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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrte. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 unter dem Namen ''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático'' (abgekürzt PRD) wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründeten die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrte. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 unter dem Namen ''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático'' (abgekürzt PRD) wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründeten die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten UCR. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrte. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 unter dem Namen ''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático'' (abgekürzt PRD) wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründeten die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten UCR. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 unter dem Namen ''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático'' (abgekürzt PRD) wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Republicana]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründeten die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten UCR. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrten.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksliberale Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrten.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen [[Movimiento de Radical-Democráticoes]] (MRD) durch linksliberale Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrten.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' (UCR) zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. 1961 ging sie schließlich in der liberalen [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) auf. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen 1955 die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Partido Radical-Democrático|Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1821</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1821"/>
		<updated>2011-01-12T22:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' (UCR) zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Partido Radical-Democrático|Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1820</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:14:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' (UCR) zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes|Partido Radical-Democrático]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1819</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:09:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' (UCR) zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1818</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:08:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur '''[[Unión Cívica Radical]]''' zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1816</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:03:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Wiederaufbau nach dem Krieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. So war die PRD 1947 auch Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1815</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1815"/>
		<updated>2011-01-12T22:01:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* MPD (1955-1958) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1814</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1814"/>
		<updated>2011-01-12T22:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* MPD (1955-1958) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MPD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1813</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T22:00:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRD (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MPD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernándenz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1812</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T21:52:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Parteispaltung 1949 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1811</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T21:52:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Wiederaufbau nach dem Krieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PCC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PdAD). Gleichzeitig schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei im Bündnis mit De la Rúas PdAD 6,5 Prozent der Stimmen und wurde nochmals geschwächt. Dennoch gehörte die Partei in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen und stellte 1947 sogar für wenige Monate mit António Delauro den Ministerpräsidenten einer Vielparteienregierung. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PCC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRD im Frühjahr 1949 in zwei Flügel. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRD setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRD schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit mehreren linksliberalen Splitterparteien und Abweichlern von PCC und MPD zur [[Unión Cívica Radical]] zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRD-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes i Radical-Democráticoes]]'''. Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter Paulo Luciaro bei. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen daraufhin die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]], [[UCR]] und [[CDH]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Dagegen fanden auch einige Radikaldemokraten den Weg in die neue Mitte-Links-Partei, ehe 1992 auch die PRD in der ASUl aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1810</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1810"/>
		<updated>2011-01-12T21:10:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Wiederaufbau nach dem Krieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der '''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD) gegründet, häufig nur als ''Radikaldemokratische Partei'' bezeichnet. Der wiedergegründeten Partei gehörten nicht nur Mitglieder der alten PRR, sondern auch viele Radikal-Sozialisten aus der URS sowie Liberale aus dem [[Partido Liberal Republicano]] (PLR) an. Schließlich war der PRD der Versuch, die verschiedenen Strömungen des sagradischen Liberalismus in einer Parteiorganisation zu vereinen. Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]], ein früheres Mitglied des PRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1944]] erreichte der PRD 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PCC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRD in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1809</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:54:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Volksfront und Verbot */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Volksfront und Verbot */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1807</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1807"/>
		<updated>2011-01-12T20:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken ''radikalsozialistischen'' Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 42 Mandate, welche die „Radikal-Sozialisten“ der URS aber nicht antreten konnten, nachdem ihre Partei verboten worden war. Nach kurzer Zeit wurde auch die PRR im Sommer 1938 verboten, ehe die August-Verfassung von 1938 die Republik beendete und einen autoritären Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen „Nationalen Kommunion“ Manuel Álamos machte.   Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1806</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als '''[[Unión Radical Socialista]]''' führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 42 Mandate, welche die „Radikal-Sozialisten“ der URS aber nicht antreten konnten, nachdem ihre Partei verboten worden war. Nach kurzer Zeit wurde auch die PRR im Sommer 1938 verboten, ehe die August-Verfassung von 1938 die Republik beendete und einen autoritären Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen „Nationalen Kommunion“ Manuel Álamos machte.   Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:49:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Volksfront und Verbot */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 42 Mandate, welche die „Radikal-Sozialisten“ der URS aber nicht antreten konnten, nachdem ihre Partei verboten worden war. Nach kurzer Zeit wurde auch die PRR im Sommer 1938 verboten, ehe die August-Verfassung von 1938 die Republik beendete und einen autoritären Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen „Nationalen Kommunion“ Manuel Álamos machte.   Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1804</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:43:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod D’Alemas im Jahr 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte Volksfront (Frente Popular), welche bei den Wahlen 1935 gegen die Nationale Front der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. Bei den halbfreien April-Wahlen 1938 holten PRR und URS zusammen 42 Mandate, welche die „Sozialisten“ der URS aber nicht antreten konnten, nachdem ihre Partei verboten worden war. Nach kurzer Zeit wurde auch die PRR im Sommer 1938 verboten, ehe die August-Verfassung von 1938 die Republik beendete und einen autoritären Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen „Nationalen Kommunion“ Manuel Álamos machte.   Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
1943 kam es zu einer Neugründung einer Radikal-Republikanischen Partei unter dem Namen Partido Republicano Democrático / Partido Radical-Democrático unter dem Vorsitz von António Delauro, die aber nicht an die Erfolge der alten Partei anknüpfen konnte und bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 nur 7% der Stimmen erhielt. 1946 bildeten einige linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers Fernando De la Rúa den Partido d’Acción Democrática, der zunächst in Listenverbindungen mit dem PRD antrat, 1950 aber zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Santo De la Ilpas wechselten. Dessen PSD schlossen sich bereits 1946 einige linke PRD-Mitglieder an, die vorher mehrheitlich der URS angehört hatten. Innerhalb der Partei wurde die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Schließlich zerfiel die PRD 1949 über die Frage des Eintritts in das Kabinett Luciaro, dem mit der UNP auch ehemalige Regime-Funktionäre angehörten. Der linke Flügel unter Mariano Waldner Sanchis und Daniel Galindo Ferres gründete nun die Unión Cívica Radical, die aber 1954 nur noch 1% der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der rechte Flügel um Franco Ponente, Luciano Vélez und Carles Méndez trat ins Kabinett Luciaro ein und bildete kurze Zeit später die Unión Democrática Republicana.&lt;br /&gt;
1954 kam es zu einer Neustrukturierung des liberalen Lagers. Die Liberalkonservativen der PLD und der PND sowie die UDR bildeten das bürgerlich-liberale Parteienbündnis UDS, dem sich seit 1958 auch die konservative PR anschloss. Einige UDR-Mitglieder spalteten sich ab und bildeten das Movimiento Radical-Democrático. 1957 gingen sowohl die Mehrheit der UCR als auch der 1953 in Cientro Democrático Humanista umbenannte PdAD zusammen mit Sozialdemokraten und Sozialisten in der neuen Mitte-Links-Partei ASUL auf. Einige sozialdemokratische und linksliberale Abspaltler restituierten daraufhin mit dem Movimiento Radical-Democrático den Partido Radical-Democrático, der 1958 2,4% der Stimmen, 1962 und 1966 jeweils mehr als 4% der Stimmen eroberte, sich danach aber kaum noch gegen die übermächtige ASUL durchzusetzen vermochte. Bei den Regionalwahlen 1985 und 1989 sowie bei den Kammerwahlen 1986 und 1990 trat der PRD auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialisten an, ehe die Partei 1992 endgültig in der ASUL aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1802</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1802"/>
		<updated>2011-01-12T20:42:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Spaltung und Linkskartell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linkskartell ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ==&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:42:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ==&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1800</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1800"/>
		<updated>2011-01-12T20:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Spaltung und Linkskartell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ==&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Alianza Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] [[García D’Alema]]s angeführten [[Bloc Nacional]] bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als [[Unión Radical Socialista]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:29:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Spaltung und Linkskartell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:29:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Gründung des Partido Radical */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1797</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1797"/>
		<updated>2011-01-12T20:29:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Gründung des Partido Radical */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1796</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Spaltung und Linkskartell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1795</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:27:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Spaltung und Linkskartell */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum ''Partido Radical i Social-Democrático''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:26:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und neuerliche soziale Reformen durchsetzte. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum Partido Radical i Social-Democrático, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1793</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T20:22:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Geschichte der Radikalen Partei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikanische Partei die stärkste Einzelfraktion darstellte, dominierten die großbürgerlichen und liberalkonservativen Faktionen der Partei und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur Aufspaltung der Republikanischen Partei in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel, die sich seit 1894 auch organisatorisch trennten. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, stellten nach der Wahl aber nur drittstärkste Kraft im republikanischen Lager hinter der [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanischen Partei]] und den konservativen [[Unión Republicana|Unionisten]]. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikaner zwischen Liberaler Koalition und Opposition ==&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spaltung und Linkskartell ==&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den [[Partido Democrático Radical Socialista]], auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, das [[Cartel de la Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und neuerliche soziale Reformen durchsetzte. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum Partido Radical i Social-Democrático, der sich seit 1925/26 wieder Partido Republicano Radical nannte. Salgado hatte den PDRS bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. Unter António Diaz führte die Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit António Sarabal den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit Cristoval Sánchez (1914-1921) und Carles Simón López (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. &lt;br /&gt;
Erst die Niederlage bei den Wahlen 1925, welche im Rücktritt Carles Simón López’ vom Präsidentenamt resultierte, führte zu einer inneren Destabilisierung und zu immer neuen Spaltungen, die sich aber nicht auf der Organisationsebene vollzogen. Stattdessen unterstützte immer nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der „Nationalen Konvergenz“, zu der nun auch die liberale Republikanische Allianz Daniel La Pontes gehörte. Die Parteiführung – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Der Sieg des von der „Unión Popular“ García D’Alemas angeführten „Bloc Nacional“ bei den Wahlen 1930 und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von Angel Colón geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident D’Alema und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug und 1933 in der Abspaltung des linken Flügels als „Unión Radical Socialista“ führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<updated>2011-01-12T19:37:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=1790"/>
		<updated>2011-01-12T19:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet und bestand nach mehreren Abspaltungen und Fusionen und mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. Die 2008 gegründete Partei [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales|Demokratie und Solidarität - die Radikalen]] nimmt Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<title>Partíu Republicano Radical</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1933: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical-Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Republicana i Radical-Democrática''' (UDR), seit 1955 '''Unión Democrática Republicana''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2011-01-12T09:09:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Entwicklungen seit 2008 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und gab sich den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt bei den Wahlen 3,1 Prozent der Stimmen und erreichte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und einen Wahlkreiskandidaten nach Semess schicken. Die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 23 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft hinter der FNA und konnte damit sogar zwei der vier azizischen Wahlkreismandate sichern. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
In der neuen Abgeordnetenkammer nahmen die Abgeordneten der Demokratie und Solidarität in der Opposition gegen die neue [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] Platz. Die Vertreter von Entesa und ARE schlossen sich als assoziierte Mitglieder der neuen Fraktion ''Demokratie und Solidarität - die Radikalen'' an, die aus 13 Mitgliedern besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europwahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge rutschte die Partei in Umfragen sogar auf etwa ein Prozent der Stimmen ab, sodass bereits über ein Ende der Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadinda Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=1787</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2011-01-12T09:07:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Gründung der d/s als NGO und als Partei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und gab sich den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt bei den Wahlen 3,1 Prozent der Stimmen und erreichte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/S-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und einen Wahlkreiskandidaten nach Semess schicken. Die D/S-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 23 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft hinter der FNA und konnte damit sogar zwei der vier azizischen Wahlkreismandate sichern. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
In der neuen Abgeordnetenkammer nahmen die Abgeordneten der Demokratie und Solidarität in der Opposition gegen die neue [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] Platz. Die Vertreter von Entesa und ARE schlossen sich als assoziierte Mitglieder der neuen Fraktion ''Demokratie und Solidarität - die Radikalen'' an, die aus 13 Mitgliedern besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europwahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernestro Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge rutschte die Partei in Umfragen sogar auf etwa ein Prozent der Stimmen ab, sodass bereits über ein Ende der Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadinda Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.15.10.246</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Radicales&amp;diff=1786</id>
		<title>Radicales</title>
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		<updated>2011-01-12T09:06:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.15.10.246: /* Gründung der d/s als NGO und als Partei */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Solidarität - die Radikalen''' (sagr. '''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''D/S-Rad''') ist eine sozialliberale Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Radikale und linksliberale Parteien in Sagradien|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer ist der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der d/s als NGO und als Partei ==&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Solidaritá]] (d/s) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Solidarität, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/s&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Solidarität''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und gab sich den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novoes Radicales'' (d/s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/s-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Solidaritá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Solidaritá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/S-Bündnis erhielt bei den Wahlen 3,1 Prozent der Stimmen und erreichte auf diese Weise überraschend den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die d/s-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada 15 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und einen Wahlkreiskandidaten nach Semess schicken. Die d/s-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 23 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft hinter der FNA und konnte damit sogar zwei der vier azizischen Wahlkreismandate sichern. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungen seit 2008 ==&lt;br /&gt;
In der neuen Abgeordnetenkammer nahmen die Abgeordneten der Demokratie und Solidarität in der Opposition gegen die neue [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] Platz. Die Vertreter von Entesa und ARE schlossen sich als assoziierte Mitglieder der neuen Fraktion ''Demokratie und Solidarität - die Radikalen'' an, die aus 13 Mitgliedern besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europwahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernestro Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge rutschte die Partei in Umfragen sogar auf etwa ein Prozent der Stimmen ab, sodass bereits über ein Ende der Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 ist die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten. Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Solidaritá - Novas Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusazu ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/s programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Solidarität sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, derzeit nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das Javier Ibarra gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Im Sommer 2010 übernahm Ibarra zudem die Funktion des Fraktionssprechers von [[Nadina Kasparov-Sorín]], die sich von diesem Posten zurückzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher: [[Javier Ibarra]], [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (seit 2009)&lt;br /&gt;
* Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer: [[Nadinda Kasparov-Sorín]] (2008-2010), [[Javier Ibarra]] (seit 2010)&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2011-01-12T09:06:07Z</updated>

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