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	<title>Sagradien - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Tulis''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Tules'', [[Azumarische Sprache|azum.]] ''Tùles'', das antike ''Tulisium'') ist eine [[Sagradien|sagradische]] Hafenstadt am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], Hauptstadt der [[Region Comtàid-Perín]] und der [[Provinz Cordêsa-Tulinês]] sowie historische Hauptstadt der [[Blaumeerregion]] (bzw. des ''Comtàid''), am Mündungsdelta des [[Tule]] in den [[Golf von Tulis]] gelegen. Mit 897000 Einwohnern im Stadtgebiet und etwa 2,5 Millionen in der Agglomeration ([[Area Metropolitana de Tules]]) ist Tulis die viertgrößte Stadt Sagradiens nach [[Semess]], [[Ostino]] und [[Artir]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzbischofssitz; Universitäten u.a. Hochschulen; zahlreiche Museen, darunter das weltbekannte Musêu Navale, die Galería Renacimiento sowie andere Museen und Gemäldesammlungen; Modezentrum; internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, Kathedrale, U-Bahn, Hafen, internationaler Flughafen, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis (''Citá de Tùles'') bildet zusammen mit den umliegenden Städten und Gemeinden die [[Kommunale Gemeinschaft]] ''[[Comunitá Urbana Tùles Metropolitán]]'', genannt ''Grande Tules''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Den Kern des antiken Stadtgebiets, der heutigen [[Citá Vella]], bilden die Ruine des römischen Amphitheaters und die [[Nestor-Basilika]] (2. Jh. n. Chr., heute Kirche ''Santa Sélena''), daneben die Überreste der römischen [[Porta Sagradia]] (4. Jh. n. Chr.) und andere römische Relikte. Auf dem Platz des römischen Forums steht noch heute der [[Triumphbogen des Tulinian]] sowie seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle [[Fôro Duace]] von [[Donado Celeste]] (nach einem Brandt 1990 von [[Lorenzo Geroza]] renoviert). Durch ein Kanalsystem aus dem 8. Jahrhundert n. Chr. Entstehung von vier großen Inseln (''Islas Históricas''); die [[Isla de Gabriel]] bildet das kulturelle Zentrum mit dem [[Palâciu Âudaço]], der ehemaligen Residenz der [[Conte de Tules|Stadtconte]]s aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von [[António Volero]] trägt. Heute beherbergt der Palast das ''Musêu Municipal''. Von Volero stammt auch die Kuppel, der ''Torre'' wurde von [[Fernando Granval]] Ende des 15. Jahrhunderts ergänzt. Auf der Insel befinden sich zudem der ''Palâciu Zavarri'', der die [[Galería de la Renascença Tulinêsa]] beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale [[San Gabriel Arcangel]] aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und [[Don Cabal]] zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes und der [[Königreich Cuentez|Könige von Cuentez]]. Vor der Kathedrale befinden sich die klassizistischen [[Dokiansarkaden]] aus dem 19. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekanntesten Brücken von Tulis sind der große [[Ponte Beleiy]] (16. Jh.), der die [[Isla de Gabriel]] mit der [[Isla de Canones]] verbindet, sowie der kleinere [[Ponte Micú]] auf der [[Isla de Canones]]. Touristisches Zentrum ist der [[Barrí de Navale]] mit seinen engen geschäftigen Gassen sowie der weltberühmten [[Ópera Navale]] (1849-1861), dem [[Musêu Navale]] (15. Jahrhundert) sowie einigen sehenswürdigen Kirchen (u.a. [[Santa María]] von Don Cabal, [[San Docién]] von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus [[Palâciu Municipal]] aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der [[Deputación Provincial de Tulinês-Cordêsa]] im [[Casa Ferrà]] sowie der [[Palâciu Machiês]], der heute die [[Junta Regional|Regionalregierung]] von [[Perín-Tulinêsa]] beherbergt. Auf der [[Isla del Salute]] vor der alten [[Tule]]-Mündung befindet sich die wunderschöne Barock-Kirche [[Santa María de la Salute]], die im späten 17. Jahrhundert von König [[Gabriel VII.]] aus Anlass der Bekämpfung der Pest gestiftet wurde, mit dem [[Obelisc d'Aziz]] und dem zur romanischen Vorgängerkirche gehörenden ''Campanile'' aus dem 11. Jahrhundert. Auf der [[Isla del Torre]] überragt die romanische Hafenburg [[Castello del Mar]] aus dem 9. Jahrhundert mit dem [[Torre de Natxaret]] auf einem Hügel die Stadt, daneben die [[Capilla del Rey]] aus dem 12. Jahrhundert. Als weitere architektonische Glanzstücke gelten die Renaissancekirche [[Santa María Nascente]] (16. Jh.), der [[Palâciu Sántori]], der [[Paláciu Real]], früherer Sitz der Könige von Cuentez, und zahlreiche andere ''Palâcius'' des Statadels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtteil [[Les Granes]] befinden sich das [[Musêu dels Novoes Artes]] im avantgardistisch gestalteten [[Casa Iacovo Del Pérez]] sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche [[Nostre Sêiniora del Sacro Côr]]. [[Les Granes]] ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel [[Les Marines]] im Norden der [[Tulinola]] sowie das Studentenviertel [[Celusanto]] in [[Trástulo]] gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen [[Albet]] an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten [[Selle Arriaga]] befinden wie das [[Musêu dels Mares]] und der [[Palâciu d’Europa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Tulis in Antike und frühem Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Tulis wurde ursprünglich als ''Aeis'' im 5. Jahrhundert v. Chr. von den [[Sagrer|sagrischen]] [[Piyäer]]n gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der [[Nikoläer]]. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen ''Tulisium'' zur Hauptstadt der neu gegründeten [[Provincia Sisinia]] und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der [[Diözese Sagradia]] und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen [[Herkanden]] eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die [[Alkonen]] in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen [[Numerer]]n flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Islas Históricas entstanden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg [[Skantenreich|Scantia]]s gegen die Numerer in der [[Schlacht von Taravillas]] 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom [[Skantenreich]] abhängigen Grafschaft, die Teil der [[Azumarische Mark|Azumarischen Mark]] (''Comtáides Azoumaresques'') war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in [[Perin]] und der [[Eskada]] von den plündernden [[Golen (Stamm)|Golen]] bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten ''Comites'' waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Zwar kam es mehrmals zu Aufständen tulinesischer Vornehmer (''Maiores''), doch wurde die Herrschaft der skantischen Comites als Schutzgarant gegen die numerische Bedrohung sowie golische Plünderungszüge weitgehend akzeptiert. Erst als diese Bedrohungen abermals zunahmen und das Skantenreich, aus Sicht der einheimischen Bevölkerung - wegen anhaltender Thronstreitigkeiten gelähmt - seiner Schutzfunktion nur unzureichend nachkommen konnte, wurde die skantische Herrschaft problematisch. Um 850 erwirkten die ansässigen Maiores oder ''Nobiles'' ein Mitspracherecht bei der Ernennung zukünftiger Contes, woraufhin vermehrt Mitglieder der ansässigen Familien ernannt wurden. Von einer Wahl durch das tulinesische Volk oder den ansässigen Adel kann für diese Zeit nicht gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tulinesischen Contes wurden bald in lokale Fehden hineingezogen. Dem Conte [[Dianus Margiste]] gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der [[Cordêsa]] und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch [[Aerich der Große|Aerich den Großen]] abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Dians Nachfolger [[Maximus von Fornat]] gelang es im Jahr 894, die skantischen Thronstreitigkeiten zwischen [[Martin I.]] und seinem Bruder [[Belfrid]] zu nutzen, um sich von Belfrid die Erbfolge seines Sohnes Laurentius zusichern zu lassen, was zu einem Aufstand der Nobiles führte, die sich in ihrem Mitspracherecht übergangen fühlten. Maximus wurde gestürzt und vertrieben, sein Sohn Laurentius ermordert, woraufhin die Nobiles den einheimischen [[Corrado Gaulo de Plasencia]] zum neuen Conte akklamierten und sich der Oberherrschaft Martins unterstellten. Dieser siegte im Jahr 897 über seinen Bruder und erkannte Corrado Gaulo als Conte an, ein Wahlrecht der Nobiles und eine Autonomie vom Skantenreich können daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal Corrado eine skantenfreundliche Politik betrieb. Immerhin gelang es Corrado, das Recht zu erhalten, Beamte und Statthalter in seinem Herrschaftsgebiet eigenständig zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert begann sich aus dem adligen Beraterkreis des Conte ein ständiges Gremium von Nobiles herauszubilden, das als ''Cosèllu'' bezeichnet wurde. In diesem Cosèllu dominierten vor allem die in der Stadt Tulis ansässigen Familien, die sich allerdings mit dem umliegenden Landadel vermischten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter ===&lt;br /&gt;
Als Corrado im Jahr 909 selbst die Erbfolge in seiner Grafschaft durchsetzen wollte und dafür die Unterstützung des ansässigen Klerus erhielt, wurde er selbst aus der Stadt vertrieben und der Senatsadel übernahm vorübergehend die Herrschaft. Mit dem Conte musste auch der Bischof die Stadt verlassen und es kam zu Übergriffen gegen den Klerus, woraufhin [[Martin der Eroberer]] die Stadt zwischen 914 und 916 vergeblich belagerte. Erst nachdem er 923 zum Herrscher ganz Sagradiens aufgestiegen war, gelang es ihm 925, die Stadt einzunehmen. Corrado, der inzwischen in [[San Vicente del Fornat]] residiert hatte, wurde wieder als Statthalter eingesetzt, blieb aber in San Vicente, sodass ein skantischer Vikar die Statthalterschaft in Tulis selbst übernahm, der sich zukünftig mit dem Senatsadel arrangieren sollte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Corrado Gaulos Sohn [[Marcelo Gaulo|Marcelo]] gelang es 927, nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge anzutreten und vom tulinesischen Senat anerkannt zu werden, jedoch um den Preis, dass die Stadt selbst weitgehend selbständig wurde und als Vikar einen eigenen Mann bestimmen konnte. In der Folge kam es allerdings zu einer Reihe von Streitigkeiten zwischen Conte und Stadt um die Herrschaft über die Kolonien, die 956 im vergeblichen Versuch Marcelo Gaulos mündeten, die Stadt wieder einzunehmen. Der Richterspruch König [[Philipp der Große|Philipps des Großen]] brachte einen Kompromiss, der den Status Quo festsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerstädtische Streitigkeiten zwischen Erzbischof, Klerus und Aristokratie führten im Laufe des 10. Jahrhunderts zu einer weitgehenden Entmachtung des Klerus zugunsten der aus dem Senatsadel stammenden ''boni homines'', die in Abwesenheit des Conte Recht sprachen und eine Art patrizische Stadtregierung, die ''Generalitaid de Bonhomes'' formten, die bald zur ständigen Regierung der Stadt unter Kontrolle des Senats wurde und den Vikar des Conte entmachteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln [[Nerva und Lerça]] im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt [[Villagua]] am alten verwaisten Römerhafen im golischen [[Aquae]] die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit [[Del Piey]] ein Stützpunkt auf der ansonsten zum [[Königreich Conte]] gehörigen Insel [[Cuentez]]. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit [[Micolinien]] und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert  eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit [[Tinagua]] und [[Plato]] wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von [[Comtàid de Tùles|Tulis]] und [[Comtàid de Belavís|Belavís]], die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[António Gaulo]], dem letzten Conte aus der [[Gaulo-Dynastie]], im Jahr 1024, der ohne männlichen Erben gestorben war, akklamierten die Bürger von Tulis den angesehenen Senator [[Josefe Cornell]] zum neuen Conte, der den Beinamen ''il Âudaço'' erhielt, was bald zum Beinamen des Grafenamtes wurde. Cornell wurde im Jahr 1027 von König [[Filipe III.]] anerkannt. Das vom micolinischen Königtum abhängige [[Fürstentum Cuentez]] (micol. ''Principat de Cuentèse'', cuentes. ''Principaid de Cüentìz'') wurde 1048 durch die Hochzeit des tulinesischen Conte [[Selle Machiês]] mit der cuentezischen Thronerbin ins tulinesische Herrschaftskonglomerat eingegliedert. Machiês war ein Jahr zuvor als Nachfolger Josefe Cornells zum Conte gewählt worden und hatte sich wie sein Vorgänger noch die Anerkennung durch den sagradischen König und damit die Belehnung erbeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er im Jahr 1055 starb, kam es in der Stadt zu Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und Bürgern um die Neubesetzung. Schließlich setzte sich der Senatsadel durch, der durch Richterspruch des Königs das Recht erhielt, einen Kandidaten zu wählen, der danach dem König vorzuschlagen sei. Damit hatte sich in Tulis faktisch das Adelsregiment durchgesetzt und der Senat war als dominierendes Organ der Stadt bestätigt. Inmitten der sagradischen Thronstreitigkeiten des Jahres 1078/1079 erreichte die Stadt Tulis vom neuen König [[Johann I.]] neben anderen Privilegien das urkundlich verbürgte Recht, in Zukunft den Conte und damit den Herrn des Comtáid de Tùles, der zu dieser Zeit bereits wichtigsten Macht im Blaumeerraum, selbst zu wählen. Damit wurde Tulis faktisch unabhängig von der sagradischen Krone und die Lehnsabhängigkeit bestand nur noch formal. Die Contes wurden de facto zu republikanischen Stadtoberhäuptern und Tulis endgültig zur freien Kommune und Adelsrepublik. Die Begriffe ''Res Publica Tulinensis'' oder ''Civitas Tulinorum'' wurden danach synonym zum lateinischen ''Comitatus Tulinorum'' oder asumarischen ''Comtáid de Tùles'' benutzt. Das Jahr 1079 kann daher als eigentliches Gründungsdatum der [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]] angesehen werden. Im Spätmittelalter benutzte die Republik in offiziellen Dokumenten meist die Bezeichnung ''Res Publica Comitatus Tulinenensis'' oder asumarische ''Republica del Comtàid Tulinês'' und die dem alten Rom entlehnte Abkürzung ''S.P.Q.T.'' (''Senatus Populusque Tulinorum'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es immer wieder zu Faktionskämpfen und Fehden innerhalb des tulinesischen Adels. 1168 übernahm eine patrizische Junta, die so genannten ''Maleducas'', die Herrschaft in der Stadt. Mit Gewalt wurden die Feinde der Maleducas aus der Stadt vertrieben, darunter die Mehrheit des städtischen Senatsadels sowie der [[Erzbischof Dianus]]. Dieser suchte beim sagradischen König [[Gabriel Juvans]] Hilfe, sodass dieser 1170 mit einem großen Heer die Stadt belagerte. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als [[Barrí Juvante]] bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1230/31 wurde die bis zum Ende der Republik gültige Verfassungsstruktur eingerichtet. Mächtigstes Organ blieb der ''Senat'', der sich aus den wichtigsten Adelsfamilien zusammensetzte und auf Lebenszeit den Conte wählte, der jedoch von der ''Generalitaid de Bonhomes'' kontrolliert wurde. Als eigentliche &amp;quot;Regierung&amp;quot; wurde die Generalitaid durch den jährlich vom Senat neu bestellten ''Zehnerrat'' (''Cosèllu de Dèze'') abgelöst. Die zwölf Mitglieder der Generalitaid de Bonhomes wurden nicht vom Senat, sondern vom ''Großen Rat'' (''Cosèllu Grande'') gewählt, dem alle Adelsfamilien der Stadt angehörten. Die Bonhomes sollten nicht nur den Conte und den Cosellu de Dèze kontrollieren, sondern verfügten neben dem Senat auch über Gerichtskompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte [[Plato]], [[Corell]] und [[Tinágua]] mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der [[Universität Celusanto]] 1232 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen Stadtadels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Adelsfamilien wie den [[Zavarri]], [[Callas]], [[Delaurente]] und [[Machiês]] geteilt. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich im Spätmittelalter gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. In dieses Machtvakuum stieß im 14. Jahrhundert die bis dahin weniger bedeutende städtische Adelsfamilie der [[Santori]] und stieg mit der Unterstützung der Volksmassen zur führenden Familie im Senat auf. Gleichzeitig wurde der Senat infolge längerer Konflikte mit den aufstrebenden Kaufmannsfamilien entgegen der Abschließungstendenzen des Patriziats teilweise für Vertreter der Bürgerschaft geöffnet. Seit [[Julio de Santori]] 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arcélio I de Sántori|Arcélio de Santori]] wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt ''der Alte'', hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1345 inne und galt in der Tat als eher schwacher Conte, jedoch gelang es ihm, enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien zu knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines ''Pater Patriae'' zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn [[David de Santori|David]] um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch [[Francès de Perín]] und zur Befreiung durch [[Julio I de Sántori]], der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt [[António de Sántori zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Republik und Zentrum Sagradiens ===&lt;br /&gt;
Durch die Vermählung Antónios mit [[Isabela de Vesaey die Ältere|Isabela de Vesaey]], der Tochter König [[Michael I.|Michaels I.]] zog Sagradien die Stadtrepublik im [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder [[Kardinal Julio de Santori]] durch und machte seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Pietro Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der ''Cuatro Terribles'' in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn [[David I. de Santori]], Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin [[Isabela de Vesaey die Jüngere|Isabela]], der einzigen Tochter [[Michael II.|Michaels II.]], der sich noch immer im Krieg mit Micolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter [[Luis Ricardes I. de Santori|Luis Ricardes]] und [[David de Santori|David I. de Santori]] errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod Michaels II. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels [[Santiago de Santori]] als [[Jakob III.]] zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Jakobs Vater David, Conte von Tulis und seit kurzem auch [[Herzogtum Ostino|Herzog von Óstino]], übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und machte Tulis damit für ca. ein Jahrhundert zum Königssitz und damit zur sagradischen Hauptstadt. Es entwickelte sich eine faktische politische [[Sagradisch-Tulinesische Union|Union]] der sagradischen Krone mit dem Amt des sagradischen Stadtgrafen, das nach dem Tod Davids an seinen Bruder Luis Ricardes und danach an [[Joán Prudente]], ältester Sohn Davids aus der Ehe mit [[Lara von Nonthí]] und damit Halbbruder Jakobs III., fiel. Tulis war damit endgültig zur Monarchie geworden. Nach Don Joáns Tod 1490 und dem Versuch des Senats, auf sein bereits seit António nicht mehr ausgeübtes republikanisches Wahlrecht gegen den Santori-Kandidaten [[Miguel de Valier]] zu bestehen, übernahm König Jakob III. durch einen Staatsstreich selbst das Amt des Stadtgrafen, beseitigte den Senat und machte das Tulinesische Grafentum zur Erbmonarchie in Personalunion mit der sagradischen Krone. Mit der Union und faktischen Verschmelzung mit Sagradien endete zwar die politische Selbständigkeit der Stadtrepublik, unter dem Schutz der sagradischen Krone, der herausragenden Stellung der Stadt als Verwaltungszentrale des Königreichs sowie mit der Bündelung der wirtschaftlichen und politischen Potenziale von Stadt und Reich brach nun aber das [[Goldenes Jahrhundert|Goldene Jahrhundert]] der Stadt an. Der aufgelöste Senat wurde durch die vom König eingesetzten ''Capitanes Municipales'' ersetzt, die als Statthalter von Tulis fungierten. Das ''Comitá de Tules'' blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Regentschaft David de Santoris und der Herrschaft Jakobs III. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die [[Sagradische Renaissance]] speisen sollte. Italienische Denker wie [[Ercule Schiatti]] und Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] kamen an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente wie [[Donado Celeste]]. Jakobs Enkel [[David I.]] (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie [[Selle Inoza]] und [[Santo Aziz]] zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im [[Palâciu Santori]] zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler die sagradischen Schüler Vacheottis [[Don Cabal]] und [[António Volero]], Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase des so genannten [[Sêcolo d’Oro]] in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als [[Tulinesische Phase]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende des Sêcolo Tulinês ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. König [[Michael III.]] (1543-1552) und Königin [[Johanna I.]] (1543-1575) verlegten den Regierungssitz ins Landesinnere nach [[Semess]]. 1552 kam es zum so genannten [[Josephitenaufstand]], als [[Joseph der Schöne]], [[König von Cuentez|Titularkönig von Cuentez]] versuchte, unter seiner Führung die alte Republik zu restaurieren und die tulinesische Unabhängigkeit wiederherzustellen. Der Aufstand wurde bis 1556 endgültig niedergerungen. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semess wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semess aus ernannten königlichen Statthalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während [[Semess]] als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semess, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die [[Semeskitische Phase]] des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] begann, die Tulinesische war zu Ende gegangen. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an [[Ligre North]] und [[Óstino]], die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte Tulis auch in der später als [[Decadença Tulinêsa]] bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance und des Manierismus wie die von [[Lorenzo Desquiero]] und [[Tulinês]], der später auch in Semess wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der [[Estilo Reina Leonor]], benannt nach der cuentesischen Titularkönigin [[Eleonore I. von Cuentez|Leonor I.]], die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das 17. und 18. Jahrhundert === &lt;br /&gt;
Unter [[Maximilian I. von Cuentez|Maximilian I. dem Prächtigen]] Titularkönig von Cuentez und Statthalter in Tulis, erlebte Tulis noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. [[Maximilian II. von Cuentez]] (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im [[Sagradischer Bürgerkrieg|Koalitionskrieg]] von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König [[Danadier II.]] an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn [[Johann III.|Johann Franziskus]] wurde schließlich 1723 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin [[María I. Luísa]], einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die [[Erste Republik|zweijährige republikanische Phase]] (''Biênio Republicano'') in [[Semess]]. Offiziell waren nun die Könige von Sagradien bis 1891 auch zugleich Könige von Cuentez und Stadtgrafen von Tulis, ein Titel, der seine Funktion als Bezeichnung des tulinischen Stadtoberhauptes einbüßte und bald an einen Bürgermeister verlor. Als Nachfolger des ohne männlichen Erben verstorbenen Johann III. wählten die sagradischen und die tulinesischen Stände dessen Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton|Antonio Ramón de Piacone]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Union und Inkorporierung ===&lt;br /&gt;
Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] von 1756 bis 1760 stand Tulis auf der Seite [[Maria II. Franziska|Maria Franciscas]] und [[Anton II.|Antonio di Piacones]]. Erst 1760 konnte der siegreiche [[Gabriel VIII.]] aus dem [[Haus Vienne]], seit 1757 König von Sagradien, auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden [[Haus Vienne]] eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die [[Asumarische Sprache|azumarisch-tulinesische Sprache]] wurde verboten und rigoros durch das [[Sagradische Sprache|Hochsagradische]] ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die [[Novemberrevolution 1817]], die zum Sturz [[Joseph Ludwig II.|José Luis’ II.]] geführt hatte, sowie die [[Aprilrevolution 1848]] gegen das ultrakonservative Regime [[Emil I. Johann|Emilios I.]] sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte [[Asumarische Republik]] (''Repùblica Azumaresca'') regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der [[Sagradische Romantik|romantischen Bewegung]] in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer [[Renaixença Azumaresca]], welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die [[Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr]] in [[Les Granes]] zählt. Die im sagradischen [[Montevilismus]] der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der [[Januarrevolution 1891|Ausrufung der Republik 1891]] durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tulis im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
In der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker [[Volksfront]] und der politischen Rechten zwischen 1934 und 1938 galt die Stadt als ''Tules Rôiso''. Im Zuge des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches von 1938]] wurde die linke Stadtregierung abgesetzt und führende Vertreter der kommunalen Politik verhaftet oder wie der damalige [[PS|sozialistische]] Bürgermeister [[Hugo Nacesta]] hingerichtet. In der Folge wurde auch Tulis von den sagradischen Faschisten kontrolliert, blieb aber Hort der Opposition. Das Stadion des Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]], das [[Esplanat-Stadion|&amp;quot;Esplanat&amp;quot;]] wurde zu einem der wenigen öffentlichen Orte, an denen Azumarisch geredet wurde, während im gesamten Stadtgebiet schwere Strafen auf die „provokante Verwendung des separatistischen Dialekts“ standen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943]] kam eine linke Regierung unter [[Dián Nacesta]], dem Sohn des hingerichteten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat [[Iacovo Del Pérez]] als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer [[Ministerpräsident]] und später [[Präsident der Republik|Staatspräsident]] eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der [[Flughafen Sacâu]] einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister [[Joán Corell]] kam 1984 die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Stadtregierung]] in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen [[Verdes Celarcoes|grünen]] Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt [[Julio de la Costa]] propagierte Ziel der ''Ökologischen Kulturstadt'', das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Neben [[Semess]] und [[Óstino]] ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte [[Sagradien]]s. Der große Kopfbahnhof [[Estación Tules Central|Tules Central]] (früher ''Estación de Bernabéu-Vernet'') fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach [[Duerez]] über [[Artir]] und nach [[Semess]] sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner [[Estación Tules Ostiniense|Tules Ostiniense]] im Osten, [[Estación Tules Norte|Tules Norte]] im Norden und [[Estación Tules Albet|Tules Albet]] am [[Porto de Tules Albet|neuen Hafen]] im Süden sowie der Flughafenbahnhof [[Estación Tules Aeroporto|Tulis Aeroporto]]. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof [[Estación Tules Este|Este]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semess, die Autobahn A6 Richtung Duerez, die A11 Richtung [[Sollar]], die A14 Richtung [[Nalcaz]] sowie die Blaumeerautobahn A23 Richtung [[San Cristo]] angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Perin-Autobahn von [[Freúte]] nach [[Marcan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem internationalen [[Aeroporto de Tules Sacâu]] verfügt die Stadt über den nach Semess und Óstino drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt [[Sacâu de Barregat]] südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden. Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren [[Aeroporto de Tules Fornat]] zwischen den Städten [[San Vicente del Fornat]] und der Stadt [[Freúte]] im Norden von Tulis. Auch der [[Aeroporto de La Cordí|Flughafen]] von [[La Cordí]] ist von Tulis aus leicht zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der [[Mêtro Tulinês]], die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als ''Intermêtro''-Strecken bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische [[Porto Vellu]] im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola ([[Porto Autónomo de Tules]]) wurde 1992 durch den [[Porto de Albet]] (Novo Porto) im Süden erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metrolinien in Tulis ===&lt;br /&gt;
* M1 (Linia Vertical)	Seza – Norte – Celusanto – Monte Círio – Sur – Albet	&lt;br /&gt;
* M2 (Linia Horizontal)	Natxaret / Porto – Bernabêu-Vernet – Estádiu de Illón – San León / Ostiniense &lt;br /&gt;
* M3 (Linia Diagonal)	Illária / Campo d. Cruce – Celusanto – Bernabéu-Vernet – Esplanat – Saniesta  &lt;br /&gt;
* M3 Intermêtro		Laxón – Francovil – ... – Saniesta – Montera – Ollar &lt;br /&gt;
* M4 (Linia Nova)	Verón – Ostiniense – Universitá David-Maximilián – Bernabéu – Monteverde&lt;br /&gt;
* M4 Intermêtro		Santa Marguerita – Noveos Barries – ... – Cellar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs ''Stadtbezirke'' (''Distritōes Aministrativōes'') mit jeweils drei bis sieben (historischen) ''Stadtvierteln'' (''Barríes''):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I ([[Citá Vella]]):&lt;br /&gt;
* [[Navale]] (mit den ''Islas Históricas'')&lt;br /&gt;
* [[Monte Círio]]&lt;br /&gt;
* [[Trástulo]] &lt;br /&gt;
* [[Trêis Torres]]&lt;br /&gt;
* [[San Matêu]]&lt;br /&gt;
* [[Natxaret]]&lt;br /&gt;
* [[Campes]]&lt;br /&gt;
II (Maior Cientro):&lt;br /&gt;
* [[Valéria]]&lt;br /&gt;
* [[Bernabêu i Santangel]] (mit [[Vernet]])&lt;br /&gt;
* [[Les Granes]]&lt;br /&gt;
* [[Tulinola]] (mit [[Les Marines]])&lt;br /&gt;
III (Norte):&lt;br /&gt;
* [[Norte-Samareste]]&lt;br /&gt;
* [[Francovil]]&lt;br /&gt;
* [[Illária]]&lt;br /&gt;
IV (Nort-Este):&lt;br /&gt;
* [[Seza]]&lt;br /&gt;
* [[Novoes Barries]]&lt;br /&gt;
* [[Santária]]&lt;br /&gt;
V (Este):&lt;br /&gt;
* [[Santa Marí]]&lt;br /&gt;
* [[Verón]]&lt;br /&gt;
* [[Illón]]&lt;br /&gt;
* [[Saniesta]]&lt;br /&gt;
VI (Sur):&lt;br /&gt;
* [[Juvante]] (mit [[Monte Esplanat]])&lt;br /&gt;
* [[Monteverde]]&lt;br /&gt;
* [[Albet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí [[Trástulo]], der Nordteil des Bezirks [[Les Granes]], [[Les Marines]] im alten Arbeiterbezirk [[Tulinola]] und die historische Altstadt in [[Navale]]. Die Hafen- und Strandgebiete in [[Francovil]] und im Norden von [[Illária]] gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete [[Universitá de Tùles Celusanto]], benannt nach der ''Eglésia Santa María del Celu Santo'', ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Sêiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des ''Parc Santori'' im tulinesischen Stadtteil [[Trástulo]]. Neben der Celusanto-Universität besteht seit dem 17. Jahrhundert die als „la Nova“ bezeichnete [[David-Maximilians-Universität]] auf der ''Isla Universitária'' im Süden des Stadtteils [[Santária]]. Außerdem verfügt Tulis über eine [[Polytechnische Universität Tulis]] sowie die [[Academía del Arte de Tules]], die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Comtàid-Perín</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Comtàid-Perín''' ist eine [[Sagradische Regionen|Region]] im Westen [[Sagradien]]s und mit einer Bevölkerungszahl von etwa 4,8 Millionen die nach Einwohnern fünftgrößte Region des Landes. Hauptstadt und wirtschaftliches wie kulturelles Zentrum der Region ist [[Tulis]]. Die [[Serra de Perín]], der Fluss [[Aviz]] sowie das [[Blaues Meer|Blaue Meer]] teilen die Region in zwei Landschaften, die eher dünn besiedelte Provinz [[Perin]] im Norden (Hauptstadt [[San Pietro de Perín]]), die an die [[Eskadische Tiefebene]] grenzt, und die dicht besiedelte und wirtschaftsstarke Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] rund um den [[Metropolregion Tulis|Ballungsraum Tulis]], die südlich angrenzende [[Cordêsa]], das am Norden des [[Golf von Tulis]] gelegene [[Fornat]] und die westlich angrenzende [[Halbinsel von Xerinió]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur und Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der einwohnerstarke Süden der Region, das so genannte ''Comtàid'', das im wesentlichen mit der modernen Provinz [[Cordêsa-Tulinês]] kongruiert, bildete im Mittelalter den Kern des autonomen republikanischen [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Staats]], das so genannte ''Comitat'' ([[Azumarische Sprache|asum.]] ''Comtàid''), das bis ins 18. Jahrhundert einen rechtlich selbständigen Reichsteil der sagradischen Monarchie bildete, dessen Oberhaupt der sagradische Monarch in seiner Eigenschaft als ''Comes Audax Tulinensis'' war. Nach Auflösung des Comitats verschwand dieses zwar als politische und rechtliche, nicht aber als kulturelle Einheit und blieb Zentrum des kulturell eigenständigen Blaumeerraums. Die in der Provinz stark ausgeprägte azumarische Kultur wurde jedoch aus Angst vor Separatismen jahrhundertelang durch Anhänger eines sagradischen Zentralismus unterdrückt. Seit der azumarischen [[Renaixença]] im 19. Jahrhundert gab es immer wieder Versuche, eine kulturelle und politische Autonomie für das Comtàid zu erreichen. Anders als das historisch zum tulinensischen Gebiet gehörige [[Cuentez]] erhielt das Kerngebiet des früheren Comitats aber nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Autonomiestatus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des sagradischen Dezentralisierungsprozesses wurde 1968 aus den Provinzen [[Perin]] und [[Cordêsa-Tulinês]] eine Region geschaffen, die relativ grob (mit Abweichungen v.a. im Süden) mit den Grenzen des alten Comitats übereinstimmt und vorübergehend den Namen ''Cordêsa-Tulinês-Perín'' erhielt. Die vom provisorischen Rat der neuen Region vorgeschlagenen Namensvarianten ''Comtàid'', ''Comtàid i Perín'' und ''Comtàid Tulinês'' wurden jedoch von der konservativen [[Kabinett Favale II|Regierung]] in [[Semess]] allesamt als separatistisch zurückgewiesen. Als Kompromiss einigten sich die Region und die [[Kabinett Caval I|neue sozialistische Regierung Caval]] im Jahr 1972 auf den bis dahin bereits provisorisch genutzten Namen ''Comtàid-Perín'' mit der Bindestrichschreibung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die langjährigen Bemühungen des Regionalrats zur Förderung der [[Azumarische Sprache|Blaumeerromanischen Sprache]] erlebte im Jahr 2001 einen Erfolg, als das Azumarische gemäß der neuen Sprachpolitik der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] offiziell zur ''[[Sagradische Kultursprache|Sagradischen Kultursprache]]'' (LCS) erhoben wurde und damit Anrecht auf kulturelle Förderung seitens des Staates und auf staatlichen Schutz erhielt. Azumarische Regionalisten versuchen aber nach wie vor eine Anerkennung des Azumarischen als offizielle Amtssprache in der Region zu bewirken, was innerhalb der Regionalpolitik jedoch umstritten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der Ballungsraum [[Tulis]] ist traditionell eine der stärksten Wirtschaftsregionen des Landes. Schon in der Antike und im Mittelalter war die Metropole Tulis eine der wichtigsten Handelsstädte Westeuropas und der bedeutendste Hafen Sagradiens. Seit dem 19. Jahrhundert verfügen die Stadt Tulis und ihre Anrainerstädte über eine leistungsstarke Industrie, seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wächst jedoch die Bedeutung des tertiären Sektors stetig. Tulis ist zudem ein Zentrum der sagradischen Kunst- und Modeindustrie. Mit etwa 3 % liegt die Arbeitslosenquote in der Region deutlich unter dem Landesdurchschnitt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fern des tulinesischen Ballungsraums besitzen traditionell die Küstenfischerei sowie der Obst- und Gemüseanbau und die Viehwirtschaft eine hohe Bedeutung, letztere beispielsweise an den Hügeln der Landschaft Perin. Die Relevanz der Agrarwirtschaft für das regionale Wirtschaftsleben geht aber stetig und spürbar zurück. Stark ist dagegen noch immer die Weinwirtschaft in der Region ausgeprägt. So gehört der Wein der [[Cordêsa]] zu den umsatzstärksten Rotweinen Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten der Regionaljunta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionaljunta&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1968&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| [[Carles Aguirre Royas]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| provisorischer Präsident der Junta&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1981&lt;br /&gt;
| [[Mariano Arenas]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PSS]], [[PRD]]; 1973-1977 [[ASUL]], [[PRD]] [[UDS]]; ab 1977 [[ASUL]], [[PSS]]&lt;br /&gt;
| ab 1977 Minderheitsregierung toleriert durch [[PCS]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1981&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| [[José Paulo Galindo]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1985&lt;br /&gt;
| 1987&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Lacostas]] ([[ASUL]]), 1. Mal&lt;br /&gt;
| [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| Minderheitsregierung toleriert durch [[Verdes Celarcoes]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1987&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Nartes]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1991&lt;br /&gt;
| 1994&lt;br /&gt;
| [[Ramón Julio De la Costa]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1994&lt;br /&gt;
| 1997&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Lacostas]] ([[ASUL]]), 2. Mal&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1997&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| [[Diego Valerón]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]], ab 2001 [[ASUL]], [[Verdes]], [[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
| [[José António Celano]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]], [[PSP]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2009&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Carles Aretzu Milán]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semestina'' abgrenzen. In Tulis schließlich folgt klassischerweise auf die ''Era Davidêsa'' (etwa bis 1550) die so genannte ''Era Portuguesa'' (1550-1580), in der Tulis nur Vizekönigssitz der Könige in Lissabon war, ehe die ''Era Reina Leonor'' (ca. 1580-1610) unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez|Eleonore]] wieder einen machtpolitischen und künstlerischen Aufstieg bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und die [[Tulinesische Republik]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende Thronfolgestreit ([[Lilienkrieg]]) stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1568) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1568-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis unter den portugiesischen Königen [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] und [[Sebastian I. von Portugal und Cuentez|Sebastian]] in den weltpolitischen Schatten geriet, ehe es erst unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez]] wieder zur Hauptstadt des [[Königreich Cuentez|azumarischen Königreichs]] wurde. Im späten 16. Jahrhundert wurde auch mit dem Neubau der Semestiner Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Am Hof Eleonores I. in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste sprechen setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Banca De Sique</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Banca De Sique i Sagontina d'Espârne''' (BDSSE), meist nur kurz als '''Banca De Sique''' bezeichnet, ist eine [[Sagradien|sagradische]] Großbank mit Sitz in [[Semess]]. Die Bank wurde 1862 von [[José María Silva De Sique Montero]] gegründet und trägt noch heute seinen Namen. 1935 fusionierte die Privatbank mit der [[Banca Sagontina d'Espârne]] und wurde auf diese Weise zur Großbank. Die Bank gehörte zusammen mit der [[Sagontina de Creditoes]] (SAGCRE), der [[Caixa Semestina]] und der [[Credito Geronês]] zu den vier klassischen Großbanken in Sagradien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Bank]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''IAS 30''' (''Índice de Acciones Sagradês'') ist der Leitindex der [[Borsa Sagradêsa]] und umfasst die 30 führenden [[Sagradien|sagradischen]] Unternehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[AAE Asociación Artiral de Electrónicas]], Elektronikhersteller, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Alverde Télecom SA]], Telekommunikationsunternehmen, [[Sabadera del Pin]] (bei [[Vierna]])&lt;br /&gt;
* [[Artiral SA]], Versicherungskonzern, [[Artir]]&lt;br /&gt;
* [[Aseregui-Gruppe]], Mischkonzern und Medienunternehmen&lt;br /&gt;
* [[Asunción Financial Group]], Versicherungsgruppe und Finanzdienstleistung, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Avante SA]], Medienkonzern, [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* [[Banca de Sique]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Câixa Semestina]], Kreditinstitut, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Césari SA]], Pharmakonzern, [[Gerón]]&lt;br /&gt;
* [[Chemex-Argente Industriales SA]], Chemiekonzern, [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Coesa Enag SA]], Energiekonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Credito Geronês]], Kreditinstitut, [[Gerón]] (seit 2010 Teile der [[UCS Creditunion]] Gruppe)&lt;br /&gt;
* [[Eneris SA]], Energiekonzern&lt;br /&gt;
* [[Estrela Carret]], Luxusartikel, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[Ferrocel SA]], Stahl- und Rüstungskonzern, [[Mesarque]]&lt;br /&gt;
* [[Laregas &amp;amp; C]], Baustoffe&lt;br /&gt;
* [[Comerciales Marcês]], Einzelhandel, Touristik, [[Óstino]]&lt;br /&gt;
* [[Petrosa SPC]], Mineralölkonzern, [[Semess]]/[[Álbero]]&lt;br /&gt;
* [[Puro &amp;amp; C SA]], Reifen- und Automobilzubehör&lt;br /&gt;
* [[Sagontina de Creditoes]] (SagCre), Kreditinstitut&lt;br /&gt;
* [[Sagracêr SA]], Stahlkonzern, [[San Joán de Bordez]]&lt;br /&gt;
* [[Sagradêsa d'Aviación]], Zivilluftfahrt, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[SagraGas]], Gasversorger, [[Semess]] &lt;br /&gt;
* [[Sant'Espíritu Bebidas SA]], Getränke und Spirituosen&lt;br /&gt;
* [[Sonorel Sistemas]], Softwarehersteller, [[Doriel]]&lt;br /&gt;
* [[Télecom Sagradia]], Telekommunikationskonzern, [[Semess]]&lt;br /&gt;
* [[THOSS Electronics]], Elektronikkonzern&lt;br /&gt;
* [[UCS Creditunion]], Bankenvereinigung&lt;br /&gt;
* [[Varasón SA]], Lebensmittelkonzern&lt;br /&gt;
* [[Zeda SA]], Automobilkonzern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: IAS30-Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sagradien</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradien''' (amtlich ''República Sagradêsa'', deutsch ''Sagradische Republik'', Kurzform sagr. ''Sagradia'') ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der [[Konsettenhalbinsel]] mit der Insel [[Cuentez]] die [[Inseln von Aziz]] im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien liegt ebenso wie [[Micolinien]] und der Kleinstaat [[San Cristo]] auf der [[Konsettenhalbinsel]], die westlich über den [[Bretonischer Isthmus|bretonischen Isthmus]] an [[Frankreich]] anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das [[Blaues Meer|Blaue]] und das [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]], im Osten an Frankreich und das [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]]. Im Norden hat Sagradien Anteil am [[Keltisches Meer|Keltischen Meer]], im Süden an der [[Straße von Santana]] und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die [[Sascaya]], [[Ligre]] und die [[Cripón]] das [[Nordsagradisches Tiefland|Nordsagradische Tiefland]] (''Plana Septentrional''), im Westen große Teile des [[Konsetten|Konsettenhochgebirges]] mit dem [[Monte Serâsc]] (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich die [[Rosarische Konsetten|Rosarischen Konsetten]], das [[Hochland von Cabeza]] (''Montes de Cabeza'', höchster Gipfel: [[Monte Arriaga]] mit 1880m Höhe) und die [[Serra Amoria]] an, südlich der Gebirgskette die ''[[Mesa Media]]'' genannte Hochebene, die [[Eskada]], das [[Mittelsagradisches Becken|Mittelsagradische Becken]] (Bassí Central) und die [[sagradische Mittelgebirge|sagradischen Mittelgebirge]], die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die [[Serra d'Oller]], [[die Serra de Sarmay]], die [[Serra de Perín]] und die [[Serra de Corar]]. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das [[Vezanisches Tiefland|Vezanische]] (''Plana Vezana'' oder ''Plana Oriental''), im Südosten das [[Alkonisches Tiefland|Alkonische Tiefland]] (''Plana Alconêsa'' oder ''Plana Meridional'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der längste Fluss Sagradiens ist der [[Pin (Fluss)|Pin]], der im Westen Sagradiens an der Grenze der [[Hochkonsetten|Hoch-]] und der [[Insadische Konsetten|Insadischen Konsetten]] entspringt und nach Süden verläuft, wo er im [[Pin-Delta]] in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der [[Liéno]] in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei [[Semess]] in den Pin fließt, der [[Ligre]], der im Norden Sagradiens von der [[Serra d'Amoria]] aus nach Westen fließt und bei [[Ligre North]] ins [[Ligrisches Meer|Ligrische Meer]] mündet, sowie die [[Veza]], die im Osten Sagradiens von der [[Cabeza]] aus ins [[Kantabrisches Meer|Kantabrische Meer]] fließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohner und Besiedlung ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] und [[Tulis]]. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten ''mittelsagradischen Raute'' zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-[[Bordez]] zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der [[Südsagradien|alkonische Süden]] sowie der [[Ceundâlia|ceundalisch]]-[[Amoria|amorische]] Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 10 größten Städte in Sagradien''':&lt;br /&gt;
*1. [[Semess]] (''Semesta''): 2.473.000 Einwohner&lt;br /&gt;
*2. [[Ostino]] (''Óstino''): 1.282.000 E.&lt;br /&gt;
*3. [[Artir]] (''l'Artir''): 946.000 E.&lt;br /&gt;
*4. [[Tulis]] (''Tules''): 897.000 E.&lt;br /&gt;
*5. [[Duerez]]: 685.000 E.&lt;br /&gt;
*6. [[Gerón]]: 522.000 E.&lt;br /&gt;
*7. [[Ligre North]]: 497.000 E.&lt;br /&gt;
*8. [[Laquines]]: 473.000 E.&lt;br /&gt;
*9. [[Biniar]]: 407.000 E.&lt;br /&gt;
*10. [[Visa]] (''Viça''): 375.000 E.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachen ===&lt;br /&gt;
Amtssprache der Sagradischen Republik ist [[Sagradische Sprache|Sagradisch]]. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:&lt;br /&gt;
* [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] in der [[Autonome Region Bretagne|Autonomen Region Bretânia]]&lt;br /&gt;
* [[Golische Sprache|Golisch]] in der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Autonomen Region Val d’Ambrís]]&lt;br /&gt;
* [[Cuentezische Sprache|Cuentezisch]] (Varietät des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanisch]]) in der [[Autonome Region Cuentez|Autonomen Region Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Eskadische Sprache]] sowie die verschiedenen Varietäten des [[Alkonische Sprachen|Alkonischen]] und des [[Blaumeerromanische Sprache|Blaumeerromanischen]] besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von ''[[Kultursprache]]n'' und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das [[Micolinische Sprache|Micolinische]] bzw. [[Litische Sprache|Litische]] und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen [[Escada]] (vor allem um die Stadt [[Guillard]]) und [[Mesa-Pescano]] [[Golische Sprache|golische]] Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssymbole ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nationalflagge besteht aus drei vertikalen Streifen in den Farben Blau-Weiß-Blau und wird auch als &amp;quot;Bicolor&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''kleine Staatswappen'' Sagradiens zeigt eine goldene Armillarsphäre als Symbol der sagradischen Seefahrtstradition und des Kolonialreichs. Auf der Armillarsphäre in der Mitte des Wappens befindet sich ein Schild mit einem weißen Kreuz auf blauem Grund, umrahmt von einem dunkelblauen Bord mit vierzehn goldenen Emblemen und ebensovielen goldenen Punkten. Umgeben wird das Schild von je einer blau-weiß-blauen Fahne auf beiden Seiten, gekrönt zudem von zwei Flügelfiguren, die insgesamt vier rautenförmig angeordnete Lilien sowie einen goldenen Schild mit den Initialien ''R'' und ''S'' über sich tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ''große Staatswappen'' unterscheidet sich vom kleinen darin, dass die Armillarsphäre zusätzlich rechts und links von je einem Olivenzweig umrankt wird, die von zwei grauen Bändern mit den Schriftzügen ''Libertas'' und ''Egalitas'', dem Motto der Republik, verziert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches System ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist gemäß der [[Sagradische Verfassung von 1946|Verfassung von 1946]] eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der [[Präsident der Republik]] (''Presidente de la República''), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der '''Regierung'''. Diese wird vom [[Ministerrat]] (''Côsilio de Ministrōes'') unter Vorsitz eines [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] (''Presidente del Côsilio'') ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Legislative''' wird von der [[Nationalversammlung]] (''Asembléa Nacional'') verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem [[Senat]] (''Senado'') und der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadōes''), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den [[Regionalrat|Regionalräten]] delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder [[Provinz]] im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen [[Ceundâlia]] und [[Autonome Region Val d'Ambrís|Ambristal]] im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseegebiete]] wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als höchste Instanzen der '''Gerichtsbarkeit''' fungieren der [[Verfassungsgerichtshof (Sagradien)|Verfassungsgerichtshof]] (''Corte Costitucional''), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die [[Sagradischer Kassationsgerichtshof|Corte Suprema de Casaciones]] als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die [[Sagradischer Verwaltungsgerichtshof|Corte Suprema Administrativa]] als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet [[Präsident der Republik]], [[Präsident des Senats]], [[Präsident der Abgeordnetenkammer]], [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] (Ministerpräsident), [[Präsident des Verfassungsgerichtshofs]].&lt;br /&gt;
Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart &amp;amp; Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Parteien ===&lt;br /&gt;
Das [[Sagradisches Parteiensystem|Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik]] weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Partido Socialista|Sozialisten]] auf der Linken, die [[Partido Socialista Democrático|Sozialdemokraten]] von [[Santo De la Ilpa]] und die [[Partido Radical|Radikalen]] in der Mitte sowie die [[PPC|Christdemokraten]] von [[Paulo Luciaro]], das liberalkonservative [[Movimiento Popular Democrático|MPD]] und die nationalkonservative [[Unión Nacional Popular|UNP]] auf der Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vierparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Vierziger und Fünfziger Jahren die konservative und christdemokratische [[PPC]] sowie die sozialdemokratische [[ASUL]], die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei]], die heute im Linksbündnis [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Der linksliberale [[Partido Radical-Democrático]] (PRD) sowie die in den Sechziger Jahren erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der [[Blanxardisten]] spielten seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne Partei]] als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem [[Partido Social Popular]] (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden [[Joán De la Pênia]] in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des neuen Jahrtausends erfährt die politische Rechte einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der mit der wirtschaftsliberalen Neuausrichtung der konservativen Volkspartei [[PPC]] und der Zusammenarbeit mit der populistischen PSP zusammenhängt. In diesem Zusammenhang kam es zur Abspaltung des christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]] und der mit ihr verbündeten zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro|UDC]] sowie der linksliberalen [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikalen]] von den Mitte-Rechts-Parteien PPC und UDS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist mit den Parlamentswahlen 2008 ein Sechs-Parteien-System entstanden mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz [[Cerezo]] aus Sozialisten ([[ASUL]]) und Grünen ([[Verdes]]), dem [[Cientro Uníu|Vereinten Zentrum]] aus [[UDC]] und [[CCD]], einem großen Mitte-Rechts-Block ([[PPC]], [[UDS]]) sowie der populistischen Rechten ([[PSP]]). Bei den Europawahlen und diversen Regionalwahlen im Jahr 2009 wurde dieses System in seinen Grundzügen bestätigt, wobei sich eine Tendenz zu einem Drei-Block-System andeutet, in dem sich eine Linke, eine Rechte und ein kleines Zentrum herauskristallisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke:&lt;br /&gt;
* [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem [[Partido Comunista Sagradês]] (PCS), den linkssozialistischen [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS), dem antikapitalistischen [[Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra]] (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der [[Alternativa Rôiso-Verde]] (ARV), dem [[Partido Comunista d'Aziz]] oder dem [[Partido d'Acción Socialista de Cuentez]] (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin [[Antónia Mas]], ihr Stellvertreter [[Nícola Mersenburg-López]], ihr Vorgänger [[António Fiali]], [[DSS]]-Gründer [[Paulo Satyres]] (früher [[ASUL]]) und [[PRS]] und MAIS-Sprecher [[David Santesa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Links:&lt;br /&gt;
* [[Aliança Socialista d'Unitá Lavorista]] (ASUL): 1957 aus dem [[Partido Socialista]] hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister [[Iacovo Del Pérez]], [[Joán Caval]], [[Donado Ricardes]] und [[Ramón Julio De la Costa]]. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 [[Mercé Serrat]].&lt;br /&gt;
* [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista]] (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der [[Regierung De la Costa]] vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere [[Duerez]]er Bürgermeister und spätere [[Außenminister (Sagradien)|Außenminister]] [[Carles Etxeberría]], seine Nachfolgerin ist seit 2006 [[María Nabarro Laval]], die die Partei zusammen mit [[Domênco Leal]] auf einem Mitte-Links-Kurs führt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mitte:&lt;br /&gt;
* [[Cientro Uníu]] (CU): Zentrumsbündnis aus dem 2003 vom [[PPC]] abgespalteten christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático]] (CCD) von [[Francisco Valderrano]] und [[Carles Vídrio]] und der sozialliberal-zentristischen [[Unión de Democráticoes del Cientro]] (UDC) von [[Traiano Atániez]], die 2007 aus Abtrünnigen v.a. der [[PPC]] und der [[UDS]] entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte-Rechts:&lt;br /&gt;
* [[Partido Popular de Convergência]] (PPC): konservative, 1945 gegründete, traditionell dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind [[Paulo Luciaro]], [[Carles Ángel Favale]], [[Santo Moya]] und [[Josep Otero]]. Seit 2002 wird die Partei von [[Miguel Ánibal Luisanto]] angeführt, der seit 2006 als [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsident]] regiert.&lt;br /&gt;
* [[Unión Democrática de Sagradia]] (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der [[PPC|Volkspartei]], hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den [[ASUL|Sozialisten]] regiert. Langjährige Führungsfiguren waren [[Carles Méndez]] und [[Lorenzo Estrubal]], seit 2001 führt [[Luca Orrieva]] die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PPC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechte:&lt;br /&gt;
* [[Partido Social Popular]] (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von [[Laquines]] und heutige Fraktionschef [[Joán De la Pênia]]. Der PSP gehörte 2006-2008 zur [[Viererkoalition]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], seit 2008 toleriert sie ein liberal-konservatives Minderheitskabinett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenverbände ===&lt;br /&gt;
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), die [[Comunitá General del Lavoro]] (CGL) sowie die [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes]] (CSLC). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der [[Confederación General del Lavoro]] angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen [[Comunitá General del Lavoro]] selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten.&lt;br /&gt;
Seither steht die etwas größere CSSL der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen [[ASUL]] nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der [[Partido Comunista Sagradês|Kommunistischen Partei Sagradiens]] sowie seit 2008 dem Linksbündnis [[SDU]] nahesteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen [[PPC|Volkspartei (PPC)]] nahe. Nach der Spaltung der PPC im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen [[Cientro Cívico Democrático|CCD]], das sich in der Tradition des christdemokratischen Arbeitnehmerflügels sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische [[Confederación Nacional de Lavoradores]] (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete [[Unión Nacional del Lavoro]] (UNL), welche dem rechtspopulistischen [[Partido Social Popular]] nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige [[Unión Nacional de Sindicatōes Independientes]] (UNSI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die [[Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales]] (COSEM). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungssystem ===&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (''Escola Maternal''), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (''Escola Elementar'') mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (''Escola Mêdia'') mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen ''Licêu'' erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem ''Istituto Técnico'' gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen ''Istituto Profesional'', in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (''Universitaes'') und Hochschulen (''Escolas Superiores''). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten [[Universitá Luis Cavaller|Luis Cavaller]], [[Universitá la Esperança|la Esperança]] und [[Universitá Gabriel VII|Gabriel VII]] (&amp;quot;la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige [[Celusanto-Universität]] in [[Tulis]], liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die [[Celiano-Nacoma-Universität]] in [[Duerez]]. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in [[Corbón]], die [[Zentralschule der Societá de Investigación Superior]] (SIS) in [[Viteza]] sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften [[Escola Superior d'Economía]] ESEC in [[Semess]]. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in [[Martinez]] ([[Istituto Teologico de Martinez), [[Meném]] ([[Universitá Pontificia de Meném]]) und [[Semess]] ([[Istituto Católico d'Estúdias Superiores de Semesta|Katholisches Hochschulinstitut ICES]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Administrative Gliederung ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Sagradische Regionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in [[Regionen]] (''Regiones''), von denen vier als [[Autonome Regionen]] (''Regiones Autónomas'') besonderen Autonomiestatus besitzen, und in [[Überseegebiet]]e (''Territóries Trasoceanoes'') gegliedert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Ebene'''&lt;br /&gt;
| '''Bezeichnung'''&lt;br /&gt;
| '''Versammlung'''&lt;br /&gt;
| '''Verwaltung'''&lt;br /&gt;
| '''Gerichtsbarkeit'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Republik]] (''República Sagradêsa'')&lt;br /&gt;
| '''[[Nationalversammlung]]''' (''Asemblea Nacional''): [[Senat]] (''Senado''), [[Abgeordnetenkammer]] (''Câmara de Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| '''[[Präsident der Republik]]''' (''Presidente de la República''), '''[[Ministerrat]]''' (''Cosiliu de Ministroes''): [[Ministerpräsident]] (''Presidente del Cosiliu''), [[Minister]] (''Ministroes'')&lt;br /&gt;
| Nationale Gerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Verwaltungsregionen&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Regionen|Region]] (''Región'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalrat''' (''Cosiliu Regional'')&lt;br /&gt;
| '''Regionalausschuss''' (''Junta Regional''): Präsident der Regionaljunta (''Presidente de la Junta Regional''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Sagradische Provinzen|Provinz]] (''Provinça'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialrat''' (''Cosiliu Provincial'')&lt;br /&gt;
| '''Provinzialdeputation''' (''Deputación Provincial''): Präsident der Provinz (''Presidente de la Provinça''), Deputierte Räte (''Cosilieres Deputadoes'')&lt;br /&gt;
| Provinzialgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Meria]] (''Merías'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| Distriktgerichte&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Kommunale Gemeinschaft]] (''Comunitá Comunal'')&lt;br /&gt;
| '''Generalrat''' (''Cosiliu General de la Comunitá'')&lt;br /&gt;
| '''Präsidentschaft der Gemeinschaft''' (''Presidença de la Comunitá''): Präsident der Gemeinschaft (''Presidente de la Comunitá''), Delegierte (''Delegadoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Gemeinde]] (''Comuna'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeinderat''' (''Cosiliu Municipal'')&lt;br /&gt;
| '''Gemeindeverwaltung''' (''Municipaltá''): Bürgermeister (''Prefeito''), Beigeordnete Räte (''Cosilieres Ajuntoes'')&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| Gemeindebezirk (''Distrito Comunal'')&lt;br /&gt;
| ''Delegación del Distrito Comunal''&lt;br /&gt;
| ''Sûprefeito''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 9&lt;br /&gt;
| Historischer Stadtteil (''Barrí'')&lt;br /&gt;
| ''keine politischen Organe''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 21 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr ([[Aziz]], [[Autonome Region Bretagne|Bretagne]], [[Ambris-Tal]] und [[Cuentez]]). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als ''Autonomía in Progreso'' oder ''Decentralisación'' bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als [[Regionalrat]] (''Côsilio Regional'') bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den [[Regionalausschuss]] (''Junta Regional''), der als regionale Exekutive fungiert. Der [[Präsident des Regionalausschusses]] (''Presidente de la Junta Regional''; kurz oft als ''Presidente Regional'' bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus ''Cosilieres Ajuntoes'', die jeweils einer ''Direktion'' vorstehen (''Dirección General'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist Sagradien in [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten ''Provinzialrat'' und eine Provinzialverwaltung (''Deputacion''), an deren Spitze der direkt gewählte ''Präsident der Provinz'' steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sagradische Regionen und Provinzen ====&lt;br /&gt;
* [[Alconía]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
** [[Cupazas]] ([[Pricipe]])&lt;br /&gt;
** [[Guarrí]] ([[Malesc]])&lt;br /&gt;
** [[Nalcazal]] ([[Nalcaz]]) &lt;br /&gt;
** [[Viaza]] ([[Duerez]])&lt;br /&gt;
* [[Alto Scantia]] ([[Gerón]])&lt;br /&gt;
** [[Altoes Consetes]] ([[Valmonça]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Scantia]] ([[Gerón]])	&lt;br /&gt;
** [[Mesa-Pescano]] ([[Sur al Pesce]])&lt;br /&gt;
** [[Valescano]] ([[Valesc]])&lt;br /&gt;
* [[Amôria]] ([[Santa Luís]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Ligre]] ([[Monreal]])&lt;br /&gt;
** [[Joar]] ([[Napar]])&lt;br /&gt;
** [[Viçano-Cripón]] ([[Viça]])&lt;br /&gt;
* [[Aziz]] ([[Santiago d’Aziz]])&lt;br /&gt;
* [[Bretânia]] ([[Cavalla]])&lt;br /&gt;
* [[Bordez]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Bordêu]] ([[Pergía]])&lt;br /&gt;
** [[Confluentes]] ([[Nocolônies]])&lt;br /&gt;
** [[Farfalla-Argente]] ([[Biniar]])&lt;br /&gt;
* [[Ceundâlia]] ([[Portofín]])&lt;br /&gt;
** [[Aguerre]] ([[Caveza]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Veza]] ([[Rantiata]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Veza]] ([[San Miguel]])&lt;br /&gt;
** [[Gichot]] ([[Fidelfe]])&lt;br /&gt;
* [[Comtàid-Perín]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
** [[Perín]] ([[San Pietro de Perín]])&lt;br /&gt;
** [[Cordêsa-Tulinês]] ([[Tulis]])&lt;br /&gt;
* [[Cuentez]] ([[Diegue Cuentezal]])&lt;br /&gt;
* [[Escada]] ([[Bosa]], mit [[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Escada-Maritím]] ([[Valier]])&lt;br /&gt;
** [[Morroes Verdes]] ([[Limeras]]) &lt;br /&gt;
** [[Pais Bosanês]] ([[Bosa]])&lt;br /&gt;
* [[Liez i Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Corar]] ([[Sollar]])&lt;br /&gt;
** [[Liez]] ([[Belaçón]])&lt;br /&gt;
* [[Ligre-Scantia]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Ligre]] ([[Lavallano]])&lt;br /&gt;
** [[Laval]] ([[Ligre North]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Ligre]] ([[Disiés]])&lt;br /&gt;
** [[Sascaya]] ([[San Docién del Airar]])&lt;br /&gt;
* [[Lojandía]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Cabeza]] ([[Vallador]])&lt;br /&gt;
** [[Mêdio Liêno]] ([[Laquines]])&lt;br /&gt;
** [[Roser-Caraçal]] ([[Rosário]])&lt;br /&gt;
** [[Soler i Veza]] ([[Samartiega]])&lt;br /&gt;
* [[Oller]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Artiral]] ([[Artir]])&lt;br /&gt;
** [[Oller-Alto Sieza]] ([[Sácrez]])&lt;br /&gt;
* [[Ostinense]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Bocas de la Veza]] ([[Óstino]])&lt;br /&gt;
** [[Croel]] ([[Croer-Erculéia]])&lt;br /&gt;
* [[Sarmay]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Pin]] ([[Joanaz]])&lt;br /&gt;
** [[Alto Sagonte]] ([[Vierna]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Sieza]] ([[Noyar]])&lt;br /&gt;
** [[Coríu-Alto Sarmay]] ([[Lesta]])&lt;br /&gt;
** [[Sagonte-Mêdio Pin]] ([[Valiana]])&lt;br /&gt;
* [[Region Semestina]] ([[Semesta]])&lt;br /&gt;
* [[Sesín]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
** [[Pais Lourán]] ([[Calígoli]])&lt;br /&gt;
** [[Pin-Saydel]] ([[Nonthí]])&lt;br /&gt;
** [[Vesaeyal]] ([[Vesaey]])&lt;br /&gt;
* [[Sur-Pinial]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Baixo Pin]] ([[Lemez]])&lt;br /&gt;
** [[Bolivas]] ([[Scola]])&lt;br /&gt;
* [[Tescano-Valoní]] ([[Tesqué]])&lt;br /&gt;
* [[Val d’Ambrís]] ([[Pexace]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden (''Comunas'') als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (''[[Gemeinderat (Sagradien)|Cosilius Municipales]]'' und ''Cosilius Comunales'') und ebenfalls direkt gewählte [[Bürgermeister (Sagradien|Bürgermeister]] (''Prefeito'') repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die [[kommunale Gemeinschaft (Sagradien)|kommunalen Gemeinschaften]]. Die größten elf Städte des Landes wie [[Semess]], [[Ostino]], [[Artir]] oder [[Tulis]] sind als [[Comunitaes Urbanas]] als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke ([[Mería]]s) haben heute nur noch administrative Funktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben [[Überseegebiet (Sagradien)|Überseeterritorien]] (''territórioes trâsoceánoes''). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist [[Sagradisch-Guayana]] (''Guiana''), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln [[Sabina und Selena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Geschichte Sagradiens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Konsettenhalbinsel]] wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten [[Sagrer|sagrischen]] Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der [[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen [[Sagradia Geroniensis]], [[Sagradia Duerensis]] und [[Sisinia]]. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der [[Skanten]], [[Golen (Stamm)|Golen]] und [[Alkonen]]. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen [[Numerer]] erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von [[Malesc]] im Jahr 999 gänzlich beendet wurde ([[Numererkriege]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König [[Martin der Eroberer]] zum gesamtsagradischen König und wurde im [[Vertrag von Vesaey (923)]] durch die Könige von [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Liez und Corar|Liez-Corar]] anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn [[Philipp der Große]] (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende [[Perutinger]] und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen [[Lusoniden]], verteidigen musste ([[Lusonidenkriege]]). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige [[Tulinesische Republik]] (auch ''Comtàid'' genannt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem [[Königreich Golen]], [[Martin IV. Felix]] 1275 mit der [[Königreich Perucía|Peruzinischen Krone]]. 1321 wurde der micolinische König [[Serge I. der Große]] auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion [[Union von Alágua]]. Nach der so genannten [[Micolinische Revolution|Micolinischen Revolution]] 1386 folgten nach dem Tod [[Gabriel IV.|Gabriels IV.]] 1395 Thronstreitigkeiten, die in den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im [[Frieden von Tesqué]] beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[Jakob III.]] (1457-1491) herrschte in Sagradien die [[Tulis|tulinesische]] Dynastie der [[Santori]], welche Sagradien mit dem tulinesischen ''Comtàid'' vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um [[Golen]] und [[Servette]] ([[Servettensische Kriege]] stieg Sagradien unter [[David I.]] (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte [[Sêcolo d'Oro|Goldenes Zeitalter]]. Der [[Erbfolgestreit nach dem Tod Davids I.]] 1543 führten zur Teilung des Reichs in eine [[Haus Santori-Valier|miguelitische]] und eine [[Josephiten|josephitische]] Hälfte. Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1567) und ihr Mann [[Michael III.]] (1543-1552) wurden nun Königin und [[König von Sagradien]] und erbten die Besitzungen in Micolinien ([[Servettensische Lande]]), mussten aber auf die in Personalunion regierten Königreiche Portugal und [[Königreich Cuentez|Cuentez-Tulis]] verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Koalitionskrieg|Bürgerkrieg]] 1713-1721 zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen [[Koalition (Sagradischer Koalitionskrieg|Adelskoalition]] endete mit einem Volksaufstand in [[Semess]], dem [[Sturm auf den Plazarenya]] 1721 und der Tötung König [[Peter II.|Peters II.]]. Nach zwei Jahren [[Erste Sagradische Republik|republikanischem Intermezzo]] wurde die Herrschaft der Santori 1723 restauriert ([[Santorische Restauration]]) und Sagradien unter [[Maria I.]] und ihrem Ehemann [[Johann III.]] mit [[Cuentez-Tulis]] wiedervereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sagradischer Erbfolgekrieg 1756-1760|Erbfolgekrieg 1756-1760]] führte zur Herrschaft des [[Haus Vienne|Hauses Vienne]] in Sagradien, die nur 1812/13 durch die [[napoleonische Fremdherrschaft]] unterbrochen wurde. Dem [[Sagradischer Befreiungskrieg|Befreiungskrieg]] von 1812/1813 folgte die Restauration der Vienne-Dynastie. Nach der [[Novemberrevolution 1817]] der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten [[Joseph Ludwig II.]], erließ dieser eine liberale [[Novemberverfassung|Verfassung]], die aber durch [[Emil I. Johann]] 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei [[Golenkriege 1819-1829|Golenkriegen]] (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die [[Aprilrevolution 1848]], die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König [[Lukian I.]] (1849-1871) die Regierung des liberalen [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im [[Sagradisch-Französischer Krieg (1860/1861|Sagrofranzösischen Krieg]] (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des [[Montevilismus]] folgte 1871 das Königtum [[Philipp VIII.|Philipps III.]], der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen [[Verfassung von 1870]] anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der [[Januarrevolution]], die zur Abdankung Philipps und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zweite Sagradische Republik]] wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der [[Golenkrise]] 1935/1936. Die seit 1935 amtierende [[Volksfront]]regierung des ersten sozialistischen Präsidenten [[Santiago Laval]] wurde im [[Februarputsch 1938]] gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen [[Divisionsbewegung]] unterstützte Ministerpräsident [[Manuel Álamo]] einen diktatorischen Ständestaat ([[Estado Sagradês]]) errichten konnte. Im Zweiten Weltkrieg blieb Sagradien neutral, unterstützte unter Álamo aber die deutsche Seite, ehe ein Staatsstreich gegen Álamo im Mai 1943 das Regime stürzte und den Eintritt Sagradiens in den Krieg gegen Deutschland zur Folge hatte. Nach dem Ende des Kriegs auf sagradischem Boden im Sommer 1944 wurde 1945 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kam es zur Konstituierung der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen [[Verfassung von 1946|Verfassung]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Christdemokraten]] unter [[Paulo Luciaro]] (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere [[ASUL|sozialistisch]] geführte Kabinette unter [[Joán Caval]] (1970-79) folgte 1979 eine [[Große Koalition]] unter dem Christdemokraten [[Santo De la Nada]], 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter [[Santo Moya]]. 1984 stürzte eine [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre um Präsident Guivares]] die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]] folgte der Christdemokrat [[Josep Otero]] dem Sozialisten [[Donado Ricardes]] als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten [[Ramón Julio De la Costa]] abgelöst, der erstmals eine [[Rot-Grüne Koalition|rot-grüne Regierungskoalition]] anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte [[Viererkoalition]] zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten [[Partido Social Popular|PSP]] toleriert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittel[[bordez]], einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau ([[Zeda]]), die Chemie- ([[Chemex]], [[Petrosa-SPC]]) und Pharmaindustrie ([[Cesari]]) sowie die Nahrungsmittelindustrie ([[Varasón]], [[Sant’Espíritu]]). &lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor ([[Banca de Sique]], [[Caixa Semestina]], [[Asunción]]) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen ([[Télecom de Sagradia]], [[Alverde Télecom]]) nehmen eine zentrale Stellung ein.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiewirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die [[Inseln von Aziz]], [[Cuentez]] sowie die mediterranen Festlandküsten am [[Blaues Meer|Blauen Meer]], die südlichen Küsten [[Alkonien]]s und der Regionen [[Liez-Corar]] und [[Sur Pînia]]. Auch die Küsten der [[Bretagne]] und der  angrenzenden [[Cripón]] sind beliebte Urlaubsziele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt [[Semess]], der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt [[Tulis]] sowie der alkonischen Hochburgen [[Artir]] und [[Duerez]]. Zudem ist die Erzbischofsstadt [[Martinez]] ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute [[Péçano]]) auf [[Cuentez]], von [[Aequia]] im heutigen Corar sowie von ''Siliae'' (heutiges [[Porto Sâstre de Siliaco]]) am [[Golfo del Sol]] bei [[Malesc]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währung ===&lt;br /&gt;
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der [[Sagradischer Denar|Sagradische Denar]] (''Denar Sagradês'', ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank [[Banca de Sagradia]] herausgegeben wurde. Der Name ''Denar'' leitet sich vom römischen Denarius ab. Der ''Denar Sagradês'' (Abkürzung ''DS'', ''Dn.''; Plural ''Dns.'') war in 100 ''Céntimoes'' (''Ct.''; ''c.'') eingeteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom ''Euro'' abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der [[Micolinische Libra|Micolinischen Libra]] auch gesetzliches Zahlungsmittel im [[Fürstentum San Cristo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Euro-Münzen:&lt;br /&gt;
* 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner&lt;br /&gt;
* 10, 20, 50 Cent: [[Torre Belêu]] in Semess&lt;br /&gt;
* 1, 2 Euro: Wappenkopf (Doppelflügel) (Detail aus dem [[Staatswappen der Sagradischen Republik]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):&lt;br /&gt;
* 5-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: [[Johanna I.|Johanna I. von Sagradien]], Königin (1545-1575)&lt;br /&gt;
* 10-Denar-Schein: blau, Motiv: [[Santiago Aziz]], Seefahrer&lt;br /&gt;
* 20-Denar-Schein: grün, Dr. [[Víctor Lello]], Arzt &amp;amp; Serologe&lt;br /&gt;
* 50-Denar-Schein: dunkelrot, [[Don Cabal]], Maler, Bildhauer &amp;amp; Architekt&lt;br /&gt;
* 100-Denar-Schein: blau/grün, [[Joana Belén]], Violinistin&lt;br /&gt;
* 200-Denar-Schein: gelb/orange, [[Celiano Nacoma]], Dichter&lt;br /&gt;
* 500-Denar-Schein: rot, [[Luis Cavaller]], Politiker &amp;amp; Staatsmann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenverkehr ===&lt;br /&gt;
Sagradien verfügt über ein dichtes [[Sagradische Auotbahnen|Autobahnnetz]]. Wichtige Autobahnen (''Autovías'') sind:&lt;br /&gt;
* A1 (''[[Autovía del Sur]]''): [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Sidegia]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A2 (''[[Autovía del Oveste]]''): [[Semess]] – [[Dûes Pontes]] – [[Vierna]] – [[Citá Nova]] – [[Tulis]] &lt;br /&gt;
* A3 (''[[Autovía del Este]]''): [[Semess]] – [[Dorell]] – [[Nocolônies]] – [[Trulla]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* A4 (''[[Autovía del Ligre]]''): [[Cavalla]] – [[Sena]] – [[Disiés]] – [[Lavallano]] – [[Comotá]] – [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
* A5 (''[[Autovía del Pin]]''): [[Bosa]] – [[Resales]] – [[Vierna]] – [[Gaspacho]] – [[Comér]]  &lt;br /&gt;
* A6 (''[[Autovía Tulinês-Duerezal]]''): [[Tulis]] – [[Comer]] – [[Artir]] – [[Pergia]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* A7 (''[[Autovía del Norte]]''): [[Semess]] – [[Viteza]] – [[Noyar]] – [[Laquines]] – [[Vallador]] – [[Sena]] – [[Visa]] &lt;br /&gt;
* A8: [[Varistante]] – [[Disiés]] – [[Gerón]] – [[Tesqué]] – ''[[micolinische]] Grenze''&lt;br /&gt;
* A9 (''[[Autovía del Cantabrico]]''): [[Nova Bresta]] – [[Portofín]] – [[Caveza]] – [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]	&lt;br /&gt;
* A10 (''[[Autovía del Sur-Oveste]]''): [[Artir]] – [[Belaçón]] – [[Cuernta]] – [[Nonth]] – [[Lemez]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
* A11 (''[[Autovía Tulinês-Sollarês]]''): [[Tulis]] – [[Calígoli]] – [[Nonth]] – [[Cuernta]] – [[Laçón]] – [[Sollar]]&lt;br /&gt;
* A12 (''[[Autovía de Bordez]]''): [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[San Joán]] – [[Korcalla]] – [[Artir]]		&lt;br /&gt;
* A13: [[Ostino]] – [[San Miguel]] – [[Laquines]] – [[Gerón]] – [[Lavallano]]&lt;br /&gt;
* A14 (''[[Autovía Tulinês-Nalcazal]]''): [[Tulis]] – [[Gaspacho]] – [[Nocolônies]] – [[Biniar]] – [[Liscez]] – [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
* A15 (''[[Autovía dels Consetes]]''): [[Siniza]] – [[San Joán]] – [[Valesc]] – [[Bosa]] – [[Valier]]&lt;br /&gt;
* A16 (''[[Autovía del Estreito]]''): [[Santana]] – [[Sollar]] – [[Malesc]] – [[Linesc]]&lt;br /&gt;
* A17 (''[[Autovía d'Alconía]]''): [[Ostino]] – [[Liscez]] – [[Prícipe]] – [[Duerez]] – [[Malesc]]&lt;br /&gt;
* A18: [[Vallador]] – [[Rantiata]] – [[Nova Bresta]] – [[Cavalla]] – ''französische Grenze'' &lt;br /&gt;
* A19 (''[[Autovia del Airar]]''): [[Gloria]] – [[Santa Luís]] – [[Varistante]] – [[San Docien]]&lt;br /&gt;
* A20 (''[[Autovía Pescana]]''): [[Semess]] – [[Bosa]] – [[Sur al Pesce]] – [[Vequia]]&lt;br /&gt;
* A21 (''[[Autovía del Mar Ligrês]]''): [[Pericón]] – [[Ligre North]] – [[Porto Vales]] – [[Tesque]] &lt;br /&gt;
* A22 (''[[Autovía de Perín]]''): [[Freúte]] – [[San Vicente del Fornat]] – [[San Pietro de Perín]] – [[Marcano]]&lt;br /&gt;
* A23 (''[[Autovía del Mar Azûr]]''): [[San Cristo]] – [[Valier]] – [[Tulis]]	&lt;br /&gt;
* A24 (''[[Autovía del Bordêu]]''): [[Biniar]] – [[Triara]] (geplant bis [[Pergia]])&lt;br /&gt;
* A25 (''[[Autovía de Sesín]]''): [[Belaçón]] – [[Vesaey]] – [[Crespa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schienenverkehr ===&lt;br /&gt;
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs [[Altavel]]:&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Brest-Lemez|Linie AV1]]: [[Brest]] – [[Visa]] – [[Monreal]] – [[Vallador]] – [[Laquines]] - [[Noyar]] – [[Semess]] – [[Vierna]] – [[Tulis]] – [[Vesaey]] – [[Lemez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Alagua-Duerez|Linie AV2]]: [[Alagua]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Tulis]] – [[Artir]] – [[Pergía]] – [[Duerez]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Suaq-Ostino|Linie AV3]]: [[Suaq]] (MC) – [[Nanthés]] (MC) – [[Luenas]] (MC) – [[Joçalina]] (MC) – [[Santa Rocca]] (MC) – [[Villagua]] (MC) – [[San Cristo]] (SCR) – [[Valier]] – [[Bosa]] – [[Semess]] – [[Lesta]] – [[Mesarque]] – [[Biniar]] – [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* [[Altavel-Linie Ostino-Scola|Linie AV4]]: [[Ostino]] – [[Biniar]] – [[Mesarque]] – [[Artir]] – [[Sácrez]] – [[Sollar]] – [[Scola]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien ''[[VeloCity]]'' von [[Ligre North]] über [[Gerón]] und [[Laquines]] nach [[Portofín]] bzw. [[Ostino]] und ''[[VeloNort]]'' von [[Gerón]] über die sagradisch-[[Micolinien|micolinische]] Grenze bei [[Naval]] bis nach [[Albero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die wichtigsten sagradischen '''Printmedien''' sind die überregionalen Tageszeitungen:&lt;br /&gt;
* [[Il Tiempo]] (unabhängig-liberal)&lt;br /&gt;
* [[Jornal de la Sera]] (konservativ)&lt;br /&gt;
* [[La Vôce Pública]] (linksliberal, progressiv)&lt;br /&gt;
* [[Il Mundo]] (liberalkonservativ, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[Il Republicano]] (links-alternativ)&lt;br /&gt;
* [[L'Avenir]] (katholisch, kirchennah, herausgegeben von der Sagradischen Bischofskonferenz)&lt;br /&gt;
* [[Il Mercado]] (Wirtschaft, im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
* [[La Nación]] (rechtskonservativ)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem die beiden auflagenstarken Boulevard-Zeitungen: &lt;br /&gt;
* [[Avôi]]&lt;br /&gt;
* [[l'Expresso]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionalzeitungen mit großer Auflagenstärke sind: &lt;br /&gt;
* [[La Posta]] (Tulis, Blaumeerraum, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
* [[Il Jôrno]] (Alconía, Südsagradien, im [[Narbón-Verlag]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:&lt;br /&gt;
* [[Corrier del Sport]] (täglich)&lt;br /&gt;
* [[Il Estâdiu]] (zweimal wöchentlich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:&lt;br /&gt;
* [[L’Era]] (wichtigstes Polit-Magazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Debate]] (kritisches Wochenmagazin)&lt;br /&gt;
* [[Il Focus]] (im [[Martí-Verlag]] der [[Aseregui-Gruppe]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Parteizeitungen erscheinen:&lt;br /&gt;
* [[Avante!]] (Sozialisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Pôpolo]] (Christdemokraten, Konservative)&lt;br /&gt;
* [[Il Citadano]] (Bürgerlich-Liberale)&lt;br /&gt;
* [[L’Humanitá]] (Kommunisten)&lt;br /&gt;
* [[Il Novo Accionista]] (Rechte)&lt;br /&gt;
* [[L’Ecologista]] (Grüne)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische '''Fernsehlandschaft''' wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der [[Televisión Sagradêsa]]:&lt;br /&gt;
* [[TS1]] (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS2]] (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)&lt;br /&gt;
* [[TS3]] (regionale und Kulturprogramme)&lt;br /&gt;
* [[TSN]] (Nachrichtensender)&lt;br /&gt;
* [[TS zero]] (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)&lt;br /&gt;
* [[TS you]] (Kinder- und Jugendsender)&lt;br /&gt;
* regionale Sender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen [[Avante Nueve]] und [[Televisión Semesta]] (TVS) geprägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Avante Nueve]] (zum [[Saccín-Konzern]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[Nueve]] und [[Noticias Nueve]] (nn)&lt;br /&gt;
* [[Mediasat]] und [[Mediesat 2]] (seit 2011 [[Siête]])&lt;br /&gt;
* [[CeSat]] (ehemals ''Canal Cuentez'')&lt;br /&gt;
* [[via srm]] (ehemals ''Societá Radio Música'', Musikfernsehen)&lt;br /&gt;
* [[avante plus]] (Pay-TV, entstanden aus [[Tele Digital]] und [[Tele Plus]])&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (bis 2011)&lt;br /&gt;
[[Televisión Semesta]] (zur [[Aseregui-Gruppe]] gehörig):&lt;br /&gt;
* [[TVS]] und [[TVS II]]&lt;br /&gt;
* [[TVS Shop]] (Teleshopping)&lt;br /&gt;
* [[YouTV]] (Kinder- und Jugendprogramm)&lt;br /&gt;
[[Red6 Televisiones]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (50 %)&lt;br /&gt;
[[Télecom Sagradia Media]]:&lt;br /&gt;
* [[Red6]] (45 %)&lt;br /&gt;
* [[Teleset]] (Pay-TV)&lt;br /&gt;
[[TelePartnerConsortium]] (u.a. unter Beteiligung der [[Alverde-Télecom]]:&lt;br /&gt;
* [[telesport]] (seit 2011)&lt;br /&gt;
Viacom:&lt;br /&gt;
* [[ComedyCentral Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[MTV Sagradia]]&lt;br /&gt;
* [[Nickelodeon Sagradia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine [[Juvantêsa SC]] und [[FC Bosa]] gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der [[FC Semess]], [[SC Mesarque]], [[FC Duerez]] und [[FC Nonth]]. Die [[Sagradische Fußballnationalmannschaft]] konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, 1976 in Micolinien und 2008 [[EURO 2008|im eigenen Land]]. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land Vizeweltmeister 1958 sowie WM-Dritter in Frankreich 1998, ehe sie bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören [[Sebastian Santesa]], [[Carles Notero]], [[Daniel Pessué]] sowie aktuell [[José María Del Piey]], der im Jahr 2004 zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt [[Circuit de Sagradia]] sowie die micolinisch-sagradische [[Volta Azumaría]] gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind [[Joaquín Arrantzabal]], [[José García Verrano]] und [[Ariel Rei]]. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist [[Dián Arguesuari]], der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische [[Team Aguaral]] (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen [[Jacques Pirès]] den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem [[Team Telavel]] und dem [[Team Enercel]] zwei sagradische ProTour-Teams teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören [[Aliureto Elabal]], [[Andrés d'Ángelis]], [[Sergi Raquel]], [[Selle Ibarra]], [[Amentino Torrez]], [[Luis Clemente]] sowie aktuell besonders [[Fernando Nabarro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern [[Luis Chamot]] und [[Rafael Martínez Narbón]]. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall [[Zeda F1 Racing]]. Alljährlich findet auf dem [[Circuit Jocelín Nadal]] in [[Joanaz de l’Arriva]] der [[Grand Prix von Sagradien]] statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch der vor allem in den [[Konsetten]] betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Küche ===&lt;br /&gt;
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene [[Crepaiola]] – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem [[Blaues Meer|Blaumeerraum]] und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle [[Crepaiola Tulinêsa]] wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte [[Crepaiola als Fungoes]] mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die [[Crepaiola Maresca]] mit Meeresfrüchten sowie die [[Crepaiola de Patatas]] mit Kartoffeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem [[Südsagradien|alkonischen Süden]] ist die [[Monteça]], eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln ([[riselas]]) enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der [[Cordêsa]] (südlich von [[Tulis]]), aus [[Aziz]] ([[Corrado]]) oder dem Bragatal ([[Valbraga]], in [[Sur Pînia]]), bedeutende Weißweine aus dem [[Sagonte]], der [[Guarrí]] ([[Belverde]]) oder auch dem [[Ambristal]]. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör [[Nacêu]], der aus der [[Croël]] stammende Weinbrand [[Carasol]], der ligrische Kräuterlikör [[Arixesc]] oder die als [[Albetes]] bezeichneten südsagradischen Anisliköre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der [[Torça]], ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (''la Gaita'' bzw. ''la Museta''). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske [[Cançón de l’âma]] (etwa „Seelengesang“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende sagradische Komponisten der klassischen Musik sind v.a. [[Bernardo Bevente]] (17. Jahrhundert, Barock), [[Manuel Clemente Tozí]] (18./19. Jahrhundert, Frühromantik), [[Dián Santoro]] (19. Jahrhundert, Romantik]], [[Carles Aretzu]] (19. Jahrhundert, Oper, Romantik]], [[Sebastián Ibarra]] (19./20. Jahrhundert) und [[Névito Melu Torris]] (20. Jahrhundert, Neue Musik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im 20. Jahrhundert weltberühmte Opernsängerin [[Sellesi Corell]] (1908-1980) gilt noch immer als eine der bedeutendsten Sopranistinnen der Welt. Popularität ersang sich daneben der 1950 geborene Tenor [[Julién Santêul]]. Aktuell erfolgreich ist auch der Tenor [[Joán Narcís]] (*1974).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Kabinett Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2012-03-05T23:08:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Regierung [[Mercé Serrat Cabarell]]s''' wurde nach dem Sieg der Linkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] ernannt und löste die konservativ-liberale [[Kabinett Luisanto III|Minderheitsregierung Luisanto]] ab, die seit 2006 im Amt war. Die Linksregierung ist die erste sagradische Mehrheitsregierung seit 1998 und seit 1946 die erste unter unmittelbarer Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]], die sich als Mitglied der Vereinigten Linken [[SDU]] an der Koalition mit der sozialdemokratischen [[ASUL]] und den sagradischen [[Verdes|Grünen]] beteiligte. Letztere beiden Parteien hatte schon zwischen 1998 und 2006 eine [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitskoalition]] unter [[Ramón Julio De la Costa]] gebildet, die u.a. von den oppositionellen Kommunisten abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kabinett der sozialistischen Regierungschefin [[Mercé Serrat Cabarell]] (ASUL), erste Frau überhaupt in diesem Amt, ist die erste Regierung mit ebenso vielen weiblichen wie männlichen Ministern und die erste, der mit [[María Nabarro Laval]] (Verdes) und [[Antónia Mas]] (SDU/PCS) zwei Frauen als stellvertretende Regierungschefs angehören. Mit [[Naima Benaissa]] (Verdes) gehört der Regierung die erste arabisch-stämmige Ministerin an, mit [[Isabel Shaoni Martínez]] (SDU/[[DSS]]) sitzt zudem eine dunkelhäutige Ministerin afrikanischer Abstammung, mit dem früheren [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[Miguel Javier León]] (ASUL) ein bekennend homosexueller Minister am Kabinettstisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Kabinett Luisanto III|Vorgängerregierung]] wurde der Ressortschnitt in einigen Fällen geändert. So wurde erstmals ein [[Integrationsministerium]] geschaffen, das bisherige [[Familienministerium]] wurde um den Bereich Gleichstellung erweitert und das [[Arbeitsministerium]] erhielt einen neuen Namen, der der veränderten Arbeitswelt Rechnung tragen soll. Das [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus]] wurde aufgelöst, die Zuständigkeit für die territoriale Verwaltung dem [[Innenministerium]] zugeschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:0.8%&amp;quot;| &amp;lt;span style=&amp;quot;color:#ffffff&amp;quot;&amp;gt; . &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:45%&amp;quot;|Ressort&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Ressort Minister/in&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;|Partei&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%&amp;quot;|Staatssekretär&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#EEEEFF&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | Regierung Mercé Serrat Cabarell&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Ministerpräsident|Präsidentin des Ministerrats]]&lt;br /&gt;
| [[María Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
| [[David Chabrol]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #558811&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Vizeministerpräsident|Vizepräsidentin]] und [[Außenminister|Ministerin für Auswärtige und Europäische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
| [[María Nabarro Laval]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #841818&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Vizeministerpräsident|Vizepräsidentin]] und [[Erziehungsminister|Ministerin für Erziehung, Wissenschaft und Sport]]&lt;br /&gt;
| [[Antónia Mas]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[SDU]]/[[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Innenminister|Minister für Inneres und Territoriale Verwaltung]]&lt;br /&gt;
| [[Miguel Javier León]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Verteidigungsminister|Minister der Verteidigung]]&lt;br /&gt;
| [[Tomás Santangel]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #558811&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Justizminister|Minister der Justiz]]&lt;br /&gt;
| [[Javier Ibarra Rodríguez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|parteilos/[[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Finanzminister|Minister für Wirtschaft und Finanzen]]&lt;br /&gt;
| [[Lorenzo Dimas Ferrera]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #841818&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Handelsminister|Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung]]&lt;br /&gt;
| [[Nícola Mersenburg-López]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[SDU]]/[[PCS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Arbeitsminister|Ministerin für Beschäfigung, Gesundheit und Solidarität]]&lt;br /&gt;
| [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #558811&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Integrationsminister|Ministerin für Migration, Integration und Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
| [[Naima Benaissa al-Qazir]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Umweltminister|Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung]]&lt;br /&gt;
| [[Jorge Károly Estrum]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Familienminister|Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung]]&lt;br /&gt;
| [[Ana Leonor Voçares]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
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||&lt;br /&gt;
| [[Verkehrsminister|Minister für Verkehr, Bauwesen und Wohnen]]&lt;br /&gt;
| [[Carles Mêstre Andrêu]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Landwirtschaftsminister|Ministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Konsum]]&lt;br /&gt;
| [[Nina Álamo Gomes]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Kulturminister|Ministerin für Kultur und Medien]]&lt;br /&gt;
| [[Cristina Teresa Narbón]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|parteilos/[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #841818&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Delegierter Minister|Delegierte Ministerin]] für Öffentliche Verwaltung und Staatsreformen&lt;br /&gt;
| [[Isabel Shaoni Martínez]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[SDU]]/[[DSS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EEEEEE&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background-color: #ee1122&amp;quot;|&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Präsidentschaftsminister|Minister der Präsidentschaft]]&lt;br /&gt;
| [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
|align=&amp;quot;center&amp;quot; style|[[ASUL]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kabinett Serrat Cabarell ([[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]), seit August 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Präsidentin des Ministerrats: [[María Mercé Serrat Cabarell]], ASUL &lt;br /&gt;
* Vizeministerpräsidentinnen: [[María Nabarro Laval]], Verdes, und [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Auswärtige und Europäische Beziehungen: [[María Nabarro Laval]], Verdes&lt;br /&gt;
* Inneres und territoriale Verwaltung: [[Miguel Javier León]], ASUL&lt;br /&gt;
* Verteidigung: [[Joán Mendieta Isalde]], ASUL&lt;br /&gt;
* Justiz: [[Javier Ibarra Rodríguez]], parteilos (nominiert durch Verdes) &lt;br /&gt;
* Wirtschaft und Finanzen: [[Lorenzo Dimas Ferrera]], ASUL &lt;br /&gt;
* Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: [[Nícola Mersenburg-López]], SDU/[[PCS]]&lt;br /&gt;
* Beschäftigung, Gesundheit und Solidarität: [[Ana Zapato Ramírez]], ASUL&lt;br /&gt;
* Migration, Integration und Bürgerschaft: [[Naima Benaisa al-Qazir]], Verdes&lt;br /&gt;
* Verkehr, Bauwesen und Wohnen: [[Carles Mêstre Andrêu]], ASUL&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: [[Nina Álamo Gomes]], ASUL&lt;br /&gt;
* Umwelt und nachhaltige Entwicklung: [[Jorge Károly Estrum]], Verdes&lt;br /&gt;
* Erziehung, Forschung und Sport: [[Antónia Mas]], SDU/[[PCS]] &lt;br /&gt;
* Familie, Jugend und Gleichstellung: [[Ana Leonor Voçares]], ASUL&lt;br /&gt;
* Kultur und Medien: [[Cristina Teresa Narbón]], parteilos (nominiert durch ASUL)&lt;br /&gt;
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Öffentliche Verwaltung und Staatsreformen): [[Isabel Shaoni Martínez]], SDU/[[DSS]]&lt;br /&gt;
* Präsidentschaft: [[David Chabrol]], ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabinette der Dritten Republik|Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagradische Regierungen|Serrat Cabarell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Luis_Jos%C3%A9_L%C3%B3pez&amp;diff=8866</id>
		<title>Luis José López</title>
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		<updated>2012-03-05T23:07:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Luis José López Ibaregui''' (*1932 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker ([[ASUL]]). Er war u.a. Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]] (1975-1986), Generalsekretär seiner Partei (1990-1992), Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] (1994-1998) und [[Finanzminister]] und [[Vizeministerpräsident]] in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] (1998-2004). Seit 2006 bekleidet López das Amt des Vizepräsidenten des sagradischen [[Senat]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Luis José López in der Kommunal- und Regionalpolitik ===&lt;br /&gt;
Der im [[Sarmay|sarmayischen]] [[Noyar]] geborene Jurist Luis José López begann seine politische Karriere in der Kommunalpolitik als junges Mitglied der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS), aus der 1957 die [[ASUL]] hervorging. Als langjähriges Mitglied des Stadtrats von Noyar und des Provinzialrats von [[Baixo Sieza]] übernahm López 1963 die Leitung der ASUL in der Provinz Baixo Sieza und wurde als deren Kandidat 1965 zum Präsidenten der Provinz Baixo Sieza gewählt. Als solcher gehörte er 1968 dem ersten, noch provisorischen und 1969 dem ersten gewählten Regionalrat von [[Sarmay]] an. 1972 bewarb sich der erst 40-jährige López um das Bürgermeisteramt seiner Heimatstadt, unterlag aber dem konservativen Amtsinhaber [[Osvaldo Figueras]], ein Jahr später wurde er als Beigeordneter Regionalrat für Wirtschaftsfragen und als Vizepräsident in die Regierungregierung von Sarmay unter Präsident [[Fernando Debelún]] berufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt Debelúns infolge eines Spesenskandals im Jahr 1975 wählte die sozialistische Regionalratsgruppe in Sarmay den bisherigen Stellvertreter Debelúns zum neuen Präsidenten der Regionalregierung. Als solcher stand López insgesamt elf Jahre an der Spitze der einwohnerstärksten Region Sagradiens und führte die Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1977]], [[Regionalwahlen 1981|1981]] und [[Regionalwahlen 1985|1985]] zu drei Siegen in Folge. Bis zu deren Ausscheiden aus dem Regionalrat im Jahr 1977 führte er eine Mehrheitskoalition seiner ASUL mit der linksliberalen [[PRD]] an, danach regierte er an der Spitze einer Minderheitsregierung, ehe er nach den [[Regionalwahlen 1985]] eine sozialistisch-liberale Koalition mit der [[UDS]] bildete, die als Vorbild für die 1986 auch auf nationaler Ebene eingegangene Regierungsallianz diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikarriere in den Achtziger Jahren ===&lt;br /&gt;
Von 1976 bis 1987 führte Luis José López als Regionalsekretär den Parteiverband der ASUL in Sarmay. Als solcher gehörte er auch zur Parteiexekutive der ASUL auf nationaler Ebene und bekleidete dort von 1977 bis 1990 dreizehn Jahre lang das Amt eines Parteisekretärs für Innenpolitik. Als Führer der größten Regionalgliederung der Partei gehörte er spätestens nach dem Gang in die Opposition 1982 zu den Führungsfiguren der ASUL auch auf nationaler Ebene und gehörte seit etwa Ende 1984 neben [[Donado Ricardes]], [[Andrés Colón]] und [[Flávio Osório Jimenez]] zum inoffiziellen Führungsteam der Partei und zur Riege potenzieller Nachfolger von Parteichef Caval, dem so genannten ''Quadrumvirat''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] erstmals ins nationale Parlament gewählt worden war, gab López nach elf Jahren seine Ämter in der Region Sarmay auf und wechselte endgültig in die Landespolitik. Zunächst als Innenminister im [[Kabinett Ricardes I]] vorgesehen, wurde er kurz vor der Ernennung der neuen Minister von der Kabinettsliste gestrichen, nachdem der Fraktionschef in der Abgeordnetenkammer [[Andrés Colón]] seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte und López gebeten wurde, diese strategisch wichtige Stelle zu übernehmen. Innenminister wurde an seiner Stelle der bisherige Senatspräsident [[Lorenzo Aguilera]]. 1989 folgte López Andrés Colón auch im Amt des Vizegeneralsekretärs der ASUL hinter Parteichef Donado Ricardes nach. Als Sprecher der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer fungierte López bis zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]], bei der die Sozialisten eine herbe Niederlage einstecken mussten. Nachdem [[Donado Ricardes]] daraufhin seinen Rücktritt vom Amt des Generalsekretärs der ASUL bekannt gegeben hatte, erklärte López seine Kandidatur und wurde vom Nationalkonvent der Partei im Dezember 1990 zum neuen Parteiführer der ASUL in der Opposition gewählt. Vom früheren Quadrumvirat war er danach als einziger übrig geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretär und Parteispendenskandal 1992 ===&lt;br /&gt;
Als Generalsekretär der Sozialistischen Partei fiel López die schwierige Aufgabe zu, die nach vier Jahren sozialistisch-liberaler Regierungskoalition orientierungslose und zerstrittene Partei in der Opposition neu aufzustellen. Der parteipolitische Zentrist López, vom rechten wie vom linken Flügel der Partei geschätzt, sollte dabei die konservativen ''Ricardistas'' und die linken ''Colonistas'' miteinander versöhnen und gleichzeitig die zunehmend aufbegehrende ''Junge Garde'' der Partei um [[Paulo Satyres]], [[Mariano Larcón]] und [[Julio De la Costa]] in die Parteiführung einbinden und gleichzeitig disziplinieren. Die von diesen eingeforderte Hinwendung zu stärker postmateriellen Themen sah der Traditionalist López jedoch kritisch und fürchtete Verluste im traditionellen Wählersegment. Auch dem Drängen vieler in der Partei nach demokratischeren Strukturen und der Einführung direktdemokratischer Elemente bei der Besetzung von Partei- und Wahlämtern wollte López nur bedingt nachgeben, fürchtete er doch die Widerstände des bisherigen Parteiestablishments. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenzen um die künftige strategische Ausrichtung und die Organisationsstruktur der Partei resultierten auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Artir]] im März 1991 schließlich in einer mehr oder weniger offenen Revolte der Jungen, die sich mit Teilen des linken Flügels verbündeten, gegen die Parteiführung. Mehr als ein symbolischer Sieg war die Durchsetzung der postmaterialistisch inspirierten ''[[Proposiciones de l'Artir]]'', die als Thesen dem [[Semestiner Parteiprogramm 1977|Parteiprogramm von 1977]] vorangestellt wurden. Gleichzeitig setzte López eine Parteireform durch, die zwar nicht den weitgehenden Vorstellungen vieler entsprachen, aber erstmals das Instrument von Urwahlen (''Primaries'') unter den Parteimitgliedern einführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Partei in Umfragen bis Ende 1991/Anfang 1992 wieder leicht hatte erholen können, kam es im Frühjahr 1992 zu einem Skandal, der die Partei in eine der schwersten Krisen ihrer Geschichte warf. Nachdem bekannt geworden war, dass es in der Zeit der Parteiführung unter [[Donado Ricardes]] zu mehreren falsch deklarierten Parteispenden gekommen war, musste auch López zugeben, von der offenbar in größerem Maße durchgeführten Praxis schon länger gewusst, sie aber im Interesse der Partei geheim gehalten zu haben. Der daraus resultierende öffentliche Druck zwang López schließlich im März 1992 nach keinen anderthalb Jahren an der Parteispitze zum Rücktritt vom Amt des Generalsekretärs. Um seinen Nachfolger zu ermitteln, kam es erstmals in der Geschichte der Partei zu internen Primaries, bei denen sich der Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]] durchsetzen konnte und anschließend vom Parteikonvent zum neuen Generalsekretär gewählt wurde. López half danach, den Parteispendenskandal der ASUL aufzuklären, ein angedachtes Verfahren gegen López wurde schließlich gegen Zahlung eines Bußgeldes fallengelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback und Zeit als Finanzminister ===&lt;br /&gt;
Nachdem er nicht zum Wahlkampfteam der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gehört hatte, feierte López zu Beginn der Legislaturperiode 1994-1998 ein kleines Comeback und wurde für die ASUL zum Vizepräsidenten der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. In den Folgejahren schaltete sich López auch wieder stärker in die Parteipolitik der Sozialisten ein. Er galt bald als Fürsprecher des zuvor bei den eher konservativen Sozialisten wenig geschätzten [[Julio De la Costa]], der sich schließlich um die Spitzenkandidatur der Partei für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] bewarb und sich gegen den Parteilinken [[Paulo Satyres]] durchsetzen konnte. Folgerichtig gehörte López zum Wahlkampfteam De la Costas und zeichnete als Experte für Finanzpolitik für eines der zentralen Politikfelder verantwortlich. Seine Ernennung zum Finanzminister im [[Kabinett De la Costa]] infolge des deutlichen Wahlsiegs der Sozialisten bedeutete schließlich das Comeback López' in die Führungsriege der Partei. Als Finanzminister und Vizeministerpräsident bildete er das erfahrene Pendant zum jungen De la Costa und wirkte als Elder Statesman in einem eher jungen Kabinett. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Finanzminister führte López zunächst eine eher traditionelle sozialdemokratische Finanz- und Investitionspolitik, versuchte nach dem neuerlichen Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] aber stärker auf Schuldenabbau und eine liberale wirtschaftsfreundliche Politik hinzuwirken, was ihn teilweise in Konflikt mit Teilen des Kabinetts und der eigenen Partei brachte. Nach dem Rücktritt von Wirtschaftsminister [[Miguel Chamot]] im April 2004 übernahm López für wenige Monate zusätzlich zum Finanzministerium geschäftsführend auch das Ministerium für Wirtschaft und Industrie. Im Rahmen einer umfassenden [[Kabinett De la Costa III|Kabinettsumbildung im Sommer 2004]] verzichtete López nach Absprache mit Julio De la Costa und offiziell unter Verweis auf sein Alter von 72 Jahren auf eine erneute Berücksichtigung. Nachfolger als &amp;quot;Superminister&amp;quot; für Wirtschaft und Finanzen wurde der bisherige EU-Kommissar [[Lorenzo Dimas Ferrera]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Senatswahlen 2006|Senatswahlen des Jahres 2006]] wurde López für die Provinz [[Baixo Sieza]] erstmals in den sagradischen [[Senat]] gewählt. Dort bekleidet er seither das Amt des Vizepräsidenten des Oberhauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1965-1973: Präsident der Provinzdeputation von [[Baixo Sieza]]&lt;br /&gt;
* 1973-1975: Regionalminister (''Cosilier Ajunto'') für Wirtschaftsfragen und Vizepräsident der Regionalregierung von [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 1975-1986: Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: [[Finanzminister]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* 2004: kommissarischer [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett De la Costa III]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Vizepräsident des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1965: Mitglied des Stadtrats von [[Noyar]]&lt;br /&gt;
* 1957-1975: Mitglied des Provinzialrats von [[Baixo Sieza]]&lt;br /&gt;
* 1969-1989: Mitglied des Regionalrats von [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 1986-2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: gewählter Senator für die Provinz [[Baixo Sieza]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1963-1976: Parteisekretär der [[ASUL]] in der Provinz [[Baixo Sieza]]&lt;br /&gt;
* 1976-1987: Regionalsekretär der [[ASUL]] Sarmay&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Sprecher der [[ASUL]]-Gruppe in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Sarmay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Santiago Diaz de Velozo</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Santiago Domênco Diaz de Velozo''' (*1955 in [[Valoní]], kurz oft nur &amp;quot;SDV&amp;quot; genannt) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist und [[ASUL]]-Politiker. Er war von 2002 bis 2005 [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]] und danach bis 2008 Generalsekretär der [[ASUL]]. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] trat er vergeblich als Kandidat seiner Partei für das Amt des Ministerpräsidenten an, verlor aber beide Male gegen [[Miguel Ánibal Luisanto]]. Heute ist SDV in der freien Wirtschaft tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpolitik in Semestina und Sarmay ===&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1989]] in der [[Region Semestina]], bei der Diaz de Velozo in den Semestiner Regionalrat gewählt wurde, übernahm Santiago Diaz de Velozo in der neuen Regionalregierung von [[Flávio Osório Jimenez]] das Amt eines Regionalministers (''Cosilier Ajunto'') für öffentliche Verwaltung. Bei den [[Regionalwahlen 1993]] wurde er in seinen Ämtern bestätigt. Für die Sozialisten in der Hauptstadtregion wurde Diaz de Velozo im Jahr 1993 erstmals in den erweiterten Parteivorstand der ASUL auf nationaler Ebene gewählt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der ASUL bei den [[Regionalwahlen 1994]] in der Nachbarregion [[Sarmay]] erklärte Diaz de Velozo nach Absprache mit Flávio Osório Jimenez und dem Regionalvorstand der Sozialisten in Sarmay seine Kandidatur für das Amt des Regionalsekretärs der ASUL Sarmay und trat von seinen Ämtern in Semesta zurück. Wenige Wochen später wurde er für die Region Sarmay in den sagradischen Senat gewählt.  Er konnte sich schließlich im parteiinternen Rennen gegen den Vertreter des linken Flügels [[Marcelo Demonte]] durchsetzen und übernahm im Frühjahr 1995 die Führung des mitgliederstärksten Regionalverbands der Sozialisten. Auf dem nationalen Parteikongress der Sozialisten in [[Laquines]] wurde er zudem erstmals in die nationale Exekutive der Partei gewählt, wo er das Amt eines Sekretärs für administrative Modernisierung übernahm. In dieser Funktion setzte er sich v.a. für ein Programm der Partei für den Bürokratieabbau ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat der ASUL für die [[Regionalwahlen 1998]] in Sarmay lastete auf Diaz de Velozo im Sommer 1998 der Druck der letzten wichtigen Wahl vor der entscheidenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl im Herbst]]. Unter seiner Führung ging die ASUL schließlich als Sieger aus den Regionalwahlen hervor und Diaz de Velozo wurde als Kandidat einer rot-grünen Koalition zum Präsidenten der Regionaljunta von Sarmay gewählt. Mit diesem Sieg katapultierte sich Diaz de Velozo in die Führungsriege der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett De la Costa ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2002]] in Sarmay als Regionalpräsident bestätigt, wurde der nach dem Sieg der ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] von Premierminister [[Julio de la Costa]] in dessen [[Kabinett De la Costa II|zweites Regierungskabinett]] berufen, wo er als Nachfolger von [[Daniel García Verón]] das Amt des sagradischen [[Verteidigungsminister]]s übernahm und schnell zu einem der wichtigsten Kabinettsmitglieder aufstieg. In diesem Amt zeichnete er wesentlich für die Beteiligung Sagradiens am Afghanistan-Einsatz der NATO verantwortlich. Durch seine energische Amtsführung konnte er sich positiv von seinem unglücklichen Vorgänger abheben und sich über die Parteigrenzen hinweg Respekt verdienen. In dieser Zeit wurde er als einer der wichtigsten Hoffnungsträger des eher rechten Parteiflügels gehandelt, die nach dem Vorbild von New Labour in Großbritannien auf weitergehende Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen drängten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spekulationen, Diaz de Velozo könnte bei einer [[Kabinett De la Costa III|Kabinettsumbildung im Sommer 2004]] auf Druck des rechten Flügels hin zum Superminister für Wirtschaft und Finanzen ernannt werden, wurden nicht bestätigt. Stattdessen holte Premierminister De la Costa den bisherigen EU-Kommissar [[Lorenzo Dimas Ferrera]] ins Kabinett, Diaz de Velozo blieb in seinem Amt als Verteidigungsminister, wurde aber zum [[Vizeministerpräsident]]en ernannt. Damit wurde er die Nummer Zwei der Sozialisten in der Regierung. Nach einer herben Niederlagenserie der ASUL u.a. bei den [[Europawahlen 2004|Europa-]] und [[Kommunalwahlen 2004]], und einem deutlichen Sieg der Rechten bei den [[Regionalwahlen 2005]] erklärte ASUL-Generalsekretär [[Julio De la Costa]] seinen Rücktritt vom Amt des Parteichefs der regierenden Sozialisten. Als einer von mehreren Kandidaten kündigte Santiago Diaz de Velozo seine Kandidatur um die Parteiführung an. Das Rennen zwischen Diaz de Velozo und dem Parteilinken [[Santiago Valarosa]] wurde als Richtungsentscheidung der ASUL gedeutet. In einem für eine Regierungspartei relativ harten Kampf zwischen den verfeindeten Parteiflügeln konnte sich &amp;quot;SDV&amp;quot; schließlich gegen Valarosa durchsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Als neuer Parteichef verließ SDV das Kabinett und bereitete seine Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] vor, bei der er mit einem marktfreundlichen Modernisierungsprogramm antreten wollte. In der Folge kam es zu Parteiaustritten enttäuschter Linker, die sich gegen den als unsozial und neoliberal empfundenen neuen Kurs der Partei auflehnten. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahl im Herbst 2006]] musste der persönlich mit guten Umfragewerten ausgestattete Diaz de Velozo als Vertreter der unpopulären Regierungspartei eine herbe Niederlage einstecken. Nach dem deutlichen Sieg der Rechten unter dem [[Volkspartei]]-Kandidaten [[Miguel Ánibal Luisanto]] wurde die ASUL nach acht Jahren in die Opposition geschickt. Als Oppositionsführer musste der eher konservative Sozialdemokrat Diaz de Velozo heftige Kritik aus seiner eigenen Partei einstecken und geriet zunehmend unter Beschuss auch der ihm bis dahin wohl gesonnenen Medien. Unter anderem die deutliche Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit mit der postkommunistischen Linken führte zu heftigen Differenzen mit dem linken Parteiflügel. Hinzu kamen persönliche Animositäten mit der für die Alltagsarbeit zuständigen Parteikoordinatorin [[Mercé Serrat Cabarell]], die bald als Hoffnungsträgerin der Linken in der Partei betrachtet wurde. Der persönliche Machtkampf gipfelte im Rücktritt Serrats im Jahr 2007, nachdem Diaz de Velozo versucht hatte, seinen Vetrauten [[Lorenzo Manuel Delúsio]] als Gegengewicht im Parteiapparat zu installieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zerstrittene Bild der Partei in der Öffentlichkeit und die unglückliche Führung Diaz de Velozos trugen dazu bei, dass die ASUL bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] eine vernichtende Niederlage einstecken musste. Von der vorgezogenen Neuwahl völlig unvorbereitet getroffen, verlor die Partei mehr als sechs Prozentpunkte gegenüber 2006 und musste mit einem Stimmenanteil von nur 26 Prozent das schlechteste Wahlergebnis seit Gründung der ASUL im Jahr 1957 hinnehmen. Nachdem er in der Wahlnacht noch seinen Führungsanspruch untermauert hatte, aber auf heftige Kritik gestoßen war, erklärte Diaz de Velozo schon am Folgeabend seinen Verzicht auf eine neuerliche Kandidatur für den Parteivorsitz auf dem Parteikongress im Herbst. Zugleich delegierte er einige wichtige Amtsgeschäfte des Generalsekretärs, darunter die Nachfolgesuche an seinen Stellvertreter [[Santiago Valarosa]]. In Primaries setzte sich schließlich ausgerechnet die noch im Vorjahr geschasste [[Mercé Serrat Cabarell]] als Nachfolgerin Diaz de Velozos durch, die sich u.a. gegen den von den ''Velozistas'' unterstützten [[Miguel Javier León]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo legte in er Folge auch sein Parlamentsmandat nieder und zog sich aus der aktiven Politik zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1989-1994: Minister (''Cosilier Ajunto'') der [[Region Semestina]] für öffentliche Verwaltung&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 2002-2005: [[Verteidigungsminister]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* 2004-2005: Vizeministerpräsident im [[Kabinett De la Costa III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1989-1994: Mitglied des Regionalrats der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: Senator für die Region Sarmay&lt;br /&gt;
* 1998-2005: Mitglied des Regionalrats von [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1994, 1998: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei den Regionalwahlen in [[Sarmay]]&lt;br /&gt;
* 1995-2003: Regionalsekretär der [[ASUL]] Sarmay&lt;br /&gt;
* 2005-2008: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jacquel_de_Montevil&amp;diff=8864</id>
		<title>Jacquel de Montevil</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Jacque Miguel Lorenzo Montero Brâs Graf von Montevil''' (*1805 in Fontán de las Vegas, heute Fontán de Montevil; +1890 in [[Verde]]), seit 1862 Marqués de Challón und Graf von Verde, war ein [[Sagradien|sagradischer]] Staatsmann. Er war von 1855 bis 1857 und danach erneut von 1861 bis 1873 [[Kronkanzler]], [[Ministerpräsident|Premierminister]] und [[Außenminister]] des [[Königreich Sagradien|Königreichs Sagradien]] unter den König [[Lucien I.]], dessen Bruder Prinzregent [[Philipp Emilian]] und dem Nachfolger [[Philipp VIII.]] Als solcher prägte er der liberalkonservative Realpolitiker die so genannte [[Era Liberal]] in Sagradien, in der Sagradien als konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Beteiligung regiert wurde und die liberalen [[Konstitutionalisten]] sich als stärkste politische Gruppe behaupten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
Jacque Miguel Lorenzo Montero, genannt ''Jacquel'', wurde 1805 in Fontán de las Vegas (heute Fontán de Montevil) bei Semess geboren. Sein Vater [[Pietro Montero]] stammt aus dem sagradischen Dienstadel und trug den Titel eines Grafen von Montevil, seine Mutter war Micolinierin und aus der Markgrafenfamilie von [[Carragal]]. Als ältester Sohn des Grafen von Montevil wurde von dem jungen Jacquel eine respektable Karriere erwartet. Er trat in die Semestiner Militärakademie ein und begann eine Karriere als Offizier. 1838 trat Montevil aus dem Heer aus und begann eine Europareise, auf der er neben dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften auch philosophische, anthropologische und ökonomische Studien unternahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomatische und politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1845 trat Montevil in den diplomatischen Dienst seines Landes ein und fungierte bis 1848 als Generalkonsul in [[Albero]]. 1849 quittierte er den Dienst, um sich um ein Mandat in der sagradischen Abgeordnetenkammer zu bewerben. Er zog in die Kammer ein und reihte sich in die große Gruppe der [[Konstitutionalisten]] ein, die für eine liberale Verfassung eintraten und den liberalen König Lucién I. unterstützten. 1850 wurde Montevil [[Finanzminister]] und 1852 [[Außenminister]] im königlichen Kabinett, ehe er 1853 zum sagradischen Botschafter in London ernannt wurde. Nach dem überragenden Sieg der Konstitutionalisten bei den [[Kammerwahlen 1855]], bei denen sich Montevil erneut erfolgreich um ein Mandat beworben hatte, ernannte König Lucién ihn zum Ministerpräsidenten und Kronkanzler. Streitigkeiten innerhalb des liberal-konservativen Ministeriums und innerhalb der konstitutionalistischen Abgeordneten führten 1857 zum Rücktritt Montevils, der sein Ministerium als gescheitert betrachtete. Mit seiner Demission kam es zur ersten Spaltung der konstitutionalistischen Partei und damit der liberalen Bewegung in Sagradien, als sich von den eher liberalkonservativen Mehrheitskonstitutionalisten, die eher linksliberal ausgerichteten [[Aprilisten]] abspalteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagro-Französischer Krieg und zweites Ministerium ===&lt;br /&gt;
Nachdem es 1860 zum Ausbruch des [[Sagro-Französischer Krieg|Sagro-Französischen Kriegs]] um [[Bretagnekanal]] und Kolonialbesitzungen gekommen war, kehrte Montevil infolge einiger militärischer Niederlagen und unter Druck der Mehrheitskonstitutionalisten an die Spitze des Ministeriums zurück. Montevils geschickter Diplomatie – er war zugleich auch Außenminister – war es zu verdanken, dass England auf Seiten Sagradiens in den Krieg eintrat. Bei [[Challón]] siegten schließlich die sagradischen Truppen entscheidend über die geschwächte Armee Napoleons III., der wenig später im [[Frieden von Cavalla]] auf wichtige Kolonialbesitzungen verzichten und den Bretagnekanal als sagradisch-französische Staatsgrenze anerkennen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den kommenden Jahren galt Montevil als unumstrittener politischer Führer des Landes und setzte mehrere entscheidende liberale Reformen durch. Er revolutionierte das Heereswesen sowie das Bildungssystem, führte neue Steuergesetze ein, etablierte ein Sozialversicherungssystem. Dennoch verlor er bei den [[Kammerwahlen 1865]] seine parlamentarische Mehrheit und sah sich in der Folge gezwungen, mit Teilen der konservativen Rechten zusammenzuarbeiten. Die schwere Erkrankung König Luciéns I. führte seit 1866 zu einer dauerhaften politischen Krise, in der ein Teil der Rechten schließlich versuchte, über das Umfeld des Königs eine Entlassung Montevils und die Übergabe der Regentschaft von Prinz [[Philipp Emilian]], der die Regentschaft seit 1867 ausübte, an den erzkonservativen Thronfolger [[Philipp VIII.|Luis Filipe]] zu erreichen, was allerdings am Widerstand des Parlaments scheiterte. Der Bruch der Konservativen mit Montevil führte schließlich 1868 zur Wiedervereinigung der [[Montevilisten]] mit den linksliberalen [[Aprilisten]] (seit 1864 [[Partido Liberal]]) in der [[Unión Costitucionalista]], die sich vornehmlich gegen die Machtclique um Prinz Luis Filipe richtete und die Rolle des Parlaments zu stärken suchte. Montevil nahm in der Folge mehrere linksliberale Minister in sein Ministerium auf und erließ im Jahr 1870 unter Zustimmung der Parlamentskammern einige [[Montevilitische Verfassungsreform 1870|Verfassungsreformen]], die einerseits die Bürgerrechte stärkten und andererseits den Einfluss des Parlaments auf die Regierungstätigkeit stärkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine außenpolitische Krise zwischen Sagradien und Frankreich um die Kolonialbesitzungen in Guyana und der Karibik konnte auf der internationalen [[Guyana-Konferenz]] 1869 ausgeräumt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konflikt mit Philipp VIII. und Demission ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Luciéns I. im Jahr 1871 folgte ihm sein Neffe Luis Filipe als [[Philipp VIII.]] auf dem Thron nach. Mit ihm endete die Konstitutionalistische Union nach nur drei Jahren. Philipp drängte auf die Entlassung mehrerer liberaler Minister zugunsten eines eher konservativen Ministeriums. Montevil bot in dieser Situation seinen Rücktritt an, was der König jedoch unter Rücksicht auf die parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse und den potenziellen Einfluss Montevils auf die Mehrheitsparteien ablehnte. Der Versuch eines politischen Kompromisses zwischen dem gemäßigt-liberalen Realpolitiker Montevil und dem erzkonservativen König führte zu einer Distanzierung des als montevilistisch bezeichneten [[Partido Regenerador]] von der Regierung und gleichzeitig zu einer inneren Spaltung der Partei. Seit 1872 kam es mit zunehmendem Einfluss rechter Kreise auf den König zu einem kontinuierlichen Anwachsen der Spannungen zwischen König und Ministerpräsident. Als Montevil schließlich mithilfe der liberalen Parlamentsmehrheit eine Reihe liberaler Verfassungszusätze durchsetzen und damit seine Macht gegenüber dem König demonstrieren wollte, scheiterte er kläglich, da sowohl linke Konstitutionalisten als auch die politische Rechte ihre Zustimmung verweigerten. Nach dieser Niederlage reichte Montevil seinen Rücktritt ein und demissionierte nach zwölf Jahren ununterbrochener Kanzlerschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seiner Stelle berief Philipp VIII. ein konservatives Kabinett und löste 1874 das Parlament auf. Aus den Neuwahlen gingen die Anhänger des Königs (Filipistas) als Sieger hervor, die zusammen mit rechten Montevilisten die Mehrheit im Parlament stellten. Mit der konservativen Wende der Jahre 1871-1874 endete die [[Era Liberal|Liberale Ära]] (auch ''Montevilistische Ära''), die wesentlich von Montevils liberalkonservativer Realpolitik und der Zusammenarbeit des Ministeriums mit der liberalen Parlamentsmehrheit geprägt worden war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhestand ===&lt;br /&gt;
Montevil zog sich in der Folge weitgehend aus dem politischen Leben zurück, trat gelegentlich aber als Kritiker des Königs auf. Besonders seine spitzen Interviews, die er vornehmlich für linke und liberale Zeitungen gab, machten ihn zu einem gefürchteten Gegner des Königs, der seit den Achtziger Jahren in immer größeren Widerspruch mit der liberalen Parlamentsmehrheit geriet. Als diese Spannungen im Jahr 1891 zur [[Januarrevolution]] und zum Ende der Monarchie führten, war Montevil bereits ein halbes Jahr tot. &lt;br /&gt;
Seine eigene Partei, der [[Partido Regenerador]], verlor mit dem Ende der Monarchie schlagartig an Bedeutung. Stattdessen traten neue republikanische Kräfte das Erbe der Konstitutionalisten an. Dennoch gilt Montevil noch heute als Ikone des gemäßigten sagradischen Liberalismus und darüber hinaus als wichtigster sagradischer Staatsmann des 19. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Staatsmann]]&lt;/div&gt;</summary>
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	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradischer_B%C3%BCrgerkrieg&amp;diff=8863</id>
		<title>Sagradischer Bürgerkrieg</title>
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		<updated>2012-03-05T23:03:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Sagradischer Bürgerkrieg''' wird eine Reihe von Aufständen, Kriegen und sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen bezeichnet, die sich im Königreich Sagradien zwischen 1708 und 1722 ereigneten. Darin ging es um einen Machtkampf zwischen dem sagradischen König und seinen absolutistisch gesinnten Anhängern sowie verschiedenen Strömungen, die eine Form des ständischen Regiments im Gegensatz zur monarchischen Alleinregierung anstrebten. Kontext der Konflikte war der seit 1701 ausgetragene Spanische Erbfolgekrieg, in dem Sagradien an der Seite Frankreichs gegen die antifranzösische Allianz kämpfte und der das sagradische Königreich erschöpfte und einen günstigen Boden für Aufstände, Protestbewegungen und Gewaltaktionen lieferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Sagradischer Bürgerkrieg klassischerweise der in der neueren Forschung meist als '''Sagradischer Koalitionskrieg''' oder '''Krieg der Coalicionárioes''' bezeichnete militärische Konflikt zwischen König [[Danadier II.]] und der oppositionellen Adelskoalition verstanden, der mit Unterbrechungen von 1713 bis 1718 geführt wurde, ehe er 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen gegen das Regiment der Stände fortgesetzt wurde. Dagegen zählt die neuere Forschung zum Komplex des Bürgerkriegs auch die Reihe von Aufständen vor 1713 (v.a. den [[Juliaufstand 1708]] sowie den [[Septemberaufstand 1711]]) sowie die Auseinandersetzung mit den [[Semess|Semestiner]] Republikanern sowie den so genannten ''[[Philippkarlisten]]'', die sich nach 1721 ereigneten und bis etwa 1735 andauerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg hatte seine Ursachen vor allem in den sozialen und politischen Entwicklungen in Sagradien während der Regierungszeit König [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] (1651-1698). Dieser verfolgte gemäß den absolutistischen Vorbildern seiner Zeit das Ziel, die Zentralgewalt der Krone zulasten der traditionell einflussreichen Stände, den ''Cortes'' zu stärken. Für diesen Zweck benötigte er in erster Linie ein stabiles Finanzsystem. Das alte System zur Steuereintreibung durch die hochadeligen Gouverneure der Provinzen, hatte sich als ineffektiv erwiesen. Gabriel griff daher die Politk seines ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] auf und stärkte die Zugriffsrechte des Königs auf die Verwaltung des Landes. Der Adel verlor auf diese Weise rapide an Einfluss und Autonomie. Vorbild Gabriels war die absolutistische Regierungsform Frankreichs, wie sie unter Ludwig XIV. ausgeübt wurde. Auch in Sachen Hofhaltung und Ausgabenpolitik eiferte Gabriel dem französischen Vorbild nach. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gabriels Nachfolger [[Danadier II.]] (1698-1721) wurde diese unpopuläre Politik fortgeführt und erreichte einen Höhepunkt, der die Staatsfinanzen an den Rand ihrer Möglichkeiten brachte. Die Beteiligung Danadiers am Spanischen Erbfolgekrieg auf Seiten Frankreichs führte zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die der König durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. &lt;br /&gt;
Schnell weitete sich die Kritik im Land, die zunächst vor allem von den Städten aufgekommen war, auf den gesamten Regierungsstil Danadiers aus, der als autokratisch und absolutistisch empfunden wurde. Besonders gegen die verschwenderische Finanzpolitik des Königs wehrten sich die Gegner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Juliaufstand 1708 bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs ===&lt;br /&gt;
Nach der Erhöhung der allgemeinen Steuern im Jahr 1708 – sie hatten zum Rücktritt des leitenden Ministers [[Santiago Corvón, Graf von Casterley]], geführt – schlug die Missstimmung auf die hungernde [[Semess|Semestiner]] Stadtbevölkerung über, die ihren Unmut im Juli 1708 in einem allgemeinen Aufstand ([[Juliaufstand 1708]]) zum Ausdruck brachte. Danadier ließ die Aufstände niederschlagen. Die Kritik am König hielt aber an. Nachdem der König die Abgaben des Adels zur Kriegsfinanzierung angehoben hatte, war es im September 1711 der niedrige Landadel, der sich gegen den König erhob ([[Septemberaufstand 1711]]). Der König reagierte schließlich und berief die Generalstände ein, die nun über mögliche Finanzierungsmöglichkeiten des Kriegs beraten sollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den einberufenen Generalständen kristallisierte sich jedoch schnell ein oppositionelles Lager um mehrere führende Adlige heraus, die dem Krieg ablehnend gegenüberstanden und einen raschen Friedensschluss befürworteten. Mehrere Resolutionen der Stände wurden vom König als Affront betrachtet und barsch zurückgewiesen. Die Versuche seines leitenden Ministers [[Carles de Granval]], zu vermitteln, scheiterten allesamt. Granval wurde schließlich entlassen, sein Nachfolger [[Manuel de Cambras]] setzte auf eine Konfrontation mit den Ständen, denen er Konspiration mit dem Königreich Cuentez vorwarf, das sich seit 1711 im Krieg mit Sagradien befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die neuen Generalstände dem König die Zusicherung weiterer Kredite verweigerten, löste dieser schließlich im April 1713 die Versammlung auf und kehrte zu seiner autokratischen Politik zurück. Gleichzeitig musste Danadier im Friede von Utrecht die strategisch wichtigen Westseestützpunkte [[La Cripón]] und [[Cereza]] an Großbritannien abtreten, konnte sich aber auf keinen Frieden mit dem benachbarten [[Micolinien]] einigen, das den Krieg gegen Sagradien fortsetzte. Eine Abordnung der gerade aufgelösten Generalstände versuchte nun auf Einladung des [[Herzog von Sesin|Herzogs von Sesin]], [[José de Sesín|José de Sántori]], einem entfernten Vetter des Königs, in [[Vesaey]] das weitere Vorgehen zu erörtern. Dabei sollte ein neuerlicher Kompromiss mit dem König gefunden werden. Schließlich verabschiedete die Versammlung die so genannte ''Erklärung von Vesaey'', in der die Versammlung vom König die Wiedereinberufung der Stände forderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde von Minister Cambras als Akt des Verrats gegen den König interpretiert, die Versammlung wurde gewaltsam aufgelöst und der Herzog von Sesin festgenommen, was schließlich den Bürgerkrieg auslöste, da dessen Anhänger nun aus dem Hochadel Truppen zusammenzogen und Aufstände gegen den König anzettelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionskrieg === &lt;br /&gt;
Sesin kam rasch frei und stellte sich an die Spitze des Aufstandes. Sesín versammelte hinter sich eine Koalition aus oppositionellen Adligen, vornehmlich aus den Häusern [[Piacón]] und [[Todesce]]. Nachdem König [[Georg I. von Micolinien]] jede Verwicklung in die Kämpfe verweigert hatte, bewilligte sein Nachfolger [[Georg II. von Micolinien|Georg II.]] die Entsendung eines Freiwilligenheers zur Unterstützung der Koalition. Auch der de facto vom sagradischen König abhängige König [[Maximilian II. von Cuentez]] kämpfte nicht gegen, sondern mit dem Koalitionsheer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbefehl von [[Alésio Graf Vierna]] konnte das Koalitionsheer schnell einige Erfolge feiern, jedoch keine Entscheidung erzwingen. Während sich der König unnachgiebig zeigte, versuchte sein Bruder [[Peter II.|Don Pietro Joán]] mehrmals, mit den Aufständischen zu vermitteln. 1715 erreichte er einen zeitweiligen Waffenstillstand, der jedoch bald gebrochen wurde. Versuche Pietros, neuerliche Verhandlungen zu erreichen, führten dazu, dass er vom König bald nach Frankreich geschickt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung des Königs und Ständeregiment ===&lt;br /&gt;
Nach der Hinrichtung Casterleys im Jahr 1717 und der Übernahme des Oberbefehls der santorischen Truppen durch [[Filipe de Piacón]] geriet der König immer mehr unter Druck. Im Frühjahr 1718 geriet Danadier II. in Gefangenschaft der Koalitionäre. Der Sieg der Koalitionstruppen bei [[Sagrera]] beendete den Bürgerkrieg vorerst, die Royalisten mussten sich zunächst zurückziehen und warteten und die Situation ab. König Danadier wurde in der Folge zusammen mit seiner Familie im Semestiner [[Plazarenya-Palast]] festgesetzt, wo er unter strikter Kontrolle der Koalitionäre gehalten wurde und mit diesen Konditionen einer Waffenstillstands- und Friedensregelung verhandelte, derweil im Jahr 1719 im ganzen Land royalistische Aufstände weitergeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1719 kam eine neue Ständeversammlung zusammen, in der auch Royalisten vertreten waren und die von Danadier II. umfassende Zugeständnisse verlangte und eine Abordnung bestimmte, die zukünftig als Regierung dienen sollte. König und Stände sollten gemeinsam über die Modalitäten eines neuen Regierungssystems verhandeln, das die ''alten Freiheiten'' der Stände wiederherstellen und den Absolutismus durch ein ''Kondominium'' von König und Ständen ersetzen sollte, wie es die Vorstellung des Adels und der Mehrheit der Stände war. Der König wäre auf diesem Weg zu einer Art konstitutionellen Monarchen geworden, unter strenger Kontrolle der Stände. Die Ständeversammlung einigte sich im Januar 1720 auf einen Entwurf für eine neue Ordnung, die als ''Codices Magna Libertatum'' bezeichnet wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König stimmte dem Dokument zwar nicht offiziell zu, bemühte sich aber um einen Schein von Kooperation. Er erklärte sich bereit, einer Regelung auf Basis der Codices zuzustimmen, forderte jedoch Änderungen und zog so die Verhandlungen weiter hinaus. Im Herbst 1720 schließlich kam es zu einem vorläufigen Ende der Aufstände, den Winter über regierte Danadier als de facto entmachteter König nur noch offiziell, während eine Abordnung der Generalstände die eigentliche Macht ausübte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder [[Peter II.|Peter]] zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte und stäker noch als Danadier die Konditionen der Codices Magna ablehnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maiaufstand und Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Als es am Morgen des 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand, der sich nun gegen König und den in den Ständen führenden Adel insgesamt richtete. Von den Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte, und von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage radikalisiert, bedrohten sie nun die gesamte Monarchie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden [[Maiblutnacht]] vom 23. auf den 24. Mai 1721 stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya, in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König zusammen mit mehreren adligen Begleitern. Pietro war damit der erste sagradische König, der de facto vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. Ob es sich bei der Ermordung tatsächlich um eine spontane Tat aus Wut und Hass handelte oder ob stattdessen ein gezielter Anschlag auf den Leben des Königs von Seiten seiner Gegner unternommen worden war, wie später von vielen behauptet, ist bis heute nicht geklärt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest des Königshofs floh nun nach [[Noyar]] und auch die Ständeversammlung musste vor der unterschätzten Eskalation ins nahe [[Vierna]] flüchten. In Semess selbst übernahm der Kleinadlige [[Simón Bernord]] als Anführer des radikalen Maiaufstands die Führung, rief die Republik aus und stellte ein Heer freiwilliger Bürger und Bauern des Umlandes auf, um die Stadt gegen das in der Nähe stehende Heer unter [[Carles de Vierna]] zu verteidigen. Dieser aber wagte in der Folge keinen Angriff, sondern übergab seine Truppen an den Herzog vom Sesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaft der Sieben und Aufstände 1721/22 ===&lt;br /&gt;
In Semess übernahm ein ''Rat der Sieben'' aus Bürgerlichen und Kleinadligen unter Führung Simón Bernords die Herrschaft. Er erklärte die Monarchie für beendet und das Volk zum Souverän, in dessen Namen der Rat zu handeln glaubte. Die Kammern der Stadt wurden nun mit Anhängern der Sieben besetzt und zu wesentlichen Vollzugsorganen erklärt. In der Folge weitete sich der Volksaufstands von Semess aus auf das gesamte Land aus. Im Mai und Juni bildeten sich auch in anderen Städten und teilweise auch auf dem Land radikale ''Räte'' und ''Abordnungen'', die sich teilweise den Sieben in Semess unterstellten, teilweise aber auch als eigenständiges Vollzugsorgan auftraten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Radikalisierung eines Teils des Volkes gegen den Adel und die Stände erreichte der Bürgerkrieg eine neue Wendung. Royalisten und Koalitionäre mussten sich nun gegen die ''Radikalen'' behaupten und verbündeten sich zu diesem Zweck. Mehrere Heere der Royalisten und Koalitionäre gingen in der Folge gegen die Aufständischen vor. Im Herbst kam es zur Belagerung von Semess, das im November 1721 eingenommen werden konnte. Bernord wurde auf der Flucht festgenommen und schließlich als Verräter angeklagt und hingerichtet. Die Aufstände der Radikalen sowie diverse Bauernaufstände zogen sich noch bis Mitte 1722 hin und konnten erst dann weitgehend beendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philippkarlistenkrieg ===&lt;br /&gt;
Die Stände, die nun die Macht konsolidiert hatten, wählten im Januar 1722 einen ''Staatsrat'', der nun die Regierungsgeschäfte wahrnehmen sollte. [[José de Sesín]] wurde als Generalvikar der Stände zum Verweser der monarchischen Gewalt erklärt. Derweil machte sich die im Mai 1722 neu zusammengetretene Ständeversammlung daran, einen neuen König zu finden und Konditionen einer neuen Ordnung auf Grundlage der Codices Magna festzusetzen. Diese wurden im September 1722 für verbindlich erklärt. Da König Danadier und sein Bruder beide keine Söhne hinterlassen hatten, konzentrierte sich die Suche nach einem Monarchen vornehmlich auf die Töchter Danadiers Isabel und [[Maria I. Luise|María Luísa]]. Da der Herzog von Sesin selbst ein entfernter Verwandter der Könige aus dem [[Haus Sántori]] war, wurden auch ihm Ambitionen nachgesagt. Diese freilich endeten gewaltsam durch die Ermordung des Herzogs im Sommer 1722. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derweil war der Bürgerkrieg noch immer nicht beendet. Stattdessen erkannte [[Philipp Karl von Viça]], der Bruder der toten Könige [[Danadier II.]] und [[Peter II.]], die Codices Magna nicht an und pochte auf seine Thronrechte. Er ließ sich zum König ausrufen und wurde von Legitimisten unterstützt, die ihn mangels anderer männlicher Thronprätendenten als legitimen Erben der Krone betrachteten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Literatur&amp;diff=8862</id>
		<title>Sagradische Literatur</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Sagradische Literatur'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter (9.-15.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Literatur in Sagradien war dominiert von Ritterromanen, Heldenepen und Minnelyrik. Erhalten blieben die Minnelyrik von [[Costanço de Valbraga]] und [[Manuel Figueras de Sâis]] sowie die höfischen Epen von [[Eduardo de Graça]]. Das Versepos ''La storia de [[Don León de Zarraguieta]]'' eines unbekannten Verfassers aus dem 13.Jahrhundert wurde zum Nationalepos Sagradiens (Der Held, auch als „Don Leâu“ oder „Dô Lió“ bekannt, taucht in zahlreichen späteren Werken erneut auf). Das Werk [[Gustavo Patresa]]s ist beherrscht von satirischen Elementen und zeigt den Niedergang der höfischen Kultur. Die Werke des 15.Jahrhunderts von [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Iliegues]] sind vom italienischen Humanismus beeinflusst und leiten über zur sagradischen Klassik. Als ein weiterer Vertreter der [[Vorklassik]] kann [[Francisco Borrard]] bezeichnet werden, der vor allem durch seine in [[Asumarische Sprache|asumarischem Dialekt]] verfasste Geschichtensammlung ''La Fontana'' berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissance, Sêcolo d’Oro und sagradische Klassik (16. und frühes 17. Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Eingeleitet von der kulturellen und politischen Blüte Sagradiens in der Regierungszeit König [[David I.|Davids I.]] und seinen Nachfolgern, erreichte auch die sagradische Literatur ihre höchste Blüte in der Renaissance und [[Sagradische Klassik|Klassik]] des 16. Jahrhundert, dem so genannten „[[Sêcolo d'Oro|Goldenen Jahrhundert]]“, die von der italienischen Klassik und Renaissance beeinflusst wurde. Besonders die Dramen und Lyrik [[Celiano Nacoma]]s und [[Plácido Cosança]]s erlangten weltweite Berühmtheit und zeigen starke Rückgriffe auf die antike Klassik. Hauptvertreter der frühen Phase (1500-1540) sind [[Marcantónio Verosán]], [[Erculo Danieles Scarça]], die beide als Dramen- und Komödiendichter bekannt wurden, sowie [[Manuel Braga]], der vor allem durch seine Lyrik Geltung erlangte und die Sonettform in die sagradische Lyrik einführte, die später auch vom „Meister“ Nacoma, der wie sein enger Freund Cosança der mittleren Phase der Klassik (1540-1600) angehörte, übernommen wurde. Bekannt wurde auch [[Don Josefe de Santori]], ein unehelicher Sohn des [[König von Cuentez|cuentesischen Königs]] [[Joseph I. von Portugal und Cuentez|Joseph I.]], der sich selbst als Lyriker am Hof seines Vaters hervortat und später als Statthalter seines Halbbruders [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] in Tulis zahlreiche Dichter um sich sammelte. Hauptvertreter der Duerezer „[[Besangua]]“-Literatur, die in epischer Form auf die arabische [[Numerer]]kultur zurückgreift, sind [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]]. Als Vertreter der Spätklassik des frühen 17.Jahrhunderts gilt neben [[Santiago Calles]], der vor allem als Philosoph und Naturwissenschaftler in Erscheinung trat, auch [[Manuel Orraio]], der wiederum durch seine strenge Dramenform die französische Klassik mit beeinflusste und als letzter bedeutender Vertreter des „Sêcolo de Oro“ gilt. Insgesamt bilden die Regierungszeiten der Könige [[David I.]] (1509-1543) und [[Gabriel V.]] (1591-1640) den politisch-zeitlichen Rahmen für die literarische Phase des goldenen Zeitalters, das auch in eine ''Tulineser Phase'' (ca. 1500-1550) und eine ''Semestiner Phase'' (ca. 1550-1640) eingeteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock und Aufklärung (17.-18.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Die Literatur des sagradischen Barock, die ihre Blütezeit um die Jahrhundertwende vom 17. zum 18.Jahrhundert hatte, ist gekennzeichnet vom Niedergang der Klassik und zeigt vor allem Themen wie Dekadenz, Zerfall, Vergänglichkeit und Tod. Sie bildet einen lyrischen und epischen Gegensatz zum in der Klassik dominierenden Drama. Einflussreiche sagradische Barockdichter waren [[Hernán Kempes]] und [[Bernardo de Montxerent]]. Beeinflusst durch die französische Aufklärung und besonders durch das Werk Santiago Calles’ entwickelte sich Mitte des 18. Jahrhunderts eine sagradische Literatur der Aufklärung, die stark beeinflusst war von der französischen und mit [[Pietro Cavalles]] und [[Fernando Camûes dels Logres]] seine Hauptvertreter hatte. Im Gegensatz zum Barock lebte in der Literatur der Aufklärung wieder das Drama auf, das die Kraft des menschlichen Verstandes offen legen sollte und unmittelbar an die Klassik anzuknüpfen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sêcolo d’Argente und Romantik (18./19.Jahrhundert) ===&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18.Jahrhunderts hin legte [[Marcio Levar]] mit seinen patriotischen Gedichten und pathetischen Dramen den Grundstein für die sagradische Romantik, deren Hauptvertreter [[Luis Filipe Neâu war]], der wegen seiner Dramen, Balladen und Erzählungen Weltberühmtheit erlangte und neben [[Celiano Nacoma]] als größter Dichter Sagradiens gilt. Wegen dieser neuerlichen Blüte der sagradischen Sprache gilt die erste Phase der sagradischen Romantik als &amp;quot;Silbernes Zeitalter&amp;quot;. Daneben gilt Neâu wegen seiner Rückbezüge auf die Klassik und Antike in seiner klassizistischen Phase auch neben dem jungen [[Lorenzo Madrigal]] als Vertreter der so genannten [[Neoklassik]]. Als wichtigster Repräsentant der späteren Phase der Romantik, die im Zuge der sagradischen Befreiungskriege noch mehr das nationale Pathos in den Vordergrund rückte, gilt [[Dani Caballeri]] (eigentlich ''Daniel Caballer i Mârces''). Den Niedergang der Romantik zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin bezeichnen die Spätwerke [[Lorenzo Madrigal]]s, die von traumhaft subjektiver Lyrik und sentimentaler Verklärung des Mittelalters bestimmt sind. Als Postromantiker gilt der [[Cuentez|Cuentesische]] Lyriker [[León Mervel]], der sich als erster sagradischer Dichter des Mittels der absoluten Metapher bediente und die traumhaft-subjektive Weltsicht der Spätromantik in eine ihm eigene düster-okkultisch wirkende und Stilelemente des Symbolismus und des Surrealismus vorwegnehmende Assoziationsdichtung verwandelt. Damit steht er den Franzosen Nerval und Baudelaire näher als irgendeinem anderen sagradischen Dichter seiner Zeit und gilt daher als Avantgardist der europäischen Moderne.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Realismus, Symbolismus, Naturalismus und Fin de Siècle ===&lt;br /&gt;
Die Epoche des sagradischen Realismus leitete die sozialkritische Romanliteratur [[Osvaldo Verres]]’ ein. [[Hernán Correr]] traf 1882 mit seinem realistischen Roman &amp;quot;Cocarde&amp;quot; genau den Geist der Zeit und erlangte dadurch Weltruhm. [[Francisco Olivera]] sowie [[Ana Ferrera Sanchis]] leiten zum Naturalismus über. Von besonderer Relevanz für die sagradische Arbeiterbewegung wurde das naturalistische Werk [[Keke Sapinto]]s, der von der Philosophie [[Carles Iudeta]]s beeinflusst wurde und in seinen Romanen vor allem das Elend der Arbeiterschaft aufzeigte. Parallel und als Gegenbewegung zum Realismus entstand um 1885 in Anlehnung an die französischen Symbolisten in [[Semess]] ein sagradischer symbolistischer Kreis um die „Meister“ [[Iano Madris]] und [[Josemarí David]], die als Bewunderer Baudelaires und Mervels die Schule der &amp;quot;[[Simbolista]]&amp;quot; gründeten. Um die Jahrhundertwende wirkten auf die Werke [[Gerardo Ramírez]]’, [[Verena Santís]]’ und [[Hernán Colón]]s zunehmend impressionistische und besonders auf [[Emilio Grande]] und [[Federico López]] auch expressionistische Einflüsse ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Moderne im frühen 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Während des ersten Weltkriegs und in den Jahren danach erlangte der expressionistische Dichterkreis der &amp;quot;[[Noyarenser]]&amp;quot; um [[Pepe Gomerra]], [[Santi Nerra]] und [[Miguel Gerardo Musca]] großen Ruhm. Die letzteren beiden vertraten bald die eher rechte, nationalistische Richtung der Literatur. Nerra gehörte den Anhängern von Präsident [[Gaitán Sobrantes Alemà]] an und verherrlichte in seinen späten Jahren das autoritäre Regime des Präsidenten und machte ihn nach seiner Ermordung im Versepos &amp;quot;Sagradia&amp;quot; zum heroischen Märtyrer der nationalen Sache. Der dem Noyarenser Kreis nahe stehende, aber eher symbolistisch beeinflusste [[Sollar]]er Dichter [[Fernando Mexés]] wiederum verherrlichte in seinem 1940 erschienenen Roman „Santa Nación“ den zweiten Weltkrieg als „Endabrechnung mit dem diabolischen Judentum“ und musste nach dem Angriff Nazi-Deutschlands auf Sagradien ins Exil nach Berlin emigrieren, nachdem er einige Jahre lang als Hofdichter des faschistischen [[Álamo-Regime]]s gegolten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dem seit Beginn der Zwanziger Jahre eher rechts gerichteten „Noyarenser-Kreis“ entgegen gesetzte Strömung stellte die linke Literatur des Romanciers und Dichters [[Maximilián Ferrera]], des bissigen Satirikers [[Fernando Gran Cela]] sowie des jüdischen Feuilletonisten [[José Manolo Rosenthal]] dar. Ein weiterer Gegner der Rechten und Kritiker des Regimes war der äußerst erfolgreiche Dramatiker und Romanautor [[Miguel Solares]], der sich in seinem Werk auf satirische Weise vor allem gegen die Dekadenz der Zeit und die Intoleranz der Politik und Gesellschaft aussprach und dafür 1938 ins Pariser Exil gehen musste und im gleichen Jahr den Nobelpreis für Literatur erhielt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als gänzlich unpolitisch stellte sich die Literatur der sagradischen Surrealisten dar. Von den Lehren Freuds sowie dem französischen Surrealismus beeinflusst, wirkten v.a. [[Maximilián Casilla]] und [[Karlos Marcês]] nachhaltig auf die sagradische Nachkriegsliteratur, in der sich v.a. [[António Deçadro]] vom Surrealismus beeinflusst zeigte. Die Stellung der sagradischen surrealistischen Bewegung in der bildenden Kunst aber konnte die Literatur dieser Richtung nicht erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegsliteratur (seit 1945) ===&lt;br /&gt;
Die sagradische Nachkriegsliteratur war zum einen geprägt von Antikriegsschriften und gesellschaftskritischen Werken, zum anderen von einer distanzreichen Fortführung der symbolistischen und surrealistischen Strömungen der Vorkriegszeit. Bedeutendster Dichter wurde der [[Duerez]]er [[António Deçadro]], der bereits vor dem Krieg einen Großteil seiner Werke veröffentlicht hatte (mit geringem Erfolg) und erst nach dem Krieg Aufmerksamkeit erlangte. Er verfasste zahlreiche Parabeln und Erzählungen und schuf darin eine rätselhaft wirkende Symbiose aus Surrealismus, Postrealismus und Symbolismus. Sein Spätwerk war zudem vom französischen Existentialismus beeinflusst. Deçadro, der 1955 den Literaturnobelpreis gewann, gilt als wichtigster Nachkriegsautor Sagradiens. Mit einem ähnlichen Ansatz erreichte in der Lyrik besonders [[Maximilián Berlín]] nachhaltigen Weltruhm, der sich in seinen Zeit-, Liebes- und Weltgedichten bewusst auf symbolistische Vorbilder wie Madris, Verlaine, Rimbaud oder David sowie auf die Assoziationsdichtung Mervels berief und einen grotesk-surrealistisch anmutenden Ästhetizimus vertrat. Seine romantisch-melancholischen Liebesgedichte gehören zur weltweit meistgelesenen Lyrik. Jedoch stellen besonders seine auf kryptischer Metaphorik aufbauenden „Weltgesänge“ (so der Titel eines seiner Bände: Cançones Mundiales) ein stetiges Faszinosum der modernen sagradischen Literatur-wissenschaft dar. Weitere wichtige Autoren der ersten Phase der Nachkriegsliteratur waren [[Luca Mendieta]], [[Carlota Arrist]] und auch [[Bernardo Gral]], der vor allem die Kurzgeschichte in Sagradien populär machte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre kam unter dem Einfluss der Studentenunruhen eine neue rebellische Generation von Dichtern auf, die es sich zum Ziel machte, die sagradische Literaturlandschaft umfassend zu verändern. Bedeutendste Vertreter waren [[Ulisso Carvas de Patra]] (Nobelpreis 1984), [[Mónica Belléme]] und [[Andrés Nacesta]]. Wichtige Chansonniers und Liedermacher, die vor allem auch durch den Inhalt ihrer Texte Aufsehen erregten, waren [[Gerardo Ívan Valles]] und [[Francisco Serguieta]]. Wichtigste Vertreter  der „Popliteratur“ der Achtziger Jahre waren die Halbchinesin [[Li Pérez]] und der [[Gerón|Geroneser]] Dramatiker [[Marcelo Vil i Vil]]. Bedeutendste Vertreter der Literatur der Neunziger Jahre sind [[Diego Fernández Belêu]], [[Arcélio Torres]], [[María Ferrer Vélez]], [[Oscar Domênco Milet]] sowie [[Antónia Domíngues]] und [[Lauro Nera]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Nobelpreisträger für Literatur === &lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]] (1905)&lt;br /&gt;
* [[Fernando Eguerra i Vargas]] (1913)&lt;br /&gt;
* [[Joán Mairas Dellas]] (1919)&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]] (1938)&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]] (1955)&lt;br /&gt;
* [[Oscar Herrero Celu]] (1979 für Argentinien)&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]] (1984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradische Dichter ===&lt;br /&gt;
Mittelalter:&lt;br /&gt;
* [[Costanço de Valbraga]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Figueras de Sâis]]&lt;br /&gt;
* [[Eduardo de Graça]]&lt;br /&gt;
* [[Gustavo Patresa]]&lt;br /&gt;
Frührenaissance/[[Vorklassik]]: &lt;br /&gt;
* [[Georgo Frances de Herrera]]&lt;br /&gt;
* [[Mariano Illegues]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Borrard]]&lt;br /&gt;
[[Sagradische Klassik|Klassik]]:&lt;br /&gt;
* [[Marcantónio Verosán]]&lt;br /&gt;
* [[Erculo Danieles Scarça]]&lt;br /&gt;
* [[Manuel Braga]]&lt;br /&gt;
* [[Celiano Nacoma]]&lt;br /&gt;
* [[Plácido Cosança]]&lt;br /&gt;
[[Besangua]]-Literatur:&lt;br /&gt;
* [[Rodrigo Mêrces]]&lt;br /&gt;
* [[António Man]]&lt;br /&gt;
Spätklassik:&lt;br /&gt;
* [[Manuel Orraio]]&lt;br /&gt;
Barock:&lt;br /&gt;
* [[Hernán Kempes]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo de Montxerent]]&lt;br /&gt;
Aufklärung:		&lt;br /&gt;
* [[Santiago Calles]]&lt;br /&gt;
* [[Pietro Cavalles]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Camûes das Logres]]&lt;br /&gt;
Romantik:&lt;br /&gt;
* [[Marcio Levar]]&lt;br /&gt;
* [[Luis Filipe Neâu]]&lt;br /&gt;
* [[Dani Caballeri]] (Daniel Caballer i Marces)&lt;br /&gt;
* [[Lorenzo Madrigal]]&lt;br /&gt;
Postromantik:	&lt;br /&gt;
* [[León Mervel]]&lt;br /&gt;
Realismus:&lt;br /&gt;
* [[Osvaldo Verres]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Correr]]&lt;br /&gt;
Naturalismus:	&lt;br /&gt;
* [[Francisco Olivera]]&lt;br /&gt;
* [[Ana Ferrera Sanchis]]&lt;br /&gt;
* [[Keke Sapinto]]&lt;br /&gt;
Symbolismus:	&lt;br /&gt;
* [[Iano Madris]]&lt;br /&gt;
* [[Josemarí David]]&lt;br /&gt;
Impressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ramírez]]&lt;br /&gt;
* [[Verena Santís]]&lt;br /&gt;
* [[Hernán Colón]]&lt;br /&gt;
Expressionismus:&lt;br /&gt;
* [[Emilio Grande]]&lt;br /&gt;
* [[Federico López]]&lt;br /&gt;
„[[Noyarenser]]“:	&lt;br /&gt;
* [[Pepe Gomerra]]&lt;br /&gt;
* [[Santi Nerra]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Gerardo Musca]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Mexés]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Literatura Sinistra&amp;quot;:&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Ferrera]]&lt;br /&gt;
* [[Fernando Gran Cela]]&lt;br /&gt;
* [[José Manolo Rosenthal]]&lt;br /&gt;
* [[Miguel Solares]]&lt;br /&gt;
Surrealismus:	&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Casilla]]&lt;br /&gt;
* [[Karlos Marcês]]&lt;br /&gt;
Nachkrieg:&lt;br /&gt;
* [[António Deçadro]]&lt;br /&gt;
* [[Maximilián Berlín]]&lt;br /&gt;
* [[Luca Mendieta]]&lt;br /&gt;
* [[Carlota Arrist]]&lt;br /&gt;
* [[Bernardo Gral]]&lt;br /&gt;
68er:&lt;br /&gt;
* [[Ulisso Carvas de Patra]]&lt;br /&gt;
* [[Mónica Belléme]]&lt;br /&gt;
* [[Andrés Nacesta]]&lt;br /&gt;
Chanson:&lt;br /&gt;
* [[Gerardo Ívan Valles]]&lt;br /&gt;
* [[Francisco Serguieta]]&lt;br /&gt;
Achtziger:&lt;br /&gt;
* [[Li Pérez]]&lt;br /&gt;
* [[Marcelo Vil i Vil]]&lt;br /&gt;
Neunziger:&lt;br /&gt;
* [[Diego Fernández Belêu]]&lt;br /&gt;
* [[Arcélio Torres]]&lt;br /&gt;
* [[María Ferrer Vélez]]&lt;br /&gt;
* [[Oscar Doménico Milet]]&lt;br /&gt;
* [[Antónia Domingues]]&lt;br /&gt;
* [[Lauro Nera]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Peter II.</title>
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		<updated>2012-03-05T23:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Peter II.''' (von Sagradien) (*1685, †1721) war während der Endphase des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] im Jahr 1721 für nur kurze Zeit [[Köng von Sagradien]], ehe er im [[Aufstand vom 23. Mai 1721]] von einem wütenden Mob erschlagen wurde. Peter war letzter König aus der Linie [[Haus Santori-Valier|Santori-Valier]]. Auf seinen Tod folgte eine zweijähriges Interregnum (die so genannte &amp;quot;[[Erste Sagradische Republik]]&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Don Pietro Joán Alexandro Gabriel María Inocento de Sántori i Borbón wurde 1685 als zweiter Sohn des Prinzen [[Gabriel Agosto]] von Sarmay, ältester Sohn [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] von Sagradien und dessen Ehefrau Maria von Frankreich geboren. Der ältere Bruder Pietros war [[Danadier II.|Luis Danadier]], der nach dem Tod Gabriel Agostos 1695 zum Infanten und Thronfolger des Königreichs aufstieg. Als sein Großvater Gabriel VII. 1698 starb und sein älterer Bruder den Thron bestieg war Don Pietro gerade dreizehn Jahre alt. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Bordez. 1707 kam es zur Hochzeit des Prinzen mit der Habsburgerprinzessin Maria von Österreich. Die Ehe verlief jedoch unglücklich und blieb kinderlos.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1713 der sagradische Bürgerkrieg oder Koalitionskrieg zwischen den Truppen seines Bruders Danadier II. und den rebellierenden Truppen der Adelskoalition um seinen Onkel, den [[Joseph Herzog von Sesin|Herzog von Sesín]], sowie den Truppen des [[Königreich Cuentez|Königreichs Cuentez-Tulis]] ausbrach, versuchte Peter mehrmals zwischen den Parteien zu vermitteln. 1715 konnte er sogar einen zwischenzeitigen Waffenstillstand erreichen, der bald jedoch gebrochen wurde. Als Peter danach erneut Geheimverhandlungen mit dem Führer der Koalitionspartei José de Sesín aufnahm, wurde er von seinem Bruder des Verrats verdächtigt und außer Landes gebracht. Er hielt sich nun längere Zeit über in Frankreich am Hof des jungen Ludwig XV. auf. Nach dem frühen Tod des Infanten Joán Danadier, einziger Sohn Danadiers II., wurde Peter jedoch 1719 Thronfolger und kehrte zurück an den sagradischen Hof, wo er seinem Bruder feierlich die Treue schwor und als Präsumptiverbe designiert wurde. Dieser war seit 1718 de facto Gefangener der Generalstände und regierte erst im Winter 1720/21 wieder, jedoch unter strenger Kontrolle einer Stände-Abordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Danadier im Februar 1721 starb, erhoben die Royalisten seinen Bruder Peter zum König, dieser musste jedoch um seine Anerkennung durch die Stände in schwierige Verhandlungen treten. Obwohl er die Amtsgeschäfte danach wahrnahm, wurde er nie gekrönt, da er sich mit den Ständen nicht auf Konditionen seiner Herrschaft einigen konnte. Derweil machten Gerüchte über eine Vergiftung Danadiers II. die Runde, die royalistische Aufstände und anti-royalistische Gegenbewegungen auslösten und zu einer raschen Radikalisierung beider Seiten beitrugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es am 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semestiner Bürgers [[Luis Otero]] kam, der sich gegen das neue Stände-Regiment ausgesprochen und für eine Fortsetzung des Bürgerkriegs plädiert hatte und dafür des Hochverrats für schuldig befunden worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand gegen die Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte. In der folgenden Nacht vom 23. auf den 24. Mai stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]], in dem Peter unter Kontrolle der Stände festgehalten worden war, und tötete den auf der Flucht befindlichen König. Pietro war damit der erste sagradische König, der vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Peters Tod folgte ein zweijähriges republikanisches Intermezzo, in dem Peters jüngerer Bruder Herzog [[Filipe Carles de Viça]] den Krieg gegen die Generalstände fortsetzte und für sich selbst den Thron beanspruchte. Filipe Carles scheiterte jedoch, sodass Peter der letzte König aus dem Haus Santori-Valier auf dem sagradischen Thron blieb. Stattdessen trugen die Stände 1723 Peters Nichte [[Maria I.|Maria Luisa]], der Tochter Danadiers II., gemeinsam mit ihrem Mann [[Johann III.]] von Cuentez die Königskrone an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Gabriel V.</title>
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		<updated>2012-03-05T23:02:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gabriel V.''' (von Sagradien) (*1585, †1640) war [[König von Sagradien]] (1591-1640) und als ''Gabriel I.'' [[Herzog von Servette]]. Er gilt neben dem [[König von Cuentez|cuentesischen König]] [[Maximilian I.]] als letzter Monarch und einer der wichtigsten Exponenten des sagradischen [[Sêcolo d’Oro]] des 16. und 17. Jahrhunderts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel wurde 1585 im [[Semess|Semestiner]] [[Plazarenya-Palast]] als Sohn von König [[Philipp VII. Jakob]] und dessen zweiter Ehefrau Anna von Österreich geboren. Als sagradischer Infant trug er nach seiner Geburt den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]]. Nach dem Tod seines Vaters 1591 bestieg Gabriel als Sechsjähriger den sagradischen Thron und stand fortan unter der Regentschaft seiner Mutter Anna von Österreich. Die Staatsgeschäfte führte aber wie schon unter dem späteren Philipp Jakob der leitende Minister [[Joán María de Belavís]]. Dieser hatte bereits seit den Achtziger Jahren die Regierung geführt und religionspolitisch einen Kurs der zunehmenden Intoleranz gegenüber den im Land lebenden Protestanten geführt. In der Zeit der Regentschaft Annas von Österreich wurde die Gegenreformation auch mithilfe der Jesuiten mit Nachdruck durchgesetzt. Im [[Edikt von Novil]] 1595 verbot Belavís schließlich jede Form von Protestantismus in Sagradien. Die in Sagradien lebenden Calvinisten mussten entweder zum Katholizismus konvertieren oder wurden energisch bekämpft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Tod seiner Mutter 1602 und Belavís' 1603 übernahm Gabriel selbst die Regierungsgeschäfte. Im Jahr 1605 heiratete der Zwanzigjährige die ein Jahr jüngere Marie de Bourbon-Vienne, Tochter von [[Louis I. von Bourbon duc de Vienne]] und Großnichte Heinrichs IV. von Frankreich. Das erste Kind der beiden war Prinzessin [[Isabel de Sántori]] (*1607), die später den cuentesischen Kronprinzen [[José Manuel de Cuentez|José Manuel]] heiratete und Regentin von Cuentez wurde. 1610 folgte mit dem Prinzen [[Gabriel VI.|Gabriel]] ein Sohn und Thronfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gabriel V. setzte die von Belavís eingeleiteten Protestantenverfolgungen sowie eine oftmals als absolutistisch bezeichnete Machtpolitik fort. Er stärkte die Macht des Königs gegenüber dem Hochadel und konsolidierte so seine Herrschaft. Die von Belavís eingeleitete Politik einer frühmerkantilistischen Wirtschaft führte Gabriel zu einem ersten Höhepunkt. Gabriel V. gilt als letzter Monarch des „Goldenen Jahrhunderts“ in Sagradien und als großer Förderer der Künste und der Philosophie. An seinem Hof kamen zahlreiche Denker der [[Sagradische Klassik|Spätklassik]] zusammen, von denen [[Santiago Calles]] der bedeutendste war. Unter seiner Herrschaft wurde darüber hinaus der Bau der im 16. Jahrhundert begonnenen [[San Docién in Celu|Kathedrale von Semess]] vollendet. Gleichzeitig förderte Gabriel V. den jungen begabten Barockmaler [[Sebastián Bexente]] (1601-1680), den er in seinen letzten Lebensjahren zum Hofmaler machte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Außenpolitisch schloss Gabriel nach Jahren der Entspannung mit den Habsburgern an die Tradition der antispanischen Politik an und schloss ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Dem Bündnis entsprang schließlich auch die Hochzeit seines ältesten Sohnes [[Gabriel VI.|Gabriel]] mit Marie de Bourbon, Tochter Heinrichs IV. von Frankreich. Dennoch hielt Gabriel Sagradien erfolgreich aus dem Dreißigjährigen Krieg heraus. Stattdessen konzentrierte er sich auf einen Ausbau und eine Konsolidierung des Kolonialreichs in der neuen Welt, wo er 1599 als erste sagradische Besitzung in Nordamerika die Kolonie [[Nova Scantia]] entlang des Savannah River im heutigen Georgia gründete, die später an England fiel. Da Sagradien in der fast 50-jährigen Regierungszeit Gabriels in keinen größeren Krieg verwickelt war, gilt Gabriel als Friedensfürst. Ausnahme bildete der kurzlebige so genannte [[Ligrischer Krieg|Ligrische Krieg]] 1620/21 um den Besitz der [[Westligre]] gegen [[Micolinien]], der für Sagradien erfolgreich endete. Seine mit 49 Jahren überaus lange Herrschaftszeit wird auch als &amp;quot;[[Era Gabrielina]]&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem seine erste Frau Marie von Vienne gestorben war, heiratete Gabriel 1625 die [[Königreich Cuentez|cuentezische]] Prinzessin María Luísa, eine jüngere Schwester der Könige [[Karl II. von Cuentez|Karl II.]] und [[Maximilian I. von Cuentez]]. Aus dieser Ehe ging die Tocher Ana Teresa (*1627) hervor, die 1655 ihren sieben Jahre jüngeren Vetter [[Karl III. von Cuentez]] heiratete. Nach Gabriels Tod im Jahr 1640 folgte ihm sein Sohn [[Gabriel VI.]] auf dem Thron nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=S%C3%AAcolo_d%27Or&amp;diff=8859</id>
		<title>Sêcolo d'Or</title>
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		<updated>2012-03-05T23:02:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Goldenes Zeitalter''' (sagr. '''Sêcolo d’Oro''') bezeichnet man in [[Sagradien]] das Zeitalter wirtschaftlicher und v.a. kultureller Blüte von ca. 1520 bis in die 1640er Jahre hinein, das von der sagradischen Renaissance bis zum Barock reicht und die Hochphasen sagradischer Renaissancekunst und poetischer [[Sagradische Klassik|Klassik]] umfasst. Als Eckdaten der Epochenbildung werden gerne der Amtsantritt [[David I.|Davids I.]] 1509 sowie der Tod [[Gabriel V.|Gabriels V.]] 1640 angeführt, während sich Formen der Renaissancemalerei und der humanistischen Dichtung jedoch bereits im 15. Jahrhundert finden, die Hochphase der bildenden Kunst jedoch erst in den 1520ern, die der klassischen Dichtung in den 1550er Jahren angesetzt wird. Politisch und wirtschaftlich beschreibt das Goldene Jahrhundert den bereits unter den [[Haus Santori|Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert begonnenen Aufstieg Sagradiens von einer westeuropäischen Mittelmacht zur europäischen Großmacht und Weltmacht mit einem florierenden Handelsimperium und einem expandierenden Kolonialreich in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Periodisierung ===&lt;br /&gt;
Bezüglich des Sêcolo d'Oro bestehen zahlreiche divergierende Periodisierungsmöglichkeiten, von denen zwei besonders verbreitet sind. Einerseits wird das Sêcolo in etwa drei gleich lange Phasen eingeteilt, die sich grob an den Regierungszeiten der sagradischen Könige orientiert. Danach folgt der ersten Phase, der so genanten ''Era Davidêsa'' unter König [[David I.]] (1509-1543), eine mittlere Phase, der ''Era Joanita'' oder ''Era Joanita-Filipina'' unter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Sohn [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591), ehe unter [[Gabriel V.]] (1591-1640) die abschließende ''Era Gabrielina'' folgt. Allgemein kann man jedoch auch die erste Phase als ''Era Tulinêsa'' von der zweiten ''Era Semescal'' abgrenzen. In Tulis schließlich folgt klassischerweise auf die ''Era Davidêsa'' (etwa bis 1550) die so genannte ''Era Portuguesa'' (1550-1580), in der Tulis nur Vizekönigssitz der Könige in Lissabon war, ehe die ''Era Reina Leonor'' (ca. 1580-1610) unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez|Eleonore]] wieder einen machtpolitischen und künstlerischen Aufstieg bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisch-Kulturelle Hintergründe ===   &lt;br /&gt;
Nach den Wirren des [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Kriegs]] zwischen den Kronen [[Sagradien]]s und [[Micolinien]]s war 1457 mit dem Haus Santori eine neue Königsdynastie auf den sagradischen Thron gekommen, welche die Herrschaft über Sagradien und die [[Tulinesische Republik]] vereinte und unter den Königen [[Jakob III.]], [[Jakob IV.]] und [[Peter I.]] zu einer gesamteuropäischen Macht heranwuchs. Unter dem von den bedeutenden Humanisten [[Ercule Schiatti]] und [[Geert van Stael]] erzogenen [[David I.]] (1509-1543), der 1521 auch die Herrschaft über Portugal antrat und damit über ein Weltreich herrschte, erreichte das sagradisch-tulinesische Reich schließlich einen politischen Höhepunkt. Seefahrer und Entdecker wie [[Santo Aziz]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]], [[Nuno Guavo]] und [[Joán Caballes]] erkundeten in seinem Namen die Weltmeere und bauten ein erstes [[sagradisches Kolonialreich]] auf.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in den Bildenden Künsten ===&lt;br /&gt;
Auch der Hof Davids und seiner ersten Frau Luisa d'Avis in Tulis wurde bald zu einem kulturellen Zentrum und zum Hauptort der sich entwickelnden sagradischen Renaissance. Auf die bereits unter seinen Vorgängern in Tulis wirkenden Renaissance-Künstler wie [[Nicola Vacheotti]] und [[Donado Celeste]] folgte eine zweite Generation hochbegabter Maler, Bildhauer und Architekten um die beiden Großen [[Don Cabal]] (''Francès Cabal de Safora'') und [[António Volero]], die in fruchtbarem künstlerischen Wettbewerb zueinander standen und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornten. Dabei galt der ältere Volero als der akribischere und der beiden, der einen Stil klassischer Schönheit, Harmonie und Nüchternheit bevorzugte, während Cabal das Genie verkörperte und vor allem in seinem Spätwerk zu individuellen Neuerungen und von Zeitgenossen heftig kritisierten Manierismen neigte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 und der folgende Thronfolgestreit ([[Lilienkrieg]]) stellt eine Zäsur im sagradischen Sêcolo d’Oro dar, welche die frühe so genannnte ''Tulinesische Phase'' bis 1550 beendete und zur ''Semestiner Phase'' überleitete. Gleichzeitig kann von einem allmählichen Übergang der sagradischen Hochrenaissance zur Spätrenaissance und danach zum Frühbarock gesprochen werden. Während Don Cabal in Tulis blieb und sich seinem Spätwerk widmete, zog Volero um 1550 an den neuen Hof [[Johanna I.|Johannas I.]] (1543-1568) und ihres Mannes [[Michael III.]] (1543-1552) nach [[Semess]]. Jedoch dominierte bald eine neue Riege manieristischer Maler, die das Zeitalter der Spätrenaissance einläuteten und zum Frühbarock überleiteten. Der ebenfalls aus Tulis nach Semess gezogene Pier-Laurenço Domínguez de Gilán, genannt [[Tulinês]] (auch ''Lorenzo Tulinês''), stieg zum Hofmaler König Johannas und ihres Sohnes [[Philipp VII. Jakob]] (1568-1591) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nun zur neuen Hauptstadt Sagradiens ausgebauten [[Semess]] wurden nun im so genannten ''Estilo Reina Joana'' zahlreiche neue Bauten verwirklicht, während Tulis unter den portugiesischen Königen [[Johann III. (I.) von Portugal und Cuentez|Johann]] und [[Sebastian I. von Portugal und Cuentez|Sebastian]] in den weltpolitischen Schatten geriet, ehe es erst unter Königin [[Eleonore I. von Cuentez]] wieder zur Hauptstadt des [[Königreich Cuentez|azumarischen Königreichs]] wurde. Im späten 16. Jahrhundert wurde auch mit dem Neubau der Semestiner Kathedrale [[San Docién in Celu]] nach den Plänen von [[Lorenzo Desquiero]] begonnen. Am Hof Eleonores I. in Tulis traten nun [[Jofré de Gilard]] und [[Francès Murán de Fosa]] die Nachfolge der Altmeister Cabal und Volero an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hof [[Gabriel V.|Gabriels V.]] (1591-1640) entwickelte sich schließlich der sagradische Barock. Zum wichtigsten Maler dieser Epoche wurde [[Sebastian Bexente]], der besonders in seinen frühen Jahren wichtige Werke schuf und in der Tradition Caravaggios einen ausdrucksstarken Stil entwickelte. Weitgehend unabhängig davon entwickelte sich auch in Tulis eine eigene Barock-Schule heraus (''Baroque Azoumaresc''), zu deren wichtigsten Exponenten [[Francisco Fran]] und [[Mauro Calestín]] gehörten und die unter König [[Maximilian I. der Prächtige|Maximilian dem Prächtigen]] (1617-1654) einen Höhepunkt erreichte. Nach dem Tod Gabriels V. setzen Historiker das Ende des Goldenen Zeitalters an. Für die bildenden Künste sprechen setzen manche jedoch bereits das Ende der Tulinesischen Phase um 1550, andere dagegen erst den Tod Sebastians 1681 an, jedoch kann argumentiert werden, dass die Blütephase sagradischer bildender Künste sich zwischen den Hochphasen der Renaissancemalerei Cabals und Voleros in den 1520er Jahren und der Hochphase der Barockmalerei Sebastians in den 1620er bis 1640er Jahren abgespielt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Goldene Jahrhundert in Literatur und Dichtung ===&lt;br /&gt;
Neben den bildenden Künsten der Renaissance und des frühen Barock ist das Goldene Zeitalter Sagradiens wesentlich von der Blütephase sagradischer Literatur in der so genannten sagradischen Klassik geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Sagradien eine vom Humanismus geprägte vorklassische Literatur, zu deren hervorragenden Vertretern die mittelsagradischen Dichter [[Georgo Frances de Herrera]] und [[Mariano Illiegues]] gerechnet werden können. Auch die [[Asumerische Sprache|asumerische]] Dichtung [[Josefe Borrard]]s, der durch seine Geschichtensammlung „[[la Fontana]]“ berühmt wurde, kann zur Vorklassik gezählt werden und zeigte sich besonders einflussreich auf die spätere Literatur der Früh- und Hochklassik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 entwickelte sich parallel zur sagradischen Renaissancekunst auch eine von der italienischen Klassik und der antiken Philosophie und Dichtung geprägte Literatur. Die Dramen- und Komödiendichter [[Marcantónio Verosán]] und [[Erculo Danieles Scarça]] gelten als Hauptvertreter der Frühklassik bis etwa 1540, zu denen auch der Lyriker [[Manuel Braga]] gerechnet wird, der die Sonettform in die sagradischen Lyrik einführte. Auch in der sagradischen Literatur vollzog sich zwischen 1540 und 1550 mit den politischen Geschehnissen des Thronfolgekriegs ein Wandel, der jedoch unter der Förderung der Königin [[Johanna I.|Johanna]] erst die eigentliche Blütephase einleitete, die von der Literatur des wichtigsten Vertreters sagradischer Dichtkunst [[Celiano Nacoma]] geprägt ist. Seine Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1601 wird als Hochklassik bezeichnet, in die auch das Werk [[Plácido Cosança]]s fällt. Die zeitlich parallel verlaufende epische [[Duerez]]er „[[Besangua]]“-Literatur von [[Rodrigo Mêrces]] und [[António Man]] kann als Sonderform der Hochklassik angesehen werden. Ein großer Förderer der klassischen Dichtung Sagradiens war König [[Philipp VII. Jakob]], genannt der ''Dichterkönig'', der selbst schrieb und zunächst als Prinz und später als König bekannte sagradische Literaten um sich sammelte. Nach dem Tod Cosanças 1594 und dem Nacomas 1601 leutete die so genannte Spätklassik ein, die erste Zerfallserscheinungen aufweist, aus denen das Werk [[Manuel Orraio]]s mit seiner strengen Dramenform noch einmal deutlich herausragt. Der Philosoph, Literat und Naturwissenschaftler [[Santiago Calles]] gilt als Hauptvertreter der sagradischen Frühaufklärung und wird oft noch in die Spätphase der sagradischen Klassik eingeordnet. Orraios Tod 1645 gilt in der Literaturwissenschaft im Allgemeinen als endgültiger Schlusspunkt der sagradischen Klassik. Die folgende, auch als „Decadença“ bezeichnete Literatur des sagradischen Barock weist deutliche qualitative, thematische und formale Brüche mit der Klassik auf.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
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		<title>Johann Franz</title>
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		<updated>2012-03-05T23:00:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Johann Franz von Santori''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Joán Francisco de Sántori'', [[Asumarische Sprache|asum.]] ''Joán Francês de Sàntori'', *1700, †1749) war als ''Johann Franz I.'' Graf von Nadal und Prinz von Cuentez, als '''Johann III. Franz''' [[König von Cuentez]] (1725-1744) sowie seit 1723 als Mitherrscher seiner Frau [[Maria I.]] und nach deren Tod 1735 allein [[König von Sagradien]] (1723-1749).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Don Joán Francisco wurde 1700 im sagradischen [[Carravil de Nadal]] als Sohn von [[Don Francisco de Diegue|Prinz Francisco von Cuentez]] und Carlota de Sesín geboren. Er wuchs zunächst am Hof des sagradischen Königs [[Danadier II.]] in [[Semess]] auf. 1699 war sein Urgroßvater [[Manuel I. von Cuentez|Manuel I. der Alte]] in hohem Alter von 75 Jahren [[König von Cuentez]] geworden, sein Vater erhielt den Titel eines Vizegrafen von Diegue, sein Onkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian]] den traditionellen Thronfolgertitel eines [[Prinz von Cuentez|Prinzen von Cuentez]]. Im Jahr 1701 starb Manuel der Alte im Alter von 77 Jahren und übergab den Königstitel und die Herrschaft über die relativ geringen Besitzungen an seinen Enkel [[Maximilian II. von Cuentez|Maximilian II.]], den älteren Bruder Franciscos und Onkel Joán Franciscos. Bereits als Kind lernte Johann Franz seine zwei Jahre jüngere Verwandte [[Maria I. Luise|Maria Luise von Sagradien]] kennen, die Tochter von König Danadier II. Eine Zeit lang wurden beide gemeinsam erzogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1708 stand Sagradien im Spanischen Erbfolgekrieg zunehmend auf verlorenem Posten. Der Krieg, in dem Maximilian II. für den sagradischen König [[Danadier II.]] kämpfte, entwickelte sich für den sagradischen König zu einem Desaster und mündete unmittelbar in den [[Sagradischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieg der Koalition]], in dem Maximilian II. die antiroyalistischen &amp;quot;[[Coalicionarioes]]&amp;quot; unterstützte und unter den symbolischen Schutz des cuentesischen Königs stellte. Maximilian versprach sich vor allem Gebietsgewinne entlang der Blaumeerküste sowie eine neue sagradisch-cuentezische Allianz gegen die Hegemonie der Bourbonenstaaten Frankreich und Spanien und Schutz gegen Micolinien. Mit einem propagandistischen Großangriff in Sagradien versuchte er die Sympathien der Bevölkerung und der königstreuen oder unentschiedenen Adligen zu erwerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisse im Koalitionskrieg ===&lt;br /&gt;
Als Prinz von Cuentez beteiligte sich der junge Johann Franz aktiv im Krieg gegen die Royalisten, der mit der Gefangennahme Danadiers II. 1718 vorerst beendet wurde. Als Mitglied der neu einberufenen Ständeversammlung gehörte Johann Franz danach zu den Anhängern eines ''Regimen Mixtum et Moderatum'', das eine Mitherrschaft der Stände an der königlichen Regierung vorsah, eine weitere Radikalisierung der Ereignisse aber ablehnte. Nach dem Tod seines Vaters Prinz Francisco im Jahr 1720 wurde Johann Franz als nächster Verwandter Maximilians II. zu dessen Erben designiert und erhielt den Titel eines [[Prinz von Cuentez|Erbprinzen von Cuentez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung König [[Peter II.|Peters II.]] in der Semestiner [[Maiblutnacht]] 1721 stellte sich Johann Franz gegen die radikalen Republikaner unter Führung von [[Simón Bernord]] und war als Heerführer an der Belagerung [[Semess]]' im Herbst 1721 beteiligt. Nach der Niederschlagung der republikanischen Aufstände wurde Johann Franz als möglicher künftiger König gehandelt. Als deutlich wurde, dass eine friedliche Einigung mit dem im Exil befindlichen Bruder Danadiers II. und Peters II. Herzog [[Philipp Karl von Viça]] an dessen Weigerung scheitern würde, das ständische Kondominium zu akzeptieren, gingen die Anhänger Johann Franz' schließlich in die Offensive und lancierten dessen Kandidatur um den Thron. König Maximilian II. arrangierte schließlich die Verlobung seines Neffen und Erben mit [[Maria I. Luise|Maria Luisa]], einer Tochter König [[Danadier II.|Danadiers II.]]. Die Stände benannten diese schließlich als Erbin der Krone und trugen dem jungen Paar schließlich gemeinsam die Königswürde an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krönung zum sagradischen König === &lt;br /&gt;
Nach längeren Verhandlungen mit den Generalständen kam es 1723 zum Staatsvertrag zwischen den sagradischen Generalständen und König Maximilian II. von Cuentez. Feierlich wurde Johann Franz die Krone angetragen, diese sollte er aber erst nach der Hochzeit mit [[Maria I. Luise|María Luísa de Santori]], der Tochter König Danadiers II., sowie nach dem Schwur auf die Gesetze der Versammlung, die [[Codices Magna]], antreten. Im Juli kam es in [[Semess]] zur Hochzeit, im August schworen Joán Francisco und seine Ehefrau vor der Versammlung, die Codices Magna zu beachten und im September wurden beide in [[Noyar]] zu König und Königin gekrönt. Damit hatte das Königreich Sagradien nach zweijährigem Intermezzo wieder ein Herrscherpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie. Im Laufe ihrer Regierungszeit konnten beide jedoch den Einfluss der Cortes, die allein das Königspaar einberufen und auflösen konnte, immer mehr zugunsten der königlichen Befugnisse zurückdrängen. Im Jahr 1725 starb Johanns Onkel Maximilian II. und Johann III. Franz erbte die cuentesische Königskrone, die er feierlich entgegennahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch brach das Paar mit dem lange gepflegten Frankreich-Bündnis der späten Santori-Valier und orientierte sich zunehmend am liberalen England sowie an Österreich. 1736 schloss Sagradien mit Micolinien den [[Vertrag von Diegue]], in dem er zahlreiche Grenzkonflikte niederlegte. Im Innern förderten Joán Francisco und María Sagradiens Kultur, Wissenschaft und Handel. Johann gilt zudem als erster aufgeklärter Monarch Sagradiens. Er war begeistert von den Ideen der französischen Aufklärer und ein großer Anhänger von [[Santiago Calles]]. Zudem berief er einige Gelehrte an seinen Hof in Semess. Sein aufgeklärter Regierungsstil und sein Versuch, Sagradien durch Reformen zu modernisieren, führten mehrmals zu Spannungen mit der katholischen Kirche, die um ihre Machtstellung im Königreich fürchtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann herrschte in Cuentez als legitimer König in der Blutslinie, in Semess jedoch „nur“ als Mann seiner Ehefrau (''de iure uxoris''), welche die legitimen Thronrechte hielt. Damit war Johann seiner Ehefrau in Tulis theoretisch voran- und in Semess untergestellt. Jedoch waren beide in der Theorie gleichberechtigte Herrscher und es blieb zu Lebzeiten der beiden umstritten, in wiefern sich die Herrschaft Johanns in Sagradien auf das Erbrecht seiner Frau oder auf die Wahl der Stände gründete, die in freiem Entschluss Johanns als neuen König erwählt hatten. Als Königin María I. 1735 an den Folgen einer Totgeburt starb, wurde das Problem aktuell. Da nur eine gemeinsame Tochter Johanns und Marias namens [[Maria II. Franziska|María Francisca]] lebte, stellten sich die sagradischen Cortes auf die Position, dass Johann III. qua Wahl durch die Stände und eigenes Blutrecht (als Urenkel [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]]) auch nach dem Tode seiner Frau und seines Sohnes rechtmäßiger König des Landes sei. Der [[Akt von Vierna]] vereinigte die Stände von Sagradien und Tulis-Cuentez vollzog damit de facto, aber nicht de jure den Schritt von der Personal- zur Realunion. Das Königreich von Sagradien und Cuentez erklärte der Akt für untrennbar und die Codices Magna als verbindlich für das gesamte Reich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachfolgefrage ===&lt;br /&gt;
Gemeinsam erließen König und Stände zudem eine neue Nachfolgeregelung, welche die Codices Magna ergänzten. Darin versuchte Johann, die dynastische Nachfolge seiner einzig verbliebenen Tochter [[Maria II. Franziska|Dona María Francisca]] zu bestätigen, musste aber den Ständen ein Mitspracherecht einräumen. Gemäß der neuen Nachfolgeordnung aus dem Jahr 1738 wurde die dreizehnjährige María Francisca - bereits zuvor zur Thronfolgerin in Cuentez proklamiert, nun als Thronfolgerin auch der sagradischen Krone bestätigt und erhielt den Titel einer [[Prinz von Sarmay|Prinzessin von Sarmay]]. Jedoch sollten die Stände nun auch bei der Wahl ihres Gatten, des zukünftigen Königs, ein Mitspracherecht erhalten. Als María Francisca 1742 im Alter von 16 Jahren Johanns Schwager aus erster Ehe [[Anton II.|Antonio Raimundo di Piacone]] heiratete, musste dieser einen Eid auf die Codices Magna ableisten und wurde damit möglicher zukünftiger König an der Seite Maria Franciscas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Johann Franz am Tod seiner Frau María stark litt, entschloss er sich 1739 zu einer neuerlichen Heirat, um doch noch die Möglichkeit auf einen männlichen Thronfolger zu haben. Die Wahl fiel schließlich auf die neunzehnjährige Maria Eleonore von Österreich, eine Tochter Kaiser Karls VI. und Schwester Maria Theresias. Seit 1740 befand sich Sagradien als Mitglied der Pragmatischen Allianz mit Österreich und Großbritannien im Krieg gegen Frankreich, Preußen und ihre Verbündete. Aus der Ehe mit der Habsburgerin ging 1745 schließlich unerwartet doch noch ein männlicher Thronfolger namens [[David II.|David Johann]] hervor. Der Krieg gegen Frankreich wurde 1748 beendet und brachte für Sagradien keine Gebietsgewinne. Als Johann Franz bereits im Folgejahr überraschend starb, folgte ihm sein erst vierjähriger Sohn als [[David II.]] auf den Thron. Dessen Tod 1754 stürzte das Santori-Reich schließlich in einen Abgrund und führte schließlich zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] um die Nachfolge durch Johanns Tochter [[Maria II. Franziska]] und ihren Mann [[Anton II. Raimund]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Sagradien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: König von Cuentez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Geschichte Sagradiens</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Geschichte Sagradiens'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Altertum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagrische Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ersten Zeugnisse einer [[Sagrer|sagrischen]] Frühkultur stammen aus dem 14. Jahrhundert v.Chr.; die ersten indogermanischen Völkerwanderungsstämme aus Osteuropa ließen sich in [[Sagradien]] und [[Micolinien]] im 12. Jahrhundert v. Chr. nieder und vermischten sich rasch mit der Urbevölkerung. Den Römern waren diese Stämme später als 'Sagrer' (''Sagri'') bekannt, wobei grob zwischen süd- und mittelsagrsichen sowie asumarischen Stammesgruppen unterschieden werden kann. Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. drangen keltische Stämme aus Gallien auf die Halbinsel vor und siedelten besonders im Norden und Nordosten der sagradischen Halbinsel. Dabei kam es auch oft zu Verschmelzungen mit einheimischen sagrischen Stämmen, sodass man häufig von einer ''[[Sagrokelten|sagrokeltischen]] Kultur'' spricht. Im Süden entwickelte sich eine ausgeprägte sagrische Kultur. Besonders der [[Blaumeerraum]] wurde zu einem Zentrum sagrischer Siedlungen mit den [[Piäer]]n (lat. Piaei) und [[Sisinen]] (lat. Sisini) als wichtigste Stämme an der östlichen und [[Mikoläer]]n (lat. Micolaei) als dominierende Stammesgruppe an der westlichen Blaumeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung Sagradiens durch die Römer und römische Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Bereits Iulius Caesar eroberte in den gallischen Kriegen seit 59 v.Chr. Teile Nordostsagradiens, indem er zunächst die gallischen Stämme der [[Vikier]] und [[Amorier]] unterwarf. Im Jahr 54 v. Chr. riefen die [[Saloer]] Caesar zur Hilfe gegen die keltischen [[Cabeser]] und [[Noiarer]], die zu dieser Zeit nach Süden und Westen drängten und damit die Saloer bedrohten. Caesar nutzte die Gelegenheit, um den keltischen Norden der Halbinsel zu erobern und als Provincia [[Sagradia Citerior]] dem römischen Herrschaftsbereich einzugliedern. Zu dieser Zeit unterhielt Rom zu einigen sagrischen Stämmen, besonders zu den [[Aider]]n an der Südküste der Halbinsel freundschaftliche Verhältnisse und betrieb regen Handel mit ihnen. Unter Augustus wurde die Eroberung Sagradiens durch die Römer fortgesetzt. Nachdem zunächst die Streitigkeiten der sagrischen Stämme untereinander und mit den Sagrokelten, die den Römern weniger feindlich gegenüberstanden, weitergeführt worden waren, schlossen verschiedene sagrische Stämme ein Bündnis, welches aber auch die Invasion der römischen Legionen nicht aufhalten konnte. Augustus selbst eroberte im Jahr 25/24 v.Chr. ganz Sagradien, konsolidierte die Herrschaft im Gebiet bis zum [[Saidel|Fluvius Saidelius]] und [[Bordêu|Fluvius Bordeus]] und gründete die Provinz [[Sagradia Ulterior]]. Rom trennte damit erstmals die beiden Teile der Halbinsel in ein römisches Sagradien östlich von [[Blaumeer]] und [[Konsetten]] und ein Gebiet westlich dieser natürlichen Grenzen, das erst unter Kaiser Claudius im 43 als [[Provincia Micolina]] unter römische Herrschaft kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 18 v. Chr. trat der römische Statthalter beider Sagradien, Q. [[Valerius Tullianus Sagradianus]], mehrere Feldzüge gegen eine sagrische Allianz aus Aidern, Micoläern und Sisinen an, die mit der Eroberung Sagradiens endeten. Augustus teilte daraufhin im Jahr 14 v. Chr. die Sagradia Ulterior in eine kaiserliche Provincia [[Sisinia]] mit der Hauptstadt [[Tules|Tulisium]] (das heutige Tulis) und eine senatorische [[Provincia Duerensis]] mit der Hauptstadt [[Duerez|Colonia Duerensis]] (das heutige Duerez) am [[Duero|Fluvius Duerus]] auf. Ein letzter großer [[Sagreraufstand|sagrischer Aufstand]] unter dem aidischen Feldherrn [[Asilië]] endete für Rom verlustreich, konnte von Tullianus aber im Jahr 8 v. Chr. niedergeschlagen werden. Ihr Anführer Asilië wurde später als sagradischer Nationalheld verehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kelten wurden sehr schnell assimiliert, aber auch die Sagrer nahmen nach den anfänglichen Widerständen  in den folgenden Jahrhunderten die Herrschaft und Kultur Roms an, sodass eine sagro-römische Mischkultur entstand. Mit den großen Städten [[Gerón|Geronia]], [[Noyar|Augusta Noiarorum]], [[Duerez|Colonia Duerensis]] und vor allem dem „sagrischen Rom“ [[Tulis|Tulisium]] entstanden neue Zentren der römischen Kultur in Sagradien. Aus dem auf der Halbinsel gesprochenen Vulgärlatein entwickelten sich allmählich die [[Sagradische Sprache|sagradischen Dialekte]] und die gesamte [[Sagroromanisch|sagroromanische Sprachgruppe]]. Nach der diokletianischen Verwaltungsreform wurden die drei Sagradien einer eigenen [[Dioecesis Sagradiae]] eingegliedert und die [[Provincia Geroniensis]] (seit 27 v. Chr. Name der Sagradia Citerior) in die Provinzen [[Ligria]], [[Sagradia Ostiniensis]] und [[Sagradia Noiarensis]] unterteilt.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Frühmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Germanen und Zerfall der römischen Herrschaft ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts drangen mit den [[Alkonen]] und [[Herkanden]] von der iberischen Halbinsel aus germanische Stämme auf das Gebiet des römischen Sagradiens vor und gründeten frühe Reiche, von denen das Alkonenreich im Süden zum ersten germanischen Staat in Sagradien wurde. Die Herkanden wurden wiederum zur Mitte des Jahrhunderts von den einfallenden [[Skanten]] nach Südmicolinien verdrängt, zwischen 450 und 480 folgten die [[Golen]], die sich an der Nordküste des Blaumeers ansiedelten. Die fast 500-jährige unumschränkte Herrschaft Roms auf der Halbinsel endete 462, als der letzte römische Statthalter in Tulis getötet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Reich der Skanten, die den gesamten Norden Sagradiens und Micoliniens besiedelten, zerfiel bald in kleinere Stammesgruppen. Als 476 der letzte weströmische Kaiser abdankte, erstreckte sich die germanische Herrschaft schon fast über ganz Sagradien. Die Stämme verschmolzen relativ rasch mit der romanischen Bevölkerung, wobei die Germanen nicht selten die Führungsschicht bildeten. Die lange Zeit florierenden Städte erlebten einen Niedergang und wurden zum Teil schwer verwüstet. Nachdem die arianischen Skanten bereits im im frühen 6. Jahrhundert die lateinisch-trinitarische Religion der romanischen Bevölkerungsmehrheit angenommen hatten, ließ sich mit dem Alkonenkönig [[Berrakred I.]] der letzte arianische Herrscher Sagradiens katholisch taufen. Auch die vulgärlateinische Sprache der Bevölkerung wurde bald von den germanischen Eliten in allen Reichsteilen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der muslimischen Numerer in Alconía ===&lt;br /&gt;
In einem alkonischen Erbstreit zu Hilfe gerufen, fielen zur Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus im Süden Sagradiens muslimische Mauren aus Spanien ein, die in Sagradien den Namen [[Numerer]] erhielten. Diese konnten rasch das gesamte Gebiet der Alkonen erobern und besiegten 757 den letzten Alkonenkönig [[Rikkrik]] (Regrigo). Sie errichteten das zunächst vom Kalifat in Damaskus abhängige [[Emirat von Duerez]] (arabisch: Dohaz), das sein Herrschaftsgebiet im Laufe der folgenden Jahre bis kurz vor [[Tulis]] und [[Óstino]] ausbauen konnte und die verschiedenen alkonisch-romanischen Bevölkerungsgruppen aufnahm. Die muslimischen Numerer verhielten sich gegenüber der christlichen Bevölkerung weitgehend tolerant und verzichteten auf eine Zwangsislamisierung. Während der Herrschaftsjahre der arabischen Emire blühten im Süden Kultur und Handelswesen, wovon auch die christlichen Königreiche im Norden profitierten, die die Herrschaft nach kurzer Zeit der Kriege akzeptierten und rege Handelsbeziehungen mit den Numerern aufnahmen. Die Städte gewannen wieder an Bedeutung. Unter der Herrschaft der Numerer in Südsagradien wurden u.a. die Städte [[l'Artir|Al Hadir (L’Artir)]], [[Lemez|Al Hamaz (Lemez)]] und [[Nalcaz|Na Al Qaz (Nalcaz)]] gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roderich der Große und der Aufstieg des Skantenreiches ===&lt;br /&gt;
Im Skantenreich konnte der Adlige [[Segila]] sich um 753 als [[König der Mittelskanten]] etablieren und die dortige [[Orsoniden]]dynastie beerben. Seinem seit 761 regierenden Sohn [[Roderich der Große|Roderich dem Großen]] gelang es 763 die streitenden Großen seines Reichs unter seiner Führung gegen die arabische Bedrohung zu vereinen. 763 besiegte sein Heer bei [[Tarravillas]] die anstürmenden Numerer, was zusammen mit dem Sieg Karl Martells bei Tours und Portiers als Ende der muslimischen Expansion in Westeuropa angesehen wird. Nach der Schlacht bei Tarravillas zerfiel die Allianz jedoch wieder. Die Reichsteile Scantias, seit Jahrzehnten bereits ohne gemeinsame Herrschaft, bekundeten wieder ihre Eigenständigkeit. In mehreren Kriegszügen gelang es Rodrigo jedoch, zunächst den mächtigen [[Lojandía|lohandischen]] und dann die [[Ligre (Landschaft)|ligrischen]] und [[Westligre|westligrischen]] Provinzfürsten zu besiegen und zentralskantische, lohandische und ligrische Reichsteile wieder unter seiner Herrschaft zu vereinen. Er schuf eine straffe Verwaltungsstruktur und führte Scantia dadurch zu einer kulturellen und politischen Blüte. In Kriegen gegen [[Golen]], [[Bretonen]] und [[Herkanden]] sowie gegen die zurückweichenden [[Numerer]] eroberte er neue Gebiete für das Skantenreich. Bei seinem Tod 797 erstreckte sich das Reich Roderichs auf beiden Seiten des [[Ligrisches Meer|Ligrischen Meers]] von [[Albero]] bis in die [[Bretagne]] und von [[Perin]] bis an die sagradische und micolinische Nordküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise des Skantenreichs und Gründung des Königreichs Sarmay ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Roderichs des Großen zerfiel dessen Reich wieder unter den Söhnen Roderichs. Der [[Vertrag von Disiés]] bewirkte 799 die Teilung Scantias. Der älteste Sohn [[Barungar]] erhielt den Westen des Reichs mit dem gesamten Norden Micoliniens, Teilen [[Litien]]s und Gebieten nördlich und sülich des [[Ligre]], sein jüngerer Bruder [[Albreth der Kluge]] den Osten mit [[Lojandía]], der [[Mesa]] und den [[Amoria|amorischen]] Grenzgebieten, jedoch konnte er das umstrittene [[Mittelskanten|Zentralscantia]] zwischen Ligre und [[Konsetten]] weitgehend unter seine Herrschaft bringen. Der jüngste Sohn [[Ferrigo]] erhob 808 ebenfalls Anspruch auf die Königswürde, was zum Bruderkrieg führte. Im [[Vertrag von Torell]] 812 einigte man sich auf eine Dreiteilung aufkosten Albreths, der die südlichen Teile seines Gebiets an Ferrigo abgeben musste. Die Thronstreitigkeiten im Skantenreich schufen an der numerisch-skantischen Grenze zu einem Machtvakuum, in das der Provinzfürst [[Dián von Sarmay]] stieß, der im Kampf gegen die Numerer mehrere angrenzende Gebiete erobern und sich vom Skantenreich weitgehend unabhängig machen konnte. Nach dem Tod Ferrigos nahm Dián von Sarmay 818 den Königstitel an und übernahm die Kontrolle über die südlichen Reichsgebiete, namentlich [[Sagonte]], Teile [[Sesín]]s, [[Croer]] und [[Óstino]]. Auch die als Markgrafschaften eingerichteten [[Asumarische Grafschaften|Gebiete am Blaumeer]] konnten bald eine erhebliche Eigenständigkeit vom Skantenreich erhalten. Die sich seit dem späten 8. Jahrhundert ständig wiederholenden Angriffe norwegischer Wikinger auf das sagradische und nordmicolinische Festland schwächte die Skanten zunehmend. Mit der Gründung eines eigenen nordischen Reichs an der Nordküste Micoliniens, dem sogenannten [[Perutinger]]reich, wurden die Skanten weitgehend aus Nordmicolinien verdrängt. Nach dem Tod König Barungars 825 trat Albreth der Kluge die Alleinherrschaft im Rest des Skantenreichs an und beendete vorerst die Zeit der inneren Schwäche, jedoch konnte er [[Königreich Sarmay|Sarmay]] und [[Königreich Perucía|Perucía]] nicht zurückerobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aerich der Große und der Beginn der ''sagradischen Reconquista'' ===&lt;br /&gt;
Bereits seit Beginn des 9. Jahrhunderts machten sich im westlichen Teil des Numererreichs Auflösungserscheinungen breit. Die alkonischen Eliten beugten sich nur ungern unter die arabische Herrschaft und bereiteten der Zentralmacht Duerez' mit mehreren Rebellionen große Schwierigkeiten. 852 machte sich der westalkonische Fürst [[Berrigo von Liez und Corar|Berrigo]] zum [[Königreich Liez-Corar|Dux Alconum]] und sagte sich von der muslimischen Oberhoheit des Emirats von Duerez los. In mehreren Kriegen konnte er seine Herrschaft konsolidieren, doch zerfiel sie wieder unter seinen streitenden Söhnen [[Aerich der Große|Arrigo]] und [[Regrigo von Liez und Corar|Regrigo]]. Nachdem sich Arrigo 859 durchgesetzt hatte, nahm er die Kriege seines Vaters wieder auf und eroberte [[Oller]] und [[Sur Pinia|Südpin]]. Danach wandte er sich gegen Sarmay und eroberte Teile Sesíns. 877 erreichte er die Auslieferung der Alkonenkrone durch die Numerer, 878 wurde sein Reich endgültig auch von Sarmay anerkannt. Jedoch zerfiel es nach seinem Tod 882 wieder unter seinen Söhnen [[Arrigo II. von Liez und Corar|Arrigo II.]] und [[Fildrigo von Liez und Corar|Fildrigo]], Südsesín musste wieder an Sarmay abgegeben werden. Erst [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigo III.]] (898-915) erreichte wieder ein vergleichbar machtvolles Königtum wie Arrigo der Große. Er konnte von den zahlreichen Teilungen und Thronstreitigkeiten in Sarmay profitieren, indem er Einfluss auf die mächtigen Provinzfürsten im Sarmayenreich ausübte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin der Eroberer und die Gründung des Reiches ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Dián III. von Sarmay|Dians III. von Sarmay]] im Jahr 878 kam es zu Thronstreitigkeiten im Königreich Sarmay zwischen dessen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die 882 zugunsten einer Reichsteilung entschieden wurden. Die permanente Schwäche Sarmays suchten sowohl Skanten als auch Alkonen in der Folgezeit für sich auszunutzen. Mit der Übernahme der skantischen Alleinherrschaft 897 begann [[Martin I. der Eroberer|Martin I. von Scantia]] (König seit 892) eine aggressive Machtpolitik. Er verheiratete seinen Sohn [[Philipp der Große|Philipp]] mit seiner Nichte, Prinzessin [[Lara von Liez]], der Tochter König [[Arrigo III. von Liez und Corar|Arrigos III.]] Nachdem dieser 912 gestorben war, ohne einen männlichen Thronfolger zu hinterlassen, erhob Martin I. als Schwiegervater der ältesten Tochter Arrigos Anspruch auf den alkonischen Thron. Gleichzeitig übernahm ein Neffe Arrigos III. als [[Arrigo IV. von Liez und Corar|Arrigo IV.]] die Herrschaft im christlichen Süden. Martin entschloss sich daraufhin zu einem Feldzug nach Süden. Das 907 unter [[Armondo II. von Sarmay|Armondo II.]] wiedervereinigte Sarmaienreich, wurde 915 geschlagen und musste die Oberherrschaft Martins anerkennen ([[Vertrag von Tantallas]]). Mit sarmayischen Truppen führte dieser seine Eroberungskriege seit 916 gegen den alconischen König Arrigo IV. fort. Martin nannte sich nun „Rex Sagradiae“ und besiegte 922 in der [[Schlacht von Pergía]] auch endgültig Arrigo IV. Im [[Vertrag von Vesaey]] 923 mussten Sarmay und Arrigo IV. offiziell die Herrschaft Martins des Eroberers über den gesamten christlich beherrschten Teil der sagradischen Halbinsel anerkennen. Damit gilt er als erster [[Königreich Sagradien|König des gesamten christlichen Sagradiens]], auch wenn der Südosten noch immer in arabischer Hand blieb. Martin ernannte 930 seinen Sohn Philipp zum Mitherrscher, um seine Dynastie zu konsolidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Hochmittelalter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Philipp der Große und die Zeit der Konsolidierung ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Martins I. kam es zu neuen Kriegen in Sagradien. Martins Sohn und Nachfolger [[Philipp I. der Große]] (933-969) konnte sich erst nach mehreren Kriegen wieder die Macht über ganz Sagradien sichern. Nach der [[Schlacht von Tantallas]] 938 war Philipp wieder allgemein anerkannt. 939 wurde Philipp im [[Noyarenser Dom]] zum König von Sagradien gesalbt. 942 erließ Philipp mit dem [[Codex Magnus]] ein einheitliches Recht für seinen gesamten Herrschaftsbereich. Im Innern baute Filipe die Infrastruktur aus, setzte die Erbmonarchie in der männlichen Linie durch, um zukünftige Erbteilungen zu verhindern, förderte Kunst, Wissenschaft und Literatur sowie den Bau von Königspfalzen, Klöstern und Kirchen und stärkte die Macht des Königs im Laufe seiner Regierungszeit noch mehr. Nach Außen setzte er die Eroberungskriege seines Vaters fort und zerschlug das Emirat von Duerez, übrig blieb nur das kleine numerische [[Königreich Malesc]]. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 969 überließ er seinem Sohn und Nachfolger [[Albreth IV.]] dem Barmherzigen (969-980) eine gesicherte Königsherrschaft. Im 10. Jahrhundert entwickelte sich auch die Region zwischen [[Pin]] und [[Lieno]] zum Zentrum des Reiches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbau der Zentralmacht und Kämpfe um die Krone ===&lt;br /&gt;
Albreth IV., der sich besonders als Städtegründer (u.a. von [[Semess]]) hervortat, nahm die Grenzkriege seines Vorgängers gegen [[Perutinger]] und [[Golen]] wieder auf und konnte die Bretonen 971 endgültig befrieden. Im Innern aber zeigte er sich nicht in der Lage, die aufstrebende Macht der Herzöge einzudämmern, die nach Albreths Tod auch die Erbthronfolge anfochten. [[Martin II.]] der Gute (980-994), Bruder Albreths, musste nach Kämpfen gegen [[Arrigo von Bordez]] 984 den Reichsherzögen erweiterte Rechte zugestehen, band diese jedoch durch geschickte Heiratspolitik ans Reich. In der [[Bulle von Malesc]] setzte er 992 eine lehensrechtliche Bindung der Untervasallen an den König durch und verminderte dadurch die Chance der Herzöge zu bewaffneten Aufständen gegen die Zentralgewalt. [[Philipp II. der Katholische]] (996-1019) erreichte 999 mit der Eroberung von Malesc den Abschluss der [[Numererkriege]], die später auch als ''sagradische Reconquista'' bezeichnet wurden. Unter seinen Nachfolgern [[Philipp III.]] (1019-1042) und [[Roderich III.]] dem Kurzen (1042-1069) begann der rasche Machtverfall der skantischen Könige im sagradischen Regnum und der Adel wurde zunehmend stärker. Während sich Filipe III. und Rodrigo III. immer wieder mit den Machtansprüchen [[Don Joán]]s, des Bruders Filipes III., (1026-1029 Gegenkönig Filipes, 1042-1048 Regentschaft für Rodrigo, Ermordung Rodrigos 1069, 1069-1071 Kanzler [[Martin III.|Martins III.]]) auseinandersetzen mussten, wurde dieser 1072 von seinem Neffen, König [[Martin III.]] dem Frommen (1069-1078), hingerichtet. Martin tat sich besonders als Förderer des Klostertums hervor und verbrachte große Zeit in den Klöstern [[Martinez]], [[Meném]] und [[Casterley]] (daher auch der Spitzname „Mönch mit Krone“). Die Regierungsgeschäfte überließ er weitgehend den Erzbischöfen [[António de Martinez]] und [[Carles von Noyar]]. Im [[Edikt von Meném]] von 1075 wurden die letzten Moslems christianisiert oder gewaltsam aus dem Land vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradien unter den ersten Diannidenkönigen ===&lt;br /&gt;
Im Kampf um die Nachfolge Martins III. kam es zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen, in denen sich [[Johann I. von Cliêce]] (1078-1094), [[Herzog von Alconía]] und Schwager Martins III., mithilfe der Kirche gegen [[Rodrigo I. Herzog von Scantia|Rodrigo I. dem Langen von Scantia]], den mächtigsten der Vasallen, durchsetzen konnte. Der Dualismus zwischen dem neuen Königshaus der [[Dianniden]] und den skantischen Herzögen aus dem Geschlecht der [[Lusoniden]] sollte sich aber noch lange hinziehen. Johann unterstützte zunächst im Investiturstreit Papst Gregor gegen den deutschen Kaiser Heinrich IV. und erneuerte die Schutzverträge mit dem Kirchenstaat, fiel später jedoch selbst in Streit mit dem Reformpapsttum und stand seit 1091 unter Kirchenbann. Herzog [[Martin der Kühne von Scantia]] nutzte dies, um wiederum einen Krieg gegen Johann zu beginnen, in dem Johann 1094 ermordet wurde. Sein Sohn und legitimer Nachfolger [[Johann II.]] der Löwe (1094-1121) musste den Krieg gegen Martin den Kühnen von Scantia fortführen. Nach Johanns Sieg 1095 wurde Martin festgenommen. Johann II. nahm 1096-1099 auf dem Ersten Kreuzzug teil und versöhnte sich dadurch wieder mit Rom. Martin von Scantia aber nutzte die Gelegenheit, um sich zu befreien und die Herrschaft an sich zu reißen. Als Johann 1100 zurückkehrte, kam es zur zwischenzeitlichen Versöhnung zwischen Martin dem Kühnen und König Johann II. Martin kehrte nach Scantia zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten peruzinischen Königs [[Jouan I. von Perucía|Jouan dem Kurzen]], der nur eine Tochter zurückließ, erhob Martin der Kühne für seine dritte Frau [[Berta von Perucía]] Anspruch auf die Krone des nordmicolinischen Reiches. Dafür startete er eigenmächtig einen Feldzug nach Perucía und ließ sich 1101 in [[Alessa]] zum König ausrufen. Mit dem [[Erster Peruzinischer Erbfolgekrieg|Ersten peruzinischen Erbfolgekrieg]] 1101-1112 begründete Martin der Kühne das mächtige [[Lusonidenreich|lusonidische Reich]] um die Krone Perucías und die Ländereien der skantischen Herzöge in Sagradien. Dennoch half Johanns große Reichsreform von 1102, die Macht der Herzöge einzudämmen. Sein Sohn [[Antonio I.]] der Starke (1121-1132) musste seine Herrschaft gegen keine Gegenkönige mehr sichern und konnte das Diannidenkönigtum behaupten und sichern, führte allerdings mehrere erfolglose Kriege mit Frankreich um die Erweiterung der sagradischen Besitzungen in der Bretagne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lusonidenkriege und Eroberung Golens und Perucías  ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Antonios I., der ohne männlichen Erben blieb, wurde sein Schwiegersohn [[Jakob I.|Jakob von Sacâu]] (Jakob I. der Kühne, 1132-1165) König, der die Kriege gegen die Lusoniden wieder aufnehmen musste. Es gelang ihm aber nicht, die Macht der Skanten zu brechen. Nach dem Tod [[Armont III. von Golen|Armonts III. von Golen]] erhob Jakob als Schwiegervater einer Tochter Armonts Anspruch auf die Krone, ebenso wie der micolinische König, was zum Krieg beider Mächte um Golen führte, in dem Jakob 1165 fiel, den sein Sohn [[Gabriel I. Juvans]] (1165-1198) aber erfolgreich zuende führen konnte und daraufhin als erster König Golen mit Sagradien vereinigte. Gabriel Juvans gelang danach ein Durchbruch im Machtkampf mit den Lusonidenherrschern, die Gabriels Oberherrschaft in Sagradien anerkennen und den Großteil ihrer Besitzungen in Sagradien inklusive des Herzogtums Scantia abtreten mussten. Gabriel, seineszeichens ein großer Förderer von Kunst und Kultur, baute zudem das Kirchensystem aus, stärkte die Königsgewalt und nahm am Dritten Kreuzzug teil. Er gilt als bedeutendster sagradischer König des Hochmittelalters und wurde 1537 heilig gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gabriel II.]] (1201-1220) führte Krieg gegen den abtrünnigen [[Südbund]] (Liez, Corar, Sur Pinia) und zwang ihn unter die Krone. Unter [[Philipp IV. Hermes]] (1233-1261) endete nach dem Tod [[Martin Posthumus]]’ 1249 die Herrschaft der Lusoniden in Perucía und [[Philipp der Schweigsame]] von Redanior setzte sich mithilfe des sagradischen Königs gegen den unehelichen Sohn Martins, [[Renart von Soria]] durch, der in der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 vernichtend geschlagen wurde. Philipp von Redanior wurde König von Perucía und erkannte die Oberherrschaft Sagradiens über sein Territorium an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im Spätmittelalter ==&lt;br /&gt;
=== Redanior-Königtum und Union von Alagua ===&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod König [[Philipp V.|Philipps V. des Klugen]] (1261-1264), der 1263 erstmals die Stände einberief, um seine Nachfolge zu regeln, gelangte mit seinem zwölfjährigen Neffen König [[Martin IV. Felix]] (1264-1289) das [[Haus Redanior]] auf den sagradischen Thron, der 1275 die Herrschaft über Perucía mit der sagradischen Krone vereinte. Seine Nachfolger [[Robert I.]] (1289-1292) und [[Philipp VI.]] der Gerechte (1292-1301) mussten 1290-1313 [[Peruzinische Aufstände|Aufstände der Peruzinischen Stände]] niederschlagen, die sich im [[Bund von Alessa]] gegen die sagradische Herrschaft vereint hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Sergius I.|Serge I.]] von Gerón bestieg das Haus Redanior 1315 in einer jüngeren Linie den micolinischen Thron, während in Sagradien seit 1301 Serges Onkel [[Jakob II.]] (1301-1320) herrschte, der 1301 seinen Neffen [[Martin V.]] den Wahnsinnigen (1301) entmachtet hatte. Als dieser 1320 jedoch starb, wurde Serge I. von Micolinien nächster Anwärter auf den Thron. Gegen den in Micolinien weilenden Monarchen usurpierte in Sagradien jedoch [[Danadier I.]] (1320-1321) von Scola den Thron und ließ sich von den Ständen anerkennen, die eine Union mit Micolinien fürchteten. Als Serge im Jahr 1321 in Sagradien einfiel, um seinen legitimen Thronanspruch durchzusetzen, besiegte und tötete er jedoch Danadier in der [[Schlacht bei Alágua]] und bestieg als Sergius I. (1321-1354, der Große) selbst den Thron. Er vereinte damit als erster König die micolinische und die sagradische Krone unter seiner Herrschaft und beendete die seit Jahrhunderten herrschenden Kriege ([[Pax Sergiana]]). Innenpolitisch gelang es ihm die Macht des Herrschers in beiden Reichsteilen zu stärken und die Doppelmonarchie zu einer wirtschaftlichen und politischen Hochblüte zu bringen. Er führte in beiden Teilreichen zentrale Rechnungshöfe ein, erhöhte die Steuern und zog das Vermögen des mächtigen, 1345 verbotenen [[Fallenserordens]] in Südmicolinien ein. Ihm folgten [[Sergius II.]] (1354-1378) und [[Gabriel IV.]] (1378-1395) nach, welcher 1386/1387 in einem [[Micolinische Revolution|Aufstand]] gegen seine sagrophile Herrschaft die micolinische Krone an [[Charl de Interea]] verlor und ohne Erben blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fünfzigjähriger Krieg ===&lt;br /&gt;
Bereits vor dem Tod Gabriels kam es zwischen den potenziellen Thronfolgern [[Michael I.|Miguel de Vesaey]] und [[Joseph I.|José de Óstino]] zum „[[Krieg der Herzöge]]“, aus dem mit micolinischer Unterstützung ([[Vertrag von Nantés]]) José de Óstino als Sieger hervorging, der nach Gabriels Tod 1395 als Joseph III. (1395-1396) den Thron bestieg. Er wurde allerdings bereits 1396 von seinem Gegenkönig Michael I. de Vesaey (1396-1421) bei [[Xenópolis]] besiegt und ins [[Kloster Martiniac]] verbannt, woraufhin [[Charl VI. von Micolinien]] in Perucía einfiel und den [[Fünfzigjähriger Krieg|Fünfzigjährigen Krieg]] zwischen Sagradien und Micolinien auslöste, in dem er bald selbst als Schwager Josés Anspruch auf den sagradischen Thron erhob und dabei auf die Bulle von Servette und die darin festgelegte Unteilbarkeit des Reiches verwies. In dem ein halbes Jahrhundert andauernden Krieg kämpften seit 1398 die unabhängige [[Tulinesische Republik]] sowie zeitweise auch [[Servettinische Lande|Servette]] auf sagradischer Seite, während sich Micolinien mit den Häusern [[Haus Óstino|Ostino]] und [[Haus Esqués|Esqués]] verbündete. Nach anfänglichen schweren Niederlagen Sagradiens (Abfall [[Álbero]]s und [[Montana]]s 1409, offener Aufstand in [[Westligre]] 1417, Belagerung [[Gerón]]s 1420) übernahm 1420 der königliche Prinz [[Don António]], zweiter Sohn Miguels I., den Oberbefehl über die sagradischen Heere. Nach dem Tod Miguels I. in der [[Schlacht von Valés]] konnte Don António Siege bei Gerón, [[San Cristo]] und [[Alágua]] feiern und dadurch einen micolinischen Sieg vereiteln. Er starb 1424 an einer Lungenentzündung. König [[Michael II.]] (1421-1457) gelang es mit der Unterstützung tulinesischer Truppen unter [[Luis Ricardes von Santori]] und besonders mithilfe der tulinesischen Flotte unter Conte [[David von Santori]], Micolinien empfindliche Niederlagen zuzusetzen. So schlug er in einer sagradischen Offensive seit 1427 das micolinische Heer bei [[Cania]] und konnte 1431 die Stadt [[Bosa]] erfolgreich verteidigen. Nach dem endgültigen Abfall [[Conte]]s im Jahr 1432 konnten beide Seiten keine entscheidenden Siege mehr verbuchen, sodass die Kämpfe 1439 weitgehend eingestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 15. bis 17. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zur Großmacht ===&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensschluss zwischen Micolinien und Sagradien im [[Friede von Tesqué|Frieden von Tesqué 1443]], in welchem die endgültige Trennung beider Kronen vorgeschrieben und die Grenzen vereinbart wurden, die in groben Zügen bis heute gültig sind (so genannte ‚[[Medéolinie]]’), hinterließ Miguel II. eine gefestigte Krone, wobei sich der Verlust des ständigen Unruheherds Perucías an Micolinien langfristig als Stärkung der königlichen Macht erwies. Mit dem Tod Miguels II. 1457 starb das [[Haus Vesaey]] aus und die Königskrone fiel an das tulinesische Regentenhaus [[Santori]]. Für den bei Amtsantritt erst acht-jährigen Thronfolger [[Jakob III.]] (1457-1491), Enkel von Miguel I., herrschte bis 1468 sein Vater [[David de Santori]], Herzog von Óstino. Danach baute der Kunstliebhaber Santiago die Hausmacht der Santori aus und verknüpfte die Stärke Sagradiens eng mit der der Santori. 1475 eroberte er das abtrünnige Tulis und verleibte die Republik dem Königreich ein. In drei [[Servettinische Kriege|Kriegen gegen Micolinien]] (1477-1479, 1492-1497, 1505/06), konnte sich Sagradien das [[Servettinische Lande|Servettinische Erbe]] in Südmicolinien sichern und etablierte so seine Herrschaft auf der micolinischen Halbinsel. Außerdem wurde das seit 1494 micolinisch besetzte [[Golen]] bis 1499 zurückerobert und als sagradisches Kronland verteidigt. Diese Entwicklung des Machtgewinns nahm unter König [[Jakob IV.]] (1491-1502) ihren weiteren Lauf. Thronfolgeauseinandersetzungen innerhalb des Hauses Santori, die 1502 zwischen [[Peter I.]] (1502-1509) und seiner Nichte [[Catarina de Sántori]] zur gewaltsamen Eskalation führten ([[Lilienkriege]]), wurden 1509 mit dem Regierungsantritt [[David I.|Davids I.]] (1509-1543) beigelegt, der zum wichtigsten Monarchen Sagradiens im 16. Jahrhundert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancekönigtum und Weltmachtpolitik ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Sagradien zur europäischen Großmacht aufgestiegen und das Königshaus Santori verfügte als Resultat geschickter Heiratspolitik über Herrschaftsgebiete in Micolinien, den Niederlanden und in Norditalien. Die Besitzungen in Flandern musste David I. 1519-1524 gegen die Habsburger verteidigen, ebenso wie das portugiesische Erbe, das ihm nach dem Tod Manuels I. 1521 durch die Ehe mit dessen Tochter [[Luísa von Portugal]] zufiel ([[Sagradisch-Portugiesische Union]]). Nach dem Sieg über die Habsburger vereinte David als erster und einziger Monarch die Kronen von Sagradien und Portugal und herrschte über ein Weltreich mit hegemonialem Anspruch in Europa. Zu den portugiesischen Kolonialbesitzungen kamen neue unter sagradischer Flagge eroberte Gebiete in Übersee, vor allem in Afrika und Amerika, die den Entdeckungen der Seefahrer [[Santo Aziz]], [[Nuno Guavo]], [[Selle Inoza]], [[Carles Diaz]] und [[Joán Caballes]] (eigentlich Giovanni Caballi) zu verdanken waren und die teilweise auf dem von tulinesischen Seefahrern bereits im 15. Jahrhundert gegründete Handelsnetz mit Afrika aufbauten. Während in Afrika und Asien vor allem Handelsstützpunkte gegründet wurden, errichtete Sagradien in Nord- und Südamerika als Flächenkolonien die Vizekönigreiche [[Nova Sagradia]] und [[Guiana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben förderte David Kunst, Kultur, Handel und Wissenschaft. Nachdem bereits Jakob III. italienische Künstler und Gelehrte an seinen Hof geholt hatte, wurde Tulis unter David I. zum Hauptknotenpunkt der westeuropäischen Renaissancekultur, er war Mäzen der beiden großen Künstler [[Don Cabal]] und [[Antonio Volero]] in Tulis. Unter David I. erreichte Sagradien die vielleicht größte politische und kulturelle Blüte seiner Geschichte und das so genannte „[[Goldene Jahrhundert]]“ der sagradischen Geschichte brach an, das bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts andauern sollte und wegweisende Werke der Malerei, Bildhauerei, Architektur und Literatur hervorbringen sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von Johanna I. bis Gabriel V. ===&lt;br /&gt;
Der Tod Davids I. 1543 führte zur Teilung des Weltreichs zwischen Davids Tochter [[Johanna I.]] (1543-1575) und ihrem Mann [[Michael III.]] (1543-1552) von Valier einerseits und Davids Bruder [[Johann III. von Portugal|Johann dem Frommen]] andererseits. Johanna und Michael erhielten das Königreich Sagradien, das Comitat Tulis und die Servettinischen Lande, Johann erbte Portugal und das zugehörige Kolonialreich. Die Santori teilten sich damit wieder in zwei Familienzweige. Unter Johanna I. wurde das mittelsagradische [[Semess]] zur dauerhaften Königsresidenz und zur Hauptstadt des Landes ausgebaut. Der 1552 in Tulis ausgebrochene [[Josephitenaufstand]] gegen die Union mit Sagradien wurde 1556 endgültig niedergeschlagen. Das Aussterben der portugiesischen Linie des Hauses im Jahr 1578 führte 1580 schließlich zum [[Portugiesischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]], in dem die Santori Portugal an die spanischen Habsburger verloren. Dennoch konnte Sagradien seine Hegemonie über die Konsettenhalbinsel aufrechterhalten. Das Kolonialreich in Übersee wurde überdies weiter ausgebaut und erreichte im frühen 17. Jahrhundert eine Blütephase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reformation führte nur in Teilen Sagradiens, vornehmlich im Nordosten zu Resonanz und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu einer Reihe von religiösen Konflikten. Nachdem Königin Johanna und - unter dem Einfluss seiner protestantisch erzogenen Frau [[Luise von Bourbon]] - ihr Sohn und Nachfolger [[Philipp VII. Jakob]] (1575-1591) eine auf religiöse Toleranz zielende Politik betrieben und damit starke Konflikte mit der ultrakatholischen Partei provoziert hatten, setzte der seit den 1580er Jahren amtierende leitende Minister [[Joá María de Belavís]] die Gegenreformation in Sagradien zu einem Erfolg. König [[Gabriel V.]] (1591-1640), der einen prächtigen Hof hielt und als großer Förderer der Künste galt, setzte nach dem Tode Belavis’ 1602 dessen Zentralisierungs- und Machtpolitik im Inneren fort und restaurierte zudem durch geschickte Haushalts- und Wirtschaftspolitik (Ansätze eines merkantilistischen Wirtschaftssystems) die durch königliche Repräsentation und die Protestantenverfolgungen angeschlagenen Staatsfinanzen. Mit seinem Tod 1640 endete in Sagradien das „[[Sêcolo d’Oro]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise des Weltreichs ===&lt;br /&gt;
Die elfjährige Regierungszeit [[Gabriel VI.|Gabriels VI.]] (1640-1651), die von Hofintrigen und Fremdeinflüssen geprägt war (u.a. durch seine Tante [[Ana Maria de Santori-Valier]], die Regentin Micoliniens, später von verschiedenen Mätressen wie [[Antonia de Casterley]] oder [[Francisca de Simónez]]) gilt als Wendepunkt in der sagradischen Geschichte. Sagradiens unglückliche Intervention im Dreißigjährigen Krieg und der für Sagradien enttäuschende Westfälische Frieden von 1648, markieren den relativen Abstieg und den Anfang vom Ende der sagradischen Großmachtstellung in Europa. Es folgten wechselnde außenpolitische Erfolge und Misserfolge. Zwar konnte der Besitz Golens im [[Asumarischer Krieg|Asumarischen Krieg]] von 1657-1669 gegen Micolinien gesichert werden, die Unterstützung Ludwigs XIV. bei dessen Krieg gegen Holland und der zeitgleich geführte [[Spanisch-Sagradischer Seekrieg|Spanisch-Sagradische Seekrieg]] führten zu einer Schwächung Sagradiens und zu einem Verlust mehrerer Kolonien in Übersee. Auch die Beteiligung am Pfälzischen Erbfolgekrieg, in dem Sagradien nun gegen Ludwig XIV. kämpfte, brachte nicht die erwünschten Erfolge, welche die Großmachtstellung Sagradiens wiederhergestellt hätten. Innenpolitisch vermochte es [[Gabriel VII.]] (1654-1698) jedoch mit Hilfe seines Ersten Ministers [[Kardinal Bernabêu]] die Macht des Königs zu stärken, auch wenn er den Einfluss der Stände nicht gänzlich zurückdrängen konnte. Obgleich die Macht der sagradischen Krone im Innern unter Gabriel VII. nochmals einen Höhepunkt erlebte, legte v.a. die ausschweifende Repräsentationspolitik und die kostspielige Hofhaltung des Königs im neu erbauten Schloss Bernabêu, die nach dem Ableben jenes besonnenen Staatsmannes und Kardinals keinerlei Eindämmung mehr fand, die Grundsteine für den Staatsbankrott und die sich daraus ergebende Krise des frühen 18. Jahrhunderts. Auch barg das gesteigerte Machstreben der Santori-Valier-Dynastie des späten 17. Jahrhunderts den Grundstein für die harten Auseinandersetzungen mit den Ständen um die Rolle von Krone, Adel und Stände im sagradischen Gemeinwesen, die unter seinen Nachfolgern zum Krieg führen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 18. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstände und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Trotz des offensichtlichen Geldmangels und der zerrütteten Haushaltslage verstärkte der absolutistisch gesinnte König [[Danadier II.]] (1698-1721), spöttisch der ‚Schattenkönig’ genannt in Anlehnung an sein großes Vorbild Ludwig XIV. von Frankreich, die höfische Repräsentation noch mehr und provozierte die Gegnerschaft sowohl des aus zahlreichen Machtpositionen gedrängten Adels als auch des Volkes. Er versuchte, die aufkeimende Opposition im Hochadel durch eine autokratische Führung zu unterdrücken. Seit 1701 unterstützte der König zudem gegen den Willen der Stände Frankreich im Spanischen Erbfolgekrieg und belastete dadurch die Finanzen noch mehr. Die finanziellen und sozialen Missstände führten seit 1708 zu einer ernsten politischen Krise und zu zwei größeren Aufständen ([[Aufstand von 1708|1708]] und [[Aufstand von 1711|1711]]), die blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auflösung der [[Generalstände|Ständeversammlung]], die dem König weitere Kriegskredite verweigert hatte, sowie die für Sagradien problematischen Friedensschlüsse von Cresq 1712 und von Utrecht 1713, in denen Sagradien die Provinz Westligre an Micolinien und die Hafenstadt [[La Cripón]] sowie die Insel [[Cereza]] an Großbritannien abtreten musste, führten schließlich 1713 zum Ausbruch des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs]] (Sagradischer Koalitionskrieg), in dem eine Adelskoalition ([[Coalicionarioes]]) unter Führung der Herzöge von [[Sesín]] und [[Alconía]] mit Unterstützung des [[König von Cuentez|Königs von Cuentez]] gegen die königlichen Truppen und die kronloyalen Adelshäuser ([[Reales]]) kämpfte. Die Gefangennahme Danadiers II. 1718 führten nur zu einem vorläufigen Ende der Kampfhandlungen, diese wurden vielmehr 1719-21 in Form von royalistischen Aufständen fortgeführt. Außerdem versuchte Sagradien im [[Ligrischer Krieg 1719-1722|Kontischen Krieg]] von 1719/20 vergeblich, das zuvor von Micolinien besetzte Südkont zurückzuerobern. Der [[Friede von Guillard]] 1720 beendete schließlich die Kampfhandlungen und bedeutete den Verlust Südkonts an Micolinien, während der Großteil Lukiens jedoch gehalten werden konnte. Die soziale Notlage und die ständigen Unruhen führten zu einer hohen Verunsicherung der Bevölkerung. Nach dem Tod Danadiers 1721 folgte ihm sein Bruder [[Peter II.]] (Februar-Mai 1721) auf den Thron, der jedoch im [[Mai-Aufstand 1721]] von aufgebrachten Bürgern ermordet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erste Republik ===&lt;br /&gt;
Infolge der Ereignisse vom 23. Mai riefen bürgerliche Radikale in Semess die Republik aus und ein [[Rat der Sieben]] unter [[Simón Bernord]] übernahm die Macht in der Haupstadt. Damit begann ein zweijähriges republikanisches Intermezzo, das auch als [[Erste Sagradische Republik]] bezeichnet wird. Im Juni 1721 kam es einigen Großstädten zur Gründung von radikalen bürgerlichen Tochterräten, im Juli folgte der Ausbruch eines großen [[Bauernaufstand 1721|Bauernaufstandes]], der den ganzen Süden des Landes in Anarchie versetzte. Erst im Frühjahr 1722 konnte ein gemeinsames Heer aus Royalisten und Koalitionstruppen die Hauptstadt einnehmen und die Herrschaft Bernords beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erneut zusammengetretenen Generalstände beriefen mit dem [[Generalrat (1722)|Generalrat]] ein vorläufiges Regierungskomitee. Der Rat stellte neue verfassungsähnliche Gesetze auf, die das Land wieder dezentralisieren und den Einfluss der Cortes vermehren sollten. Im Herbst 1722 stellte Peters jüngerer Bruder [[Filipe Carles de Viça]], der sich selbst als legitimen König sah, in Frankreich ein Heer zusammen, fiel in der [[Bretagne]] ein und konnte bis nach [[Lojandía]] vordringen. Die Cortes machten sich indes daran, einen neuen König zu erwählen. Es kam zu hitzigen Diskussionen um Erbansprüche und Legitimität. Schließlich fanden Anhänger eines starken Parlaments und einer Wahlmonarchie und Legitimisten einen Kompromiss. Im ersten der [[Codices Magna]] wurde Danadiers Bruder Filipe Carles von der Thronfolge ausgeschlossen und der Übergang der Herrschaftsrechte an die Töchter Danadiers II. festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königtum Marias I. und Johanns III. ===&lt;br /&gt;
In der Folge wurde [[Maria I. Luise|María Luísa de Sántori]] als Maria I. (1723-1735) zur Königin erhoben. Nach ihrer Hochzeit mit [[Johann III. Franz]] (1723-1749), dem [[König von Cuentez|Titularkönig von Cuentez]] aus einer Seitenlinie der Sántori, bestieg das Paar 1723 gemeinsam den Thron und schor seine Treue auf die [[Codices Magna]], die zum neuen Grundgesetz der Monarchie werden sollten. Damit hatte Sagradien nach zweijährigem Interregnum wieder ein Monarchenpaar, doch die Stände hatten enorm an Macht gewonnen. Joán Francisco und María regierten in den Folgejahren unter Zustimmung der Generalstände in einer Art konstitutioneller Monarchie, wobei im Laufe der Regentschaft die Macht des Königs gegenüber der der Stände wieder zunehmend ausgebaut werden konnte. Außenpolitisch lehnten sich Johann und Maria enger an England an. Unter ihrer Regentschaft blühten v.a. die Kultur und Philosophie der Aufklärung, die von Frankreich und England nach Sagradien gebracht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Marias I. 1735 regierte Johann III. unter Zustimmung der Stände alleine weiter. Der [[Akt von Vierna]] erklärte schließlich die Königswürden von Sagradien und Cuentez für unteilbar. Nach dem Eintritt Sagradiens in den Österreichischen Erbfolgekrieg kam es zum offenen Krieg mit Frankreich, das sich auf Kosten Sagradiens Gebietsgewinne erhofft. Diese Hoffnungen blieben freilich unerfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sagradischer Erbfolgekrieg und Beginn der Vienne-Dynastie in Sagradien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Johanns III. 1749 wurde sein minderjähriger Sohn [[David II.]] (1749-1754) König, starb aber bereits mit neun Jahren. Mit dem Aussterben der Sántori in der männlichen Linie, geriet das Land in eine ernste Nachfolgekrise. Die Regierung seiner Schwester [[Maria II. Franziska]] (1754-1757) und ihres Mannes [[Anton II.|António Ramón de Piacón]] führte zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Erbfolgekrieg]] (1756-1760) gegen den Kandidaten Frankreichs [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]], der schließlich seit 1757 als [[Gabriel VIII.]] (1757-1792) regierte und die Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne-Könige]] begründete. Mit dem [[Friede von Alagua]] 1760 endete die Großmachtstellung Sagradiens endgültig und Sagradien verlor nicht nur die Servettinischen Lande, sondern auch die Grafschaft Plato mit ganz Lukien an Micolinien.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von seinem leitenden Minister, Graf [[Armand de Calogny]] (1759-1765), unterstützt, machte sich Gabriel zum Ziel, die Herrschaft der Krone wieder zu stärken und die Macht der Stände in ihre vorrepublikanischen Schranken zu verweisen. Nachdem er noch bei Antritt seiner Regentschaft die Codices Magna bestätigt hatte, setzte er sie 1765 in der [[Lex Generalis]] teilweise wieder außer Kraft und dämmte damit die Macht der Generalstände deutlich ein. Außenpolitisch kehrte der Monarch dem Anglismus Lukanischer Prägung den Rücken und lehnte sich wieder mehr an das absolutistische Frankreich an. Als erster europäischer Staat erkannte Sagradien unter Gabriel VIII. die Unabhängigkeit der 13 Kolonien Neuenglands an und unterstützte diese seit 1779 an der Seite Frankreichs im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Unter Gabriels Sohn und Nachfolger [[Joseph Ludwig I.]] (1792-1797) und seinem Ersten Minister [[Frederic de Calzac]] beteiligte sich Sagradien seit 1792 an den Koalitionskriegen gegen das republikanische Frankreich. In den Kriegen ging die [[Bretagne|Westbretagne]] sowie der Nordteil [[Amoria]]s, wo zuvor die [[Amorische Republik]] ausgerufen worden war, an Frankreich verloren, das die neuen Departements der Republik anschloss. Die kurzlebige [[Ligrische Republik]] am Unterlauf des Ligre konnte dagegen niedergeschlagen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien im 19. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Napoleonische Fremdherrschaft, Befreiungskrieg und Novemberrevolution ===&lt;br /&gt;
Nach der kurzen Regierungzeit Joseph Ludwigs folgte ihm 1797 sein erst siebenjähriger Enkel [[Gabriel IX.]] als König nach, für den sein Onkel [[Joseph Ludwig II.|Karl Joseph Ludwig von Alconía]] die Regentschaft ausübte. Nach verlorenem Krieg gegen das napoleonische Frankreich zwang der Kaiser der Franzosen im Herbst 1805 den Regenten zur Abdankung. Unter Gabriels Mutter Marie Luise von Parma wurden in der Folge liberale Reformen durchgeführt, jedoch war Sagradien politisch von Napoléon abhängig, der weiterhin Besatzungstruppen in Sagradien hielt. Gabriel IX., seit 1808 selbst regierend, lehnte sich noch stärker an Frankreich an, ließ eine Verfassung ausarbeiten und heiratete 1810 Napoleons Nichte [[Julie Bonaparte]]. Seine unpopuläre Herrschaft endete 1812 in seiner Ermordung, woraufhin es zum [[Winterkrieg 1812/13]] zwischen französischen und anti-französischen Truppen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus Micolinien dirigierte Widerstand erhielt rasch Zulauf und ein sagradisch-micolinisch-britisches Heer siegte im 1813 in [[Colón]] gegen Napoléon. Königin Julie musste schließlich zusammen mit den napoleonischen Truppen das Land verlassen, der frühere Regent kehrte nach Sagradien zurück und bestieg als [[Joseph Ludwig II.]] den sagradischen Thron. Dieser erkannte die von den [[Cortes von Diegue]] ausgearbeitete liberale [[Verfassung von 1812]] nicht an und machte sich an eine Restauration des absoluten Königtums vornapoleonischer Ära ([[Cuartênio Absoluta]]). Als Folge daraus formierte sich ein neuerlicher Widerstand im sagradischen Adel und im Bürgertum und es kam zur liberalen [[Novemberrevolution 1817]], in deren Folge José Luis II. die liberale [[Novemberverfassung]] erlassen musste, die sich weitgehend am Entwurf der Cortes orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Restauration und Revolution ===&lt;br /&gt;
Nachdem Sagradien auf dem Wiener Kongress 1815 die Herrschaft über Golen an das [[Königreich Micolinien]] verloren hatte, versuchte König [[Joseph Ludwig II.]] in zwei großen Golenkriegen ([[Erster Golenkrieg (1819-1825)|1819-1825]] u. [[Zweiter Golenkrieg (1827-1829)|1827-1829]]) die Region zurückzuerobern. Im [[Vertrag von Santa Rocca]] musste er schließlich einer Teilung Golens zustimmen. Innenpolitisch versuchte Joseph Ludwig den Ausgleich zwischen den zerstrittenen ultrakonservativen und liberalen Kräften zu erreichen, begann seit Mitte der Zwanziger Jahre aber unter Druck der ultraroyalistischen Kräfte, die Novemberverfassung von 1817 und die Rechte des Parlamentes kontinuierlich einzuschränken. Nach seinem Tod 1829 wurde sein Bruder [[Emil I. Johann]] von Borbón-Viena (1829-1849) König. Emilio – überzeugter Parteigänger der ultrakonservativen Partei - regierte reaktionär und antiliberal und restaurierte die absolutistische Monarchie, indem er die von seinem Vorgänger oktroyierte Verfassung im Jahr 1832 außer Kraft setzte und fortan ohne konstitutionelle Einschränkungen herrschte ([[Emilianische Restauration]]). Die Folgen der Wirtschaftskrise der Jahre 1846/1847, in der zahlreiche Bauern und Arbeiter an den Rand des Existenzverlustes gerieten, und die strikte Weigerung des Königs zu sozialen und politischen Reformen führten im April 1848 zu einer Reihe heftiger von Arbeitern und Bürgern getragener Aufstände ([[Aprilrevolution]]) gegen die restaurative Politik des Königs und seines reaktionären Kronkanzlers, des [[Fernando Conte de Lesta|Grafen von Lesta]]. Als die Lage im Jahr 1849 erneut eskalierte, dankte Emilio Joán ab und übergab die Regentschaft an seinen Sohn [[Lucién I.]] (1849-1871), der die die &amp;quot;[[Decada del Terror]]&amp;quot; beendete, die liberale Novemberverfassung von 1817 mit Gewaltenteilung und Zensuswahlrecht wiedereinführte und die Situation dadurch beruhigen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Era Liberal&amp;quot; und Montevilismus ===&lt;br /&gt;
Infolge der Aprilrevolution und nach dem überragenden Wahlerfolg der liberalen [[Konstitutionalisten]] bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1855|Wahlen 1855]] setzte König Lucién den liberalkonservativen Realpolitiker [[Jacquel de Montevil]] (1855-1857 u. 1861-1873) als Kronkanzler ein, nahm ab 1862 aus Krankheitsgründen fast gar nicht mehr aktiv an den Staatsgeschäften teil und stand seit 1867 unter der Regentschaft seines jüngeren Bruders Prinz [[Philipp Emilian]]. Unter der Regierung Montevil festigte sich Sagradiens konstitutionelle Monarchie und es begann die so genannte „[[Era Liberal|Liberale Ära]]“, auch „Epoche des Montivilismus“ genannt. Außenpolitisch vertrat der Regierungschef einen konservativen Kurs, der auf der internationalen Isolierung Frankreichs beruhte und im gewonnenen [[Sagro-Französischer Krieg|Sagro-Französischen Krieg]] (1860/61) seinen Ausdruck fand. Die Konfrontation mit Napoleon III. wurde durch Anlehnung an England und Micolinien ausgeglichen. Innenpolitisch konnte Montevil zahlreiche liberale Reformen durchsetzen. Er revolutionierte das Heereswesen sowie das Bildungssystem, führte neue Steuergesetze ein, etablierte erste Ansätze eines Sozialversicherungssystems und oktroyierte 1870 eine [[Montevilitische Verfassung von 1870|neue liberale Verfassung]] mit umfassendem Grundrechtekatalog und halbparlamentarischem Regierungssystem. Im Parlament stützte er sich auf die Mehrheit der konservativ-liberalen Konstitutionalisten und arbeitete zeitweise mit den linksliberalen [[Aprilisten]] (in der [[Unión Costitucionalista]]), aber auch mit konservativen Kräften zusammen. Nach dem Tod Luciéns im Jahr 1871 geriet Montevil immer mehr in Gegensatz zum neuen reaktionär eingestellten König [[Richard III.]] (1871-1891), der von Beginn an versuchte, die Reformen Montevils zu revidieren. Als 1873 eine Reihe von Verfassungsergänzungen, die Montevil vornehmen wollte und die einer weiteren Beschneidung der königlichen Befugnisse gleichkam, im Abgeordnetenhaus abgelehnt wurden und Montevil damit de facto seine parlamentarische Mehrheit verloren hatte, trat er nach 22 Jahren als führender Mann im Staat von seinem Amt als Kronkanzler zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Monarchie zur Republik ===  &lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt seines schärfsten politischen Widersachers setzte König Ricardes seine antiparlamentarisch-revisionistische Politik fort und versuchte immer mehr, das neue Staatssystem durch seinen autoritär-reaktionären Regierungsstil auszuhöhlen. Damit folgte auf die liberale Ära des Montevilismus die autoritäre Ära des monarchischen Revisionismus ([[Era Ricardiana]]). Zwar hielt sich der König weitestgehend an die Verfassung, schwächte diese aber, indem er immer wieder sein verfassungsmäßiges Vetorecht in wichtigen Reformgesetzesvorhaben der nur teilweise parlamentarisch legitimierten Regierungen einlegte oder diese kurzerhand aus ihren Ämtern entließ. Nachdem er sich lange auf wechselnde Mehrheiten im Parlament stützen konnte, geriet er seit der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1884|Wahl 1884]] und der [[Verfassungskrise 1887/88]] zunehmend in Gegensatz zur Mehrheit im Abgeordnetenhaus und versuchte dessen Macht zu brechen. Besonders energisch verfolgte der Monarch eine auf Machtgewinn ausgerichtete Kolonialpolitik und führte das [[Sagradisches Kolonialreich|sagradische Kolonialreich]] zu einem Höhepunkt. Der 1884 erworbenen Kolonie [[Sagradisch-Somaliland]] (heute teil Somalias) folgten 1887 [[Ríu Ogué]] (das heutige [[Oguana]]) und 1889 [[Sagradisch-Westafrika]] (Benin). Wirtschaftspolitisch sollten neue protektionistische Maßnahmen die einheimische Wirtschaft stärken. Gegen die aufstrebende Arbeiterbewegung wurde das Versammlungsrecht beschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl durch das Zensuswahlrecht und praktische Benachteiligungen weitgehend aus dem Parlament verdrängt, wuchs in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die radikale [[Republikanische Partei]] [[Santo Cripón de la Moya]]s und [[Luis Cavaller]]s zur wichtigsten Gegenkraft des monarchischen Autoritarismus voran, zumal sich die gemäßigt-liberalen Konstitutionalisten als unfähig erwiesen hatten, dem königlichen Revisionismus Einhalt zu gebieten. Der Versuch des Königs und seines leitenden Ministers, des [[Gustavo Conte de Montxerent|Grafen von Montxerent]], die Macht des Parlament vollends zu beschneiden, mündete 1891 in die so genannte [[Januarrevolution]], als Handwerker und Arbeiter gegen die vom König erzwungene Schließung von Nationalwerkstätten und Kürzung der Sozialleistungen auf die Barrikaden gingen. Mitgetragen wurden die Aufstände vom Bürgertum und teilweise sogar vom Adel, der eine Revolution als letzten Ausweg aus der politischen Bedeutungslosigkeit sah. Nach der Abdankung König Ricardes’ rief der Republikaner [[Luis Cavaller]] am 27. Januar 1891 die Republik aus und die Republikanische Partei übernahm die politische Führung in der Phase des Umbruchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagradien in der Ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Zweite Sagradische Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge der Zweiten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1891|Wahlen zu einer verfassungsgebenden Nationalversammlung]], in der die Republikaner in einem Erdrutschsieg die Mehrheit errangen, war der Weg für eine republikanische Verfassung geebnet. Luis Cavaller führte eine neue republikanische Allianz der linksliberalen Radikalen mit einem Teil der reformfreudigen bürgerlichen Elien an und wurde an die Spitze einer provisorischen Regierung gewählt, des so genannten [[Volksrat]]s (Cosiliu del Pôpolo), dessen schwerste Aufgabe es in den kommenden Monaten sein sollte, die sozialrevolutionären Aufstände des [[Semestiner Revolutionsrat]]es gegen die sich abzeichnende bürgerliche Republik niederzuschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. November 1891 trat die von einer konstituierenden Nationalversammlung unter Führung des Republikaners Luis Cavaller ausgearbeitete [[Verfassung der Zweiten Republik|parlamentarisch-republikanische Verfassung]] in Kraft. Diese sah eine starke Stellung des von der Nationalversammlung gewählten Staatspräsidenten sowie ein Zweikammersystem mit [[Abgeordnetenkammer]] und Senat ([[Rat der Republik]]) sowie erstmals einem allgemeinen Mehrheitswahlrecht für Männer vor. Cavaller wurde Staatspräsident und sein Parteifreund [[José Delacrûce]] erster Ministerpräsident der Republik. Doch wenig später zerfiel die Republikanische Partei in ihre konkurrierenden „Correntes“. Stärkste Kraft wurden bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1895|Wahlen 1895]] die gemäßigt-republikanischen [[Moderatas]], während die [[Partido Radical|Radicales]] in die Opposition gingen. Ein letztlich gescheiterter antirepublikanischer [[Putsch von 1898|Putschversuch im Jahr 1898]] führte rasch zu einer Wiederannäherung der republikanischen Linken, die sich daran machten, die Republik durch Reformen abzusichern. Nach dem Sieg der Radikalen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1899|Wahlen 1899]] führte die streng laizistische Politik der liberal-radikalen [[Kabinett Salgado I|Koalitionsregierung Salgado]] zu einem Erstarken und Zusammenrücken der politischen Rechten und zu einer Allianz der rechten katholischen Monarchisten mit den gemäßigten, eher konservativen Republikanern, die sich gegen den radikalen Laizismus der Linken aussprachen und die Polarisierung im „[[Schulkrieg]]“ nutzen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der Rechtskoalition ===&lt;br /&gt;
Die neue Republik setzte in der Außenpolitik weitgehend auf eine Fortsetzung der imperialistischen Kolonialpolitik der alten Monarchie, wenn diese auch innerhalb der Radikalen Partei zunehmend kritisch betrachtet wurde. Im Innern setzte die radikal-liberale Regierung Salgado auf die klare Trennung von Staat und Kirche, verbot die Konfessionsschulen und schaffte den Religionsunterricht ab. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1903|Wahlen 1903]] kam es zu einem deutlichen Sieg der als „[[Koalition der Moral]]“ vereinigten Rechten, in der jetzt die konservativen Republikaner unter Führung von [[Miguel Fernando Luisanto]] Regierungsverantwortung übernahmen. Erstmals stützten nun auch Monarchisten eine republikanischen Regierung, die der Republik mehr als ablehnend gegenüberstanden, eine Rückkehr zur Monarchie aber gegen die rechten Republikaner nicht durchsetzen konnten. Vornehmliches Ziel der Rechtskoalition war es, die Reformen der Linken rückgängig zu machen. Die Konfessionsschulen wurden wiedereingeführt, die Klöster gestärkt und der Einfluss der katholischen Kirche enorm ausgebaut. Außenpolitisch wurde eine Politik der nationalen Stärke gefahren, in der sich Sagradien zunehmend isolierte. 1905 wurde der unabhängige Ex-General [[Joán Cardinal]] zum Präsidenten der Republik gewählt. Damit saß ein äußerst konservativer Vertreter der alten Eliten im Präsidentenpalast, der der neuen parlamentarischen Republik eher reserviert gegenüberstand, eine Rückkehr zur Monarchie durch einen Staatsstreich aber ebenso ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phase der wechselnden Bündnisse ===&lt;br /&gt;
Nach dem erneuten Sieg der Rechten [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1907|im Jahr 1907]] kam es zu zunehmenden Spannungen im Rechtsbündnis, das im März 1909 schließlich ganz zerfiel. Präsident Cardinal löste daraufhin das Parlament auf in der Hoffnung, eine gestärkte Basis für eine neuerliche konservative Regierung zu erhalten. Zunächst wurde eine republikanische Übergangsregierung unter radikaler Führung gebildet, die von Präsident Cardinal jedoch nur ein Mandat bis zu den Neuwahlen erhielt, aus denen zum Unmut Cardinals die Linke als Sieger hervorging. Der Radikaldemokrat [[Cristoval Sánchez]] bildete nun eine radikal-liberale Minderheitsregierung, die sich auf die Unterstützung von Teilen der [[Partido Socialista|sozialistischen Linken]] zu stützen versuchte und die Reformen der Jahrhundertwende zu erneuern suchte. Es kam zu einem zeitweiligen Machtkampf zwischen parlamentarischer Linkskoalition und dem konservativen Präsidenten, der mehrmals sein Veto gegen laizistische und soziale Reformen der Regierung Sánchez einlegte. Im Jahr 1912 nutzte Cardinal die Spannung in der Linkskoaliton und ersetzte die Regierung Sánchez durch ein rechtes Minderheitskabinett unter [[Joán Valderrán]]. Auch nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1913|Parlamentswahlen 1913]] wurde dieses fragile Bündnis zunächst fortgesetzt, doch setzte ihm der plötzliche Tod Cardinals 1914 ein Ende. Um die Präsidentschaft des Monarchisten [[Stefano Perón]] zu verhindern, der von der äußeren Rechten aufgestellt worden war, unterstützten die Liberalen nun doch wieder einen Kandidaten der Linken und wählten in der Nationalversammlung schließlich den Radikaldemokraten Cristoval Sánchez zum neuen Präsidenten der Republik. Bis zum Jahr 1917 amtierten nun Ausgleichs-Regierungen der Mitte aus Radikalen, Liberalen und Zentristen. Vornehmliches außenpolitisches Charakteristikum dieses Bündnisses war die strikte Neutralitätspolitik im Ersten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom &amp;quot;Bloco de Sinistra&amp;quot; zur Weltwirtschaftskrise ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917|Parlamentswahlen 1917]], erstmals nach dem Prinzip der Verhältniswahl durchgeführt, brachten einen deutlichen Sieg der Linken, in der sich nun erstmals die bürgerlichen Parteien bereit erklärten, ein formelles Regierungsbündnis mit den Sozialisten zu schließen, die in der Regierung des [[Bloco de Sinistra|Linksblocks]] erstmals gouvernementale Verantwortung übernahmen. Die Regierung griff letztmals das alte Projekt der Linken auf, den kirchlichen Einfluss im Staat auf ein Minimum zu reduzieren, und verabschiedete ein umfangreiches Laizismus-Gesetz, konzentrierte sich vornehmlich aber auf soziale Reformen. Auch die Einführung des Frauenwahlrechts gilt als Leistung der Linksregierung, die seit 1920 zunehmend Auflösungserscheinungen aufwies, was auch mit der Gründung der [[PCS|Kommunistischen Partei]] zusammenhing. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1921|Parlamentswahlen 1921]] verlor der linke Block seine parlamentarische Mehrheit, es wurde nun eine große Mitte-Links-Koalition unter [[António Diaz]] gebildet. Nachdem Präsident Sánchez auf eine zweite Amtszeit verzichtet hatte, wurde sein Parteifreund [[Carles Simón López]] zum Nachfolger gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem im Mai 1924 mit [[António Sarabal]] erstmals ein Sozialist Regierungschef geworden war, kam es bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1925|Parlamentswahlen 1925]] zu einem politischen Patt. Präsident López trat nach heftigen politischen Auseinandersetzungen zurück und machte den Weg für den rechtskonservativen [[Domênco Scalfín]] frei, der sich nun gegen den Sozialisten [[Joán Bertón]] durchsetzen konnte und neuer Präsident der Republik wurde. Die Pattsituation im Parlament veranlasste ihn, das Parlament im Sommer 1926 aufzulösen und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1926|Neuwahlen]] auszuschreiben. Sieger wurde die politische Rechte, in der nun die katholisch-konservative [[Volksunion]] von [[Gaitán Alemà Sobrantes]] zur stärksten Kraft wurde. Fortan amtierten zahlreiche verschiedene Regierungen, die sich zwar in keinem Fall länger als zwei Jahre halten konnten, sich aber kontinuierlich auf eine Zusammenarbeit der zunehmend antidemokratisch erscheinenden Rechten mit den liberalen Kräften der Mitte stützten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Krise der Dreißiger Jahre: Alemà-Regime und Volksfrontregierung ===&lt;br /&gt;
Nach Jahren der wirtschaftlichen Stabilität, welche ein Reformdefizit verschleierte, stürzte die Weltwirtschaftskrise von 1929 auch Sagradien in eine tiefe Erschütterung, die ihren Ausdruck in bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen linken und rechten Kampftruppen sowie separatistischen Aufständen in Ostgolen und der Westbretagne fand. In dieser Situation der Instabilität stellte der nationalkonservative Staatspräsident [[Gaitán Alemà]] (1932-1934) den Versuch an, ein autoritäres Präsidialregime unter seiner Führung zu errichten, schaltete zunehmend das Parlament aus und versuchte unter Verhängung des Ausnahmezustands ohne Parlament und mithilfe eines Präsidialkabinetts und Dekreten zu regieren, wurde aber im Oktober 1934 durch einen kommunistischen Attentäter ermordet. Der Versuch der [[Faschistenaufstand 1934|Faschisten]], die Macht zu übernehmen, wurde von republiktreuen Militärs vereitelt. Deren Führer [[Alfonso Cabarel]] wurde Regierungschef, der parteilose Senatspräsident [[Luciano Capón]] wurde Präsident. Capón hatte bereits in den Zwanziger Jahren als Außenminister in mehreren Regierungen die sagradische Politik maßgeblich beeinflusst. Nach dem Auseinanderbrechen der [[Militärregierung Cabarel]] setzte Capón eine Zivilregierung unter dem parteilosen Finanzfachmann [[Sergio Dini]] ein, dem Cabarel als Kriegsminister angehörte. Die neue Regierung wurde im Dezember von Putschversuchen des rechten Militärflügels ([[Vicentis-Mairas-Putsch]]) erschüttert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese innere Schwächung Sagradiens und die mangelnde Autorität der Übergangsregierung Capón-Dini nutzte das faschistische Micolinien in der [[Golenkrise 1935/1936]], indem es separatistische Aufstände in ganz Golen dazu nutzte, mit eigenen Truppen das sagradische [[Ostgolen]] zu besetzen und es im Mai 1936 unter Berufung auf eine manipulierte Volksabstimmung zu annektieren. Sagradien musste, von Völkerbund und Westmächten im Stich gelassen und auf einen Krieg unvorbereitet, den militärisch überlegenen Nachbarn gewähren lassen. Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahlen 1935]] ging eine neu formierte linke [[Volksfront]] aus Kommunisten, Sozialisten und Radikaldemokraten als Sieger hervor, die den Sozialistenführer [[Santiago Laval]] zum Staatsoberhaupt wählte. Die erste Volksfrontregierung mit kommunistischer und bürgerlicher Beteiligung wurde gebildet, die zahlreiche Sozial- und Wirtschaftsreformen einleitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarputsch, Sagrofaschistische Diktatur und Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Hauptartikel: [[Estado Sagradês]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der politische Wiederstand gegen die Volksfrontregierung führte im Jahr 1936 zu bürgerkriegsähnlichen Kämpften zwischen regierungstreuen Truppen und rechtsfaschistischen Paramilitärs, der so genannten „[[División Negra|Schwarzen Divisionen]]“ unter Führung des Faschistenführers [[León Francês]], die im Bündnis mit [[Manuel Álamo]]s rechtsoppositioneller [[Volksunion]] standen, welche wiederum die bürgerliche und die radikal-faschistische Opposition gegen die Volksfront zusammenführte. Im Februar 1938 schließlich kam es zu einem [[Februarputsch 1938|Putsch rechter Militärs]] gegen die Regierung Colón und Präsident Laval, bei dem der Sozialist im Plazarenya getötet wurde. Eine [[Junta Presidencial|Militärjunta]] unter Führung von General [[Oscar Romero Castro]] übernahm die Führung, ehe Romero Castro auf Druck der Faschisten hin ein Bündnis mit Álamo schloss und diesen schließlich zum Ministerpräsidenten ernannte. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|vorgezogenen Neuwahlen des Parlaments im April 1938]] wurden von Álamos divisionären Schlägertrupps bestimmt und führten zu einem Sieg der faschistisch-autoritären „[[Comunión Nacional]]“, die in der Folge der Wahlen zur Staatspartei wurde. Álamo verbot die Parteien der Linken und der Mitte und erließ die faschistisch-ständestaatliche [[Augustverfassung]] nach dem Vorbild des Austrofaschismus. Sein Regime stützte sich auf die alten Eliten Militär und Kirche und wandelte Sagradien zum „sagrofaschistischen Ständestaat“, dem so genannten „[[Estado Sagradês]]“, dessen Präsident formal bis 1940 Romero Castro, seither [[Iacovo Jimenez]], sein Führer jedoch Álamo selbst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Sagradien im Zweiten Weltkrieg zunächst neutral blieb, unterstützte Álamo offen das nationalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten. Die folgenden wirtschaftlichen Boykottmaßnahmen der Alliierten sowie die Schwäche Álamos gegenüber deutschen Gebietsforderungen an der sagradisch-französischen Küste führten 1943 zu einer Erosion des autoritär-faschistischen Machtapparats des &amp;quot;Estado&amp;quot; und der &amp;quot;Comunión&amp;quot;. In einem [[Staatsstreich vom 23. Mai 1943|Staatsstreich]] wurde Álamo entmachtet und festgenommen und eine Gruppe anti-deutscher Militärs unter Führung von General [[Oscar Taglle Rodríguez]] übernahm die Macht. Dagegen fielen deutsche Truppen in Nordost-Sagradien ein und setzten die [[Regierung von Fidelfe]] als Marionettenregierung ein. Die Niederlage Deutschlands und der Sieg der mit den Alliierten verbündeten [[Mai-Junta]] Taglle Rodríguez' und der Partisanenkämpfer der antifaschistischen [[Resistença Sagradêsa]] führten 1944 zum endgültigen Ende des Estado Sagradês.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Dritte Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Dritten Republik und liberalkonservative Ära ===&lt;br /&gt;
Das Mai-Regime unter Oscar Rodríguez übergab seine Exekutivfunktionen bald an eine neue provisorische Regierung unter [[Sergio Dini]], der auch Vertreter des Widerstands und der bald als [[Demokratische Koalition]] bezeichneten Parteien der Linken und der Mitte angehörten. Im Jahr 1945 kam zu demokratischen [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945|Wahlen zu einer konstituierenden Nationalversammlung]], als deren Ergebnis am 20. Juni 1946 nach einem Referendum die [[Verfassung der Dritten Republik|neue parlamentarisch-demokratische Verfassung]] in Kraft trat. Dini wurde noch von der Konstituierenden zum ersten Präsidenten der Dritten Republik gewählt. 1949 folgte der direkt gewählte Radikaldemokrat [[David Pizarro Cortez]]. Seit 1949 amtierte der Christdemokrat [[Paulo Luciaro]] bis 1960 als Ministerpräsident, der gemeinsam mit dem Sozialdemokraten [[Santo De la Ilpa]] die Nachkriegspolitik bestimmte. Außenpolitisch setzten beide die Westintegration des Landes durch. 1945 war Sagradien Gründungsmitglied der UN und 1949 der NATO und führte auch in den Folgejahren den europäischen Einigungsprozess mit an (u.a. Gründungsmitglied der EWG). Außerdem leitete Luciaro die Aussöhnung mit Micolinien ein, die 1955 in den [[Golische Verträge|Verträgen von Alagua und Pexace]] gipfelten und den Verzicht Sagradiens auf [[Golen]] sowie Micoliniens auf [[Cuentez]] festschrieb. Wirtschaftlich konnte Sagradien die katastrophalen Kriegsfolgen erst allmählich abfangen, doch setzte mit der Entscheidung für die Marktwirtschaft seit Mitte der Fünfziger Jahre ein Wirtschaftsboom ein. Seit 1955 regierte Luciaro in einer liberalkonservativen „[[Bürgerblock]]“-Regierung mit der bürgerlichen [[UDS|UD]]-Koalition. Seine christlich-konservative [[PPC]]-Partei blieb bis 1962 stärkste Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialistische Vorherrschaft und Guivares-Affäre ===&lt;br /&gt;
Die Spaltung des sozialistischen Lagers in einen prowestlichen ([[PSD]]) und einen neutralistischen Flügel ([[PS]]) wurde 1957 mit der Gründung der prowestlich-sozialistischen [[ASUL]] beendet, die 1962 erstmals Regierungsverantwortung in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter Ministerpräsident [[Martín Ánibal Costa]] ([[PPC]]) übernahm und 1964 unter [[António Santiago]] (ASUL) eine sozialliberale Koalition bildete. Von separatistischen Bestrebungen in den sagradischen Kolonien und regionalistischen Tendenzen im Mutterland veranlasst, setzte die Große Koalition einen umfangreichen Verwaltungsreformprozess in Gang, der die Entlassung der meisten Kolonien in die Unabhängigkeit sowie die teilweise Dezentralisierung des Landes durch Einrichtung von Regionen mit sich brachte.&lt;br /&gt;
Dem seit 1954 amtierenden Christdemokraten [[Ariel De la Roya]] folgte 1964 sein konservativer Parteifreund [[Carles María Ortega]] im Amt des Staatspräsidenten. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos im Sommer 1964 folgte [[Iacovo Del Pérez]] als Ministerpräsident, doch zerfiel seine Koalition 1967. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] ging die [[PPC]] wieder als Sieger hervor. Premierminister wurde wie bereits 1960-1962 [[Carles Angel Favale]], der unter Tolerierung der linksbürgerlichen [[PRD]], zeitweise auch der rechten [[PFP]] regierte, 1970 aber vom liberalen [[Carles Méndez]] mit einem Übergangskabinett abgelöst wurde. Nach überragendem Wahlerfolg der ASUL im Jahr 1970 wurde deren Führer [[Joán Caval]] Ministerpräsident, welcher in diesem Amt insgesamt neun Jahre lang (bis 1979) verweilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Caval konnte u.a. die unter Iacovo Del Pérez 1965 begonnenen [[Dreistaatengespräche]] zwischen Micolinien, Sagradien und San Cristo in eine organisierte Zusammenarbeit innerhalb des [[Blaumeerrat]]es überführen, der 1972 gegründet wurde. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogene Parlamentswahl 1979]] führte zu einem Patt der politischen Lager und zur Bildung einer Großen Koalition aus Christdemokraten und Sozialisten unter [[Santo De la Nada]] (PPC). Der Sozialist Del Pérez wurde 1972 zum Präsidenten der Republik gewählt. Er prägte mit außenpolitischen Anstößen das Amt und erarbeitete sich eine große Popularität im Volk. Ihm folgte 1982 der Konservative [[Alfonso María Guivares]], der 1984 im Zuge einer [[Guivares-Affäre|Korruptionsaffäre]] zurücktreten musste. Der Skandal weitete sich zur größten Polit-Affäre der Republik aus und stürzte das Land in eine tiefe Vertrauens- und Verfassungskrise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die jüngere Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der bürgerlichen Regierung unter [[Santo Moya]] (1982-1986) folgte 1986 eine ASUL-UDS-Koalition unter dem Sozialdemokraten [[Donado Ricardes]], die 1990 nach überragendem Wahlerfolg der Christdemokraten von einer konservativ-liberalen Koalition unter [[Josep Carles Otero]] (PPC) abgelöst wurde. Unter der bürgerlichen Regierung beteiligte sich Sagradien 1991 mit eigenen Truppen am Zweiten Golfkrieg gegen den Irak, nachdem bereits Ricardes 1990 entgegen ablehnender Stimmen in den eigenen Reihen seine Unterstützung der anti-irakischen Koalition zugesagt hatte. Außerdem setzte Otero die bereits unter Moya eingeleitete und unter dem Sozialisten Ricardes grundsätzlich fortgeführte Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik fort. Der Regierung Otero folgte nach dem Wahlsieg der ASUL 1998 der sozialistische Spitzenkandidat [[Julio De la Costa]] im Amt des Ministerpräsidenten nach. Seine rot-grüne Koalitionsregierung wurde 2002 in einem deutlichen Votum gestützt. Dem seit 1991 amtierenden Staatspräsidenten [[Santiago Montoya]] (PP-SCD) folgte 1999 der Sozialist [[António Grande Illega]] im Amt. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] trat De la Costa nicht mehr an und die PPC ging als Sieger hervor, woraufhin deren Vorsitzender [[Miguel Ánibal Luisanto]] zum Chef einer Mitte-Rechts-Koalition aus Christdemokraten und Liberalen ernannt wurde, die im Parlament vom Vertrauen der rechtspopulistischen [[PSP]] [[Joán De la Pênia]]s abhängig war. Bei der infolge einer schweren Koalitionskrise im Sommer 2008 abgehaltenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahl zur Abgeordnetenkammer]] wurde Luisanto als Chef einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung bestätigt. Im Frühjahr 2009 wurde der konservative ehemalige PPC-Chef [[Roberto Vidéas Braga]] als Nachfolger des äußerst populären A.Grande Illega zum Präsidenten der Republik gewählt.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Beatrice Iniagui</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Beatrice Marián Iniagui''' (*1977 in [[Artir]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der liberalen [[UDS]]. Sie ist seit 2008 Generalsekretärin ihrer Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui stammt aus Artir, wuchs jedoch in [[Duerez]] und [[Semess]] auf, ehe sie in Semess Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte. Nach dem Studium arbeitete sie in Semess in einer mittelständischen Marketingagentur. Bereits als Studentin engagierte sie sich für den liberalen Hochschulverband [[UEDRL]], trat der [[UDS]] bei und engagierte sich in der Kommunalpolitik. Bei den [[Kommunalwahlen 2000]] wurde sie für die UDS in den Semestiner Stadtrat gewählt. Bei den Semestiner [[Kommunalwahlen 2004]] erhielt Iniagui das zweitbeste Stimmenergebnis der Liberalen und zog erneut in den Stadtrat ein. Danach übernahm sie im Frühjahr 2005 den Fraktionsvorsitz ihrer Partei im Stadtrat und wurde 2007 Vorsitzende des UDS-Stadtverbandes sowie Vorstandsmitglied der UDS in der [[Region Semestina]]. Von 2003 bis 2006 amtierte Iniagui zudem als stellvertretende nationale Sprecherin der [[UDS-Jugend]].&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2008]] trat die erst 31-jährige Iniagui als Spitzenkandidatin der UDS an und erhielt die weitaus meisten Direktstimmen ihrer Liste. Gleichzeitig wurde sie im wohlhabenden Stadtteil [[Bernabêu]] zur Bürgermeisterin (''Suprefeita'') gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 veröffentlichte Iniagui zusammen mit drei weiteren jungen Abgeordneten und Politikern der UDS ein Positionspapier, in dem sie eine stärkere Profilierung der Partei als eigenständige liberale Kraft forderten und sich energisch gegen die innenpolitischen Positionen der rechtspopulistischen Partei [[PSP]] wandten, die die Regierung Luisanto im Abgeordnetenhaus stützt. Mit dem Papier sorgte Iniagui innerhalb der Partei landesweit für Aufsehen, da die Forderungen als Kritik am bisherigen Kurs der Partei in der Mitte-Rechts-Regierung verstanden wurden. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] stellte UDS-Parteichef [[Luca Orrieva]] die in der nationalen Öffentlichkeit bis dahin kaum bekannte 31-Jährige als neue Generalsekretärin der Partei vor. Sie folgte [[Martín Merrivo]] nach, der als Staatssekretär ins Wirtschafts- und Finanzministerium wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Regionalwahlen 2010|vorgezogenen Wahl zum Semestiner Regionalrat 2010]] kandidierte Beatrice Iniagui als Spitzenkandidatin der UDS. Sie folgte Damián Grôiso, der nach 20 Jahren an der Spitze der Regionalpartei auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet hatte. Obwohl die UDS ihre fünf Sitze im Regionalparlament verteidigen konnte, verloren die Parteien der Rechten die Mehrheit in der Abgeordnetenkammer an die Linke. Iniagui wurde wenig später als Nachfolgerin Damián Grôisos zur Vorsitzenden des UDS-Regionalverbands Semestina gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iniagui gilt als Vertraute von Justizministerin [[Benita Hubner]], die den bürgerrechtsliberalen Flügel der UDS anführt, verfügt aber auch über sehr gute Beziehungen zum klassisch liberalen Flügel der Partei sowie zu Parteichef Orrieva. Sie wird immer wieder als mögliche Nachfolgerin Luca Orrievas im Parteivorsitz der UDS gehandelt. Sie gilt zudem als Sympathisantin der im Frühjahr 2010 gegründeten [[Iniciativa Liberal]], wenngleich sie diesen parteiinternen radikal-liberalen Zusammenschluss nicht offiziell unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Mitglied der UDS]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Nueve Televisión</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nueve''' ist der größte private Fernsehsender [[Sagradien]]s und der umsatzstärkste TV-Sender in der [[Avante Nueve]]-Mediengruppe. Der Sender wurde 1985 unter dem Namen ''Canal 9'' gegründet, Betreiberfirma war die ''Canal 9 Televisiones SRL''. Gründungsgesellschafter waren [[Teófilo Logas]] und [[Maurício Setembre]]. 1992 übernahm Setembre, seit 1990 Haupteigentümer von Canal 9 den cuentezischen Regionalsender [[Canal Cuentez]], der daraufhin zum landesweiten Sender [[CeSat]] umgewandelt wurde. Seit dem selben Jahr tritt Canal 9 als ''Nueve'' auf. Im Jahr 1994 wurden Nueve und CeSat zur [[Nueve Televisiones SA]] fusioniert, die 1997 an die [[Borsa Sagradêsa|Semestiner Börse]] ging. 2000 kam zur Nueve-Gruppe der Nachrichtensender [[Noticias Nueve]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme der Nueve-Gruppe durch die [[Saccinvest Holding]], Besitzer des Medienkonzerns [[Avante]], kam es im Jahr 2002 zur Fusion der beiden Sendergruppen und zur Gründung der [[Avante Nueve Media SA]] als neuer Dachgesellschaft der Fernseh- und Radiosender des Saccinvest-Imperiums. Avante Nueve ist seither der größte Medienkonzern Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Fernsehsender]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Manuel_Ram%C5%93s_Iliega&amp;diff=8853</id>
		<title>Manuel Ramœs Iliega</title>
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		<updated>2012-03-05T22:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Névito Ramos Iliega''' (*1973 in [[Óstino]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] konservativer Politiker ([[PP-CSD]]). Ramos Iliega war 2006 bis 2008 Leiter der Innenbehörde der [[Region Bordez]] und war seitdem Generalsekretär der PP-CSD. Von Februar 2011 bis Februar 2012 amtierte er als [[Minister für Öffentliche Verwaltung]] im [[Kabinett Luisanto III]]. Seither ist der Sprecher der PP-CSD-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gebürtige Ostinenser Ramos Iliega begann seine politische Karriere im Stadtrat seiner Heimatstadt, wo er mit 23 Jahren Mitglied wurde. Im Jahr 2000 organisierte Ramos Iliega das Bürgerbegehren gegen die geplanten Energiemaßnahmen der rot-grünen Stadtregierung, das schließlich erfolgreich war. Dadurch wurde der [[Bordez]]er Regionalpräsident [[Miguel Ánibal Luisanto]] auf den jungen Politiker aufmerksam und bot ihm ein Praktikum in seiner Staatskanzlei und danach in der bordezischen Regionalpartei an. Schnell stieg Ramos Iliega in den weiteren Kreis der Luisanto-Vertrauten auf. 2001 war er Mitglied im Wahlkampfteam Luisantos und koordinierte den Einsatz neuer Medien. Danach bot ihm Luisanto einen Posten in der Partei-Zentrale in [[Biniar]] an, 2003 stieg er zum regionalen Koordinator der PP-CSD in Bordez auf. Seti 2005 saß Iliega im [[Regionalrat]] von Bordez. Nach dem Wechsel in der Regionalpräsidentschaft machte ihn Luisantos Nachfolger [[Joán Sellar]] 2005 auf Empfehlung Luisantos hin zum Untersekretär in der Innenbehörde und ein Jahr später zum Regionalminister (''Cosilier Ajunto'') für Inneres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 schlug Luisanto als Parteivorsitzender der Volkspartei Ramos Iliega als neuen Generalsekretär vor. Ramos Iliega wurde daraufhin zum Nachfolger [[Oscar Toledo Meçares]]' gewählt. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]], bei denen er der maßgebliche Organisator der Volkspartei-Kampagne war, erwarb Ramos Iliega ein Mandat im [[Abgeordnetenkammer|Semestiner Parlament]]. Im Februar 2011 übernahm er zudem das Ministeramt für Öffentliche Verwaltung und Reform im [[Kabinett Luisanto III]]. Seine Tätigkeit als Sekretär der Volkspartei legte er im Sommer 2011 nieder. Ramos Iliega gilt als einer der wichtigsten Vertrauten und Berater von Miguel Ánibal Luisanto und neben [[Aliureto Nergüín]] und [[Márcio Lamanto]] als einer der „Luisanto-Prinzen“ in der Volkspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem überraschenden Tod von [[Máximo Ulieta]] im Januar 2012 übernahm Névito Ramos Iliega dessen Funktion als Fraktionssprecher der Volkspartei in der Abgeordnetenkammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 2005-2006: Untersekretär in der Innenbehörde der Region [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: Beigeordneter Rat (''Cosilier Ajunto'') für Inneres der Region [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 2011-2012: [[Minister für öffentliche Verwaltung]] im [[Kabinett Luisanto III]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1996-2000: Mitglied des Stadtrats von [[Ostino]]&lt;br /&gt;
* 2005-2009: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 2003-2005: Regionaler Parteikoordinator der [[PPC]] Bordez&lt;br /&gt;
* 2008-2011: Generalsekretär der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: Sprecher der Volkspartei-Fraktion in der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der PPC]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Fl%C3%A1vio_Os%C3%B3rio_Gimen%C3%A8s&amp;diff=8852</id>
		<title>Flávio Osório Gimenès</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Fl%C3%A1vio_Os%C3%B3rio_Gimen%C3%A8s&amp;diff=8852"/>
		<updated>2012-03-05T22:58:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Flávio Osório Jimenez''' (*1927 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der [[ASUL]] und ehemaliger langjähriger [[Bürgermeister von Semess]] (1970-1987) sowie Präsident der [[Region Semestina|Semestiner]] Regionalregierung (1989-2001). Von 1985 bis 1987 amtierte er als Nachfolger von [[Joán Caval]] im Amt des Generalsekretärs seiner Partei. Bei der [[Präsidentschaftswahl 1994]] unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber [[Santiago Montoya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]] und der Ernennung [[Paulo Centavo]]s zum Minister im [[Kabinett Caval I]] wurde Osório Jimenez vom Semestiner Stadtrat zum neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt gewählt. In diesem Amt blieb er insgesamt 17 Jahre und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den [[Kommunalwahlen 1972]], [[Kommunalwahlen 1976|1976]], [[Kommunalwahlen 1980|1980]] und [[Kommunalwahlen 1984|1984]] holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den [[Verdes Celarcoes|Grünen]] über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die 1985 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine anhaltenden Erfolge in Semess machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1977 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, stieg Jimenez nach dem zunächst vorübergehenden Rückzug von Parteichef [[Joán Caval]] 1984 in den engeren Kern der ASUL-Führung, des so genannten ''Quadrumvirats'' auf. Er galt als Vertreter des traditionalistischen Flügels der Partei. Der im Januar 1985 angekündigte Rückzug Joán Cavals vom Parteivorsitz führte auf dem Parteikongress der Sozialisten in Noyar im Mai 1985 zu einer Kampfkandidatur zwischen [[Donado Ricardes]] und [[Andrés Colón]] um die Frage, wer die Partei in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] führen solle. Nach dem knappen Sieg Ricardes' verzichtete Colón zugunsten Osórios auf das Amt des Generalsekretärs, der schließlich ohne Gegenkandidaten die Nachfolge Cavals antrat. Der in der Partei deutlich weniger verankerte [[Donado Ricardes]] hatte ebenfalls Osório unterstützt, der als Generalsekretär das traditionelle Milieu ansprechen und in der Partei als Integrator fungieren sollte. Nach dem Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] verzichtete Osório auf eine Funktion im [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] und blieb Bürgermeister und Generalsekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Koalitionskrise im Spätsommer 1987 führte schließlich zum Austritt der Grünen aus der Semestiner Koaliton. Eine von Osório gestellte Vertrauensfrage endete in einem Debakel für diesen, da ihm nicht nur die Opposition und die Grünen, sondern gleich drei Abgeordnete der eigenen Fraktion die Gefolgschaft verweigerten. Flávio Osório Jimenez wertete das Ergebnis als Misstrauensvotum für den eigenen Kurs und trat daraufhin von allen Ämtern zurück. Er zog sich aus der aktiven Politik zurück und gab auch das Amt des Generalsekretärs der Partei an [[Donado Ricardes]] ab. Die Sozialisten verloren daraufhin die vorgezogene Kommunalwahl im Januar 1988 an die Konservativen unter [[Gustavo Galler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osório Jimenez feierte zwei Jahre später sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der [[Regionalwahlen 1989|Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989]] feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber [[António Vallerón]] und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen [[Regionalwahlen 1993|1993]] und [[Regionalwahlen 1997|1997]], jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den [[Regionalwahlen 2001]] trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an [[David Acebes]], der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der [[ASUL]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der sagradischen [[Präsidentschaftswahl 1994]] trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber [[Santiago Montoya]] von der konservativen [[Volkspartei]] an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1970-1987: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-2001: Präsident der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semestina&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1985-1987: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 2001-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Region Semestina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Popular_de_Converg%C3%AAncia&amp;diff=8851</id>
		<title>Partíu Popular de Convergência</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Part%C3%ADu_Popular_de_Converg%C3%AAncia&amp;diff=8851"/>
		<updated>2012-03-05T22:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partido Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine bürgerlich-katholische Mitte-Rechts-Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[Roberto Vidéas Braga]] und [[Miguel Ánibal Luisanto]] den sowohl den Staatspräsidenten als auch den Regierungschef des Landes. Ministerpräsident Luisanto regiert seit 2006 in einer Koalition mit der liberalen [[UDS]]. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem [[Paulo Luciaro]], [[Santo Moya]] und [[Josep Carles Otero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne sagradische Volkspartei mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Ursprung. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründungsjahre (1945-1949) ===&lt;br /&gt;
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Januar 1945 mit dem Anspruch, eine überkonfessionelle bürgerliche Sammlungspartei darzustellen. Der wesentliche Kern der Partei bestand jedoch aus katholischen Politikern wie [[Ariel Fernando De la Roya]], [[Amentino Xavier-Castrell]], [[Paulo Manuel Luciaro]], [[Nino Cabal]] oder [[Benito Mello]], die in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] teilweise der katholisch-liberalen [[PDP]] oder aber der katholisch-konservativen [[Volksunion]] (UP) angehört hatten. De la Roya und Cabal gehörte dem christlichen Widerstand gegen die sagrofaschistische Diktatur der [[Comunión Nacional]] an, Benito Mello und andere standen dagegen innerhalb der UP und der CN in kritischer Loyalität zum Regime oder setzten sich erst spät von diesem ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren. Gleichzeitig sollte die Spaltung in eine klerikale und eine säkulare Rechte überwunden werden, was freilich erst mit dem Zerfall der rechtsliberalen [[MPD]] in den frühen Fünfziger Jahren erreicht werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt.  Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der [[Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945]] wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte [[Demokratische Koalition]] mit dem [[Partido Radical]], der [[PS|Sozialistischen Partei]] und den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], welche die erste [[Provisorische Regierung Dini|Provisorische Regierung]] unter [[Sergio Rafael Dini]] stützte. Parteigründer [[Ariel De la Roya]] wurde zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, [[Paulo Luciaro]] und [[Mário Elabal]] vertraten die Partei in der provisorischen Regierung. Die 1946 verabschiedete [[Verfassung von 1946|Verfassung der Dritten Republik]] wurde maßgeblich von Politikern der Volkspartei geprägt. Nachdem Paulo Luciaro 1946 selbst die Führung der provisorischen Regierung übernommen hatte, gewannen die Christdemokraten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1946|ersten Parlamentswahl 1946]] die relative Mehrheit der Mandate im Senat und stellten mit einem Stimmenanteil von 25 Prozent die nur knapp zweitgrößte Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um [[Nino Cabal]] und [[Luciano Minorel]]. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro, der nach der Wahl De la Royas zum Senatspräsidenten 1946 zunehmend als Führer der Partei auftrat und ihre Politik maßgeblich steuerte, versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen und nationalkonservativen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das [[Movimiento Socialista Cristiano]], das sich der Linken anschloss. Stattdessen wurde die PPC zum Gravitationszentrum einer neuen antikommunistischen Mitte-Rechts-Allianz aus Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten, die sich der [[Frente Democrático Popular|Demokratischen Volksfront]] aus Sozialisten und Kommunisten entgegenstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1949-1960) ===&lt;br /&gt;
1949 wurde Paulo Luciaro Ministerpräsident und integrierte mit der rechtskonservativen [[UNP]] auch erstmals Vertreter der gemäßigten nationalen Rechten in der Regierung. Als Ergebnis des neuen Bündnisses errangen die Christdemokraten mit der Unterstützung anderer Rechtsparteien bei den [[Senatswahlen 1949]] einen deutlichen Sieg. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950]] bestritt die PCC als Kopf einer vereinten Mitte-Rechts-Allianz mit der nationalkonservativen [[UNP]], die sich mit einem Stimmenanteil von über 36 Prozent klar als stärkste Kraft durchsetzen konnte. Die UNP wurde danach in die gemeinsame [[Zentrumskoalition]] der PPC mit der sozialdemokratischen [[PSD]] [[Santo De la Ilpa]]s und mehreren liberalen Parteien eingebunden, ihr gemäßigt-demokratischer Flügel ging 1952 schließlich in der Volkspartei auf. Gleiches galt für große Teile des konservativ-liberalen [[MPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Ariel de la Roya bis 1954 Parteipräsident blieb, galt als De-facto-Parteiführer Paulo Luciaro, zunächst als Parteisekretär (1945-1948), später als Ministerpräsident (1949-1960) und seit 1954 als Nachfolger De la Royas als Parteivorsitzender. Dies galt vor allem nach dem Abgang des linkskatholischen Flügels und der Wahl De la Royas zum Präsidenten der Republik im Jahr 1954. Unter Luciaro wurde die PPC zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PPC der Anfangsjahre setzte auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Zudem vertrat Luciaro ein stark europafreundliches Profil, für das auch PSD-Außenminister [[Santo De la Ilpa]] sowie innerhalb der PPC Kabinettschef [[Roberto Helguerra]] standen. Prägende Wirtschaftspolitiker der PPC waren neben Corrado v.a. dessen Nachfolger als Finanzminister, [[Luis Enrico de Piacón]], sowie bald auch [[Carles Angel Favale]], der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das erste Grundsatzprogramm der PPC aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]], bei der die PPC 42 Prozent der Stimmen und damit mehr als doppelt so viele wie die nächstgrößere Partei (PCS mit 16,9 Prozent) auf sich vereinen konnte. Nachdem Luciaro 1950 die Bildung einer Zentrumskoalition mit den Sozialdemokraten de la Ilpas durchgesetzt hatte, kam es nach der Entmachtung de la Ilpas in seiner Partei und dem Austritt der PSD aus der Koalition im Jahr 1955 zur Bildung einer neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der liberalen [[UDS|Demokratischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diadochenkämpfe und Große Koalition (1960-1964) ===&lt;br /&gt;
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister [[Carles Angel Favale]] entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner Vergangenheit im Álamo-Regime und seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale, einst UP-Mitglied und Beamter im Kirchenministerium der CN-Diktatur, war erst 1949 als Verwaltungsbeamter in die PCC eingetreten und konnte diesen rasch als Karrieresprungbrett nutzen. 1949 wurde er Staatssekretär, 1950 Minister für Inneres und 1954 erstmals Abgeordneter sowie Finanzminister. Innerhalb des PCC hatte er bereits zum rechten konservativen Flügel gehört. Favale besaß große Sympathien in der Parlamentsfraktion der PPC und schaffte es darüber hinaus 1959, seinen bisherigen Staatssekretär [[Martín Nêu Regríguez]] an die Spitze der Exekutivjunta wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm und eher seinen Kabinettschef [[Dián Jocéntilo Sánchez]] zum Nachfolger aufzubauen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich musste Luciaro 1960 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Das Exekutivkomitee unter Führung von Nêu Regríguez legte sich schließlich auf Favale als Nachfolger fest, der sowohl Luciaros Wunschkandidaten Sánchez als auch Fraktionschef [[Martín Ánibal Costa]] hinter sich lassen konnte. Die Koalition mit der UDS wurde fortgesetzt, auch wenn das Klima zwischen dem konservativen und bisweilen autoritär auftretenden Favale und den zunehmend selbstbewussten Liberalen gespannt war. Favale aber schaffte es in der Folge nicht, die Parteiführung zu übernehmen. Nach dem Wechsel Nêu Regríguez’ ins Kabinett wurde mit [[Carles Toquero]] ein Anhänger Costas an die Spitze des Exekutivkomitees gewählt, [[Daniel Marella]], der nationale Geschäftsführer der Partei, galt als Anhänger von Sánchez und neuer Fraktionschef wurde mit Ex-Außenminister [[Carles María Ortega]] ein relativer Außenseiter der bisherigen Machtkämpfe, der keine Bindungen zu Favale aufwies, aber über Rückhalt in der Fraktion verfügte. Schließlich folgte Luciaro als Parteivorsitzender der PPC 1961 nicht Favale, sondern [[Ortega]] nach, der bisher nicht als Machtpolitiker wahrgenommen worden war. Es wurde allgemein erwartet, dass das Machtzentrum auch weiterhin im Kabinett liegen sollte, jedoch zeigte sich Ortega als Fraktions- und Parteichef in einer günstigen Lage, die er auszunutzen verstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und das mangelnde Charisma des Spitzenkandidaten Favale führten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962]] schließlich zu empfindlichen Einbußen für die PPC, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, dem die Basis in der Partei fehlte und der vor allem von den potenziellen Koalitionspartnern abgelehnt wurde und erfolgreichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung sowohl mit Sozialisten als auch mit Radikaldemokraten - eine der Parteien wurde für ein Bündnis gebraucht - im Wege zu stehen schien. In einem oft als Putsch gegen Favale bezeichneten Zug verbündeten sich Parteichef Ortega und Ánibal Costa und drängten Favale auf einen Verzicht auf die Regierungsführung. Stattdessen nominierte die Parteiführung Ánibal Costa zum Kandidaten für das Premierministeramt und drängte auf die Bildung einer Großen Koalition mit der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]], die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der PPC-Führung zu ihrem Bruch bei. Während Costa nach wie vor ein Parteiamt fehlte und Parteichef Ortega dem Kabinett fern blieb, fungierte Favale als Finanzminister, befand sich in Dauer-Streit mit dem sozialistischen Wirtschaftsminister [[Ricardo Moreno]] und wartete auf seine Chance, die Macht in Partei und Regierung zurückzuerobern. Als die Koalition im Herbst 1963 zerbrach, fehlte der PPC ganz im Gegenteil zu den aufstrebenden Sozialisten unter [[António Santiago]] eine klare Führung und ein klares Machtzentrum. Die vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|Kammerwahlen im Dezember 1963]] endeten für die PPC mit ihrem zerstrittenen Spitzentrio Costa-Ortega-Favale und mit Costa als Spitzenkandidaten in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 30 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Ortega versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970) ===&lt;br /&gt;
Der erstmalige Gang in die Opposition kam für die PPC einem Kulturschock gleich und stürzte die Partei noch tiefer in ihre Krise. Parteichef Ortega, durch das Scheitern seiner Großen-Koalitions-Strategie nachhaltig geschädigt, gab die Führung auf und erklärte stattdessen seine Kandidatur um das Amt des Präsidenten der Republik. Nach der Rekordniederlage stand auch für den Spitzenkandidaten Costa die Parteikarriere vor dem Ende. Im Kampf um die Führung der Partei setzte sich schließlich [[Carles Angel Favale]] durch, der als einziger der drei Kontrahenten der vergangenen Jahre zurückgeblieben war. Die Parteikrise führte zu einer umfassenden Umgestaltung der Partei. Diesesmal ging Favale daran, sich die Macht nachhaltig in den Parteigremien zu sichern und reformierte die komplizierte Führungsstruktur, die sich nach dem Rücktritt Luciaros und dem Fehlen einer unumstrittenen Führungsfigur als untauglich erwiesen hatte. Die vielen verschiedenen Ausschüsse des Parteivorstands wurden abgeschafft und lediglich der Exekutivausschuss als wesentliches Gremium beibehalten. An seiner Spitze sollte aber künftig kein starker Präsident mehr stehen. Stattdessen führte der Parteivorsitzende den Vorsitz, unterstützt vom neu geschaffenen Posten des Generalsekretärs, der vom Parteichef nominiert werden sollte. Erster Generalsekretär wurde auf Vorschlag Favales [[Joán Aliureto Perón]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles María Ortega schied mit seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Sommer 1964 ganz aus der Parteiführung aus und [[Luciano González]] wurde neuer Vorsitzender der Parlamentsfraktion, ehe Favale dieses Amt schließlich ebenfalls übernahm und nun alle wichtigen Schlüsselpositionen in der Partei kontrollierte. Als Oppositionsführer gegen die neue Sozialistisch-Liberale Koalition bereitete er sich auf die Spitzenkandidatur 1967 vor. Unter Favales Führung rückte die Partei ein Stück weiter nach Rechts und verleibte sich 1965 die von der UDS abgespalteten [[Federación de Democráticoes per la Libertá|Freiheitsdemokraten]] (FDL) ein. Der unter Ortega noch gefahrene Kurs der Verständigung mit den Sozialisten wurde durch einen harten Oppositionskurs ersetzt. Die Sozialisten wurden als &amp;quot;Stalinisten&amp;quot; diffamiert und in die Ecke der Kommunisten gerückt, die verbalen Attacken gegen die [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] bzw. die [[Kabinett Del Pérez I|Regierung Del Pérez]] nahmen unangenehme Ausmaße an und trugen zur starken Polarisierung der politischen Landschaft bei. Gleichzeitig bemühte sich Favale aber, Kontakte zum wirtschaftsliberalen Flügel der Unionsdemokraten zu halten, die innerhalb der Koalition in immer größere Isolation gerieten und im Jahr 1967 schließlich den vorzeitigen Bruch der Koalition herbeiführten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|folgenden Kammerwahlen]] meldete sich die PPC eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PPC klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten [[PFP]] [[António Álvaro Blanxard]]s gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PPC und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den &amp;quot;Anarchisten&amp;quot; den Protest gegen Staat und Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der PPC und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970]] gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten [[Joán Caval]] als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 33 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PPC damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1979) ===&lt;br /&gt;
Zum neuen Parteivorsitzenden der Volkspartei wurde auf dem Parteitag in Nalcaz im Februar 1971 Fraktionschef [[Márcio Ellévez Perón]] gewählt, der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Im Gegensatz zu dem bisweilen europaskeptischen Favale stand Ellévez für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der [[Linksregierung Caval|Kabinett Caval I]] zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PPC zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von [[Liez-Corar]] [[Santo de la Nada]], Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, [[Francisco Casano]], Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Bauminister [[Santo Moya]], der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition agierte die Partei zunächst hilflos und artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PPC gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Kammerwahlen 1974]], bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semess klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken [[Umberto Salas]] und dem eher liberal orientierten [[Santo de la Nada]] zum Handeln. Auf dem Parteitag nach den Wahlen 1974 kam es zum so genannten [[Putsch von Joanaz]] mit der erfolgreichen Kampfkandidatur Santo de la Nadas gegen Márcio Ellévez Perón. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef, ehe er wenig später auch den Vorsitzend der PPC-Kammergruppe übernahm und sich deutlich als neuen Parteichef darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Parlamentswahlen 1976]], bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Koalition durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder [[Joán Huartín]], der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren der Fraktionsvize [[Santo Emilio Moya]] sowie Vizeparteichef [[Marcelo Iudeta]], der den mächtigen Semestiner Regionalverband anführte. Zudem kam nach seinem Ausscheiden als Nationalbankpräsident 1977 [[Alfonso María Guivares]] dazu, der in der Partei als Aushängeschild einer rechten Wirtschaftspolitik galt und im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] überraschend als Schattenminister für Wirtschaft und Finanzen auftrat. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Regierung (1979-1986) ===&lt;br /&gt;
Aus den Neuwahlen im Jahr 1979, nach dem absehbaren Bruch der ASUL/UDS-Koalition notwendig geworden, ging die PPC mit Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister und Nationalbankchef Alfonso María Guivares als Wirtschaftsexperte als Sieger hervor und Nada drängte auf die schnelle Bildung einer Großen Koalition, da die favorisierte PPC/UDS-Koalition keine Mehrheit vorzuzeigen hatte und die Gefahr einer neuerlichen sozialistischen Zusammenarbeit mit den Kommunisten drohte. Die Verhandlungen endeten für die Volkspartei schließlich erfolgreich und ermöglichten ihr nach neun Jahren in der Opposition wieder die Rückkehr in nationale Regierungsverantwortung. Santo De la Nada wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Wirtschafts- und der erfahrene Diplomat [[Luis Martínez]] Außenminister, während die Sozialisten das Finanz- und das Sozialressort übernahmen. Santo Moya wurde neuer Chef der Parlamentsfraktion und damit zusammen mit seinem sozialistischen Counterpart [[Stefano Nacoma]] einer der organisatorischen Schlüsselspieler der Koalition. Die Große Koalition sollte v.a. die Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit treffen, die Finanzen konsolidieren und den zunehmenden Terror bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern wirkten sich aber auch zunehmend negativ auf die innerparteiliche Stellung De la Nadas aus, der immer mehr unter Druck geriet, zumal Moya bald die Fraktion unter Kontrolle hatte und weitgehende Forderungen stellen konnte. Nach der Wahl Alfonso Guivares’ zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1982 erbte Santo Moya seinen Posten im Wirtschaftsministerium und gelangte damit auf eine neue Schlüsselposition. Er trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch der Haushaltsplan für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Nachdem sich die Sozialisten im Juli 1982 entschlossen hatten, gegen die Haushaltsvorlage der Regierung zu stimmen und es daraufhin zur Demission der ASUL-Minister kam, übernahm Moya zudem das Finanzministerium und war der neue starke Mann im Kabinett. De la Nada, entschlossen, die ASUL zu einem Misstrauensvotum gegen ihn zu zwingen und diese so als Schuldige darzustellen, ließ es zum Äußersten kommen. Nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum der Kommunisten und Sozialisten gegen das [[Kabinett De la Nada II|Rumpfkabinett De la Nada]] löste Präsident Guivares die Abgeordnetenkammer auf und setzte vorgezogene Neuwahlen zum frühest-möglichen Termin an. Moya reagierte blitzschnell und nutzte seine Kontakte in der Fraktion, um sich selbst als Spitzenkandidat ins Gespräch zu bringen, woraufhin Nada kapitulierte und seinerseits auf eine Kandidatur verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Santo Emilio Moya als Spitzenkandidat siegten die Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982| vorgezogenen Neuwahlen]] deutlich gegen die Linke und erreichten fast 40 Prozent der Stimmen. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte damit die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete die 12-jährige Regierungsbeteiligung der Sozialisten. Moya wurde zum neuen Ministerpräsidenten ernannt und wenig später auch zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit begann die Ära der neokonservativen bzw. neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Sagradien für über ein Jahrzehnt dominieren sollte. Zudem wurde der dem linken Parteiflügel angehörige Generalsekretär [[Umberto Salas]] durch [[Daniel Rodrigo Costa]] abgelöst, der wenig eigene Machtfülle entwickelte und vor allem dem Parteichef Moya zuarbeitete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 stürzte die [[Guivares-Affäre]] um Verwicklungen des Staatspräsidenten in Geschäfte des organisierten Verbrechens das Land in die größte politische Krise der Nachkriegszeit. Auch aktive Politiker aus der zweiten Reihe der PPC wurden in Verbindung mit dem so genannten „Guivares-Kartell“ gebracht und die Partei durchlebte eine der größten Krisen ihres Parteibestehens. Der Präsident musste seinen Rücktritt erklären. Bei den Wahlen zu seiner Nachfolge verzichtete die PPC erstmals auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützte den UDS-Kandidaten [[Carles Domínguez]]. Die Wahl konnte allerdings der Sozialist Felipe López für sich entscheiden, während der rechtsradikale Kandidat [[Paulo Alfonso Cavallo]] vom Fehlen des Volkspartei-Kandidaten und dem Vertrauensverlust in die politische Klasse profitierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Moya schaffte es nicht, durch eine schnelle Aufklärung der Guivares-Affäre Ruhe in die politische Landschaft zu bringen. Stattdessen wurde in der Folgezeit große Kritik an Moyas Regierung geübt und die Umfragewerte schnellten in den Keller. Die [[Europawahlen 1984]] endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die [[Regionalwahlen 1985]] brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in [[Sesín]], [[Sarmay]], [[Perín-Tulinesa]], [[Oller]], [[Ceundalia]], [[Bordez]], [[Alto Scantia]] und [[Alconía]] PPC-geführte Regierungen ablösen konnte. Die Niederlagen führten zu einer Führungskrise in der Partei und zunehmender Kritik an Parteichef Moya. Nach einer Kabinettsumbildung gehörten Innenminister [[Carles Holiérez]] und Justizminister [[Carles Zapato]] nicht mehr der Regierung an, die wegen ihrer Ermittlungen in der Guivares-Affäre ins Dauerfeuer der Opposition und der Medien geraten waren und zudem beim liberalen Koalitionspartner für Unmut gesorgt hatten. Auch das Krisenmanagement nach dem Tschernobyl-Unglück verlief eher unglücklich. Erst zwei Monate nach dem Reaktorunfall reagierte Moya, indem er ein eigenes Umweltministerium einrichtete. Der Unfall führte zu einem schlagartigen Anstieg der Umfragewerte für die [[Verdes Celarcoes|Regenbogen-Grünen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition zur Regierung Ricardes (1986-1990) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] endeten schließlich in einer deutlichen Niederlage der liberal-konservativen Regierungskoalition. Die PPC verlor rund 6 Prozentpunkte gegenüber 1982 und kam nur noch auf 34 Prozent der Stimmen, während die Sozialisten unter ihrem eher wirtschaftsfreundlichen Spitzenkandidaten Donado Ricardes knapp 36 Prozent der Stimmen erreichten und wieder stärkste Kraft wurden. Nach schwierigen Verhandlungen entschlossen sich ASUL und UDS zur Neuauflage der rot-blauen Koalition aus dem Jahr 1977, womit die Hoffnungen der PPC auf eine Große Koalition zunichte gemacht wurden. Die Konservativen musste nach sieben Jahren Regierungsführung wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was folgte, war ein erbitterter Machtkampf in der PPC. Der Wirtschaftsflügel hatte seine spätestens 1982 gewonnene unangefochtene Machtstellung bereits seit den Wahlniederlagen 1984 und 1985 verloren. Jedoch gelang es auch dem linken Parteiflügel unter Sozialminister [[Umberto Salas]] nicht, die Macht in der Partei zu übernehmen. Beide entgegengesetzten Strömungen blockierten sich in der Opposition. Im Jahr 1987 wurde Moya schließlich als Parteichef abgelöst, nachdem die Kritik an seiner Führung nochmals gewachsen war. Zum Nachfolger wurde mit [[Santiago Montoya]] ein Kompromisskandidat gewählt, dessen vorrangige Aufgabe es sein sollte, zusammen mit dem neuen Generalsekretär [[Alberto Forlán]] die zerstrittenen Flügel wieder einander anzunähern. Besonders die nachhaltige Schwächung des Wirtschaftsflügels wurde als längerfristiges Problem angesehen, da die Differenzen zwischen den beiden Koalitionspartnern auf diesem Feld eine potenzielle Möglichkeit für die Opposition bot, sich hier zu profilieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum eigentlichen Machtzentrum entwickelte sich in den Folgemonaten die Kammerfraktion, die seit 1982 von dem ehrgeizigen [[Josep Otero]] – seit 1987 auch einer der Stellvertreter an der Parteispitze – angeführt wurde. Der als guter Redner und exzellenter Organisator geltende Otero konnte sich auf der Bühne der parlamentarischen Debatte als eigentlicher Oppositionsführer etablieren, während der eher staatsmännisch auftretende Montoya damit beschäftigt war, die Parteistrukturen zu reformieren und die verschiedenden parteiinternen Interessengruppen zu befrieden. Zudem mangelte es Montoya als Senator an einem Mandat in der einflussreicheren Abgeordnetenkammer.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die aufreibende Parteiarbeit und die fehlende Durchsetzungskraft Montoyas führten schließlich im Januar 1989 zu einem erneuten Wechsel an der Parteispitze. Montoya gab sein Parteiamt auf und wurde gleichzeitig zum Präsidentschaftskandidaten der PPC gewählt, ein Amt, das seinem politischen Stil eher entgegenkam als das des Oppositionsführers. Nachfolger wurde Otero, der nun alle wichtigen Ämter in der Partei in seinen Händen hielt. Neuer Generalsekretär wurde [[Oscar Rolando Huerón]]. Santiago Montoya schaffte es schließlich, die [[Präsidentschaftswahlen 1989]] gegen den Amtsinhaber [[Felipe López]] zu gewinnen. Es war das erste Mal, dass einem amtierenden Präsidenten die Wiederwahl durch das Volk verwehrt wurde. Der Sieg Montoyas wurde als Zeichen für den Stimmungsumschwung gewertet. Es folgten deutliche Siege der PPC bei den [[Europawahlen 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989|Regionalwahlen]] des Jahres. Zudem litt die sozialistisch-liberale Koalition bereits seit 1989 an Zerfallserscheinungen. Der Versuch Oteros, bereits 1989 einen Bruch der Koalition durch ein Bündnis mit den Liberalen gegen die Sozialisten herbeizuführen scheiterte zwar, es gelang ihm aber, sich als Wunschkoalitionspartner der UDS für die Zeit nach 1990 in Stellung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Otero (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] führten schließlich zu einem klaren Sieg der PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Otero und zur Neuauflage der bürgerlichen Mitte-Rechts-Koalition mit der UDS. Mit einem Ergebnis von 40,8 Prozent erzielte Otero sogar das beste Ergebnis der PPC bei Kammerwahlen seit 1954. Der Sieg brachte Otero in eine innerparteiliche Machtstellung, die vor ihm wohl nur Paulo Luciaro innegehabt hatte. Sein auf einen Ausgleich zwischen den Parteiflügeln gerichtete moderate Reformpolitik wurde auch von unabhängigen Medien gelobt. Die Privatisierungen der Moya-Regierung, die auch der Sozialist Ricardes fortgeführt hatte, wurden erfolgreich abgeschlossen. Zudem brachte Otero seine Partei auf eine klare europafreundliche Linie. Gegen parteiinterne Widerstände des rechten Flügels wurden die Maastricht-Verträge ebenso durchgesetzt wie die Einführung des Euro. Auf dem internationalen Parkett genoss Otero deswegen bald große Anerkennung. Außerdem profitierte seine Regierung von einem parteiinternen Skandal der oppositionellen Sozialisten im Jahr 1992, die eine effektive Oppositionspolitik der ASUL zunächst deutlich erschwerte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchsetzung des Vertrags von Maastricht durch die Volkspartei-geführte Regierung Otero führte 1992 zur Abspaltung des souveränistischen Flügels von der Partei. Bereits seit Ende der Achtziger war ein Teil des rechten Parteiflügels auf Oppositionskurs zur europafreundlichen Politik der Konservativen gegangen. Führer dieser Bewegung war der PPC-Senator [[Oscar Aguersuari]], einstmals Innen-Staatssekretär unter Santo Moya, der die Partei 1992 verließ und den [[Partido Republicano de la Libertá]] (PRL) gründete, der in der Folge aber keine durchschlagenden Wahlerfolge verbuchen konnte und seit Ende der Neunziger ohne Aguersuari einen rechtsextremen Kurs einschlug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahlen 1994]] trat Oteros Mitte-Rechts-Bündnis schließlich gegen den rot-grünen Block unter Führung des Semestiner Bürgermeisters [[António Grande Illega]] an und konnte sich trotz Verlusten für die PPC behaupten. Die zweite Regierung Otero nach den Wahlen 1994 schaffte es aber nicht mehr, die Reformpolitik der ersten Jahre fortzuführen. Stattdessen kam es nun vermehrt zu Konflikten innerhalb der Regierungskoalition. Forderungen aus den Reihen der UDS und dem wirtschaftsnahen Partei-Flügel nach deutlichen Steuererleichterungen und einer Reform der Gesundheitspolitik stießen auf den erbitterten Widerstand der christlich-sozialen Faktion in der Partei. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit enorm an und erreichte 1997 einen Höhepunkt, während die Staatsverschuldung weiter zunahm. Außerdem stieg in großen Teilen der Bevölkerung die Unzufriedenheit über die konservative Gesellschaftspolitik der bürgerlichen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rapide abnehmende Zustimmung zur Regierung Otero führte 1997 zu einer Niederlage der Volkspartei bei den [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]], wo die PPC von den Sozialisten überholt wurde und die Regierung daraufhin ihre Mehrheit an die linke Opposition verlor. Diese ging danach zu einer Blockadehaltung gegen die Regierungspolitik im Senat über. Dennoch schaffte es die Partei bei den [[Regionalwahlen 1997]], eine Niederlage zu vermeiden. In den bisher sozialistisch regierten Regionen [[Bordez]] und [[Region Óstino|Óstino]] schaffte man es sogar, die Sozialisten aus dem Amt zu drängen. Der Erfolg und sich stabilisierende Umfrageergebnisse auf nationaler Ebene täuschten aber über die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungspolitik hinweg. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] folgte eine klare Niederlage der Mitte-Rechts-Koalition gegen Rot-Grün unter der Führung des jungen charismatischen Premierkandidaten [[Julio de la Costa]] von der Asul, der es schaffte, unzufriedene Wähler der Mitte für die [[Coalición Eco-Socialista|sozialistisch-ökologische Koalition]] zu gewinnen. Sowohl Volkspartei als auch UDS verloren deutlich an Wählerstimmen, wovon auch die [[PSP|Rechtspopulisten]] unter [[Joán De la Pênia]] profitierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurssuche unter Roberto Vidéas (1998-2002) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage führte zum sofortigen Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC. Nachfolger wurde [[Roberto Vidéas]], der bereits zuvor als Kronprinz Oteros gegolten hatte. Der Wechsel an der Parteispitze bedeutete aber keinen echten Machtwechsel innerhalb der Partei. Stattdessen rückte Otero wieder an die Spitze der Kammerfraktion und die Vertreter der moderat-zentristischen Politik Oteros behielten auch mit Parteichef Vidéas die Macht in der Partei. Dennoch fiel es die Konservativen nach acht Jahren in der Regierung und der klaren Prägung durch Otero schwer, den Wechsel in die Opposition zu vollziehen. Während die liberale Gesellschaftspolitik der rot-grünen Regierung deutlich abgelehnt und energisch bekämpft wurde, verzichtete Vidéas in anderen Bereichen, vornehmlich der Verfassungspolitik, auf eine Fundamentalopposition und handelte mit der Regierung einen Kompromiss zur Reform von Senat und Regionen aus. Eine dringtend notwendige inhaltliche Reform der Partei – besonders auf dem Feld der Familien- und Gesellschaftspolitik - blieb unter diesen Umständen aus. Außerdem verpasste es die neue Parteiführung, mit dem Phänomen De la Pênia und seinem zunehmenden Erfolg in rechten Kreisen klar zu kommen und dessen Höhenflug aufzuhalten. Der Versuch Vidéas', durch Tabuisierung de la Pênias, diesen als Persona non grata zu diffamieren und auf diesem Weg klein zu halten, scheiterte deutlich, zumal prominente Persönlichkeiten der Konservativen mit bestimmten Ideen der Rechten sympathisierten und für eine inhaltliche Annäherung eintraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition wurden die parteiinternen Machtkämpfe alter Tage neu entfacht. Der Wahlerfolg des bisweilen populistisch auftretenden Regionalpräsidenten von [[Bordez]], [[Miguel Ánibal Luisanto]], bei den [[Regionalwahlen 2001]] führten zu einer deutlichen Stärkung des Parteivizes und seiner Anhänger. Auf der anderen Seite konnte Videás in der Opposition keine großen Siege verbuchen. Weder die [[Europawahlen 1999]], noch die [[Senatswahlen 2000|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 2000]] führten zu einem Stimmungsumschwung hin zur konservativen Opposition. Auch bei den [[Regionalwahlen 2001]] konnte sich die Linke behaupten. Außerdem ließen die anhaltenden Erfolge der äußeren Rechten das Problem einer eventuellen Zusammenarbeit akut werden, zumal Luisanto als Shootingstar der Partei keinen Hehl daraus machte, über derartige Bündnisse nachzudenken, und damit der Parteiführung große Schwierigkeiten bereitete. Vidéas versuchte erst zu spät, eine Neuausrichtung durchzusetzen. Seine Versuche, die Positionen der Partei in der Gesellschaftspolitik zu modernisieren und sich dadurch ein liberaleres Profil zu geben, wurden von der Partei nicht mitgetragen und vom Parteitag mehrheitlich abgelehnt. Dagegen wurde dem Parteichef auf dem Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik vorgeworfen, kein Konzept zu besitzen, das eine Alternative zur gemäßigten Reformpolitik der Linken darstellte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] brachten das erschreckende Ergebnis einer anhaltend zerstrittenen PPC und einer an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängten UDS. Die rot-grüne Koalition De la Costas wurde trotz Erfolgen für die politischen Ränder im Amt bestätigt. Die PPC verlor unter der Führung von Roberto Vidéas nochmals mehr als 2 Prozentpunkte gegenüber 1998 und landete bei dem schlechtesten Kammerwahlergebnis seit 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Luisanto (seit 2002) ===&lt;br /&gt;
Nach der erschütternden Niederlage bei den Kammerwahlen kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze. Mit Parteichef Roberto Videas Braga und Fraktionschef Josep Otero, die sich beide aus der aktiven Politik zurückzogen, gaben die beiden bis dahin dominierenden Personen die Führung der Partei ab, was einen offenen Kampf der konkurrierenden Parteiflügel um die Macht in der Partei auslöste. Bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden setzte sich der [[Miguel Ánibal Luisanto]] gegen den von der bisherigen Führung favorisierten [[Oscar Rolando Huerón]] und gegen den Vertreter des linken Flügels [[Umberto Salas]] durch. Alle drei hatten in den Neunziger Jahren der Regierung Otero angehört, repräsentierten aber unterschiedliche Strömungen in der Partei. Nachdem im ersten Wahlgang auf dem Parteitag in [[Portofín]] im Dezember 2002 Ánibal Luisanto mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Luisanto setzte die Partei gegenüber der [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] auf eine deutlich konfrontativere Oppositionspolitik und nahm eine spürbare neoliberale Wende. Nach einem halben Jahr harter Richtungskämpfe setzte sich der Kurs Luisantos gegen die vom linken Flügel organisierte innerparteiliche Opposition durch und verabschiedete auf dem Parteitag in [[Nocolônies]] im Oktober 2003 ein von wirtschaftsliberalen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen und Deregulierung geprägtes Manifest durch. In der Folge verließen zahlreiche Mitglieder die Partei und schlossen sich der im Dezember 2003 gegründeten Partei [[Cientro Cívico Democrático]] des christlichen Gewerkschafters und früheren Volkspartei-Mitglieds [[Francisco Valderrano]] an. De facto bedeutete das die Spaltung der Partei, obwohl die Übertritte in die neue Konkurrenzpartei in der Mitte sich in Grenzen hielten. Insgesamt wechselten nur wenige Tausend Mitglieder zur PPC, darunter jedoch 13 nationale Parlamentarier aus Kammer und Senat sowie ein Großteil des Regionalverbands [[Tescano-Valoní]] unter Regionalpräsident [[Joaquín Barreno Soléi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Spaltung, die in der Partei vor allem den ohnehin marginalisierten Sozialflügel geschwächt hatte, befand sich die Partei unter Luisanto auf dem Wiederaufstieg, profitierte von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der zweiten rot-grünen Regierung De la Costas und feierte bei [[Senatswahlen 2003]], [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]], bei den [[Regionalwahlen 2004|Regionalwahlen 2004]], [[Regionalwahlen 2005|2005]] und [[Regionalwahlen 2006|2006]] sowie den [[Senatswahlen 2006]] deutliche Siege. Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] konnte die Volkspartei schließlich einen Sieg über die bisher regierenden [[ASUL|Sozialisten]] feiern. Parteichef Luisanto wurde von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt und bildete eine Minderheitskoalition aus Volkspartei, [[UDS]] und [[CCD]], die im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] toleriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteipersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1945-1947: [[Amentino Xavier-Castrell]]&lt;br /&gt;
* 1947-1954: [[Ariel De la Roya]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1961-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1971: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1971-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1982: [[Santo De la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1982-1987: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* Seit 2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekretäre des Exekutivausschusses ===&lt;br /&gt;
* 1945-1948: [[Paulo Luciaro]]&lt;br /&gt;
* 1948-1952: [[Benito Mello]]&lt;br /&gt;
* 1952-1959: [[Ánibal Demartín]]&lt;br /&gt;
* 1959-1960: [[Martín Nêu Regríguez]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Carles Toquero]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stellvertretende Parteivorsitzende ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: [[Oscar Manuel Corrado]]&lt;br /&gt;
* 1952-1955: [[Luis Enrico de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1954-1961: [[José Ivan Soler]]&lt;br /&gt;
* 1955-1970: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Francisco Carreras]]&lt;br /&gt;
* 1961-1970: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Santo de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Francisco Oller]]&lt;br /&gt;
* 1970-1982: [[Francisco Casano]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Marcelo Iudeta]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: [[Dián Aliureto Demirtas]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Gustavo Galler]]&lt;br /&gt;
* 1982-1992: [[Pietro Montxerent]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1986-1987: [[Santiago Oscar Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1989-1998: [[António Lamanto Marques]]&lt;br /&gt;
* 1992-2002: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Miguel Ánibal Luisanto]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Francisca Calbán]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 2002-2011: [[Denísio Álvarez]]&lt;br /&gt;
* 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* seit 2002: [[Martina Guivares Biguer]]&lt;br /&gt;
* seit 2011: [[Francisca Mendes del Ponte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1964-1969: [[Joán Aliureto Perón]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: [[Oscar Garrizo]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Santiago Lamenta]]&lt;br /&gt;
* 1974-1977: [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1977-1982: [[Umberto Salas]]&lt;br /&gt;
* 1982-1985: [[Daniel Rodrigo Costa]]&lt;br /&gt;
* 1985-1987: [[Umberto Gomes]]&lt;br /&gt;
* 1987-1989: [[Alberto Forlán]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Oscar Rolando Huerón]]&lt;br /&gt;
* 1990-1993: [[Santiago Ollér]]&lt;br /&gt;
* 1993-1998: [[Carles de Piacón]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Máximo Ulieta]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: [[Daniela Rosenthal-Valdés]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Oscar Toledo Meçares]]&lt;br /&gt;
* 2008-2011: [[Névito Ramos Iliega]]&lt;br /&gt;
* Seit 2011: [[Ana Iriarte Blanco]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fraktionsvorsitzende in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Santiago Miguel Ramírez]]&lt;br /&gt;
* 1955-1960: [[Martín Ánibal Costa]]&lt;br /&gt;
* 1960-1964: [[Carles María Ortega]]&lt;br /&gt;
* 1964-1965: [[Luciano González]]&lt;br /&gt;
* 1965-1967: [[Carles Angel Favale]]&lt;br /&gt;
* 1967-1974: [[Márcio Ellévez Perón]]&lt;br /&gt;
* 1974-1979: [[Santo de la Nada]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Santo Emilio Moya]]&lt;br /&gt;
* 1982-1990: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 1990-1994: [[Roberto Vidéas Braga]]&lt;br /&gt;
* 1994-1998: [[Romano Estrubal]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: [[Josep Carles Otero]]&lt;br /&gt;
* 2002-2012: [[Máximo Ulieta]] (†)&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Névito Ramos Iliega]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Paulo_Satyres_Blanco&amp;diff=8850</id>
		<title>Paulo Satyres Blanco</title>
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		<updated>2012-03-05T22:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Paulo Gustavo Satyres Blanco''' (*10.10.1947 in Algier/Algerien) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] linkssozialistischer Politiker. Er war von 1990 bis 1997 Präsident der [[Region Bordez]] und 1998 bis 2000 [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialminister]] im [[Kabinett De la Costa I|ersten Kabinett De la Costa]]. Von 1997 bis 2000 amtierte er als Vizegeneralsekretär der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Nach seinem Austritt aus der Asul gründete er 2000 die linkssozialistische [[PRS]], er er bis 2006 vorstand. Seitdem ist er Sekretär der [[DSS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Der Sohn des Diplomaten [[Oscar Satyres Blanco]] (u.a. sagradischer Botschafter in Algier, Paris und London), wurde im damals noch französischen Algerien geboren und wuchs in Paris und London auf, bevor er sich entschloss, in Paris und Moskau Soziologie und Jura zu studieren. Bereits in seinem Studium kam er mit linksradikalen Gruppen in Verbindung, beteiligte sich 1968 an Studentenprotesten in Paris und gewann 1969 ein Stipendium der linken [[Academía Carles Iudeta|Iudeta-Akademie]] für ein Studium in der russischen Hauptstadt. Bereits während des Studiums arbeitete Satyres in der Führung der sozialistischen Studentenvereinigung [[COSES]] mit und baute den Auslandsverband in Moskau auf. Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] folgte der Beitritt zur ASUL, nach Aussage Satyres' aufgrund seiner Bewunderung für das linke Projekt des damaligen Sozialistenführers [[Joán Caval]]. Nach seinem Studienabschluss arbeitete Satyres als Rechtsanwalt und war als junger Jurist auch an der Verteidigung einiger linker Terroristen des [[Grupo Sêcolo Rôiso]] beteiligt, was ihm landesweite Aufmerksamkeit bescherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 veröffentlichte Satyres Blanco sein erstes Buch „Das Kapital und der demokratische Weg zum Gesellschaftssozialismus“ beim linken „[[Roses-Verlag]]&amp;quot;, dem Hausverlag der Sozialistischen Partei. Im gleichen Jahr wurde er zum Vizesekretär der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] gewählt und engagierte sich in der Gewerkschaft [[CSSL]]. 1978 stieg Satyres zum Nationalen Sekretär der Sozialistischen Jugend auf. Im Folgejahr wurde er erstmals für die Asul in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Bereits zu dieser Zeit galt er als Anhänger des Führers der Parteilinken, [[Andrés Colón]], der die ASUL 1982 auch als Spitzenkandidat in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]] führte. Satyres gehörte damals zum engeren Mitarbeiterstab Andrés Colóns. Nach der Wahlniederlage versuchte er, in der Führung der Kammergruppe der Sozialisten Fuß zu fassen, verlor aber die Kampfabstimmung um das Amt des parlamentarischen Geschäftsführers der ASUL-Gruppe gegen [[Damián Ornelo]]. Nach dem Rücktritt Ornelos im Jahr 1984 verzichtete Satyres auf eine neuerliche Kandidatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der Region Bordez ===&lt;br /&gt;
Stattdessen wechselte Satyres im Jahr 1985 in die Regionalpolitik. Auf Vorschlag Colóns hin holte ihn der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Simón Asprilla]] als Wahlkampfleiter in sein Kampagnenteam und machte ihn im Anschluss an die Wahlen zum Generalsekretär der [[Regionaljunta]]. Gleichzeitig wurde er auch auf der sozialistischen Liste in den [[Regionalrat]] gewählt. In der Zeit in Bordez emanzipierte sich Satyres von seinem Mentor Colón und präsentierte einige moderne Grundsatzpapiere, die den Weg der Asul hin zu einer modernen ökologischen Linkspartei öffnen sollten. Damit erarbeitete sich Satyres den Ruf eines linken Reformers und wurde bald als herausragender Exponent der neuen [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] in der Partei angesehen, zu denen bald auch [[Julio De la Costa]] oder [[Mariano Larcón]] gerechnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satyres stieg 1987 in den Vorstand der bordezischen Sozialisten auf und organisierte erfolgreich den [[Regionalwahlen 1989|Regionalwahlkampf 1989]], in dessen Folge er sich energisch für die Bildung einer Mitte-Links-Koalition mit den [[Verdes|Grünen]] einsetzte. Die neue Koalition wurde schließlich maßgeblich von Satyres ausgehandelt, der in der Folge an die Spitze der regionalen Sozialbehörde wechselte. Wenig später wurde Satyres erstmals in den Vorstand des sozialistischen Nationalverbands gewählt. Nach einer politischen Affäre Asprillas und dessen Rücktritt im Frühjahr 1990 wählte die [[rot-grüne Koalition]] in [[Biniar]] mithilfe der tolerierenden [[PCS|Kommunisten]] Satyres zum neuen Präsidenten der Regionaljunta, wodurch Satyres endgültig zu einem der nationalen Hoffnungsträger der Sozialisten avancierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in die engere Parteiführung und Primaries 1992 ===&lt;br /&gt;
Nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Parlamentswahl 1990]] und dem Rücktritt von [[Donado Ricardes]] als Parteiführer, unterstützte Satyres den Parteilinken [[Francisco Montero]] bei der Wahl des neuen ASUL-Generalsekretärs, der aber dem von der bisherigen Parteiführung favorisierten [[Luis José López]] den Vortritt lassen musste. Satyres wurde als Sekretär für Außenhandel und Entwicklungspolitik erstmals ins Exekutivkomitee des Parteivorstands gewählt und übernahm wenig später auch die Führung des bordezischen Regionalverbands. Er gründete zudem seinen eigenen Corrente unter dem Namen „[[Corrente Satyrista|Reforma Socialista]]“. Die Stunde Satyres' schlug schließlich auf dem Artirer Parteitag der ASUL im März 1991. Satyres brachte einen Vorschlag, die so genannten &amp;quot;[[Proposiciones de l'Artir]]&amp;quot; in die Debatte ein, die mit ambitionierten postmaterialistisch und ökologisch inspirierten Thesen das alte [[Manifesto de Semesta 1977|Parteiprogramm von 1977]] in entscheidenden Punkten revidieren sollte, was das alte Parteiestablishment und der bis dahin dominierende Zentrumsflügel der Partei als Affront verstanden. Wesentliche Inspirationsquelle des Papiers und einer der Co-Autoren Satyres' war der linke Soziologe [[Carles Nacesta]]. Gegen den Willen der Parteiführung wurde das Papier schließlich verabschiedet und dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. Satyres galt schlagartig als Shootingstar der Parteilinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge des [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandals in der ASUL]] und dem Rücktritt López’ vom höchsten Parteiamt, bezog Satyres – ermutigt von seiner neuen Machtstellung – öffentlich Stellung und forderte eine rücksichtslose Aufklärung der Verfehlungen. Zusammen mit den anderen Jungen im Vorstand wie Julio De la Costa setzte er durch, dass es zum ersten Mal in der Parteigeschichte zu einer Mitgliederbefragung über den neuen Generalsekretär der Partei kommen sollte. In den Primaries trat Satyres schließlich gegen [[António Grande Illega]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] an, verlor die Abstimmung gegen Grande Illega aber mit 39 zu 42 Prozent der Stimmen. Auf dem folgenden Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde Grande Illega schließlich offiziell neuer Parteiführer, Mitkandidatin María Benítez wurde zur Stellvertreterin Grandes gewählt, Satyres blieb jedoch Mitglied der Parteiführung. Zudem übernahm er nach dem Rückzug Colóns aus der Parteipolitik 1991 und der Verwicklung Francisco Monteros in die Parteiaffäre 1992 die inoffizielle Führung der Parteilinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampf um die Parteiführung 1993-1997 ===&lt;br /&gt;
Satyres' Sieg bei den [[Regionalwahlen 1993]] stärkte seine parteiinterne Stellung nochmals. Zu dieser Zeit galt er als unumstrittene, wenn auch inoffizielle Nummer Zwei in der Partei und arbeitete mit an der Profilierung der ASUL als linke Alternative zur regierenden Volkspartei, was eine Abkehr vom vormaligen Mitte-Kurs eines Donado Ricardes bedeutete. Ziel war die Bildung einer linken Regierung, gegebenenfalls in Koalition mit den sagradischen Grünen. Satyres’ rot-grüne Koalition in der Industrieregion Bordez, die seit 1993 über eine eigene parlamentarische Mehrheit verfügte, galt dafür als Vorbild für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Sozialisten und Grünen. Im Wahlkampf für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] fungierte Satyres als Experte für Wirtschafts- und Arbeitsmarktfragen im Team von Spitzenkandidat Grande Illega und wurde als sicherer Ministerkandidat gehandelt. Die Sozialisten verloren jedoch die Wahl und verblieben in der Opposition. In der Folge wurden Satyres vermehrt Ambitionen auf eine Ablösung Grandes noch vor den kommenden Wahlen nachgesagt, die er nur vorsichtig dementierte. Als Konkurrent brachte sich nun zunehmend ausgerechnet sein alter Mitstreiter Julio De la Costa in Stellung, der für einen weniger radikalen Linkskurs stand und den Parteirechten als eher vermittelbar galt. Zudem waren Satyres’ europakritische Positionen in der Partei umstritten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grande Illega im Frühjahr 1997 seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur erklärte, meldeten erwartungsgemäß Satyres und De la Costa als einzige ihre Kandidatur bei den in der Folge stattfindenden Primaries an. Während Satyres vom traditionalistisch-linken Parteiflügel favorisiert wurde, sammelten sich die Rechten hinter dem als &amp;quot;kleineres Übel&amp;quot; erscheinenden De la Costa, der sich schließlich gegen Satyres durchsetzen konnte. Der von Satyres hart geführte parteiinterne Wahlkampf wurde von vielen alten Weggefährten kritisiert, die eine Beschädigung des Siegers De la Costa befürchteten. &lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Trost&amp;quot; wurde der unterlegene Paulo Satyres auf dem folgenden Parteikongress der Sozialisten als Nachfolger von [[María Benítez Saforcada]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. Zusammen mit Premierkandidat De la Costa und Parteichef Grande Illega sollte er eine Art ''Triumvirat'' an der Parteispitze bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Herbst 1997 stattfindenden [[Regionalwahlen 1997|Regionalwahlen]] stellte sich Paulo Satyres nicht mehr der Wiederwahl, unterstützte aber seinen Vertrauten und &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Enrico Neves]]. In einem extrem polarisierenden und von Kritikern als populistisch bezeichneten Wahlkampf, in dem Neves' Gegenkandidat in Bordez, Ex-Wirtschaftsminister [[Miguel Ánibal Luisanto]] besonders das integrationspolitische Programm der ASUL kritisierte, geriet Satyres immer wieder in die politische Schusslinie. Eine politische Affäre um seinen Generalsekretär [[Simón Carrer]] brachte ihn in den Verdacht, öffentliche Gelder für den Wahlkampf zu benutzen. Schließlich drehte Luisanto die politische Stimmung spektakulär gegen die regierenden Sozialisten und gewann die Wahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministeramt und Rücktritt 2000 ===&lt;br /&gt;
Im sozialistischen Spitzenteam für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] war der geschwächte Satyres als Experte für Arbeitsmarktfragen und Sozialpolitik vertreten, spielte aber nur eine untergeordnete Rolle. Nach dem überragenden Wahlsieg der Sozialisten im September 1998 gegen die amtierende liberalkonservative Koalition und dem Beginn des Projektes Rot-Grün erhoffte sich die Parteilinke für Satyres das Amt des Wirtschaftsministers, das De la Costa aber mit [[Miguel Chamot]] besetzte. Stattdessen wurde Satyres Minister für Arbeit und Soziales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierung kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Regierungschef De la Costa und seinem ambitionierten Arbeitsminister Satyres. Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen und Animositäten, sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen durch De la Costa, welches die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Hinzu kamen außen- und europapolitische Gegensätze. Den Kosovo-Krieg 1999 lehnte Satyres zwar ab, sah von öffentlicher Kritik aber ab, die Euro-Einführung 1999 kommentierte er abfällig und die Reformen der Regierung zum Staatsbürgerschaftsrecht und der Zuerkennung größerer Autonomie für die Regionen lehnte er ab. Als klar wurde, dass sich Satyres mut seinen Vorstellungen einer verkürzten Arbeitswoche und eines zusätzlichen nationalen Feiertags nicht würde durchsetzen können und dafür auch nicht die Unterstützung De la Costas hatte, erklärte Satyres im Juli 2000 seinen Rücktritt von allen Ämtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung des PRS ===&lt;br /&gt;
Wenige Wochen später verließ Satyres auch die sozialistische Kammergruppe und die Partei und kündigte die Gründung einer eigenen &amp;quot;sozialistisch-republikanischen Partei&amp;quot; an. Ihm folgten einige Getreue vom linken und europakritischen Parteiflügel der ASUL, die seit 1997 zunehmend marginalisiert worden waren, darunter aber nur drei Abgeordnete der ASUL. Im Dezember 2001 gründete sich auf einem Kongress in [[Biniar]] der [[Partido Republicano Socialista]] (PRS), der Satyres zum Parteivorsitzenden (Presidente del Partido) wählte. Im Gründungsmanifest bezeichnete sich der PRS als &amp;quot;sozialistische demokratische Bürgerpartei der republikanischen Linken&amp;quot;. Neben klassich linkssozialdemokratischen Positionen zum Wohlfahrtsstaat und zum demokratischen Sozialismus sowie pazifistischen und globalisierungskritischen Ansichten bezog der PRS zudem dezidiert europaskeptische Positionen und kritisierte die Europäische Union als neoliberal geprägten antidemokratischen Superstaat, der auf einen Wirtschaftszentralismus ausgerichtet sei. Politische Gegner und Beobachter bezeichneten die PRS als links-populistische Formation mit souveränistischen wie kommunistischen Anleihen. In Satyres' Heimatregion Bordez trat eine ganze Reihe linksgerichteter Kommunalabgeordneter zum PRS über, im dortigen Regionalrat konstituierte sich eine dreimannstarke PRS-Fraktion aus den Reihen der ASUL. Die sozialistischen Bürgermeister der Städte [[Iero]], [[Francisco Helardo]], und [[Korcalla]], [[Mário Arçano]], traten der PRS im Frühjahr 2002 bei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er die nächsten Monate nutzte, um die Parteiorganisation seiner PRS aufzubauen, zog die PRS bei den [[Regionalwahlen 2001]] in die Regionalräte von [[Bordez]] und der [[Region Semestina]] ein. Als Spitzenkandidat in Bordez kehrte Satyres damit ins regionale Parlament zurück, wo er bis 1997 als regionaler Regierungschef amtiert hatte. Von diesem Erfolg ermutigt, nahm die PRS mit einer eigenen Liste unter Führung Satyres' an der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] teil, verpasste mit 1,3 Prozent der Stimmen aber den Einzug in die Abgeordnetenkammer, womit Satyres aus dem nationalen Parlament ausschied. Bei der [[Senatswahl 2003]] kandidierte Satyres in Bordez als Direktkandidat, verfehlte aber einen Einzug ins Oberhaus des sagradischen Parlaments. Bei den [[Europawahlen 2004]] trat Satyres als Spitzenkandidat einer eigenen Wahlliste der ''Republicanoes per l'Europa Alternativa'' an. Auf der Liste kandidierten neben Satyres und anderen PRS-Mitgliedern auch Parteilose, Radikale und Ökosozialisten der [[Alternativa Rôiso-Verde]]. Die Nominierung des als früherer [[PSP]]-Anhänger bekannten Europaskeptikers [[Maurício Cabarell]] führte zu öffentlichem Aufsehen und Verwirrung. Linke warfen Satyres daraufhin rechten Populismus vor. Als Cabarell sich zu allem Überdruss auch noch scharf anti-israelisch äußerte, musste sich Satyres schließlich von Cabarell distanzieren, woraufhin dieser auf eine Kandidatur verzichtete. Dennoch schnitt die Liste Satyres' enttäuschend ab und verfehlte mit einem Stimmenanteil von 1,2 Prozent den Einzug ins Parlament deutlich. Bei den zeitgleich abgehaltenen [[Kommunalwahlen 2004]] konnte die Partei lediglich in [[Bordez]] Erfolge erzielen, schnitt im gesamten Land aber schwach ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback als Sekretär der Linksdemokraten ===&lt;br /&gt;
Die Niederlagen 2002 und 2004 führten schließlich zu einer Strategieänderung, in deren Zusammenhang Satyres sich wieder den anderen Linksparteien annäherte und sich anlässlich der [[Regionalwahlen 2005]] am Bündnis der [[DSS|Sagradischen Linksdemokraten]] beteiligte, das von [[PSAP]]-Chef [[Luca Cardoso]] initiiert worden war und in einigen Regionen auch die [[KPS]] umfasste. Als Spitzenkandidat in Bordez zog Satyres erneut in den Regionalrat ein. Als sich die [[DSS]] im Mai 2006 unter wesentlicher Fürsprache Fialis als Partei konstituierte, löste Satyres seinen letztlich kaum noch erfolgreichen PRS auf und wurde zum ersten Parteisekretär der [[DSS]] gewählt. Als solcher gehörte er zusammen mit Parteipräsident [[Luca Cardoso]] zur unmittelbaren Führung der neuen Partei, die bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] im Bündnis mit der [[PCS|Kommunistischen Partei]] unter Führung von [[António Fiali]] in die Kammer einzog. Als Nummer Zwei der gemeinsamen [[Lista de la Sinistra]] hinter Fiali kehrte auch Satyres bei der Wahl wieder in die Abgeordnetenkammer zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]] erneuerten DSS und PCS ihre Zusammenarbeit und gründeten das Parteienbündnis [[Sinistra Democrática Unida]] (SDU). Anders als die Linken Listen 1998 und 2002 soll die SDU dauerhaft eingerichtet werden und mit einem sechsköpfigen Koordinationsausschuss ein ständiges Führungsorgan haben, dem Paulo Satyres als DSS-Vertreter angehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2009]] kandidierte Paulo Satyres erneut, diesmal als Spitzenkandidat der SDU, in der [[Region Bordez]]. Mit einem Stimmenanteil von 19 Prozent der Stimmen holte Satyres das beste Ergebnis der äußeren Linken bei einer Regionalwahl seit über zwanzig Jahren und das mit Abstand stärkste Ergebnis der SDU landesweit. Er trug damit wesentlich zum Sieg der Linksparteien gegen die Rechte bei, welche die Wahl des linken Sozialisten [[Santiago Valarosa]] zum Präsidenten der Region ermöglichte. Auf ein Amt in der neuen Regionaljunta verzichtete Satyres jedoch. Seine Position im Linksbündnis SDU gilt nach diesem Erfolg und der Wahl [[António Fiali]]s ins eher repräsentative Amt eines Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer als deutlich gestärkt. Mittlerweile gilt er eine einer der nationalen Leader der Vereinigten Linken, an deren Spitze er zusammen mit der 2010 zur neuen Parteisekretärin der [[KPS]] gewählten [[Antónia Mas]] ein inoffizielles Führungsduo bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1985-1989: Generalsekretär der Regionalregierung von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: Beigeordneter Rat für Soziales, Gesundheit und Frauen der [[Region Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1990-1997: Präsident der [[Bordez|Junta Regional de Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten im [[Kabinett De la Costa I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1986: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
* 1985-1998: Regionalrat in [[Bordez]] (ASUL)&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] (ASUL, seit 2000 fraktionslos)&lt;br /&gt;
* seit 2001: Regionalrat in [[Bordez]] ([[PRS]], 2005-2009 [[DSS]], seit 2009 [[SDU]])&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] ([[Lista de la Sinistra]]/[[SDU]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1974-1978: Vizesekretär der [[Juventú Socialista]] (JUSO)&lt;br /&gt;
* 1978-1981: Nationaler Sekretär der JUSO&lt;br /&gt;
* 1991-1998: Regionalsekretär der ASUL Bordez&lt;br /&gt;
* 1992 Kandidat für das Amt des ASUL-Generalsekretärs&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Vizegeneralsekretär der ASUL&lt;br /&gt;
* 1997 Kandidat für die ASUL-Spitzenkandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]&lt;br /&gt;
* 2000-2006: Präsident des [[Partido Republicano Socialista]] (PRS)&lt;br /&gt;
* Seit 2006: Parteisekretär der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa]] (DSS)&lt;br /&gt;
* Seit 2009: Mitglied der ''Junta Coordinativa'' der [[SDU]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Bordez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der SDU]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Oscar_Huer%C3%B3n&amp;diff=8849</id>
		<title>Oscar Huerón</title>
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		<updated>2012-03-05T22:57:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Oscar Rolando Huerón''' (*1946 in [[Semess]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der konservativen [[Volkspartei]] (PPC). Er war 1986 erster [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltminister]] Sagradiens und begleitete danach die Ämter des [[Ministerium für Regionen, Kommunen und Tourismus|Regional-]] (1990-1992), [[Ministerium der Verteidigung|Verteidigungs-]] (1992-1998), [[Ministerium für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung|Handels-]] (2006-2008) und [[Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten|Außenministers]] (2008-2010). Seit Januar 2010 ist Huerón als [[EU-Kommissare aus Sagradien|Mitglied der Europäischen Kommission]] Barroso II für die europäischen Handelspolitik zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Karriere und erste Ministerämter ===&lt;br /&gt;
Der in [[Semess]] geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative [[PPC]] in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahlen 1982]] wurde Huerón als Staatssekretär ins [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaftsministerium]] berufen, wo er unter Minister [[Santiago Montoya]] diente. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Umweltministerium]], an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. Dieses Amt übte er nur wenige Monate bis zur Niederlage seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition wurde Huerón Experte seiner Fraktion für Innenpolitik und entwickelte ein enges Verhältnis zu Fraktionschef [[Josep Otero]]. Nach dessen Wahl zum neuen Parteichef der Konservativen im Jahr 1989 wurde Huerón Generalsekretär seiner Partei. Als solcher war er federführend für den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlkampf 1990]] verantwortlich, der mit einem deutlichen Sieg der PPC endete. Im [[Kabinett Otero I|Kabinett Otero]] wurde Huerón Regionalminister und 1992 Verteidigungsminister. Besonders in letzterem Amt profilierte sich Huerón als geschickter Außenpolitiker. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik verantwortlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionszeit 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Wahlniederlage 1998]] verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte [[Roberto Vidéas]], der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister [[Umberto Salas]] sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete [[Bordez|Bordezische]] Regionalpräsident [[Miguel Ánibal Luisanto]], der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Semestiner Bürgermeisterwahlen 2003]] kandidierte Huerón gegen den sozialistischen Amtsinhaber [[Miguel Javier León]], verlor aber deutlich. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten [[Joán de la Pênia]]s anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa II|Regierung De la Costa]] lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von [[Asul]], [[Verdes|Grünen]] und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Luisanto und EU-Kommissar ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im [[Kabinett Luisanto I]] Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung. Außenminister wurde der [[UDS|Liberale]] [[Hernán Ferrero Perón]]. Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] fiel der Außenministerposten an die Konservativen. Im neuen [[Kabinett Luisanto III]] übernahm Huerón das Amt des Ministers für Auswärtige und Europaangelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2009 nominierte die PPC Huerón für die neue Europäische Kommission unter Manuel Barroso. Huerón trat daraufhin im Januar 2010 die Nachfolge des Sozialisten [[Enrico Herzog]] als sagradischer EU-Kommissar an. Nachfolger als Außenminister wurde der Diplomat [[Gael António Beregui]]. In der Kommission Barroso II ist Huerón als Handelskommissar Nachfolger der Britin Catherine Ashton, die neue EU-Außenbeauftragte wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-2010: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Staatssekretär im [[Wirtschaftsministerium]] unter [[Santiago Montoya]]&lt;br /&gt;
* 1986: [[Umweltminister]] im [[Kabinett Moya I]]&lt;br /&gt;
* 1990-1992: [[Minister für Regionen, Kommunen und Tourismus]] im [[Kabinett Otero I]]&lt;br /&gt;
* 1992-1998: [[Verteidigungsminister|Minister der Verteidigung]] in den Kabinetten [[Kabinett Otero I|Otero I]], [[Kabinett Otero II|Otero II]] und [[Kabinett Otero III|Otero III]]&lt;br /&gt;
* 2006-2008: [[Handelsminister|Minister für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung]] in den Kabinetten [[Kabinett Luisanto I|Luisanto I]] und [[Kabinett Luisanto II|Luisanto II]]&lt;br /&gt;
* 2008-2010: [[Außenminister|Minister für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten]] und [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Luisanto III]]&lt;br /&gt;
* Seit 2010: Kommissar der Europäischen Union für Handel in der Kommission Barroso II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1989-1990: Generalsekretär der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Stellvertretender Sprecher der [[PPC]]-Fraktion in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 2003: Kandidat der [[PPC]] für das Amt des Bürgermeisters der Stadt [[Semess]] bei der [[Semestiner Bürgermeisterwahl 2003]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer EU-Kommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Andr%C3%A9s_Col%C3%B3n&amp;diff=8848</id>
		<title>Andrés Colón</title>
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		<updated>2012-03-05T22:56:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Andrés Olivera Colón''' (*26.11.1929 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] [[ASUL|sozialistischer]] Politiker. Er begleitete in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren mehrere Ministerposten und trat bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Parlamentswahl 1982]] vergeblich als Spitzenkandidat der sozialdemokratischen [[ASUL]] an. Von 1982 bis 1989 war er Vizegeneralsekretär seiner Partei, danach von 1991 bis 1997 Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und frühe politische Karriere ===&lt;br /&gt;
Der studierte Jurist Colón trat nach seinem Abschluss zunächst in die Finanzverwaltung der Stadt [[Semess]] ein und machte dort Karriere. Im Jahr 1962 wurde er Justizoberrat und daraufhin von Bürgermeister [[Joán Caval]] als politisches Nachwuchstalent entdeckt. Dieser holte das ASUL-Mitglied Colón 1964 als Mitarbeiter ins Rathaus. 1965 wurde Colón zum stellvertretenden Sekretär der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]] gewählt, ein Amt, das er bis 1968 ausübte. In dieser Zeit erwarb sich Colón den Ruf eines linken Reformers, der die [[Guarda Jovén|Junge Garde]] der Partei um Caval, [[Paulo Centavo]] und [[Martín Solano]] unterstützte und gegen das Machtkartell der Führungstroika [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]] und [[Stefano Nacoma]] ankämpfte. Zudem gehörte er zu den Unterstützern der [[Studentenbewegung 1968 in Sagradien|Studentenbewegung des Jahres 1968]], bei der er sich bemühte, zwischen den Studenten und der Mitte-Links-Opposition zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Mentors Joán Caval zum Generalsekretär der Sozialisten im Jahr 1969 berief ihn dieser auf den neugeschaffenen Posten eines Nationalen Koordinator der Partei. Wesentlicher Aufgabenbereich Colóns war die Organisation des Wahlkampfs für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970]], die mit einem Erdrutschsieg der Linken endete. Während Cavals damaliger Büroleiter [[David Cabarel]] gemeinsam mit [[David Luis Aragón]] wesentlich für die reibungslose Organisation des Wahlkampfs verantwortlich zeichnete, gehörte Colón zusammen mit [[Martín Solano]] und [[José Helguerra]] zu den Köpfen hinter dem Wahlprogramm Cavals, das unter dem Titel „[[Renovación Democrática]]“ umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Justizpolitik versprach. Colón wurde von Ministerpräsident Caval 1972 als [[Minister der Präsidentschaft|Kabinettschef im Ministerrang]] in die Regierung berufen, wo er als Cheforganisator der Regierungsarbeit wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftsminister, Affäre und Rücktritt ===&lt;br /&gt;
Nach der erfolgreichen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]], die in einem erneuten Sieg der Sozialisten endete, stieg Colón abermals auf und wurde im neuen [[Kabinett Caval III]] Minister für Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit Finanzminister [[Francisco Montone]] war er nun für die ökonomische Politik verantwortlich. Als überzeugter Anhänger einer staatsinterventionistischen Wirtschaftspolitik setzte er ein stringentes linkskeynesianisches Programm um, hatte jedoch Schwierigkeiten, den Folgen der Ölkrise von 1973 zu begegnen. Im Herbst 1976, mitten im Wahlkampf der Sozialisten für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogene Parlamentswahl]] kam es zu einer politischen Affäre um Colón, dem eine Affäre mit einer Mitarbeiterin nachgewiesen wurde, die er nicht nur mit einer Beförderung auf einen besser bezahlten Posten in seinem Ministerium, sondern auch mit aus der öffentlichen Kasse bezahlten Hotelübernachtungen entlohnte. Colón musste nach heftigen Angriffen auf seine Person seinen Rücktritt erklären, um den Schaden für die Partei zu begrenzen. Nachfolger wurde mit [[Donado Ricardes]] ausgerechnet ein Vertreter einer eher liberalen Wirtschaftspolitik, was allgemein als Zeichen für eine Annäherung der ASUL an die bürgerliche Rechte gedeutet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seine Partei die Wahlen im Herbst 1976 gewinnen konnte und nun eine Koalition mit der liberalen [[UDS]] bildete, zog sich Colón aus der nationalen Politik zurück. Ein Comeback feierte er im Sommer 1977, als er für die Sozialisten in der [[Region Semestina]] zum neuen Regionalsekretär und Spitzenkandidaten für die anstehenden [[Regionalwahlen 1977|Regionalwahlen]] gewählt wurde. Colón verlor die Wahl zwar gegen den konservativen Amtsinhaber [[Marcelo Iudeta]], sein energischer Wahlkampf für die heillos zerstrittene Asul in der Hauptstadtregion brachte ihm aber großen Respekt ein und in der Folge bemühte sich Colón, den Regionalverband der Sozialisten wieder zu einen. In den folgenden Jahren profilierte sich Colón als parteiinterner Führer der Parteilinken, die zunehmend Kritik am Regierungskurs der sozialistisch-bürgerlichen Koalition übten. Am Entwurf des 1977 verabschiedeten [[Manifesto de Semesta 1977|Semestiner Programms]] war Colón als Mitglied der zuständigen Kommission führend beteiligt. Das Programm betonte den Charakter der Partei als linke Reformpartei und wurde als pointiertes Absetzungsmanöver vom liberalen Koalitionspartner gewertet. Vor allem die Passagen zum Arbeitnehmerschutz und zur Mitbestimmung sowie zur Möglichkeit der Eingriffe des Staates ins kapitalistische Wirtschaftssystem wurden von Colón konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback 1979 und Gegner des NATO-Doppelbeschlusses ===&lt;br /&gt;
Seine Führungsstellung innerhalb der Parteilinken untermauerte Colón bald auch durch die Gründung einer eigenen Strömung. Sein 1978 gegründeter Corrente stellte einen Versuch dar, die alte Traditionslinke der Partei mit der jüngeren aus den Neuen Sozialen Bewegungen stammenden Linken zu verbünden. Seine Anhängerschaft im Corrente „[[Corrente Colonista|Solidaritá Justa]]“ umfasste einen Großteil des alten Gewerkschaftsflügels der Partei sowie jüngere Mitglieder und drängte auf weitergehende Sozialstaats- und Wirtschaftsreformen. Der gestiegene Einfluss Colóns in der Partei spiegelte sich in seiner Berufung ins Wahlkampfteam der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|neuerlichen vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahr 1979]] wieder, wo Colón für die Sozialpolitik verantwortlich zeichnete. Die Sozialisten verloren die Wahl und wurden erstmals seit neun Jahren wieder nicht stärkste Kraft im Parlament. Wahlsieger [[Santo de la Nada]] von der [[PPC]] bildete daraufhin eine [[Große Koalition]] mit der ASUL, in der Colón das Ministerium für Arbeit und Soziales übernahm. Da Parteichef Caval dem Kabinett nicht angehörte, war Colón neben Finanzminister [[Francisco Montone]], dem führenden Vertreter der Parteirechten in der Regierung, einer der wichtigsten Minister der Regierung und repräsentierte den traditionalistisch-linken Flügel der Partei. Hier kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Colón und dem konservativen Wirtschaftsminister [[Alfonso Guivares]], der Colón daraufhin als seinen &amp;quot;Lieblingsfeind&amp;quot; bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auseinandersetzungen um den NATO-Doppelbeschluss ergriff Colón energisch Partei gegen die Stationierung amerikanischer Raketen in Europa und trat als Folge eines gegenläufigen Kabinettsbeschlusses im Februar 1981 von seinem Ministeramt zurück. Danach organisierte er mit Zustimmung von Parteichef Caval den parteiinternen Widerstand gegen die Regierungspolitik, womit er maßgeblich Mitverantwortung für das Scheitern der Regierung im Sommer 1982 trug. Nachdem Joán Caval auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten verzichtet hatte, wurde Andrés Colón auf dem Parteikongress der Sozialisten in [[Bosa]] zum Kandidaten der Partei für das Premieramt gewählt. Außerdem erbte Colón von Stefano Nacoma das Amt des Vizegeneralsekretärs. Damit war er auch in der Partei die Nummer Zwei hinter Caval. Der als potenzieller Gegenkandidat Colóns für die Spitzenkandidatur gehandelte [[Donado Ricardes]] hatte auf eine eigene Bewerbung verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlniederlage als Spitzenkandidat 1982 ===&lt;br /&gt;
Colón zog mit einer klar Lagerwahlkampfstrategie in die Kampagne. Gegenüber Caval konnte er die Ernennung seines ehemaligen Staatssekretärs [[Miguel Cambrís]] zum Nationalen Koordinator und Wahlkampfleiter durchsetzen. Ziel Colóns war es, stärker als die Konservativen zu werden, um die neue Regierung anführen zu können. Erst danach sollte die schwierige Koalitionsfrage beantwortet werden. Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahl im September 1982]] endete schließlich in einem Debakel für die Sozialisten, die erstmals seit 1958 unter die 30-Prozent-Marke abrutschten. Colón ging absolut geschwächt aus der Wahl hervor. War er zuvor als klarer Favorit für die Nachfolge Cavals gehandelt worden, der signalisiert hatte, den Parteivorsitz mittelfristig an Colón abzugeben, so musste er nun um sein politisches Überleben kämpfen und war als direkter Nachfolgekandidat Cavals unvermittelbar. Immerhin wurde er als Nachfolger [[Stefano Nacoma]]s zum neuen Sprecher der ASUL-Fraktion in der Kammer gewählt. In der Folge musste er allerdings gegen einen sukzessiven Machtgewinn der Rechten in der Partei kämpfen, die das Projekt des Linkskurses als gescheitert ansahen und das politische Comeback [[Donado Ricardes]]' vorbereiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessiver Rückzug aus der Spitzenpolitik ===&lt;br /&gt;
Im Herbst 1984 musste Colón nach einer Herzoperation von Parteichef Caval dessen Amt als Parteichef vorübergehend übernehmen. Im Januar 1985 präsentierte der noch immer kranke Caval Colón und Ricardes neben [[Luis José López]] und [[Flávio Osório Jimenez]] als Kern eines politischen Quadrumvirats, das sich künftig die Parteiführung übernehmen sollte. In diesem Zuge bewarb er auf dem Noyarenser Parteitag der Sozialisten im Mai 1985 um das Amt des Generalsekretärs und um die Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|kommenden Parlamentswahlen]]. In der Abstimmung um die Spitzenkandidatur unterlag er jedoch seinem Kontrahenten [[Donado Ricardes]] und verzichtete daraufhin auf das Amt des Generalsekretärs. An seiner Stelle wurde der [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório]] zum neuen Parteichef der ASUL gewählt, Colón blieb im Amt des Stellvertreters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlniederlage und der folgende Sieg [[Donado Ricardes]]' bei der Kammerwahl 1986 leitete einen kontinuierlichen Machtverlust Colóns in der Partei ein. Während die Partei unter Ricardes, der 1987 auch zum Parteichef der ASUL gewählt wurde, eine Koalitionen mit den Liberalen bildete, einen Kurs der Mitte steuerte und die liberalen Reformen der Regierung Moya im Wesentlichen fortsetzte, zog sich Colón nach und nach aus den entscheidenden Parteipositionen zurück. Dem [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] gehörte er nicht an und gab bereits kurz nach der Wahl auch die Fraktionsführung ab, nachdem er öffentlich Kritik an der Kabinettsliste und dem künftigen Kurs der Regierung Ricardes geäußert hatte. 1989 gab Colón sein Mandat in der Abgeordnetenkammer zurück und wurde erstmals ins Europäische Parlament gewählt. Die Führung der Parteilinken übergab er an [[Francisco Montero]] und gab auch den Posten als Vizegeneralsekretär zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1991 wurde Colón schließlich als Nachfolger [[Iacovo Del Pérez]]’ zum Präsidenten der parteinahen [[Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL) gewählt. Bei den Urwahlen für das Amt des Generalsekretärs der Partei unterstützte Colón 1992 öffentlich den jungen Linken [[Paulo Satyres]] gegen den Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]], der aber die Abstimmung für sich entscheiden konnte. Nachdem er 1994 aus dem Europaparlament ausgeschieden war, trat Colón im Jahr 1997 auch von der Spitze der FSL zurück und zog sich in sein Privathaus auf [[Cuentez]] zurück. Danach schrieb er im Wechsel mit dem konservativen [[Joán Perón]] regelmäßig eine politische Kolumne in der linksliberalen Wochenzeitung [[Il Tiempo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972-1974: Minister der Präsidentschaft im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1976: Minister für Wirtschaft und Industrie im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Minister für Arbeit und Soziale Angelegenheiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1969-1972: Nationaler Koordinator der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1977: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei den [[Region Semestina|Semestiner]] [[Regionalwahlen 1977]]&lt;br /&gt;
* 1977-1980: Regionalsekretär der [[ASUL]] in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1982: Spitzenkandidat der [[ASUL]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982]]&lt;br /&gt;
* 1982-1986: Sprecher der sozialistischen Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1970-1989: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1977-1981: Regionalrat in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1989-1994: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Arbeitsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Miquel_%C3%81nibal_Luisanto&amp;diff=8847</id>
		<title>Miquel Ánibal Luisanto</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Miquel_%C3%81nibal_Luisanto&amp;diff=8847"/>
		<updated>2012-03-05T22:56:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Miguel Ánibal Luisanto''' (*1950 in [[Sácrez]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker der konservativen [[PPC|Volkspartei (PPC)]], seit 2002 Vorsitzender der Partei und seit 2006 [[Ministerpräsident]] der [[Sagradien|Sagradischen Republik]]. Zuvor war u.a. [[Wirtschaftsminister]] seines Landes (1994-1995) sowie Präsident der Regionalregierung von [[Bordez]] (1997-2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in Politik und Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Der aus dem südmittelsagradischen [[Sácrez]] stammende Luisanto, Nachkomme des früheren sagradischen Ministerpräsidenten [[Miguel Fernando Luisanto]], wuchs in [[Oller]] auf und studierte in [[Biniar]] Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Nach seinem Abschluss erhielt er 1978 eine Zulassung als Anwalt, ging dieser Tätigkeit aber danach nicht nach. Stattdessen strebte Luisanto nach einer politischen Karriere und übernahm politische Ämter in seiner Heimatstadt, 1977 wurde er in den Rat der Metropolregion Biniar gewählt. Bereits als Student engagierte sich Luisanto im [[Partido Popular Jovén|Jugendverband der konservativen Volkspartei]] und wurde 1978 für eine Amtszeit von vier Jahren zum nationalen Vorsitzenden der Parteijugend gewählt. Zu dieser Zeit arbeitete Luisanto als politischer Berater des konservativen Politikers [[Santo Moya]], dem er 1982 ins [[Wirtschaftsministerium]] folgte, wo er in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit tätig war. Nach Moyas Ernennung zum Ministerpräsidenten stieg Luisanto 1984 zum stellvertretenden Regierungssprecher im [[Kabinett Moya I|Kabinett Moya]] auf. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986]] schied Luisanto aus dieser Tätigkeit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge verfolgte Luisanto eine Karriere in der Wirtschaft und wurde Manager des Medienunternehmens [[Tecnicast]], das auf die Vermarktung von Nachrichten spezialisiert war und 1990 von der [[Aseregui-Gruppe]] übernommen wurde. Nach der Übernahme hielt Luisanto zuletzt den Posten des ersten leitenden Angestellten von Tecnicast, das in der Folge in die [[TVS-Medien-Gruppe]] integriert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister im Kabinett Otero und Tecnicast-Affäre ===&lt;br /&gt;
Als junger Manager wurde Luisanto im April 1992 im Rahmen einer [[Kabinett Otero II|Kabinettsumbildung]] überraschend in die sagradische Regierung unter [[Josep Carles Otero]] berufen, wo er als [[Minister für den öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation]] u.a. das Großprojekt der Privatisierung der staatlichen Post- und Telekommunikationsbehörde [[PTT Sagradia]] vorantreiben sollte. In dieser Zeit machte er sich als energischer Vertreter eines neoliberalen Kurses einen Namen und wurde bald als Shootingstar des Kabinetts gefeiert. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gehörte Luisanto erstmals der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an und wurde zum [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Otero III]] berufen. Wenig später stieg er in den nationalen Vorstand der Volkspartei sowie in die Parteiführung der Konservativen in der [[Region Bordez]] auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rasante Aufstieg Luisantos nahm im Jahr 1995 ein abruptes vorläufiges Ende, als gegen ihn Ermittlungen wegen Steuer-Unregelmäßigkeiten aufgenommen wurden, die in die Zeit als Manager der Tecnicast SA zurückreichten. Luisanto musste schließlich im September 1995 von seinem Amts als Minister zurücktreten. Die Ermittlungen gegen Luisanto wurden später aus Mangel an Beweisen eingestellt, ohne dass Luisanto jedoch den Verdacht gegen sich gänzlich hätte ausräumen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident in Bordez ===&lt;br /&gt;
Nach seinem Rücktritt und Rückzug aus der ersten Reihe der sagradischen Politik und nach der Einstellung der Ermittlungen gegen ihn begann Luisanto Ende 1996, sein Comeback in der Politik vorzubereiten und wurde mit einem sehr guten Ergebnis von über 80 Prozent erneut in die engere Parteiführung der Konservativen in Bordez gewählt. Im Frühjahr 1997 schließlich erklärte Luisanto seine Kandidatur für den Regionalrat und seine Bewerbung um das Amt des Regierungspräsidenten der Region. Seine Partei nominierte ihn schließlich als Spitzenkandidaten für die [[Regionalwahlen 1997]], wo Luisanto als Außenseiter gegen den sozialistischen Kandidaten [[Enrico Neves]] antrat, der eine rot-grüne Koalitionsregierung anführte. Gegen die seit 1985 regierenden Sozialisten stimmte Luisanto einen harten polarisierenden Wahlkampf an, in dem er auch vor persönlichen Angriffen auf seinen Kontrahenten nicht zurückscheute. Mit einer von Gegnern als populistisch kritisierten Kampagne mit harten Äußerungen gegen Ausländerkriminalität und Anfeindungen gegen das integrationspolitische Programm der Sozialisten gelang es Luisanto, den Aufstieg der rechtspopulistischen [[PSP]] in der Region vorerst aufzuhalten und von latenten Ressentiments in der Bevölkerung zu profitieren. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Schließlich gelang es Luisanto entgegen dem nationalen Trend einen Sieg der Konservativen über die traditionell dominierende Linke in der von wirtschaftlichen Strukturproblemen und hoher Arbeitslosigkeit geplagten Region zu feiern. Obwohl eine von Luisanto angestrebte Koalition aus [[PPC]] und [[UDS]] keine eigene Mehrheit gewonnen hatte, konnte Luisanto mithilfe zweier Abweichler der rechten [[PSP]] regieren, die in der Folge aus der Partei ausgeschlossen wurden. Mit diesem Coup gegen die Sozialisten ein Jahr vor der entscheidenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] erregte Luisanto große Aufmerksamkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg zum Parteivorsitzenden ===&lt;br /&gt;
Die Wahl zum Präsidenten der Regionalregierung von Bordez brachte Luisanto auch in seiner Partei zurück in eine Machtstellung. Nach der Niederlage der Konservativen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] und dem schweren Gang in die Semestiner Opposition, feierte Luisanto auch in der Partei ein Comeback und wurde schließlich in der neuen Parteiführung um [[Roberto Vidéas Braga]] zum Stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Zuvor bereits hatte er auch das Amt des Parteichefs der Volkspartei in der Region Bordez übernommen. Gegenüber dem eher unglücklich agierenden Parteichef Videas, der einen eher moderaten Oppositionskurs verfolgte, profilierte sich Luisanto als harter Gegner der Linksregierung in Semess, dessen sozialliberale Politik in Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen er scharf attackierte. Auch in der Frage einer möglichen Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten der [[PSP]] vertrat er andere Ansichten als Videas, der erfolglos versuchte, PSP-Chef [[De la Pênia]] als Persona non grata auszugrenzen, während Luisanto sich regelmäßig mit PSP-Politiker in seiner Region zu Diskussionen traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem erneuten Sieg bei den [[Regionalwahlen 2001]], bei denen Luisanto eine stabile Mehrheit für seine PP/UDS-Koalition erreichte, etablierte er sich als wichtigster Konkurrent Videas' um die Parteiführung. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] wurde Luisanto als Ministerkandidat bei einem möglichen Sieg der Mitte-Rechts-Opposition gehandelt, erklärte aber im Sommer, Präsident der Region Bordez bleiben zu wollen. Intern gehörte er zu den schärfsten Kritikern des Wahlprogramms, das auf eine Wiedergewinnung der politischen Mitte, statt auf eine Annäherung an die nationale Rechte abzielte. Besonders gegen Vidéas' Erklärung, eine Koalition mit dem Rechtspopulisten [[Joán María De la Pênia]] unter keinen Umständen eingehen zu wollen, bezog Luisanto öffentlich Stellung, da er die Strategie der Ausgrenzung der Rechten als falsch ansah. Auch das von den christlichen Gewerkschaften vorgeschlagene und von der Parteiführung zunächst als „interessanten Vorschlag“ befundene Arbeitsprogramm kritisierte Luisanto als zu „altbacken“ und „ohne Inspiration“ und plädierte für eine mit Einschnitten ins soziale Netz verbundene Steuersenkungspolitik. Vielmehr setzte er sich für eine neoliberale Ausrichtung des Wahlprogramms ein, konnte sich damit aber nur in Teilen durchsetzen. Schließlich trug er das neue Wahlprogramm mit und signalisierte entgegen vorheriger Absichten eine mögliche Bereitschaft, doch in ein Kabinett Videas einzutreten, wo er als Wirtschafts- und Finanzminister gehandelt wurde. Im Wahlkampf gehörte er zu den schärfsten Kritikern der Regierungspolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der deutlichen Wahlniederlage des PPC bei den Kammerwahlen im September 2002 trat Parteichef Vidéas von seinem Amt zurück, woraufhin es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteiflügeln um die Nachfolge Vidéas' kam. Erwartungsgemäß kündigte Luisanto seine Kandidatur an. Mit einem wirtschaftsliberalen Programm und dem Vorhaben eines scharfen Obstruktionskurses in der Opposition führte er eine auf Polarisierung setzende Kampagne. Bei dem Parteitag der Konservativen in [[Portofín]] im Dezember 2002 kam es zu einer Kampfabstimmung zwischen dem vom konservativen Parteiflügel und von den Neoliberalen favorisierten Luisanto gegen den vom linken Flügel nominierten ehemaligen Sozialminister [[Umberto Salas]] und den eher die Parteimitte repräsentierenden [[Oscar Rolando Huerón]]. Nachdem er im ersten Wahlgang mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme des Parteivorsitzes durch Luisanto führte dieser die Volkspartei auf einen akzentuierten neoliberalen Kurs. Das vom Parteivorstand im Frühjahr 2003 verabschiedete wirtschafts- und sozialpolitische Programm drängte auf eine umfassende Arbeitsmarktreform, die weitere Deregulierung der Finanzmärkte sowie eine Vereinfachung des Steuersystems bei Senkung des Spitzensteuersatzes. In der eigenen Partei führte das Programm zu heftigen Auseinandersetzungen mit dem linken Parteiflügel, der nach dem Rückzug Umberto Salas' aus der Parteiführung um seinen Einfluss rang und sich als parteiinterne Opposition gegen den Luisanto-Kurs positionierte. Der Machtkampf zwischen Luisanto und der Parteilinken zog sich noch bis zum Parteitag der PPC im Herbst 2003 hin, wo es schließlich zur Entscheidung zugunsten des - nur in Teilen entschärften - Wirtschafts- und Arbeitsmarktkonzepts des Parteivorstands kam, woraufhin eine Gruppe prominenter Parteimitglieder des christlich-sozialen Flügels um [[Francisco Valderrano]] ihren Austritt aus der Partei bekannt gab. Valderrano erklärte, die Volkspartei stelle nicht mehr die Heimat der Politik der christlich-demokratischen Mitte dar, weswegen er die Bildung einer neuen &amp;quot;christdemokratischen Partei der sozialen Mitte&amp;quot; ankündigte. Dem im Dezember 2003 ins Leben gerufenen [[Cientro Cívico Democrático]] traten 13 Abgeordnete und Senatoren der Volkspartei sowie mehrere Hundert Parteimitglieder bei, die zuvor die innerparteiliche Opposition gegen Luisanto gebildet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Schwächung führte Luisanto mit der Unterstützung der Parteimehrheit seinen Kurs weiter. Mit einer konfrontativen Oppositionsstrategie versuchte er, bei den anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen im Herbst 2006]] einen Sieg der Rechten gegen die regierende Linke zu erreichen. Bei den folgenden [[Senatswahlen 2003]] und [[Senatswahlen 2006|2006]], den [[Europawahlen 2004|Europa-]] und [[Kommunalwahlen 2004]] sowie bei den [[Regionalwahlen 2005]] setzte sich die Volkspartei schließlich als stärkste Partei vor den regierenden [[ASUL|Sozialisten]] durch. Luisantos umstrittene Strategie, in Regionen und Kommunen im Notfall auch mithilfe der rechtspopulistischen [[PSP]] zu regieren, führte dazu, dass die Volkspartei vor der entscheidenden Parlamentswahl im Herbst 2006 in 14 von 21 Regionen den Regierungspräsidenten stellen konnte., darunter in den einwohnstarken Regionen [[Sarmay-Sagonte]], [[Bordez]], [[Comtàid-Perín]] und in der [[Region Semestina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Regionalwahlen 2005]] verzichtete Luisanto auf eine Wiederwahl als Regionalpräsident von Bordez und gab das Amt an seinen &amp;quot;Kronprinzen&amp;quot; [[Joán Sellar]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der Luisanto als Oppositionsführer gegen den von der regierenden [[ASUL]] als Spitzenkandidat ins Rennen geschickten [[Santiago Diaz de Velozo]] (SDV) antreten musste, endete in einem klaren Sieg für die politische Rechte. Luisantos Volkspartei wurde mit 36 Prozent der Stimmen deutlich stärkste Kraft vor den Sozialisten, die herbe Verluste verkraften mussten. Im Wahlkampf hatte vor allem die Nominierung des parteilosen [[Jâime Serrà]] für das Amt des Wirtschafts- und Finanzministers für Aufsehen erregt, der zuvor als Manager der [[Aseregui-Gruppe]], einem der größten sagradischen Medienkonzerne, gearbeitet hatte. Von der Opposition war ihm dafür Kungelei mit den Medien sowie Vetternwirtschaft vorgeworfen, da Luisanto bis 1992 selbst dem Konzern angehört hatte. Nichtsdestotrotz hielt Luisanto an Serrà fest und verkaufte ihn als unabhängigen Spitzenmanager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Sieg nahm Luisanto Koalitionsverhandlungen mit dem Wunschpartner [[UDS]] sowie mit dem [[CCD]] Valderranos auf, das sich für eine gemeinsame Regierung mit dem PPC bereit erklärt hatte. Die dabei entstandene Minderheitsregierung der rechten Mitte wurde schließlich im Parlament von der rechtspopulistischen [[PSP]] [[Joán De la Pênia]]s toleriert. Nach erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen wurde Luisanto im November 2006 von Präsident [[António Grande Illega]] zum Ministerpräsidenten ernannt. Die Abhängigkeit der Minderheitsregierung vom Vertrauen der rechtspopulistischen PSP rief in der Öffentlichkeit großes Aufsehen hervor und führte zu harten Anklagen der politischen Linken und der linksorientierten Presse, aber auch von kritischen Parteikollegen wie dem ehemaligen Finanzminister [[António Marques Lamanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Regierungschef verfolgte Luisanto anders als angekündigt einen überraschend moderaten Kurs in der Wirtschaftspolitik, wo er auf den kleinen christdemokratischen Koalitionspartner Rücksicht nehmen musste. Dagegen verfolgte die Regierung - von der Rechten unter Druck gesetzt - eine deutlich verschärfte Einwanderungs- und Ausländerpolitik. Für großes Aufsehen sorgte das neue Einwanderungsgesetz, auf das sich Koalition und PSP im Frühjahr 2007 einigten und das von Sozial-, Ausländer- und Migrantenverbänden sowie von der Opposition heftig kritisiert wurde. Luisantos Parteikollege und &amp;quot;Reformminister&amp;quot; [[Traiano Atániez]] vom liberalen Flügel der Volkspartei, der bis zuletzt gegen das Gesetz gekämpft hatte, erklärte daraufhin im April 2007 seinen Rücktritt sowie seinen Austritt aus Fraktion und Partei. Wenig später gründete er mit weiteren Dissidenten aus dem Regierungslager die sozialliberale [[Union der Zentrumsdemokraten]] (UDC).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufregung erzeugte auch die Regierungsnovelle zu einem geplanten Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung, das dafür kritisiert wurde, dass es die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender erweiter und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark beschneide. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Linke Medien kritisierten daraufhin immer wieder ein wahrgenommenes Netzwerk zwischen der Regierung Luisanto und den eher konservativen Medien der [[Aseregui-Gruppe]]. Besonders Wirtschaftsminister Jaime Serrà stand immer wieder im Fokus der Aufmerksamkeit, bis er im Oktober 2007 schließlich nach einer privaten Affäre seinen Rücktritt bekannt geben musste. Zum Nachfolger Serràs bestimmte Luisanto den ebenfalls parteilosen Wirtschaftswissenschaftler [[Pier Francisco Cordill]]. Die Ersetzung des öffentlichkeitswirksamen Serrà durch den stillen und unauffälligen Cordill wurde allgemein als Zeichen eines neuen Kurses gedeutet. In der Tat wurde Luisanto danach nach den Aufregungen seines ersten Amtsjahres ein deutlich stärker auf Konsens gerichteter Stil konstatiert. Luisantos zwischenzeitig deutlich zurückgegangenen Zustimmungswerte in der Öffentlichkeit stiegen danach wieder stark an und erreichten um die Jahreswende 2007/2008 einen neuen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch, Neuwahl und zweite Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2008 kam es zu einer heftigen Koalitionskrise um die Zustimmung Sagradiens zum Vertrag von Lissabon. Nachdem Luisanto mit der rechtspopulistischen [[PSP]] bereits eine Einigung erzielt hatte, wonach die PSP die Europapolitik der Regierung tolerieren solle, kam es in der PSP zu einem parteiinternen Machtkampf, aus dem der radikalpopulistische Flügel um De la Pênia und die neue Parteichefin [[Eleonora Sarabal]] als Sieger hervorging, der auf heftige Konfrontationskurs zur Regierungspolitik ging. Es kam zu Verhandlungen zwischen Vertretern der Volkspartei und der PSP, in der auch eine mögliche Volksabstimmung in Betracht gezogen wurde, die von der CCDU dezidiert abgelehnt wurde. Die CCD forderte in der Folge von Luisanto, sich öffentlich von der antieuropäischen PSP-Politik zu distanzieren und Neuwahlen herbeizuführen mit dem Ziel, eine Mehrheit ohne die Rechte zu erhalten. Führende Vertreter der Volkspartei lehnten dies in der Folge ab und erklärten, auch weiterhin an der Mehrheit der rechten Mitte festzuhalten. Stattdessen kam Luisanto mit De la Pênia überein, dass die Abstimmung erst stattfinden sollte, wenn das Verfassungsgericht über einen von rechten Abgeordneten eingebrachten Antrag auf Verfassungsprüfung entschieden hätte. Das als Nachgeben gegenüber dem Populismus der Rechten gewertete Entgegenkommen der Volkspartei führte schließlich dazu, dass [[Francisco Valderrano]]s europafreundliche [[CCD]] die Koalition im März 2008 für beendet erklärte und seine Minister aus der Regierung abzog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luisanto, der seine Mehrheit damit endgültig verloren hatte, kam einem Misstrauensvotum der Opposition zuvor und bat Präsident Grande Illega noch am Folgetag der schließlich geglückten Abstimmung über den Lissabon-Vertrag um die Auflösung der Abgeordnetenkammer und die Ansetzung von Neuwahlen, was dieser schließlich tat. Aus der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]], bei denen Luisanto erneut als Spitzenkandidat seiner Partei antrat, ging die PPC erneut als stärkste Partei hervor, während die von den Neuwahlen völlig überraschten Sozialisten deutlich einbrachen. In der Folge konnte Luisanto mit einer Minderheitsregierung aus PPC und UDS ohne die Christdemokraten Valderranos, aber erneut mithilfe der PSP weiter regieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1984: Beamter im [[Wirtschaftsministerium]], Abteilung Öffentlichkeitsarbeit&lt;br /&gt;
* 1984-1986: stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: [[Minister für den Öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation]] im [[Kabinett Otero II]]&lt;br /&gt;
* 1994-1995: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Otero III]]&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Präsident der Regionalregierung von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: [[Ministerpräsident]] ([[Kabinett Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1994-1995: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1997-2005: Mitglied des Regionalrats von [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1978-1982: Nationaler Vorsitzender des [[Partido Popular Jovén]]&lt;br /&gt;
* 1997-2002: Parteivorsitzender der [[PPC]] [[Bordez]]&lt;br /&gt;
* 1998-2002: Stellvertretender Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
* seit 2002: Parteivorsitzender der [[PPC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Bordez]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Donado_Ricardes&amp;diff=8846</id>
		<title>Donado Ricardes</title>
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		<updated>2012-03-05T22:56:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Donado Morrier Ricardes''' (*4.5.1930 in [[Martiniac]], [[Ligre Scantia]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Ökonom und Politiker. Er war von 1986 bis 1990 Ministerpräsident und von 1987 bis 1990 Generalsekretär der sozialdemokratischen [[ASUL]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beruf ===&lt;br /&gt;
Donado Ricardes, Sohn eines Gymnasiallehrers aus [[Martiniac]] im Norden [[Ligre-Scantia]]s, ging in seinem Heimatort zur Schule, das Gymnasium besuchte er in [[Bosa]] und begann dort auch 1949 sein Studium der Rechtswissenschaften, welches er fünf Jahre später in [[Semess]] beendete. In dieser Zeit trat Ricardes als Unterstützer des Westkurses von Außenminister [[Santo de la Ilpa]] dessen [[PSD|Sozialdemokratischer Partei]] bei, die 1957 in der neuen [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] aufging. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften mit dem Spezialgebiet Wirtschaftsrecht wechselte Ricardes von der Verwaltungshochschule in Semess in die Staatswirtschaft und wurde zunächst Ober-Verwaltungsdirektor und später leitender Finanzdirektor des staatlichen Energiekonzerns [[COESA|CES]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Start der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 erfolgte Ricardes' Wechsel in die Politik. Nach dem Rücktritt des sozialistischen Wirtschaftsministers [[Andrés Colón]] im Oktober 1976 wurde Ricardes von Ministerpräsident [[Joán Caval]] in dessen [[Kabinett Caval III|Kabinett]] berufen. Mit der Ablösung des Parteilinken Colón durch den langjährigen Manager wurde verschiedentlich bereits als Vorbote eines Richtungswechsel in der ASUL gesehen, der nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976]] und der Bildung einer Koalition mit der liberalen [[UDS]] im Frühjahr 1977 eingeleitet wurde. In der Koalition mit den Liberalen vertrat Ricardes einen deutlich marktfreundlicheren Kurs als sein Vorgänger und arbeitete eng mit seinem von der UDS gestellten Staatssekretär [[Damián Costa]] sowie dem liberalen Außenhandelsminister [[Mário Bahamonte]] zusammen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine schnellen Erfolge, die ein rapides Anwachsen der Wirtschaftskraft des Landes verzeichneten, gewann er auch einige Anhänger in der Sozialistischen Partei und es entwickelte sich um Ricardes eine parteiinterne Strömung der reformistischen Mitte, die eine soziale Gestaltung der Marktwirtschaft anstrebte und die marxistisch geprägte Linie der alten Linken ablehnte. Nachdem er 1979 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt worden war, gründete Ricardes seinen eigenen [[Corrente]], dem er den schlichten Namen &amp;quot;[[Corrente Ricardista|Progreso Social]]&amp;quot; gab. Die „Linie Ricardes“ gewann in den folgenden Jahren der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem konservativen Premierminister [[Santo de la Nada]] zunehmenden Einfluss vor allem im Regierungsflügel der ASUL, blieb aber in der weiterhin von Caval geführten Partei zunächst in der Minderheit. Da das Wirtschaftsministerium in der Regierung an die PPC gegangen war, bekleidete Ricardes in der [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] kein Ministeramt. Stattdessen wurde er im Januar 1980 auf Vorschlag von Finanzminister Montone hin und in Absprache mit Premierminister De la Nada zum Geschäftsführenden Direktor der größten Staatsholdung [[CEIS]] ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Joán Caval 1981 auf die Spitzenkandidatur für die kommende Parlamentswahl verzichtet hatte und sich 1982 vorgezogene Neuwahlen abzeichneten, wurde Ricardes vom rechten Parteiflügel als potenzieller Spitzenkandidat ins Spiel gebracht. Die Strategie war es, einen wirtschaftsnahen und zentristisch auftretenden Politiker an die Spitze zu stellen, um die politische Mitte zu erobern. Als sich in der Partei jedoch eine Mehrheit für eine Kandidatur [[Andrés Colón]]s abzeichnete, der auch von Parteichef Caval favorisiert wurde, verzichtete Ricardes auf eine Kampfkandidatur gegen Colón und blieb auf seinem Vorstandsposten. Die Erdrutschniederlage [[Andrés Colón]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1982]] bereitete den Boden für ein Comeback Ricardes' in der Partei in den nächsten Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CEIS-Generaldirektor und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Als Generaldirektor der [[CEIS]] wirkte Ricardes in der Folge bei der Ausführung des umfangreichen Privatisierungsprogramms der konservativ-liberalen [[Kabinett Moya I|Regierung Moya]] mit. Nachdem es zu mehreren Differenzen zwischen Ricardes und der Regierung Moya gekommen war, die sich allerdings eher um technische Details der Liberalisierung, als um den Kurs an sich drehten, erklärte Ricardes seinen Rücktritt zum Jahresende 1983. In der Folge kehrte er nach und nach auf die politische Bühne zurück. Zu Jahresbeginn 1985 gab Parteichef Caval bekannt, dass Ricardes einer von vier Persönlichkeiten sei, die künftig an die Spitze der Partei treten sollten, und er selbst sich auf dem Parteikongress der ASUL im Mai 1985 zurückziehen werde. Bereits seit Ende 1984 hatte er die Führung der Partei krankheitsbedingt an seinen Stellvertreter [[Andrés Colón]] abgeben müssen, der als potenzieller Nachfolger Cavals bereit stand. Neben dem Amt des Generalsekretärs sollte auch über die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl im Herbst 1986]] entschieden werden. Ricardes entschloss sich schließlich zur Kandidatur um das Premieramt, nicht aber um das Generalsekretariat, während Colón nach beiden Funktionen griff. Ricardes konnte sich schließlich in der entscheidenden Abstimmung gegen Colón durchsetzen, dieser verzichtete anschließend auf das höchste Parteiamt und ließ dem [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]] den Vortritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ricardes führte einen Wahlkampf, der auf die Eroberung der politischen Mitte abzielte. Sein relativ wirtschaftsfreundliches und den Bedürfnissen des Mittelstandes angepasstes Wahlprogramm  wurde von Gegnern heftig kritisiert, die anmerkten, man könne es nicht von dem der bürgerlichen Rechten unterscheiden und es stelle keine Alternative zur neoliberalen Politik der Volkspartei/UDS-Koalition dar. Der Schwerpunkt des Wahlkampfs lag ganz auf den 'harten' Themen Wirtschaft, Arbeit und Sicherheit. Besonders die Vernachlässigung der neuen postmaterialistischen Linken als potenzielle Zielgruppe wurde vielfach kritisiert. Dennoch gelang Ricardes ein Wahlsieg gegen die Konservativen und er konnte sein Ziel der Neuauflage der sozialistisch-liberalen Koalition verwirklichen. Mit [[Bernardo Véllez]] machte er einen ausgewiesenen Wirtschaftsfachmann und loyalen Gefolgsmann zum Wirtschaftsminister, der zusammen mit Finanzminister [[António Anghés]] von der UDS eine liberale Wirtschaftspolitik vertreten sollte. [[Andrés Colón]], der schon im Wahlkampf keine Rolle gespielt hatte, wurde bei der Ressortverteilung nicht berücksichtigt und zog sich in der Folge auch vom Fraktionsvorsitz zurück. Insgesamt war das [[Kabinett Ricardes I|Kabinett Ricardes]] von einem deutlichen Übergewicht der Parteirechten geprägt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er nicht über das Amt des Generalsekretärs seiner Partei verfügte, konnte Ricardes nach dem weitgehenden Rückzug Colóns und seiner Ernennung zum Premierminister auch in der Partei weitgehend ungestört die Führung übernehmen, da ihm Parteichef Osório weitgehend freie Hand ließ. Nach zwei Jahren stürzte [[Flávio Osório]] im Semestiner Stadtrat und musste sein Amt aufgeben, woraufhin er auch die Parteiführung wieder zurückgab. Ricardes wurde nun von seinen Anhängern gedrängt, auch die Parteiführung zu übernehmen. Als neuer Parteichef geriet er aber schnell in Widerspruch zu den Parteilinken und v.a. zu den Anhängern einer neuen ökologischen Wirtschafts- und Umweltpolitik, die mit dem Erstarken der [[Verdes|Grünen]] auch innerhalb der Allianzpartei anwuchsen. Besonders eine Generation jüngerer sozialistischer Politiker wie [[Paulo Satyres]] oder [[Mariano Larcón]] vertrat das Konzept einer Annäherung an die Grünen, dazu gehörten auch eher der Mitte zugeneigte Politiker wie der Abgeordnete [[António Delvequio]], der sich die grüne Option aus strategischen Gründen offenhalten wollte. Dagegen galt Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik und als Gegner rot-grüner Bündnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt und weitere Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Nach den neuerlichen Wahlerfolgen der Grünen ging Ricardes im Hinblick auf die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] zu einer neuen Strategie über und versuchte die Wähler der Grünen wieder an die eigene Partei zu binden. 1989 holte er den populären ehemaligen Grünen [[Julio de la Costa]] als Umweltminister in sein Kabinett, um einen Politikwechsel zu signalisieren. Auch die Parteilinke wurde ab 1988/89 stärker berücksichtigt, was die Koalition mit den Liberalen zunehmend belastete. Trotz eingeschlagener Kurskorrekturen hin zu einer eher traditionellen sozialdemokratischen Wirtschafts- und Sozialpolitik einerseits und wenigen postmaterialistischen Akzenten andererseits musste Ricardes bei den Kammerwahlen 1990 eine deutliche Niederlage hinnehmen und wurde durch den Konservativen [[Josep Otero]] als Ministerpräsident abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge der Wahl trat Ricardes von seinem Amt als Parteichef der Sozialisten zurück, nachdem er im Parteivorstand der heftigen Kritik der Linken ausgesetzt worden war. Sein Mandat als Abgeordneter nahm er weiterhin wahr, zog sich aber aus der Führung zurück. Im Jahr 1992 kam es zum Bekanntwerden eines Parteispendenskandals in der ASUL. Besonders Ricardes geriet in die Kritik und musste bald zugeben, als Parteichef Parteispenden wiederholt falsch deklariert zu haben. Er gab sein Abgeordnetenmandat zurück und zog sich vorübergehend aus der Politik zurück. Stattdessen arbeitete er fortan als Berater in der freien Wirtschaft. Nachdem er lange Zeit als Kandidat der Sozialisten für die [[Präsidentschaftswahlen 1994]] gehandelt worden waren, musste er derartige Ambitionen ebenfalls aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senator ===&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] wurde Ricardes dennoch Vorsitzender einer außerparlemantarischen Expertenkommission, die Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens ausarbeiten sollte. Im Juni 1999 feierte Ricardes sein politisches Comeback und zog für die Sozialisten ins Europäische Parlament ein. Hier war er im Haushalts- und Währungsausschuss vertreten. Nach einer Legislaturperiode verzichtete er im Jahr 2004 auf eine Wiederwahl. Stattdessen kehrte er als Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen in die Wirtschaft zurück. Im Jahr 2005 wurde der 75-jährige Ricardes von Staatspräsident [[António Grande Illega]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kam es vermehrt zu Differenzen zwischen Ricardes und seiner Partei. Ricardes gehörte innerhalb seiner Partei zu jenen Mitgliedern, die sich vehement gegen eine Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprachen. Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]], der ebenfalls diesen Kurs vertrat, warf er aber Führungsschwäche vor. Innerhalb der Sozialistischen Partei wurde Ricardes vermehrt vorgeworfen, der konservativen Rechtskoalition von [[Ánibal Luisanto]] nahezustehen. Hinzu kamen persönliche Differenzen zwischen Ricardes und Diaz de Velozo, da der Asul-Chef aus parteitaktischen Erwägungen heraus Ricardes den prestigereichen Vorsitz des Nationalkonvents der Partei verweigerte, von dem sich Ricardes die parteiinterne Rehabilitation für seine Vergehen im Parteispendenskandal der späten Achtziger und frühen Neunziger versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] eskalierte der Streit Ricardes’ mit seiner Partei. Im Hinblick auf das Wahlprogramm der Sozialisten sprach Ricardes von einem „Linksruck“ und wirtschafts- und energiepolitischem „Unsinn“. Bereits zuvor hatte Ricardes als Anhänger einer konservativen Energiepolitik den Ausstieg aus der Atomenergie kritisiert und sich für längere Laufzeiten ausgesprochen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei den Kammerwahlen 2008 gehörte Ricardes zu den wenigen in der Partei, die die Kandidatur des wirtschaftsnahen Außenseiter-Kandidaten [[Joán Gras Brianforte]] unterstützten. Einen Tag nach der Wahl der gemäßigt-linken [[Mercé Serrat Cabarell]] zur neuen Generalsekretärin der Asul erklärte Ricardes in einem Interview mit der konservativen Tageszeitung [[Il Mundo]], seine Parteimitgliedschaft ruhen lassen zu wollen. Außerdem trat er aus der sozialistischen Gruppe im Senat aus und firmierte danach als Unabhängiger. Einladungen des Generalsekretärs der Volkspartei [[Névito Ramos Iliega]], der konservativen Fraktion beizutreten, kommentierte Ricardes zunächst nicht, antwortete dann aber, er wolle sich momentan nicht mehr parteipolitisch binden. Einen endgültigen Austritt aus seiner Partei lehnte er aber „aus Verbundenheit zur Vergangenheit und dem Erbe der Partei“ ab. Er bleibe auch über &amp;quot;Differenzen mit Persönlichkeiten und Gruppen in der aktuellen Parteiführung&amp;quot; hinweg &amp;quot;Sozialdemokrat in freiheitlich-demokratischer Tradition&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl von Senatspräsident [[Roberto Vidéas Braga]] zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 2009 wurde Ricardes von konservativen Politikern überraschend als Nachfolger ins Spiel gebracht. Ricardes ließ mehrere Tage offen, ob er kandidieren wolle, lehnte schließlich jedoch eine Nominierung durch die konservative [[PPC]]-Fraktion ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Berufliche Funktionen ===&lt;br /&gt;
* Bis 1976: Karriere in der [[COESA|Companía d'Energía Sagradêsa]] (CES), zuletzt als Oberverwaltungsdirektor und leitender Finanzdirektor&lt;br /&gt;
* 1979-1984: Generaldirektor der [[CEIS]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1976-1979: [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Minister für Wirtschaft und Industrie]] in den Kabinetten [[Kabinett Caval III|Caval III]], [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1986-1990: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1986-1992: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1999-2004: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* Seit 2005: Senator (auf Lebenszeit ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1987-1990: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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	<entry>
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		<title>Juntas Accionistas</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Juntas Accionistas''' waren rechte paramilitärische Verbände in der Zeit der [[Sagradien|sagradischen]] [[Volksfront]]regierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen [[Volksunion]] (UP) um deren Führer [[Manuel Álamo]] nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; bezeichnet. Die ''Juntistische Bewegung'' war wesentlich am Sturz der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]] und an der Errichtung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten [[Truppismus|Truppistenbewegung]] der frühen Dreißiger Jahre, insbesondere in deren konservativem Flügel, den &amp;quot;camisas azûres&amp;quot; (''Blauhemden''), die der autoritären Präsidentschaft [[Gaitán Alemà Sobrantes]]' positiv gegenüberstanden und diese im Gegensatz zu den faschistischen &amp;quot;camisas negras&amp;quot; unterstützten. Nach der Ermordung Alemàs im Oktober 1934 kam es zu einem Verbot der paramilitärischen Verbände, das aber wirkungslos blieb. Im Zuge der [[Kommunistische Aufstände 1934|kommunistischen Aufstände]] im [[Blutherbst 1934]] gründete sich in Semess die [[Junta Accionista Nero]] (JAN) aus vormaligen Mitgliedern verschiedener Semestiner Aktionstruppen. Die JAN beteiligte sich an zahlreichen Vergeltungsaktionen für die Ermordung Alemàs durch einen Kommunisten. Im Januar 1935 unterstellte sich die JAN der Führung des rechten UP-Politikers Manuel Álamo und wurde zu dessen Leibgarde. Dieser nutzte sein ausgeprägtes Netzwerk und leitete die Expansion der JAN. In der Folge gründeten sich in mehreren sagradischen Großstädten &amp;quot;Juntas Accionistas&amp;quot;, die oft als lokale Schutzverbände der Volksunion oder der [[Círculoes de la Juventú]] auftraten und im Wahlkampf für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935|Parlamentswahl 1935]] aktiv wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Rechten gegen die linke [[Volksfront]] führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, die nun aktiv von Truppisten unterwandert wurde. Die radikalen Juntas bereiteten schließlich die parteiinterne Machtübernahme Manuel Álamos vor. Bereits im Vorfeld sowie auf dem Noyarenser Parteitag der Volksunion im Dezember 1935 kam es zu Einschüchterungsversuchen gemäßigter UP-Politiker durch die Juntas. Obwohl Gegner Álamos dies auf dem Parteitag in Noyar öffentlich machten, konnten sie die putschartige Wahl Manuel Álamos zum neuen Parteichef der Volksunion nicht verhindern. Die Juntas wurden in der Folge zum bewaffneten Arm der Volksunion und bekämpften die linken Volksfrontregierungen. Das ständestaatlich ausgerichtete und klerikalfaschistisch inspirierte &amp;quot;[[Manifesto de Malesc]]&amp;quot; von 1936 wurde von den Juntisten als Gelöbnis verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die ''Juntistas'' und die aus dem ''schwarzen Truppisten'' hervorgegangenen faschistischen ''[[División Negra|Divisionisten]]'' unter der Führung von [[León Francês]] zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es im Jahr 1937 zu einem Bündnis zwischen beiden Gruppen in der [[Liga de la Comunión Nacional]]. Nach dem rechten [[Februarputsch 1938]] gegen Präsident [[Santiago Laval]] versammelten sich Juntisten und Divisionisten gemeinsam auf dem Plazarenya, feierten die &amp;quot;nationale Erhebung&amp;quot; und forderten die Ernennung einer &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Die Ernennung Manuel Álamos zum Regierungschef am 23. Februar 1938 wurde von den Juntisten durch mehrere Fackelzüge gefeiert. Im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1938|Aprilwahlen 1938]] waren die Juntas führend am Terror gegen die Linken beteiligt und wurden teilweise auch als staatliche Hilfstruppen angestellt. Obwohl Divisionisten und Juntisten gemeinsam kämpften, waren lokale Vereinigungen der beiden Gruppen selten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Errichtung des autoritären [[Estado Sagradês]] blieben die Juntas Accionistas im Gegensatz zu den Divisionen meist nicht bestehen, sondern integrierten sich rasch in die neue [[Guarda Nacional]], die als paramilitärische Einheit der neuen [[Comunión Nacional]] fungierte.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Schwarze Division</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung in der Spätphase der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Sagradischen Republik]], die unter der Führung von [[León Francês]] 1938 eine entscheidende Rolle bei der Etablierung des diktatorischen [[Estado Sagradês]] spielte. Sie repräsentiert den radikalen Flügel des so genannten [[Sagrofaschismus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Gründung ==&lt;br /&gt;
Die Schwarze Division hat ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot;, der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei den [[Dezemberwahlen 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde im Zuge der autoritären Regierung des Präsidenten [[Gaitán Alemà Sobrantes]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. Der [[Novemberputsch 1934|gescheiterte Putschversuch]] Francês' im November 1934 führte schließlich zur Auflösung der Frente Fraternal und zur Flucht Francês' nach Micolinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Folgejahr kehrte Francês aus seinem Exil zurück und wurde in einem Aufsehen erregenden Prozess freigesprochen. In der Folge reorganisierte er seine alte Partei und veröffentliche das ''Divisionistische Manifest'', in dem er die Gründung der ''División Sagradêsa de Ofensiva Popular'' bekanntgab und zum politischen Kampf gegen die frisch gewählte linke [[Volksfront]] aufrief. Obwohl die Volksfrontregierung die Aktionstruppen verboten hatte, traten die Schwarzen Divisionen als &amp;quot;nationale Selbstschutzverbände&amp;quot; in deren Tradition auf und wurden binnen weniger Monate zur rechtsextremen Massenbewegung. Im Herbst 1936 hatte sie bereits mehr Anhänger als alle anderen sagradischen Parteien der Rechten inklusive der [[Volksunion]], die inzwischen von [[Manuel Álamo]] und seinen [[Juntas Accionistas]] kontrolliert wurde. Wie die &amp;quot;schwarzen Truppisten&amp;quot; und die Anhänger der Frente Fraternal trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als &amp;quot;camisas negras&amp;quot; und als &amp;quot;bôinas azûres&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Machtübernahme und Rolle im Estado Sagradês ==&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1937 vereinigten sich Francês und Manuel Álamo in der so genannten [[Liga de Comunión Nacional]] gegen die Volksfront und erklärten die Niederschlagung der linken Republik und die Errichtung des &amp;quot;erneuerten Staates&amp;quot; zum Ziel. Die zahlreichen rechten Aufstände der Folgemonate gegen die Politik der Linksregierung wurden wesentlich von den Divisionisten angeführt, die sich vielerorts heftige Kämpfe mit Regierungstruppen und linken Paramilitärs lieferten. In vielen [[Semess|Semestiner]] Straßen war der Terror der schwarz gekleideten und mit blauer Baskenmütze ausgestatteten Divisionisten berüchtigt. Die heftigen Aufstände im Januar und Februar 1938 führten schließlich am 21. Februar 1938 zum [[Februarputsch 1938|rechten Putsch]], der von den Divisionisten aktiv unterstützt wurde. Wenige Stunden nach der geglückten gewaltsamen Machtübernahme General [[Oscar Romero Castro]]s versammelten sich auf dem [[Plazarenya]], dem Platz vor dem Präsidentenpalast, Divisionisten und Álamo-Anhänger, feierten den Putsch als [[Revolución Nacional]] und forderten die Ernennung einer neuen &amp;quot;Regierung der nationalen Kommunion&amp;quot;. Ziel der Divisionisten war die Machtübergabe an ihren ''Duce'' León Francês und die Errichtung eines &amp;quot;divisionistischen Staats&amp;quot; mithilfe Álamos und Romero Castros. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem schließlich von Castro als ''Governo de la Comunión Nacional'' ernannten [[Kabinett Álamo I]] gehörte Francês zwar nicht als Regierungschef, doch als mächtiger Minister für innere Sicherheit an. Es gelang ihm auf diese Weise, binnen weniger Monate den republikanischen Rechtsstaat zu zerschlagen und eine Diktatur nach faschistischem Muster zu errichten, in der die Divisionisten eine Schlüsselrolle spielten. Dennoch konnte [[Manuel Álamo]] seine Position im so genannten [[Triumvirat]] immer mehr stärken. Der nach den [[Aprilwahlen 1938]] errichtete [[Estado Sagradês]], ein autoritär-klerikaler Ständestaat, erfüllte die Erwartungen der radikalen Divisionisten nicht, doch glaubte Francês noch, durch die Macht der ihm ergebenen Massen die Führung des Regimes übernehmen und die divisionistische Revolution zu einem Abschluss bringen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entmachtung ==&lt;br /&gt;
Nachdem es bereits mehrmals zu regime-internen Machtkämpfen zwischen Álamo und Francês gekommen war, wagten die Divisionisten im Juli 1939 in mehreren Städten den [[Divisionistenaufstand 1939|Aufstand zur Errichtung des Divisionsstaats]], die jedoch bereits im Keim zerschlagen wurden und völlig fehlschlugen. León Francês trat noch am selben Abend von seinem Ministeramt zurück. Er wurde im Gegenzug von Álamo von jeglicher Verbindung zum Aufstand entlastet und zog sich ins Privatleben zurück. Neuer Führer der División wurde offiziell Manuel Álamo, der die Organisation nun vollends gleichschaltete und in die Strukturen der [[Comunión Nacional]] sowie der [[Miliça Nacional]] integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
León Francês starb 1942 in seinem Haus im alkonischen [[Guarrí]] an Herzversagen. Gegner Álamos bezichtigten das Regime des Mordes an Francês', dessen Tod jedoch lange nach seiner Entmachtung kam und dem Regime kaum noch politischen Nutzen brachte. Trotz seines wahrscheinlichen Putschversuchs gegen das Regime erhielt er ein offizielles Staatsbegräbnis und wurde als Heros des Regimes gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbe ==&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des Álamo-Regimes 1943 wurden auch die Divisionen aufgelöst. In der folgenden [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die [[Novas Divisiones]], die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Ant%C3%B3nio_Grande_Illega&amp;diff=8842</id>
		<title>António Grande Illega</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''António Grande Illega''' (*1936 in [[Joanac de Verde]], [[Alconía]], vollständig ''António Marcelo Saúl Grande Illega'') ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und war bis 2009 Präsident von Sagradien. Er war in den Achtziger Jahren in verschiedenen Positionen Minister in den Kabinetten [[Kabinett Nada I|Nada]] und [[Kabinett Ricardes I|Ricardes]], unter anderem als Finanzminister (1988-1990). 1991 wurde zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] und 1992 zum Generalsekretär seiner Partei gewählt. Aus beiden Ämtern schied er nach seiner Wahl zum [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] 1999. Nach seiner Wiederwahl 2004 amtierte er bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Karrierebeginn und Aufstieg zum nationalen Minister ===&lt;br /&gt;
Der 1936 im alkonischen Joanac geborene Grande Illega studierte Rechtswissenschaften und trat während des Studiums in die sozialistische Allianz (ASUL) ein. Nach seinem Abschluss startete er eine Beamtenkarriere. Er trat zunächst in die Justizverwaltung der Stadt [[Semess]] ein, ehe er 1966 ins nationale Innenministerium wechselte. Hier machte der Sozialist nach dem Wahlsieg [[Joán Caval]]s und dem folgenden Regierungswechsel 1970 schnell Karriere und wurde 1972 bereits Abteilungsleiter, ehe er 1973 in gleicher Funktion ins Presseamt der Regierung wechselte. Zu dieser Zeit schrieb er Reden für Joán Caval und andere sozialistische Politiker. Nach dem erneuten Wahlsieg der Sozialisten stieg er 1974 zum stellvertetenden Regierungssprecher im Rang eines Unterstaatssekretärs auf. &lt;br /&gt;
Auch in der Parteihierarchie stieg Grande Illega zu dieser Zeit auf. 1974 wurde er in den Vorstand des Semestiner Regionalverbands der Sozialisten gewählt, an der Formulierung des [[Manifesto de Semesta 1977|neuen Programms der Partei]], das 1977 in Semess angenommen wurde, war er als zeitweiliges Mitglied der Programmkommission beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde Grande Illega auch von Ministerpräsident Caval zum Staatssekretär berufen. Als solcher war er für die Beziehungen zum Parlament verantwortlich. In dieser Zeit wurde er auch zu einem der engsten Vertrauten Cavals. Nach dessen Wahlniederlage 1979 wurde Grande Illega erstmals Abgeordneter sowie Staatssekretär im Infrastrukturministerium der neuen [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter dem Konservativen [[Santo de la Nada]]. Zwei Jahre später beerbte er seinen Vorgesetzten [[José Helguerra]] und rückte als Minister an die Spitze des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opposition und Minister unter Donado Ricardes ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Wahlniederlage der Sozialisten im Jahr 1982]] ging Grande Illega in die Opposition und wurde von seiner Partei erstmals in den Parteivorstand gewählt. Im Parlament stieg der redegewandte Grande schnell zu einem der führenden Politiker der Sozialisten auf und galt als Protegé von Parteichef Joán Caval. Er wurde zu dieser Zeit zu den Anhängern des linken [[Andrés Colón]] gerechnet, sprach sich aber 1986 überraschenderweise für eine Spitzenkandidatur des wirtschaftsfreundlichen Reformers [[Donado Ricardes]] aus, was auf einen privaten Bruch mit Colón zurückgeführt wurde. Jedoch rückte Grande in dieser Zeit auch politisch vom Linkskurs Colóns ab. Die Strategie Ricardes’, die politische Mitte erobern zu wollen, fand die volle Unterstützung Grandes, der auch Mitglied im Wahlkampfteam der Sozialisten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] berief ihn der neue Premierminister Donado Ricardes als Verteidigungsminister in sein sozialistisch-liberales [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett]]. In dieser Funktion leitete Grande eine umfassende Armeereform ein, welche die Truppenstärke drastisch reduzierte. Diese Maßnahmen trugen Grande die Feindschaft der rechten Opposition ein. Bereits die Berufung Grande Illegas hatte bei konservativen Kritikern für Unmut gesorgt, da der Sozialist in seiner Jugend als scharfer Kritiker der NATO aufgetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausscheiden Cavals als Parteichef im Jahr 1987 wurde Grande Illega im Rahmen einer Erneuerung der Parteispitze erstmals ins Exekutivkomitee der Partei gewählt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] wechselte er als Nachfolger des liberalen [[Vítor António Anghés]] an die Spitze des Finanzressorts, wo er aber die angestrebte Erhöhung der Eigentumssteuer nicht gegen den liberalen Koalitionspartner durchsetzen konnte, zumal auch Ricardes selbst nicht völlig hinter dieser Maßnahme stand. Grande Illega galt spätestens seit diesem Zeitpunkt als innerparteilicher Gegner und Konkurrent Donado Ricardes’. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess und Generalsekretär der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde Grande als einer der potenziellen Nachfolgekandidaten Ricardes' als Parteichef gehandelt, verzichtete aber auf eine eigene Kandidatur bei der Wahl des Generalsekretärs, die der ehemalige [[Ligre-Scantia|ligre-skantische]] Regionalpräsident [[Luis José López]] gegen den Parteilinken [[Francisco Montero]] gewann. Im Frühjahr 1991 gründete Grande Illega seinen eigenen gemäßigt traditionalistischen Corrente, den er [[Corrente Grandista|Solidaritá Democrática]] nannte und zwischen den verfeindeten Parteiflügeln positionierte. Er wurde bald als Teil der (neo-)cavalistischen Strömungen in der Partei angesehen, zumal Grande Illega sich selbst als Cavalista bezeichnete, dem es am Herzen liege, das politische Erbe des früheren Parteichefs zu verteidigen und fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im Frühjahr 1991 wurde Grande Illega neben [[Francisco Montero]] zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt. In seiner Funktion als Mitglied der Programmdiskussion nahm er eine Vermittlerposition ein, als es zu einem offensiven Programmantrag der so genannten [[Guard Jovén|Junggardisten]] gekommen war, der einen linken Reformkurs durchsetzen wollte. Der postmaterialistisch beeinflusste Programmantrag wurde als Hinwendung zu den [[Verdes|Grünen]] und als politische Abrechnung mit der Ära Ricardes angesehen und von [[Paulo Satyres]] offensiv vertreten. Die Parteiführung lehnte den Antrag ab und versuchte ihn über den Weg der Programmkommission verschminden zu lassen, auf Druck der Basis hin gelang es Grande Illega aber, essenzielle Teile des Antrags in veränderter und abgeschwächter Form wieder einzubringen, diesesmal als Vorschlag der Programmkommission. Die als ''[[Proposiciones de l'Artir]]'' bekannt gewordenen Thesen wurden dem Parteiprogramm von 1977 vorangestellt, dieser damit zwar nicht im Wortlaut verändert, aber im postmaterialistischen Sinn neu interpretiert. Noch auf dem gleichen Parteikongress wurde Grande Illega zum Vizegeneralsekretär gewählt und rückte damit zur Nummer Zwei in der Partei hinter Generalsekretär Luis José López auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Monate später kandidierte Grande Illega bei den Bürgermeisterwahlen in der Hauptstadt Semess gegen den konservativen Amtsinhaber [[Gustavo Galler]] und siegte. Als Bürgermeister der Hauptstadt trat er in die Fußstapfen seines Mentors Joán Caval, der dieses Amt von 1960 bis 1967 bekleidet hatte. Nach Bekanntwerden des [[ASUL-Parteispendenskandal]]s 1992 und dem Rücktritt Luis José López' als Generalsekretär der ASUL bewarb sich Grande Illega um die Nachfolge López'. In erstmals abgehaltenen Primaries setzte er sich gegen den [[Lojandía|lojandinischen]] Regionalpräsidenten [[Paulo Satyres]], [[María Benítez]] und [[Nestor Ortega]] durch und übernahm die Führung der angeschlagenen Partei. Im Parteispendenskandal bemühte sich Grande um eine rasche Aufklärung und zog sich damit auch den Zorn einiger seiner politischen Verbündeten und Wegbereiter wie [[Francisco Montero]] zu, dem ebenfalls Verwicklungen in den Skandal nachgewiesen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentswahlen 1994 und 1998 ===&lt;br /&gt;
Dennoch verloren die Sozialisten mit Grande Illega als Spitzenkandidaten die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] gegen die regierende [[PP-CSD]]/[[UDS]]-Koalition. Obwohl Grande Illega 1995 als Bürgermeister von [[Semess]] bestätigt wurde, geriet er innerparteilich unter Druck. Weitere Rückschläge wie bei den [[Kommunalwahlen 1996]] vermehrten die Zahl der Kritiker am Führungskurs Grande Illegas und drängten ihn zunehmend zu einer engeren Einbindung der aufstrebenden Jungen in die Parteiführung. Immer offener drängten sich andere Persönlichkeiten der Partei in den Vordergrund. Besonders der Führer der Linken in der Partei, Paulo Satyres, strebte immer offener nach der Spitzenkandidatur, während die Rechte den smarten [[Julio De la Costa]] bevorzugte, der für eine Reformpolitik in gesellschaftspolitischen Fragen und einen pragmatischen Mitte-Links-Kurs eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schlechten Umfragewerte der Partei veranlassten Grande Illega schließlich im Januar 1997, auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten zu verzichten. Er kündigte eine Mitgliederbefragung über die Spitzenkandidatur an. Allgemein wurde dieser Schritt auch als Schutz vor einem drohenden Putschversuch Satyres' auf dem Parteikongress in Tulis im Sommer 1997 gewertet. Auf diesem Kongress wurde De la Costa schließlich als Spitzenkandidat gewählt, nachdem er die Mitgliederbefragung zuvor gegen Satyres gewonnen hatte. Grandes Rede, in der er einen energischen partnerschaftlichen Wahlkampf ankündigte, wurde frenetisch umjubelt. Zusammen mit De la Costa präsentierte er eine Reihe von [[Declaraciones pel Cânviu]], die den Politikwechsel einleiten sollten und die „Proposiciones“ von 1991 ergänzten bzw. ersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem energischen Wahlkampf und dem zukunftsweisenden Konzept des [[Novo Progresismo]] gelang Grande und De la Costa bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl 1998]] ein überragender Sieg über das regierende Mitte-Rechts-Bündnis. De la Costa wurde Ministerpräsident einer [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] [[Kabinett De la Costa I|Minderheitsregierung]]. Grande trat nicht in das Kabinett ein, gab den Parteivorsitz im Frühjahr 1999 an De la Costa ab und kündigte seine Kandidatur bei den [[Präsidentschaftswahlen 1999]] an, bei denen er sich schließlich im zweiten Wahlgang gegen Ex-Ministerpräsident [[Josep Carles Otero]] durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt wurde António Grande schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes. Den energischen Reformkurs der Regierung De la Costa unterstützte er und trieb ihn sogar an, mahnte aber auch, die Menschen mitzuführen und ihren Ängsten entgegenzutreten. In der Auseinandersetzung um die Einwanderungspolitik kritisierte er die politische Rechte, die seiner Meinung nach mit den Ängsten der Menschen spiele, um politisches Kapital herauszuschlagen. Auch in der Frage des Irakkriegs 2003 unterstützte Grande deutlich den Kurs der Regierung De la Costa, der sich klar gegen eine Beteiligung wandte, und verurteilte den Krieg scharf. Auch dies brachte ihm Kritik in Reihen der politischen Rechten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinen ersten fünf Jahren als Präsident stellte sich Grande Illega im Frühjahr 2004 zur Wiederwahl und wurde bereits im ersten Wahlgang mit einer deutlichen absoluten Mehrheit der Stimmen wiedergewählt. Nach dem Sieg der Rechts-Opposition bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] und der Ablösung der Regierung De la Costa ernannte Grande eine [[Kabinett Luisanto I|liberal-konservative Minderheitsregierung]] unter [[Miguel Ánibal Luisanto]], die im Parlament aber auf die Unterstützung der rechtspopulistischen [[PSP]] angewiesen war. Obwohl sich die beteiligten Mehrheitsparteien rasch auf eine Zusammenarbeit geeinigt hatten, zögerte Grande Illega lange, ehe er einen offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilte, und ließ auch danach keinen Zweifel an seinem Unbehagen gegenüber einer vom Vertrauen der Rechten abhängigen Minderheitsregierung. Für seine mahnenden Worte gegenüber der neuen Regierung erhielt er großes Lob von der linken Opposition sowie von großen Teilen der Öffentlichkeit und des Auslandes, während das bürgerliche Lager teilweise heftige Kritik an diesem Verhalten übte, da es als Einmischung des Präsidenten in die Angelegenheiten der Regierung verstanden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der überzeugten Haltung Grandes als Linker und der Auseinandersetzungen um die neue Rechtsregierung wurde in den sagradischen Medien bald in Anlehnung an die französische Terminologie von einer „Cohabitación“ gesprochen, die nicht immer reibungslos verlief. Auseinandersetzungen zwischen Präsident und Regierung gab es vor allem in Bezug auf das geplante Rundfunk- und Mediengesetz der Regierung Luisanto, das vorsah, die Einflussmöglichkeiten der Regierung auf die staatlichen Rundfunksender zu erweitern und die öffentlichen Kontrollmöglichkeiten stark zu beschneiden. Präsident Grande hatte dies bereits vor der geplanten Verabschiedung als verfassungswidrig verurteilt. Die Gegner der Reform warfen der Regierung eine „Berlusconisierung“ der Politik vor und warnten vor italienischen Verhältnissen. Der Entwurf wurde schließlich zurückgenommen und überarbeitet. Auch die von der Regierung durchgesetzte Verschärfung des Einwanderungsgesetzes traf bei Grande Illega auf Unbehagen, der nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung aber schließlich nachgab und das Gesetz unterschrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch der Regierungskoalition im Frühjahr 2008 löste Grande Illega die Abgeordnetenkammer auf und setzte [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen]] an, die im Juni stattfanden. Danach ernannte er eine [[Kabinett Luisanto III|neue Minderheitsregierung]] unter Ánibal Luisanto, nachdem die rechte PSP erneut einer Tolerierung im Parlament zugestimmt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 endete die Amtszeit Grande Illegas. Nach zwei Amtsperioden konnte er nicht für weitere fünf Jahre kandidieren. Nachfolger im Amt wurde der Konservative [[Roberto Vidéas Braga]]. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise übte Grande Illega kurz vor Amtsende heftige Kritik am Verhalten der Finanzbranche und forderte die politischen Parteien auf, die neoliberalen Prämissen der bisherigen Politik zu überdenken und die Macht der Demokratie gegenüber der des Marktes wieder zu stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1974-1977: Unterstaatssekretär und stellvertretender Regierungssprecher im [[Kabinett Caval III]]&lt;br /&gt;
* 1977-1979: Staatssekretär beim Ministerpräsidenten in den Kabinetten [[Kabinett Caval IV|Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|Caval V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1981: Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1981-1982: Minister für Verkehr und öffentliche Arbeiten im [[Kabinett Nada I]]&lt;br /&gt;
* 1986-1988: Minister der Verteidigung im [[Kabinett Ricardes I]]&lt;br /&gt;
* 1988-1990: Minister der Finanzen im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1999: Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2009: Präsident der Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1979-1999: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1992: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1992-1999: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Mart%C3%ADn_%C3%81nibal_Costa&amp;diff=8841</id>
		<title>Martín Ánibal Costa</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Martín Ánibal Costa''' (*1900 in [[Miyón]], †1977) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1946&lt;br /&gt;
* 1948-1949: Generalsekretär der [[Semess|Semestiner]] Stadtverwaltung&lt;br /&gt;
* 1949-1950: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett Luciaro II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1955: [[Justizminister]] im [[Kabinett Luciaro III]] und [[Kabinett Luciaro IV|IV]]&lt;br /&gt;
* 1960-1962: [[Innenminister]] im [[Kabinett Favale I]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Ministerpräsident]] ([[Kabinett Costa]])&lt;br /&gt;
* 1968-1970: Präsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
* 1970-1973: Vizepräsident des [[Sagradischer Senat|Sagradischen Senats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1950-1967: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1967-1973: gewähltes Mitglied des sagradischen [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* 1973-1977: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1955-1960: Fraktionssprecher der [[PPC]] in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Fernando_De_la_Roya&amp;diff=8840</id>
		<title>Fernando De la Roya</title>
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		<updated>2012-03-05T22:54:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ariel Fernando De la Roya''' (*1884, †1967) war ein [[Sagradien|sagradischer]] christdemokratischer Politiker. Er war [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der Stadt [[Semess]] von 1931 bis 1935 und erneut von 1948 bis 1952. Er war im Jahr 1938 letzter Parteisekretär der christdemokratischen [[PDP]] und 1947 bis 1954 Parteipräsident der [[PPC]]. 1945 bis 1946 amtierte er als Präsident der [[Verfassungsgebende Nationalversammlung (1944)|Verfassungsgebenden Nationalversammlung]] und danach bis 1947 als erster Präsident des [[Senat]]s, ein Amt, das er 1952 bis 1954 erneut ausübte. 1954 bis 1964 war er der dritte [[Präsident der Republik|Präsident]] der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der gebürtige Semestiner begann ein Studium der Rechtswissenschaften, wechselte aber ins theologische Fach und beendete sein Studium mit einer Doktorarbeit in katholischen Religionswissenschaften. Danach arbeitete De la Roya als Journalist und Lehrbeauftragter an mehreren katholischen Hochschulen im Land. 1920 wurde er Chefredakteur der liberal-katholischen Zeitschrift [[la Vertá]], die sich gegen den rechtskonservativen Mainstream innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien wandte. Bis 1931 war er Mitglied des Semestiner Stadtrats und übernahm verschiedene Posten in der Stadtverwaltung. 1924 gründete De la Roya mit anderen Persönlichkeiten aus dem „la Vertá“-Umfeld das linkskatholische [[Cientro Social Humanista]] (CSH), aus dem sich 1925 mit dem [[Partido Democrático Popular]] unter der Führung von [[Don Martín de León]] die erste christdemokratische Partei Sagradiens herausbildete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Roya wurde 1926 erstmals für die PDP in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] gewählt. 1929 wurde er im [[Kabinett La Ponte]] zum stellvertretenden Erziehungsminister ernannt. 1930 schied er aus der Regierung wieder aus. Nach der Bildung einer Koalition der Mitte aus Katholiken, Radikalen und Liberalen im Semestiner Stadtrat wurde der auf Ausgleich bedachte De la Roya 1931 zum Bürgermeister der Stadt gewählt. In diesem Amt konnte er große Popularität gewinnen, stand aber relativ machtlos zwischen den verfeindeten linken und rechten Parteien, die sich regelmäßig Straßenschlachten lieferten. Nach der Bildung der linken [[Volksfront]] 1935 verlor Roya seine Mehrheit im Stadtrat und musste das Amt des Bürgermeisters an den Sozialisten [[Joán Carles Ferrer]] abgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolges des rechten [[Februarputsch 1938|Februarputsches 1938]] und der Verhaftung de Leóns wurde De la Roya für wenige Monate der letzte Parteisekretär der PDP bis zu deren Verbot durch das Álamo-Regime im selben Jahr. Von der [[Regierung Álamo]] wurde De la Roya in der Folge mit einem Politikverbot belegt und für wenige Wochen inhaftiert. Seine Versuche, wieder als Journalist Fuß zu fassen, scheiterten, da er 1939 auch mit einem Publikationsverbot belegt wurde. Dennoch veröffentlichte er zwischen 1938 und 1944 zwei größere Monographien. 1940 emigrierte er nach London, von wo aus er die 1938 eingestellte „Vertá“ neu auflegte und als Herausgeber und Chefredakteur verantwortlich zeichnete. Bereits 1942 rief er seine Landsleute in Flugblättern zum Widerstand gegen das [[Álamo-Regime]] und die deutsche „Schutzbesatzung“ auf. Kurz darauf rief er die so genannte &amp;quot;[[Resistença Humana]]&amp;quot; ins Leben, die als Unströmung der [[Resistença Cristiana]] angesehen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 gehörte De la Roya zu den Gründungsmitgliedern des [[CNRS]] und kehrte nach Sagradien zurück. Er gehörte dem Vorstand des Widerstandskomitees an und verhandelte mit der [[Mai-Junta|Militär-Junta]] um Wahlen zu einer [[Verfassungsgebende Nationalversammlung (1944)|verfassungsgebenden Nationalversammlung]]. In diese gewählt, stand er der Versammlung bis zu ihrem Ende 1946 als Präsident vor und wurde danach zum Senatspräsidenten gewählt. Er war Mitgründer der christdemokratischen Volkspartei ([[PPC]]) und seit 1947 deren Parteipräsident. 1947 trat er als Kirchenminister ins [[Kabinett Ilpa I|Kabinett De la Ilpa]] ein. 1948 wurde De la Roya erneut zum Bürgermeister seiner Heimatstadt gewählt. Er setzte sich deutlich gegen alle Mitbewerber durch. 1949 war er als Präsidentschaftskandidat der Christdemokraten im Gespräch, die dann jedoch aus koalitionstaktischen Gründen den liberalkonservativen Bewerber [[Daniel La Ponte]] unterstützten. Seit 1952 amtierte De la Roya erneut als Präsident des Senats, ehe er 1954 als Kandidat der Konservativen zum Präsidenten der Republik gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im höchsten Staatsamt machte sich De la Roya sehr um das Ansehen Sagradiens in der Welt verdient und prägte das Amt durch eine würdevolle, aber stets volksnahe und integrative Amtsführung. Im Volksmund wurde er liebevoll als „Papa Ariel“ oder „Papalito“ bezeichnet. 1959 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt. Er trat als Präsident stets unabhängig und überparteilich, aber nicht unpolitisch auf. 1960 ernannte er [[Carles Angel Favale]] nur unter großen, freilich nur intern geäußerten Bedenken zum Nachfolger Luciaros als Ministerpräsident, setzte nach Zusammenbruch der Koalition aber 1962 gegen den anfänglichen Willen der Konservativen die [[Große Koalition]] mit den [[ASUL|Sozialisten]] durch. 1964 weigerte er sich das Demissionsgesuch der [[Kabinett Costa|Regierung Costa]] anzunehmen, ehe nicht eine neue Mehrheit gefunden war. Schließlich ernannte er mit [[António Santiago]] den ersten sozialistischen Ministerpräsidenten der Republik, ehe er im selben Jahr achtigjährig aus dem Amt schied. Danach verzichtete er auf das ihm zustehende Senatsmandat auf Lebenszeit und zog sich auf seinen Landsitz zurück, wo er 1967 verstarb. Kurz nach seinem Tod wurde er von seiner Partei zum Ehrenpräsidenten des PPC ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1929-1930: stellvertretender [[Erziehungsminister]]&lt;br /&gt;
* 1931-1935: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1944-1945: Stellvertretender Präsident der [[Provisorische Regierung Dini|Provisorischen Regierung Dini]]&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Präsident der [[Verfassungsgebende Nationalversammlung|Verfassungsgebenden Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
* 1946-1947: Präsident des [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* 1947-1948: Minister für Beziehungen zur Kirche im [[Kabinett Ilpa I]]&lt;br /&gt;
* 1948-1952: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Präsident des [[Senat]]s&lt;br /&gt;
* 1954-1964: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1920-1931: Stadtrat in Semess&lt;br /&gt;
* 1926-1931: Mitglied der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 1945-1946: Mitglied der konstituierenden Nationalversammlung&lt;br /&gt;
* 1946-1948: Senator für Semess&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Senator für Semess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1933-1938: stellvertretender Parteisekretär des [[PDP]]&lt;br /&gt;
* 1938: Parteisekretär des PDP&lt;br /&gt;
* 1947-1954: Parteivorsitzender des [[PPC]]&lt;br /&gt;
* seit 1967: Ehrenpräsident der [[PPC]] (posthum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Parteivorsitzender PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Senatspräsident]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Iacovo_Del_P%C3%A9rez&amp;diff=8839</id>
		<title>Iacovo Del Pérez</title>
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		<updated>2012-03-05T22:53:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Iacovo Del Pérez''' (*1904, †1997) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker. Er war von 1952 bis 1958 Bürgermeister der Stadt [[Tulis]] und 1962 bis 1964 sowie erneut von 1970 bis 1972 [[Außenminister]] der Republik. 1964 folgte er dem verstorbenen [[António Santiago]] als Generalsekretär der [[ASUL]] (bis 1969) und sagradischer [[Ministerpräsident]] (bis 1967) nach, ehe er von 1972 bis 1982 zwei Amtsperioden lang als [[Präsident der Republik]] amtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr ===&lt;br /&gt;
Der in [[Guiana]] geborene Del Pérez, Sohn eines Schullehrers, kam im Alter von 10 Jahren nach [[Sagradien]], wo er in [[Tulis]] das Gymnasium besuchte und nach dem Abitur Sozialwissenschaften, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. 1925 trat Del Pérez der [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] bei. Er engagierte sich aktiv in der [[Juventú Socialista|Parteijugend]] und betätigte sich als Journalist bei verschiedenen linksgerichteten Zeitungen. 1934 saß Del Pérez einige Zeit im Gefängnis und unterstützte danach die Volksfrontregierungen unter Präsident [[Santiago Laval]], den Del Pérez später als großes Vorbild bezeichnete. 1936/1937 war Del Pérez als Kriegsberichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarputsch 1938]] blieb Del Pérez zunächst im Land, wurde 1939 aber wegen oppositioneller Aktivitären inhaftiert Im Jahr 1940 gelang ihm die Flucht nach Frankreich, von wo aus er sofort vor den Nazis weiter nach London floh. Nachdem er 1942 inkognito nach Sagradien zurückgekehrt war, schloss sich Del Pérez bald dem sagradischen Widerstand an. Hier schloss er enge Verbindungen zu [[Santo De la Ilpa]], als dessen persönlicher Sekretär er in der Wiederaufbauphase der Sozialistischen Partei im Jahr 1943/44 arbeitete. Im Frühjahr 1944 übernahm Del Pérez als Chefredakteur die Leitung der wieder gegründeten Parteizeitung [[Avante]] und wurde danach für den PS in den Stadtrat von Tulis gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere in der frühen Dritten Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem Bruch De la Ilpas mit der Sozialistischen Partei blieb Del Pérez zunächst im PS. Im Januar 1947 wurde er von Ministerpräsident De la Ilpa als Unterstaatssekretär ins Kabinettsministerium berufen. Nach dem Austritt seiner Partei aus der Regierung wechselte auch Del Pérez – als grundsätzlicher Anhänger des Westkurses De la Ilpas und überzeugter Antikommunist – zu Ilpas [[PSD]] und verblieb in der Regierung, wo er als Kulturminister sein erstes Ministeramt wahrnahm. Seit 1950 stand Del Pérez als Staatssekretär im Außenministerium erneut an der Seite De la Ilpas. 1952 legte er dieses Amt nieder und wurde Bürgermeister von Tulis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt, unterstützte er zunehmend die parteiinterne Opposition gegen Parteichef De la Ilpa, die für eine Wiederannäherung an den alten PS und einen Austritt aus der Regierung Luciaro eintrat. Seit 1953 gehörte er neben [[Carles Domínguez-Arras]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]] zum so genannten &amp;quot;[[Mitternachtskartell]]” führender Sozialisten, Sozialdemokraten und Linkskatholiken, das eine Wiedervereinigung in einer neuen Linkspartei vorbereitete. Nach Ilpas Bruch mit dem PSD stieg Del Pérez als stellvertretender Parteisekretär in den engeren Parteivorstand auf. In der Folge setzte er sich auch offen für eine Wiedervereinigung mit dem PS ein und gehörte zum Gründungskomitee der entstehenden [[ASUL]]. Nach der Gründung der Sozialistischen Allianzpartei wurde Del Pérez ins Zentralkomitee und ins Politische Büro der neuen Partei gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahl 1958]] legte Del Pérez seine kommunalen Ämter nieder und wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der sozialistischen Kammergruppe sowie zum Präsidenten des Auswärtigen Ausschusses der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Rolle profilierte sich Del Pérez mit einer alternativen Außenpolitik, in der sich der einstige Westkurs-Anhänger neben einer vertieften europäischen Integration für eine Öffnung gegenüber dem kommunistischen Osten einsetzte. In dieser Zeit etablierte sich Del Pérez als Nummer Zwei in seiner Partei hinter Partei- und Fraktionschef [[António Santiago]]. 1960 wurde er Stellvertreter des Generalsekretärs und Parteisprecher für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war zudem wesentlich an der Formulierung des [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms der ASUL]] beteiligt, das 1962 in [[Lemez]] verabschiedet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Großen Koalition und Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|Kammerwahlen 1962]] wurde Del Pérez im [[Kabinett Costa|Kabinett]] der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Martín Ánibal Costa]] zum Außenminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Damit wurde er zum Bindeglied zwischen Partei und Koalition, da Parteichef Santiago es vorzog, außerhalb des Kabinetts zu bleiben. Bereits in dieser Zeit knüpfte Del Pérez verstärkte Kontakte nach [[Micolinien]], das er näher an die Europäische Gemeinschaft heranzuführen gedachte. Nach dem Bruch der Koalition kam es Ende 1963 zu [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|vorgezogenen Neuwahlen]], aus denen die Sozialisten knapp als Sieger hervorgingen. Del Pérez stellte sich an die Spitze jener, die eine Regierung mit der bürgerlich-liberalen [[UDS]] anstrebten und war wesentlich an den Verhandlungen mit UDS-Chef [[Carles Méndez]] beteiligt. In der neuen [[Kabinett Santiago|Regierung Santiago]] aus Sozialisten, Radikal- und Liberaldemokraten blieb Del Pérez zunächst Außenminister. Nach dem überraschenden Tod António Santiagos wählte ihn das Exekutivkommitee der ASUL zum Nachfolger Santiagos als Parteichef. Wenige Tage später ernannte ihn der frisch inaugurierte Präsident [[Carles María Ortega]] zum neuen Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Ausland hoch angesehene und auch im bürgerlichen Lager geschätzte Del Pérez wirkte als Gesicht der neuen Mitte-Links-Koalition, welche die Konservativen erstmals überhaupt in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] in die Opposition geschickt hatte und nun auf juristische Reformen drängte. Neben Del Pérez etablierten sich jedoch Domínguez-Arrás und Nacoma als mächtige Strippenzieher in Partei und Regierung und bildeten mit dem oft nur formal vorangestellten Del Pérez eine starke Führungstroika. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1965 nahmen Micolinien, Sagradien und [[San Cristo]] offizielle Dreistaatengespräche über eine verstärkte Zusammenarbeit auf, die fortan zweijährlich wiederholt werden sollten. Seit Sommer 1966 geriet die Koalition Del Pérez-Méndez zunehmend in innere Krisen und zerfiel schließlich im Frühjahr 1967. Nach dem Austritt der UDS aus dem Kabinett Del Pérez kam es zu einem Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung, in deren Folge Präsident Ortega die Kammer auflöste. Bei [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Neuwahlen]] trat Del Pérez als Spitzenkandidat der Sozialisten an, verlor aber gegen den konservativen [[PPC]] von [[Carles Angel Favale]], der eine konservativ-liberale Minderheitsregierung bildete. In der Opposition zur [[Kabinett Favale II|neuen Mitte-Rechts-Regierung]] geriet der Parteichef zunehmend unter Druck. Streitigkeiten innerhalb der Führungstroika und eine drohende Rebellion der nachrückenden so genannten [[Guarda Jovén|Jungen Garde]] um den [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Joán Caval]] bedrohten die Stellung Del Pérez', der es nach Meinung seiner Kritiker an Kampfgeist und Schlagkraft in der Opposition missen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsident der Republik ===&lt;br /&gt;
Als schließlich immer klarer wurde, dass Del Pérez nicht mehr auf die Unterstützung seiner Partei und vor allem seines mächtigen einstigen Verbündeten Stefano Nacoma setzen konnte, kündigte Del Pérez an, auf dem Parteitag der ASUL 1969 nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Stattdessen ging Del Pérez als Kandidat um das Präsidentenamt ins Rennen, musste sich bei den [[Präsidentschaftswahlen 1969|Wahlen 1969]] aber dem konservativen Amtsinhaber [[Carles María Ortega]] geschlagen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem herausragenden Sieg [[Joán Caval]]s bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] wurde Del Pérez nochmals als Außenminister in [[Kabinett Caval I|Cavals sozialistisches Minderheitskabinett]] berufen. Als solcher konnte er den Erfolg seiner Dreistaatenpolitik selbst verwirklichen, indem es im Januar 1972 offiziell zur Gründung des [[Blaumeerrat]]es zwischen Micolinien, Sagradien und dem Fürstentum San Cristo kam, dessen erster Ratsvorsitzender als sagradischer Außenminister Del Pérez wurde. &lt;br /&gt;
Nach der schweren Erkrankung Präsident Ortegas und seinem Tod im Jahr 1972 kandidierte Del Pérez erneut bei den [[Präsidentschaftswahlen 1972|Präsidentschaftswahlen]]. Er konnte sich gegen [[Martín Ánibal Costa]] von der [[Volkspartei]] durchsetzen und wurde achtundsechzigjährig zum fünften Präsidenten der Dritten Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Staatsoberhaupt verdiente sich Del Pérez breites Ansehen in allen politischen Lagern und große Popularität im Volk, wie sie zuvor nur der stets großväterlich auftretende [[Ariel De la Roya]] genossen hatte. Immer wieder thematisierte er heikle Themen und setzte sich für soziale Gerechtigkeit und internationale Friedenssicherung ein. Besonders die Abrüstung war ihm ein großes Anliegen. Politisch unterstützte er lange Zeit die sozialistische Minderheitsregierung Cavals, ernannte 1977 aber eine sozialistisch-liberale und 1979 schließlich eine Große Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch erlaubte Pérez sich stets größere Freiheiten, als sie einige seiner Vorgänger genossen hatten. Besonders im internationalen Ost-West-Dialog sowie in den Beziehungen Sagradiens zu seinen ehemaligen Kolonien in Afrika setzte er wichtige Akzente. Er verurteilte die Apartheid in Südafrika, die Militärdiktaturen in Südamerika und die Intervention der UdSSR in Afghanistan. Während der Periode der gestiegenen Spannungen zwischen Rechten und Linken und des Terrorismus des [[Grupo Sêcolo Rôiso]] war er ein strenger Verteidiger der Institutionen des Rechtsstaats und sprach offen die vermutete Verbindung zwischen den GSR und der UdSSR an. Forderungen der Konservativen nach weitgehenden Einschnitten der bürgerlichen Freiheiten lehnte er aber ab und kassierte ein Gesetz zur polizeilichen Hausdurchsuchung, das die [[Kabinett Nada I|Regierung Nada]] 1979 eingebracht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Präsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 wurde Iacovo Del Pérez mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang wiedergewählt. 1982 endete seine zweite Amtszeit. Bis dahin konnte Del Pérez als einer der populärsten Präsidenten der sagradischen Nachkriegsgeschichte gelten. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nahm Del Pérez seinen Anspruch auf ein Senatsmandat auf Lebenszeit wahr und wurde 1984 an die Spitze der ASUL-nahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] gewählt, der er bis 1991 vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verhehrenden politischen Krise, welche die so genannte [[Guivares-Affäre]] ausgelöst hatte, mahnte Del Pérez als Präsident a.D. zu Besonnenheit und konnte Kraft seiner Autorität einiges dazu beitragen, die schwere Vertrauenserschütterung der Bevölkerung in die politischen Institutionen des Landes im Maß zu halten. Del Pérez veröffentlichte seine Memoiren zwischen 1984 und 1988 in drei Bänden. Seit 1993 ließ er sein Senatsamt endgültig ruhen. Del Pérez verstarb im Jahr 1997 im hohen Alter von 93 Jahren an einer Herzschwäche. Er galt bis zu seinem Tod neben Joán Caval als wichtigste Identifikationsfigur der Sozialistischen Partei und war seit 1991 Ehrenvorsitzender der Asul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1947-1949: Unterstaatssekretär und Sprecher des [[Ministerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1949: [[Kulturminister]] im [[Kabinett Ilpa II]]&lt;br /&gt;
* 1950-1952: Staatssekretär im [[Außenministerium]]&lt;br /&gt;
* 1952-1958: Bürgermeister von [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett Costa]]&lt;br /&gt;
* 1962-1964: [[Außenminister]] im [[Kabinett Costa]] sowie im [[Kabinett Santiago]]&lt;br /&gt;
* 1964-1967: [[Ministerpräsident|Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident)]]&lt;br /&gt;
* 1970-1972: [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1972-1984: [[Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1945-1952: Stadtrat in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
* 1954-1972: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1958-1962: Präsident des Außenausschusses der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1997: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1955-1957: Vizesekretär des [[Partido Socialista Democrático]] (PSD)&lt;br /&gt;
* 1958-1962: stellvertretender Sprecher der Sozialistischen Kammerfraktion&lt;br /&gt;
* 1960-1964: Vize-Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1964-1969: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== sonstige Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1972: Präsident des [[Blaumeerrat]]s&lt;br /&gt;
* 1984-1991: Präsident der [[Fundación Santiago Laval]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Converg%C3%AAncia_Democr%C3%A1tica_d%27Aziz&amp;diff=8838</id>
		<title>Convergência Democrática d'Aziz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Converg%C3%AAncia_Democr%C3%A1tica_d%27Aziz&amp;diff=8838"/>
		<updated>2012-03-05T22:53:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das '''Cientro Democrático Cristiano d’Aziz''' (kurz '''CDC''' oder CDCA, deutsch ''Christdemokratisches Zentrum Aziz'') war eine christdemokratische Partei in [[Aziz]] und in den ersten Jahren der Autonomie in den Sechziger und Siebziger Jahren die dominante Partei der Region. Mit [[Carles Arzeval]] (Regierungschef von 1967-1978) und [[Fernando Gerardis]] (1978-1980) stellte sie 13 Jahre lang den Regierungschef der Inseln. Nach zahlreichen Skandalen, Niederlagen und Spaltungen löste sich die Partei 1989 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die CDC wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als azizisches Pendant zur sagradischen [[Partido del Cientro Cristiano|Christlichen Zentrumspartei]] (PCC) gegründet. Während sich in [[Semess]] 1952 die PCC und die liberalkonservative [[MPD]] zur [[Convergência Social Democrática]] (CSD, später als Volkspartei bekannt) vereinigten, kam es in Aziz nicht zur Fusion von CDC und [[MPDA]]. Während das MPDA einen autonomistischen Kurs einschlug, wurde das CDC von der sagradischen CSD als regionaler Ableger anerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die für eine weitgehende Autonomie eintretende MPDA vertrat das CDC dezidiert gesamtsagradische Positionen und sah sich als regionaler Flügel des gesamtsagradischen PP-CSD. 1967 engagierte sich das CDC für das erfolgreiche Votum der Insel gegen den Status als Überseeterritorium und für die Zugehörigkeit zum sagradischen Festland, wodurch die Insel eine Autonome Region Sagradiens wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1967|Wahl zur Regionalversammlung]] nach Erlangung der Autonomie 1967 wurde die von der PP-CSD enorm unterstützte CDC mit knapp 49 Prozent der Stimmen klar stärkste Kraft und stellte mit [[Carles Arzeval]] den ersten gewählten Regierungschef. Nach Semestiner Vorbild bildete das CDC eine konservativ-liberale Koalition mit dem regionalen Ableger der [[UDS]]. Bei den folgenden Wahlen konnte das CDC zwar seine Stellung als dominante Partei verteidigen, fiel 1975 aber deutlich unter die 40-Prozent-Marke herab, während das MPDA, seit 1971 Koalitionspartner, deutlich zulegte und auf über 20 Prozent kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arzeval gab 1978 sein Amt auf und übergab es an Fernando Gerardis, der 1980 aber infolge andauernder Korruptionsskandale eine Erdrutschniederlage verkraften musste. Nachdem die mitregierenden [[Partido Socialista d'Aziz|Sozialisten]] aufgrund der Verurteilung führender CDC-Politiker wegen Korruption die Koalition aufgekündigt hatte, brach die Partei bei [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1980|Neuwahlen]] in der Wählergunst von mehr als 37 auf 14 Prozent ein und verlor die Macht an die erstarkte MPDA. Nachfolger Gerardis' als Parteichef wurde [[Nícola Serna]]. Unter seiner Führung kehrte die Partei zwar 1981 als Juniorpartner des MPDA in die Regierung zurück, konnte sich aber nicht erholen und wurde ausgerechnet vor der [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1984|Wahl zur Regionalversammlung 1984]] erneut von ihrer Vergangenheit eingeholt. Serna musste aufgrund von Korruptionsbeschuldigungen auf Spitzenkandidatur und Parteiamt verzichten, unter seinem Nachfolger [[Mário Delaurenço]] landete die Partei im freien Fall bei 3 Prozent und endete als Kleinpartei. Bereits zuvor war es zu einer Abspaltung des seit den späten Siebzigern erstarkten regionalistischen Flügels gekommen, der den allzu zentralstaatlich ausgerichteten Kurs der Parteiführung ablehnte, nun als [[Coalición Democrática Social - Cientro Aziz]] (CDS) antrat und mit vier Prozent stärker abschnitt als die marginalisierte CDC.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch danach konnte das CDC sein Image nicht retten und wurde von internen Richtungsstreitigkeiten, Abspaltungen und weiteren Wahlniederlagen geplagt. Nach dem Minusrekord von 2 Prozent der Stimmen bei den [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1988|Regionalwahlen 1988]] kam es innerhalb der darniederliegenden Partei zu einer neuerlichen Spaltung. Der linke Flügel bildete anlässlich der [[Europawahlen 1989]] die Partei der [[Europademokraten|Democráticoes per l'Unión Européa]], die sich an der nationalen Liste der [[Aliança Democrática Européa]] (ADE) von [[PRD]] und [[MRS]] beteiligte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge beschloss die sagradische PP-CSD die Trennung vom CDC, warb für dessen Auflösung und den forcierte den Aufbau eines eigenen Regionalverbandes, dem ein großer Teil der Mitglieder des alten CDC beitrat. Dagegen stimmte der nun vom verbliebenen konservativ-katholischen Flügel dominierte Parteitag der Rest-CDC für die Fortführung der Partei, die sich mit einer Dissidentengruppe aus dem [[CDS (Aziz)|CDS]] zur [[Convergência Centrista d'Aziz]] (CCA) vereinte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur Regionalversammlung von Aziz 1992|Regionalwahlen 1992]] traten der neue Regionalverband des PP-CSD, die CCA sowie der [[Partido Unionista d'Aziz Conservador]] gemeinsam im Wahlbündnis [[Aliança Centrista]] an, das im Wesentlichen den alten CDC fortführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteivorsitzende ==&lt;br /&gt;
* 1967-1979: [[Carles Arzeval]]&lt;br /&gt;
* 1979-1980: [[Fernando Gerardis]]&lt;br /&gt;
* 1980-1984: [[Nícola Serna]]&lt;br /&gt;
* 1984-1985: [[Mário Delaurenço]]&lt;br /&gt;
* 1985-1988: [[Joán María Sastre]]&lt;br /&gt;
* 1988-1989: [[León Josebale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Partei in Aziz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Piero_Dulce_Rodr%C3%ADguez&amp;diff=8837</id>
		<title>Piero Dulce Rodríguez</title>
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		<updated>2012-03-05T22:52:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Pietro Maria Dulce Rodríguez''' (*1962 in [[Scola]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialistischen [[ASUL]] und seit 2007 direkt gewählter [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der sagradischen Hauptstadt [[Semess]]. Zuvor war Dulce Rodríguez von 2000 bis 2006 in verschiedenen Funktionen Minister in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]], zunächst bis 2005 als Kabinettschef (&amp;quot;[[Minister der Präsidentschaft]]&amp;quot;) und anschließend als [[Innenminister]] (2005-2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Der Sohn eines katholischen Religionslehrers Dulce Rodríguez wurde 1962 im südsagradischen [[Scola]] geboren und besuchte ein katholisches Franziskaner-Gymnasium in [[Santa May]], wo er mit seiner Familie lange Zeit lebte. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Rechts-, Sozial- und Politikwissenschaften an der Universität von [[Lemez]], das er später in [[Semess]] fortsetzte und mit dem Magistertitel abschloss. Bereits während des Studiums trat er aus Bewunderung für Ministepräsident [[Joán Caval]] in die sozialistische [[ASUL]] ein und engagierte sich bei den [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] in der Region [[Sur-Pinial]], die ihn 1985 in den Vorstand und 1987 schließlich zu ihrem Sekretär wählten. In dieser Zeit engagierte sich Dulce auch in der Hochschulpolitik und wurde 1988 in den Stadtbezirksrat Lemez-Carrel gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studienabschluss und dem Ende seiner Amtszeit als JuSo-Regionalsekretär im Jahr 1990 arbeitete er als Assistent an einem Semestiner Sozialforschungsinstitut und war zudem als Redakteur für die sozialistische Parteizeitung „[[Avante]]“ tätig, ehe er im Jahr 1992/1993 für wenige Monate an der [[Luis-Cavaller-Universität]] von Semess beschäftigt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpolitik in der Semestina ===&lt;br /&gt;
Nachdem Dulce bereits 1993 als Berater der sagradischen Sozialisten bei verschiedenen Wahlkampagnen fungiert hatte, trat er Anfang 1994 als Sekretär unter [[Flávio Osório Jimenez]] in die [[Region Semestina|Semestiner Regionalverwaltung]] ein. Bereits nach wenigen Monaten wurde er Untersekretär und Leiter der Planungsabteilung im Generalsekretariat der Semestiner [[Regionaljunta]], 1997 stieg er zum Wahlkampfmanager der Sozialisten in der Semestina auf, ehe er nach dem neuerlichen Sieg der Süd-ASUL mit der Leitung des Generalsekretariats unter Osório berufen wurde und damit in eine Schlüsselstellung in der Regionalpolitik gelang. In dieser Zeit wuchs Dulce zu einem der engsten politischen Vertrauten Osórios heran und galt bald als dessen Kronprinz, ohne jedoch bisher ein Abgeordnetenmandat erhalten zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister in der Regierung De la Costa ===&lt;br /&gt;
Dulces Arbeit in Semess brachte ihm bald die Aufmerksamkeit durch den neuen sagradischen Ministerpräsidenten [[Julio De la Costa]] ein. Dieser holte Dulce im Jahr 2000 in seine [[Kabinett De la Costa I|seine Regierung]] und übertrug ihm das Ministeramt an der Spitze der Regierungskanzlei. Als [[Minister der Präsidentschaft]] organisierte Dulce in den kommenden zwei Jahren die rot-grüne Regierung. Nachdem er bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Parlamentswahlen im Herbst 2002]] erstmals in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt worden war, berief ihn De la Costa in seinem neuen Kabinett erneut zum Präsidentschaftsminister. Bei einer [[Kabinett De la Costa IV|Kabinettsumbildung]] nach den verlorenen [[Regionalwahlen 2005]] wurde Dulce Rodríguez als Nachfolger von [[Vítor Gomes Amarón]] zum neuen [[Innenminister]] Sagradiens berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in der Partei ===&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Ernennung zum Verteidigungsminister wurde Dulce auf die Empfehlung De la Costas hin erstmals in den nationalen Parteivorstand der Sozialisten gewählt. In der [[Kabinett De la Costa II|zweiten Regierung De la Costa]] gehörte Dulce als enger Vertrauter des Regierungschefs zu den Befürwortern der umstrittenen Reformpolitik und galt als Vertreter des Reformflügels in der Partei, der fest hinter dem zunehmend kritisierten Parteichef De la Costa stand. Nach dem Rücktritt Julio De la Costa vom Amt des Generalsekretärs der Asul im Herbst 2005 wurde Dulce Rodríguez als Sekretär für Fragen der öffentlichen Sicherheit erstmals in die Exekutivkommission und damit in die engere Parteiführung der Sozialisten gewählt, die nun vom neuen Generalsekretär [[Santiago Diaz de Velozo]] angeführt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] gehörte Dulce Rodríguez der nationalen Opposition unter Führung von Diaz de Velozo an und wurde als Sekretär in der Parteiexekutive der Sozialistischen Allianz bestätigt. Sein neuer Aufgabenbereich sollten Reformen und Innovationen sein. Seither wurde Dulce Rodríguez gemeinsam mit [[Nina Álamo Gomes]] als Führer der „[[Julistas]]“ in der Partei angesehen, die den progressiven, von Gegnern als linksliberal kritisierten Modernisierungskurs de la Costas fortführen wollen. Sein Verhältnis zu Diaz de Velozo blieb nicht frei von Spannungen, besonders als Dulce Rodríguez anders als Diaz de Velozo eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken in der Opposition nicht kategorisch ausschließen wollte und dadurch Sympathien am linken Parteiflügel der Sozialisten gewann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 stellte sich Dulce Rodríguez als Kandidat der Mitte-Links-Koalition „[[Cerezo]]“ für das Amt des [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeisters]] der Hauptstadt [[Semess]] zur Wahl. Im Vorfeld hatte er in den parteiinternen Vorwahlen der Sozialisten mit der Unterstützung der Julistas und eines Teils der Parteilinken den Kandidaten der Parteirechten, Ex-Regionalpräsident [[David Acebes]] aus dem Rennen geschlagen. Dulce Rodríguez galt auch als Wunschkandidat der [[Grünen]], zu denen er gute Kontakte pflegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den Direktwahlen um das Bürgermeisteramt konnte sich Dulce Rodríguez im zweiten Wahlgang deutlich gegen den [[PP-CSD|Konservativen]] [[David Elabal]] durchsetzen, der von den Parteien der rechten Mitte aufgestellt worden war und im zweiten Wahlgang auch von [[Joán María De la Pênia|De le Pênias]] [[PSP|Rechtspopulisten]] unterstützt wurde. Der Sieg in der Hauptstadt machte Dulce Rodríguez, zuvor eher ein Außenseiter in der Parteiführung zu einem politischen Schwergewicht, der besonders auf sein gutes Image in den Medien vertrauen konnte und von vielen als Protagonist einer jungen, modernen und vor allem erfolgreichen Asul angesehen wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt Diaz de Velozos vom Amt des Parteichefs der ASUL infolge der verhehrenden Wahlniederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen im Sommer 2008]] sprach sich Dulce Rodríguez weder für [[Mercé Serrat Cabarell]] als Nachfolgerin im höchsten Parteiamt, noch für den Kandidaten der Parteirechten, den ehemaligen [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Miguel Javier León]], aus. Eine öffentliche Stellungnahme der Julistas gab es damit nicht. Jedoch wurde zunächst davon ausgegangen, dass die Faktion den Kandidaten León unterstützt. Erst die Stellungnahme einiger Julistas der zweiten Reihe zugunsten Serrats änderte dies. Nach der Wahl Serrats wurde Dulce Rodríguez als Vizegeneralsekretär der Partei ins neue Führungsteam eingebunden. Anhänger Dulces hatten vergeblich versucht, den 46-Jährigen zu einer eigenen Kandidatur zu bewegen. Stattdessen hatte dieser argumentiert, sich zunächst auf seine Rolle als Semestiner Bürgermeister konzentrieren zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Pietro Dulce Rodríguez gilt in Parteikreisen als Vertreter des gemäßigten Reformflügels und als enger Vertrauter von Ex-Parteichef [[Julio De la Costa]]. Zur Zeit wird er als Führer der Julistas angesehen, zu denen auch [[Ana Voçares]], [[Nina Álamo Gomes]] und [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt werden und die das Erbe der Präsidentschaft De la Costas weiterführen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Finanzkrise der Jahre 2008 ff. trat Dulce Rodríguez als Kritiker des wirtschaftsliberalen Systems auf und zeigte sich im Hinblick auf sein eigenes früheres Wirken selbstkritisch. Er unterstützte den von De la Costa initiierten [[Plan Social Ecologista]] (PSE), dessen Ziel die Etablierung einer neuen auf soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Rahmen einer demokratisch legitimierten europäischen Integration ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Wahrnehmung und Privates ==&lt;br /&gt;
Seit seiner Wahl zum Bürgermeister von Semess im Jahr 2007 gilt Dulce zudem als einer der beliebtesten Politiker des Landes. Im Jahr 2008 wurde er von einer sagradischen Illustrierten zum attraktivsten Politiker des Landes gewählt.  Dulce Rodríguez ist seit 1993 mit der Journalistin [[Sellesi Robredo]] verheiratet, mit der er drei Kinder hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1994-1997: Untersekretär und Leiter der Planungsabteilung im Generalsekretariat der [[Regionaljunta]] von [[Region Semestina|Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Generalsekretär der [[Regionaljunta]] von [[Region Semestina|Semestina]]&lt;br /&gt;
* 2000-2005: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Innenminister]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
* seit 2007: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 2002-2007: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1987-1990: Regionalsekretär der [[Juventú Socialista]] in der  [[Sur-Pinial]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Vizegeneralsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Innenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Vizegeneralsekretär der ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Jo%C3%A1n_Caval&amp;diff=8836</id>
		<title>Joán Caval</title>
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		<updated>2012-03-05T22:52:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán Fernando Caval''' (*24.07.1920 in [[Semess]], †21.02.2008) war ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialistischer Politiker. Er war von 1960 bis 1967 [[Bürgermeister von Semess]] und danach für kurze Zeit [[Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Del Pérez III]]. Nach seinem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|historischen Wahlsieg 1970]] wurde er sagradischer [[Ministerpräsident]] und blieb insgesamt neun Jahre in diesem Amt. Seine Ministerpräsidentschaft in den Siebziger Jahren wird auch als das so genanntes &amp;quot;linkes Jahrzehnt&amp;quot; in Sagradien bezeichnet. Als Generalsekretär der sozialistischen [[ASUL]], der er 1969 bis 1985 vorstand, prägte er fast zwei Jahrzehnte lang die Politik der sagradischen Linken und gilt als eine der Ikonen der sagradischen und der europäischen Sozialdemokratie. Von 1984 bis 1989 amtierte Caval als Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Exil und Rückkehr nach Sagradien ===&lt;br /&gt;
Der 1920 in Semess geborene Caval stammt aus einer Intellektuellenfamilie, engagierte sich aber bereits als Schüler für die politische Linke. Mit 15 Jahren gehörte er zu den leidenschaftlichen Anhängern der [[Volksfront]]regierung und nannte den sozialistischen Parteiführer und Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] später als sein politisches Vorbild. 1938 machte Caval sein Abitur und ging kurz darauf in den offenen Straßenkampf. Nach Schlägereien mit den Truppen der faschistischen [[Divisionsbewegung]] lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, ging nach dem Wahlsieg der rechten [[Comunión Nacional]] und der Ausschaltung der Opposition ins Exil nach Paris, wo er ein Studium der Philosophie und Literatur begann und sich einem linksextremistischen Studentenzirkel anschloss. In Frankreich trat er in die SFIO ein und schrieb seit 1939 für das sozialistische sagradische Exilblatt [[l'Ôculo de la Sinistra]]. Vor dem Einmarsch der Deutschen in Frankreich im Jahr 1940 floh Caval nach London, wo er dem Exil-PS von [[Inácio Bersantis]] beitrat und für die sozialistische Parteizeitung [[Avante]] schrieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sturz des [[Álamo-Regime]]s 1943 kehrte Caval nach Sagradien zurück. Seit 1944 wohnte Caval wieder in seiner Heimatstadt und begann 1945 in Semess ein Jurastudium, das er 1950 abschloss. 1944 bereits war Caval in die wiedergegründete [[PS|Sozialistische Partei]] eingetreten, von 1948 bis 1950 amtierte er als Nationaler Sekretär des [[COSES|Sozialistischen Studentenbundes]] (COSES). 1951 trat Caval eine Stelle als Anwalt im ligrischen [[Disiés]] an, wo er ein Jahr später für die Sozialisten in den Stadtrat gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in Semess und Zeit als Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
1954 kandidierte der 34-jährige Caval erstmals für ein Parlamentsmandat und zog für den PS in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein. 1955 kehrte er ganz nach Semess zurück, wo er 1956 in den Stadtrat gewählt wurde. Der junge Jurist machte sich hier einen Namen als fähiger Redner und politisches Talent. 1959 übernahm er den Vorsitz der sozialistischen Stadtratsgruppe und führte als Spitzenkandidat bei den [[Kommunalwahlen 1960]] die sozialdemokratisch orientierte [[ASUL]] zu einem klaren Wahlsieg. Caval wurde zum Bürgermeister der Hauptstadt gewählt und war mit 40 Jahren der bis dahin jüngste Inhaber des Amtes. Mit diesem „Hauptstadt-Coup“ katapultierte sich Caval zum Shootingstar der Sozialisten und zum Führer einer neuen jungen Generation undogmatischer Realpolitiker, die bald parteiintern und in den Medien als [[Guarda Jovén]] bezeichnet wurde. Neben Caval gehörten zu dieser Jungen Garde der ehemalige Avante-Chefredakteur und amtierende Fraktionsgeschäftsführer [[Paulo Centavo]], der Gewerkschafrsreformer [[Martín Solano]] sowie der spätere [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied der Programmkommission war Caval an der Formulierung des 1962 angenommenen und für die sagradischen Sozialisten wegweisenden [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programms]] beteiligt. Hier knüpfte er auch intensive Kontakte mit den führenden Vertretern des so genannten [[Mitternachtskartell]]s [[Iacovo Del Pérez]] und [[Stefano Nacoma]], deren Parteiführung er bald kritisieren sollte.&lt;br /&gt;
Als Caval 1964 wiedergewählt wurde, stieg er in den engeren Parteivorstand auf, wurde zum Sekretär der Partei für Staatsreformen und erlangte nationale Popularität. In der Folge machte Caval durch öffentliche Kritik an der als autoritär empfunden Parteiführung um Del Pérez, Nacoma und [[Carles Domínguez Arrás]] auf sich aufmerksam. Mit lauter werdender Kritik suchte Del Pérez als Ministerpräsident seit 1964 den Ausgleich mit den jungen Reformkräften und band einige von ihnen in seine Regierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Generalsekretär ===&lt;br /&gt;
Im Januar 1967 trat schließlich auch Caval als Wirtschaftsminister in das [[Kabinett Del Pérez III]] ein, das allerdings nur wenige Monate im Amt war und im Mai von einer Mitte-Rechts-Regierung unter [[Carles Angel Favale]] abgelöst wurde. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|vorgezogenen Kammerwahlen 1967]] zog Caval wieder ins sagradische Parlament ein. Im Frühjahr 1968 kandidierte er auf dem ASUL-Parteitag erfolgreich für das prestigeträchtige Amt des Parteisekretärs für Wirtschafts- und Industriepolitik und gründete seinen eigenen „Corrente“, den er &amp;quot;[[Corrente Cavalista|Mâis Democrácia – Mâis Solidaritá]]&amp;quot; nannte und als linke Reformbewegung positionierte. Er machte sich besonders für gesellschaftspolitische Reformen stark und schuf damit große Synergien mit den revoltierenden Studenten, die ihn in großen Teilen unterstützten. Mit seiner harten Kritik am Vietnam-Krieg und seinem Engagement für internationale Abrüstung und den Ost-West-Dialog, Positionen, die seine politische Agenda fortan prägten, wurden nun erstmals lautstark vertreten und wirkten als Kontrapunkt zur stark westlich orientierten Regierung Favale. Seine Teilnahme an einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration in Semess brachte ihm im Juni 1968 harsche Kritik der politischen Rechten ein, stärkte aber sein Image als Mann der Jugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kam es zu Krisenerscheinungen des bis dahin allmächtigen Mitternachtskartells in der Partei, das dem Druck der Jungen nicht mehr standhalten konnte und darüber hinaus durch persönliche Differenzen und Machtränke geschwächt war. Die Jungen in der Partei störten sich vor allem an dem Bündnis der Parteiführung mit den Vertretern des konservativen, gewerkschaftsnahen [[Sugares-Kreis]], die gemeinsam die Macht in der Partei monopolisiert hatten und in den Augen der Jungen den eingeforderten Gesellschaftsreformen im Weg standen. Caval brachte sich danach mit Unterstützung einiger reformorientierter Regionalverbände als potenzieller Nachfolger Del Pérez’ im Amt des Generalsekretärs der Partei in Stellung. Sein Fernziel war die Spitzenkandidatur für die Sozialisten bei den Kammerwahlen 1971. Gleichzeitig verlor Del Pérez auch zunehmend die Unterstützung seiner Mitstreiter Domínguez-Arrás und Nacoma, die zunächst [[Marcelo Bérgamo]] als Nachfolger an der Parteispitze zu favorisieren schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ASUL-Chef Iacovo Del Pérez im Frühjahr 1969 auf das Amt des Generalsekretärs verzichtete, kandidierte Caval gegen den langjährigen Wirtschafts- und Finanzminister Marcelo Bérgamo und erhielt eine deutliche Mehrheit der Delegiertenstimmen. Bereits im Vorhinein hatte er sich die Unterstützung Nacomas gesichert, der zunehmend alleine die Rolle des Strategen und Strippenziehers hinter den Kulissen einnahm. Der Pakt mit Nacoma bedeutete auch, dass Nacoma und Domínguez-Arrás auch weiterhin in den Schlüsselpositionen stellvertretender Generalsekretäre verbleiben sollten. Mit der Unterstützung Nacomas im Rücken schaffte es Caval, einige seiner politischen Weggefährten wie Paulo Centavo oder Francisco Fernandez ins Exekutivkomitee der Partei zu bringen. Außerdem band er eine Reihe junger Talente an sich, darunter den 40-jährigen [[Andrés Colón]], dem er in das neu geschaffene Amt des Nationalen Koordinators der Partei verhalf, oder den 35-jährigen [[David Cabarel]], der Cavals Büroleiter und später einer seiner Staatssekretäre wurde. Colón, Solano und der ebenfalls erst 41-jährige [[José Helguerra]] waren auch für das Wahlkampfkonzept verantwortlich, das unter dem Titel „Renovación Democráctica“ weitreichende Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik versprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahlsieg 1970 und die ersten Jahre der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Als Spitzenkandidat seiner Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|vorgezogenene Kammerwahlen 1970]] trug Caval mit seinem Programm der „Renovación Democrática“ einen historischen Sieg davon, indem er mit knapp 41% der Stimmen das beste Ergebnis für die ASUL bei Kammerwahlen überhaupt herausholte. Cavals Sieg versetzte die politische Linke in eine ungekannte Aufbruchstimmung, die es seinem sozialistischen Minderheitskabinett erlaubte, mit Unterstützung der [[PCS|Kommunisten]] die umfassenden demokratischen und sozialen Reformen auf den Weg zu bringen, den das Land dringend benötigte. Im Vordergrund seiner Regierung standen liberale und soziale Reformen in der Justiz-, Sozial- und Sicherheitspolitik, die zum Teil auch von den [[UDS|Unionsdemokraten]] mitgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Cavals Kabinett waren mit Del Pérez als Außenminister, Domínguez-Arrás als Vizepremier und Finanz- und Wirtschaftsminister sowie Stefano Nacoma als Bildungs- und Forschungsminister alle Protagonisten der alten Parteiführung vertreten und sie alle besetzten Schlüsselressorts. Nacoma war neben der Schul- und Hochschulreform auch für die Organisation der Zusammenarbeit mit den Kommunisten verantwortlich, da er als Kontaktmann zu KP-Chef [[Dián Aliureto Chabonet]] fungierte und dem inoffiziellen Kontaktkomitee aus sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten vorstand. Die gemeinsame Arbeit im Parlament organisierte Fraktionschef [[Pietro Cellar]], der aber 1972 durch Nacoma selbst ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl neben den genannten drei Parteigrößen auch mit [[Rinaldo Sugares]] der Führer der konservativen Gewerkschaftler in der Partei im Kabinett Schlüsselressorts begleiteten, waren mit Ausnahme des Fraktionsvorsitzes alle unmittelbaren Organisationsposten in Partei und Regierung mit Cavals „Jungs“ besetzt: Andrés Colón als Nationaler Koordinator und David Cabarel als Leiter des Büros des Generalsekretärs kontrollierten die wichtigen Parteigremien und [[David Luis Aragón]] als Chef der Ministerratspräsidentschaft die Kabinettsarbeit. Colón folgte Aragón 1972 im Kabinett nach und wurde in der Partei durch [[Nícola Zamorra]] ersetzt, während Cabarel zeitgleich Regierungssprecher wurde und Aragón an der Seite Nacomas in die Fraktionsspitze wechselte und dem mächtigen Vizegeneralsekretär dort als Geschäftsführer auf die Finger schauen sollte. Als inneres Machtzirkel in Cavals Regierung bildete sich bald das so genannte &amp;quot;[[Zigarren-Kabinett]]&amp;quot; heraus, bestehend aus Vizegeneralsekretär Stefano Nacoma, Cavals Kabinettschef David Luis Aragón, der 1972 durch Andrés Colón abgelöst wurde, sowie zweitweise auch Pietro Cellar, Carles Domínguez Arrás und Nícola Zamorra. Hier wurden sowohl Regierungs- als auch Parteientscheidungen getroffen und zukünftige Strategien ausgeknobelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vier Jahre der Regierung Caval gehören mit der Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung, dem Ausbau des Sozialstaats, einer umfassenden Reform des Ehe- und Familienrechts sowie einer großen Bildungsreform zu den  dynamischsten Phasen der Dritten Republik. Das Hochschulwesen wurde demokratisiert, die Gleichberechtigung gesetzlich verankert, Homosexualität legalisiert sowie das Abtreibungsrecht liberalisiert. Als wichtige Reformminister etablierten sich auch [[Isabela Defernandis]], die erste Frau in einem Ministeramt, die 1972 von Nacoma das Erziehungsministerium übernahm, und [[José Helguerra]], der die Gesundheitsreform durchbrachte sowie das Familienrecht reformierte. Die Gesellschaftsreformen der Linksregierung brachten Caval nicht nur Bewunderung und Sympathien besonders in linksintellektuellen Kreisen ein, sondern erweckten auch den erbitterten Widerstand der rechten Opposition, die das konservative Familien- und Gesellschaftsbild der Republik in Gefahr sahen. Auch der von der Linken angestoßene Diskussions- und Aufarbeitungsprozess des Faschismus in Sagradien stieß bei der Rechten auf energische Ablehnung. In Teilen der katholischen Kirche in Sagradien entstand eine erbitterte Opposition zur als atheistisch empfundenen Linksregierung. Im April 1972 konnte ein rechtsradikaler Anschlag auf Caval nur knapp verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite und dritte Amtsperiode ===&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974]] bestätigte die Erfolge der Sozialisten, die ihre Minderheitsregierung mithilfe der Kommunisten fortsetzen konnten, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger und begann zu bröckeln, die folgende Legislaturperiode erwies sich daher auch als weitaus konfliktgeladener als noch die erste. Nach dem Abschluss der von Caval als vorrangig erachteten Gesellschaftsreformen drängten nicht nur die Kommunisten, sondern auch große Teile der eigenen Partei immer stärker zu einer Intensivierung der wirtschaftspolitischen Reformbemühungen. Vor allem die großen Betriebe der Montanindustrie sollten nun sozialisiert sowie die Rechte der Arbeitnehmer weiter  gestärkt werden. Die Parteirechte der Sozialisten aber lehnte solche weitgehenden Forderungen ab und mahnte stattdessen zu einer moderaten Politik. Erschwert wurde das Klima durch die weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge des „Ölschocks“ von 1973 und der folgenden Krisen, welche die keynesianische Wirtschaftspolitik Cavals bald an ihre Grenzen brachte. Hinzu kam der militante Terror des linken [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR), aber auch rechtsextremistischer Gruppen, welche bald die Republik erschütterten und ein stark polarisiertes und gespanntes politisches Klima erschufen, das zunehmend auch die Regierungspolitik und das Verhältnis der Linksparteien untereinander belastete. Im Herbst 1976 kündigten die Kommunisten schließlich der Regierung die Zusammenarbeit auf und stimmten bei einer Vertrauensfrage gegen Caval, der seinen Rücktritt einreichte und die vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer durch Präsident Del Pérez erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]] konnte sich Caval nochmals gegen seinen [[PPC|konservativen]] Konkurrenten [[Santo De la Nada]] durchsetzen und führte die ASUL zu einem neuerlichen Wahlsieg, der ihm ein klares Mandat für eine Fortsetzung der sozialistisch geführten Regierung brachte. Es folgten schwierige Verhandlungen mit [[UDS|Liberalen]] und [[PPC|Konservativen]] um die Bildung einer lagerübergreifenden Koalition, die sich über mehrere Monate hinzogen. Erst im April 1977 einigten sich ASUL und die von [[Lorenzo Estrubal]] geführte UDS auf die Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung, die nun an die Stelle der sozialistischen Minderheitsregierung rückte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koalitionsarbeit gestaltete sich jedoch schwierig. Die Partner lagen vor allem in der Wirtschaftspolitik weit auseinander und lähmten sich oft gegenseitig. Das 1977 in Semess verabschiedete neue Parteiprogramm der ASUL, das erste seit 1962, wurde vor dem Hintergrund sich verschärfender Koalitionsspannungen als Problem für die Regierung und ließ sich als Betonung des linken Profils der Partei lesen. Im Wesentlichen zeichnete es aber den Reformweg nach, den Caval 1970 eingeschlagen hatte, und gab die Ziele der Partei für die kommenden Jahre vor, die sich in der Tat mit der UDS schwer hätten verwirklichen lassen. Der von [[Andrés Colón]], nach einem Justizskandal 1976 entlassen und nun Parteichef der Sozialisten in der [[Region Semestina]], geführte linke Parteiflügel zeigte auf, dass er nach wie vor stark war und vor allem in den Regionalverbänden Rückhalt genoss, während in der Regierung mit [[Francisco Montone]] und [[Donado Ricardes]] die Realpolitiker und Parteirechten dominierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Ein koalitionsinterner Streit um den Haushalt des Jahres 1978 brachte die Regierung bereits im Winter 1977/78 eng an den Abgrund des Scheiterns, doch konnten die beiden Parteichefs Caval und Estrubal sich nochmals zusammenraufen und ihre Parteien auf Linie bringen. Die anhaltende Schwäche der Sozialisten bei nationalen Wahlen, faktisch die schmerzlichen Niederlagen bei den [[Regionalwahlen 1977]] brachten Parteichef Caval in immer größere Bedrängnis. Die innerparteilichen Stimmen wurden lauter, die ihm zu einer Aufkündigung der Koalition rieten, während andere eine Amtsübergabe an den eher als Parteirechter geltenden [[Francisco Montone]] vorschlugen, um die Koalition mit den Liberalen zu retten. Um seine innerparteiliche Position zu festigen, verschärfte Caval sukzessive den Ton gegenüber den Liberalen und flirtete offen mit den Kommunisten, die sich aber unbeeindruckt zeigten und die zögerliche Politik der Regierung heftig kritisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen seinem bisherigen Image als linker Reformer musste Caval in dieser Phase als Vertreter eines starken Staates auftreten und die von ihren Gegnern als kapitalistisch und imperialistisch verunglimpfte Gesellschaft gegen die radikale gewaltbereite Linke verteidigen. Auch das Aufkommen der grünen Anti-Atomkraft-Bewegung führte zu parteiinternen Auseinandersetzungen um die Energiepolitik und die Zukunft der Atomkraft, die auch in seiner eigenen Partei umstritten war und darüber hinaus zu Spannungen mit den überzeugten Atombefürwortern der UDS führte. Während sich Caval lange Zeit der Unterstützung durch den Großteil der Intellektuellen des Landes sicher sein konnte, bröckelte dieses Vertrauen nun. Die neuen sozialen Bewegungen entwickelten sich immer stärker zu einer Oppositionsbewegung gegen die unpopuläre Politik der rot-blauen Koalition, die auch durch eine zunehmende Stärkung des wirtschaftsliberalen Flügels in der UDS belastet wurde. Eine Haushaltsstreit zwischen ASUL und UDS führte im Dezember 1978 schließlich zum absehbaren Ende der Koalition. Die erneut [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|vorgezogenen Neuwahlen im April 1979]] endeten in einer Niederlage Cavals und seiner Sozialisten, die hinter der Volkspartei nur Zweiter wurde. Alle Versuche Cavals, die Kommunisten zu einer neuerlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, scheiterten, zumal Caval nun auch innerparteilich der Rückhalt für ein solches Bündnis fehlte. Der rechte Parteiflügel setzte stattdessen ein Bündnis mit den siegreichen Konservativen in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] durch. Im Juni 1979 traten die Sozialisten in eine [[Kabinett Nada I|neue Regierung mit der PPC]] unter &lt;br /&gt;
[[Santo De la Ilpa]] ein. Caval blieb zwar Generalsekretär, verzichtete aber auf ein Amt in der Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanz der Ministerpräsidentschaft ===&lt;br /&gt;
Joán Cavals Amtsperiode als Ministerpräsident, mit neun Jahren die längste nach der [[Paulo Luciaro]]s (1949-1960), gilt als Blütezeit der sagradischen Sozialdemokratie und als wichtige Reformphase, welche die Republik nachhaltig geprägt und die Gesellschaft mit liberalisiert hat. Außerdem gehen wichtige Sozialreformen auf die Linksregierung zurück. Ein wichtiger Beitrag zum politischen Klima des Landes war auch Cavals Versuch, seit seiner zweiten Ministerpräsidentschaft 1974, sich um eine Entspannung das ramponierten Verhältnisses der Sozialisten zur katholischen Kirche zu bemühen und auf einen gesellschaftlichen Konsens abzuzielen, den er freilich aufgrund des zunehmend polarisierten Klimas nur vorübergehend erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kaum ein anderer sagradischer Politiker prägte Caval zudem das Ansehen seines Landes im Ausland. Als scharfer Kritiker des Vietnamkriegs und Vorreiter der Entspannung im Ost-West-Konflikt erarbeitete sich der Sozialist das Image eines engagierten Friedenspolitikers und wurde so zu einer Ikone der internationalen linken Bewegung. Gemeinsam mit Olof Palme machte er sich für die internationale Abrüstung stark, daneben setzte er sich im Nahostkonflikt für die Rechte der Palästinenser ein und förderte den Nord-Süd-Dialog. Caval pflegte enge Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und nutzte die Netze der Sozialistischen Internationale, deren stellvertretender Vorsitzender in den Jahren 1976 bis 1984 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteichef außerhalb der Regierung ===&lt;br /&gt;
Cavals Rechnung, als Parteichef ohne Ministeramt die regierungskritischen Teile seiner Partei bündeln und kontrollieren zu können und die ASUL so gleichzeitig als Regierungspartei und kritischer Opposition zu positionieren, ging nicht auf. Die Sozialisten mussten mehrere Wahlschlappen hintereinander einfahren und gerieten in der Koalition zunehmend in eine parteiinterne Krise. Cavals Kampagne gegen den NATO-Doppelbeschluss im Jahr 1980 brachte der ASUL zwar einen kurzen Aufschwung, da man die Friedensbewegung an sich binden konnte, der Widerstand gegen die Politik der Konservativen konnte aber nicht aufrechterhalten werden. Arbeitsminister [[Andrés Colón]], der entschiedenste Gegner des Doppelbeschlusses trat daraufhin von seinem Regierungsamt zurück und organisierte unter Duldung Cavals die parteiinterne Opposition gegen die Große Koalition. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1981 schließlich erschütterte die [[Solano-Affäre]] die Sozialistische Partei. Bereits im Herbst 1980 waren Gerüchte über die Verwicklung hoher Parteivertreter in illegale Machenschaften des insolventen Solano-Immobilienkonzerns laut geworden. Keine gute Figur machte dabei Joán Caval selbst, der als persönlicher Freund von [[Névito Solano]] galt und bald im Fadenkreuz der Ermittler stand. Zwar wurden die Ermittlungen gegen Caval bald eingestellt, doch nahm der ASUL-Chef dadurch erheblichen Schaden, zumal sein Büroleiter [[Dián Costa]] in Folge der Ermittlungen zurücktreten musste und vielen als Bauernopfer Cavals galt. Wahlniederlagen der Sozialisten wie bei den [[Regionalwahlen 1981]] oder den [[Präsidentschaftswahlen 1982]] verstärkten die Krise und den Druck auf Caval, der schließlich im Streit um den Haushalt die Reißleine zog und die Koalition aufkündigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval überließ die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|vorgezogenen Neuwahl im Herbst 1982]] seinem Parteifreund Colón, der einen klaren Lagerwahlkampf führte, jedoch deutlich gegen die Konservativen unter [[Santo Moya]] verlor. Die Sozialisten rutschten unter 30 Prozent und mussten erstmals seit 12 Jahren in die Opposition zu einer konservativ-liberalen Regierung gehen. Parteiintern bot Caval zu diesem Zeitpunkt seinen Rücktritt an. Da der Wahlverlierer Andrés Colón jedoch die Übernahme des höchsten Parteiamtes ablehnte, blieb er auch weiterhin Generalsekretär der Sozialistischen Allianz. Caval kritisierte die Politik der bürgerlichen Regierung daraufhin energisch und beteiligte sich 1983 an Demonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss. Im Sommer 1984 kandidierte er als Spitzenkandidat der sagradischen Sozialisten bei den [[Europawahlen 1984|Europawahlen]] und wurde ins Europäische Parlament gewählt. Wenige Monate später übernahm er den Vorsitz der Europäischen Sozialdemokratischen Partei SPE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Parteiführung ===&lt;br /&gt;
Im Spätherbst 1984 musste sich Caval einer Operation am offenen Herzen unterziehen. Für mehrere Wochen übernahm Colón seine Amtsgeschäfte als Parteichef der ASUL. Im Januar 1985 kündigte Caval daraufhin seinen endgültigen Rückzug aus der Parteiführung an und erklärte ein ''Quadrumvirat'' von Politikern, bestehend aus Andrés Colón, dem [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsidenten [[Luis José López]] und den früheren [[CEIS]]-Generaldirektor [[Donado Ricardes]] zu möglichen Nachfolgern im Amt. Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Mai in [[Noyar]] wurde schließlich Flávio Osório zum neuen Generalsekretär gewählt, nachdem Colón in der Wahl des Premierministerkandidaten der Partei gegen Ricardes verloren und daraufhin auf die Parteiführung verzichtet hatte. Nach fünfzehn Jahren wurde Caval damit durch seinen Nach-Nachfolger als Semestiner Bürgermeister auch im höchsten Parteiamt der ASUL ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 setzte eine private Affäre um Cavals Sohn Fernando den Parteichef öffentlich unter Druck. Dessen Architekturbüro soll mit Cavals Hilfe ohne vorherige Ausschreibung an einen millionenschweren Auftrag der [[Santiago-Laval-Stiftung]] gekommen sein. Die Affäre kratzte aber nur vorübergehend am Image Cavals, der schließlich im Jahr 1991 auf dem Parteikongress in [[Artir]] zusammen mit [[Iacovo Del Pérez]] zum Ehrenvorsitzenden seiner Partei ernannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval blieb noch bis 1989 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Europas und schied gleichzeitig aus dem EU-Parlament aus. Im Jahr 1991 wurde er für Semess in den [[Senat]] gewählt, wo er aber keine Führungsämter mehr bekleidete. Kurz vor Ende seines Mandats im Jahr 1997 wurde er von Staatspräsident [[Santiago Montoya]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Seither hat sich Caval immer wieder zu aktuellen politischen Fragen geäußert. Er gehörte zu den größten Kritikern des Zweiten Golfkriegs 1991 und verurteilte die sagradische Teilnahme. Auch den Irakkrieg der USA im Jahr 2003 lehnte er entschieden ab. Auf der anderen Seite unterstützte er die rot-grüne Regierung De la Costa in ihrer Teilnahme am Kosovokrieg 1999 und am Afghanistan-Einsatz seit 2001. Lange Zeit war Caval Kuratoriumsmitglied des [[Istituto Sagradês de Política Internacional]] (ISPI). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joán Fernando Caval starb im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Semess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cavals politisches Erbe ===&lt;br /&gt;
Caval, der 15 Jahre lang die Politik und das Image der Partei prägte und als Parteichef wesentlich den Kurs der Sozialisten bestimmte, gilt noch heute als große Ikone der Partei und als einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Republik. Jedoch sehen Caval noch immer zahlreiche Vertreter des konservativen Lagers kritisch. Innerhalb der ASUL versuchten immer wieder Persönlichkeiten das politische Erbe Cavals zu beanspruchen. Dessen ursprünglicher ''Corrente'' hat seither eine Reihe von links-progressiven Nachfolgegruppen nach sich gezogen, die als ''[[Cavalistas]]'' bzw. ''[[Neo-Cavalistas]]'' bezeichnet werden oder sich selbst so bezeichnen. Zu bekannten Cavalistas wurden oder werden [[António Grande Illega]], [[Vítor Gomes Amarón]] und jüngst auch [[Mercé Serrat Cabarell]] gezählt. Cavals ältester Sohn [[Maximilián Caval]] ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Kulturkritiker, sein zweitältester Sohn Fernando ist mittlerweile als Unternehmensberater tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1960-1967: Bürgermeister von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967: [[Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Del Pérez III]]&lt;br /&gt;
* 1970-1979: [[Ministerpräsident]]  ([[Kabinett Caval I]], [[Kabinett Caval II|II]], [[Kabinett Caval III|III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
* 1972: zugleich kommissarischer [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval I]]&lt;br /&gt;
* 1974: zugleich kommissarischer [[Innenminister]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1979: zugleich kommissarischer [[Außenminister]] im [[Kabinett Caval V]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1952-1954: Stadtrat in [[Disiés]]&lt;br /&gt;
* 1954-1962: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1956-1968: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1967-1984: Mitglied der [[Sagradische Abgeordnetenkammer|sagradischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1991-1997: Senator (gewählt)&lt;br /&gt;
* seit 1997: Senator (ernannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1959-1960: Sprecher der sozialistischen Stadtratsfraktion in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1960-1968: Kommunaler Sekretär der [[ASUL]] in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1969-1985: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* 1976-1984: Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)&lt;br /&gt;
* 1984-1989: Präsident der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE)&lt;br /&gt;
* 1990-1991: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 1991: Ehrenpräsident der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Wirtschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Joán De la Pênia</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Joán María De la Pênia''' (*12.6.1954 in Sagrera/Lojandía) in ein sagradischer Politiker der rechtspopulistischen [[PSP]], deren Parteivorsitzender er von 1993 bis 2007 war und deren bekannteste Führungsfigur er noch immer ist. Zwischen 2000 und 2008 war er gewählter Bürgermeister der Stadt [[Laquines]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stationen der politischen Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Beruf und politische Anfänge (bis 1992) ===&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Lojandía|Lojandiner]] De la Pênia studierte bis 1980 in [[Laquines]] und [[Artir]] Soziologie, Geschichte und Publizistik. Als Student war De la Pênia Mitglied des sozialistischen Studentenbundes [[COSES]], trat aber nach kurzer Zeit wieder aus der Organisation aus. Sein Bruch mit der politischen Linken führte aber nicht sofort zu einem neuen politischen Engagement. Stattdessen arbeitete De la Pênia als Journalist und Soziologe in verschiedenen Funktionen, ehe er sich seit 1988 in der Kommunalpolitik von Laquines engagierte. Hier gehörte er zu den Initiatoren der Bürgerbewegung [[Iniciativa per Laquines]] (IxL), die sich als klassische kommunale Protestbewegung gegen die hohe Kriminalität in der Industriestadt einsetzte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nach Streitigkeiten mit dem Komitee der Initiative brach De la Pênia mit der Organisation und gründete 1990 den Stadtverband des neuen [[Partido Social Popular]], der sich bereits 1989 als nationale Partei organisiert hatte. Erster Vorsitzender war [[Luciano Marcês]], der in den Sechziger Jahren zur [[António Blanxard Rovira|blanxardistischen]] [[PFP]] gehört hatte. De la Pênia wurde Sekretär der jungen Partei, Chefredakteur des Parteiblatts [[la Nova Força]] und rechte Hand Marcês’, den er auf einem Kongress zur Zukunft der politischen Bürgerbewegungen in Sagradien kennen gelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich baute De la Pênia den Ortsverband der PSP in Laquines sowie den lojandinischen Regionalverband auf, dessen erster Vorsitzender er wurde. Erste politische Erfolge feierte De la Pênia mit seiner neuen Partei bei den [[Kommunalwahlen 1992]], bei denen er als Führer der lokalen PSP in den Stadtrat einziehen konnte und eine gewisse Popularität gewann. In der Folge entwickelte De la Pênia das Konzept der PSP als Anti-Parteien-Partei und „Bürgerbewegung “ (Movimiento Citadano), die sich vornehmlich gegen das politische Establishment, die Bevormundung durch den Parteienstaat und durch den drohenden europäischen Megastaat wehren müsse. De la Pênia erkannte, dass die sagradische Rechte vor allem mit einem Imageproblem kämpfe, inhaltlich dagegen weite Felder bedienen könne, wenn eine populistische und flexible Strategie an die Stelle einer traditionellen dogmatischen Rechtsstrategie treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maastricht-Kampagne und Machtübernahme im PSP (1992-1994) ===&lt;br /&gt;
In den Folgemonaten half er wesentlich, eine gegen die EU gerichtete überparteiliche „Bürgerbewegung“ zu initiieren, in der die PSP eine Schlüsselstellung einnehmen sollte und so eine Führungsrolle über das Protestpotenzial der Republik gewinnen sollte.  &lt;br /&gt;
Sein Engagement für das [[Movimiento Citadano contro Maastricht]] (MCM) verschaffte De la Pênia landesweite Aufmerksamkeit. Für mehrere Monate war die Bürgerbewegung in allen Medien vertreten, De la Pênia trat hier als wesentlicher Organisator der Bewegung auf und stellte den Parteichef zunehmend in den Schatten, was das Verhältnis beider belastete. Dieser setzte bei den [[Regionalwahlen 1993]] eher auf eine traditionelle Strategie mit dem Ergebnis, dass die junge Partei in keiner Region den Sprung in den Regionalrat schaffte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der schmerzlichen Niederlage holte De la Pênia zur Machteroberung aus und wagte den Putsch gegen seinen einstigen politischen Ziehvater Marcês. Er mobilisierte seine Kontakte in den parteinahen Medien sowie in der Partei und initiierte eine Abwahlkampagne gegen Marcês, der weiterhin einen Rücktritt ablehnte. Gleichzeitig schrieben rechte Medien De la Pênia zum Hoffnungsträger einer „Derestra Democrática“ hoch und priesen ihn als zukünftigen Meinungsführer im rechten Lager an.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf dem Parteitag des PSP in [[Biniar]] im Dezember 1993 trat De la Pênia als Gegenkandidat Marcês’ um den Parteivorsitz an. De la Pênia versprach, die Partei von Grund auf zu sanieren und sie zu einer offenen Platform für die Bürger umzugestalten. Zukünftig sollte die PSP Teil und Sprachrohr der Gesellschaft und &amp;quot;Stimme der schweigenden Mehrheit&amp;quot; sein, die unter den Steuerlasten der Staatsbürokratie, den Pressionen der Europäischen Union, der Korruption des Parteienstaats, dem Verfall der sagradischen Kultur und der Bedrohung durch kriminelle Immigranten leide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia gewann die Wahl mit deutlicher Mehrheit und wurde als neuer Parteichef umjubelt. Die Partei war zu dieser Zeit finanziell angeschlagen und zerstritten. Zudem schien der Elan aus dem Vorjahr bereits verflogen und die Partei drohte, eine der vielen erfolglosen Rechtsparteien seit den Siebziger Jahren zu bleiben. De la Pênia versprach nun, die Partei von ihrem verstaubten Image als rückständige Radikalenvereinigung zu befreien und eine „rechte Politik für das 21. Jahrhundert“ zu formulieren. Er wollte sich nicht mit dem Einzug ins Parlament begnügen, sondern strebte einen Sturz des sagradischen Blocksystems an, in dem die alten Großen schon seit Jahrzehnten Politik gegen das Wohl des Landes und gegen die nationale Wählerschaft betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia begann schnell, die Partei von Grund auf zu sanieren. Er verabschiedete sich von alten systemfeindlichen Parolen, wie sie einige Anhänger der Partei aus dem rechtsextremen Umfeld verwendeten, und stellte die PSP auf einen verfassungsmäßigen Boden. In einer wenig beachteten Rede erklärte er „die Wiedererrichtung der korrumpierten Demokratie“ zum Ziel. Damit wandelte er die PSP in der Selbststilisierung von der Anti-System-Partei zum Retter des angeblich von den „etablierten Parteien“ pervertierten demokratischen Systems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênias Konzept bedeutete eine Absage an klassische (neo-)faschistischen Themen und Positionen und eine Hinwendung zu einer rechtspopulistischen Politik nach dem Vorbild der FPÖ in Österreich oder des Vlaams Blok in den Niederlanden. Auch Anleihen beim nordeuropäischen Steuer-Populismus der dortigen so genannten Fortschrifttsparteien sind zu finden, indem De la Pênia eine radikale Abschaltung der Steuererhöhungsspirale und eine Einstellung überflüssiger „Bürokratie-Subventionen“ versprach. Zudem lehnte sich De la Pênia an die Politik von Blanxard Rovira, der als „Sprecher des kleinen Mannes“ und „Verteidiger des Mittelstands“ umgedeutet wurde. De la Pênia wird daher auch gelegentlich als „Neo-Blanxardist“ bezeichnet, er selbst hat sich als Bewunderer Blanxards bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Pênia argumentierte, weder der linke noch der bürgerliche Teil des Establishments hätten in den vergangenen Jahren eine Politik für das Volk betrieben. Besonders die wachsende Arbeitslosigkeit, der europafreundliche Kurs der konservativen [[Kabinett Otero I|Regierung Otero]] und der emfpundene Reformstau eröffneten De la Pênia Zugang zu bürgerlichen Wählern. Auf der anderen Seite profitierte er mit seinem populistischen Kurs von Transformationsprozessen in der Linken und Krisen des [[PCS]] und drang in traditionelle Arbeitermilieus ein. Seine guten Kontakte zu bestimmten Teilen von Wirtschaft und Medien verstand er geschickt einzusetzen, um seiner Partei eine breitere gesellschaftliche Basis zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die äußere Rechte Sagradiens für ihre rückwärtsgewandte Nationalstaatspolitik bisher eher belächelt worden war, machte sich De la Pênia nun immer wieder Feinde durch reichlich umstrittene fremdenfeindliche Äußerungen und Kampagnen, wie z.B. der Flugblattkampagne „Sagradien gegen kriminelle Ausländer“ 1996, die mit rassistischen Bildsymbolen und einer „Schwarzer-Mann-Symbolik“ bebilderte und für die er sich mehrmals vor der Justiz verantworten musste. Für ähnliche als rassistisch kritisierte Äußerungen wurde er 1997 von einem Semestiner Gericht zu einer Geldbuße verurteilt, allerdings nicht wegen Volksverhetzung, sondern wegen Verleumdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Durchbruch und Wahl zum Bürgermeister von Laquines (1994-2000) ===&lt;br /&gt;
Das Wahljahr 1994 mit [[Europawahlen 1994|Europa-]], [[Senatswahlen 1994|Senats-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen]] bestätigten den Kurs De la Pênias und brachten der Partei den Durchbruch. Sowohl nach Brüssel als auch nach Semess konnte die Partei nun Abgeordnete entsenden. Mit 3,9 Prozent der Stimmen zog erstmals seit 1974 wieder eine Partei rechts der [[PPC]] in die Kammer ein. Die Erfolge wiederholten sich bei den [[Kommunalwahlen 1996]]. Landesweit konnte die rechte Protestpartei mehr als sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. In De la Pênias Heimatstadt Laquines erreichte die ''Lista De la Pênia'' aus PSP und den Resten der &amp;quot;Iniciativa per Laquines“ mit einem fremdenfeindlichen und auf Law and Order setzenden Programm mehr als 15 Prozent der Stimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] musste sich De la Pênia abermals vor Gericht rechtfertigen, da man ihm vorwarf, Beziehungen zum Kriminalamt im politischen Wahlkampf ausgespielt zu haben. Der Prozess scheiterte an einem Verfahrensfehler. De la Pênia instrumentalisierte den Prozess im Wahlkampf und schilderte ihn als Versuch der etablierten Parteien, die neue „soziale Volksbewegung“ aus dem Parlament zu halten, um das eigene Machtkartell zu schützen. Der Prozess half sogar dabei, den spektakulären und von großem Medienecho begleiteten Wahlkampf des PSP noch wirksamer zu gestalten. Unter De la Pênias Führerschaft steigerte die PSP ihren Stimmenanteil auf 6,9 Prozent und etablierte sich auf diese Weise im Parlament, wo sich die Partei in Abgrenzung zu den bisher regierenden europafreundlichen bürgerlichen [[PPC]] und [[UDS]] zum &amp;quot;parlamentarischen Arm des Volkes&amp;quot; erklärte und einen radikalen Oppositionskurs gegen die neue [[rot-grüne|Coalición Eco-Socialista]] Reformregierung unter [[Julio De la Costa]] und [[Carles Etxeberría]] fuhr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 1999]] bestätigten den Erfolgstrend der Partei, die mit 7,6 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer überregionalen Wahl feiern konnte und fortan sieben Abgeordnete nach Brüssel und Straßburg entsenden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 2000|Kommunalwahlen des Jahres 2000]] trat De la Pênia in Laquines als Bürgermeisterkandidat einer Allianz rechtspopulistischer Parteien, der [[Aliança per Laquines]] an, der neben seiner eigenen PSP auch die &amp;quot;Iniciativa&amp;quot; sowie die „Unión Iusticialista“ des ehemaligen PPC-Bürgermeisters [[Selle Marrel]] angehörten. Überraschend platzierte er sich im ersten Wahlgang mit knapp 28 Prozent der Stimmen auf Platz zwei hinter dem sozialistischen Amtsinhaber [[Martín Solosa]] (37 Prozent) und vor dem konservativen Herausforderer [[Gerardo Granis]] (24 Prozent). Im Zweiten Wahlgang gelang es De la Pênia, sämtliche Oppositionsstimmen zu ergattern und sich knapp gegen Solosa durchzusetzen. Er wurde damit zum ersten rechtspopulistischen Bürgermeister einer sagradischen Großstadt gewählt. Bei seiner von politischen Gegnern und vielen unabhängigen Beobachtern als fremdenfeindlich kritisierten Wahlkampagne war ihm besonders die hohe Ausländerkriminalität in der lojandinischen Metropole zugute gekommen, die auch konservative Wähler bewegten, sich für die Alternative „Law and Order“ und gegen das als gescheitert betrachtete und als multikulturalistisch kritisierte Konzept Solosas zu entscheiden. Anschuldigungen, De la Pênia solle sich die Unterstützung des populären &amp;quot;Law-and-Order&amp;quot;-Politikers Marrel erkauft haben, um diesen von einer erwarteten eigenen Kandidatur abzuhalten, konnten nicht belegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annäherung an die Konservativen (2000-2006) ===&lt;br /&gt;
Nach diesem Erfolg war De la Pênia auf einem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht angekommen, die er in den vergangenen Jahren völlig auf seine Person ausgerichtet hatte. In der Öffentlichkeit wurde der Erfolg der PSP allein als Verdienst De la Pênias betrachtet, die Partei so eng mit dessen Person und Image verknüpft, dass die Medien von der PSP als „Delapenistas“ sprachen. In der Folge säubert er die eigene Partei von verbliebenen einflussreichen Gegnern und besetzte die wichtigen Parteiposten mit seinen Gefolgsleuten. Gleichzeitig söhnte er sich mit Marcês wieder aus und brachte ihn auf seine Linie. Es gelang  De la Pênia, sich in der Öffentlichkeit zu etablieren und den Spagat zwischen erfolgreicher populistischer Provokation und nötiger Seriosität zu vollziehen, indem er mithilfe einiger Industriegrößen wichtige Kontakte zur bürgerlichen Elite des Landes knüpfte und sich als anpackender Stadtvater präsentierte. Er kürzte die Ausgaben für Integrationsprojekte in Laquines, erhöhte die Polizeipräsenz, ging hart gegen Kriminelle und Obdachlose vor und erhöhte im Gegenzug die öffentlichen Ausgaben für ansässige Arbeitslose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nächsten Jahren befand sich De la Pênia auf einem Höhepunkt medialer Aufmerksamkeit, die er geschickt für sein „Sozialpopulares Projekt“ nutzte. Nach großen Zugewinnen bei den [[Regionalwahlen 2001]] schaffte De la Pênia im September 2002 bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Parlamentswahl]] mit 9,2 Prozent der Stimmen einen deutlichen Stimmenzuwachs und machte die PSP zur drittstärksten Kraft im sagradischen Parlament vor den [[Verdes|Grünen]] und den [[UDS|Liberalen]]. Die Zuwächse der im Ausland als rechtsextrem wahrgenommenen Populisten bei gleichzeitiger Erdrutschniederlage der etablierten bürgerlichen Rechten wurde im Ausland als Zeichen für eine voranschreitende Polarisierung der politischen Landschaft in Sagradien wahrgenommen. Der klare Sieg der regierenden Mitte-Links-Allianz aber täuschte über das wachsende Potenzial der Rechten im Land hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits kurze Zeit nach der Wahl erklärten Vertraute De la Pênias angesichts der engen Mehrheitsverhältnisse in der Kammer erstmals, dass im Falle vorgezogener Neuwahlen auch eine Rechtsallianz mit den Konservativen für die PSP denkbar wäre, um die rot-grüne „Linksregierung“ zu stürzen. Die Vorschläge, von De la Pênia sofort wieder durch die Forderung eines radikalen Politikwechsels im Land relativiert, wurden von der PPC verhalten aufgenommen, stießen aber auf Zustimmung in konservativen Parteikreisen. Seither war De la Pênia verstärkt darum bemüht, seiner Partei ein seriöseres Image zu verleihen. Mit der Inkorporierung kleiner rechtsökologischer und christlich-sozialer Gruppen schärfte De la Pênia 2003 das vermeintlich plurale und gemäßigte Bild der Partei in der Öffentlichkeit. De la Pênias Strategie der maximalen Abgrenzung von den bürgerlichen Parteien wich nun der Aussicht auf eine gemeinsame Regierung. Hintergrund war der beobachtete Machtwechsel innerhalb der krisengeschüttelten PPC von den christdemokratisch und proeuropäisch gesinnten Zentristen hin zum konservativen Parteiflügel unter dem neuen Parteichef [[Miguel Ánibal Luisanto]], der eine Diskussion über ein zukünftiges Bündnis mit  den Rechten entfachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die öffentliche Provokation gegen Europa und die etablierten Parteien trat nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 stärker in den Hintergrund und der islamistische Terror und die innere Sicherheit wurden stärker in den Vordergrund der PSP-Kampagnen gestellt. Dabei zeigte sich De la Pênia als entschlossener Gegner des radikalen Islam und stilisierte sich zum Wahrer der christlich-abendländischen Tradition und des freiheitlichen Rechtsstaats. Europapolitisch wurde die Ablehnung der integrierten EU gelockert und durch das Ziel einer umfangreichen EU-Reform zugunsten der Souveränität der Mitgliedsstaaten ersetzt. Nachdem die PSP bis zuletzt gegen die Ost-Erweiterung der Europäischen Union gekämpft hatte, folgerte sie aus dem erfolgten Beitritt der osteuropäischen Staaten im Jahr 2004, eine erweiterte Union könne nur funktionieren, wenn die Einzelstaaten wieder mehr Kompetenzen erlangten und die unsichtbare Brüsseler Bürokratie an Einfluss verliere. Die Aufnahme weiterer Länder, vor allem der Türkei, wurde weiterhin abgelehnt. Außerdem müsse der sagradische Markt vor Billig-Arbeitskräften aus Osteuropa geschützt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nach dem 11. September auftretenden Konflikt um die Außenpolitik der Vereinigten Staaten stellte sich De la Pênia klar hinter die Amerikaner und erklärte seinerseits, den Krieg gegen den radikalen Islam und den Terrorismus an allen Fronten zu unterstützen. Auch die israelische Politik gegenüber den Palästinensern hieß De la Pênia gut und stellte sich demonstrativ hinter den jüdischen Staat. Besonders seine Israel-Reise des Jahres 2004 und sein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel und zum gemeinsamen christlich-jüdischen Erbe sorgten für große Aufregung, nachdem De la Pênia zuvor immer wieder Verbindungen zu Holocaust-Leugnern und antisemitischen rechtsextremen Gruppen nachgesagt worden waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach deutlichen Gewinnen bei den [[Senatswahlen 2003]] und bei den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]], bei denen die Partei an die 10 Prozent-Marke heranreichte und erneut drittstärkste Kraft wurde, konnte sie auch bei den [[Regionalwahlen 2005]] und den [[Senatswahlen 2006]] noch einmal zulegen. Seit 2004 arbeitete die Partei punktuell mit den Konservativen zusammen und unterstützte in der Region [[Sesín]] eine bürgerliche Minderheitsregierung. Vor den [[Regionalwahlen 2005]] wurden erstmals auch formelle Regierungsbündnisse auf regionaler Ebene nicht ausgeschlossen. Schließlich gelangte die PSP in fünf Regionen in eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der Konservativen und bildete Mitte-Rechts-Regierungen in [[Amoria]], [[Bordez]], [[Oller]], [[Comtàid-Perín]] und der [[Region Semestina]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil der parlamentarischen Mehrheit 2006-2008 ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]] wurde in der Öffentlichkeit rege die Mitte-Rechts-Alternative als Gegenmodell zu [[Coalición Eco-Socialista|Rot-Grün]] bzw. einer nicht ausgeschlossenen Rot-Grün-Rot-Variante unter Einschluss der äußeren Linken diskutiert. Führende konservative Politiker brachten dabei die Kooperation mit der PSP aktiv ins Spiel und sprachen davon, eine Regierungsbeteiligung der Kommunisten verhindern zu wollen. Zudem übernahmen vor dem Hintergrund der anhaltenden Wahlerfolge der Rechten auch PPC und UDS teilweise Positionen De la Pênias und sprachen sich für einen harten Staat und eine konsequentere Politik in Verbrechensbekämpfung, Anti-Terror-Kampf sowie der illegalen Einwanderung aus. Linksliberale Beobachter bewerteten den Wahlkampf als „Sieg der Delapenisten bereits vor der Wahl“ und bezeichneten De la Pênia als „Agenda-Setter“ einer verunsicherten Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem harten Lagerwahlkampf zwischen der Linken und der Rechten und großer medialer Aufmerksamkeit für De la Pênias Partei, die als Zünglein an der Waage angesehen wurde, musste das Ergebnis von 8,9 Prozent regelrecht enttäuschen. De la Pênia ließ derartige Interpretationen aber gar nicht erst zu und feierte sich als Sieger über die Linke. Die Sozialpopulare Bewegung sei als dritte Kraft etabliert und habe den Wechsel herbeigeführt. Gemeinsam könnten die Kräfte der Mitte und der Rechten nun die überfällige Reformpolitik zum Wohle des Landes starten. Bereits in der Wahlnacht wurde klar, dass auch der konservative Wahlsieger Luisanto eine Minderheitsregierung der rechten Mitte unter Tolerierung durch De la Pênias Partei einer Großen Koalition vorziehen würde. Lediglich die zur Mehrheit benötigten [[UDS]] und [[CCD]] zeigten sich zögerlich, ließen sich bald aber auf die Linie Luisantos bringen, der unmittelbar Koalitionsverhandlungen mit der liberalen UDS und der christdemokratischen CCD sowie informelle Gespräche mit der PSP einleitete, die Ende November erfolgreich abgeschlossen wurden. In der Öffentlichkeit wurde von einem ''Pakt Luisanto-De la Pênia'' gesprochen, der die Republik nachhaltig verändern würde. Gegensätze zwischen einer mit einem weitgehend neoliberal ausgerichteten Programm in die Wahl gezogenen Volkspartei-UDS-Achse und einem eher sozial ausgerichteten Pol aus CCD und PSP einerseits, einer rechtskonservativ und populistisch auftretenden Rechten und den Liberalen andererseits gerieten vor der Möglichkeit des „Politikwechsels“, den die Partner der neuen ''Majoritá Cientroderestra'' versprachen, in den Hintergrund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten gab es lediglich bei der Vereidigung durch Präsident [[António Grande Illega]], der aus seiner Abneigung gegenüber der Allianz keinen Hehl machte und der Koalition ein Bekenntnis zu Demokratie, Bürgerrechten und Gleichberechtigung auch der ausländischen Mitbürger abrang. Die Bildung der Mitte-Rechts-Koalition unter indirekter Beteiligung der äußeren Rechten im Parlament führten zu heftigen Protesten und Demonstrationen von Linken in ganz Sagradien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mehrheitsbeschaffer der Regierung in einer taktischen Schlüsselposition setzte De la Pênia eine Verschärfung des Einwanderungs- und Ausländerrechts durch, das zu heftigen Kämpfen mit dem linken UDS-Flügel und Teilen von PPC und CCD führten. Die vier Abweichler der UDS, die dem neuen Regelwerk ihre Zusage verweigerten, wurden von Fraktionschef [[Domênco Laravil]] harsch als „vier Evangelisten“ verspottet, eine Wendung, die schnell zum geflügelten Wort wurde und den „Evangelisten“ [[Javier Ibarra]] zur Retour-Kutsche verleitete, mit der Rechten als heimliches Mitglied der Regierung sei nicht viel „frohe Botschaft“ zu verkünden. Auch im Bereich der inneren Sicherheit zog die Regierung mit verschärften Sicherheitsgesetzen Kritik auf sich, die vor allem von Bürgerrechtlern und Datenschützern als Beginn des Überwachungsstaats verurteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitliche Probleme und parteiinterne Auseinandersetzungen (2007/2008) ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2007 gab De la Pênia überraschend bekannt, sich für wenige Wochen von seinem Amt zurückziehen zu müssen, nachdem er einen Hörsturz erlitten hatte. Kurz danach erklärte er, auf dem nächsten Parteitag der PSP nicht mehr als Parteipräsident kandidieren zu wollen, stattdessen wolle er sich auf seine Aufgabe in der Kommunalpolitik konzentrieren, die seine ganze Energie verlange. Sein gesundheitlicher Zustand lasse die Doppelbelastung auf Dauer nicht zu, jedoch sei er durchaus auf dem Weg der Genesung und fähig, sein Amt als Bürgermeister weiter auszuführen. Vorangegangen waren Spekulationen um De la Pênias Zukunft und Auseinandersetzungen um das Vakuum, das De la Pênias vorübergehender Rückzug hinterließ. Neuer Vorsitzender wurde der [[Bordez|bordezische]] Regionalpolitiker [[Martín Lovegía]], der von De la Pênia vorgeschlagen wurde. Die Wahl des landesweit wenig bekannten Lovegía wurde als Indiz dafür gewertet, dass das Machtzentrum der Partei auch weiterhin bei De la Pênia liege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschenderweise ließ De la Pênia dem neuen Vorsitzenden Lovegia in der Folgezeit aber weitgehend freie Hand in der Führung der Partei. Dazu trugen auch mehrere Operationen im Herbst 2007 bei, der sich De la Pênia unterziehen musste. Zum neuen Machtzentrum entwickelte sich zunehmend die Fraktion unter Führung von [[Domênco Laravil]], der lange Zeit als Kronprinz De la Pênias gegolten hatte, dem seit der Entscheidung De la Pênias für Lovegía als Nachfolger im Parteiamt und aufgrund seiner angeblichen Nähe zu Regierungschef Luisanto aber ein zunehmendes Spannungsverhältnis zu seinem langjährigen Mentor nachgesagt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In De la Pênias Abwesenheit kam es im Winter 2007/2008 zu Gesprächen zwischen der Fraktionsführung um Laravil und den Konservativen über eine Änderung der europapolitischen Haltung der Partei. Obwohl unklar ist, ob De la Pênia nicht in die Gespräche eingeweiht war, stellte dieser sich bald gegen die Fraktionsführung. In einem Interview, mit dem er sich auf der politischen Bühne zurückmeldete, sprach er ein Machtwort gegen die Europapolitik der Regierung, die er als wenig populär und als Belastung für die Partei ansah. Eine Zustimmung zum Vertrag von Lissabon komme für ihn ohne Volksbefragung nicht in Frage. Sollte Luisanto weiterhin auf seiner Position beruhen, gefährde er ernsthaft den Erfolg des Mitte-Rechts-Projektes. Dies wurde als klare Drohung gesehen, der Regierung das Vertrauen zu entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview schlug ein wie eine Bombe und provozierte Widerspruch in den eigenen Reihen. Parteichef Lovegía, der völlig übergangen worden war, sah sich bloßgestellt und relativierte die Worte De la Pênias, die in Reihen der Konservativen und Liberalen als Erpressung gewertet wurden. Besonders Laravil, der zuvor von vertrauensvollen und zuversichtlichen Verhandlungen mit den Konservativen gesprochen hatte und die Verhandlungen mit den Konservativen torpediert sah, widersprach De la Pênia und zeigte damit öffentlich den Bruch mit dem heimlichen Parteivorsitzenden an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser fürchtete eine Untergrabung seiner Autorität, sah den Widerspruch als Kriegsansage und mobilisierte seine Truppen zum Machtkampf mit Laravil und dem schwankenden Lovegía. Nach anhaltenden Diskussionen zwischen den Koalitionspartnern nutzte De la Pênia die Gelegenheit, um gegen die Regierung und seinen eigenen Nachfolger zu putschen, der sich als zu schwach erwies, um sich gegen Laravil durchzusetzen. Auf einem Sonderparteitag der PSP am 14. März 2008 in [[Noyar]] – damit vor heimischer Kulisse –, der von De la Pênias lojandinischem Heimatverband beantragt worden war, initiierte er einen Putsch gegen die Parteiführung um Lovegía und Laravil. Mit der ehemaligen Generalsekretärin [[Eleonora Sarabal]] präsentierte er eine Gegenkandidaten in der Wahl um den Parteivorsitz, die Lovegía schließlich knapp besiegen konnte. An Sarabals Treue gegenüber De la Pênia konnte kein Zweifel bestehen, zumal sie zu diesem Zeitpunkt mit De la Pênias Bruder verheiratet war. Neuer Generalsekretär der Partei wurde der bisherige Sekretär der Parteijugend, [[Eugênio Marxal]], der ebenfalls als Delapenist galt. Sarabal drohte mit der Unterstützung De la Pênias erneut einen Sturz der Regierung an und forderte eine Volksabstimmung über Lissabon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koalitionsbruch und Parteispaltung ===&lt;br /&gt;
Nachdem Luisanto einer Volksabstimmung trotz Unterstützung aus der eigenen Partei eine Absage erteilt hatte, beschloss die PSP, gegen den Vertrag von Lissabon zu stimmen, woraufhin Laravil die Fraktion verließ und der Regierung Luisanto auch weiterhin seine Unterstützung anbot. Diese verlor jedoch ihre Unterstützung in der Mitte. Nachdem Luisanto die Zustimmung zum Lissabon-Vertrag im Parlament durchgesetzt hatte, bat er Präsident Grande um Auflösung des Abgeordnetenhauses, woraufhin dieser [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen am 17. Juni 2008]] ansetzte. Bis dahin sollte die bestehende Regierung im Amt bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faktisch bedeutete De la Pênias Coup ein Jahr nach dem Rückzug De la Pênias vom Parteivorsitz, dass dieser in der Partei nach wie vor die alles entscheidende Kraft war. Sein Gegenschlag auf dem Parteitag bedeutete, dass die Partei mit großer Mehrheit hinter seinem Kurs stand und die Koalition beenden wollte. Mithilfe der von ihm inthronisierten Parteichefin Sarabal hebelte er die kompromissbereiten Teile seiner Partei aus und zwang Laravil zum Austritt aus der Fraktion. Ihm folgten zwei weitere Abgeordnete, die ihren Austritt aus der PSP erklärten. In der Partei dagegen blieben die Parteiaustritte überschaubar, weil es De la Pênia gelang, die Gruppe um Laravil als Abspaltler und Opportunisten bloßzustellen, die die Ideale der Partei und den Wählerauftrag verraten hätten. Stattdessen kämpfe die PSP unter seiner und Sarabals Führung weiterhin als Partei des sagradischen Volkes für dessen Belange, auch und gerade in Fragen der Europäischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kammerwahl 2008 ===&lt;br /&gt;
De la Pênias radikaler Anti-EU-Kurs, der nun gefahren wurde, zeigte schnell Erfolge. Nachdem die Partei vor dem Koalitionsbruch in einem Umfragetief gesteckt hatte, konnte sie nun mit ihren Kernthemen und einem populistischen Konzept nach alter Gewohnheit wieder punkten und demoskopisch zulegen. Vor diesem Hintergrund kann De la Pênias Coup als Notbremse angesehen werden, die er zog, um das Image der Partei als Anti-EU-Partei zu wahren und die Partei als nationale Gegenkraft zur neoliberalen Achse PPC-UDS zu positionieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Chaos der letzten Wochen versuchte die PSP im Wahlkampf wieder Geschlossenheit zu demonstrieren. Auf dem Parteitag in [[Joanaz]] wurde der De-la-Pênia-Kurs nochmals von einer breiten Mehrheit der Partei abgesegnet. De la Pênia wurde abermals zum Spitzenkandidaten der Partei gewählt und damit als Parteiführer bestätigt. Im Wahlkampf war „Kojak“, wie De la Pênia aufgrund seiner Glatze auch genannt wird, wieder omnipräsent und machte keinen Hehl daraus, wieder der starke Mann in der Partei zu sein. Mit dem Slogan ''Unser Sagradien'' wiederholte er alte fremdenfeindliche Anklänge und machte besonders gegen die islamische Minderheit im Land mobil. Als Wahlziel nannte die PSP, durch ein starkes Ergebnis der Rechten eine Mehrheit für den Linksblock zu verhindern. Eine Neuauflage der Koalition mit den bisherigen Partnern wurde zwar nicht ausgeschlossen, jedoch wurden ein europapolitischer Kurswechsel sowie ein „sozialeres Profil“ als Voraussetzungen genannt. Der Populismus De la Pênias war wieder ganz oben. De la Pênia und Parteichefin Sarabal, die für das Konzept der „Sozialen Rechten“ steht, distanzierten sich von der „unsozialen“ Politik Luisantos, priesen aber eigene Verdienste im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Ausländerpolitik. De la Pênia präsentierte sich anwesend genug, um alte Anhänger zu mobilisieren, aber zurückhaltend genug, um den Skandal um seine Person im Hintergrund zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aus der Fraktion der Rechten ausgeschiedene Domênco Laravil, einst Schützling und nun Erzfeind De la Pênias, erklärte im im April seinen Austritt aus der PSP, nachdem er der Partei lange Jahre als Generalsekretär, Gruppenvorsitzender und stellvertretender Parteivorsitzender gedient hatte. Der ehemalige Ziehsohn De la Pênias zog damit die Konsequenzen aus seiner endgültigen Entmachtung und kandidierte als Parteiloser auf der offenen Liste der Volkspartei, auf der auch die DS unter Laura Fabil kandidierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die populistische Propaganda der Delapenisten zeigte sich wieder einmal erfolgreich. Trotz der leicht zu durchschauenden Kehrtwende ging die Strategie vollends auf. Hatte die Partei im Frühjahr 2007 noch bei 10 Prozent in Umfragen, im Januar 2008 jedoch nur noch bei 7-8 Prozent gelegen, so erreichte die PSP nun bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl im Juni]] mit knapp 11 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis der Parteigeschichte. Bei den gleichzeitig abgehaltenen Kommunalwahlen wurden die guten Ergebnisse bestätigt. Gleichzeitig verfehlte Premier Luisantos Volkspartei zusammen mit der UDS die absolute Mehrheit deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De la Pênia als Fraktionsführer (seit 2008) ===&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen kündigten Sarabal und De la Pênia an, für eine Neuauflage mit der Rechten große Hindernisse auszumachen, beide schlossen eine neue Zusammenarbeit aber nicht aus und zeigten sich zu Gesprächen bereit. Jedoch komme eine formelle Koalition unter Einschluss der Democrácia Social Fabils und mit einem Minister Laravil nicht in Frage. Das Tischtuch sei zerschnitten. Schließlich einigten sich De la Pênia und Luisanto auf eine von Medien als „Vesaeyer Modell“ bezeichnete Kontruktion, nach der die Delapenisten bereit waren, eine bürgerliche Minderheitsregierung aus PPC und UDS zu tolerieren. Damit verzichteten De la Pênia und die Rechten auf eine formale Regierungsbeteiligung und mögliche Ministerämter, sicherten sich aber eine Schlüsselstellung als Mehrheitsbeschaffer der bürgerlichen Koalition und konnten weiterhin formell als Opposition auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen übernahm Joán De la Pênia die Führung der Kammergruppe seiner Partei. Damit erhielt die PSP auch organisatorisch eine Doppelspitze De la Pênia/Sarabal. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Frühjahr 2009]] kandidierte De la Pênia wie bereits 1993 und 1997 als Spitzenkandidat der Rechten in seiner Heimatregion Lojandía. Hier holte die Partei mit rund 20 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis und konnte 21 Regionalratssitze erobern. Das Ziel einer Mitte-Rechts-Regierung in Laquines wurde jedoch aufgrund des schwachen PPC-Ergebnisses verfehlt, sodass die politische Linke die Mehrheit gewinnen und einen Mitte-Links-Ausschuss bilden konnte. Unabhängige Medien sprachen von einem „Pyrrhussieg“ für De la Pênia, der sich mit Angriffen auf die regierende konservative Minderheitsregierung unter [[Francisca Del Ponte]] die eigene Möglichkeit zur Regierungspartizipation genommen habe und sich nur zulasten des potenziellen Koalitionspartners in der Region profiliert habe. De la Pênia dagegen feierte das Ergebnis als Teilsieg seiner Partei und als alleinige Niederlage der Konservativen, die nun endlich anfangen müssten, sich gegenüber der Stimmen des Volkes nicht taub zu stellen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem Aufgehen der Democrâcia Social in der konservativen Volkspartei im Frühjahr 2009 bot De la Pênia allen „Kräften des Volkes“, die sich gegen das Aufgehen in der PPC wandten, die Rückkehr in die PSP an. Seine Partei stehe ausdrücklich auch Mitgliedern der DS offen, die wieder in den Schoß der sozialpopularen Familie zurückkehren wollten. An Fabil und Laravil wollte De la Pênia das Angebot ausdrücklich nicht gerichtet wissen, welche die Spaltung der Partei zu verantworten hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 2000-2008: Bürgermeister der Stadt [[Laquines]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1992-2000: Stadtrat in Laquines&lt;br /&gt;
* 1997-2000: Regionalrat in Lojandía&lt;br /&gt;
* seit 1994: Mitglied der Abgeordnetenkammer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1993: Vorsitzender des PSP-Stadtverbandes Laquines&lt;br /&gt;
* 1991-1993: Nationaler Parteisekretär der PSP&lt;br /&gt;
* 1992-1993: Vorsitzender des PSP-Regionalverbandes [[Lojandía]]&lt;br /&gt;
* 1993-2007: Parteivorsitzender der PSP&lt;br /&gt;
* seit 2008: Sprecher der PSP-Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ramón Julio De la Costa</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ramón Julio De la Costa''' (*13.07.1952 in [[Sacâu de Barregat]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Er war von 1989 bis 1990 sagradischer [[Umweltminister]] in der [[Kabinett Ricardes II|zweiten Regierung]] von [[Donado Ricardes]] und danach von 1991 bis 1994 Präsident der Region [[Comtàid-Perín]]. Zwischen 1998 und 2006 führte er als Ministerpräsident die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne Koalition]] in Sagradien an. Von 1999 bis 2005 war er Generalsekretär seiner Partei und bis 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale. Seit den [[Europawahlen 2009]] sitzt er für die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) im Europaparlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beruf ===&lt;br /&gt;
Der aus Sacâu nahe [[Tulis]] stammende De la Costa begann nach dem Abitur ein Studium der Geschichts-, Literatur- und Politikwissenschaften, das er 1978 mit dem Magistertitel abschloss. Bereits seit 1975 gehörte De la Costa zu den Redakteuren des linkssozialistischen [[Jornal del Cânviu]] und engagierte sich während des Studiums in der Alternativen Linken. Nach Ende seines Studiums begann de la Costa eine akademische Karriere und war bis 1984 als Dozent für politische Geschichte an der [[Celusanto-Universität]] von Tulis beschäftigt. Dort promovierte er auch 1981 über die Geschichte der sagradischen Linken in der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Nachdem er bereits 1972 mehrere Veranstaltungen des linksliberalen [[Partido Radical Democrático]] besucht hatte, kam De la Costa während seines Studiums in Kontakt mit mehreren linksradikalen Gruppen, wurde 1977 Mitglied der alternativ-kommunistischen [[Democrâcia Crítica]] und engagierte sich in den Neuen Sozialen Bewegungen. 1978 gründete er gemeinsam mit anderen die [[Estudiantes Verdes i Alternativas]] als grün-linke Hochschulgruppe in Tulis. Danach war er am Aufbau eines grün-alternativen Jugend-Netzwerks beteiligt und engagierte sich für unilaterale Abrüstung, die Abschaffung von Atomwaffen, den Ausstieg aus der Atomenergie und eine Ausweitung der Bürgerrechte. Innerhalb des grün-alternativen Spektrums gehörte er zunächst dem linksradikalen, ökosozialistischen Flügel an. Noch Jahre später bezeichnete er sich selbst als Ökosozialisten, näherte sich in der praktischen Politik aber dem pragmatischen Flügel der Bewegung an. Schon als Student unterhielt er enge Kontakte zum entstehenden linksalternativen Flügel der sozialistischen [[ASUL]] und nahm als Gast an verschiedenen Treffen der [[Juventú Socialista|Jungsozialisten]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freier Journalist und Kolumnist machte sich De la Costa in der Folge einen Namen. Seine eigentliche politische Karriere begann 1984, als er als Vertrauensmann der Grün-Alternativen Liste in seiner Heimatstadt [[Tulis]] in der ersten rot-grünen Koalition der Stadt zum Mitglied der Stadtverwaltung nominiert wurde. Er wurde stellvertretender Bürgermeister in der Stadtadministration unter Bürgermeister [[Joán Corell]] und mit dem Ressort ''Tourismus, Stadtplanung und Umwelt'' betraut. Obwohl selbst weiterhin Mitglied der Democrâcia Crítica, wurde er als grüner Politiker wahrgenommen und machte sich als erster grüner Vizebürgermeister des Landes schnell einen Namen, als er eine umfassende Stadtsanierung organisierte und Tulis zur ''„Grünen Kulturstadt“'' umgestalten wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechsel von den Grünen zur ASUL ===&lt;br /&gt;
Obwohl Mitglied der [[Ecología 77]] gehörte De la Costa 1986 nicht zu den Gründern der Partei [[Verdes Celarcoes]], da er die Gründung einer eigenen Partei in Konkurrenz zu den anderen sagradischen Linksparteien ablehnte und am Konzept einer unabhängigen Bewegung festhielt. Nachdem die tulinesischen Grünen schon Anfang im 1986 die Koalition mit den regierenden [[ASUL|Sozialisten]] in Tulis aufgekündigt hatte, distanzierte sich De la Costa als entschiedener Anhänger der ökologisch-sozialistischen Zusammenarbeit von der Grünen Fraktion und blieb als Unabhängiger im Amt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der neuen Administration Corell wurde sein Ressort um den Bereich ''Wirtschaft'' erweitert und er blieb Stellvertreter des Bürgermeisters. Außerdem war er u.a. für die Koordination der ''Europäischen Kulturstadt Tulis'' zuständig. Wenig später trat er der ''Sozialistischen Allianz'' (ASUL) bei. Größere Bekanntheit in seiner neuen Partei erwarb sich der rhetorisch beflissene De la Costa auf dem Parteitag der Asul im Herbst 1987 mit einer ambitionierten und vielgelobten Rede, in der er Eckpunkte für eine linke Politik der Zukunft formulierte und darin die neue Parteiführung um Premierminister [[Donado Ricardes]] aufforderte, in der künftigen Politik Ökologie und Ökonomie zusammenzudenken. Wenige Monate später wählte ihn seine neue Partei in die Exekutive des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umweltminister im Kabinett Ricardes === &lt;br /&gt;
Nach dem Wechsel des nationalen Umweltministers [[Francisco Montero]] ins Arbeitsministerium, berief Ministerpräsident Donado Ricardes den 37-jährigen Shootingstar De la Costa im Jahr 1989 zum neuen [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt und Naturschutz]]. Dahinter verbarg sich in Hinblick auf die bald anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen]] die Strategie, einen Teil der wachsenden linksalternativen und ökosozialistischen Bewegung von den [[Verdes|Grünen]] weg und hin zur ASUL zu lotsen. Außerdem sah Ricardes in der neu aufkommenden rot-grünen Netzwerkbewegung, als deren Vertreter de la Costa galt, eine potenzielle Gefahr für seine Führung und versuchte sie in seine Politik zu integrieren. In seinem Ministeramt machte De la Costa schnell durch unorthodoxe Methoden auf sich aufmerksam und verärgerte mehr als einmal den bürgerlich-liberalen Koalitionspartner [[UDS]] sowie einige sozialistische Parteifreunde, u.a. mit seiner Kampagne für einen raschen Atomausstieg, den die Grünen forderten und der innerhalb der Sozialistischen Partei hoch umstritten war. In Zusammenarbeit mit Forschungsminister [[Carles Martínez Begueller]] initiierte De la Costa zudem ein Forschungsprogramm zum Ausbau regenerativer Energien, eines der ersten dieser Art in Europa. Zu dieser Zeit galt De la Costa als Vertreter der Neuen Linken innerhalb der Partei, legte jedoch bereits zu dieser Zeit sein Hauptaugenmerk auf eher postmaterialistische und linkslibertäre Ziele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Parteikarriere in der ASUL ===&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] wurde De la Costa von der neuen sozialistischen Parteiführung um [[Luis José López]] in den Parteivorstand geholt, wo er eines der jüngsten Mitglieder war. Der Rücktritt Donado Ricardes' als Parteichef der Sozialisten und die zunächst wenig machtvolle Stellung seines Nachfolgers Luis José López hatte zu einer Stärkung der jungen Kräfte innerhalb der Partei geführt, die eine Zusammenarbeit mit den Grünen und ein Überdenken traditionalistischer Positionen forderten. De la Costa wurde zu dieser Zeit als zwar prominenter, aber mangels Abgeordnetenmandat weniger einflussreicher Vertreter der so genannten [[Guarda Jovén]] angesehen, als deren wichtigste Repräsentanten zu dieser Zeit der [[Bordez|bordezische]] Regionalsekretär [[Paulo Satyres]], sein [[Amoria|amorischer]] Kollege [[Mariano Larcón]] sowie der ehemalige [[JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]] galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten in l’Artir im März 1991 bereits hatten die Jungen in der Partei Schlagzeilen mit einem engagierten Vorschlag für eine Aktualisierung des Parteiprogramms von 1977 gemacht, der stark von den Neuen sozialen Bewegungen geprägt war und auf eine ökologisch-postmaterialistische Erneuerung der Parteilinie abzielte. Die [[Proposiciones de l'Artir]], die auch unter der wesentlichen Mitwirkung De la Costas entstanden waren, öffentlich aber vor allem mit dem Gesicht Paulo Satyres’ verbunden wurden, wurden vom Parteiestablishment als Affront gegen die vergangenen vier Jahre und den Kurs der Regierung Ricardes aufgenommen und riefen heftige Kritik des rechten Flügels hervor. Die auf Ausgleich bedachte Parteiführung um Luis José López scheute eine direkte Konfrontation und deutete die „Proposiciones“ als Thesen dem Programmausschuss zu, der sie unter dem Einfluss [[António Grande Illega]]s jedoch Teile von ihnen in veränderter und abgeschwächter Form am letzten Tag zu Abstimmung einbrachte. Die „Proposiciones“ trafen den Geist der Zeit und wurden mit einer klaren Mehrheit angenommen und damit als Interpretationsthesen dem Semestiner Parteiprogramm von 1977 vorangestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalpräsident in Comtàid-Perín ===&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1991]] in der Region [[Comtàid-Perín]] kam es zu heftigen Auseinandersetzungen im Regionalverband der Sozialisten zwischen Anhängern der [[Große Koalition|Großen Koalition]], in der die tulinesischen Sozialisten seit 1987 unter Führung von [[Lorenzo Lacostas]] als Juniorpartner agierten, und den [[Coalición Eco-Socialista|Ökosozialisten]], die auf eine Zusammenarbeit mit den Grünen nach den Regionalwahlen drängten, um selbst die Regierung zu übernehmen. Lacostas galt damals als klarer Gegner von [[Coalición Eco-Socialista|Rot-Grün]] und geriet damit in immer deutlicheren Gegensatz zur nationalen Parteiführung, die sich auf regionaler Ebene einem Linksbündnis öffnen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Parteikongress der sagradischen Sozialisten in Artir im März 1991 die Abhaltung von Urwahlen zur Ermittlung der Spitzenkandidaten bei Regionalwahlen zugelassen hatte, nutzten die parteiinternen Gegner Lacostas’ die neue Möglichkeit und erzwangen die Abhaltung von Primares im April 1991. Bei den Primaries trat De la Costa als einer von zwei Gegenkandidaten Lacostas’ an und konnte sich knapp gegen den amtierenden Präsidenten der Region durchsetzen. Auf dem folgenden Regionalkonvent der perinisch-tulinesischen Sozialisten wurde er offiziell zum Spitzenkandidaten nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vier Jahren als Parteimitglied der Sozialisten hatte es De la Costa geschafft, sich innerhalb der Partei eine Basis aufzubauen, die ihn nun unter Duldung der Semestiner Parteiführung zum Gegenspieler des traditionalistischen Lorenzo Lacostas in der Tulineser ASUL machte. Besonders [[Jorge Gaspacho]], Nationaler Koordinator der ASUL und selbst Mitglied der jungen Generation, spielte bei dieser Neuausrichtung eine Rolle. De la Costa führte daraufhin die Partei in einen ökosozialistischen Reformwahlkampf, der zu einem unerwarteten Sieg der Sozialisten in Comtàid-Perín über die [[PPC]] führte, die ihrerseits wiederum einen parteiinternen Skandal zu verschmerzen hatte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Folge wurde De la Costa zum Präsidenten eines neuen rot-grünen Regionalausschusses gewählt, den ersten dieser Art in Tulis. Die Wahl machte ihn über Nacht zum Shootingstar der sagradischen Sozialisten neben Paulo Satyres, der bereits im Vorjahr – freilich ohne den Vorteil eines Wahlsiegs – das Amt des Präsidenten in Bordez übernommen hatte. Im Dezember 1991 wurde De la Costa als Nachfolger Lacostas’ zum neuen Regionalsekretär der perinischen Sozialisten gewählt. Schnell machte er sich einen Namen als tatkräftiger Reformer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992|Parteispendenskandal]] der Sozialisten im Folgejahr hielt sich De la Costa mit Rücktrittsforderungen zurück, trat aber für eine rasche und uneingeschränkte Aufklärung ein und unterstützte nachdrücklich die Abhaltung einer Mitgliederbefragung über das neue Parteioberhaupt. Auf dem Parteitag der Sozialisten in Sollar wurde De la Costa erstmals in die Parteiexekutive gewählt, wo er die Zuständigkeit für Fragen der Umwelt- und Zukunftspolitik erhielt. Mit Satyres als Vizegeneralsekretär, Larcón als Sekretär für institutionelle Politik und [[Enrico Herzog]] als neuen Koordinator wurde das Exekutivkomitee der Partei nochmals verjüngt und die Jungen unmittelbar in die Parteiführung eingebunden. De la Costa trat in der Folge vermehrt in der nationalen Politik auf und wurde 1993 auch mit einem Ergebnis von 77 Prozent im Parteivorstand bestätigt, wo er fortan für Regional- und Entwicklungspolitik verantwortlich zeichnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Politik in Semess ===&lt;br /&gt;
Generalsekretär António Grande berief De la Costa im Jahr 1994 als Experte für Umweltpolitik, Regionen und Entwicklung in sein Wahlkampfteam, wo der junge Regionalpolitiker im Falle eines Wahlsieges der Sozialisten als aussichtsreicher Ministerkandidat gehandelt wurde. Die Sozialisten verloren zwar die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Wahl]] gegen die regierenden [[PPC|Christdemokraten]], doch wurde De la Costa erstmals in die Abgeordnetenkammer gewählt. Dort trat er bei der Wahl um den Vorsitz der sozialistischen Gruppe gegen den bisherigen parlamentarischen Geschäftsführer der Gruppe [[Jocelín Salas]] an. De la Costa gewann die Wahl knapp und wurde damit Oppositionsführer der Sozialisten im Unterhaus der Nationalversammlung, wodurch er faktisch ins engere Führungszirkel der ASUL aufstieg. Sein Amt in Tulis gab er wieder an Lorenzo Lacostas ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1996 gründete De la Costa zusammen mit dem [[Region Ostino|ostinischen]] Regionalpräsidenten [[Iano Norriez]] und Fraktionsgeschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] einen eigenen reformorientierten „Corrente“ mit dem Namen [[Julistas|Sinistra Progresista]], was als Antwort auf die lautstarken Forderungen der Parteilinken unter Paulo Satyres gewertet wurde. Die theoretische Grundlage hatte er bereits im Frühjahr 1996 in seinem Buch ''Sinistra es Progreso. La sinistra del 21 sêcolo'' gegeben, in dem er eine linke Politik für das 21. Jahrhundert formulierte, die besonders für bürgerliche Freiheiten, eine libertäre Gesellschaftspolitik und einen ökologischen und sozialen Wohlfahrtsstaat stehen solle. Damit unterschied sich De la Costa von den ausladenden Sozialstaatsforderungen der Linken um Satyres’, die dem materialistischen Grundcharakter der Alten Linken [[Andrés Colón]]s treu blieben und deren Staatsvorstellungen De la Costa als autoritär und deren Politikstil er als linkspopulistisch zurückwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spitzenkandidat 1998 ===&lt;br /&gt;
Nachdem wenig später ASUL-Generalsekretär Grande die Möglichkeit angedeutet hatte, eventuell auf die Spitzenkandidatur der Sozialisten bei der anstehenden [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] zu verzichten, kam es in der Sozialistischen Partei zu Diskussionen um die Spitzenkandidatur. Schnell brachte der innerhalb der Kammergruppe dominierende pragmatische und auf bürgerliche Reformen bedachte Flügel den populären De la Costa als möglichen Kandidaten ins Spiel, während der linke Flügel auf eine Kandidatur ihres Führers Paulo Satyres Blanco pochte. Dagegen hatte Grande noch immer den größten Rückhalt innerhalb der Partei sicher. Nach einem entscheidenden Gespräch zwischen den drei Hauptbetroffenen der Diskussionen im Januar 1997 erklärte Grande Illega seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur zugunsten eines jüngeren Kandidaten. Daraufhin kam es in der Partei zu einer Urabstimmung zwischen De la Costa und Paulo Satyres, in der sich De la Costa knapp durchsetzen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgemäß nominierte ihn der ASUL-Kongress im Mai 1997 in Tulis zum Spitzenkandidaten der Sozialisten für die anstehende Kammerwahl im Folgejahr. Auf dem Parteikongress trat der frisch gekürte Spitzenkandidat – noch dazu mit Heimrecht ausgestattet – als großer Star der Partei auf. Mit einer schwungvollen, rhetorisch glänzenden und vielgelobten Rede beschwor er den Politikwechsel im Land und setzte die Zeichen für einen spannenden Lagerwahlkampf. Die vom Parteivorstand eingebrachten und verabschiedeten [[Declaraciones pel Cânviu]] aktualisierten die [[Proposiciones de l'Artir|''Proposiciones'']] von l’Artir aus dem Jahr 1991 vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen und orientierten sich bereits stark an de la Costas Konzept der ''Sinistra Progresista''.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Generalsekretär Grande und unter Federführung seines Wahlkampfleiters Lorenzo Dimas Ferrera entwickelte De la Costa in der Folge aufbauend auf den Tulineser Deklarationen das Konzept des [[Novo Progresismo]], der an die Grundlagen der ''Sinistra Progresista'' anknüpfte. Besonderer Wert wurde auf sozial und ökologisch verträgliche Wirtschafts- und vor allem auf liberale Gesellschaftsreformen gelegt. Wichtige Teile des Konzepts wurden später vom spanischen Sozialistenführer Zapatero als ''Nueva Via'' aufgegriffen und brachten diesem 2004 einen Sieg ein. Das Projekt ''Progressive Linke'' knüpfte bewusst an die Gesellschaftsreformen der Linksregierung [[Joán Caval]]s in den Siebzigern an und verband es mit dem Verzicht auf Sozialisierungen und übermäßige Umverteilung, wie er bereits in früheren [[Coalición Viola|„violetten“ Koalitionen]] mit der bürgerlichen [[UDS]] praktiziert worden war. In wesentlichen Bereichen stellte es ein postmaterialistisches Programm dar und präsentierte die Sozialisten als Partei der Neuen Linken, indem es die Gleichberechtigung der Geschlechter, Minderheitenschutz vor allem für ethnische und sexuelle Gruppierungen, Ausweitung der Entwicklungshilfe und Unterstützung für sozial Schwache betonte. Damit zeigte es die ASUL als Gegenpol zur vermeintlich gestrigen Politik der Koalitionsparteien. Als Vater des Programms gilt neben De la Costa auch dessen damaliger Wahlkampfleiter Lorenzo Dimas Ferrera, der später EU-Kommissar und Wirtschaftsminister werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Ministerpräsidentschaft 1998-2002 ===&lt;br /&gt;
Nach seinem eindrucksvollen Wahlsieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen im September 1998]]. bei denen die Sozialisten mit 40 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis bei nationalen Wahlen seit Joán Cavals [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Wahlsieg 1970]] feiern konnten, wurde De la Costa von Präsident [[Santiago Montoya]] zum neuen Ministerpräsidenten und Nachfolger des Konservativen [[Josep Carles Otero]] ernannt. De la Costa bildete zusammen mit dem Vorzeigegrünen und [[Duerez]]er Bürgermeister [[Carles Etxeberría]] als [[Ministerium für Auswärtiges und Europa|Außenminister]] und Vizepremier den ersten [[Coalición Eco-Socialista|rot-grünen]] Ministerrat in Sagradien, der als Minderheitsregierung aber von der Unterstützung der [[PCS|kommunistisch]] geführten [[Pacto de la Sinistra|Linken]] im Parlament abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] machte sich daran, die sagradische Gesellschaft zu modernisieren. Dabei wurden ihre Reformen wie das neue Asyl- und Einwanderungsgesetz, die Einführung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft sowie die Annahme eines neuen Autonomiestatuts für [[Aziz]], das der Inselgruppe erweiterte Selbstverwaltungsrechte zugestand, von der parlamentarischen Rechten energisch bekämpft. Das neue Statut, das von der seit 1999 in [[Santiago d'Aziz|Santiago]] regierenden Koalition aus [[PSA|Sozialisten]], gemäßigten bürgerlichen [[FALS|Nationalisten]] und anderen Mitte-Links-Gruppierungen ausgehandelt worden war und 2001 in Kraft trat, war Teil einer umfassenden neuen ordnungspolitischen Strategie, mit der die rot-grüne Regierung angetreten war, und die als [[Estado Plural]] neue devolutionäre Modelle einzuführen suchte. In diesem Rahmen wurde auch mit der christdemokratischen Opposition eine Verfassungsreform ausgehandelt, die den [[Senat]] in eine „Kammer der Regionen“ verwandeln sollte und 57 Sitze für Delegierte der [[Regionalrat|Regionalräte]] und Autonomieparlamente reservierte. Weiter reformierte De la Costa das gesamte sagradische Regionalrecht und gestand den Regionen zusätzliche Autonomierechte zu. Auch die von der Regierung de la Costa bereits 1999 durchgesetzte Aussetzung der Wehrpflicht und ihre endgültige Abschaffung nach den Wahlen 2002 wurden von der parlamentarischen Rechten abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Wirtschaftspolitik senkte die Regierung de la Costa die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern, erließ ein umfangreiches Bildungsangebot, weitete zudem die Teilzeitarbeit aus und konnte so die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich senken. Der beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung einer Klima-Abgabe sollten das ökologische Profil der Wirtschaftspolitik stärken. Der unter der Vorgängerregierung in einigen Branchen ausgesetzte Mindestlohn wurde wieder eingeführt. Die von Teilen der Parteirechten geforderte umfangreiche Sozialstaatsreform blieb in De la Costas erster Amtsperiode jedoch aus. Damit verfolgte De la Costa kein Programm des Dritten Weges wie die britische New Labour oder die deutsche Sozialdemokratie seit Ende der Neunziger Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch beteiligte sich das sagradische Militär 1999 gegen den Widerstand großer Teile der eigenen Koalition und gegen die Ablehnung durch die Linke, jedoch mit Zustimmung der bürgerlichen Opposition am Kosovo-Krieg der NATO gegen Jugoslawien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl António Grandes zum Präsidenten der Republik im Frühjahr 1999 wurde De la Costa vom Parteitag der ASUL im Bosa zum neuen Generalsekretär der Sozialisten gewählt. Ohne Gegenkandidaten erhielt der 46-Jährige 87,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Die in weiten Teile eher sozialliberal anmutende Politik De la Costas, seine klare pro-europäische Haltung sowie die Beteiligung Sagradiens am Kosovo-Krieg und anderen Auslandseinsätzen führte in der Folge zu heftigen Spannungen zwischen den dominierenden pragmatischen Reformkräften der Regierung und der Parteilinken, die 2000 im Rücktritt Paulo Satyres’ als Arbeitsminister, seinem Austritt aus der ASUL und der Gründung der konkurrierenden linksnationalen [[Partido Republicano Socialista|Republikanischen Sozialistischen Partei]] unter Führung Satyres’ gipfelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie vor ihm Joán Caval sammelte De la Costa eine Reihe junger Politiker um sich herum, die er zu seinem inneren Zirkel machte. Dazu gehörte zunächst in führender Position der Wirtschaftsfachmann [[Lorenzo Dimas Ferrera]], der seit 1994 an der Seite De la Costas in der Fraktion arbeitete und 1998 sein Kabinettschef wurde. 1999 schickte De la Costa seinen wichtigsten Vertrauten als EU-Kommissar nach Brüssel und holte ihn 2005 als Superminister für [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Wirtschaft und Finanzen]] in sein Kabinett zurück. Daneben holte de la Costa nach dem Sieg 1998 die bis dahin unbekannte [[Nina Álamo Gomes]] als Pressesprecherin in seine Regierung, 1999 folgte sie Dimas als Kabinettschefin nach, ehe sie im Jahr 2000 Nationale Koordinatorin der Sozialistischen Partei wurde. Zudem gehörten zum De la Costa-Kreis auch der langjährige Vertraute [[Santo Guerrero]] und der mehrmalige Minister [[Pietro Dulce Rodríguez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Ministerpräsidentschaft 2002-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach zwischenzeitlichen Umfragetiefs im Herbst 2000 und Frühjahr 2001 erreichte De la Costas Koalition nicht zuletzt nach heftigen inneren Auseinandersetzungen in der PPC pünktlich zur Kammerwahl 2002 wieder beste Umfragewerte, sodass das Mitte-Links-Wahlbündnis aus Sozialisten und Grünen bei den Kammerwahlen 2002 trotz Verlusten auf Seiten der ASUL seine relative Mehrheit behaupten und die Koalition mithilfe der Linken fortsetzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Parteikongress der Sozialisten im Frühjahr 2003 in Duerez befand sich Julio de la Costa auf dem Höhepunkt seiner parteiinternen Macht. Das verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Grundsatzprogramm von Duerez]], das erste vollständig neue Programm seit dem Semestiner Programm 1977 und das dritte Parteiprogramm der ASUL seit [[Manifesto de Lemez|Lemez 1962]] verankerte den Kurs der Partei unter de la Costa unter dem Schlagwort des ''Progreso Social'' auch programmatisch und ideologisch und sollte die Partei fit für das kommende Jahrtausend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2003 von der amerikanischen Regierung unter George W. Bush eingeleitete Krieg gegen den irakischen Diktator Saddam Hussein wurde von De la Costa und seiner rot-grünen Koalition deutlich abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Reformelan der ersten vier Jahre der ökosozialistischen Regierung folgten in De la Costas zweiter Amtszeit zunehmend wirtschaftliche, strukturelle und vor allem finanzielle Probleme, die den Sozialisten sinkende Umfragewerte und Mitgliederzahlen sowie eine Reihe von Wahlniederlagen bei den [[Senatswahlen 2003]] sowie den [[Kommunalwahlen 2004|Kommunal-]] und [[Europawahlen 2004]] einbrachten. Parteiintern kam es immer stärker zu Gegensätzen zwischen den Linken und den rechten Reformern, die unterschiedliche Sozialstaatsvorstellungen vertraten. Zudem wuchs das staatliche Defizit stark an. Nicht nur die bürgerliche Opposition, sondern auch Vertreter des rechten Reformflügels forderten nun eine strengere Haushaltspolitik, öffentliche Einsparungen und die Streichung von Sozialhilfe-Geldern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem im Spätsommer 2005 die Verwicklung von De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] in illegale Immobiliengeschäfte bekannt geworden war ([[Carnival-Affäre]]), kam es in der Koalition zu einer ernsthaften Krise, die in einer vernichtenden Niederlage bei [[Regionalwahlen 2005|Regionalwahlen im August 2005]] gipfelte. Der Druck auf den seit Monaten in der Kritik stehenden De la Costa wuchs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem De la Costa bereits zuvor mehrmals angedeutet hatte, nicht länger als acht Jahre regieren zu wollen, erklärte er kurz nach den Regionalwahlen seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der Sozialisten und seinen Verzicht auf die neuerliche Spitzenkandidatur für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]], blieb aber bis auf weiteres Ministerpräsident und kündigte eine umfassende Kabinettsumbildung, die zweite binnen 14 Monaten, an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger im Amt des Generalsekretärs der ASUL sowie Spitzenkandidat für die anstehenden Parlamentswahlen wurde [[Santiago Diaz de Velozo]], der sich in einer Urabstimmung gegen den Parteilinken [[Santiago Valarosa]] durchsetzen konnte. Diaz de Velozo, seit 2004 Handelsminister im [[Kabinett De la Costa III]], gehörte zum eher rechten Parteiflügel, der sich für Arbeitsmarktreformen und angesichts des steigenden Staatsdefizits für Haushaltseinsparungen aussprach. De la Costa kündigte für die Zeit nach 2006 seinen Rückzug aus der Politik an und bewarb sich nicht erneut um ein Abgeordnetenmandat. Nach der Niederlage der Sozialisten unter Spitzenkandidat Diaz de Velozo bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] schied De la Costa im November 2006 aus dem Amt. Nachfolger wurde der [[PPC|Volkspartei]]-Vorsitzende [[Miguel Ánibal Luisanto]]. Mit einer Amtszeit von acht Jahren ist er nach [[Joán Caval]] der am zweitlängsten amtierende sozialistische Regierungschef Sagradiens und der sagradische Ministerpräsident mit der drittlängsten Amtszeit insgesamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik und politisches Comeback ===&lt;br /&gt;
Nach der Wahl 2006 zog sich De la Costa zunächst für einige Zeit aus der aktiven Politik zurück und war auch im öffentlichen Leben kaum noch gesehen. Erst im Sommer 2007 meldete er sich der Öffentlichkeit zurück, als er sich mit einem großen öffentlichen Aufruf in der Wochenzeitung [[Il Tiempo]] für eine Wiederaufnahme der Bemühungen um die Ratifikation einer EU-Verfassung aussprach und die EU-Politik der [[Viererkoalition|Mitte-Rechts-Regierung]] [[Kabinett Luisanto I|Luisanto]] erstmals heftig kritisierte. Kurz darauf erschien De la Costas lange erwartetes Buch unter dem Titel ''L'Europa d'Avenir.'', in dem De la Costa nicht nur von einer Krise der EU sprach und stärkere Bemühungen um die europäische Integration forderte, sondern auch vor dem gesamt-euroäischen Phänomen der „internen Aushöhlung“ durch europaskeptische Regierungen in Polen, Tschechien und besonders auch in Sagradien warnte, wo seit 2006 die rechtspopulistische [[PSP]] des umstrittenen [[Joán De la Pênia]] indirekt an der Regierungsmehrheit beteiligt war. Als Abrechnung mit seiner eigenen Partei oder dem politischen Gegner wollte De la Costa sein Buch aber nicht verstanden wissen, sondern als „rationale und ehrliche Einschätzung der politischen Konstellationen in Europa und der Welt des frühen 21. Jahrhunderts, gerade aus Sicht eines ehemaligen Handelnden“. Aufsehen erregten auch die Kaptitel über die Gefahren der Klimaveränderungen, die zwar in seinem Buch nicht den Hauptplatz einnehmen, aber in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion stark rezipiert wurden. Von Kritikern und unabhängigen Beobachtern wurden die ehrlichen und in der Tat auch selbstkritischen Ausführungen des ehemaligen Premierministers weitgehend gelobt, während der politische Gegner das Buch als „Keule gegen den Erfolg des Regierungsbündnisses“ (PP-Fraktionschef [[Máximo Ulieta]]) verurteilte. An den Kassen war De la Costas Werk ein Verkaufsschlager und stand wochenlang auf dem Ersten Platz der Bestsellerlisten. Auch der Feuilleton lobte das Werk und hob den anspruchsvollen Stil De la Costas hervor. In der Folge gab De la Costa eine Reihe von Fernsehinterviews, in denen er eine Rückkehr in die nationale Politik in absehbarer Zeit ausschloss und sich hinter seinen Nachfolger im Parteiamt Diaz de Velozo stellte, dessen Verhältnis zu De la Costa als angespannt gilt. Er warnte aber seine Partei davor, sich in selbstreferenziellen Gefechten aufzureiben, während die Rechte das freiheitliche Sagradien durch eine auf Angst und Ausgrenzung setzende Politik unterminiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 engagierte sich De la Costa zudem als Gastredner im Semestiner Kommunalwahlkampf, wo er seinen Freund [[Pietro Dulce Rodríguez]] im Rennen um die Wahl zum [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister der Stadt]] unterstützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaukasuskonflikt des Jahres 2008 sprach sich De la Costa für eine differenziertere Analyse aus und warnte davor, in Denkmuster des Kalten Kriegs zurückzufallen. Der Westen könne internationale Politik nicht jahrelang gegen die Interessen Moskaus führen und sich dann wundern, dass Russland versucht, seine Interessensphäre zu schützen. Den Vorwurf der äußeren Linken, die von De la Costa als Regierungschef mitgetragene gewaltsame und völkerrechtswidrige Kosovo-Politik der NATO und der EU seien eine der Ursachen für das Vorgehen Russlands, wies De la Costa zurück und nannte dieses Argument einen Vorwand für die Durchsetzung eigener machtpolitischer Interessen, welche freilich auch Teile des westlichen Bündnisses im Kaukasus hätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen im Sommer 2008]] kandidierte De la Costa nicht selbst für ein Mandat, trat aber auf einer Reihe von Wahlkampfveranstaltungen der Sozialisten auf. Im Mai 2008 wurde bekannt, dass De la Costa, angeblich auf eigenen Wunsch hin, nicht Mitglied des Wahlkampfteams der Sozialisten sein würde, aber als außenpolitischer Berater des sozialistischen Spitzenkandidaten zur Verfügung stehe und eingebunden werde. Gerüchte, De la Costa werde nach den Wahlen als Außenminister zur Verfügung stehen, wurden aber von diesem dementiert. Auch Spekulationen, Parteichef und Spitzenkandidat [[Santiago Diaz de Velozo]] habe De la Costa einen Platz im Wahlkampfteam verwehrt, wurden von beiden als unwahr zurückgewiesen. Anlass dazu gab vor allem das seit langem bekannte gespannte Verhältnis zwischen De la Costa und seinem Nachfolger als Parteichef Diaz de Velozo. Nachdem Diaz de Velozo bereits im April 2008 festgestellt hatte, sein Vorgänger De la Costa werde in die strategischen Planungen für die nächsten Parlamentswahlen eingebunden, hatte dieser eine Einbeziehung in die operative Parteipolitik öffentlich abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Interviews und Wahlkampfveranstaltungen attackierte De la Costa seinen Amtsnachfolger [[Miguel Ánibal Luisanto]] und dessen Regierung heftig. Der Ministerpräsidnet habe in Sagradien einen von gewissen Schlüsselmedien abgesicherten Populismus etabliert, der sich fortschrittlich und liberal geriere, in Wirklichkeit aber lediglich wirtschaftsliberal, nationalistisch und reaktionär gesinnt sei. Der so genannte ''Luisantismo'', den der Premier nun als ''Popularismo'' verkaufe, sei damit nichts anderes, als eine politisch korrekte und mehrheitsfähige Variante des rechtspopulistischen ''Delapenismo'', der die sagradische Rechte seit Jahren unterminiert habe. Die Auseinandersetzung zwischen Luisantisten und Delapenisten seien Scheingefechte, die sich in dem Moment auflösen würden, in dem die beiden Parteien wieder zur gemeinsamen Machtübernahme  aufeinander angewiesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der Sozialisten bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] lobte De la Costa den gescheiterten Parteichef Diaz de Velozo doppeldeutig für dessen raschen Rückzug aus der Parteiführung, der Platz für einen schnellen Neuanfang gemacht habe. Aus dem Wettbewerb um die Nachfolge Diaz de Velozos hielt er sich gänzlich heraus und gab auch für die ihm nahestehenden [[Julistas]] keine Wahlempfehlung ab. Nach dem Sieg [[Mercé Serrat Cabarell]]s bei den im November abgehaltenen Primaries wurde bekannt, dass De la Costa dieser zukünftig als strategischer Berater zur Vefügung stehen werde. Eine eigene Kandidatur für den Parteivorstand lehnte er aber ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Comeback als Europaabgeordneter ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2009 wurde bekannt, dass de la Costa für die Sozialisten auf einem Spitzenplatz bei den [[Europawahlen 2009|Wahlen zum Europäischen Parlament im Sommer]] kandidieren würde. Schließlich trat De la Costa als Spitzenkandidat auf der Wahlliste der sagradischen Sozialisten an und wurde ins Straßburger Parlament gewählt. Damit feierte er endgültig seine Rückkehr auf der politischen Bühne. Im Wahlkampf hatte die Asul unter De la Costas Führung ein Konzept zur Überwindung der Wirtschaftskrise und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Förderung ökologisch verträglicher Industrien und  die Schaffung von Arbeitsplätzen in den regenerativen Energien, der Forschung, Kultur und dem Gesundheitswesen vorgestellt, das als [[Plan Social-Ecologista per l’Europa]] (kurz: PSE) bezeichnet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den für die SPE enttäuschenden Wahlen sprach De la Costa davon, die europäische Sozialdemokratie stecke in einer Krise, die seit den Neunziger Jahren anhalte. Alle Konzepte der gemäßigten Linken in Europa seien auf Dauer gescheitert, den allmählichen Niedergang der Sozialdemokraten in den Einzelländern zu verhindern. Die Sozialdemokraten Europas müssten daher gesamteuropäische Lösungen suchen und dürften vor Bündnissen mit anderen progressiven Bewegungen Europas wie den Grünen nicht zurückschrecken. Es brauche starke, aber dabei in jedem Fall demokratisch legitimierte europäische Institutionen. Das Zentrum der europäischen Politik müsse daher auf Dauer im Parlament zu suchen sein, das allein die unmittelbare demokratische Legitimation besitze. De la Costa sprach sich in diesem Zusammenhang auch dafür aus, die Wahl des Kommissionspräsidenten als echte Wahl zu verstehen, in der es Alternativen geben müsse.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Europarlament wurde De la Costa sofort zum Präsidenten der Delegation der ASUL-Abgeordneten gewählt. Außerdem ist er Mitglied und stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten sowie Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. Er gilt als möglicher Nachfolgekandidat für den deutschen Martin Schulz als Vorsitzender der S&amp;amp;D-Fraktion im Europaparlament, sollte dieser 2012 zum Präsidenten des Parlaments gewählt werden. Ende 2009 wurde De la Costa zudem als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für das Amt des Hohen Vertreters der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU genannt, wurde schließlich aber nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 unterstützte De la Costa die Gründung der so genannten Spinelli-Gruppe, die einen gesellschaftlichen und akademischen Diskurs über eine weitere Föderalisierung der Europäischen Union voranzutreiben sucht. Weitere Unterstützer sind Guy Verhofstadt, Jacques Delors, Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer, Mario Monti sowie auf sagradischer Seite der ehemalige sagradische Außenminister [[Hernán Ferrero Perón]], der wie De la Costa ebenfalls 2009 ins Europaparlament gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderes ==&lt;br /&gt;
De la Costa gilt als äußerst geistreicher und rhetorisch beflissener Redner. Besonderes internationales Ansehen konnte er sich neben seinen jüngsten Beiträgen zum Klimaschutz als Förderer der Europäischen Integration erwerben. Vor allem sein Engagement für die gescheiterte Europäische Verfassung trug ihm den Ruf eines überzeugten Europäers ein. De la Costa gilt als ausgesprochen polyglott. Neben Sagradisch, Englisch und Französisch spricht er auch diverse andere romanische Sprachen sowie ein wenig Mandarin. &lt;br /&gt;
Noch immer stellt De la Costas Corrente mit seinen zahlreichen Sympathisanten eine der wichtigsten Strömungen innerhalb der sozialistischen Asul dar. Zu den einflussreichsten „Julistas“ werden derzeit der Semestiner Bürgermeister und ehemalige Minister [[Pietro Dulce]], die [[Sur-Pinial|südpinische]] Regionalsekretärin [[Ana Voçares]], die langjährige Koordinatorin der Asul und heutige [[Amoria|amorische]] Regionalsekretärin [[Nina Álamo Gomes]] sowie Ex-Finanzminister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] gezählt. Der Corrente De la Costas steht für eine gesellschaftsliberale Ausrichtung, eine ökologisch-nachhaltige Energiepolitik ohne Atomstrom, eine pragmatische und dezidiert proeuropäische Außenpolitik sowie moderate Wirtschafts- und Sozialreformen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bezeichnete sich selbst als „Julista“ und gilt als enger persönlicher Freund De la Costas. Bei den spanischen Parlamentswahlen 2008 stand De la Costa seinem Freund Zapatero als politischer Berater zur Seite und trat bei gemeinsamen Wahlveranstaltungen auf. Julio De la Costa ist Mitglied im Club of Madrid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Julio De la Costa war seit 1982 mit der Tulineser Journalistin ''Estrela Ferrera Els'' verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter, ''Grâcia María'' (*1984) und ''Teresa Sónsoles'' (*1987). De la Costa und Ferrera Els leben seit 1995 getrennt und sind seit 1997 geschieden. Seit 2003 ist Julio De la Costa offiziell mit der 18 Jahre jüngeren sozialistischen Politikerin [[Ana Voçares]] liiert. Voçares war von 2001 bis 2002 als Staatssekretärin im Kulturministerium beschäftigt. Nach den Kammerwahlen im Jahr 2002 wurde sie für die Öffentlichkeit überraschend nicht mehr für ein Regierungsamt berücksichtigt. Erst wenige Monate später wurde die Beziehung zwischen De la Costa und Voçares bekannt. Voçares ist heute Sekretärin der ASUL in der Region [[Sur Pinia]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costas Bruder ist der bekannte Tulineser Mathematikprofessor ''Joán Arcélio De la Costa''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De la Costa bezeichnet sich selbst als „skeptischen Agnostiker“ und war der erste Ministerpräsident des Landes, der den Amtseid ohne religiöse Beteuerung abgelegt hat, wofür er Kritik von Seiten der katholischen PPC-Opposition einstecken musste. Seine beiden Töchter werden eigenen Angaben zufolge dennoch „liberal-katholisch, aber säkular“ erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1987: stellvertretender Bürgermeister von [[Tulis]] und Beigeordneter Stadtrat für Tourismus und Umwelt&lt;br /&gt;
* 1987-1989: stellvertretender Bürgermeister von [[Tulis]] und Beigeordneter Stadtrat für Handel, Tourismus und Umwelt&lt;br /&gt;
* 1989-1990: [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Minister für Umwelt und Naturschutz]] im [[Kabinett Ricardes II]]&lt;br /&gt;
* 1991-1994: Präsident der Region [[Comtàid-Perín]]  &lt;br /&gt;
* 1998-2006: [[Ministerpräsident (Sagradien)|Präsident des Ministerrats]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss des Europäischen Parlaments für auswärtige Angelegenheiten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1992: Stadtrat in Tulis&lt;br /&gt;
* 1991-1994: [[Regionalrat]] in Comtàid-Perín&lt;br /&gt;
* 1994-2006: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1994: Regionalsekretär der [[ASUL]] in Comtàid-Perín&lt;br /&gt;
* 1994-1998: Sprecher der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 1999-2005: Generalsekretär der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2009: Sprecher der sagradischen Delegation in der PASD-Fraktion im Europaparlament&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Comtàid-Perín]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umweltminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Javier Carles Etxeberría</title>
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		<updated>2012-03-05T22:50:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Javier Carles Etxberría Alstrom''' (*1947 in [[Semess]]) ist ein Publizist und Politiker der [[Sagradien|sagradischen]] [[Verdes|Grünen Partei (Ils Verdes)]]. Er war von 1991-1994 stellvertretender Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt [[Semess]] und von 1998 bis 2006 in der rot-grünen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] erster grüner [[Außenminister]] des Landes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage der rot-grünen Allianz bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]] zog sich Etxeberría aus der aktiven Politik zurück und ist heute als Journalist und Publizist, u.a. als Mitherausgeber der Wochenzeitung [[Il Debate]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Beruf ===&lt;br /&gt;
Carles Etxeberría wurde 1947 in Semess geboren und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei seiner argentinischen Mutter in deren Heimatland sowie in den USA, wo sie als Journalistin arbeitete. 1966 kehrte Etxeberría nach Sagradien zurück und begann ein Studium der Staatsrechtslehre und der Philosophie in Semess. Bereits 1967 kam Etxeberría in Kontakt mit verschiedenen linken Gruppierungen und beschrieb sich selbst als Trotzkisten. 1968 hielt er sich anlässlich eines Auslandssemesters in Paris auf und unterhielt enge Kontakte zu Daniel Cohn-Bendit, der als Anführer der Pariser Studentenbewegung galt. Etxeberrías Rolle während der Mai-Unruhen 1968 ist bis heute nicht vollständig geklärt, doch kehrte Etxeberría kurze Zeit später nach Sagradien zurück, wohl um einer Ausweisung zuvor zu kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Semess organisierte Etxeberría in der Folge einige Veranstaltungen gegen die amtierende [[Kabinett Favale II|Rechtsregierung Favale]], die er als faschistisch ablehnte. Obwohl Etxeberría auch in den Siebziger Jahren noch zu den prominenten Vertretern der studentischen Linken zählte und Mitglied der kommunistischen, später linksalternativen [[Democrâcia Crítica]] wurde, mäßigte er seine politischen Ansichten und widmete sich hauptsächlich seiner wissenschaftlichen Karriere. Später gab er zu, der [[ASUL|sozialistischen]] Regierung unter [[Joán Caval]] in den Anfangsjahren mit Wohlwollen gegenüber gestanden zu haben. Nach seiner Promotion im Jahr 1975 arbeitete Etxeberría als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Semess und für kurze Zeit in Paris, ehe er 1982 als Professor für Staatsphilosophie nach Duerez berufen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge in der Grünen Bewegung und der Semestiner Stadtpolitik ===&lt;br /&gt;
Nachdem er die Koalition der [[ASUL|Sozialisten]] mit den [[UDS|Liberalen]] im Jahr 1975 abgelehnt hatte, gehörte Etxeberría in den Folgejahren gemeinsam mit einigen Parteigenossen aus der [[DC]] zu den Gründern der sagradischen Grün-Alternativen Bewegung. 1980 bereits hatte er bei den Kommunalwahlen in Semess für die Grün-Linke Liste kandidiert, ohne aber ein Mandat zu erhalten. In der Folge arbeitete er in verschiedenen Positionen in der Semestiner grünen Szene mit und machte sich als harter Kritiker der Semestiner Stadtpolitik einen Namen, die er als korrupt und verfilzt charakterisierte. 1986 gründete Etxeberría mit einigen akademischen Mitstreitern an verschiedenen Universitäten des Landes das [[Forum Ecología 86]], das als ökologischer Think Tank eine nachhaltige Politik für die kommenden Jahrzehnte formulieren sollte. Er wurde zudem erster Generalsekretär des Forums, dem 1987 ein Institut angeschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen 1984]] zog Etxeberría erstmals für die grün-alternative Liste in den Semestiner Stadtrat ein und war danach wesentlich an der Aushandlung der ersten rot-grünen Koalition in der Hauptstadt beteiligt. 1985 wurde er zum Fraktionssprecher der Grünen im Stadtparlament gewählt. Nach mehreren harten Auseinandersetzungen zwischen den Koalitionspartnern stimmte Etxeberría schließlich im Herbst 1987 mit seinen Fraktionskollegen für eine Beendigung der Zusammenarbeit, was zum Rücktritt des Semestiner Bürgermeisters [[Flávio Osório Jimenez]] führte. Bei den [[Kommunalwahlen 1988]] verzichtete Etxeberría auf eine Wiederwahl und arbeitete wieder als Hochschuldozent, ehe er 1989 für die sagradischen Grünen ins Europäische Parlament einzog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 gehörte Etxeberría zu den Gründungsmitgliedern der vereinigten Grünen Partei [[Ils Verdes]]. Hier galt er als einer der Exponenten des linken Flügels und als einer der Gegenspieler von Vorstandssprecher [[Carles Vergil]], der 1991 die Partei verließ. Bei den Semestiner Kommunalwahlen im Herbst 1991 kehrte Etxeberría in die Stadtpolitik zurück und ging für die Grünen als Spitzenkandidat ins Rennen. Im neu gebildeten rot-grünen Magistrat des Sozialisten [[António Grande Illega]] wurde Etxeberría Vizebürgermeister mit der Zuständigkeit für die Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik der Stadt. Damit stieg er zu einem der bekanntesten grünen Politiker des Landes auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einstieg in die Nationale Politik ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] zog Etxeberría erstmals ins nationale Parlament ein. Dort machte er sich als einer der prominentesten und stärksten Redner der Grünen einen Namen. Nach dem Rückzug des grünen Vormannes [[David Osqar Letard]] im Jahr 1996 rückte Etxberría neben [[Franca Ferrero Benítez]] an die Spitze der Partei und bildete bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] das Spitzenduo der Grünen. Unter dem Duo Ferrero-Etxeberría gingen die Grünen und die nun von De la Costa angeführten Sozialisten mit dem Ziel einer gemeinsamen Regierungsmehrheit in die Wahl. Etxeberrías Partei holte 7,2% der Stimmen und konnte zusammen mit der Asul (40 Prozent) eine Minderheitskoalition bilden. Erstmals waren die Grünen nun unmittelbar an einer sagradischen Regierung beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenminister der Rot-Grünen Koalition ===&lt;br /&gt;
In der neuen [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]], der ersten [[Coalición Eco-Socialista|öko-sozialistischen Koalition]] auf nationaler Eben des Landes, wurde Etxeberría Außenminister. Als solcher musste er 1999 in der eigenen Partei die Beteiligung seines Landes am Kosovo-Krieg durchsetzen und konnte einen Koalitionsbruch nur knapp verhindern. Außerdem nahm er für sein Land im ersten Quartal 2000 die Präsidentschaft des Europäischen Rates wahr. Die Regierung De la Costa, mit einem ambitionierten gesellschaftlichen Reformprogramm angetreten, setzte einige grüne Politikinhalte um, darunter die Einführung der Homosexuellen-Ehe, den Ausstieg aus der Atom-Energie, die Einführung einer Klima-Abgabe sowie eine Reform der Staatsorganisation. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Folge gelang es den Grünen, sich als Reformmotor der Koalition zu präsentieren und ganz auf die Popularität ihres Spitzenkandidaten zu bauen. Nach dem Rückzug Ferrero Benítez' aus dem Kabinett und einem neuerlichen Sieg der rot-grünen Koalition bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlen 2002]] setzte er als Außenminister die Koalition mit den Sozialisten fort und rückte zum Vizepremierminister auf. Die Grünen hatten bei dieser Wahl mit 8,7% das beste Ergebnis der Parteigeschichte erzielt. Spätestens seit diesem Wahlerfolg galt Etxeberría noch vor Ministerpräsident De la Costa und Oppositionsführer [[Miguel Ánibal Luisanto|Luisanto]] als mit Abstand beliebtester Politiker des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] traten Sozialisten und Grüne gemeinsam mit regionalen und linksliberalen Gruppen im Mitte-Links-Bündnis [[Cerezo]] (Kirschbaum) an, verloren aber die Mehrheit an die politische Rechte. Die Grünen rutschten bei der Wahl von 8,7 auf 7,2 Prozent ab, die Sozialisten verloren sogar mehr als sechs Prozentpunkte. Nach der Niederlage erklärte Etxeberría seinen Rückzug aus der Grünen-Führung. Seine Nachfolge trat [[María Nabarro Laval]] an, die zuvor als Umweltministerin amtiert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2007 gab Etxeberría sein Mandat in der Abgeordnetenkammer auf und wurde Mitherausgeber der als linksliberal geltenden Wochenzeitung [[Il Debate]], für die er seitdem in unregelmäßigen Abständen vornehmlich zu außen- und europapolitischen Themen eine Kolumne schreibt. Etxeberría ist zudem einer der Kuratoriumsvorsitzenden des [[Istituto Sagradês de la Política Internacional]] (ISPI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-1991: MdEP &lt;br /&gt;
* 1991: Stadtrat in [[Semess]] &lt;br /&gt;
* 1994-1996: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
* 1998-2007: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1991-1994: Vizebürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1992-1994: Leiter der Behörde für Wirtschaft und Infrastruktur der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1998-2006: Außenminister in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa I|De la Costa I]], [[Kabinett De la Costa II|II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]&lt;br /&gt;
* 2002-2006: Vizepremierminister in den Kabinetten [[Kabinett De la Costa II|De la Costa II]], [[Kabinett De la Costa III|III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1985-1986: Fraktionssprecher der [[Verdes Celarcoes]] im Semestiner Stadtrat&lt;br /&gt;
* 1996-1998: Sprecher der sagradischen [[Verdes|Grünen]] (zusammen mit [[Franca Ferrero Benítez]])&lt;br /&gt;
* 1998: Zweiter Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998]] (hinter [[Franca Ferrero Benítez]])&lt;br /&gt;
* 2002: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]]&lt;br /&gt;
* 2006: Spitzenkandidat der Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Außenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der Grünen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
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		<title>Les Verdes</title>
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		<updated>2012-03-05T22:49:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen ''Ils Verdes'', ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis [[Ecología 77]] sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien [[Verdes Celarcoes]] (''Regenbogen-Grüne'') und [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie''). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]], seither sind sie in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Wurzeln ==&lt;br /&gt;
=== Ecología 77 ===&lt;br /&gt;
Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. &lt;br /&gt;
Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes [[Confederación Ecología 77]] (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltparteien und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im [[Alconía|niederalkonischen]] [[Bergüel]], die im Sommer 1977 stattfanden.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den [[Regionalwahl 1978 in Escada-Bosanês|eskadischen Regionalwahlen 1978]] feiern, bei denen die grüne [[Lutte Ecologist – Lista Verde]] von [[David Osqar Letard]] ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den [[Europawahlen 1979|Europa-]] und [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Kammerwahlen des Jahres 1979]] konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden [[Kommunalwahlen 1980]] reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Democrâcia Ecologista 1980 ===&lt;br /&gt;
Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]] im Jahr 1980 die Partei [[Democrâcia Ecologista]] (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebte. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die [[Democrâcia Crítica]] oder der [[Grupo Comunista Scantês]]. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Tendenzwende innerhalb der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunistischen Partei]] Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Erfolgsphase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere [[ASUL|Sozialisten]], welche die Beteiligung ihrer Partei an der [[Große Koalition|Großen Koalition]] 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des [[Partido Socialista Sagradês|PSS]] und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semestina]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in [[Escada-Bosanês]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semess]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in [[Duerez]] und [[Malesc]], 1985 auch in [[Semess]] unter der Führung von [[Flávio Osório Jimenez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdes Celarcoes (1984-1989) ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen 1982]] trat die ECO77 mit der ''Grünen Liste Regenbogen'' (''Lista Verde „il Celarco“'') an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei [[Verdes Celarcoes]] hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den [[Europawahlen 1984]] bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Democrâcia Crítica]] und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld der [[Regionalwahlen 1985]] kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von [[Nícola Zamorra]] wurde dieses Modell 1985 als erstes in [[Alconía]] verwirklicht, wenige Wochen folgten [[Lorenzo Lacostas]] in [[Perín-Tulinesa]], [[Miguel Valente]] in [[Sarmay]] und [[Carles Espinosa]] in [[Sesín]]. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von [[Großen Koalitionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die [[Democrâcia Ecologista]] sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von [[Isabel Maier Serrán]] kandidierten erneut im Bündnis mit der [[Democrâcia Crítica]], die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Verdes ==&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;quot;Verdes&amp;quot; 1989 ===&lt;br /&gt;
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' mit einem Teil der ''Democrâcia Crítica'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen [[Partido Democrático Ecologista]] (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die linksalternative [[PSAP]], die aus dem fundamentalistischen Flügel der [[Democrâcia Crítica]] hervorgegangen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 wiederholten die Grünen ihren Erfolg von 1984 und steigerten sich auf 4,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===&lt;br /&gt;
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] etablierte sich die neue Partei auf der nationalen Ebene. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den &amp;quot;etablierten&amp;quot; Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher [[Carles Vergil]] verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die weitgehend einflusslos blieb und nach Jahren der faktischen Inaktivität 2008 in der neuen Partei [[Ils Radicales]] aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Stelle Vergils rückte [[David Osqar Letard]] neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] als potenzieller Regierungspartner der sagradischen Sozialisten gehandelt wurde. Nach den [[Regionalwahlen 1993]] regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. Seit 1991 regierte zudem auch in der Hauptstadt [[Semess]] wieder eine rot-grüne Koalition, in der [[Javier Carles Etxberría]] das Amt des Vizebürgermeisters ausübte. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses [[Unitá de la Sinistra|l'Unitá]], welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unfalltod Isabel Maier Serráns im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante rot-grüne Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich [[Franca Ferrero Benítez]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Etxeberría und die Regierungsjahre 1998-2006 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1996 aus gesundheitlichen Gründen rückte der frühere Semestiner Vizebürgermeister [[Javier Carles Etxeberría]] als unumstrittene Größe an die Spitze der Partei und stieg neben Franca Ferrero zum Parteiführer auf. Mit diesem Führungsduo strebte die Partei erstmals offen unmittelbare Regierungsverantwortung an. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 7,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: [[Franca Ferrero Benítez]] wurde [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Ministerin für Umwelt und Energie]] und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. Auch Etxeberría trat als neuer [[Außenminister]] ins Kabinett ein. Daneben gehörten für die Grünen [[Francisca Abelardo Jimenez]] als [[Ministerium für Familie, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung]] und die von der Partei nominierte parteilose [[Cristina Nacil]] als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.   &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da mit Ferrero und Etxeberría beide Sprecher der Partei ins Kabinett gerückt waren, musste ein neues Führungsduo der Partei gewählt werden. Die schließlich gewählten [[Daniela Mercé Carret]] und [[Arrigo Usantís]] standen aber von Beginn an im Schatten ihrer Vorgänger, die inoffiziell weiterhin als Parteiführer agierten, was in der Partei jedoch auch zu Problemen und Widerständen führte, zumal  Javier Carles Etxeberría als Außenminister schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes aufstieg und die offizielle Parteiführung in den Schatten stellte. Franca Ferrero Benítez ging schließlich auf die Reibungsverluste zwischen Regierungs- und Parteiarbeit ein und verzichtete im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als alleinigem Star der Partei etablierte sich die Partei mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (8,7% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnte weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit [[María Nabarro Laval]] zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition seit 2006 ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Parlamentswahlen 2006]] traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 7,2 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Nach dem Rückzug [[Carles Etxeberría]]s aus der Parteiführung kam es zu einem parteiinternen Schlagabtausch zwischen der Parteilinken und dem pragmatischen Flügel. Mit der Wahl [[María Nabarro Laval]]s zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung setzte sich der pragmatische Flügel durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahlen 2008]] traten die sagradischen Grünen erneut im Kirschbaum-Bündnis mit Sozialisten und Linksliberalen an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verloren die Grünen leicht an Stimmen und stellen mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die indirekt an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des [[PSP]] als glaubwürdige Alternative präsentieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Nabarro Laval versuchten die Grünen, ihre Verbindungen zu den außerparlamentarischen sozialen Bewegungen zu stärken und beteiligten sich am Projekt [[Entesa Progresista]], einem Diskussionsforum ökologischer, regionalistischer und anderer politischer Gruppierungen und NGOs, das Verbindungen zwischen der grün-linken politischen Bewegung, der Grünen Partei und Organisationen wie Green Peace oder attac. Beteiligt wurden zudem regionalistische Parteien, die mit den Grünen das Ziel einer föderalistisch organisierten ''Republik der Völker, Ethnien und Regionen'' teilen.  Bei den [[Europawahlen 2009]] traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste [[Europa Progresista i Verde]] (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die [[Escada|eskadische]] [[Acción Regionalista d'Escada|ARE]] oder die [[Aziz|azizische]] [[Entesa de la Sinistra Regionalista|Entesa]] angehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenkandidatin war [[Franca Ferrero Benítez]]. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009]] erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von [[Alto Scantia]] und [[Oller]] schafften die Grünen den Einzug in jeden [[Regionalrat]]. In den einwohnerstarken Regionen [[Comtàid-Perín]], [[Bordez]] und [[Lojandía]] trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der [[Regionale Junta|regionalen Junta]] vertreten. Bei den [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semestina]] (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Orientierung ==&lt;br /&gt;
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Gründung der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei Demokratie und Solidarität]] im Jahr 2008 änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Parlamentswahlen 2008]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miguel Ánibal Luisanto]] zu stürzen. Die Grünen bezeichnen sich selbst nicht als linksliberal, sondern bevorzugen die Bezeichnung linkslibertär (''sinistra-libertário'') oder linksradikal (''sinistra-radical'', im Sinne von freiheitlich, linksbürgerlich, bürgerrechtsliberal und laizistisch). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer &amp;quot;Coordinadora de Progresistas&amp;quot; als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochburgen und Diasporagebiete ==&lt;br /&gt;
Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in [[Alconía]], wo die Partei in [[Duerez]] bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in [[Malesc]] tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie [[Tulis]] oder [[Semess]] sowie in der Stammprovinz [[Escada]] sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen [[Oberscantia]] und [[Oller]] als gründe Diaspora gelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die 1993 gegründete Jugendorganisation der ''Jungen Grünen – Alternative Jugend'' ([[Jovenes Verdes – Juventú Alternativa]]) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die ''Stiftung Umwelt und Demokratie'' ([[Fundación Ecología i Democracía]] / EcoDem) oder die [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas]] (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur ==&lt;br /&gt;
Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die ''Delegación Federal Administrativa'', an deren Spitze zwei gleichberechtigte Parteisprecher stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führungspersönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Parteisprecher/Sekretäre ===&lt;br /&gt;
* 1989-1991: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]&lt;br /&gt;
* 1991-1993: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Névito Lima]]&lt;br /&gt;
* 1993-1994: [[Isabel Maier Serrán]] (†Nov. 1993) und [[David Osqar Letard]]&lt;br /&gt;
* 1994-1996: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[David Osqar Letard]] &lt;br /&gt;
* 1996-1998: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[Javier Carles Etxeberría]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: [[Daniela Mercé Carret]] und [[Arrigo Usantís]]&lt;br /&gt;
* 2000-2002: [[María Nabarro Laval]] und [[Domênco Leal]]&lt;br /&gt;
* 2002-2004: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[Domênco Leal]]&lt;br /&gt;
* 2004-2006: [[Francisca Abelardo Jimenez]] und [[Daniel Gris Joel]]&lt;br /&gt;
* 2006-2012: [[María Nabarro Laval]] und [[Domênco Leal]]&lt;br /&gt;
* seit 2012: [[Sofía Odell Iribarne]] und [[Mariano Rubial]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grünen bei Wahlen ==&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahl 1986]]: 3,6 Prozent, 16 Sitze (kollektive Führung, [[Verdes Celarcoes]], zusammen mit [[Democrâcia Crítica]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahl 1990]]: 5,2 Prozent, 22 Sitze (Spitzenkandidaten: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahl 1994]]: 4,6 Prozent, 20 Sitze (Spitzenkandidat: [[David Osqar Letard]]) &lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]]: 7,2 Prozent, 30 Sitze (Spitzenkandidaten: [[Franca Ferrero Benítez]] und [[Javier Carles Etxeberría]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahl 2002]]: 8,7 Prozent, 37 Sitze (Spitzenkandidat: [[Javier Carles Etxeberría]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahl 2006]]: 7,2 Prozent, 30 Sitze (Spitzenkandidat: [[Javier Carles Etxeberría]])&lt;br /&gt;
* [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Kammerwahl 2008]]: 6,7 Prozent, 29 Sitze (Spitzenkandidatin: [[María Nabarro Laval]]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Merc%C3%A9_Serrat_Cabarell&amp;diff=8831</id>
		<title>Mercé Serrat Cabarell</title>
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		<updated>2012-03-05T22:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''María Mercé Serrat Cabarell''' (*1959 in [[Semess]]) ist eine [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der sozialistischen [[ASUL]]. Mercé Serrat ist die Tochter des ehemaligen [[Ministerpräsident (Sagradien)|Ministerpräsidenten]] [[Joán Caval]] und war in der [[Kabinett De la Costa I|Regierung De la Costa]] 2001 bis 2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Sozialministerium]] und [[Kabinett De la Costa II|danach]] bis 2005 sagradische [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Gesundheitsministerin]]. Seit 2008 ist sie Generalsekretärin der [[ASUL|Sozialistischen Allianz (Asul)]] und Vizepräsidentin der Sozialistischen Internationale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Jugend ==&lt;br /&gt;
Serrat Cabarell wurde 1959 als jüngste Tochter des Architekten Joaquín Serrat Flores und dessen Frau María Cabarell Sántxez in Semess geboren. Ihre Eltern ließen sich früh scheiden, Serrat lebte anschließend bei ihrer Mutter, die aus beruflichen Gründen des öfteren umziehen musste. Erst kurz vor dem Abitur kehrte Mercé Serrat nach Semess zurück, wo sie anschließend an der [[Politikhochschule Semess-Noyar]] Verwaltungswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft. Bereits als Jugendiche kam Mercé Serrat durch ihre politisch engagierte Mutter in Kontakt mit linken politischen Gruppierungen und Jugendorganisationen und war als Studentin in den frühen Achtziger Jahren für den sozialistischen Hochschulbund [[COSES]] engagiert. Sie beteiligte sich zudem an der Friedensbewegung in Sagradien und trat schließlich der [[ASUL|Sozialistischen Allianz]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium lehrte sie zunächst ein Jahr lang an der Verwaltungshochschule in Noyar und arbeitete danach als hauptamtliche Mitarbeiterin des sagradischen Gewerkschaftsbundes [[CSSL]]. Parallel dazu schrieb sie für verschiedene linke Zeitschriften wie den [[Avante!]] oder das [[Jornal Societá Moderna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der politischen Karriere und Geschenk-Affäre 1996 ==&lt;br /&gt;
Über ihre Arbeit bei der Gewerkschaft und im [[COSES]] schloss Cabarell früh Kontakte mit der politischen Elite Sagradiens. Auf diesem Weg lernte sie auch die Sekretärin der [[Sozialistische Frauen|Sozialistischen Frauen]] [[María Benítez Saforcada]] kennen, die zu einer wesentlichen Förderin Serrats wurde. Auf Empfehlung Benítez Saforcadas hin wurde sie 1987 zur stellvertretenden Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]] in der [[Region Semestina]] gewählt, wo sie sich besonders für die Gleichstellung von Frauen in der öffentlichen Verwaltung einsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr erstes politisches Mandat erhielt Mercé Serrat bei den [[Europawahlen 1989]], bei denen sie für die [[ASUL]] ins Straßburger Parlament gewählt wurde. Dort war sie u.a. im Sozialausschuss vertreten. Seit ihrer Brüsseler und Straßburger Zeit bezeichnet sich Mercé Serrat als überzeugte Anhängerin der Europäischen Integration. In ihre Zeit im EU-Parlament fallen u.a. die wegweisenden Entscheidungen zur Norderweiterung der Union sowie zur Verabschiedung des Maastrichter Vertrags.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Europawahlen 1994]] verzichtete Serrat Cabarell auf eine Wiederwahl ins Europäische Parlament und zog erstmals für die sagradischen Sozialisten in die [[Abgeordnetenkammer]] in [[Semess]] ein. Im Folgejahr wurde sie ins Exekutivkomitee der Sozialisten in der Stadt Semess gewählt, vom [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeister]] [[António Grande Illega]] sehr medienwirksam zur Beauftragten der Hauptstadt für Integration und Gleichstellung ernannt und galt danach schlagartig als Shootingstar in der Hauptstadt-ASUL. Bei der anschließenden Vorstandswahl im Semestiner Stadtverband der ASUL bewarb sich Serrat Cabarell um das Amt der Parteisekretärin der Hauptstadt-Allianz. Bei der parteiinternen Vorauswahl konnte sie sich knapp gegen ihre männlichen Mitbewerber durchsetzen, zu denen auch [[Miguel Javier León]] gehörte. In der Folge galt sie als mögliche Konkurrentin Leóns um die Nachfolge [[António Grande Illega]]s als Semestiner Bürgermeister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem machte jedoch ein politischer Skandal ein Ende, der den rasanten Aufstieg Serrats im Herbst 1996 einstweilen stoppte. Es kam zu Vorwürfen gegen Serrat, nach denen sie als Europaabgeordnete Geschenke von Wirtschaftsvertretern angenommen haben soll. Serrat musste einräumen, sich in einem Fall privat mit einem Vertreter der Wirtschaft getroffen und auch Geschenke angenommen zu haben, sie erklärte, dies zu bereuen und die Geschenke zudem unverzüglich zurückgegeben zu haben. Dennoch msuste sie den Posten als kommunale Sekretärin der Semestiner Asul räumen. Ihr Nachfolger wurde ihr Dauerkonkurrent Miguel Javier León. Auch ihr Abgeordnetenmandat gab sie daraufhin auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere auf nationaler Ebene ==&lt;br /&gt;
=== Comeback und Parteikarriere bis 2001 ===&lt;br /&gt;
Nach ihrem einstweiligen Rückzug aus der aktiven Politik arbeitete Serrat für die Akademie der Sozialistischen Partei in [[Semess]] und kümmerte sich wieder verstärkt um die Arbeit in der sozialistischen Frauenorganisation, wo sie als Vorstandsmitglied half, eine Kampagne zugunsten der Gleichbezahlung von Männern und Frauen zu koordinieren. Ein politisches Comeback in der Sozialistischen Partei feierte Mercé Serrat schließlich auch innerhalb des Frauenverbandes, wo sie 1999 als Nachfolgerin der zur Ministerin ernannten [[Renata Sellesi Barxet]] zur Nationalen Sekretärin gewählt wurde und dadurch qua Amt ins nationale Exekutivkomitee der Sozialistischen Allianz aufstieg. Der Parteitag der Sozialisten im Jahr 2000 wählte Serrat zudem erstmals in Sekretariat der Partei, wo sie für Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik verantwortlich zeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit in der Regierung De la Costa (2001-2005) ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 holte Ministerpräsident [[Julio de la Costa]] die ausgewiesene Frauenpolitikerin in sein [[Kabinett De la Costa I|Kabinett]], wo sie neue Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]] wurde, ehe sie nach den Kammerwahlen 2002 als neu gewählte Abgeordnete zur [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Ministerin für Gesundheit]] im [[Kabinett De la Costa II]] ernannt wurde. In dieser Funktion setzte sie im Jahr 2003/2004 eine umfangreiche Gesundheitsreform durch. 2003 wurde Serrat zur Parteisekretärin für Sozial- und Gesundheitspolitik gewählt. Nach dem Rücktritt von Julio de la Costa als Generalsekretär der Asul im Herbst 2005 nominierte der neue Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo]] die 56-jährige Serrat Cabarell als neue Nationale Koordinatorin der Partei, womit sie die zentrale organisatorische Funktion im Parteiapparat übernahm. Ihre Nominierung wurde als Entgegenkommen des vom rechten Parteiflügel favorisierten Diaz de Velozo gegenüber dem linken Flügel gewertet, da Serrat als Vertreterin des gemäßigt-linken Flügels der Partei galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteikoordinatorin der ASUL (2005-2007) ===&lt;br /&gt;
Nach den knapp verlorenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] gründete Serrat ihren eigenen Corrente unter dem Namen „Socialdemocrâcia“, der allgemein als Wiederbelebung des alten Corrente der Cavalistas in der Tradition [[Joán Caval]]s sowie des amtierenden Präsidenten der Republik [[António Grande Illega]] gewertet wurde.  Im Gegensatz zu anderen Parteiströmungen organisierte Serrat ihren Corrente als Verein, der nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Nicht-Mitglieder offen stand. Der neuen Parteiströmung traten rasch zahlreiche gemäßigte Sozialdemokraten bei, die sich von den führenden Correntes der [[Julistas]], [[Velozistas]] und [[Valarosistas]] nicht repräsentiert fühlten. Innerhalb kürzester Zeit stieg Serrat so zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Asul auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nationale Koordinatorin organisierte Serrat zudem erfolgreich die [[Regionalwahlen 2007|Regionalwahlen des Jahres 2007]] und scheute auch nicht davor zurück, sich diesen Erfolg anrechnen zu lassen, obwohl die Wahlkampfführung wesentlich von den regionalen Verbänden übernommen worden war und Serrat lediglich eine koordinierende Rolle zugekommen war. Trotz der Erfolge verschlechterte sich das Verhältnis Serrats zu Parteichef [[Santiago Diaz de Velozo|SDV]] zusehends. Dieser wurde auf dem Kongress der Sozialisten im Sommer 2007 in [[Ostino]] zum Spitzenkandidaten der Partei für die Wahl 2010 nominiert. Als Star des Parteitags trat neben dem zum neuen Semessker Bürgermeister gewählten [[Pietro Dulce]] aber Serrat auf, die mit einem starken Ergebnis von über 90 Prozent als Nationale Koordinatorin bestätigt wurde und vor allem von der linksstehenden [[Juventú Socialista|Parteijugend]] mit „Mercé!“-Sprechchören gefeiert wurde. Serrat vertrat auf dem Parteitag das Konzept eines breiten Linksblocks gegen die regierende Luisanto-Koalition, während Diaz de Velozo bis dahin eine Koalition mit der äußeren Linken ausgeschlossen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt 2007 und Comeback 2008 ===&lt;br /&gt;
Obwohl Serrat die Aussagen bereits kurze Zeit später stark relativiert hatte und ihre Aussagen als Angebot an die Linkssozialisten zur Rückkehr in die ASUL verstanden wissen wollte, kam es wenige Monate nach dem Parteitag zum Schlagabtausch zwischen Serrat und Diaz de Velozo. Nachdem dieser angekündigt hatte, dem Vorstand der Partei die Ernennung eines Organisatiorischen Koordinators zur Hilfe der Nationalen Koordinatorin vorschlagen zu wollen, für den er seinen Vertrauten [[Lorenzo Delúsio]] vorgesehen habe, erklärte Serrat im September ihren Rücktritt vom Amt der Nationalen Koordinatorin, da sie das neue Amt als Beschneidung ihrer Kompetenzen ansehe. Bereits im Wahlkampf 2006 war es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Koordinatorin Serrat und dem Wahlkampfmanager Delúsio gekommen.&lt;br /&gt;
Serrats überraschender Rücktritt führte zu einer Krise innerhalb der Sozialistischen Allianz und zu einem erneuten Einbruch in den Umfragen. Parteichef Velozo verlor zunehmend an Zustimmung im Volk. Gleichzeitig begannen wieder alte Flügelkämpfe aufzubrechen, da auch die Parteilinke den Kurs Velozos gegenüber [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] und [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|Linkssozialisten]] kritisierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 feierte Mercé Serrat ihr politisches Comeback. Bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|vorgezogenen Kammerwahlen 2008]] kandidierte sie erneut für ein Abgeordnetenmandat und wurde auf der Wahlkreisliste der Sozialisten in Semess als Parlamentsabgeordnete bestätigt. Gleichzeitig bewarb sie sich bei den [[Kommunalwahlen 2008]] um das Bürgermeisteramt der Stadt [[Arocí]] bei Semess sowie um das Amt der Präsidentin der [[Comunitá Urbana Semestina]] (COMUS). In beide Ämter wurde sie mit deutlichem Vorsprung vor ihren [[PP-CSD|konservativen]] Gegenkandidaten gewählt. Die Sozialisten verloren die Kammerwahl ebenso wie die gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen jedoch deutlich gegen die regierenden Konservativen, woraufhin Parteichef Velozo seinen Stuhl als Generalsekretär und Oppositionsführer räumen musste. Der Parteivorstand der Sozialisten legte daraufhin fest, dass der künftige Generalsekretär in einer Mitgliederbefragung ermittelt werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generalsekretärin der ASUL (seit 2008) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahl zur Generalsekretärin ===&lt;br /&gt;
Serrat, durch ihre Siege bei den Kommunalwahlen deutlich gestärkt, kündigte daraufhin ihre Kandidatur um den Posten des ASUL-Generalsekretärs an. Neben ihr kandidierten ihr langjähriger Widersacher [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]] sowie als Außenseiter der Wissenschaftler [[Joán Grâs Brianforte]] und der junge Linke [[Carles Santanier]]. Serrat wurde u.a. von der Sinistra Cristiana und einem Teil der Julistas unterstützt, während León auf die Unterstützung der Parteirechten inklusive der Velozistas zählen konnte, die Serrat verhindern wollten. Zapato Ramírez konnte sich auf die gewerkschaftsnahe Linke verlassen. Brianforte trat als Außenseiter an und setzte sich v.a. für einen zentristischen Kurs ein, während der ebenfalls als Alternativkandidat eingeschätzte Santanier die Unterstützung der Alterglobalisierungsplattform in der Partei genoss und sich mit radikalen linken pazifistischen Positionen wie dem sofortigen Abzug aus Afghanistan oder die Einführung einer direkten Entwicklungshilfe-Steuer auf Güter aus Drittwelt-Staaten hervortat.&lt;br /&gt;
Nachdem Serrat und León im ersten Wahlgang Ende Oktober noch mit 30 Prozent der Stimmen gleichauf gelegen hatten, gewann Mercé Serrat den zweiten Wahlgang mit 60 Prozent und wurde damit auf dem Parteitag der Sozialisten im November zur neuen Generalsekretärin der Sozialistischen Allianz gewählt. Sie ist die erste Frau im Amt des Parteichefs. Auf dem folgenden Nationalkonvent der Asul wurde sie in ihr neues Amt eingeführt und nominierte den bis dahin eher unbekannten Abgeordneten [[Joaquín Loubregat]] zum neuen Nationalen Koordinator sowie den ehemaligen [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[David Chabrol]] zum Parteisprecher. Chabrols Nominierung wurde als Zeichen für eine Öffnung gegenüber der Linken gewertet, da Chabrol zusammen mit dem Kommunisten [[Nícola Mersenburg-López]] und der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|grünen]] Europaabgeordneten [[Mara Nil]] zum Sprecherkreis des rot-rot-grünen Netzwerks [[Iniciativa Progreso Solidário]] (IPS) gehört. Als Stellvertreter stehen Serrat [[Pietro Dulce Rodríguez]] und [[Santiago Valarosa]] zur Seite. Außerdem wurde bekannt, dass Interimsparteichef Julio de la Costa zukünftig als strategischer Berater der Parteichefin fungieren werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Serrat Caval kündigte an, den unter De la Costa begonnenen parteiinternen Diskussions- und Orientierungsprozess fortsetzen und die Partizipation der Basis in die Parteientscheidungen insitutionell stärker verankern zu wollen. Bereits zu den [[Europawahlen 2009]] sollte die Partei dann mit einem Krisen-Programm aufwarten, das einen sozial-ökologischen Umbau der europäischen Wirtschaften verwirklichen solle. Als Spitzenkandidat für die Europawahlen nominierte die Partei De la Costa, der zusammen mit Serrat den ''Plan Social Ecologista per l’Europa'' vorstellte, mit dem die Sozialisten in die Europawahlen zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidentschafts-, Europa-, Senats- und Regionalwahlen 2009 und 2010 ===&lt;br /&gt;
Das Superwahljahr 2009 mit [[Europawahlen 2009|Europa-]], [[Senatswahlen 2009|Senats-]], [[Präsidentschaftswahl 2009|Präsidentschafts-]] und [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen]] brachte der ASUL unter Mercé Serrat Siege und Rückschläge ein. Bei den Präsidentschaftswahlen im Februar und März 2009 unterlag die von Serrat gemeinsam mit [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]]-Sekretärin [[María Nabarro Laval]] nominierte Mitte-Links-Kandidatin [[Ana María Betancourt]] in der Stichwahl gegen den [[PP-CSD|konservativen]] Bewerber [[Roberto Vidéas Braga]]. Bei den gleichzeitig abgehaltenen Regionalwahlen in der [[Region Óstino]] und [[Lojandía]] siegte dagegen die Linke mit den sozialistischen Bewerbern [[Jorge Gaspacho]] und [[Francisco Helguerra]], wohingegen in der Region [[Ollér]] der konservative Amtsinhaber [[Javier Bornárez]] im Amt bestätigt wurde. Auch bei den Europawahlen am 9. Juni 2009 verfehlten die Sozialisten klar ihr Ziel, stärkste Kraft zu werden. Stattdessen verloren die Sozialisten deutlich an Stimmen und erlitten mit nur 25 Prozent eine schmerzliche Niederlage und das schlechteste Ergebnis bei Europawahlen überhaupt. Damit konnten sie von der Schwäche der regierenden Konservativen nicht profitieren, die auf 29,2 Prozent kamen. Auch bei den Senatswahlen 2009 unterlagen die Sozialisten klar. Sie schnitten zwar leicht besser ab, als bei den letzten [[Senatswahlen 2006|Teilwahlen im Jahr 2006]], verloren aber gegenüber den erfolgreichen [[Senatswahlen 2003|Vergleichswahlen von 2003]] und damit insgesamt auch an Sitzen im Senat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wende kam erst mit den zunehmenden Wirtschaftsproblemen im Spätsommer 2009 und den sich häufenden Affären in der regierenden PP-CSD, in deren Zusammenhang auch Reformminister [[Clemente Arzano]] zurücktreten musste. Bei den folgenden Regionalwahlen in neun von zwanzig Regionen im Oktober 2009 siegte die Linke auch dank der stärkeren Zusammenarbeit mit der linken [[SDU]] gegen die von den Konservativen angeführten Rechten. Zwar konnten die Sozialisten insgesamt landesweit keine 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, erreichte aber dank des guten Ergebnisses der Grünen und Linken in den bevölkerungsreichen Regionen [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung. Die bereits sozialistisch regierten Regionen [[Ligre-Scantia]] und [[Alconía]] wurden gehalten, die Wahl in der [[Region Semestina]] endete mit einem Patt zwischen Linken und Rechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Juli abgehaltenen [[Regionalwahlen 2010]] in [[Sarmay]] und der [[Region Semestina]] machte die Linke die Tendenzwende perfekt und erreichte jeweils klar die Abwahl der amtierenden Rechtsregierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Ämter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1995-1996 Beauftragte der Stadt [[Semess]] für Gleichstellung und Integration&lt;br /&gt;
* 2001-2002 Staatssekretärin im [[Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales|Arbeits- und Sozialministerium]]&lt;br /&gt;
* 2002-2005 [[Gesundheitsminister|Ministerin für Gesundheit]] im [[Kabinett De la Costa II]] und [[Kabinett De la Costa III|III]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Bürgermeisterin der Stadt [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Präsidentin der [[Comunitá Urbana Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarische Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1989-1994 Mitglied des Europäischen Parlaments&lt;br /&gt;
* 1994-1996 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2002 Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Stadträtin von [[Arocí]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Miglied im Generalrat der [[Comunitá Urbana Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteiämter ===&lt;br /&gt;
* 1995-1996 Parteisekretärin des [[ASUL]]-Verbands [[Semess]]-Stadt&lt;br /&gt;
* 1999-2001 Nationale Sekretärin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]&lt;br /&gt;
* 2005-2007 Nationale Koordinatorin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
* seit 2008 Generalsekretärin der [[ASUL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Generalsekretär ASUL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Lorenzo_Dimas_Ferrera&amp;diff=8830</id>
		<title>Lorenzo Dimas Ferrera</title>
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		<updated>2012-03-05T22:48:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Lorenzo Dimas Ferrera''' (*1947 in [[Malesc]]) ist ein [[sagradischer]] Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Dimas Ferrera war u.a. von 1999 bis 2004 sagradischer EU-Kommissar in der Kommission Prodi (zuständig für Binnenmarkt, Steuern und Zollunion) und von 2004 bis 2006 sagradischer [[Minister für Wirtschaft und Finanzen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Karriere ==&lt;br /&gt;
Der gebürtige [[Alconía|Alkone]] Dimas Ferrera wuchs in [[Sarmay]] auf und studierte nach seinem Abitur an der Universität von [[Vierna]] Jura und Wirtschaftswissenschaften. Als junger Student beteiligte sich Dimas Ferrera im Sommer 1968 an mehreren Studentenprotesten an seiner Universität. In diesem Zusammenhang kam er auch in Kontakt mit verschiedenen linksgerichteten politischen Gruppen und wurde Mitglied der neomarxistischen [[Democrâcia Crítica]], verließ die Partei aber Mitte der Siebziger Jahre wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Juraexamen trat Dimas Ferrera als Anwalt in eine Semestineer Anwaltskanzlei ein und engagierte sich bei der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]]. Er gehörte zudem zu einem sozialistischen Juristennetzwerk, das sich für eine rechtmäßige Verteidigung der linksterroristischen Attentäter der [[Guarda Rôixa]] einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1980 zog der damals 33-jährige Dimas Ferrera erstmals für die [[ASUL]] in den Semestiner Stadtrat ein und wurde Mitglied im Vorstand der Semestiner Sozialisten, ehe ihm 1984 von [[Flávio Osório Jimenez]] die Leitung des Generalsekretariat des [[Bürgermeister von Semess|Semestiner Bürgermeisters]] übertragen wurde. 1986 zog Dimas Ferrera erstmals in die sagradischen Abgeordnetenkammer ein. Nach dem Rücktritt Osório Jimenez' im November 1987 schied auch Dimas Ferrera aus der Stadtverwaltung aus. Im Frühjahr 1989 wurde er von Minister [[António Grande Illega]] zum Staatssekretär im Finanzministerium ernannt, schied nach der Niederlage der Sozialisten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990]] wieder aus dem Ministerium aus. 1990 bis 1994 gehörte Dimas als Abgeordneter dem Haushaltsausschuss der Parlamentskammer an und gehörte dem Vorstand der Fraktion an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1992 bis 1998 war er zudem Schatzmeister der ASUL. Nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] wurde Lorenzo Dimas Ferrera zum Parlamentarischen Sekretär der sozialistischen Parlamentsgruppe gewählt. In dieser Funktion arbeitete er sehr eng mit dem damaligen Fraktionssprecher [[Julio De la Costa]] zusammen, zu dem er ein Vertrauensverhältnis entwickelte. Gemeinsam mit De la Costa und anderen entwickelte Dimas Ferrera in der Folge das programmatische Konzept für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl 1998]] und gehörte zum engsten Kreis von De la Costas Wahlkampfteam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Linken bei der Wahl und der Ernennung De la Costas zum Ministerpräsidenten einer rot-grünen Minderheitsregierung ernannte der neue Premierminister seinen engen Vertrauten Dimas Ferrera zu seinem Kabinettschef im Ministerrang. Dimas wurde so zum Cheforganisator der Regierungsarbeit, ehe er von De la Costa im Jahr 1999 als EU-Kommissar vorgeschlagen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kommission von Romano Prodi war Dimas Ferrera in den folgenden fünf Jahren als Kommissar für den Binnenmarkt, Steuern und Zollunion zuständig. Nach einer Kabinettsumbildung De la Costas im Juli 2004 kehrte Dimas schließlich wieder in die Regierung zurück, wo er von [[Luis José López]] die Leitung des [[Ministerium für Wirtschaft und Finanzen|Finanz- und Wirtschaftsministeriums]] übernahm. Nach diesem Wechsel galt Dimas als politisches Schwergewicht im [[Kabinett De la Costa III|Kabinett De la Costa]] und hielt die Position eines Stellvertretenden Ministerpräsidenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Finanzexperte gehörte Dimas Ferrera auch zum Wahlkampfteam von ASUL-Spitzenkandidat [[Santiago Diaz de Velozo]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]]. Nach der Niederlage der Sozialisten gehört Dimas Ferrera wieder als Vertreter der oppositionellen Linken der [[Abgeordnetenkammer]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen == &lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1987: Generalsekretär im Amt des [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeisters]] von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1989-1990: Staatssekretär im [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1998-1999: [[Minister der Präsidentschaft]] im [[Kabinett De la Costa I]]&lt;br /&gt;
* 1999-2004: EU-Kommissar für Binnenmarkt, Steuern und Zollunion in der Kommission Prodi&lt;br /&gt;
* 2004-2006: [[Minister für Wirtschaft und Finanzen]] im [[Kabinett De la Costa III]] und [[Kabinett De la Costa IV|IV]]&lt;br /&gt;
* 2005-2006: [[Stellvertretender Ministerpräsident]] im [[Kabinett De la Costa IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1980-1984: Stadtrat in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1986-1998: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2006: Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1982-1984: Geschäftsführer der ASUL in [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1992-1998: Schatzmeister der ASUL&lt;br /&gt;
* 1994-1998: Parlamentarischer Sekretär der [[ASUL]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsidentschaftsminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: EU-Kommissar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Alian%C3%A7a_Socialista_d%27Unit%C3%A1_Lavorista&amp;diff=8829</id>
		<title>Aliança Socialista d'Unitá Lavorista</title>
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		<updated>2012-03-05T22:48:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Aliança Socialista d’Unitá Lavorista''' ('''ASUL''' oder '''Asul''', deutsch: ''Sozialistische Allianz der Arbeitereinheit'', gol. ''Eljanç Socialist d'Untait Leburist'', cuent. ''Aleança Socialista d'Untàid Laburista'') ist eine sozialdemokratische Partei in [[Sagradien]]. Die Sozialistische Allianz wurde 1957 als Nachfolgepartei der sagradischen [[Partido Socialista|Sozialistischen Partei]] (PS) gegründet und ist seitdem die dominierende Partei der sagradischen Linken. Sie stellte mehrere Premierminister und Staatspräsidenten. Seit 2006 befindet sich die Partei in der Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der ASUL ==&lt;br /&gt;
=== Die sozialistischen Parteien vor 1957 ===&lt;br /&gt;
Wichtigster Träger sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Gedankenguts in Sagradien war die 1887 gegründete [[PS|Sozialistische Partei]], die als marxistische Arbeiterpartei in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zur größten Partei der Linken aufstieg und bald Regierungsverantwortung übernahm. Im Streit zwischen revolutionären und reformorientierten Sozialisten kam es 1917 und 1919 zu Spaltungen, aus denen schließlich die [[Sagradische Kommunistische Partei]] hervorging. 1935 bildeten Sozialisten und Kommunisten im Kampf gegen die faschistisch beeinflusste Rechte zusammen mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical|Radikalen]] die so genannte [[Volksfront]] und stellte in der Folge die Regierung, die 1938 durch den [[Februarputsch]] gestürzt wurde. Dem Verbot der Sozialistischen Partei folgte die Fortführung der Kampfgemeinschaft mit den Kommunisten im [[Resistença|sagradischen Widerstand]], an dem sich zahlreiche linke Gruppierungen beteiligten. Aus den verschiedenen linken Widerstandsgruppen wie dem [[Partido Socialista de la Libertá Proletária]] (PSLP) [[Santo De la Ilpa]]s und der im Exil fortgeführten Alt-PS um [[Ricardo Moreno]] entstand 1944 die wiedergegründete ''Vereinigte Sozialistische Partei'', die jedoch im Streit um die Orientierung im Kalten Krieg 1947 in zwei Flügel zerfiel. Die von Moreno geführte PS ging in die gemeinsame Opposition mit den Kommunisten und bildete eine linke Aktionsgemeinschaft gegen Kapitalismus und NATO-Gründung, der von De la Ilpa geführte [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) schloss sich den Koalitionen des [[Zentrumsblock]]s, der von den [[PPC|Christdemokraten]] [[Paulo Luciaro]]s geführt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge wurde die Krise der Sozialistischen Partei offenbar. Die Partei war zu einer von hauptamtlichen Parteifunktionären gesteuerten Kaderpartei geworden, die nicht in der Lage war, auf politische Wandlungen flexibel zu reagieren. Der ausgebaute Parteiapparat - stets als Vorteil gegenüber den Konkurrenten angesehen - war längst zum Hindernis einer im Sinne der Anpassung an die neue Republik notwendigen Erneuerung geworden. Dass die Partei noch immer alten Volksfrontstrategien nachhing, lag auch darin, dass ihre Entscheidungsträger noch immer aus der Vorkriegsgeneration stammten und wenig bereit waren, ihre innerparteiliche Macht mit jüngeren Nachwuchskräften zu teilen. Die PSD dagegen litt ganz im Gegenteil an einer organisatorischen Schwäche. Sie war wesentlich ein inhomogenes Konglomerat diverser antikommunistischer und sozialliberer Gruppen, die sich teils als Sozialisten, teils jedoch als Zentristen ansahen und sich hinter ihrem Parteiführer Santo de la Ilpa sammelten. Anders als in der oppositionellen Sozialistischen Partei dominierten in der PSD Fraktion und Regierungsmannschaft klar gegenüber der Parteiorganisation. Die internen Schwächen beider Parteien sollten sich rasch auch auf elektoraler Ebene zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954]] erlebte die nicht-kommunistische Linke schließlich einen beispiellosen Einbruch. Sozialisten und Sozialdemokraten kamen zusammen auf keine 22 Prozent der Stimmen, die Sozialisten fielen mit 14 Prozent sogar hinter die Kommunisten zurück. Der [[Partido Radical]] hatte sich bereits 1949 in zwei Flügel gespalten, von denen die in der linksbürgerlichen [[UCR]] gesammelte Mitte-Links-Gruppe sogar bei nur 1,5 Prozent der Stimmen landete und danach in mehrere Splittergruppen zerfiel. Nachdem die linke Front bereits kurz nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950|verlorenen Kammerwahl 1950]], der Zentrumsblock schließlich 1954/55 zerfallen war, kam es seit 1953/54 zu einer Wiederannäherung der zunehmend marginalisierten nicht-kommunistischen Linken, die seit dem Jahreswechsel 1954/55 zudem in gemeinsamer Opposition zur bürgerlichen Regierung [[Kabinett Favale VI|Favale VI]] stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung und Oppositionsjahre (1957-1962) ===&lt;br /&gt;
Nachdem es infolge der Wahl 1954 sowohl in PS als auch in PSD zu Führungswechseln gekommen war, aus denen [[António Santiago]] (PS) und [[Márcio Álvarez]] (PSD) als Parteisekretäre hervorgingen, arbeiteten die beiden Parteien seit 1955/56 offen auf eine Wiedervereinigung hin. Ziel war die Gründung einer vereinten schlagkräftigen Mitte-Links-Partei als Alternative zur 1952 aus dem [[PPC]] hervorgegangenen konservativen [[PPC]], die mit 42 Prozent der Stimmen die politische Landschaft dominierte. Am Parteibildungprozess beteiligten sich bald auch andere Mitte-Links-Gruppierungen wie das linkszentristische [[Cientro Democrático Humanista]] des Friedensnobelpreisträgers [[Fernando De la Rúa]], ein linker Restteil der bürgerlichen [[Unión Cívica Radical]] (UCR), das linkskatholische [[Movimiento Socialista Cristiano]] (MSC) von [[Nino Cabal]] sowie der marxistische [[Frente Proletário]] (FP). Diese vereinbarten 1957 die Einleitung eines Parteibildungsprozesses und die gemeinsame Kandidatur bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordetenkammer 1958]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gründungsparteitag der Allianz im Jahr 1957 in [[Vapaís]] bei [[Semess]] wurde zunächst ein geschäftsführender Ausschuss (''Comité Coordinativo'') gebildet, an dessen Spitze Santiago und Álvarez zu gleichberechtigen Sekretären gewählt wurden. Die neue Partei bestand zu dieser Zeit zwar bereits auf dem Papier, die alten waren aber noch nicht aufgelöst und arbeiteten vorerst weiter, sodass die Allianz zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein Parteien- und Wahlbündnis war - jedoch mit der erklärten Absicht, in den kommenden Jahren zur echten Partei zusammenzuwachsen. Hierfür wurde eine konstituierende Versammlung gewählt, die im Folgenden Parteistatuten sowie ein Parteiprogramm ausarbeiten sollte. Die Teilparteien bestanden teilweise noch bis 1960 weiter und integrierten ihre Strukturen im Laufe der drei Jahre in die ASUL. Für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|Kammerwahlen 1958]] wurde ein „Gemeinsames Programm der Allianz“ verabschiedet und eine eigene Liste gebildet. Die ASUL erreichte bei den Wahlen einen Stimmanteil von 28,6 Prozent und wurde damit auf Anhieb zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten. Beim Semestiner Parteitag 1960 wurde eine neue Parteistruktur verabschiedet, die anstelle der Konstituierenden Versammlung einen Nationalkonvent mit eigenem Präsidenten und anstelle des Koordinationskomitees eine Nationaldirektion als Parteivorstand stellte. António Santiago wurde nun alleiniger Generalsekretär, [[Iacovo Del Pérez]] sein Stellvertreter, [[Ricardo Moreno]] Präsident des Nationalkonvents. Gegenüber den Vorgängerparteien zeichnete sich die neue Partei durch eine größere organisatorische Effektivität und eine deutliche Reduzierung bürokratischer Entscheidungswege aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihren Wurzeln bekannte sich die Partei zur Tradition des Marxismus und der Arbeiterbewegung, integrierte aber auch linkskatholische, humanistisch-bürgerliche und vor allem radikaldemokratische Strömungen. Schließlich öffnete sie sich in ihrem ersten Grundsatzprogramm, dem so genannten [[Manifesto de Lemez]] 1962 endgültig der politischen Mitte, definierte sich erstmals als „Partei aller demokratischen Linken“ und strebte die „Reforma Socialista“ an, wodurch das programmatische Fundament gelegt wurde, auf dem sich die Allianz in den Siebziger Jahren von der Arbeiter- zur linken Volkspartei wandeln sollte. Das Hauptaugenmerk wurde nicht auf Verstaatlichungen, sondern auf eine effektive staatliche Kontrolle des Marktes und eine zielgerichtete staatliche Einflussnahme auf die Kapitalwirtschaft gelegt, wodurch auch mittelständische Wähler angesprochen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Architekten des Lemezer Programms waren die führenden Köpfe des so genannten [[Mitternachtskartell]]s, die eine Strategie der stückweisen Machteroberung anstrebten. Der vorübergehenden Zusammenarbeit mit der rechten Mitte sollte spätestens 1966 der Machtgewinn folgen. Kern-Mitglieder des Mitternachtskartells waren [[Iacovo Del Pérez]], [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]] und [[Luciano Minorel]]. Der Kreis war eher machtpolitisch als ideologisch ausgerichtet und konstituierte sich nicht als Corrente, sondern als inoffizielles Netzwerk unterhalb bzw. nach 1960 innerhalb der Parteiführung. Als Gegengewicht zu dieser zunehmend als Parteielite empfundenen Gruppe bildete sich bald der sowohl aus ehemaligen PSD- als auch PS-Mitgliedern bestehende konservative, gewerkschaftsnahe und vorwiegend nicht-akademische „Sugares-Flügel“ unter Führung des späteren Arbeitsministers [[Rinaldo Sugares]], der ebenfalls auf eine Regierungsbeteiligung drängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Regierungsbeteiligungen und neuerliche Opposition (1962-1969) ===&lt;br /&gt;
Die Allianz-Partei, wie sie anfänglich noch genannt wurde, war 1962-1964 als Juniorpartner in einer [[Großen Koalition]] mit den Christdemokraten erstmals an der Regierung beteiligt und stellte mit Iacovo Del Pérez den stellvertretenden Ministerpräsidenten. Parteichef Santiago hatte auf ein Ministeramt verzichtet und blieb Führer im Parlament. Die Sozialisten sahen die Koalition v.a. als Möglichkeit des Machtgewinns, die Zusammenarbeit mit den Konservativen zeigte sich schwierig und scheiterte schließlich im Frühherbst 1963 endgültig. In vorgezogenen Neuwahlen steigerte sich die Asul mit Santiago als Spitzenkandidaten von knapp 31 auf 34 Prozent der Stimmen und ging erstmals als Sieger hervor, jedoch mussten zu einer Regierungsbildung Partner im bürgerlichen Lager gefunden werden. Schließlich wurde Santiago zum Ministerpräsidenten ernannt. Seiner Koalition gehörten neben der Asul auch die linksbürgerlichen [[Partido Radical Democrático Socialista|Radikaldemokraten]] (PRS) sowie die liberale [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] von [[Carles Méndez]] an. Nach wenigen Monaten der Regierungszuammenarbeit verstarb der 70-jährige Santiago überraschend an einem Herzinfarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Stellvertreter Del Pérez wurde schnell zum neuen Generalsekretär der Asul gewählt und wenige Tage später auch zum Ministerpräsidenten ernannt. Neue Vizegeneralsekretäre der Asul wurden Carles Domínguez-Arrás und Stefano Nacoma, die als Führer der Partei in der Abgeordnetenkammer bzw. Parteisekretär für Fragen der Parteiorganisation Schlüsselstellungen im Parteiapparat übernahmen. Die neue Troika organisierte die Regierungszusammenarbeit mit den Liberalen und versuchte gleichzeitig, Kontakte zu den Kommunisten zu knüpfen, da die Koalition als brüchig eingeschätzt wurde. In der Tat kam es nach dem Koalitionsbruch im Winter 1966/1967 zu vorgezogenen Neuwahlen, aus denen aber trotz Stimmenzuwächsen für die Sozialisten auf nun 36,5 Prozent die Konservativen unter Ex-Premier [[Carles Angel Favale]] als knapper Sieger hervorgingen und eine neue bürgerliche Minderheitsregierung bildeten, die sich zunächst auf die Unterstützung durch die PRD stützte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage Del Pérez’ und die folgende Zeit in der Opposition führten zu parteiinternen Streitigkeiten und zu einem Umorientierungsprozess. Das Mitternachtskartell, das den Weg der Kooperation mit den bürgerlichen Kräften geebnet hatte und seit 1964 die alles beherrschende Führungstroika Del Pérez-Nacoma-Domínguez bildete, zeigte sich aufgrund persönlicher Differenzen gelähmt. Während Del Pérez und Domínguez-Arrás an einem Kurs der linken Mitte festhalten wollten, strebte Nacoma nach neuen Mehrheiten und versuchte das Profil der Sozialisten als Linkspartei zu schärfen. Dies bedeutete für ihn keine Kurskorrektur auf dem Weg zur modernen Volkspartei, den Nacoma verfolgte, sondern der bessere Weg, wieder an die Macht zu gelangen. Del Pérez, noch immer Parteichef der ASUL, fürchtete um seinen Platz und argwöhnte Putschpläne Nacomas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Querelen in der Parteiführung provozierten die Kritik jüngerer Politiker in der Partei, die nun nach mehr Mitsprache verlangten und eine mutigere Politik anstrebten. Im Dunstkreis der aufbegehrenden Studenten konnte diese akademisch geschulte und in den Augen der Parteioberen „verbürgerlichten“ Jungen, bald große Teile der parteiinternen Reformer hinter sich bringen. Führender Exponten dieser [[Guarda Jovén]] war der 47-jährige ehemalige Semestiner Bürgermeister [[Joán Caval]], der noch in der Endphase des Kabinetts Del Pérez zum Wirtschaftsminister ernannt worden war. Neben Caval gehörten auch [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]] sowie der [[Lojandía|lojandinische]] Regionalsekretär [[Francisco Fernandez]] zur so genannten Jungen Garde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval repräsentierte nicht nur die Jungen, sondern verstand es darüber hinaus sich als linker Reformer zu verkaufen. Nach seinem zweiten Wahlsieg in Semess 1964 war er in den Parteivorstand aufgestiegen und hatte 1968 das einflussreiche Amt des Parteisekretärs für Wirtschaftsfragen erobert. Sein Corrente ''Mâis Democrâcia – Mâis Solidaritá'' (meist nur als [[Corrente Cavalista]] bezeichnet) wurde zusehends stärker und Caval galt nach der Niederlage der Asul 1967 als Alternative zu den Alten Herren des Mitternachtskartells. Unterstützt wurde Caval vor allem von der Mehrheit der Regionalverbände der Partei, wo sich u.a. der [[Region Óstino|ostinensische]] Regionalsekretär [[Pietro Cellar]] und der einflussreiche [[Escada|eskadische]] Parteiführer [[Nino Cabal]], ehemaliger Minister in mehreren Kabinetten, als Unterstützer Cavals präsentierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Stunde der Reformer schlug mit dem Ausbruch der 68er Unruhen gegen die Unterstützung der Regierung Favale durch die rechte [[Partido de la Fraternitá Popular|PFP]]. In den Augen vieler Linker und erstrecht der jüngeren unter ihnen machte sich die bürgerliche Rechte durch ihr Paktieren mit den &amp;quot;Faschisten&amp;quot; koalitionsunwürdig und entpuppte sich als Steigbügelhalter der Antidemokraten. Binnen kürzester Zeit war die alte Strategie des Parteiestablishments, durch die Koalition mit den bürgerlichen Kräften „mitzuspielen“, diskreditiert. Nacomas strategische Einschätzung, eine Schärfung des Linksprofils sei angebracht, und die Befindlichkeiten der jüngeren Sozialisten deckten sich plötzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära Caval in den Siebziger Jahren (1969-1979) ===&lt;br /&gt;
Schließlich kam es im Vorfeld der ersten [[Regionalwahlen 1969]] zum Pakt zwischen Cavals Junger Garde und der Alten Garde, die ihren Machtverlust fürchtete und zu Zugeständnissen bereit war, um einen Putsch gegen sich zu verhindern. Urheber des neuen innerparteilichen Bündnisses war Stefano Nacoma, der sich nun persönlich für Caval einsetzte und seine Mitstreiter vor die Wahl stellte, den Generationswechsel mitzutragen oder aus der Führung auszuscheiden. Del Pérez verzichtete auf eine neuerliche Kandidatur um das Generalsekretariat und Caval wurde als sein Nachfolger an die Spitze der Partei gewählt. Nacoma blieb Stellvertreter des Parteichefs, Del Pérez sollte bei den nächsten Präsidentschaftswahlen für das höchste Staatsamt kandidieren und blieb darüber hinaus Sprecher der Partei für Außen- und Sicherheitspolitik. Caval war nun Parteichef, doch hatte er das Amt durch den Pakt mit den alten Eliten statt durch offenen Kampf erobert, ein Faktum, das ihm Gegner und Anhänger als Makel nachtrugen, das bald aber unter dem kommenden Erfolg seiner Politik in den Hintergrund trat und schließlich ganz verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caval ging sofort dazu über, die Partei als neue junge und vor allem linke Reformkraft zu präsentieren. Die Taktik war es u.a. die enttäuschten Studenten der 68er Bewegung an die Sozialisten zu binden. Bereits bei den ersten [[Regionalwahlen 1969]] konnte die Partei aus ihrem Stimmungstief heraustreten und einige Erfolge erzielen, dazu gehörten die Wahlsiege in den einwohnerstarken Regionen [[Region Semetina|Semestina]], [[Sarmay]], [[Perín-Tulinesa]], [[Lojandía]] und [[Region Óstino|Óstino]], wo nun Sozialisten als Regionalfürsten regierten. Nach dem Scheitern der [[Regierung Favale]] im Winter 1969/1970 schloss Caval jede Beteiligung an einer Übergangsregierung oder ein dauerhaftes Bündnis mit den bürgerlichen Kräften aus und strebte vorgezogene Neuwahlen an, die schließlich im Herbst 1970 abgehalten wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren in der Opposition erreichte die Partei bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|Kammerwahlen 1970]] unter ihrem charismatischen Führer Joán Caval ein Rekordergebnis von 40,9 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten konnten in allen Lagern an Stimmen gewinnen und wurden in der Gruppe der Erstwähler mit großem Abstand stärkste Kraft. Besonders im Segment des aufstrebenden Neuen Mittelstands, also v.a. der Dienstleistungsangestellten, punktete Cavals „linke Reformpartei“. Caval bildete daraufhin eine sozialistische Minderheitsregierung, die von den [[Partido Comunista Sagradês|Kommunisten]] toleriert wurde. Architekt des Paktes war wieder einmal der Chefstratege Stefano Nacoma, der nun als Forschungsminister ins neue Kabinett eintrat, 1972 aber auf das einflussreichere Amt des Vorsitzenden der sozialistischen Gruppe in der Abgeordnetenkammer wechselte, während Domínguez-Arrás stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft und Finanzen wurde. Del Pérez gehörte dem Kabinett Caval als Außenminister an. Das neue Kabinett leitete umfangreiche Reformen ein und modernisierte das Land von Grund auf. Schlüsselindustrien wie der Bergbau wurden verstaatlicht, im Gegenzug das Zivil- und Strafrecht liberalisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Domínguez-Arrás’ 1974 und dem neuerlichen Wahlsieg der Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|Parlamentswahlen 1974]] ging auch der Einfluss Nacomas zurück. Del Pérez war bereits 1972 zum neuen [[Präsident der Republik|Präsidenten der Republik]] gewählt worden und hielt sich in dieser Funktion aus der Tagespolitik heraus, sodass Caval nach dem Erfolg von 1974 (mit 38 Prozent nur leichte Verluste) zum unumstrittenen Parteiführer aufgestiegen war, der durch seine Bemühungen um die globale Friedenssicherung auch international geachtet und bewundert wurde. Caval setzte seine Minderheitsregierung fort, doch gestaltete sich die Zusammenarbeit mit den Kommunisten zunehmend schwierig. Unüberbrückbare Gegensätze in der Innen- und Außenpolitik führten daher im Sommer 1976 zu einer Regierungskrise, welche die Reformära Cavals beendete. Der erneute Sieg der Linken hatte die radikale Rechte im Land, aber auch große Teile des konservativen Establishments aufgewühlt. Nach dem Ausscheiden der führungslos gewordenen PFP aus dem Parlament konzentrierten Rechtsextremisten ihre Arbeit wieder auf den außerparlamentarischen Kampf und versuchten den &amp;quot;Nationalen Kampf&amp;quot; gegen die &amp;quot;neue Volksfront&amp;quot; zu radikalisieren. Gleichzeitig wuchs auch der Terror der linksextremistischen [[Grupo Sêcolo Rôiso]] (GSR). Im Zuge der von der Regierung Caval eingeleiteten Gegenmaßnahmen kam es schließlich zu einem Ende der Allianz mit den Kommunisten. Im September 1976 bat Caval, Präsident Del Pérez um die Auflösung der Abgeordnetenkammer, da er keine Mehrheit mehr hinter sich wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 1976]], bei denen die ASUL relativ konstant blieb und erneut stärkste Kraft wurde, kam es zu langwierigen Verhandlungen mit der [[Unión Democrática de Sagradia|UDS]] um die Bildung einer formellen Mitte-Links-Koalition, die schließlich im Frühjahr 1977 ihre Arbeit aufnehmen konnte. Kernstücke der neuen Zusammenarbeit waren der Abschluss der Reformen im Bildungsbereich und im Strafrecht bei gleichzeitigem Ende der Sozialisierungspolitik. Schließlich erwies sich vor allem die Sozial- und Wirtschaftspolitik als kritischer Punkt der Koalition, die auch im Jahr 1978 bereits zu zunehmenden Entfremdungserscheinungen zwischen den Koalitionspartnern führten. In der Regierung Caval kam es darüber hinaus auch innerparteilich zu ersten Streitigkeiten um die Zugeständnisse an die Bürgerlichen in der Wirtschaftspolitik. Es kristallisierten sich bald zwei Flügel heraus, die gegensätzliche Positionen vertraten. Prominente Vertreter des eher rechten, in der Tradition der Sozialdemokraten de la Ilpas stehenden Flügels waren v.a. Finanzminister [[Francisco Montone]], Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] oder Verkehrsminister [[Bernardo Véllez]], während der linke Flügel von [[Andrés Colón]] – bis 1976 Justizminister und Kronprinz Cavals – angeführt wurde. Nach der Entlassung Colóns infolge eines Justizskandals im Frühjahr 1976, die als Bruch zwischen Colón und Caval angesehen wurde, und seiner Wahl zum Regionalsekretär der Partei in der Region Semestina hatte sich das Gewicht der Linken auf die Regionalverbände verlagert, während das Kabinett v.a. in seinen wirtschaftspolitischen Ressorts ein deutliches Übergewicht der Rechten aufwies, die zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem bürgerlichen Koalitionspartner auch in Wirtschaftsfragen bereit waren. Der Parteiführung um Caval und Nacoma fiel es zusehends schwerer, die beiden Flügel zusammenzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Parteikongress des Jahres 1977 in Semess offenbarte das angespannte Koalitionsklima. Die ASUL, seit 1970 Regierungspartei und mittlerweile als „linke Volkspartei“ mit Wählern weit über das Arbeitermilieu hinaus, gab sich in der Hauptstadt ein neues Grundsatzprogramm als Nachfolger des Lemezer Programms von 1962. Hatte Lemez noch dazu gedient, die Kluft zu den etablierten bürgerlichen Kräften zu minimieren, die Partei für bürgerliche Wählerschichten zu öffnen und gleichzeitig Koalitionen mit PPC und UDS möglich zu machen, so stand das [[Manifesto de Semesta]] vor dem Hintergrund einer lahmenden Koalition mit einer UDS, von der man sich als linke Kraft distanzieren wollte. Das wesentlich von Andrés Colón mitkonzipierte und unter der Beteiligung unabhängiger Experten formulierte Programm vollzog im Grunde die Reformpolitik der vergangenen Regierungsjahre ideologisch nach und bemühte sich um eine Verknüpfung der Werte Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft. Der demokratische Sozialismus und die weitere Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sollten dieses Ziel verwirklichen. Dazu sollten die „vernünftige und sozial gerechte Kontrolle, Korrektur und – wo nötig – Mitlenkung der kapitalistischen Wirtschaftssysteme“ ausdrücklich möglich bleiben. Auch die konkreten Forderungen nach stärkeren Mitbestimmungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer und schärferen wirtschaftlichen Kontrollinstrumenten im Sinne des Keynesianismus mussten den liberalen Koalitionspartner erschrecken, wurden aber auch in der eigenen Partei vom rechten Flügel mit Unbehagen gelesen. Dieser konnte weitergehende Formulierungen zu Verstaatlichungen aber verhindern. Erstmals fanden auch Anregungen aus den Neuen Sozialen Bewegungen Eingang ins Parteiprogramm. Die ökologische Frage wurde erstmals gestellt, auch wenn die Sozialisten sich noch für die Atomkraft als Möglichkeit des Ausstiegs aus den fossilen Energieträgern aussprachen. Damit konnte die entstehende grün-alternative Bewegung in Sagradien nicht aufgehalten werden. Noch 1977 kam es im [[Alconía|alkonischen]] [[Bergüel]] zu heftigen Protesten gegen den Neubau eines Atomkraftwerks, der als Geburtsstunde der sagradischen Anti-Atomkraft-Bewegung angesehen werden kann, sowie zur Gründung des parteiähnlichen öko-politischen NGO [[Confederación Ecología 77]], aus der bald die [[Verdes|sagradische Grüne Partei]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verabschiedung des linken Parteiprogramms stand insgesamt in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur Koalition mit der bürgerlichen UDS, die von einem Großteil der ASUL nur als Übergangskoalition angesehen wurde. Das sich im Laufe des Jahres 1978 deutlich verschlechternde Koalitionsklima, anhaltende Streitigkeiten zwischen den Koalitionären wie innerhalb der beiden Parteien führten schließlich über die Haushaltsfrage im Dezember 1978 zum Ende der sozialistisch-bürgerlichen Koalition. Auf Druck des konservativen Flügels hin kündigte UDS-Chef [[Lorenzo Estrubal]] die Koalition auf und zwang Caval damit im Januar 1979, die Vertrauensfrage zu stellen, die er verlor. Erneut kam es zu Neuwahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsstreit der Achtziger Jahre (1979-1990) ===&lt;br /&gt;
Aus den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|Neuwahlen im April 1979]] ging die Asul mit 35 Prozent der Stimmen als Verlierer hervor, während die von [[Santo De la Nada]] angeführten Konservativen auf 37,6 Prozent zulegen konnten und stärkste Partei wurden. Für eine Koalition aus PPC und UDS reichte es aber dennoch nicht. Es kam zur Bildung einer neuen Großen Koalition aus PPC und ASUL, in der die Sozialisten als Juniorpartner vertreten waren. Caval, dem die Wahlniederlage nun auch parteiintern angelastet wurde, verzichtete auf ein Ministeramt, blieb aber Parteichef, während Nacoma weiterhin als Führer der Parlamentsfraktion die Zusammenarbeit in der Koalition organisierte. Neuer starker Mann der Asul in der Regierung und Vizepremier wurde Finanzminister Montone, der die Bildung der Großen Koalition forciert hatte, aber auch Andrés Colón trat als Arbeitsminister ins Kabinett des Konservativen Santo de la Nada ein. Mit dem überzeugten Marktwirtschaftler und Neokonservativen [[Alfonso María Guivares]] als Wirtschaftsminister mussten sich beide arrangieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie diese Konstellation für Streitigkeiten im Kabinett prädestiniert war, hielten auch die Spannungen in der Partei weiter an. Montones „Regierungsflügel“, dem Colón ausdrücklich nicht zugerechnet wurde, geriet dabei selbst in immer stärkeren Gegensatz zu Cavals Parteiführung, während Caval und Colón sich wieder annäherten. Die parteiinterne Konfliktlinie verlief damit quer durch das Kabinett und wurde vor allem in der Frage der Außen- und Sicherheitspolitik offensichtlich. Höhepunkt dieser Spannungen war Cavals Ablehnung des NATO-Doppelbeschlusses, den Montone nachhaltig unterstützte. Die Haltung Montones führte 1981 zum Rücktritt Colóns, der nun außerhalb des Kabinetts die innerparteiliche Opposition organisierte. Die [[Solano-Affäre]] des Jahres 1981 verschlimmerte die Krise und führte zu einer Niederlage der Sozialisten bei den [[Regionalwahlen 1981]]. Als problematisch für die Regierungsarbeit erwies sich auch die Wirtschaftspolitik, in der die neoliberalen Politikansätze der [[Partido Popular - Cientro Social i Democrático|Volkspartei]] und vor allem ihres zunehmend dominierenden Wirtschaftsflügels um Guivares und Fraktionschef [[Santo Moya]] mit den von ihnen als gescheitert deklarierten keynesianischen Konzepten der Asul kollidierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Streit um die Wirtschaftspolitik reichte bis in die Sozialistische Partei hinein. Auf der einen Seite entwickelte sich als Gegenströmung zu den überzeugten Keynesianern und den lange Zeit mit ihnen rivalisierenden, aber in die Minderheit gedrängten sozialistischen Dogmatikern eine neue pragmatische Strömung, die als ausgesprochen wirtschaftsnah und zentristisch wahrgenommen wurde und als deren herausragender Exponent Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]] angesehen wurde. Dagegen wuchs aber – vor allem aus den Jugendorganisationen und aus den Neuen Sozialen Bewegungen kommend – die Zahl derer, die die traditionelle wachstumsorientierte und auf die Atomenergie setzende Politik der Parteiführung kritisch sahen und damit an die neu entstehende Umweltbewegung anknüpfen wollten. Die Dominanz der klassischen Sozialdemokraten in der Partei blockierte diese neue postmateriell und linkslibertär gesinnte Gruppe aber von Beginn an und trieb sie damit zu einem Großteil aus der Partei und in die Hände der neu enstandenen [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen Partei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das endgültige Scheitern der Regierung de la Nada im Jahr 1982 und die Einberufung vorgezogener Neuwahlen markierten den Sieg der traditionellen Linken in der Partei. Caval verzichtete ebenso wie Montone auf die Spitzenkandidatur für die Asul, die schließlich Andrés Colón übernahm. Der Wahlkampf 1982 wurde von Colón und Koordinator [[Iano Norriez]] als echter Lagerwahlkampf organisiert, der dadurch verstärkt wurde, dass für die Konservativen nicht der eher zentristische Santo de la Nada, sondern der von Colón als Neokonservativer charakterisierte Santo Moya als Premierkandidat antrat. Die Kandidatur Colóns sollte einen Generationswechsel anzeigen. Der 70-jährige Nacoma trat von seinem Amt als Parteivize zurück und kündigte zudem an, in der neuen Legislaturperiode auch nicht mehr für das Amt an der Fraktionsspitze zur Verfügung zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Colóns Strategie des Lagerwahlkampfs führte zu einer vernichtenden Niederlage für die Asul bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|Kammerwahlen]], die erstmals seit 1958 wieder unter die 30-Prozent-Marke abrutschte und mitansehen musste, wie der Volkspartei-Kandidat Moya eine [[bürgerliche Koalition]] mit der UDS bildete, die sich den konservativen Wertewandel und den Wechsel zu einer modernen Wachstumspolitik auf die Fahnen schrieb. Zum ersten Mal seit 12 Jahren mussten die Sozialisten wieder in die Opposition gehen und Mitte-Rechts regierte wieder das Land. In dieser Situation lehnte Caval einen Rücktritt ab. Angesichts der zerstrittenen Parteiflügel glaubte er, die Partei sonst in ein Chaos ohne Führung entlassen zu müssen. Den dringend notwendigen Reformprozess, den die Regierungsbeteiligung verhindert hatte, wollte er nun als Moderator und Integrationsfigur selbst initiieren und mitgestalten. Nach und nach vollzog sich nun ein Generationenwechsel an der Parteispitze. Parteivize Nacoma hatte sich bereits 1982 vom Fraktionsvorsitz sowie aus dem zweithöchsten Parteiamt zurückgezogen. Caval gab daraufhin die Kandidatur eines neuen &amp;quot;Quadrumvirats&amp;quot; bekannt, das gemeinsam den stellvertretenden Parteivorsitz übernehmen sollte, bestehens aus [[Andrés Colón]], dem [[Sarmay|sarmayischen]] Regionalpräsident [[Luis José López]], dem [[Semess|Semestiner]] Bürgermeister [[Flávio Osório Jimenez]] sowie als Vertreter des rechten Parteiflügels Ex-Wirtschaftsminister [[Donado Ricardes]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel Cavals war es, die verschiedenen Flügel und Strömungen der Partei zu integrieren. Gleichzeitig gab Caval bekannt, zwar weiterhin als Parteichef zu fungieren, die Spitzenkandidatur 1986 aber einem anderen zu überlassen. Es kam daraufhin zu einer Kampfabstimmung zwischen Colón und Ricardes um die Spitzenkandidatur, bei der sich überraschend Donado Ricardes durchsetzen konnte. Damit erhielten die eher rechten Sozialdemokraten erstmals seit Jahren die Oberhand gegenüber der Parteilinken, die allmählich auch ihre Unterstützung in den Regionalverbänden einbüßte. Damit einher ging ein Strategiewechsel, der die Partei, die bisher als linke Reformkraft aufgetreten war, zunehmend als Partei der Mitte darstellen sollte, um auch Wähler aus dem bürgerlichen Milieu anzulocken. Die Mehrheit der Partei glaubte nun, angesichts der Erfolge der Konservativen und Liberalen überall in Europa mit einer sanften Annäherung an deren Politikkonzepte reagieren zu müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der für den PPC verheerenden [[Guivares-Affäre]] 1984 und dem Einbruch der Konservativen bei Meinungsumfragen, konnte die Asul wieder Boden gutmachen und bei den [[Regionalwahlen 1985]] deutlich zulegen. Mit einem wirtschaftspolitisch gemäßigten Programm, einer auf die Eroberung der politischen Mitte ausgerichteten Strategie und einer Listengemeinschaft mit den linksbürgerlichen [[Partido Radical Socialista|Radikalsozialisten]] gewann Ricardes schließlich die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|Kammerwahlen 1986]] gegen Ministerpräsident Moya und bildete – wie vor der Wahl bereits in Aussicht gestellt – eine neue [[violette Koalition]] mit [[Lorenzo Estrubal]]s UDS. Während Colón auf ein Ministeramt verzichtete, wurde Luis José López zum neuen Vorsitzenden der Parlamentsfraktion gewählt. Mit [[Bernardo Véllez]] als Wirtschaftsminister setzte die neue Regierung im Wesentlichen die Wirtschaftsreformen der Konservativen fort, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit Colóns linkem Parteiflügel führte, der durch [[Francisco Montero]] als Umweltminister und seit 1988 durch [[José Docién Delavesc]] als Verkehrsminister im Kabinett repräsentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Affäre um Joán Cavals Sohn [[Fernando Caval]] führte 1987 zum Verzicht Cavals auf eine neuerliche Kandidatur um den Parteivorsitz. Neuer Generalsekretär wurde auf dem Parteikongress der ASUL in Malesc im Februar 1987 der [[Semestiner Bürgermeister]] Flávio Jimenez, dem man am ehesten zutraute, die Parteiflügel zusammenzuführen. Jimenez verlor aber im Herbst 1987 seine Mehrheit im Stadtrat und wurde von seinem Amt als Bürgermeister der Hauptstadt abgewählt, woraufhin er auch das Parteiamt wieder abgab, sodass nun Ricardes selbst zum Generalsekretär der Asul gewählt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war die Partei nun wesentlich in den Händen der so genannten [[Ricardistas]]. Diese Gruppe um den als Wirtschaftsfachmann bekannt gewordenen Ricardes hatte sich in den späten Siebzigern formiert und danach zunehmend parteiintern an Einfluss gewonnen. Ziele der Ricardisten waren die endgültige Aussöhnung der Partei mit der Marktwirtschaft, der Verzicht auf Staatsunternehmen, die Bekämpfung der Inflation mittels einer rigiden Sparpolitik und die Etablierung einer marktorientierten ‚sozial-demokratischen’ und gesamteuropäisch eingebetteten Wirtschaftspolitik. Dies bedeutete in der faktischen Regierungsarbeit mit dem liberalen Koalitionspartner im wesentlichen die Fortführung der Liberalisierungspolitik der konservativ-liberalen Vorgängerregierung, jedoch wurden die von der Regierung Moya initiierten Einschnitte in das Sozialsystem teilweise rückgängig gemacht oder erst gar nicht zum Abschluss gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge der [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|sagradischen Grünen]] seit Mitte der Achtziger Jahre führten zu neuen parteiinternen Diskussionen um die Haltung der Sozialisten gegenüber der neuen Umweltbewegung. Erste Experimente von Regierungsbündnissen fanden zunächst auf kommunaler Ebene statt, seit 1985 gab es auch auf regionaler Ebene Zusammenarbeit in Form von Tolerierungen sozialistischer Minderheitskabinette. Jedoch galt Parteichef Ricardes als Gegner derartiger Bündnisse und schloss sie auf nationaler Ebene für die Zeit nach den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] aus. Stattdessen versuchte er die Wähler der Grünen Partei für die eigene Partei zurückzugewinnen. Symbol dieser Strategie war die Ernennung des ehemaligen Grünen [[Ramón Julio De la Costa]] zum Umweltminister im Jahr 1989. Jedoch blieb Ricardes’ Wirtschafts- und Umweltpolitik ingesamt konservativ und die Aspirationen De la Costas, einen Rückzug aus der Atomenergie nach dem Beispiel Italiens sowie eine Kürzung der Bergbausubventionen zu erreichen, scheiterten an der ablehnenden Einstellung Ricardes’ und des seit 1988 amtierenden liberalen Wirtschaftsministers [[Ángel Ribero]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neunziger Jahre: Krise und Neuausrichtung in der Opposition (1990-1998) ===&lt;br /&gt;
Ricardes’ Ziel einer Fortführung der Violetten Koalition wurde bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahlen 1990]] deutlich verfehlt. Die Sozialisten fielen mit 35,4 Prozent der Stimmen deutlich hinter die Konservativen zurück, die mit dem gemäßigt-zentristischen [[Josep Otero]] als Spitzenkandidaten antraten und eine neue bürgerliche Koalition mit der UDS bildeten. Ricardes zog die Konsequenzen aus der als Debakel empfundenen Niederlage und trat von der Parteispitze zurück. Nachfolger wurde [[Luis José López]], der sich gegen den vom linken Flügel ins Rennen geschickten Francisco Montero durchsetzen konnte. Letzterer übernahm nach den Wahlen von Colón die Führung der Parteilinken, während Colón sich aus der aktiven Politik zurückzog und Chef der parteinahen [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] wurde. Neuer nationaler Koordinator wurde der junge [[Jorge Gaspacho]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der Sozialisten führte zu einer Reformdiskussion innerhalb der Partei, die von einer neuen Generation junger aufstrebender Politiker angeheizt wurde. Die Jungen in der Partei, politisch mehrheitlich in den Siebziger und frühen Achtziger Jahren sozialisiert und teilweise den neuen sozialen Bewegungen nahestehend, forderten eine Demokratisierung der Parteiinstitutionen, eine pragmatische Neuausrichtung in Zusammenarbeit mit den anderen Linksparteien, eine Verjüngung der Parteistrukturen und eine programmatische Umorientierung hin zu einem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Prominente Exponenten dieser neuen [[Guarda Jovén]] waren neben Julio De la Costa, der 1991 die Führung des [[Comtàid-Perín|comtaid-perinischen]] Regionalverbands übernahm, der ehemalige [[Juventú Socialista|JUSO]]-Sekretär [[António Delvequio]], der [[Amoria|amorische]] Regionalsekretär [[Mariano Larcón]] sowie vor allem der 1990 zum Präsidenten der Region [[Bordez]] gewählte [[Paulo Satyres]], der zu dieser Zeit als größtes rhetorisches Talent der Partei galt. Was diese Politiker außer ihrem Alter trotz aller ideologischen Unterschiede vereinte, war die Forderung nach einer neuen Umweltpolitik und nach einer neuen strategischen Zusammenarbeit mit den Grünen in einer starken linken Opposition. Während die Reformer ihren Einfluss vor allem über die Regionalverbände vergrößerten, blieb die Parteiführung mit Ausnahme des Amtes des nationalen Koordinators zunächst in der Hand des alten Establishments. Auf den Posten des Vizegeneralsekretärs der Partei, der nach dem Rückzug Colóns 1990 zunächst vakant geblieben war, wurde 1991 neben Francisco Montero der ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister [[António Grande Illega]] gewählt, der als Vertreter des gemäßigt-linken Parteiflügels der (Neo-)Cavalistas galt und kurz zuvor zum Bürgermeister von Semess gewählt worden war. Beide stammten ähnlich wie López aus der Generation der Mitte-50-Jährigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Jungen bereits 1989 vergeblich versucht hatten, Akzente in der Partei zu setzen, schlug ihre Stunde auf dem Parteikongress der Sozialisten in Artir im März 1991. Mit ambitionierten, postmaterialistisch und ökologisch inspirierten [[Proposiciones de l'Artir|Proposiciones]] versuchten sie das Parteiprogramm von 1977 in entscheidenden Punkten zu revidieren. Vor allem in der Umwelt- und Energie-, aber auch in der Bürgerrechtspolitik sollten neue Ziele verfolgt werden. Der von Paulo Satyres eingebrachte Vorschlag, als dessen wesentlicher Autor der linke Soziologe [[Carles Nacesta]] angesehen werden kann, wurde vom Parteiestablishment und dem rechten Flügel als Affront und harte Abrechnung mit der Politik der vergangenen Regierungsjahren angesehen und teilweise scharf kritisiert. Gegen die Intention der Parteiführung, den Vorschlag durch Zuleitung an den Programmausschuss aus der Debatte zu nehmen, brachte der Ausschuss Teile des Vorschlags in abgemilderter Form unmittelbar wieder zur Abstimmung. Der Kompromisscharakter lag darin, dass der Wortlaut des Programms von 1977 nicht geändert, durch die neu formulierten Thesen lediglich neu „interpretiert“ werden sollte. Die revidierten „Proposiciones“ wurden daraufhin von einer deutlichen Mehrheit der Delegierten angenommen und dem Semestiner Programm vorangestellt. Obwohl sie ihr Ziel nicht ganz erreicht hatten, galt der Artirer Kongress 1991 als großer Sieg der Jungen in der Partei und als wichtiges Zeichen der Partei hin zu einer inhaltlichen und strategischen Reform. Organisatorisch konnte diese freilich nicht implementiert werden. Zwar wurden ''Primaries'' zur Bestimmung des Generalsekretärs der Partei grundsätzlich möglich gemacht, sie sollten aber gegenüber dem Nationalkonvent der Partei nur als Vorschlag gelten und nicht verbindlich sein. Außerdem sollten nur zahlende Parteimitglieder über ein Wahlrecht verfügen und die Stimmen nach einem Schlüssel auf die Parteiverbände angerechnet werden, der wiederum dem Establishment Vorteile gewährte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders die neue Parteiführung um Luis José López zeigte sich nicht gewillt, weitergehende Zugeständnisse zu machen, da man plebiszitäre Elemente als eigenen Machtverlust fürchtete und den konservativen Parteiflügel nicht verschrecken wollte. Während die neue Parteiführung um Luis José López damit also nur wenige Reformen durchsetzen konnte und als schwach eingeschätzt wurde, holte die Partei 1992 ein [[Asul-Spendenskandal 1992|Spendenskandal]] ein, der der Allianz schwer zusetzte. In der Parteipräsidentschaft Ricardes’, aber wohl schon davor unter Caval, hatte es mehrere Parteispenden in Millionenhöhe gegeben, die nicht ordentlich verrechnet worden waren. Die Parteiführung López bemühte sich zunächst, die Vorwürfe abzuschmettern und die Krise auszusitzen, als López aber öffentlich zugeben musste, bereits als Vizegeneralsekretär von den Spenden gewusst zu haben, trat das komplette Exekutivkomitee der Partei geschlossen zurück. Die Jungen in der Partei forderten rasche Aufklärung und Paulo Satyres konfrontierte die Alte Garde mit schweren Vorwürfen. Auch der traditionelle linke Parteiflügel war involviert, nachdem auch Untersuchungen gegen Francisco Montero eingeleitet worden waren.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kündigte Satyres an, selbst für das Amt des Generalsekretärs der Partei kandidieren zu wollen. Die Jungen setzten durch, dass gemäß dem Kongressbeschluss von 1991 erstmals in der Parteigeschichte Primaries zur Wahl des Parteichefs durchgeführt werden sollen, bei denen alle zahlenden Parteimitglieder wahlberechtigt waren. Neben Satyres kandidierten auch die ehemalige Ministerin [[María Benítez Saforcada]], die sich für einen größeren Einfluss der Frauen in der Partei stark machte, sowie der auch vom bisherigen Führungszirkel unterstützte [[António Grande Illega]] um das höchste Parteiamt. Als einziger Kandidat des eher rechten Parteiflügels wurde der landesweit eher unbekannte [[Sesín|sesinische]] Regionalsekretär [[Nestor Ortega]] aufgestellt, der aber chancenlos blieb. Die Urwahl endete mit einem Sieg Grandes, der mit 42 Prozent knapp vor Satyres mit 39 Prozent der Stimmen lag. Benítez kam auf 11 und Ortega auf 8 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Tagung des Nationalkonvents in Sollar wurde Grande Illega offiziell als neuer Generalsekretär eingeführt. Der neue Parteivorstand war deutlich jünger als der letzte und der Frauenanteil mit 30 Prozent so hoch wie nie zuvor. Mit Julio de la Costa, Satyres, Larcón und dem neuen Nationalen Koordinator [[Enrico Herzog]] waren auch führende Vertreter der Junggardisten im neuen Exekutivkomitee vertreten. Satyres trat nach dem Rückzug Monteros aus der Parteiführung als neuer Führer der Parteilinken auf und wurde gemeinsam mit María Benítez zum Vizegeneralsekretär der Partei gewählt, während Larcón als Sekretär für institutionelle Reformen gemeinsam mit Herzog die Parteistrukturen reformieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Regionalwahlen 1993]] standen noch im Zeichen des Parteiskandals und endeten mit einer Niederlage für die Sozialisten. Trotz des Rückschlags trugen die fleißigen Reformversuche Grandes allmählich Früchte und das Vertrauen der Bürger in die Asul stieg wieder an, sodass die Sozialisten zuversichtlich in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|Kammerwahlen 1994]] gingen. Spitzenkandidat Grande Illega präsentierte ein junges Spitzenteam mit De la Costa und Satyres auf Schlüsselpositionen als Experten für Umwelt- bzw. Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Als Finanzminister war [[Iano Norriez]], der Präsident der [[Region Óstino]], vorgesehen. Außerdem ging Grande mit dem Ziel einer rot-grünen Regierungsmehrheit in die Wahlen, was angesichts der Wahlumfragen realistisch war und darüber hinaus vor allem bei jungen Wählern populär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch endeten die Kammerwahlen im Herbst 1994 mit einer Niederlage für die Sozialisten, die zwar Boden auf die Konservativen gutmachen konnten, aber deutlich hinter dem PPC zurückblieb. Zwar zeigte das gute Abschneiden der diesesmal alleine angetretenen Grünen sowie der Misserfolg der [[Partido Comunista Sagradês|sagradischen Kommunisten]], dass die Strategie der neuen linken Mehrheit gerechtfertigt war und Aussicht auf Erfolg bei künftigen Wahlen versprach. Bei der Wahl zum Vorsitz der Parlamentsfraktion der Sozialisten setzte sich Julio De la Costa gegen [[Jocelín Salas]] durch. In der folgenden Legislaturperiode nutzte De la Costa seine neue Schlüsselstellung und drängte sich dank überragender Sympathiewerte als natürlicher Kandidat der Sozialisten für das Amt des Premierministers auf, zumal es immer wieder Spekulationen um einen Verzicht Grande Illegas gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Grande im Januar 1997 erklärt hatte, für die Spitzenkandidatur nicht zur Verfügung zu stehen, aber weiterhin Parteichef bleiben zu wollen, kam es zu einer Urwahl zwischen De la Costa und Satyres, aus der De la Costa mit einem deutlichen Vorsprung von 62 zu 38 Prozent als Sieger hervorging. Der Tulineser Parteikongress im Mai 1997, der den Lokalmathadoren De la Costa auch offiziell als Spitzenkandidat nominierte, wurde mit viel Show und Pathos als „Wechselkongress“ inszeniert. Passend dazu konnte die Partei zugleich ihr 40-jährige Bestehen und das 110. Jubiläum der PS-Gründung 1887 feiern. De la Costa hielt eine flammende Rede und schwor gemeinsam mit Parteichef Grande die Partei auf einen hart und engagiert geführten Lagerwahlkampf ein. Der Kongress verabschiedete einen vom Parteivorstand konzipierten Katalog von so genannten [[Declaraciones pel Cânviu]], welche die Leitlinien für die kommenden Wahlkämpfe vorgeben sollten. Bereits die folgenden [[Senatswahlen 1997|Senatswahlen]] im Juli führten zu einem großen Sieg der ASUL, die zum drittenmal nach 1970-1976 und 1985-1988 stärkste Kraft im Senat wurde und die bürgerliche Mehrheit brechen konnte. Parteichef Grande gelang es danach, über den Senat eine Blockadepolitik durchzusetzen, die es der bürgerlichen Koalition unmöglich machte, wichtige Reformgesetze wie die Steuerreform noch vor den Wahlen 1998 durchzusetzen. Doch bereits die Regionalwahlen im Herbst 1997 brachten der Partei einen Dämpfer, nachdem das erhoffte Ziel des großen Wahlsiegs in den dichtbesiedelten Schlüsselregionen wie [[Lojandía]] oder [[Bordez]] nicht erreicht werden konnte. Paulo Satyres verlor in Bordez sogar seine Mehrheit an die Rechte und zog damit in einem populistisch geführten Wahlkampf den Kürzeren gegen den medienwirksam in Szene gesetzten PPC-Kandidaten Luisanto. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Enttäuschung vom Herbst 1997, die eine Aufholjagd der Regierungskoalition in den Meinungsumfragen einleitete, führte zu einem Umdenken innerhalb der ASUL-Führung, die De la Costa nun weitgehend freie Hand bei der Wahlkampfplanung ließ und ihm gestattete, ein eigenes Wahlkampfteam zu nominieren. Für den Kammerwahlkampf 1998 konzipierte dieser zusammen mit seinem persönlichen Wahlkampfkoordinator [[Enrico Herzog]], seinem parlamentarischen Geschäftsführer [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sowie Parteichef Grande Illega und dem Nationalen Koordinator [[Santiago Valarosa]] das Programm des [[Novo Progresismo]], der einen modernen Wahlkampf nach dem Vorbild Tony Blairs und mit einem auf eine moderne offene Gesellschaft orientierten Parteiprofil eröffnen sollte. Ideologische Grundlage bildete die Idee der ''Sinistra Progresista'', wie sie De la Costa bis 1996 entwickelt hatte und wie sie in den Tulineser Deklarationen bereits von der Partei in wesentlichen Punkten übernommen worden waren. In De la Costas Wahlkampfteam war neben Grande Illega als Experte für die Außen- und Sicherheitspolitik und Paulo Satyres als Experte für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik überraschenderweise auch Ex-Parteichef López als Experte für Wirtschafts- und Finanzpolitik vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Ära De la Costa (1998-2006) === &lt;br /&gt;
De la Costas moderner und offener Wahlkampf brachte den Sozialisten einen klaren Sieg bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahlen 1998]] ein. Zusammen mit den vom populären Duerezer Bürgermeister [[Carles Etxeberría]] angeführten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bildete De la Costa ein neues Mitte-Links-Bündnis, die [[Coalición Ecosocialista]], an deren Spitze er zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Satyres wurde Arbeitsminister und der ehemalige Gewerkschaftler [[Vítor Gomes Amarón]] Innenminister. Der traditionelle rechte Parteiflügel war durch [[Miguel Chamot]] im Wirtschaftsministerium vertreten, während De la Costas Vertrauter Lorenzo Dimas Ferrera die Koordination der Regierungspolitik übernahm.&lt;br /&gt;
Als Ministerpräsident in der ersten rot-grünen Regierung der Zweiten Republik setzte De la Costa zahlreiche Reformen durch wie die eingetragene Lebensgemeinschaft für Homosexuelle oder den Ausstieg aus der Atomenergie. Außerdem erließ die Regierung ein neues Verwaltungsgesetz, das den Regionen und Überseegebieten noch mehr Selbstverwaltungsrechte einräumte. Jedoch brachte sein neuer Kurs der linken Mitte (Cientrosinistra) auch Rückschläge und bittere Pillen für die ASUL mit sich wie die Beteiligung an Kosovo- und Afghanistankrieg, die zu heftigen Streitigkeiten mit dem linken Parteiflügel um Satyres und dem grünen Koalitionspartner führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenzen zwischen De la Costa und Satyres basierten nicht nur auf persönlichen Gegensätzen der ehemals wichtigsten Protagonisten der ''Guarda Jovén'', sondern auch auf der Betonung gesellschaftsliberaler Fragen, welche die Gruppe um Satyres als falsche Akzentsetzung kritisierte. Nachdem De la Costa sich innerparteilich durchgesetzt hatte, kam es im Sommer 2000 zu einem neuerlichen Streit mit Satyres über die Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik, in deren Folge Satyres von allen Ämtern zurücktrat und die Gründung einer neuen Linkspartei ankündigte. Die Gründung des neuen linkssozialdemokratisch und EU-kritisch ausgerichteten [[Partido Republicano Socialista]] (PRS) durch Satyres führte aber nicht zu einer größeren Mitgliederabwanderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Kammerwahlen 2002]] führten zu einem neuerlichen Sieg der Sozialisten mit einem Ergebnis von 38,9 Prozent und sicherte der Partei weitere vier Regierungsjahre. Nach der Wahl standen die „Julistas“ auf ihrem parteiinternen Machtzenit. Das im Jahr 2001 verabschiedete [[Manifesto de Duerez|Duerezer Programm]] hatte deren Positionen vom [[Novo Progresismo]] in wesentlichen Punkten zum offiziellen Parteistandpunkt gemacht. Darin definierte sich die ASUL als „Partei der Bürger“ und „Fortschrittliche Linke“. Politische Analysten sahen darin eine Festlegung von ähnlicher Tragweite wie im [[Manifesto de Lemez|Lemezer Programm]] von 1962 und dem Reformmanifest von Joán Caval vor den Kammerwahlen 1970. Das Wahlergebnis zeigte nun, dass auch der Wähler die seit den Neunziger Jahren begonnene Neuausrichtung der Sozialisten begrüßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch zeigten die folgenden Monate, dass die Ausnahmestellung der Julistas in der Partei und die Beliebtheitswerte der Regierung nicht aufrechtzuerhalten waren. Nach den Wahlen von 2002 musste sich die Regierung auf die Unterstützung der äußeren Linken im Parlament stützen und nicht selten mit diesen um harte Kompromisse ringen. Ein Reformstau zu Beginn der neuen Legislaturperiode führte bald zu einem kontinuierlichen Umfragetief, dem empfindliche Wahlniederlagen bei Kommunal-, Regional-, Senats- und Europawahlen folgten. De la Costa geriet parteiintern immer stärker unter Druck. Besonders der nun von [[Santiago Valarosa]] geführte linke Flügel forderte Änderungen an der 2003 beschlossenen Arbeitsmarktreform, die als unsozial empfunden wurde. Auf der anderen Seite wuchs die Anhängerschaft des 2000 zum Vizegeneralsekretär und 2004 zum Handelsminister ernannten [[Santiago Diaz de Velozo]], der in der Partei zunehmend als Reformmotor auftrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein parteiinterner Immobilienskandal um De la Costas Staatssekretär [[Francisco Carnival]] führte im Herbst 2005 zu einer empfindlichen Niederlage der ASUL bei den Regionalwahlen, woraufhin De la Costa von der Parteispitze zurücktrat. Neuer Generalsekretär wurde Diaz de Velozo, der sich gegen Santiago Valarosa durchsetzen konnte. Diaz de Velozo gilt als Vertreter des Reformflügels und konnte auch auf die Unterstützung der Parteirechten zählen. Valarosa wurde zum Stellvertreter Velozos gewählt. Die Wahl Velozos führte zu einer Welle von Parteiaustritten linksgerichteter Sozialisten, die zuvor Valarosa unterstützt hatten und nun der neuen Linkspartei [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] von Paulo Satyres und [[António Fiali Cerres]] beitraten. Obwohl von Satyres öffentlich umworben, lehnte Valarosa einen Beitritt zur DSS ab. Nach der Wahl Velozos zum Parteichef der Sozialdemokraten verzichtete De la Costa auf eine weitere Amtszeit als Premierminister und ließ Diaz de Velozo in den Wahlkampf 2006 ziehen. Der erhoffte positive Velozo-Effekt war jedoch geringer als erhofft. Am Ende verloren die Sozialisten bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|Kammerwahlen 2006]] die Wahlen mit 32,5 Prozent klar gegen die politische Rechte und mussten wieder in die Opposition gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition (seit 2006) ===&lt;br /&gt;
Die Niederlage nach acht Jahren Regierung führte zu neuerlichen Machtkämpfen in der Partei zwischen den eher den Parteirechten zugerechneten Anhängern Velozos ([[Velozistas]]), den Reformisten der an De la Costas Politik festhaltenden [[Julistas]] sowie der Parteilinken unter Führung von Santiago Valarosa ([[Valarosistas]]). Ein kritischer Punkt war das Verhältnis zu der erstarkenden äußeren Linken unter Führung von Satyres und der Kommunisten, die man für eine Regierungsübernahme brauchte. Wahlerfolge im Jahr 2007 führten zu einer vorübergehenden Konsolidierung der Präsidentschaft Velozos, der jedoch in der Folge in heftigen Gegensatz zur Nationalen Koordinatorin [[Mercé Serrat]] geriet, die schließlich ihr Amt aufgeben musste und in der Folge zur parteiinternen Opposition wechselte. Das begangene Doppeljubiläum von 50 Jahren ASUL und 120 Jahren PS wurde in verunsicherter Atmosphäre von einer Partei begangen, die in der Opposition ihre Rolle suchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Bruch der Koalition Luisanto im Frühjahr 2008 vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|Neuwahlen im Sommer 2008]] trafen die zerstrittene Partei völlig unvorbereitet. Mit 26 Prozent der Stimmen musste die Partei das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte verschmerzen. Mit Ausnahme der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954|Wahl 1954]] war das sozialdemokratische Lager seit den Dreißiger Jahren nicht mehr so schwach. Parteichef Diaz de Velozo, der längst Image-Probleme zu verschmerzen hatte und nun bereits die zweite Wahl verloren hatte, erklärte nach der Wahl zunächst, auch weiterhin in der Führung der Partei verbleiben zu wollen, ohne aber deutlich zu machen, ob er dies weiterhin im Amt des Generalsekretärs zu tun gedenke. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen, vornehmlich vom linken Parteiflügel, gab er schließlich schon nach zwei Tagen bekannt, das Amt des Generalsekretärs der Partei auf dem nächsten Parteitag zur Verfügung zu stellen, die Organisation des Parteitages und den Modus der Amtsübergabe solle als ''Secretário General delegâu'' sein Stellvertreter [[Santiago Valarosa]] übernehmen. Mit diesem Schachzug verhinderte Diaz de Velozo, eine eigene Kandidatur Valarosas, der jedoch eine Urwahl unter den Mitgliedern der Partei durchsetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nachfolgerin Velozos wurde schließlich Mercé Serrat gewählt, die als Vertreterin des Parteizentrums mit guten Kontakten zur Parteilinken auf die äußere Linke zugehen und gleichzeitig eine umfassende Parteireform durchsetzen wollte. Serrat setzte sich in den angesetzten Primaries gegen den ehemaligen Semestiner Bürgermeister [[Miguel Javier León]], die Parteilinke [[Ana Zapato Ramírez]], den unabhängigen Politikwissenschaftler [[Joán Gras Brianforte]] und den linken Globalisierungsgegner [[Carles Santanier]] durch. Mit Serrat, Zapato und León standen sich zwei Frauen und ein bekennender Homosexueller als aussichtsreichste Kandidaten gegenüber. Neuer Koordinator wurde der junge Abgeordnete [[Joaquín Loubregat]], Ex-Ministerpräsident [[Julio De la Costa]] und Ex-Minister [[Lorenzo Dimas Ferrera]] sollten der Parteichefin zukünftig als Berater zur Seite stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europawahlen 2009]] zeigten für die Sozialisten keinen Aufwärtstrend. Mit 24 Prozent lag die ASUL deutlich hinter den Konservativen mit 30 Prozent zurück. Hoffnung machten aber die [[Regionalwahlen 2009|Regionalwahlen im Februar und im Herbst]], bei denen die Sozialisten zwar nur in vier Regionen stärkste Einzelpartei wurden, als führende Kraft der Linken aber in den wichtigen Regionen [[Lojandía]], [[Bordez]] und [[Comtàid-Perín]] den Machtwechsel hin zu einer Linksregierung einleiten konnten. In Bordez trat Parteivize Santiago Valarosa als Spitzenkandidat der Sozialisten an und konnte dank eines hervorragenden Ergebnisses der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] unter Führung von Paulo Satyres in dessen Fußstapfen als Regionalpräsident treten. In Lojandía gelang [[Francisco Helguerra]] die Ablösung der konservativen Regionalpräsidentin [[Francisca del Ponte]] und damit nach 16 Jahren konservativer Vorherrschaft der Machtwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Aussichten und Probleme ==&lt;br /&gt;
Wie fast alle progressiven Parteien Westeuropas leidet die Asul an dem wachsenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Riss, der durch die Wähler- und Mitgliedermilieus der linken Mitte geht. Im Zuge dieser Veränderungen hat die Asul Rückhalt vor allem in den einfachen Arbeitnehmermilieus verloren. Sie präsentiert sich zunehmend als linksliberale Partei der akademisierten unteren Mittelschichten. Durch diese Veränderungen ist ihre strategische Mehrheitsfähigkeit bedroht, zumal auf Seiten der Linken mit den Linksdemokraten der [[Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa|DSS]] bzw. der Vereinigten Linken [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] eine radikalere linke Gegenkraft entstanden ist, die einen großen Teil des traditionellen sozialistischen Wählermilieus bindet. Außerdem bieten [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grüne]], [[Democrâcia i Libertá - Ils Radicales|Radikale]] und die bürgerliche [[Cientro Uníu|Zentrumsunion CU]] in der Mitte eine hohe Konkurrenz zur Asul dar. &lt;br /&gt;
Die Sozialisten sind zudem seit der zweiten Legislaturperiode von Ramón Julio de la Costa innerlich zerstritten. Besonders der Machtkampf zwischen Reformisten und Linken unter der Parteiführung des eher rechten Reformisten Diaz de Velozo nach 2005 drohte die Partei zu zerreiben. Nach den verlorenen Kammerwahlen 2008 hat eine neue, in der Mitte der Partei stehende Allianz der progressiven [[Julistas]] und der gemäßigt-linken [[Cavalistas]] die Macht übernommen, die eine neue auf die traditionelle linke Mitte abzielende Ausrichtung der Partei bei gleichzeitiger innerer Reform durchsetzen wollen. Ob es gelingt, dabei die radikaleren Parteilinken um Santiago Valarosa und Ana Zapato Ramírez und die weitgehend führungslos agierenden Parteirechten auf Linie zu bringen, ist derzeit noch unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatische Positionen ==&lt;br /&gt;
In ihrem Parteiprogramm bekennt sich die Asul zu den sozialistischen Werten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und sozialen Fortschritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel und Vision der Asul ist der demokratische Sozialismus, d.h. die Asul strebt eine Gesellschaft an, in der alle Klassengegensätze überwunden sind und alle ohne Rücksicht auf Herkunft oder Ansehen ihr Leben frei und selbstbestimmt führen können. Mittel dazu ist eine sozialistische Reformpolitik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschafts- und Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftspolitische Leitmodell der Asul ist das der koordinierten öko-sozialistischen Marktwirtschaft. &lt;br /&gt;
Die Asul strebt die Vollbeschäftigung an und fordert ein faires Arbeitsverhältnis und Mitbestimmungsrecht von Arbeitnehmern in Unternehmen als Basis für eine soziale und demokratische wirtschaftliche Entwicklung. Das Steuersystem soll eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung erlauben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sicht der Asul ist der Staat der wesentliche Träger einer aktiven Wirtschaftspolitik, Obwohl die Asul in den Achtziger Jahren selbst eine Privatisierungspolitik betrieben hat, steht sie dieser heute sehr skeptisch gegenüber und fordert sogar die Wiederverstaatlichung privatisierter Unternehmen, die dem öffentlichen Auftrag nicht nachkommen. &lt;br /&gt;
Die Asul steht für den Erhalt und Ausbau eines flächendeckenden Mindestlohns ein und fordert die Einführung einer Vermögenssteuer sowie einer Finanztransaktionssteuer. Ziel der Asul ist der Erhalt und Ausbau des sagradischen Sozialstaats, dessen Handlungsfähigkeit aber erhalten bleiben muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sozial gerechte Wirtschaftspolitik wird nur jene angesehen, die auch ökologisch vertretbar ist und die Zukunft der natürlichen Lebengrundlagen sichert. Daher tritt die Asul für einen allmählichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffnutzung  und einen Ausbau regenerativer Energieträger ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht Bildung als soziales Grundrecht an und tritt für Chancengleichheit ein. Sie fordert eine kostenlose Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr an und ist gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Ökonomisierung des Hochschulwesens steht sie kritisch gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul sieht sich als soziale Bürgerrechtspartei an, die für eine offene partizipatorische Gesellschaft einsteht. &lt;br /&gt;
Im Programm der Asul spielen Fragen der gesellschaftlichen Gleichstellung etwa von Männern und Frauen und der Tolerierung und Nicht-Diskriminierung ethnischer und anderer Minderheiten eine wichtige Rolle. Die Asul will den interkulturellen Dialog forcieren und tritt für die Integration von Zuwanderern in die Mehrheitsgesellschaft ein. Für deren Gelingen sind für die Asul Leistungen der Zuwanderer wie auch der Mehrheitsgesellschaft notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Asul setzt sich gegen Terror, Folter und Todesstrafe ein. Außerdem befürwortet die Asul die gesellschaftliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare sowie die grundsätzliche Anerkennung alternativer Lebensmodelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außen- und Europapolitik ===&lt;br /&gt;
Die Asul tritt für eine friedliche Außenpolitik im Rahmen der Völkerverständigung ein, lehnt militärische Einsätze als ultima ratio aus Gründen der Friedenssicherung und aus humanitären Gründen aber nicht ab. Die Globalisierung wird von der Asul als gleichermaßen mit Chancen und Risiken behafteter Prozess angesehen, der durch eine aktive demokratische Politik gestaltet und zum Wohl der Völker beeinflusst werden muss. Die Asul ist zudem bemüht, die Eurppäische Einigung zu erweitern und zu vertiefen. Sie tritt für eine europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für eine weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteistruktur und Vorfeldorganisationen ==&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Allianz weist eine dezentrale Organisationsstruktur auf, in der die innerparteiliche Willensbildung von der lokalen zur nationalen Ebene erfolgt. Unterhalb der nationalen Ebene bestehen Parteiverbände in den Kommunen, auf Ebene der [[Mería]]s (''Parteisektion'' genannt), der [[Provinzen in Sagradien|Provinzen]] sowie der [[Regionen in Sagradien|Regionen]]. Lediglich in [[Aziz]] ist die ASUL nicht organisiert und wird dort von der regionalen Schwesterpartei [[PSA]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höchste ständige Parteiorgan der Asul ist der Nationalkonvent (''Convente Nacional''), der in der Regel alle drei Jahre als erweiterter Kongress (''Congreso'') zusammentritt. Er allein bestimmt über Grundsatzprogramme und Satzungsänderungen. Er wählt zudem die etwa 60-köpfige ''Comisión Nacional'' der Partei, der u.a. die Sekretäre der Regionalverbände (''Federaciones Regionales'') und Vertreter der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften qua Amt angehören. Zwischen aufwendigen mehrtägigen Tagungen des Congreso tritt der Nationalkonvent mindestens einmal im Jahr als ''Convente'' zusammen und bestimmt über aktuelle politische Themen, Organisations- und Personalfragen. Der ''Präsident des Nationalkonvents'' sitzt den Sitzungen des Konvents sowie denen des Parteikongresses vor, sein Amt ist das höchste Ehrenamt in der Partei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteiexekutive wird vom ''Comité Executivo Nacional'' ausgeübt. Dieses besteht aus dem Generalsekretär und den anderen Mitgliedern des 13-köpfigen Sekretariats, dem Schatzmeister, dem Nationalen Koordinator sowie aus Vertretern der Jungsozialisten und der Sozialistischen Frauen und weiteren kooptierten Mitgliedern. Der Generalsekretär übt den Vorsitz im Exekutivkomitee aus und ist in der Regel Parteiführer der Asul. Die ihm zur Seite gestellten Stellvertreter bilden mit ihm das Führungsteam. Der vom Generalsekretär nominierte und vom Konvent gewählte Parteikoordinator (''Coordinador Nacional'') übt die wichtigste administrative Position in der Partei aus und organisiert die tägliche Parteiarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 wird der Generalsekretär bzw. der Premierministerkandidat der Partei regelmäßig in geschlossenen Vorwahlen ermittelt, in denen die zahlenden Parteimitglieder ihre Stimme für einen Kandidaten abgeben können. Bei der Wahl des neuen Generalsekretärs im November 2008 konnte zum erstenmal auch online abgestimmt werden. Lediglich bei der Wahl von Premierminister De la Costa zum neuen Parteichef im Jahr 1999 wurde mangels Gegenkandidaten auf eine Vorwahl verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL verfügt über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend ([[Juventú Socialista]], JUSO), den [[Confederación Sagradêsa de Estudiantes Socialistas|sozialistischen Studentenbund COSES]], die Sozialistischen Frauen ([[Mulleres Socialistas]]) oder die Santiago-Laval-Stiftung ([[Fundación Santiago Laval]], FSL). Die Sozialistische Jugend JUSO bestand bereits als Jugendverband des PS und trug bis 1962 den Namen Confederación Sagradesa de la Juventú Socialista (CSJS). Die ASUL ist Mitglied in der Partei Europäischer Sozialisten (PES) und der Sozialistischen Internationale (SI). Im Europaparlament gehören die Abgeordneten der Partei der PSE-Fraktion an, seit 2009 der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&amp;amp;D). Der Sozialistischen Partei traditionell nahestehend ist die [[Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores]] (CSSL), der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens. Als traditionelle parteinahe Zeitung besteht seit dem späten 19. Jahrhundert die Zeitung [[l’Avante]] (nach der Fusion mit dem ''Jornal Socialista'' offiziell ''&amp;quot;Avante&amp;quot; Jornal Socialista'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASUL ist im Gegensatz zu den meisten anderen sagradischen Parteien dezentral aufgebaut und besteht aus regionalen Tochterparteien wie dem ''Partido Socialista de Scantia'' (PSdSc) in Ligre-Scantia und Alto Scantia, der ''USC'' in Cuentez und dem ''PSB'' in Bordez. Der Azizische [[Partido Socialista d'Aziz]] (PSA) ist keine Tochterpartei, kandidiert aber anstelle der ASUL in Aziz und ist mit der ASUL auf nationaler Ebene assoziiert. Sie entsendet Delegationen zu Parteitagen der Asul und gehört in Kammer, Senat und Europaparlament zur ASUL-Gruppe. Außerdem gibt es innerhalb der Allianz zahlreiche Correntes, die verschiedene politische Ziele verfolgen und wiederum zu Faktionen oder größeren Strömungen zusammengefasst werden können. Führende Strömungen sind derzeit die [[Julistas]] um Julio de la Costas Corrente ''Sinistra Progresista'', die [[Mercistas]] um Mercé Serrats ''Socialdemocrâcia'' sowie die [[Valarosistas]] um den Gewerkschaftsflügel [[Sinistra Lavorador]], der keinen Corrente, sondern eine Interessenvereinigung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiströmungen ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Entsprechend ihrer Wurzeln zeichnete sich die ASUL von Beginn an durch ein Nebeneinander konkurrierender Strömungen und Parteiflügel aus. Wie schon im alten [[Partido Socialista]] bestand die Hauptpolarisierung zwischen ''Marxistas'' und ''Reformistas'', wobei erstere Gruppe ihren Weg in die Partei vor allem über die Rumpf-PS sowie den [[Frente Proletário]], letztere teilweise aus dem PS, teilweise aus dem [[Partido Socialista Democrático]] (PSD) fand. Mit dem [[Manifesto de Lemez]] aus dem Jahr 1962 setzten sich zunächst die Reformistas durch, die eine Öffnung der Partei für das Bündnis mit den bürgerlichen Kräften erreichten. Der Marxismus blieb zwar wesentliche Ideologie der Partei, wurde jedoch nicht mehr als unfehlbar verstanden. Neben diesen beiden Strömungen konnte sich auch eine dezidiert christlich-humanistisch orientierte katholische Linke behaupten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Siebziger Jahren wuchs im Gefolge der 68er Revolte und im Zuge der Neuen Sozialen Bewegungen eine neue radikale Linke in der Partei heran, die sich von der marxistischen Arbeiterlinken durch intellektuell-postmaterialistische Positionen und eine starke Mittelstandsorientierung abhob, mit dieser aber bald ein anti-reformistisches Bündnis einging. Erster sichtbarer Ausdruck dieser Linkswende war das [[Manifesto de Semesta]] des Jahres 1977, das stärker linksideologische Positionen bezog als das Vorgängerprogramm. Der vom linken Flügel stammende Parteizentrist [[Joán Caval]] konnte die Flügel bis in die Achtziger Jahre hinein in einem Gleichgewicht halten, das jedoch teilweise bereits in der Großen Koalition 1979-1982, spätestens aber danach einem offenen Kampf der Flügel wich. Der historischen Niederlage der Linken bei der Wahl 1982 folgte eine Dominanz der parteirechten Reformistas, die unter [[Donado Ricardes]] Partei und Regierung dominierten. Erst nach dessen Niederlage 1990 folgte ein Wiedererstarken der Parteilinken, die sich aber schon bald in eine orthodox-sozialistische Strömung um [[Paulo Satyres]] und eine kompromissbereitere libertär-sozialistische Gruppe um [[Julio De la Costa]] spalteten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der persönlichen Gegnerschaft der beiden Protagonisten erreichten beide im Zusammenspiel 1998 einen historischen Wahlerfolg. Unter der Führung De la Costas dominierte die libertäre Strömung, die aber schon bald sowohl von der radikalen Linken, als auch von der reformorientierten Rechten unter Druck geriet. Spätestens nach dem Wahlsieg 2002 drängte die zweite Gruppe auf größere wirtschaftsliberale Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit der sagradischen Wirtschaft zu erhalten. Dem Rücktritt De la Costas folgten daher neue Flügelkämpfe, aus denen nach dem Scheitern des Parteirechten [[Santiago Diaz de Velozo]] 2008 vorerst die Linken in der Partei als Sieger hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strömungen ===&lt;br /&gt;
*'''[[Mercistas]]''': Anhänger [[Mercé Serrat]]s und ihres Corrente ''Socialdemocrâcia''. Die Mercistas stehen in der Tradition der [[Cavalistas]], [[Grandistas]] und Neo-Cavalistas. Sie werden zur gemäßigten Parteilinken gerechnet und stehen für eine klassische sozialdemokratische Verteilungspolitik in Verbindung mit gesellschaftsliberalen Positionen. Parteistrategisch treten die Mercistas für eine enge Zusammenarbeit der Linksopposition und ein Bündnis aus ASUL und [[Ils Verdes - Alternativa Ecologista|Grünen]] bei möglicher Kooperation mit der [[Sinistra Democrática Unida|SDU]] ein.&lt;br /&gt;
* '''[[Valarosistas]]''': Als Valarosistas werden die Anhänger des Parteilinken [[Santiago Valarosa]] bezeichnet. Die meisten davon stammen aus dem parteilinken Arbeitnehmerverband ''[[Sinistra Lavorador]]'', der in der Tradition von [[Andrés Colón]] und [[Paulo Satyres]] steht und deren politischer Führer Valarosa ist. Die traditionelle Parteilinke steht für umfangreiche wohlfahrtsstaatliche Absicherungen, eine enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und ein geschlossenes Auftreten der Linksparteien gegen 'Sozialabbau' und 'Neoliberalismus'. Aktuelle Führungsfigur der Linken neben Valarosa ist die frühere Arbeitsministerin [[Ana Zapato Ramírez]].&lt;br /&gt;
* '''[[Velozistas]]''': Gefolgsleute des früheren Parteichefs [[Santiago Diaz de Velozo]] und seines Corrente ''Reformas per l'Avenir''. Die Velozistas setzen sich für Gesellschafts- und Sozialreformen zur Modernisierung des sagradischen Wohlfahrtsstaats ein und sind von der Ideologie des Dritten Weges inspiriert. Damit werden sie dem rechten Parteiflügel zugeordnet und stehen in der Tradition der rechtssozialdemokratischen [[Ricardistas]]. Sie lehnen eine allzu enge Bindung an die Linke ab und bevorzugen stattdessen einen Weg der Eigenständigkeit und gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit den Parteien der Mitte. Nach dem Rückzug Diaz de Velozos aus der Politik im Jahr 2008 sind seine Gefolgsleute mehrheitlich im Lager der '''[[Leonistas]]''' aufgegangen, die unter der Führung des ehemaligen Semestiner Bürgermeisters [[Miguel Javier León]] einen ähnlichen Kurs vertreten.&lt;br /&gt;
* '''[[Julistas]]''': Anhänger des langjährigen Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden [[Ramón Julio De la Costa]] und seines Corrente ''Sinistra Progresista''. Die Julistas vertreten in der Tradition der Neuen Sozialen Bewegungen das Konzept des ''Novo Progresismo'' mit einer starken Betonung gesellschaftsliberaler, ökologischer und institutioneller Fragen. Wirtschaftspolitisch sind die Julistas gespalten zwischen Anhängern traditioneller linker Sozialstaatspolitik und einer reformorientierten, den Positionen der Parteireichten zuneigenden Minderheit. &lt;br /&gt;
* '''[[Sinistra Cristiana]]''': linkskatholischer und christlich-sozialistischer Flügel in der Tradition [[Nino Cabal]]s und [[Luciano Minorel]]s. &lt;br /&gt;
* '''[[Alternativa Socialista]]''': Anti- und Alterglobalisierungsplatform der Partei und Vertreter der radikalen, alternativen Linken in der Asul. Die Alternativa Socialista wird von [[Carles Santanier]] angeführt, der 2008 vergeblich für das Amt des Generalsekretärs kandidiert hatte.&lt;br /&gt;
* '''[[Eco-Socialistas]]''': linksökologischer und ökosozialistischer Parteiflügel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten und Funktionsträger in der ASUL ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1957-1960: ''[[António Santiago]] und [[Marcio Álvarez]] (gleichberechtige Parteisekretäre)''&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[António Santiago]] (†)&lt;br /&gt;
*1964-1969: [[Iacovo Del Pérez]] (1964 komm.)&lt;br /&gt;
*1969-1985: [[Joán Caval]], (''1984-1985 vertreten durch [[Andrés Colón]] als Secretário-General delegâu'')&lt;br /&gt;
*1985-1987: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
*1987-1990: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Luis José López]] &lt;br /&gt;
*1992-1999: [[António Grande Illega]] (1992 komm.)&lt;br /&gt;
*1999-2005: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*2005-2008: [[Santiago Diaz de Velozo]] (''Jun-Nov 2008 vertreten durch [[Santiago Valarosa]] als Secretário General delegâu'')&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizegeneralsekretäre der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1960-1964: [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*1964-1982: [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
*1982-1989: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1989-1990: [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
*1991-1992: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[María Benítez Saforcada]]&lt;br /&gt;
*1997-2000: [[Paulo Satyres Blanco]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Sellesi Renata Barxet]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spitzenkandidaten der ASUL bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958|1958]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962|1962]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1963|1963]]: [[António Santiago]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967|1967]]: [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1970|1970]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1974|1974]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976|1976]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979|1979]]: [[Joán Caval]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982|1982]]: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986|1986]]: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|1990]]: [[Donado Ricardes]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994|1994]]: [[António Grande Illega]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|1998]]: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|2002]]: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006|2006]]: [[Santiago Diaz de Velozo]]&lt;br /&gt;
*[[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008|2008]]: [[Santiago Diaz de Velozo]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des ASUL-Nationalkonvents ===&lt;br /&gt;
*1957-1960: [[Nino Cabal]], [[Fernando De la Rúa]] und [[Ricardo Moreno]] (''Convente Costituente'')&lt;br /&gt;
*1960-1967: [[Ricardo Moreno]]&lt;br /&gt;
*1967-1970: [[Nino Cabal]]&lt;br /&gt;
*1970-1976: [[Márcio Álvarez]]&lt;br /&gt;
*1976-1980: [[José Arnaldo Garret]]		&lt;br /&gt;
*1980-1982: [[Rinaldo Sugares]]		&lt;br /&gt;
*1982-1990: [[Marcelo Bérgamo]]		&lt;br /&gt;
*1990-1991: [[Joán Caval]]			&lt;br /&gt;
*1991-1994: [[Joán Dehamonte]]		&lt;br /&gt;
*1994-2001: [[Joán Guiterres]] 			&lt;br /&gt;
*2001-2005: [[Flávio Osório Jimenez]]&lt;br /&gt;
*seit 2005: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationale Koordinatoren der ASUL ===&lt;br /&gt;
*1969-1972: [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1972-1977: [[Nícola Zamorra]]&lt;br /&gt;
*1977-1978: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
*1978-1979: [[Simón Lorenzo Celano]]&lt;br /&gt;
*1979: [[David Luis Aragón]]&lt;br /&gt;
*1979-1982: [[Iano Norriez]]&lt;br /&gt;
*1982-1983: [[Miguel Cambrís]]&lt;br /&gt;
*1983-1986: [[Salvador Lafayet]]&lt;br /&gt;
*1986-1987: [[Cláudio Ferrera]]&lt;br /&gt;
*1987-1990: [[Cornélio Vitez]]&lt;br /&gt;
*1990-1992: [[Jorge Gaspacho]]&lt;br /&gt;
*1992-1997: [[Enrico Herzog]]&lt;br /&gt;
*1997-1998: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
*1998-2000: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
*2000-2005: [[Nina Álamo Gomes]]&lt;br /&gt;
*2005-2007: [[Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
*2007-2008: [[Lorenzo Manuel Delúsio]]&lt;br /&gt;
*seit 2008: [[Joaquín Loubregat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprecher der ASUL-Gruppe in der Abgeordnetenkammer ===&lt;br /&gt;
*1958-1961:  [[Marcelo Bérgamo]] (geschäftsführend)&lt;br /&gt;
*1961-1964:  [[Carles Domínguez-Arrás]] (geschäftsführend)&lt;br /&gt;
*1964-1966:  [[Piero Cavallo]]&lt;br /&gt;
*1966-1970:  [[Carles Domínguez-Arrás]]&lt;br /&gt;
*1970-1972:  [[Pietro Cellar]]&lt;br /&gt;
*1972-1982:  [[Stefano Nacoma]]&lt;br /&gt;
*1982-1986:  [[Andrés Colón]]&lt;br /&gt;
*1986-1990:  [[Luis José López]]&lt;br /&gt;
*1990-1994:  [[Vítor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
*1994-1998:  [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*1998-1999:  [[Jocelín Salas]]&lt;br /&gt;
*1999-2005:  [[Santiago Carles Guadalí]]&lt;br /&gt;
*2005-2006:  [[Vítor Gomes Amarón]]&lt;br /&gt;
*seit 2006:  [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte historische Zusammenschlüsse und Machtkartelle in der ASUL ===&lt;br /&gt;
*[[Mitternachtskartell]] (Cartel de la Minôite, 50er und 60er): [[Carles Domínguez-Arrás]], [[Stefano Nacoma]], [[Luciano Minorel]], [[Iacovo Del Pérez]]&lt;br /&gt;
*Junge Garde ([[Guarda Jovén]], 60er): [[Joán Caval]], [[Paulo Centavo]], [[Martín Solano]], [[Francisco Fernandez]]&lt;br /&gt;
*Junge Garde (Guarda Jovén, 80er/90er):	[[Paulo Satyres]], [[Julio de la Costa]], [[Mariano Larcón]], [[António Delvequio]], [[Enrico Herzog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelles Exekutivkomitee der Partei ===&lt;br /&gt;
Comité Executivo Nacional (Stand 2008-2010):&lt;br /&gt;
*Generalsekretärin: [[María Mercé Serrat Cabarell]]&lt;br /&gt;
*Vizegeneralsekretär, Sekretär für Wirtschaft und Arbeit: [[Santiago Valarosa]]&lt;br /&gt;
*Vizegeneralsekretär, Sekretär für Reformen und Innovationen: [[Pietro María Dulce Rodríguez]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für Gleichberechtigung und zivile Programme: [[Luísa Ibarretxe]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für Sozialpolitik: [[Ana Zapato Ramírez]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für institutionelle Politik: [[Jorge Gaspacho]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Umwelt und ländliche Entwicklung: [[José Delgado]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Kultur und Medien: [[Enrico Ánibal Cardoso]]&lt;br /&gt;
*Sekretärin für internationale und europäische Politik: [[Francisca Joego]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für öffentliche Aufgaben und Innenpolitik: [[Miguel Javier León]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für öffentliche Sicherheit: [[Francisco Helguerra]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Erziehung und Wissenschaft: [[Ana Leonor Voçares]]&lt;br /&gt;
*Sekretär für Regionen, Provinzen und Kommunen: [[José Manuel Ajudo Espadal]]&lt;br /&gt;
*Schatzmeister und Sekretär für Haushalts- und Finanzpolitik: [[Joán Mendieta Isalde]]&lt;br /&gt;
*Nationaler Koordinator: [[Joaquín Loubregat]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der ASUL-Delegation im europäischen Parlament: [[Ramón Julio De la Costa]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der ASUL-Gruppe in der Abgeordnetenkammer: [[Joán Sebastian Valler]]&lt;br /&gt;
*Sprecher der sozialistischen Gruppe im Senat: [[Alfonso López Aguirre]]&lt;br /&gt;
*Repräsentantin der [[Juventú Socialista|Sozialistischen Jugend]]: [[Joana Setubal]] (Nationale Sekretärin)&lt;br /&gt;
*Repräsentantin der [[Mulleres Socialistas|Sozialistischen Frauen]]: [[Antónia Fernandes]] &lt;br /&gt;
*Parteisprecher: [[David Chabrol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteikongresse der ASUL == &lt;br /&gt;
*1957	Congreso I Fondador in [[Vapaís]] – [[Declaración de Vapaís]] als provisorisches Programm, Wahl provisorischer Gremien&lt;br /&gt;
*1960	Congreso II Costitucional in [[Semess]] – Annahme einer Parteisatzung, Wahl regulärer Gremien&lt;br /&gt;
*1962	Congreso III in [[Lemez]] – reformorientiertes [[Manifesto de Lemez]] („Reforma Socialista“)&lt;br /&gt;
*1964	Congreso IV in [[Gerón]] &lt;br /&gt;
*1966	Congreso V in [[Biniar]]&lt;br /&gt;
*1969	Congreso VI in [[Ostino]] – Wahl [[Joán Caval]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*1972	Congreso VII in [[Ligre North]] – Höhepunkt der Macht Joán Cavals&lt;br /&gt;
*1974	Congreso VIII in [[Tulis]]&lt;br /&gt;
*1977	Congreso IX in [[Semess]] – 20-jähriges Parteijubiläum, linksreformistisches [[Manifesto de Semesta]]&lt;br /&gt;
*1979	Congreso X in [[Nalcaz]]&lt;br /&gt;
*1982	Congreso XI in [[Bosa]] – 25-jähriges Parteijubiläum, Wahl [[Andrés Colón]]' zum Premierminister-Kandidaten und Vizegeneralsekretär der Partei &lt;br /&gt;
*5/1985	Congreso XII in [[Noyar]] – Wahl [[Donado Ricardes]]' zum Spitzenkandidaten, [[Flávio Osório Jimenez]] löst nach 15 Jahren Joán Caval als Parteichef ab,&lt;br /&gt;
*2/1987	Congreso XIII in [[Malesc]] – Jubiläum 100 Jahre PS-Gründung 1887&lt;br /&gt;
*1989	Congreso XIV in [[Valier]]&lt;br /&gt;
*3/1991	Congreso XV in [[Artir]] – [[Proposiciones de l’Artir]], postmaterialistische Thesen zur (Neu-)Interpretation des Semestiner Programms, wesentlich von der [[Guarda Jovén]] mitformuliert, faktische Abrechnung mit dem Kurs Donado Ricardes’&lt;br /&gt;
*1993	Congreso XVI in [[Cavalla]] – Aufarbeitung der [[ASUL-Parteispendenaffäre]]  &lt;br /&gt;
*1995	Congreso XVII in [[Laquines]] &lt;br /&gt;
*5/1997	Congreso XVIII in [[Tulis]] – [[Declaración pel Cânviu]], Aktualisierung der „Proposiciones“, Vorbereitung des [[Novo Progresismo]] als Grundlage eines neuen Programms und als Wahlplatform&lt;br /&gt;
*2000	Congreso XIX in [[Ligre North]]&lt;br /&gt;
*3/2003 Congreso XX in [[Duerez]] – progressives [[Manifesto de Duerez]] („Progreso Social“)&lt;br /&gt;
*2005	Congreso XXI in [[Viça]] - Wahl [[Santiago Diaz de Velozo]]s zum Generalsekretär&lt;br /&gt;
*2007	Congreso XXII in [[Ostino]] – 50-jähriges Parteijubiläum, scharfe Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei&lt;br /&gt;
*11/2008 Congreso XXIII in [[Semess]] - Wahl [[Mercé Serrat]]s zur Generalsektetärin&lt;br /&gt;
*12/2011 Congreso XXIV in [[Vesaey]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradische Partei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Francisco_Montone&amp;diff=8828</id>
		<title>Francisco Montone</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Francisco_Montone&amp;diff=8828"/>
		<updated>2012-03-05T22:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Francisco Romero Montone''' (*1910 in [[Lemez]], †1987) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Jurist und Politiker ([[ASUL]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1962-1982: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 1969-1973: Mitglied des Regionalrats der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1984-1987: ernannter [[Senat]]or auf Lebenszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1963-1966: Präsident des Rechtsausschusses der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] &lt;br /&gt;
* 1966-1967: [[Justizminister]] im [[Kabinett Del Pérez II]] und [[Kabinett Del Pérez III|III]]&lt;br /&gt;
* 1969-1970: Beigeordneter Rat für Finanzen und Justiz der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
* 1970-1974: [[Justizminister]] im [[Kabinett Caval I]] und [[Kabinett Caval II|II]]&lt;br /&gt;
* 1974: [[Finanzminister|Finanz- und Wirtschaftsminister]] im [[Kabinett Caval II]]&lt;br /&gt;
* 1974-1982: [[Finanzminister]] im [[Kabinett Caval III]], [[Kabinett Caval IV|IV]] und [[Kabinett Caval V|V]]&lt;br /&gt;
* 1979-1982: [[Vizeministerpräsident]] im [[Kabinett Caval V]] und [[Kabinett Nada I|Nada I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stellvertretender Ministerpräsident Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Finanzminister Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Pier_Francisco_Cordill&amp;diff=8827</id>
		<title>Pier Francisco Cordill</title>
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		<updated>2012-03-05T22:46:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Pier Francisco Cordill''' (*1948 in [[Nonthí]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Ökonom und Politiker (parteilos). Seit 2007 ist er sagradischer [[Minister für Wirtschaft und Finanzen]] in der [[Kabinett Luisanto I|Regierung Luisanto]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Francisco Cordill wurde 1948 in Nonthí geboren und besuchte eine katholische Schule. Danach studierte er u.a. in [[Semess]] und Harvard Wirtschaftswissenschaften. Er begann eine wissenschaftliche Karriere, die ihm 1983 eine Professor für Volkswirtschaft und Industriepolitik an der [[ESPES|Hochschule für Politik und Ökonomie Semess]] (ESPES) einbrachte. Dort lehrte Cordill bis zu seine Eintritt ins sagradische Finanzministerium im Jahr 1988 im Rang eines Unterstaatssekretärs. Als Abteilungsleiter stieg er Ende 1992 schließlich unter Minister [[António Lamanto Marques]] zum Staatssekretär auf. Als dessen Sherpa nahm er u.a. an den entscheidenden Verhandlungen zum Maastrichter Vertrag teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerium zum 31. Dezember 1997 trat Cordill am 1. Januar des Folgejahres als Chefökonom ins Direktorium der sagradischen Notenbank [[Banca de Sagradia]] ein. Dort war er seit 1999 zudem für die Bankenaufsicht zuständig. Nach der Wahl des Deutschen Horst Köhler trat Cordill schließlich im Jahr 2000 dessen Nachfolge als Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung an. Diesen Posten behielt er, bis er im Jahr 2004 freiwillig aus dem Amt schied. Danach arbeitete er als Vorstandsberater der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley sowie seit 2006 wieder als Professor an der ESPES.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2007 wurde der parteilose Pier Francisco Cordill von Ministerpräsident [[Miguel Ánibal Luisanto]] als Nachfolger des zuvor zurückgetretenen [[Jâime Serrà]] zum [[Minister für Wirtschaft und Finanzen]] ernannt. Als solcher leitete er die Finanz- und Wirtschaftspolitik seines Landes während der Banken- und Wirtschaftskrise 2007 ff. sowie während der folgenden Staatsschulden- und Euro-Krise. Er gehört zu den angesehensten Ministern der konservativ-liberalen Minderheitsregierung und wird trotz politischer Gegensätze auch innerhalb der Opposition geschätzt. Cordill gilt als wirtschaftsliberal, aber unideologisch und als überzeugter Anhänger der europäischen Gemeinschaftswährung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karrierestationen ===&lt;br /&gt;
* 1983-1988: Ordentlicher Professor für Industriepolitik an der ''[[ESPES|Escola Superior de Políticas i Economía de Semesta]]'' (ESPES)&lt;br /&gt;
* 1988-1992: Abteilungsleiter und Unterstaatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1992-1997: Staatssekretär im sagradischen [[Finanzministerium]]&lt;br /&gt;
* 1998-2000: Chefökonom der [[Banca de Sagradia]]&lt;br /&gt;
* 2000-2004: Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung&lt;br /&gt;
* 2004-2007: Vorstandsberater bei Morgan Stanley&lt;br /&gt;
* 2006/2007: Außerplanmäßiger Professor für Industriepolitik an der ''[[ESPES|Escola Superior de Políticas i Economía de Semesta]]'' (ESPES)&lt;br /&gt;
* seit 2007: sagradischer [[Minister für Wirtschaft und Finanzen]] im [[Kabinett Luisanto I]], [[Kabinett Luisanto II|II]] und [[Kabinett Luisanto III|III]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Carles_Alberto_Rem%C3%B3n&amp;diff=8826</id>
		<title>Carles Alberto Remón</title>
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		<updated>2012-03-05T22:46:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Carles Alberto Remón''' (*1907, †1986) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker ([[PS]]/[[ASUL]]) und langjähriger Geschäftsführender Sekretär und Präsident der [[Fundación Santiago Laval|Santiago-Laval-Stiftung]] (FSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carles Alberto Remón wurde 1927 Mitglied der sozialistischen Jugendorganisation [[JUSO|CSJS]] und seit 1929 des [[Partido Socialista]]. In den Dreißiger Jahren arbeitete er zeitweise für das Büro von Parteichef [[Inácio Bersantis]]. Nach Jahren im Exil kehrte er 1944 nach Sagradien zurück und half beim Wiederaufbau der Sozialistischen Partei. Er wurde zu einem engen Vertrauten von [[António Santiago]], dessen Büro er mehrere Jahre leitete. Nach der Wahl Santiagos zum Parteichef der Sozialisten im Jahr 1954 stieg Remón zum Organisationssekretär der Sozialistischen Partei auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1960 war Remón Mitglied des Stadtrats von [[Semess]], von 1958 bis 1962 gehörte er zudem der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der [[ASUL]], an der Remón führend beteiligt war, gehörte er als Organisationssekretär zum ersten Sekretariat der Partei. Als solcher war er u.a. seit 1961 für den Aufbau der parteinahen [[Fundación Santiago Laval]] zuständig, deren hauptamtlicher geschäftsführender Sekretär er 1962 wurde. Nachdem er als Sekretär zehn Jahre lang die tägliche Arbeit der Stiftung geleitet hatte, wurde Remón im Jahr 1972 zum Präsidenten der FSL gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1984 inne, ehe er sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt zurückzog. Nachfolger wurde [[Iacovo Del Pérez]]. Das Zentralgebäude der FSL in [[Semess]] trägt seit 1989 den Namen &amp;quot;Casa Remón&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als langjähriges Mitglied der Programmkommission der ASUL war Remón sowohl an der Ausarbeitung des ersten [[Manifesto de Lemez|Parteiprogramms von 1962]] als auch an der des [[Manifesto de Semesta|zweiten Programms aus dem Jahr 1977]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: PS-Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Präsident der FSL]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Josep_Zacher%C3%B3n&amp;diff=8825</id>
		<title>Josep Zacherón</title>
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		<updated>2012-03-05T22:45:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Josep Luis Zacherón''' (*1940 in [[Pergía]]) ist ein [[sagradischer]] Jurist und Politiker der christlich-konservativen [[Volkspartei]] (PP-CSD). Der frühere [[Justizminister|Justiz-]] (1984-1986) und [[Innenminister]] (1990-1998) war zuletzt von 2005 bis 2010 Präsident der [[Region Semestina|Semestiner Regionalregierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josep Zacherón wurde 1940 im süd[[Bordez|bordezischen]] [[Pergía]] geboren. Nach dem erfolgreichen Studium der Rechtswissenschaften trat Zacherón in den Staatsdienst ein. Seit seinen Studienzeiten Mitglied der christlich-konservativen [[PP-CSD]], wurde er 1976 für die Partei in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Dort machte er sich bald einen Ruf als Rechtsexperte. Bereits seit 1979 fungierte er als Führungsmitglied der konservativen Parlamentsfraktion, 1982 wurde er in der [[Kabinett Moya I|ersten Regierung Moya]] zum Staatssekretär im [[Justizministerium]] ernannt. Nach dem Rücktritt von Justizminister [[Carles Holiérez]] im April 1984 folgte Zacherón seinem bisherigen Vorgesetzten im Ministeramt nach, das er bis zum Ende der Regierung im Herbst 1986 innehatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Opposition gehörte Zacherón als Rechtsexperte und stellvertretender Fraktionssprecher zu den Führungspersönlichkeiten der Mitte-Rechts-Opposition und wurde schließlich nach dem Wahlsieg seiner Partei 1990 zum [[Innenminister]] in der [[Kabinett Otero I|Regierung]] von [[Josep Carles Otero]] ernannt. Dieses Amt übte er acht Jahre lang aus und erhielt den Ruf eines kompromisslosen Law-and-Order-Politikers. Nach dem neuerlichen Gang in die Opposition 1998 kandidierte Zacherón bei den [[Regionalwahlen 2001]] als Kandidat der [[Volkspartei]] für das Amt des Präsidenten der [[Region Bordez]], unterlag jedoch gegen den Sozialisten [[David Acebes]]. Als Präsident der [[Volkspartei]] in der Region führte er die Konservativen bei den [[Regionalwahlen 2005]] schließlich zum Sieg und wurde zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Funktionen ==&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1982-1984: Staatssekretär im [[Justizministerium]] im [[Kabinett Moya I]]&lt;br /&gt;
* 1984-1986: [[Justizminister]] im [[Kabinett Moya I]] und [[Kabinett Moya II|II]]&lt;br /&gt;
* 1990-1998: [[Innenminister]] im [[Kabinett Otero I]], [[Kabinett Otero II|II]] und [[Kabinett Otero III|III]]&lt;br /&gt;
* 2005-2010: Präsident der Junta der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1976-2002: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* seit 2001: Mitglied des Regionalrats von [[Region Semestina|Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1986-1990: Stellvertretender Sprecher der [[Volkspartei]]-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
* 2001-2010: Parteivorsitzender der PPC in der [[Region Semestina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der PPC]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Innenminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Justizminister Sagradiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Regionalpräsident von Semestina]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Abgeordnetenkammer&amp;diff=8824</id>
		<title>Sagradische Abgeordnetenkammer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Sagradische_Abgeordnetenkammer&amp;diff=8824"/>
		<updated>2012-03-05T22:45:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Câmara de Deputadōes''', die sagradische Abgeordnetenkammer, ist das Unterhaus und im Vergleich zum [[Senat]] die wichtigere der beiden Kammern der sagradischen [[Nationalversammlung]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusammensetzung und Wahlmodus ===&lt;br /&gt;
Die Abgeordnetenkammer der sagradischen Nationalversammlung besteht aus 411 Mitgliedern, die für eine Amtsperiode von 4 Jahren nach dem Verhältniswahlrecht in Mehrpersonenwahlkreisen gewählt werden. 312 Abgeordnete werden in 52 Mehrpersonenwahlkreisen gewählt. Zu den 50 [[Provinz (Sagradien)|Provinzen]] des Landes, die in der Regel einen Wahlkreis darstellen, kommen ein Wahlkreis für die in den [[Überseegebiet]]en lebenden Sagradier sowie ein Wahlkreis für Sagradier im Ausland. Die 312 Wahlkreissitze werden je nach Zahl der Wahlberechtigten auf die 52 Wahlkreise verteilt. Kleinster Wahlkreis ist der [[Wahlkreis Val d’Ambrís-Guillard]], der als einziger nicht der Provinzgrenze entspricht, sondern neben der [[Autonome Region Val d'Ambrís|Provinz Val d’Ambrís]] den Westteil der [[Provinz Escada]] umfasst. Im größten Wahlkreis [[Region Semestina|Semestina]] werden 29 Sitze verteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Wahl kommt eine lose gebundene Liste zur Anwendung, auf der die Wähler eine Präferenzstimme für einen Einzelkandidaten der gewählten Liste abgeben können. Zusätzlich werden 99 Sitze kompensatorisch auf nationaler Ebene verteilt, um eine proportionale Mandatsverteilung zu gewährleisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Mandatszuweisung wird zunächst geprüft, welche Parteien auf nationaler Ebene die 3 %-Sperrklausel überwunden haben. Nur solche Parteien werden danach berücksichtigt. Anschließend werden in den Mehrpersonenwahlkreisen die Direktmandate an die Parteien verteilt. Dazu wird nach der Hare/Niemeyer-Methode vefahren. Die 99 Kompensationssitze Sitze werden unter Anrechnung der schon zugeteilten Direktmandate nach der Hare/Niemeyer-Methode an die Parteien verteilt, die die Sperrklausel überwunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 50 Provinzwahlkreise (Ausnahme: Val d’Ambrís-Guillard umfasst die Mería Guillard)&lt;br /&gt;
* 1 Wahlkreis für die Überseegebiete&lt;br /&gt;
* 1 Wahlkreis für Auslandssagradier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= 52 Mehrpersonenwahlkreise mit 2-29 zu verteilenden Sitzen = 312 Sitze&lt;br /&gt;
+ 99 Sitze nach nationaler Kompensationsliste&lt;br /&gt;
= 411 Sitze gesamt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten der Abgeordnetenkammer in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Periode'''&lt;br /&gt;
| '''Amtl. Beginn'''&lt;br /&gt;
| '''Amtl. Ende'''&lt;br /&gt;
| '''Präsident (Partei)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| Sep 1946&lt;br /&gt;
| Sep 1950&lt;br /&gt;
| [[Joán Carles Ferrer]] ([[PS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
| Sep 1950&lt;br /&gt;
| Sep 1954&lt;br /&gt;
| [[Fernando Nacesta]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]]&lt;br /&gt;
| Sep 1954&lt;br /&gt;
| Sep 1958&lt;br /&gt;
| [[Fernando Nacesta]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
| Sep 1958&lt;br /&gt;
| Sep 1962&lt;br /&gt;
| [[Fernando Nacesta]] ([[PPC]], bis März 1960)&lt;br /&gt;
[[António Gomes Elmira]] ([[PPC]], ab März 1960)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]]&lt;br /&gt;
| Sep 1962&lt;br /&gt;
| Jan 1964&lt;br /&gt;
| [[Roberto Helguerra]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| Jan 1964&lt;br /&gt;
| Apr 1967&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
| Apr 1967&lt;br /&gt;
| Sep 1970&lt;br /&gt;
| [[Farino Aliurétez]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
| Sep 1970&lt;br /&gt;
| Sep 1974&lt;br /&gt;
| [[David Fernando Galindo]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]]&lt;br /&gt;
| Sep 1974&lt;br /&gt;
| Dez 1976&lt;br /&gt;
| [[Pietro Cellar]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
| Dez 1976&lt;br /&gt;
| Mai 1979&lt;br /&gt;
| [[Pietro Cellar]] ([[ASUL]], bis Juli 1977)&lt;br /&gt;
[[Isabel Defernandis Carret]] ([[ASUL]], seit Juli 1977)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
| Mai 1979&lt;br /&gt;
| Okt 1982&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Iudeta]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
| Okt 1982&lt;br /&gt;
| Okt 1986&lt;br /&gt;
| [[Marcelo Iudeta]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
| Okt 1986&lt;br /&gt;
| Okt 1990&lt;br /&gt;
| [[Iano Norriez]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| Okt 1990&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| [[Francisca Calbán]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| Sep 1998&lt;br /&gt;
| [[Francisca Calbán]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
| Sep 1998&lt;br /&gt;
| Sep 2002&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montero Vidal]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| Sep 2002&lt;br /&gt;
| Sep 2006&lt;br /&gt;
| [[Francisco Montero Vidal]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]]&lt;br /&gt;
| Sep 2006&lt;br /&gt;
| Jul 2008&lt;br /&gt;
| [[Daniela Rosenthal-Valdés]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
| Jul 2008&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Daniela Rosenthal-Valdés]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer in der [[Dritte Sagradische Republik|Dritten Republik]] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| '''Periode'''&lt;br /&gt;
| '''Amtl. Beginn'''&lt;br /&gt;
| '''Amtl. Ende'''&lt;br /&gt;
| '''Vizepräsident (Partei)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[1. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|I]]&lt;br /&gt;
| Sep 1946&lt;br /&gt;
| Sep 1950&lt;br /&gt;
| [[Amentino Xavier-Castrell]] ([[PPC]], bis März 1949)&lt;br /&gt;
[[Fernando Nacesta]] ([[PPC]], ab März 1949)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[2. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|II]]&lt;br /&gt;
| Sep 1950&lt;br /&gt;
| Sep 1954&lt;br /&gt;
| [[Joán Carles Ferrer]] ([[PS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[3. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|III]]&lt;br /&gt;
| Sep 1954&lt;br /&gt;
| Sep 1958&lt;br /&gt;
| [[Santiago Román Guiterres]] ([[PS]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[4. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IV]]&lt;br /&gt;
| Sep 1958&lt;br /&gt;
| Sep 1962&lt;br /&gt;
| [[Ricardo Moreno]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[5. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|V]]&lt;br /&gt;
| Sep 1962&lt;br /&gt;
| Jan 1964&lt;br /&gt;
| [[Santiago Moreno]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[6. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VI]]&lt;br /&gt;
| Jan 1964&lt;br /&gt;
| Apr 1967&lt;br /&gt;
| [[Farino Aliurétez]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[7. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VII]]&lt;br /&gt;
| Apr 1967&lt;br /&gt;
| Sep 1970&lt;br /&gt;
| [[David Fernando Galindo]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[8. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|VIII]]&lt;br /&gt;
| Sep 1970&lt;br /&gt;
| Sep 1974&lt;br /&gt;
| [[Farino Aliurétez]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[9. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|IX]]&lt;br /&gt;
| Sep 1974&lt;br /&gt;
| Dez 1976&lt;br /&gt;
| [[Luciano González]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[10. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|X]]&lt;br /&gt;
| Dez 1976&lt;br /&gt;
| Mai 1979&lt;br /&gt;
| [[Luciano González]] ([[PPC]]&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[11. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XI]]&lt;br /&gt;
| Mai 1979&lt;br /&gt;
| Okt 1982&lt;br /&gt;
| [[Isabel Defernandis Carret]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[12. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XII]]&lt;br /&gt;
| Okt 1982&lt;br /&gt;
| Okt 1986&lt;br /&gt;
| [[Isabel Defernandis Carret]] ([[ASUL]], bis August 1984)&lt;br /&gt;
[[Bernardo Véllez]] ([[ASUL]], ab August 1984)&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[13. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIII]]&lt;br /&gt;
| Okt 1986&lt;br /&gt;
| Okt 1990&lt;br /&gt;
| [[Francisca Calbán]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[14. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIV]]&lt;br /&gt;
| Okt 1990&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| [[María Benítez Saforcada]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[15. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XV]]&lt;br /&gt;
| Okt 1994&lt;br /&gt;
| Sep 1998&lt;br /&gt;
| [[Luis José López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[16. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVI]]&lt;br /&gt;
| Sep 1998&lt;br /&gt;
| Sep 2002&lt;br /&gt;
| [[Romano Estrubal Seturo]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FC9E9&lt;br /&gt;
| [[17. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVII]]&lt;br /&gt;
| Sep 2002&lt;br /&gt;
| Sep 2006&lt;br /&gt;
| [[Pietra Domello]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[18. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XVIII]]&lt;br /&gt;
| Sep 2006&lt;br /&gt;
| Jul 2008&lt;br /&gt;
| [[Vítor Gomes Amarón]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| [[19. Legislaturperiode der sagradischen Abgeordnetenkammer in der Dritten Republik|XIX]]&lt;br /&gt;
| Jul 2008&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Vítor Gomes Amarón]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
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		<title>Sarmay</title>
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		<updated>2012-03-05T22:44:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Region Sarmay''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Región Sarmay''), im Herzen [[Sagradien]]s gelegen, ist mit 7,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste [[Sagradische Regionen|Region]] des Landes. Ursprünglich als Regionalverbund ''Lieno-Pin-Sagonte'' begründet, umfasste die Landschaft bis zur Einführung der Regionen als eigenständige Gebietskörperschaften der Sagradischen Republik im Jahr 1968 auch noch die [[Provinz Semestina]], die 1968 als eigenständige [[Region Semestina]] aus dem Regionalverband ausgegliedert wurde und von der heutigen Region Sarmay gänzlich umschlossen wird. 1970 erhielt die Region ''Lieno-Pin-Sagonte'' ihren heutigen Namen, der an das historische [[Königreich Sarmay]] erinnert und an den geschichtlich überlieferten Namen der Landschaft anschließt. Nach dem Ausscheiden der Provinz Semestina umfasst die heutige Region Sarmay die fünf Provinzen [[Alto Pin]], [[Alto Sagonte]], [[Sagonte-Mêdio Pin]], [[Coríu-Alto Sarmay]] sowie [[Baixo Sieza]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptstadt der Region Sarmay war bis 1975 die Hauptstadt der Provinz [[Coríu-Alto Sarmay]] [[Lesta]], das mit knapp 340.000 Einwohnern auch die größte Stadt in der Region darstellt. Einzelne Behörden waren jedoch auch in der Hauptstadt der Provinz [[Alto Sagonte]] [[Vierna]] sowie der Hauptstadt der Provinz [[Baixo Lieno]] [[Noyar]] angesiedelt. Mit Entschluss des Regionalrats im Jahr 1975 wurde jedoch [[Noyar]] als frühere Krönungsstadt der [[König von Sagradien|sagradischen Könige]] und historisches Zentrum Sarmays im Mittelalter zur offiziellen Hauptstadt der Region bestimmt. Hier sitzen auch der Regionalrat von Sarmay (''Cosiliu Regional'') und die Regionalregierung (''Junta Regional'') als oberste Organe der Region. Der Gerichtshof der Region befindet sich in [[Vierna]], einige Unterbehörden weiterhin in [[Lesta]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft und Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
Die Region Sarmay umfasst die Landschaften [[Sagonte]], [[Altsarmay]] und die [[Oberpin]]gegend. Außerdem hat es Anteil an der [[Croel]] und [[Soler]] im Osten. Besonders geprägt wird die Landschaft Sarmays durch die drei großen Flüsse [[Pin]], [[Lieno]] und [[Sieza]], die in der Region zusammenfließen und schließlich bei [[Vierna]] und [[Dûes Pontes]] den [[Mittelpin]] bilden. Größte Erhebungen sind die [[Serra de Sarmay]] im Süden und Südosten, die [[Serra de Louro]] im Südwesten und die Ausläufer der [[Mesa]]-Ebene und der [[Rosarisches Gebirge|Rosarischen Berge]] im Norden und Nordwesten der Region. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dichtbesiedelten nördliche Zentrum der Region Sarmay mit den Großstädten [[Dorell]], [[Viteza]] und [[Dûes Pontes]] sowie anschließend [[Noyar]] und [[Vierna]] bildet mit der umschlossenen [[Region Semestina]] die ''Metropolregion Semestina-Sarmay'', ihreszeichens die einwohnerstärkste und mit der größten Wirtschaftskraft ausgestattete Agglomeration Sagradiens. Weitere Agglomerationen befinden sich rund um die Stadt [[Lesta]] im mittleren Süden der Region, am Oberpin um die Städte [[Resales]], [[Vitoria]] und [[Joanaz]] sowie im MIttelpintal um die Städte [[Pinario]], [[Valiana]] und [[Garret]]. Dünner besiedelt sind lediglich die Peripherien im äußeren Westen, im äußeren Osten sowie im äußeren Süden der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Sarmay ist heute die bedeutendste Wirtschaftsregion Sagradiens. Der Norden um die Semestiner Agglomeration ist dabei eines der wichtigsten Dienstleistungszentren Sagradiens, aber auch im verarbeitenden Gewerbe besitzt die Region eine hervorragende Stellung. Neben dem Norden ist besonders der Südosten um die Stadt [[Lesta]] traditionell stark industrialisiert, leidet aber seit einigen Jahren unter Problemen des wirtschaftlichen Strukturwandels, wenn auch in bedeutend geringerem Maß als die Nachbarregion [[Bordez]]. Dagegen spielt im Westen und Osten der Region auch die landwirtschaftliche Produktion noch immer eine wichtige Rolle. Die Landschaft [[Sagonte]] am Mittelpin und dem [[Dona]]-Fluss im Westen ist sogar eine der umsatzstärksten Weinregionen Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historisches ===&lt;br /&gt;
In vorrömischer Zeit siedelten in der Gegend des unteren Lieno und Mittelpins verschiedene sagradische und keltosagrische Stämme wie die [[Nogiaren]] und die [[Liener]]. In der Zeit der römischen Herrschaft in Sagradien gehörte der Westen des späteren Sarmay zur Provinz [[Sisinia]], der Osten zur [[Sagradia Geroniensis]]. In vorrömischer und römischer Zeit entstanden auch die Städte [[Noyar]] (''Augusta Nogiarorum''), [[Dûes Ponte]] (''Duo Pontes''), [[Vierna]] (''Bierna''), [[Lesta]] (''Lesta Granis'') und [[Xenópolis]] (''Xenopolis''). Nachdem sich im frühen Mittelalter germanische [[Alkonen]] in der Gegend zwischen Pin, Sieza und Lieno angesiedelt hatten, wurde das Gebiet im 7. Jahrhundert durch Eroberung ins nördlich des Lieno gelegene [[Skantenreich]] eingegliedert und bildete bald eine hart umkämpfte Grenzregion zwischen dem christlichem Skantenreich und der muslimischen [[Numerer]]herrschaft im Süden Sagradiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge eines skantischen Thronstreits wurde das als Sarmay bekannte Territorium 812 im [[Vertrag von Torell]] dem skantischen König [[Ferrigo]] aus dem Geschlecht der [[Rodrigiden]] zugesprochen, nach dessen Tod 817 jedoch machte sich der einheimische Provinzfürst [[Dián I. von Sarmay|Dianus]] zum König und begründete das [[Königreich Sarmay|Diannidenkönigreich von Sarmay]], das im 9. und frühen 10. Jahrhundert ein eigenständiges Königreich in Mittelsagradien bildete. Nach einem machtpolitischen Höhepunkt unter [[Dián III. von Sarmay]] Mitte des 9. Jahrhunderts folgte eine Reihe von Thronstreitigkeiten und Teilungen, ehe das Königreich im zweiten Jahrzehnt des 10. Jahrhunderts vom Skantenkönig [[Martin I. der Eroberer|Martin der Eroberer]] eingenommen und im [[Vertrag von Tantallas]] 915 in dessen entstehendes gesamtsagradisches Königreich eingegliedert wurde. Mit der Hinrichtung [[Arengar von Vierna|Arengars von Vierna]], des letzten Diannidenkönigs durch den skantisch-gesamtsagradischen König [[Philipp I.]] verlor Sarmay endgültig seine Unabhängigkeit und bildete bald schon das machtpolitische Zentrum Philipps I. und seiner Nachfolger auf dem sagradischen Königsthron. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Königssalbung im [[Noyarenser Dom]] 939 begründete Philipp I. die Tradition der Königskrönung in [[Noyar]], das im Hochmittelalter auch über weite Strecken hinweg die Funktion einer inoffiziellen Hauptstadt des sagradischen Königreichs. Mit den großen Bischofsstädten [[Noyar]], [[Vierna]] und [[San Sebastian]] bildete das schon damals dicht besiedelte und hoch urbanisierte Mittelsarmay über das gesamte sagradische Mittelalter hinweg das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Königreichs, dessen sowohl skantisch-, als auch - in geringerem Maße - alkonisch-beeinflusster [[Mittelsagradische Dialekte|Mittelsagradischer Dialekt]] sich bald als dominante Sprachvarietät im gesamten Reich durchsetzte und die Grundlage des heutigen [[Sagradische Sprache|Hochsagradisch]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Mittelsarmay unter den frühen [[Santori]]-Königen im 15. Jahrhundert vorübergehend seine politisch-kulturelle, nicht aber seine wirtschaftliche Vormachtstellung an den [[Tulis|tulinesischen]] Westen verloren hatte, führte die Verlegung des Königshofs von [[Tulis]] ins erst im Mittelalter begründete [[Semess]] Mitte des 16. Jahrhunderts zu dessen Aufstieg zum dominanten politisch-administrativen und kulturellen Zentrum Sagradiens und zur größten Stadt des Landes. Vom rasanten Anwachsen Semess' profitierten auch andere mittelsarmayische Städte, die teilweise - wie im Fall [[Novel]]s und [[San Sebastian]]s mit Semess immer mehr zusammenwuchsen. Dagegen verloren die Bischofsstädte [[Noyar]] und [[Vierna]] einen Teil ihres früheren Glanzes an die neue Metropole in der Nachbarschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als politisches Zentrum und bevölkerungsreichste Landschaft des Landes erlebte Sarmay die Kämpfe der Revolutionen und Bürgerkriege des 18. bis 20. Jahrhunderts stets in besonderem Maße. Im Zuge der Industrialisierung wuchsen Arbeiterstädte wie [[Lesta]], [[Sebaste]] und die neu entstanden Stadtteile [[Semess]]' zu Schauplätzen sozialer Auseinandersetzungen und Hochburgen der sozialistischen Arbeiterbewegung heran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten der Regionaljunta ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Amtsbeginn&lt;br /&gt;
| Amtsende&lt;br /&gt;
| Präsident der Regionaljunta&lt;br /&gt;
| Parteien&lt;br /&gt;
| besonderes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=EDEDED&lt;br /&gt;
| 1968&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| provisorischer Präsident der Junta&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1969&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| [[Fernando Debelún]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1975&lt;br /&gt;
| 1986&lt;br /&gt;
| [[Luis José López]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[PRD]]; ab 1977 [[ASUL]]; ab 1985 [[ASUL]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
| 1977-1985 Minderheitsausschuss&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1986&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| [[Miguel Valente]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[UDS]]; ab 1989 [[ASUL]]&lt;br /&gt;
| ab 1989 Minderheitsausschuss&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| [[Filipe Saforcada]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[UDS]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 1998&lt;br /&gt;
| 2002&lt;br /&gt;
| [[Santiago Diaz de Velozo]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2002&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| [[Ferrigo Madrigal]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-bgcolor=9FB6CD&lt;br /&gt;
| 2006&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
| [[Isabel Berguixete]] ([[PPC]])&lt;br /&gt;
| [[PPC]], [[PSP]], [[CCD]], seit 2009 [[PPC]], [[PSP]]&lt;br /&gt;
| ab 2009 Minderheitsausschuss&lt;br /&gt;
|-bgcolor=FFAEB9&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| [[Jorge Ferrero Nadal]] ([[ASUL]])&lt;br /&gt;
| [[ASUL]], [[Verdes]], [[SDU]]&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|-class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Region Sagradiens]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>89.12.183.119</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://sagradien.michaelholzhauser.de/mediawiki/index.php?title=Miquel_Javier_Le%C3%B3n&amp;diff=8822</id>
		<title>Miquel Javier León</title>
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		<updated>2012-03-05T22:43:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;89.12.183.119: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Miguel Javier León''' (*1952 in Maputo/Mosambik) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] Journalist und Politiker der sozialdemokratischen [[ASUL]] und früherer [[Bürgermeister von Semess|Bürgermeister]] der sagradischen Hauptstadt [[Semess]] (1999-2007). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit als Journalist und Beginn der politischen Karriere ===&lt;br /&gt;
Der in Mosambik als Sohn eines sagradischen Lehrers geborene Miguel Javier León kam als Kind nach Sagradien und wuchs in [[Semess]] auf, wo er auch die Universität besuchte und nach Abschluss seines Wirtschafts- und Philosophiestudiums zum Journalisten ausgebildet wurde. Nachdem er mehrere Jahre lang für die Semestiner Zeitung [[Jornal de Semesta]] und als freier Journalist für die linkskritische [[Il Republicano]] geschrieben hatte, wechselte er 1984 in die Politik und wurde bei den [[Kommunalwahlen 1984]] erstmals in den Stadtrat von Semess gewählt. Noch im selben Jahr begann er eine Tätigkeit als Sekretär in der Kulturbehörde der Stadt [[Semess]]. Nach dem Wechsel im Rathaus und der Wahl des Konservativen [[Gustavo Galler]] zum Bürgermeister er Stadt im Januar 1988 wurde León im Zuge einer konservativen Neuausrichtung der Kulturpolitik beurlaubt. Er widmete sich in der Folge wiederum seiner journalistischen Karriere und wurde stellvertretender Chefredakteur der linken Wochenzeitschrift [[tácit]], In seinen nur anderthalb Jahren bei der Zeitschrift gelang es ihm, das kriselnde Blatt neu aufzustellen und mit einem dezidiert gesellschaftspolitischen Profil zu profilieren. Ende 1990 übernahm er schließlich den lukrativen Posten des Chefredakteurs beim altehrwürdigen ASUL-Parteiblatt [[Avante]]. Als solcher erhielt León entscheidenden Einfluss auf die programmatische Profilbildung der Partei in der Folgezeit und konnte auch seine eigene politische Karriere wieder in Angriff nehmen. In der Folge arbeitete er auch vermehrt als Redenschreiber u.a. für den 1991 gewählten Semestiner Bürgermeister [[António Grande Illega]] und den Semestiner Regionalpräsidenten [[Flávio Osório Jimenez]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg in der Semestiner Stadtverwaltung ===&lt;br /&gt;
Nachdem er 1994 von Bürgermeister [[António Grande Illega]] zum Generalsekretär der Semestiner Stadtverwaltung ernannt worden war, wirkte er als Chefadministrator im Rathaus in einer politischen Schlüsselrolle und stieg auf Wunsch seines politischen Förderers António Grande Illega 1996 zu dessen Stellvertreter als Bürgermeister der Stadt auf. Im selben Jahr kandidierte Miguel Javier León für das Amt des Sekretärs des ASUL-Stadtverbands Semess. Bei der Wahl unterlag er jedoch knapp gegen seine Gegenkandidatin [[Mercé Serrat Cabarell]]. Erst nach deren Rücktritt in Folge einer politischen Affäre folge León ihr als Sekretär des Stadtverbands der Sozialisten nach.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem Grande Illega seine Kandidatur für das Amt des [[Präsident der Republik|sagradischen Staatspräsidenten]] im Jahr 1999 bekannt gegeben hatte, schlug er seinen Stellvertreter León als Nachfolger vor. Bei den folgenden [[Semestiner Bürgermeisterwahlen 1999]] setzte sich Miguel Javier León gegen seinen konservativen Gegenkandidaten, den ehemaligen Regionalpräsidenten [[António Vallerón Leticí]] durch und wurde als Nachfolger Grande Illegas zum [[Bürgermeister von Semess]] gewählt. Zuvor hatte sich León öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt, was ihm in der Großstadt Semess eher Sympathien als Abneigung entgegenbrachte. León wurde damit der erste bekennend homosexuelle Bürgermeister der Hauptstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister von Semess (1999-2007) ===&lt;br /&gt;
Als Bürgermeister von Semess versuchte León das Image der Stadt zu verbessern und sie zu einer europäischen Metropole ersten Ranges zu formen. Als Bürgermeister konnte er sich große Sympathien erwerben, wurde aber auch für seinen großbürgerlichen Lebensstil kritisiert. Bei den [[Semestiner Bürgermeisterwahlen 2003]] siegte León klar gegen seinen landesweit bekannten konservativen Gegenkandidaten, den Ex-Minister und stellvertretenden Parteivorsitzenden [[Oscar Rolando Huerón]]. Nach Anschlägen auf europäische Großstädte profilierte sich León entgegen seines vorherigen Images als Hardliner und Vertreter einer entschlossenen Anti-Terror-Politik, was ihm Kritik in der eigenen Klientel einbrachte. Bei einer Wahlkampfveranstaltung anlässlich der [[Regionalwahlen 2005]] wurde der bekennende Homosexuelle Miguel Javier León im Spätsommer 2005 von einem schwulenfeindlich motivierten ultrakonservativen Attentäter niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Nachdem er mehrere Wochen im Krankenhaus gelegen hatte, kehrte León wiedergenesen in sein Amt zurück, gab 2006 aber bekannt, keine dritte Amtszeit anzustreben und sein Amt 2007 aufzugeben. Nachfolger wurde der frühere Innenminister [[Pietro Dulce Rodríguez]], der sich bei den [[Semestiner Bürgermeisterwahlen 2007]] gegen [[Volkspartei]]-Kandidat [[David Elabal]] durchsetzen konnte. León schied nach acht Jahren als Bürgermeister aus der Stadtverwaltung aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitglied der sozialistischen Parteiführung (seit 2008) ===&lt;br /&gt;
Nachdem er danach wiederholt im Fernsehen aufgetreten war, gab León im Vorfeld der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008]] sein politisches Comeback bekannt und wurde schließlich als Kandidat der ASUL in Semess erstmals in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] gewählt. Dort wurde er Mitglied im Innenausschuss. Nach dem Rücktritt von Generalsekretär [[Santiago Diaz de Velozo]] erklärte Miguel Javier León seine Kandidatur für das Amt des Parteiführer der Sozialisten im Rahmen der angekündigten Primaries. Dabei trat er als Kandidat der eher Konservativen in der Partei, die zuvor mehrheitlich hinter Diaz de Velozo gestanden hatten, u.a. gegen die ehemaligen Ministerinnen [[Mercé Serrat Cabarell]] und [[Ana Zapato Ramírez]] an und erreichte in der ersten Runde die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen Mercé Serrat konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Dennoch wurde er unter der neuen Generalsekretärin Mercé Serrat Cabarell als Parteisekretär in die neue Führung der Sozialisten eingebunden. Vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2012]] gilt er im Fall eines linken Wahlsiegs als aussichtsreicher Kandidat für ein einflussreiches Ministeramt in einem möglichen Kabinett Serrat Cabarell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1984-1988: Sekretär in der Kulturbehörde der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1994-1999: Generalsekretär der Stadtverwaltung von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1996-1999: Stellvertretender Bürgermeister der Stadt [[Semess]]&lt;br /&gt;
* 1999-2007: [[Bürgermeister von Semess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mandate ===&lt;br /&gt;
* 1984-1994: Mitglied des Stadtrats von [[Semess]]&lt;br /&gt;
* seit 2008: Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteifunktionen ===&lt;br /&gt;
* 1996-1999: Parteisekretär der [[ASUL]] in der Stadt Semess&lt;br /&gt;
* 2008: Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs der ASUL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sagradischer Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Politiker der ASUL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bürgermeister von Semess]]&lt;/div&gt;</summary>
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