volkspartei geschwächt wurde. Álvarez selbst wies Spekulationen um einen Parteiwechsel aber zurück und kritisierte Atániez’ Neugründung als „Schwächung und Spaltung der popularen Mitte“. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] forderte er Atániez auf, wieder in die Volkspartei zurückzukehren, wo die natürliche Heimat aller zentristischen Kräfte in Sagradien sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2010 wurde bekannt, dass Álvarez jüngste Tochter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nachdem er seine Ämter zunächst weitergeführt hatte, gab Álvarez im Februar 2011 seinen sofortigen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt. Neben dem Minister- und seinem Parteiamt gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer zurück und erklärte, sich fortan vor allem um seine Frau und seine Familie kümmern zu wollen. Der Zeitpunkt des Rückzugs kurz nach einer parteiinternen Auseinandersetzung um eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik gab jedoch Anlass zu Spekulationen über ein mögliches Zerwürfnis zwischen Alvarez und Luisanto als Anlass für den Rückzug. Nachfolgerin Álvarez' im [[Kabinett Luisanto III|Kabinett Luisanto]] wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-1993: Bürgermeister der Stadt [[Viteza]]&lt;br /&gt;
* 1993-1995: Beigeordneter Regionalrat für Soziales in der Regionaljunta von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1995-2006: Präsident der Regionaljunta von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 2006-2011: [[Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1993-2006: Regionalrat in [[Lojandía]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
* 2006-2011: Mitglied der Abgeordnetenkammer ([[PPC]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1987-1991: Vizesekretär des [[Partido Radical-Democrático]] (PRD)&lt;br /&gt;
* 1995-2008: Vorsitzender des [[PPC]] [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 2002-2011: Stellvertretender Parteivorsitzender des [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident Lojandía|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Alvarez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<title>Denísio Álvarez</title>
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		<updated>2013-01-18T16:16:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteiämter */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Denísio Jocéntilo Álvarez''' (*1954 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen Volkspartei ([[PPC]]). Er war von 1988 bis 1993 Bürgermeister der Stadt [[Viteza]] und danach von 1995 bis 2006 Präsident der [[Lojandía|lojandinischen]] [[Regionaljunta]]. Von 2006 bis Februar 2011 war er als [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I|Kabinett Luisanto]] vertreten. Seit 2002 war er zudem Stellvertretender Parteivorsitzender der christlich-konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 gab er aus privaten Gründen seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufliche und politische Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Beruf und politische Anfänge als Bürgermeister von Viteza ===&lt;br /&gt;
Der im [[Sagonte-Sarmay|sarmayischen]] [[Noyar]] geborene und in [[Lojandía]] aufgewachsene Álvarez begann nach dem Abitur ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in [[Semess]]. Nach seinem Abschluss besuchte er die [[SIS]] in [[Viteza]], arbeitete anschließend nach seiner Promotion an der Hochschule für Wirtschaftswissenschaften in [[Laquines]] und erhielt 1985 eine Assistenz-Professur für internationalen Handel an der SIS. 1985 wurde Álvarez zum nationalen Sekretär des linksliberalen [[Partido Radical-Democrático]] gewählt und unterstützte zeitweise die EU-Abgeordnete [[María Laponte]] als Mitarbeiter, ehe er 1988 als Unabhängiger zum Bürgermeister von [[Viteza]] gewählt wurde. Álvarez regierte die Stadt mithilfe einer bürgerlichen Mehrheit und wurde zeitweise von den sagradischen [[Verdes|Grünen]] unterstützt. Álvarez schaffte es in fünf Jahren, Viteza zu einem angesehen Standort für Zukunftstechnologien umzugestalten und die Arbeitslosenquote der Stadt spürbar zu senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Region Lojandía ===&lt;br /&gt;
Durch diesen Erfolg wurde die lojandinische [[PPC]] unter Angel Colorado auf Álvarez aufmerksam, der Álvarez vor den [[Regionalwahlen 1993]] für einen Wechsel in die lojandinische Regionalpolitik motivieren konnte. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] kandidierte Álvarez als Unabhängiger auf der Liste der PPC und wurde in den Regionalrat gewählt. Sein Engagement für den PRD hatte er bereits 1991 beendet. Nachdem er im Wahlkampf bereits als Experte für Sozial- und Stadtentwicklung des PPC aufgetreten war, berief der neue lojandinische Regionalpräsident [[Angel Colorado]] Álvarez zum Assessor für Soziales, regionale Entwicklung und Städtebau in den neuen konservativ-liberalen Regionalausschuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl und der Berufung zum Assessor trat Álvarez von seinem Amt als Bürgermeister von Viteza zurück und wenig später in den lojandinischen PPC ein, wo er schnell Karriere machen konnte. Bereits 1994 gehörte er zum Vorstand der Partei in der Region. Nach dem Eintritt Angel Colorados ins [[Kabinett Otero II|Kabinett Otero]] im Herbst 1995 kandidierte Álvarez auf Vorschlag Colorados erfolgreich für dessen Nachfolge und wurde zum neuen Präsidenten der Regionaljunta sowie wenig später zum Vorsitzenden der PPC in Lojandía gewählt. Die Koalition mit den Liberalen führte er bis zu den [[Regionalwahlen 1997]] weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem schlechten Abschneiden der UDS und dem guten Ergebnis des rechten [[PSP]] bei den Wahlen bildete Álvarez als Wahlsieger eine [[Große Koalition]] mit den zweitplatzierten [[ASUL|Sozialisten]]. Eine Zusammenarbeit mit dem PSP unter [[Joán de la Pênia]] lehnte er entschieden ab. Die Koalition mit der ASUL wurde auch bei den [[Regionalwahlen 2001|Wahlen 2001]] und [[Regionalwahlen 2005|2005]] bestätigt, die Álvarez stets gewinnen konnte. Nach der Wahl Joán De la Pênias zum Bürgermeister der lojandinischen Hauptstadt [[Laquines]] kam es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen den gegensätzlichen Regional- und Stadtregierungen, die von Medien als „Kampf um Laquines“ bezeichnet wurden und Álvarez große Sympathien auch im linken Lager einbrachte. Gegen umstrittene Maßnahmen gegen Obdachlose in Laquines rief Álvarez im Jahr 2001 zusammen mit linken und liberalen Politikern das Verfassungsgericht an und siegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in der Volkspartei ===&lt;br /&gt;
Innerhalb des PPC begann Álvarez nach dem Regionalwahlsieg 1997, sich auch die nationale Politik einzuschalten. Schnell stieg er zum führenden Politiker der „Republicanoes“ auf, die parteiinternen den kleinen sozialliberalen Reformflügel darstellen. Nachdem er im Jahr 1998 erstmals in den nationalen Vorstand und zwei Jahre später in die Nationaldirektion des PPC gewählt worden war, gehörte Álvarez 2002 als Experte für Bildungs- und Forschungspolitik zum Wahlkampfteam von PPC-Kandidat [[Roberto Vidéas Braga]]. Nach der Niederlage der Konservativen wurde Álvarez zum stellvertretenden Vorsitzenden des PPC gewählt. In der Folge wuchs der Lohade zum größten Konkurrenten und parteiinternen Gegenspieler von Parteichef [[Miguel Ánibal Luisanto]] heran. Während Luisanto als konservativer und wirtschaftsliberaler Politiker die Partei für eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten [[De la Pênia]]s öffnen wollte, betonte Álvarez das pro-europäische und zentristisch-liberale Profil der Partei und setzte sich für einen liberalen Reformkurs und für eine Ausgrenzung der Rechtspopulisten ein. In der Öffentlichkeit wurde Álvarez daher als Exponent des linken Parteiflügels wahrgenommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] deckte Álvarez zwar die Parteistrategie der möglichen Zusammenarbeit mit dem PSP, schloss diese aber in seiner eigenen Region aus. Stattdessen sprach er sich für eine Fortsetzung der Großen Koalition aus, sollte es nicht für eine konservativ-liberale Mehrheit reichen. Nach seinem neuerlichen Wahlsieg war er der einzige Volkspartei-Politiker, der in der Folge eine Große Koalition bildete, was in der Parteiführung um Luisanto zu Verstimmungen führte. Ausgerechnet in seiner Stammregion Lojandía blieb PSP-Chef De la Pênia damit weiterhin von der Regierungsteilhabe ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Luisanto ===&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] präsentierte PPC-Kandidat Ánibal Luisanto den 52-jährigen Álvarez als Mitglied seines Wahlkampfteams und Experten für Umwelt, Energie und Zukunftstechnologien. Als solcher sollte Álvarez der rot-grünen Regierung die ökologische Kompetenz streitig machen und liberale Wähler anziehen. Álvarez setzte sich für einen Mix aus erneuerbaren Energien und Atomkraft ein, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstroffen zu überwinden. Bereits in den Neunziger Jahren hatte er zu den Gründern des „PPC per la Terra“ gehört, aus dem 2006 die [[Ecología Popular]] hervorging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wahlsieg der sagradischen Rechten bei den Kammerwahlen wurde Álvarez als [[Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] in die neue Mitte-Rechts-Regierung von Premierminister Luisanto berufen. Zusammen mit &amp;quot;Reformminister&amp;quot; [[Traiano Atániez]] und Justizministerin [[Benita Hubner]] vom linken [[UDS]]-Flügel repräsentierte er den progressiven Pol der konservativ-liberalen Minderheitsregierung, die jedoch im Parlament vom Vertrauen der rechtspopulistischen [[PSP]] abhängig war. Álvarez’ Nachfolgerin als Präsidentin in Lojandía wurde [[Francisca Mendes Del Ponte]]. Zum Staatssekretär im Umweltministerium machte Álvarez den Umweltexperten [[Carles Arrantzabal]], nachdem sein Wunschkandidat [[Mário Pelegrín]], Gründer der grün-konservativen Ecología Popular und bereits in den Neunziger Jahren als Umweltstaatssekretär tätig, abgesagt hatte. Unter Álvarez’ Ministerschaft wurden der von der rot-grünen Regierung De la Costa beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie aufgeschoben und die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert, was heftigen Widerstand in der Bevölkerung nach sich zog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Regierungsallianz kam es immer wieder zu direkten Auseinandersetzungen zwischen dem von seinen rechten Gegnern gerne als „verkappten Ökosozialisten“ bezeichneten Álvarez und den Wirtschaftsliberalen und Rechtspopulisten in der Regierung. Parteiintern wurde Álvarez zudem regelmäßig als schärfster Rivale Miguel Ánibal Luisantos angesehen. Nach dem Bruch Traiano Atániez’ mit Luisanto und der Gründung der neuen [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC) traten mehrere Anhänger Álvarez’ zur neuen Partei über, wodurch auch Álvarez’ Stellung in der Volkspartei geschwächt wurde. Álvarez selbst wies Spekulationen um einen Parteiwechsel aber zurück und kritisierte Atániez’ Neugründung als „Schwächung und Spaltung der popularen Mitte“. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] forderte er Atániez auf, wieder in die Volkspartei zurückzukehren, wo die natürliche Heimat aller zentristischen Kräfte in Sagradien sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2010 wurde bekannt, dass Álvarez jüngste Tochter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nachdem er seine Ämter zunächst weitergeführt hatte, gab Álvarez im Februar 2011 seinen sofortigen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt. Neben dem Minister- und seinem Parteiamt gab er auch sein Mandat in der Abgeordnetenkammer zurück und erklärte, sich fortan vor allem um seine Frau und seine Familie kümmern zu wollen. Der Zeitpunkt des Rückzugs kurz nach einer parteiinternen Auseinandersetzung um eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik gab jedoch Anlass zu Spekulationen über ein mögliches Zerwürfnis zwischen Alvarez und Luisanto als Anlass für den Rückzug. Nachfolgerin Álvarez' im [[Kabinett Luisanto III|Kabinett Luisanto]] wurde [[Sellesi Cambres Madriaga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1988-1993: Bürgermeister der Stadt [[Viteza]]&lt;br /&gt;
* 1993-1995: Beigeordneter Regionalrat für Soziales in der Regionaljunta von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1995-2006: Präsident der Regionaljunta von [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 2006-2011: [[Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]] im [[Kabinett Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1993-2006: Regionalrat in [[Lojandía]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
* 2006-2011: Mitglied der Abgeordnetenkammer ([[PPC]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1987-1991: Vizesekretär des [[Partido Radical-Democrático]] (PRD)&lt;br /&gt;
* 1995-2008: Vorsitzender des [[PPC]] [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 2002-2011: Stellvertretender Parteivorsitzender des [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident Lojandía|Alvarez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Alvarez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12253</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2013-01-18T16:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1991: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Oscar Aliureto Ruix]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12252</id>
		<title>Radicales</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12252"/>
		<updated>2013-01-18T16:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1990-1995: [[Oscar Aliureto Ruix]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12251</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2013-01-18T16:14:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der MRD (1955-1958), PRD (1958-1995) und der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1995: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=12250</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2013-01-18T16:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Parteisekretäre der DL-Radikalen (seit 1995) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine sozialliberale politische Partei in Sagradien. Die Partei enstand 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren langjährigen Namen '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') annahm. Die PRD war seither mit Unterbrechungen 1970-1976 sowie 1994-1998 in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] vertreten. Nach dem Scheitern 1994 reformierte sich die Partei umfassend und gründete sich unter ihrem heutigen Namen neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise und progressive Neuorientieruntg in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren kämpfte die Partei ums Überleben. Die von Aliguieri eingeleitete Wende blieb innerparteilich umstritten, setzte sich auf dem Parteikongress 1972 aber durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,9 Prozent. Die erneute Niederlage brachte ein Umdenken. Zwar blieben die Radikaldemokraten ihrer linken Öffnung treu, doch betonte die Partei in den Folgejahren vermehrt neue, postmaterialistische Themen und positionierte sich als progressive linkslibertäre Reformpartei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] schafften die Radikaldemokraten mit einem Anti-Establishment-Ansatz und der Vision einer neuen politischen Ordnung jenseits der politischen Lagerdynamik das Comeback und den Wiedereinzug ins Parlament. Dort verweigerte die Partei zwar eine Regierungsbeteiligung, gehörte aber zu den parlamentarischen Unterstützern der [[Kabinett Caval IV|Regierung Caval]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Achtziger und frühe Neunziger Jahre: Erfolge und Absturz ===&lt;br /&gt;
Bei den folgenden Wahlen konnten sich die Radikaldemokraten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit geriet das libertäre Projekt der PRD zunehmend in eine Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge öffneten sich die Radikaldemokraten auch wieder Regierungsbeteiligung, mäßigten ihr Programm und suchten die sozialliberale Nische auszufüllen, die die [[ASUL]] unter ihrem Spitzenkandidaten [[Andrés Colón]] zeitweise aufgegeben hatte. Die Hinwendung der ASUL zu einem neuen Wirtschaftskurs und die Öffnung gegenüber den Liberalen führten 1986 schließlich zur Bildung einer gemeinsamen sozial-liberalen Koalitionsregierung aus [[ASUL]], [[UDS]] und [[PRD]] unter [[Donado Ricardes]], in der die Radikaldemokratische Partei erstmals seit 1970 wieder drei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Mitte-Links-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1990]] geriet die PRD in eine erneute Krise. Parteiinterne Skandale erschütterten das Anti-Establishment-Image der Partei endgültig, das bereits in der Regierungszeit gelitten hatte. Die erstarkte Konkurrenz seitens der [[Verdes|sagradischen Grünen]] brachte die Partei in zusätzliche Nöte. Dazu kamen parteiinterne Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern einer Linksstrategie und den ''Transversalisten'' und ''Zentristen'', die eine unabhängige Positionierung der Partei jenseits oder in der politischen Mitte suchten. Als Höhepunkt der Probleme muss die [[Parlamentswahl 1994]] gesehen werden, bei der die PRD erstmals seit 1976 wieder den Einzug in die [[Abgeordnetenkammer]] verfehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, Neugründung und Neuausrichtung seit 1995 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Misserfolg 1994 eskalierte der Streit in der Partei endgültig. Eine Gruppe junger Reformer übernahm schließlich auf dem Parteitag 1995 die Macht und führte eine Neugründung der Partei herbei. Die alte PRD wurde aufgelöst und mit einer neuen unkonventionellen Parteistruktur unter dem Namen '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''' wiedergegründet. Fortan sollte ein gleichberechtigter Sprecherrat an der Spitze der Partei stehen. Auch programmatisch vollzog die Partei eine Wende. Das sozialliberale Profil wurde in Richtung einer radikal-libertären Politik in Gesellschafts-, aber auch in Wirtschaftsfragen modifiziert. Treibende Kraft dieser von Kritikern als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesenen Entwicklung war der sagradische Wirtschaftsjournalist [[Ernesto Joán Kirchner]], der nun eine Führungsrolle übernahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem veränderten Profil hatten die Radikalen wieder Erfolg und schafften bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] den Wiedereinzug ins Parlament. Dort positionierte sich die Partei in Äquidistanz zu den beiden politischen Blöcken, unterstützte die sozialistisch-grüne [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung De la Costa]] aber bei wichtigen Reformen und gehörte zeitweise zu deren parlamentarischer Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] nahmen die Radikalen gegenüber der konservativ-liberalen [[Kabinett Luisanto I|Minderheitsregierung Luisanto]] eine ähnliche Rolle als punktueller Mehrheitsbeschaffer wahr. Die punktuelle Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen [[PSP]], die zur Regierungsmehrheit gehörte, führte aber zu heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen. Auf dem Kongress der Partei Ende 2007 übernahm schließlich mit [[Javier Ibarra Rodríguez]] ein energischer Kritiker der Regierung die Führung der Partei und kündigte mit seinen Unterstützern eine deutliche Oppositionspolitik an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Politik seit 2008 ===&lt;br /&gt;
Auch programmatisch wurden die neoliberalen Inhalte seit 1998 sukzessive zurückgenommen. Mit einer Doppelspitze aus der Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] und dem Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra Rodríguez]] traten die Radikalen bei der vorgezogenen [[Parlamentswahl 2008]] schließlich als Teil des Mitte-Links-Lagers und mit dem Willen einer Regierungsbildung mit Sozialisten und Grünen an, verpassten aber trotz guten Wahlresultats eine Ablösung der Mitte-Rechts-Regierung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen 2009 endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semestina|Semestiner]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in der Semestina fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zur [[Parlamentswahl 2012]] konnte sich die Partei aber wieder stabilisieren. Mit einem Mitte-Links-Programm und 4,5 Prozent der Stimmen schaffte sie unter der Führung [[Javier Ibarra]]s den gefährdeten Wiedereinzug ins Parlament. Im neu gebildeten [[Kabinett Serrat Cabarell|rot-grünen Kabinett]] der [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] traten die Radikalen mit drei Ministern ein: [[Javier Ibarra Rodríguez]] als [[Justizminister]] und [[Vizepremierminister]], [[Marisol Corbier-Armanal]] als [[Erziehungsminister]]in und die afrikanisch-stämmige [[Isabel Mariam Shaoni]] als [[Delegierte Ministerin]] für institutionelle Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation und Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre MRD (1955-1958) und PRD (1958-1995) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1982: [[Alberto Macià]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1995: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der DL-Radikalen (seit 1995) ===&lt;br /&gt;
* 1995-1997: kollektiver Sprecherrat&lt;br /&gt;
* 1997-2005: [[María Dolores Bernat]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Iano Demetris]]&lt;br /&gt;
* 2007-2012: [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Catarina Eguelnoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter seit 2007 ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2007), [[Iano Demetris]] (2007-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2007-2010), [[Ana Temper]] (2007), [[David Fernando Riega]] (2007-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra Rodríguez]] (2007-2012), [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Nada_III&amp;diff=12249</id>
		<title>Kabinett Nada III</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Nada_III&amp;diff=12249"/>
		<updated>2013-01-18T12:49:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Nada II''' (auch '''De la Nada II''') wurde nach dem Ende der zweiten [[Große Koalition|Großen Koalition]] und dem Ausscheiden der sozialistischen Minister aus dem [[Kabinett Nada I]] als konservatives Rumpfkabinett gebildet. Es blieb bis zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Kammerwahl im Herbst 1982]] und der Bildung einer [[Kabinett Moya I|konservativ-liberalen Koalitionsregierung]] unter [[Santo Emilio Moya]] im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Nada I ([[PPC]]), Juli 1982 - November 1982&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident; Minister der Justiz: [[Sandro De la Nada]], PPC&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Santo Emilio Moya]], PPC&lt;br /&gt;
* Auswärtiges; Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Luis Martínez]], PPC&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Carles Zapato Ramírez]], PPC&lt;br /&gt;
* Finanzen; Wirtschaft und Industrie: [[Santo Emilio Moya]], PPC&lt;br /&gt;
* Gesundheit und Familie; Arbeit und Soziales: [[Antónia María Roset]], PPC&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[António Lamanto Marques]], PPC&lt;br /&gt;
* Verkeh und öffentliche Arbeiten; Post und Wohnungswesen: [[Simón Belindo]], PPC&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[Marcelo Ravel]], PPC&lt;br /&gt;
* Erziehung und Wissenschaft: [[Carles Holiérez]], PPC &lt;br /&gt;
* Regionale Angelegenheiten: [[Oscar Ferrera]], PPC&lt;br /&gt;
* Kultur: [[Jacquel de Marianis]], parteilos&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Santiago Montoya]], PPC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Nada II]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Nada II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ministerium_der_Justiz&amp;diff=12248</id>
		<title>Ministerium der Justiz</title>
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		<updated>2013-01-18T12:48:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Liste der sagradischen Justizminister */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Liste der sagradischen Justizminister ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:9%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Minister der Justiz (Ministroes de la Justicia) der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945 &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Corrado]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos/[[Cientro Reformador|CR]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini II|Dini II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Franco Ponente]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Saviola III|Saviola III]] und [[Regierung Saviola IV|IV]], [[Regierung Luciaro I|Luciaro I]], [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniel Rosalis]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]], [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Dián Guillamo Torrel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSD]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[MPD]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1950&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III|Luciaro III]] und [[Kabinett Luciaro IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1955&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Luis Enrico de Piacón]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V|Luciaro V]] und [[Kabinett Luciaro VI|VI]]&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1958&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márcio Montone]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PND]]/[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VII|Luciaro VII]], [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Márico Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1966&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lionel Vega]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]], [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1966&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montone]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez II|Del Pérez II]] und [[Kabinett Del Pérez III|III]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Morales]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Teodor Marcolín]], amtierend&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
| zugleich [[Minister der Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1968&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #0033CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Oscar Verosán]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Partido Republicano|PR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III|Favale III]] und [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montone]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]] und [[Kabinett Caval II|II]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1974&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1976&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Adriano Vitez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval II|Caval II]] und [[Kabinett Caval III|III]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]], [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1976&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Aguilera]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]], [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]], [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jul 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada II|Nada II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1984&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Holiérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1984&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1986&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Luis Zacherón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1986&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[César María Capón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Marcelina Hernandez Follar]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Apr 1992&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II|Otero II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]] und [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2002&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Viviana Marías-Cornell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2002&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Benita Hubner]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]], [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #9900CC&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[Radicales]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradisches Ministerium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Rinaldo_Sugares&amp;diff=12247</id>
		<title>Rinaldo Sugares</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Rinaldo_Sugares&amp;diff=12247"/>
		<updated>2013-01-18T12:47:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Rinaldo Sugares''' (*1915 in [[Elano]], †1996) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Gewerkschaftsführer und Politiker ([[PS]]/[[ASUL]]). Er war von 1964 bis 1967 sagradischer [[Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten]] und von 1970 bis 1979 [[Minister für Arbeit und Soziales]]. Innerhalb seiner Partei gehörte Sugares zu den langjährigen Führungsfiguren des traditionalistischen Gewerkschaftsflügels, der auch als &amp;quot;Sugares-Flügel&amp;quot; bezeichnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewerkschaft ===&lt;br /&gt;
Rinaldo Sugares wurde 1915 im [[Bordez|bordesischen]] [[Elano]] geboren und absolvierte nach dem Schulbesuch eine Ausbildung zum Schmied und war anschließend in der bordezischen Stahlverarbeitung tätig. Nach dem Besuch der Akademie für Arbeit in [[Biniar]] trat Sugares in den Dienst der Stahlgewerkschaft [[USFA]], die als eine der wichtigsten Einzelgewerkschaften der sozialistischen [[CSSL]] angeschlossen war. 1951 rückte er in den Vorstand der Gewerkschaft auf, 1957 ebenso in den Vorstand der CSSL, ehe er 1959 zum leitenden Gewerkschaftssekretär der USFA gewählt wurde. In diesem Amt blieb Sugares bis zu seiner Berufung zum Minister im Jahr 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Seit 1945 war Sugares Mitglied des [[Partido Socialista]] (PS) und gehörte 1957 zu den Gründungsmitgliedern der sozialistischen Einheitspartei [[ASUL]]. Seit 1961 gehörte er zudem als Parteisekretär der engeren Parteiführung der ASUL an und spielte in den Sechziger und Siebziger Jahren die Rolle der wichtigsten Führungspersönlichkeit des traditionalistischen und eher konservativen Gewerkschaftsflügels. 1968 übernahm Sugares zudem die Führung des wichtigen Parteiverbandes in der [[Provinz Alto Bordez]], die er erst 1983 aufgab. Von 1980 bis 1982 übte er zudem die repräsentative Funktion eines Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL aus. Aus dem Exekutivkomitee der Partei zog sich Sugares im Jahr 1977 zurück, seine Mitgliedschaft im weiteren Vorstand der Partei legte er 1982 nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
Rinaldo Sugares wurde 1954 erstmals für die [[PS|Sozialistische Partei]] in die [[Sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Dieser gehörte er anschließend ohne Unterbrechung bis 1986 an, 1979-1982 als Präsident des Ausschusses für Industrie und seit 1982 als Mitglied des Ältestenrats. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem war er 1960-1964 sowie 1968-1969 Mitglied der Provinzialvertretung von [[Alto Bordez]] und 1969/70 des ersten direkt gewählten Regionalrats von [[Bordez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Als Führer einer der bedeutendsten Einzelgewerkschaften, Vorstandsmitglied der [[CSSL]] und Abgeordneter der Sozialisten wurde Rinaldo Sugares im Jahr 1964 zum [[Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten]] im [[Kabinett Santiago]] ernannt. Dieses Amt übte er auch in den Regierungen von [[Iacovo Del Pérez]] (1964-1967) aus. 1968 wurde er zum Präsidenten der [[Provinz Alto Bordez]] gewählt und war 1969 erfolglos Kandidat der Sozialisten für das Amt des Regierungspräsidenten von [[Bordez]]. Nach dem Wahlsieg der Sozialisten im Jahr 1970 kehrte Sugares als [[Minister für Arbeit und Soziales]] in die [[Kabinett Caval I|sagradische Regierung]] unter [[Joán Caval]] zurück. Dieses Amt behielt er in allen Nachfolgeregierungen Cavals bis zum Regierungswechsel im Jahr 1979. In der [[Kabinett Nada I|Regierung der Großen Koalition]] unter [[Sandro De la Nada]] war Sugares nicht mehr vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Sugares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Gewerkschafter|Sugares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Sugares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker|Sugares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Sugares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Sugares]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alfonso_Mar%C3%ADa_Guivares&amp;diff=12246</id>
		<title>Alfonso María Guivares</title>
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		<updated>2013-01-18T12:47:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alfonso María Guivares Lomas''' (*1910 in [[Marcone]]/[[Bordez]], †1994) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist, Ökonom und Politiker der konservativen [[Volkspartei]]. Er war von 1982 bis zu seinem Rücktritt im Rahmen der [[Guivares-Affäre]] 1984 [[Präsident der Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der freien Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Alfonso María Guivares wurde 1910 in [[Marcone]] geboren. Als junger Jurist stand er dem autoritären [[Álamo]]-Regime nahe und gehörte der Staatspartei [[Comunión Nacional]] an. Unter dem Schutz des Regimes begann seine Wirtschaftskarriere. Nach dem Sturz Álamos distanzierte sich Guivares vom Regime und setzte seine Laufbahn fort. 1949 wurde er wirtschaftlicher Berater von Ministerpräsident [[Paulo Luciaro]], wenige Jahre später wurde er Vorstandsmitglied der sagradischen Großbank [[Sagontina de Creditoes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere als Finanz- und Wirtschaftsminister ===&lt;br /&gt;
Seine politische Karriere begann Guivares 1958 als Staatssekretär unter dem sagradischen [[Finanzminister]] [[Carles Angel Favale]], der Guivares schließlich 1961 zum Präsidenten der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] machte. Als solcher nahm Guivares eine monetaristische Position ein und suchte einen von den sozialistischen Regierungen unabhängigen Kurs durchzusetzen. Nach der erneuten Übernahme der Regierung durch [[Carles Angel Favale]] im Jahr 1967 wurde Guivares zum [[Finanzminister]] in dessen [[Kabinett Favale II|Regierungskabinett]] ernannt, schied nach dem Sturz Favales aber aus dem Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahl 1974]] kehrte Guivares in die erste Reihe der sagradischen Politik zurück und wurde erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Kurze Zeit später wurde er Vizepräsident des [[PPC]] und Präsident des Haushaltskomitees der Abgeordnetenkammer. Als anerkannter Wirtschaftsfachmann wurde Guivares 1977 von der Volkspartei erstmals zum Präsidentschaftskandidaten nominiert, verlor aber bereits in der ersten Runde deutlich gegen den populären sozialistischen Amtsinhaber [[Iacovo Del Pérez]]. Nach dem Regierungswechsel 1979 kehrte Guivares in die Regierung zurück und wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] in der Großen Koalition unter [[Sandro De la Nada]]. Als solcher lieferte er sich öffentlichkeitswirksame Gefechte mit dem linkssozialistischen Sozialminister [[Andrés Colón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Trotz seiner deutlichen Niederlage 1977 trat Guivares bei der Präsidentschaftswahl 1982 erneut als Kandidat der Konservativen an und erreichte mit 34 Prozent im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen den Sozialisten [[Lorenzo Aguilera]] setzte er sich schließlich mit 52:48 Prozent der Stimmen durch und wurde zum sechsten Präsidenten der Dritten Republik gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guivares' Präsidentschaft stand bereits früh unter dem Schatten wiederkehrender Korruptionsvorwürfe gegen Guivares, die seine Zeit als Notenbankchef und als Minister betrafen. Nachdem er versucht hatte, Ermittlungen gegen seine Person und gegen ihm nahestehende Beamte zu verhindern, kam es schließlich zur größten Staatskrise in der Geschichte der sagradischen Republik mit öffentlichen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. In deren Folge trat Guivares schließlich im Januar 1984 zurück. Damit kam er dem Entzug seiner Immunität durch die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] zuvor, nachdem ihm die angeschlagene [[Kabinett Moya I|Regierung Moya]] die Unterstützung entzogen hatte, um sich selbst von Vorwürfen der Vertuschung zu lösen. Dennoch führte die Guivares-Affäre nach dem Rücktritt des Präsidenten zu weiteren Ermittlungen, in deren Folge noch im April 1984 Justizminister [[Carles Holiérez]] zurücktreten musste. Auch Ministerpräsident [[Santo Moya]] selbst geriet unter den Verdacht der Mitwisserschaft und wurde bis zu seiner Abwahl im Jahr 1986 wiederholt zu seiner Rolle in der Guivares-Affäre befragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alfonso María Guivares wurde 1985 wegen Vorteilsnahme und dem Versuch des Amtsmissbrauchs zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, die aber wegen des schlechten Gesundheitszustands des ehemaligen Präsidenten zur Bewährung ausgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1958-1960: Staatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1961-1967: Präsident der [[Banca de Sagradia]]&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Juli-August 1968: amtierender [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Favale II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: Präsident des Haushaltsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1974-1982: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1974-1979: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Guivares]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Banca de Sagradia|Guivares]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Emilio_Moya&amp;diff=12245</id>
		<title>Joán Emilio Moya</title>
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		<updated>2013-01-18T12:46:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Santo Emilio Moya''' (*1928 in [[Ruavilla]]/[[Lojandía]], †2007) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Geschäftsmann und Politiker. Er war von 1982 bis 1986 [[Ministerpräsident]] von [[Sagradien]] und bis 1987 Parteivorsitzender der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Karriere in der Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] Santo Emilio Moya besuchte ein katholisches Gymnasium und studierte nach seiner Schulzeit Rechtswissenschaften. Nach seinem Abschluss arbeitete als Redakteur des liberalen [[Correr Libre]] und beriet verschiedene sagradische Politiker. Er übernahm schließlich einen Posten beim Industriekonzern [[Ferrocel]]. 1958 wurde er Generaldirektor der Ferrocel-Tochter ''Lucavo'' und 1960 jüngstes Mitglied des Ferrocel-Vorstands. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Bereits als Student engagierte sich Moya für den liberalen Studentenverband und trat schließlich dem konservativ-liberalen und wirtschaftsnahen [[Partido Republicano]] bei. Als Mitglied der Partei gehörte er bereits 1959 dem nationalen Vorstand an. 1960 wechselte er schließlich aus der Wirtschaft in die Politik und wurde Staatssekretär im liberal geführten sagradischen [[Transportminister]]ium. Er sprach sich gegen die Fusion der Partei mit der liberalen [[UDS]] aus und fungierte seit 1963 als wirtschaftspolitischer Berater des christdemokratischen Ministerpräsidenten [[Martín Ánibal Costa]]. Dieser berief Moya schließlich 1964 ins staatliche Investitionsdirektorium. Seit 1966 Generalsekretär des [[Partido Republicano]], wurde Moya 1967 unter [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]]. In dieser Funktion blieb Moya bis zum Ende der [[Kabinett Favale III|Favale-Regierung]] im Januar 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter und Fraktionssprecher ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Wahlbündnisses der Republikaner mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] wurde Moya bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Parlamentswahl 1970]] erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Später trat er der Volkspartei bei. In der PPC-Fraktion fungierte Moya als wirtschaftspolitischer Experte, 1974 wurde er zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. 1979 folgte Moya schließlich dem PPC-Vorsitzenden und neuen Ministerpräsidenten [[Sandro de la Nada]] als Fraktionssprecher der PPC in der [[Abgeordnetenkammer]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fraktionssprecher gehörte Moya zu den einflussreichsten Politikern der [[Kabinett Nada I|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Sandro de la Nada]], geriet mit seinen konservativ-liberalen Positionen aber zunehmend in Konflikt mit der ausgleichenden Politik des Regierungschefs. Mit zunehmenden Spannungen in der Regierungskoalition und mit zunehmend schlechter werdenden Umfragen für die Konservativen wurde Moya schließlich zum Hoffnungsträger des konservativen und wirtschaftsnahen PPC-Flügels, der nach dem Vorbild von Ronald Reagon und Margaret Thatcher eine neokonservative Wende in der sagradischen Politik erhoffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungschef ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Alfonso María Guivares]] zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] wurde Moya im Frühjahr 1982 zum neuen [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] in der [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] berufen. Mit seiner dezidiert marktfreundlichen Wirtschaftspolitik trug er danach wesentlich zum nahenden Bruch der Koalition mit den [[ASUL|Sozialisten]] bei. Nach deren Ausscheiden aus dem [[Kabinett Nada II|Kabinett]] wurde Moya mit der Geschäftsführung des [[Finanzminister]]iums und mit dem Amt eines [[Vizeministerpräsident|Stellvertretenden Ministerpräsidenten]] betraut. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Linksopposition gegen die Minderheitsregierung ergriff Moya die Initiative und veranlasste einen fraktionsinternen Putsch gegen Nada, der schließlich zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den [[Parlamentswahl 1982|vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst]] verzichtete. Kurze Zeit später übergab er Moya auch den geschäftsführenden Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Santo Moya als Spitzenkandidaten und einem deutlich neokonservativ geprägten Reformprogramm konnte die Volkspartei bei der [[Parlamentswahl 1982]] einen deutlichen Sieg über die politische Linke feiern. Moya bildete daraufhin eine [[Kabinett Moya I|Mehrheitsregierung]] mit der liberalen [[UDS]] und wurde als Nachfolger De la Nadas [[Ministerpräsident]]. Im Dezember 1982 wählte ihn die PPC auch offiziell zum neuen Parteivorsitzenden. Unter Moya als Regierungschef begann Sagradien mit einem ambitionierten wirtschaftsliberalen Reformprogramm, das die sozialistischen und keynesianischen Reformen der 1970er Jahre revidierte und auf Privatisierung und Deregulierung setzte. Mit dem &amp;quot;Cânviu Conservador&amp;quot; 1982 begann die neoliberale Ära in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1962: Staatssekretär im sagradischen [[Transportminister]]ium&lt;br /&gt;
* 1963-1964: wirtschaftspolitischer Berater von Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1964-1966: Mitglied im staatlichen Investitionsdirektorium&lt;br /&gt;
* 1967-1970: [[Wohnungsbauminister]] im [[Kabinett Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
* Mär-Nov 1982: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Nada I]] und [[Kabinett Nada II|II]]&lt;br /&gt;
* Jul-Nov 1982: amtierender [[Finanzminister]] und [[stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Sagradischer Ministerpräsident]] ([[Kabinett Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1990: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1966-1967: Generalsekretär des [[Partido Republicano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: stellvertretender Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: Fraktionssprecher der [[Volkspartei]] in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: Parteivorsitzender der [[PPC|Volkspartei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wohnungsbauminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Lorenzo_Aguilera&amp;diff=12244</id>
		<title>Lorenzo Aguilera</title>
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		<updated>2013-01-18T12:45:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Lorenzo Simón Aguilera''' (*1918 in [[Munir]]/[[Bordez]], †2010) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist und Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war sechs Jahre lang sagradischer [[Justizminister]] (1976-1982) und vier Jahre lang [[Innenminister]] (1986-1990) sowie für anderthalb Jahre Präsident des sagradischen [[Senat]]s (1985-1986). Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] kandidierte er erfolglos um das Amt des sagradischen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben und Karriere ===&lt;br /&gt;
Der aus [[Bordez]] stammende Jurist Lorenzo Aguilera machte in der Wissenschaft Karriere und wurde zunächst in [[Artir]], später in [[Sollar]] und seit 1961 schließlich in [[Semess]] Universitätsprofessor für öffentliches Recht. Höhepunkt dieser universitären Karriere war 1968 die Wahl zum Rektor der renommierten [[Luis-Cavaller-Universität]], wo sich Aguilera im Gegensatz zu seinem Vorgänger um einen Dialog mit den revoltierenden Studierenden bemühte. Nachdem er 1972 auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, übte er von 1973 bis 1975 das Amt eines Geschäftsführers des eher linksgerichteten sagradischen Juristenbundes aus. Zudem gehörte er seit 1971 als Vertreter der Hochschulen einer nationalen Expertenkommission an, die im Namen der sozialistischen [[Kabinett Caval I|Regierung Caval]] Vorschläge für eine Reform des sagradischen Bildungssystem machen sollte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Siebziger Jahren war der bekennende Sozialist Aguilera Mitglied in der Programmkommission der sozialdemokratischen [[ASUL]], zu deren Gründungsmitgliedern Aguilera 1957 gehört hatte. Seinen endgültigen Eintritt in die aktive Politik vollzog er jedoch erst im Mai 1976 mit seiner Berufung zum [[Justizminister]] im [[Kabinett Caval III]], wo er [[Adriano Vitez]] ersetzte. Auch den Nachfolgeregierungen [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]] gehörte er als Minister der Justiz an, ebenso wie der [[Kabinett Nada I|Regierung der Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro De la Nada]]. Mit dem Bruch der Großen Koalition und dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung schied auch Aguilera 1982 nach sechs Jahren aus seinem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr trat Aguilera als Kandidat der Sozialisten bei der [[Präsidentschaftswahlen 1982|Präsidentschaftswahl]] an, verlor in der Stichwahl jedoch gegen den konservativen [[Alfonso Guivares]]. Bei der Wahl 1984 verzichtete Aguilera schließlich auf eine erneute Kandidatur. Nachdem er bereits 1979 in den [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senat]] gewählt worden war, übernahm Aguilera 1982 den Vorsitz im Rechtsausschuss, als Vertreter der sozialistischen Minderheit wurde er 1984 zum Vizepräsidenten und nach dem Sieg der ASUL bei den [[Senatswahlen 1985]] schließlich als Vertreter der Mehrheit zum Präsidenten des Senats gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle des zunächst für diesen Posten vorgesehenen [[Luis José López]], der stattdessen die Führung der ASUL-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]] übernahm, wurde Lorenzo Aguilera im Herbst 1986 überraschend als [[Innenminister]] in die sozialistisch-liberale [[Kabinett Ricardes I|Koalitionsregierung]] unter [[Donado Ricardes]] berufen. Aus diesem Amt schied er 1990. Nach den [[Senatswahlen 1991]] kehrte er als Stellvertretender Vorsitzender ins Präsidium des Senats zurück. Dieses Amt gab er 1995 an [[César María Capón]] weiter, 1997 zog er sich schließlich nach 18 Jahren in Folge aus dem Oberhaus des sagradischen Parlaments zurück. Auf einen Sitz auf Lebenszeit verzichtete er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lorenzo Aguilera starb im Jahr 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufliche Funktionen ===&lt;br /&gt;
* 1949-1955: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Artir]] &lt;br /&gt;
* 1955-1961: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Universität Sollar]]&lt;br /&gt;
* 1961-1976: Universitätsprofessor der Rechtswissenschaften an der [[Luis-Cavaller-Universität Semess]]&lt;br /&gt;
* 1968-1972: Rektor der [[Luis-Cavaller-Universität Semess]]&lt;br /&gt;
* 1973-1975: Geschäftsführer des sagradischen Juristenbundes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1976-1982: [[Justizminister]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|Caval IV]], [[Kabinett Caval V|Caval V]] und [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1982-1984: Präsident des Rechtsausschusses des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: Vizepräsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
* 1985-1986: Präsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Innenminister]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: Präsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1997: Mitglied des [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Aguilera]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Aguilera]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Senatspräsident|Aguilera]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Aguilera]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Innenminister Sagradiens|Aguilera]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Lamanto_Marques&amp;diff=12243</id>
		<title>António Lamanto Marques</title>
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		<updated>2013-01-18T12:44:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Lamanto Marques''' (*1928 in [[San Joán del Dourán]]) ist ein Jurist und früherer Politiker der sagradischen konservativen [[Volkspartei]] (PPC). In den Achtziger und Neunziger Jahren gehörte er als langjähriger [[Verteidigungsminister|Verteidigungs-]] (1981-1986) und [[Finanzminister]] (1990-1998) zu den einflussreichsten und bekanntesten Politikern des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Karriere in der sagradischen Verwaltung zog Lamanto Marques 1963 erstmals für die christdemokratische [[PPC]] in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. Als Experte für Rechtspolitik wurde er 1967 in der [[Kabinett Favale II|zweiten Regierung]] von Ministerpräsident [[Carles Angel Favale|Favale]] Staatssekretär im [[Justizminister]]ium. Nach der Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien setzte der Jurist seine Karriere zunächst in der Regionalpolitik seiner Heimat [[Liez und Corar]] fort, wo er 1973 Mitglied des [[Regionalrat]]s und beigeordneter Regionalrat für Innenpolitik wurde. 1977 wiedergewählt, stieg er 1979 zum Präsidenten der Regionalregierung auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Regionalpräsident und seit 1980 auch als Parteipräsident der PPC in Liez-Corar gehörte Lamanto bald auch zur Führungsspitze im Landesverband der sagradischen Volkspartei unter Ministerpräsident [[Sandro De la Nada]]. Dieser berief Lamanto 1981 als Nachfolger von [[Dián Aiureto Demirtas]] zum [[Verteidigungsminister]]. In dieser Funktion verblieb er bis zur Wahlniederlage der Konservativen 1986. In der Folge gehörte Lamanto Marques zu den Führungspersönlichkeiten der Volkspartei und war mehrmals als Kandidat für den Parteivorsitz im Gespräch. 1989 wurde er stellvertretender Parteivorsitzender und nach dem Sieg der bürgerlichen Parteien bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Parlamentswahl 1990]] [[Finanzminister]] in der [[Kabinett Otero I|Regierung]] von [[Josep Carles Otero]]. Als solcher prägte Lamanto die sagradische Politik der Folgejahre wesentlich und war an der Konzeption und Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beteiligt. Nach dem Wahlsieg der Mitte-Links-Opposition im Jahr 1998 schied António Lamanto Marques aus dem Amt. Obwohl als Kandidat des konservativen Parteiflügels erneut im Gespräch, unterstützte er [[Roberto Vidéas Braga]] als neuen Parteivorsitzenden und zog sich selbst aus der Parteiführung zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Rückzug aus der ersten Reihe der sagradischen Politik wurde Lamanto Marques im Jahr 2000 für die Provinz [[Corar]] in den sagradischen [[Senat]] gewählt. Dort fungierte er als Repräsentant der Minderheitsfraktion bis 2003 als Vizepräsident. Nach Ablauf seines Mandats 2006 wurde Lamanto Marques im Jahr 2007 zum Senator auf Lebenszeit ernannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1967-1970: Staatssekretär im [[Justizministerium]]&lt;br /&gt;
* 1973-1979: Regionalminister (''Cosilier Ajunto'') für Inneres in [[Liez und Corar]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Präsident der Regionalregierung von [[Liez und Corar]]&lt;br /&gt;
* 1981-1986: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett Nada I]], [[Kabinett Nada II|Nada II]], [[Kabinett Moya I|Moya I]] und [[Kabinett Moya II|Moya II]]&lt;br /&gt;
* 1990-1998: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
* 2000-2003: Vizepräsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1963-1974: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1973-1981: Mitglied des Regionalrats von [[Liez und Corar]]&lt;br /&gt;
* 1982-2000: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2000-2006: gewählter Senator für die Provinz [[Corar]]&lt;br /&gt;
* seit 2007: Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Vorsitzender der [[PPC]] [[Liez und Corar]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Lamanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Lamanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Lamanto]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Lamanto]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jos%C3%A9_Helguerra&amp;diff=12242</id>
		<title>José Helguerra</title>
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		<updated>2013-01-18T12:43:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''José Manuel Helguerra''' (*1928 in [[Siedéa]], †1999 in [[Arocí]]) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]]. Zwischen 1970 und 1989 bekleidete unter drei verschiedenen Ministerpräsidenten Regierungsämter ([[Joán Caval]], [[Sandro de la Nada]], [[Donado Ricardes]]), u.a. als [[Gesundheitsminister]] (1970-1974), [[Kabinettsminister]] (1974-1979) und [[Arbeitsminister]] (1981-1982 und 1986-1989). Von 1989 bis 1993 gehörte er als EU-Kommissar für Soziales der Europäischen Kommission von Jacques Delors an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1964-1967: Beigeordneter Rat für Soziales der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1970: Beigeordneter Rat für Wirtschafts- und Soziales und Vizebürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Gesundheitsminister|Minister für Gesundheit und Familie]] im [[Kabinett Caval I]] und [[Kabinett Caval II|II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett Caval III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Verkehrsminister|Minister für Verkehr, öffentliche Arbeiten und Infrastruktur]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: [[Arbeitsminister|Minister für Arbeit und Soziales]] im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Arbeitsminister|Minister für Arbeit und Beschäftigung]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1989-1993: EU-Kommissar für Soziales in der Kommission Delors II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1968-1972: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
* 1994-1999: Ernannter Senator auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Stellvertretender Sprecher der [[ASUL]]-Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU-Kommissar|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verkehrsminister Sagradiens|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gesundheitsminister Sagradiens|Helguerra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Helguerra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<title>Partíu Popular de Convergência</title>
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		<updated>2013-01-18T12:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partido Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine bürgerlich-katholische Mitte-Rechts-Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[Roberto Vidéas Braga]] und [[Miguel Ánibal Luisanto]] den sowohl den Staatspräsidenten als auch den Regierungschef des Landes. Ministerpräsident Luisanto regiert seit 2006 in einer Koalition mit der liberalen [[UDS]]. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem [[Paulo Luciaro]], [[Santo Moya]] und [[Josep Carles Otero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiprofil ==&lt;br /&gt;
Die sagradische Volkspartei ist die größte und erfolgreichste Partei des Mitte-Rechts-Lagers in Sagradien und vertritt liberalkonservative sowie christdemokratische Positionen. Sie versteht sich selbst als Reformpartei des Zentrums, die der humanistisch-abendländischen Wertetradition, den Zielen einer liberalen Gesellschaft, einer freien und zugleich sozialen Marktwirtschaftsordnung und dem Prinzip gesellschaftlicher Solidarität verpflichtet ist. Sie setzt sich zudem für die Bewahrung der Schöpfung und eine Vertiefung der europäischen Integration ein. Obwohl historisch vor allem von katholischen Politikern begründet, sieht sich die PPC selbst heute als säkulare Partei mit katholischen, konservativen, sozialreformerischen und liberal-republikanischen Wurzeln. Als parteiinterne Integrationsfaktoren fungierten über Jahrzehnte hinweg die einhellige Ablehnung von Kommunismus und Sozialismus sowie das Eintreten für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, für die nationale Integrität Sagradiens und die westlich-europäische Orientierung des Landes im transatlantischen Bündnis und in der Europäischen Gemeinschaft. Europapolitisches Ziel ist dabei eine &amp;quot;vertiefte Union der europäischen Nationen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faktionen ===&lt;br /&gt;
Als Sammlungspartei der rechten Mitte besteht die Volkspartei aus mehreren konkurrierenden Strömungen und Faktionen: &lt;br /&gt;
* '''Liberal-Conservadores''' (liberalkonservativ, konservativ, auch ''[[Miguel Ánibal Luisanto|Luisantistas]]'' genannt): Der derzeit dominierende Courant repräsentiert eine liberalkonservative Politik, die in Wirtschaftsfragen zu liberalen, sicherheitspolitisch aber eher zu konservativen Positionen tendiert. Europapolitisch bekennen sich die Liberalkonservativen zum gemeinsamen europäischen Projekt und verhalten sich pragmatisch, sind aber grundsätzlich skeptisch gegenüber weiteren Kompetenzverlagerungen nach Brüssel. Ein EU-Beitritt der Türkei wird geschlossen abgelehnt. Wichtige Vertreter des Flügels sind neben [[Miguel Ánibal Luisanto]] auch [[Martina Guivares]] und [[Névito Ramos Illega]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Democrâcia Popular''' (christdemokratisch, christlich-sozial, zentristisch): Der klassische linke Parteiflügel der PP-CSD gilt als Arbeitnehmerflügel. Er ist eng mit der katholischen Gewerkschaft [[CSLC]] verbunden und ging hauptsächlich aus der christlichsozialen PCC hervor. Er beruft sich regelmäßig auf die katholische Soziallehre und ist ausdrücklich nicht laizistisch. Zahlreiche DP-Mitglieder traten 2003 zum [[CCD]] über, 2007 wechselte eine kleine Minderheit zur [[UDC]], andere kehrten aber 2008/2009 wieder zur Mutterpartei zurück. Der Arbeitnehmerflügel der Volkspartei stellt die traditionell einflussreichste Minderheit in der Partei dar und sieht seine historischen Vorbilder v.a. in [[Ariel De la Roya]] und [[Paulo Luciaro]]. Wichtigster Vertreter in den Achtziger und Neunziger Jahren war [[Umberto Salas]], der im Jahr 2002 die Wahl zum Parteivorsitzenden gegen Miguel Ánibal Luisanto verlor. Eine der heute einflussreichsten Politikerinnen der Democrácia Popular ist die frühere Präsidentin der [[Region Lojandía]] [[Francisca Mendes del Ponte]], die zu den wenigen evangelischen Mitgliedern der Partei gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Democrâcia Social''' (nationalkonservativ, souveränistisch): Nationalkonservativer Flügel. Führende Vertreter sind [[Laura Fabil]] und [[Domênco Laravil]]. Die Democrâcia Social ist ausgesprochen wertkonservativ und tritt für den Erhalt des Wohlfahrtsstaates ein. Sie ist nationalistisch und EU-skeptisch gesinnt. Die Europäische Integration soll bei der Souveränität der Nationalstaaten haltmachen. Zudem tritt die DS für eine rigide Zuwanderungspolitik ein und verfolgt bisweilen populistische Strategien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Unión Conservador''' (rechtskonservativ): Der traditionelle rechtskonservative Flügel der Partei. Er steht ähnlich wie die DS für eine an der katholischen Kirche orientierte wertkonservative Politik. Er ging bei der Gründung der Partei besonders aus ehemaligen Mitgliedern der UNP, aber auch des rechten PCC-Flügels hervor. Mittlerweile arbeitet die Union eng mit der DS zusammen. Die weitaus größte Gruppe von Unionsvertretern ist auch mit der [[Confederación Agrar]] verbunden. Bedeutende Vertreter waren in der Vergangenheit [[Santiago Oller]] und [[António Lamanto Marcos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Republicanōes''' (sozialliberal, zentristisch, auch ''[[Denísio Álvarez|Alvarezistas]]'' genannt): Liberaler Flügel der Partei. Führer war lange Zeit der frühere Umweltminister [[Denísio Álvarez]]. Dieser tritt für progressive, sozialliberale Gesellschaftsreformen ein und bemüht sich darum, die Partei in modernen großstädtischen Milieus zu stärken. Im Wertediskurs beruft er sich auf einen laizistischen Republikanismus und steht damit den wertkonservativen, katholischen Strömungen entgegen. Enge Verbindungen bestehen auch zum linken Flügel der [[UDS]] um [[Benita Hubner]]. Die Republicanoes treten für eine vorsichtige Öffnung der Volkspartei auch zu Gruppen der linken Mitte wie den [[Verdes|Grünen]] und [[Radicales|Sozialliberalen]] ein, u.a. um die Koalitionsoptionen der Partei über das Mitte-Rechts-Lager zu mehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Fôro Liberal]]''' (libertär, klassisch-liberal): Das Liberale Forum innerhalb der Volkspartei gehört zu den wirtschaftsliberalen Strömungen innerhalb der Partei. Eine große Zahl von Mitgliedern stammt aus der [[UDS]], deren ehemaliger Vizeparteichef [[Luca Bremante]] eine führende Rolle im FL spielt. Ebenso wie der Álvarez-Flügel unterstützt das FL eine liberale und progressive Gesellschaftspolitik sowie einen republikanischen Laizismus, tritt in Wirtschaftsfragen aber weitaus libertärer auf und lehnt wohlfahrtsstaatliche Eingriffe weitgehend ab. Daneben werden grün-konservative Positionen aus industrie- und energiepolitischen Gründen weitgehend abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''[[Democráticōes per l’Europa]]''' (europafreundlich, zentristisch): Die Europademokraten sind ein Zusammenschluss mehrerer europafreundlicher Abgeordneter und EU-Parlamentarier, der sich auch einfachen Parteimitgliedern geöffnet hat. Ein Großteil der DplE ist 2007 zusammen mit [[Traiano Atániez]] zur [[UDC]] abgewandert. Die verbliebenen Mitglieder sind seither in die Minderheit geraten. Dennoch kämpfen sie für eine europafreundliche Volkspartei und stehen damit im Widerstreit mit den Nationalkonservativen und anderen EU-Kritikern. Als wichtigster Vertreter gelten derzeit [[Máximo Ulieta]] und [[Oscar Rolando Huerón]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Ecología Popular''' (ökologisch-konservativ, ökologisch-zentristisch): 	Die EcoPo wurde 2006 als Zusammenschluss ökologisch denkender Abgeordneter der Volkspartei gegründet. Sie ist eng mit dem [[Denísio Álvarez|Álvarez]]-Flügel verbunden, umfasst aber auch wertkonservative Mitglieder, die für einen grün-konservativen Kurs einstehen. Das Netzwerk umfasst auch wenige ehemalige [[Verdes|Grünen]]- und [[PDE]]-Mitglieder. Führer ist der ehemalige Umweltstaatssekretär [[Mário Pelegrín]], der in der Partei aber eher eine Außenseiterposition einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* '''Reformistas''' (rechtssozialdemokratisch, sozialliberal): Eine relativ junge sozialdemokratisch und sozialliberal orientierte Strömung. Angeführt werden die Reformistas von ehemaligen Sozialisten wie [[António Delvequio]], Staatssekretär und später Minister unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die größtenteils dem rechten Flügel der [[ASUL]] angehört hatten und sich nach der Wahlniederlage der Sozialisten 2008 und der folgenden Wahl der Linken [[Mercé Serrat Cabarell]] von der Partei abgewandt haben oder schon zuvor von Miguel Luisanto ins rechte Lager gelockt wurden. Die Reformisten stehen für eine sozial orientierte Reformpolitik der Mitte und arbeiten daher auch eng mit den Republikanern von [[Denísio Álvarez]] zusammen, ohne aber deren längere Volkspartei-Sozialisation zu teilen. Als wirtschafts- und sozialpolitisches Leitbild der Reformisten gilt das Konzept der sozial orientierten Marktwirtschaft, als Inspirationsquelle kann das Konzpet des „Dritten Wegs“ des englischen Soziologen Anthony Giddens angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründungsjahre (1945-1949) ===&lt;br /&gt;
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Januar 1945 mit dem Anspruch, eine überkonfessionelle bürgerliche Sammlungspartei darzustellen. Der wesentliche Kern der Partei bestand jedoch aus katholischen Politikern wie [[Ariel Fernando De la Roya]], [[Amentino Xavier-Castrell]], [[Paulo Manuel Luciaro]], [[Nino Cabal]] oder [[Benito Mello]], die in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] teilweise der katholisch-liberalen [[PDP]] oder aber der katholisch-konservativen [[Volksunion]] (UP) angehört hatten. De la Roya und Cabal gehörte dem christlichen Widerstand gegen die sagrofaschistische Diktatur der [[Comunión Nacional]] an, Benito Mello und andere standen dagegen innerhalb der UP und der CN in kritischer Loyalität zum Regime oder setzten sich erst spät von diesem ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren. Gleichzeitig sollte die Spaltung in eine klerikale und eine säkulare Rechte überwunden werden, was freilich erst mit dem Zerfall der rechtsliberalen [[MPD]] in den frühen Fünfziger Jahren erreicht werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt.  Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945]] wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte [[Demokratische Koalition]] mit dem [[Partido Radical]], der [[PS|Sozialistischen Partei]] und den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], welche die erste [[Provisorische Regierung Dini|Provisorische Regierung]] unter [[Sergio Rafael Dini]] stützte. Parteigründer [[Ariel De la Roya]] wurde zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, [[Paulo Luciaro]] und [[Mário Elabal]] vertraten die Partei in der provisorischen Regierung. Die 1946 verabschiedete [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] wurde maßgeblich von Politikern der Volkspartei geprägt. Nachdem Paulo Luciaro 1946 selbst die Führung der provisorischen Regierung übernommen hatte, gewannen die Christdemokraten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|ersten Parlamentswahl 1946]] die relative Mehrheit der Mandate im Senat und stellten mit einem Stimmenanteil von 25 Prozent die nur knapp zweitgrößte Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]]. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro, der nach der Wahl De la Royas zum Senatspräsidenten 1946 zunehmend als Führer der Partei auftrat und ihre Politik maßgeblich steuerte, versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen und nationalkonservativen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das [[Movimiento Socialista Cristiano]], das sich der Linken anschloss. Stattdessen wurde die PPC zum Gravitationszentrum einer neuen antikommunistischen Mitte-Rechts-Allianz aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten, die sich der [[Frente Democrático Popular|Demokratischen Volksfront]] aus Sozialisten und Kommunisten entgegenstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1949-1960) ===&lt;br /&gt;
1949 wurde Paulo Luciaro Ministerpräsident und integrierte mit der rechtskonservativen [[UNP]] auch erstmals Vertreter der gemäßigten nationalen Rechten in der Regierung. Als Ergebnis des neuen Bündnisses errangen die Christdemokraten mit der Unterstützung anderer Rechtsparteien bei den [[Senatswahlen 1949]] einen deutlichen Sieg. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] bestritt die PCC als Kopf einer vereinten Mitte-Rechts-Allianz mit der nationalkonservativen [[UNP]], die sich mit einem Stimmenanteil von über 36 Prozent klar als stärkste Kraft durchsetzen konnte. Die UNP wurde danach in die gemeinsame [[Zentrumskoalition]] der PPC mit der sozialdemokratischen [[PSD]] [[Santo De la Ilpa]]s und mehreren liberalen Parteien eingebunden, ihr gemäßigt-demokratischer Flügel ging 1952 schließlich in der Volkspartei auf. Gleiches galt für große Teile des konservativ-liberalen [[MPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Ariel de la Roya bis 1954 Parteipräsident blieb, galt als De-facto-Parteiführer Paulo Luciaro, zunächst als Parteisekretär (1945-1948), später als Ministerpräsident (1949-1960) und seit 1954 als Nachfolger De la Royas als Parteivorsitzender. Dies galt vor allem nach dem Abgang des linkskatholischen Flügels und der Wahl De la Royas zum Präsidenten der Republik im Jahr 1954. Unter Luciaro wurde die PPC zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC der Anfangsjahre setzte auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Zudem vertrat Luciaro ein stark europafreundliches Profil, für das auch PSD-Außenminister [[Santo De la Ilpa]] sowie innerhalb der PPC Kabinettschef [[Roberto Helguerra]] standen. Prägende Wirtschaftspolitiker der PPC waren neben Corrado v.a. dessen Nachfolger als Finanzminister, [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das erste Grundsatzprogramm der PPC aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die PPC 42 Prozent der Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie die nächstgrößere Partei (PCS mit 16,9 Prozent) auf sich vereinen konnte. Nachdem Luciaro 1950 die Bildung einer Zentrumskoalition mit den Sozialdemokraten de la Ilpas durchgesetzt hatte, kam es nach der Entmachtung de la Ilpas in seiner Partei und dem Austritt der PSD aus der Koalition im Jahr 1955 zur Bildung einer neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition (1960-1964) ===&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit im Álamo-Regime und seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale, einst UP-Mitglied und Beamter im Kirchenministerium der CN-Diktatur, war erst 1949 als Verwaltungsbeamter in die PCC eingetreten und konnte diesen rasch als Karrieresprungbrett nutzen. 1949 wurde er Staatssekretär, 1950 Minister für Inneres und 1954 erstmals Abgeordneter sowie Finanzminister. Innerhalb des PCC hatte er bereits zum rechten konservativen Flügel gehört. Favale besaß große Sympathien in der Parlamentsfraktion der PPC und schaffte es darüber hinaus 1959, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1960 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Das Exekutivkomitee unter Führung von Nêu Regríguez legte sich schließlich auf Favale als Nachfolger fest, der sowohl Luciaros Wunschkandidaten Sánchez als auch Fraktionschef [[Martín Ánibal Costa]] hinter sich lassen konnte. Die Koalition mit der UDS wurde fortgesetzt, auch wenn das Klima zwischen dem konservativen und bisweilen autoritär auftretenden Favale und den zunehmend selbstbewussten Liberalen gespannt war. Favale aber schaffte es in der Folge nicht, die Parteiführung zu übernehmen. Nach dem Wechsel Nêu Regríguez’ ins Kabinett wurde mit [[Carles Toquero]] ein Anhänger Costas an die Spitze des Exekutivkomitees gewählt, [[Daniel Marella]], der nationale Geschäftsführer der Partei, galt als Anhänger von Sánchez und neuer Fraktionschef wurde mit Ex-Außenminister [[Carles María Ortega]] ein relativer Außenseiter der bisherigen Machtkämpfe, der keine Bindungen zu Favale aufwies, aber über Rückhalt in der Fraktion verfügte. Schließlich folgte Luciaro als Parteivorsitzender der PPC 1961 nicht Favale, sondern [[Ortega]] nach, der bisher nicht als Machtpolitiker wahrgenommen worden war. Es wurde allgemein erwartet, dass das Machtzentrum auch weiterhin im Kabinett liegen sollte, jedoch zeigte sich Ortega als Fraktions- und Parteichef in einer günstigen Lage, die er auszunutzen verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die PPC, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, dem die Basis in der Partei fehlte und der vor allem von den potenziellen Koalitionspartnern abgelehnt wurde und erfolgreichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung sowohl mit Sozialisten als auch mit Radikaldemokraten - eine der Parteien wurde für ein Bündnis gebraucht - im Wege zu stehen schien. In einem oft als Putsch gegen Favale bezeichneten Zug verbündeten sich Parteichef Ortega und Ánibal Costa und drängten Favale auf einen Verzicht auf die Regierungsführung. Stattdessen nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der PPC-Führung zu ihrem Bruch bei. Während Costa nach wie vor ein Parteiamt fehlte und Parteichef Ortega dem Kabinett fern blieb, fungierte Favale als Finanzminister, befand sich in Dauer-Streit mit dem sozialistischen Wirtschaftsminister [[Ricardo Moreno]] und wartete auf seine Chance, die Macht in Partei und Regierung zurückzuerobern. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der PPC ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die PPC mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 30 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die PPC einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PPC eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PPC klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PPC und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der PPC und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 33 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PPC damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1979) ===&lt;br /&gt;
Zum neuen Parteivorsitzenden der Volkspartei wurde auf dem Parteitag in Nalcaz im Februar 1971 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]] gewählt, der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Im Gegensatz zu dem bisweilen europaskeptischen Favale stand Ellévez für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PPC zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Sandro de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Bauminister [[Santo Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst hilflos und artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PPC gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semess klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Sandro de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag nach den Wahlen 1974 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur Sandro de la Nadas gegen Márcio Ellévez Perón. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef, ehe er wenig später auch den Vorsitzend der PPC-Kammergruppe übernahm und sich deutlich als neuen Parteichef darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Koalition durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren der Fraktionsvize [[Santo Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semestiner Regionalverband anführte. Zudem kam nach seinem Ausscheiden als Nationalbankpräsident 1977 [[Alfonso María Guivares]] dazu, der in der Partei als Aushängeschild einer rechten Wirtschaftspolitik galt und im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] überraschend als Schattenminister für Wirtschaft und Finanzen auftrat. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung (1979-1986) ===&lt;br /&gt;
Aus den Neuwahlen im Jahr 1979, nach dem absehbaren Bruch der ASUL/UDS-Koalition notwendig geworden, ging die PPC mit Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister und Nationalbankchef Alfonso María Guivares als Wirtschaftsexperte als Sieger hervor und Nada drängte auf die schnelle Bildung einer Großen Koalition, da die favorisierte PPC/UDS-Koalition keine Mehrheit vorzuzeigen hatte und die Gefahr einer neuerlichen sozialistischen Zusammenarbeit mit den Kommunisten drohte. Die Verhandlungen endeten für die Volkspartei schließlich erfolgreich und ermöglichten ihr nach neun Jahren in der Opposition wieder die Rückkehr in nationale Regierungsverantwortung. [[Sandro De la Nada]] wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Wirtschafts- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während die Sozialisten das Finanz- und das Sozialressort übernahmen. Santo Moya wurde neuer Chef der Parlamentsfraktion und damit zusammen mit seinem sozialistischen Counterpart [[Stefano Nacoma]] einer der organisatorischen Schlüsselspieler der Koalition. Die Große Koalition sollte v.a. die Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit treffen, die Finanzen konsolidieren und den zunehmenden Terror bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern wirkten sich aber auch zunehmend negativ auf die innerparteiliche Stellung De la Nadas aus, der immer mehr unter Druck geriet, zumal Moya bald die Fraktion unter Kontrolle hatte und weitgehende Forderungen stellen konnte. Nach der Wahl Alfonso Guivares’ zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1982 erbte Santo Moya seinen Posten im Wirtschaftsministerium und gelangte damit auf eine neue Schlüsselposition. Er trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch der Haushaltsplan für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Nachdem sich die Sozialisten im Juli 1982 entschlossen hatten, gegen die Haushaltsvorlage der Regierung zu stimmen und es daraufhin zur Demission der ASUL-Minister kam, übernahm Moya zudem das Finanzministerium und war der neue starke Mann im Kabinett. De la Nada, entschlossen, die ASUL zu einem Misstrauensvotum gegen ihn zu zwingen und diese so als Schuldige darzustellen, ließ es zum Äußersten kommen. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Kommunisten und Sozialisten gegen das [[Kabinett De la Nada II|Rumpfkabinett De la Nada]] löste Präsident Guivares die Abgeordnetenkammer auf und setzte vorgezogene Neuwahlen zum frühest-möglichen Termin an. Moya reagierte blitzschnell und nutzte seine Kontakte in der Fraktion, um sich selbst als Spitzenkandidat ins Gespräch zu bringen, woraufhin Nada kapitulierte und seinerseits auf eine Kandidatur verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Santo Emilio Moya als Spitzenkandidat siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982| vorgezogenen Neuwahlen]] deutlich gegen die Linke und erreichten fast 40 Prozent der Stimmen. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte damit die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete die 12-jährige Regierungsbeteiligung der Sozialisten. Moya wurde zum neuen Ministerpräsidenten ernannt und wenig später auch zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit begann die Ära der neokonservativen bzw. neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Sagradien für über ein Jahrzehnt dominieren sollte. Zudem wurde der dem linken Parteiflügel angehörige Generalsekretär [[Umberto Salas]] durch [[Daniel Rodrigo Costa]] abgelöst, der wenig eigene Machtfülle entwickelte und vor allem dem Parteichef Moya zuarbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 stürzte die [[Guivares-Affäre]] um Verwicklungen des Staatspräsidenten in Geschäfte des organisierten Verbrechens das Land in die größte politische Krise der Nachkriegszeit. Auch aktive Politiker aus der zweiten Reihe der PPC wurden in Verbindung mit dem so genannten „Guivares-Kartell“ gebracht und die Partei durchlebte eine der größten Krisen ihres Parteibestehens. Der Präsident musste seinen Rücktritt erklären. Bei den Wahlen zu seiner Nachfolge verzichtete die PPC erstmals auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützte den UDS-Kandidaten [[Carles Domínguez]]. Die Wahl konnte allerdings der Sozialist Felipe López für sich entscheiden, während der rechtsradikale Kandidat [[Paulo Alfonso Cavallo]] vom Fehlen des Volkspartei-Kandidaten und dem Vertrauensverlust in die politische Klasse profitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Moya schaffte es nicht, durch eine schnelle Aufklärung der Guivares-Affäre Ruhe in die politische Landschaft zu bringen. Stattdessen wurde in der Folgezeit große Kritik an Moyas Regierung geübt und die Umfragewerte schnellten in den Keller. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alto Scantia]] und [[Alconía]] PPC-geführte Regierungen ablösen konnte. Die Niederlagen führten zu einer Führungskrise in der Partei und zunehmender Kritik an Parteichef Moya. Nach einer Kabinettsumbildung gehörten Innenminister [[Carles Holiérez]] und Justizminister [[Carles Zapato]] nicht mehr der Regierung an, die wegen ihrer Ermittlungen in der Guivares-Affäre ins Dauerfeuer der Opposition und der Medien geraten waren und zudem beim liberalen Koalitionspartner für Unmut gesorgt hatten. Auch das Krisenmanagement nach dem Tschernobyl-Unglück verlief eher unglücklich. Erst zwei Monate nach dem Reaktorunfall reagierte Moya, indem er ein eigenes Umweltministerium einrichtete. Der Unfall führte zu einem schlagartigen Anstieg der Umfragewerte für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition zur Regierung Ricardes (1986-1990) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] endeten schließlich in einer deutlichen Niederlage der liberal-konservativen Regierungskoalition. Die PPC verlor rund 6 Prozentpunkte gegenüber 1982 und kam nur noch auf 34 Prozent der Stimmen, während die Sozialisten unter ihrem eher wirtschaftsfreundlichen Spitzenkandidaten Donado Ricardes knapp 36 Prozent der Stimmen erreichten und wieder stärkste Kraft wurden. Nach schwierigen Verhandlungen entschlossen sich ASUL und UDS zur Neuauflage der rot-blauen Koalition aus dem Jahr 1977, womit die Hoffnungen der PPC auf eine Große Koalition zunichte gemacht wurden. Die Konservativen musste nach sieben Jahren Regierungsführung wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was folgte, war ein erbitterter Machtkampf in der PPC. Der Wirtschaftsflügel hatte seine spätestens 1982 gewonnene unangefochtene Machtstellung bereits seit den Wahlniederlagen 1984 und 1985 verloren. Jedoch gelang es auch dem linken Parteiflügel unter Sozialminister [[Umberto Salas]] nicht, die Macht in der Partei zu übernehmen. Beide entgegengesetzten Strömungen blockierten sich in der Opposition. Im Jahr 1987 wurde Moya schließlich als Parteichef abgelöst, nachdem die Kritik an seiner Führung nochmals gewachsen war. Zum Nachfolger wurde mit [[Santiago Montoya]] ein Kompromisskandidat gewählt, dessen vorrangige Aufgabe es sein sollte, zusammen mit dem neuen Generalsekretär [[Alberto Forlán]] die zerstrittenen Flügel wieder einander anzunähern. Besonders die nachhaltige Schwächung des Wirtschaftsflügels wurde als längerfristiges Problem angesehen, da die Differenzen zwischen den beiden Koalitionspartnern auf diesem Feld eine potenzielle Möglichkeit für die Opposition bot, sich hier zu profilieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum eigentlichen Machtzentrum entwickelte sich in den Folgemonaten die Kammerfraktion, die seit 1982 von dem ehrgeizigen [[Josep Otero]] – seit 1987 auch einer der Stellvertreter an der Parteispitze – angeführt wurde. Der als guter Redner und exzellenter Organisator geltende Otero konnte sich auf der Bühne der parlamentarischen Debatte als eigentlicher Oppositionsführer etablieren, während der eher staatsmännisch auftretende Montoya damit beschäftigt war, die Parteistrukturen zu reformieren und die verschiedenden parteiinternen Interessengruppen zu befrieden. Zudem mangelte es Montoya als Senator an einem Mandat in der einflussreicheren Abgeordnetenkammer.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die aufreibende Parteiarbeit und die fehlende Durchsetzungskraft Montoyas führten schließlich im Januar 1989 zu einem erneuten Wechsel an der Parteispitze. Montoya gab sein Parteiamt auf und wurde gleichzeitig zum Präsidentschaftskandidaten der PPC gewählt, ein Amt, das seinem politischen Stil eher entgegenkam als das des Oppositionsführers. Nachfolger wurde Otero, der nun alle wichtigen Ämter in der Partei in seinen Händen hielt. Neuer Generalsekretär wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Santiago Montoya schaffte es schließlich, die [[Präsidentschaftswahlen 1989]] gegen den Amtsinhaber [[Felipe López]] zu gewinnen. Es war das erste Mal, dass einem amtierenden Präsidenten die Wiederwahl durch das Volk verwehrt wurde. Der Sieg Montoyas wurde als Zeichen für den Stimmungsumschwung gewertet. Es folgten deutliche Siege der PPC bei den [[Europawahlen 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989|Regionalwahlen]] des Jahres. Zudem litt die sozialistisch-liberale Koalition bereits seit 1989 an Zerfallserscheinungen. Der Versuch Oteros, bereits 1989 einen Bruch der Koalition durch ein Bündnis mit den Liberalen gegen die Sozialisten herbeizuführen scheiterte zwar, es gelang ihm aber, sich als Wunschkoalitionspartner der UDS für die Zeit nach 1990 in Stellung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Otero (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] führten schließlich zu einem klaren Sieg der PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Otero und zur Neuauflage der bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der UDS. Mit einem Ergebnis von 40,8 Prozent erzielte Otero sogar das beste Ergebnis der PPC bei Kammerwahlen seit 1954. Der Sieg brachte Otero in eine innerparteiliche Machtstellung, die vor ihm wohl nur Paulo Luciaro innegehabt hatte. Sein auf einen Ausgleich zwischen den Parteiflügeln gerichtete moderate Reformpolitik wurde auch von unabhängigen Medien gelobt. Die Privatisierungen der Moya-Regierung, die auch der Sozialist Ricardes fortgeführt hatte, wurden erfolgreich abgeschlossen. Zudem brachte Otero seine Partei auf eine klare europafreundliche Linie. Gegen parteiinterne Widerstände des rechten Flügels wurden die Maastricht-Verträge ebenso durchgesetzt wie die Einführung des Euro. Auf dem internationalen Parkett genoss Otero deswegen bald große Anerkennung. Außerdem profitierte seine Regierung von einem parteiinternen Skandal der oppositionellen Sozialisten im Jahr 1992, die eine effektive Oppositionspolitik der ASUL zunächst deutlich erschwerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung des Vertrags von Maastricht durch die Volkspartei-geführte Regierung Otero führte 1992 zur Abspaltung des souveränistischen Flügels von der Partei. Bereits seit Ende der Achtziger war ein Teil des rechten Parteiflügels auf Oppositionskurs zur europafreundlichen Politik der Konservativen gegangen. Führer dieser Bewegung war der PPC-Senator [[Oscar Aguersuari]], einstmals Innen-Staatssekretär unter Santo Moya, der die Partei 1992 verließ und den [[Partido Republicano de la Libertá]] (PRL) gründete, der in der Folge aber keine durchschlagenden Wahlerfolge verbuchen konnte und seit Ende der Neunziger ohne Aguersuari einen rechtsextremen Kurs einschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahlen 1994]] trat Oteros Mitte-Rechts-Bündnis schließlich gegen den rot-grünen Block unter Führung des Semestiner Bürgermeisters [[António Grande Illega]] an und konnte sich trotz Verlusten für die PPC behaupten. Die zweite Regierung Otero nach den Wahlen 1994 schaffte es aber nicht mehr, die Reformpolitik der ersten Jahre fortzuführen. Stattdessen kam es nun vermehrt zu Konflikten innerhalb der Regierungskoalition. Forderungen aus den Reihen der UDS und dem wirtschaftsnahen Partei-Flügel nach deutlichen Steuererleichterungen und einer Reform der Gesundheitspolitik stießen auf den erbitterten Widerstand der christlich-sozialen Faktion in der Partei. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit enorm an und erreichte 1997 einen Höhepunkt, während die Staatsverschuldung weiter zunahm. Außerdem stieg in großen Teilen der Bevölkerung die Unzufriedenheit über die konservative Gesellschaftspolitik der bürgerlichen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rapide abnehmende Zustimmung zur Regierung Otero führte 1997 zu einer Niederlage der Volkspartei bei den [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]], wo die PPC von den Sozialisten überholt wurde und die Regierung daraufhin ihre Mehrheit an die linke Opposition verlor. Diese ging danach zu einer Blockadehaltung gegen die Regierungspolitik im Senat über. Dennoch schaffte es die Partei bei den [[Regionalwahlen 1997]], eine Niederlage zu vermeiden. In den bisher sozialistisch regierten Regionen [[Bordez]] und [[Region Óstino|Óstino]] schaffte man es sogar, die Sozialisten aus dem Amt zu drängen. Der Erfolg und sich stabilisierende Umfrageergebnisse auf nationaler Ebene täuschten aber über die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungspolitik hinweg. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] folgte eine klare Niederlage der Mitte-Rechts-Koalition gegen Rot-Grün unter der Führung des jungen charismatischen Premierkandidaten [[Julio de la Costa]] von der Asul, der es schaffte, unzufriedene Wähler der Mitte für die [[Coalición Eco-Socialista|sozialistisch-ökologische Koalition]] zu gewinnen. Sowohl Volkspartei als auch UDS verloren deutlich an Wählerstimmen, wovon auch die [[PSP|Rechtspopulisten]] unter [[Joán De la Pênia]] profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurssuche unter Roberto Vidéas (1998-2002) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zum sofortigen Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC. Nachfolger wurde [[Roberto Vidéas]], der bereits zuvor als Kronprinz Oteros gegolten hatte. Der Wechsel an der Parteispitze bedeutete aber keinen echten Machtwechsel innerhalb der Partei. Stattdessen rückte Otero wieder an die Spitze der Kammerfraktion und die Vertreter der moderat-zentristischen Politik Oteros behielten auch mit Parteichef Vidéas die Macht in der Partei. Dennoch fiel es die Konservativen nach acht Jahren in der Regierung und der klaren Prägung durch Otero schwer, den Wechsel in die Opposition zu vollziehen. Während die liberale Gesellschaftspolitik der rot-grünen Regierung deutlich abgelehnt und energisch bekämpft wurde, verzichtete Vidéas in anderen Bereichen, vornehmlich der Verfassungspolitik, auf eine Fundamentalopposition und handelte mit der Regierung einen Kompromiss zur Reform von Senat und Regionen aus. Eine dringtend notwendige inhaltliche Reform der Partei – besonders auf dem Feld der Familien- und Gesellschaftspolitik - blieb unter diesen Umständen aus. Außerdem verpasste es die neue Parteiführung, mit dem Phänomen De la Pênia und seinem zunehmenden Erfolg in rechten Kreisen klar zu kommen und dessen Höhenflug aufzuhalten. Der Versuch Vidéas', durch Tabuisierung de la Pênias, diesen als Persona non grata zu diffamieren und auf diesem Weg klein zu halten, scheiterte deutlich, zumal prominente Persönlichkeiten der Konservativen mit bestimmten Ideen der Rechten sympathisierten und für eine inhaltliche Annäherung eintraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition wurden die parteiinternen Machtkämpfe alter Tage neu entfacht. Der Wahlerfolg des bisweilen populistisch auftretenden Regionalpräsidenten von [[Bordez]], [[Miguel Ánibal Luisanto]], bei den [[Regionalwahlen 2001]] führten zu einer deutlichen Stärkung des Parteivizes und seiner Anhänger. Auf der anderen Seite konnte Videás in der Opposition keine großen Siege verbuchen. Weder die [[Europawahlen 1999]], noch die [[Senatswahlen 2000|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 2000]] führten zu einem Stimmungsumschwung hin zur konservativen Opposition. Auch bei den [[Regionalwahlen 2001]] konnte sich die Linke behaupten. Außerdem ließen die anhaltenden Erfolge der äußeren Rechten das Problem einer eventuellen Zusammenarbeit akut werden, zumal Luisanto als Shootingstar der Partei keinen Hehl daraus machte, über derartige Bündnisse nachzudenken, und damit der Parteiführung große Schwierigkeiten bereitete. Vidéas versuchte erst zu spät, eine Neuausrichtung durchzusetzen. Seine Versuche, die Positionen der Partei in der Gesellschaftspolitik zu modernisieren und sich dadurch ein liberaleres Profil zu geben, wurden von der Partei nicht mitgetragen und vom Parteitag mehrheitlich abgelehnt. Dagegen wurde dem Parteichef auf dem Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik vorgeworfen, kein Konzept zu besitzen, das eine Alternative zur gemäßigten Reformpolitik der Linken darstellte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] brachten das erschreckende Ergebnis einer anhaltend zerstrittenen PPC und einer an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängten UDS. Die rot-grüne Koalition De la Costas wurde trotz Erfolgen für die politischen Ränder im Amt bestätigt. Die PPC verlor unter der Führung von Roberto Vidéas nochmals mehr als 2 Prozentpunkte gegenüber 1998 und landete bei dem schlechtesten Kammerwahlergebnis seit 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Luisanto (seit 2002-2012) ===&lt;br /&gt;
Nach der erschütternden Niederlage bei den Kammerwahlen kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze. Mit Parteichef Roberto Videas Braga und Fraktionschef Josep Otero, die sich beide aus der aktiven Politik zurückzogen, gaben die beiden bis dahin dominierenden Personen die Führung der Partei ab, was einen offenen Kampf der konkurrierenden Parteiflügel um die Macht in der Partei auslöste. Bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden setzte sich [[Miguel Ánibal Luisanto]] gegen den von der bisherigen Führung favorisierten [[Oscar Rolando Huerón]] und gegen den Vertreter des linken Flügels [[Umberto Salas]] durch. Alle drei hatten in den Neunziger Jahren der Regierung Otero angehört, repräsentierten aber unterschiedliche Strömungen in der Partei. Nachdem im ersten Wahlgang auf dem Parteitag in [[Portofín]] im Dezember 2002 Ánibal Luisanto mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luisanto setzte die Partei gegenüber der [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] auf eine deutlich konfrontativere Oppositionspolitik und nahm eine spürbare neoliberale Wende. Nach einem halben Jahr harter Richtungskämpfe setzte sich der Kurs Luisantos gegen die vom linken Flügel organisierte innerparteiliche Opposition durch und verabschiedete auf dem Parteitag in [[Nocolônies]] im Oktober 2003 ein von wirtschaftsliberalen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen und Deregulierung geprägtes Manifest durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz parteiinterner Diskussionen um die wirtschaftsliberale Ausrichtung befand sich die Partei unter Luisanto auf dem Wiederaufstieg, profitierte von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der zweiten rot-grünen Regierung De la Costas und feierte bei [[Senatswahlen 2003]], [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]], bei den [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] sowie den [[Senatswahlen 2006]] deutliche Siege. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] konnte die Volkspartei schließlich einen Sieg über die bisher regierenden [[ASUL|Sozialisten]] feiern. Parteichef Luisanto wurde von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt und bildete eine Minderheitskoalition aus Volkspartei und [[UDS]], die im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] toleriert wurde. Nachdem die heterogene Mitte-Rechts-Koalition 2008 ihre Mehrheit verloren hatte, ging der PPC unter Luisanto auch bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Parlamentswahlen im Sommer 2008]] als klarer Sieger hervor und erneuerte das Regierungsbündnis mit der liberalen UDS unter Tolerierung des PSP, ohne auf die Unterstützung durch das Zentrumsbündnis angewiesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die erste Legislaturperiode der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] vor allem unter innenpolitischen Zeichen gestanden hatte und von heftig polarisierendem Streit um den Einfluss der Rechtspopulisten auf die Ausländer- und Sicherheitspolitik geprägt war, dominierte in der zweiten Periode seit 2008 die Außen- und Wirtschaftspolitik vor dem Hintergrund der Finanz-, Wirtschafts- und europäischen Währungs- und Staatsschuldenkrise. Dabei profilierte sich Luisanto anfangs als energischer &amp;quot;Retter&amp;quot; sagradischer Banken und gab damit frühere wirtschaftsliberale Positionen punktuell auf, ehe er sich seit 2010 einem Spar- und Austeritätskonzept in Anlehnung an die Politik Angela Merkels anlehnte. Dabei kam es vor allem in der Frage des europäischen Rettungsschirms EMS und der Finanzhilfen für überschuldete Staaten der Eurozone zu wiederholten harten Auseinandersetzungen innerhalb des Mitte-Rechts-Bündnisses, die die Regierungsarbeit schwer belasteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Opposition (seit 2012) ===&lt;br /&gt;
Wiederholte Kurskorrekturen auf Seiten der PPC, widersprüchliche Aussagen zur Zukunft von Euro und europäischer Union und Unstimmigkeiten innerhalb des eigenen Lagers brachten auch Luisanto seit 2011 vermehrt in die Kritik, der unter Druck des rechten Regierungsflügels, schlechter Umfragewerte sowie öffentlicher Kritik an seinem Kurs im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] wieder stärker auf einen populistisch inspirierten Wahlkampf setzte, indem er nun auch teilweise euro- und europakritische Töne anschlug. Im Ergebnis half dies nicht, die Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien und der PPC bei der Wahl im Sommer 2012 zu verhindern, bei der die sozialistisch angeführte Links-Opposition um ASUL-Spitzenkandidatin [[Mercé Serrat Cabarell]] einen Sieg davon trug. Luisanto wurde daraufhin im August 2012 nach fast sechs Jahren im Amt des Premierministers durch Serrat Cabarell abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1945-1947: [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
* 1947-1954: [[Ariel De la Roya]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1971: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1971-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1982: [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* seit 2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekretäre des Exekutivausschusses ===&lt;br /&gt;
* 1945-1948: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1948-1952: [[Benito Mello]]&lt;br /&gt;
* 1952-1959: [[Ánibal Demartín]]&lt;br /&gt;
* 1959-1960: [[Martín Nêu Regríguez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1964-1969: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Oscar Garrizo]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Santiago Lamenta]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Rodrigo Costa]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Alberto Forlán]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 1990-1993: [[Santiago Ollér]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: [[Carles de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Oscar Toledo Meçares]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[Névito Ramos Iliega]]&lt;br /&gt;
* Seit 2011: [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellvertretende Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: [[Oscar Manuel Corrado]]&lt;br /&gt;
* 1952-1955: [[Luis Enrico de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[José Ivan Soler]]&lt;br /&gt;
* 1955-1970: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Santo de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
* 1970-1982: [[Francisco Casano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Marcelo Iudeta]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Alfonso María Guivares]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Dián Aliureto Demirtas]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Gustavo Galler]]&lt;br /&gt;
* 1982-1992: [[Pietro Montxerent]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1985-1992: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Santiago Oscar Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[António Lamanto Marques]]&lt;br /&gt;
* 1992-2002: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Francisca Calbán]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 2002-2011: [[Denísio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* seit 2002: [[Martina Guivares Biguer]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1960: [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1965: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1965-1967: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1967-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Sandro de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Romano Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 2002-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Névito Ramos Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_Sagradiens&amp;diff=12240</id>
		<title>Geschichte Sagradiens</title>
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		<updated>2013-01-18T12:41:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Sagradiens'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Altertum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagrische Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ersten Zeugnisse einer [[Sagrer|sagrischen]] Frühkultur stammen aus dem 14. Jahrhundert v.Chr.; die ersten indogermanischen Völkerwanderungsstämme aus Osteuropa ließen sich in [[Sagradien]] und [[Micolinien]] im 12. Jahrhundert v. Chr. nieder und vermischten sich rasch mit der Urbevölkerung. Den Römern waren diese Stämme später als 'Sagrer' (''Sagri'') bekannt, wobei grob zwischen süd- und mittelsagrsichen sowie asumarischen Stammesgruppen unterschieden werden kann. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. drangen keltische Stämme aus Gallien auf die Halbinsel vor und siedelten besonders im Norden und Nordosten der sagradischen Halbinsel. Dabei kam es auch oft zu Verschmelzungen mit einheimischen sagrischen Stämmen, sodass man häufig von einer ''[[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur'' spricht. Im Süden entwickelte sich eine ausgeprägte sagrische Kultur. Besonders der [[Blaumeerraum]] wurde zu einem Zentrum sagrischer Siedlungen mit den [[Piäer]]n (lat. Piaei) und [[Sisinen]] (lat. Sisini) als wichtigste Stämme an der östlichen und [[Mikoläer]]n (lat. Micolaei) als dominierende Stammesgruppe an der westlichen Blaumeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung Sagradiens durch die Römer und römische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Bereits Iulius Caesar eroberte in den gallischen Kriegen seit 59 v.Chr. Teile Nordostsagradiens, indem er zunächst die gallischen Stämme der [[Vikier]] und [[Amorier]] unterwarf. Im Jahr 54 v. Chr. riefen die [[Saloer]] Caesar zur Hilfe gegen die keltischen [[Cabeser]] und [[Liener]], die zu dieser Zeit nach Süden und Westen drängten und damit die Saloer bedrohten. Caesar nutzte die Gelegenheit, um den keltischen Norden der Halbinsel zu erobern und als Provincia [[Sagradia Citerior]] dem römischen Herrschaftsbereich einzugliedern. Zu dieser Zeit unterhielt Rom zu einigen sagrischen Stämmen, besonders zu den [[Aider]]n an der Südküste der Halbinsel freundschaftliche Verhältnisse und betrieb regen Handel mit ihnen. Unter Augustus wurde die Eroberung Sagradiens durch die Römer fortgesetzt. Nachdem zunächst die Streitigkeiten der sagrischen Stämme untereinander und mit den Sagrokelten, die den Römern weniger feindlich gegenüberstanden, weitergeführt worden waren, schlossen verschiedene sagrische Stämme ein Bündnis, welches aber auch die Invasion der römischen Legionen nicht aufhalten konnte. Augustus selbst eroberte im Jahr 25/24 v.Chr. ganz Sagradien, konsolidierte die Herrschaft im Gebiet bis zum [[Saidel|Fluvius Saidelius]] und [[Bordêu|Fluvius Bordeus]] und gründete die Provinz [[Sagradia Ulterior]]. Rom trennte damit erstmals die beiden Teile der Halbinsel in ein römisches Sagradien östlich von [[Blaumeer]] und [[Konsetten]] und ein Gebiet westlich dieser natürlichen Grenzen, das erst unter Kaiser Claudius im 43 als [[Provincia Micolina]] unter römische Herrschaft kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 18 v. Chr. trat der römische Statthalter beider Sagradien, Q. [[Valerius Tullianus Sagradianus]], mehrere Feldzüge gegen eine sagrische Allianz aus Aidern, Micoläern und Sisinen an, die mit der Eroberung Sagradiens endeten. Augustus teilte daraufhin im Jahr 14 v. Chr. die Sagradia Ulterior in eine kaiserliche Provincia [[Sisinia]] mit der Hauptstadt [[Tules|Tulisium]] (das heutige Tulis) und eine senatorische [[Provincia Belacionensis]] mit der Hauptstadt [[Belaçón|Belacio]] (das heutige Belaçón) auf. Ein letzter großer [[Sagreraufstand|sagrischer Aufstand]] unter dem aidischen Feldherrn [[Asilië]] endete für Rom verlustreich, konnte von Tullianus aber im Jahr 8 v. Chr. niedergeschlagen werden. Ihr Anführer Asilië wurde später als sagradischer Nationalheld verehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kelten wurden sehr schnell assimiliert, aber auch die Sagrer nahmen nach den anfänglichen Widerständen  in den folgenden Jahrhunderten die Herrschaft und Kultur Roms an, sodass eine sagro-römische Mischkultur entstand. Mit den großen Städten [[Gerón|Geronia]], [[Noyar|Noviogarum]], [[Duerez|Colonia Duerensis]] und [[Tulis|Tulisium]] entstanden neue Zentren der römischen Kultur in Sagradien. Aus dem auf der Halbinsel gesprochenen Vulgärlatein entwickelten sich allmählich die [[Sagradische Sprache|sagradischen Dialekte]] und die gesamte [[Sagroromanisch|sagroromanische Sprachgruppe]]. Nach der diokletianischen Verwaltungsreform wurden die drei Sagradien einer eigenen [[Dioecesis Sagradiae]] eingegliedert und die [[Provincia Geroniensis]] (seit 27 v. Chr. Name der Sagradia Citerior) in die Provinzen [[Ligria]], [[Sagradia Ostiniensis]] und [[Sagradia Nogarensis]] unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Germanen und Zerfall der römischen Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts drangen mit den [[Alkonen]] und [[Herkanden]] von der iberischen Halbinsel aus germanische Stämme auf das Gebiet des römischen Sagradiens vor und gründeten frühe Reiche, von denen das Alkonenreich im Süden zum ersten germanischen Staat in Sagradien wurde. Die Herkanden wurden wiederum zur Mitte des Jahrhunderts von den einfallenden [[Skanten]] nach Südmicolinien verdrängt, zwischen 450 und 480 folgten die [[Golen]], die sich an der Nordküste des Blaumeers ansiedelten. Die fast 500-jährige unumschränkte Herrschaft Roms auf der Halbinsel endete 462, als der letzte römische Statthalter in Tulis getötet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Reich der Skanten, die den gesamten Norden Sagradiens und Micoliniens besiedelten, zerfiel bald in kleinere Stammesgruppen. Als 476 der letzte weströmische Kaiser abdankte, erstreckte sich die germanische Herrschaft schon fast über ganz Sagradien. Die Stämme verschmolzen relativ rasch mit der romanischen Bevölkerung, wobei die Germanen nicht selten die Führungsschicht bildeten. Die lange Zeit florierenden Städte erlebten einen Niedergang und wurden zum Teil schwer verwüstet. Nachdem die arianischen Skanten bereits im im frühen 6. Jahrhundert die lateinisch-trinitarische Religion der romanischen Bevölkerungsmehrheit angenommen hatten, ließ sich mit dem Alkonenkönig [[Berrakred I.]] der letzte arianische Herrscher Sagradiens katholisch taufen. Auch die vulgärlateinische Sprache der Bevölkerung wurde bald von den germanischen Eliten in allen Reichsteilen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der muslimischen Numerer in Alconía ===&lt;br /&gt;
In einem alkonischen Erbstreit zu Hilfe gerufen, fielen zur Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus im Süden Sagradiens muslimische Mauren aus Spanien ein, die in Sagradien den Namen [[Numerer]] erhielten. Diese konnten rasch das gesamte Gebiet der Alkonen erobern und besiegten 757 den letzten Alkonenkönig [[Rikkrik]] (Regrigo). Sie errichteten das zunächst vom Kalifat in Damaskus abhängige [[Emirat von Duerez]] (arabisch: Dohaz), das sein Herrschaftsgebiet im Laufe der folgenden Jahre bis kurz vor [[Tulis]] und [[Óstino]] ausbauen konnte und die verschiedenen alkonisch-romanischen Bevölkerungsgruppen aufnahm. Die muslimischen Numerer verhielten sich gegenüber der christlichen Bevölkerung weitgehend tolerant und verzichteten auf eine Zwangsislamisierung. Während der Herrschaftsjahre der arabischen Emire blühten im Süden Kultur und Handelswesen, wovon auch die christlichen Königreiche im Norden profitierten, die die Herrschaft nach kurzer Zeit der Kriege akzeptierten und rege Handelsbeziehungen mit den Numerern aufnahmen. Die Städte gewannen wieder an Bedeutung. Unter der Herrschaft der Numerer in Südsagradien wurden u.a. die Städte [[Lemez|Al Hamaz (Lemez)]] und [[Nalcaz|Ain Al Qaz (Nalcaz)]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roderich der Große und der Aufstieg des Skantenreiches ===&lt;br /&gt;
Im Skantenreich konnte der Adlige [[Segila]] sich um 753 als [[König der Mittelskanten]] etablieren und die dortige [[Orsoniden]]dynastie beerben. Seinem seit 761 regierenden Sohn [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] gelang es 763 die streitenden Großen seines Reichs unter seiner Führung gegen die arabische Bedrohung zu vereinen. 763 besiegte sein Heer bei [[Tarravillas]] die anstürmenden Numerer, was zusammen mit dem Sieg Karl Martells bei Tours und Portiers als Ende der muslimischen Expansion in Westeuropa angesehen wird. Nach der Schlacht bei Tarravillas zerfiel die Allianz jedoch wieder. Die Reichsteile Scantias, seit Jahrzehnten bereits ohne gemeinsame Herrschaft, bekundeten wieder ihre Eigenständigkeit. In mehreren Kriegszügen gelang es Rodrigo jedoch, zunächst den mächtigen [[Lojandía|lohandischen]] und dann die [[Ligre (Landschaft)|ligrischen]] und [[Westligre|westligrischen]] Provinzfürsten zu besiegen und zentralskantische, lohandische und ligrische Reichsteile wieder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Er schuf eine straffe Verwaltungsstruktur und führte Scantia dadurch zu einer kulturellen und politischen Blüte. In Kriegen gegen [[Golen]], [[Bretonen]] und [[Herkanden]] sowie gegen die zurückweichenden [[Numerer]] eroberte er neue Gebiete für das Skantenreich. Bei seinem Tod 797 erstreckte sich das Reich Roderichs auf beiden Seiten des [[Ligrisches Meer|Ligrischen Meers]] von [[Albero]] bis in die [[Bretagne]] und von [[Perin]] bis an die sagradische und micolinische Nordküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise des Skantenreichs und Gründung des Königreichs Sarmay ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Roderichs des Großen zerfiel dessen Reich wieder unter den Söhnen Roderichs. Der [[Vertrag von Disiés]] bewirkte 799 die Teilung Scantias. Der älteste Sohn [[Barungar]] erhielt den Westen des Reichs mit dem gesamten Norden Micoliniens, Teilen [[Litien]]s und Gebieten nördlich und sülich des [[Ligre]], sein jüngerer Bruder [[Albreth der Kluge]] den Osten mit [[Lojandía]], der [[Mesa]] und den [[Amoria|amorischen]] Grenzgebieten, jedoch konnte er das umstrittene [[Mittelskanten|Zentralscantia]] zwischen Ligre und [[Konsetten]] weitgehend unter seine Herrschaft bringen. Der jüngste Sohn [[Ferrigo]] erhob 808 ebenfalls Anspruch auf die Königswürde, was zum Bruderkrieg führte. Im [[Vertrag von Torell]] 812 einigte man sich auf eine Dreiteilung aufkosten Albreths, der die südlichen Teile seines Gebiets an Ferrigo abgeben musste. Die Thronstreitigkeiten im Skantenreich schufen an der numerisch-skantischen Grenze zu einem Machtvakuum, in das der Provinzfürst [[Dián von Sarmay]] stieß, der im Kampf gegen die Numerer mehrere angrenzende Gebiete erobern und sich vom Skantenreich weitgehend unabhängig machen konnte. Nach dem Tod Ferrigos nahm Dián von Sarmay 818 den Königstitel an und übernahm die Kontrolle über die südlichen Reichsgebiete, namentlich [[Sagonte]], Teile [[Sesín]]s, [[Croer]] und [[Óstino]]. Auch die als Markgrafschaften eingerichteten [[Asumarische Grafschaften|Gebiete am Blaumeer]] konnten bald eine erhebliche Eigenständigkeit vom Skantenreich erhalten. Die sich seit dem späten 8. Jahrhundert ständig wiederholenden Angriffe norwegischer Wikinger auf das sagradische und nordmicolinische Festland schwächte die Skanten zunehmend. Mit der Gründung eines eigenen nordischen Reichs an der Nordküste Micoliniens, dem sogenannten [[Perutinger]]reich, wurden die Skanten weitgehend aus Nordmicolinien verdrängt. Nach dem Tod König Barungars 825 trat Albreth der Kluge die Alleinherrschaft im Rest des Skantenreichs an und beendete vorerst die Zeit der inneren Schwäche, jedoch konnte er [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Perucía|Perucía]] nicht zurückerobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aerich der Große und der Beginn der ''sagradischen Reconquista'' ===&lt;br /&gt;
Bereits seit Beginn des 9. Jahrhunderts machten sich im westlichen Teil des Numererreichs Auflösungserscheinungen breit. Die alkonischen Eliten beugten sich nur ungern unter die arabische Herrschaft und bereiteten der Zentralmacht Duerez' mit mehreren Rebellionen große Schwierigkeiten. 852 machte sich der westalkonische Fürst [[Berrigo von Liez und Corar|Berrigo]] zum [[Königreich Liez-Corar|Dux Alconum]] und sagte sich von der muslimischen Oberhoheit des Emirats von Duerez los. In mehreren Kriegen konnte er seine Herrschaft konsolidieren, doch zerfiel sie wieder unter seinen streitenden Söhnen [[Aerich der Große|Arrigo]] und [[Regrigo von Liez und Corar|Regrigo]]. Nachdem sich Arrigo 859 durchgesetzt hatte, nahm er die Kriege seines Vaters wieder auf und eroberte [[Oller]] und [[Sur Pinia|Südpin]]. Danach wandte er sich gegen Sarmay und eroberte Teile Sesíns. 877 erreichte er die Auslieferung der Alkonenkrone durch die Numerer, 878 wurde sein Reich endgültig auch von Sarmay anerkannt. Jedoch zerfiel es nach seinem Tod 882 wieder unter seinen Söhnen [[Arrigo II. von Liez und Corar|Arrigo II.]] und [[Fildrigo von Liez und Corar|Fildrigo]], Südsesín musste wieder an Sarmay abgegeben werden. Erst [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigo III.]] (898-915) erreichte wieder ein vergleichbar machtvolles Königtum wie Arrigo der Große. Er konnte von den zahlreichen Teilungen und Thronstreitigkeiten in Sarmay profitieren, indem er Einfluss auf die mächtigen Provinzfürsten im Sarmayenreich ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin der Eroberer und die Gründung des Reiches ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Dián III. von Sarmay|Dians III. von Sarmay]] im Jahr 878 kam es zu Thronstreitigkeiten im Königreich Sarmay zwischen dessen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die 882 zugunsten einer Reichsteilung entschieden wurden. Die permanente Schwäche Sarmays suchten sowohl Skanten als auch Alkonen in der Folgezeit für sich auszunutzen. Mit der Übernahme der skantischen Alleinherrschaft 897 begann [[Martin I. der Eroberer|Martin I. von Scantia]] (König seit 892) eine aggressive Machtpolitik. Er verheiratete seinen Sohn [[Philipp der Große|Philipp]] mit seiner Nichte, Prinzessin [[Lara von Liez]], der Tochter König [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigos III.]] Nachdem dieser 912 gestorben war, ohne einen männlichen Thronfolger zu hinterlassen, erhob Martin I. als Schwiegervater der ältesten Tochter Arrigos Anspruch auf den alkonischen Thron. Gleichzeitig übernahm ein Neffe Arrigos III. als [[Arrigo IV. von Liez und Corar|Arrigo IV.]] die Herrschaft im christlichen Süden. Martin entschloss sich daraufhin zu einem Feldzug nach Süden. Das 907 unter [[Armondo II. von Sarmay|Armondo II.]] wiedervereinigte Sarmaienreich, wurde 915 geschlagen und musste die Oberherrschaft Martins anerkennen ([[Vertrag von Tantallas]]). Mit sarmayischen Truppen führte dieser seine Eroberungskriege seit 916 gegen den alconischen König Arrigo IV. fort. Martin nannte sich nun „Rex Sagradiae“ und besiegte 922 in der [[Schlacht von Pergía]] auch endgültig Arrigo IV. Im [[Vertrag von Vesaey]] 923 mussten Sarmay und Arrigo IV. offiziell die Herrschaft Martins des Eroberers über den gesamten christlich beherrschten Teil der sagradischen Halbinsel anerkennen. Damit gilt er als erster [[Königreich Sagradien|König des gesamten christlichen Sagradiens]], auch wenn der Südosten noch immer in arabischer Hand blieb. Martin ernannte 930 seinen Sohn Philipp zum Mitherrscher, um seine Dynastie zu konsolidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Hochmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philipp der Große und die Zeit der Konsolidierung ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Martins I. kam es zu neuen Kriegen in Sagradien. Martins Sohn und Nachfolger [[Philipp I. der Große]] (933-969) konnte sich erst nach mehreren Kriegen wieder die Macht über ganz Sagradien sichern. Nach der [[Schlacht von Tantallas]] 938 war Philipp wieder allgemein anerkannt. 939 wurde Philipp im [[Noyarenser Dom]] zum König von Sagradien gesalbt. 942 erließ Philipp mit dem [[Codex Magnus]] ein einheitliches Recht für seinen gesamten Herrschaftsbereich. Im Innern baute Filipe die Infrastruktur aus, setzte die Erbmonarchie in der männlichen Linie durch, um zukünftige Erbteilungen zu verhindern, förderte Kunst, Wissenschaft und Literatur sowie den Bau von Königspfalzen, Klöstern und Kirchen und stärkte die Macht des Königs im Laufe seiner Regierungszeit noch mehr. Nach Außen setzte er die Eroberungskriege seines Vaters fort und zerschlug das Emirat von Duerez, übrig blieb nur das kleine numerische [[Königreich Malesc]]. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 969 überließ er seinem Sohn und Nachfolger [[Albreth IV.]] dem Barmherzigen (969-980) eine gesicherte Königsherrschaft. Im 10. Jahrhundert entwickelte sich auch die Region zwischen [[Pin]] und [[Lieno]] zum Zentrum des Reiches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Zentralmacht und Kämpfe um die Krone ===&lt;br /&gt;
Albreth IV., der sich besonders als Städtegründer (u.a. von [[Semess]]) hervortat, nahm die Grenzkriege seines Vorgängers gegen [[Perutinger]] und [[Golen]] wieder auf und konnte die Bretonen 971 endgültig befrieden. Im Innern aber zeigte er sich nicht in der Lage, die aufstrebende Macht der Herzöge einzudämmern, die nach Albreths Tod auch die Erbthronfolge anfochten. [[Martin II.]] der Gute (980-994), Bruder Albreths, musste nach Kämpfen gegen [[Arrigo von Bordez]] 984 den Reichsherzögen erweiterte Rechte zugestehen, band diese jedoch durch geschickte Heiratspolitik ans Reich. In der [[Bulle von Malesc]] setzte er 992 eine lehensrechtliche Bindung der Untervasallen an den König durch und verminderte dadurch die Chance der Herzöge zu bewaffneten Aufständen gegen die Zentralgewalt. [[Philipp II. der Katholische]] (996-1019) erreichte 999 mit der Eroberung von Malesc den Abschluss der [[Numererkriege]], die später auch als ''sagradische Reconquista'' bezeichnet wurden. Unter seinen Nachfolgern [[Philipp III.]] (1019-1042) und [[Roderich III.]] dem Kurzen (1042-1069) begann der rasche Machtverfall der skantischen Könige im sagradischen Regnum und der Adel wurde zunehmend stärker. Während sich Filipe III. und Rodrigo III. immer wieder mit den Machtansprüchen [[Don Joán]]s, des Bruders Filipes III., (1026-1029 Gegenkönig Filipes, 1042-1048 Regentschaft für Rodrigo, Ermordung Rodrigos 1069, 1069-1071 Kanzler [[Martin III.|Martins III.]]) auseinandersetzen mussten, wurde dieser 1072 von seinem Neffen, König [[Martin III.]] dem Frommen (1069-1078), hingerichtet. Martin tat sich besonders als Förderer des Klostertums hervor und verbrachte große Zeit in den Klöstern [[Martinez]], [[Meném]] und [[Casterley]] (daher auch der Spitzname „Mönch mit Krone“). Die Regierungsgeschäfte überließ er weitgehend den Erzbischöfen [[António de Martinez]] und [[Carles von Noyar]]. Im [[Edikt von Meném]] von 1075 wurden die letzten Moslems christianisiert oder gewaltsam aus dem Land vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien unter den ersten Diannidenkönigen ===&lt;br /&gt;
Im Kampf um die Nachfolge Martins III. kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, in denen sich [[Johann I. von Cliêce]] (1078-1094), [[Herzog von Alconía]] und Schwager Martins III., mithilfe der Kirche gegen [[Rodrigo I. Herzog von Scantia|Rodrigo I. dem Langen von Scantia]], den mächtigsten der Vasallen, durchsetzen konnte. Der Dualismus zwischen dem neuen Königshaus der [[Dianniden]] und den skantischen Herzögen aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]] sollte sich aber noch lange hinziehen. Johann unterstützte zunächst im Investiturstreit Papst Gregor gegen den deutschen Kaiser Heinrich IV. und erneuerte die Schutzverträge mit dem Kirchenstaat, fiel später jedoch selbst in Streit mit dem Reformpapsttum und stand seit 1091 unter Kirchenbann. Herzog [[Martin der Kühne von Scantia]] nutzte dies, um wiederum einen Krieg gegen Johann zu beginnen, in dem Johann 1094 ermordet wurde. Sein Sohn und legitimer Nachfolger [[Johann II.]] der Löwe (1094-1121) musste den Krieg gegen Martin den Kühnen von Scantia fortführen. Nach Johanns Sieg 1095 wurde Martin festgenommen. Johann II. nahm 1096-1099 auf dem Ersten Kreuzzug teil und versöhnte sich dadurch wieder mit Rom. Martin von Scantia aber nutzte die Gelegenheit, um sich zu befreien und die Herrschaft an sich zu reißen. Als Johann 1100 zurückkehrte, kam es zur zwischenzeitlichen Versöhnung zwischen Martin dem Kühnen und König Johann II. Martin kehrte nach Scantia zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten peruzinischen Königs [[Jouan I. von Perucía|Jouan dem Kurzen]], der nur eine Tochter zurückließ, erhob Martin der Kühne für seine dritte Frau [[Berta von Perucía]] Anspruch auf die Krone des nordmicolinischen Reiches. Dafür startete er eigenmächtig einen Feldzug nach Perucía und ließ sich 1101 in [[Alessa]] zum König ausrufen. Mit dem [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Ersten peruzinischen Erbfolgekrieg]] 1101-1112 begründete Martin der Kühne das mächtige [[Lusonidenreich|lusonidische Reich]] um die Krone Perucías und die Ländereien der skantischen Herzöge in Sagradien. Dennoch half Johanns große Reichsreform von 1102, die Macht der Herzöge einzudämmen. Sein Sohn [[Antonio I.]] der Starke (1121-1132) musste seine Herrschaft gegen keine Gegenkönige mehr sichern und konnte das Diannidenkönigtum behaupten und sichern, führte allerdings mehrere erfolglose Kriege mit Frankreich um die Erweiterung der sagradischen Besitzungen in der Bretagne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lusonidenkriege und Eroberung Golens und Perucías  ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonios I., der ohne männlichen Erben blieb, wurde sein Schwiegersohn [[Jakob I.|Jakob von Sacâu]] (Jakob I. der Kühne, 1132-1165) König, der die Kriege gegen die Lusoniden wieder aufnehmen musste. Es gelang ihm aber nicht, die Macht der Skanten zu brechen. Nach dem Tod [[Armont III. von Golen|Armonts III. von Golen]] erhob Jakob als Schwiegervater einer Tochter Armonts Anspruch auf die Krone, ebenso wie der micolinische König, was zum Krieg beider Mächte um Golen führte, in dem Jakob 1165 fiel, den sein Sohn [[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) aber erfolgreich zuende führen konnte und daraufhin als erster König Golen mit Sagradien vereinigte. Gabriel Juvans gelang danach ein Durchbruch im Machtkampf mit den Lusonidenherrschern, die Gabriels Oberherrschaft in Sagradien anerkennen und den Großteil ihrer Besitzungen in Sagradien inklusive des Herzogtums Scantia abtreten mussten. Gabriel, seineszeichens ein großer Förderer von Kunst und Kultur, baute zudem das Kirchensystem aus, stärkte die Königsgewalt und nahm am Dritten Kreuzzug teil. Er gilt als bedeutendster sagradischer König des Hochmittelalters und wurde 1537 heilig gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel II.]] (1201-1220) führte Krieg gegen den abtrünnigen [[Südbund]] (Liez, Corar, Sur Pinia) und zwang ihn unter die Krone. Unter [[Philipp IV. Hermes]] (1233-1261) endete nach dem Tod [[Martin Posthumus]]’ 1249 die Herrschaft der Lusoniden in Perucía und [[Philipp der Schweigsame]] von Redanior setzte sich mithilfe des sagradischen Königs gegen den unehelichen Sohn Martins, [[Renart von Soria]] durch, der in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 vernichtend geschlagen wurde. Philipp von Redanior wurde König von Perucía und erkannte die Oberherrschaft Sagradiens über sein Territorium an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Spätmittelalter ==&lt;br /&gt;
=== Redanior-Königtum und Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod König [[Philipp V.|Philipps V. des Klugen]] (1261-1264), der 1263 erstmals die Stände einberief, um seine Nachfolge zu regeln, gelangte mit seinem zwölfjährigen Neffen König [[Martin IV. Felix]] (1264-1289) das [[Haus Redanior]] auf den sagradischen Thron, der 1275 die Herrschaft über Perucía mit der sagradischen Krone vereinte. Seine Nachfolger [[Robert I.]] (1289-1292) und [[Philipp VI.]] der Gerechte (1292-1301) mussten 1290-1313 [[Peruzinische Aufstände|Aufstände der Peruzinischen Stände]] niederschlagen, die sich im [[Bund von Alessa]] gegen die sagradische Herrschaft vereint hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Sergius I.|Serge I.]] von Gerón bestieg das Haus Redanior 1315 in einer jüngeren Linie den micolinischen Thron, während in Sagradien seit 1301 Serges Onkel [[Jakob II.]] (1301-1320) herrschte, der 1301 seinen Neffen [[Martin V.]] den Wahnsinnigen (1301) entmachtet hatte. Als dieser 1320 jedoch starb, wurde Serge I. von Micolinien nächster Anwärter auf den Thron. Gegen den in Micolinien weilenden Monarchen usurpierte in Sagradien jedoch [[Danadier I.]] (1320-1321) von Scola den Thron und ließ sich von den Ständen anerkennen, die eine Union mit Micolinien fürchteten. Als Serge im Jahr 1321 in Sagradien einfiel, um seinen legitimen Thronanspruch durchzusetzen, besiegte und tötete er jedoch Danadier in der [[Schlacht bei Alágua]] und bestieg als Sergius I. (1321-1354, der Große) selbst den Thron. Er vereinte damit als erster König die micolinische und die sagradische Krone unter seiner Herrschaft und beendete die seit Jahrhunderten herrschenden Kriege ([[Pax Sergiana]]). Innenpolitisch gelang es ihm die Macht des Herrschers in beiden Reichsteilen zu stärken und die Doppelmonarchie zu einer wirtschaftlichen und politischen Hochblüte zu bringen. Er führte in beiden Teilreichen zentrale Rechnungshöfe ein, erhöhte die Steuern und zog das Vermögen des mächtigen, 1345 verbotenen [[Fallenserordens]] in Südmicolinien ein. Ihm folgten [[Sergius II.]] (1354-1378) und [[Gabriel IV.]] (1378-1395) nach, welcher 1386/1387 in einem [[Micolinische Revolution|Aufstand]] gegen seine sagrophile Herrschaft die micolinische Krone an [[Charl de Interea]] verlor und ohne Erben blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fünfzigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Gabriels kam es zwischen den potenziellen Thronfolgern [[Michael I.|Miguel de Vesaey]] und [[Joseph I.|José de Óstino]] zum „[[Krieg der Herzöge]]“, aus dem mit micolinischer Unterstützung ([[Vertrag von Nantés]]) José de Óstino als Sieger hervorging, der nach Gabriels Tod 1395 als Joseph III. (1395-1396) den Thron bestieg. Er wurde allerdings bereits 1396 von seinem Gegenkönig Michael I. de Vesaey (1396-1421) bei [[Xenópolis]] besiegt und ins [[Kloster Martiniac]] verbannt, während [[Charl VI. von Micolinien]] in Perucía einfiel und den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien auslöste. Von der [[Alberenser Union]] als König von Perucía anerkannt, hielt er als Schwager Johanns von Ostino an dessen Königtum fest und bestritt die Legitimität Miguel de Vesaeys. Zwischenzeitig erhob Karl sogar als Schwager des 1398 verstorbenen José selbst Anspruch auf den sagradischen Thron und berief sich auf die Bulle von Servette und die darin festgelegte Unteilbarkeit des Reiches. In dem ein halbes Jahrhundert andauernden Krieg kämpften seit 1398 die unabhängige [[Tulinesische Republik]] sowie zeitweise auch [[Servettinische Lande|Servette]] auf sagradischer Seite, während sich Micolinien mit den Häusern [[Haus Óstino|Ostino]] und [[Haus Esqués|Esqués]] verbündete. In Perucía wurde der Kampf der micolinisch-freundlichen Union mit den Anti-Karlisten in Form eines blutigen Bürgerkriegs ausgefochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen schweren Niederlagen Sagradiens (Abfall [[Álbero]]s und [[Montana]]s 1409, offener Aufstand in [[Westligre]] 1417, Belagerung [[Gerón]]s 1420) übernahm 1420 der königliche Prinz [[Don António]], zweiter Sohn Miguels I., den Oberbefehl über die sagradischen Heere. Nach dem Tod Miguels I. in der [[Schlacht von Valés]] konnte Don António Siege bei Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] feiern und dadurch einen micolinischen Sieg vereiteln. Er starb 1424 an einer Lungenentzündung. König [[Michael II.]] (1421-1457) gelang es mit der Unterstützung tulinesischer Truppen unter [[Luis Filipe von Santori]] und besonders mithilfe der tulinesischen Flotte unter Conte [[David von Santori]], Micolinien empfindliche Niederlagen zuzusetzen. So schlug er in einer sagradischen Offensive seit 1427 das micolinische Heer bei [[Cania]] und konnte 1431 die Stadt [[Bosa]] erfolgreich verteidigen. Nach dem endgültigen Abfall [[Conte]]s im Jahr 1432 konnten beide Seiten keine entscheidenden Siege mehr verbuchen, sodass die Kämpfe 1439 weitgehend eingestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Großmacht Sagradien unter den Santori ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zur Großmacht ===&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensschluss zwischen Micolinien und Sagradien im [[Friede von Tesqué|Frieden von Tesqué 1443]], in welchem die endgültige Trennung beider Kronen vorgeschrieben und die Grenzen vereinbart wurden, die in groben Zügen bis heute gültig sind (so genannte ‚[[Medéolinie]]’), hinterließ Miguel II. eine gefestigte Krone, wobei sich der Verlust des ständigen Unruheherds Perucías an Micolinien langfristig zugunsten der königlichen Macht auswirkte. Mit dem Tod Miguels II. 1457 starb das [[Haus Vesaey]] aus und die Königskrone fiel an das tulinesische Regentenhaus [[Santori]]. Für den bei Amtsantritt erst acht-jährigen Thronfolger [[Jakob III.]] (1457-1491), Enkel von Miguel I., herrschte bis 1468 sein Vater [[David de Santori]], Herzog von Golen. Danach baute der Kunstliebhaber Jakob die Hausmacht der Santori aus und verknüpfte die Stärke Sagradiens eng mit der der Santori. 1475 eroberte er das abtrünnige Tulis und verleibte die Comitat-Republik endgültig dem Königreich ein. In drei [[Servettinische Kriege|Kriegen gegen Micolinien]] (1477-1479, 1492-1497, 1505/06), konnte sich Sagradien das [[Servettinische Lande|Servettinische Erbe]] in Südmicolinien sichern und etablierte so seine Herrschaft im Süden und Osten der micolinischen Halbinsel. Außerdem wurde das seit 1494 micolinisch besetzte [[Golen]] bis 1499 zurückerobert und als sagradisches Kronland verteidigt. Diese Entwicklung des Machtgewinns nahm unter König [[Jakob IV.]] (1491-1502) ihren weiteren Lauf. Thronfolgeauseinandersetzungen innerhalb des Hauses Santori, die 1502 zwischen [[Peter I.]] (1502-1509) und seiner Nichte [[Catarina de Sántori]] zur gewaltsamen Eskalation führten ([[Lilienkriege]]), wurden 1509 mit dem Regierungsantritt [[David I.|Davids I.]] (1509-1543) beigelegt, der zum politisch wichtigsten Monarchen Sagradiens im 16. Jahrhundert wurde und das so genannte &amp;quot;[[Sêglu d'Or|Goldene Zeitalter]]&amp;quot; in der sagradischen Geschichte einleutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancekönigtum und Weltmachtpolitik ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Sagradien zur europäischen Großmacht aufgestiegen und das Königshaus Santori verfügte als Resultat geschickter Heiratspolitik über Herrschaftsgebiete in Micolinien, den Niederlanden und in Norditalien. Die Besitzungen in Flandern musste David I. 1519-1524 gegen die Habsburger verteidigen, ebenso wie das portugiesische Erbe, das ihm nach dem Tod Manuels I. 1521 durch die Ehe mit dessen Tochter [[Luisa von Portugal]] zufiel ([[Sagradisch-Portugiesische Union]]). Nach dem Sieg über die Habsburger vereinte David als erster und einziger Monarch die Kronen Sagradiens und Portugals und herrschte über ein Weltreich mit hegemonialem Anspruch in Europa. Zu den portugiesischen Kolonialbesitzungen kamen neue unter sagradischer Flagge eroberte Gebiete in Übersee, vor allem in Afrika und Amerika, die den Entdeckungen der Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]] und [[Joán Caballes]] (eigentlich Giovanni Caballi) zu verdanken waren und die teilweise auf dem von tulinesischen Seefahrern bereits im 15. Jahrhundert gegründete Handelsnetz mit Afrika aufbauten. Während in Afrika und Asien vor allem Handelsstützpunkte gegründet wurden, errichtete Sagradien in Nord- und Südamerika als Flächenkolonien die Vizekönigreiche [[Nova Sagradia]] und [[Guiana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben förderte David Kunst, Kultur, Handel und Wissenschaft. Nachdem bereits Jakob III. italienische Künstler und Gelehrte an seinen Hof geholt hatte, darunter die Humanisten [[Ercule Schiatti]], [[Geert van Stael]] und [[Franziskus Aurelianus]], wurde der Königshof in [[Tulis]] unter David I. zum Hauptknotenpunkt der westeuropäischen Renaissancekultur. Er setzte sich mit der [[Reformatio Davidi]] für eine Reform der katholischen Kirche ein, begründete die von Rom weitgehend unabhängige [[Sagrikanismus|&amp;quot;sagrikanische&amp;quot; Nationalkirche]] und betätigte sich in seinen späten Lebensjahren als Mäzen der beiden großen Künstler [[Don Cabal]] und [[Antonio Volero]]. Im Davidianischen Zeitalter erreichte Sagradien die vielleicht größte politische und kulturelle Blüte seiner Geschichte und das so genannte „[[Goldene Jahrhundert]]“ der sagradischen Geschichte brach an, das bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts andauern sollte und wegweisende Werke der Malerei, Bildhauerei, Architektur und Literatur hervorbrachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monarchen des Goldenen Jahrhunderts: Von Johanna I. bis Gabriel V. ===&lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 führte zur Teilung des Weltreichs zwischen Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Mann [[Michael III.]] (1543-1552) einerseits und Davids Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann dem Frommen]] andererseits. Johanna und Michael erhielten das [[Königreich Sagradien]] samt Überseebesitz, das [[Comitat Tulis]] und die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]], Johann erbte Portugal und das zugehörige Kolonialreich der iberischen Seefahrernation. Die Santori teilten sich damit wieder in zwei Familienzweige. Unter Johanna I. wurde das mittelsagradische [[Semess]] zur dauerhaften Königsresidenz und zur Hauptstadt des Landes ausgebaut. Der 1552 in Tulis ausgebrochene [[Josephitenaufstand]] gegen die Union mit Sagradien wurde 1556 endgültig niedergeschlagen. Das Aussterben der portugiesischen Linie des Hauses im Jahr 1578 führte 1580 schließlich zum [[Portugiesischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg um Portugal]], in dem die Santori das Land an die spanischen Habsburger verloren. Dennoch konnte Sagradien seine Hegemonie über die Konsettenhalbinsel aufrechterhalten. Das Kolonialreich in Übersee wurde überdies weiter ausgebaut und erreichte im frühen 17. Jahrhundert eine Blütephase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation führte erst in ihrer calvinistischen Form und auch nur in Teilen Sagradiens, vornehmlich im Nordosten zu Resonanz und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Reihe von religiösen Konflikten, die eng mit politischen Auseinandersetzungen und Machtfragen verbunden waren. Nachdem Königin Johanna und - unter dem Einfluss seiner protestantisch erzogenen Frau [[Luise von Bourbon]] - ihr Sohn und Nachfolger [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) eine auf religiöse Toleranz zielende Politik betrieben und damit starke Konflikte mit der ultrakatholischen Partei provoziert hatten, setzte der seit den 1580er Jahren amtierende leitende Minister [[Joán María de Belavís]] die Gegenreformation in Sagradien zu einem Erfolg. König [[Gabriel V.]] (1591-1640), der einen prächtigen Hof hielt und als großer Förderer der Künste galt, setzte nach dem Tode Belavis’ 1602 dessen Zentralisierungs- und Machtpolitik im Inneren fort und restaurierte zudem durch geschickte Haushalts- und Wirtschaftspolitik (Ansätze eines merkantilistischen Wirtschaftssystems) die durch königliche Repräsentation und militärischen Auseinandersetzungen angeschlagenen Staatsfinanzen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] 1620-1624 gegen den Nachbarn [[Micolinien]] erreichte Sagradien noch einmal eine Bestätigung seiner Besitztümer auf der micolinischen Halbinsel. Gabriels Tod im Jahr 1640 wird allgemein als Ende des sagradischen „[[Sêglu d’Or]]“ angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Großmacht ===&lt;br /&gt;
Die elfjährige Regierungszeit [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]] (1640-1651), die von Hofintrigen und Fremdeinflüssen geprägt war (u.a. durch seine Tante [[Maria Charlotte von Sagradien]], die Regentin Micoliniens, später von verschiedenen Mätressen wie [[Antonia de Casterley]] oder [[Francisca de Simonis]]) gilt als Wendepunkt in der sagradischen Geschichte. Sagradiens unglückliche Intervention im Dreißigjährigen Krieg und der für Sagradien enttäuschende Westfälische Frieden von 1648, markieren den relativen Abstieg und den Anfang vom Ende der sagradischen Großmachtstellung in Europa. Es folgten wechselnde außenpolitische Erfolge und Misserfolge. Zwar konnte der Besitz Golens im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] von 1657-1669 gegen Micolinien gesichert werden, die Unterstützung Ludwigs XIV. bei dessen Krieg gegen Holland und der zeitgleich geführte [[Spanisch-Sagradischer Seekrieg|Spanisch-Sagradische Seekrieg]] führten zu einer Schwächung Sagradiens und zu einem Verlust mehrerer Kolonien in Übersee. Auch die Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg, in dem Sagradien nun gegen Ludwig XIV. kämpfte, brachte nicht die erwünschten Erfolge, welche die Großmachtstellung Sagradiens wiederhergestellt hätten. Innenpolitisch vermochte es [[Gabriel VII.]] (1654-1698) jedoch mit Hilfe seines Ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] die Macht des Königs zu konsolidieren und punktuell zu stärken, auch wenn er den Einfluss der Stände nicht gänzlich zurückdrängen konnte. Obgleich die Macht der sagradischen Krone im Innern unter Gabriel VII. nochmals einen Höhepunkt erlebte, legte v.a. die ausschweifende Repräsentationspolitik und die kostspielige Hofhaltung des Königs im neu erbauten Schloss Bernabêu, die nach dem Ableben jenes besonnenen Staatsmannes und Kardinals keinerlei Eindämmung mehr fand, die Grundsteine für den Staatsbankrott und die sich daraus ergebende Krise des frühen 18. Jahrhunderts. Auch barg das gesteigerte Machstreben der Santori-Valier-Dynastie des späten 17. Jahrhunderts den Grundstein für die harten Auseinandersetzungen mit den Ständen um die Rolle von Krone, Adel und Ständen im sagradischen Gemeinwesen, die unter seinen Nachfolgern zum Krieg führen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 18. Jahrhundert: Bürgerkrieg und Ständemacht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstände und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Trotz des offensichtlichen Geldmangels und der zerrütteten Haushaltslage verstärkte der absolutistisch gesinnte König [[Danadier II.]] (1698-1721), spöttisch der ‚Schattenkönig’ genannt in Anlehnung an sein großes Vorbild Ludwig XIV. von Frankreich, die höfische Repräsentation noch mehr und provozierte die Gegnerschaft sowohl des aus zahlreichen Machtpositionen gedrängten Adels als auch des Volkes. Er versuchte, die aufkeimende Opposition im Hochadel durch eine autokratische Führung zu unterdrücken. Seit 1701 unterstützte der König zudem gegen den Willen der Stände Frankreich im Spanischen Erbfolgekrieg und belastete dadurch die Finanzen noch mehr. Die finanziellen und sozialen Missstände führten seit 1708 zu einer ernsten politischen Krise und zu zwei größeren Aufständen ([[Aufstand von 1708|1708]] und [[Aufstand von 1711|1711]]), die blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung der [[Generalstände|Ständeversammlung]], die dem König weitere Kriegskredite verweigert hatte, sowie die für Sagradien problematischen Friedensschlüsse von Cresq 1712 und von Utrecht 1713, in denen die Santori-Monarchie [[Feiroa]] und einige Festungen in [[Lukien]] an Micolinien und die Hafenstadt [[La Cripón]] sowie die Insel [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, führten schließlich 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] (Sagradischer Koalitionskrieg), in dem eine ständische Adelskoalition ([[Coalicionarioes]]) unter Führung der Herzöge von [[Sesín]] und [[Alconía]] gegen die königlichen Truppen und die kronloyalen Adelshäuser ([[Reales]]) kämpfte. Die Gefangennahme Danadiers II. 1718 und der Übergang zu einer gemeinsamen Regierung aus Ständen und König unter dem Regime der [[Codices Magna Libertatum]] führten nur zu einem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen, diese wurden vielmehr 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen fortgeführt. Außerdem suchte Micolinien im [[Sagro-Micolinischer Krieg 1718-20|Krieg von 1718-20]] Südkont, Westligrien und Lukien einzunehmen. Der [[Friede von Guillard]] 1720 beendete schließlich die Kampfhandlungen und bedeutete den Verlust großer Teile Südkonts an Micolinien, während der Großteil Lukiens jedoch gehalten werden konnte. Die soziale Notlage und die ständigen Unruhen führten zu einer hohen Verunsicherung der Bevölkerung sowie zu einer Radikalisierung der Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interregnum und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Infolge royalistischer Aufstände und Umsturzversuche floh König Danadier II. im Februar 1721, übergab seine Thronrechte an seinen Bruder [[Philipp Karl von Viça]] und wurde schließlich durch die Generalstände im [[Generalakt vom 20. Februar 1721]] für abgesetzt erklärt. Die folgende absolute Ständeherrschaft wirkte als Katalysator der Parteikämpfe und der Unzufriedenheit in den niederen Schichten. Die [[Erstürmung des Plazarenya-Palasts|Sturm auf den Plazarenya]] am 23. Mai 1721 gab schließlich das Signal für den radikalen [[Maiaufstand 1721]], in dessen Folge der niederadlige [[Simón Bernord]] die [[Erste Sagradische Republik]] ausrief und an der Spitze eines regierenden [[Rat der Sieben|Rates der Sieben]] die Macht in der Haupstadt sowie im Umland von Semess übernahm. Im Juni 1721 kam es einigen Großstädten zur Gründung von radikalen bürgerlichen Tochterräten, im Juli folgte der Ausbruch eines großen [[Bauernaufstand 1721|Bauernaufstandes]], der den ganzen Süden des Landes in Anarchie versetzte. Erst im Herbst 1721 konnte ein gemeinsames Heer aus Royalisten und ständischen Koalitionstruppen die Hauptstadt einnehmen und die Herrschaft Bernords beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut zusammengetretenen Generalstände beriefen mit dem [[Generalrat (1722)|Generalrat]] ein vorläufiges Regierungskomitee. Der Rat stellte neue verfassungsähnliche Gesetze auf, die das Land wieder dezentralisieren und den Einfluss der Cortes vermehren sollten. Im Herbst 1722 stellte Peters jüngerer Bruder [[Philipp Karl von Viça]], der sich selbst als legitimen König sah, in Frankreich ein Heer zusammen, fiel in der [[Bretagne]] ein und konnte bis nach [[Lojandía]] vordringen. Die Cortes machten sich indes daran, einen neuen König zu erwählen. Es kam zu hitzigen Diskussionen um Erbansprüche und Legitimität. Schließlich fanden Anhänger eines starken Parlaments und einer Wahlmonarchie und Legitimisten einen Kompromiss. Danadiers Bruder Filipe Carles wurde von der Thronfolge ausgeschlossen und der Übergang der Herrschaftsrechte an die Töchter Danadiers II. festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum Marias I. und Johanns III. ===&lt;br /&gt;
In der Folge wurde [[Maria I. Luise|María Luísa de Sántori]] als Maria I. (1723-1735) zur Königin erhoben. Nach ihrer Hochzeit mit Prinz [[Johann III. Franz]] [[Fürst von Cuentez|von Cuentez]] (1723-1749), aus einer Seitenlinie der Sántori, bestieg das Paar 1723 gemeinsam den Thron und schor seine Treue auf die [[Codices Magna]], die zum neuen Grundgesetz der Monarchie werden sollten. Damit hatte Sagradien nach zweijährigem Interregnum wieder ein Monarchenpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. Joán Francisco und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie, wobei im Laufe der Regentschaft die Macht des Königs gegenüber der der Stände wieder zunehmend ausgebaut werden konnte. Außenpolitisch lehnten sich Johann und Maria enger an England an. Unter ihrer Regentschaft blühten v.a. die Kultur und Philosophie der Aufklärung, die von Frankreich und England nach Sagradien gebracht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Marias I. 1735 regierte Johann III. unter Zustimmung der Stände alleine weiter. Der [[Akt von Vierna]] erklärte schließlich die Königswürden von Sagradien und Cuentez für unteilbar. Nach dem Eintritt Sagradiens in den Österreichischen Erbfolgekrieg kam es zum offenen Krieg mit Frankreich, das sich auf Kosten Sagradiens Gebietsgewinne erhofft. Diese Hoffnungen blieben freilich unerfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradischer Erbfolgekrieg und Beginn der Vienne-Dynastie in Sagradien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Johanns III. 1749 wurde sein minderjähriger Sohn [[David II.]] (1749-1754) König, starb aber bereits mit neun Jahren. Mit dem Aussterben der Sántori in der männlichen Linie, geriet das Land in eine ernste Nachfolgekrise. Die Regierung seiner Schwester [[Maria II. Franziska]] (1754-1757) und ihres Mannes [[Anton II.|António Ramón de Piacón]] führte zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] (1756-1760) gegen den Kandidaten Frankreichs [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]], der schließlich seit 1757 als [[Gabriel VIII.]] (1757-1792) regierte und die Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne-Könige]] begründete. Mit dem [[Friede von Alagua]] 1760 endete die Großmachtstellung Sagradiens endgültig und Sagradien verlor nicht nur die Servettinischen Lande, sondern auch die Grafschaft Plato mit ganz Lukien an Micolinien.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von seinem leitenden Minister, Graf [[Armand de Calogny]] (1759-1765), unterstützt, machte sich Gabriel zum Ziel, die Herrschaft der Krone wieder zu stärken und die Macht der Stände in ihre vorrepublikanischen Schranken zu verweisen. Nachdem er noch bei Antritt seiner Regentschaft die Codices Magna bestätigt hatte, setzte er sie 1765 in der [[Lex Generalis]] teilweise wieder außer Kraft und dämmte damit die Macht der Generalstände deutlich ein. Außenpolitisch kehrte der Monarch dem Anglismus Lukanischer Prägung den Rücken und lehnte sich wieder mehr an das absolutistische Frankreich an. Als erster europäischer Staat erkannte Sagradien unter Gabriel VIII. die Unabhängigkeit der 13 Kolonien Neuenglands an und unterstützte diese seit 1779 an der Seite Frankreichs im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Unter Gabriels Sohn und Nachfolger [[Joseph Ludwig I.]] (1792-1797) und seinem Ersten Minister [[Frederic de Calzac]] beteiligte sich Sagradien seit 1792 an den Koalitionskriegen gegen das republikanische Frankreich. In den Kriegen ging die [[Bretagne|Westbretagne]] sowie der Nordteil [[Amoria]]s, wo zuvor die [[Amorische Republik]] ausgerufen worden war, an Frankreich verloren, das die neuen Departements der Republik anschloss. Die kurzlebige [[Ligrische Republik]] am Unterlauf des Ligre konnte dagegen niedergeschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Fremdherrschaft, Befreiungskrieg und Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Regierungzeit Joseph Ludwigs folgte ihm 1797 sein erst siebenjähriger Enkel [[Gabriel IX.]] als König nach, für den sein Onkel [[Joseph Ludwig II.|Karl Joseph Ludwig von Alconía]] die Regentschaft ausübte. Nach verlorenem Krieg gegen das napoleonische Frankreich zwang der Kaiser der Franzosen im Herbst 1805 den Regenten zur Abdankung. Unter Gabriels Mutter Marie Luise von Parma wurden in der Folge liberale Reformen durchgeführt, jedoch war Sagradien politisch von Napoléon abhängig, der weiterhin Besatzungstruppen in Sagradien hielt. Gabriel IX., seit 1808 selbst regierend, lehnte sich noch stärker an Frankreich an, ließ eine Verfassung ausarbeiten und heiratete 1810 Napoleons Nichte [[Julie Bonaparte]]. Seine unpopuläre Herrschaft endete 1812 in seiner Ermordung, woraufhin es zum [[Winterkrieg 1812/13]] zwischen französischen und anti-französischen Truppen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Micolinien dirigierte Widerstand erhielt rasch Zulauf und ein sagradisch-micolinisch-britisches Heer siegte im 1813 in [[Colón]] gegen Napoléon. Königin Julie musste schließlich zusammen mit den napoleonischen Truppen das Land verlassen, der frühere Regent kehrte nach Sagradien zurück und bestieg als [[Joseph Ludwig II.]] den sagradischen Thron. Dieser erkannte die von den [[Cortes von Diegue]] ausgearbeitete liberale [[Verfassung von 1812]] nicht an und machte sich an eine absolutistisch gesinnte Restauration des Königtums der vornapoleonischen Ära ([[Cuartênio Absoluta]]). Als Folge daraus formierte sich ein neuerlicher Widerstand im sagradischen Adel und im Bürgertum und es kam zur liberalen [[Novemberrevolution 1817]], in deren Folge José Luis II. die liberale [[Novemberverfassung]] erlassen musste, die sich weitgehend am Entwurf der Cortes orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration und Revolution ===&lt;br /&gt;
Auf dem Wiener Kongress musste Sagradien auf die gesamten Gebiete auf der [[Micolinische Halbinsel|micolinischen Halbinsel]] sowie auf den größten Teil Golens verzichten. Damit endete die seit Gründung der sagradischen Königreiche im Frühmittelalter anhaltende sagradische Präsenz jenseits der [[Konsetten]]. 1817 besetzte Golen zudem die noch bei Sagradien verbliebenen Gebiete, woraufhin König [[Joseph Ludwig II.]] in zwei großen Golenkriegen ([[Erster Golenkrieg (1819-1825)|1819-1825]] u. [[Zweiter Golenkrieg (1827-1829)|1827-1829]]) versuchte, die verlorenen Gebiete in Golen und Micolinien zurückzuerobern. Im [[Frieden von Diegue 1829]] musste Sagradien schließlich einer Teilung Golens zustimmen. Innenpolitisch versuchte Joseph Ludwig den Ausgleich zwischen den zerstrittenen ultrakonservativen und liberalen Kräften zu erreichen, begann seit Mitte der Zwanziger Jahre aber unter Druck der ultraroyalistischen Kräfte, die Novemberverfassung von 1817 und die Rechte des Parlamentes kontinuierlich einzuschränken. Nach seinem Tod 1829 wurde sein Bruder [[Emil I. Johann]] von Viena (1829-1849) König. Emilio – überzeugter Parteigänger der ultrakonservativen Partei - regierte reaktionär und antiliberal und restaurierte die absolutistische Monarchie, indem er die von seinem Vorgänger oktroyierte Verfassung im Jahr 1832 außer Kraft setzte und fortan ohne konstitutionelle Einschränkungen herrschte ([[Emilianische Restauration]]). Die Folgen der Wirtschaftskrise der Jahre 1846/1847, in der zahlreiche Bauern und Arbeiter an den Rand des Existenzverlustes gerieten, und die strikte Weigerung des Königs zu sozialen und politischen Reformen führten im April 1848 zu einer Reihe heftiger von Arbeitern und Bürgern getragener Aufstände ([[Aprilrevolution]]) gegen die restaurative Politik des Königs und seines reaktionären Kronkanzlers, des [[Fernando Conte de Lesta|Grafen von Lesta]]. Als die Lage im Jahr 1849 erneut eskalierte, dankte Emilio Joán ab und übergab die Regentschaft an seinen Sohn [[Lucién I.]] (1849-1871), der die die &amp;quot;[[Decada del Terror]]&amp;quot; beendete, die liberale Novemberverfassung von 1817 mit Gewaltenteilung und Zensuswahlrecht wiedereinführte und die Situation dadurch beruhigen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Era Liberal&amp;quot; und Montevilismus ===&lt;br /&gt;
Infolge der Aprilrevolution und nach dem überragenden Wahlerfolg der liberalen [[Konstitutionalisten]] bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1855|Wahlen 1855]] setzte König Lucién den liberalkonservativen Realpolitiker [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 u. 1861-1873) als Kronkanzler ein, nahm ab 1862 aus Krankheitsgründen fast gar nicht mehr aktiv an den Staatsgeschäften teil und stand seit 1867 unter der Regentschaft seines jüngeren Bruders Prinz [[Philipp Emilian]]. Unter der Regierung Montevil festigte sich Sagradiens konstitutionelle Monarchie und es begann die so genannte „[[Era Liberal|Liberale Ära]]“, auch „Epoche des Montivilismus“ genannt. Außenpolitisch vertrat der Regierungschef einen konservativen Kurs, der auf der internationalen Isolierung Frankreichs beruhte und im gewonnenen [[Sagro-Französischer Krieg|Sagro-Französischen Krieg]] (1860/61) seinen Ausdruck fand. Die Konfrontation mit Napoleon III. wurde durch Anlehnung an England und Micolinien ausgeglichen. Innenpolitisch konnte Montevil zahlreiche liberale Reformen durchsetzen. Er revolutionierte das Heereswesen sowie das Bildungssystem, führte neue Steuergesetze ein, etablierte erste Ansätze eines Sozialversicherungssystems und oktroyierte 1870 eine [[Montevilitische Verfassung von 1870|neue liberale Verfassung]] mit umfassendem Grundrechtekatalog und halbparlamentarischem Regierungssystem. Im Parlament stützte er sich auf die Mehrheit der konservativ-liberalen Konstitutionalisten und arbeitete zeitweise mit den linksliberalen [[Aprilisten]] (in der [[Unión Costitucionalista]]), aber auch mit konservativen Kräften zusammen. Nach dem Tod Luciéns im Jahr 1871 geriet Montevil immer mehr in Gegensatz zum neuen reaktionär eingestellten König [[Philipp VIII.]] (1871-1891), der von Beginn an versuchte, die Reformen Montevils zu revidieren. Als 1873 eine Reihe von Verfassungsergänzungen, die Montevil vornehmen wollte und die einer weiteren Beschneidung der königlichen Befugnisse gleichkam, im Abgeordnetenhaus abgelehnt wurden und Montevil damit de facto seine parlamentarische Mehrheit verloren hatte, trat er nach 22 Jahren als führender Mann im Staat von seinem Amt als Kronkanzler zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Monarchie zur Republik ===  &lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt seines schärfsten politischen Widersachers setzte König Philipp seine antiparlamentarisch-revisionistische Politik fort und versuchte immer mehr, das neue Staatssystem durch seinen autoritär-reaktionären Regierungsstil auszuhöhlen. Damit folgte auf die liberale Ära des Montevilismus die autoritäre Ära des monarchischen Revisionismus. Zwar hielt sich der König weitestgehend an die Verfassung, schwächte diese aber, indem er immer wieder sein verfassungsmäßiges Vetorecht in wichtigen Reformgesetzesvorhaben der nur teilweise parlamentarisch legitimierten Regierungen einlegte oder diese kurzerhand aus ihren Ämtern entließ. Nachdem er sich lange auf wechselnde Mehrheiten im Parlament stützen konnte, geriet er seit der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1884|Wahl 1884]] und der [[Verfassungskrise 1887/88]] zunehmend in Gegensatz zur Mehrheit im Abgeordnetenhaus und versuchte dessen Macht zu brechen. Besonders energisch verfolgte der Monarch eine auf Machtgewinn ausgerichtete Kolonialpolitik und führte das [[Sagradisches Kolonialreich|sagradische Kolonialreich]] zu einem Höhepunkt. Der 1884 erworbenen Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]] (heute teil Somalias) folgten 1887 [[Ríu Ogué]] (das heutige [[Oguana]]) und 1889 [[Sagradisch-Westafrika]] (Benin). Wirtschaftspolitisch sollten neue protektionistische Maßnahmen die einheimische Wirtschaft stärken. Gegen die aufstrebende Arbeiterbewegung wurde das Versammlungsrecht beschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl durch das Zensuswahlrecht und praktische Benachteiligungen weitgehend aus dem Parlament verdrängt, wuchs in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die radikale [[Republikanische Partei]] [[Santo Cripón de la Moya]]s und [[Luis Cavaller]]s zur wichtigsten Gegenkraft des monarchischen Autoritarismus voran, zumal sich die gemäßigt-liberalen Konstitutionalisten als unfähig erwiesen hatten, dem königlichen Revisionismus Einhalt zu gebieten. Der Versuch des Königs und seines leitenden Ministers, des [[Gustavo Conte de Montxerent|Grafen von Montxerent]], die Macht des Parlament vollends zu beschneiden, mündete 1891 in die so genannte [[Januarrevolution]], als Handwerker und Arbeiter gegen die vom König erzwungene Schließung von Nationalwerkstätten und Kürzung der Sozialleistungen auf die Barrikaden gingen. Mitgetragen wurden die Aufstände vom Bürgertum und teilweise sogar vom Adel, der eine Revolution als letzten Ausweg aus der politischen Bedeutungslosigkeit sah. Nach der Abdankung König Philipps VIII. rief der Republikaner [[Luis Cavaller]] am 27. Januar 1891 die Republik aus und die Republikanische Partei übernahm die politische Führung in der Phase des Umbruchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien in der Ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Zweite Sagradische Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach Abdankung des Königs verweigerte das Parlament die Anerkennung des Thronfolgers und beauftragte den Liberalen [[Cornel Gil-Lerma]] mit der Bildung einer provisorischen Regierung, die [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1891|allgemeine Wahlen zu einer Nationalversammlung]] vorbereitete. Aus den so genannten &amp;quot;Aprilwahlen&amp;quot; 1891, die erstmals nach dem allgemeinen Männerwahlrecht abgehalten wurden, gingen die republikanischen Kräfte als Erdrutschsieger hervor. Als neue Exekutive fungierte fortan der [[Volksrat]] unter Führung des Republikaners [[Luis Cavaller]]. Seine Politik basierte auf einer Allianz der linksliberalen Radikalen mit einem Teil der reformfreudigen bürgerlichen Eliten und auf dem Ziel, eine soziale Radikalisierung der Revolution zu verhindern und die sozialrevolutionären Aufstände des [[Semestiner Revolutionsrat]]es gegen die sich abzeichnende bürgerliche Republik niederzuschlagen. Mit fast diktatorischen Vollmachten ausgestattet, schlug der Kriegsminister [[Luis María del Castos]] die Aufstände nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Mehrheit der Republikaner erklärte die Nationalversammlung am 1. Juni 1891 die Monarchie offiziell für abgeschafft. Am 14. November 1891 erließ die Nationalversammlung ein [[Novemberstatut 1891|provisorisches Verfassungsstatut]] und wählte auf dessen Grundlage [[Luis Cavaller]] zum ersten [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]]. Dieser ernannte seinen Parteifreund [[José Delacrûce]] zum [[Ministerpräsident|Präsidenten des Ministerrats]]. Das Statut sah erstmals das allgemeine Mehrheitswahlrecht für Männer sowie eine starke Stellung des Einkammerparlaments vor, dem der Präsident und die Regierung verantwortlich sein sollten. Die [[Aprilverfassung 1892]] bestätigte die Entscheidungen vom November 1891 im Wesentlichen und konstituierte die [[Zweite Sagradische Republik]] als &amp;quot;soziale und demokratische Republik&amp;quot; auf parlamentarischer Grundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Einführung der Republik zerfiel die Republikanische Parlamentspartei bald in ihre konkurrierenden „Correntes“. Die republikanische Bewegung wurde dadurch geschwächt. Dennoch erreichten die Republikaner bei der ersten [[Wahl zur gesetzgebenden Nationalversammlung 1892]] eine Mehrheit, Delacrûce wurde als Ministerpräsident bestätigt. Eine politische Krise im Jahr 1894 führte schließlich zu einer konservativen Verfassungsrevision. Die [[Januarrevisionen 1895]] stärkten die Macht des Staatspräsidenten, der künftig das Parlament auflösen konnte und sah die Einführung einer zweiten, nicht direkt gewählten Parlamentskammer, dem so genannten [[Rat der Republik]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärkste Kraft wurden bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] die gemäßigt-republikanischen [[Moderatas]], während die [[Partido Radical|Radicales]] in die Opposition gingen. Ein letztlich gescheiterter antirepublikanischer [[Putsch von 1898|Putschversuch im Jahr 1898]] führte rasch zu einer Wiederannäherung der republikanischen Linken, die sich daran machten, die Republik durch Reformen abzusichern. Nach dem Sieg der Radikalen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] führte die streng laizistische Politik der liberal-radikalen [[Kabinett Salgado I|Koalitionsregierung Salgado]] zu einem Erstarken und Zusammenrücken der politischen Rechten und zu einer Allianz der rechten katholischen Monarchisten mit den gemäßigten, eher konservativen Republikanern, die sich gegen den radikalen Laizismus der Linken aussprachen und die Polarisierung im „[[Schulkrieg]]“ nutzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der Rechtskoalition ===&lt;br /&gt;
Die neue Republik setzte in der Außenpolitik weitgehend auf eine Fortsetzung der imperialistischen Kolonialpolitik der alten Monarchie, wenn diese auch innerhalb der Radikalen Partei zunehmend kritisch betrachtet wurde. Im Innern setzte die radikal-liberale Regierung Salgado auf die klare Trennung von Staat und Kirche, verbot die Konfessionsschulen und schaffte den Religionsunterricht ab. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] kam es zu einem deutlichen Sieg der als „[[Koalition der Moral]]“ vereinigten Rechten, in der jetzt die konservativen Republikaner unter Führung von [[Miguel Fernando Luisanto]] Regierungsverantwortung übernahmen. Erstmals stützten nun auch Monarchisten eine republikanischen Regierung, die der Republik mehr als ablehnend gegenüberstanden, eine Rückkehr zur Monarchie aber gegen die rechten Republikaner nicht durchsetzen konnten. Vornehmliches Ziel der Rechtskoalition war es, die Reformen der Linken rückgängig zu machen. Die Konfessionsschulen wurden wiedereingeführt, die Klöster gestärkt und der Einfluss der katholischen Kirche enorm ausgebaut. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke gefahren, in der sich Sagradien zunehmend isolierte. 1905 wurde der unabhängige Ex-General [[Joán Cardinal]] zum Präsidenten der Republik gewählt. Damit saß ein äußerst konservativer Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik eher reserviert gegenüberstand, eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich aber ebenso ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der wechselnden Bündnisse ===&lt;br /&gt;
Nach dem erneuten Sieg der Rechten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|im Jahr 1907]] kam es zu zunehmenden Spannungen im Rechtsbündnis, das im März 1909 schließlich ganz zerfiel. Präsident Cardinal löste daraufhin das Parlament auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Zunächst wurde eine republikanische Übergangsregierung unter radikaler Führung gebildet, die von Präsident Cardinal jedoch nur ein Mandat bis zu den Neuwahlen erhielt, aus denen zum Unmut Cardinals die Linke als Sieger hervorging. Der Radikaldemokrat [[Cristoval Sánchez]] bildete nun eine radikal-liberale Minderheitsregierung, die sich auf die Unterstützung von Teilen der [[Partido Socialista|sozialistischen Linken]] zu stützen versuchte und die Reformen der Jahrhundertwende zu erneuern suchte. Es kam zu einem zeitweiligen Machtkampf zwischen parlamentarischer Linkskoalition und dem konservativen Präsidenten, der mehrmals sein Veto gegen laizistische und soziale Reformen der Regierung Sánchez einlegte. Im Jahr 1912 nutzte Cardinal die Spannung in der Linkskoaliton und ersetzte die Regierung Sánchez durch ein rechtes Minderheitskabinett unter [[Joán Valderrán]]. Auch nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Parlamentswahlen 1913]] wurde dieses fragile Bündnis zunächst fortgesetzt, doch setzte ihm der plötzliche Tod Cardinals 1914 ein Ende. Um die Präsidentschaft des Monarchisten [[Stefano Perón]] zu verhindern, der von der äußeren Rechten aufgestellt worden war, unterstützten die Liberalen nun doch wieder einen Kandidaten der Linken und wählten in der Nationalversammlung schließlich den Radikaldemokraten Cristoval Sánchez zum neuen Präsidenten der Republik. Bis zum Jahr 1917 amtierten nun Ausgleichs-Regierungen der Mitte aus Radikalen, Liberalen und Zentristen. Vornehmliches außenpolitisches Charakteristikum dieses Bündnisses war die strikte Neutralitätspolitik im Ersten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom &amp;quot;Bloco de Sinistra&amp;quot; zur Weltwirtschaftskrise ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]], erstmals nach dem Prinzip der Verhältniswahl durchgeführt, brachten einen deutlichen Sieg der Linken, in der sich nun erstmals die bürgerlichen Parteien bereit erklärten, ein formelles Regierungsbündnis mit den Sozialisten zu schließen, die in der Regierung des [[Bloco de Sinistra|Linksblocks]] erstmals gouvernementale Verantwortung übernahmen. Die Regierung griff letztmals das alte Projekt der Linken auf, den kirchlichen Einfluss im Staat auf ein Minimum zu reduzieren, und verabschiedete ein umfangreiches Laizismus-Gesetz, konzentrierte sich vornehmlich aber auf soziale Reformen. Auch die Einführung des Frauenwahlrechts gilt als Leistung der Linksregierung, die seit 1920 zunehmend Auflösungserscheinungen aufwies, was auch mit der Gründung der [[PCS|Kommunistischen Partei]] zusammenhing. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahlen 1921]] verlor der linke Block seine parlamentarische Mehrheit, es wurde nun eine große Mitte-Links-Koalition unter [[António Diaz]] gebildet. Nachdem Präsident Sánchez auf eine zweite Amtszeit verzichtet hatte, wurde sein Parteifreund [[Carles Simón López]] zum Nachfolger gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem im Mai 1924 mit [[António Sarabal]] erstmals ein Sozialist Regierungschef geworden war, kam es bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Parlamentswahlen 1925]] zu einem politischen Patt. Präsident López trat nach heftigen politischen Auseinandersetzungen zurück und machte den Weg für den rechtskonservativen [[Domênco Scalfín]] frei, der sich nun gegen den Sozialisten [[Joán Bertón]] durchsetzen konnte und neuer Präsident der Republik wurde. Die Pattsituation im Parlament veranlasste ihn, das Parlament im Sommer 1926 aufzulösen und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1926|Neuwahlen]] auszuschreiben. Sieger wurde die politische Rechte, in der nun die katholisch-konservative [[Volksunion]] von [[Gaitán Alemà Sobrantes]] zur stärksten Kraft wurde. Fortan amtierten zahlreiche verschiedene Regierungen, die sich zwar in keinem Fall länger als zwei Jahre halten konnten, sich aber kontinuierlich auf eine Zusammenarbeit der zunehmend antidemokratisch erscheinenden Rechten mit den liberalen Kräften der Mitte stützten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Dreißiger Jahre: Alemà-Ermordung, Faschistenputsch und Volksfrontregierung ===&lt;br /&gt;
Nach Jahren der wirtschaftlichen Stabilität, welche ein Reformdefizit verschleierte, stürzte die Weltwirtschaftskrise von 1929 auch Sagradien in eine tiefe Erschütterung, die ihren Ausdruck in bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen linken und rechten Kampftruppen sowie separatistischen Aufständen in Golen und der Westbretagne fand. In dieser Situation der Instabilität reagierte der konservative Präsident [[Gaitán Alemà]] (1932-1934) durch die Implementierung autoritärer Reformen, die eine Stärkung der präsidentiellen Exekutive zur Folge haben und die Rechte des Parlaments beschränkten sollten. Alemà wurde aber im Oktober 1934 durch einen kommunistischen Attentäter ermordet. Der folgende Versuch der [[Faschistenaufstand 1934|Faschisten]] unter [[León Francês]] mit Hilfe ihrer [[Truppisten|truppistischen]] Paramilitärs, die Macht zu übernehmen, wurde von republiktreuen Militärs vereitelt. Deren Führer [[Alfonso Cabarel]] wurde von Übergangspräsident [[Luciano Capón]] mit der Exekutivgewalt ausgestattet, ehe sie durch eine Zivilregierung unter dem parteilosen Finanzfachmann [[Sergio Dini]] ersetzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|vorgezogenen Parlamentswahlen 1935]] ging eine neu formierte linke [[Volksfront]] aus Kommunisten, Sozialisten und Radikaldemokraten als Sieger hervor, die den Sozialistenführer [[Santiago Laval]] zum Staatsoberhaupt wählte. Die erste Volksfrontregierung mit kommunistischer und bürgerlicher Beteiligung wurde gebildet, die zahlreiche Sozial- und Wirtschaftsreformen einleitete, aber heftigen innen- und außenpolitischen Widerständen entgegentreten musste. Im Zuge separatistischer Aufstände in Golen kam es 1935/36 zu starken Spannungen zwischen Sagradien und dem autoritär-faschistisch regierten [[Micolinien]] ([[Golenkrise]]), in deren Verlauf micolinische Truppen zeitweise sagradische Gebiete an der sagradisch-micolinischen Grenze besetzten und einen offiziell bis 1955 anhaltenden Grenzkonflikt auslösten, der nur durch energische internationale Vermittlung eingedämmt werden konnte, ehe er zum Krieg eskalierte. Nach dieser außenpolitischen Herausforderung kam es immer wieder zu rechten Aufständen gegen die Linksregierung, die schließlich Ende 1937 aber über innere Gegensätze stürzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch, Ständestaat und Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Estado Sagradês]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der politische Wiederstand gegen die Volksfrontregierung führte im Jahr 1936 zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen regierungstreuen Truppen und rechtsfaschistischen Paramilitärs, der so genannten „[[División Negra|Schwarzen Divisionen]]“ unter Führung des Faschistenführers [[León Francês]], die im Bündnis mit [[Manuel Álamo]]s rechtsoppositioneller [[Volksunion]] standen, welche wiederum die bürgerliche und die radikal-faschistische Opposition gegen die Volksfront zusammenführte. Im Februar 1938 schließlich kam es zum Staatsstreich der radikalen Rechten gegen den nach dem Sturz der [[Kabinett Colón III|Regierung Colón]] politisch angeschlagenen Staatspräsidenten Laval. Einem verfassungsrechtlich wirkungslosen Misstrauensvotum der [[Rat der Republik|Ratskammer]] gegen den Präsidenten folgte die nur vordergründig legitimierte gewaltsame Amtsentfernung Lavals durch rechte Militärs unter General [[Oscar Romero Castro]] ([[Februarputsch]]). Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|vorgezogenen Neuwahlen des Parlaments im April 1938]] wurden von der Gewalt divisionärer Schlägertrupps der Rechten geprägt und führten zu einem Sieg der faschistisch-autoritären „[[Comunión Nacional]]“ [[Manuel Álamo]]s, die in der Folge unter der Präsidentschaft Romero Castros und der Ministerpräsidentschaft Manuel Álamos zur Staatspartei wurde. Álamo verbot als Regierungschef die Parteien der Linken und der Mitte und erließ die faschistisch-ständestaatliche [[Augustverfassung]] nach dem Vorbild des Austrofaschismus. Sein Regime stützte sich auf die alten Eliten Militär und Kirche und wandelte Sagradien zum „sagrofaschistischen Ständestaat“, dem so genannten „[[Estado Sagradês]]“, dessen Präsident formal bis 1940 Romero Castro, seither [[Iacovo Jimenez]], sein Führer jedoch Álamo selbst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Sagradien im Zweiten Weltkrieg zunächst neutral blieb, unterstützte Álamo offen das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten. Die folgenden wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen der Alliierten sowie die Schwäche Álamos gegenüber deutschen Gebietsforderungen an der sagradisch-französischen Küste führten 1943 zu einer Erosion des autoritär-faschistischen Machtapparats des &amp;quot;Estado&amp;quot; und der &amp;quot;Comunión&amp;quot;. In einem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943|Staatsstreich]] wurde Álamo entmachtet und festgenommen und eine Gruppe anti-deutscher Militärs unter Führung von General [[Oscar Taglle Rodríguez]] übernahm die Macht. Dagegen fielen deutsche Truppen in Nordost-Sagradien ein und setzten die [[Regierung von Fidelfe]] als Marionettenregierung ein. Die Niederlage Deutschlands und der Sieg der mit den Alliierten verbündeten [[Mai-Junta]] Taglle Rodríguez' und der Partisanenkämpfer der antifaschistischen [[Resistença Sagradêsa]] führten 1944 zum endgültigen Ende des Estado Sagradês.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Dritten Republik und liberalkonservative Ära ===&lt;br /&gt;
Das Mai-Regime unter Oscar Rodríguez übergab seine Exekutivfunktionen bald an eine neue provisorische Regierung unter [[Sergio Dini]], der auch Vertreter des Widerstands und der bald als [[Demokratische Koalition]] bezeichneten Parteien der Linken und der Mitte angehörten. Im Jahr 1945 kam zu demokratischen [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945|Wahlen zu einer konstituierenden Nationalversammlung]], als deren Ergebnis am 20. Juni 1946 nach einem Referendum die [[Verfassung der Dritten Republik|neue parlamentarisch-demokratische Verfassung]] in Kraft trat. Dini wurde noch von der Konstituierenden zum ersten Präsidenten der Dritten Republik gewählt. 1949 folgte der direkt gewählte Radikaldemokrat [[David Pizarro Cortez]]. Seit 1949 amtierte der Christdemokrat [[Paulo Luciaro]] bis 1960 als Ministerpräsident, der gemeinsam mit dem Sozialdemokraten [[Santo De la Ilpa]] die Nachkriegspolitik bestimmte. Außenpolitisch setzten beide die Westintegration des Landes durch. 1945 war Sagradien Gründungsmitglied der UN und 1949 der NATO und führte auch in den Folgejahren den europäischen Einigungsprozess mit an (u.a. Gründungsmitglied der EWG). Außerdem leitete Luciaro die Aussöhnung mit Micolinien ein, die 1955 in den [[Golische Verträge|Verträgen von Alagua und Pexace]] gipfelten und den Verzicht Sagradiens auf [[Golen]] sowie Micoliniens auf [[Cuentez]] festschrieb. Wirtschaftlich konnte Sagradien die katastrophalen Kriegsfolgen erst allmählich abfangen, doch setzte mit der Entscheidung für die Marktwirtschaft seit Mitte der Fünfziger Jahre ein Wirtschaftsboom ein. Seit 1955 regierte Luciaro in einer liberalkonservativen „[[Bürgerblock]]“-Regierung mit der bürgerlichen [[UDS|UD]]-Koalition. Seine christlich-konservative [[PPC]]-Partei blieb bis 1962 stärkste Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistische Vorherrschaft und Guivares-Affäre ===&lt;br /&gt;
Die Spaltung des sozialistischen Lagers in einen prowestlichen ([[PSD]]) und einen neutralistischen Flügel ([[PS]]) wurde 1957 mit der Gründung der prowestlich-sozialistischen [[ASUL]] beendet, die 1962 erstmals Regierungsverantwortung in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]] ([[PPC]]) übernahm und 1964 unter [[António Santiago]] (ASUL) eine sozialliberale Koalition bildete. Von separatistischen Bestrebungen in den sagradischen Kolonien und regionalistischen Tendenzen im Mutterland veranlasst, setzte die Große Koalition einen umfangreichen Verwaltungsreformprozess in Gang, der die Entlassung der meisten Kolonien in die Unabhängigkeit sowie die teilweise Dezentralisierung des Landes durch Einrichtung von Regionen mit sich brachte.&lt;br /&gt;
Dem seit 1954 amtierenden Christdemokraten [[Ariel De la Roya]] folgte 1964 sein konservativer Parteifreund [[Carles María Ortega]] im Amt des Staatspräsidenten. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos im Sommer 1964 folgte [[Iacovo Del Pérez]] als Ministerpräsident, doch zerfiel seine Koalition 1967. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] ging die [[PPC]] wieder als Sieger hervor. Premierminister wurde wie bereits 1960-1962 [[Carles Angel Favale]], der unter Tolerierung der linksbürgerlichen [[PRD]], zeitweise auch der rechten [[PFP]] regierte, 1970 aber vom liberalen [[Carles Méndez]] mit einem Übergangskabinett abgelöst wurde. Nach überragendem Wahlerfolg der ASUL im Jahr 1970 wurde deren Führer [[Joán Caval]] Ministerpräsident, welcher in diesem Amt insgesamt neun Jahre lang (bis 1979) verweilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Caval konnte u.a. die unter Iacovo Del Pérez 1965 begonnenen [[Dreistaatengespräche]] zwischen Micolinien, Sagradien und San Cristo in eine organisierte Zusammenarbeit innerhalb des [[Blaumeerrat]]es überführen, der 1972 gegründet wurde. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Parlamentswahl 1979]] führte zu einem Patt der politischen Lager und zur Bildung einer Großen Koalition aus Christdemokraten und Sozialisten unter [[Sandro De la Nada]] (PPC). Der Sozialist Del Pérez wurde 1972 zum Präsidenten der Republik gewählt. Er prägte mit außenpolitischen Anstößen das Amt und erarbeitete sich eine große Popularität im Volk. Ihm folgte 1982 der Konservative [[Alfonso María Guivares]], der 1984 im Zuge einer [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre]] zurücktreten musste. Der Skandal weitete sich zur größten Polit-Affäre der Republik aus und stürzte das Land in eine tiefe Vertrauens- und Verfassungskrise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die jüngere Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der bürgerlichen Regierung unter [[Santo Moya]] (1982-1986) folgte 1986 eine ASUL-UDS-Koalition unter dem Sozialdemokraten [[Donado Ricardes]], die 1990 nach überragendem Wahlerfolg der Christdemokraten von einer konservativ-liberalen Koalition unter [[Josep Carles Otero]] (PPC) abgelöst wurde. Unter der bürgerlichen Regierung beteiligte sich Sagradien 1991 mit eigenen Truppen am Zweiten Golfkrieg gegen den Irak, nachdem bereits Ricardes 1990 entgegen ablehnender Stimmen in den eigenen Reihen seine Unterstützung der anti-irakischen Koalition zugesagt hatte. Außerdem setzte Otero die bereits unter Moya eingeleitete und unter dem Sozialisten Ricardes grundsätzlich fortgeführte Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik fort. Der Regierung Otero folgte nach dem Wahlsieg der ASUL 1998 der sozialistische Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] im Amt des Ministerpräsidenten nach. Seine rot-grüne Koalitionsregierung wurde 2002 in einem deutlichen Votum gestützt. Dem seit 1991 amtierenden Staatspräsidenten [[Santiago Montoya]] (PP-SCD) folgte 1999 der Sozialist [[António Grande Illega]] im Amt. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] trat De la Costa nicht mehr an und die PPC ging als Sieger hervor, woraufhin deren Vorsitzender [[Miguel Ánibal Luisanto]] zum Chef einer Mitte-Rechts-Koalition aus Christdemokraten und Liberalen ernannt wurde, die im Parlament vom Vertrauen der rechtspopulistischen [[PSP]] [[Joán De la Pênia]]s abhängig war. Bei der infolge einer schweren Koalitionskrise im Sommer 2008 abgehaltenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahl zur Abgeordnetenkammer]] wurde Luisanto als Chef einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung bestätigt. Im Frühjahr 2009 wurde der konservative ehemalige PPC-Chef [[Roberto Vidéas Braga]] als Nachfolger des äußerst populären A.Grande Illega zum Präsidenten der Republik gewählt.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Andrés Colón</title>
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		<updated>2013-01-18T12:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Andrés Olivera Colón''' (*26.11.1929 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker. Er begleitete in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren mehrere Ministerposten und trat bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] vergeblich als Spitzenkandidat der sozialdemokratischen [[ASUL]] an. Von 1982 bis 1989 war er Vizegeneralsekretär seiner Partei, danach von 1991 bis 1997 Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und frühe politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Der studierte Jurist Colón trat nach seinem Abschluss zunächst in die Finanzverwaltung der Stadt [[Semess]] ein und machte dort Karriere. Im Jahr 1962 wurde er Justizoberrat und daraufhin von Bürgermeister [[Joán Caval]] als politisches Nachwuchstalent entdeckt. Dieser holte das ASUL-Mitglied Colón 1964 als Mitarbeiter ins Rathaus. 1965 wurde Colón zum stellvertretenden Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] gewählt, ein Amt, das er bis 1968 ausübte. In dieser Zeit erwarb sich Colón den Ruf eines linken Reformers, der die [[Guarda Jovén|Junge Garde]] der Partei um Caval, [[Paulo Centavo]] und [[Martín Solano]] unterstützte und gegen das Machtkartell der Führungstroika [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]] und [[Stefano Nacoma]] ankämpfte. Zudem gehörte er zu den Unterstützern der [[Studentenbewegung 1968 in Sagradien|Studentenbewegung des Jahres 1968]], bei der er sich bemühte, zwischen den Studenten und der Mitte-Links-Opposition zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Mentors Joán Caval zum Generalsekretär der Sozialisten im Jahr 1969 berief ihn dieser auf den neugeschaffenen Posten eines Nationalen Koordinator der Partei. Wesentlicher Aufgabenbereich Colóns war die Organisation des Wahlkampfs für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]], die mit einem Erdrutschsieg der Linken endete. Während Cavals damaliger Büroleiter [[David Cabarel]] gemeinsam mit [[David Luis Aragón]] wesentlich für die reibungslose Organisation des Wahlkampfs verantwortlich zeichnete, gehörte Colón zusammen mit [[Martín Solano]] und [[José Helguerra]] zu den Köpfen hinter dem Wahlprogramm Cavals, das unter dem Titel „[[Renovación Democrática]]“ umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Justizpolitik versprach. Colón wurde von Ministerpräsident Caval 1972 als [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef im Ministerrang]] in die Regierung berufen, wo er als Cheforganisator der Regierungsarbeit wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsminister, Affäre und Rücktritt ===&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]], die in einem erneuten Sieg der Sozialisten endete, stieg Colón abermals auf und wurde im neuen [[Kabinett Caval III]] Minister für Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit Finanzminister [[Francisco Montone]] war er nun für die ökonomische Politik verantwortlich. Als überzeugter Anhänger einer staatsinterventionistischen Wirtschaftspolitik setzte er ein stringentes linkskeynesianisches Programm um, hatte jedoch Schwierigkeiten, den Folgen der Ölkrise von 1973 zu begegnen. Im Herbst 1976, mitten im Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogene Parlamentswahl]] kam es zu einer politischen Affäre um Colón, dem eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgewiesen wurde, die er nicht nur mit einer Beförderung auf einen besser bezahlten Posten in seinem Ministerium, sondern auch mit aus der öffentlichen Kasse bezahlten Hotelübernachtungen entlohnte. Colón musste nach heftigen Angriffen auf seine Person seinen Rücktritt erklären, um den Schaden für die Partei zu begrenzen. Nachfolger wurde mit [[Donado Ricardes]] ausgerechnet ein Vertreter einer eher liberalen Wirtschaftspolitik, was allgemein als Zeichen für eine Annäherung der ASUL an die bürgerliche Rechte gedeutet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seine Partei die Wahlen im Herbst 1976 gewinnen konnte und nun eine Koalition mit der liberalen [[UDS]] bildete, zog sich Colón aus der nationalen Politik zurück. Ein Comeback feierte er im Sommer 1977, als er für die Sozialisten in der [[Region Semestina]] zum neuen Regionalsekretär und Spitzenkandidaten für die anstehenden [[Regionalwahlen 1977|Regionalwahlen]] gewählt wurde. Colón verlor die Wahl zwar gegen den konservativen Amtsinhaber [[Marcelo Iudeta]], sein energischer Wahlkampf für die heillos zerstrittene Asul in der Hauptstadtregion brachte ihm aber großen Respekt ein und in der Folge bemühte sich Colón, den Regionalverband der Sozialisten wieder zu einen. In den folgenden Jahren profilierte sich Colón als parteiinterner Führer der Parteilinken, die zunehmend Kritik am Regierungskurs der sozialistisch-bürgerlichen Koalition übten. Am Entwurf des 1977 verabschiedeten [[Manifesto de Semesta 1977|Semestiner Programms]] war Colón als Mitglied der zuständigen Kommission führend beteiligt. Das Programm betonte den Charakter der Partei als linke Reformpartei und wurde als pointiertes Absetzungsmanöver vom liberalen Koalitionspartner gewertet. Vor allem die Passagen zum Arbeitnehmerschutz und zur Mitbestimmung sowie zur Möglichkeit der Eingriffe des Staates ins kapitalistische Wirtschaftssystem wurden von Colón konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback 1979 und Gegner des NATO-Doppelbeschlusses ===&lt;br /&gt;
Seine Führungsstellung innerhalb der Parteilinken untermauerte Colón bald auch durch die Gründung einer eigenen Strömung. Sein 1978 gegründeter Corrente stellte einen Versuch dar, die alte Traditionslinke der Partei mit der jüngeren aus den Neuen Sozialen Bewegungen stammenden Linken zu verbünden. Seine Anhängerschaft im Corrente „[[Corrente Colonista|Solidaritá Justa]]“ umfasste einen Großteil des alten Gewerkschaftsflügels der Partei sowie jüngere Mitglieder und drängte auf weitergehende Sozialstaats- und Wirtschaftsreformen. Der gestiegene Einfluss Colóns in der Partei spiegelte sich in seiner Berufung ins Wahlkampfteam der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|neuerlichen vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1979]] wieder, wo Colón für die Sozialpolitik verantwortlich zeichnete. Die Sozialisten verloren die Wahl und wurden erstmals seit neun Jahren wieder nicht stärkste Kraft im Parlament. Wahlsieger [[Sandro de la Nada]] von der [[PPC]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] mit der ASUL, in der Colón das Ministerium für Arbeit und Soziales übernahm. Da Parteichef Caval dem Kabinett nicht angehörte, war Colón neben Finanzminister [[Francisco Montone]], dem führenden Vertreter der Parteirechten in der Regierung, einer der wichtigsten Minister der Regierung und repräsentierte den traditionalistisch-linken Flügel der Partei. Hier kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Colón und dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]], der Colón daraufhin als seinen &amp;quot;Lieblingsfeind&amp;quot; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss ergriff Colón energisch Partei gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in Europa und trat als Folge eines gegenläufigen Kabinettsbeschlusses im Februar 1981 von seinem Ministeramt zurück. Danach organisierte er mit Zustimmung von Parteichef Caval den parteiinternen Widerstand gegen die Regierungspolitik, womit er maßgeblich Mitverantwortung für das Scheitern der Regierung im Sommer 1982 trug. Nachdem Joán Caval auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten verzichtet hatte, wurde Andrés Colón auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Bosa]] zum Kandidaten der Partei für das Premieramt gewählt. Außerdem erbte Colón von Stefano Nacoma das Amt des Vizegeneralsekretärs. Damit war er auch in der Partei die Nummer Zwei hinter Caval. Der als potenzieller Gegenkandidat Colóns für die Spitzenkandidatur gehandelte [[Donado Ricardes]] hatte auf eine eigene Bewerbung verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlniederlage als Spitzenkandidat 1982 ===&lt;br /&gt;
Colón zog mit einer klar Lagerwahlkampfstrategie in die Kampagne. Gegenüber Caval konnte er die Ernennung seines ehemaligen Staatssekretärs [[Miguel Cambrís]] zum Nationalen Koordinator und Wahlkampfleiter durchsetzen. Ziel Colóns war es, stärker als die Konservativen zu werden, um die neue Regierung anführen zu können. Erst danach sollte die schwierige Koalitionsfrage beantwortet werden. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahl im September 1982]] endete schließlich in einem Debakel für die Sozialisten, die erstmals seit 1958 unter die 30-Prozent-Marke abrutschten. Colón ging absolut geschwächt aus der Wahl hervor. War er zuvor als klarer Favorit für die Nachfolge Cavals gehandelt worden, der signalisiert hatte, den Parteivorsitz mittelfristig an Colón abzugeben, so musste er nun um sein politisches Überleben kämpfen und war als direkter Nachfolgekandidat Cavals unvermittelbar. Immerhin wurde er als Nachfolger [[Stefano Nacoma]]s zum neuen Sprecher der ASUL-Fraktion in der Kammer gewählt. In der Folge musste er allerdings gegen einen sukzessiven Machtgewinn der Rechten in der Partei kämpfen, die das Projekt des Linkskurses als gescheitert ansahen und das politische Comeback [[Donado Ricardes]]' vorbereiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 1984 musste Colón nach einer Herzoperation von Parteichef Caval dessen Amt als Parteichef vorübergehend übernehmen. Im Januar 1985 präsentierte der noch immer kranke Caval Colón und Ricardes neben [[Luis José López]] und [[Flávio Osório Jimenez]] als Kern eines politischen Quadrumvirats, das sich künftig die Parteiführung übernehmen sollte. In diesem Zuge bewarb er auf dem Noyarenser Parteitag der Sozialisten im Mai 1985 um das Amt des Generalsekretärs und um die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|kommenden Parlamentswahlen]]. In der Abstimmung um die Spitzenkandidatur unterlag er jedoch seinem Kontrahenten [[Donado Ricardes]] und verzichtete daraufhin auf das Amt des Generalsekretärs. An seiner Stelle wurde der [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório]] zum neuen Parteichef der ASUL gewählt, Colón blieb im Amt des Stellvertreters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlniederlage und der folgende Sieg [[Donado Ricardes]]' bei der Kammerwahl 1986 leitete einen kontinuierlichen Machtverlust Colóns in der Partei ein. Während die Partei unter Ricardes, der 1987 auch zum Parteichef der ASUL gewählt wurde, eine Koalitionen mit den Liberalen bildete, einen Kurs der Mitte steuerte und die liberalen Reformen der Regierung Moya im Wesentlichen fortsetzte, zog sich Colón nach und nach aus den entscheidenden Parteipositionen zurück. Dem [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] gehörte er nicht an und gab bereits kurz nach der Wahl auch die Fraktionsführung ab, nachdem er öffentlich Kritik an der Kabinettsliste und dem künftigen Kurs der Regierung Ricardes geäußert hatte. 1989 gab Colón sein Mandat in der Abgeordnetenkammer zurück und wurde erstmals ins Europäische Parlament gewählt. Die Führung der Parteilinken übergab er an [[Francisco Montero]] und gab auch den Posten als Vizegeneralsekretär zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 wurde Colón schließlich als Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]]’ zum Präsidenten der parteinahen [[Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL) gewählt. Bei den Urwahlen für das Amt des Generalsekretärs der Partei unterstützte Colón 1992 öffentlich den jungen Linken [[Paulo Satyres]] gegen den Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]], der aber die Abstimmung für sich entscheiden konnte. Nachdem er 1994 aus dem Europaparlament ausgeschieden war, trat Colón im Jahr 1997 auch von der Spitze der FSL zurück und zog sich in sein Privathaus auf [[Cuentez]] zurück. Danach schrieb er im Wechsel mit dem konservativen [[Joán Perón]] regelmäßig eine politische Kolumne in der linksliberalen Wochenzeitung [[Il Tiempo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1974: Minister der Präsidentschaft im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1976: Minister für Wirtschaft und Industrie im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: Nationaler Koordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1977: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei den [[Region Semestina|Semestiner]] [[Regionalwahlen 1977]]&lt;br /&gt;
* 1977-1980: Regionalsekretär der [[ASUL]] in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1982: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Sprecher der sozialistischen Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1989: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1977-1981: Regionalrat in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1989-1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens|Colón]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Colón]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=12238</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<updated>2013-01-18T12:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 Präsident von Sagradien. Er war in den Achtziger Jahren in verschiedenen Positionen Minister in den Kabinetten [[Kabinett Nada I|Nada]] und [[Kabinett Ricardes I|Ricardes]], unter anderem als Finanzminister (1988-1990). 1992 bis 1997 amtierte Grande Illega zudem als Generalsekretär seiner Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 wurde er zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1995 für weitere vier Jahre wiedergewählt. &lt;br /&gt;
Aus diesem Amt schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter sowie Staatssekretär im Infrastrukturministerium der neuen [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Sandro de la Nada]]. Zwei Jahre später beerbte er seinen Vorgesetzten [[José Helguerra]] und rückte als Minister an die Spitze des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Minister unter Donado Ricardes ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] ging Grande Illega in die Opposition und wurde von seiner Partei erstmals in den Parteivorstand gewählt. Im Parlament stieg der redegewandte Grande schnell zu einem der führenden Politiker der Sozialisten auf und galt als Protegé von Parteichef Joán Caval. Er wurde zu dieser Zeit zu den Anhängern des linken [[Andrés Colón]] gerechnet, sprach sich aber 1986 überraschenderweise für eine Spitzenkandidatur des wirtschaftsfreundlichen Reformers [[Donado Ricardes]] aus, was auf einen privaten Bruch mit Colón zurückgeführt wurde. Jedoch rückte Grande in dieser Zeit auch politisch vom Linkskurs Colóns ab. Die Strategie Ricardes’, die politische Mitte erobern zu wollen, fand die volle Unterstützung Grandes, der auch Mitglied im Wahlkampfteam der Sozialisten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] berief ihn der neue Premierminister Donado Ricardes als Verteidigungsminister in sein sozialistisch-liberales [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett]]. In dieser Funktion leitete Grande eine umfassende Armeereform ein, welche die Truppenstärke drastisch reduzierte. Diese Maßnahmen trugen Grande die Feindschaft der rechten Opposition ein. Bereits die Berufung Grande Illegas hatte bei konservativen Kritikern für Unmut gesorgt, da der Sozialist in seiner Jugend als scharfer Kritiker der NATO aufgetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Cavals als Parteichef im Jahr 1987 wurde Grande Illega im Rahmen einer Erneuerung der Parteispitze erstmals ins Exekutivkomitee der Partei gewählt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] wechselte er als Nachfolger des liberalen [[Vítor António Anghés]] an die Spitze des Finanzressorts, wo er aber die angestrebte Erhöhung der Eigentumssteuer nicht gegen den liberalen Koalitionspartner durchsetzen konnte, zumal auch Ricardes selbst nicht völlig hinter dieser Maßnahme stand. Grande Illega galt spätestens seit diesem Zeitpunkt als innerparteilicher Gegner und Konkurrent Donado Ricardes’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess und Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der ehemalige [[Ligre-Scantia|ligre-skantische]] Regionalpräsident [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega neben [[Francisco Montero]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. Noch auf dem gleichen Parteikongress wurde Grande Illega zum Vizegeneralsekretär gewählt und rückte damit zur Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Luis José López auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Monate später kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]] und siegte. Als Bürgermeister der Hauptstadt trat er in die Fußstapfen seines Mentors Joán Caval, der dieses Amt von 1960 bis 1967 bekleidet hatte. Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PPC]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders sein früherer Gegenkandidat [[Paulo Satyres Blanco]] strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Ende 1996, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Nachdem de la Costa in einer von derr Parteiführung Grandes organisierten Urwahl klar gegen Satyres gewonnen hatte, übergab Grande auf dem Parteikongress in Tulis auch sein Amt als Generalsekretär an De la Costa ab. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampfteam De la Costas übernahm Grande die Zuständigkeit für die Außen- und Europapolitik und wurde damit als Kandidat für das Außenministeramt gehandelt. Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein und kündigte stattdessen seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Minister der Verteidigung im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Minister der Finanzen im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1999: Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1991: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Grande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Grande]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Francisco_Montero_Vidal&amp;diff=12237</id>
		<title>Francisco Montero Vidal</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Francisco_Montero_Vidal&amp;diff=12237"/>
		<updated>2013-01-18T12:39:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Francisco Montero Vidal''' (*1939 in [[Bosa]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker, ehemaliger Minister und früherer Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Seit 2007 ist er Vorsitzender der [[Fundación Santiago Laval]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Escada|Eskader]] Montero studierte Rechtswissenschaften und begann eine Laufbahn als Anwalt. Bereits als Student engagierte er sich für linke politische Gruppen und betätigte sich anschließend als junger Anwalt bei der Verteidigung &amp;quot;politisch Verfolgter&amp;quot;, d.h. wegen illegaler Demonstrationen und Gewalt gegen die Staatsmacht angeklagter Studenten und Angehörige der so genannten &amp;quot;Achtundsechziger&amp;quot; Generation, der sich Montero selbst zuschrieb. Er gehörte in dieser Zeit zu einem linkssozialistischen Anwaltskollektiv und rechnete sich zum linken Parteiflügel der [[ASUL|sagradischen Sozialisten]].   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Siebziger Jahren begann Monteros eigentliche politische Karriere. Seit 1972 Vorstandsmitglied des ASUL-Verbandes in [[Semess]], wurde er 1974 erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. Als Schützling des damaligen Linkenführers der ASUL, [[Andrés Colón]], wurde der relativ unerfahrene Jurist von diesem 1975 überraschend zum Staatssekretär im sagradischen [[Wirtschaftsministerium]] berufen. Nach dessen Ausscheiden aus dem Amt 1976 wechselte Montero 1977 als Staatssekretär beim [[Ministerpräsident]]en in die Schaltstation der Regierung, 1979 wurde er schließlich in der [[Kabinett Caval V|fünften Regierung]] [[Joán Caval]]s zum [[Außenhandelsminister]] berufen. Diesen Posten behielt Montero auch in der [[Kabinett Nada|Regierung der Großen Koalition]] unter [[Sandro De la Nada]] bis 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren gehörte Montero schließlich als Mitglied des Parteivorstands zu den profiliertesten Politikern der Sozialisten und war 1982 und 1986 als Ministerkandidat der ASUL vorgesehen. Nach dem Sieg der ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Parlamentswahl 1986]] wurde er unter dem Parteirechten [[Donado Ricardes]] jedoch &amp;quot;nur&amp;quot; [[Umweltminister]], was zu diesem Zeitpunkt als Ministerium der zweiten Reihe galt. Erst 1989 wechselte er im Rahmen einer Kabinettsumbildung an die Spitze des einflussreicheren [[Arbeitsministerium]]s.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten und dem Rücktritt Donado Ricardes' 1990 bewarb sich Montero um das Amt des Generalsekretärs der Sozialisten, verlor in einer Kampfabstimmung aber gegen den vom Parteiestablishment favorisierten [[Luis José López]]. Bis 1992 begleitete er das Amt des Schatzmeisters der ASUL und geriet so im Spendenskandal der ASUL 1992 unter heftigen öffentlichen Druck, der schließlich zu seinem Rücktritt führte. Erst nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] kehrte Montero als Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] ins Rampenlicht zurück. Nach acht Jahren im Amt und nach 32 Jahren im Parlament verzichtete er 2006 auf eine neuerliche Kandidatur. Seit 2007 ist Montero Vorsitzender der parteinahen [[Fundación Santiago Laval]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1975-1977: Staatssekretär im sagradischen [[Wirtschaftsministerium]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim [[Ministerpräsident]]en &lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung]] im [[Kabinett Caval V]] und [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1989: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Arbeitsminister]] im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Präsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1974-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1990-1992: Schatzmeister der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2007: Vorsitzender der [[Fundación Santiago Laval]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Abgeordnetenkammer|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenhandelsminister Sagradiens|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens|Montero Vidal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL|Montero Vidal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_der_sagradischen_Regierungen&amp;diff=12236</id>
		<title>Liste der sagradischen Regierungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_der_sagradischen_Regierungen&amp;diff=12236"/>
		<updated>2013-01-18T12:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Regierungen der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Kabinett&lt;br /&gt;
| [[Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Apr 1891&lt;br /&gt;
| Dez 1891&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cavaller]]&lt;br /&gt;
| [[Luis Cavaller]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Dez 1891&lt;br /&gt;
| Feb 1893&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce I]]&lt;br /&gt;
| [[José Delacrûce]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Feb 1893&lt;br /&gt;
| Okt 1893&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorqueval]]&lt;br /&gt;
| [[Celiano Dorqueval]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Okt 1893&lt;br /&gt;
| Jan 1894&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce II]]&lt;br /&gt;
| [[José Delacrûce]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Jan 1894&lt;br /&gt;
| Dez 1894&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Lomas]]&lt;br /&gt;
| [[Gael Jocéntilo Lomas]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Dez 1894&lt;br /&gt;
| Apr 1895&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciano Tropexas I]]&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CAE1FF&lt;br /&gt;
| Apr 1895&lt;br /&gt;
| Mär 1897&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciano Tropexas II]]&lt;br /&gt;
| [[Luciano Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republicano Moderata]]&lt;br /&gt;
| Moderat-Republikanische Regierung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Mär 1897&lt;br /&gt;
| Jul 1897&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Brentano I]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]]&lt;br /&gt;
| [[Republicano Liberal]], [[Radical]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Jul 1897&lt;br /&gt;
| Apr 1898&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delacrûce III]]&lt;br /&gt;
| [[José Delacrûce]]&lt;br /&gt;
| [[Republicano Liberal]], [[Partido Progresista|Progresista]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Apr 1898&lt;br /&gt;
| Apr 1899&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Jorquà Serrer]]&lt;br /&gt;
| [[Amentino Jorquà Serrer]]&lt;br /&gt;
| Unabhängige und republikanische Politiker&lt;br /&gt;
| [[Republikanisches Schutzkabinett]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Apr 1899&lt;br /&gt;
| Dez 1901&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Salgado I]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Republicano Liberal]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Dez 1901&lt;br /&gt;
| Jan 1902&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Salgado II]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Jan 1902&lt;br /&gt;
| Mai 1903&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez I]]&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Republicano Liberal]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Mai 1903&lt;br /&gt;
| Dez 1903&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M.F. Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[Unión Republicana]], [[PNR]] u.a.&lt;br /&gt;
| &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Dez 1903&lt;br /&gt;
| Mär 1904&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabalín]]&lt;br /&gt;
| [[Fernando Cabalín]]&lt;br /&gt;
| [[Unión Republicana]], [[PNR]] u.a.&lt;br /&gt;
| &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=BFEFFF&lt;br /&gt;
| Mär 1904&lt;br /&gt;
| Jul 1904&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Brentano II]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco de Brentano]]&lt;br /&gt;
| [[PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=BFEFFF&lt;br /&gt;
| Jul 1904&lt;br /&gt;
| Aug 1904&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà I]]&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
| [[PRL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Jul 1904&lt;br /&gt;
| Jan 1905&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrano López]]&lt;br /&gt;
| [[Domênco Serrano López]]&lt;br /&gt;
| Unabhängige&lt;br /&gt;
| Beamtenkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Jan 1905&lt;br /&gt;
| Nov 1905&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M.F. Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[Unión Republicana]], [[PNR]] u.a.&lt;br /&gt;
| &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Nov 1905&lt;br /&gt;
| Apr 1907&lt;br /&gt;
| [[Kabinett M.F. Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Fernando Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[Unión Republicana]], [[PNR]] u.a.&lt;br /&gt;
| &amp;quot;[[Koalition der Moral]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Apr 1907&lt;br /&gt;
| Mär 1909&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Britón]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Britón]]&lt;br /&gt;
| [[PRC|Unionista/PRC]], [[Acción Popular]] u.a.; seit Sep 1907 [[Unión Republicana]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Mär 1909&lt;br /&gt;
| Aug 1909&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Simón López I]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Simón López]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[PRP]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D2BFD8&lt;br /&gt;
| Aug 1909&lt;br /&gt;
| Mai 1910&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez II]]&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Aliança Republicana]], [[PRP]], [[Radical-Socialista]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFFACD&lt;br /&gt;
| Mai 1910&lt;br /&gt;
| Jan 1912&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez III]]&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Radical-Socialista]], [[PRP]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Jan 1912&lt;br /&gt;
| Aug 1913&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Valderrán]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Valderrán]]&lt;br /&gt;
| [[PRC|Unionista/PRC]] u.a.&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1913&lt;br /&gt;
| Jun 1914&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Berlioz]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Berlioz]]&lt;br /&gt;
| [[Aliança Republicana]], [[PRP]], einzelne [[Volksaktion]]-Mitglieder&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Jun 1914&lt;br /&gt;
| Aug 1914&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Tesqué]]&lt;br /&gt;
| [[Filipe Conte de Tesqué]]&lt;br /&gt;
| Konservative u.a.&lt;br /&gt;
| &amp;quot;[[Kabinett der Barone]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1914&lt;br /&gt;
| Nov 1916&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Tropexas]]&lt;br /&gt;
| [[Acción Popular]], [[Aliança Republicana]], [[PRC|Unionista/PRC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=BFEFFF&lt;br /&gt;
| Nov 1916&lt;br /&gt;
| Aug 1917&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardo Alemà II]]&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Alemà]]&lt;br /&gt;
| [[Aliança Republicana]], [[PRP]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Aug 1917&lt;br /&gt;
| Jan 1920&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Radical-Socialista]], ab 1919 [[PS]]-Minister&lt;br /&gt;
| [[Bloco de Sinistra]], unterstützt durch [[PS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Jan 1920&lt;br /&gt;
| Aug 1921&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Simón López II]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Simón López]]&lt;br /&gt;
| [[Radical]], [[Radical-Socialista]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung unterstützt durch [[PS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D2BFD8&lt;br /&gt;
| Aug 1921&lt;br /&gt;
| Jan 1924&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Diaz I]]&lt;br /&gt;
| [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| [[PRSD]], [[Aliança Republicana]], ab Jan 1922 [[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Governo del Horizonte Largo]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Jan 1924&lt;br /&gt;
| Feb 1924&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Diaz II]]&lt;br /&gt;
| [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
| [[PRSD]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Feb 1924&lt;br /&gt;
| Mai 1924&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Bernardín]]&lt;br /&gt;
| [[Fernando Bernardín]]&lt;br /&gt;
| Parteilose Beamte&lt;br /&gt;
| Beamtenkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB0&lt;br /&gt;
| Mai 1924&lt;br /&gt;
| Dez 1924&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sarabal]]&lt;br /&gt;
| [[António Sarabal]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PRSD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB0&lt;br /&gt;
| Dez 1924&lt;br /&gt;
| Apr 1925&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Sánchez IV]]&lt;br /&gt;
| [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PRSD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Apr 1925&lt;br /&gt;
| Nov 1925&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Colón I]]&lt;br /&gt;
| [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
| [[PRSD]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung unterstützt durch [[PS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=BFEFFF&lt;br /&gt;
| Nov 1925&lt;br /&gt;
| Aug 1926&lt;br /&gt;
| [[Kabinett La Ponte I]]&lt;br /&gt;
| [[Daniel La Ponte]]&lt;br /&gt;
| [[ARD]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung unterstützt durch [[UP]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1926&lt;br /&gt;
| Jan 1927&lt;br /&gt;
| [[Kabinett La Ponte II]]&lt;br /&gt;
| [[Daniel La Ponte]]&lt;br /&gt;
| [[ARD]], einzelne [[UP]]-Minister&lt;br /&gt;
| Übergangskabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1927&lt;br /&gt;
| Aug 1928&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà Sobrantes I]]&lt;br /&gt;
| [[Gaitán Alemà Sobrantes]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[ARD]], [[Unión Campesana]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung gestützt auf wechselnde Mehrheiten&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1928&lt;br /&gt;
| Nov 1928&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Negrín I]]&lt;br /&gt;
| [[Joán César Negrín]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[ARD]], [[Unión Campesana]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Nov 1928&lt;br /&gt;
| Nov 1929&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Domingues]]&lt;br /&gt;
| [[Santiago Domingues]]&lt;br /&gt;
| [[PRR]], [[ARD]], [[PDP]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung toleriert durch [[UP]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1929&lt;br /&gt;
| Sep 1930&lt;br /&gt;
| [[Kabinett La Ponte III]]&lt;br /&gt;
| [[Daniel La Ponte]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[ARD]], [[PDP]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung toleriert durch [[PRR]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Sep 1930&lt;br /&gt;
| Jan 1931&lt;br /&gt;
| [[Kabinett La Ponte IV]]&lt;br /&gt;
| [[Daniel La Ponte]]&lt;br /&gt;
| [[ARD]], Einzelpersönlichkeiten der [[UP]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Jan 1931&lt;br /&gt;
| Mai 1932&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Alemà Sobrantes II]]&lt;br /&gt;
| [[Gaitán Alemà Sobrantes]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]]&lt;br /&gt;
| Regierung des [[Bloco Nacional]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Mai 1932&lt;br /&gt;
| Sep 1932&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Celano López]]&lt;br /&gt;
| [[Martín Celano López]]&lt;br /&gt;
| [[PRR]], [[ARD]], [[PDP]], [[Bloco Nacional|rechte Persönlichkeiten]]&lt;br /&gt;
| &amp;quot;Regierung der Nationalen Sammlung&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Sep 1932&lt;br /&gt;
| Jan 1933&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santês I]]&lt;br /&gt;
| [[Domênco Santês]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]]&lt;br /&gt;
| Regierung des [[Bloco Nacional]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1933&lt;br /&gt;
| Mär 1933&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Manuel]]&lt;br /&gt;
| [[Pietro Manuel]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]], [[ARD]], [[PLR]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Mär 1933&lt;br /&gt;
| Okt 1934&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santês II]]&lt;br /&gt;
| [[Domênco Santês]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]]&lt;br /&gt;
| Präsidialkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Okt 1934&lt;br /&gt;
| Nov 1934&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Negrín II]]&lt;br /&gt;
| [[Joán César Negrín]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]]&lt;br /&gt;
| Präsidialkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=F0E68C&lt;br /&gt;
| Nov 1934&lt;br /&gt;
| Dez 1934&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Cabarel]]&lt;br /&gt;
| General [[Alfonso Cabarel]]&lt;br /&gt;
| Militärs und Parteilose&lt;br /&gt;
| Militärregierung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Dez 1934&lt;br /&gt;
| Sep 1935&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini]]&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]]&lt;br /&gt;
| Parteilose und Einzelpersönlichkeiten&lt;br /&gt;
| Expertenkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Sep 1935&lt;br /&gt;
| Sep 1935&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Laval]]&lt;br /&gt;
| [[Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], Experten&lt;br /&gt;
| Übergangsregierung&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Sep 1935&lt;br /&gt;
| Apr 1936&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola I]]&lt;br /&gt;
| [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PRR]], [[URS]]&lt;br /&gt;
| Erste [[Volksfront]]regierung, unterstützt durch [[PCS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Apr 1936&lt;br /&gt;
| Jun 1937&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola II]]&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PRR]], [[URS]]&lt;br /&gt;
| Zweite [[Volksfront]]regierung, unterstützt durch [[PCS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jun 1937&lt;br /&gt;
| Aug 1937&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Colón II]]&lt;br /&gt;
| [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PRR]], [[URS]]&lt;br /&gt;
| Dritte [[Volksfront]]regierung, unterstützt durch [[PCS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Aug 1937&lt;br /&gt;
| Jan 1938&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Colón III]]&lt;br /&gt;
| [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
| [[PRR]], [[URS]], [[PDP]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung unterstützt durch [[PS]] &lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Jan 1938&lt;br /&gt;
| Feb 1938&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Colón IV]]&lt;br /&gt;
| [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
| [[PRR]]&lt;br /&gt;
| geschäftsführendes Rumpfkabinett &lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Feb 1938&lt;br /&gt;
| Aug 1938&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Álamo Igualde I]]&lt;br /&gt;
| [[Manuel Álamo Igualde]]&lt;br /&gt;
| [[UP]], [[PAN]], [[UCNP]], [[División Negra]], Einzelne Persönlichkeiten&lt;br /&gt;
| &amp;quot;Regierung der [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungen des [[Estado Sagradês]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Kabinett&lt;br /&gt;
| Premierminister&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Aug 1938&lt;br /&gt;
| Jan 1940&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Álamo Igualde II]]     &lt;br /&gt;
| [[Manuel Álamo Igualde]]      &lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]] (Einheitspartei)&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Jan 1940&lt;br /&gt;
| Nov 1942&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Álamo Igualde III]]&lt;br /&gt;
| [[Manuel Álamo Igualde]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Nov 1942&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Álamo Igualde IV]]&lt;br /&gt;
| [[Manuel Álamo Igualde]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
| deutschfreundliches Kabinett, Besatzungszeit&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| Jul 1944&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caro Mêstre]]&lt;br /&gt;
| [[Caro Mêstre]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
| deutsche [[Regierung von Fidelfe|Marionettenregierung]] in [[Fidelfe]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungen der Transitionszeit ==&lt;br /&gt;
=== Junta Governante de Defêsa Nacional ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Regierung&lt;br /&gt;
| Regierungschef&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=F0E68C&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| Sep 1944&lt;br /&gt;
| [[Junta del 23 Mai]]&lt;br /&gt;
| Präsident der Junta General [[Oscar Taglle Rodríguez]]&lt;br /&gt;
| Militärregierung&lt;br /&gt;
| bis Dezember 1944 im Amt&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provisorische Regierungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Provisorische Regierung&lt;br /&gt;
| Regierungschef&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Sep 1944&lt;br /&gt;
| Aug 1945&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dini II]] &lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PPC]], [[PRR]] (Parteien des [[CNRS]])&lt;br /&gt;
| [[Demokratische Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Aug 1945&lt;br /&gt;
| Jan 1946&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola III]] &lt;br /&gt;
| [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PPC]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Jan 1946&lt;br /&gt;
| Mär 1946&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Saviola IV]] &lt;br /&gt;
| [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PPC]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Mär 1946&lt;br /&gt;
| Okt 1946&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PPC]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungen der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Sagradischen Republik]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung der Regierungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Kabinett&lt;br /&gt;
| Ministerpräsident&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Okt 1946&lt;br /&gt;
| Mär 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PPC]], [[PRR]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
| [[Demokratische Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D2BFD8&lt;br /&gt;
| Mär 1947&lt;br /&gt;
| Okt 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PPC]], [[PRR]], [[MPD]], [[PND]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Okt 1947&lt;br /&gt;
| Dez 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Aliureto Delavesc]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Expertenkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Dez 1947&lt;br /&gt;
| Jan 1949&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
| [[PSD]], [[PPC]], [[PRR]], [[PAD]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett der [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Jan 1949&lt;br /&gt;
| Mar 1949&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
| [[PSD]], [[PPC]], [[MPD]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett der [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mar 1949&lt;br /&gt;
| Okt 1950&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[MPD]], [[UNP]], [[PND]], [[UDR]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSD]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Okt 1950&lt;br /&gt;
| Jun 1953&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSD]], [[UDR]], [[UCR]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Jun 1953&lt;br /&gt;
| Jan 1955&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSD]], [[PAD]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1955&lt;br /&gt;
| Apr 1957&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Apr 1957&lt;br /&gt;
| Dez 1958&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VI]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Dez 1958&lt;br /&gt;
| Jan 1960&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VII]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1960&lt;br /&gt;
| Dez 1962&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D8BFD8&lt;br /&gt;
| Dez 1962&lt;br /&gt;
| Feb 1964&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Große Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Feb 1964&lt;br /&gt;
| Jun 1964&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Jun 1964&lt;br /&gt;
| Nov 1966&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Nov 1966&lt;br /&gt;
| Jan 1967&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez II]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jan 1967&lt;br /&gt;
| Mai 1967&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mai 1967&lt;br /&gt;
| Aug 1968&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PRD]], zeitweise durch [[PFP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1968&lt;br /&gt;
| Jan 1970&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PRD]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor= BFEFFF&lt;br /&gt;
| Jan 1970&lt;br /&gt;
| Nov 1970&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PR]], bis August 1970 [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 1970&lt;br /&gt;
| Mai 1972&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Mai 1972&lt;br /&gt;
| Okt 1974&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Okt 1974&lt;br /&gt;
| Apr 1977&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Apr 1977&lt;br /&gt;
| Jan 1979&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval IV]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jan 1979&lt;br /&gt;
| Jun 1979&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D8BFD8&lt;br /&gt;
| Jun 1979&lt;br /&gt;
| Jul 1982&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Große Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Jul 1982&lt;br /&gt;
| Nov 1982&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1982&lt;br /&gt;
| Nov 1985&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1985&lt;br /&gt;
| Dez 1986&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Dez 1986&lt;br /&gt;
| Mai 1988&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Mai 1988&lt;br /&gt;
| Nov 1990&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1990&lt;br /&gt;
| Apr 1992&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Apr 1992&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| Nov 1998&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 1998&lt;br /&gt;
| Nov 2002&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[Unitá]]-[[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 2002&lt;br /&gt;
| Jul 2004&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[Unitá]]-[[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jul 2004&lt;br /&gt;
| Dez 2005&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[Unitá]]-[[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Dez 2005&lt;br /&gt;
| Nov 2006&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[Unitá]]-[[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 2006&lt;br /&gt;
| Mär 2008&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| bürgerliches Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mär 2008&lt;br /&gt;
| Aug 2008&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| bürgerliches Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 2008&lt;br /&gt;
| Aug 2012&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| bürgerliches Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Aug 2012&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[María Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]], [[Radicales]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[SDU]])&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Liste der sagradischen Regierungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Liste der sagradischen Regierungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''', deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'') ist eine liberale Partei in [[Sagradien]]. Die UDS wurde 1961 als Partei gegründet und ging aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Partido Liberal Democrático]] (PLD), dem nationalliberalen [[Partido Nacional Democrático]] (PND) sowie der sozialliberalen [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partido Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 ist die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miguel Luisanto]] und bildet zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktueller Parteivorsitzender ist der sagradische [[Ministerium für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Handelsminister]] [[Luca Orrieva]] (seit 2001), Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] (seit 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Nach der zunehmenden Erosion und dem unaufhaltsamen Zerfall des rechtsliberalen und konservativen [[Movimiento Popular Democrático]] (MPD) vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] und dem Anschluss der konservativen Komponente an die [[PPC|Christdemokraten]] in der neuen [[Convergência Social Democrática]] (PPC) war der liberale Flügel zurückgeblieben, der sich im [[Partido Liberal Democrático]] organisierte. Bereits zuvor hatte sich der stärker national ausgerichtete [[Partido Nacional Democrático]] (PND) aus dem MPD gelöst. Beide Parteien konkurrierten bei den Kammerwahlen 1950 weitgehend erfolglos um die gleiche Wählerklientel der verbliebenen säkular ausgerichteten alten Mittelschicht und des gehobenen Bürgertums, das die Wahl einer konfessionell beeinflussten Partei ablehnte. Gleichzeitig entfernte sich auch die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) als konservative Abspaltung der [[Partido Radical|Radikalen Partei]] von der Linken, betonte stärker marktwirtschaftliche Elemente und konkurrierte im Lager der nicht-katholischen bürgerlichen Mittelschichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz aus dieser gegenseitigen Konkurrenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[PSD|Sozialdemokraten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen UDR-Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963) ===&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende UDR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche PLD, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Koalition und Spaltungen (1964-1967) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miguel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez’ kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die rechte Mitte und Zeit in der Opposition (1967-1976) ===  &lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[PFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 6,9 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miguel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Mitte“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, was mittelfristig zu einem Strategiewechsel führte. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Kammerwahlen im Dezember 1976]] ließ sich Estrubal auf keine Koalition mit den Konservativen mehr festlegen und schloss eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten nicht aus. Bereits zuvor hatten die Liberalen die sozialistische Minderheitsregierung unter Joán Caval teilweise unterstützt. Damit knüpfte Estrubal an die Strategie der frühen Sechziger Jahre an und präsentierte die UDS als unabhängige Kraft der Mitte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ASUL/UDS-Koalition und erneute Opposition (1977-1982) ===&lt;br /&gt;
Der neue Kurs wurde vom Wähler honoriert. Mit mehr als zehn Prozent der Stimmen wurde die UDS wieder zweistellig. Da die Konservativen unter [[Sandro De la Nada]] aber kaum zulegen konnten und klar hinter den Sozialisten zurückblieben, wurde die von der PPC und der Mehrheit der UDS angestrebte bürgerliche Mehrheit verfehlt. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die schließlich im Frühjahr 1977 zu einem Abschluss kamen. Im April 1977 wurde Estrubal zum Außenminister in einem Mitte-Links-Kabinett unter Joán Caval vereidigt. Die neue Koalition bewegte sich von Beginn an in einem gespannten Klima, da die Koalitionsparteien in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen weit auseinanderlagen. Zudem wurde die Regierung in Zeiten des wachsenden linken Terrors und der wirtschaftlichen Krisenlage zunehmend als Krisenkoalition wahrgenommen, auch innerhalb der beiden Regierungsparteien, die dem Zweckbündnis wie bereits 1964-1967 keinerlei Eigenwert zuschreiben konnten. Nach mehreren Koalitionskrisen im Jahr 1978 war das Bündnis bereits Ende des Jahres am Ende angekommen, hatten sich die Gemeinsamkeiten aufgebraucht. Unter dem Druck der Parteirechten in der UDS, die auf das wirtschaftsliberale Programm pochten, erklärte Estrubal die Koalition nach einem heftigen Streit um den Haushalt für das Folgejahr am Jahreswechsel 1978/79 für beendet. Am 2. Januar 1979 entließ Joán Caval die unionsdemokratischen Minister und bildete ein sozialistisches Rumpfkabinett mit dem Ziel, sich von den Kommunisten tolerieren zu lassen. Diese bestanden jedoch auf Neuwahlen und votierten bei der gestellten Vertrauensfrage wenige Tage später gegen die Regierung Caval, sodass Präsident [[Iacovo Del Pérez]] die Abgeordnetenkammer auflöste und Neuwahlen ausschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 7,2 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Die Zusammenarbeit mit den Sozialisten war von einem Großteil der Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Sandro De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende, die sich bereits vor 1979 abgezeichnet und das Koalitionsklima belastet hatte, durch die Koalition mit den Sozialisten aber überdeckt worden war. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1992) === &lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Santo Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PPC zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger [[Angel Ribero]] der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den [[Europawahlen 1989]] und [[Europawahlen 1994|1994]] als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998) ===&lt;br /&gt;
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern. Dem wegen einer privaten Affäre erzwungenen Rückritt von Parteichef und Wirtschaftsminister [[Angel Ribero]], den zugleich [[Lorenzo Estrubal]] zum Rückzug aus dem Ministeramt nutzte, folgte eine anhaltende Krise der UDS. Das Duo [[Luca Bremante]] und [[Mário Bahamonte]] an der Spitze der Partei startete zwar stark, geriet aber zunehmend in Schwierigkeiten. Nachdem die Partei für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] erstmals nicht den Parteichef Bahamonte, sondern den Wirtschaftsminister [[Luca Bremante]] zum Spitzenkandidaten gewählt hatte, musste dieser aufgrund einer privaten Affäre mitten im Wahlkampf auf seine Ämter in Regierung und Partei verzichten. Die Wahlen endeten jedoch trotz leichter Verluste für die [[UDS]] mit einer Bestätigung der bürgerlichen Regierungsmehrheit. Besonders die Bestrebungen der [[Grüne]]n, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef [[Vitor António Anghés]], wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gang in die Opposition (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,2 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die [[Europawahlen 1999]] endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei [[Benita Hubner]] zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubals, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die [[Regionalwahlen 2001]] bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in [[Liez-Corar]] und [[Sur-Pinial]] erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PPC zurückgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miguel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (2006-2012) ===&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez, Lorenzo Estrubal und Vítor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen [[UDC]]. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto im Frühjahr 2008 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2008 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2008]] ging die UDS unter Orrieva mit 4,5 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Die neue bürgerliche Koalition umfasste Luisantos Volkspartei inklusive einiger PSP-Abweichler und Bremante sowie die UDS. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung nachwievor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. In der neuen Regierung übernahm Orrieva das Handels- und Industrieministerium, Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug stellte die UDS künftig die Beauftragte der Regierung für Bürgerrechte und Gleichstellung. Damit hatte die UDS die besten organisatorischen Voraussetzungen, sich innerhalb der neuen Koalition ohne das unmittelbare Gegengewicht der Rechtspopulisten stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 2009 sollte angesichts der zwiespältigen Wahlergebnisse 2008 – Regierungsbeteiligung trotz Rekordtief – über die Zukunft der Partei und ihres Vorsitzenden Orrieva entscheiden. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] in [[Oller]], [[Region Óstino|Ostino]] und [[Lojandía]] im Frühjahr 2009 enttäuschten die UDS-Ergebnisse erneut. Während die Union in Lojandía mit 3 Prozent und 3 Sitzen nur knapp den Einzug ins zukünftig links dominierte Parlament schaffte, verfehlte man in der Region Óstino mit 2,5 Prozent der Stimmen die 3-Prozent-Hürde. In Oller trat die traditionell schwache Partei im Bündnis mit dem PPC an und hatte damit schon im vorhinein auf Nummer Sicher gesetzt, ein Modell, das nun auch für die Hauptrunde der Regionalwahlen im Herbst diskutiert wurde. Bei den [[Europawahlen 2009]] entfielen auf die UDS 3,5 Prozent der Stimmen, zusammen mit 1999 das schwächste Abschneiden der Partei auf überregionaler Ebene. Luca Orrieva geriet angesichts dieser Ergebnisse immer stärker unter Druck. Im Herbst gelang es der UDS zwar, in alle neu besetzten Regionalräte außer [[Comtàid-Perín]] einzuziehen, in [[Alto Scantia]], [[Bordez]] und [[Ligre-Scantia]] gelang dies aber nur durch die Gemeinschaftsliste mit den Konservativen. Die ehemaligen Hochburgen im Süden [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] brachten mit 7 bzw. 8 Sitzen zwar noch die besten Ergebnisse, jedoch musste dort einiges an Stimmenanteile an die neue Konkurrenz der Zentrumsunion (CU) abgegeben werden, die in beiden Regionen über 10 Prozent der Stimmen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2012 und Gang in die Opposition ===&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semestina]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist [[Marcelo Venizelos]] auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte und forderte eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot;, sprach sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin der UDS erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto &amp;quot;Ideen für ein liberales Sagradien&amp;quot;. In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Parlamentswahl 2012]] endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis und Orrievas gemeinsamer Führung auf 5,4 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren. Kurz nach der Wahl kündigte Orrieva seinen baldigen Rückzug aus der Parteispitze an und schlug Iniagui für ein Führungsamt in der Partei vor. Auf dem Parteitag der UDS im Dezember 2012 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete [[Abdurahim Kader]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Obwohl die wirtschafts- und bürgerrechtsliberale Ausrichtung traditionell der dominierende Faktor der Partei ist und die UDS zu den Gründerparteien der Europäischen Liberalen Partei gehört, zieht die UDS es seit geraumer Zeit vor, sich als bürgerlich, demokratisch oder bisweilen zentristisch zu bezeichnen und benutzt das Verb &amp;quot;liberal&amp;quot; nur selten oder nur in kombination mit den Begriffen &amp;quot;republikanisch&amp;quot; oder &amp;quot;bürgerlich&amp;quot;, was vor allem daran liegt, dass mit dem Begriff „liberal“ in Sagradien eher die konservativ-liberale, großbürgerliche Ausrichtung in Abgrenzung zur bürgerrechtsliberalen, mittelständischen Ausrichtung der „Republikaner“ bzw. „Radikalen“ assoziiert wird und der Begriff „liberal“ damit nur auf einen Teil der UDS in der Tradition des früheren PLD zutrifft. Auch Politikwissenschaftler benutzen bisweilen den Begriff zentristisch, obwohl die Partei durchaus liberale Positionen vertritt und auf einem unidimensionalen sozio-ökonomisch definierten Links-Rechts-Spektrum deutlich auf der Rechten zu verordnen ist. Dies liegt vor allem daran, dass die UDS mehrmals, wenn auch jeweils nur für drei oder vier Jahre an Koalitionen mit den Sozialdemokraten teilnahm und damit bis in die Neunziger Jahre hinein als potenzieller Koalitionspartner sowohl der Linken als auch der Rechten angesehen wurde. Einzelne Versuche, das Schlagwort &amp;quot;liberal&amp;quot; stärker in Position zu bringen und als Bezeichnung für die Unionsdemokraten zu vereinnahmen, blieben bisher nur Episoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS heißt [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als Jovenes Democráticoes auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2001: [[Vítor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 2001-2012: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* 2008-2012: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Abdurahim Kader]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez]] (UD/UDR)&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]] (UD/PLS)&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* Seit 2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahl 1954]]: 8,9 Prozent, 37 Sitze (Wahlbündnis ohne Spitzenkandidaten)&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]]: 9,7 Prozent, 40 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahl 1962]]: 8,9 Prozent, 38 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahl 1963]]: 12,5 Prozent, 53 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Kammerwahl 1967]]: 9,0 Prozent, 38 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahl 1970]]: 6,9 Prozent, 30 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahl 1974]]: 7,8 Prozent, 34 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|Kammerwahl 1976]]: 10,1 Prozent, 43 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahl 1979]]: 7,2 Prozent, 31 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahl 1982]]: 11,5 Prozent, 50 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]]: 9,8 Prozent, 43 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]]: 9,4 Prozent, 40 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]]: 8,9 Prozent, 39 Sitze (Spitzenkandidat: offiziell [[Luca Bremante]], nach politischer Affäre verzichtet) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]: 4,2 Prozent, 18 Sitze (Spitzenkandidat: [[Vítor António Anghés]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]]: 3,9 Prozent, 16 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]]: 5,7 Prozent, 24 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]]: 4,5 Prozent, 19 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Kammerwahl 2012]]: 5,4 Prozent, 24 Sitze (Spitzenkandidatin: [[Beatrice Iniagui]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=12234</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2013-01-18T12:38:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1920 in [[Semess]], †21.02.2008) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 [[Bürgermeister von Semess]] und danach für kurze Zeit [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1985 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des [[Álamo-Regime]]s 1943 kehrte Caval nach Sagradien zurück. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die sozialdemokratisch orientierte [[ASUL]] zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Sandro De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PPC|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semestina]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PPC]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den [[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Parteiintern bot Caval zu diesem Zeitpunkt seinen Rücktritt an. Da der Wahlverlierer Andrés Colón jedoch die Übernahme des höchsten Parteiamtes ablehnte, blieb er auch weiterhin Generalsekretär der Sozialistischen Allianz. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Im Spätherbst 1984 musste sich Caval einer Operation am offenen Herzen unterziehen. Für mehrere Wochen übernahm Colón seine Amtsgeschäfte als Parteichef der ASUL. Im Januar 1985 kündigte Caval daraufhin seinen endgültigen Rückzug aus der Parteiführung an und erklärte ein ''Quadrumvirat'' von Politikern, bestehend aus Andrés Colón, dem [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsidenten [[Luis José López]] und den früheren [[CEIS]]-Generaldirektor [[Donado Ricardes]] zu möglichen Nachfolgern im Amt. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai in [[Noyar]] wurde schließlich Flávio Osório zum neuen Generalsekretär gewählt, nachdem Colón in der Wahl des Premierministerkandidaten der Partei gegen Ricardes verloren und daraufhin auf die Parteiführung verzichtet hatte. Nach fünfzehn Jahren wurde Caval damit durch seinen Nach-Nachfolger als Semestiner Bürgermeister auch im höchsten Parteiamt der ASUL ersetzt. Bis 1991 blieb Caval der ASUL jedoch als Präsident des Parteikonvents erhalten, eher er auf dem Kongress in [[Artir]] 1991 zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Die Affäre kratzte aber nur vorübergehend am Image Cavals. Er blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Fernando Caval starb im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Semess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Minister für Wirtschaftliche Angelegenheiten]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]])&lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* 1985-1991: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Caval]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL|Caval]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich das [[Rosarisches Gebirge|Rosarische Gebirge]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tùles''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 472.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Lesta]]: 390.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Liste der Städte in Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vier- bzw. Fünfparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Dazu kommt die kleine linksliberale Partei [[Ils Radicales]] (bis 1995 [[Partido Radical-Democrático]], PRD) die mit einem Stimmenanteil von selten über 5 Prozent mehrmals den Sprung ins nationale Parlament verpasste, seit 1998 aber wieder ohne Unterbrechung in der Abgeordnetenkammer vertreten ist. Die in den Sechziger Jahren zeitweise erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielt dagegen seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg. Die 2007 in Gegnerschaft zur [[PSP]] entstandene Zentrumspartei [[UDC]] (heute: [[Cientro Uníu]]) konnte bei den [[Europawahlen 2009]] sowie bei diversen Regionalwahlen Erfolge feiern, verpasste aber [[Parlamentswahl 2008|2008]] sowie [[Parlamentswahl 2012|2012]] den Einzug in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Neunziger Jahren verfügt Sagradien über ein mittlerweile stabilisiertes Sechs-Parteien-System mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]),  und Linksliberalen ([[Radicales]]), einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales]] (Radicales): linksliberale Partei, 1995 aus dem [[Partido Radical-Democrático]] hervorgegangen, dem linksgerichteten Nachfolger des historischen [[Partido Radical]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Santo Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehört seit 2006 zur Mitte-Rechts-Mehrheit in der [[Abgeordnetenkammer]] und toleriert ein [[PPC|konservativ]]-[[UDS|liberales]] [[Kabinett Luisanto I|Minderheitskabinett]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* '''[[Alconía]]''' ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Alto Scantia]]''' ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* '''[[Amôria]]''' ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* '''[[Aziz]]''' ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bretânia]]''' ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* '''[[Bordez]]''' ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ceundâlia]]''' ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* '''[[Comtàid-Perín]]''' ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* '''[[Cuentez]]''' ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* '''[[Escada]]''' ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* '''[[Liez i Corar]]''' ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ligre-Scantia]]''' ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* '''[[Lojandía]]''' ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* '''[[Oller]]''' ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* '''[[Ostinense]]''' ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sarmay]]''' ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* '''[[Region Semestina]]''' ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sesín]]''' ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* '''[[Sur-Pinial]]''' ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* '''[[Tescano-Valoní]]''' ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* '''[[Val d’Ambrís]]''' ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Belacionensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêglu d'Or|Goldenes Zeitalter]]. Nach dem Tod Davids I. wurden die Kronen Portugals und Sagradiens wieder getrennt. Unter Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) wurde 1566 im [[Edikt von Viça]] begrenzte Religionsfreiheit gewährt. [[Gabriel V.]] (1591-1640) und der leitende Minister [[Joán María de Belavís]] führten die Kolonialpolitik Sagradiens erfolgreich fort und konsolidierten die Macht des Königtums, ehe im 17. Jahrhundert der kontinuierliche machtpolitische Abstieg Sagradiens im europäischen Mächtekonzert begann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem unentschiedenen [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] gegen Micolinien 1657-1669 folgte eine deutliche Niederlage Sagradiens im Spanischen Erbfolgekrieg, der die Großmachtstellung endgültig erschütterte. Die zunehmenden Spannungen zwischen dem absolutistischen Machtanspruch des Königtums und dem Mitregierungswillen der Stände führte 1713 zum [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]], der 1721 mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] und der Aussetzung der Monarchie in ein zweijähriges [[Erste Sagradische Republik|republikanisches Intermezzo]] mündete, ehe 1723 die Herrschaft der [[Santori]] unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] restauriert werden konnte ([[Santorische Restauration]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Sandro De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Santo Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Garret]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8 (''[[Autovía de Scantia]]''): [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nouberez]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): ''[[Micolinien|micolinische]] Grenze'' – [[Valier]] – [[Peronez]] – [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Tantallas]] – [[Nonth]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de la Veza]]''): [[Laquines]] – [[Canar]] – [[San Miguel]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A13: [[Bragas]] – [[Gerón]] – [[Síniza]] – [[Laquines]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Garret]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16: [[Sadóa]] – [[Guarrivo]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sorà del Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Korcalla]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Verde]]&lt;br /&gt;
* A24: [[Vesaey]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
* A26 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A27 (''[[Autovía del Dourán]]''): [[Lemez]] – [[San Filipe]] – [[Copón]]&lt;br /&gt;
* A28 (''[[Autovía Viçano-Bretán''): [[Cavalla]]/[[Challón]] – [[Viça]] – [[Fabena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]):&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semesta]], [[Mesarque SC]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, [[EURO 1976|1976]] in [[Micolinien]] und [[EURO 2008|2008 im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land [[Fußball-Weltmeisterschaft 1958|Vizeweltmeister 1958]] sowie [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998|WM-Dritter in Frankreich 1998]], ehe sie bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur-Pinial]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der bretonische und amorische Cidre, der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik), [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1957 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2012 amtiert Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] als [[Ministerpräsident]]in einer rot-grün-radikalen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien vor 1957 ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] hervorging. 1935 bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistisch beeinflusste Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung, die 1938 durch den [[Februarputsch]] gestürzt wurde. Dem Verbot der Sozialistischen Partei folgte die Fortführung der Kampfgemeinschaft mit den Kommunisten im [[Resistença|sagradischen Widerstand]], an dem sich zahlreiche linke Gruppierungen beteiligten. Aus den verschiedenen linken Widerstandsgruppen wie dem [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) [[Santo De la Ilpa]]s und der im Exil fortgeführten Alt-PS um [[Ricardo Moreno]] entstand 1944 die wiedergegründete ''Vereinigte Sozialistische Partei'', die jedoch im Streit um die Orientierung im Kalten Krieg 1947 in zwei Flügel zerfiel. Die von Moreno geführte PS ging in die gemeinsame Opposition mit den Kommunisten und bildete eine linke Aktionsgemeinschaft gegen Kapitalismus und NATO-Gründung, der von De la Ilpa geführte [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) schloss sich den Koalitionen des [[Zentrumsblock]]s, der von den [[PPC|Christdemokraten]] [[Paulo Luciaro]]s geführt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurde die Krise der Sozialistischen Partei offenbar. Die Partei war zu einer von hauptamtlichen Parteifunktionären gesteuerten Kaderpartei geworden, die nicht in der Lage war, auf politische Wandlungen flexibel zu reagieren. Der ausgebaute Parteiapparat - stets als Vorteil gegenüber den Konkurrenten angesehen - war längst zum Hindernis einer im Sinne der Anpassung an die neue Republik notwendigen Erneuerung geworden. Dass die Partei noch immer alten Volksfrontstrategien nachhing, lag auch darin, dass ihre Entscheidungsträger noch immer aus der Vorkriegsgeneration stammten und wenig bereit waren, ihre innerparteiliche Macht mit jüngeren Nachwuchskräften zu teilen. Die PSD dagegen litt ganz im Gegenteil an einer organisatorischen Schwäche. Sie war wesentlich ein inhomogenes Konglomerat diverser antikommunistischer und sozialliberer Gruppen, die sich teils als Sozialisten, teils jedoch als Zentristen ansahen und sich hinter ihrem Parteiführer Santo de la Ilpa sammelten. Anders als in der oppositionellen Sozialistischen Partei dominierten in der PSD Fraktion und Regierungsmannschaft klar gegenüber der Parteiorganisation. Die internen Schwächen beider Parteien sollten sich rasch auch auf elektoraler Ebene zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erlebte die nicht-kommunistische Linke schließlich einen beispiellosen Einbruch. Sozialisten und Sozialdemokraten kamen zusammen auf keine 22 Prozent der Stimmen, die Sozialisten fielen mit 14 Prozent sogar hinter die Kommunisten zurück. Der [[Partido Radical]] hatte sich bereits 1949 in zwei Flügel gespalten, von denen die in der linksbürgerlichen [[UCR]] gesammelte Mitte-Links-Gruppe sogar bei nur 1,5 Prozent der Stimmen landete und danach in mehrere Splittergruppen zerfiel. Nachdem die linke Front bereits kurz nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|verlorenen Kammerwahl 1950]], der Zentrumsblock schließlich 1954/55 zerfallen war, kam es seit 1953/54 zu einer Wiederannäherung der zunehmend marginalisierten nicht-kommunistischen Linken, die seit dem Jahreswechsel 1954/55 zudem in gemeinsamer Opposition zur bürgerlichen Regierung [[Kabinett Favale VI|Favale VI]] stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung und Oppositionsjahre (1957-1962) ===&lt;br /&gt;
Nachdem es infolge der Wahl 1954 sowohl in PS als auch in PSD zu Führungswechseln gekommen war, aus denen [[António Santiago]] (PS) und [[Márcio Álvarez]] (PSD) als Parteisekretäre hervorgingen, arbeiteten die beiden Parteien seit 1955/56 offen auf eine Wiedervereinigung hin. Ziel war die Gründung einer vereinten schlagkräftigen Mitte-Links-Partei als Alternative zur 1952 aus dem [[PPC]] hervorgegangenen konservativen [[PPC]], die mit 42 Prozent der Stimmen die politische Landschaft dominierte. Am Parteibildungprozess beteiligten sich bald auch andere Mitte-Links-Gruppierungen wie das linkszentristische [[Cientro Democrático Humanista]] des Friedensnobelpreisträgers [[Fernando De la Rúa]], ein linker Restteil der bürgerlichen [[Unión Cívica Radical]] (UCR), das linkskatholische [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) von [[Nino Cabal]] sowie der marxistische [[Frente Proletário]] (FP). Diese vereinbarten 1957 die Einleitung eines Parteibildungsprozesses und die gemeinsame Kandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordetenkammer 1958]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gründungsparteitag der Allianz im Jahr 1957 in [[Vapaís]] bei [[Semess]] wurde zunächst ein geschäftsführender Ausschuss (''Comité Coordinativo'') gebildet, an dessen Spitze Santiago und Álvarez zu gleichberechtigen Sekretären gewählt wurden. Die neue Partei bestand zu dieser Zeit zwar bereits auf dem Papier, die alten waren aber noch nicht aufgelöst und arbeiteten vorerst weiter, sodass die Allianz zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Parteien- und Wahlbündnis war - jedoch mit der erklärten Absicht, in den kommenden Jahren zur echten Partei zusammenzuwachsen. Hierfür wurde eine konstituierende Versammlung gewählt, die im Folgenden Parteistatuten sowie ein Parteiprogramm ausarbeiten sollte. Die Teilparteien bestanden teilweise noch bis 1960 weiter und integrierten ihre Strukturen im Laufe der drei Jahre in die ASUL. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahlen 1958]] wurde ein „Gemeinsames Programm der Allianz“ verabschiedet und eine eigene Liste gebildet. Die ASUL erreichte bei den Wahlen einen Stimmanteil von 28,6 Prozent und wurde damit auf Anhieb zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten. Beim Semestiner Parteitag 1960 wurde eine neue Parteistruktur verabschiedet, die anstelle der Konstituierenden Versammlung einen Nationalkonvent mit eigenem Präsidenten und anstelle des Koordinationskomitees eine Nationaldirektion als Parteivorstand stellte. António Santiago wurde nun alleiniger Generalsekretär, [[Iacovo Del Pérez]] sein Stellvertreter, [[Ricardo Moreno]] Präsident des Nationalkonvents. Gegenüber den Vorgängerparteien zeichnete sich die neue Partei durch eine größere organisatorische Effektivität und eine deutliche Reduzierung bürokratischer Entscheidungswege aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Expont dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war [[Stefano Nacoma]], der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. [[Iacovo Del Pérez]] verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semestina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Comtàid-Perín]], [[Lojandía]] und [[Ostiniense]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Favale I|Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,9 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêglu Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. [[Finanzminister]] [[Francisco Montone]], [[Wirtschaftsminister]] [[Donado Ricardes]] oder [[Verkehrsminister]] [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 [[Wirtschaftsminister]] und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach dem Rücktritt Colóns infolge einer Affäre im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der [[Region Semestina]] hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in [[Semess]] offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des [[Lemezer Programm]]s von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit [[PPC]] und [[UDS]] möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Sandro De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Sandro de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Santo Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Sandro de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Santo Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. In dieser Situation lehnte Caval einen Rücktritt ab. Angesichts der zerstrittenen Parteiflügel glaubte er, die Partei sonst in ein Chaos ohne Führung entlassen zu müssen. Den dringend notwendigen Reformprozess, den die Regierungsbeteiligung verhindert hatte, wollte er nun als Moderator und Integrationsfigur selbst initiieren und mitgestalten. Nach und nach vollzog sich nun ein Generationenwechsel an der Parteispitze. Parteivize Nacoma hatte sich bereits 1982 vom Fraktionsvorsitz sowie aus dem zweithöchsten Parteiamt zurückgezogen. Caval gab daraufhin die Kandidatur eines neuen &amp;quot;Quadrumvirats&amp;quot; bekannt, das gemeinsam den stellvertretenden Parteivorsitz übernehmen sollte, bestehens aus [[Andrés Colón]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsident [[Luis José López]], dem [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]] sowie als Vertreter des rechten Parteiflügels Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel Cavals war es, die verschiedenen Flügel und Strömungen der Partei zu integrieren. Gleichzeitig gab Caval bekannt, zwar weiterhin als Parteichef zu fungieren, die Spitzenkandidatur 1986 aber einem anderen zu überlassen. Es kam daraufhin zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie und einer Listengemeinschaft mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical Socialista|Radikalsozialisten]] gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Affäre um Joán Cavals Sohn [[Fernando Caval]] führte 1987 zum Verzicht Cavals auf eine neuerliche Kandidatur um den Parteivorsitz. Neuer Generalsekretär wurde auf dem Parteikongress der ASUL in Malesc im Februar 1987 der [[Semestiner Bürgermeister]] Flávio Jimenez, dem man am ehesten zutraute, die Parteiflügel zusammenzuführen. Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1997) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten [[Francisco Montero]] durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das ihrer Meinung nach angestaubte Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von [[Paulo Satyres]] eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem [[Semestiner Programm]] vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um [[Luis José López]] zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und [[Paulo Satyres]] konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen [[Francisco Montero]] eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sieg Grande Illegas führte zu einer Koalitionsbildung der alten gemäßigten und der neuen radikalen Linken in der Partei gegen die bis dahin dominant erscheinende zentristische Ricardes-Fraktion. Auf einer Tagung des Nationalkonvents in [[Sollar]] wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit [[Julio de la Costa]], [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf. Mit[[María Benítez Saforcada]] wurde erstmals eine Frau zur Vizegeneralsekretärin der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat [[António Grande Illega]] präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen, der als Führer des rechten Parteiflügels auftrat. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die [[Parlamentswahlen 1994|Kammerwahlen im Herbst 1994]] mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieben. Zwar zeigte das gute Abschneiden der Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als möglicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte. In der neuen Konkurrenz Satyres-De la Costa begann sich die Riege der Junggardisten aufzureiben. Beide bezogen nun im inneren Parteiwettbewerb unterschiedlich Stellung: Während sich Satyres zunehmend auf eine klassisch linke Wirtschaftspolitik konzentrierte und das Bündnis mit der gesellschaftspolitisch eher konservativen Parteilinken suchte, versuchte De la Costa sich als junger Reformer zu präsentieren, der die wirtschaftspolitische Spaltung der Partei zu überbrücken versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlage bei den Parlamentswahlen konnte sich Parteichef Grande Illega zunächst im Amt halten. Auf harsche Kritik wurde zunächst verzichtet, um seine Wiederwahl zum [[Bürgermeister von Semess]] im Jahr 1995 nicht zu gefährden. Der erneute Rückschlag bei den [[Kommunalwahlen 1996]] jedoch führte zu immer heftigerer Kritik am Parteichef, vor allem von Seiten der Anhänger [[Paulo Satyres Blanco]]s, der sich als potenzieller Nachfolgekandidat ins Spiel brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Parteichef Grande Illega Ende des Jahres 1996 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur 1998 bekannt gegeben hatte, kam es schließlich zum offenen Kampf um die Nachfolge an der Führungsspitze der Linksopposition. Trotz Zweifeln sprachen sich alle potenziellen Kandidaten für eine Urwahl um die Spitzenkandidatur aus. Satyres erklärte medienwirksam seine Kandidatur, während die Parteirechte vergeblich versuchte, ihren Liebling [[Iano Norriez]] zu einer Kandidatur zu bewegen. Nachdem er lange mit einer Kandidatur geflirtet hatte, verzichtete schließlich auch [[Miguel Chamot]], sodass sich die Anti-Satyres-Fraktion in der Partei auf den populären [[Julio De la Costa]] als Kandidaten einigte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend deutlich ging De la Costa mit 62 zu 38 Prozent der Stimmen der Parteimitglieder als Sieger aus den Primares hervor. Der zum zweiten Mal gescheiterte Satyres erklärte seinem Gegenkandidaten die Unterstützung und brachte sich nun als Nummer Zwei der Partei in Stellung. Im Vorfeld des Parteikongresses in Tulis im Mai 1997 kam es zum Deal der beiden Kandidaten mit dem noch amtierenden Grande Illega gegen den rechten Parteiflügel, der nun versuchte, die Niederlage des linken Satyres für einen Machterwerb in der Partei zu nutzen. Grande Illega, de la Costa und Satyres Blanco einigten sich auf einen Pakt: Der direktdemokratisch legitimierte De la Costa sollte als Premierministerkandidat und als Generalsekretär die Führung der Partei übernehmen, Satyres würde die Nummer Zwei und mit Anhängern in der Parteiführung kompensiert. Grande Illega dagegen erhielt das Zugriffsrecht auf die nächste Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1997-2006) === &lt;br /&gt;
Der [[Tulineser Kongress 1997|Tulineser Parteikongress]] im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa zum neun Generalsekretär der Partei kürte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Satyres die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Es gelang der Partei, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Linken einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres' &amp;quot;Kronprinz&amp;quot; [[Julio Neves]] verlor in Bordez sogar die linke Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten [[PPC]]-Kandidaten Luisanto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Wirtschafts- und Industriepolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Schattenfinanzminister vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den linksökologischen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] und mit parlamentarischer Unterstützung der neokommunistischen [[Unitá]]-Koalition bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. [[Paulo Satyres]] wurde [[Minister für Wirtschaft und Industrie]], der langjährige Gewerkschafter und Sozialpolitiker [[Vítor Gomes Amarón]] [[Arbeitsminister]]. Der traditionelle rechte Parteiflügel war u.a. durch [[Daniel García Verón]] im [[Verteidigungsminister]]ium vertreten, während De la Costas Vertrauter [[Lorenzo Dimas Ferrera]] als [[Präsidentschaftsminister]] die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Homosexuelle, eine Reform des Einwanderungsrechts oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte (''Devolution''). Wirtschafts- und Sozialpolitisch setzte die Regierung De la Costa auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, um dem sinkenden Arbeitsangebot entgegenzukommen, sowie auf eine Stärkung der Förderinstrumente in der Arbeitsmarktpolitik. Die unter der Vorgängerregierung aufgeweichte Mindestlohnreglements wurden wieder vereinheitlicht. Gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden öffentliche Anreizsysteme geschaffen wie die Einführung einer Ausbildungspauschale. Hinzu kam die Schaffung eines öffentlichen Arbeitssektors. Gleichzeitig sah De la Costa aber von traditionellen linken Sozialisierungsversprechen sowie von umfangreichen Steuererhöhungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Programmatisch abgesichert wurde die Regierungspolitik der Sozialisten im neuen Duerezer Parteiprogramm von 2000, das unter dem Titel [[Progreso Social]] stand. Darin definierte sich die ASUL als „solidarische Partei aller Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von [[Joán Caval]] vor den Kammerwahlen 1970.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er sich mit diesem Kurs deutlich vom britischen New-Labour-Modell absetzte, stieß de la Costas Politik einer linken Mitte (Cientrosinistra) auf Kritik aus den eigenen Reihen, vor allem vom traditionslinken Parteiflügel um [[Paulo Satyres]]. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Während der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel Korrekturen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform forderte, gingen die Maßnahmen dem rechten Flügel der ''Modernisierer'' um [[Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Wirtschaftsminister]] [[Santiago Diaz de Velozo]] nicht weit genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einer empfindlichen Niederlage der ASUL bei den Regionalwahlen, woraufhin De la Costa von der Parteispitze zurücktrat. Neuer Generalsekretär wurde Industrieminister [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich gegen Transportminister [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo galt als Vertreter des marktfreundlichen Reformflügels und konnte auch auf die Unterstützung der Parteirechten zählen. Valarosa wurde zum Stellvertreter Velozos gewählt. Die Wahl Velozos führte zu einer Welle von Parteiaustritten linksgerichteter Sozialisten, die zuvor Valarosa unterstützt hatten und nun der neuen Linkspartei [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] von [[Paulo Satyres]] beitraten. Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32 Prozent der Stimmen klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition (seit 2006) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der jedoch in der Folge in heftigen Gegensatz zur Nationalen Koordinatorin [[Mercé Serrat]] geriet, die schließlich ihr Amt aufgeben musste und in der Folge zur parteiinternen Opposition wechselte. Das begangene Doppeljubiläum von 50 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich [[Mercé Serrat]] gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator der Partei wurde überraschend der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als unabhängige Berater zur Seite stehen, verzichteten aber auf eine formale Rolle in der Parteiführung. Dennoch wurde Dimas Ferrera in den kommenden Jahren der internationalen und europäischen Finanzkrise immer wieder als Finanzexperte der Partei prominent in Szene gesetzt und zugleich als potenzieller Premierministerkandidat gehandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize [[Santiago Valarosa]] als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca Mendes del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel. Die folgenden Wahljahre 2010 und 2011 bestätigten schließlich den Aufwärtstrend der Partei. Bei den gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen]] in [[Sarmay]] und der vorgezogenen Wahl in der [[Region Semestina]] im Juni 2010 konnte sich Mitte-Links gegen die jeweils regierende Rechte durchsetzen und mit [[Jorge Ferrero Nadal]] sowie [[Ana Zapato]] jeweils den künftigen Regionalpräsidenten stellen. In den Regionen [[Bretânia]], [[Cuentez]] und [[Escada]] wurden die linken Regierungen jeweils im Amt bestätigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang 2012 konnte die ASUL in Umfragen stetig zulegen, sodass die anhaltenden Gerüchte um eine alternative Spitzenkandidatur etwa des populären Finanzexperten [[Lorenzo Dimas Ferrera]] oder des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] [[Pietro Dulce Rodríguez]] bei den [[Parlamentswahlen 2012]] verstummten und  sich Parteichefin [[Mercé Serrat|Serrat Cabarell]] als natürliche Kandidatin für das Premierministeramt etablieren konnte. Diese konnte ihre Partei schließlich auf eine konfrontative Linie zur Regierung Luisanto einschwören. Der immer wieder als parteiinterner Kontrahent gehandelte [[Lorenzo Dimas Ferrera]] wurde geschickt als Experte für Europa- und Finanzpolitik eingebunden, um die Mitte-Rechts-Regierung an ihrer offenen Flanke der Haushalts- und Europapolitik zu treffen. In Abgrenzung zur europapolitisch gespaltenen [[Kabinett Luisanto III|Regierung Luisanto]] setzte sich die ASUL nun für einen umfassenden Schuldenschnitt für Griechenland, für weitere Finanzhilfen sowie für eine stärker wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik in den kriselnden EU-Staaten ein und geißelte in einem von Mercé Serrat und Lorenzo Dimas gemeinsam vorgestellten Positionspapier das &amp;quot;Austeritätsdiktat&amp;quot; der &amp;quot;konservativen drei&amp;quot; in der Euro-Zone, womit Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und [[Ánibal Luisanto]] gemeint waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parlamentswahlkampf 2012 wurde schließlich ganz im Zeichen einer neuen Europa-, Finanz- und Sozialpolitik geführt und setzte auf eine Profilierung der ASUL als soziale UND wirtschaftlich vernünftige Linkspartei. Wiederum knüpfte die Partei an das erprobte Bündnis mit den [[Verdes|sagradischen Grünen]] an und koordinierte den Wahlkampf in wichtigen Stationen mit dem potenziellen Koalitionspartner, der stärker als die ASUL auf gesellschaftsliberale und ökologische Themen setzte, sozial- und wirtschaftspolitisch aber ähnlich aufgestellt war. Als Problem erwies sich erneut das Verhältnis zur äußeren Linken. Nachdem Mercé Serrat lange Zeit auf einen relativ entspannten und sachlichen Umgang mit der SDU gesetzt und selbst eine Koalition mit den Kommunisten nicht ausgeschlossen hatte, kam es im Wahlkampf zu harten Auseinandersetzungen mit SDU-Spitzenkandidat [[Paulo Satyres]], der dezidiert europakritische Töne anschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert die staatliche Garantie einer flächendeckenden und kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Inklusion und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 konnten die Reformer den Marxisten wichtige Zugeständnisse abringen, indem das Bündnis mit konservativen Kräften nicht mehr dezidiert ausgeschlossen wurde. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Folgejahren geriet die programmatische Auseinandersetzung gegenüber den persönlichen Machtkämpfen und der Regierungspolitik in den Hintergrund. Das dominante Triumvirat um [[Stefano Nacoma]], [[Carles Domínguez Arrás]] und [[Iacovo Del Pérez]] stand zuvorderst für eine pragmatische Machtpolitik, die auch ein Bündnis mit der liberalen [[UDS]] ermöglichte. Gegen das vom Triumvirat angeführte Parteiestablishment sammelte sich in der Folge eine Reihe junger Politiker um [[Joán Caval]], der seit seinem Bündnis mit Nacoma und seiner Wahl zum Generalsekretär 1969 die Vorherrschaft in der Partei übernahm. Für mehrere Jahre bildete der programmatisch linkskeynesianische, strategisch auf die Zusammenarbeit mit den [[PCS|Kommunisten]] ausgerichtete ''Cavalistas'' die dominante Gruppe in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Bereits seit 1976/77 deutete sich eine Auflösung der Cavalistas und ein Machtkampf zwischen den eher linken und den eher liberalen Sozialisten an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Obwohl das Programm von 1977 formal gültig blieb, setzten die Ricardistas auf eine markt-konforme Reform- und Austeritätspolitik. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Umverteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die ASUL bei nationalen Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]]: 28,6 Prozent, 118 Sitze (Spitzenkandidat: [[António Santiago]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahl 1962]]: 30,9 Prozent, 132 Sitze (Spitzenkandidat: [[António Santiago]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahl 1963]]: 32,5 Prozent, 137 Sitze (Spitzenkandidat: [[António Santiago]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Kammerwahl 1967]]: 34,0 Prozent, 143 Sitze (Spitzenkandidat: [[Iacovo Del Pérez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahl 1970]]: 40,9 Prozent, 177 Sitze (Spitzenkandidat: [[Joán Caval]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahl 1974]]: 37,9 Prozent, 166 Sitze (Spitzenkandidat: [[Joán Caval]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|Kammerwahl 1976]]: 36,3 Prozent, 154 Sitze (Spitzenkandidat: [[Joán Caval]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahl 1979]]: 34,9 Prozent, 150 Sitze (Spitzenkandidat: [[Joán Caval]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahl 1982]]: 29,6 Prozent, 129 Sitze (Spitzenkandidat: [[Andrés Colón]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]]: 35,0 Prozent, 152 Sitze (Spitzenkandidat: [[Donado Ricardes]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]]: 32,2 Prozent, 138 Sitze (Spitzenkandidat: [[Donado Ricardes]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]]: 34,0 Prozent, 148 Sitze (Spitzenkandidat: [[António Grande Illega]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]: 38,1 Prozent, 160 Sitze (Spitzenkandidat: [[Ramón Julio De la Costa]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]]: 37,5 Prozent, 159 Sitze (Spitzenkandidat: [[Ramón Julio De la Costa]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]]: 32,1 Prozent, 134 Sitze (Spitzenkandidat: [[Santiago Diaz de Velozo]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]]: 26,1 Prozent, 112 Sitze (Spitzenkandidat: [[Santiago Diaz de Velozo]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Kammerwahl 2012]]: 30,5 Prozent, 134 Sitze (Spitzenkandidatin: [[Mercé Serrat Cabarell]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1957-1960: ''[[António Santiago]] und [[Marcio Álvarez]] (gleichberechtige Parteisekretäre)''&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[António Santiago]] (†, [[Ministerpräsident]] 1964)&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] (1964 komm., Ministerpräsident 1964-1967)&lt;br /&gt;
*1969-1985: [[Joán Caval]] (Ministerpräsident 1970-1979), ''1984-1985 vertreten durch [[Andrés Colón]] als Secretário-General delegâu''&lt;br /&gt;
*1985-1987: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
*1987-1990: [[Donado Ricardes]] (Ministerpräsident 1986-1990)&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1997: [[António Grande Illega]] (1992 komm.)&lt;br /&gt;
*1997-2005: [[Ramón Julio De la Costa]] (Ministerpräsident 1998-2006)&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]], ''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário-General delegâu''&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]] (Ministerpräsidentin seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1989-1990: [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
*1991-1992: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL ===&lt;br /&gt;
* 1957-1960: [[Nino Cabal]], [[Fernando de la Rúa]], [[Ricardo Moreno]] (gemeinsam)&lt;br /&gt;
* 1960-1969: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
* 1969-1976: [[Márcio Álvarez]] (†)&lt;br /&gt;
* 1976-1980: [[José Arnaldo Garret]] (bis 1977 provisorisch)&lt;br /&gt;
* 1980-1982: [[Rinaldo Sugares]] (provisorisch)&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Marcelo Bérgamo]]&lt;br /&gt;
* 1985-1991: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
* 1991-1995: [[Joán Dehamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2000: [[Joán Guiterres]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
* seit 2005: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatoren ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: [[Andrés Colón]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Joán Caval]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
* 4-8/1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Iano Norriez]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
* 1983-1986: [[Salvador Lafayet]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Joán Caval]] und [[Flávio Osório Jimenez]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1986-1987: [[Cláudio Ferrera]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Flávio Osório Jimenez]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1987-1990: [[Cornélio Vitez]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Donado Ricardes]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Jorge Gaspacho]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Luis José López]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Enrico Herzog]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[António Grande Illega]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1997-2000: [[Santiago Valarosa]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[António Grande Illega]] und [[Julio De la Costa]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Julio De la Costa]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 2005-2007: [[Mercé Serrat Cabarell]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Santiago Diaz de Velozo]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 2007-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: [[Joaquín Loubregat]] (&amp;lt;small&amp;gt;unter [[Mercé Serrat Cabarell]]&amp;lt;/small&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles Domínguez-Arrás]] (geschäftsführend)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1966-1970: [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
* 1972-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: [[Vitor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* 1994-1997: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
* 1997-1999: [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
* 1999-2005: [[Santiago Guadalí]]&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Vitor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*1957	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1960	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1962	Congreso III in [[Lemez]] – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IV in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso V in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso VI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso VII in [[Ligre North]] – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso VIII in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso IX in [[Semess]] – 20-jähriges Parteijubiläum, linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso X in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XI in [[Bosa]] – 25-jähriges Parteijubiläum, Wahl [[Andrés Colón]]s zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*05/1985	Congreso XII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]] löst nach 15 Jahren Joán Caval als Parteichef ab,&lt;br /&gt;
*02/1987	Congreso XIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIV in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*03/1991	Congreso XV in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XVI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XVII in [[Laquines]] &lt;br /&gt;
*05/1997	Congreso XVIII in [[Tulis]] – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als programmatische Grundlage und Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XIX in [[Duerez]] - neues Parteiprogramm [[Manifesto de Duerez]] &lt;br /&gt;
*03/2003 Congreso XX in [[Ligre North]] &lt;br /&gt;
*10/2005	Congreso XXI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXII in [[Ostino]] – 50-jähriges Parteijubiläum, scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIV in [[Vesaey]] - Nominierung [[Mercé Serrat]]s als Spitzenkandidatin für die [[Parlamentswahl 2012]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige programmatische Dokumente ==&lt;br /&gt;
* 1957 [[Declaración de Vapaís]]: Gründungsmanifest mit kurzer programmatischer Erklärung, beruht auf dem Konsens der Umgestaltung der Gesellschaft hin zum Demokratischen Sozialismus&lt;br /&gt;
* 1962 [[Manifesto de Lemez]] (&amp;quot;Reforma Socialista&amp;quot;): erstes vollständiges Parteiprogramm, marxistisch fundiert, aber reformistisch ausgerichtet, zielt wesentlich auf eine Beilegung des Konflikts zwischen Marxisten und Reformisten in der Partei&lt;br /&gt;
** 1970 &amp;quot;[[Mâis Democrâcia]] Social. Declaración pel Cânviu Socialista&amp;quot;: Wahlprogramm [[Joán Caval]]s für die [[Parlamentswahl 1970|&amp;quot;Schlüsselwahl&amp;quot; 1970]], kündigt eine gesellschaftsliberale und sozialistische Reformpolitik an&lt;br /&gt;
* 1977 [[Manifesto de Semesta]] (&amp;quot;La Trasformación Continua&amp;quot;): zweites vollständiges Parteiprogramm, von der Neuen Linken beeinflusst, berücksichtigt erstmals auch Umweltaspekte und strebt eine Emanzipation des Einzelnen in der solidarischen Gesellschaft an&lt;br /&gt;
** 1986 &amp;quot;Proposiciones per una Reforma Solidâria&amp;quot;: Wahlprogramm [[Donado Ricardes]]' für die [[Parlamentswahl 1986]], weicht in wesentlichen Punkten vom 1977er Manifest ab und propagiert eine wirtschaftsfreundlichere Politik und eine &amp;quot;Economía Mixta&amp;quot;&lt;br /&gt;
** 1991 &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot;: Ergänzung des Parteiprogramms von 1977, wesentlich postmaterialistisch beeinflusst, u.a. gegen Atomkraft, für Frieden und für die soziale Emanzipation&lt;br /&gt;
** 1997 &amp;quot;[[Declaración pel Cânviu]]&amp;quot;: Programmatische Grundlage der Wahlplattform 1998, Betonung gesellschaftsliberaler Positionen, propagiert eine neue Übereinkunft von Staat und Wirtschaft (&amp;quot;entesa económica&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* 2000 [[Manifesto de Duerez]] (&amp;quot;Progreso Social&amp;quot;): drittes vollständiges Parteiprogramm, vom &amp;quot;Progresismo&amp;quot;-Konzept [[Julio de la Costa]]s geleitet, propagiert die soziale Emanzipation durch Inklusion und eine bürgerliche Freiheit in Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Nada_III&amp;diff=12231</id>
		<title>Kabinett Nada III</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Kabinett_Nada_III&amp;diff=12231"/>
		<updated>2013-01-18T12:36:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Nada II''' (auch '''De la Nada II''') wurde nach dem Ende der zweiten [[Große Koalition|Großen Koalition]] und dem Ausscheiden der sozialistischen Minister aus dem [[Kabinett Nada I]] als konservatives Rumpfkabinett gebildet. Es blieb bis zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Kammerwahl im Herbst 1982]] und der Bildung einer [[Kabinett Moya I|konservativ-liberalen Koalitionsregierung]] unter [[Santo Emilio Moya]] im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Nada I ([[PPC]]), Juli 1982 - November 1982&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident / Justiz: [[Sandro De la Nada]], PPC&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Santo Emilio Moya]], PPC&lt;br /&gt;
* Auswärtiges / Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Luis Martínez]], PPC&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Carles Zapato Ramírez]], PPC&lt;br /&gt;
* Finanzen / Wirtschaft und Industrie: [[Santo Emilio Moya]], PPC&lt;br /&gt;
* Gesundheit und Familie / Arbeit und Soziales: [[Antónia María Roset]], PPC&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[António Lamanto Marques]], PPC&lt;br /&gt;
* Verkeh und öffentliche Arbeiten / Post und Wohnungswesen: [[Simón Belindo]], PPC&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[Marcelo Ravel]], PPC&lt;br /&gt;
* Erziehung und Wissenschaft: [[Carles Holiérez]], PPC &lt;br /&gt;
* Regionale Angelegenheiten: [[Oscar Ferrera]], PPC&lt;br /&gt;
* Kultur: [[Jacquel de Marianis]], parteilos&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Santiago Montoya]], PPC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Nada II]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Nada II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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		<title>Kabinett Nada I</title>
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		<updated>2013-01-18T12:35:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Zusammensetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Kabinett Nada I''' (auch '''De la Nada I''') war nach dem [[Kabinett Costa]] von 1962 die zweite Regierung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus konservativer [[PPC]] und sozialdemokratischer [[ASUL]]. Die Regierung unter der Führung des Volkspartei-Vorsitzenden [[Santo De la Nada]] wurde nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] gebildet und war das Resultat schwieriger Verhandlungen. Nachdem De la Nadas Amtsvorgänger als Ministerpräsident [[Joán Caval]] (ASUL) damit gescheitert war, die [[PCS|Kommunistische Partei]] für eine sozialistische Minderheitsregierung zu gewinnen, kam es zu Verhandlungen mit der bei der Wahl siegreichen [[Volkspartei]], deren Vorsitzender Nada schließlich den Auftrag zur Bildung einer Großen Koalition erhielt. Das Kabinett wurde sodann im Juli 1979 angelobt und blieb bis zum Ausscheiden der sozialistischen Minister im Juli 1982 im Amt, ehe es vom [[Kabinett Nada II|Rumpfkabinett Nada II]] abgelöst wurde, dem nur konservative Minister angehörten und das bis zur Bildung einer konservativ-liberalen Koalitionsregierung unter [[Santo Moya]] nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Kammerwahl im Herbst 1982]] bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Nada I ([[PPC]], [[ASUL]]), Juni 1979 - Juli 1982&lt;br /&gt;
* Ministerpräsident: [[Sandro De la Nada]], PPC&lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsident: [[Francisco Montone]], ASUL&lt;br /&gt;
* Auswärtiges: [[Luis Martínez]], PPC&lt;br /&gt;
* Inneres: [[Carles Zapato López]], PPC&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Lorenzo Aguilera]], ASUL&lt;br /&gt;
* Finanzen: [[Francisco Montone]], ASUL&lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Industrie: [[Alfonso María Guivares]], PPC; ab März 1982 [[Santo Emilio Moya]], PPC&lt;br /&gt;
* Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung: [[Francisco Montero]], ASUL&lt;br /&gt;
* Arbeit und Soziales: [[Andrés Colón]], ASUL; Februar 1981 [[José Helguerra]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Dián Aliureto Demirtas]], PPC; ab Juli 1981 [[António Lamanto Marques]], PPC&lt;br /&gt;
* Verkehr, öffentliche Arbeiten und Tourismus: [[José Helguerra]], ASUL; ab Februar 1981 [[António Grande Illega]], ASUL&lt;br /&gt;
* Post und Wohnungswesen: [[María Delponte]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft und Ernährung: [[Marcelo Ravel]], PPC&lt;br /&gt;
* Erziehung und Wissenschaft: [[Carles Holiérez]], PPC&lt;br /&gt;
* Regionale Angelegenheiten: [[Bernardo Véllez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Gesundheit und Familie: [[Antónia María Roset]], PPC&lt;br /&gt;
* Kultur: [[Jacquel de Marianis]], parteilos&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[Santiago Montoya]], PPC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Nada I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Nada I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.7.140</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=12229</id>
		<title>Sagradischer Ministerpräsident</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_Ministerpr%C3%A4sident&amp;diff=12229"/>
		<updated>2013-01-18T12:35:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.7.140: /* Liste der Regierungschefs der Dritten Republik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Siehe auch&lt;br /&gt;
* [[Liste der Regierungschefs der Zweiten Republik]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Regierungschefs des Estado Sagradês]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Regierungschefs der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsbeginn&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Amtsende&lt;br /&gt;
| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:22%&amp;quot;|Amtsinhaber&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| Kabinette&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:8%&amp;quot;|Legislatur&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten der provisorischen Regierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Sep 1944&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945 &lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Regierung Dini II|Dini II]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 1945&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[José António Saviola]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Regierung Saviola III|Saviola III]] und [[Regierung Saviola IV|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| zugleich [[Minister für die Kolonien]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Provisorische Regierung Luciaro|Luciaro I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| zugleich [[Außenminister]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;9&amp;quot; | Präsidenten des Ministerrats (Presidentes del Cosiliu de Ministroes) der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1946&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Francisco Dorado]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado|Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ffee44&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PRR]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro|Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Okt 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #BBBBBB&amp;quot; | &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Aliureto Delavesc]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|parteilos&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc|Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| zugleich [[Finanzminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1947&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ff2222&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PSD]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I|Ilpa I]] und [[Kabinett Ilpa II|II]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mär 1949&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II|Luciaro II]], [[Kabinett Luciaro III|III]], [[Kabinett Luciaro IV|IV]], [[Kabinett Luciaro V|V]], [[Kabinett Luciaro VI|VI]] und [[Kabinett Luciaro VII|VII]]&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]], [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]], [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]] und [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
| Dezember 1955 bis April 1957 zugleich [[Außenminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1960&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], 1. Mal&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I|Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1962&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa|Costa]]&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Feb 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| im Amt verstorben&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| ''[[Carles Méndez]]'', amtierend &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago|Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]] &lt;br /&gt;
| als Vizeministerpräsident amtierend&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1964&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez I]], [[Kabinett Del Pérez II|II]] und [[Kabinett Del Pérez III|III]]&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Mai 1967&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]], 2. Mal&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II|Favale II]] und [[Kabinett Favale III|III]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jan 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #1e90ff&amp;quot; |&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]] &lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[UDS]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez|Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]] &lt;br /&gt;
| zugleich [[Außenminister]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1970&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I|Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]], [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]], [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Jun 1979&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Sandro De la Nada]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I|Nada I]] und [[Kabinett Nada II|II]]&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1982&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1986&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I|Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]]&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Dez 1986&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I|Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]]&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1990&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I|Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]] und [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 1998&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]] und [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Nov 2006&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #18395A&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[PPC]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]] und [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor= EEEEEE&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|Aug 2012&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[María Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot;|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Serrat Cabarell|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
| [[20. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XX]]&lt;br /&gt;
| erste Frau im Amt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie: Sagradisches Ministerium]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ministerpräsident</title>
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		<updated>2013-01-18T12:35:22Z</updated>

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