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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Miquel Ánibal Luisanto</title>
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		<updated>2013-01-11T21:40:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.58.221: /* Parlamentswahl 2012 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Miguel Ánibal Luisanto''' (*1950 in [[Sácrez]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker der konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]], seit 2002 Vorsitzender der Partei und von 2006 bis 2012 [[Ministerpräsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Zuvor war er u.a. [[Wirtschaftsminister]] seines Landes (1994-1995) sowie Präsident der Regionalregierung von [[Bordez]] (1997-2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Politik und Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der aus dem südmittelsagradischen [[Sácrez]] stammende Luisanto, Nachkomme des früheren sagradischen Ministerpräsidenten [[Miguel Fernando Luisanto]], wuchs in [[Oller]] auf und studierte in [[Biniar]] Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Nach seinem Abschluss erhielt er 1978 eine Zulassung als Anwalt, ging dieser Tätigkeit aber danach nicht nach. Stattdessen strebte Luisanto nach einer politischen Karriere und übernahm politische Ämter in seiner Heimatstadt, 1977 wurde er in den Rat der Metropolregion Biniar gewählt. Bereits als Student engagierte sich Luisanto im [[Partido Popular Jovén|Jugendverband der konservativen Volkspartei]] und wurde 1978 für eine Amtszeit von vier Jahren zum nationalen Vorsitzenden der Parteijugend gewählt. Zu dieser Zeit arbeitete Luisanto als politischer Berater des konservativen Politikers [[Santo Moya]], dem er 1982 ins [[Wirtschaftsministerium]] folgte, wo er in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit tätig war. Nach Moyas Ernennung zum Ministerpräsidenten stieg Luisanto 1984 zum stellvertretenden Regierungssprecher im [[Kabinett Moya I|Kabinett Moya]] auf. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] schied Luisanto aus dieser Tätigkeit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge verfolgte Luisanto eine Karriere in der Wirtschaft und wurde Manager des Medienunternehmens [[Tecnicast]], das auf die Vermarktung von Nachrichten spezialisiert war und 1990 von der [[Aseregui-Gruppe]] übernommen wurde. Nach der Übernahme hielt Luisanto zuletzt den Posten des ersten leitenden Angestellten von Tecnicast, das in der Folge in die [[TVS-Medien-Gruppe]] integriert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Otero und Tecnicast-Affäre ===&lt;br /&gt;
Als junger Manager wurde Luisanto im April 1992 im Rahmen einer [[Kabinett Otero II|Kabinettsumbildung]] überraschend in die sagradische Regierung unter [[Josep Carles Otero]] berufen, wo er als [[Minister für den öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation]] u.a. das Großprojekt der Privatisierung der staatlichen Post- und Telekommunikationsbehörde [[PTT Sagradia]] vorantreiben sollte. In dieser Zeit machte er sich als energischer Vertreter eines neoliberalen Kurses einen Namen und wurde bald als Shootingstar des Kabinetts gefeiert. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gehörte Luisanto erstmals der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und wurde zum [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Otero III]] berufen. Wenig später stieg er in den nationalen Vorstand der Volkspartei sowie in die Parteiführung der Konservativen in der [[Region Bordez]] auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rasante Aufstieg Luisantos nahm im Jahr 1995 ein abruptes vorläufiges Ende, als gegen ihn Ermittlungen wegen Steuer-Unregelmäßigkeiten aufgenommen wurden, die in die Zeit als Manager der Tecnicast SA zurückreichten. Luisanto musste schließlich im September 1995 von seinem Amts als Minister zurücktreten. Die Ermittlungen gegen Luisanto wurden später aus Mangel an Beweisen eingestellt, ohne dass Luisanto jedoch den Verdacht gegen sich gänzlich hätte ausräumen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident in Bordez ===&lt;br /&gt;
Nach seinem Rücktritt und Rückzug aus der ersten Reihe der sagradischen Politik und nach der Einstellung der Ermittlungen gegen ihn begann Luisanto Ende 1996, sein Comeback in der Politik vorzubereiten und wurde mit einem sehr guten Ergebnis von über 80 Prozent erneut in die engere Parteiführung der Konservativen in Bordez gewählt. Im Frühjahr 1997 schließlich erklärte Luisanto seine Kandidatur für den Regionalrat und seine Bewerbung um das Amt des Regierungspräsidenten der Region. Seine Partei nominierte ihn schließlich als Spitzenkandidaten für die [[Regionalwahlen 1997]], wo Luisanto als Außenseiter gegen den sozialistischen Kandidaten [[Enrico Neves]] antrat, der eine rot-grüne Koalitionsregierung anführte. Gegen die seit 1985 regierenden Sozialisten stimmte Luisanto einen harten polarisierenden Wahlkampf an, in dem er auch vor persönlichen Angriffen auf seinen Kontrahenten nicht zurückscheute. Mit einer von Gegnern als populistisch kritisierten Kampagne mit harten Äußerungen gegen Ausländerkriminalität und Anfeindungen gegen das integrationspolitische Programm der Sozialisten gelang es Luisanto, den Aufstieg der rechtspopulistischen [[PSP]] in der Region vorerst aufzuhalten und von latenten Ressentiments in der Bevölkerung zu profitieren. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schließlich gelang es Luisanto entgegen dem nationalen Trend einen Sieg der Konservativen über die traditionell dominierende Linke in der von wirtschaftlichen Strukturproblemen und hoher Arbeitslosigkeit geplagten Region zu feiern. Obwohl eine von Luisanto angestrebte Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] keine eigene Mehrheit gewonnen hatte, konnte Luisanto mithilfe zweier Abweichler der rechten [[PSP]] regieren, die in der Folge aus der Partei ausgeschlossen wurden. Mit diesem Coup gegen die Sozialisten ein Jahr vor der entscheidenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] erregte Luisanto große Aufmerksamkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Parteivorsitzenden ===&lt;br /&gt;
Die Wahl zum Präsidenten der Regionalregierung von Bordez brachte Luisanto auch in seiner Partei zurück in eine Machtstellung. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem schweren Gang in die Semestiner Opposition, feierte Luisanto auch in der Partei ein Comeback und wurde schließlich in der neuen Parteiführung um [[Roberto Vidéas Braga]] zum Stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Zuvor bereits hatte er auch das Amt des Parteichefs der Volkspartei in der Region Bordez übernommen. Gegenüber dem eher unglücklich agierenden Parteichef Videas, der einen eher moderaten Oppositionskurs verfolgte, profilierte sich Luisanto als harter Gegner der Linksregierung in Semess, dessen sozialliberale Politik in Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen er scharf attackierte. Auch in der Frage einer möglichen Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten der [[PSP]] vertrat er andere Ansichten als Videas, der erfolglos versuchte, PSP-Chef [[De la Pênia]] als Persona non grata auszugrenzen, während Luisanto sich regelmäßig mit PSP-Politiker in seiner Region zu Diskussionen traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem erneuten Sieg bei den [[Regionalwahlen 2001]], bei denen Luisanto eine stabile Mehrheit für seine PP/UDS-Koalition erreichte, etablierte er sich als wichtigster Konkurrent Videas' um die Parteiführung. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wurde Luisanto als Ministerkandidat bei einem möglichen Sieg der Mitte-Rechts-Opposition gehandelt, erklärte aber im Sommer, Präsident der Region Bordez bleiben zu wollen. Intern gehörte er zu den schärfsten Kritikern des Wahlprogramms, das auf eine Wiedergewinnung der politischen Mitte, statt auf eine Annäherung an die nationale Rechte abzielte. Besonders gegen Vidéas' Erklärung, eine Koalition mit dem Rechtspopulisten [[Joán María De la Pênia]] unter keinen Umständen eingehen zu wollen, bezog Luisanto öffentlich Stellung, da er die Strategie der Ausgrenzung der Rechten als falsch ansah. Auch das von den christlichen Gewerkschaften vorgeschlagene und von der Parteiführung zunächst als „interessanten Vorschlag“ befundene Arbeitsprogramm kritisierte Luisanto als zu „altbacken“ und „ohne Inspiration“ und plädierte für eine mit Einschnitten ins soziale Netz verbundene Steuersenkungspolitik. Vielmehr setzte er sich für eine neoliberale Ausrichtung des Wahlprogramms ein, konnte sich damit aber nur in Teilen durchsetzen. Schließlich trug er das neue Wahlprogramm mit und signalisierte entgegen vorheriger Absichten eine mögliche Bereitschaft, doch in ein Kabinett Videas einzutreten, wo er als Wirtschafts- und Finanzminister gehandelt wurde. Im Wahlkampf gehörte er zu den schärfsten Kritikern der Regierungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der deutlichen Wahlniederlage des PPC bei den Kammerwahlen im September 2002 trat Parteichef Vidéas von seinem Amt zurück, woraufhin es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteiflügeln um die Nachfolge Vidéas' kam. Erwartungsgemäß kündigte Luisanto seine Kandidatur an. Mit einem wirtschaftsliberalen Programm und dem Vorhaben eines scharfen Obstruktionskurses in der Opposition führte er eine auf Polarisierung setzende Kampagne. Bei dem Parteitag der Konservativen in [[Portofín]] im Dezember 2002 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen dem vom konservativen Parteiflügel und von den Neoliberalen favorisierten Luisanto gegen den vom linken Flügel nominierten ehemaligen Sozialminister [[Umberto Salas]] und den eher die Parteimitte repräsentierenden [[Oscar Rolando Huerón]]. Nachdem er im ersten Wahlgang mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme des Parteivorsitzes durch Luisanto führte dieser die Volkspartei auf einen akzentuierten neoliberalen Kurs. Das vom Parteivorstand im Frühjahr 2003 verabschiedete wirtschafts- und sozialpolitische Programm drängte auf eine umfassende Arbeitsmarktreform, die weitere Deregulierung der Finanzmärkte sowie eine Vereinfachung des Steuersystems bei Senkung des Spitzensteuersatzes. In der eigenen Partei führte das Programm zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem linken Parteiflügel, der nach dem Rückzug Umberto Salas' aus der Parteiführung um seinen Einfluss rang und sich als parteiinterne Opposition gegen den Luisanto-Kurs positionierte. Der Machtkampf zwischen Luisanto und der Parteilinken zog sich noch bis zum Parteitag der PPC im Herbst 2003 hin, wo es schließlich zur Entscheidung zugunsten des - nur in Teilen entschärften - Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonzepts des Parteivorstands kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer konfrontativen Oppositionsstrategie versuchte Luisanto in der Folge, bei den anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen im Herbst 2006]] einen Sieg der Rechten gegen die regierende Linke zu erreichen. Bei den folgenden [[Senatswahlen 2003]] und [[Senatswahlen 2006|2006]], den [[Europawahlen 2004|Europa-]] und [[Kommunalwahlen 2004]] sowie bei den [[Regionalwahlen 2005]] setzte sich die Volkspartei schließlich als stärkste Partei vor den regierenden [[ASUL|Sozialisten]] durch. Luisantos umstrittene Strategie, in Regionen und Kommunen im Notfall auch mithilfe der rechtspopulistischen [[PSP]] zu regieren, führte dazu, dass die Volkspartei vor der entscheidenden Parlamentswahl im Herbst 2006 in 14 von 21 Regionen den Regierungspräsidenten stellen konnte., darunter in den einwohnstarken Regionen [[Sarmay]], [[Bordez]], [[Comtàid-Perín]] und in der [[Region Semestina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2005]] verzichtete Luisanto auf eine Wiederwahl als Regionalpräsident von Bordez und gab das Amt an seinen &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Joán Sellar]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der Luisanto als Oppositionsführer gegen den von der regierenden [[ASUL]] als Spitzenkandidat ins Rennen geschickten [[Santiago Diaz de Velozo]] (SDV) antreten musste, endete in einem klaren Sieg für die politische Rechte. Luisantos Volkspartei wurde mit 36 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft vor den Sozialisten, die herbe Verluste verkraften mussten. Im Wahlkampf hatte vor allem die Nominierung des parteilosen [[Jâime Serrà]] für das Amt des Wirtschafts- und Finanzministers für Aufsehen erregt, der zuvor als Manager der [[Aseregui-Gruppe]], einem der größten sagradischen Medienkonzerne, gearbeitet hatte. Von der Opposition war ihm dafür Kungelei mit den Medien sowie Vetternwirtschaft vorgeworfen, da Luisanto bis 1992 selbst dem Konzern angehört hatte. Nichtsdestotrotz hielt Luisanto an Serrà fest und verkaufte ihn als unabhängigen Spitzenmanager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Sieg nahm Luisanto Koalitionsverhandlungen mit dem Wunschpartner [[UDS]] auf. Die dabei entstandene Minderheitsregierung der rechten Mitte wurde schließlich im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] [[Joán De la Pênia]]s toleriert. Nach erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen wurde Luisanto im November 2006 von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Die Abhängigkeit der Minderheitsregierung vom Vertrauen der rechtspopulistischen PSP rief in der Öffentlichkeit großes Aufsehen hervor und führte zu harten Anklagen der politischen Linken und der linksorientierten Presse, aber auch von kritischen Parteikollegen wie dem ehemaligen Finanzminister [[António Marques Lamanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Regierungschef verfolgte Luisanto anders als angekündigt einen überraschend moderaten Kurs in der Wirtschaftspolitik. Dagegen verfolgte die Regierung - von der Rechten unter Druck gesetzt - eine deutlich verschärfte Einwanderungs- und Ausländerpolitik. Für großes Aufsehen sorgte das neue Einwanderungsgesetz, auf das sich Koalition und PSP im Frühjahr 2007 einigten und das von Sozial-, Ausländer- und Migrantenverbänden sowie von der Opposition heftig kritisiert wurde. Luisantos Parteikollege und &amp;quot;Reformminister&amp;quot; [[Traiano Atániez]] vom liberalen Flügel der Volkspartei, der bis zuletzt gegen das Gesetz gekämpft hatte, erklärte daraufhin 2007 seinen Rücktritt sowie seinen Austritt aus Fraktion und Partei. Wenig später gründete er mit weiteren Dissidenten aus dem Regierungslager die sozialliberale [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufregung erzeugte auch die Regierungsnovelle zu einem geplanten Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung, das dafür kritisiert wurde, dass es die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender erweiter und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark beschneide. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Linke Medien kritisierten daraufhin immer wieder ein wahrgenommenes Netzwerk zwischen der Regierung Luisanto und den eher konservativen Medien der [[Aseregui-Gruppe]]. Besonders Wirtschaftsminister Jaime Serrà stand immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit, bis er im Oktober 2007 schließlich nach einer privaten Affäre seinen Rücktritt bekannt geben musste. Zum Nachfolger Serràs bestimmte Luisanto den ebenfalls parteilosen Wirtschaftswissenschaftler [[Pier Francisco Cordill]]. Die Ersetzung des öffentlichkeitswirksamen Serrà durch den stillen und unauffälligen Cordill wurde allgemein als Zeichen eines neuen Kurses gedeutet. In der Tat wurde Luisanto danach nach den Aufregungen seines ersten Amtsjahres ein deutlich stärker auf Konsens gerichteter Stil konstatiert. Luisantos zwischenzeitig deutlich zurückgegangenen Zustimmungswerte in der Öffentlichkeit stiegen danach wieder stark an und erreichten um die Jahreswende 2007/2008 einen neuen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Neuwahl 2008 ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 kam es zu einer heftigen Koalitionskrise um die Zustimmung Sagradiens zum Vertrag von Lissabon. Nachdem Luisanto mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bereits eine Einigung erzielt hatte, wonach die PSP die Europapolitik der Regierung tolerieren solle, kam es in der PSP zu einem parteiinternen Machtkampf, aus dem der radikalpopulistische Flügel um De la Pênia und die neue Parteichefin [[Eleonora Sarabal]] als Sieger hervorging, der auf heftige Konfrontationskurs zur Regierungspolitik ging. Es kam zu Verhandlungen zwischen Vertretern der Volkspartei und der PSP, in der auch eine mögliche Volksabstimmung in Betracht gezogen wurde. Die Opposition sowie einige Dissidenten aus dem Regierungslager forderten in der Folge von Luisanto, sich öffentlich von der antieuropäischen PSP-Politik zu distanzieren und Neuwahlen herbeizuführen mit dem Ziel, eine Mehrheit ohne die Rechte zu erhalten. Führende Vertreter der Volkspartei lehnten dies in der Folge ab und erklärten, auch weiterhin an der Mehrheit der rechten Mitte festzuhalten. Stattdessen kam Luisanto mit De la Pênia überein, dass die Abstimmung erst stattfinden sollte, wenn das Verfassungsgericht über einen von rechten Abgeordneten eingebrachten Antrag auf Verfassungsprüfung entschieden hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge verlor Luisanto trotz nomineller Mehrheit im Parlament zwei wichtige Abstimmungen. In der Folge bat Luisanto Präsident [[António Grande Illega]] um eine Auflösung des Parlaments, was dieser zunächst verweigerte. Erst nach der schließlich geglückten Abstimmung über den Lissabon-Vertrag und nach Gesprächen mit allen im Parlament vertretenen Parteien löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]], bei denen Luisanto erneut als Spitzenkandidat seiner Partei antrat, ging die PPC erneut als stärkste Partei hervor, während die von den Neuwahlen völlig überraschten Sozialisten deutlich einbrachen. In der Folge konnte Luisanto mit einer Minderheitsregierung aus PPC und UDS und mit erneuter Unterstützung des [[PSP]] weiter regieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Luisantos zweite Ministerpräsidentschaft stand schließlich ganz unter dem Zeichen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und der europäischen Währungs- und Staatsschuldenkrise. Als eine der ersten großen Maßnahmen der Regierung im Herbst 2008 übernahm der sagradische Staat für die sagradischen Banken Garantien in Höhe von fast 300 Milliarden Euro und schoss weitere 30 Milliarden zur Rekapitalisierung bei. Dies half zwar, den sagradischen Bankensektor zu stabilisieren, vermehrte jedoch die ohnehin große Staatsschuldenlast des Landes erheblich. Hinzu kam als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise eine anhaltende Rezession. Zunächst auf ein wirtschaftsliberales Credo bauend, änderte die Regierung erst spät ihre wirtschaftspolitische Linie und erließ schließlich mit Zustimmung der Oppositionsparteien ein milliardenschweres Konjunkturprogramm, das die politische Linke bereits zuvor gefordert hatte. Damit gelang es allmählich, die Rezession relativ gut zu verkraften. Dennoch kam es zu einem Anstieg der zuvor sinkenden Arbeitslosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden europäischen Staatsschuldenkrise gehörte Sagradien trotz hoher öffentlicher Verschuldung, aber dank der eigenen wirtschaftlichen Stärke zu den relativ stabilen Ländern der Eurozone und konnte die meiste Zeit über bei den großen Agenturen ein AAA- oder zeitweise ein AA-Rating halten. Gemeinsam mit Deutschland und Frankreich versuchte Luisanto auf europäischer Ebene ein Austeritätsprogramm durchzusetzen und Krisenstaaten wie Griechenland und Spanien auf einen harten Reformkurs zu zwingen, was zu Kritik von Seiten der linken Opposition führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz erheblicher Bedenken unterstützte die Regierung Luisanto, wenn auch teils widerstrebend, die mehrfachen Garantien und Milliardenhilfen für Griechenland u.a. sowie die europäischen Stabilitätsmechanismen EFSF und ESM. Die parlamentarische Zusammenarbeit mit der populistischen und europakritischen [[PSP]] musste in dieser Frage mehrmals unterbrochen werden, doch sah PSP-Chef [[Joán De la Pênia]] von einem Misstrauensvotum gegen Luisantos Regierung ab und hielt damit grundsätzlich dem Kabinett die Treue. Aber auch innerhalb der Koalition mit der [[UDS]] kam es zu Spannungen, da große Teile der liberalen Partei die europäischen Finanzhilfen aus ordnungspolitischen und anderen Gründen ablehnten.  In wichtigen europäischen Fragen konnte Luisanto jedoch auf die Unterstützung von Teilen der Opposition zählen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus wirtschaftlichen Gründen kam es Ende 2010 zu einer Debatte um einen Ausbau fossiler Energieträger, in der sich Umweltminister [[Denísio Álvarez]] vehement gegen eine Änderung der Energielinie wehrte und zunehmend parteiintern isoliert wurde. Sein Rückzug aus allen politischen Ämtern Anfang 2011, den er mit privaten Umständen begründete, belastete schließlich auch das öffentliche Ansehen Luisantos, dem die Isolation seines wichtigsten innerparteilichen Kontrahenten angelastet wurde. Parteiintern ging Luisanto aus den Querelen aber gestärkt hervor und dominierte vor den entscheidenden [[Parlamentswahlen 2012]] seine Partei weitgehend. Dies obwohl die Konservativen seit dem Wahlsieg 2008 eine ganze Serie von Wahlniederlagen auf regionaler Ebene hatten hinnehmen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahl 2012 ===&lt;br /&gt;
Trotz der Niederlagen auf regionaler Ebene ging die [[PPC]] ohne Diskussion erneut mit Luisanto in die [[Parlamentswahl 2012]]. In Umfragen wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem regierenden Mitte-Rechts-Lager und der oppositionellen Linken unter Führung von [[ASUL]]-Generalsekretärin [[Mercé Serrat Cabarell]] vorausgesagt. Die Wahlkampferfahrungen Luisantos ließen ihn zuversichtlich in die Wahl gehen, die konservativ-liberale Minderheitsregierung fortführen zu können. Am Wahlabend landete Luisantos PPC aber nur auf dem zweiten Platz hinter den Sozialisten, die gemeinsam mit [[Verdes|Grünen]] und [[SDU|Linken]] eine Mitte-Links-Mehrheit im Parlament erzielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1984: Beamter im [[Wirtschaftsministerium]], Abteilung Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
* 1984-1986: stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Minister für den Öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation]] im [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Präsident der Regionalregierung von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 2006-2012: [[Ministerpräsident]] ([[Kabinett Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1994-1995: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: Nationaler Vorsitzender des [[Partido Popular Jovén]]&lt;br /&gt;
* 1997-2002: Parteivorsitzender der [[PPC]] [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* seit 2002: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Luisanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC|Luisanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Luisanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens|Luisanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Bordez|Luisanto]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.58.221</name></author>
		
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		<title>Miguel Luisanto</title>
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		<updated>2013-01-11T21:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.58.221: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.58.221</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Les_Verdes&amp;diff=12005</id>
		<title>Les Verdes</title>
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		<updated>2013-01-11T21:32:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.58.221: /* Die Grünen bei Wahlen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen ''Ils Verdes'', ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis [[Ecología 77]] sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien [[Verdes Celarcoes]] (''Regenbogen-Grüne'') und [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie''). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]], seither sind sie in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
=== Ecología 77 ===&lt;br /&gt;
Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. &lt;br /&gt;
Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes [[Confederación Ecología 77]] (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltschutzgruppen und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im [[Alconía|niederalkonischen]] [[Bergüel]], die im Sommer 1977 stattfanden.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den [[Regionalwahl 1978 in Escada-Bosanês|eskadischen Regionalwahlen 1978]] feiern, bei denen die grüne [[Lutte Ecologist – Lista Verde]] von [[David Osqar Letard]] ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den [[Europawahlen 1979|Europa-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahlen des Jahres 1979]] konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden [[Kommunalwahlen 1980]] reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Democrâcia Ecologista 1980 ===&lt;br /&gt;
Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]] im Jahr 1980 die Partei [[Democrâcia Ecologista]] (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebte. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die [[Democrâcia Crítica]] oder der [[Grupo Comunista Scantês]]. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Tendenzwende innerhalb der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunistischen Partei]] Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Erfolgsphase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere [[ASUL|Sozialisten]], welche die Beteiligung ihrer Partei an der [[Große Koalition|Großen Koalition]] 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des [[Partido Socialista Sagradês|PSS]] und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semestina]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in der [[Eskada]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semess]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in [[Duerez]] und [[Malesc]], 1985 auch in [[Semess]] unter der Führung von [[Flávio Osório Jimenez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdes Celarcoes (1984-1989) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] trat die ECO77 mit der ''Grünen Liste Regenbogen'' (''Lista Verde „il Celarco“'') an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei [[Verdes Celarcoes]] hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den [[Europawahlen 1984]] bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Democrâcia Crítica]] und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1985]] kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von [[Nícola Zamorra]] wurde dieses Modell 1985 als erstes in [[Alconía]] verwirklicht, wenige Wochen folgten [[Lorenzo Lacostas]] in [[Perín-Tulinesa]], [[Miguel Valente]] in [[Sarmay]] und [[Carles Espinosa]] in [[Sesín]]. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von [[Großen Koalitionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die [[Democrâcia Ecologista]] sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von [[Isabel Maier Serrán]] kandidierten erneut im Bündnis mit der [[Democrâcia Crítica]], die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Verdes ==&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;quot;Verdes&amp;quot; 1989 ===&lt;br /&gt;
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' mit einem Teil der ''Democrâcia Crítica'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen [[Partido Democrático Ecologista]] (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die linksalternative [[PSAP]], die aus dem fundamentalistischen Flügel der [[Democrâcia Crítica]] hervorgegangen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 wiederholten die Grünen ihren Erfolg von 1984 und steigerten sich auf 4,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===&lt;br /&gt;
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] etablierte sich die neue Partei auf der nationalen Ebene. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den &amp;quot;etablierten&amp;quot; Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher [[Carles Vergil]] verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die weitgehend einflusslos blieb und nach Jahren der faktischen Inaktivität 2008 in der neuen Partei [[Ils Radicales]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Stelle Vergils rückte [[David Osqar Letard]] neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] als potenzieller Regierungspartner der sagradischen Sozialisten gehandelt wurde. Nach den [[Regionalwahlen 1993]] regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. Seit 1991 regierte zudem auch in der Hauptstadt [[Semess]] wieder eine rot-grüne Koalition, in der [[Javier Carles Etxeberría]] das Amt des Vizebürgermeisters ausübte. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses [[Unitá de la Sinistra|l'Unitá]], welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod Isabel Maier Serráns im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante rot-grüne Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich [[Franca Ferrero Benítez]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligung 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1996 aus gesundheitlichen Gründen rückte der frühere Semestiner Vizebürgermeister [[Javier Carles Etxeberría]] neben Franca Ferrero an die Spitze der Partei. Mit diesem Führungsduo strebte die Partei erstmals offen unmittelbare Regierungsverantwortung an. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 7,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: [[Franca Ferrero Benítez]] wurde [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Ministerin für Umwelt und Energie]] und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. Auch Etxeberría trat als neuer [[Außenminister]] ins Kabinett ein. Daneben gehörten für die Grünen [[Francisca Abelardo Jimenez]] als [[Ministerium für Familie, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung]] und die von der Partei nominierte parteilose [[Cristina Nacil]] als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.   &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da mit Ferrero und Etxeberría beide Sprecher der Partei ins Kabinett gerückt waren, musste ein neues Führungsduo der Partei gewählt werden. Die schließlich gewählten [[Daniela Mercé Carret]] und [[Arrigo Usantís]] standen aber von Beginn an im Schatten ihrer Vorgänger, die inoffiziell weiterhin als Parteiführer agierten, was in der Partei jedoch auch zu Problemen und Widerständen führte, zumal  Javier Carles Etxeberría als Außenminister schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes aufstieg und die offizielle Parteiführung in den Schatten stellte. Franca Ferrero Benítez ging schließlich auf die Reibungsverluste zwischen Regierungs- und Parteiarbeit ein und verzichtete im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als Spitzenkandidaten etablierten sich die Grünen mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (8,7% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnten weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit [[María Nabarro Laval]] zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein und tauschte mit Franca Ferrero die Rollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 2006-2012 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 6,9 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Nach dem Wechsel Franca Ferreros nach Brüssel und dem Rückzug [[Carles Etxeberría]]s aus der ersten Reihe musste eine neue Führungsriege gefunden werden. Mit der Wahl [[María Nabarro Laval]]s zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung suchte die Partei nun in der Opposition einen Neuanfang mit jüngerem Personal und neuen Ansätzen. Unter Nabarro Laval profilierte sich die Partei als entschlossene Gegnerin der rechtspopulistisch beeinflussten Politik der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] und suchte eine Wiederannäherung an außerparlamentarische Protestgruppen wie Attac oder Greenpeace. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz Spannungen mit der unter ihrem Generalsekretär [[Santiago Diaz de Velozo]] in die Mitte gerückten [[ASUL]] traten die sagradischen Grünen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] erneut im Bündnis mit den Sozialisten an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verlor die Partei leicht an Stimmen und stellte mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die indirekt an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des [[PSP]] als glaubwürdige Alternative präsentieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Nabarro Laval versuchten die Grünen, ihre Verbindungen zu den außerparlamentarischen sozialen Bewegungen zu stärken und beteiligten sich am Projekt [[Entesa Progresista]], einem Diskussionsforum ökologischer, regionalistischer und anderer politischer Gruppierungen und NGOs, das Verbindungen zwischen der grün-linken politischen Bewegung, der Grünen Partei und Organisationen wie Green Peace oder attac. Beteiligt wurden zudem regionalistische Parteien, die mit den Grünen das Ziel einer föderalistisch organisierten ''Republik der Völker, Ethnien und Regionen'' teilen.  Bei den [[Europawahlen 2009]] traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste [[Europa Progresista i Verde]] (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die [[Escada|eskadische]] [[Acción Regionalista d'Escada|ARE]] oder die [[Aziz|azizische]] [[Entesa de la Sinistra Regionalista|Entesa]] angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenkandidatin war [[Franca Ferrero Benítez]]. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009]] erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von [[Alto Scantia]] und [[Oller]] schafften die Grünen den Einzug in jeden [[Regionalrat]]. In den einwohnerstarken Regionen [[Comtàid-Perín]], [[Bordez]] und [[Lojandía]] trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der [[Regionale Junta|regionalen Junta]] vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semestina]] (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Regierungsbeteiligung seit 2012 ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] gaben die Grünen ein Bündnis mit der [[Iniciativa Plural]] bekannt, einer politischen Initiative aus verschiedenen Umweltschutzgruppen, Bürgerrechts- und Regionalbewegungen, die sich für eine offene und pluralistische Gesellschaft, für Minderheitenschutz und gegen den Einfluss xenophober, nationalistischer und reaktionärer Gruppen wie der [[PSP]] auf die sagradische Politik ausspricht. Das Bündnis umfasste auch eine Kooperation mit der in [[Aziz]] tätigen [[Entesa de la Sinistra Regional|Entesa-Partei]] und anderer linksregionalistischer Gruppierungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach sechs Jahren in der Opposition gelang den Grünen 2012 unter [[María Nabarro Laval]] die Rückkehr in die Regierung. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] wurden die Grünen drittstärkste Kraft im Land und erreichten erstmals bei Wahlen zum Nationalparlament ein zweistelliges Ergebnis. Gemeinsam mit den [[ASUL|Sozialisten]] lösten die Grünen daraufhin die seit 2006 amtierende Rechtsregierung unter [[Ánibal Luisanto]] ab und übernahmen in der rot-grünen [[Kabinett Serrat Cabarell|Minderheitsregierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Konkurrenz der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei Demokratie und Solidarität]] änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Parlamentswahlen 2008]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miguel Ánibal Luisanto]] zu stürzen. Die Grünen bezeichnen sich selbst nicht als linksliberal, sondern bevorzugen die Bezeichnung linkslibertär (''sinistra-libertário'') oder linksradikal (''sinistra-radical'', im Sinne von freiheitlich, linksbürgerlich, bürgerrechtsliberal und laizistisch). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer &amp;quot;Coordinadora de Progresistas&amp;quot; als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat. Aus dieser Zusammenarbeit ging 2012 das Wahlbündnis der Grünen mit der öko-progressiven Bürgerbewegung [[Iniciativa Plural]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochburgen und Diasporagebiete ==&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in [[Alconía]], wo die Partei in [[Duerez]] bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in [[Malesc]] tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie [[Tulis]] oder [[Semess]] sowie in der Stammprovinz [[Escada]] sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen [[Oberscantia]] und [[Oller]] als gründe Diaspora gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die 1993 gegründete Jugendorganisation der ''Jungen Grünen – Alternative Jugend'' ([[Jovenes Verdes – Juventú Alternativa]]) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die ''Stiftung Umwelt und Demokratie'' ([[Fundación Ecología i Democracía]] / EcoDem) oder die [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas]] (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die ''Delegación Federal Administrativa'', an deren Spitze zwei gleichberechtigte Parteisprecher stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisprecher/Sekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1989-1991: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]&lt;br /&gt;
* 1991-1993: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Névito Lima]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994: [[Isabel Maier Serrán]] (†Nov. 1993) und [[David Osqar Letard]]&lt;br /&gt;
* 1994-1996: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[David Osqar Letard]] &lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[Javier Carles Etxeberría]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Daniela Mercé Carret]] und [[Arrigo Usantís]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[María Nabarro Laval]] und [[Domênco Leal Orezar]]&lt;br /&gt;
* 2002-2004: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[Domênco Leal Orezar]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: [[Francisca Abelardo Jimenez]] und [[Daniel Gris Joel]]&lt;br /&gt;
* 2006-2012: [[María Nabarro Laval]] und [[Domênco Leal Orezar]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Sofía Odell Iribarne]] und [[Mariano Rubial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grünen bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]]: 3,6 Prozent, 16 Sitze (kollektive Führung, [[Verdes Celarcoes]], zusammen mit [[Democrâcia Crítica]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]]: 5,2 Prozent, 22 Sitze (Spitzenkandidaten: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]]: 4,6 Prozent, 20 Sitze (Spitzenkandidat: [[David Osqar Letard]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]: 6,2 Prozent, 26 Sitze (Spitzenkandidaten: [[Franca Ferrero Benítez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]]: 8,0 Prozent, 34 Sitze (Spitzenkandidat: [[Javier Carles Etxeberría]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]]: 6,9 Prozent, 29 Sitze (Spitzenkandidat: [[Javier Carles Etxeberría]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]]: 6,7 Prozent, 29 Sitze (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Kammerwahl 2012]]: 10,7 Prozent, 47 Sitze (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.58.221</name></author>
		
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