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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Les Verdes</title>
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		<updated>2011-04-21T12:33:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Die Grünen bei Wahlen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen ''Ils Verdes'', ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis [[Ecología 77]] sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien [[Verdes Celarcoes]] (''Regenbogen-Grüne'') und [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie''). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]], seither sind sie in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
=== Ecología 77 ===&lt;br /&gt;
Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. &lt;br /&gt;
Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes [[Confederación Ecología 77]] (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltparteien und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im [[Alconía|niederalkonischen]] [[Bergüel]], die im Sommer 1977 stattfanden.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den [[Regionalwahl 1978 in Escada-Alto Pin|eskadischen Regionalwahlen 1978]] feiern, bei denen die grüne [[Lutte Ecologist – Lista Verde]] von [[David Osqar Letard]] ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den [[Europawahlen 1979|Europa-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahlen des Jahres 1979]] konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden [[Kommunalwahlen 1980]] reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Democrâcia Ecologista 1980 ===&lt;br /&gt;
Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]] im Jahr 1980 die Partei [[Democrâcia Ecologista]] (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebten. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die [[Força Proletária]] oder der [[Grupo Comunista Scantês]]. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.&lt;br /&gt;
Nach der Tendenzwende innerhalb der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunistischen Partei]] Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Phase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere [[ASUL|Sozialisten]], welche die Beteiligung ihrer Partei an der [[Große Koalition|Großen Koalition]] 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des [[Partido Socialista Sagradês|PSS]] und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semesce]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in [[Escada-Alto Pin]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semess]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in Duerez und [[Malesc]], 1985 auch in Semess unter der Führung von [[Flávio Jimenez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdes Celarcoes (1984-1989) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] trat die ECO77 mit der ''Grünen Liste Regenbogen'' (''Lista Verde „il Celarco“'') an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei [[Verdes Celarcoes]] hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den [[Europawahlen 1984]] bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Força Proletária]] und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1985]] kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von [[Nícola Zamorra]] wurde dieses Modell 1985 als erstes in [[Alconía]] verwirklicht, wenige Wochen folgten [[Lorenzo Lacostas]] in [[Perín-Tulinesa]], [[Miguel Valente]] in [[Sarmay]] und [[Carles Espinosa]] in [[Sesín]]. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von [[Großen Koalitionen]].&lt;br /&gt;
Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die [[Democrâcia Ecologista]] sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von [[Isabel Maier Serrán]] kandidierten erneut im Bündnis mit der [[Força Proletária]], die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Verdes ==&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;quot;Verdes&amp;quot; 1989 ===&lt;br /&gt;
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen Partido Democrático Ecologista (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die post-kommunistische [[PSAP]] [[António Fiali]]s. &lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 wiederholten die Grünen ihren Erfolg von 1984 und steigerten sich auf 4,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semesce]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===&lt;br /&gt;
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] etablierte sich die neue Partei als nationale Kraft. Eine Gemeinschaftsliste der Grünen mit der reformkommunistischen [[PSAP]] von [[António Fiali]] schaffte mit knapp fünf Prozent der Stimmen deutlich den Einzug in die Abgeordnetenkammer. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen, Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den &amp;quot;etablierten&amp;quot; Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Carles Vergil verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die weitgehend einflusslos blieb und nach Jahren der faktischen Inaktivität 2008 in der neuen Partei [[Ils Radicales]] aufging.&lt;br /&gt;
Nach dem Unfalltod [[Isabel Maier Serrán]]s 1992 setzten sich in der Partei zunehmend die Pragmatiker durch, welche eine &amp;quot;Normalisación&amp;quot; der Partei und eine Annäherung an die Sozialisten und die linke Mitte anstrebten. Dazu gehörten neben dem Regional- und Europapolitiker [[David Osqar Letard]] auch der linksintellektuelle [[Carles Etxeberría]] oder die 1994 zur Parteisprecherin gewählte [[Franca Ferrero Benítez]]. Der neue Kurs führte 1993 u.a. zum Ende der Zusammenarbeit mit der PSAP, brachte den eigenständigen Grünen aber durchschlagende Erfolge bei den [[Regionalwahlen 1993]] und den Wahlen des Jahres 1994 ein. Nach den Wahlen 1993 regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. Bei den [[Bürgermeisterwahlen in Duerez 1993]] schafften es die Grünen dank der Hilfe der Sozialisten, mit der Wahl [[Carles Etxeberría]]s erstmals in einer sagradischen Großstadt einen Bürgermeister zu stellen. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter PSAP-Mitglieder, welche der Fiali-Partei den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.&lt;br /&gt;
Die taktische Allianz zwischen Sozialisten und Grünen gipfelte 1994 in Wahlabsprachen anlässlich der [[Senatswahlen 1994|Senatswahlen]] und zur Zielsetzung einer gemeinsamen Regierungsübernahme nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]]. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante rot-grüne Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Etxeberría und die Regierungsjahre 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1996 aus gesundheitlichen Gründen rückte Etxeberría als unumstrittene Größe an die Spitze der Partei und stieg, obwohl ohne offizielles Parteiamt, zum eigentlichen Parteiführer auf. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 7,6 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie drei Ministerämter übernahmen. Spitzenkandidat [[Carles Etxeberría]] übernahm das Amt des Außenministers und wurde schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. In den sieben Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner. In der Zeit der rot-grünen Regierung etablierte sich die Partei mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (8,7% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnte weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition seit 2006 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 7,2 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Mit dem Rückzug [[Carles Etxeberría]]s von der Parteiführung kam es zu einem parteiinternen Schlagabtausch zwischen der Parteilinken und dem pragmatischen Flügel. Mit der Wahl [[María Nabarro Laval]]s zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung setzte sich klar der pragmatische Flügel durch. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 2008 traten die sagradischen Grünen erneut im Kirschbaum-Bündnis mit Sozialisten und Linksliberalen an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verloren die Grünen leicht an Stimmen und stellen mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des [[PSP]] als glaubwürdige Alternative präsentieren. Bei den [[Europawahlen 2009]] traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste [[Europa Progresista i Verde]] (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die [[Escada|eskadische]] [[Acción Regionalista d'Escada|ARE]] oder die [[Aziz|azizische]] [[Entesa de la Sinistra Regionalista|Entesa]] angehörten. Spitzenkandidatin war [[Franca Ferrero Benítez]]. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009]] erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von [[Alto Scantia]] und [[Oller]] schafften die Grünen den Einzug in jeden [[Regionalrat]]. In den einwohnerstarken Regionen [[Perín-Tulinesa]], [[Bordez]] und [[Lojandía]] trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der [[Regionale Junta|regionalen Junta]] vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semesce]] (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Gründung der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei Demokratie und Solidarität]] im Jahr 2008 änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Parlamentswahlen 2008]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miguel Ánibal Luisanto]] zu stürzen. Die Grünen bezeichnen sich selbst nicht als linksliberal, sondern bevorzugen die Bezeichnung linkslibertär (''sinistra-libertário'') oder linksradikal (''sinistra-radical'', im Sinne von freiheitlich, linksbürgerlich, bürgerrechtsliberal und laizistisch). &lt;br /&gt;
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten. Außerdem teilt die Partei mit der neuen Partei [[ils Radicales]] ihre postmaterialistischen, pro-europäischen, kulturpolitischen und ökologischen Grundsätze. &lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer &amp;quot;Coordinadora de Progresistas&amp;quot; als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochburgen und Diasporagebiete ==&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in [[Alconía]], wo die Partei in [[Duerez]] bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in [[Malesc]] tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie [[Tulis]] oder [[Semess]] sowie in der Stammprovinz [[Escada]] sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen [[Oberscantia]] und [[Oller]] als gründe Diaspora gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die 1993 gegründete Jugendorganisation der ''Jungen Grünen – Alternative Jugend'' ([[Jovenes Verdes – Juventú Alternativa]]) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die ''Stiftung Umwelt und Demokratie'' ([[Fundación Ecología i Democracía]] / EcoDem) oder die [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas]] (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die ''Delegación Federal Administrativa'', an deren Spitze zwei Sekretäre stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grünen bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 3,6 Prozent, 16 Sitze ([[Verdes Celarcoes]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 5,6 Prozent, 24 Sitze (zusammen mit [[PSAP]])   &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]] (Spitzenkandidat: [[David Osqar Letard]]): 4,2 Prozent, 18 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 8,7 Prozent, 37 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]] (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]): 6,7 Prozent, 29 Sitze&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Les_Verdes&amp;diff=4181</id>
		<title>Les Verdes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Erneut in der Opposition seit 2006 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen ''Ils Verdes'', ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis [[Ecología 77]] sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien [[Verdes Celarcoes]] (''Regenbogen-Grüne'') und [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie''). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]], seither sind sie in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
=== Ecología 77 ===&lt;br /&gt;
Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. &lt;br /&gt;
Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes [[Confederación Ecología 77]] (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltparteien und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im [[Alconía|niederalkonischen]] [[Bergüel]], die im Sommer 1977 stattfanden.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den [[Regionalwahl 1978 in Escada-Alto Pin|eskadischen Regionalwahlen 1978]] feiern, bei denen die grüne [[Lutte Ecologist – Lista Verde]] von [[David Osqar Letard]] ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den [[Europawahlen 1979|Europa-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahlen des Jahres 1979]] konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden [[Kommunalwahlen 1980]] reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Democrâcia Ecologista 1980 ===&lt;br /&gt;
Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]] im Jahr 1980 die Partei [[Democrâcia Ecologista]] (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebten. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die [[Força Proletária]] oder der [[Grupo Comunista Scantês]]. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.&lt;br /&gt;
Nach der Tendenzwende innerhalb der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunistischen Partei]] Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Phase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere [[ASUL|Sozialisten]], welche die Beteiligung ihrer Partei an der [[Große Koalition|Großen Koalition]] 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des [[Partido Socialista Sagradês|PSS]] und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semesce]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in [[Escada-Alto Pin]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semess]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in Duerez und [[Malesc]], 1985 auch in Semess unter der Führung von [[Flávio Jimenez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdes Celarcoes (1984-1989) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] trat die ECO77 mit der ''Grünen Liste Regenbogen'' (''Lista Verde „il Celarco“'') an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei [[Verdes Celarcoes]] hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den [[Europawahlen 1984]] bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Força Proletária]] und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1985]] kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von [[Nícola Zamorra]] wurde dieses Modell 1985 als erstes in [[Alconía]] verwirklicht, wenige Wochen folgten [[Lorenzo Lacostas]] in [[Perín-Tulinesa]], [[Miguel Valente]] in [[Sarmay]] und [[Carles Espinosa]] in [[Sesín]]. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von [[Großen Koalitionen]].&lt;br /&gt;
Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die [[Democrâcia Ecologista]] sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von [[Isabel Maier Serrán]] kandidierten erneut im Bündnis mit der [[Força Proletária]], die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Verdes ==&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;quot;Verdes&amp;quot; 1989 ===&lt;br /&gt;
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen Partido Democrático Ecologista (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die post-kommunistische [[PSAP]] [[António Fiali]]s. &lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 wiederholten die Grünen ihren Erfolg von 1984 und steigerten sich auf 4,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semesce]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===&lt;br /&gt;
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] etablierte sich die neue Partei als nationale Kraft. Eine Gemeinschaftsliste der Grünen mit der reformkommunistischen [[PSAP]] von [[António Fiali]] schaffte mit knapp fünf Prozent der Stimmen deutlich den Einzug in die Abgeordnetenkammer. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen, Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den &amp;quot;etablierten&amp;quot; Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Carles Vergil verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die weitgehend einflusslos blieb und nach Jahren der faktischen Inaktivität 2008 in der neuen Partei [[Ils Radicales]] aufging.&lt;br /&gt;
Nach dem Unfalltod [[Isabel Maier Serrán]]s 1992 setzten sich in der Partei zunehmend die Pragmatiker durch, welche eine &amp;quot;Normalisación&amp;quot; der Partei und eine Annäherung an die Sozialisten und die linke Mitte anstrebten. Dazu gehörten neben dem Regional- und Europapolitiker [[David Osqar Letard]] auch der linksintellektuelle [[Carles Etxeberría]] oder die 1994 zur Parteisprecherin gewählte [[Franca Ferrero Benítez]]. Der neue Kurs führte 1993 u.a. zum Ende der Zusammenarbeit mit der PSAP, brachte den eigenständigen Grünen aber durchschlagende Erfolge bei den [[Regionalwahlen 1993]] und den Wahlen des Jahres 1994 ein. Nach den Wahlen 1993 regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. Bei den [[Bürgermeisterwahlen in Duerez 1993]] schafften es die Grünen dank der Hilfe der Sozialisten, mit der Wahl [[Carles Etxeberría]]s erstmals in einer sagradischen Großstadt einen Bürgermeister zu stellen. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter PSAP-Mitglieder, welche der Fiali-Partei den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.&lt;br /&gt;
Die taktische Allianz zwischen Sozialisten und Grünen gipfelte 1994 in Wahlabsprachen anlässlich der [[Senatswahlen 1994|Senatswahlen]] und zur Zielsetzung einer gemeinsamen Regierungsübernahme nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]]. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante rot-grüne Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Etxeberría und die Regierungsjahre 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1996 aus gesundheitlichen Gründen rückte Etxeberría als unumstrittene Größe an die Spitze der Partei und stieg, obwohl ohne offizielles Parteiamt, zum eigentlichen Parteiführer auf. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 7,6 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie drei Ministerämter übernahmen. Spitzenkandidat [[Carles Etxeberría]] übernahm das Amt des Außenministers und wurde schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. In den sieben Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner. In der Zeit der rot-grünen Regierung etablierte sich die Partei mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (8,7% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnte weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition seit 2006 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 7,2 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Mit dem Rückzug [[Carles Etxeberría]]s von der Parteiführung kam es zu einem parteiinternen Schlagabtausch zwischen der Parteilinken und dem pragmatischen Flügel. Mit der Wahl [[María Nabarro Laval]]s zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung setzte sich klar der pragmatische Flügel durch. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 2008 traten die sagradischen Grünen erneut im Kirschbaum-Bündnis mit Sozialisten und Linksliberalen an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verloren die Grünen leicht an Stimmen und stellen mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des [[PSP]] als glaubwürdige Alternative präsentieren. Bei den [[Europawahlen 2009]] traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste [[Europa Progresista i Verde]] (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die [[Escada|eskadische]] [[Acción Regionalista d'Escada|ARE]] oder die [[Aziz|azizische]] [[Entesa de la Sinistra Regionalista|Entesa]] angehörten. Spitzenkandidatin war [[Franca Ferrero Benítez]]. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009]] erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von [[Alto Scantia]] und [[Oller]] schafften die Grünen den Einzug in jeden [[Regionalrat]]. In den einwohnerstarken Regionen [[Perín-Tulinesa]], [[Bordez]] und [[Lojandía]] trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der [[Regionale Junta|regionalen Junta]] vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semesce]] (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Gründung der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei Demokratie und Solidarität]] im Jahr 2008 änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Parlamentswahlen 2008]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miguel Ánibal Luisanto]] zu stürzen. Die Grünen bezeichnen sich selbst nicht als linksliberal, sondern bevorzugen die Bezeichnung linkslibertär (''sinistra-libertário'') oder linksradikal (''sinistra-radical'', im Sinne von freiheitlich, linksbürgerlich, bürgerrechtsliberal und laizistisch). &lt;br /&gt;
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten. Außerdem teilt die Partei mit der neuen Partei [[ils Radicales]] ihre postmaterialistischen, pro-europäischen, kulturpolitischen und ökologischen Grundsätze. &lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer &amp;quot;Coordinadora de Progresistas&amp;quot; als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochburgen und Diasporagebiete ==&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in [[Alconía]], wo die Partei in [[Duerez]] bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in [[Malesc]] tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie [[Tulis]] oder [[Semess]] sowie in der Stammprovinz [[Escada]] sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen [[Oberscantia]] und [[Oller]] als gründe Diaspora gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die 1993 gegründete Jugendorganisation der ''Jungen Grünen – Alternative Jugend'' ([[Jovenes Verdes – Juventú Alternativa]]) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die ''Stiftung Umwelt und Demokratie'' ([[Fundación Ecología i Democracía]] / EcoDem) oder die [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas]] (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die ''Delegación Federal Administrativa'', an deren Spitze zwei Sekretäre stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grünen bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 3,6 Prozent, 16 Sitze ([[Verdes Celarcoes]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 5,6 Prozent, 24 Sitze (zusammen mit [[PSAP]])   &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]] (Spitzenkandidat: [[David Osqar Letard]]): 4,2 Prozent, 18 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 8,7 Prozent, 37 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]] (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]): 6,5 Prozent, 28 Sitze&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Les_Verdes&amp;diff=4180</id>
		<title>Les Verdes</title>
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		<updated>2011-04-21T12:32:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Erneut in der Opposition seit 2006 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen ''Ils Verdes'', ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis [[Ecología 77]] sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien [[Verdes Celarcoes]] (''Regenbogen-Grüne'') und [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie''). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]], seither sind sie in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
=== Ecología 77 ===&lt;br /&gt;
Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. &lt;br /&gt;
Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes [[Confederación Ecología 77]] (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltparteien und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im [[Alconía|niederalkonischen]] [[Bergüel]], die im Sommer 1977 stattfanden.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den [[Regionalwahl 1978 in Escada-Alto Pin|eskadischen Regionalwahlen 1978]] feiern, bei denen die grüne [[Lutte Ecologist – Lista Verde]] von [[David Osqar Letard]] ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den [[Europawahlen 1979|Europa-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahlen des Jahres 1979]] konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden [[Kommunalwahlen 1980]] reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Democrâcia Ecologista 1980 ===&lt;br /&gt;
Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]] im Jahr 1980 die Partei [[Democrâcia Ecologista]] (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebten. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die [[Força Proletária]] oder der [[Grupo Comunista Scantês]]. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.&lt;br /&gt;
Nach der Tendenzwende innerhalb der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunistischen Partei]] Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Phase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere [[ASUL|Sozialisten]], welche die Beteiligung ihrer Partei an der [[Große Koalition|Großen Koalition]] 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des [[Partido Socialista Sagradês|PSS]] und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semesce]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in [[Escada-Alto Pin]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semess]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in Duerez und [[Malesc]], 1985 auch in Semess unter der Führung von [[Flávio Jimenez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdes Celarcoes (1984-1989) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] trat die ECO77 mit der ''Grünen Liste Regenbogen'' (''Lista Verde „il Celarco“'') an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei [[Verdes Celarcoes]] hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den [[Europawahlen 1984]] bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Força Proletária]] und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1985]] kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von [[Nícola Zamorra]] wurde dieses Modell 1985 als erstes in [[Alconía]] verwirklicht, wenige Wochen folgten [[Lorenzo Lacostas]] in [[Perín-Tulinesa]], [[Miguel Valente]] in [[Sarmay]] und [[Carles Espinosa]] in [[Sesín]]. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von [[Großen Koalitionen]].&lt;br /&gt;
Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die [[Democrâcia Ecologista]] sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von [[Isabel Maier Serrán]] kandidierten erneut im Bündnis mit der [[Força Proletária]], die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Verdes ==&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;quot;Verdes&amp;quot; 1989 ===&lt;br /&gt;
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen Partido Democrático Ecologista (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die post-kommunistische [[PSAP]] [[António Fiali]]s. &lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 wiederholten die Grünen ihren Erfolg von 1984 und steigerten sich auf 4,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semesce]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===&lt;br /&gt;
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] etablierte sich die neue Partei als nationale Kraft. Eine Gemeinschaftsliste der Grünen mit der reformkommunistischen [[PSAP]] von [[António Fiali]] schaffte mit knapp fünf Prozent der Stimmen deutlich den Einzug in die Abgeordnetenkammer. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen, Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den &amp;quot;etablierten&amp;quot; Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Carles Vergil verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die weitgehend einflusslos blieb und nach Jahren der faktischen Inaktivität 2008 in der neuen Partei [[Ils Radicales]] aufging.&lt;br /&gt;
Nach dem Unfalltod [[Isabel Maier Serrán]]s 1992 setzten sich in der Partei zunehmend die Pragmatiker durch, welche eine &amp;quot;Normalisación&amp;quot; der Partei und eine Annäherung an die Sozialisten und die linke Mitte anstrebten. Dazu gehörten neben dem Regional- und Europapolitiker [[David Osqar Letard]] auch der linksintellektuelle [[Carles Etxeberría]] oder die 1994 zur Parteisprecherin gewählte [[Franca Ferrero Benítez]]. Der neue Kurs führte 1993 u.a. zum Ende der Zusammenarbeit mit der PSAP, brachte den eigenständigen Grünen aber durchschlagende Erfolge bei den [[Regionalwahlen 1993]] und den Wahlen des Jahres 1994 ein. Nach den Wahlen 1993 regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. Bei den [[Bürgermeisterwahlen in Duerez 1993]] schafften es die Grünen dank der Hilfe der Sozialisten, mit der Wahl [[Carles Etxeberría]]s erstmals in einer sagradischen Großstadt einen Bürgermeister zu stellen. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter PSAP-Mitglieder, welche der Fiali-Partei den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.&lt;br /&gt;
Die taktische Allianz zwischen Sozialisten und Grünen gipfelte 1994 in Wahlabsprachen anlässlich der [[Senatswahlen 1994|Senatswahlen]] und zur Zielsetzung einer gemeinsamen Regierungsübernahme nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]]. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante rot-grüne Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Etxeberría und die Regierungsjahre 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1996 aus gesundheitlichen Gründen rückte Etxeberría als unumstrittene Größe an die Spitze der Partei und stieg, obwohl ohne offizielles Parteiamt, zum eigentlichen Parteiführer auf. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 7,6 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie drei Ministerämter übernahmen. Spitzenkandidat [[Carles Etxeberría]] übernahm das Amt des Außenministers und wurde schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. In den sieben Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner. In der Zeit der rot-grünen Regierung etablierte sich die Partei mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (8,7% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnte weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition seit 2006 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 7,2 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Mit dem Rückzug [[Carles Etxeberría]]s von der Parteiführung kam es zu einem parteiinternen Schlagabtausch zwischen der Parteilinken und dem pragmatischen Flügel. Mit der Wahl [[María Nabarro Laval]]s zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung setzte sich klar der pragmatische Flügel durch. &lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 2008 traten die sagradischen Grünen erneut im Kirschbaum-Bündnis mit Sozialisten und Linksliberalen an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verloren die Grünen leicht an Stimmen und stellen mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Stimmen kostete sie wohl vor allem das starke Abschneiden der linksliberal-regionalistischen Wahlallianz [[Democrâcia i Solidaritá - Progresistas per la Pluralitá|Demokratie und Solidarität]], das in der Wählerklientel der Grünen konkurrierte. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des [[PSP]] als glaubwürdige Alternative präsentieren. Bei den [[Europawahlen 2009]] traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste [[Europa Progresista i Verde]] (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die [[Escada|eskadische]] [[Acción Regionalista d'Escada|ARE]] oder die [[Aziz|azizische]] [[Entesa de la Sinistra Regionalista|Entesa]] angehörten. Spitzenkandidatin war [[Franca Ferrero Benítez]]. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009]] erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von [[Alto Scantia]] und [[Oller]] schafften die Grünen den Einzug in jeden [[Regionalrat]]. In den einwohnerstarken Regionen [[Perín-Tulinesa]], [[Bordez]] und [[Lojandía]] trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der [[Regionale Junta|regionalen Junta]] vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semesce]] (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Gründung der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei Demokratie und Solidarität]] im Jahr 2008 änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Parlamentswahlen 2008]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miguel Ánibal Luisanto]] zu stürzen. Die Grünen bezeichnen sich selbst nicht als linksliberal, sondern bevorzugen die Bezeichnung linkslibertär (''sinistra-libertário'') oder linksradikal (''sinistra-radical'', im Sinne von freiheitlich, linksbürgerlich, bürgerrechtsliberal und laizistisch). &lt;br /&gt;
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten. Außerdem teilt die Partei mit der neuen Partei [[ils Radicales]] ihre postmaterialistischen, pro-europäischen, kulturpolitischen und ökologischen Grundsätze. &lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer &amp;quot;Coordinadora de Progresistas&amp;quot; als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochburgen und Diasporagebiete ==&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in [[Alconía]], wo die Partei in [[Duerez]] bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in [[Malesc]] tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie [[Tulis]] oder [[Semess]] sowie in der Stammprovinz [[Escada]] sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen [[Oberscantia]] und [[Oller]] als gründe Diaspora gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die 1993 gegründete Jugendorganisation der ''Jungen Grünen – Alternative Jugend'' ([[Jovenes Verdes – Juventú Alternativa]]) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die ''Stiftung Umwelt und Demokratie'' ([[Fundación Ecología i Democracía]] / EcoDem) oder die [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas]] (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die ''Delegación Federal Administrativa'', an deren Spitze zwei Sekretäre stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grünen bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 3,6 Prozent, 16 Sitze ([[Verdes Celarcoes]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] (Spitzenkandidatin: [[Isabel Maier Serrán]]): 5,6 Prozent, 24 Sitze (zusammen mit [[PSAP]])   &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]] (Spitzenkandidat: [[David Osqar Letard]]): 4,2 Prozent, 18 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 8,7 Prozent, 37 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] (Spitzenkandidat: [[Carles Etxeberría]]): 7,2 Prozent, 30 Sitze&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]] (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]): 6,5 Prozent, 28 Sitze&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=4179</id>
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		<updated>2011-04-21T12:31:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Parteiorganisation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch pber zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2011-04-21T12:31:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Entwicklungen seit 2008 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch pber zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=4177</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2011-04-21T12:29:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Gründung der d/s als NGO und als Partei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch pber zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
In der neuen Abgeordnetenkammer nahmen die Abgeordneten der Demokratie und Solidarität in der Opposition gegen die neue [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] Platz. Die Vertreter von Entesa und ARE schlossen sich als assoziierte Mitglieder der neuen Fraktion ''Demokratie und Solidarität - die Radikalen'' an, die aus 13 Mitgliedern besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europwahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge rutschte die Partei in Umfragen sogar auf etwa ein Prozent der Stimmen ab, sodass bereits über ein Ende der Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
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		<title>Radicales</title>
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		<updated>2011-04-21T12:27:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Gründung der d/s als NGO und als Partei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 20 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft hinter der FNA. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
In der neuen Abgeordnetenkammer nahmen die Abgeordneten der Demokratie und Solidarität in der Opposition gegen die neue [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] Platz. Die Vertreter von Entesa und ARE schlossen sich als assoziierte Mitglieder der neuen Fraktion ''Demokratie und Solidarität - die Radikalen'' an, die aus 13 Mitgliedern besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europwahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge rutschte die Partei in Umfragen sogar auf etwa ein Prozent der Stimmen ab, sodass bereits über ein Ende der Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadina Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.42.102</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liberales&amp;diff=4175</id>
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		<updated>2011-04-21T12:25:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.42.102: /* Zurück in der Regierung (Seit 2006) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''', deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'') ist eine bürgerlich-liberale Partei in [[Sagradien]]. Die UDS wurde 1961 als Partei gegründet und ging aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Partido Liberal Democrático]] (PLD), dem nationalliberalen [[Partido Nacional Democrático]] (PND) sowie der sozialliberalen [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partido Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PP-CSD]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Nach der zunehmenden Erosion und dem unaufhaltsamen Zerfall des rechtsliberalen und konservativen [[Movimiento Popular Democrático]] (MPD) vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] und dem Anschluss der konservativen Komponente an die [[PCC|Christdemokraten]] in der neuen [[Convergência Social Democrática]] (CSD) war der liberale Flügel zurückgeblieben, der sich im [[Partido Liberal Democrático]] organisierte. Bereits zuvor hatte sich der stärker national ausgerichtete [[Partido Nacional Democrático]] (PND) aus dem MPD gelöst. Beide Parteien konkurrierten bei den Kammerwahlen 1950 weitgehend erfolglos um die gleiche Wählerklientel der verbliebenen säkular ausgerichteten alten Mittelschicht und des gehobenen Bürgertums, das die Wahl einer konfessionell beeinflussten Partei ablehnte. Gleichzeitig entfernte sich auch die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) als konservative Abspaltung der [[Partido Radical|Radikalen Partei]] von der Linken, betonte stärker marktwirtschaftliche Elemente und konkurrierte im Lager der nicht-katholischen bürgerlichen Mittelschichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz aus dieser gegenseitigen Konkurrenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PP-CSD|Konservativen]] und [[PSD|Sozialdemokraten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der CSD. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der CSD als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen UDR-Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung 1961 und Opposition 1962/63 ===&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende UDR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche PLD, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der CSD verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus CSD und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die CSD sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten CSD-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Koalition und Spaltungen (1964-1967) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL), die wenig später im CSD aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Wirtschaftsminister [[Miguel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez’ kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende CSD klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die rechte Mitte und Zeit in der Opposition (1967-1976) ===  &lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PP-CSD ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PP-CSD und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[PFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PP-CSD und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 6,9 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der CSD in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miguel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PP-CSD lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PP-CSD von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Mitte“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, was mittelfristig zu einem Strategiewechsel führte. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Kammerwahlen im Dezember 1976]] ließ sich Estrubal auf keine Koalition mit den Konservativen mehr festlegen und schloss eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten nicht aus. Bereits zuvor hatten die Liberalen die sozialistische Minderheitsregierung unter Joán Caval teilweise unterstützt. Damit knüpfte Estrubal an die Strategie der frühen Sechziger Jahre an und präsentierte die UDS als unabhängige Kraft der Mitte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ASUL/UDS-Koalition und erneute Opposition (1976-1982) ===&lt;br /&gt;
Der neue Kurs wurde vom Wähler honoriert. Mit mehr als zehn Prozent der Stimmen wurde die UDS wieder zweistellig. Da die Konservativen unter [[Santo De la Nada]] aber kaum zulegen konnten und klar hinter den Sozialisten zurückblieben, wurde die von der PP-CSD und der Mehrheit der UDS angestrebte bürgerliche Mehrheit verfehlt. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die schließlich im Frühjahr 1977 zu einem Abschluss kamen. Im April 1976 wurde Estrubal zum Außenminister in einem Mitte-Links-Kabinett unter Joán Caval vereidigt. Die neue Koalition bewegte sich von Beginn an in einem gespannten Klima, da die Koalitionsparteien in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen weit auseinanderlagen. Zudem wurde die Regierung in Zeiten des wachsenden linken Terrors und der wirtschaftlichen Krisenlage zunehmend als Krisenkoalition wahrgenommen, auch innerhalb der beiden Regierungsparteien, die dem Zweckbündnis wie bereits 1964-1967 keinerlei Eigenwert zuschreiben konnten. Nach mehreren Koalitionskrisen im Jahr 1978 war das Bündnis bereits Ende des Jahres am Ende angekommen, hatten sich die Gemeinsamkeiten aufgebraucht. Unter dem Druck der Parteirechten in der UDS, die auf das wirtschaftsliberale Programm pochten, erklärte Estrubal die Koalition nach einem heftigen Streit um den Haushalt für das Folgejahr am Jahreswechsel 1978/79 für beendet. Am 2. Januar 1979 entließ Joán Caval die unionsdemokratischen Minister und bildete ein sozialistisches Rumpfkabinett mit dem Ziel, sich von den Kommunisten tolerieren zu lassen. Diese bestanden jedoch auf Neuwahlen und votierten bei der gestellten Vertrauensfrage wenige Tage später gegen die Regierung Caval, sodass Präsident [[Iacovo Del Pérez]] die Abgeordnetenkammer auflöste und Neuwahlen ausschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchte im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 7,2 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Die Zusammenarbeit mit den Sozialisten war von einem Großteil der Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PP-CSD unter [[Santo De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende, die sich bereits vor 1979 abgezeichnet und das Koalitionsklima belastet hatte, durch die Koalition mit den Sozialisten aber überdeckt worden war. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PP-CSD in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1992) === &lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Santo Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PP-CSD/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PP-CSD ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PP-CSD auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PP-CSD hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PP-CSD war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PP-CSD zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger [[Angel Ribero]] der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den [[Europawahlen 1989]] und [[Europawahlen 1994|1994]] als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998) ===&lt;br /&gt;
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern und die Partei nach dem Rücktritt Lorenzo Estrubal’ als Außenminister im Jahr 1992 in eine anhaltende Krise stürzen. Grund dieser Entwicklung waren zunächst einmal externe Faktoren wie die Entwicklungen innerhalb der sagradischen Linken, die zu einer allmählichen Ablösung der PCS durch die Grüne als potenzielle Partner der ASUL in einer möglichen Linksregierung führten. Seit der Etablierung einer sozialistisch-grünen Oppositionallianz vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] drohte die UDS ihre Rolle als „pivotal party“ zu verlieren und auf die Rolle des getreuen Juniorpartners an der Seite des dominanten Koalitionpartners festgelegt zu werden. &lt;br /&gt;
Zudem gelang es Estrubal’ Nachfolgern [[Mário Bahamonte]] und [[Vitor António Anghés]] kaum noch, sich gegenüber den Konservativen abzusetzen und eigene Inhalte zu transportieren, erstrecht nachdem die großen Liberalisierungen der Achtziger und frühen Neunziger Jahre abgeschlossen waren. Die Einengung der UDS auf eine wirtschaftsliberale Politik hatte sie auf dem bürgerrechtsliberalen Auge blind gemacht, daher gelang es nun zunehmend der rot-grünen Opposition sich als progressive Kraft für zivile Reformen stark zu machen, welche die UDS hinter einer mittelständischen und wirtschaftsnahen Klientelpolitik hintanstellte und damit aufstaute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlen des Jahres 1994 verbargen diesen aufgestauten Reformdrang noch einmal und stärkten der nicht unumstrittenen neuen Parteiführung um Mário Bahamonte und Vítor António Anghés den Rücken. Wenige Wochen vor den Wahlen hatten Umfragen für die Liberalen noch einen Wähleranteil von nur 7 Prozent prognostiziert, doch gelang es der UDS im Wahlkampfendspurt, das Gespenst einer rot-grünen Linkskoalition an die Wand zu malen und sich als „Partei der Vernunft“ zu präsentieren, die in der Koalition auf Reformen drängen wolle. Besonders die Bestrebungen der Grünen, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen, sodass ein Weiterregieren in der Mitte-Rechts-Koalition möglich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef Anghés, wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gang in die Opposition (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,6 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PP-CSD wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PP-CSD bzw. gleichauf mit der PP-CSD verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PP-CSD unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die [[Europawahlen 1999]] endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei [[Benita Hubner]] zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubal’, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PP-CSD ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PP-CSD, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die [[Regionalwahlen 2001]] bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PP-CSD zurückgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ korrespondierte mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Penias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PP-CSD, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PP-CSD-Chef [[Miguel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PP-CSD, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PP-CSD einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos eines Ánibal Luisanto geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (Seit 2006) ===&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 4,8 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, wurde die Koalition mit der rechtspopulistischen PSP in einer [[Viererkoalition]] (mit PP-CSD und CCD) zu keinem großen Diskussionsthema mehr. Ziel der UDS in der neuen Regierung war es, die Rechten an die Wand zu spielen und in der Regierungszusammenarbeit zu entzaubern. Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez, Lorenzo Estrubal und Vítor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum neuen Innenminister De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PP-CSD unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu Keimzellen für neue Parteigründungen. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf. Zwei der vier so genannten „Evangelisten“ schlossen sich danach der neuen linksliberalen Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] an, die damit versuchten, außerhalb der UDS und in unmittelbarer Konkurrenz zu dieser eine neue bürgerrechtsliberale Partei zu etablieren. Daneben gründete sich mit der zentristischen [[UDC]] aus Reihen des sozialliberalen Volkspartei-Flügels eine weitere Konkurrenzpartei in der Mitte des politischen Spektrums, die sich zur linken Opposition gesellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto im Frühjahr 2008 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor und nach den Rechtspopulisten De la Pênias auch die Christdemokraten des CCD aus der Regierung ausgetreten waren, blieb die UDS als einzige Partei der Viererkoalition geschlossen an der Seite des PP-CSD. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2008 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PP-CSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2008]] ging die UDS unter Orrieva mit 4,0 Prozent der Stimmen geschwächt hervor und konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde damit nur knapp verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Die neue bürgerliche Koalition umfasste Luisantos Volkspartei inklusive einiger PSP-Abweichler und Bremante sowie die UDS. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung nachwievor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PP-CSD schwach und ihre politischen Aussichten düster. In der neuen Regierung übernahm Orrieva das Handels- und Industrieministerium, Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug stellte die UDS künftig die Beauftragte der Regierung für Bürgerrechte und Gleichstellung. Damit hatte die UDS die besten organisatorischen Voraussetzungen, sich innerhalb der neuen Koalition ohne das unmittelbare Gegengewicht der Rechtspopulisten stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 2009 sollte angesichts der zwiespältigen Wahlergebnisse 2008 – Regierungsbeteiligung trotz Rekordtief – über die Zukunft der Partei und ihres Vorsitzenden Orrieva entscheiden. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] in [[Oller]], [[Region Óstino|Ostino]] und [[Lojandía]] im Frühjahr 2009 enttäuschten die UDS-Ergebnisse erneut. Während die Union in Lojandía mit 3 Prozent und 3 Sitzen nur knapp den Einzug ins zukünftig links dominierte Parlament schaffte, verfehlte man in der Region Óstino mit 2,5 Prozent der Stimmen die 3-Prozent-Hürde. In Oller trat die traditionell schwache Partei im Bündnis mit dem PP-CSD an und hatte damit schon im vorhinein auf Nummer Sicher gesetzt, ein Modell, das nun auch für die Hauptrunde der Regionalwahlen im Herbst diskutiert wurde. Bei den [[Europawahlen 2009]] entfielen auf die UDS 3,5 Prozent der Stimmen, zusammen mit 1999 das schwächste Abschneiden der Partei auf überregionaler Ebene. Luca Orrieva geriet angesichts dieser Ergebnisse immer stärker unter Druck. Im Herbst gelang es der UDS zwar, in alle neu besetzten Regionalräte außer [[Perín-Tulinêsa]] einzuziehen, in [[Alto Scantia]], [[Bordez]] und [[Ligre-Scantia]] gelang dies aber nur durch die Gemeinschaftsliste mit den Konservativen. Die ehemaligen Hochburgen im Süden [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] brachten mit 7 bzw. 8 Sitzen zwar noch die besten Ergebnisse, jedoch musste dort einiges an Stimmenanteile an die neue Konkurrenz der Zentrumsunion (CU) abgegeben werden, die in beiden Regionen über 10 Prozent der Stimmen kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semesce]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PP-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Obwohl die wirtschafts- und bürgerrechtsliberale Ausrichtung traditionell der dominierende Faktor der Partei ist und die UDS zu den Gründerparteien der Europäischen Liberalen Partei gehört, zieht die UDS es seit geraumer Zeit vor, sich als bürgerlich, demokratisch oder bisweilen zentristisch zu bezeichnen und benutzt das Verb &amp;quot;liberal&amp;quot; nur selten oder nur in kombination mit den Begriffen &amp;quot;republikanisch&amp;quot; oder &amp;quot;bürgerlich&amp;quot;, was vor allem daran liegt, dass mit dem Begriff „liberal“ in Sagradien eher die konservativ-liberale, großbürgerliche Ausrichtung in Abgrenzung zur bürgerrechtsliberalen, mittelständischen Ausrichtung der „Republikaner“ bzw. „Radikalen“ assoziiert wird und der Begriff „liberal“ damit nur auf einen Teil der UDS in der Tradition des früheren PLD zutrifft. Auch Politikwissenschaftler benutzen bisweilen den Begriff zentristisch, obwohl die Partei durchaus liberale Positionen vertritt und auf einem unidimensionalen sozio-ökonomisch definierten Links-Rechts-Spektrum deutlich auf der Rechten zu verordnen ist. Dies liegt vor allem daran, dass die UDS mehrmals, wenn auch jeweils nur für drei oder vier Jahre an Koalitionen mit den Sozialdemokraten teilnahm und damit bis in die Neunziger Jahre hinein als potenzieller Koalitionspartner sowohl der Linken als auch der Rechten angesehen wurde. Einzelne Versuche, das Schlagwort &amp;quot;liberal&amp;quot; stärker in Position zu bringen und als Bezeichnung für die Unionsdemokraten zu vereinnahmen, blieben bisher nur Episoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS heißt [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als Jovenes Democráticoes auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2001: [[Vítor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* Seit 2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: [[Mário Costa]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* Seit 2008: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionsvorsitzende der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez]] (UD/UDR)&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]] (UD/PLS)&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Miguel Micú]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Vítor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* Seit 2007: [[José Luis Deán]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Wahlergebnis 2008&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
! Kurzbezeichnung&lt;br /&gt;
! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular - Convergência Social Democrática]] (Konservative)&lt;br /&gt;
| '''PP-CSD'''&lt;br /&gt;
| 35,6 %&lt;br /&gt;
| 154&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (Liberale)&lt;br /&gt;
| '''UDS'''&lt;br /&gt;
| 4,0 %&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (Rechtspopulisten)&lt;br /&gt;
| '''PSP'''&lt;br /&gt;
| 10,9 %&lt;br /&gt;
| 47&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| '''Mitte-Rechts''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''50,5 %'''&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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| [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (Sozialdemokraten)&lt;br /&gt;
| '''ASUL''' &lt;br /&gt;
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|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
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| [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] (Linksliberale)&lt;br /&gt;
| '''D/S'''&lt;br /&gt;
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|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| '''Mitte-Links''' ([[Il Cerezo]])&lt;br /&gt;
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| [[Cientro Cristiano Democrático]] / [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (Zentristen)&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[Acción Sagradêsa - Partido Nacional la Flama]] (Rechtsextreme)&lt;br /&gt;
| '''ACCIÓN'''&lt;br /&gt;
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| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,1 %&lt;br /&gt;
| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
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|'''411'''&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 2008]]&lt;/div&gt;</summary>
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