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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=2882</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2011-02-11T18:32:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santês]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santês wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santês I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santês im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santês reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santês vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santês’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach der faktischen Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez Margüís]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez Margüís zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez, welche noch am gleichen Tag die gültige Augustverfassung außer Kraft setzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez Margüís für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santes]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santes wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santes I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santes im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santes reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santes vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santes’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach der faktischen Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez Margüís]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez Margüís zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez, welche noch am gleichen Tag die gültige Augustverfassung außer Kraft setzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez Margüís für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santes]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santes wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santes I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santes im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santes reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santes vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santes’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach der faktischen Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez Margüís]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez Margüís zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez Margüís für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Geschichte_der_Sagradischen_Republik&amp;diff=2872</id>
		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<updated>2011-02-11T17:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santes]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santes wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santes I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santes im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santes reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santes vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santes’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez Margüís]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez Margüís zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez Margüís für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Estado Sagradês (1938-1943) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santes]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santes wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santes I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santes im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santes reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santes vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santes’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez Margüís]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Geschichte der Sagradischen Republik</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte der Zweiten Republik ==&lt;br /&gt;
=== Die Weltwirtschaftskrise und die Präsidentschaft Alemà Sobrantes' (1930-1934) ===&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash 1929 stürzte Sagradien in eine schwere Krise. Die Arbeitslosigkeit stieg im Jahr 1930 rapide an und die Wirtschaftsleistung nahm ab. Soziale Krisen überströmten das Land. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen im November 1930]] standen bereits im Zeichen der Krise und brachten einen deutlichen Rechtsruck. Die Parteien der Mitte, welche die Republik geprägt hatten, Liberale und Radikale, verzeichneten herbe Verluste, während nicht nur die katholisch-konservative [[Volksunion]] und die nationalistische [[PAN]] an Zustimmung gewannen, sondern auch die [[Frente Fascista|Faschisten]] von [[León Francês]], welche ihren Sitzanteil von 4 auf 25 erhöhen konnten. Damit konnte der „Bloco Nacional“ aus UP, PAN und Landbund zwar keine absolute, aber eine relative Mehrheit der Sitze gewinnen. Ministerpräsident [[Daniel La Ponte]] von der rechtsliberalen [[ARD]], der bereits im September seine Mehrheit im Parlament verloren hatte, reichte seinen Rücktritt ein, doch erst im Januar 1931 konnte eine neue Regierung gebildet werden. UP-Führer [[Gaitán Alemà Sobrantes]], bereits als Vizeministerpräsident der starke Mann im Kabinett La Ponte, wurde nun zum Ministepräsidenten ernannt. Alemà Sobrantes bildete ein [[Kabinett Alemà Sobrantes|Rechtskabinett]] des siegreichen [[Bloco Nacional|Nationalen Blocks]], dem erstmals auch die nationalistische PAN angehörte, während die Zentrumsparteien ihre Unterstützung angekündigt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Alemà erreichte ihr Ziel, ein umfangreiches öffentliches Kürzungsprogramm zur Überwindung der Wirtschaftskrise nicht. Als die Liberalen ihre Unterstützung im Frühjahr 1932 aufgekündigt hatten, erbat Alemà Sobrantes bei Präsident [[Domênco Scalfín]] die Auflösung des Parlaments, der diesem Wunsch entsprach und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (April)|Neuwahlen für den April 1932]] festsetzte. Bei den Wahlen standen sich die Parteien der Linken und erneut der Nationale Block gegenüber, der nun in einer Listengemeinschaft antrat, um stärker vom Wahlsystem zu profitieren. Wieder errang der Bloco Nacional eine relative Mehrheit, verfehlte aber klar die absolute Majorität im Parlament. Die unabhängig vom Bloco antretende faschistische Rechte verbesserten sich nochmals auf 34 Sitze in der Kammer. Die gemeinsam angetretenen Zentrumsparteien verweigerten dem Block die Unterstützung, woraufhin Präsident Scalfín ein [[Kabinett Celano López]] technisches Kabinett aus Vertretern des Zentrums und einzelner „rechter Persönlichkeiten“ unter der Führung des parteilosen Bürokraten [[Martín Celano López]] ernannte. Alemà wurde im neuen Kabinett Innenminister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1932 wurde ein neuer Präsident der Republik gewählt. Mit der Unterstützung seines Nationalen Blocks setzte sich Gaitán Alemà Sobrantes schließlich im dritten Wahlgang gegen seine linken Mitbewerber durch, nachdem La Ponte als Bewerber des Zentrums zurückgezogen hatte, und wurde damit Nachfolger von Domênco Scalfín. Stärker als dieser sah Alemà seine Rolle in einer aktiven Amtsführung und hatte von Beginn an das Ziel, eine autoritäre Staatsführung auszuüben und Regierungen seines Vertrauens zu ernennen. Die Macht der zersplitterten Nationalversammlung sollte zurückgedrängt werden. Als einen seiner ersten Schritte löste Alemà die Kammern auf und setzte damit die zweiten Wahlen innerhalb eines Jahres an, nachdem sein Nachfolger im Amt des UP-Chefs [[Domênco Santes]] vergeblich versucht hatte, als neuer Ministerpräsident einer Rechtsregierung eine neue Mehrheit hinter sich zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932 (Dezember|Dezemberwahlen des Jahres 1932]] brachten schließlich eine deutliche Stärkung der Ränder. Die rechtsextremen Parteien erhielten 57, die Kommunisten 85 Mandate im Unterhaus. Alemàs Ziel einer absoluten Mehrheit für seine Volksunion und ihre Verbündeten scheiterte abermals, was diesen in seiner antiparlamentarischen Gesinnung bestärkte. Der parteilose [[Pietro Manuel]] wurde mit der Regierungsbildung beauftragt, Ziel war wieder ein „Kabinett der Persönlichkeiten“, das unabhängig von Parteikämpfen regieren sollte. Für die ersten drei Monate des Jahres 1933 unterstützten auch die Zentrumsparteien und die Radikalen das [[Kabinett Manuel|Kabinett]], das aber bereits im März 1933 scheiterte. Alemà Sobrantes änderte nun seine Strategie. Santes wurde wieder Premierminister einer [[Kabinett Santes I|Minderheitsregierung]] des Nationalen Blocks und Alemà begann die Umarmung der Faschisten. Mit den Stimmen der rechten Mehrheit erhielt die Regierung Santes im April 1933 für ein halbes Jahr außerordentliche Gesetzgebungsbefugnisse zur Behebung der sozialen Krise.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die anhaltende soziale Notlage führte im ganzen Land zu einer Radikalisierung der politischen Situation. Angeheizt durch die sozialen Missstände florierten die rechten [[Aktionstruppen]], die ständig wuchsen und neue Anhänger der verarmten Mittelschichten anlockten. In Teilen des Landes standen sich seit den Dezemberwochen 1933 rechte und linke Schlägertruppen und paramilitärische Verbände gegenüber. Die kommunistischen [[Rote Garden|Roten Garden]] stellten sich den rechten Aktionstruppen entgegen und versuchten vielerorts, die Revolution auszulösen. Die Regierung Santes reagierte – von Alemà bestärkt – mit eiserner Hand gegen die Rotgardisten, während die Truppisten vielerorts freie Hand erhielten. Nach den kommunistischen und anarchistischen [[Weihnachtsunruhen 1933]] erklärte Alemà den nationalen Notstand, verhängte das Kriegsrecht und setzte das Militär ein. Im Januar 1934 wurden zahlreiche - vermeintlich gemäßigte - Truppistenverbände offiziell zu Hilfstruppen des staatlichen Militärs ernannt. Der Präsident konnte nun mit der Gegenzeichnung der von ihm ernannten Regierung umfangreiche gesetzgeberische Maßnahmen einleiten und damit mehr und mehr am Parlament vorbei regieren. Zwar konnte die Nationalversammlung die Maßnahmen wieder außer Kraft setzen, dieser aber gegen die rechte Mehrheit kaum durchsetzen. Das [[Dekret vom 25. März 1934]] machte es dem Staat möglich, „Bedroher der öffentichen Sicherheit“ auch schon auf Verdacht festzusetzen. In der Folge wurden im ganzen Land Kommunisten und Sozialisten unter Arrest gestellt. Spätestens nun hatte sich Sagradien in ein autoritäres Regime verwandelt. Die Versuch der Linken, über parlamentarischem Weg gegen die Regierung vorzugehen scheiterte. Ein Misstrauensvotum der Opposition gegen die Regierung Santes vom Oktober 1934, das nach einer Spaltung der faschistischen Rechten geglückt war, blieb praktisch folgenlos, da Alemà lediglich eine Kabinettsumbildung vornahm, die gemäßigten Kräfte aus der Regierung entfernte, den Armeechef [[Oscar Romero Castro]] und den Führer des rechten Flügels der UP, [[Manuel Álamo]] zu Ministern ernannte und anstelle Santes’ den bisherigen Innenminister [[Joán César Negrín]] mit dem Premieramt betraute ([[Kabinett Negrín]]). Mit [[Santiago Laval]] wurde gleichzeitig der Führer der Opposition verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutherbst 1934 und die Regierung Capón-Dini ===&lt;br /&gt;
Die Kabinettsumbildung war der Auftakt für den ereignisreichen Herbst 1934, der als &amp;quot;[[Blutherbst]]&amp;quot; in die Geschichte einging.  Am 30. Oktober 1934 wurde Präsident Gaitán Alemà Sobrantes von einem kommunistisch motivierten Attentäter erschossen. Sofort verhängte die Regierung Negrín eine allgemeine Ausgangssperre, löste die Sitzung der Nationalversammlung auf und bezichtigte die [[PCS|Kommunistische Partei]] eines Umsturzversuchs. Im ganzen Land kam es daraufhin zu einer neuerlichen Eskalation und zu heftigen bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Linken und Rechten. Die aufgehetzte Menge stürmte die kommunistische Parteizentrale und tötete dabei einige Mitarbeiter der Parteiführung, nur wenige Stunden später, am Morgen des 1. November 1934 wurde der KP-Chef [[Lorenzo Sabal]] von Truppisten gefangengesetzt und ermordet. Noch in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1934 setzte Faschistenführer [[León Francês]] zum „[[Marsch auf Semess]]&amp;quot; an und versuchte durch einen [[Novemberputsch 1934|Putsch]], die Macht zu übernehmen. Francês’ Sturmtruppen nahmen binnen weniger Stunden den Platz vor dem Regierungspalais ein und forderten die Machtübergabe an Francês. Die Regierung Negrín, von den Ereignissen überrannt, floh aus der Stadt, Interimspräsident [[Luciano Capón]], der als Senatspräsident nach dem Tod Alemà Sobrantes' zum provisorischen Staatsoberhaupt aufgestiegen war und sich zur Zeit des versuchten Faschistenputsches im Ausland befand, reagierte schnell und setzte sich mit Teilen des Militäroberkommandos in Verbindung, die er als republiktreu erachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach wenigen Stunden bereits stürmten in einem Gegenputsch Militärtruppen unter General [[Alfonso Cabarel]] den Platz vor dem Regierungspalast und schlugen den faschistischen Putschversuch nieder. Der Preis für die militärische Hilfe der Republikaner war aber hoch. Das Militär forderte Einfluss auf die Regierungsbildung. Capón setzte sich mit dem Präsidenen der Abgeordnetenkammer in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Dieser riet ihm zur Ernennung einer &amp;quot;schlagkräftigen Regierung&amp;quot;. Schließlich gab er nach und ernannte aus Angst vor einem Militärputsch Cabarel zum neuen Regierungschef. Dieser bildete nun eine [[Kabinett Cabarel|Regierung]], die hauptsächlich aus Generalitätsmitgliedern bestand und den Charakter einer Militärregierung besaß. Eine von Truppen Cabarels bewachte Sitzung der Nationalversammlung erkannte die neue Regierung trotz erheblicher Bedenken aufgrund des Militärcharakters an und erteilte ihr außerordentliche Vollmachten, um einem faschistischen Machtgewinn zuvorzukommen. Luciano Capón wurde zudem offiziell zum neuen Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Militärregierung schlug den Faschistenaufstand mit harter Hand nieder, verbot die die Aktionstruppen sowie den [[Frente Fraternal]] [[León Francês]]' und stellte die Ordnung wieder her. Führungsstreit innerhalb des Kabinetts führte jedoch bald zu deren Demission. Cabarel erklärte am 1. Dezember seine Regierung für beendet und empfahl Capón, ein reguläres Kabinett unter der Führung eines angesehenen Unabhängigen einzusetzen, um sich zumindest die Unterstützung der republikanischen Kräfte zu sichern. Capón ernannte nur einen Tag später am 2. Dezember 1934 den unabhängigen [[Banca de Sagradia|Nationalbank]]präsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum neuen Ministerpräsidenten. Dini sollte ein unabhängiges [[Kabinett Dini|Präsidialkabinett]] leiten, dem Cabarel als Armeeminister mit besonderen Befugnissen angehörte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Lage blieb jedoch angespannt, da sich die Gegner Cabarels im Militär gegen die Republik wandten. Der rechte Militärflügel unter der Führung der Generäle [[Mariano de Vicentis]] und [[Gustavo Mairas]] setzte am 5. Dezember 1934 zu einem [[Vicentis-Mairas-Putsch 1934|neuerlichen Militärputsch]] an, der jedoch scheiterte. Zwar konnten Vicentis und Mairas das Regierungsgebäude einnehmen und erhielten das Wohlwollen der Truppisten, die Verwaltung verweigerte jedoch ihre Zustimmung und ein von Sozialisten und Kommunisten gemeinsam organisierter Generalstreik legte das öffentliche Leben lahm. Die Generäle mussten schließlich aufgeben und wurden festgenommen, das ereignisreiche Jahr 1934 endete mit einem Sieg der Demokraten, der aber mehr als kostenreich blieb. Auch weiterhin mangelte es der legitimen Regierung Capón-Dini an Autorität. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nahmen zwar nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front ab, doch flammten nun vermehrt separatistische Aufstände in [[Golen]] und der [[Bretagne]] auf. Kommunisten im ganzen Land riefen zudem die [[Kommunistische Aufstände 1934|&amp;quot;Rote Revolution&amp;quot;]] aus und gründeten Räterepubliken in [[Óstino]] und [[Artir]], die nur schwer niedergeschlagen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Golen war bereits zuvor ein Aufstand im micolinischen Teil ausgebrochen, der sich gegen die Zentralisierungspolitik des faschistischen [[Ulisse-Regime]]s in [[Servette]] richtete. Davon ausgehend wandten sich im Zuge der Militärputschs in Semess auch auf sagradischer Seite golische Separatisten gegen die Staatsmacht und suchten sich der in [[Alágua]] ausgerufenen „[[Freie Golische Republik (1934|Freien Golischen Republik]]“ anzuschließen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes in Micolinisch-Golen drangen micolinische Truppen im Frühjahr 1935 auch auf sagradisches Staatsgebiet vor. Mit dem Vorwurf an die sagradische Regierung, der Lage selbst nicht Herr werden zu können, übernahmen die micolinischen Truppen binnen weniger Tagen die gesamte [[Provinz Golen-Casqa]], die [[Provinz Pexace]] sowie den Westen der [[Escada]]. Der schwachen Regierung Dini, auf Befriedung der Lage abzielend, blieb nichts anderes übrig, als unter Protest die Verletzung der eigenen Souveränität hinzunehmen und dem vom micolinischen Außenminister [[Charl Marrel]] formulierten einjährigen [[Marrel-Moratorium|Moratorium]] zuzustimmen, das einer vorübergehenden Duldung micolinischer Truppen auf sagradischem Gebiet gleichkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Volksfront (1935-1938) ===&lt;br /&gt;
Im gemeinsamen Kampf gegen die Bedrohung von rechts hatten sich seit 1932, erstrecht aber nach der Wahl [[Narcís Colom]]s zum KP-Sekretär im Herbst 1934 die gemäßigten Kräfte der sagradischen Linken und die Kommunisten angenähert. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|auf den September 1935 vorgezogenen Parlamentswahlen]] bildeten die sagradischen Sozialisten unter [[Santiago Laval]], die Kommunisten Coloms und die linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] unter [[Angel Colón]] ein linkes Wahlbündnis, den [[Frente Popular]] (Volksfront), der geschlossen gegen die Parteien der Rechten antreten sollte. Die Wahlen brachten einen knappen Sieg für die Volksfront mit sich, die von dem modifizierten Wahlsystem profitierte und die absolute Mehrheit der Sitze errang. Der gegnerische [[Frente Nacional]] um die von [[Domênco Santes]] angeführte [[Volksunion]] verlor deutlich an Sitzen und die zahlreichen in Nachfolge des FF entstandene faschistischen Listen kamen zusammen nur auf 28 Sitze in der Kammer. Wie bereits vor den Wahlen angekündigt, trat Präsident Capón von seinem Amt zurück und machte damit den Weg für PS-Chef Santiago Laval frei, der zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt wurde. Radikalenchef Angel Colón bildete daraufhin ein [[Kabinett Colón II|sozialistisch-radikales Kabinett]], das von den Kommunisten unterstützt wurde.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung Laval-Colón führte zahlreiche Reformen durch. Sie erließ ein allgemeines Streikrecht, führte die 40-Stunden-Woche ein und erhöhte die Löhne im öffentlichen Dienst. Zahlreiche Schlüsselindustrien wurden sozialisiert. Doch hatte sie auch mit großen außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Im Frühjahr 1936 endete das einjährige Marrel-Moratorium, doch waren bis dahin alle Verhandlungen zwischen dem faschistischen Micolinien und dem nur widerwillig verhandelnden Sagradien der Volksfrontregierung gescheitert. Die [[Golenkrise]] brach erneut aus, als Micolinien sich im April weigerte, die Truppen abzuziehen, und gleichzeitig eine baldige Annexion der besetzten Gebiete ankündigte. Für eine Zeit lang drohte ein Krieg zwischen den beiden auch ideologisch entgegenstehenden Nachbarstaaten. Erst unter Vermittlung Frankreichs und Englands einigten sich beide Seiten schließlich. Die Provinz Pexace und die Escada sollten wieder unter sagradische Kontrolle fallen, während in der Provinz Golica-Casqa eine [[Golen-Abstimmung 1935|Volksabstimmung]] unter micolinischer Leitung durchgeführt wurde. Diese fand im Mai statt und war offensichtlich manipuliert, brachte aber eine Mehrheit für eine „Vereinigung mit Westgolen“, was faktisch eine Entscheidung für Micolinien bedeutete. Im Mai 1936 annektierte Micolinien das Casqa-Gebiet, lediglich das [[Val de Celís|Celis-Tal]] verblieb bei Sagradien und wurde der Provinz Pexace angegliedert. Der immer noch schwachen Volksfront-Regierung in Semess blieb ohne den Schutz Englands und Frankreichs, die einen Krieg unter allen Umständen vermeiden wollten, nichts anderes übrig, als die Annexion Ostgolens hinzunehmen, eine Anerkennung blieb jedoch aus, Semess betrachtete Ostgolen noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg als von fremden Truppen besetztes sagradisches Staatsgebiet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bezüglich des 1936 ausgebrochenen Spanischen Bürgerkriegs geriet die Volksfrontregierung in Schwierigkeiten. Während Sozialisten und Kommunisten eine Beteiligung Sagradiens auf Seiten der republikanischen Kräfte forderten, lehnten die Radikalen eine solche ab und stellten die Regierung in Frage. Die [[Kabinett Saviola|Regierung Saviola]], seit Februar 1936 im Amt, sowie die [[Kabinett Colón III|Nachfolgeregierung unter Angel Colón]] einigten sich daher auf eine Nicht-Intervention. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1937 in Alconía ein kommunistischer Aufstand gegen den lokalen Großgrundbesitz ausbrach, der eine sofortige Bodenreform forderte und sich zum blutig geführten „[[Alkonischer Oktober|Alkonischen Oktober]]“ ausweitete, zerbrach die Volksfrontregierung, da Premierminister Colón Truppen einsetzte, um den Aufstand einzudämmen. Die Kommunisten erklärten die Volksfront für beendet und forderten den Rücktritt der Regierung Colón. Dieser blieb aber im Amt und suchte sich neue Mehrheiten durch Einbeziehung liberaler Kräfte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Volksfrontregierung führte zu einer Machtverschiebung innerhalb der sagradischen Rechten. Die Niederlage der Volksunion bei den Wahlen 1935 und die Zerschlagung der faschistischen und extremen Rechten führte zu einem Machtvakuum, in das [[Manuel Álamo]] mit seiner radikalen [[Jugendzirkel]]-Bewegung stoßen konnte. Beim Noyarenser Parteitag der UP im Dezember 1935 übernahm Álamo in einer umstrittenen Abstimmung die Macht in der Partei. Mit den aus der Truppistenbewegung hervorgegangenen „[[Juntas Accionistas]]“ als Leibwache betrat Álamo den Parteitag, kündigte den äußersten Kampf gegen den Kommunismus und die Linke an und warnte seine Gegner vor der „Macht des Volkes“. Unter Historikern ist umstritten, wie der Parteitag von Noyar zu werten ist, doch sprechen einige von einem mehr oder weniger gewaltsamen Putsch Álamos an die Parteispitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zwischenzeit reorganisierten sich auch die anderen antiparlamentarischen und antirepublikanischen Kräfte der Rechten neu. Nach dem Verbot der Aktionstruppen und der Faschistischen Front León Francês’ wirkten viele Mitglieder der Bewegung auch weiterhin im Untergrund weiter. Die terroristische rechtsextreme „[[Organisación d’Acción Patriota]]“ (OAP) verübte im ganzen Land Anschläge mit dem Ziel, die linke Regierung und die von ihr getragene Republik zu stürzen. Im ganzen Land bildeten sich zudem neue illegale paramilitärische Truppen, welche die Nachfolge der Truppistenbewegung antraten. Die bedeutendste wurde die von León Francês gegründete [[División Negra|División Sagradêsa de Ofensiva Popular]]. Noch immer mit großem Einfluss unter der faschistischen Rechten, änderte Francês nun seine Strategie. An die Stelle des stark am italienischen Faschismus orientierten antiklerikalen Programms des alten Frente Fascista verbündete sich Francês nun mit den klerikal orientierten Ultrarechten, die zuvor den [[Bloco Nacional]] bzw. den [[Frente Nacional]] unterstützt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach der Ermordung Gaitán Alemà Sobrantes' de facto in konkurrierende Flügel zerfallene katholisch-konservative Volksunion wurde unter Manuel Álamo neu strukturiert. Álamos parteiinterne Gegner wurden entweder aus der Partei gedrängt oder mundtot gemacht, die Parteiorganisation zentralisiert und nach dem Führerprinzip ganz auf den neuen „Chefe“ an der Spitze ausgerichtet, der von den Círculoes geradezu als Messias gefeiert wurde. Die als Leibgarde Álamos fungierenden und ihm loyal ergebenen „Juntas Accionistas“ übernahmen die Macht in der Partei, die Círculoes sorgten für die theoretische Fundierung des neuen Kurses, der schließlich beim Parteikongress von Malesc im Mai 1936 im „[[Manifesto de Malesc]]“ niedergeschrieben wurde. Die Volksunion vollzog darin die endgültige Abkehr von der Republik und forderte einen „[[Novo Estado]]“ auf ständischer Grundlage und autoritärer Führung. Die „[[Nación i Familia Católica]]“ sollten deren Fundament sein, der „Chefe“ der UP ihr Führer. Das antidemokratische und deutlich faschistisch inspirierte Manifest wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen, Gegner waren bereits zuvor ferngehalten worden oder trauten sich unter dem Eindruck der Juntas nicht mehr zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung der sagradischen Volksfront führte schließlich zu einem Konzentrationsprozess ihrer Gegner und zu einem neuen Bündnis der antirepublikanischen Rechten, an deren Spitze seit 1936 die deutlich nach rechts gedriftete Volksunion Manuel Álamos stand. Im Frühjahr 1937 kam es schließlich zu einer folgenschweren Übereinkunft. Nach privaten Korrespondenzen und Geheimverhandlungen einigten sich UP-Chef Manuel Álamo und der Divisionistenführer León Francês auf ein politisches Bündnis. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in [[Selva de Croel]] bildeten die ultrakonservative UP, die División Negra und die eher unbedeutende monarchistische [[Frente Integral]] (FI) die „[[Liga de la Comunión Nacional]]“ als gemeinsames antidemokratisches Kampfbündnis gegen „Republik und Kommunismus“. Binnen weniger Tage erklärten zahlreiche andere rechte Organisationen wie der [[Partido d’Acción Nacional]] (PAN) und der [[Landbund]] (UC), aber auch faschistische Organisationen wie der „[[Novo Partido Social]]“ (NPS) und das „[[Movimiento Antibolxevista]]“ (MAB) ihre Solidarität mit der neuen Liga, als deren gleichberechtigte Führer Álamo und Francês auftraten. Als konservative Galeonsfigur diente der Ex-General und Putschist [[Mariano de Vicentis]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Monate gelang es der Liga, die Führung über große Teile der zuvor zersplitterten äußeren Rechten zu gewinnen und im ganzen Land Aufstände gegen die Regierung Colón zu initiieren. Divisionistische &amp;quot;Blaumützen&amp;quot; sowie die weiß-blau gekleideten Juntas Accionistas kämpften nun gemeinsam gegen Kommunisten, Sozialisten und Regierungstruppen und führten die sagradischen Bürgerkrieg der Dreißiger Jahre zu einem neuen Höhepunkt. Die Ermorderung der prominenten Kommunistin [[Mercé Restuça]] durch Divisonstruppen im Herbst 1937 blieb nur einer von vielen Ausbrüchen der Gewalt. Spätestens seit Winter 1937/38 war die Regierung Colón kaum noch in der Lage, die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Santiago Laval im Januar 1938 zeigte dessen ganze Ohnmacht, als ihm ganze Truppenverbände die Unterstützung versagten und sich vielerorts mit den rechten Aufständischen solidarisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch 1938 und Machtübernahme des Triumvirats ===&lt;br /&gt;
Im Januar und Februar 1938 intensivierten sich die [[Januaraufstände 1938|Aufstände der Rechten]], die in [[Ceundâlia]] und [[Amoria]] zahlreiche linke Stadtverwaltungen übernahmen und sich der Kasernen bemächtigten. Laval stand dem weitgehend machtlos gegenüber, weigerte sich aber, den Forderungen der Rechten nachzugeben und sie in die Regierung zu berufen. Der Sturz der [[Kabinett Colón IV|Regierung Colón]] durch ein Misstrauensvotum in der Abgeordnetenkammer besiegelte im Januar 1938 schließlich das Schicksal der Republik. Die nationale Opposition forderte von Laval die sofortige Ernennung einer &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; und die Auflösung der Abgeordnetenkammer. Laval weigerte sich und betraute stattdessen nacheinander mehrere Politiker der Mitte mit der Bildung einer Koalition der Einheit, die jedoch alle scheiterten. Der letzte Versuch Lavals, die Militärstrukturen zu reformieren, um die Macht der örtlichen Truppenführer, aber auch Teilen der Generalität einzudämmen, führte schließlich zum Bündnis des Militärs mit der Rechtsopposition und Putsch. Der verfassungsmäßig nicht vorgesehene Antrag der rechten Volksunion, Präsident Laval für abgesetzt zu erklären, wurde vom Präsidium der Abgeordnetenkammer nicht zugelassen, erbrachte im Senat jedoch bei einer umstrittenen und letztlich wohl verfassungswidrigen Abstimmung am 19. Februar 1938 eine Mehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
General [[Oscar Romero Castro]], Armeeführer und Minister unter Alemà Sobrantes sowie bekennender Anhänger einer autoritären Herrschaft, zog am Abend des 21. Februar 1938 mit dem von ihm zusammengestellten „[[Kommando Februar]]“ nach Semess, stürmte den Präsidentenpalast und den Sitz der Regierung und brachte die Macht an sich. Santiago Laval – von Castros Truppen festgenommen und des Hochverrats beschuldigt – wurde, angeblich auf dem Fluchtversuch, erschossen. Der noch geschäftsführend amtierende Ministerpräsident Angel Colón erklärte seinen Rücktritt und floh ins Ausland. Romero Castro übernahm nun die Macht und setzte eine neue Militärjunta, die „[[Junta Presidencial]]“ ein, die ausschließlich aus loyalen Offizieren bestand. Die beiden Führer der rechten Liga Manuel Álamo und León Francês waren in die Putschpläne Romero Castros eingeweiht und unterstützten dessen Machtübernahme, versuchten diese aber schnell für sich selbst auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide mobilisierten binnen weniger Stunden ihre Kräfte. Divisionisten und Álamo-Anhänger versammelten sich am Morgen des 22. Februar 1938 auf dem Platz vor dem Plazarenya-Palast, in dem Romero Castro residierte, feierten den &amp;quot;Nationalen Aufstand&amp;quot; und forderten die Einsetzung einer „Regierung der Nationalen Kommunion“. Am Abend des 22. Februar erklärte sich Romero Castro selbst zum neuen Staatschef und traf sich mit Manuel Álamo zu Verhandlungen. Am Abend des 23. Februar wurde Manuel Álamo zum Ministerpräsidenten ernannt und sollte eine &amp;quot;Regierung der Autorität&amp;quot; bilden. Der am Morgen des 24. Februar eingesetzten [[Kabinett Álamo I|ersten Regierung Álamo]] gehörte León Francês als &amp;quot;Minister für innere Sicherheit und Ordnung&amp;quot; an. Castro blieb Armeechef und Oberbefehlshaber und als Vorsitzender der &amp;quot;Junta Presidencial&amp;quot; auch de facto Staatsoberhaupt. Er schien zunächst weiterhin der starke Mann im neuen [[Triumvirat]] zu sein. Obwohl der Regierung Álamo auch einzelne Persönlichkeiten der liberalen und christdemokratischen Parteien angehörte, lehnten deren Parteiführer [[Daniel La Ponte]] und [[Don Martín de León]] die neue Regierung ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wunsch Álamos hin erklärte Romero Castro noch am 24. Februar das Parlament für aufgelöst und kündigte Neuwahlen an, da Manuel Álamo es vorzog, sich zumindest den Schein einer demokratischen Legitimation zu sichern und den „Volkswillen“ zur Legitimation seiner Herrschaft zu machen. Außerdem hatten eher demokratisch-konservativ gesinnte Vertreter der Militärjunta auf diesen Schritt gedrängt. In einem vom Terror der Divisionisten geprägten Wahlkampf präsentierte Álamo sich als Führer der „[[Comunión Nacional]]&amp;quot;, eines Bündnisses aus UP, PAN, UC und der Divisionsbewegung, das aus den nicht mehr wirklich freien Wahlen und dank eines modifizierten Wahlsystems, das der Mehrheitsliste automatisch zwei Drittel der Sitze sicherte, als klarer Sieger hervorging. Mit der verfassungsändernden Mehrheit im Rücken setzte das Álamo-Regime Stück für Stück die Verfassung außer Kraft und demontierte die Republik. Die Parteien der Linken wurden verboten, wenig später auch die Zentrumsparteien. Die mit Álamos UP verbündeten Parteien wurden nach Vorbild der UP selbst in die „Nationale Kommunion“ eingegliedert und gleichgeschaltet. Außerhalb der Kommunion sollten keine anderen Parteien mehr bestehen. Die neue Mehrheit erkannte die Junta auch offiziell als Staatsorgan an, mit Unterstützung Castros wurde diese aber im Sommer 1938 von allen demokratischen oder „anti-nationalen“, d.h. systemkritischen Mitgliedern gesäubert, welche durch Anhänger Castros, Álamos und Francês’ ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Estado Sagradês (1938-1943) ===&lt;br /&gt;
Die binnen weniger Wochen erarbeitete und auf alten Plänen der Volksunion beruhende [[Augustverfassung von 1938]] machte Sagradien schließlich zu einem autoritären und faschistisch inspirierten Ständestaat auf korporatistischer Basis. Damit endete die zweite ''República Sagradêsa'' nach 47 Jahren und machte dem neuen ''Estado Sagradês'' Platz. Staatsoberhaupt war der ''Presidente d’Estado'' (bis 1940 General Castro), der vom ''Staatsrat'' gewählt wurde, dem ständisch zusammengesetzten Legislativorgan, das an die Stelle eines Parlaments trat. Manuel Álamo wurde als ''Premier-Ministro'' bzw. ''Chefe del Governo'' und zugleich auch Führer (''Grande Chefe'') der als Staatspartei festgeschriebenen ''Comunión Nacional'' die zentrale Figur des neuen Systems. Aus dem Triumvirat Castro-Álamo-Francês wurde binnen des Jahres 1938/39 eine Alleinherrschaft Álamos, der sich nicht nur als der raffinierteste und machtpolitisch klügste, sondern auch als der charismatischste der drei Machthaber etablierte. Die Säuberung der Junta von Regimekritikern und potenziellen Gegenspielern Romero Castros hatte diesen Álamo angenähert, der sich so die Loyalität des Generals sicherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês, durch das Bündnis mit dem machtstrebenden und listenreichen Manuel Álamo mehr geschwächt als gestärkt, verlor zunehmend die Führung über die Divisionen und auch deren Loyalität an seinen mächtigen Verbündeten. Er blieb zunächst Sicherheitsminister, verlor aber zunehmend Zuständigkeiten an neue Instanzen wie den geheimen Sicherheitsdienst [[Ordre Secreto]], der direkt dem Premierminister unterstand. Gleichzeitig wurde Francês zunehmend unzufrieden mit dem neuen System, das ihm zu konservativ und integralistisch erschien. Der Versuch Francês’, sich aus der Umklammerung durch Álamo zu befreien und dessen Führung anzuzweifeln, führten schließlich im Juli 1939 zur Entmachtung Francês infolge eines [[Divisionistenaufstand 1939|divisionistischen Aufstands]], der am festen Bündnis Romero/Álamo scheiterte und bereits im Keim niedergschlagen wurde. Francês wurde zwar von offensichtlichen Verbindungen zum Putschversuch entlastet, musste jedoch zurücktreten. Obwohl Francês zum Zeitpunkt seines Todes 1942 bereits seit langem politisch kaltgestellt war, wurde er vom Regime als „Vater der Kommunion“ und als Heiliger der Bewegung gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Romero Castro verlor danach - auch aus Krankheitsgründen - zunehmend an Einfluss. Nach Auflösung der Junta im Jahr 1939 ging die Funktion des Oberbefehlshabers (Chefe de las Armas) zunächst geschäftsführend und danach permanent an Manuel Álamo über, Romero Castro trat 1940 auch vom Amt des Staatspräsidenten zurück und zog sich, bereits schwer krank, in den Ruhestand zurück, ehe er 1941 in seinem Altersruhesitz auf [[Gran Aziz]] starb. Sein Nachfolger als Staatspräsident [[Iacovo Jimenez]] blieb politisch schwach und lange Zeit von Álamo abhängig, der nun als &amp;quot;Chefe de la Comunión Nacional&amp;quot; zur zentralen Führungsfigur des Regimes aufgestiegen war und als nationaler Führer gefeiert wurde. Mit Ende des Jahres 1939 waren alle politischen Gegner oder Machtkonkurrenten Manuel Álamos entweder gestorben oder entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Estado“ wurde ganz im Sinne des Manifesto de Malesc auf die Werte der katholischen Kirche und der sagradischen Nation gebaut. Als Motto des „Estado“ fungierten die Schlagworte „Dêus, Pâtria, Familia“, die „Comunión“ verstand sich nicht als Staatspartei, sondern als „politische Organisation der Volksgemeinschaft“, in der alle Gegensätze und Spannungen der pluralistischen Gesellschaft aufgehen und neutralisiert werden sollten. Der Korporatismus faschistischer Prägung wurde zum Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell des „Estado“, Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus die Feindbilder. Das Näheverhältnis zur katholischen Kirche blieb zwar nicht spannungsfrei, stellte aber eines der wichtigen Fundamente des Regimes dar, das meist als halbfaschistisch oder autoritär-faschistoid eingestuft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem sagradischen Rechtsstaat wurde unter Álamo eine autoritäre und bisweilen totalitär anmutende Diktatur. Die paramilitärischen Einheiten von Volksunion (Juntas Accionistas) und Divisionsbewegung (Divisiones) wurden in der [[Guarda Nacional]] eingegliedert. Als Geheimpolizeit des Regimes fungierte die [[Policía Interior de Securitá]] (PIS), von der unabhängig der [[Ordre Secreto]] als kleine Sondereinheit direkt dem &amp;quot;Chefe&amp;quot; Álamo unterstand. Die einflussreichen Jugendzirkel verloren nach Errichtung des „Estado“ zunehmend an Bedeutung. Als Jugendorganisation der Comunión wurde die [[Juventú Nacional]] gegründet, die nach Vorbild der Hitlerjugend schon die jüngsten der Gesellschaft erfassen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Sturz des Regimes ===&lt;br /&gt;
Das neue Regime der Nationalen Kommunion lehnte sich von Beginn an eng an die ideologisch nahestehenden Mächte Deutschland und Italien an, erklärte sich nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aber für &amp;quot;nicht kriegsführend&amp;quot;. Dennoch unterstützte Sagradien die Achsenmächte finanziell und mit einzelnen Freiwilligenverbänden. Nach dem Einfall Deutschland in Frankreich wurden jedoch auch in Sagradien die Stimmen lauter, die einen Eintritt in den Krieg aufseiten Deutschlands forderten. Davon versprach man sich vor allem Gebietsgewinne im kolonialen Afrika, wo sich Sagradien vor allem französische und englische Kolonien als sagradische Kriegsbeute erhoffte. Nachdem Álamo noch im Sommer 1940 einen Eintritt in den Krieg abgelehnt hatte, verstärkte Hitler seinen diplomatischen Druck auf Sagradien. Mehrmals kam es zu Gesprächen und Verhandlungen Sagradiens mit Deutschland über einen Kriegseintritt auf Seite der Achsenmächte. Schließlich versprach Hitler im Herbst 1940 Gebietsgewinne auf Kosten Frankreichs und Großbritanniens. Am 29. Dezember 1940 erklärte Sagradien schließlich Großbritannien den Krieg und begann in Afrika mit Militäroperationen gegen die Briten. Zeitgleich besetzten sagradische Truppen kleinere Gebiete in der Bretagne, die ihnen von der deutschen Besatzungsmacht überlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Kriegspolitik war von zahlreichen Fehlschlägen geprägt, die auch das Regime zunehmend unter Druck setzten. Als Álamos Stellung im Herbst 1942 ins Wanken geriet und sich Aufstände gegen das Regime mehrten, suchten einzelne Mitglieder der Regierung Álamo Kontakt zu den Westalliierten, um Konditionen für einen Seitenwechsel auszuhandeln. Gleichzeitig intensivierten antifaschistische Partisanen ihre Kämpfe gegen das Regime. Daraufhin schickte Hitler deutsche Verbände nach Südost-Sagradien, die das Regime stabilisieren sollten. Es kam zu einer Verhaftungswelle und zur Entlassung und Festnahme der abtrünnigen Minister. Álamo blieb Regierungschef, musste aber ein neues deutschfreundliches Kabinett bilden und war nun weitgehend von Hitler abhängig. Faktisch begann nun eine deutsche Fremdherrschaft im Südosten und Osten des Landes. Bereits zuvor hatte das Regime antijüdische Gesetze erlassen, das über ansässige Juden Berufsverbote verhängte und Ghettos und Konzentrationslager installierte. Nun beteiligte sich Sagradien auf immensen Druck Deutschlands hin auch an der industriellen Vernichtung der Juden und Roma im Land. Von den Westalliierten unterstützt intensivierten sich in Sagradien die Partisanenkämpfe der verschiedenen Resistance-Gruppen, die sich gegen das Regime und gegen die deutschen Truppen bewaffneten. Im Januar 1943 landeten alliierte Truppen auf der Insel [[Cuentez]] und setzten bald auf das sagradische Festland über. Binnen weniger Wochen kam eine große Anzahl deutscher Truppenverbände nach Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren militärischen Niederlagen in Folge wuchs der Druck auf das Regime, das in der Militärführung zunehmend an Rückhalt verlor. Am 23. Mai 1943 kam es schließlich zum erfolgreichen Staatsstreich der Militärführung. Der Hitler-kritische General [[Oscar Taglle Rodríguez]] zwang Präsident Jimenez zur Absetzung [[Manuel Álamo]]s als Oberbefehlshaber, der zeitgleich festgenommen wurde, ehe auch die restlichen Führungsspitzen von Partei und Regierung in Gewahrsam genommen wurden. Die Macht übernahm eine Militärregierung, die sich als „[[Junta del 23 Mai|Junta Governante de Defêsa Nacional]]“ bezeichnete und auch „Junta de 23 Mai“ genannt wird. Am 25. Mai verbot die Junta per Dekret die Comunión Nacional und setzte Álamo auch als Premierminister ab. Jimenez stattete Taglle mit den Befugnissen eines Ministerpräsidenten aus und erklärte auf Druck der Antifaschisten hin am 3. Juni 1943 seinen Rücktritt. Seine Vollmachten übergab er ebenfalls der Militärregierung unter Taglle Rodríguez.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach seiner Machtübernahme leitete dieser Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten ein. Am 25. Juni 1943 vereinbarten die Mai-Junta und die Alliierten einen Waffenstillstand und wenig später einen Frontwechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten. Gemeinsam kämpften nun alliierte Truppen, die Verbände der sagradischen Resistença sowie das Militär gegen die deutschen Besatzer. Diese erkannten die neue Militärregierung nicht an und betrachteten Álamos bisherigen Stellvertreter [[Caro Mêstre]] als amtierenden Regierungschef. Die Deutschen installierten unter Mêstres Führung eine Gegenregierung (&amp;quot;[[Regierung von Fidelfe]]&amp;quot;), die ihren Sitz im [[Ceundâlia|ceundalischen]] [[Fidelfe]] aufnahm und den Estado Sagradês sowie die Comunión Nacional fortführte. Mêstre erklärte die Militärjunta zu Verrätern und Präsident Jimenez für abgesetzt. Eine am 5. August versuchte Befreiungsaktion Manuel Álamos durch deutsche Truppen misslang, Álamo wurde bei der Flucht von Partisanen gefangen genommen und erschossen. Mêstre folgte ihm nun auch offiziell als Chef der CN-Regierung in Fidelfe nach. Zudem betrachtete er sich als provisorisches Staatsoberhaupt des Estado Sagradês. Die Regierung von Fidelfe stand unter völliger Vorherrschaft der deutschen Besatzer und war nicht mehr als eine Marionettenregierung. Der Staatsrat wurde aufgelöst und die Judenverfolgung nach den Forderungen der Nazis intensiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 stand der Nordosten Sagradiens unter der Herrschaft der Deutschen, während die Alliierten den Südwesten besetzt hielten. &lt;br /&gt;
Auf Druck der Alliierten hin musste Taglle Rodríguez die faschistischen Säuberungen in seinem Herrschaftsbereich beschleunigen und die Resistença an der Macht beteiligen. Am 1. Oktober 1943 wurde das [[Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa]], gewissermaßen Parlament und Regierung des Widerstands zugleich, von der Junta als beratende Versammlung anerkannt und mit einzelnen exekutiven Vollmachten ausgestattet. Bereits zuvor hatte die Resistence in zahlreichen Orten des Landes de facto die Exekutivgewalt übernommen. &lt;br /&gt;
Nach langen Verhandlungen mit dem CNRS benannte Taglle Rodríguez am 30. März 1944 den parteilosen Ex-Ministerpräsidenten [[Sergio Rafael Dini]] zum Premierminister, der einen [[Provisorische Regierung Dini|Governo Provisional]] mit Vertretern der im CNRS versammelten Oppositionsparteien bildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nordosten gelangen der Partisanenbewegung wichtige Schläge gegen die Deutschen. Unterstützt wurden sie durch eine allgemeine Streikwelle, die das CN-Regime Frühjahr 1944 nachhaltig destabilisierte. Die Landung der Allierten in der Normandie am 6. Juni 1944 führte zum Abzug der letzten deutschen Truppen aus Sagradien. Caro Mêstre floh nach Deutschland. Die Kapitulation der letzten Regierungstruppen des Estado Sagradês am 2. Juli 1944 gilt als endgültiges Ende des Estado und des Zweiten Weltkriegs in Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Sagradien und der Befreiung des Landes kam es zum allmählichen zivilen Wiederaufbau unter Kontrolle der Junta und der Regierung Dini. Die politischen Parteien wurden wieder zugelassen. Im Oktober 1944 wurden Kommunalwahlen durchgeführt, bei denen sich die demokratischen Parteien allerorten durchsetzten. Im November 1944 kam es schließlich zur [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1944|Wahl zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_der_sagradischen_Regierungen&amp;diff=2861</id>
		<title>Liste der sagradischen Regierungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Liste_der_sagradischen_Regierungen&amp;diff=2861"/>
		<updated>2011-02-11T15:40:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Regierungen des Estado Sagradês */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Regierungen des [[Estado Sagradês]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Kabinett&lt;br /&gt;
| Premierminister&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Aug 1938&lt;br /&gt;
| Jan 1940&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Manuel Álamo II]]     &lt;br /&gt;
| [[Manuel Rodrigo Álamo]]      &lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]     &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Jan 1940&lt;br /&gt;
| Nov 1942&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Manuel Álamo III]]&lt;br /&gt;
| [[Manuel Rodrigo Álamo]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Nov 1942&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Manuel Álamo IV]]&lt;br /&gt;
| [[Manuel Rodrigo Álamo]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
| deutschfreundliches Kabinett, Besatzungszeit&lt;br /&gt;
|-bgcolor=CDC1C5&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| Jul 1944&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caro Mestre]]&lt;br /&gt;
| [[Caro Mestre]]&lt;br /&gt;
| [[Comunión Nacional]]&lt;br /&gt;
| deutsche Satellitenregierung in [[Fidelfe]]&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungen der Transitionszeit ==&lt;br /&gt;
=== Junta Governante de Defêsa Nacional ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Regierung&lt;br /&gt;
| Regierungschef&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=F5F5F5&lt;br /&gt;
| Mai 1943&lt;br /&gt;
| Mär 1944&lt;br /&gt;
| [[Junta del 23 Mai]]&lt;br /&gt;
| Präsident der Junta General [[Oscar Taglle Rodríguez]]&lt;br /&gt;
| Militärregierung&lt;br /&gt;
| bis Dezember 1944 im Amt&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provisorische Regierungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Provisorische Regierung&lt;br /&gt;
| Regierungschef&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Mär 1944&lt;br /&gt;
| Jan 1945&lt;br /&gt;
| [[Provisorische Regierung Dini]]&lt;br /&gt;
| [[Sergio Rafael Dini]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PCC]], [[PRR]] (Parteien des [[CNRS]])&lt;br /&gt;
| [[Demokratische Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Jan 1945&lt;br /&gt;
| Jan 1946&lt;br /&gt;
| [[Provisorische Regierung Saviola I]]&lt;br /&gt;
| [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PCC]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Jan 1946&lt;br /&gt;
| Mär 1946&lt;br /&gt;
| [[Provisorische Regierung Saviola II]]&lt;br /&gt;
| [[José Saviola]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PCC]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Mär 1946&lt;br /&gt;
| Okt 1946&lt;br /&gt;
| [[Provisorische Regierung Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PCC]], [[PRR]]&lt;br /&gt;
| Demokratische Koalition&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regierungen der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Sagradischen Republik]] ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung der Regierungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Kabinett&lt;br /&gt;
| Ministerpräsident&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=E9BFD8&lt;br /&gt;
| Okt 1946&lt;br /&gt;
| Mär 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[Francisco Dorado]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCS]], [[PCC]], [[PRR]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
| [[Demokratische Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D2BFD8&lt;br /&gt;
| Mär 1947&lt;br /&gt;
| Okt 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
| [[PS]], [[PCC]], [[PRR]], [[MPD]], [[PND]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| Okt 1947&lt;br /&gt;
| Dez 1947&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Delavesc]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Aliureto Delavesc]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Expertenkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Dez 1947&lt;br /&gt;
| Jan 1949&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa I]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
| [[PSD]], [[PCC]], [[PRR]], [[PAD]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Jan 1949&lt;br /&gt;
| Mar 1949&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Ilpa]]&lt;br /&gt;
| [[PSD]], [[PCC]], [[MPD]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mar 1949&lt;br /&gt;
| Okt 1950&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro I]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[PCC]], [[MPD]], [[UNP]], [[PND]], [[UDR]], [[FNC]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSD]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Okt 1950&lt;br /&gt;
| Jun 1953&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro II]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[PSD]], [[UDR]], [[UCR]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Jun 1953&lt;br /&gt;
| Nov 1954&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro III]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[PSD]], [[PAD]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=C9D0EE&lt;br /&gt;
| Nov 1954&lt;br /&gt;
| Jan 1955&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro IV]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[PSD]], [[PAD]]&lt;br /&gt;
| [[Zentrumskoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1955&lt;br /&gt;
| Apr 1957&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro V]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Apr 1957&lt;br /&gt;
| Dez 1958&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VI]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Dez 1958&lt;br /&gt;
| Jan 1960&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luciaro VII]]&lt;br /&gt;
| [[Paulo Manuel Luciaro]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Jan 1960&lt;br /&gt;
| Dez 1962&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale I]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D8BFD8&lt;br /&gt;
| Dez 1962&lt;br /&gt;
| Feb 1964&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
| [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
| [[CSD]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Große Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Feb 1964&lt;br /&gt;
| Jun 1964&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Jun 1964&lt;br /&gt;
| Nov 1966&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez I]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Nov 1966&lt;br /&gt;
| Jan 1967&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez II]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Mitte-Links-Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jan 1967&lt;br /&gt;
| Mai 1967&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
| [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mai 1967&lt;br /&gt;
| Aug 1968&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale II]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PRD]], zeitweise durch [[PFP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 1968&lt;br /&gt;
| Jan 1970&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Favale III]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PRD]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor= BFEFFF&lt;br /&gt;
| Jan 1970&lt;br /&gt;
| Nov 1970&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]], bis August 1970 [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 1970&lt;br /&gt;
| Mai 1972&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Mai 1972&lt;br /&gt;
| Okt 1974&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Okt 1974&lt;br /&gt;
| Apr 1977&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Apr 1977&lt;br /&gt;
| Jan 1979&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval IV]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jan 1979&lt;br /&gt;
| Jun 1979&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D8BFD8&lt;br /&gt;
| Jun 1979&lt;br /&gt;
| Jul 1982&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Nada]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[Große Koalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| Jul 1982&lt;br /&gt;
| Nov 1982&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Nada II]]&lt;br /&gt;
| [[Santo De la Nada]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1982&lt;br /&gt;
| Nov 1985&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya I]]&lt;br /&gt;
| [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1985&lt;br /&gt;
| Dez 1986&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Moya II]]&lt;br /&gt;
| [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Dez 1986&lt;br /&gt;
| Mai 1988&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFA07A&lt;br /&gt;
| Mai 1988&lt;br /&gt;
| Nov 1990&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
| [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Sozialistisch-Liberale Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Nov 1990&lt;br /&gt;
| Apr 1992&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero I]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Apr 1992&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| Nov 1998&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
| [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| Bürgerliche Koalition&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 1998&lt;br /&gt;
| Nov 2002&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa I]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Nov 2002&lt;br /&gt;
| Jul 2004&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa II]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Jul 2004&lt;br /&gt;
| Sep 2005&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa III]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| Sep 2005&lt;br /&gt;
| Nov 2006&lt;br /&gt;
| [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
| [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünes]] Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| Nov 2006&lt;br /&gt;
| Mär 2008&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto I]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[PSP]], [[UDS]], [[CCD]]&lt;br /&gt;
| [[Viererkoalition]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Mär 2008&lt;br /&gt;
| Aug 2008&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto II]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]], bis Mai 2008 [[CCD]]&lt;br /&gt;
| Rumpfkabinett&lt;br /&gt;
|-bgcolor=B9D3EE&lt;br /&gt;
| Aug 2008&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
| [[PP-CSD]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| bürgerliches Minderheitskabinett (unterstützt durch [[PSP]])&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Kabinette seit 1946 ===&lt;br /&gt;
* Okt 1946 - Mar 1947: [[Kabinett Dorado]] ([[Demokratische Koalition]]: [[PS]], [[PCS]], [[PCC]], [[Partido Radical|PRR]], [[FNC]])&lt;br /&gt;
* Mar 1947 - Okt 1947: [[Kabinett Delauro]] ([[PS]], [[PCC]], [[Partido Radical|PRR]], [[MPD]], [[PND]], [[FNC]])&lt;br /&gt;
* Okt 1947 - Dez 1947: [[Kabinett Delavesc]] (Übergangskabinett)&lt;br /&gt;
* Dez 1947 - Jan 1949: [[Kabinett Ilpa I]] ([[Zentrumsblock]]: [[PSD]], [[PCC]], [[Partido Radical|PRD]], [[PAD]])&lt;br /&gt;
* Jan 1949 - Mar 1949: [[Kabinett Ilpa II]] (Zentrumsblock: [[PSD]], [[PCC]], [[MPD]])&lt;br /&gt;
* Mar 1949 - Okt 1950: [[Kabinett Luciaro I]] ([[PCC]], [[MPD]], [[UNP]], [[PND]], [[UDR]], [[FNC]])&lt;br /&gt;
* Okt 1950 - Jun 1953: [[Kabinett Luciaro II]] (Zentrumsblock: [[CSD]], [[PSD]], [[UDR]], [[UCR]])&lt;br /&gt;
* Jun 1953 - Nov 1954: [[Kabinett Luciaro III]] (Zentrumsblock: [[CSD]], [[PSD]]) (unterstützt durch [[UCR]])&lt;br /&gt;
* Nov 1954 - Jan 1955: [[Kabinett Luciaro IV]] (Zentrumsblock: [[CSD]], [[PSD]])&lt;br /&gt;
* Jan 1955 - Apr 1957: [[Kabinett Luciaro V]] ([[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]])&lt;br /&gt;
* Apr 1957 - Dez 1958: [[Kabinett Luciaro VI]] ([[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]])&lt;br /&gt;
* Dez 1958 - Jan 1960: [[Kabinett Luciaro VII]] ([[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]], [[PR]])&lt;br /&gt;
* Jan 1960 - Dez 1962: [[Kabinett Favale I]] ([[CSD]], [[UDR]], [[PLD]], [[PND]], [[PR]])&lt;br /&gt;
* Dez 1962 - Feb 1964: [[Kabinett Costa]] ([[CSD]], [[ASUL]])&lt;br /&gt;
* Feb 1964 - Jun 1964: [[Kabinett Santiago]] ([[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Jun 1964 - Nov 1966: [[Kabinett Del Pérez I]] ([[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Nov 1966 - Jan 1967: [[Kabinett Del Pérez II]] ([[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Jan 1967 - Mai 1967: [[Kabinett Del Pérez III]] ([[ASUL]], [[PRD]]) (Rumpfkabinett)&lt;br /&gt;
* Mai 1967 - Aug 1968: [[Kabinett Favale II]] ([[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]]) (unterstützt durch [[PRD]], zeitweise durch [[PFP]])&lt;br /&gt;
* Aug 1968 - Jan 1970: [[Kabinett Favale III]] ([[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]]) (unterstützt durch [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Jan 1970 - Nov 1970: [[Kabinett Méndez]] ([[PP-CSD]], [[UDS]], [[PR]], bis Aug 1970 [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Nov 1970 - Mai 1972: [[Kabinett Caval I]] ([[ASUL]]) (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
* Mai 1972 - Okt 1974: [[Kabinett Caval II]] ([[ASUL]]) (unterstützt durch [[PCS]])&lt;br /&gt;
* Okt 1974 - Apr 1977: [[Kabinett Caval III]] ([[ASUL]]) (unterstützt durch [[PCS]], zeitweise auch [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Apr 1977 - Jan 1979: [[Kabinett Caval IV]] ([[ASUL]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Jan 1979 - Aug 1979: [[Kabinett Caval V]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
* Aug 1979 - Jul 1982: [[Kabinett Nada I]] ([[PP-CSD]], [[ASUL]])&lt;br /&gt;
* Jul 1982 - Nov 1982: [[Kabinett Nada II]] ([[PP-CSD]]) (Rumpfkabinett)&lt;br /&gt;
* Nov 1982 - Nov 1985: [[Kabinett Moya I]] ([[PP-CSD]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Nov 1985 - Dez 1986: [[Kabinett Moya II]] ([[PP-CSD]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Dez 1986 - Mai 1988: [[Kabinett Ricardes I]] ([[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Mai 1988 - Nov 1990: [[Kabinett Ricardes II]] ([[ASUL]], [[UDS]], [[PRD]])&lt;br /&gt;
* Nov 1990 - Apr 1992: [[Kabinett Otero I]] ([[PP-CSD]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Apr 1992 - Okt 1994: [[Kabinett Otero II]] ([[PP-CSD]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Okt 1994 - Nov 1998: [[Kabinett Otero III]] ([[PP-CSD]], [[UDS]])&lt;br /&gt;
* Nov 1998 - Nov 2002: [[Kabinett De la Costa I]] ([[ASUL]], [[Verdes]]) (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
* Nov 2002 - Jul 2004: [[Kabinett De la Costa II]] ([[ASUL]], [[Verdes]]) (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
* Jul 2004 - Sep 2005: [[Kabinett De la Costa III]] ([[ASUL]], [[Verdes]]) (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
* Sep 2005 - Nov 2006: [[Kabinett De la Costa IV]] ([[ASUL]], [[Verdes]]) (unterstützt durch [[PCS]] und [[PSAP]])&lt;br /&gt;
* Nov 2006 - Mar 2008: [[Kabinett Luisanto I]] ([[PP-CSD]], [[PSP]], [[UDS]], [[CCD]])&lt;br /&gt;
* Mar 2008 - Aug 2008: [[Kabinett Luisanto II]] ([[PP-CSD]], [[UDS]], bis Mai 2008 [[CCD]]) (Rumpfkabinett)&lt;br /&gt;
* Seit Aug 2008: [[Kabinett Luisanto III]] ([[PP-CSD]], [[UDS]]) (unterstützt durch [[PSP]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Liste der sagradischen Regierungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Liste der sagradischen Regierungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Juntas Accionistas</title>
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		<updated>2011-02-11T12:39:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Juntas Accionistas''' waren rechte paramilitärische Verbände in der Zeit der [[Sagradien|sagradischen]] [[Volksfront]]regierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen [[Volksunion]] (UP) um deren Führer [[Manuel Álamo]] nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; bezeichnet. Die ''Juntistische Bewegung'' war wesentlich am Sturz der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] und an der Errichtung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten [[Truppismus|Truppistenbewegung]] der frühen Dreißiger Jahre, insbesondere in deren konservativem Flügel, den &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; (''Blauhemden''), die der autoritären Präsidentschaft [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' positiv gegenüberstanden und diese im Gegensatz zu den faschistischen &amp;quot;camisas negras&amp;quot; unterstützten. Nach der Ermordung Alemàs im Oktober 1934 kam es zu einem Verbot der paramilitärischen Verbände, das aber wirkungslos blieb. Im Zuge der [[Kommunistische Aufstände 1934|kommunistischen Aufstände]] im [[Blutherbst 1934]] gründete sich in Semess die [[Junta Accionista Nero]] (JAN) aus vormaligen Mitgliedern verschiedener Semesker Aktionstruppen. Die JAN beteiligte sich an zahlreichen Vergeltungsaktionen für die Ermordung Alemàs durch einen Kommunisten. Im Januar 1935 unterstellte sich die JAN der Führung des rechten UP-Politikers Manuel Álamo und wurde zu dessen Leibgarde. Dieser nutzte sein ausgeprägtes Netzwerk und leitete die Expansion der JAN. In der Folge gründeten sich in mehreren sagradischen Großstädten &amp;quot;Juntas Accionistas&amp;quot;, die oft als lokale Schutzverbände der Volksunion oder der [[Círculoes de la Juventú]] auftraten und im Wahlkampf für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahl 1935]] aktiv wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Rechten gegen die linke [[Volksfront]] führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, die nun aktiv von Truppisten unterwandert wurde. Die radikalen Juntas bereiteten schließlich die parteiinterne Machtübernahme Manuel Álamos vor. Bereits im Vorfeld sowie auf dem Noyarenser Parteitag der Volksunion im Dezember 1935 kam es zu Einschüchterungsversuchen gemäßigter UP-Politiker durch die Juntas. Obwohl Gegner Álamos dies auf dem Parteitag in Noyar öffentlich machten, konnten sie die putschartige Wahl Manuel Álamos zum neuen Parteichef der Volksunion nicht verhindern. Die Juntas wurden in der Folge zum bewaffneten Arm der Volksunion und bekämpften die linken Volksfrontregierungen. Das ständestaatlich ausgerichtete und klerikalfaschistisch inspirierte &amp;quot;[[Manifesto de Malesc]]&amp;quot; von 1936 wurde von den Juntisten als Gelöbnis verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die ''Juntistas'' und die aus dem ''schwarzen Truppisten'' hervorgegangenen faschistischen ''[[División Negra|Divisionisten]]'' unter der Führung von [[León Francês]] zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es im Jahr 1937 zu einem Bündnis zwischen beiden Gruppen in der [[Liga de la Comunión Nacional]]. Nach dem rechten [[Februarputsch 1938]] gegen Präsident [[Santiago Laval]] versammelten sich Juntisten und Divisionisten gemeinsam auf dem Plazarenya, feierten die &amp;quot;nationale Erhebung&amp;quot; und forderten die Ernennung einer &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Die Ernennung Manuel Álamos zum Regierungschef am 23. Februar 1938 wurde von den Juntisten durch mehrere Fackelzüge gefeiert. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|Aprilwahlen 1938]] waren die Juntas führend am Terror gegen die Linken beteiligt und wurden teilweise auch als staatliche Hilfstruppen angestellt. Obwohl Divisionisten und Juntisten gemeinsam kämpften, waren lokale Vereinigungen der beiden Gruppen selten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung des autoritären [[Estado Sagradês]] blieben die Juntas Accionistas im Gegensatz zu den Divisionen meist nicht bestehen, sondern integrierten sich rasch in die neue [[Guarda Nacional]], die als paramilitärische Einheit der neuen [[Comunión Nacional]] fungierte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Juntas Accionistas''' waren rechte paramilitärische Verbände in der Zeit der [[Sagradien|sagradischen]] [[Volksfront]]regierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen [[Volksunion]] (UP) um deren Führer [[Manuel Álamo]] nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; bezeichnet. Die ''Juntistische Bewegung'' war wesentlich am Sturz der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] und an der Errichtung des [[Estado Sagradês]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten [[Truppismus|Truppistenbewegung]] der frühen Dreißiger Jahre, insbesondere in deren konservativem Flügel, den &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; (''Blauhemden''), die der autoritären Präsidentschaft [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' positiv gegenüberstanden und diese im Gegensatz zu den faschistischen &amp;quot;camisas negras&amp;quot; unterstützten. Nach der Ermordung Alemàs im Oktober 1934 kam es zu einem Verbot der paramilitärischen Verbände, das aber wirkungslos blieb. Im Zuge der [[Kommunistische Aufstände 1934|kommunistischen Aufstände]] im [[Blutherbst 1934]] gründete sich in Semess die [[Junta Accionista Nero]] (JAN) aus vormaligen Mitgliedern verschiedener Semesker Aktionstruppen. Die JAN beteiligte sich an zahlreichen Vergeltungsaktionen für die Ermordung Alemàs durch einen Kommunisten. Im Januar 1935 unterstellte sich die JAN der Führung des rechten UP-Politikers Manuel Álamo und wurde zu dessen Leibgarde. Dieser nutzte sein ausgeprägtes Netzwerk und leitete die Expansion der JAN. In der Folge gründeten sich in mehreren sagradischen Großstädten &amp;quot;Juntas Accionistas&amp;quot;, die oft als lokale Schutzverbände der Volksunion oder der [[Círculoes de la Juventú]] auftraten und im Wahlkampf für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahl 1935]] aktiv wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Rechten gegen die linke [[Volksfront]] führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, die nun aktiv von Truppisten unterwandert wurde. Die radikalen Juntas bereiteten schließlich die parteiinterne Machtübernahme Manuel Álamos vor. Bereits im Vorfeld sowie auf dem Noyarenser Parteitag der Volksunion im Dezember 1935 kam es zu Einschüchterungsversuchen gemäßigter UP-Politiker durch die Juntas. Obwohl Gegner Álamos dies auf dem Parteitag in Noyar öffentlich machten, konnten sie die putschartige Wahl Manuel Álamos zum neuen Parteichef der Volksunion nicht verhindern. Die Juntas wurden in der Folge zum bewaffneten Arm der Volksunion und bekämpften die linken Volksfrontregierungen. Das ständestaatlich ausgerichtete und klerikalfaschistisch inspirierte &amp;quot;[[Manifesto de Malesc]]&amp;quot; von 1936 wurde von den Juntisten als Gelöbnis verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die ''Juntistas'' und die aus dem ''schwarzen Truppisten'' hervorgegangenen faschistischen ''[[División Negra|Divisionisten]]'' unter der Führung von [[León Francês]] zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es im Jahr 1937 zu einem Bündnis zwischen beiden Gruppen in der [[Liga de la Comunión Nacional]]. Nach dem rechten [[Februarputsch 1938]] gegen Präsident [[Santiago Laval]] versammelten sich Juntisten und Divisionisten gemeinsam auf dem Plazarenya, feierten die &amp;quot;nationale Erhebung&amp;quot; und forderten die Ernennung einer &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Die Ernennung Manuel Álamos zum Regierungschef am 23. Februar 1938 wurde von den Juntisten durch mehrere Fackelzüge gefeiert. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|Aprilwahlen 1938]] waren die Juntas führend am Terror gegen die Linken beteiligt und wurden teilweise auch als staatliche Hilfstruppen angestellt. Obwohl Divisionisten und Juntisten gemeinsam kämpften, waren lokale Vereinigungen der beiden Gruppen selten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung des autoritären [[Estado Sagradês]] blieben die Juntas Accionistas im Gegensatz zu den Divisionen meist nicht bestehen, sondern integrierten sich rasch in die neue [[Guarda Nacional]], die als paramilitärische Einheit der neuen [[Comunión Nacional]] fungierte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Juntas Accionistas''' waren rechte paramilitärische Verbände in der Zeit der sagradischen [[Volksfront]]regierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen [[Volksunion]] (UP) um deren Führer [[Manuel Álamo]] nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten [[Truppismus|Truppistenbewegung]] der frühen Dreißiger Jahre, insbesondere in deren konservativem Flügel, den &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; (''Blauhemden''), die der autoritären Präsidentschaft [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' positiv gegenüberstanden und diese im Gegensatz zu den faschistischen &amp;quot;camisas negras&amp;quot; unterstützten. Nach der Ermordung Alemàs im Oktober 1934 kam es zu einem Verbot der paramilitärischen Verbände, das aber wirkungslos blieb. Im Zuge der [[Kommunistische Aufstände 1934|kommunistischen Aufstände]] im [[Blutherbst 1934]] gründete sich in Semess die [[Junta Accionista Nero]] (JAN) aus vormaligen Mitgliedern verschiedener Semesker Aktionstruppen. Die JAN beteiligte sich an zahlreichen Vergeltungsaktionen für die Ermordung Alemàs durch einen Kommunisten. Im Januar 1935 unterstellte sich die JAN der Führung des rechten UP-Politikers Manuel Álamo und wurde zu dessen Leibgarde. Dieser nutzte sein ausgeprägtes Netzwerk und leitete die Expansion der JAN. In der Folge gründeten sich in mehreren sagradischen Großstädten &amp;quot;Juntas Accionistas&amp;quot;, die oft als lokale Schutzverbände der Volksunion oder der [[Círculoes de la Juventú]] auftraten und im Wahlkampf für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahl 1935]] aktiv wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Rechten gegen die linke [[Volksfront]] führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, die nun aktiv von Truppisten unterwandert wurde. Die radikalen Juntas bereiteten schließlich die parteiinterne Machtübernahme Manuel Álamos vor. Bereits im Vorfeld sowie auf dem Noyarenser Parteitag der Volksunion im Dezember 1935 kam es zu Einschüchterungsversuchen gemäßigter UP-Politiker durch die Juntas. Obwohl Gegner Álamos dies auf dem Parteitag in Noyar öffentlich machten, konnten sie die putschartige Wahl Manuel Álamos zum neuen Parteichef der Volksunion nicht verhindern. Die Juntas wurden in der Folge zum bewaffneten Arm der Volksunion und bekämpften die linken Volksfrontregierungen. Das ständestaatlich ausgerichtete und klerikalfaschistisch inspirierte &amp;quot;[[Manifesto de Malesc]]&amp;quot; von 1936 wurde von den Juntisten als Gelöbnis verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die ''Juntistas'' und die aus dem ''schwarzen Truppisten'' hervorgegangenen faschistischen ''[[División Negra|Divisionisten]]'' unter der Führung von [[León Francês]] zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es im Jahr 1937 zu einem Bündnis zwischen beiden Gruppen in der [[Liga de la Comunión Nacional]]. Nach dem rechten [[Februarputsch 1938]] gegen Präsident [[Santiago Laval]] versammelten sich Juntisten und Divisionisten gemeinsam auf dem Plazarenya, feierten die &amp;quot;nationale Erhebung&amp;quot; und forderten die Ernennung einer &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Die Ernennung Manuel Álamos zum Regierungschef am 23. Februar 1938 wurde von den Juntisten durch mehrere Fackelzüge gefeiert. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|Aprilwahlen 1938]] waren die Juntas führend am Terror gegen die Linken beteiligt und wurden teilweise auch als staatliche Hilfstruppen angestellt. Obwohl Divisionisten und Juntisten gemeinsam kämpften, waren lokale Vereinigungen der beiden Gruppen selten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung des autoritären [[Estado Sagradês]] blieben die Juntas Accionistas im Gegensatz zu den Divisionen meist nicht bestehen, sondern integrierten sich rasch in die neue [[Guarda Nacional]], die als paramilitärische Einheit der neuen [[Comunión Nacional]] fungierte.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Truppismus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Truppismus''' (sagr. ''Trōpismo'') ist die Sammmelbezeichnung für die rechtsextreme Bewegung der so genannten '''Aktionstruppen''' (sagr. ''Trōpas Accionistas''), die vor allem im [[Sagradien]] der frühen Dreißiger Jahre von Bedeutung war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionstruppen waren paramilitärische Einheiten, die zum Teil bereits in den Zwanziger Jahren entstanden, allerdings erst mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise der frühen Dreißiger Jahre großen Zulauf erhielten. Die Aktionstruppen entstanden aus unterschiedlichen Kontexten, teilweise aus ehemaligen Soldaten, teilweise auch aus studentischen und bäuerlichen Milieus, die sich infolge sozialer Missstände und einer zunehmenden politischen Polarisierung und Instabilität gegen die parlamentarische Republik wandten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aktionstruppen entstanden aus dem unmittelbaren Umfeld der katholisch-konservativen [[Unión Popular]] und standen dieser nahe, jedoch dominierten seit 1932/33 die extremen Gruppen, die sich auch gegen die Regierungspartei wandten und einen radikalen Umsturz anvisierten. Mit dem Beginn der autoritären Präsidentschaft [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' 1932 begann die Spaltung der Truppistenbewegung in zwei Lager. Während die so genannten &amp;quot;blauen Truppen&amp;quot; (oder &amp;quot;camisas azûres&amp;quot;, ''Blauhemden'') die [[Regierung Santes]] und die autoritäre Politik der Volksunion unterstützten und teilweise als lokale staatliche Hilfstruppen angeworben wurden, um kommunistische und anarchistische Aufstände niederzuschlagen, wandten sich die radikaleren &amp;quot;schwarzen Truppen&amp;quot; (&amp;quot;camsisas negras&amp;quot;), die offen dem italienischen Faschismus, dem micolinischen [[Junismus]] oder deutschen Nationalsozialismus zuneigten, entschlossen gegen die Regierung und bekämpften diese. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterstützt wurde die truppistische Bewegung von Beginn an vom sagradischen Großkapital sowie von den faschistischen Regimes in Italien und Micolinien. Aus den verschiedenen voneinander unabhängigen Aktionstruppen, die immer wieder Aufstände gegen die Republik organisierten, entstand in den Zwanziger Jahren auch die faschistisch inspirierte [[Frente Fraternal]], deren Führer [[León Francês]] zu den einflussreichsten Einzelpersönlichkeiten der lose organisierten „Truppistischen Bewegung“ (Movimiento Tropista) gehörte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung Alemà Sobrantes' im Oktober 1934 spielten die Aktionstruppen im [[Blutherbst 1934]] eine zentrale unrühmliche Rolle. Der gescheiterte [[Novemberputsch 1934|Putschversuch]] León Francês' und der mit ihm verbündeten Truppen gegen die [[Regierung Negrín]] führte zur Auflösung der [[Frente Fraternal]] und zum Verbot der Aktionstruppen, das jedoch weitgehend erfolglos blieb und erst durch die 1935 gewählte [[Volksfront]]regierung auch tatsächlich durchgesetzt wurde. Auch danach existierten zahlreiche Aktionstruppenverbände im Untergrund weiter und organisierten sich neu. León Francês gründete als Nachfolgervereinigung seiner Frente Fraternal die [[División Negra]], die zur faschistischen Massenbewegung aufstieg und schnell zur einflussreichsten Gruppe des post-truppistischen Lagers wurde. In der Tradition der &amp;quot;blauen Truppisten&amp;quot; entstanden vor allem die zahlenmäßig kleineren, aber bedeutenden [[Juntas Accionistas]], die von [[Manuel Álamo]] geführt wurden und ab 1935 die Macht innerhalb der rechten Volksunion übernahmen. Divisionisten und Juntas vereinigten sich 1937 im Kampf gegen die linke Volksfront zur [[Liga de la Comunión Nacional]] und übernahmen schließlich nach dem [[Februarputsch 1938]] gemeinsam die Macht im neu errichteten [[Estado Sagradês]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Sagradien</title>
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		<updated>2011-02-11T11:48:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich die [[Rosarische Konsetten|Rosarischen Konsetten]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[Partido del Cientro Cristiano|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vierparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Fünfziger Jahren das konservative und christdemokratische [[PP-CSD|CSD]] (seit 1965 PP-CSD) sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Der linksliberale [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) sowie die in den Sechziger Jahren erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielten seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des neuen Jahrtausends erfährt die politische Rechte einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der mit der wirtschaftsliberalen Neuausrichtung der konservativen Volkspartei [[PP-CSD]] und der Zusammenarbeit mit der populistischen PSP zusammenhängt. In diesem Zusammenhang kam es zur Abspaltung des christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático|CCD]] und der mit ihr verbündeten zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro|UDC]] sowie der linksliberalen [[Democrâcia i Solidaritá - Ils Radicales|Radikalen]] von den Mitte-Rechts-Parteien PP-CSD und UDS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist mit den Parlamentswahlen 2008 ein Fünf-Kräfte-System entstanden mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz [[Cerezo]] aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]) und Linksliberalen ([[Radicales]]), dem [[Cientro Uníu|Vereinten Zentrum]] aus [[UDC]] und [[CCD]], einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PP-CSD]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). Bei den Europawahlen und diversen Regionalwahlen im Jahr 2009 wurde dieses System in seinen Grundzügen bestätigt, wobei sich eine Tendenz zu einem Drei-Block-System andeutet, in dem sich eine Linke, eine Rechte und ein kleines Zentrum herauskristallisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], die beiden DSS-Gründer [[António Fiali Cerres]] (früher [[PSAP]]) und [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]] und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] (d/s-Rad): linksliberale Partei, ging 2008 aus den liberalen Elementen des Parteienbündnisses [[Democrâcia i Solidaritá - Progresistas per la Pluralitá]] hervor, das aus mehreren Mitte-Links-Parteien und Regionalparteien bestand. Die Radikale Partei sieht sich in der Tradition des sagradischen bürgerrechtsliberalen und sozialrefomerischen [[Partido Radical|Radikalismus]]. Gründer und prominentester Politiker ist der frühere UDS-Abgeordnete [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte:&lt;br /&gt;
* [[Cientro Uníu]] (CU): Zentrumsbündnis aus dem 2003 vom [[PP-CSD]] abgespalteten christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático]] (CCD) von [[Francisco Valderrano]] und [[Carles Vídrio]] und der sozialliberal-zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (UDC) von [[Traiano Atániez]], die 2007 aus Abtrünnigen v.a. der [[PP-CSD]] und der [[UDS]] entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular - Convergência Social Democrática]] (PP-CSD): konservative, 1952 als CSD gegründete Nachfolgepartei der christdemokratischen [[PCC]], die traditionelle dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Santo Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PP-CSD|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PP-CSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquini]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehörte 2006-2008 zur [[Viererkoalition]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], seit 2008 toleriert sie ein liberal-konservatives Minderheitskabinett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen Zentrumspartei [[Partido del Cientro Cristiano|PCC]] nahe, seit 1952 der katholisch-konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]] (bis 1965 CSD). Nach der Spaltung der PP-CSD im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des PCC sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesce|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Autonome Region]]en (''Regiones Autónomas''), [[Region (Sagradien)|Region]]en ohne vollen Autonomiestatus (''Regiones Ordinarioes'') sowie [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 20 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus [[Assessor]]en (Asesores), die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunes'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Côsilioes Municipales]]'' und ''Côsilioes Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Duerensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêcolo d'Oro|Goldenes Zeitalter]]. Der [[Erbfolgestreit nach dem Tod Davids I.]] 1543 führten zur Teilung des Reichs in eine [[Haus Santori-Valier|miguelitische]] und eine [[Josephiten|josephitische]] Hälfte. [[Michael III.]] (1543-1555) wurde [[König von Sagradien]] und erbte die Besitzungen in Micolinien ([[Servettensische Lande]]), musste aber auf die in Personalunion regierten Königreiche Portugal und [[Königreich Cuentez|Cuentez-Tulis]] verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] 1713-1721 zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]] endete mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] 1721 und der Tötung König [[Peter II.|Peters II.]]. Nach zwei Jahren [[Erste Sagradische Republik|republikanischem Intermezzo]] wurde die Herrschaft der Santori 1723 restauriert ([[Santorische Restauration]]) und Sagradien unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Lukas I.]] mit [[Cuentez-Tulis]] wiedervereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1744-1747|Erbfolgekrieg 1744-1747]] führte zur Herrschaft der [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] in Sagradien, die 1806-1813 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unter [[Julien Bonaparte]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg 1808-1813|Befreiungskrieg]] von 1808-1813 folgte die [[Bourbonische Restauration]]. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dessen Nachfolger [[Michael IV.]] eine liberale [[Miguelitische Verfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Richard III.|Richards III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Ricardes’ und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Dem 1941 von Deutschland forcierten [[Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg]] auf Seiten der Achsenmächte folgten innere Widerstände und die [[deutsche Besatzung]], ehe die Alliierten 1943 durch eine erfolgreiche [[Alliierte Landung auf Cuentez|Invasion]] das Ende des Álamo-Regimes und den Wechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten einleiteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Santo De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Santo Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semescal]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: [[Kleines Wappen der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[David I. (Sagradien)|David I. von Sagradien]], König (1509-1543)&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: dunkelrot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 1000-Denar-Schein: blau/violett, [[Santiago Calles]], Astronom &amp;amp; Philosoph&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Gaspacho]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquini]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8: [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nova Bresta]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Cuernta]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía Tulinês-Sollarês]]''): [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Nonth]] – [[Cuernta]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[San Joán]] – [[Korcalla]] – [[Artir]]		&lt;br /&gt;
* A13: [[Ostino]] – [[San Miguel]] – [[Laquini]] – [[Gerón]] – [[Lavallano]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Gaspacho]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sur al Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Perín]]''): [[Freúte]] – [[San Vicente del Fornat]] – [[San Pietro de Perín]] – [[Marcano]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): [[San Cristo]] – [[Valier]] – [[Tulis]]	&lt;br /&gt;
* A24 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquini]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquini]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[La Vôce]] (linksliberal)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, in der [[Avante]]-Mediengruppe)&lt;br /&gt;
* [[Avôi]] (Bouvelardzeitung, in der [[Avante]]-Mediengruppe)&lt;br /&gt;
* [[L’Expreso]] (Boulevardzeitung, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe)&lt;br /&gt;
* [[La República]] (linksorientiert)&lt;br /&gt;
* [[Il Corrier de la Sera]] (konservativ, wichtigstes Abendblatt)&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Crûce]] (katholisch-konservativ)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (linksliberale Wochenzeitung)&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesce]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörtig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]]&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentezal'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[A-Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]]&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesce (zur Aseregui-Gruppe gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]]&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semess]], [[SC Mesarque]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, 1976 in Micolinien und 2008 [[EURO 2008|im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land Vizeweltmeister 1958 sowie WM-Dritter in Frankreich 1998, ehe sie bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Dínoel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]], der im Jahr 2004 zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur Pînia]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Schwarze Division</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Movimiento de la División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (MDSOP, deutsch ''Sagradische Divisionsbewegung der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die unter der Führung von [[León Francês]] 1938 eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] spielte. Sie repräsentiert den radikalen Flügel des so genannten [[Sagrofaschismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Gründung ==&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hat ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei den [[Dezemberwahlen 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde im Zuge der autoritären Regierung des Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. Der [[Novemberputsch 1934|gescheiterte Putschversuch]] Francês' im November 1934 führte schließlich zur Auflösung der Frente Fraternal und zur Flucht Francês' nach Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Folgejahr kehrte Francês aus seinem Exil zurück und wurde in einem Aufsehen erregenden Prozess freigesprochen. In der Folge reorganisierte er seine alte Partei und veröffentliche das ''Divisionistische Manifest'', in dem er die Gründung der ''División Sagradêsa de Ofensiva Popular'' bekanntgab und zum politischen Kampf gegen die frisch gewählte linke [[Volksfront]] aufrief. Obwohl die Volksfrontregierung die Aktionstruppen verboten hatte, traten die Schwarzen Divisionen als &amp;quot;nationale Selbstschutzverbände&amp;quot; in deren Tradition auf und wurden binnen weniger Monate zur rechtsextremen Massenbewegung. Im Herbst 1936 hatte sie bereits mehr Anhänger als alle anderen sagradischen Parteien der Rechten inklusive der [[Volksunion]], die inzwischen von [[Manuel Álamo]] und seinen [[Juntas Accionistas]] kontrolliert wurde. Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; und die Anhänger der Frente Fraternal trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;camisas negras&amp;quot; und als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Machtübernahme und Rolle im Estado Sagradês ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1937 vereinigten sich Francês und Manuel Álamo in der so genannten [[Liga de Comunión Nacional]] gegen die Volksfront und erklärten die Niederschlagung der linken Republik und die Errichtung des &amp;quot;erneuerten Staates&amp;quot; zum Ziel. Die zahlreichen rechten Aufstände der Folgemonate gegen die Politik der Linksregierung wurden wesentlich von den Divisionisten angeführt, die sich vielerorts heftige Kämpfe mit Regierungstruppen und linken Paramilitärs lieferten. In vielen [[Semess|Semesker]] Straßen war der Terror der schwarz gekleideten und mit blauer Baskenmütze ausgestatteten Divisionisten berüchtigt. Die heftigen Aufstände im Januar und Februar 1938 führten schließlich am 21. Februar 1938 zum [[Februarputsch 1938|rechten Putsch]], der von den Divisionisten aktiv unterstützt wurde. Wenige Stunden nach der geglückten gewaltsamen Machtübernahme General [[Oscar Romero Castro]]s versammelten sich auf dem [[Plazarenya]], dem Platz vor dem Präsidentenpalast, Divisionisten und Álamo-Anhänger, feierten den Putsch als [[Revolución Nacional]] und forderten die Ernennung einer neuen &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Ziel der Divisionisten war die Machtübergabe an ihren ''Duce'' León Francês und die Errichtung eines &amp;quot;divisionistischen Staats&amp;quot; mithilfe Álamos und Romero Castros. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem schließlich von Castro als ''Governo de la Comunión Nacional'' ernannten [[Kabinett Álamo I]] gehörte Francês zwar nicht als Regierungschef, doch als mächtiger Minister für innere Sicherheit an. Es gelang ihm auf diese Weise, binnen weniger Monate den republikanischen Rechtsstaat zu zerschlagen und eine Diktatur nach faschistischem Muster zu errichten, in der die Divisionisten eine Schlüsselrolle spielten. Dennoch konnte [[Manuel Álamo]] seine Position im so genannten [[Triumvirat]] immer mehr stärken. Der nach den [[Aprilwahlen 1938]] errichtete [[Estado Sagradês]], ein autoritär-klerikaler Ständestaat, erfüllte die Erwartungen der radikalen Divisionisten nicht, doch glaubte Francês noch, durch die Macht der ihm ergebenen Massen die Führung des Regimes übernehmen und die divisionistische Revolution zu einem Abschluss bringen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entmachtung ==&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits mehrmals zu regime-internen Machtkämpfen zwischen Álamo und Francês gekommen war, wagten die Divisionisten im Juli 1939 in mehreren Städten den [[Divisionistenaufstand 1939|Aufstand zur Errichtung des Divisionsstaats]], die jedoch bereits im Keim zerschlagen wurden und völlig fehlschlugen. León Francês trat noch am selben Abend von seinem Ministeramt zurück. Er wurde im Gegenzug von Álamo von jeglicher Verbindung zum Aufstand entlastet und zog sich ins Privatleben zurück. Neuer Führer der División wurde offiziell Manuel Álamo, der die Organisation nun vollends gleichschaltete und in die Strukturen der [[Comunión Nacional]] sowie der [[Guarda Nacional]] integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês starb 1942 in seinem Haus im alkonischen [[Guarrí]] an Herzversagen. Gegner Álamos bezichtigten das Regime des Mordes an Francês', dessen Tod jedoch lange nach seiner Entmachtung kam und dem Regime kaum noch politischen Nutzen brachte. Trotz seines wahrscheinlichen Putschversuchs gegen das Regime erhielt er ein offizielles Staatsbegräbnis und wurde als Heros des Regimes gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des Álamo-Regimes 1943 wurden auch die Divisionen aufgelöst. In der folgenden [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Nova Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich die [[Rosarische Konsetten|Rosarischen Konsetten]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[Partido del Cientro Cristiano|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vierparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Fünfziger Jahren das konservative und christdemokratische [[PP-CSD|CSD]] (seit 1965 PP-CSD) sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Der linksliberale [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) sowie die in den Sechziger Jahren erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielten seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des neuen Jahrtausends erfährt die politische Rechte einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der mit der wirtschaftsliberalen Neuausrichtung der konservativen Volkspartei [[PP-CSD]] und der Zusammenarbeit mit der populistischen PSP zusammenhängt. In diesem Zusammenhang kam es zur Abspaltung des christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático|CCD]] und der mit ihr verbündeten zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro|UDC]] sowie der linksliberalen [[Democrâcia i Solidaritá - Ils Radicales|Radikalen]] von den Mitte-Rechts-Parteien PP-CSD und UDS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist mit den Parlamentswahlen 2008 ein Fünf-Kräfte-System entstanden mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz [[Cerezo]] aus Sozialisten ([[ASUL]]), Grünen ([[Verdes]]) und Linksliberalen ([[Radicales]]), dem [[Cientro Uníu|Vereinten Zentrum]] aus [[UDC]] und [[CCD]], einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PP-CSD]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). Bei den Europawahlen und diversen Regionalwahlen im Jahr 2009 wurde dieses System in seinen Grundzügen bestätigt, wobei sich eine Tendenz zu einem Drei-Block-System andeutet, in dem sich eine Linke, eine Rechte und ein kleines Zentrum herauskristallisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], die beiden DSS-Gründer [[António Fiali Cerres]] (früher [[PSAP]]) und [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]] und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Alianza Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
* [[Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales]] (d/s-Rad): linksliberale Partei, ging 2008 aus den liberalen Elementen des Parteienbündnisses [[Democrâcia i Solidaritá - Progresistas per la Pluralitá]] hervor, das aus mehreren Mitte-Links-Parteien und Regionalparteien bestand. Die Radikale Partei sieht sich in der Tradition des sagradischen bürgerrechtsliberalen und sozialrefomerischen [[Partido Radical|Radikalismus]]. Gründer und prominentester Politiker ist der frühere UDS-Abgeordnete [[Javier Ibarra]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte:&lt;br /&gt;
* [[Cientro Uníu]] (CU): Zentrumsbündnis aus dem 2003 vom [[PP-CSD]] abgespalteten christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático]] (CCD) von [[Francisco Valderrano]] und [[Carles Vídrio]] und der sozialliberal-zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (UDC) von [[Traiano Atániez]], die 2007 aus Abtrünnigen v.a. der [[PP-CSD]] und der [[UDS]] entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular - Convergência Social Democrática]] (PP-CSD): konservative, 1952 als CSD gegründete Nachfolgepartei der christdemokratischen [[PCC]], die traditionelle dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Santo Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PP-CSD|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PP-CSD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquini]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehörte 2006-2008 zur [[Viererkoalition]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], seit 2008 toleriert sie ein liberal-konservatives Minderheitskabinett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen Zentrumspartei [[Partido del Cientro Cristiano|PCC]] nahe, seit 1952 der katholisch-konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]] (bis 1965 CSD). Nach der Spaltung der PP-CSD im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cristiano Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des PCC sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesce|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Autonome Region]]en (''Regiones Autónomas''), [[Region (Sagradien)|Region]]en ohne vollen Autonomiestatus (''Regiones Ordinarioes'') sowie [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 20 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus [[Assessor]]en (Asesores), die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunes'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Côsilioes Municipales]]'' und ''Côsilioes Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Duerensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêcolo d'Oro|Goldenes Zeitalter]]. Der [[Erbfolgestreit nach dem Tod Davids I.]] 1543 führten zur Teilung des Reichs in eine [[Haus Santori-Valier|miguelitische]] und eine [[Josephiten|josephitische]] Hälfte. [[Michael III.]] (1543-1555) wurde [[König von Sagradien]] und erbte die Besitzungen in Micolinien ([[Servettensische Lande]]), musste aber auf die in Personalunion regierten Königreiche Portugal und [[Königreich Cuentez|Cuentez-Tulis]] verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] 1713-1721 zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]] endete mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] 1721 und der Tötung König [[Peter II.|Peters II.]]. Nach zwei Jahren [[Erste Sagradische Republik|republikanischem Intermezzo]] wurde die Herrschaft der Santori 1723 restauriert ([[Santorische Restauration]]) und Sagradien unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Lukas I.]] mit [[Cuentez-Tulis]] wiedervereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1744-1747|Erbfolgekrieg 1744-1747]] führte zur Herrschaft der [[Sagradische Bourbonen|Bourbonen]] in Sagradien, die 1806-1813 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unter [[Julien Bonaparte]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg 1808-1813|Befreiungskrieg]] von 1808-1813 folgte die [[Bourbonische Restauration]]. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dessen Nachfolger [[Michael IV.]] eine liberale [[Miguelitische Verfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Richard III.|Richards III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Ricardes’ und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Dem 1941 von Deutschland forcierten [[Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg]] auf Seiten der Achsenmächte folgten innere Widerstände und die [[deutsche Besatzung]], ehe die Alliierten 1943 durch eine erfolgreiche [[Alliierte Landung auf Cuentez|Invasion]] das Ende des Álamo-Regimes und den Wechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten einleiteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Santo De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Santo Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semescal]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: [[Kleines Wappen der Sagradischen Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[David I. (Sagradien)|David I. von Sagradien]], König (1509-1543)&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: dunkelrot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 1000-Denar-Schein: blau/violett, [[Santiago Calles]], Astronom &amp;amp; Philosoph&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Gaspacho]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquini]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8: [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nova Bresta]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Cuernta]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía Tulinês-Sollarês]]''): [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Nonth]] – [[Cuernta]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[San Joán]] – [[Korcalla]] – [[Artir]]		&lt;br /&gt;
* A13: [[Ostino]] – [[San Miguel]] – [[Laquini]] – [[Gerón]] – [[Lavallano]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Gaspacho]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sur al Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Perín]]''): [[Freúte]] – [[San Vicente del Fornat]] – [[San Pietro de Perín]] – [[Marcano]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Mar Azul]]''): [[San Cristo]] – [[Valier]] – [[Tulis]]	&lt;br /&gt;
* A24 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquini]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquini]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[La Vôce]] (linksliberal)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, in der [[Avante]]-Mediengruppe)&lt;br /&gt;
* [[Avôi]] (Bouvelardzeitung, in der [[Avante]]-Mediengruppe)&lt;br /&gt;
* [[L’Expreso]] (Boulevardzeitung, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe)&lt;br /&gt;
* [[La República]] (linksorientiert)&lt;br /&gt;
* [[Il Corrier de la Sera]] (konservativ, wichtigstes Abendblatt)&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Crûce]] (katholisch-konservativ)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (linksliberale Wochenzeitung)&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesce]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörtig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]]&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentezal'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[A-Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]]&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesce (zur Aseregui-Gruppe gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]]&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semess]], [[SC Mesarque]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, 1976 in Micolinien und 2008 [[EURO 2008|im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azul“ im eigenen Land Vizeweltmeister 1958 sowie WM-Dritter in Frankreich 1998, ehe sie bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Dínoel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]], der im Jahr 2004 zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur Pînia]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<title>Schwarze Division</title>
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		<updated>2011-02-11T11:45:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Ursprung und Gründung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Movimiento de la División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (MDSOP, deutsch ''Sagradische Divisionsbewegung der Volksoffensive''), genannt '''División Negra''' (''schwarze Division'') war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die unter der Führung von [[León Francês]] 1938 eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] spielte. Sie repräsentiert den radikalen Flügel des so genannten [[Sagrofaschismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Gründung ==&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hat ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei den [[Dezemberwahlen 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde im Zuge der autoritären Regierung des Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. Der [[Novemberputsch 1934|gescheiterte Putschversuch]] Francês' im November 1934 führte schließlich zur Auflösung der Frente Fraternal und zur Flucht Francês' nach Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Folgejahr kehrte Francês aus seinem Exil zurück und wurde in einem Aufsehen erregenden Prozess freigesprochen. In der Folge reorganisierte er seine alte Partei und veröffentliche das ''Divisionistische Manifest'', in dem er die Gründung der ''División Sagradêsa de Ofensiva Popular'' bekanntgab und zum politischen Kampf gegen die frisch gewählte linke [[Volksfront]] aufrief. Obwohl die Volksfrontregierung die Aktionstruppen verboten hatte, traten die Schwarzen Divisionen als &amp;quot;nationale Selbstschutzverbände&amp;quot; in deren Tradition auf und wurden binnen weniger Monate zur rechtsextremen Massenbewegung. Im Herbst 1936 hatte sie bereits mehr Anhänger als alle anderen sagradischen Parteien der Rechten inklusive der [[Volksunion]], die inzwischen von [[Manuel Álamo]] und seinen [[Juntas Accionistas]] kontrolliert wurde. Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; und die Anhänger der Frente Fraternal trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;camisas negras&amp;quot; und als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Machtübernahme und Rolle im Estado Sagradês ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1937 vereinigten sich Francês und Manuel Álamo in der so genannten [[Liga de Comunión Nacional]] gegen die Volksfront und erklärten die Niederschlagung der linken Republik und die Errichtung des &amp;quot;erneuerten Staates&amp;quot; zum Ziel. Die zahlreichen rechten Aufstände der Folgemonate gegen die Politik der Linksregierung wurden wesentlich von den Divisionisten angeführt, die sich vielerorts heftige Kämpfe mit Regierungstruppen und linken Paramilitärs lieferten. In vielen [[Semess|Semesker]] Straßen war der Terror der schwarz gekleideten und mit blauer Baskenmütze ausgestatteten Divisionisten berüchtigt. Die heftigen Aufstände im Januar und Februar 1938 führten schließlich am 21. Februar 1938 zum [[Februarputsch 1938|rechten Putsch]], der von den Divisionisten aktiv unterstützt wurde. Wenige Stunden nach der geglückten gewaltsamen Machtübernahme General [[Oscar Romero Castro]]s versammelten sich auf dem [[Plazarenya]], dem Platz vor dem Präsidentenpalast, Divisionisten und Álamo-Anhänger, feierten den Putsch als [[Revolución Nacional]] und forderten die Ernennung einer neuen &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Ziel der Divisionisten war die Machtübergabe an ihren ''Duce'' León Francês und die Errichtung eines &amp;quot;divisionistischen Staats&amp;quot; mithilfe Álamos und Romero Castros. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem schließlich von Castro als ''Governo de la Comunión Nacional'' ernannten [[Kabinett Álamo I]] gehörte Francês zwar nicht als Regierungschef, doch als mächtiger Minister für innere Sicherheit an. Es gelang ihm auf diese Weise, binnen weniger Monate den republikanischen Rechtsstaat zu zerschlagen und eine Diktatur nach faschistischem Muster zu errichten, in der die Divisionisten eine Schlüsselrolle spielten. Dennoch konnte [[Manuel Álamo]] seine Position im so genannten [[Triumvirat]] immer mehr stärken. Der nach den [[Aprilwahlen 1938]] errichtete [[Estado Sagradês]], ein autoritär-klerikaler Ständestaat, erfüllte die Erwartungen der radikalen Divisionisten nicht, doch glaubte Francês noch, durch die Macht der ihm ergebenen Massen die Führung des Regimes übernehmen und die divisionistische Revolution zu einem Abschluss bringen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entmachtung ==&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits mehrmals zu regime-internen Machtkämpfen zwischen Álamo und Francês gekommen war, wagten die Divisionisten im Juli 1939 in mehreren Städten den [[Divisionistenaufstand 1939|Aufstand zur Errichtung des Divisionsstaats]], die jedoch bereits im Keim zerschlagen wurden und völlig fehlschlugen. León Francês trat noch am selben Abend von seinem Ministeramt zurück. Er wurde im Gegenzug von Álamo von jeglicher Verbindung zum Aufstand entlastet und zog sich ins Privatleben zurück. Neuer Führer der División wurde offiziell Manuel Álamo, der die Organisation nun vollends gleichschaltete und in die Strukturen der [[Comunión Nacional]] sowie der [[Guarda Nacional]] integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês starb 1942 in seinem Haus im alkonischen [[Guarrí]] an Herzversagen. Gegner Álamos bezichtigten das Regime des Mordes an Francês', dessen Tod jedoch lange nach seiner Entmachtung kam und dem Regime kaum noch politischen Nutzen brachte. Trotz seines wahrscheinlichen Putschversuchs gegen das Regime erhielt er ein offizielles Staatsbegräbnis und wurde als Heros des Regimes gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des Álamo-Regimes 1943 wurden auch die Divisionen aufgelöst. In der folgenden [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Nova Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.254.15</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Schwarze_Division&amp;diff=2849</id>
		<title>Schwarze Division</title>
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		<updated>2011-02-11T11:44:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.254.15: /* Ursprung und Gründung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Movimiento de la División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (MDSOP, deutsch ''Sagradische Divisionsbewegung der Volksoffensive''), genannt '''División Negra''' (''schwarze Division'') war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die unter der Führung von [[León Francês]] 1938 eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] spielte. Sie repräsentiert den radikalen Flügel des so genannten [[Sagrofaschismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Gründung ==&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hat ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei den [[Dezemberwahlen 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde im Zuge der autoritären Regierung des Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. Der [[Novemberputsch 1934|gescheiterte Putschversuch]] Francês' im November 1934 führte schließlich zur Auflösung der Frente Fraternal und zur Flucht Francês' nach Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Folgejahr kehrte Francês aus seinem Exil zurück und wurde in einem Aufsehen erregenden Prozess freigesprochen. In der Folge reorganisierte er seine alte Partei und veröffentliche das ''Divisionistische Manifest'', in dem er die Gründung der ''División Sagradêsa de Ofensiva Popular'' bekanntgab und zum politischen Kampf gegen die frisch gewählte linke [[Volksfront]] aufrief. Obwohl die Volksfrontregierung die Aktionstruppen verboten hatte, traten die Schwarzen Divisionen als &amp;quot;nationale Selbstschutzverbände&amp;quot; in deren Tradition auf und wurden binnen weniger Monate zur rechtsextremen Massenbewegung. Im Herbst 1936 hatte sie bereits mehr Anhänger als alle anderen sagradischen Parteien der Rechten inklusive der [[Volksunion]], die inzwischen von [[Manuel Álamo]] und seinen [[Juntas Accionistas]] kontrolliert wurde. Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; und die Anhänger der Frente Fraternal trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;camisetas negras&amp;quot; und als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Machtübernahme und Rolle im Estado Sagradês ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1937 vereinigten sich Francês und Manuel Álamo in der so genannten [[Liga de Comunión Nacional]] gegen die Volksfront und erklärten die Niederschlagung der linken Republik und die Errichtung des &amp;quot;erneuerten Staates&amp;quot; zum Ziel. Die zahlreichen rechten Aufstände der Folgemonate gegen die Politik der Linksregierung wurden wesentlich von den Divisionisten angeführt, die sich vielerorts heftige Kämpfe mit Regierungstruppen und linken Paramilitärs lieferten. In vielen [[Semess|Semesker]] Straßen war der Terror der schwarz gekleideten und mit blauer Baskenmütze ausgestatteten Divisionisten berüchtigt. Die heftigen Aufstände im Januar und Februar 1938 führten schließlich am 21. Februar 1938 zum [[Februarputsch 1938|rechten Putsch]], der von den Divisionisten aktiv unterstützt wurde. Wenige Stunden nach der geglückten gewaltsamen Machtübernahme General [[Oscar Romero Castro]]s versammelten sich auf dem [[Plazarenya]], dem Platz vor dem Präsidentenpalast, Divisionisten und Álamo-Anhänger, feierten den Putsch als [[Revolución Nacional]] und forderten die Ernennung einer neuen &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Ziel der Divisionisten war die Machtübergabe an ihren ''Duce'' León Francês und die Errichtung eines &amp;quot;divisionistischen Staats&amp;quot; mithilfe Álamos und Romero Castros. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem schließlich von Castro als ''Governo de la Comunión Nacional'' ernannten [[Kabinett Álamo I]] gehörte Francês zwar nicht als Regierungschef, doch als mächtiger Minister für innere Sicherheit an. Es gelang ihm auf diese Weise, binnen weniger Monate den republikanischen Rechtsstaat zu zerschlagen und eine Diktatur nach faschistischem Muster zu errichten, in der die Divisionisten eine Schlüsselrolle spielten. Dennoch konnte [[Manuel Álamo]] seine Position im so genannten [[Triumvirat]] immer mehr stärken. Der nach den [[Aprilwahlen 1938]] errichtete [[Estado Sagradês]], ein autoritär-klerikaler Ständestaat, erfüllte die Erwartungen der radikalen Divisionisten nicht, doch glaubte Francês noch, durch die Macht der ihm ergebenen Massen die Führung des Regimes übernehmen und die divisionistische Revolution zu einem Abschluss bringen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entmachtung ==&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits mehrmals zu regime-internen Machtkämpfen zwischen Álamo und Francês gekommen war, wagten die Divisionisten im Juli 1939 in mehreren Städten den [[Divisionistenaufstand 1939|Aufstand zur Errichtung des Divisionsstaats]], die jedoch bereits im Keim zerschlagen wurden und völlig fehlschlugen. León Francês trat noch am selben Abend von seinem Ministeramt zurück. Er wurde im Gegenzug von Álamo von jeglicher Verbindung zum Aufstand entlastet und zog sich ins Privatleben zurück. Neuer Führer der División wurde offiziell Manuel Álamo, der die Organisation nun vollends gleichschaltete und in die Strukturen der [[Comunión Nacional]] sowie der [[Guarda Nacional]] integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês starb 1942 in seinem Haus im alkonischen [[Guarrí]] an Herzversagen. Gegner Álamos bezichtigten das Regime des Mordes an Francês', dessen Tod jedoch lange nach seiner Entmachtung kam und dem Regime kaum noch politischen Nutzen brachte. Trotz seines wahrscheinlichen Putschversuchs gegen das Regime erhielt er ein offizielles Staatsbegräbnis und wurde als Heros des Regimes gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des Álamo-Regimes 1943 wurden auch die Divisionen aufgelöst. In der folgenden [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Nova Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1936</title>
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[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 1935]]&lt;/div&gt;</summary>
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