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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Philipp_VII.&amp;diff=4338</id>
		<title>Philipp VII.</title>
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		<updated>2011-04-29T17:58:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Richard I. Jakob''' (von Sagradien) (*1537; †1573) war [[König von Sagradien]] (1555-1573) und [[Herzog von Servette]] (1547-1560).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard I. Jakob wurde 1537 in [[Servette]] als ältester Sohn von [[Michael III.|Miguel de Valier]], dem [[Sagradien|sagradischen]] Statthalter in Servette, und Prinzessin Joana María, der jüngsten Tochter König [[David I.|Davids I. von Sagradien]] geboren. Als Enkel des Königs erhielt der junge Prinz zunächst den Titel eines Grafen von Vierna und wurde an den Hof Davids I. nach [[Tulis]] gebracht und dort erzogen. Auch als es 1539 zum Streit zwischen seinem Vater und dem König um die Nachfolge Davids kam, blieb er bei seiner Mutter in Tulis. Nach dem Tod seines Großvaters David I. kam es zwischen seinem Vater und seinem Großonkel [[Joseph I. von Cuentez|Herzog Joseph von Óstino]] zum [[Lilienkrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge Davids. Da Joseph bald Tulis einnahm, floh Richard mit seiner Mutter nach [[Micolinien]], das Miguel de Valier als Michael III. als sagradischer König anerkannte. Der [[Friede von Servette]] 1547 bestätigte Michael III. schließlich als König von Sagradien und Herzog von Servette und seinen Sohn Richard als Infant von Sagradien. Richard erhielt damit mit zehn Jahren die Titularregentschaft über die [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]] und wurde fortan in [[Semess]] erzogen, wohin sein Vater den Hof verlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit nicht einmal 18 Jahren bestieg Richard nach dem Tod seines Vaters 1555 den sagradischen Thron. Zunächst wurde er noch von seiner Mutter Joana María de Santori dominiert, die mit aller Gewalt versuchte, den aufständischen Adel in den Provinzen unter Kontrolle zu bringen. 1559 heiratete Richard Louise von Bourbon, eine Schwester Antons von Bourbon und Tante des späteren französischen Königs Heinrich IV. Unter dem Einfluss seiner strenggläubigen Mutter versuchte Richard zudem, die erstehende Ausbreitung der calvinistischen Religion in Sagradien mit Gewalt zu unterbinden. Die Konversion von [[Enrico de Esqués]], dem [[Herzog von Viça]], zum Calvinismus führte 1560 zum Ausbruch eines Krieges zwischen dem protestantischen Nordosten und den königlichen Truppen. Erst 1563 konnte sich Richard auf Druck der französischen Berater um seine Ehefrau hin von seiner Mutter emanzipieren und zwang sie in ein Kloster. Nun geriet er immer mehr unter den Einfluss französischer Gruppen am Hof, die enge Kontakte zu Heinrich von Navarra unterhielten. Als Heinrich 1569 zum politischen Führer der französischen Hugenotten aufstieg, konvertierte auch seine Tante Louise zur protestantischen Religion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Spätestens seitdem führte auch Richard eine zunehmend tolerante Politik gegenüber den Calvinisten im eigenen Land. Bereits 1566 hatte er mit Enrico de Esqués Frieden geschlossen und im [[Toleranzedikt von Viça]] Gewissensfreiheit gewährt. Im [[Edikt von Lesta 1570]] gewährte er zudem den Calvinisten die vollen Bürgerrechte und lockte damit auch viele Flüchtlinge aus Frankreich ins Land, die der sagradischen Wirtschaft zugute kamen. Nach dem Edikt von Lesta kam es bald zu Aufständen der Katholischen Liga in Sagradien, die von Frankreich unterstützt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard starb 1573 im Alter von 36 Jahren in Semess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=4333</id>
		<title>David I.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=4333"/>
		<updated>2011-04-29T13:45:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Servette]] (1534-1543) und Herr der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]], Fürst von Flandern (1518-1543) und [[Conte von Tulis]] (1509-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Er vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und prägte eine ganze Epoche in der sagradischen Geschichte (&amp;quot;[[Era Davidêsa]]&amp;quot; des [[Sêcolo d’Oro]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Exil ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori und Habsburg wurde im April 1491 in [[Tulis]] geboren. Sein Vater war der sagradische Thronfolger [[Jakob IV.|Santiago de Santori]], sein Großvater der sagradische König [[Jakob III.]] aus dem Haus Santori, der seit 1457 auf dem Thron saß und seit 1590 auch als [[Conte von Tulis]] amtierte. Davids Mutter Katharina war eine Habsburgerprinzessin, namentlich die jüngste Schwester von Kaiser Maximilian I. Bereits zwei Monate nach seiner Geburt bestieg Davids Vater als Jakob IV. den sagradischen Thron und David stieg zum Infanten, also zum alleine erbberechtigten Thronfolger, auf und übernahm den Titel des [[Herzog von Sesín|Herzogs von Sesín]] von seinem Vater. Jakob IV. herrschte nun über ein europäisches Mittelreich, denn er war nicht nur sagradischer König, sondern als Haupt der Santori-Dynastie auch [[Markgraf von Golen]] und Erbe von Flandern. David wuchs zunächst am Hof in Tulis auf, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 – David war erst elf Jahre alt – starb sein Vater, woraufhin anstelle des minderjährigen David sein Onkel [[Peter I.|Pietro]], [[Herzog von Corar]] und jüngerer Bruder Jakobs IV., die Macht ergriff und zum König erhoben wurde. David wurde zunächst zusammen mit seiner Mutter Katharina von Habsburg, nach Gent gebracht, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte ein langer Machtkampf zwischen König Peter und den Anhängern Katharinas von Habsburg, angeführt von [[Carles de Biniar]] – Gerüchten zufolge Liebhaber Katharinas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1503 starb König Peters’ Ehefrau Marie von Orleans. Die Ehe war kinderlos geblieben, sodass David weiterhin Thronfolger blieb. Im Sommer 1504 jedoch heiratete Peter erneut, diesmal die micolinische Prinzessin [[Antonia von Servette]], Erbin des [[Haus Sáloa-Servette|Hauses Sáloa-Servette]], sodass Peter nun auch [[Herzog von Servette]] und Erbprinz des [[Herzogtum Sáloa|Herzogtums Sáloa]] sowie der Fürstentumer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] wurde. Nachdem seine zweite Frau Antonia von Servette 1508 eine zweite Fehlgeburt erlitten hatte und dabei das Leben verloren hatte, zog Peter nach [[Micolinien]], um sein servettinisches Erbe gegen den micolinischen König [[Aquim II. von Micolinien|Aquim II.]] zu verteidigen. In der Zwischenzeit hatten in Sagradien die Anhänger Katharinas die Macht übernommen und zwangen nach der [[Schlacht von Santa Rocca]] Peter im [[Vertrag von Vérisa]] zur Abdankung zugunsten seines achtzehnjährigen Neffen David. Peter zog sich nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die micolinischen Besitztümer regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
David kam nach vier Jahren in Flandern zurück nach Sagradien und wurde im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten Carles von Biniar zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Außerdem nahm auch seine noch lebende Mutter Katharina von Habsburg, ebenfalls nach Sagradien zurückgekehrt, immer noch starken Einfluss auf den jungen König. Biniar und Katharina erkannten schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzten Katharina und ihr Günstling zunächst alles auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Zunächst galt es daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidaten kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Katharinas im Jahr 1512 emanzipierte sich David endlich von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Damit rückte er auch von der pro-habsburgischen Politik seiner Mutter ab. 1514 versöhnte sich David mit seinem erkrankten Onkel Peter. Nachdem die Verhandlungen über eine Hochzeit zwischen Davids jüngerer Schwester María Luísa mit dem spanischen Thronfolger Karl (V.) gescheitert waren, verheiratete David sie 1513 mit Emanuel von Trient und übernahm nach dessen Tod 1518 die Herrschaft über das Fürstentum in Südtirol. Als neuen Gatten für María Luísa erwählte er [[Joán de Biniar]], den Sohn seines alten Mentors und Beraters Carles und dessen Frau Isabela de San Cristo, was ihn aber nicht hinderte, Carles nach dem Bruch 1516 gefangen zu nehmen und dann ins Exil zu schicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa von Portugal ===&lt;br /&gt;
Trotz seiner Abkehr von der Habsburgerpolitik bemühte sich David 1513 vergeblich um die erst fünfzehnjährige Eleonore von Österreich, kurz darauf stand er in Verhandlungen mit Frankreich bezüglich einer Ehe mit Margarete, der Schwester Johanns I., jedoch entschloss sich David schließlich 1513 die portugiesische Thronfolgerin Luísa, Tochter Manuels I., zu ehelichen, wodurch er einen großen Anspruch auf die Thronfolge gewann, was zum offenen Konflikt mit dem Hause Habsburg führen musste. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Pietro|Andrés Pietro Joán]] ein Sohn und Thronfolger hervor, der für David so wichtig war. Mit Elisa Luísa und Joána María gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter hinzu. Mit der Geburt Andreas Peters im Jahre 1515 übergab Davids Onkel Peter dem Säugling nominell die micolinischen Besitztümer, sodass Andrés Pietro als [[Herzog von Servette]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Micolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein Schwager Joán de Biniar, und danach Davids illegitimer Bruder [[Don Miguel]]. 1517 musste Joán de Biniar einen Angriff micolinischer Truppen auf Servette abwehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flandernkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 starb Karl der Schöne von Flandern, der letzte Graf aus dem Geschlecht Burgund-Flandern, einer Nebenlinie des Hauses Burgund. Da Karl mit Davids Tante Margarete verheiratet war und zudem ein Sohn seiner Großtante Eleonore, erhob David Anspruch auf die Grafschaft Flandern, die jedoch auch von den Habsburgern beansprucht wurde. Nach dem Tod Kaiser Maximilians 1519 bewarb sich David als potenzieller Graf von Flandern neben Karl I. von Spanien, Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England um die Kaiserkrone, verlor die Wahl aber gegen Karl. Daraufhin bemühte er sich um ein Bündnis mit Frankreich gegen die Vorherrschaft der Habsburger in Europa. In Flandern führte er [[Flandernkrieg|Krieg gegen die Habsburger]] und konnte anfänglich unter Führung seines Kommandanten Joán de Biniar einige Erfolge verbuchen, ehe der [[Friede von Utrecht 1524|Frieden von Utrecht 1524]] den Krieg beendete. Als Generalkapitän in der Grafschaft Flandern folgte auf Joán de Biniar 1528 [[Alexandro Machiês]], der Graf von La Cordí, der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flandernkriege der Jahre 1519-1524 hatten hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
1521 starb der portugiesische König Manuel I., der ohne legitimen männlichen Erben geblieben war. David als Schwiegersohn erhob für seine Ehefrau Infanta Luísa sofort Anspruch auf die Krone und konnte sich schließlich in mehreren Schlachten gegen die spanischen Ansprüche sowie einen illegitimen Sohn Manuels durchsetzen. Damit übernahm David zusammen mit seiner Ehefrau auch die portugiesische Krone und war neben Karl V. zum wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Micolinien und Flandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis], der [[Paláciu Santori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David als [[Conte von Tulis|Conte Audáciu von Tulis]] ließ neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. David, der schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat sich zudem zum Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte stand und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und zeitweise auch Leonardo da Vinci ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. So gehörten die beiden Tulineser Meister [[Don Cabal]] und [[António Volero]] zu den großen Talenten, die David erkannte, förderte und denen er die großen Aufträge in Tulis gab. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das als &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; bekannt wurde, und sich seit Davids späten Herrschaftsjahren vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenreformation und Trienter Konkordat ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur dürfen nicht über Davids strenge Haltung in religiösen Dingen hinwegtäuschen. Als gläubiger Katholik ging er entschieden gegen jede Art der &amp;quot;Häresie&amp;quot; vor und sah sich selbst nach dem Beginn der Reformation in Europa als &amp;quot;Protector Sanctissimi Fidei&amp;quot; und stellte sich damit an die Spitze der Gegenreformation, was zu einigen Konflikten in den flandrischen Provinzen des Santorierreiches führte. David unterdrückte die Protestanten und versuchte jede Ausbreitung der neuen Ideen zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Außerdem erreichte er, dass [[Pietro de Santori]], illegitimer Sohn [[Gabriel II.|Gabriels II.]], als rechtmäßig und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König [[Gabriel I. Juvans]] heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger Andrés Pietro war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die junge Fürstin Maria von Piombino und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Micolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Micolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Vetter [[Michael III.|Miguel de Valier]], aus der [[Haus Santori-Valier|Valier-Linie des Hauses Santori]]. Dieser war in erster Ehe mit Ana von Vierna verheiratet gewesen, diese aber war 1533 gestorben. 1535 nun verheiratete David seine jüngste Tochter Joana María (*1518) mit Miguel de Valier und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Eine Frau als Herrscherin war in der sagradischen Thronfolge nicht vorgesehen und wäre im katholischen Sagradien undenkbar gewesen. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes Don Manuel im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieb ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen. Bereits 1535 hatte David seine älteste Tochter Elisa Luísa (*1516) mit Charles de Bourbon verheiratet, dem Onkel des späteren französischen Königs Heinrich IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Margarita David aber bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Darin bestimmte er eine Erbteilung zwischen den potenziellen Nachfolgekandidaten Miguel Prinz von Valier, seinem Cousin und Schwiegersohn aus der Linie Santori-Valier, der die Krone von Sagradien sowie die Besitztümer in Micolinien erben sollte, und [[Joseph I. von Cuentez|José Herzog von Óstino und Liez]], ein Großcousin und Schwager Davids, der König von Portugal werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
Weder Miguel de Valier noch José wollten jedoch eine derartige Teilung akzeptieren. Miguel fürchtete den Verlust des im Entstehen befindlichen Kolonialreichs, während José die Krone des fernen Portugal als zu gering betrachtete und zumindest die Besitztümer im Blaumeer forderte, um ein maritimes Reich aufzubauen. Die in der Folge versuchten Vermittlungsversuche zwischen den Streitparteien der [[Migueliten]] und [[Josephiten]] führten zu keinen befriedigenden Ergebnissen. Als David im Herbst 1543 starb, erkannten weder Miguel noch José die von David festgelegte Erbfolge an und es kam innerhalb des Hauses Santori, zum Thronfolgekrieg, aufgrund des Lilien-Wappens der Santori als [[Lilienkrieg]] bezeichnet, in den sich die europäischen Großmächte der Habsburger und Valois sowie Micolinien einschalteten und dem das Weltreich Davids zum Opfer fallen sollte. Während er in Servette weilende Miguel sich die Unterstützung des micolinischen Königs sicherte, um eine Invasion in Sagradien vorzubereiten, konnte sich José die Unterstützung in Portugal und großen Teilen Sagradiens sichern. Gleichzeitig marschierten die Habsburger in Flandern an und lieferten sich dort mit Frankreich Gefechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Schlacht zwischen José und Miguel fand noch im Herbst 1544 statt und endete in einer knappen Niederlage Josés, der in den Folgemonaten die Herrschaft über Sagradien verlor, jedoch Tulis und Portugal halten konnte. Nach weiteren Monaten kam es Mitte 1545 zum Waffenstillstand und 1547 schließlich zum Frieden, in dem die von David vorgesehene Erbteilung bestätigt wurde. Allein das Comitat Tulis wurde aus dem miguelitischen Herrschaftskonglomerat herausgenommen und als [[Königreich Cuentez]] der Herrschaft Josés übergeben, der nun König von Portugal und Cuentez wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Königs und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als kulturelle und politische Blütephase Sagradiens. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; in der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung international und auch im Sagradien des 20. Jahrhunderts nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impériu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>David I.</title>
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		<updated>2011-04-29T13:43:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Servette]] (1534-1543) und Herr der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]], Fürst von Flandern (1518-1543) und [[Conte von Tulis]] (1509-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Er vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und prägte eine ganze Epoche in der sagradischen Geschichte (&amp;quot;[[Era Davidêsa]]&amp;quot; des [[Sêcolo d’Oro]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Exil ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori und Habsburg wurde im April 1491 in [[Tulis]] geboren. Sein Vater war der sagradische Thronfolger [[Jakob IV.|Santiago de Santori]], sein Großvater der sagradische König [[Jakob III.]] aus dem Haus Santori, der seit 1457 auf dem Thron saß und seit 1590 auch als [[Conte von Tulis]] amtierte. Davids Mutter Katharina war eine Habsburgerprinzessin, namentlich die jüngste Schwester von Kaiser Maximilian I. Bereits zwei Monate nach seiner Geburt bestieg Davids Vater als Jakob IV. den sagradischen Thron und David stieg zum Infanten, also zum alleine erbberechtigten Thronfolger, auf und übernahm den Titel des [[Herzog von Sesín|Herzogs von Sesín]] von seinem Vater. Jakob IV. herrschte nun über ein europäisches Mittelreich, denn er war nicht nur sagradischer König, sondern als Haupt der Santori-Dynastie auch [[Markgraf von Golen]] und Erbe von Flandern. David wuchs zunächst am Hof in Tulis auf, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 – David war erst elf Jahre alt – starb sein Vater, woraufhin anstelle des minderjährigen David sein Onkel [[Peter I.|Pietro]], [[Herzog von Corar]] und jüngerer Bruder Jakobs IV., die Macht ergriff und zum König erhoben wurde. David wurde zunächst zusammen mit seiner Mutter Katharina von Habsburg, nach Gent gebracht, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte ein langer Machtkampf zwischen König Peter und den Anhängern Katharinas von Habsburg, angeführt von [[Carles de Biniar]] – Gerüchten zufolge Liebhaber Katharinas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1503 starb König Peters’ Ehefrau Marie von Orleans. Die Ehe war kinderlos geblieben, sodass David weiterhin Thronfolger blieb. Im Sommer 1504 jedoch heiratete Peter erneut, diesmal die micolinische Prinzessin [[Antonia von Servette]], Erbin des [[Haus Sáloa-Servette|Hauses Sáloa-Servette]], sodass Peter nun auch [[Herzog von Servette]] und Erbprinz des [[Herzogtum Sáloa|Herzogtums Sáloa]] sowie der Fürstentumer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] wurde. Nachdem seine zweite Frau Antonia von Servette 1508 eine zweite Fehlgeburt erlitten hatte und dabei das Leben verloren hatte, zog Peter nach [[Micolinien]], um sein servettinisches Erbe gegen den micolinischen König [[Aquim II. von Micolinien|Aquim II.]] zu verteidigen. In der Zwischenzeit hatten in Sagradien die Anhänger Katharinas die Macht übernommen und zwangen nach der [[Schlacht von Santa Rocca]] Peter im [[Vertrag von Vérisa]] zur Abdankung zugunsten seines achtzehnjährigen Neffen David. Peter zog sich nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die micolinischen Besitztümer regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
David kam nach vier Jahren in Flandern zurück nach Sagradien und wurde im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten Carles von Biniar zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Außerdem nahm auch seine noch lebende Mutter Katharina von Habsburg, ebenfalls nach Sagradien zurückgekehrt, immer noch starken Einfluss auf den jungen König. Biniar und Katharina erkannten schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzten Katharina und ihr Günstling zunächst alles auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Zunächst galt es daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidaten kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Katharinas im Jahr 1512 emanzipierte sich David endlich von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Damit rückte er auch von der pro-habsburgischen Politik seiner Mutter ab. 1514 versöhnte sich David mit seinem erkrankten Onkel Peter. Nachdem die Verhandlungen über eine Hochzeit zwischen Davids jüngerer Schwester María Luísa mit dem spanischen Thronfolger Karl (V.) gescheitert waren, verheiratete David sie 1513 mit Emanuel von Trient und übernahm nach dessen Tod 1518 die Herrschaft über das Fürstentum in Südtirol. Als neuen Gatten für María Luísa erwählte er [[Joán de Biniar]], den Sohn seines alten Mentors und Beraters Carles und dessen Frau Isabela de San Cristo, was ihn aber nicht hinderte, Carles nach dem Bruch 1516 gefangen zu nehmen und dann ins Exil zu schicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa von Portugal ===&lt;br /&gt;
Trotz seiner Abkehr von der Habsburgerpolitik bemühte sich David 1513 vergeblich um die erst fünfzehnjährige Eleonore von Österreich, kurz darauf stand er in Verhandlungen mit Frankreich bezüglich einer Ehe mit Margarete, der Schwester Johanns I., jedoch entschloss sich David schließlich 1513 die portugiesische Thronfolgerin Luísa, Tochter Manuels I., zu ehelichen, wodurch er einen großen Anspruch auf die Thronfolge gewann, was zum offenen Konflikt mit dem Hause Habsburg führen musste. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Pietro|Andrés Pietro Joán]] ein Sohn und Thronfolger hervor, der für David so wichtig war. Mit Elisa Luísa und Joána María gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter hinzu. Mit der Geburt Andreas Peters im Jahre 1515 übergab Davids Onkel Peter dem Säugling nominell die micolinischen Besitztümer, sodass Andrés Pietro als [[Herzog von Servette]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Micolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein Schwager Joán de Biniar, und danach Davids illegitimer Bruder [[Don Miguel]]. 1517 musste Joán de Biniar einen Angriff micolinischer Truppen auf Servette abwehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flandernkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 starb Karl der Schöne von Flandern, der letzte Graf aus dem Geschlecht Burgund-Flandern, einer Nebenlinie des Hauses Burgund. Da Karl mit Davids Tante Margarete verheiratet war und zudem ein Sohn seiner Großtante Eleonore, erhob David Anspruch auf die Grafschaft Flandern, die jedoch auch von den Habsburgern beansprucht wurde. Nach dem Tod Kaiser Maximilians 1519 bewarb sich David als potenzieller Graf von Flandern neben Karl I. von Spanien, Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England um die Kaiserkrone, verlor die Wahl aber gegen Karl. Daraufhin bemühte er sich um ein Bündnis mit Frankreich gegen die Vorherrschaft der Habsburger in Europa. In Flandern führte er [[Flandernkrieg|Krieg gegen die Habsburger]] und konnte anfänglich unter Führung seines Kommandanten Joán de Biniar einige Erfolge verbuchen, ehe der [[Friede von Utrecht 1524|Frieden von Utrecht 1524]] den Krieg beendete. Als Generalkapitän in der Grafschaft Flandern folgte auf Joán de Biniar 1528 [[Alexandro Machiês]], der Graf von La Cordí, der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flandernkriege der Jahre 1519-1524 hatten hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
1521 starb der portugiesische König Manuel I., der ohne legitimen männlichen Erben geblieben war. David als Schwiegersohn erhob für seine Ehefrau Infanta Luísa sofort Anspruch auf die Krone und konnte sich schließlich in mehreren Schlachten gegen die spanischen Ansprüche sowie einen illegitimen Sohn Manuels durchsetzen. Damit übernahm David zusammen mit seiner Ehefrau auch die portugiesische Krone und war neben Karl V. zum wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Micolinien und Flandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis], der [[Paláciu Santori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David als [[Conte von Tulis|Conte Audáciu von Tulis]] ließ neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. David, der schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat sich zudem zum Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte stand und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und zeitweise auch Leonardo da Vinci ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. So gehörten die beiden Tulineser Meister [[Don Cabal]] und [[António Volero]] zu den großen Talenten, die David erkannte, förderte und denen er die großen Aufträge in Tulis gab. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das als &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; bekannt wurde, und sich seit Davids späten Herrschaftsjahren vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenreformation und Trienter Konkordat ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur dürfen nicht über Davids strenge Haltung in religiösen Dingen hinwegtäuschen. Als gläubiger Katholik ging er entschieden gegen jede Art der &amp;quot;Häresie&amp;quot; vor und sah sich selbst nach dem Beginn der Reformation in Europa als &amp;quot;Protector Sanctissimi Fidei&amp;quot; und stellte sich damit an die Spitze der Gegenreformation, was zu einigen Konflikten in den flandrischen Provinzen des Santorierreiches führte. David unterdrückte die Protestanten und versuchte jede Ausbreitung der neuen Ideen zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Außerdem erreichte er, dass [[Pietro de Santori]], illegitimer Sohn [[Gabriel II.|Gabriels II.]], als rechtmäßig und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König [[Gabriel I. Juvans]] heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger Andrés Pietro war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die junge Fürstin Maria von Piombino und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Micolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Micolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Vetter [[Michael III.|Miguel de Valier]], aus der [[Haus Santori-Valier|Valier-Linie des Hauses Santori]]. Dieser war in erster Ehe mit Ana von Vierna verheiratet gewesen, diese aber war 1533 gestorben. 1535 nun verheiratete David seine jüngste Tochter Joana María (*1518) mit Miguel de Valier und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Eine Frau als Herrscherin war in der sagradischen Thronfolge nicht vorgesehen und wäre im katholischen Sagradien undenkbar gewesen. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes Don Manuel im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieb ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen. Bereits 1535 hatte David seine älteste Tochter Elisa Luísa (*1516) mit Charles de Bourbon verheiratet, dem Onkel des späteren französischen Königs Heinrich IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Margarita David aber bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Darin bestimmte er eine Erbteilung zwischen den potenziellen Nachfolgekandidaten Miguel Prinz von Valier, seinem Cousin und Schwiegersohn aus der Linie Santori-Valier, der die Krone von Sagradien sowie die Besitztümer in Micolinien erben sollte, und [[Joseph I. von Cuentez|José Herzog von Óstino und Liez]], ein Großcousin und Schwager Davids, der König von Portugal werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
Weder Miguel de Valier noch José wollten jedoch eine derartige Teilung akzeptieren. Miguel fürchtete den Verlust des im Entstehen befindlichen Kolonialreichs, während José die Krone des fernen Portugal als zu gering betrachtete und zumindest die Besitztümer im Blaumeer forderte, um ein maritimes Reich aufzubauen. Die in der Folge versuchten Vermittlungsversuche zwischen den Streitparteien der [[Migueliten]] und [[Josephiten]] führten zu keinen befriedigenden Ergebnissen. Als David im Herbst 1543 starb, erkannten weder Miguel noch José die von David festgelegte Erbfolge an und es kam innerhalb des Hauses Santori, zum Thronfolgekrieg, aufgrund des Lilien-Wappens der Santori als [[Lilienkrieg]] bezeichnet, in den sich die europäischen Großmächte der Habsburger und Valois sowie Micolinien einschalteten und dem das Weltreich Davids zum Opfer fallen sollte. Während er in Servette weilende Miguel sich die Unterstützung des micolinischen Königs sicherte, um eine Invasion in Sagradien vorzubereiten, konnte sich José die Unterstützung in Portugal und großen Teilen Sagradiens sichern. Gleichzeitig marschierten die Habsburger in Flandern an und lieferten sich dort mit Frankreich Gefechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Schlacht zwischen José und Miguel fand noch im Herbst 1544 statt und endete in einer knappen Niederlage Josés, der in den Folgemonaten die Herrschaft über Sagradien verlor, jedoch Tulis und Portugal halten konnte. Nach weiteren Monaten kam es Mitte 1545 zum Waffenstillstand und 1547 schließlich zum Frieden, in dem die von David vorgesehene Erbteilung bestätigt wurde. Allein das Comitat Tulis wurde aus dem miguelitischen Herrschaftskonglomerat herausgenommen und als [[Königreich Cuentez]] der Herrschaft Josés übergeben, der nun König von Portugal und Cuentez wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Das Zeitalter Davids gilt als kulturelle und politische Blütephase Sagradiens. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; in der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung international und auch im Sagradien des 20. Jahrhunderts nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impériu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=4331</id>
		<title>David I.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_I.&amp;diff=4331"/>
		<updated>2011-04-29T13:42:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David I.''' (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem [[Haus Santori]] war [[König von Sagradien]] (1509-1543) und [[König von Portugal|von Portugal]] (1521-1543), außerdem u.a. [[Herzog von Servette]] (1534-1543) und Herr der [[Servettinische Lande|Servettinischen Lande]], Fürst von Flandern (1518-1543) und [[Conte von Tulis]] (1509-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Er vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und prägte eine ganze Epoche in der sagradischen Geschichte (&amp;quot;[[Era Davidêsa]]&amp;quot; des [[Sêcolo d’Oro]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend und Exil ===&lt;br /&gt;
David Alexander Philipp Antoninus von Santori und Habsburg wurde im April 1491 in [[Tulis]] geboren. Sein Vater war der sagradische Thronfolger [[Jakob IV.|Santiago de Santori]], sein Großvater der sagradische König [[Jakob III.]] aus dem Haus Santori, der seit 1457 auf dem Thron saß und seit 1590 auch als [[Conte von Tulis]] amtierte. Davids Mutter Katharina war eine Habsburgerprinzessin, namentlich die jüngste Schwester von Kaiser Maximilian I. Bereits zwei Monate nach seiner Geburt bestieg Davids Vater als Jakob IV. den sagradischen Thron und David stieg zum Infanten, also zum alleine erbberechtigten Thronfolger, auf und übernahm den Titel des [[Herzog von Sesín|Herzogs von Sesín]] von seinem Vater. Jakob IV. herrschte nun über ein europäisches Mittelreich, denn er war nicht nur sagradischer König, sondern als Haupt der Santori-Dynastie auch [[Markgraf von Golen]] und Erbe von Flandern. David wuchs zunächst am Hof in Tulis auf, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten [[Ercule Schiatti]] erhielt. Im Jahr 1502 – David war erst elf Jahre alt – starb sein Vater, woraufhin anstelle des minderjährigen David sein Onkel [[Peter I.|Pietro]], [[Herzog von Corar]] und jüngerer Bruder Jakobs IV., die Macht ergriff und zum König erhoben wurde. David wurde zunächst zusammen mit seiner Mutter Katharina von Habsburg, nach Gent gebracht, wo er vom ansässigen Humanisten [[Geert von Stael]] in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte ein langer Machtkampf zwischen König Peter und den Anhängern Katharinas von Habsburg, angeführt von [[Carles de Biniar]] – Gerüchten zufolge Liebhaber Katharinas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1503 starb König Peters’ Ehefrau Marie von Orleans. Die Ehe war kinderlos geblieben, sodass David weiterhin Thronfolger blieb. Im Sommer 1504 jedoch heiratete Peter erneut, diesmal die micolinische Prinzessin [[Antonia von Servette]], Erbin des [[Haus Sáloa-Servette|Hauses Sáloa-Servette]], sodass Peter nun auch [[Herzog von Servette]] und Erbprinz des [[Herzogtum Sáloa|Herzogtums Sáloa]] sowie der Fürstentumer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] wurde. Nachdem seine zweite Frau Antonia von Servette 1508 eine zweite Fehlgeburt erlitten hatte und dabei das Leben verloren hatte, zog Peter nach [[Micolinien]], um sein servettinisches Erbe gegen den micolinischen König [[Aquim II. von Micolinien|Aquim II.]] zu verteidigen. In der Zwischenzeit hatten in Sagradien die Anhänger Katharinas die Macht übernommen und zwangen nach der [[Schlacht von Santa Rocca]] Peter im [[Vertrag von Vérisa]] zur Abdankung zugunsten seines achtzehnjährigen Neffen David. Peter zog sich nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die micolinischen Besitztümer regierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre ===&lt;br /&gt;
David kam nach vier Jahren in Flandern zurück nach Sagradien und wurde im [[Noyarenser Dom]] zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten Carles von Biniar zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Außerdem nahm auch seine noch lebende Mutter Katharina von Habsburg, ebenfalls nach Sagradien zurückgekehrt, immer noch starken Einfluss auf den jungen König. Biniar und Katharina erkannten schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzten Katharina und ihr Günstling zunächst alles auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Zunächst galt es daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidaten kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach dem Tod Katharinas im Jahr 1512 emanzipierte sich David endlich von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Damit rückte er auch von der pro-habsburgischen Politik seiner Mutter ab. 1514 versöhnte sich David mit seinem erkrankten Onkel Peter. Nachdem die Verhandlungen über eine Hochzeit zwischen Davids jüngerer Schwester María Luísa mit dem spanischen Thronfolger Karl (V.) gescheitert waren, verheiratete David sie 1513 mit Emanuel von Trient und übernahm nach dessen Tod 1518 die Herrschaft über das Fürstentum in Südtirol. Als neuen Gatten für María Luísa erwählte er [[Joán de Biniar]], den Sohn seines alten Mentors und Beraters Carles und dessen Frau Isabela de San Cristo, was ihn aber nicht hinderte, Carles nach dem Bruch 1516 gefangen zu nehmen und dann ins Exil zu schicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe mit Luisa von Portugal ===&lt;br /&gt;
Trotz seiner Abkehr von der Habsburgerpolitik bemühte sich David 1513 vergeblich um die erst fünfzehnjährige Eleonore von Österreich, kurz darauf stand er in Verhandlungen mit Frankreich bezüglich einer Ehe mit Margarete, der Schwester Johanns I., jedoch entschloss sich David schließlich 1513 die portugiesische Thronfolgerin Luísa, Tochter Manuels I., zu ehelichen, wodurch er einen großen Anspruch auf die Thronfolge gewann, was zum offenen Konflikt mit dem Hause Habsburg führen musste. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit [[Don Andrés Pietro|Andrés Pietro Joán]] ein Sohn und Thronfolger hervor, der für David so wichtig war. Mit Elisa Luísa und Joána María gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter hinzu. Mit der Geburt Andreas Peters im Jahre 1515 übergab Davids Onkel Peter dem Säugling nominell die micolinischen Besitztümer, sodass Andrés Pietro als [[Herzog von Servette]] aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Micolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein Schwager Joán de Biniar, und danach Davids illegitimer Bruder [[Don Miguel]]. 1517 musste Joán de Biniar einen Angriff micolinischer Truppen auf Servette abwehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flandernkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 starb Karl der Schöne von Flandern, der letzte Graf aus dem Geschlecht Burgund-Flandern, einer Nebenlinie des Hauses Burgund. Da Karl mit Davids Tante Margarete verheiratet war und zudem ein Sohn seiner Großtante Eleonore, erhob David Anspruch auf die Grafschaft Flandern, die jedoch auch von den Habsburgern beansprucht wurde. Nach dem Tod Kaiser Maximilians 1519 bewarb sich David als potenzieller Graf von Flandern neben Karl I. von Spanien, Franz I. von Frankreich und Heinrich VIII. von England um die Kaiserkrone, verlor die Wahl aber gegen Karl. Daraufhin bemühte er sich um ein Bündnis mit Frankreich gegen die Vorherrschaft der Habsburger in Europa. In Flandern führte er [[Flandernkrieg|Krieg gegen die Habsburger]] und konnte anfänglich unter Führung seines Kommandanten Joán de Biniar einige Erfolge verbuchen, ehe der [[Friede von Utrecht 1524|Frieden von Utrecht 1524]] den Krieg beendete. Als Generalkapitän in der Grafschaft Flandern folgte auf Joán de Biniar 1528 [[Alexandro Machiês]], der Graf von La Cordí, der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn [[Don Manuel]] (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flandernkriege der Jahre 1519-1524 hatten hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradisch-Portugiesische Union ===&lt;br /&gt;
1521 starb der portugiesische König Manuel I., der ohne legitimen männlichen Erben geblieben war. David als Schwiegersohn erhob für seine Ehefrau Infanta Luísa sofort Anspruch auf die Krone und konnte sich schließlich in mehreren Schlachten gegen die spanischen Ansprüche sowie einen illegitimen Sohn Manuels durchsetzen. Damit übernahm David zusammen mit seiner Ehefrau auch die portugiesische Krone und war neben Karl V. zum wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Micolinien und Flandern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]] und [[Carles Diaz de Verra]] sowie der Genuese [[Giovanni Caballi]] (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzenatentum ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Hof in [[Tulis], der [[Paláciu Santori]], wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David als [[Conte von Tulis|Conte Audáciu von Tulis]] ließ neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. David, der schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat sich zudem zum Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte stand und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und zeitweise auch Leonardo da Vinci ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. So gehörten die beiden Tulineser Meister [[Don Cabal]] und [[António Volero]] zu den großen Talenten, die David erkannte, förderte und denen er die großen Aufträge in Tulis gab. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das als &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; bekannt wurde, und sich seit Davids späten Herrschaftsjahren vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenreformation und Trienter Konkordat ===&lt;br /&gt;
Doch Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur dürfen nicht über Davids strenge Haltung in religiösen Dingen hinwegtäuschen. Als gläubiger Katholik ging er entschieden gegen jede Art der &amp;quot;Häresie&amp;quot; vor und sah sich selbst nach dem Beginn der Reformation in Europa als &amp;quot;Protector Sanctissimi Fidei&amp;quot; und stellte sich damit an die Spitze der Gegenreformation, was zu einigen Konflikten in den flandrischen Provinzen des Santorierreiches führte. David unterdrückte die Protestanten und versuchte jede Ausbreitung der neuen Ideen zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das [[Konkordat von Trient]], das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Außerdem erreichte er, dass [[Pietro de Santori]], illegitimer Sohn [[Gabriel II.|Gabriels II.]], als rechtmäßig und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König [[Gabriel I. Juvans]] heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel [[Kardinal António de Santori|António]], bisher [[Fürst von Perín]], zum Kardinal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratspolitik und Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger Andrés Pietro war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die junge Fürstin Maria von Piombino und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Micolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Micolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Vetter [[Michael III.|Miguel de Valier]], aus der [[Haus Santori-Valier|Valier-Linie des Hauses Santori]]. Dieser war in erster Ehe mit Ana von Vierna verheiratet gewesen, diese aber war 1533 gestorben. 1535 nun verheiratete David seine jüngste Tochter Joana María (*1518) mit Miguel de Valier und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Eine Frau als Herrscherin war in der sagradischen Thronfolge nicht vorgesehen und wäre im katholischen Sagradien undenkbar gewesen. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes Don Manuel im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieb ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen. Bereits 1535 hatte David seine älteste Tochter Elisa Luísa (*1516) mit Charles de Bourbon verheiratet, dem Onkel des späteren französischen Königs Heinrich IV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Margarita David aber bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen [[Pragmatische Sanktion Davids I.|Sukzessionserlass]] zu regeln. Darin bestimmte er eine Erbteilung zwischen den potenziellen Nachfolgekandidaten Miguel Prinz von Valier, seinem Cousin und Schwiegersohn aus der Linie Santori-Valier, der die Krone von Sagradien sowie die Besitztümer in Micolinien erben sollte, und [[Joseph I. von Cuentez|José Herzog von Óstino und Liez]], ein Großcousin und Schwager Davids, der König von Portugal werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Nachfolgekrieg ===&lt;br /&gt;
Weder Miguel de Valier noch José wollten jedoch eine derartige Teilung akzeptieren. Miguel fürchtete den Verlust des im Entstehen befindlichen Kolonialreichs, während José die Krone des fernen Portugal als zu gering betrachtete und zumindest die Besitztümer im Blaumeer forderte, um ein maritimes Reich aufzubauen. Die in der Folge versuchten Vermittlungsversuche zwischen den Streitparteien der [[Migueliten]] und [[Josephiten]] führten zu keinen befriedigenden Ergebnissen. Als David im Herbst 1543 starb, erkannten weder Miguel noch José die von David festgelegte Erbfolge an und es kam innerhalb des Hauses Santori, zum Thronfolgekrieg, aufgrund des Lilien-Wappens der Santori als [[Lilienkrieg]] bezeichnet, in den sich die europäischen Großmächte der Habsburger und Valois sowie Micolinien einschalteten und dem das Weltreich Davids zum Opfer fallen sollte. Während er in Servette weilende Miguel sich die Unterstützung des micolinischen Königs sicherte, um eine Invasion in Sagradien vorzubereiten, konnte sich José die Unterstützung in Portugal und großen Teilen Sagradiens sichern. Gleichzeitig marschierten die Habsburger in Flandern an und lieferten sich dort mit Frankreich Gefechte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidende Schlacht zwischen José und Miguel fand noch im Herbst 1544 statt und endete in einer knappen Niederlage Josés, der in den Folgemonaten die Herrschaft über Sagradien verlor, jedoch Tulis und Portugal halten konnte. Nach weiteren Monaten kam es Mitte 1545 zum Waffenstillstand und 1547 schließlich zum Frieden, in dem die von David vorgesehene Erbteilung bestätigt wurde. Allein das Comitat Tulis wurde aus dem miguelitischen Herrschaftskonglomerat herausgenommen und als [[Königreich Cuentez]] der Herrschaft Josés übergeben, der nun König von Portugal und Cuentez wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung des Davidinischen Königtums ===&lt;br /&gt;
Das Zeitalter Davids gilt als kulturelle und politische Blütephase Sagradiens. Mit David begann nicht nur das &amp;quot;[[Sêcolo d’Oro]]&amp;quot; in der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als ''David der Große'' bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung international und auch im Sagradien des 20. Jahrhunderts nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der &amp;quot;Era Davidêsa&amp;quot; und der Begriff &amp;quot;[[Impériu Davidês]]&amp;quot; ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte von Tulis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Peter_von_Sagradien&amp;diff=4330</id>
		<title>Peter von Sagradien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter I.''' (von Sagradien), (*1470; †1526) war als jüngerer Bruder von [[Jakob IV.]] dessen Nachfolger als [[König von Sagradien]] (1502-1509) und Begründer der [[Haus Santori|Santorierdynastie]] im [[Herzogtum Servette]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Pietro Andrés Alexandro de Santori wurde 1470 in [[La Cordí]] geboren. Sein Vater war König [[Jakob III.]] von Sagradien, als ''Santiago de Santori'' Führer der Santori in [[Tulis]] und später auch [[Conte von Tulis]], seine Mutter Yolande von Frankreich, sein älterer Bruder der spätere König Jakob IV. von Sagradien. Pietro wurde sofort nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Karl von Flandern in Brügge auf. Nachdem er nach Sagradien zurückgekehrt war, heiratete Pietro 1493 seine Cousine Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]]. Danach schloss er sich einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder Jakob IV., seit 1491 Nachfolger seines Vaters als König von Sagradien, an und wurde nach dem Scheitern 1496 am Hof in Tulis festgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golischer Krieg 1499/1500 ===&lt;br /&gt;
Als 1499 Pietros Onkel Ludwig von Golen starb, erhob der micolinische König [[Johann III. von Micolinien|Johann III.]] Anspruch auf die [[Markgrafschaft Golen]], ebenso wie Pietro als Ehemann der golischen Prinzessin Johanna. Jakob sah die Gelegenheit, Pietro durch ein militärisches Kommando loszuwerden, belehnte ihn mit der anheim gefallenen Markgrafschaft und versprach ihm Hilfe bei der Übernahme des golischen Erbes. Dieser stellte ein Heer auf, besiegte in der [[Schlacht von Massela]] Johann von Micolinien und wurde Markgraf von Golen. Zwei Jahre später unternahm er einen erneuten vergeblichen Aufstand gegen seinen Bruder, mit dem er sich abermals überworfen hatte. Nach dem Tod seiner Ehefrau Johanna heiratete Pietro im Jahr 1501 die Herzogin [[Antonia von Servette]], Oberhaupt des servettinischen Herrschaftskonglomerat in Südmicolinien ([[Paeses Servettenses]]). Damit wurde Pietro Mitregent im in den Servettischen Landen und vergrößerte seine Machtstellung gegenüber seinem Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Als Jakob IV. 1502 im Alter von 32 Jahren starb, zog Pietro mit einem Heer nach Tulis, um anstelle seines erst elfjährigen Neffen [[David I.|David]], dem rechtmäßigen Erben, die Krone zu beanspruchen. Gegen diesen Anspruch wehrte sich zunächst Jakobs Witwe [[Katharina von Habsburg]], die ihrem Sohn den Thron und sich die Herrschaft sichern wollte. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und sie musste mit ihrem jungen Sohn in die Niederlande flüchten. Pietro wurde in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. der Anhänger Katharinas von Habsburg und ihres Günstlings, des [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]], zu kämpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Servettinischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonias 1505 erbte Peter die Servettinischen Lande, zu denen neben dem Herzogtum Servette auch das [[Herzogtum Sáloa|Stammherzogtum Sáloa]] und die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] gehörten. Jedoch musste er sein Erbe wiederum gegen den micolinischen König verteidigen. Nach rund einem Jahr der Kämpfe schloss Peter mit [[Aquim II. von Micolinien]] den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Sáloa]], der die seit 1477 andauernden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der micolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Servettinischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die micolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle. Die Regentschaft in Servette übernahm Peters Tante Fürstin [[Johanna von Santori]], die Witwe [[Miguel de Valier]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Servette ===&lt;br /&gt;
1507 heiratete Peter, der selbst noch immer kinderlos war, in dritter Ehe die französische Prinzessin Marie von Orléans, eine Schwester König Ludwigs XII. von Frankreich, womit Sagradien aus der antifranzösischen Allianz ausschied. Im Jahr 1509 kam es zum Bauernaufstand in Servette, zu dem Peter nach Micolinien eilen musste. In der Zwischenzeit hatten die Anhänger Katharinas von Habsburg mittlerweile in Tulis die Macht übernommen und erklärten Peter für abgesetzt. Es kam zu einer Schlacht zwischen den Anhängern Peters’ und seiner Schwägerin im golischen [[Santa Rocca]], in der sich die Truppen Katharinas unter dem Oberbefehl Carles de Biniars durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter I.''' (von Sagradien), (*1470; †1526) war als jüngerer Bruder von [[Jakob IV.]] dessen Nachfolger als [[König von Sagradien]] (1502-1509) und Begründer der [[Haus Santori|Santorierdynastie]] im [[Herzogtum Servette]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Don Pietro Andrés Alexandro de Santori wurde 1470 in [[La Cordí]] geboren. Sein Vater war König [[Jakob III.]] von Sagradien, als ''Santiago de Santori'' Führer der Santori in [[Tulis]] und später auch [[Conte von Tulis]], seine Mutter Yolande von Frankreich, sein älterer Bruder der spätere König Jakob IV. von Sagradien. Pietro wurde sofort nach seiner Geburt zum [[Herzog von Corar]] bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Karl von Flandern in Brügge auf. Nachdem er nach Sagradien zurückgekehrt war, heiratete Pietro 1493 seine Cousine Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen [[Ludwig von Golen|Ludwig]]. Danach schloss er sich einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder Jakob IV., seit 1491 Nachfolger seines Vaters als König von Sagradien, an und wurde nach dem Scheitern 1496 am Hof in Tulis festgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Golischer Krieg 1499/1500 ===&lt;br /&gt;
Als 1499 Pietros Onkel Ludwig von Golen starb, erhob der micolinische König [[Johann III. von Micolinien|Johann III.]] Anspruch auf die [[Markgrafschaft Golen]], ebenso wie Pietro als Ehemann der golischen Prinzessin Johanna. Jakob sah die Gelegenheit, Pietro durch ein militärisches Kommando loszuwerden, belehnte ihn mit der anheim gefallenen Markgrafschaft und versprach ihm Hilfe bei der Übernahme des golischen Erbes. Dieser stellte ein Heer auf, besiegte in der [[Schlacht von Massela]] Johann von Micolinien und wurde Markgraf von Golen. Zwei Jahre später unternahm er einen erneuten vergeblichen Aufstand gegen seinen Bruder, mit dem er sich abermals überworfen hatte. Nach dem Tod seiner Ehefrau Johanna heiratete Pietro im Jahr 1501 die Herzogin [[Antonia von Servette]], Oberhaupt des servettinischen Herrschaftskonglomerat in Südmicolinien ([[Paeses Servettenses]]). Damit wurde Pietro Mitregent im in den Servettischen Landen und vergrößerte seine Machtstellung gegenüber seinem Bruder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
Als Jakob IV. 1502 im Alter von 32 Jahren starb, zog Pietro mit einem Heer nach Tulis, um anstelle seines erst elfjährigen Neffen [[David I.|David]], dem rechtmäßigen Erben, die Krone zu beanspruchen. Gegen diesen Anspruch wehrte sich zunächst Jakobs Witwe [[Katharina von Habsburg]], die ihrem Sohn den Thron und sich die Herrschaft sichern wollte. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und sie musste mit ihrem jungen Sohn in die Niederlande flüchten. Pietro wurde in [[Noyar]] als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. der Anhänger Katharinas von Habsburg und ihres Günstlings, des [[Carles de Biniar|Grafen von Biniar]], zu kämpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Servettinischer Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonias 1505 erbte Peter die Servettinischen Lande, zu denen neben dem Herzogtum Servette auch das [[Herzogtum Sáloa|Stammherzogtum Sáloa]] und die Fürstentümer [[Fürstentum Saséia|Saséia]] und [[Fürstentum Marbore|Marbore]] gehörten. Jedoch musste er sein Erbe wiederum gegen den micolinischen König verteidigen. Nach rund einem Jahr der Kämpfe schloss Peter mit [[Aquim II. von Micolinien]] den [[Friede von Sáloa|Friedensvertrag von Sáloa]], der die seit 1477 andauernden [[Servettinische Kriege|Servettinischen Kriege]] um die Herrschaft im Süden der micolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Servettinischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in [[Lukien]] und [[Pirania|Südpiranien]] aber an die micolinische Krone zurückgeben. Auch [[Féiroa]] wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdankung und Rückzug nach Servette ===&lt;br /&gt;
1507 heiratete Peter, der selbst noch immer kinderlos war, in dritter Ehe die französische Prinzessin Marie von Orléans, eine Schwester König Ludwigs XII. von Frankreich, womit Sagradien aus der antifranzösischen Allianz ausschied. Im Jahr 1509 kam es zum Bauernaufstand in Servette, zu dem Peter nach Micolinien eilen musste. In der Zwischenzeit hatten die Anhänger Katharinas von Habsburg mittlerweile in Tulis die Macht übernommen und erklärten Peter für abgesetzt. Es kam zu einer Schlacht zwischen den Anhängern Peters’ und seiner Schwägerin im golischen [[Santa Rocca]], in der sich die Truppen Katharinas unter dem Oberbefehl Carles de Biniars durchsetzen konnten. &lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Herzog von Servette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_de_S%C3%A1ntori&amp;diff=4318</id>
		<title>David de Sántori</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David de Santori''' (*1399, †1468) war als ''David I.'' [[Conte von Tulis]] (1423-1468), [[Fürst von Valier]] (1416-1451), [[Herzog von Óstino]] (1449-1468), [[Herzog von Corar]] (1457-1468) und für seinen Sohn [[Jakob III.]] Regent von Sagradien (1457-1468). Durch sein Bündnis mit dem sagradischen König [[Michael II.]] und seiner Ehe mit [[Isabela von Vesaey]] legte er den Grundstein für die [[Sagradisch-Tulinesische Union]] und die bis 1746 andauernde Herrschaft des [[Haus Santori|Hauses Santori]] auf dem sagradischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Exil ===&lt;br /&gt;
David wurde 1399 als ältester Sohn von [[António de Santori]], seit 1390 Stadtgraf von Tulis und damit Herrscher der [[Tulinsische Republik|tulinesischen Republik]], in [[Tulis]] geboren. Seine Mutter war Isabela von Vesaey (d.Ä.), eine Tochter des sagradischen Königs [[Michael I.]] aus dem [[Haus Vesaey]], die 1398 im Rahmen eines Kriegsvertrages mit António von Santori verheiratet worden war. Damit ist David auch der erste königliche Prinz aus dem Haus Santori. Gegenleistung der Hochzeit war der Eintritt Tulis’ in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf Seiten Sagradiens. Bis zum Tod seines Vaters 1416 wurde David in Tulis erzogen, musste dann aber gemeinsam mit seiner Mutter Isabela und seinem jüngeren Bruder [[Luis Ricardes de Santori]] (*1405) aus der Stadt fliehen, da die konkurrierenden Nachfolgekandidaten Antónios aus dem städtischen Adel nach dem Leben des Vierzehnjährigen trachteten, der nun in Nachfolge seines Vaters als Fürst von Valier betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurde er am sagradischen Hof in [[Vesaey]] erzogen. In Tulis konnte sich derweil im Jahr 1417 der ansässige Kardinalerzbischof [[Kardinal Júlio de Santori|Júlio de Santori]], Bruder Antónios, gegen seine Konkurrenten durchsetzen und sein illegitimer Sohn [[Pietro Símplice|Pietro]], wegen seiner Einfältigkeit ''Símplice'' genannt, übernahm als neuer Stadtgraf das Regiment. Seine Herrschaft, die unter dem vollen Einfluss seines Vaters stand und besonders die ansässige Geistlichkeit privilegierte, führte 1422 zur Rebellion des Stadtadels und zur Vertreibung Pietro Símplices sowie Kardinal Júlios, der 1423 im Exil verstarb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Machtübernahme in Tulis ===&lt;br /&gt;
Seit 1421 kämpfte David im sagradischen Heer gegen Micolinien. Bereits 1420 hatte er die sagradische Adlige Lara von Nonthí geheiratet. Auf energische Fürsprache seiner Mutter hin intervenierte der neue sagradische König Miguel II., Sohn Miguels I. und seit 1421 dessen Nachfolger, im Jahr 1423 in Tulis und stellte David ein Belagerungsheer zur Verfügung, mit dem er die Stadt Tulis einnehmen wollte. Nach bereits wenigen Stunden kam es zur Rebellion der Stadtbevölkerung gegen die ungeliebten Machthaber, die als die &amp;quot;vier Schrecklichen&amp;quot; (&amp;quot;[[Cuatro Terribles]]&amp;quot;) in die Stadtgeschichte eingingen. David konnte die Stadt kampflos einnehmen und wurde sofort per Akklamation von der Bevölkerung zum neuen Herrscher ausgerufen und vom Senat der Stadt als ''Conte Audáciu'' bestätigt. Seine Stellung als Befreier des Volkes machte ihn zum fast unumschränkten Herrscher. Gegner bezeichneten ihn als Diktator und auch Wohlgesinnte sprachen ihm in der Folge ein monarchisches Auftreten zu. Unter David war die tulinesische Republik endgültig zur de-facto-Monarchie geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträglich legitimierte der Senat die Akklamation Davids zum neuen Conte und stimmte damit faktisch seiner eigenen Entmachtung zu. Die vier Tyrannen ließ David mitsamt seiner wichtigsten Gegner hinrichten und machte sich so schnell einen Namen als entschlossener Machthaber. Er leitete den Wiedereintritt Tulis’ in den Fünfzigjährigen Krieg ein und befehligte danach die schlagkräftige tulinesische Blaumeerflotte, mit der 1425 [[Tinágua]] und 1427 [[Plato]] wiedererobern konnte, die 1408 an Micolinien verloren gegangen waren. Auch in der Folge konnte er einige wichtige Siege auf See feiern, ebenso wie sein Bruder Luis Ricardes als Oberbefehlshaber des kleineren Landheeres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedensschluss und Heiratspolitik ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe lange stagniert und 1439 de facto eingestellt worden waren, schloss David 1440 einen Separatfrieden mit Micolinien, der ihm den Status ante quo und damit einigen territorialen Besitz an der micolinischen Ostküste sicherte. Nachdem sie ihm bereits zwei Töchter geschenkt hatte, gebar Lara von Nonthí ihrem Mann 1437 mit [[Don Joán Prudente|Don Joán]] einen Sohn, der die tulinesische Hauptlinie der Santori fortsetzte und später ''Joán Prudente'' genannt wurde. Im Jahr 1441 starb Dona Lara. 1448 wurde die enge Allianz zwischen Tulis und dem sagradischen Königreich noch enger, als König Miguel II. seine älteste Tochter [[Isabela de Vesaey|Isabela]] mit dem verwitweten David de Santori verheiratete. Da Miguel ohne männlichen Erben war, wurde der gemeinsame Sohn [[Jakob III.|Jakob]] (auch ''Santiago'' genannt) 1449 als Präsumptiverbe der sagradischen Krone geboren. David wurde als [[Herzog von Óstino]] mit einem der wichtigsten sagradischen Herzogtümer belehnt, der junge Santiago wurde am Hof in Vesaey erzogen, sein Onkel Luis Ricardes 1451 zum Fürsten von Valier bestimmt. Damit wurden die beiden Häuser immer enger miteinander verzahnt. Nachdem Miguels 1452 geborener Sohn bereits im Folgejahr gestorben war, wurde der dreijährige Santiago als ''Prinz Jâcque'' zum Erben des Reichs bestimmt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Sagradische Regentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Miguel 1457 ohne Sohn starb, war David am Ziel und sein Sohn Santiago wurde im Alter von acht Jahren als Jakob III. zum sagradischen König gekrönt. Für den Knaben übernahm David, meistens nur als &amp;quot;Sêinior il Duca&amp;quot; bezeichnet, offiziell gemeinsam mit seiner Frau Isabela, die aber 1459 starb, die Regentschaft. Damit wurden die sagradische Krone und das Tulinesische Comitat unter ein und derselben Herrschaft vereint. David richtete in dem einst republikanischen Tulis den neuen Königshof ein und baute eine straff organisierte sagradische Bürokratie auf. Die Stärken der Handelsrepublik und die des Königreiches sollten langfristig verbunden werden. Mit einer straffen Steuerordnung sanierte er die Finanzen des Reiches und reformierte das Heereswesen. Um die Herrschaft und Macht des Hauses Santori langfristig zu sichern, legte er viel Wert auf internationale Heiratsverbindungen. So wurden seine Tochter Anabela mit [[Ludwig von Golen]], sein Sohn José mit einer portugiesischen Prinzessin, seine Tochter Leonor mit [[Karl von Flandern]] aus dem [[Haus Burgund-Flandern]] verheiratet. Schließlich heiratete sein Sohn Jakob 1468 die Valoisprinzessin Yolande von Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1468 starb, übergab David seinem mittlerweile volljährigen Sohn Jakob III. eine gesicherte Herrschaft in Sagradien und legte damit den Grundstein für die in Seitenlinien (mit Unterbrechung 1721-1723) bis 1746 dauernde Herrschaft des Hauses Santori in Sagradien und den Aufstieg zur Weltmacht unter seinem nach ihm benannten Urenkel [[David I.]] ([[König von Sagradien]] 1509-1543, König von Portugal 1521-1543). Auch seine beiden jüngeren Söhne begründeten wichtige Linien der Santori, die 1543 die Hauptlinie in Sagradien, Tulis und Portugal beerbten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte de Tulis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=David_de_S%C3%A1ntori&amp;diff=4317</id>
		<title>David de Sántori</title>
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		<updated>2011-04-29T09:38:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''David de Santori''' (*1399, †1468) war als '''David I.''' [[Conte von Tulis]] (1423-1468), [[Fürst von Valier]] (1416-1451), [[Herzog von Óstino]] (1449-1468), [[Herzog von Corar]] (1457-1468) und für seinen Sohn [[Jakob III.]] Regent von Sagradien (1457-1468). Durch sein Bündnis mit dem sagradischen König [[Michael II.]] und seiner Ehe mit [[Isabela von Vesaey]] legte er den Grundstein für die [[Sagradisch-Tulinesische Union]] und die bis 1746 andauernde Herrschaft des [[Haus Santori|Hauses Santori]] auf dem sagradischen Thron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
David wurde 1399 als ältester Sohn von [[António de Santori]], seit 1390 Stadtgraf von Tulis und damit Herrscher der [[Tulinsische Republik|tulinesischen Republik]], in [[Tulis]] geboren. Seine Mutter war Isabela von Vesaey (d.Ä.), eine Tochter des sagradischen Königs [[Michael I.]] aus dem [[Haus Vesaey]], die 1398 im Rahmen eines Kriegsvertrages mit António von Santori verheiratet worden war. Damit ist David auch der erste königliche Prinz aus dem Haus Santori. Gegenleistung der Hochzeit war der Eintritt Tulis’ in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf Seiten Sagradiens. Bis zum Tod seines Vaters 1416 wurde David in Tulis erzogen, musste dann aber gemeinsam mit seiner Mutter Isabela und seinem jüngeren Bruder [[Luis Ricardes de Santori]] (*1405) aus der Stadt fliehen, da die konkurrierenden Nachfolgekandidaten Antónios aus dem städtischen Adel nach dem Leben des Vierzehnjährigen trachteten, der nun in Nachfolge seines Vaters als Fürst von Valier betrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurde er am sagradischen Hof in [[Vesaey]] erzogen. In Tulis konnte sich derweil im Jahr 1417 der ansässige Kardinalerzbischof [[Kardinal Júlio de Santori|Júlio de Santori]], Bruder Antónios, gegen seine Konkurrenten durchsetzen und sein illegitimer Sohn [[Pietro Símplice|Pietro]], wegen seiner Einfältigkeit ''Símplice'' genannt, übernahm als neuer Stadtgraf das Regiment. Seine Herrschaft, die unter dem vollen Einfluss seines Vaters stand und besonders die ansässige Geistlichkeit privilegierte, führte 1422 zur Rebellion des Stadtadels und zur Vertreibung Pietro Símplices sowie Kardinal Júlios, der 1423 im Exil verstarb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1421 kämpfte David im sagradischen Heer gegen Micolinien. Bereits 1420 hatte er die sagradische Adlige Lara von Nonthí geheiratet. Auf energische Fürsprache seiner Mutter hin intervenierte der neue sagradische König Miguel II., Sohn Miguels I. und seit 1421 dessen Nachfolger, im Jahr 1423 in Tulis und stellte David ein Belagerungsheer zur Verfügung, mit dem er die Stadt Tulis einnehmen wollte. Nach bereits wenigen Stunden kam es zur Rebellion der Stadtbevölkerung gegen die ungeliebten Machthaber, die als die &amp;quot;vier Schrecklichen&amp;quot; (&amp;quot;[[Cuatro Terribles]]&amp;quot;) in die Stadtgeschichte eingingen. David konnte die Stadt kampflos einnehmen und wurde sofort per Akklamation von der Bevölkerung zum neuen Herrscher ausgerufen und vom Senat der Stadt als ''Conte Audáciu'' bestätigt. Seine Stellung als Befreier des Volkes machte ihn zum fast unumschränkten Herrscher. Gegner bezeichneten ihn als Diktator und auch Wohlgesinnte sprachen ihm in der Folge ein monarchisches Auftreten zu. Unter David war die tulinesische Republik endgültig zur de-facto-Monarchie geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachträglich legitimierte der Senat die Akklamation Davids zum neuen Conte und stimmte damit faktisch seiner eigenen Entmachtung zu. Die vier Tyrannen ließ David mitsamt seiner wichtigsten Gegner hinrichten und machte sich so schnell einen Namen als entschlossener Machthaber. Er leitete den Wiedereintritt Tulis’ in den Fünfzigjährigen Krieg ein und befehligte danach die schlagkräftige tulinesische Blaumeerflotte, mit der 1425 [[Tinágua]] und 1427 [[Plato]] wiedererobern konnte, die 1408 an Micolinien verloren gegangen waren. Auch in der Folge konnte er einige wichtige Siege auf See feiern, ebenso wie sein Bruder Luis Ricardes als Oberbefehlshaber des kleineren Landheeres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Kämpfe lange stagniert und 1439 de facto eingestellt worden waren, schloss David 1440 einen Separatfrieden mit Micolinien, der ihm den Status ante quo und damit einigen territorialen Besitz an der micolinischen Ostküste sicherte. Nachdem sie ihm bereits zwei Töchter geschenkt hatte, gebar Lara von Nonthí ihrem Mann 1437 mit [[Don Joán Prudente|Don Joán]] einen Sohn, der die tulinesische Hauptlinie der Santori fortsetzte und später ''Joán Prudente'' genannt wurde. Im Jahr 1441 starb Dona Lara. 1448 wurde die enge Allianz zwischen Tulis und dem sagradischen Königreich noch enger, als König Miguel II. seine älteste Tochter [[Isabela de Vesaey|Isabela]] mit dem verwitweten David de Santori verheiratete. Da Miguel ohne männlichen Erben war, wurde der gemeinsame Sohn [[Jakob III.|Jakob]] (auch ''Santiago'' genannt) 1449 als Präsumptiverbe der sagradischen Krone geboren. David wurde als [[Herzog von Óstino]] mit einem der wichtigsten sagradischen Herzogtümer belehnt, der junge Santiago wurde am Hof in Vesaey erzogen, sein Onkel Luis Ricardes 1451 zum Fürsten von Valier bestimmt. Damit wurden die beiden Häuser immer enger miteinander verzahnt. Nachdem Miguels 1452 geborener Sohn bereits im Folgejahr gestorben war, wurde der dreijährige Santiago als ''Prinz Jâcque'' zum Erben des Reichs bestimmt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Miguel 1457 ohne Sohn starb, war David am Ziel und sein Sohn Santiago wurde im Alter von acht Jahren als Jakob III. zum sagradischen König gekrönt. Für den Knaben übernahm David, meistens nur als &amp;quot;Sêinior il Duca&amp;quot; bezeichnet, offiziell gemeinsam mit seiner Frau Isabela, die aber 1459 starb, die Regentschaft. Damit wurden die sagradische Krone und das Tulinesische Comitat unter ein und derselben Herrschaft vereint. David richtete in dem einst republikanischen Tulis den neuen Königshof ein und baute eine straff organisierte sagradische Bürokratie auf. Die Stärken der Handelsrepublik und die des Königreiches sollten langfristig verbunden werden. Mit einer straffen Steuerordnung sanierte er die Finanzen des Reiches und reformierte das Heereswesen. Um die Herrschaft und Macht des Hauses Santori langfristig zu sichern, legte er viel Wert auf internationale Heiratsverbindungen. So wurden seine Tochter Anabela mit [[Ludwig von Golen]], sein Sohn José mit einer portugiesischen Prinzessin, seine Tochter Leonor mit [[Karl von Flandern]] aus dem [[Haus Burgund-Flandern]] verheiratet. Schließlich heiratete sein Sohn Jakob 1468 die Valoisprinzessin Yolande von Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1468 starb, übergab David seinem mittlerweile volljährigen Sohn Jakob III. eine gesicherte Herrschaft in Sagradien und legte damit den Grundstein für die in Seitenlinien (mit Unterbrechung 1721-1723) bis 1746 dauernde Herrschaft des Hauses Santori in Sagradien und den Aufstieg zur Weltmacht unter seinem nach ihm benannten Urenkel [[David I.]] ([[König von Sagradien]] 1509-1543, König von Portugal 1521-1543). Auch seine beiden jüngeren Söhne begründeten wichtige Linien der Santori, die 1543 die Hauptlinie in Sagradien, Tulis und Portugal beerbten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Conte de Tulis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
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		<title>Michael von Vesaey</title>
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		<updated>2011-04-29T09:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael I.''' (von Sagradien) (*1355; †1421) war [[König von Sagradien]] (1396-1421) und erster Herrscher aus dem [[Haus Vesaey]]. Er setzte sich nach dem Tod [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels IV.]] gegen [[Joseph von Óstino]] durch, musste seine Herrschaft aber im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] gegen den micolinischen König [[Karl VI. von Micolinien|Karl VI.]] verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Miguel de Vesaey wurde 1355 in [[Vesaey]] als Sohn des Herzogs [[Jakob von Vesaey Herzog von Sesín|Jakob von Sesin]] und Isabela von Gerón, der Schwester Königs [[Sergius II. der Kleine|Sergi II.]] geboren. Als Neffe König Sergis II. und Enkel König [[Sergius I. der Große|Sergis I.]] gehörte Miguel de Vesaey, aus einer Seitenlinie der [[Dianniden-Juvantiden|Juvantidendynastie]] stammend, zu den vornehmsten Prinzen des Landes. Sein Großvater [[Filipe von Vesaey]], hatte sich im Thronkampf von 1320/1321 gegen seinen Schwager [[Danadier von Scola]] gestellt und als Belohnung vom siegreichen Sergi I. das [[Herzogtum Sesin]] erhalten, das er später Michaels Vater Jakob von Vesaey vererbt hatte. Nach der Hochzeit dessen mit Isabela von Gerón war zudem die [[Grafschaft Oller]] hinzugekommen, sodass die Vesaey bald einen Großteil Südwestsagradiens als Hausmacht vorzuweisen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1384 heiratete Miguel Lara von Sáloa. Seine ältere Schwester Luísa hatte bereits 1370 König Gabriel IV. geheiratet. Als Schwager des Königs gehörte Miguel lange zu den einflussreichsten Fürsten des Landes. Er war auch am [[Micolinischer Revolutionskrieg|verlorenen Krieg]] Gabriels gegen [[Karl V. von Micolinien|Karl von Interea]] beteiligt, der Gabriel zwang, 1390 auf die micolinische Krone zu verzichten. Sein Bruder Philipp von Vesaey fiel in der entscheidenen [[Schlacht von Salazia]] im Jahr 1387. Von ihm erbte Miguel die [[Grafschaft Perin]], 1389 folgte er seinem Vater als Herzog von Sesin nach.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Guerra de Ducas und Thronbesteigung ===&lt;br /&gt;
1392 kam es zum Krieg zwischen Miguel und José von Óstino, da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Gabriel ansahen. Miguel konnte in der so genannten &amp;quot;[[Guerra de Ducas]]&amp;quot; (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) einen Sieg davon tragen und erzwang von Gabriel, ihn als Nachfolger zu nominieren. Gegen diesen Schritt verbündete sich José von Óstino mit [[Karl VI. von Micolinien]] und zog mit einem Heer gegen König Gabriel IV. Dieser forderte Michael zur Unterstützung an, der aber seine Hilfe verweigerte. Gabriel verlor gegen Óstino und wurde gefangen genommen, sodass Miguel nun doch zur Schlacht rüstete. Noch bevor es dazu kommen konnte, starb König Gabriel in der Gefangenschaft und José von Óstino erhob sich als Joseph I. zum König. Michael ließ sich zum Gegenkönig proklamieren und zog mit seinen Heeren gegen José, der von micolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miguel nach [[Cuentez]] flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Joseph zu führen. Dieses Mal konnte er bei [[Xenópolis]] im Mai 1396 siegen und José gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Fünfzigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes [[Johann das Kind]] mit dem Einfall in [[Perucía]] den Fünfzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den [[Vertrag von Álbero]] seines Vaters Karl V. und Gabriels IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Micolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in [[Noyar]] zum König krönen. Zunächst konnte Miguel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen [[Tulinesische Republik|Tulinischen Republik]], in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit [[António de Santori]], dem gewählten [[Conte von Tulis]], vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den [[Haus Santori|Santori]] und dem Haus Vesaey begründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die [[Straße von Scola]] lahmlegte, den micolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Micoliniens sichern. &lt;br /&gt;
1409 aber kam mit dem Abfall der Stände [[Niederperucía]]s und [[Montana]]s in der [[Alberenser Union]] die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 [[Kardinal Julio de Santori|Kardinal Julio]], der Bruder Antónios und [[Erzbischof von Tulis]] durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Micolinien und fiel damit als Bündnispartner Miguels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein offener Aufstand in [[Westligre]] 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die micolinischen Heere auf dem Vormarsch in [[Scantia]] und belagerten 1420 [[Gerón]]. Zwar konnte Miguels Sohn [[Don António]] die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod in der Schlacht ===&lt;br /&gt;
Im Juli 1421 starb Michael I. in der [[Schlacht von Porto Valés]]. Auf dem Thron folgte ihm sein Sohn [[Michael II.]], unter dem nach dem Wiedereintritt Tulis' in den Krieg die Geschicke Sagradiens in den Kriegshandlungen wieder eine positive Wende nehmen sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.14.230.44</name></author>
		
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		<title>Michael von Vesaey</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.14.230.44: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Michael I.''' (von Sagradien) (*1355; †1421) war [[König von Sagradien]] (1396-1421) und erster Herrscher aus dem [[Haus Vesaey]]. Er setzte sich nach dem Tod [[Gabriel IV. der Schöne|Gabriels IV.]] gegen [[Joseph von Óstino]] durch, musste seine Herrschaft aber im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] gegen den micolinischen König [[Karl VI. von Micolinien|Karl VI.]] verteidigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miguel de Vesaey wurde 1355 in [[Vesaey]] als Sohn des Herzogs [[Jakob von Vesaey Herzog von Sesín|Jakob von Sesin]] und Isabela von Gerón, der Schwester Königs [[Sergius II. der Kleine|Sergi II.]] geboren. Als Neffe König Sergis II. und Enkel König [[Sergius I. der Große|Sergis I.]] gehörte Miguel de Vesaey, aus einer Seitenlinie der [[Dianniden-Juvantiden|Juvantidendynastie]] stammend, zu den vornehmsten Prinzen des Landes. Sein Großvater [[Filipe von Vesaey]], hatte sich im Thronkampf von 1320/1321 gegen seinen Schwager [[Danadier von Scola]] gestellt und als Belohnung vom siegreichen Sergi I. das [[Herzogtum Sesin]] erhalten, das er später Michaels Vater Jakob von Vesaey vererbt hatte. Nach der Hochzeit dessen mit Isabela von Gerón war zudem die [[Grafschaft Oller]] hinzugekommen, sodass die Vesaey bald einen Großteil Südwestsagradiens als Hausmacht vorzuweisen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1384 heiratete Miguel Lara von Sáloa. Seine ältere Schwester Luísa hatte bereits 1370 König Gabriel IV. geheiratet. Als Schwager des Königs gehörte Miguel lange zu den einflussreichsten Fürsten des Landes. Er war auch am [[Micolinischer Revolutionskrieg|verlorenen Krieg]] Gabriels gegen [[Karl V. von Micolinien|Karl von Interea]] beteiligt, der Gabriel zwang, 1390 auf die micolinische Krone zu verzichten. Sein Bruder Philipp von Vesaey fiel in der entscheidenen [[Schlacht von Salazia]] im Jahr 1387. Von ihm erbte Miguel die [[Grafschaft Perin]], 1389 folgte er seinem Vater als Herzog von Sesin nach.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1392 kam es zum Krieg zwischen Miguel und José von Óstino, da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Gabriel ansahen. Miguel konnte in der so genannten &amp;quot;[[Guerra de Ducas]]&amp;quot; (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) einen Sieg davon tragen und erzwang von Gabriel, ihn als Nachfolger zu nominieren. Gegen diesen Schritt verbündete sich José von Óstino mit [[Karl VI. von Micolinien]] und zog mit einem Heer gegen König Gabriel IV. Dieser forderte Michael zur Unterstützung an, der aber seine Hilfe verweigerte. Gabriel verlor gegen Óstino und wurde gefangen genommen, sodass Miguel nun doch zur Schlacht rüstete. Noch bevor es dazu kommen konnte, starb König Gabriel in der Gefangenschaft und José von Óstino erhob sich als Joseph I. zum König. Michael ließ sich zum Gegenkönig proklamieren und zog mit seinen Heeren gegen José, der von micolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miguel nach [[Cuentez]] flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Joseph zu führen. Dieses Mal konnte er bei [[Xenópolis]] im Mai 1396 siegen und José gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes [[Johann das Kind]] mit dem Einfall in [[Perucía]] den Fünfzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den [[Vertrag von Álbero]] seines Vaters Karl V. und Gabriels IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Micolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in [[Noyar]] zum König krönen. Zunächst konnte Miguel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen [[Tulinesische Republik|Tulinischen Republik]], in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit [[António de Santori]], dem gewählten [[Conte von Tulis]], vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den [[Haus Santori|Santori]] und dem Haus Vesaey begründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die [[Straße von Scola]] lahmlegte, den micolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Micoliniens sichern. &lt;br /&gt;
1409 aber kam mit dem Abfall der Stände [[Niederperucía]]s und [[Montana]]s in der [[Alberenser Union]] die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 [[Kardinal Julio de Santori|Kardinal Julio]], der Bruder Antónios und [[Erzbischof von Tulis]] durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Micolinien und fiel damit als Bündnispartner Miguels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein offener Aufstand in [[Westligre]] 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die micolinischen Heere auf dem Vormarsch in [[Scantia]] und belagerten 1420 [[Gerón]]. Zwar konnte Miguels Sohn [[Don António]] die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1421 starb Michael I. in der [[Schlacht von Porto Valés]]. Auf dem Thron folgte ihm sein Sohn [[Michael II.]], unter dem nach dem Wiedereintritt Tulis' in den Krieg die Geschicke Sagradiens in den Kriegshandlungen wieder eine positive Wende nehmen sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
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