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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Sinistra Democrática Unida]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
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		<updated>2012-02-22T22:27:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Demokratie und Freiheit - die Radikalen''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] '''Democrâcia i Libertá - ils Radicales''', kurz '''RAD''' oder '''d/l''') ist eine politische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 2008 gegründet und ging aus einer sagradischen Nichtregierungsorganisation hervor. Sie ist der Versuch, die traditionsreiche, aber seit Jahren marginalisierte sagradische Parteienströmung des bürgerlich-demokratischen [[Partido Radical|Radikalismus]] neu zu beleben und zugleich mit neuen Inhalten zu füllen. Gründer und Parteiführer war bis 2011 der Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]], der die Partei mittlerweile jedoch wieder verlassen hat. Derzeit wird die Partei von einem gleichberechtigten Führungsduo bestehend aus dem Gründungsmitglied [[Catarina Eguelnoff]] und dem erst seit 2010 in der Partei vertretenen Geschäftsmann [[Marcelo Venizelos]] geführt. Unter dem Einfluss Venizelos' hat die Partei sich von ihrer ursprünglich sozialliberalen Ausrichtung weg und hin zu einem eher libertären und klassisch-liberalen Profil entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung in der &amp;quot;radikalen Diaspora&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die letzte radikaldemokratische Partei in Sagradien, die es aus eigener Kraft geschafft hatte, ins sagradische Abgeordnetenhaus einzuziehen, war der [[Partido Radical-Democrático]] (PRD), der 1958 gegründet wurde und in den Sechziger Jahren direkt und indirekt an mehreren Regierungen beteiligt war, 1970 aber aus dem Parlament schied. Danach schaffte die Partei es erst wieder bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] durch eine Listengemeinschaft mit der sozialistischen [[ASUL]] schaffte, eigene Vertreter ins Parlament zu entsenden. Viele linksgerichtete Radikale &lt;br /&gt;
schlossen sich seit Ende der Siebziger Jahre der grün-alternativen Bewegung in Sagradien an, die in vielen am politische Erben der Radikalen angesehen werden können, andere wechselten zur eher gemäßigt-liberalen [[UDS]], während die Rest-Partei sich zunehmend in Abhängigkeit von der ASUL befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übertritt der gesamten Parteiführung des PRS zur ASUL im Jahr 1992 führte zur Auflösung der Partei. Heimatlos gewordene Radikale, die nicht der Sozialistischen Partei beitreten wollten, gründeten daraufhin 1993 die [[Unión del Radicalismo]], die sich im Jahr 2000 mit dem [[Partido Progresista]] zur [[Unión del Radicalismo - ils Progresistas]] vereinigte, aber auf nationaler Ebene keine durchschlagenden Erfolge erzielen konnte und eine Splitterpartei blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der d/l als NGO und als Partei ===&lt;br /&gt;
Seit Ende der Neunziger Jahre mehrten sich die Versuche, den politischen Radikalismus in Sagradien neuzubeleben. Der Generalsekretär und 2001 zum Vorsitzenden der UDS gewählte [[Luca Orrieva]] versuchte nach mehreren Wahlniederlagen seiner Partei, zuletzt bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem Verlust der Regierungsbeteiligung zunehmend linksliberale Wähler anzusprechen und platzierte bewusst linksliberal gesinnte Abgeordnete auf nationalen Wahllisten. Bei den [[Europawahlen 1999]] kandidierte daraufhin der parteilose Bürgerrechtsanwalt [[Javier Ibarra]] auf Platz 3 der UDS-Wahlliste und zog so ins EU-Parlament ein. 2006 zog Ibarra, seit 2001 Parteimitglied der UDS, in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, verließ nach der Bildung einer Mitte-Rechts-Koalition und im Streit mit der Parteiführung aber im Frühjahr 2007 als einer von &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; die UDS-Fraktion. Wenig später gründete er mit dem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) eine eigene politische Gruppierung mit dem Ziel, auf Dauer eine neue radikaldemokratische Partei in Sagradien zu etablieren. Die RRD arbeitete eng mit dem linksliberalen politischen Think Tank [[Iniciativa Democrâcia i Libertá]] (d/l) zusammen, der die politischen Proteste gegen das neue Einwanderungsgesetz der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]] anführte. Ibarra, selbst Führungsmitglied der Initiative Demokratie und Freiheit, bezeichnete seine Wiedergründungsbewegung als &amp;quot;parlamentarischen Arm der d/l&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2007 kam es zur Gründung einer neuen politischen Koalition durch den Zusammenschluss der UdR-Pro mit Ibarras Refundación-Bewegung und der Nichtregierungsorganisation ''Demokratie und Freiheit''. Aus dem Zusammenschluss sollte binnen eines Jahres eine neue politische Partei entstehen. Angesichts der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beschleunigte sich der Parteibildungsprozess. Die neue Partei wurde im März 2008 gegründet, gab sich eine lose Organisationsstruktur mit einem Sprecherkreis an der Spitze und den Namen ''Iniciativa Democrâcia i Libertá - Novoes Radicales'' (d/l).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandlungen der neuen Partei mit der ebenfalls jungen, 2007 gegründeten [[Union der Zentrumsdemokraten]] des ehemaligen [[PP-CSD|Volkspartei]]-Ministers [[Traiano Atániez]] zur Bildung eines Wahlbündnisses der Mitte scheiterten. Schließlich schloss sich die Partei dem oppositionellen Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] an, das von den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und [[Verdes|Grünen]] angeführt wurde. Infolgedessen bildete sich aus Reihen des UdR eine Gegengruppe [[Decidir il Cânviu]], welche die neue d/l-Partei ablehnte und sich der politischen Rechten anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dreizprozent-Hürde zu überspringen, ging Ibarra ein strategisches Bündnis mit den erfolgreichen Regionalparteien [[Entesa de la Sinistra Regionalista]] in [[Aziz]] und [[Acción Regionalista d'Escada]] ein. Die beiden Parteien platzierten je eigene Vertreter auf der Liste, die in Aziz den Namen [[Democrâcia i Libertá - l'Entesa]] und in den Provinzen der Regionen Escada-Alto Pin und Val d'Ambrís den Namen [[Democrâcia i Libertá per l'Escada]] erhielt. Mit der TV-Journalistin [[Nadina Kasparov-Sorín]] präsentierte die Partei zudem eine landesweit prominente Politikerin auf Platz 1 der Liste, während Ibarra aber in der Öffentlichkeit als eigentlicher Parteiführer auftrat. Zu den Kandidaten der Partei gehören daneben der liberale Politikwissenschaftler [[Iano Demetris]] sowie die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]], Mitglied der ökologischen Partei [[Acción Cívica Ecologista]], die sich wenig später der Partei anschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das D/L-Bündnis erhielt nach einer improvisierten Kampagne bei den Wahlen 2,1 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die sagradische Abgeordnetenkammer. Die D/L-ARE-Liste konnte im Wahlkreis Escada jedoch über zehn Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die D/L-Entesa-Liste wurde in Aziz sogar mit 18 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft. Bei der Wahl erhielt die Partei nicht so sehr wie eigentlich erhofft Wählerzustrom von der liberalen UDS, sondern stärker von den verbündeten sagradischen Sozialisten und den Grünen, die beide an Stimmen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen unter Javier Ibarra 2008-2011 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Partei sich um eine Wiederholung des Parteibündnisses für die [[Europawahlen 2009]] bemüht hatte, lehnten die Regionalparteien dies ab und bildeten gemeinsam mit den Grünen nach dem Modell der ALE-Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament eine gemeinsame Wahlliste. Die Radikalen kündigten daraufhin an, eine eigene Liste aufzustellen. Vor der Wahl wurde davon ausgegangen, dass sich die radikalen Abgeordneten im neuen EU-Parlament der Gruppe der ALDE anschließen würden, der auch das bisher einzige Parteimitglied im Europaparlament [[Ernesto Joán Kirchner]], angehörte, der 2004 für die UDS ins EU-Parlament gewählt worden war. Die Partei wollte dies ihren Abgeordneten aber freistellen, da man sich zu diesem Zeitpunkt keiner europäischen Partei angeschlossen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europawahlen endeten für die Radikalen aber mit einer Niederlage. Mit 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die Partei auch den Einzug ins Europaparlament deutlich und ist nicht länger in Straßburg und Brüssel vertreten. In der Folge wurde bereits über ein Ende der jungen Partei spekuliert wird. Innerhalb der Partei wird daher über eine engere Zusammenarbeit mit den Sozialisten diskutiert, mit denen die Radikalen auf regionaler Ebene kooperieren, während die Radikalen im Senat eine gemeinsame Gruppe mit den Grünen bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskussionen in der Partei um Profilierungsversuche, mögliche Bündnisse, Lagerzugehörigkeit sowie die Versuche Ibarras, die Parteistrukturen stärker auf ihn als Sekretär auszurichten, führten schließlich zu heftigen Verwerfungen. [[Iano Demetris]], der das Konzept einer Partei der unabhängigen Mitte verficht, verließ daraufhin die Partei und schloss sich der Union der Zentrumsdemokraten an, die Bürgerrechtlerin [[Antónia Marguellas]] wechselte zur Fraktion der sagradischen Grünen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] in zwölf von 20 Regionen konnten die Radikalen sich nicht verbessern und zogen mit im landesweiten Durchschnitt 2 Prozent der Stimmen nur in vier Regionalräte ein und kamen in keiner Region über mehr als 4 Prozent der Stimmen. Bei den [[Region Semesce|Semesker]] und [[Sarmay|Sarmayer]] [[Regionalwahlen 2010|Regionalratswahlen im Sommer 2010]] mussten die Radikalen schließlich schmerzliche Niederlagen einstecken. Bei der Neuwahl in Semesce fielen sie innerhalb eines dreiviertel Jahres von 4 auf 2 Prozent der Stimmen zurück und verfehlten damit den neuerlichen Einzug in den Regionalrat, in Sarmay erhielten sie sogar nur ein Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 2010 war die Partei damit in vier von zwanzig Regionalparlamenten und in drei linksgerichteten Regionalregierungen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit und Austritt Javier Ibarras ===&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 2010/2011 kündigte Javier Ibarra einen möglichen Strategiewechsel für das Jahr 2011 an. Die Teilnahme an der von den sagradischen Grünen und einigen Regionalparteien nach dem Erfolg der EPV-Liste bei den Europawahlen 2009 gegründeten [[Coordinadora de Progresistas]] deutet auf eine stärkere Hinwendung zu den Grünen hin, Ibarra schließt aber auch eine engere Kooperation mit den [[Cientro Uníu|Zentrumsparteien]] nicht aus. Gegen diesen Kurs bildete sich bald jedoch eine parteiinterne Gegengruppe unter Führung des erst seit 2010 als Mitglied geführten [[Marcelo Venizelos]] heraus, die einen Verlust der Unabhängigkeit der Partei befürchtete und eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken ablehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst eskalierte der Streit um eine geeignete Strategie für das Wahljahr 2012 in einem von Marcelo Venizelos angeregten Mitgliederentscheid über das Ziel Javier Ibarras, an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl 2012]] als Teil eines Wahlbündnisses mit den sagradischen [[Verdes|Grünen]] teilzunehmen. Venizelos argumentierte, dies führe zwangsläufig in eine Linkskoalition mit den Kommunisten, was eine radikal-liberale Kraft, wie er die Partei versteht, nicht verantworten könne. Mit knapper Mehrheit setzte sich die Opposition um Venizelos schließlich durch, was im Dezember den Rücktritt Javier Ibarras vom Sekretärsamt zur Folge hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Catarina Eguelnoff]] wurde Venizelos Anfang 2012 zum neuen Sprecher der Partei gewählt. Beide gaben an, im Hinblick auf die Parlamentswahlen im Sommer einen unabhängigen Wahlauftritt anzustreben. Dabei solle die Partei in Äquidistanz zu beiden politischen Lagern als einzige &amp;quot;in allen Politikbereichen libertäre und radikal-liberale Kraft&amp;quot; auftreten. Javier Ibarra kritisierte die neue Linie als Rechtsschwenk und verkündete nach einer internen Abstimmungsniederlage Anfang Februar 2012, die Partei zusammen mit seiner [[Iniciativa Radical]] zu verlassen und die Partei auch nicht bei den anstehenden Parlamentswahlen zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiname == &lt;br /&gt;
Als ''Iniciativa Democrâcia i Libertá - Novoes Radicales'' gegründet, nahm die Partei bereits im Januar 2009 ihren heutigen Namen ''Democrâcia i Libertá - ils Radicales'' an und passte ihn damit dem Namen der Parlamentsfraktion an. Nach den verlorenen Europawahlen 2009 stellte die Partei stärker den Zusatz ''Die Radikalen'' in den Vordergrund und tritt hauptsächlich mit diesem Namen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Zugehörigkeit ==&lt;br /&gt;
Seit Frühjahr 2010 ist die Partei als Beobachter Mitglied der Europäischen Liberalen Partei (ELDR), der auch die sagradische UDS angehört. Eine Vollmitgliedschaft wird derzeit nicht angestrebt. Die im Herbst 2008 gegründete unabhängige Jugendorganisation „demos“ steht dem d/l programmatisch und personell sehr nahe, sieht sich aber als überparteilich an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Radikale Partei Demokratie und Freiheit sieht sich als progressive Partei der radikalen Demokratie und damit lose in der Tradition der linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen Partei]], auf deren laizistische, sozialprogressive und reformerische Grundorientierung sich die Partei beruft. Die Radikale Partei verfolgt in gesellschaftlicher Hinsicht liberale bis libertäre Positionen und setzt sich für gesellschaftlichen Fortschritt und Pluralismus ein. Zudem befürwortet sie eine Stärkung direktdemokratischer Elemente. Sie ist im Wesentlichen eine Partei des intellektuellen Bürgertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen betont die Partei stärker als die fest in der sagradischen Linken und den neuen sozialen Bewegungen verankerten Grünen auch liberale Positionen in ökonomischer Hinsicht. Zwar befürwortet sie den Wohlfahrtsstaat und sieht sich als Partei der solidarischen Gesellschaft, doch verficht sie das Konzept einer freien, jedoch sozial ausgestalteten Marktwirtschaft und steht in dieser Hinsicht Positionen des Dritten Weges der Sozialdemokratie nahe. Nicht umsonst gehörte die Partei 2008 zum Mitte-Links-Bündnis des sozialistischen Spitzenkandidaten [[Santiago Diaz de Velozo]], der als Vertreter des Dritten Weges in der ASUL gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von [[Marcelo Venizelos]] zum Parteisprecher im Januar 2012 gab sich die Partei ein gewandeltes Profil. Venizelos warnte eindringlich davor, die aktuelle Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union als Krise des freien Wettbewerbs misszuverstehen und falsche Rezepte zur Lösung vorzuschlagen. Eine Einschränkung der Freiheit der Bürger und ein Ausbau des Staates in dem Moment, wo er sein Versagen eingestehen müsse, stellten keine Lösung, sondern Ursache des Problems dar. Die neue Linie kam in der Wahlplattform der Radikalen für die Parlamentswahl im Juni 2012 zum Ausdruck, in der die Partei das eigene Profil als &amp;quot;radikal-liberal&amp;quot; und &amp;quot;libertär&amp;quot; bezeichnet, u.a. eine &amp;quot;neue Wachstumspolitik&amp;quot; fordert und sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der &amp;quot;Flat-Tax&amp;quot; ausspricht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker des neuen Kurses, darunter auch Javier Ibarra, sehen dies als deutlichen Rechtsschwenk an, die behauptete Unabhängigkeit der Partei sei in Wirklichkeit eine Kopie fehlgeleiteter neoliberaler Rezepte der politischen Rechten, Venizelos' &amp;quot;Radikal-Liberalismus&amp;quot; nichts weiter als &amp;quot;inspirationsloser Populismus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In staatspolitischer Hinsicht befürwortet die Partei eine Fortsetzung und Intensivierung der rot-grünen Verwaltungsreformen und strebt einen föderalen Staat an. Die Radikale Partei befürwortet die EU und setzt sich für die Stärkung der Demokratie bei gleichzeitiger Intensivierung der europäischen Integration ein. Leitbild soll dabei ein &amp;quot;föderales Europa&amp;quot; sein. Auch in diesem Bereich sind jedoch unter dem Einfluss Marcelo Venizelos' neue, in Teilen durchaus EU-kritische Töne hinzugekommen. So betont die Partei nun ihre Ablehnung einer &amp;quot;europäischen Schulden-Union&amp;quot; und spricht sich u.a. gegen Eurobonds aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiorganisation ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Parteien besitzt die Radikale Partei kein Exekutivkomitee als formelles Führungsgremium, sondern lediglich über einen nationalen Sprecherkreis, der anfangs aus sieben, später nur noch aus fünf formal gleichberechtigten Mitgliedern besteht. Die Niederlagen des Jahres 2009/2010 bei Europa- und Regionalwahlen führten jedoch zu Versuchen, die Führung der Partei zu straffen. Das neue Amt eines Sekretärs der Partei wurde geschaffen, in das [[Javier Ibarra]] gewählt wurde und welches mit dem Amt eines Parteichefs vergleichbar ist. Nach Ibarras Rücktritt erhielt die Partei Anfang 2012 erneut eine neue Führungsstruktur. Nach Vorbild der Grünen stehen seitdem mit [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] ein Führungsduo an der Spitze der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Führungsämter ===&lt;br /&gt;
* Nationale Sprecher (bis 2012): [[Javier Ibarra]] (2008-2012), [[María Logrino Sorín]], [[Jacquel Amenabar]], [[Catarina Eguelnoff]] (alle seit 2008), [[Iano Demetris]] (2008-2009), [[Olivério Marcas]] (seit 2009), [[Antónia Marguellas]] (2008-2010), [[Ana Temper]] (2008), [[David Fernando Riega]] (2008-2009)&lt;br /&gt;
* Sekretär: [[Javier Ibarra]] (2009-2011)&lt;br /&gt;
* Co-Sprecher: [[Marcelo Venizelos]] und [[Catarina Eguelnoff]] (seit 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Javier_Ibarra_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=8684</id>
		<title>Javier Ibarra Rodríguez</title>
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		<updated>2012-02-22T22:24:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Ibarra Rodríguez''' (1960 in [[Malesc]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Bürgerrechtsanwalt und Politiker (Ex-[[UDS]] und Ex-[[Radicales]]). Seti 2012 bekleidet er als Parteiloser den Posten des sagradischen [[Justizminister]]s in der [[Kabinett Serrat Cabarell|Regierung]] von [[Mercé Serrat Cabarell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwaltstätigkeit und Einstieg in die Politik ===&lt;br /&gt;
Javier Ibarra machte sich in [[Sagradien]] einen Namen als Anwalt mit dem Spezialgebiet Bürgerrechte. Dabei vertrat er u.a. Asylbewerber, Migranten und Ausländerverbände. In Folge dieses Engagements wurde Ibarra im Jahr 1997 zum Generalsekretär der Sagradisch-Arabischen Gesellschaft ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gang in die Opposition begann die liberale [[UDS]] unter dem Einfluss ihres Generalsekretärs [[Luca Orrieva]] Ende der Neunziger Jahre, gezielt um parteilose Politiker und Persönlichkeiten des linksliberalen Spektrums zu werben und auf offenen Listen kandidieren zu lassen. Im Rahmen dieses Engagements zog der bekennende Radikaldemokrat Javier Ibarra 1999 über die UDS-Liste ins Europaparlament ein, wo er zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses gewählt wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl Luca Orrievas zum Parteivorsitzenden der UDS trat Ibarra 2001 in die Partei ein. Er unterstützte vor allem Orrievas Projekt eines &amp;quot;bürgerlichen Liberalismus&amp;quot; (''Liberalismo Cívico''), den er als moderne Interpretation des radikaldemokratischen Erbes ansah. Bei der Europawahl 2004 wurde er wiedergewählt. Seither saß er dem Justizausschuss im Europaparlament vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bruch mit der UDS und eigene Parteigründung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits im Jahr 2003 zum Gründer des linksliberalen Thinktanks [[Iniciativa Democrâcia i Libertá]] (d/s) gehört hatte, ging Ibarra zunehmend auf Abstand zu UDS-Chef Orrieva, den er für seine Annäherung an die politische Rechte kritisierte. Bereits die Zusammenarbeit der Partei mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bei den [[Regionalwahlen 2005]] führten zu heftigen Verwerfungen zwischen Ibarra und der Parteiführung der UDS, der er Verrat an den Ideen des Liberalismus vorwarf. Nach der Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung im Herbst 2006, die sich im Parlament auf die Zusammenarbeit mit der [[PSP]] stützte, kam es endgültig zum Bruch zwischen Ibarra und der UDS. Im Januar 2007 verließ er die Partei, sein Mandat im Europaparlament legte er wenige Wochen später ebenfalls nieder. Nach dem Austritt von vier UDS-Abgeordneten aus der liberalen Fraktion trat Ibarra öffentlich als Anwalt der &amp;quot;vier Evangelisten&amp;quot; auf und kündigte die Gründung einer linksliberalen Sammlungsbewegung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) versuchte Javier Ibarra in der Folge, an das Erbe der sagradischen [[PRD|Radikaldemokratischen Partei]] anzuknüpfen. Eine formale Parteistruktur wurde abgelehnt, stattdessen sollte die RRD eine &amp;quot;politische Bewegung Unabhängiger&amp;quot; sein. Ziel war eine Teilnahme an den [[Senatswahlen 2009|Senats-]] und [[Regionalwahlen 2009]]. Die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer im Frühjahr 2008 führte jedoch zu einer beschleunigten Suche nach einer wettbewerbsfähigen Wahlplattform. Daraus ging schließlich die Partei [[Ils Radicales]] hervor, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] auf 2,1 Prozent der Stimmen kam, damit jedoch den Einzug ins Parlament verpasste. Durch ein Wahlbündnis mit den Mitte-Links-Parteien [[ASUL]] und [[Verdes]] wurde Ibarra bei den [[Senatswahlen 2009]] im Wahlkreis Semesce in den sagradischen [[Senat]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt aus der Radikalen Partei ===&lt;br /&gt;
Obwohl nur einer von sieben Sprechern der Partei, nahm Ibarra von Beginn an die Führungsrolle in der Partei ein, lehnte eine formale herausgehobene Stellung zu Beginn aber ab. Nach dem Scheitern der Radikalen bei den [[Europawahlen 2009]] und infolge einer Reihe von parteiinternen Streitigkeiten um Ausrichtung und Organisation der Partei drängte er jedoch nach einer strafferen Parteiorganisation und übernahm das neu geschaffene Amt eines Parteisekretärs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der anhaltenden Misserfolge der Partei und der schlechten Umfrageergebnisse versuchte Javier Ibarra Ende 2011 seine Partei für ein Wahlbündnis der linken Mitte mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] oder [[Verdes|Grünen]] zu gewinnen, scheiterte mit seinem Versuch aber schließlich an der Parteibasis, die sich in einer Befragung mit knapper Mehrheit gegen ein bereits ausgehandeltes Bündnis mit den Grünen wandte. Ibarra verstand dies als Entscheid gegen seine strategische Ausrichtung und erklärte daraufhin seinen Rückritt vom Amt des Parteisekretärs. Vorausgegangen war ein Machtkampf mit dem erst 2010 in die Partei eingetretenen [[Marcelo Venizelos]], der versuchte, die Partei weg von ihrer bisherigen Mitte-Links-Linie auf einen so genannten &amp;quot;ganzheitlich-libertären&amp;quot; Kurs zu führen, der von Ibarra selbst aber als &amp;quot;neoliberal&amp;quot; zurückgewiesen wurde. Die Wahl Venizelos' zum Parteisprecher Anfang 2012 führte schließlich zum Parteiaustritt Ibarras und einiger Mitstreiter, die sich als &amp;quot;[[Iniciativa Radical]]&amp;quot; zuvor vergeblich gegen den neuen Kurs der Partei gewehrt hatten. Ibarra kündigte wenig später an, bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Parlamentswahl im Sommer 2012]] die Wahlliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Justizminister]] im [[Kabinett Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1999-2007: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2007/2008: Sprecher der Partei [[Movimiento de la Refundación Radical-Democrática]] (RRD) &lt;br /&gt;
* 2008-2011: Mitglied im Sprecherkreis der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
* 2009-2011: Sekretär der Partei [[Ils Radicales]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der UDS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Wahl_zur_sagradischen_Abgeordnetenkammer_2009&amp;diff=8683</id>
		<title>Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009</title>
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		<updated>2012-02-22T22:24:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Wahlergebnis 2008&lt;br /&gt;
|'''Partei'''&lt;br /&gt;
! Kurzbezeichnung&lt;br /&gt;
! Stimmanteil&lt;br /&gt;
! Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Partido Popular de Convergência]] (Konservative)&lt;br /&gt;
| '''PPC'''&lt;br /&gt;
| 35,6 %&lt;br /&gt;
| 154&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Unión Democrática de Sagradia]] (Liberale)&lt;br /&gt;
| '''UDS'''&lt;br /&gt;
| 4,0 %&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| [[Partido Social Popular]] (Rechtspopulisten)&lt;br /&gt;
| '''PSP'''&lt;br /&gt;
| 10,9 %&lt;br /&gt;
| 47&lt;br /&gt;
|-bgcolor=D9F3FF&lt;br /&gt;
| '''Mitte-Rechts''' &lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''50,5 %'''&lt;br /&gt;
| '''218'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (Sozialdemokraten)&lt;br /&gt;
| '''ASUL''' &lt;br /&gt;
| 26,0 %&lt;br /&gt;
| 112&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
| '''VERDES'''  &lt;br /&gt;
| 6,7 %&lt;br /&gt;
| 29&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales]] (Linksliberale)&lt;br /&gt;
| '''D/S'''&lt;br /&gt;
| 2,1 %&lt;br /&gt;
| 0&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFEAEA&lt;br /&gt;
| '''Mitte-Links''' ([[Il Cerezo]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| '''34,8 %'''&lt;br /&gt;
| '''141'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Sinistra Democrática Unida]] (Linke)&lt;br /&gt;
| '''SDU'''&lt;br /&gt;
| 7,2 %&lt;br /&gt;
| 31&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| [[Cientro Cívico Democrático]] / [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (Zentristen)&lt;br /&gt;
| '''CCD/UDC'''&lt;br /&gt;
| 4,9 %&lt;br /&gt;
| 21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Acción Sagradêsa - Partido Nacional la Flama]] (Rechtsextreme)&lt;br /&gt;
| '''ACCIÓN'''&lt;br /&gt;
| 1,5 %&lt;br /&gt;
| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sonstige&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| 1,1 %&lt;br /&gt;
| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|'''411'''&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer 2008]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Unión Democrática de Sagradia''' (kurz '''UDS''', deutsch ''Demokratische Union Sagradiens'') ist eine liberale Partei in [[Sagradien]]. Die UDS wurde 1961 als Partei gegründet und ging aus dem Wahlbündnis ''Demokratische Union'' hervor, das vom wirtschaftsliberalen [[Partido Liberal Democrático]] (PLD), dem nationalliberalen [[Partido Nacional Democrático]] (PND) sowie der sozialliberalen [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte [[Partido Republicano (20. Jahrhundert)|Republikanische Partei]] (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine [[Coalición Democrática del Progreso]] (CDP) von [[Lorenzo Estrubal]] der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen [[PPC]] sowie zu den [[ASUL|Sozialisten]] als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 ist die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter [[Miguel Luisanto]] und bildet zusammen mit der christdemokratischen [[Volkspartei]] eine konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung]]. Aktueller Parteivorsitzender ist der sagradische [[Ministerium für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Handelsminister]] [[Luca Orrieva]] (seit 2001), Parteisekretärin [[Beatrice Iniagui]] (seit 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der UDS ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung in der Demokratischen Union ===&lt;br /&gt;
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Nach der zunehmenden Erosion und dem unaufhaltsamen Zerfall des rechtsliberalen und konservativen [[Movimiento Popular Democrático]] (MPD) vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] und dem Anschluss der konservativen Komponente an die [[PPC|Christdemokraten]] in der neuen [[Convergência Social Democrática]] (PPC) war der liberale Flügel zurückgeblieben, der sich im [[Partido Liberal Democrático]] organisierte. Bereits zuvor hatte sich der stärker national ausgerichtete [[Partido Nacional Democrático]] (PND) aus dem MPD gelöst. Beide Parteien konkurrierten bei den Kammerwahlen 1950 weitgehend erfolglos um die gleiche Wählerklientel der verbliebenen säkular ausgerichteten alten Mittelschicht und des gehobenen Bürgertums, das die Wahl einer konfessionell beeinflussten Partei ablehnte. Gleichzeitig entfernte sich auch die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) als konservative Abspaltung der [[Partido Radical|Radikalen Partei]] von der Linken, betonte stärker marktwirtschaftliche Elemente und konkurrierte im Lager der nicht-katholischen bürgerlichen Mittelschichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konsequenz aus dieser gegenseitigen Konkurrenz traten die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zerfall der [[Zentrumskoalition]] aus [[PPC|Konservativen]] und [[PSD|Sozialdemokraten]] traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer [[Bürgerblock|bürgerlichen Koalition]] an die Seite der PPC. UDR-Chef [[Luciano Vélez]] wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege [[Carles Méndez]], der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen UDR-Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteigründung 1961 und Opposition 1962/63 ===&lt;br /&gt;
Nach Erfolgen bei den [[Wahl zu sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahlen 1954]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkamemr 1958|1958]], bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende UDR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche PLD, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde [[Carles Méndez]], der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Neuwahlen 1963]] deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitte-Links-Koalition und Spaltungen (1964-1967) ===&lt;br /&gt;
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker [[Lionel Vega]] und [[António Morales]] wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung [[Kabinett Santiago]]/[[Kabinett Del Pérez I]], welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von [[Marcio Montone]] verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die [[Federación de Democráticoes per la Libertá]] (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister [[Miguel Micú]], dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez’ kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogene Neuwahlen]] herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die rechte Mitte und Zeit in der Opposition (1967-1976) ===  &lt;br /&gt;
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen [[PRD]] stützen sollte. Zwar blieb Méndez Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten [[PFP]], die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez 1970 in einer neuen ''Koalition der Mitte'' erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 6,9 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miguel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef [[Lorenzo Estrubal]] durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]] trat die UDS schließlich als „Opposition der Mitte“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, was mittelfristig zu einem Strategiewechsel führte. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Kammerwahlen im Dezember 1976]] ließ sich Estrubal auf keine Koalition mit den Konservativen mehr festlegen und schloss eine Zusammenarbeit mit den Sozialisten nicht aus. Bereits zuvor hatten die Liberalen die sozialistische Minderheitsregierung unter Joán Caval teilweise unterstützt. Damit knüpfte Estrubal an die Strategie der frühen Sechziger Jahre an und präsentierte die UDS als unabhängige Kraft der Mitte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ASUL/UDS-Koalition und erneute Opposition (1976-1982) ===&lt;br /&gt;
Der neue Kurs wurde vom Wähler honoriert. Mit mehr als zehn Prozent der Stimmen wurde die UDS wieder zweistellig. Da die Konservativen unter [[Santo De la Nada]] aber kaum zulegen konnten und klar hinter den Sozialisten zurückblieben, wurde die von der PPC und der Mehrheit der UDS angestrebte bürgerliche Mehrheit verfehlt. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die schließlich im Frühjahr 1977 zu einem Abschluss kamen. Im April 1977 wurde Estrubal zum Außenminister in einem Mitte-Links-Kabinett unter Joán Caval vereidigt. Die neue Koalition bewegte sich von Beginn an in einem gespannten Klima, da die Koalitionsparteien in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen weit auseinanderlagen. Zudem wurde die Regierung in Zeiten des wachsenden linken Terrors und der wirtschaftlichen Krisenlage zunehmend als Krisenkoalition wahrgenommen, auch innerhalb der beiden Regierungsparteien, die dem Zweckbündnis wie bereits 1964-1967 keinerlei Eigenwert zuschreiben konnten. Nach mehreren Koalitionskrisen im Jahr 1978 war das Bündnis bereits Ende des Jahres am Ende angekommen, hatten sich die Gemeinsamkeiten aufgebraucht. Unter dem Druck der Parteirechten in der UDS, die auf das wirtschaftsliberale Programm pochten, erklärte Estrubal die Koalition nach einem heftigen Streit um den Haushalt für das Folgejahr am Jahreswechsel 1978/79 für beendet. Am 2. Januar 1979 entließ Joán Caval die unionsdemokratischen Minister und bildete ein sozialistisches Rumpfkabinett mit dem Ziel, sich von den Kommunisten tolerieren zu lassen. Diese bestanden jedoch auf Neuwahlen und votierten bei der gestellten Vertrauensfrage wenige Tage später gegen die Regierung Caval, sodass Präsident [[Iacovo Del Pérez]] die Abgeordnetenkammer auflöste und Neuwahlen ausschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979]] gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 7,2 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Die Zusammenarbeit mit den Sozialisten war von einem Großteil der Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter [[Santo De la Nada]] auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet.  Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende, die sich bereits vor 1979 abgezeichnet und das Koalitionsklima belastet hatte, durch die Koalition mit den Sozialisten aber überdeckt worden war. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen in den &amp;quot;Liberalen Achtzigern&amp;quot; (1982-1992) === &lt;br /&gt;
Die Wende hin zum &amp;quot;liberalen Jahrzehnt&amp;quot; wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten [[Santo Moya]] wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten [[Andrés Colón]] jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei.&lt;br /&gt;
Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Guivares-Affäre]], welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen.  Bei den [[Präsidentschaftswahlen 1984]], bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat [[Carles Domínguez]] in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten [[Felipe López]] verlor. Auch bei den [[Europawahlen 1984]] schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden [[Regionalwahlen 1985]] war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordentenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die [[Große Koalition]] unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten [[Coalición Viola|Lila Koalition]], für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten [[Donado Ricardes]] ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PPC zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger [[Angel Ribero]] der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den [[Europawahlen 1989]] und [[Europawahlen 1994|1994]] als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998) ===&lt;br /&gt;
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern. Dem wegen einer privaten Affäre erzwungenen Rückritt von Parteichef und Wirtschaftsminister [[Angel Ribero]], den zugleich Lorenzo Estrubal zum Rückzug aus dem Ministeramt nutzte, folgte eine anhaltende Krise der UDS. Grund dieser Entwicklung waren zunächst einmal externe Faktoren wie die Entwicklungen innerhalb der sagradischen Linken, die zu einer allmählichen Ablösung der PCS durch die Grüne als potenzielle Partner der ASUL in einer möglichen Linksregierung führten. Seit der Etablierung einer sozialistisch-grünen Oppositionallianz vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] drohte die UDS ihre Rolle als „pivotal party“ zu verlieren und auf die Rolle des getreuen Juniorpartners an der Seite des dominanten Koalitionpartners festgelegt zu werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zudem gelang es Estrubals Nachfolgern [[Mário Bahamonte]] und [[Vitor António Anghés]] kaum noch, sich gegenüber den Konservativen abzusetzen und eigene Inhalte zu transportieren, erstrecht nachdem die großen Liberalisierungen der Achtziger und frühen Neunziger Jahre abgeschlossen waren. Die Einengung der UDS auf eine wirtschaftsliberale Politik hatte sie auf dem bürgerrechtsliberalen Auge blind gemacht, daher gelang es nun zunehmend der rot-grünen Opposition sich als progressive Kraft für zivile Reformen stark zu machen, welche die UDS hinter einer mittelständischen und wirtschaftsnahen Klientelpolitik hintanstellte und damit aufstaute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlen des Jahres 1994 verbargen diesen aufgestauten Reformdrang noch einmal und stärkten der nicht unumstrittenen neuen Parteiführung um Mário Bahamonte und Vítor António Anghés den Rücken. Wenige Wochen vor den Wahlen hatten Umfragen für die Liberalen noch einen Wähleranteil von nur 7 Prozent prognostiziert, doch gelang es der UDS im Wahlkampfendspurt, das Gespenst einer rot-grünen Linkskoalition an die Wand zu malen und sich als „Partei der Vernunft“ zu präsentieren, die in der Koalition auf Reformen drängen wolle. Besonders die Bestrebungen der Grünen, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen, sodass ein Weiterregieren in der Mitte-Rechts-Koalition möglich war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten [[Joán De la Pênia]] und seiner [[PSP|Sozialen Volkspartei]] PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den [[Senatswahlen 1997|Senats-]] und [[Regionalwahlen 1997]] nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef Anghés, wenn auch zu spät, zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gang in die Opposition (1998-2001) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,6 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die [[Europawahlen 1999]] endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunal-]] und [[Senatswahlen 2000|Senatswahlen des Jahres 2000]] schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei [[Benita Hubner]] zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald [[Luca Bremante]], ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubals, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende [[Luca Orrieva]], deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef [[Roberto Vidéas]] gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006) ===&lt;br /&gt;
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die [[Regionalwahlen 2001]] bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PPC zurückgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Penias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef [[Miguel Ánibal Luisanto]] lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die [[Senatswahlen 2003]] wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (''cooperación concurrente'') zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Präsidentschaftswahlen 2004]] erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den [[Europawahlen 2004]] deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia]], die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in [[Sesín]] durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Regionalwahlen 2005]] öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen]] trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos eines Ánibal Luisanto geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: [[Benita Hubner]] für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte [[Hernán Ferrero Perón]] für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, [[Irina Morantes]] für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zurück in der Regierung (Seit 2006) ===&lt;br /&gt;
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 4,8 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez, Lorenzo Estrubal und Vítor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident [[António Grande Illega]] zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu Keimzellen für neue Parteigründungen. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf. Zwei der vier so genannten „Evangelisten“ schlossen sich danach der neuen linksliberalen Partei [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales]] an, die damit versuchten, außerhalb der UDS und in unmittelbarer Konkurrenz zu dieser eine neue bürgerrechtsliberale Partei zu etablieren. Daneben gründete sich mit der zentristischen [[UDC]] aus Reihen des sozialliberalen Volkspartei-Flügels eine weitere Konkurrenzpartei in der Mitte des politischen Spektrums, die sich zur linken Opposition gesellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Regierungkoalition Luisanto im Frühjahr 2008 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor und die Christdemokraten des CCD aus der Regierung ausgetreten waren, blieb die UDS als einzige Partei der Koalition geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2008 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem [[Fôro Liberal|Liberalen Forum]] die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2008]] ging die UDS unter Orrieva mit 4,0 Prozent der Stimmen geschwächt hervor und konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde damit nur knapp verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Die neue bürgerliche Koalition umfasste Luisantos Volkspartei inklusive einiger PSP-Abweichler und Bremante sowie die UDS. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung nachwievor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster. In der neuen Regierung übernahm Orrieva das Handels- und Industrieministerium, Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug stellte die UDS künftig die Beauftragte der Regierung für Bürgerrechte und Gleichstellung. Damit hatte die UDS die besten organisatorischen Voraussetzungen, sich innerhalb der neuen Koalition ohne das unmittelbare Gegengewicht der Rechtspopulisten stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 2009 sollte angesichts der zwiespältigen Wahlergebnisse 2008 – Regierungsbeteiligung trotz Rekordtief – über die Zukunft der Partei und ihres Vorsitzenden Orrieva entscheiden. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] in [[Oller]], [[Region Óstino|Ostino]] und [[Lojandía]] im Frühjahr 2009 enttäuschten die UDS-Ergebnisse erneut. Während die Union in Lojandía mit 3 Prozent und 3 Sitzen nur knapp den Einzug ins zukünftig links dominierte Parlament schaffte, verfehlte man in der Region Óstino mit 2,5 Prozent der Stimmen die 3-Prozent-Hürde. In Oller trat die traditionell schwache Partei im Bündnis mit dem PPC an und hatte damit schon im vorhinein auf Nummer Sicher gesetzt, ein Modell, das nun auch für die Hauptrunde der Regionalwahlen im Herbst diskutiert wurde. Bei den [[Europawahlen 2009]] entfielen auf die UDS 3,5 Prozent der Stimmen, zusammen mit 1999 das schwächste Abschneiden der Partei auf überregionaler Ebene. Luca Orrieva geriet angesichts dieser Ergebnisse immer stärker unter Druck. Im Herbst gelang es der UDS zwar, in alle neu besetzten Regionalräte außer [[Comtàid-Perín]] einzuziehen, in [[Alto Scantia]], [[Bordez]] und [[Ligre-Scantia]] gelang dies aber nur durch die Gemeinschaftsliste mit den Konservativen. Die ehemaligen Hochburgen im Süden [[Liez-Corar]] und [[Sur Pinia]] brachten mit 7 bzw. 8 Sitzen zwar noch die besten Ergebnisse, jedoch musste dort einiges an Stimmenanteile an die neue Konkurrenz der Zentrumsunion (CU) abgegeben werden, die in beiden Regionen über 10 Prozent der Stimmen kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der [[Iniciativa Liberal]] (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden [[Regionalwahlen 2010|Regionalwahlen des Jahres 2010]] in der [[Region Semesce]] und in [[Sarmay]] trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PP-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Obwohl die wirtschafts- und bürgerrechtsliberale Ausrichtung traditionell der dominierende Faktor der Partei ist und die UDS zu den Gründerparteien der Europäischen Liberalen Partei gehört, zieht die UDS es seit geraumer Zeit vor, sich als bürgerlich, demokratisch oder bisweilen zentristisch zu bezeichnen und benutzt das Verb &amp;quot;liberal&amp;quot; nur selten oder nur in kombination mit den Begriffen &amp;quot;republikanisch&amp;quot; oder &amp;quot;bürgerlich&amp;quot;, was vor allem daran liegt, dass mit dem Begriff „liberal“ in Sagradien eher die konservativ-liberale, großbürgerliche Ausrichtung in Abgrenzung zur bürgerrechtsliberalen, mittelständischen Ausrichtung der „Republikaner“ bzw. „Radikalen“ assoziiert wird und der Begriff „liberal“ damit nur auf einen Teil der UDS in der Tradition des früheren PLD zutrifft. Auch Politikwissenschaftler benutzen bisweilen den Begriff zentristisch, obwohl die Partei durchaus liberale Positionen vertritt und auf einem unidimensionalen sozio-ökonomisch definierten Links-Rechts-Spektrum deutlich auf der Rechten zu verordnen ist. Dies liegt vor allem daran, dass die UDS mehrmals, wenn auch jeweils nur für drei oder vier Jahre an Koalitionen mit den Sozialdemokraten teilnahm und damit bis in die Neunziger Jahre hinein als potenzieller Koalitionspartner sowohl der Linken als auch der Rechten angesehen wurde. Einzelne Versuche, das Schlagwort &amp;quot;liberal&amp;quot; stärker in Position zu bringen und als Bezeichnung für die Unionsdemokraten zu vereinnahmen, blieben bisher nur Episoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Jugendorganisation der UDS heißt [[Jovenes Democráticoes|Junge Demokratische Union]] (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als Jovenes Democráticoes auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband [[Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales]] (UEDRL) zusammen. Die [[Fundación Aliureto Fernandez]] ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
* 1970-1989: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1989-1992: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1992-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-2001: [[Vítor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* Seit 2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteisekretäre der UDS ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* 1982-1983: [[Daniel Argente]]&lt;br /&gt;
* 1983-1988: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Rodrigo Gonzales]]&lt;br /&gt;
* 1992-1996: [[Hernán Ferrero Perón]]&lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Alexandro Caravel]]&lt;br /&gt;
* 1998-2001: [[Luca Orrieva]]&lt;br /&gt;
* 2001-2006: [[Irina Morantes]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Martín Merrivo]]&lt;br /&gt;
* Seit 2008: [[Beatrice Iniagui]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1954-1955: [[Carles Méndez]] (UD/UDR)&lt;br /&gt;
* 1955-1962: [[Stefano Grâu Deixú]] (UD/PLS)&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[António Miguel Verón]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Lorenzo Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1967-1975: [[Gustavo Toller]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1977-1978: [[Bernardo Debelún]]&lt;br /&gt;
* 1978-1982: [[Carles Domínguez]]&lt;br /&gt;
* 1982-1995: [[Mário González Bahamonte]]&lt;br /&gt;
* 1995-1998: [[Angel Ribero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Vítor António Anghés]]&lt;br /&gt;
* 2002-2007: [[Luca Bremante]]&lt;br /&gt;
* Seit 2007: [[José Luis Deán]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Demokratische Union bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Kammerwahl 1954]]: 8,9 Prozent, 37 Sitze (Wahlbündnis ohne Spitzenkandidaten)&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]]: 9,7 Prozent, 40 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahl 1962]]: 8,9 Prozent, 38 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahl 1963]]: 12,5 Prozent, 53 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Kammerwahl 1967]]: 9,0 Prozent, 38 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahl 1970]]: 6,9 Prozent, 30 Sitze (Spitzenkandidat: [[Carles Méndez]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahl 1974]]: 8,2 Prozent, 36 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|Kammerwahl 1976]]: 10,6 Prozent, 46 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahl 1979]]: 7,2 Prozent, 32 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahl 1982]]: 11,5 Prozent, 52 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]]: 12,0 Prozent, 53 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]]: 9,4 Prozent, 41 Sitze (Spitzenkandidat: [[Lorenzo Estrubal]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]]: 8,9 Prozent, 38 Sitze (Spitzenkandidat: [[Vítor António Anghés]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]: 4,6 Prozent, 19 Sitze (Spitzenkandidat: [[Vítor António Anghés]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]]: 3,9 Prozent, 16 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]]: 4,8 Prozent, 20 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]]: 4,0 Prozent, 17 Sitze (Spitzenkandidat: [[Luca Orrieva]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012|Kammerwahl 2012]]: (Spitzenkandidaten: [[Beatrice Iniagui]], [[Luca Orrieva]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Entesa_de_la_Sinistra_Regional&amp;diff=8681</id>
		<title>Entesa de la Sinistra Regional</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Entesa_de_la_Sinistra_Regional&amp;diff=8681"/>
		<updated>2012-02-22T22:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Entesa de la Sinistra Regionalista''' (ESR, deutsch ''Übereinkunft der Regionalistischen Linken''), meist kurz '''l’Entesa''' genannt, ist eine regionalistische Partei mit sozialdemokratischem und progressivem Profil in [[Aziz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Entesa wurde 1993 als linkes Parteienbündnis gegründet und ist seit 1996 eine eigenständige Partei. Gründungsparteien des Bündnisses waren die linke regionalistische [[Unión Radical-Socialista d'Aziz]] (URS), die aus der radikalen Bewegung entstand und für die Errichtung einer unabhängigen Republik [[Aziz]] innerhalb eines föderalen sagradischen Staates eintrat, die ökosozialistische [[Partido Ecologista d'Aziz]] (PEA) sowie die rot-grün-reformistische [[Sinistra Democrática i Alternativa]] (SDA), die aus dem reformkommunistischen Flügel der [[Partido Comunista d'Aziz|KP Aziz]] hervorgegangen war und das azizische Pandon zur sagradischen [[PSAP]] darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1994]] trat die Entesa erstmals als Parteienbündnis an und erreichte einen Zuspruch von sechs Prozent der Stimmen. Danach konnte sie sich bis 2003 auf zehn Prozent steigern, ehe sie bei der  [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 2007]] 17 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und drittstärkste Kraft im azizischen Regionalparlament wurde. Seither ist die Partei als zweitstärkste Kraft innerhalb der Linkskoalition unter dem [[Partido Socialista d'Aziz|Sozialisten]] [[Francisco Copado Ferres]] an der Regionalregierung beteiligt und stellt mit [[Dián Liriarte]] den Vizeregierungschef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] beteiigte sich die Entesa erstmals an einem Wahlbündnis mit der linksliberalen Partei [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales]], das aber trotz eines starken Ergebnisses in Aziz (18 Prozent) den Einzug ins nationale Parlament verpasste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 2009]] kandidierten Vertreter der Entesa auf einer Gemeinschaftsliste der sagradischen [[Verdes|Grünen]] mit diversen Regionalparteien mit dem Namen [[Europa Progresista i Verde]] (EPV). Dank des guten Ergebnisses der Grün-Progressiven Liste wurde auch ein Vertreter der ESR ins Parlament gewählt. Dieser sitzt in der Grüne/EFA-Fraktion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 2011|Regionalwahlen 2011]] kandidiert die ESR zusammen mit den [[Verdes d’Aziz]] unter der Bezeichnung [[Entesa d’Aziz ils Verdes]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrichtung ==&lt;br /&gt;
Die Entesa gehört in der Tradition der URS zum Lager der Parteien mit regionalistischem Hintergrund und vertritt innerhalb dessen eine Mitte-Links-Position. Damit konkurriert sie im regionalistischen Lager gegen die konservativ-liberale [[Força Nova d'Aziz|FNA]] und die radikal-separatistische [[Junta de la Liberación]]. Die Entesa hat sich heute im Hinblick auf den angestrebten Autonomiegrad von verschiedenen radikalen und separatistischen Positionen der früheren URS verabschiedet und verfolgt eine regionalistische Politik mit dem Ziel einer weitgehenden Autonomie vom sagradischen Zentralstaat. Wirtschaftspolitisch vertritt die Partei sozialdemokratische Positionen. Dazu kommen grüne Positionen in der Umwelt- und Energiepolitik sowie liberale Ansichten in gesellschaftspolitischer Hinsicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entesa ist Mitglied der Europäischen Freien Allianz (EFA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Partei in Aziz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Partido_Radical-Democr%C3%A1tico&amp;diff=8680</id>
		<title>Partido Radical-Democrático</title>
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		<updated>2012-02-22T22:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Radikalen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical|Radikalen Bürgerunion]], die das Ziel hatten, die 1949/50 gespaltene [[Partido Radical|Radikale Partei]] wiederzugründen. Nachdem die UCR als linke Nachfolgeorganisation des Partido Radical zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. Die Partei war Mitglied der Liberalen Internationale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der PRD ==&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Gründung ===&lt;br /&gt;
Die Wurzeln der PRD liegen in der [[Partido Radical|Radikal-Republikanischen Partei]] der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die nach ihrem Verbot 1943 wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die [[Unión Democrática Radical]] (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der [[Unión Cívica Radical]] aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen [[Demokratischen Union]] an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Eintritt der UDR in die [[Bürgerblock]]-[[Kabinett Luciaro V|Regierung Luciaro]] im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründete die ''Bewegung der Radikaldemokraten'' (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer|Kammerwahlen 1958]] stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten [[UCR]]. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der [[PSD|Sozialdemokratischen Partei]] (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen ''Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático'' (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen ''Partido Radical-Democrático'' mit dem Kürzel ''PRD'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierungsbeteiligungen der Sechziger Jahre ===&lt;br /&gt;
In der Opposition zu den Mitte-Rechts-Regierungen [[Kabinett Luciaro VI|Luciaro]] und [[Kabinett Favale I|Favale]] sowie zur [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] steigerte sich der Stimmenanteil der PRD auf 4,2 Prozent bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Wahl 1962]] und 5,1 Prozent [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|im Jahr 1963]]. Danach wurde die Partei Koalitionspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] sowie der liberalen [[UDS]] in den Kabinetten [[Kabinett Santiago|Santiago]] und [[Kabinett Del Pérez I|Del Pérez]], wo die PRD mit [[António Berral]] und [[Luciano Quélez]] zwei Minister stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Koalition durch die UDS kam es zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|Neuwahlen im März 1967]], bei denen der PRD auf 3,5 Prozent der Stimmen abrutschte. Danach tolerierte die Partei zwei Jahre lang eine konservativ-liberale Minderheitsregierung unter [[Carles Angel Favale]], ehe sie der Regierung im Herbst 1969 zum zweiten Mal in zwei Jahren die Unterstützung aufkündigte. Im danach gebildeten [[Kabinett Méndez]] übernahm die PRD einen Ministerposten für Institutionelle Reformen und beteiligte sich damit erstmas an einer Mitte-Rechts-Regierung. Die Phase der Mitte-Rechts-Orientierung brachte die Partei in große innere Widersprüche und führte zu erheblichen Problemen. Die revoltierenden Studenten der 68er Bewegung nahmen die Radikal-Demokratische Partei, eigentlich mit dem Image einer Intellektuellenpartei ausgestattet, mehrheitlich als konservative Kraft wahr und warfen ihr Kollaboration mit der Rechten vor. Dagegen versuchte eine innerparteiliche Strömung eine im wahren Sinne radikaldemokratische Erneuerung und bemühte sich, der Partei ein stärker linkes, radikal-libertäres Profil zu verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem diese Strömung 1969 noch vergeblich nach der Macht in der Partei gegriffen hatte, übernahm mit [[David Aliguieri]] ein Vertreter der Linken im Frühsommer 1970 die Führung der Partei, die damit einen gewaltigen Linksrutsch erlitt. Im August 1970 verließ die Partei die Regierung, unterstützte die Sozialisten bei deren Wunsch nach raschen Neuwahlen und erzwang damit die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Ziel war die Bildung einer Reformregierung der Linken mit den sagradischen Sozialisten unter deren jungem Parteichef [[Joán Caval]], dessen &amp;quot;Aufruf für den Wechsel&amp;quot; die PRD unterstützte. Heftige Befürworter dieser Wende war die parteinahe [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die von der Studentenrevolte beeinflusst starke Linkspositionen einnahmen und in den Folgejahren sogar ein marxistisch inspiriertes Programm annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlagen und Bedeutungsverlust in den Siebzigern ===&lt;br /&gt;
Der Versuch der 180°-Wendung misslang jedoch. Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] erreichten Cavals Sozialisten fast 41 Prozent der Stimmen und erzielten gemeinsam mit den Kommunisten eine linke Mehrheit in der Kammer, während die Radikaldemokraten unter ihrem Vorsitzenden [[David Aliguieri]] mit einem Stimmenanteil von 2,8 Prozent der Stimmen erstmals unter die Dreiprozent-Hürde rutschten und damit in der neuen Kammer nicht mehr vertreten waren. In den Folgejahren verlor die Partei in der außerparlamentarischen Opposition rasch an Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, mit einem dezidiert linken Programm bei der [[Wahl zur  sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] die Rückkehr ins Parlament zu erreichen, schlug fehl. Stattdessen rutschte die Partei nochmals ab auf nun 1,5 Prozent und hatte darüber hinaus in den Jahren zwischen 1970 und 1974 führende liberale Denker v.a. an die [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) verloren, die sich in diesen Jahren stärker liberal ausrichtete. Über den Umweg des ebenfalls liberalen [[Partido Republicano]] landeten einige liberale Radikaldemokraten auch im [[Movimiento Republicano Sagradês]] (MRS) und schließlich im konservativen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|PP-CSD]]. Bei den Wahlen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]] erreichte die Partei jeweils nur 1,6 bzw. 1,2 Prozent der Stimmen und blieb damit deutlich unter der für eine Rückkehr auf die parlamentarische Ebene nötigen Dreiprozentmarke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bündnisstrategie der Achtziger Jahre ===&lt;br /&gt;
Nachdem die PRD ihren erfolglosen Linkskurs 1975 aufgegeben hatte, kehrte sie unter dem Vorsitzenden [[Carles Mexito]] auf ihren klassisch sozialliberalen Kurs zurück und vollzog einen Strategiewechsel. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] kandidierte die Partei in einem linksliberalen Wahlbündnis zusammen mit dem [[Movimiento Republicano Sagradês]] und verfehlte auf diese Weise mit 2,9 Prozent der Stimmen nur knapp die Rückkehr ins Parlament. Bei den [[Europawahlen 1984]] wiederholten die Parteien daraufhin ihr Wahlbündnis und bildeten die ''Aliança Democrática Européa'', die 4,5 Prozent der Stimmen erhielt und 4 Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsandt, je zwei von beiden Parteien. Damit saßen nun erstmals seit 14 Jahren wieder Radikale in einem überregionalen Parlament. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile war jedoch mit den grün-alterantiven Bewegungen eine neue ernstzunehmende Konkurrenz im linkslibertären Lager entstanden, in denen sich auch viele genuin Radikale engagierten, erstrecht nachdem die PRD ihren linkslibertären Kurs zunehmend aufgegeben hatte. Während bei den [[Regionalwahlen 1985]] die Listen der [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]] zahlreiche Erfolge feiern konnten, schafften die Listen der PRD oder der PRD/MRS-Koalition lediglich in der Region Lojandía den Sprung über die Dreiprozenthürde. Damit zerfiel die taktische Allianz der Radikaldemokraten mit den Republikanern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild regionaler und kommunaler Wahlabsprachen ging der PRD bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]] Listengemeinschaften mit den Sozialisten ein. Auf diese Weise kehrten 1986 wieder Abgeordnete der PRD ins sagradische Unterhaus zurück. Mit [[Carles Martínez Begueller]] gehörte dem [[Coalición Viola|sozialistisch-liberalen Koalitions]]-[[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] auch ein PRD-Mitglied an. Bei den [[Regionalwahlen 1989]] und den Kammerwahlen 1990 kandidierten die Radikaldemokraten auf den Listen der Sozialisten, wodurch die Partei zunehmend in Abhängigkeit der Asul geriet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung, &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; und Neugründing &amp;quot;Die Radikalen&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Nachdem zwischenzeitliche Versuche, die Allianz mit dem MRS bei den [[Europawahlen 1989]] keinen Erfolg gezeitigt hatten, löste sich die Partei im Jahr 1992 auf. Die meisten Mitglieder der Führungsebene traten nun der ASUL bei, andere schossen sich den der 1989 gegründeten Partei der sagradischen [[Verdes|Grünen]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radikale Traditionalisten gründeten 1993 die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) als Versuch der Fortführung und Wiederbelebung des PRD, die aber nicht über den Status einer Splittergruppe hinauskam. 2000 kam es zur Fusion der UdR mit der kleinen linksliberalen [[Partido Progresista|Progressistischen Partei]] (PRO) zur UdR-PRO, die sich mit einem stark libertären Programm in der Folge wieder zunehmend an Wahlen beteiligte, ohne aber große Erfolge zu erzielen. Die UdR beteiligte sich schließlich im Jahr 2008 an dem Versuch des liberalen Parlamentsabgeordneten [[Javier Ibarra]], eine neue radikale Partei zu gründen und die so genannten &amp;quot;radikale Diaspora&amp;quot; zu überwinden. Die gegründete Partei [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales]] sieht sich denn auch in der Tradition des PRD und beruft sich auf dessen politisches Erbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale und nationale Verbindungen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition von PRD und UCR war die Radikaldemokratische Partei Mitglied der Liberalen Internationale. Die 1984 ins Europäische Parlament gewählten Abgeordneten des PRD saßen in der Gruppe der europäischen Liberaldemokraten und Reformisten (LDR). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendverband der Partei fungierte lange Zeit die [[Juventú Radical-Democrática]] (JRD), die in den Siebziger Jahren aber eine extreme Linksausrichtung mit marxistischen Einflüssen einschlug und sich zunehmend von der sich als zentristische Reformpartei verstehenden PRD entfernte, ehe Partei und Jugendverband sich 1980 trennten. Die JRD besteht bis heute als linker Jugendverband weiter und kooperiert derzeit eng mit der Linksjugend JoSi der sagradischen [[Linksdemokraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersonen ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende MRD (1955-1958) und PRD (1958-1992) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernandez]]&lt;br /&gt;
* 1959-1969: [[António Berral]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1970-1975: [[David Aligueri]]&lt;br /&gt;
* 1975-1977: [[Bernardo Guerrero]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Carles Mexito]]&lt;br /&gt;
* 1982-1988: [[Laura Marín]]&lt;br /&gt;
* 1988-1992: [[Oscar Aliureto Ruitx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=8679</id>
		<title>Partíu Republicano Radical</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Republicano_Radical&amp;diff=8679"/>
		<updated>2012-02-22T22:21:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Partido Radical''' oder '''Partido Republicano Radical''' war eine politische Partei in [[Sagradien]], die 1894 aus dem radikalen Flügel der sagradischen [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]] entstand und unter verschiedenen Namen bis zu ihrem Verbot 1938 bestand. Danach wurde die Partei 1943 wiedergegründet, spaltete sich jedoch 1949 in zwei Flügel. Der linke Flügel führte die Radikale Tradition mit abnehmendem Erfolg im wiedergegründeten [[Partido Radical-Democrático]] bis 1992 weiter. &lt;br /&gt;
Der Mitte-Rechts-Flügel der Partei ging in der 1961 gegründeten [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) auf, die noch heute besteht. Die 2008 gegründete Mitte-Links-Partei [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales|Demokratie und Freiheit - die Radikalen]] nimmt ebenfalls Bezug auf den historischen Partido Radical, in dessen Tradition sie sich sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Radikale Partei kann als liberale Partei mit sozialreformerischer und dezidiert antiklerikaler Ausrichtung angesehen werden. Sie repräsentierte den eher linken Flügel des sagradischen bürgerlichen Liberalismus und zählte sich fast immer zur sagradischen Linken, deren wichtigster Vertreter die Partei in den Anfangsjahren der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] auch war, ehe sie nach Stimmen und schließlich auch nach Einfluss von der [[Partido Socialista|sagradischen Sozialistischen Partei]] abgelöst wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Radikalen Partei ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge des sagradischen Radikalismus ===&lt;br /&gt;
Die radikal-republikanische Bewegung in Sagradien erlangte erstmals in der [[Aprilrevolution 1848]] politische Bedeutung und war seitdem im sagradischen Abgeordnetenhaus vertreten, wo sich die Republikaner zusammen mit Radikalen in der Gruppe der Republikaner und Radikalen zusammenschlossen. Der Regierung von [[Jacquel de Montevil]] standen die Republikaner zunächst ablehnend gegenüber, zeigten Mitte der Sechziger Jahre aber Kooperationsbereitschaft. Die [[Sagradische Verfassung von 1870|konstitutionell-monarchische Verfassung des Jahres 1870]] dagegen lehnten die Republikaner ab. Nach dem Rücktritt Montevils 1873 standen die Republikaner in erbitterter Opposition zu König [[Richard III.]] 1876 erfolgte die Gründung der [[Partido Republicano (19. Jahrhundert)|Republikanischen Partei]], woraufhin die Partei unter Führung von [[Santo Cripón De la Moya]] und [[Luis Cavaller]] innerhalb der parlamentarischen Linken zunehmend an Gewicht gegenüber den monarchischen Liberalen gewann. Nach dem Wahlsieg 1890 übernahmen die Republikaner in der [[Januarrevolution 1891]] die politische Führung. Gleichzeitig aber verhinderte Parteichef Cavaller eine weitere Radikalisierung der Revolution zugunsten der [[Partido Socialista|Sozialisten]], indem er Kompromisse mit den monarchischen Eliten suchte und das Großbürgertum durch den Verzicht auf radikale Sozialmaßnahmen band. Hiergegen entwickelte die radikaldemokratische Faktion der Republikanischen Partei zunehmend abweichende Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des Partido Radical ===&lt;br /&gt;
In der [[Konstituante von 1891|verfassunggebenden Nationalversammlung]], wo die Republikaner die stärkste Kraft darstellten, dominierten die bürgerlichen &amp;quot;Moderaten&amp;quot; und stellten mit Luis Cavaller und [[José Delacrûce]] den ersten Präsidenten und den ersten Ministerpräsidenten der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Die großen parteiinternen Spannungen zwischen Radikalen und stärker konservativ geprägten Republikanern, nicht zuletzt im Umgang mit der Kirche, sowie die persönlichen Differenzen zwischen den Parteiführern Cavaller, Delacrûce und [[Luciano Tropexas]] führten bereits in der Nationalversammlung zur faktischen Aufspaltung der Republikanischen Fraktion in einen radikalen, einen liberalen und einen konservativen Flügel. Führende Radikale wie [[Donado Salgado]], [[Pietro Celeste]] und [[Loris Manuel]] lehnten den Kurs der &amp;quot;Moderatas&amp;quot; ab, die umfassende Reformen ablehnten und die Republik auf evolutionärem Weg etablieren wollten, und verstanden dies als Verrat an der republikanischen Revolution. Sie gingen in die Opposition zur moderaten Mehrheit und gründeten 1894 einen neuen Parlamentsklub, wenig später erhielt die neue Republikanisch-Radikaldemokratische Partei auch einen ''Nationalverein'' und einen ''Nationalen Wahlausschuss'' als oberste Gremien. Damit begann die Geschichte des '''Partido Republicano Radical i Radical-Democrático'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] traten die ''Republicanōes i Radical-Democráticōes'' erstmals als eigenständige Partei an, blieb aber weit hinter den republikanischen ''Moderatas'' zurück, die sich 1897 in die [[Partido Republicano Liberal|Liberal-Republikanische Partei]] und die konservative [[Unión Republicana|Unionistische Partei]] spalteten. Oberste Ziele der kleinbürgerlichen Radikalen waren soziale Reformen, eine Säuberung der Verwaltung von monarchistischen und konterrevolutionären Kräften und eine deutliche Zurückdrängung des kirchlichen Einflusses in allen öffentlichen Bereichen. Der gescheiterte reaktionäre [[Putsch von 1898]] bestärkte die Partei in ihren Zielen und verstärkte die Polarisierung der politischen Landschaft, von der die Radikalen profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen Liberaler Koalition und Opposition ===&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende begannen die Radikalen den Versuch, gemeinsam mit den Liberalen eine stärkere Trennung von Kirche und Statt durchzusetzen, was zur Bildung eines linken laizistisch-liberalen Blocks und eines rechten klerikal-konservativen Blocks führte. In der Folge begann die Ära der Radikalen Dominanz, welche mit Unterbrechungen 1903-1909 bis zu den Zwanziger Jahren andauerte und die Radikale Partei in eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung versetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] konnten die Radikale einen großen Wahlerfolg feiern und wurden zur stärksten Partei im Parlament. Unter der Führung von [[Donado Salgado]] übernahmen die Radikalen danach die Regierungsverantwortung in einer Koalition mit den weiter rechts stehenden Liberalen und in Gegnerschaft zur katholischen Rechten. Die Koalition Salgado implementierte eine Reihe sozialer und laizistischer Reformen, welche die Republik in der Folge stark prägen sollten. Der Sieg der oppositionellen Rechten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] drängte die Radikale Partei in die Opposition zur so genannten [[Koalition der Moral]], ehe sie 1909 wiederum als stärkste Partei in die Regierung zurückkehren konnte. Neue Führungsfigur wurde [[Cristoval Sánchez]], der sich parteiintern auf jene Kräfte stützte, die eine Abgrenzung von den dogmatischen Sozialisten forderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spaltung und Linksblock ===&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte es interne Auseinandersetzungen zwischen Parteilinken und –Rechten um das Verhältnis der Partei zur aufstrebenden Arbeiterbewegung und der von ihr getragenen Sozialistischen Partei gegeben. Die so genannten ''Integralisten'' in der Partei, die eine aktive Einbindung der reformistischen Arbeiterschaft in die eigene Partei anstrebten, lösten sich schließlich 1909 unter der Führung Salgados und bildeten den '''[[Partido Democrático Radical Socialista]]''', auch als ''Radikalsozialistische Partei'' bezeichnet, die den Platz links der Radikalen Partei einnahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Radikalen versuchte zunächst einen Ausgleich mit den Kräften der politischen Mitte, schloss sich aber unter dem neuen Parteiführer [[Francisco Calbane]] 1917 dem Kurs der Linken an und bildeten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Kammerwahl 1917]], der ersten, die nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurde, den [[Bloco de Sinistra]] zusammen mit der reformorientierten Sozialistischen Partei, welche die Radikalen bereits 1913 an Stimmen und Mandaten überholt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calbane bildete daraufhin eine linke laizistische Koalition, welche endgültig die Trennung von Staat und Kirche und soziale Reformen durchsetzte, die wesentliche Wurzeln für den später voll ausgebauten sagradischen Wohlfahrtsstaat legten. 1920 erfolgte die Wiedervereinigung mit dem PDRS zum '''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD), der sich seit 1925/26 wieder '''Partido Republicano Radical''' (PRR) nannte. Donado Salgado hatte die von ihm mitgegründete Radikalsozialistische Partei (PDRS) bereits 1912/13 in Richtung Sozialistischer Partei verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Radikalen [[António Diaz]] führte die Radikal-Republikanische Partei nach den Wahlen von 1921 eine um Liberale erweiterte Mitte-Links-Koalition an, die Krise der Partei war aber bereits längst eingeleitet, welche die Radikale Partei in den gesamten Zwanziger Jahren begleiten sollte. Mit der Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 hatte die Partei die Führung der Linken zunehmend an die Sozialisten verloren, mit denen die Partei bis 1925 zusammenarbeitete. 1924 unterstützten die Radikalen mit [[António Sarabal]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik. Mit [[Cristoval Sánchez]] (1914-1921) und [[Carles Simón López]] (1921-1925) stellten die Radikalen den zweiten und dritten Präsidenten der Republik und von 1917 bis 1925 waren sie an jedem Kabinett beteiligt. Diese Phase der Dominanz der Partei endete erst mit der Niederlage der Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Wahlen 1925]], welche der politischen Rechten einen Wahlsieg einbrachte und zum Rücktritt Carles Simón López' vom Präsidentenamt führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Zwanziger und frühen Dreißiger Jahre ===&lt;br /&gt;
Die Wahlen 1925 führten zu einer Destabilisierung und zu immer neuen inneren Spaltungen der Partei in konkurrierende Flügel, die sich aber nicht auf der Organisationsebene, sondern innerhalb von Partei und Fraktion vollzogen. Meist unterstützte nur ein Teil der radikalen Abgeordneten mehrere in rascher Folge amtierende Mitte-Rechts-Regierungen der [[Convergência Nacional|Nationalen Konvergenz]], zu der nun auch die liberale [[Aliança Republicana|Republikanische Allianz]] [[Daniel La Ponte]]s gehörte. Die Parteiführung der Radikalen – von den politischen Niederlagen verunsichert – schwankte zwischen einer Annäherung an die katholische Rechte und dem Versuch einer konstruktiven, aber eigenständigen Oppositionspolitik zu den Regierungen der zunehmend antidemokratisch auftretenden Rechtsbündnisse. Die zwischenzeitliche Zusammenarbeit mit der rechtskatholischen [[Volksunion]] führte 1929 zur Abspaltung des linken Parteiflügels, der die '''[[Unión Radical Socialista]]''' (URS) bildete. Der Sieg des von [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' angeführten [[Bloco Nacional]] bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1932|Wahlen 1930]] und die Niederlage der Radikalen, die nur noch 7 Prozent der Abgeordneten stellten, führte zu einer Wiederannäherung der von [[Angel Colón]] geführten PRR an die sozialistische Linke, mit der man seit 1932 gemeinsam in der Opposition zu Präsident Alemà und den von ihm eingesetzten Präsidialregierungen stand. Dennoch artikulierte die Radikale Partei diese Haltung nur sehr zurückhaltend, was ihr von Seiten der Sozialisten und der Kommunisten den Schmähruf der „Schweigenden Gegnerschaft“ eintrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksfront und Verbot ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Alemà Sobrantes' Herbst 1934 und im Zuge der drohenden Machtergreifung durch Faschisten und andere Republikgegner stellten sich die Radikalen Republikaner immer offener auf die Seite der Linken und kämpften öffentlich für den Erhalt der parlamentarischen Republik. Die Bedrohung der Republik durch rechts, durch Faschisten und rechtskonservative Kräfte, welche einen autoritären Ständestaat errichten wollten, führte die Radikalen zusammen mit Sozialisten, Radikal-Sozialisten und erstmals auch Kommunisten in die sogenannte [[Volksfront]] (Frente Popular), welche bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Wahlen 1935]] gegen die [[Nationale Front]] der Volksunion und ihrer rechten Verbündeten antrat und einen Sieg davon trug. Bereits zuvor hatte Angel Colón als Parteichef die PRR-Strukturen nach dem Vorbild der straff organisierten Arbeiterparteien reorganisiert und die Handlungsfähigkeit der Partei damit erheblich verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Konkurrenzkandidatur des rechten Flügels als '''[[Partido Liberal Radical]]''' (PLR)  verdoppelte die Partei nahezu ihre Stimmenanteile und Mandate und trat der ersten Volksfrontregierung bei, welche von Angel Colón geführt wurde. Bis 1937 in der Volksfrontregierung vertreten, mussten die Radikalen zahlreiche wirtschaftspolitische Zugeständnisse an Sozialisten und Kommunisten machen, um eigene sozialliberale Ziele durchzusetzen, und wurden von weiten Teilen des Bürgertums und der radikalisierten Rechten als „Bolschewiken“ angefeindet. Nach dem Auseinanderbrechen der Volksfront 1937 führte Ángel Colón nochmals ein Kabinett der linken Mitte mit Sozialisten, Radikalen, Liberalen und Zentristen an, wurde im Zuge des Februarputschs 1938 aber gestürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den halbfreien [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|April-Wahlen 1938]] holten PRR und URS zusammen 26 Mandate, wobei die Parteien der Linken stark vom neuen kurzfristig eingeführten Wahlsystem benachteiligt worden waren. Noch im Sommer 1938 wurden sowohl die Radikal-Republikanische Partei als auch die weiter links stehende Radikal-Sozialistische Union vom rechten [[Álamo-Regime]] verboten, ehe die [[August-Verfassung 1938]] die Republik endgültig beendete und einen autoritär-faschistischen Ständestaat unter der Führung der aus der Volksunion hervorgegangenen [[Comunión Nacional]] machte. Eine kleine Minderheit ehemaliger Radikaler trat daraufhin zur Nationalen Kommunion über, die Führungselite der Partei aber und die meisten Aktivisten gingen ins Exil oder in den Untergrund zum neuen autoritär-faschistischen Regime Manuel Álamos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederaufbau nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Während führende Vertreter der Vorkriegspartei wie [[Angel Colón]] oder [[Santiago Lamanto]] lange Zeit in Haft saßen und andere wie [[Francisco Monte]] sich vergeblich um die Fortführung der Partei im Exil bemühten, beteiligten sich andere am Kampf der sagradischen [[Resistença]] gegen das Regime und später die deutsche Besetzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Sagradiens durch die Alliierten und die Widerstandstruppen übernahmen im ganzen Land zahlreiche ehemalige Radikale, die zuvor häufig verfolgt worden waren, wieder führende Ämter in den Verwaltungen des Staates. Noch im Jahr 1943 bemühte sich eine Gruppe Radikaler aus Widerstand und Exil um die Wiedergründung der Radikalen Partei. Schließlich wurde der Partido Republicano Radical (PRR) als liberale Partei der Mitte wiedergegründet. Die PRR war 1947 Gründungsmitglied der Liberalen Weltunion (später Liberale Internationale). Erster Vorsitzender der Partei wurde [[António Delauro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Nationalversammlung 1945]] erreichte der PRR 7 Prozent der Stimmen. Das waren deutlich weniger als erhofft und auch weniger als der PRR allein bei der Wahl 1935 auf sich vereint hatte. Hinter [[Partido Socialista|Sozialisten]], [[PPC|Christdemokraten]], [[PCS|Kommunisten]] und dem rechtsliberalen [[MPD]] stellte die PRR in der Nationalversammlung nur die fünftstärkste Fraktion, trat aber der [[Coalición Democrática|Demokratischen Koalition]] aus Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten bei, die nun die provisorischen Regierungen unter [[Sergio Dini]] und [[José Saviola]] stützte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Zusammenarbeit mit den Parteien der Linken (PS, PCS) und der Mitte (PPC) dominierten in der Partei vor allem die Parteirechten, welche zu der Idee der alten Volksfront auf deutlichen Abstand gingen und stattdessen eine Bündelung der bürgerlichen Kräfte anstrebte. Während dessen rissen auch die alten Flügelkämpfe der Vorkriegszeit wieder auf und schwächten die Partei nachhaltig. 1946 bildeten einigen linksliberale Republikaner zusammen mit linkskatholischen und sozialdemokratisch-pazifistischen Gruppen unter der Führung des Menschenrechtlers und Entwicklungshelfers [[Fernando De la Rúa]] den [[Partido d'Acción Democrática]] (PAD). Später schlossen sich zahlreiche enttäuschte Radikale, vornehmlich vom linken Flügel, der neuen [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokratischen Partei]] [[Santo De la Ilpa]]s an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946]] erhielt die Radikale Partei 8,2 Prozent der Stimmen und gehörte die in der Folge bis 1949 zu allen parlamentarischen Regierungen. 1947 stellte die Partei sogar für wenige Monate mit [[António Delauro]] den Ministerpräsidenten. Mit der sich anbahnenden Polarisierung des Parteiensystems in eine demokratische Rechte und eine kommunistisch-sozialistische Linke wurde auch innerhalb der Radikaldemokratischen Partei die Frage der Links- oder Rechtsorientierung zunehmend problematisch. Während der Flügel um [[Mariano Waldner Sanchis]] und [[Daniel Galindo Ferres]] eher das Konzept der linksorientierten Reformpartei vertrat, trat der konservative Flügel der Partei um [[Franco Ponente]] und [[Luciano Vélez]] eher für ein Bündnis mit der [[PPC|Christlichen Zentrumspartei]] [[Paulo Luciaro]]s ein, die sich zur dominanten Partei der rechten Mitte entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde der radikale Ex-Außenminister [[David Pizarro Cordês]] zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteispaltung 1949 ===&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel die PRR im Frühjahr 1949 in zwei Flügel, nachdem die radikalen Minister aus dem [[Kabinett Ilpa I|Kabinett Ilpa]] ausgetreten waren. Nach dem Scheitern der [[Kabinett Ilpa II|Regierung De la Ilpa]] versuchte Paulo Luciaro eine Koalition der rechten Mitte zu schmieden und erstmals auch die bisher am rechten Rand isolierte [[Unión Nacional Popular]] (UNP) mit einzubeziehen, in der zahlreiche ehemalige Regime-Funktionäre und Kollaborateure vertreten waren, die aber ihre demokratische Gesinnung beweisen wollte. Im PRR setzten sich nun die Gegner einer Regierungsbeteiligung durch, zu denen nicht nur Parteilinke, sondern auch einige Vertreter des konservativen Flügels gehörten, die aber eine Einbindung von Ex-Faschisten in die Regierung ablehnten. Dagegen setzte sich die Mehrheit der Konservativen um Ponente, Vélez und [[Carles Méndez]], aber auch pragmatische Linke für einen Regierungseintritt ein. Schließlich spalteten sich die Regierungsanhänger von der Partei ab, unterstützen die Regierung und bildeten daraufhin die '''[[UDR|Unión Democrática Radical]]''' als neue Partei der liberalen Mitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest-PRR schloss sich zu den [[Senatswahlen 1949]] und den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|Kammerwahlen 1950]] mit dem [[Partido d'Acción Democrática]] und anderen linksliberalen Splitterparteien zur  '''[[Unión Cívica Radical]]''' (UCR) zusammen, die aber bei der Wahl zur Abgeordnetenkammer nur 2,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinte, während die UDR 2,2 Prozent erreichte. Nach der Wahl ging aus dem UCR-Wahlbündnis eine neue politische Partei hervor, die vom linken Flügel des alten PRD dominiert wurde. Dem neuen [[Kabinett Luciaro II]] der so genannten [[Zentrumskoalition]] gehörten sowohl UCR als auch UDR an. Mehrere Versuche, infolge des schlechten Wahlergebnisses beider PRR-Nachfolgeparteien und der gemeinsamen Regierungsbeteiligung eine Wiedervereinigung von UCR und UDR zu erreichen, scheiterten jedoch in der Folge (siehe '''[[Unión de Republicanoes Radical-Democráticoes]]'''). Stattdessen bildete die UDR zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Parlamentswahlen 1954]] ein Wahlbündnis mit mehreren rechtsliberalen Parteien (die so genannte [[Unión Democrática|Demokratische Union]]), während die UCR alleine auf nur 1,2 Prozent der Stimmen kam und in der Folge in mehrere Faktionen zerfiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UDR trat 1955 mit ihren rechtsliberalen Koalitionspartnern der Bürgerblock-Regierung unter [[Paulo Luciaro]] bei. 1961 ging sie schließlich in der liberalen [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS) auf. Eine Gruppe von sozialliberalen UDR-Abweichlern, welche die Wiederbelebung der Radikalen Partei der Demokratischen Union vorzogen, verließen 1955 die Partei und bildeten mit einigen UCR-Mitgliedern das '''[[Partido Radical-Democrático|Movimiento de Radical-Democráticoes]]''' (MRD), aus dem schließlich 1958 der restituierte '''[[Partido Radical-Democrático]]''' (PRD) hervorging, der Mitglieder von [[PSD]] und [[UCR]] aufnahm, welche sich gegen die Gründung der sozialdemokratischen [[ASUL]] im Jahr 1957 richteten. Während sich die UDS zur erfolgreichen liberalen Partei entwickelte und seither an zahlreichen Regierungen beteiligt war, schied die PRD 1970 aus dem Parlament aus, nahm danach einen Linkskurs ein und ging schließlich nach langen erfolglosen Jahren 1992 in der ASUL auf. Die in ihrer Nachfolge gegründeten Parteien wie die [[Unión del Radicalismo]] (UdR) blieb ohne Einfluss. Erst 2008 bildete sich aus Dissidenten des linken UDS-Flügels und anderen linksliberalen Strömungen die Partei [[Democrâcia i Libertá - ils Radicales]], die sich in der Tradition des historischen Partido Radical sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Namen der Radikalen Partei und ihrer Abspaltungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical-Democrático''' (PRRD/RRD/PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links-Abspaltung 1909: &lt;br /&gt;
'''Partido Democrático Radical Socialista''' (PDRS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1920:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical i Social-Democrático''' (PRSD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Name seit 1925 wieder: &lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links-Abspaltung 1929: &lt;br /&gt;
'''Unión Radical Socialista''' (URS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechts-Abspaltung 1935:&lt;br /&gt;
'''Partido Liberal Radical''' (PLR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiedergründung der Partei 1943:&lt;br /&gt;
'''Partido Republicano Radical''' (PRR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung 1949:&lt;br /&gt;
'''Unión Democrática Radical''' (UDR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1950:&lt;br /&gt;
'''Unión Cívica Radical''' (UCR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abspaltung UDR 1955:&lt;br /&gt;
'''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fusion 1958:&lt;br /&gt;
'''Partido Radical-Democrático''' (PRD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiführer der Radikalen ==&lt;br /&gt;
=== PRRD (1894-1920) ===&lt;br /&gt;
* 1894-1899: [[Pietro Celeste]]&lt;br /&gt;
* 1899-1904: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1904-1906: [[Carles Belavís]]&lt;br /&gt;
* 1906-1907: [[Donado Salgado]]&lt;br /&gt;
* 1907: [[Armando Cotxía]]&lt;br /&gt;
* 1907-1914: [[Cristoval Sánchez]]&lt;br /&gt;
* 1914-1921: [[Francisco Calbane]]&lt;br /&gt;
=== PRSD (1920-1925) ===&lt;br /&gt;
* 1921-1928: [[António Diaz]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1925-1938) ===&lt;br /&gt;
* 1928-1932: [[Santiago Lamanto]]&lt;br /&gt;
* 1932-1939: [[Angel Colón]]&lt;br /&gt;
* 1939-1940: [[Francisco Monte]]&lt;br /&gt;
=== PRR (1943-1950) ===&lt;br /&gt;
* 1943-1950: [[António Delauro]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UDR (1949-1961) ===&lt;br /&gt;
* 1949: [[Franco Ponente]]&lt;br /&gt;
* 1949-1955: [[Luciano Vélez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1961: [[Carles Méndez]]&lt;br /&gt;
&amp;gt; geht 1961 in der [[UDS]] auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UCR (1950-1957) ===&lt;br /&gt;
* 1950-1957: [[Daniel Galindo Ferres]]&lt;br /&gt;
=== MRD (1955-1958) ===&lt;br /&gt;
* 1955-1959: [[Maximilián Fernández]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Historische Partei in Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.235.44</name></author>
		
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		<title>Sagradien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich die [[Rosarische Konsetten|Rosarischen Konsetten]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesce''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tules''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 473.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Visa]] (''Viça''): 375.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vierparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Der linksliberale [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) sowie die in den Sechziger Jahren erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielten seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des neuen Jahrtausends erfährt die politische Rechte einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der mit der wirtschaftsliberalen Neuausrichtung der konservativen Volkspartei [[PPC]] und der Zusammenarbeit mit der populistischen PSP zusammenhängt. In diesem Zusammenhang kam es zur Abspaltung des christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]] und der mit ihr verbündeten zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro|UDC]] sowie der linksliberalen [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikalen]] von den Mitte-Rechts-Parteien PPC und UDS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist mit den Parlamentswahlen 2008 ein Sechs-Parteien-System entstanden mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz [[Cerezo]] aus Sozialisten ([[ASUL]]) und Grünen ([[Verdes]]), dem [[Cientro Uníu|Vereinten Zentrum]] aus [[UDC]] und [[CCD]], einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). Bei den Europawahlen und diversen Regionalwahlen im Jahr 2009 wurde dieses System in seinen Grundzügen bestätigt, wobei sich eine Tendenz zu einem Drei-Block-System andeutet, in dem sich eine Linke, eine Rechte und ein kleines Zentrum herauskristallisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte:&lt;br /&gt;
* [[Cientro Uníu]] (CU): Zentrumsbündnis aus dem 2003 vom [[PPC]] abgespalteten christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático]] (CCD) von [[Francisco Valderrano]] und [[Carles Vídrio]] und der sozialliberal-zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (UDC) von [[Traiano Atániez]], die 2007 aus Abtrünnigen v.a. der [[PPC]] und der [[UDS]] entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Santo Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehörte 2006-2008 zur [[Viererkoalition]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], seit 2008 toleriert sie ein liberal-konservatives Minderheitskabinett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesce|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Sagradische Regionen und Provinzen''':&lt;br /&gt;
* [[Alconía]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* [[Alto Scantia]] ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* [[Amôria]] ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* [[Aziz]] ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* [[Bretânia]] ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* [[Bordez]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* [[Ceundâlia]] ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* [[Comtàid-Perín]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Tulinêsa-Cordês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* [[Cuentez]] ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* [[Escada]] ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* [[Liez i Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* [[Ligre-Scantia]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* [[Lojandía]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* [[Oller]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* [[Ostinense]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* [[Sarmay]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* [[Region Semesce]] ([[Semesce]])&lt;br /&gt;
* [[Sesín]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* [[Sur-Pinial]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* [[Tescano-Valoní]] ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* [[Val d’Ambrís]] ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Duerensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêcolo d'Oro|Goldenes Zeitalter]]. Der [[Erbfolgestreit nach dem Tod Davids I.]] 1543 führten zur Teilung des Reichs in eine [[Haus Santori-Valier|miguelitische]] und eine [[Josephiten|josephitische]] Hälfte. Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1567) und ihr Mann [[Michael III.]] (1543-1552) wurden nun Königin und [[König von Sagradien]] und erbten die Besitzungen in Micolinien ([[Servettensische Lande]]), mussten aber auf die in Personalunion regierten Königreiche Portugal und [[Königreich Cuentez|Cuentez-Tulis]] verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] 1713-1721 zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]] endete mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] 1721 und der Tötung König [[Peter II.|Peters II.]]. Nach zwei Jahren [[Erste Sagradische Republik|republikanischem Intermezzo]] wurde die Herrschaft der Santori 1723 restauriert ([[Santorische Restauration]]) und Sagradien unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] mit [[Cuentez-Tulis]] wiedervereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Santo De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Santo Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semescal]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Gaspacho]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8: [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nova Bresta]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Cuernta]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía Tulinês-Sollarês]]''): [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Nonth]] – [[Cuernta]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[San Joán]] – [[Korcalla]] – [[Artir]]		&lt;br /&gt;
* A13: [[Ostino]] – [[San Miguel]] – [[Laquines]] – [[Gerón]] – [[Lavallano]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Gaspacho]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sur al Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Perín]]''): [[Freúte]] – [[San Vicente del Fornat]] – [[San Pietro de Perín]] – [[Marcano]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): [[San Cristo]] – [[Valier]] – [[Tulis]]	&lt;br /&gt;
* A24 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesce]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesce]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]:&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semess]], [[SC Mesarque]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, 1976 in Micolinien und 2008 [[EURO 2008|im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land Vizeweltmeister 1958 sowie WM-Dritter in Frankreich 1998, ehe sie bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]], der im Jahr 2004 zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur Pînia]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik]], [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.235.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1957 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2006 befindet sich die Partei in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien vor 1957 ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] hervorging. 1935 bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistisch beeinflusste Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung, die 1938 durch den [[Februarputsch]] gestürzt wurde. Dem Verbot der Sozialistischen Partei folgte die Fortführung der Kampfgemeinschaft mit den Kommunisten im [[Resistença|sagradischen Widerstand]], an dem sich zahlreiche linke Gruppierungen beteiligten. Aus den verschiedenen linken Widerstandsgruppen wie dem [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) [[Santo De la Ilpa]]s und der im Exil fortgeführten Alt-PS um [[Ricardo Moreno]] entstand 1944 die wiedergegründete ''Vereinigte Sozialistische Partei'', die jedoch im Streit um die Orientierung im Kalten Krieg 1947 in zwei Flügel zerfiel. Die von Moreno geführte PS ging in die gemeinsame Opposition mit den Kommunisten und bildete eine linke Aktionsgemeinschaft gegen Kapitalismus und NATO-Gründung, der von De la Ilpa geführte [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) schloss sich den Koalitionen des [[Zentrumsblock]]s, der von den [[PPC|Christdemokraten]] [[Paulo Luciaro]]s geführt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurde die Krise der Sozialistischen Partei offenbar. Die Partei war zu einer von hauptamtlichen Parteifunktionären gesteuerten Kaderpartei geworden, die nicht in der Lage war, auf politische Wandlungen flexibel zu reagieren. Der ausgebaute Parteiapparat - stets als Vorteil gegenüber den Konkurrenten angesehen - war längst zum Hindernis einer im Sinne der Anpassung an die neue Republik notwendigen Erneuerung geworden. Dass die Partei noch immer alten Volksfrontstrategien nachhing, lag auch darin, dass ihre Entscheidungsträger noch immer aus der Vorkriegsgeneration stammten und wenig bereit waren, ihre innerparteiliche Macht mit jüngeren Nachwuchskräften zu teilen. Die PSD dagegen litt ganz im Gegenteil an einer organisatorischen Schwäche. Sie war wesentlich ein inhomogenes Konglomerat diverser antikommunistischer und sozialliberer Gruppen, die sich teils als Sozialisten, teils jedoch als Zentristen ansahen und sich hinter ihrem Parteiführer Santo de la Ilpa sammelten. Anders als in der oppositionellen Sozialistischen Partei dominierten in der PSD Fraktion und Regierungsmannschaft klar gegenüber der Parteiorganisation. Die internen Schwächen beider Parteien sollten sich rasch auch auf elektoraler Ebene zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erlebte die nicht-kommunistische Linke schließlich einen beispiellosen Einbruch. Sozialisten und Sozialdemokraten kamen zusammen auf keine 22 Prozent der Stimmen, die Sozialisten fielen mit 14 Prozent sogar hinter die Kommunisten zurück. Der [[Partido Radical]] hatte sich bereits 1949 in zwei Flügel gespalten, von denen die in der linksbürgerlichen [[UCR]] gesammelte Mitte-Links-Gruppe sogar bei nur 1,5 Prozent der Stimmen landete und danach in mehrere Splittergruppen zerfiel. Nachdem die linke Front bereits kurz nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|verlorenen Kammerwahl 1950]], der Zentrumsblock schließlich 1954/55 zerfallen war, kam es seit 1953/54 zu einer Wiederannäherung der zunehmend marginalisierten nicht-kommunistischen Linken, die seit dem Jahreswechsel 1954/55 zudem in gemeinsamer Opposition zur bürgerlichen Regierung [[Kabinett Favale VI|Favale VI]] stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung und Oppositionsjahre (1957-1962) ===&lt;br /&gt;
Nachdem es infolge der Wahl 1954 sowohl in PS als auch in PSD zu Führungswechseln gekommen war, aus denen [[António Santiago]] (PS) und [[Márcio Álvarez]] (PSD) als Parteisekretäre hervorgingen, arbeiteten die beiden Parteien seit 1955/56 offen auf eine Wiedervereinigung hin. Ziel war die Gründung einer vereinten schlagkräftigen Mitte-Links-Partei als Alternative zur 1952 aus dem [[PPC]] hervorgegangenen konservativen [[PPC]], die mit 42 Prozent der Stimmen die politische Landschaft dominierte. Am Parteibildungprozess beteiligten sich bald auch andere Mitte-Links-Gruppierungen wie das linkszentristische [[Cientro Democrático Humanista]] des Friedensnobelpreisträgers [[Fernando De la Rúa]], ein linker Restteil der bürgerlichen [[Unión Cívica Radical]] (UCR), das linkskatholische [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) von [[Nino Cabal]] sowie der marxistische [[Frente Proletário]] (FP). Diese vereinbarten 1957 die Einleitung eines Parteibildungsprozesses und die gemeinsame Kandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordetenkammer 1958]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gründungsparteitag der Allianz im Jahr 1957 in [[Vapaís]] bei [[Semess]] wurde zunächst ein geschäftsführender Ausschuss (''Comité Coordinativo'') gebildet, an dessen Spitze Santiago und Álvarez zu gleichberechtigen Sekretären gewählt wurden. Die neue Partei bestand zu dieser Zeit zwar bereits auf dem Papier, die alten waren aber noch nicht aufgelöst und arbeiteten vorerst weiter, sodass die Allianz zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Parteien- und Wahlbündnis war - jedoch mit der erklärten Absicht, in den kommenden Jahren zur echten Partei zusammenzuwachsen. Hierfür wurde eine konstituierende Versammlung gewählt, die im Folgenden Parteistatuten sowie ein Parteiprogramm ausarbeiten sollte. Die Teilparteien bestanden teilweise noch bis 1960 weiter und integrierten ihre Strukturen im Laufe der drei Jahre in die ASUL. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahlen 1958]] wurde ein „Gemeinsames Programm der Allianz“ verabschiedet und eine eigene Liste gebildet. Die ASUL erreichte bei den Wahlen einen Stimmanteil von 28,6 Prozent und wurde damit auf Anhieb zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten. Beim Semesker Parteitag 1960 wurde eine neue Parteistruktur verabschiedet, die anstelle der Konstituierenden Versammlung einen Nationalkonvent mit eigenem Präsidenten und anstelle des Koordinationskomitees eine Nationaldirektion als Parteivorstand stellte. António Santiago wurde nun alleiniger Generalsekretär, [[Iacovo Del Pérez]] sein Stellvertreter, [[Ricardo Moreno]] Präsident des Nationalkonvents. Gegenüber den Vorgängerparteien zeichnete sich die neue Partei durch eine größere organisatorische Effektivität und eine deutliche Reduzierung bürokratischer Entscheidungswege aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Exponten dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige Semesker Bürgermeister [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war Stefano Nacoma, der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. Del Pérez verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semesce|Semesce]], [[Sarmay]], [[Perín-Tulinesa]], [[Lojandía]] und [[Region Óstino|Óstino]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,9 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. Finanzminister [[Francisco Montone]], Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] oder Verkehrsminister [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 Justizminister und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach der Entlassung Colóns infolge eines Justizskandals im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der Region Semesce hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in Semess offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des Lemezer Programms von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit PPC und UDS möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesce]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Santo De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Santo de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Santo Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Santo de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Santo Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. In dieser Situation lehnte Caval einen Rücktritt ab. Angesichts der zerstrittenen Parteiflügel glaubte er, die Partei sonst in ein Chaos ohne Führung entlassen zu müssen. Den dringend notwendigen Reformprozess, den die Regierungsbeteiligung verhindert hatte, wollte er nun als Moderator und Integrationsfigur selbst initiieren und mitgestalten. Nach und nach vollzog sich nun ein Generationenwechsel an der Parteispitze. Parteivize Nacoma hatte sich bereits 1982 vom Fraktionsvorsitz sowie aus dem zweithöchsten Parteiamt zurückgezogen. Caval gab daraufhin die Kandidatur eines neuen &amp;quot;Quadrumvirats&amp;quot; bekannt, das gemeinsam den stellvertretenden Parteivorsitz übernehmen sollte, bestehens aus [[Andrés Colón]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsident [[Luis José López]], dem [[Semess|Semesker]] Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]] sowie als Vertreter des rechten Parteiflügels Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel Cavals war es, die verschiedenen Flügel und Strömungen der Partei zu integrieren. Gleichzeitig gab Caval bekannt, zwar weiterhin als Parteichef zu fungieren, die Spitzenkandidatur 1986 aber einem anderen zu überlassen. Es kam daraufhin zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie und einer Listengemeinschaft mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical Socialista|Radikalsozialisten]] gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Affäre um Joán Cavals Sohn [[Fernando Caval]] führte 1987 zum Verzicht Cavals auf eine neuerliche Kandidatur um den Parteivorsitz. Neuer Generalsekretär wurde auf dem Parteikongress der ASUL in Malesc im Februar 1987 der [[Semesker Bürgermeister]] Flávio Jimenez, dem man am ehesten zutraute, die Parteiflügel zusammenzuführen. Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten Francisco Montero durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum Bürgermeister von Semess gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von Paulo Satyres eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem Semesker Programm vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um Luis José López zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung um Luis José López damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und Paulo Satyres konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen Francisco Montero eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Tagung des Nationalkonvents in Sollar wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit Julio de la Costa, Satyres, Larcón und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf und wurde gemeinsam mit María Benítez zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat Grande Illega präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die Kammerwahlen im Herbst 1994 mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieb. Zwar zeigte das gute Abschneiden der diesesmal alleine angetretenen Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als natürlicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande im Januar 1997 erklärt hatte, für die Spitzenkandidatur nicht zur Verfügung zu stehen, aber weiterhin Parteichef bleiben zu wollen, kam es zu einer Urwahl zwischen De la Costa und Satyres, aus der De la Costa mit einem deutlichen Vorsprung von 62 zu 38 Prozent als Sieger hervorging. Der Tulineser Parteikongress im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa auch offiziell als Spitzenkandidat nominierte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Parteichef Grande die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Parteichef Grande gelang es danach, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Partei einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres verlor in Bordez sogar seine Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten PPC-Kandidaten Luisanto. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie Parteichef Grande Illega und dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf nach dem Vorbild Tony Blairs und mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Experte für Wirtschafts- und Finanzpolitik vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1998-2006) === &lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den vom populären Duerezer Bürgermeister [[Carles Etxeberría]] angeführten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Satyres wurde Arbeitsminister und der ehemalige Gewerkschaftler [[Vítor Gomes Amarón]] Innenminister. Der traditionelle rechte Parteiflügel war durch [[Miguel Chamot]] im Wirtschaftsministerium vertreten, während De la Costas Vertrauter Lorenzo Dimas Ferrera die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Homosexuelle oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte. Jedoch brachte sein neuer Kurs der linken Mitte (Cientrosinistra) auch Rückschläge und bittere Pillen für die ASUL mit sich wie die Beteiligung an Kosovo- und Afghanistankrieg, die zu heftigen Streitigkeiten mit dem linken Parteiflügel um Satyres und dem grünen Koalitionspartner führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten mit einem Ergebnis von 38,9 Prozent und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Nach der Wahl standen die „Julistas“ auf ihrem parteiinternen Machtzenit. Das im Jahr 2001 verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Duerezer Programm]] hatte deren Positionen vom [[Novo Progresismo]] in wesentlichen Punkten zum offiziellen Parteistandpunkt gemacht. Darin definierte sich die ASUL als „Partei der Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von Joán Caval vor den Kammerwahlen 1970. Das Wahlergebnis zeigte nun, dass auch der Wähler die seit den Neunziger Jahren begonnene Neuausrichtung der Sozialisten begrüßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Besonders der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel forderte Änderungen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform, die als unsozial empfunden wurde. Auf der anderen Seite wuchs die Anhängerschaft des 2000 zum Vizegeneralsekretär und 2004 zum Handelsminister ernannten [[Santiago Diaz de Velozo]], der in der Partei zunehmend als Reformmotor auftrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einer empfindlichen Niederlage der ASUL bei den Regionalwahlen, woraufhin De la Costa von der Parteispitze zurücktrat. Neuer Generalsekretär wurde Diaz de Velozo, der sich gegen Santiago Valarosa durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gilt als Vertreter des Reformflügels und konnte auch auf die Unterstützung der Parteirechten zählen. Valarosa wurde zum Stellvertreter Velozos gewählt. Die Wahl Velozos führte zu einer Welle von Parteiaustritten linksgerichteter Sozialisten, die zuvor Valarosa unterstützt hatten und nun der neuen Linkspartei [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] von Paulo Satyres und [[António Fiali Cerres]] beitraten. Obwohl von Satyres öffentlich umworben, lehnte Valarosa einen Beitritt zur DSS ab. Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32,5 Prozent klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition (seit 2006) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der jedoch in der Folge in heftigen Gegensatz zur Nationalen Koordinatorin [[Mercé Serrat]] geriet, die schließlich ihr Amt aufgeben musste und in der Folge zur parteiinternen Opposition wechselte. Das begangene Doppeljubiläum von 50 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich Mercé Serrat gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen Semesker Bürgermeister [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator wurde der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Minister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als Berater zur Seite stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize Santiago Valarosa als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert eine kostenlose Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Tolerierung und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 setzten sich zunächst die Reformistas durch, die eine Öffnung der Partei für das Bündnis mit den bürgerlichen Kräften erreichten. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Siebziger Jahren wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob, mit dieser aber bald ein anti-reformistisches Bündnis einging. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesce]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Verteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semesker Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1957-1960: ''[[António Santiago]] und [[Marcio Álvarez]] (gleichberechtige Parteisekretäre)''&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] (1964 komm.)&lt;br /&gt;
*1969-1985: [[Joán Caval]], (''1984-1985 vertreten durch [[Andrés Colón]] als Secretário-General delegâu'')&lt;br /&gt;
*1985-1987: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
*1987-1990: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1999: [[António Grande Illega]] (1992 komm.)&lt;br /&gt;
*1999-2005: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] (''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário General delegâu'')&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1989-1990: [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
*1991-1992: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spitzenkandidaten der ASUL bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]: [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]: [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]: [[Santiago Diaz de Velozo]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des ASUL-Nationalkonvents ===&lt;br /&gt;
*1957-1960: [[Nino Cabal]], [[Fernando De la Rúa]] und [[Ricardo Moreno]] (''Convente Costituente'')&lt;br /&gt;
*1960-1967: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1967-1970: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
*1970-1976: [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
*1976-1980: [[José Arnaldo Garret]]		&lt;br /&gt;
*1980-1982: [[Rinaldo Sugares]]		&lt;br /&gt;
*1982-1990: [[Marcelo Bérgamo]]		&lt;br /&gt;
*1990-1991: [[Joán Caval]]			&lt;br /&gt;
*1991-1994: [[Joán Dehamonte]]		&lt;br /&gt;
*1994-2001: [[Joán Guiterres]] 			&lt;br /&gt;
*2001-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Koordinatoren der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1969-1972: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
*1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
*1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
*1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
*1979-1982: [[Iano Norriez]]&lt;br /&gt;
*1982-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
*1983-1986: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
*1986-1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
*1987-1990: [[Cornélio Vitez]]&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Jorge Gaspacho]]&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[Enrico Herzog]]&lt;br /&gt;
*1997-1998: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
*1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]]&lt;br /&gt;
*2005-2007: [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
*2007-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]]&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Joaquín Loubregat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprecher der ASUL-Gruppe in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
*1958-1961:  [[Marcelo Bérgamo]] (geschäftsführend)&lt;br /&gt;
*1961-1964:  [[Carles Domínguez-Arrás]] (geschäftsführend)&lt;br /&gt;
*1964-1966:  [[Piero Cavallo]]&lt;br /&gt;
*1966-1970:  [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
*1970-1972:  [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
*1972-1982:  [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
*1982-1986:  [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1986-1990:  [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
*1990-1994:  [[Vítor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
*1994-1998:  [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*1998-1999:  [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
*1999-2005:  [[Santiago Carles Guadalí]]&lt;br /&gt;
*2005-2006:  [[Vítor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
*seit 2006:  [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte historische Zusammenschlüsse und Machtkartelle in der ASUL ===&lt;br /&gt;
*[[Mitternachtskartell]] (Cartel de la Minôite, 50er und 60er): [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]], [[Luciano Minorel]], [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*Junge Garde ([[Guarda Jovén]], 60er): [[Joán Caval]], [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]], [[Francisco Fernandez]]&lt;br /&gt;
*Junge Garde (Guarda Jovén, 80er/90er):	[[Paulo Satyres]], [[Julio de la Costa]], [[Mariano Larcón]], [[António Delvequio]], [[Enrico Herzog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Exekutivkomitee der Partei ===&lt;br /&gt;
Comité Executivo Nacional (Stand 2008-2010):&lt;br /&gt;
*Generalsekretärin: [[María Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
*Vizegeneralsekretär, Sekretär für Wirtschaft und Arbeit: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
*Vizegeneralsekretär, Sekretär für Reformen und Innovationen: [[Pietro María Dulce Rodríguez]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für Gleichberechtigung und zivile Programme: [[Luísa Ibarretxe]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für Sozialpolitik: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für institutionelle Politik: [[Jorge Gaspacho]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Umwelt und ländliche Entwicklung: [[José Delgado]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Kultur und Medien: [[Enrico Ánibal Cardoso]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für internationale und europäische Politik: [[Francisca Joego]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für öffentliche Aufgaben und Innenpolitik: [[Miguel Javier León]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für öffentliche Sicherheit: [[Francisco Helguerra]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Erziehung und Wissenschaft: [[Ana Leonor Voçares]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Regionen, Provinzen und Kommunen: [[José Manuel Ajudo Espadal]]&lt;br /&gt;
*Schatzmeister und Sekretär für Haushalts- und Finanzpolitik: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
*Nationaler Koordinator: [[Joaquín Loubregat]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der ASUL-Delegation im europäischen Parlament: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der ASUL-Gruppe in der Abgeordnetenkammer: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der sozialistischen Gruppe im Senat: [[Alfonso López Aguirre]]&lt;br /&gt;
*Repräsentantin der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]]: [[Joana Setubal]] (Nationale Sekretärin)&lt;br /&gt;
*Repräsentantin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]: [[Antónia Fernandes]] &lt;br /&gt;
*Parteisprecher: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*1957	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1960	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1962	Congreso III in [[Lemez]] – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IV in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso V in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso VI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso VII in [[Ligre North]] – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso VIII in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso IX in [[Semess]] – 20-jähriges Parteijubiläum, linksreformistisches [[Manifesto de Semesce]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso X in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XI in [[Bosa]] – 25-jähriges Parteijubiläum, Wahl [[Andrés Colón]]' zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*5/1985	Congreso XII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]] löst nach 15 Jahren Joán Caval als Parteichef ab,&lt;br /&gt;
*2/1987	Congreso XIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIV in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*3/1991	Congreso XV in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semesker Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XVI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XVII in [[Laquines]] &lt;br /&gt;
*5/1997	Congreso XVIII in [[Tulis]] – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als Grundlage eines neuen Programms und als Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XIX in [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
*3/2003 Congreso XX in [[Duerez]] – progressives [[Manifesto de Duerez]] („Progreso Social“)&lt;br /&gt;
*2005	Congreso XXI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXII in [[Ostino]] – 50-jähriges Parteijubiläum, scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIV in [[Vesaey]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
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